{"id":87051,"date":"2022-08-18T11:30:42","date_gmt":"2022-08-18T09:30:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87051"},"modified":"2022-08-18T15:35:04","modified_gmt":"2022-08-18T13:35:04","slug":"wer-ueber-bezahlbare-energie-spricht-darf-zum-krieg-gegen-russland-nicht-schweigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87051","title":{"rendered":"Wer \u00fcber bezahlbare Energie spricht, darf zum Krieg gegen Russland nicht schweigen"},"content":{"rendered":"<p>Der Gaspreis ist au&szlig;er Kontrolle und den Verbrauchern <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86999\">droht ein Preisschock<\/a>, wie es ihn seit der &Ouml;lpreiskrise in den 1970ern nicht mehr gegeben hat.  Die Bundesregierung schaut dieser Entwicklung weitestgehend tatenlos zu. Insbesondere den Gr&uuml;nen scheint die Preisentwicklung als Beschleuniger f&uuml;r die Energiewende sogar recht gelegen zu kommen. Derweil kommen von Seiten der <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4caff99e-fb77-11ec-81c4-001a4a160123\">Gewerkschaften<\/a> und aus der <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/statt-gasumlage-gaspreisdeckel-und-uebergewinnsteuer\/\">Linkspartei<\/a> vermehrt Forderungen nach einer Gaspreisdeckelung. Die w&uuml;rde auch in anderen L&auml;ndern angewandt und soll eine Alternative zur &bdquo;Gasumlage&ldquo; sein. Auch wenn ein solches Instrument auf den ersten Blick sicher verlockend ist, so hat es zahlreiche Fallstricke und greift &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; nur bei den Symptomen und nicht bei der Ursache des Preisschocks. Es ist zu vermuten, dass gerade die Gewerkschaften und die Linken dieses Instrument vor allem deshalb favorisieren, da sie sich so vor einer kritischen Positionierung zum deutschen Wirtschafts- und Stellvertreterkrieg in der Ukraine dr&uuml;cken k&ouml;nnen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6593\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-87051-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220818_Wer_ueber_bezahlbare_Energie_spricht_darf_zum_Krieg_gegen_Russland_nicht_schweigen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220818_Wer_ueber_bezahlbare_Energie_spricht_darf_zum_Krieg_gegen_Russland_nicht_schweigen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220818_Wer_ueber_bezahlbare_Energie_spricht_darf_zum_Krieg_gegen_Russland_nicht_schweigen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220818_Wer_ueber_bezahlbare_Energie_spricht_darf_zum_Krieg_gegen_Russland_nicht_schweigen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=87051-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220818_Wer_ueber_bezahlbare_Energie_spricht_darf_zum_Krieg_gegen_Russland_nicht_schweigen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220818_Wer_ueber_bezahlbare_Energie_spricht_darf_zum_Krieg_gegen_Russland_nicht_schweigen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Es k&ouml;nnte alles so einfach sein, wenn man den Professoren <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/podcasts-22421-gaspreise-ist-ein-gaspreisdeckel-sinnvoll-39116.htm\">Sebastian Dullien und Isabella Weber<\/a> folgen mag. Der von ihnen vorgeschlagene Gaspreisdeckel setzt den Gaspreis f&uuml;r einen Grundverbrauch auf 7,5 Cent pro Kilowattstunde fest. Die Differenz zwischen diesem gedeckelten Verbrauchspreis und dem Marktpreis, den die Versorger in Rechnung stellen, zahlt bei diesem Modell der Staat. Sicher, ein solches Modell w&uuml;rde die Haushalte zun&auml;chst einmal entlasten, soziale H&auml;rten abfedern und den Kaufkraftverlust eind&auml;mmen. Aber diese oberfl&auml;chliche Betrachtung ist leider nur die halbe Wahrheit. Und das hat gleich mehrere Gr&uuml;nde.<\/p><p>Von ihren Anh&auml;ngern wird die Gaspreisdeckelung gerne als soziales Instrument verkauft, das es vermag, soziale H&auml;rten durch die Energiepreise abzufedern. Aber warum wird dann allen Haushalten das Gas subventioniert? Ein Topverdiener in seinem frisch energiesanierten Loft in der Hamburger Hafencity d&uuml;rfte keine Probleme haben, selbst h&ouml;here Gaspreise zu bezahlen. Sein Grundverbrauch w&uuml;rde jedoch &uuml;ber die Gaspreisdeckelung vom Steuerzahler subventioniert. Die alleinerziehende Raumpflegerin zahlt also im Endeffekt die Subventionen mit, die dem Investmentbanker zugutekommen. Das ist nicht sozial. <\/p><p>Bei derlei Debatten wird ohnehin gerne ausgeblendet, dass die Kosten ja nicht weg sind, wenn sie nun nicht mehr von den B&uuml;rgern direkt, sondern indirekt &uuml;ber das Steuersystem bezahlt werden. Und wir reden hier &uuml;ber sehr viel Geld. Die Haushalte verbrauchen rund 300 Milliarden Kilowattstunden Gas pro Jahr. Die Differenz zwischen dem derzeitigen Marktpreis von 26 Cent und dem vorgeschlagenen subventionierten Preis von 7,5 Cent betr&auml;gt immerhin 18,5 Cent. Das sind auf das Jahr gerechnet 55,5 Milliarden Euro. <\/p><p>Nun gut, man will nur den Grundverbrauch subventionieren; dennoch w&uuml;rden die Subventionen in einem Bereich liegen, der mindestens doppelt so hoch wie die gesamten Ausgaben des Bundeshaushalts f&uuml;r Bildung und Forschung sind. Wer diese Ausgaben f&uuml;r die Subventionierung von Erdgas f&uuml;r angemessen h&auml;lt, sollte daher sagen, wie er dies gegenfinanzieren will. Es handelt sich hierbei ja auch nicht um ein vor&uuml;bergehendes Problem. Ohne preiswertes russisches Gas werden die Preise nie wieder in den Bereich der letzten Jahre kommen. Diese Subventionen m&uuml;ssten also dauerhaft aus dem Staatshaushalt bezahlt werden. Welche Ausgaben sollen daf&uuml;r gestrichen werden? Welche Steuer soll erh&ouml;ht werden? Mit ein bisschen &bdquo;Wir holen es von den Reichen&ldquo; ist es hier bei dem zu erwartenden Finanzierungsvolumen nicht getan.<\/p><p>Gegen die Gaspreisdeckelung spricht auch, dass sie an den Zahlungsstr&ouml;men nichts &auml;ndert und die Konzerne, die sich jetzt an den hohen Energiepreisen dumm und d&auml;mlich verdienen, sich auch mit der Gaspreisdeckelung weiterhin dumm und d&auml;mlich verdienen. Dazu geh&ouml;ren beispielsweise die Energieversorger. RWE hat erst vor wenigen Tagen seine Gewinnprognose f&uuml;r das laufende Jahr auch wegen der Entwicklung &bdquo;im Segment Gas und im Energiehandel&ldquo; ordentlich nach oben angepasst. Man erwartet nun einen Rohgewinn in H&ouml;he von 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro. Daran w&uuml;rde sich durch die Gaspreisdeckelung nichts &auml;ndern, nur dass die Einnahmen von RWE nun zum Teil vom Staat &uuml;berwiesen w&uuml;rden. Noch krasser sind derzeit die Gewinne, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/sagenhafte-profite-bei-lng-es-ist-eine-unglaubliche-arbitrage-li.257539\">die mit der Lieferung von LNG zu erzielen sind<\/a>. Wer einen LNG-Tanker in den USA bel&auml;dt, zahlt daf&uuml;r rund 60 Millionen Euro. Wer die Ladung dann in der EU verkauft, bekommt derzeit 270 Millionen Euro. Im letzten Jahr gingen 19 Prozent der LNG-Exporte der USA in die EU, heute sind es knapp 60 Prozent. Auch mit der Gaspreisdeckelung w&uuml;rden die US-Gaskonzerne und die Investmentbanken, die derlei Gesch&auml;fte finanzieren, fast 200 Millionen Euro an einem einzigen Tanker verdienen, der Gas &uuml;ber den Atlantik transportiert. Daran w&uuml;rde &uuml;brigens auch eine &Uuml;bergewinnsteuer nichts &auml;ndern, da die Profiteure gar nicht in der EU und schon gar nicht in Deutschland steuerlich greifbar sind. <\/p><p>Anh&auml;nger einer Gaspreisdeckelung verweisen immer gerne darauf, dass dieses Instrument ja in L&auml;ndern wie Spanien oder Frankreich funktionieren w&uuml;rde. Doch das ist ein Vergleich zwischen &Auml;pfeln und Birnen. In Spanien wird in der Tat der Gaspreis gedeckelt &ndash; dies betrifft aber den Gaspreis f&uuml;r die Stromerzeugung. Und der Hintergrund ist der, dass viele spanische Haushalte einen Stromtarif haben, <a href=\"https:\/\/table.media\/europe\/analyse\/gaspreis-deckel-in-spanien-nur-maessige-entlastung-fuer-verbraucher\/\">der sich am B&ouml;rsenpreis f&uuml;r Strom orientiert<\/a> und dieser B&ouml;rsenpreis orientiert sich wiederum laut EU-Vorgaben am teuersten Stromproduzenten. Das sind zurzeit nat&uuml;rlich Gaskraftwerke. Die Deckelung des Gaspreises hat deren Erzeugerkosten gesenkt und so daf&uuml;r gesorgt, dass sich vor allem die Produzenten von Atom-, Kohle-, Solar- und Wind-Strom nicht mehr allzu sehr bereichern k&ouml;nnen, wenn sie ihren Strom zum Preis der Gaskraftwerke abrechnen k&ouml;nnen. Das ist sinnvoll, hat aber mit dem Gaspreisschock deutscher Haushalte gar nichts zu tun. <\/p><p>Und in Frankreich wurde in der Tat auch der Endkundenpreis f&uuml;r Gas gedeckelt &ndash; und zwar nicht erst seit dem Ukraine-Krieg, sondern bereits seit dem Anstieg der Gro&szlig;handelspreise im Oktober letzten Jahres. Das ist m&ouml;glich, weil der Gro&szlig;handel dort in der Hand des &bdquo;Megakonzerns&ldquo; Engie liegt, an dem der franz&ouml;sische Staat beteiligt ist, der &ndash; anders als in Deutschland &ndash; seine Beteiligung auch aktiv aus&uuml;bt. Dennoch sind die Kosten enorm. Die franz&ouml;sische Regierung hat vor wenigen Wochen <a href=\"https:\/\/www.thelocal.fr\/20220805\/revealed-what-will-you-receive-from-frances-e65bn-cost-of-living-aid-package\/\">erst einmal 65 Milliarden Euro<\/a> locker gemacht, um die Energiepreise zu subventionieren. &Uuml;bertragen auf Deutschland mit seinen privatwirtschaftlichen Strukturen im Energiemarkt w&auml;ren die Kosten deutlich h&ouml;her und (s.o.) diese Kosten m&uuml;ssen ja auch irgendwie refinanziert werden. Das ist das Prinzip linke Tasche, rechte Tasche. Nur dass der B&uuml;rger in diesem Fall nicht beim Blick auf seine Gasrechnung merkt, wie teuer der Gaspreisschock f&uuml;r ihn ist. Das ist sicher sinnvoll, wenn man ein Revival der Gelbwesten verhindern will. Mehr aber auch nicht. <\/p><p>Bei den f&uuml;r Deutschland angedachten Modellen f&uuml;r eine Gaspreiskappung geht es zudem stets nur um einen Teil der Gasversorgung. Dullien und Weber nennen beispielsweise einen Grundverbrauch von 8.000 KWh pro Haushalt. F&uuml;r Mietwohnungen und Neubauten mag das ja auch ausreichen. Aber warum werden gerade die Haushalte ausgeklammert, die besonders unter dem Preisschock leiden &ndash; Familien in Einfamilienh&auml;usern, die &auml;lteren Baujahrs und nicht nach neusten Regeln der Technik energetisch saniert sind? Hier handelt es sich nicht um &bdquo;reiche Haushalte&ldquo; &ndash; die leben meist in modern sanierten H&auml;usern mit W&auml;rmepumpe und Solarthermie und verbrauchen daher ohnehin gar kein oder nur wenig Gas. <\/p><p>Aber gerade auf dem Lande sind es oft auch Rentner, die ihr vor vielen Jahrzehnten gebautes Haus nun abbezahlt haben und &ndash; wenn sie nicht frieren wollen &ndash; locker auf Verbrauchswerte jenseits von 10.000 oder 20.000 KWh kommen. Diese Haushalte werden hier schlichtweg vergessen. Und warum? Weil auch bei Dullien und Weber der &bdquo;gr&uuml;ne&ldquo; Grundgedanke mitschwingt, dass die n&ouml;tige Energiewende nur dann gelingen kann, wenn die Haushalte &uuml;ber die Preisschraube gezwungen werden, weniger zu verbrauchen und besser noch ihr Haus auf den neuesten energetischen Stand zu bringen. Das ist nett gedacht, aber wie soll sich ein Rentner-, Gering- oder Normalverdiener-Haushalt eine solche Sanierung, deren Kosten meist im oberen f&uuml;nfstelligen Bereich liegen, eigentlich leisten k&ouml;nnen? Nachdem der Gro&szlig;teil des Gehalts oder der Rente f&uuml;r die Gasrechnung draufgeht, bleibt jedenfalls ganz sicher kein Geld f&uuml;r die w&uuml;nschenswerte Sanierung &uuml;brig.<\/p><p>Was in den Modellen ebenfalls fehlt, sind die gewerblichen Verbraucher. Angefangen beim kleinen B&auml;cker bis hin zum gro&szlig;en D&uuml;ngemittelproduzenten. Deren Mehrkosten landen &ndash; so sie es denn wirtschaftlich &uuml;berhaupt &uuml;berleben &ndash; direkt in den Preisen f&uuml;r ihre Produkte. Um die Inflation einzuhegen, ist also eine Gaspreisdeckelung nur bedingt geeignet und auf die konjunkturelle Auswirkung auf die Wirtschaft und hier vor allem auf die Industrie hat dieses Instrument gar keinen Einfluss. <\/p><p><strong>Nicht die Endkundenpreise, sondern die Gro&szlig;handelspreise m&uuml;ssen massiv gesenkt werden, um den Preisschock zu beenden und die sch&auml;dlichen Auswirkungen auf allen Ebenen zu beenden.<\/strong> Alles andere ist eine teure &ndash; ja unbezahlbare &ndash; Flickschusterei. Doch offenbar ist die Bundesregierung nicht daran interessiert, den Preisschock zu beenden. Dies gilt vor allem f&uuml;r die Gr&uuml;nen. Deren Traum von einer Energiewende setzt nun einmal zentral auf den Preis als Lenkungsinstrument. Solange Gas, &Ouml;l und konventioneller Strom preiswert sind, ist der Reiz, in alternative Energien zu investieren, nun einmal begrenzt. Die Debatte, wie die Energiewende sozial gestaltet und energieintensive Unternehmen mitgenommen werden k&ouml;nnen, war erst am Anfang &hellip; nun ist sie schon wieder vorbei, da externe Faktoren hier N&auml;gel mit K&ouml;pfen gemacht haben. Den meist gutsituierten W&auml;hlern der Gr&uuml;nen ist dies nicht gerade unrecht, da sie ohnehin oft zur Meinung tendieren, man solle &bdquo;das Volk&ldquo; bei solchen &bdquo;unbequemen&ldquo; Weichenstellungen gar nicht erst fragen, sondern vor vollendete Tatsachen stellen. Das ist ja nun geschehen. <\/p><p>Auf Seiten der Anh&auml;nger freier M&auml;rkte und der neoliberalen Schule herrscht ebenfalls nur ein sehr begrenztes Interesse, das &Uuml;bel an der Wurzel zu packen. Warum werden mit Energie Milliarden verdient? Warum werden Gas und Strom an B&ouml;rsen gehandelt? Warum landet ein gro&szlig;er Teil unserer Gas-, Strom- und oft auch Wasserrechnung in den Kassen globaler, renditeorientierter Unternehmen? Warum &bdquo;muss&ldquo; nun der Gro&szlig;h&auml;ndler Uniper mit einer Umlage gerettet werden, der in den letzten Jahren Milliardengewinne gemacht und &uuml;ber die Dividende an seine Investoren ausgesch&uuml;ttet hat? Ja, warum? Diese Fragen will man lieber nicht stellen und die bestehenden marktkonformen Strukturen &uuml;ber Instrumente wie eine Gaspreisdeckelung retten. Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Man kennt das ja.<\/p><p>Hinzu kommt, dass das Herumdoktern an den Symptomen f&uuml;r die Gr&uuml;nen und die transatlantischen Kr&auml;fte der anderen Parteien (auch der Linken) sehr attraktiv ist, da die L&ouml;sung der Ursachen des Preisschocks nicht gelingen kann, wenn man seinen irrwitzigen Wirtschaftskrieg gegen Russland fortsetzt und die Ukraine als Stellvertreter in einem echten Krieg gegen Russland ausbluten l&auml;sst. <strong>Langfristig bezahlbare Energiepreise sind nicht gegen, sondern nur mit Russland hinzubekommen.<\/strong> Auch wenn das einem aus ideologischen Gr&uuml;nden nicht passt. Es ist nun einmal Fakt. <strong>Wer &uuml;ber bezahlbare Energie spricht, darf zum Krieg gegen Russland nicht schweigen.<\/strong> Doch das ist leider bei den Regierungsparteien und auch bei der Linken nicht konsensf&auml;hig. Wir werden also noch viele halbgare Versuche erleben, mal mehr, mal weniger konsequent an den Symptomen des Preisschocks herumzudoktern. Und die Preise werden weiter steigen. <\/p><p>Titelbild: Maxx-Studio\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/5c11d093326c477d8d36f05f209eba0c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gaspreis ist au&szlig;er Kontrolle und den Verbrauchern <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86999\">droht ein Preisschock<\/a>, wie es ihn seit der &Ouml;lpreiskrise in den 1970ern nicht mehr gegeben hat. Die Bundesregierung schaut dieser Entwicklung weitestgehend tatenlos zu. Insbesondere den Gr&uuml;nen scheint die Preisentwicklung als Beschleuniger f&uuml;r die Energiewende sogar recht gelegen zu kommen. 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