{"id":87071,"date":"2022-08-19T08:41:43","date_gmt":"2022-08-19T06:41:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071"},"modified":"2022-08-19T08:41:43","modified_gmt":"2022-08-19T06:41:43","slug":"hinweise-des-tages-4176","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h01\">Olaf Scholz und die manipulierte Aufkl&auml;rung: Ein U-Boot f&uuml;r den Cum-Ex-Kanzler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h02\">Zukunft ruinieren: Kinderarmut und Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h03\">Kubicki f&uuml;r &Ouml;ffnung der Pipeline Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h04\">&raquo;Es braucht ein Aufbegehren&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h05\">Diese Konzerne wollen Geld aus der Gas-Umlage &ndash; und verdienen gleichzeitig Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h06\">Gas ist nicht gleich Gas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h07\">Habeck, der Entzauberte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h08\">Lindners Taschenspielertrick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h09\">Vorwurf der Volksverhetzung: Berliner Polizei ermittelt gegen Abbas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h10\">Corona: Rupp rechnet mit keiner neuen Virusvariante<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h11\">Impfpflicht: &bdquo;Karlsruhe l&auml;sst dem Staat v&ouml;llig freie Hand&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h12\">Mehr M&auml;ngel in privaten als in gemeinn&uuml;tzigen Pflegeheimen? Zahlen aus Bremen zur Kommerzialisierung des Pflegesektors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h13\">Crowdworking: St&auml;ndig bereit f&uuml;r 90 Cent Stundenlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87071#h14\">Zur&uuml;ck auf Los (II)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Olaf Scholz und die manipulierte Aufkl&auml;rung: Ein U-Boot f&uuml;r den Cum-Ex-Kanzler<\/strong><br>\nHeute muss der Kanzler wieder vor den Cum-Ex-Ausschuss. Die Lage ist bizarr: F&uuml;r die Vorbereitung der Zeugenvernehmung ist sein Ex-Mitarbeiter verantwortlich.<br>\nFreitag, 12. M&auml;rz 2021. Der erste Eklat ersch&uuml;ttert den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) &bdquo;Cum-Ex-Steuergeldaff&auml;re&ldquo; in Hamburg. Dabei hat das Gremium seine Arbeit noch gar nicht richtig aufgenommen. Es ist die vierte Sitzung, Zeugen wurden bisher nicht vernommen, nicht einmal die notwendigen Unterlagen f&uuml;r die Aufarbeitung liegen vor. Der Senat blockiert die Herausgabe seit Wochen.<br>\nIm Zentrum steht jener Skandal, der Olaf Scholz seit seiner Zeit als Erster B&uuml;rgermeister in Hamburg verfolgt. Es geht um die Frage, warum Hamburgs Beh&ouml;rden der Privatbank M.M. Warburg &amp; CO die R&uuml;ckzahlung ergaunerter Cum-Ex-Millionen erlassen wollten und ob dies mit aktiver Billigung des heutigen Bundeskanzlers passiert ist.<br>\nEine Personalie sorgt f&uuml;r Unmut in der Opposition. Carsten Ernst, seit dem 1. M&auml;rz stellvertretender Leiter des PUA-Arbeitsstabs, steht unter Verdacht, ein U-Boot im Dienste des Hauptverd&auml;chtigen zu sein oder mindestens in einem Interessenkonflikt zu stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/olaf-scholz-und-die-manipulierte-aufklaerung-ein-u-boot-fuer-den-cum-ex-kanzler-li.257899\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Cum-Ex: Die Spur des Geldes und der Bundeskanzler<\/strong><br>\nAls Olaf Scholz noch Erster B&uuml;rgermeister in Hamburg war, verzichtete seine Finanzbeh&ouml;rde auf eine R&uuml;ckforderung &uuml;ber 47 Millionen Euro an die Warburg Bank im Zusammenhang mit Cum-Ex-Gesch&auml;ften. Das k&ouml;nnte den heutigen Bundeskanzler noch einholen, kommentiert Fabio De Masi. In regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden schreibt der ehemalige Abgeordnete und Wirecard-Aufkl&auml;rer f&uuml;r Finance Forward &uuml;ber aktuelle Finanz- und Fintechtrends. Mit dem Cum-Ex-Skandal setzt er sich bereits seit Jahren auseinander.<br>\nNiemand wird in den Vorstandsetagen deutscher Banken und in der Politik mehr gef&uuml;rchtet als die K&ouml;lner Staatsanw&auml;ltin Anne Brorhilker. Die Frau, die hinter der Brille und ihrem freundlichen L&auml;cheln eher an eine belesene Bibliothekarin erinnert, nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie nennt Cum-Ex-Aktiendeals Organisierte Kriminalit&auml;t.<br>\nDenn Banken oder Fonds haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Erstattung der Kapitalertragssteuer, die auf Dividenden anf&auml;llt, die Inhaber von Aktien kassieren. Das soll eine doppelte Besteuerung vermeiden, etwa weil die Gewinne bereits im Ausland besteuert wurden.<br>\nDas hat institutionelle Investoren zu einem kreativen Cum-Ex-Aktien-Karussell verleitet. Anders gesagt: Ich gebe eine Flasche Bier im Supermarkt ab, kopiere den Pfandbon und schicke meine Freunde zur Supermarktkasse, um mehrfach abzukassieren. Mit dem Unterschied, dass es um Milliarden geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/financefwd.com\/de\/cum-ex-scholz-de-masi\/\">FFWD<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zukunft ruinieren: Kinderarmut und Krieg<\/strong><br>\nMichael Klundt ist Professor f&uuml;r Kinderpolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal<br>\nDie damalige Familienministerin &raquo;Dr.&laquo; Franziska Giffey sprach einst im Bundestag von vier Millionen armen Kindern in Deutschland, die sie durch ihr Starke-Familien-Gesetz von 2019 aus der Armut holen wollte. Dem Mitarbeiterstab der Ministerin schien dieses Versprechen doch etwas zu vollmundig zu sein, so dass kurzerhand im Bundestagsprotokoll aus vier Millionen nur noch zwei Millionen arme Kinder gemacht wurden. Eine beachtliche Armutshalbierung innerhalb weniger Tage. (&hellip;)<br>\nDass es Kinderarmut im reichen Deutschland gibt, wird nur noch von den &uuml;blichen Spitzenverdienern bestritten, die den Armen erkl&auml;ren, wie man auch mit wenig Geld heizen, essen, lernen und duschen kann. Sie sind es auch in den letzten Monaten gewesen, die forderten, &raquo;f&uuml;r die Freiheit zu frieren&laquo;, &raquo;Russland zu ruinieren&laquo; und dem Kreml-Chef &raquo;den Gashahn abzudrehen&laquo;. Nachdem sie nun mit ihren Sanktionen, ihrem Wirtschafts- und Stellvertreterkrieg erfolgreich die Energieversorgung und den Lebensstandard der Bev&ouml;lkerung Deutschlands &ndash; ohne die geringste Verbesserung der Lage der ukrainischen Zivilbev&ouml;lkerung &ndash; verteuert haben, behaupten sie, die wachsende Kinderarmut sei eine &raquo;wirtschaftliche Folge des Krieges in der Ukraine&laquo; (siehe FR-Interview), was nicht einmal die halbe Wahrheit beinhaltet. Gern werden in Politik, Medien und Wissenschaft auch sonst Ursachen und Anl&auml;sse von (Kinder-)Armut verwechselt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432943.zukunft-ruinieren.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kubicki f&uuml;r &Ouml;ffnung der Pipeline Nord Stream 2<\/strong><br>\nZur Verbesserung der Gasversorgung hat sich FDP-Vize Wolfgang Kubicki f&uuml;r die &Ouml;ffnung der Ostseepipeline Nord Stream 2 ausgesprochen. &ldquo;Wir sollten Nord Stream 2 jetzt schleunigst &ouml;ffnen, um unsere Gasspeicher f&uuml;r den Winter zu f&uuml;llen&rdquo;, sagte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND\/Freitag). Es gebe &ldquo;keinen vern&uuml;nftigen Grund, Nord Stream 2 nicht zu &ouml;ffnen&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/dpa\/wirtschaft-kubicki-fuer-oeffnung-der-pipeline-nord-stream-2\/28611342.html\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/wolfgang-kubicki-wir-sollten-nord-stream-2-jetzt-schleunigst-oeffnen-IOHZMKRSQBCABG4FNSNR65Q43E.html\">RND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Realpolitik, Teil 3. Nachdem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86949#h02\">Nikolaus Blome im Spiegel<\/a> am Montag den Anfang machte und vorschlug, den &bdquo;Spie&szlig; umzudrehen&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86987#h02\">Olaf Scholz aus Norwegen wie erwartet mit leeren H&auml;nden zur&uuml;ckkam<\/a>, nun Wolfgang Kubicki mit der klaren Forderung. Nord Stream 2 ist kein Tabu mehr, kann es auch nicht sein. Die Versorgungssicherheit erreicht man nicht durch illusorische Sparvorgaben bei gleichzeitig weiter steigenden Preisen. Den Preisschock d&auml;mmt man auch nicht mit einer Senkung der Umsatzsteuer ein, obwohl darin einige wiederum eine signalgebende Verbilligung (sic!) sehen (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/VQuaschning\/status\/1560292902546407426\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/der-murks-mit-der-mehrwertsteuer-a-2d365b74-ba6c-4a86-821d-bfc43e8a52f4\">hier<\/a>. Die mutwillig herbeigef&uuml;hrte Gasknappheit muss beendet werden. Oder wie Jens Berger in seinem Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87051\">Wer &uuml;ber bezahlbare Energie spricht, darf zum Krieg gegen Russland nicht schweigen<\/a> schreibt: &bdquo;Langfristig bezahlbare Energiepreise sind nicht gegen, sondern nur mit Russland hinzubekommen.&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&raquo;Es braucht ein Aufbegehren&laquo;<\/strong><br>\n&raquo;Hei&szlig;er Herbst&laquo;: Die Linke ruft zu Montagsdemonstrationen auf. Ein Gespr&auml;ch mit S&ouml;ren Pellmann<br>\nS&ouml;ren Pellmann ist Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke und Ostbeauftragter seiner Fraktion [&hellip;]<br>\nNachdem bekannt wurde, wie hoch die sogenannte Gasumlage sein soll, haben Sie zu Montagsdemon&shy;strationen aufgerufen, f&uuml;r die der 5. September den Auftakt bilden soll. Warum braucht es die jetzt wieder?<br>\nWir stehen vor einem &raquo;hei&szlig;en Herbst&laquo; und einem wom&ouml;glich kalten Winter. Ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung wird von den Steigerungen bei den Strom-, Gas-, Sprit- oder Lebensmittelpreisen erdr&uuml;ckt. Alles geht durch die Decke, und die Ampelkoalition ist nicht in der Lage oder nicht willens, etwas dagegen zu tun. Deswegen braucht es jetzt ein Aufbegehren.<br>\nMit wem wollen Sie gemeinsam auf die Stra&szlig;e gehen?<br>\nWir arbeiten an einem breiten Aufruf und gehen auf Menschen aus der Zivilbev&ouml;lkerung ebenso zu wie auf Organisationen, die Erfahrungen mit Demonstrationen haben. Es wird einen Konsens geben, unter dem sich dann alle versammeln m&uuml;ssen: Rassisten und Neonazis haben bei uns nichts zu suchen. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung erz&auml;hlt den Leuten, Russlands Pr&auml;sident Putin sei an den Preissteigerungen hierzulande schuld &ndash; und nicht die eigene Sanktionspolitik. Wie argumentieren Sie?<br>\nSchon vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hatten wir eine Inflation. Die Bundesregierung k&ouml;nnte sofort die Preise deckeln und eine &Uuml;bergewinnsteuer einf&uuml;hren, um mit den Einnahmen Entlastungen zu finanzieren. Wenn ich mir die Gewinne und Aktienkurse der Unternehmen ansehe, die von dem Krieg und seinen Folgen profitieren, kann ich mir nur noch an den Kopf fassen. So geht es vielen Menschen in diesem Land. (&hellip;)<br>\nWas ist das Ziel Ihres Protests?<br>\nIm Winter soll niemand wegen K&auml;lte seine Wohnung verlassen m&uuml;ssen oder sich Nahrungsmittel nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Zudem sollen die Demonstrationen auch dazu dienen, die beiden sich vielleicht noch als links verstehenden Koalitionspartner, SPD und Gr&uuml;ne, dazu zu bewegen, sich nicht mehr von FDP-Finanzminister Lindner auf der Nase herumtanzen zu lassen. Das kann man nur, wenn man einen starken gesellschaftlichen Druck erzeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432913.steigende-lebenshaltungskosten-es-braucht-ein-aufbegehren.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Diese Konzerne wollen Geld aus der Gas-Umlage &ndash; und verdienen gleichzeitig Milliarden<\/strong><br>\nDie Gas-Umlage wird den Staat Milliarden kosten. Sie soll Importeure vor der Krise retten. Dabei machen die meisten Unternehmen auf der Liste mehr Gewinn als vorher.<br>\nDie neue Gasumlage soll Importeure nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) trotz ausbleibender Lieferungen aus Russland vor dem Zusammenbruch bewahren. Von den insgesamt zw&ouml;lf Konzernen, die nach ersten Sch&auml;tzungen mit 34 Milliarden Euro unterst&uuml;tzt werden sollen, sind nach Handelsblatt-Recherchen aber die wenigsten auf staatliche Hilfe angewiesen. Ganz im Gegenteil: Die meisten stehen beim Blick auf die Zahlen ziemlich gut da.<br>\nUm welche Unternehmen es sich handelt, darf die Bundesregierung nach eigener Aussage mit Verweis auf das Gesch&auml;ftsgeheimnis nicht verraten. Doch haben die Recherchen des Handelsblatts ergeben, dass neben dem Gasimporteur Uniper, der EnBW-Tochter VNG und dem Regionalversorger EWE auch der Importeur Sefe (ehemals Gazprom Germania), die &ouml;sterreichische OMV und das Schweizer Handelsunternehmen Axpo Mehrkosten die Umlage geltend gemacht haben. Das best&auml;tigten die Unternehmen auf Anfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/energie\/energiekrise-diese-konzerne-wollen-geld-aus-der-gas-umlage-und-verdienen-gleichzeitig-milliarden\/28606180.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der deutsche Gasverbraucher wird also gleich mehrfach belogen und betrogen und zahlt f&uuml;r die &Uuml;bergewinne der Konzerne einen Zuschlag.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gas ist nicht gleich Gas<\/strong><br>\nIn der aktuellen Erdgasdiskussion wird meist &uuml;bersehen, dass es in Deutschland H-Gas und L-Gas mit unterschiedlichen Brennwerten und daher getrennten Leitungsnetzen gibt.<br>\nW&auml;hrend es sich beim Gas aus den Niederlanden, wo die f&ouml;rderbaren Vorr&auml;te in den n&auml;chsten Jahren zur Neige gehen um L-Gas (Low calorific gas) handelt, kommt das H-Gas (High calorific gas) mit einem h&ouml;heren Brennwert aufgrund seines h&ouml;heren Methangehalts &uuml;berwiegend aus Norwegen und Russland. Bei einem Wechsel von einer Gasart zur anderen m&uuml;ssen die D&uuml;sen von Heizungsthermen und Gasherden angepasst werden, wof&uuml;r man Fachleute ben&ouml;tigt, welche die Umstellung vornehmen.<br>\nDa Gas nach Volumen verkauft wird, w&uuml;rde ein Kunde, der unvermittelt L-Gas statt H-Gas erh&auml;lt, weniger Energie erhalten, als er bezahlt. Etwa drei Viertel der deutschen Haushaltskunden wird derzeit mit H-Gas versorgt.<br>\nWie hoch der aktuelle Gasbrennwert ist, h&auml;ngt von der Zusammensetzung des gelieferten Gases ab. Enth&auml;lt dieses viel Methan, ist der Wert &uuml;blicherweise h&ouml;her, d.h. der Brennstoff transportiert mehr Energie. Machen inerte Gase wie Stickstoff oder Kohlendioxid, die nicht verbrannt werden k&ouml;nnen, einen gr&ouml;&szlig;eren Teil des Gasvolumens aus, ist der Brennwert geringer.<br>\nHeizungen gewinnen dann auch unter optimalen Bedingungen weniger Energie und verbrauchen mehr Gasvolumen. Da sich die Zusammensetzung des Rohstoffs je nach Herkunft &auml;ndert, m&uuml;ssen Netzbetreiber einmal im Monat den Gasbrennwert ermitteln. Dies wird besonders bei der Einspeisung von LNG wichtig, weil die Zusammensetzung des Gases von Schiff zu Schiff wechseln kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gas-ist-nicht-gleich-Gas-7221838.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Habeck, der Entzauberte<\/strong><br>\nDer gr&uuml;ne Wirtschaftsminister galt als bester Krisenerkl&auml;rer. Doch bei der von ihm auf den Weg gebrachten, wenig gerechten Gasumlage wirkt es so, als wisse er selbst nicht mehr genau, was richtig ist. (&hellip;)<br>\nUnd es stimmt auch einfach nicht, was Habeck am Montag sagte, dass die Gasumlage die &raquo;gerechteste&laquo; aller L&ouml;sungen ist: Warum bitte soll nur die H&auml;lfte der Deutschen &ndash; die Gaskunden &ndash; f&uuml;r die jahrzehntelange verfehlte Energiepolitik der Regierungen Gerhard Schr&ouml;ders und Angelas Merkels bezahlen?<br>\nAlso Gaskunden, die oft in Mehrfamilienh&auml;usern gar keine Wahl haben, mit welchem Brennstoff geheizt wird? An der Gasversorgung h&auml;ngen nicht nur Privatleute, sondern Chemieindustrie, Stahlindustrie, systemrelevante Einrichtungen wie Krankenh&auml;user. Ein Ausfall w&uuml;rde alle hart treffen. Warum sollen nur Gaskunden verantwortlich sein?<br>\nUnd wie kann es sein, dass der Energiemarkt quasi vor dem Zusammenbruch steht, wie Habeck behauptet, wenn doch Energiefirmen wie RWE und Shell Rekordgewinne machen? Bisher haben zw&ouml;lf Firmen Hilfsgelder beantragt, bekannt ist vor allem Uniper, der gr&ouml;&szlig;te Gasimporteur Deutschlands, der fast komplett von russischen Lieferungen abh&auml;ngig war und Milliarden durch das Ende von Nord Stream 2 verloren hat. Im weitesten Sinne kann man sagen: Die Politik von Schr&ouml;der und Merkel hat Uniper ruiniert, zahlen d&uuml;rfen die B&uuml;rger. Man kennt das Prinzip bereits aus der Finanzkrise: Gewinne werden privatisiert, Verluste von allen getragen.<br>\nDas Bittere ist, dass die Debatte &uuml;ber die Gasumlage ja nur ein Vorspiel ist f&uuml;r die weiteren Preissteigerungen und Nachzahlungen, die in den n&auml;chsten Wochen drohen. (&hellip;)<br>\nAls Habeck am Montag die Gasumlage erkl&auml;rte, sagte er: &raquo;Wir wissen, dass wir mit vielen Zumutungen leben und arbeiten m&uuml;ssen, aber wir wissen doch auch, warum wir das tun.&laquo; Wissen wir das wirklich? Wissen das die Leute, die in diesen Tagen vierstellige Nachzahlungsforderungen von ihren Vermietern im Briefkasten haben? Die in Neuruppin protestieren? Wei&szlig; es die brandenburgische Finanzministerin der SPD, die offen die Sanktionen gegen Russland infrage stellt?<br>\nDie Risse zeigen sich gerade &uuml;berall, sie sind mit sch&ouml;nen Worten nicht mehr zu &uuml;berspielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gasumlage-robert-habeck-der-entzauberte-kolumne-a-607aef06-3ed7-4761-bb27-0f51ecb2be54\">Sabine Rennefanz in DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese deutliche Kritik ist sogar im &ldquo;Spiegel&rdquo; zu lesen. Aber wieso soll die Politik von Schr&ouml;der und Merkel Uniper &ldquo;im weitesten Sinne&rdquo; ruiniert haben? Daf&uuml;r ist doch vielmehr die Politik der jetzigen Ampelkoalition verantwortlich &ndash; und die erh&auml;lt aus der Opposition (insbesondere den Unionsparteien) weitgehend Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihren Kurs gegen Russland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lindners Taschenspielertrick<\/strong><br>\nDer Finanzminister begr&uuml;ndet seine Sparpolitik damit, doch die Geschichte von der Einhaltung der Schuldenbremse ist ein M&auml;rchen.<br>\nAm 1. Juli ver&ouml;ffentlichte das Bundesministerium der Finanzen den Haushaltsentwurf der Bundesregierung f&uuml;r das Jahr 2023. Vorgesehen ist eine K&uuml;rzung des Bundeshaushalts um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr &ndash; ein ebenso drastischer wie absurder Sparkurs angesichts der Herausforderungen, mit denen sich Staat und Gesellschaft konfrontiert sehen.<br>\nInsgesamt umfassen die Sparma&szlig;nahmen 50 Milliarden Euro. Wenn man die geplanten Mehrausgaben f&uuml;r die Bundesschuld in H&ouml;he von 13 Milliarden Euro zu diesen Einschnitten hinzurechnet, ergeben sich Gesamtk&uuml;rzungen von &uuml;ber 63 Milliarden Euro. Der Etat des Verkehrsressorts etwa wird trotz des desolaten Zustands der Bahn und aller Versprechungen hinsichtlich einer Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur um &uuml;ber eine Milliarde Euro gek&uuml;rzt.<br>\nGleichzeitig dient der Sparkurs der Regierung manchen Ministerinnen als Vorwand, um Mittel aus politischen Motiven umzuverteilen. Das FDP-gef&uuml;hrte Bildungsministerium etwa h&auml;lt trotz einer geplanten Budget-Erh&ouml;hung bereits bewilligte Projekte auf, unter anderem F&ouml;rderlinien zu den sozialen Folgen der Coronapandemie sowie zu Rechtsextremismus und Rassismus. Die Mittel f&uuml;r das von den Gr&uuml;nen gef&uuml;hrte Ausw&auml;rtige Amt wiederum wurden um 10 Prozent reduziert, was sich auch in drastischen K&uuml;rzungen beim Deutschen Akademischen Austauschdienst niederschl&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lindners-taschenspielertrick-schuldenbremse-sparpolitik-kuerzungen-ampel-fdp-spd-gruene\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vorwurf der Volksverhetzung: Berliner Polizei ermittelt gegen Abbas<\/strong><br>\nDie Berliner Polizei ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge gegen Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Abbas wegen dessen Holocaust-Aussage im Bundeskanzleramt. Demnach gehe die Polizei einem Anfangsverdacht der Volksverhetzung nach.<br>\nDer Holocaust-Vorwurfs von Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Mahmud Abbas gegen Israel ruft nun auch die Berliner Polizei auf den Plan. &ldquo;Das Ermittlungsverfahren wegen Anfangsverdachts der Volksverhetzung gem. &sect; 130 Strafgesetzbuch wird in einem Fachkommissariat des Landeskriminalamtes bearbeitet&rdquo;, sagte eine Sprecherin der Polizei gegen&uuml;ber der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung.<br>\nDer Strafrechtler Udo Vetter sagte dem Blatt: &ldquo;Im Ergebnis ist ein Anfangsverdacht wegen Verharmlosung der NS-Gewaltherrschaft nicht von der Hand zu weisen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/berlin-ermittlungen-polizei-abbas-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Scholz verurteilt erneut Holocaust-Aussage<\/strong><br>\nNach der Holocaust-Aussage von Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Abbas hat Kanzler Scholz mit Israels Premier Lapid telefoniert und sich erneut klar gegen Abbas&rsquo; &Auml;u&szlig;erungen gestellt.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz hat heute mit dem israelischen Regierungschef Jair Lapid telefoniert. In dem Gespr&auml;ch verurteilte Scholz nach Angaben seines Sprechers erneut die Holocaust-&Auml;u&szlig;erungen von Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Mahmud Abbas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/scholz-lapid-telefonat-101.html%20\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Jetzt sind sie alle durchgeknallt, die Berliner Polizei genauso wie der Bundeskanzler. Richtig ist, dass der Pal&auml;stinenserpr&auml;sident mit dem Wort Holocaust das falsche Wort gew&auml;hlt hat. Richtiger w&auml;re gewesen, von Terror zu sprechen. Dabei h&auml;tte Abbas sich zum Beispiel auf den israelischen Historiker und Autor Ilan Pappe beziehen k&ouml;nnen. Er hat in seinem Buch &bdquo;Die ethnische S&auml;uberung Pal&auml;stinas&ldquo; beschrieben, wie Vertreibung durch Terror geht. Bei Thalia gibt es eine treffende Beschreibung dieses Buches:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\nBeschreibung<br>\nIlan Pappe beschreibt, wie der milit&auml;rische Konflikt in den Jahren 1947 bis 1949 in eine systematische Politik Israels &uuml;bergegangen ist, die bis heute einen Frieden in Pal&auml;stina verhindert.<br>\nZwei Monate vor dem Ende der britischen Verwaltung Pal&auml;stinas im Auftrag der UN, am 10. M&auml;rz 1948, trifft sich im Roten Haus in Tel Aviv, dem Hauptquartier der Untergrundmiliz Hagana, eine Runde hochrangiger zionistischer Politiker. Eingeladen hat David Ben Gurion, sp&auml;ter Ministerpr&auml;sident Israels. Mit dabei Yigal Allon (sp&auml;ter Au&szlig;enminister), Moshe Dayan (sp&auml;ter Verteidigungs- und Au&szlig;enminister), Yigael Yadin (sp&auml;ter stellvertretender Ministerpr&auml;sident), Yitzchak Rabin (sp&auml;ter Ministerpr&auml;sident und Friedensnobelpreistr&auml;ger). Sie verabreden die Endfassung eines Masterplans zur Vertreibung der arabischen Bev&ouml;lkerung: &bdquo;Plan Dalet&ldquo; (Plan D). Das Land &ndash; nur zu elf Prozent im Besitz der j&uuml;dischen Einwanderer, die nicht einmal ein Drittel der Einwohner stellen &ndash; soll systematisch freigemacht werden f&uuml;r eine endg&uuml;ltige j&uuml;dische Besiedelung, und hierzu ist jedes Mittel recht.<\/p>\n<p>&bdquo;Wer den Kernkonflikt im Nahen Osten besser verstehen will, sollte das mit viel Herzblut geschriebene Buch von Ilan Pappe lesen.&ldquo; Marcel Pott im Deutschlandfunk\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Dem Bundeskanzler und der Berliner Polizei w&auml;re die Lekt&uuml;re ebenfalls zu empfehlen. Wir Deutschen haben den Juden, unseren Mitb&uuml;rgern in Deutschland, und Juden in aller Welt Schreckliches angetan. Das nennt man mit Recht Holocaust. Aber wir k&ouml;nnen dieses Verbrechen doch nicht dadurch tilgen oder wiedergutmachen, dass wir die miserable Behandlung der Pal&auml;stinenser durch Israel sch&ouml;nreden oder vergessen machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Corona: Rupp rechnet mit keiner neuen Virusvariante<\/strong><br>\nDer L&uuml;becker Virologe Rupp spricht sich daf&uuml;r aus, dass die Quarant&auml;neregeln gelockert werden und dass den Menschen die Entscheidungsfreiheit ein St&uuml;ck weit zur&uuml;ck gegeben wird.<br>\nProfessor Jan Rupp, der Direktor der Klinik f&uuml;r Infektiologie am Universit&auml;tsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in L&uuml;beck ist, geht nicht davon aus, dass im Herbst eine andere Virusvariante als Omikron auftauchen wird, entsprechend planbar seien auch die Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die anstehenden Monate, so der Virologe. &ldquo;Was spannend ist, ist in das europ&auml;ische Ausland zu gucken: Frankreich, &Ouml;sterreich.&rdquo; Wie in diesen L&auml;ndern, erwarte er auch in Deutschland weitere Lockerungen. Konkret spricht die Rupp daf&uuml;r aus, dass die Quarant&auml;neregeln gelockert werden und dass den Menschen die Entscheidungsfreiheit ein St&uuml;ck weit zur&uuml;ck gegeben wird: Wer krank sei, solle zu Hause bleiben, aber das solle nicht an einem Test festgemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Corona-Rupp-rechnet-mit-keiner-neuen-Virusvariante,rupp186.html\">NDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Impfpflicht: &bdquo;Karlsruhe l&auml;sst dem Staat v&ouml;llig freie Hand&ldquo;<\/strong><br>\nDie Juristin Jessica Hamed &uuml;ber den Beschluss des Bundesverfassungsgerichtshofs zur Masern-Impfung und seine grunds&auml;tzliche Bedeutung. [&hellip;]<br>\nM&uuml;sste nicht &ndash; zu Ende gedacht &ndash; eigentlich auch von jedem, der eine Schule oder einen Kindergarten betritt, ein Impfausweis verlangt werden?<br>\nDas Gericht betont auch hier den weiten Einsch&auml;tzungsspielraum des Gesetzgebers. Zwingend ist die &Uuml;berlegung nicht, da die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung bei einem regelm&auml;&szlig;igen, stundenlangen Aufenthalt h&ouml;her ist, sodass sich der Verzicht auf ein absolutes Betretungsverbot rechtfertigen l&auml;sst. Ich gehe davon aus, dass das Bundesverfassungsgericht aber auch ein weitergehendes Verbot f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig erachten w&uuml;rde, da es schon bei den Corona-Entscheidungen (Bundesnotbremse und einrichtungsbezogene Impfpflicht) darauf verzichtet hat, dem Gesetzgeber Grenzen zu setzen. [&hellip;]<br>\nGibt es einen Trend bei H&ouml;chstgerichten, der sagt: Der Schutz der Gesundheit der Allgemeinheit steht &uuml;ber dem Grundrecht auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit?<br>\nDas BVerfG beruft sich im Zusammenhang mit der hier angeblich bestehende Schutzpflicht auf seine Entscheidungen zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht (Rn. 107) und zur Bundesnotbremse (Rn. 146). Die beiden h&ouml;chstrichterlichen Corona-Entscheidungen stellten eine Z&auml;sur im Verfassungsrecht dar und l&auml;uteten einen Paradigmenwechsel ein.<br>\nZum einen weitete das BVerfG die &ndash; grunds&auml;tzlich bestehenden &ndash; Schutzpflichten des Staates bis in das allgemeine Lebensrisiko hinein aus und zum anderen setzt es dem staatlichen Handlungsspielraum faktisch keine Grenzen. Diese Linie setzt sich nun fort und es stellt sich die Frage, wie weit die individuelle Freiheit noch zugunsten eines vermeintlichen kollektiven Nutzens verdr&auml;ngt wird. Wegbereiter f&uuml;r eine derartige gesamtgesellschaftliche Entwicklung war meines Erachtens die verfassungsrechtliche Fehlgewichtung zu Beginn der Corona-Krise.<br>\nDas Recht auf Leben wurde absolut gesetzt, obwohl eine Abw&auml;gung zwischen diesem Recht und anderen Rechtsg&uuml;tern wie der der k&ouml;rperlichen Unversehrtheit in einem freiheitlichen Staat konstituierend ist. Dieser &bdquo;Trend&ldquo; gef&auml;hrdet den demokratischen Rechtsstaat. Der renommierte Staatsrechtler Uwe Volkmann hat bereits im M&auml;rz 2020 vor einem &bdquo;hysterischen Hygienestaat&ldquo; gewarnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/interview-juristin-jessica-hamed-impfpflicht-karlsruhe-laesst-dem-staat-voellig-freie-hand-li.257961\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Masernimpfpflicht: Kinder und Eltern schauen in die R&ouml;hre<\/strong><br>\nTrotz ohnehin hoher Quoten bei Erstimpfung (97,1 %) und Zweitimpfung (92,8 %) hat das Bundesverfassungsgericht heute das &ldquo;Masernschutzgesetz&rdquo; samt den darin vorgesehenen Zwangsma&szlig;nahmen durchgewinkt. Dabei lie&szlig; es zahlreiche Fragen unbeantwortet. Kinder und Eltern, aber auch &Auml;rztinnen und &Auml;rzte sowie die Besch&auml;ftigten in Gemeinschaftseinrichtungen sind die Leidtragenden. [&hellip;]<br>\nAuch hinsichtlich der medizinisch-epidemiologischen Indikation bestehen erhebliche Zweifel. Gemeinsam mit dem Verein &ldquo;Initiative freie Impfentscheidung e.V.&rdquo; hatte &Auml;FI ein Gutachten von Prof. Dr. Alexander Kekul&eacute; eingeholt. Der renommierte Experte vom Institut f&uuml;r Biologische Sicherheitsforschung in Halle hatte die Einsch&auml;tzung der Nationalen Verifizierungskommission Masern am RKI best&auml;tigt: Die Masern-Impfquoten in Deutschland sind ausreichend.<br>\nKekul&eacute; widersprach der Einsch&auml;tzung des ehemaligen Bundesgesundheitsministers, wonach Deutschland aufgrund zu niedriger Impfquoten im Kindesalter den Status der Masernelimination der WHO nicht erreiche. Ausschlaggebend hierf&uuml;r sei vielmehr die mangelhafte Erfassung und Nachverfolgung von Masernf&auml;llen (Surveillance). Ein wichtiger Faktor, so Kekul&eacute; erneut in &Uuml;bereinstimmung mit dem RKI, sei die zunehmende Mobilit&auml;t in Europa. Deutschland ist als Zielland f&uuml;r Tourismus und berufliche Migration besonders betroffen. Statt Zwangsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Gesamtbev&ouml;lkerung seien gezielte Impfprogramme f&uuml;r Risikogruppen notwendig. &Uuml;berdies sei der geplante Impfzwang unn&ouml;tig und nicht zielf&uuml;hrend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/individuelle-impfentscheidung.de\/aktuelles\/detail\/masernimpfpflicht-kinder-und-eltern-schauen-in-die-roehre.html\">&Auml;rztinnen und &Auml;rzte f&uuml;r individuelle Impfentscheidung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mehr M&auml;ngel in privaten als in gemeinn&uuml;tzigen Pflegeheimen? Zahlen aus Bremen zur Kommerzialisierung des Pflegesektors<\/strong><br>\nSeit Jahren wird immer wieder die Diskussion gef&uuml;hrt, ob private, gewinnorientierte Anbieter von Pflegeleistungen schlechter sind als die gemeinn&uuml;tzigen Anbieter. Dahinter steht die f&uuml;r viele durchaus nachvollziehbare &Uuml;berlegung, dass profitorientierte Anbieter, ob nun im ambulanten oder station&auml;ren Bereich, dort einsparen m&uuml;ssen, wo die gr&ouml;&szlig;ten Kosten anfallen, um daraus dann Gewinne realisieren zu k&ouml;nnen, die man dann in den privaten Einrichtungen verwenden kann wie man will, also auch an Anteilseigner aussch&uuml;tten oder f&uuml;r welche Zwecke auch immer dem Unternehmen entnehmen kann, wie das in der gewinnorientierten Unternehmenslandschaft generell &uuml;blich und auch (an sich) legal ist.<br>\nLegalit&auml;t ist das eine, Legitimit&auml;t etwas anderes. Immer wieder wird man in der Debatte &uuml;ber Gewinne in bzw. durch Pflege mit dem ebenfalls prima facie nachvollziehbaren Argument konfrontiert, dass man aus der Pflege alter Menschen keinen Profit schlagen sollte. Gest&uuml;tzt wird diese Perspektive dann durch den Hinweis, dass eine (&uuml;berm&auml;&szlig;ige) Gewinnorientierung im bestehenden System dazu f&uuml;hrt und f&uuml;hren muss, dass auf Kosten der Pflegebed&uuml;rftigen wie auch derjenigen, die pflegen, gespart wird. Was dann wiederum Qualit&auml;ts- und Versorgungsprobleme generiert, im schlimmsten Fall die Quelle von eklatanten Pflegemissst&auml;nden darstellt, &uuml;ber die in den Medien dann punktuell und skandalisierend berichtet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/08\/18\/zahlen-aus-bremen-zur-kommerzialisierung-des-pflegesektors\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Crowdworking: St&auml;ndig bereit f&uuml;r 90 Cent Stundenlohn<\/strong><br>\nWirtschaftskrisen wie in Venezuela f&uuml;hren zu einer neuen Form digitaler Ausbeutung im Dienste der K&uuml;nstlichen Intelligenz.<br>\nViele gut ausgebildete Menschen m&uuml;ssen sich mit schlecht bezahlten Click-Jobs &uuml;ber Wasser halten. F&uuml;r wenige Cents beschriften sie beispielsweise Fotos, transkribieren Audioaufnahmen oder taggen Videos. Diese Daten dienen dann dem Training der Algorithmen von Onlineshops, Sprachassistenten oder selbstfahrenden Autos. Die uners&auml;ttliche Nachfrage nach solchen Diensten hat zu einem gro&szlig;en Bedarf an billigen Clickworkern gef&uuml;hrt, wie das Magazin MIT Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 6\/2022 berichtet.<br>\nIn den vergangenen f&uuml;nf Jahren hat sich das krisengesch&uuml;ttelte Venezuela zu einem Hotspot f&uuml;r diese Arbeit entwickelt. Es st&uuml;rzte genau zu der Zeit in die schlimmste wirtschaftliche Katastrophe, die irgendein Land in den letzten 50 Jahren in Friedenszeiten erlebt hat, als die Nachfrage nach Clickworkern explodierte. Scharen gut ausgebildeter Menschen mit Internetzugang meldeten sich bei Crowdworking-Plattformen an, um zu &uuml;berleben. Dadurch bekamen die Unternehmen einige der billigsten Arbeitskr&auml;fte, die es je gab. &ldquo;Es gibt ein enormes Machtgef&auml;lle&rdquo;, sagt Crowdworking-Forscher Julian Posada, Doktorand an der Uni Toronto. &ldquo;Die Plattformen entscheiden, wie etwas gemacht wird.&rdquo; Vieles daran erinnert an die Kolonialzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Crowdworking-Staendig-bereit-fuer-90-Cent-Stundenlohn-7220494.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck auf Los (II)<\/strong><br>\nDie Bundeswehr entsendet knapp zehn Jahre nach ihrem Abzug wieder Soldaten in den EU-Einsatz in Bosnien-Herzegowina. Seit Dienstag sind deutsche Milit&auml;rs erneut im Hauptquartier der EU-Operation Althea in Sarajevo pr&auml;sent; weitere sollen im Rahmen sogenannter Liaison and Observation Teams (LOT) die bosnisch-herzegowinische Bev&ouml;lkerung ausforschen und zugleich bei ihr f&uuml;r den EU-Einsatz werben. Ursache ist das Scheitern des vor mehr als einem Vierteljahrhundert unterzeichneten Dayton-Abkommens, mit dem es nicht gelungen ist, Bosnien-Herzegowina zu stabilisieren und dem Land zum Aufschwung zu verhelfen. Stattdessen blockiert der Ethno-Proporz &agrave; la Dayton im Verbund mit &auml;u&szlig;erer Einmischung jeglichen Fortschritt. Hinzu kommt, dass der Westen bis heute an der Einsetzung eines Hohen Repr&auml;sentanten f&uuml;r Bosnien und Herzegowina festh&auml;lt, der &uuml;ber keinerlei demokratische Legitimation verf&uuml;gt und in Sarajevo nach Art eines kolonialen Statthalters herrschen kann. Die R&uuml;ckkehr der Bundeswehr nach Sarajevo erfolgt, w&auml;hrend Berlin &ndash; in Bosnien-Herzegowina gescheitert &ndash; die Truppe zur milit&auml;rischen Positionierung gegen China in die Asien-Pazifik-Region schickt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8997\">German Foreign Policy <\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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