{"id":87043,"date":"2022-08-18T10:13:49","date_gmt":"2022-08-18T08:13:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87043"},"modified":"2022-08-18T11:06:29","modified_gmt":"2022-08-18T09:06:29","slug":"leserbriefe-zu-ukrainisches-atomkraftwerk-beschiessen-sich-die-russen-selber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87043","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eUkrainisches Atomkraftwerk: Beschie\u00dfen sich die Russen selber?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86964\">In diesem Beitrag<\/a> hinterfragt Tobias Riegel den Beschuss des Atomkraftwerkes Saporischschja und die Darstellung in Medien, nach der die russische und die ukrainische Seite sich &bdquo;gegenseitig beschuldigen&ldquo; w&uuml;rden. Das Atomkraftwerk w&uuml;rde laut Medienberichten jedoch von russischen Soldaten kontrolliert. Demnach w&uuml;rden sich die russischen Truppen selber angreifen. Kiew nutze eine &bdquo;Strategie des Gegenvorwurfs&ldquo;, die von manchen gro&szlig;en Medien distanzlos &uuml;bernommen werde. Das sei fragw&uuml;rdig. Auf Parallelen zum &bdquo;Giftgasangriff&ldquo; im syrischen Duma wird hingewiesen &ndash; ebenso auf die mangelnde Bereitschaft des Westens zur Aufkl&auml;rung und auf die Verhinderung von IAEA-Inspektionen durch die Ukraine. Abschlie&szlig;end wird festgestellt, dass der ukrainische Pr&auml;sident Selensky indirekt Angriffe auf das Gel&auml;nde des Atomkraftwerkes rechtfertigen m&ouml;chte. Danke f&uuml;r die interessanten Zuschriften. Hier ist eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Riegel, <\/p><p>auf diesen Beitrag habe ich gewartet. Plumper geht&rsquo;s nimmer mit dieser sog. &ldquo;Berichterstattung&rdquo;. Die Medien verrenken sich ja derart, um die Ukrainer positiv darzustellen und gleichzeitig ihre eigene Verantwortung zur Suggestion zu kaschieren. Das wirkt letztendlich nur noch widerlich. Nichtsdestotrotz ist die &ldquo;russische Schutzschild&rdquo;-Behauptung im Bekanntenkreis bereits fest verankert, wogegen die Berichte &uuml;ber die ukrainischen menschlichen Schutzschilde nicht geglaubt werden. So effektiv wirkt die westliche Propaganda.<br>\nUnd endlich werden auch mal die Parallelen zur Syrien-&ldquo;Berichterstattung&rdquo; aufgegriffen. Wunderbar. <\/p><p>Ich hatte es bisher nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass Irref&uuml;hrungen wie in den 1930er Jahren heute wieder m&ouml;glich sind. <\/p><p>Ich danke Ihnen herzlichst f&uuml;r diesen Artikel!<br>\nmfg. Siegfried Klar<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>der Beitrag von Herrn Riegel zeigt sicher ungewollt, wie einfach es heutzutage doch ist, mit v&ouml;llig neben der Sache liegenden Behauptungen Scheinrealit&auml;ten zu schaffen. Die momentan vorherrschenden Meldungen reden zumeist von &ldquo;Beschu&szlig;&rdquo; des Kraftwerks, erscheinen also zun&auml;chst&nbsp;v&ouml;llig neutral. Nun liegen allerdings milit&auml;rische Erfahrungss&auml;tze vor, die den Begriff Beschu&szlig; mehr oder weniger eindeutig definieren. Danach geht es dabei ausschlie&szlig;lich darum, ein gegnerisches Ziel zu bek&auml;mpfen, welcher Art auch immer. Nun aber wird&nbsp;durch diese anscheinende Neutralit&auml;t suggeriert, es k&ouml;nnte entgegen allen Erfahrungen aus kriegerischen Ereignissen pl&ouml;tzlich anders sein, will sagen, da&szlig; es in den Raum gestellt wird, jemand k&ouml;nne&nbsp;sich selbst beschie&szlig;en. Wird&nbsp; nun also der Standpunkt eingenommen, diese allen Erfahrungss&auml;tzen zuwiderlaufende Variante f&uuml;r die wahrscheinlichere zu halten, dann obliegt dessen Inhaber eine au&szlig;erordentlich hohe Beweislast, da ansonsten alle Erfahrungss&auml;tze au&szlig;er Kraft gestzt w&uuml;rden. Die Juristen sagen dazu, was bei Gericht bekannt ist, mu&szlig; nicht mehr bewiesen werden. Worum es&nbsp; mir geht, stellt man nun die beiden Varianten wie in dem Beitrag von Herrn Riegel als nahezu gleichwertig dar, dann ist man m.E. bereits Opfer der Vernebelungstaktik geworden. Bei der Beurteilung einer Situation wie der in der Ukraine tappen wir anscheinend allzuleicht in die Falle der Moralisierung, einer Kategorie, die zwar bei der politischen, nicht jedoch der milit&auml;rischen Beurteilung der Vorg&auml;nge zu beachten ist. Die Russen haben das Kraftwerk in der Hand, eine Tatsache, die bei der milit&auml;rischen Vorgehensweise zu beachten ist. Und ein Beschu&szlig; dessen tr&auml;gt die Gefahr in sich, eine atomare Katastrophe in Europa auszul&ouml;sen. Welche Konsequenzen mu&szlig;&nbsp;das also f&uuml;r milit&auml;rische Entscheidungen (der Ukraine!) haben? Und das hat nichts mit der Frage zu tun, wer den Krieg begonnen hat.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>was will uns der Beschuss des Atomkraftwerkes Saporoschje sagen?<\/p><p>Vielleicht ist es die Botschaft, dass, wenn der Westen den Krieg in der Ukraine verliert, auch sonst niemand diese bekommen soll. Das Kraftwerk wird zerschossen und die Ukraine (nebst Teilen Osteuropas) werden zur Todeszone, die niemand mehr gebrauchen kann.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nJohannes Kie&szlig;ling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel,<\/p><p>wer wann womit zuerst geschossen hat (und schie&szlig;t) kann vielleicht irgendwann einmal aufgekl&auml;rt werden. Ob das dann noch zu irgendetwas von Nutzen ist, bezweifle ich &ndash; der von den Folgen einer Kernschmelze &nbsp;betroffenen Bev&ouml;lkerung&nbsp; in den umliegenden Gebieten hilft eine wie auch immer geartete Erkenntnis &uuml;ber die Urheber jedenfalls herzlich wenig. Und die Verantwortlichen haben f&uuml;r sich, ihre Familien und ihr Verm&ouml;gen sicher schon l&auml;ngst vorgesorgt &ndash;&nbsp; oder &nbsp;aber sie sind r&auml;umlich so weit entfernt, dass sie sich dieses Schauspiel in Ruhe anschauen (und davon profitieren) k&ouml;nnen.<\/p><p>Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben. Gerade eben aber habe ich folgenden Beitrag gelesen, der meiner Meinung nach die Situation sehr gut analysiert. &nbsp;Deshalb hier mein Hinweis:<\/p><blockquote><p>&nbsp;<br>\n<strong><a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/146214-wer-hat-interesse-an-nuklearen-katastophe\/\">Wer hat ein Interesse an einer nuklearen Katastrophe in der Ukraine?<\/a><\/strong><br>\n17 Aug. 2022 06:45 Uhr<br>\n&nbsp;<br>\nVersuchen extremistische Netzwerke des Tiefen Staates der westlichen L&auml;nder, mit krimineller Verantwortungslosigkeit und politischem Abenteurertum ihre in die Sackgasse geratene Ukraine-Politik zu retten? Und die ARD-Tagesschau mischt kr&auml;ftig mit.<br>\n&nbsp;<br>\nEine Analyse von Rainer Rupp\n<\/p><\/blockquote><p>Anmerkung LK: Wenn sich jetzt nicht einige prominente Kritiker des Geschehens (die es doch hoffentlich im Verborgenen noch gibt) zu &ouml;ffentlichen Stellungnahmen aufraffen k&ouml;nnen &ndash; wann dann ?<br>\n&nbsp;<br>\nAuch wenn mir die Lage trostlos erscheint bin ich froh, dass das Nachdenkseiten-Team weiterhin unerm&uuml;dlich daran arbeitet, Informationen au&szlig;erhalb des Mainstreams zu vermitteln.<\/p><p>Danke daf&uuml;r und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nLuise Kay<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin Herr Riegel,<\/p><p>auch ich halte es f&uuml;r unwahrscheinlich, da&szlig; die Russen ein von ihnen kontrolliertes Atomkraftwerk beschie&szlig;en, noch dazu das gr&ouml;&szlig;te in Europa. Das betrifft auch Operationen unter falscher Flagge.<\/p><p>Wie immer bei solchen Situationen ist es ratsam, beide bzw. mehrere Seiten zu h&ouml;ren (OK, in Deutschland findet sich zu 99% nur einseitige Berichterstattung im &ouml;ffentlichen &ldquo;Diskurs&rdquo;).<\/p><p>Russia Today schreibt in seinem Artikel vom 15. August 2022, 18h15, da&szlig; es sich &ldquo;h&ouml;chstwahrscheinlich&rdquo; nicht um &ldquo;verirrte Granaten&rdquo; handele, sondern &ldquo;um einen kalkulierten psychologischen Angriff auf die lokale Bev&ouml;lkerung&rdquo;, damit diese aus Angst vor einer nuklearen Katastrophe das Weite sucht und das geplante Referendum, dem Beitritt der Region an Ru&szlig;land, aus Mangel an Einwohnern nicht stattfinden kann, was Kiew nat&uuml;rlich sehr gelegen k&auml;me.<\/p><p>Immerhin ist es beruhigend zu erfahren, da&szlig; &ldquo;die Bl&ouml;cke selbst&rdquo; &ldquo;nur schwer zu besch&auml;digen&rdquo; seien, da &ldquo;die Betonh&uuml;lle&rdquo; sogar &ldquo;den Sturz eines Leichtflugzeugs, den Beschuss durch M&ouml;rser oder die Artillerie&rdquo; widerstehe. Direkt ins Reaktor-Innere kommen sie also so nicht (es sei denn, sie nutzten schmutzige Waffen wie DU, wie die USA im Irak und im ehemaligen Jugoslawien).<\/p><p>Deshalb, so berichtet RT weiter, sei das K&uuml;hlsystem sowie das Trockenlager f&uuml;r abgebrannte Brennst&auml;be an der Oberfl&auml;che das Ziel des Beschusses. Dies k&auml;me einem &ldquo;nuklearen Terrorismus&rdquo; gleich. Daher ist ein Abzug der Truppen f&uuml;r Ru&szlig;land undenkbar, weil dann das Atomkraftwerk g&auml;nzlich ohne Luftabwehr schutzlos w&auml;re. Was die ukrainische Armee nicht halten kann, das wird zerst&ouml;rt, was sie mehrfach unter Beweis gestellt haben.<\/p><p>Die folgende Passage mu&szlig; ich im Ganzen zitieren:<\/p><p>&ldquo;Die hartn&auml;ckige Weigerung Kiews, den Besuch der Inspekteure zu erm&ouml;glichen, ist eine Erkl&auml;rung f&uuml;r den konspirativen Charakter des Verhaltens, erkl&auml;rte Anpilogow. &ldquo;Wie sich neulich herausstellte, hat Kiew in dieser Anlage das gr&ouml;&szlig;te SNF-Lager errichtet, wobei die IAEO bereits ihre Besorgnis dar&uuml;ber zum Ausdruck gebracht hat. Denn SNF ist das ideale Rohmaterial f&uuml;r eine &ldquo;schmutzige&rdquo; Atombombe. Die IAEO-Inspektoren w&auml;ren in der Lage, sobald sie in Energodar vor Ort sind, Diskrepanzen zwischen den Berichten, die sie in der Vergangenheit regelm&auml;&szlig;ig aus Kiew erhalten haben, und der realen Gegebenheiten am Standort, an dem die abgebrannten Brennelemente gelagert werden, festzustellen. Diese Interpretation ist die einzig vern&uuml;nftige Erkl&auml;rung daf&uuml;r, warum die Ukraine ihr eigenes Atomkraftwerk beschie&szlig;t&rdquo;, sagte Anpilogow.&rdquo;<\/p><p>Ruft man sich in Erinnerung, da&szlig; Selenskyi im Februar 2022 Ru&szlig;land mit der Wiederbewaffnung von Atomsprengk&ouml;pfen gedroht hat, ergibt das Ganze ein in sich stimmiges Bild. Nimmt man hinzu, da&szlig; das ukrainische Milit&auml;r (mit mutma&szlig;lich Selenskyi als Befehlsgeber) in russischen Regionen inhaftierte ukrainische S&ouml;ldner &amp; Soldaten totschie&szlig;en l&auml;&szlig;t, damit diese keine Aussagen mehr machen k&ouml;nnen, die Kiew belasteten, so soll es wohl in allererste Linie um das Vertuschen von massiven Kriegsverbrechen gehen. Solange der Krieg noch l&auml;uft, kann man es ja mal versuchen. Wenn aber die unausweichliche Kapitulation kommt, dann wird&rsquo;s eng f&uuml;r die ukrainische Junta &mdash; und wom&ouml;glich auch f&uuml;r so manchem &ldquo;Verb&uuml;ndeten&rdquo;, ja sogar dem gesamten &ldquo;Werte-Westen&rdquo;.<\/p><p>Krieg ist schmutzig. Die (deutschen) Medien verf&uuml;gen nicht &uuml;ber ausreichend Waschmittel, um die Berge an Schmutz wei&szlig; waschen zu k&ouml;nnen. M&ouml;gen sie an dem Schmutz, den sie nicht weg kriegen, selbst Schaden nehmen. Sie wurden oft genug gewarnt, endlich den Pressekodex einzuhalten, doch die Warnungen wurden ignoriert.<\/p><p>Wie immer vielen Dank f&uuml;r derartige tolle Artikel, die unheimlich wichtig sind.<\/p><p>Mit vielen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Schauberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86964\">In diesem Beitrag<\/a> hinterfragt Tobias Riegel den Beschuss des Atomkraftwerkes Saporischschja und die Darstellung in Medien, nach der die russische und die ukrainische Seite sich &bdquo;gegenseitig beschuldigen&ldquo; w&uuml;rden. 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