{"id":87107,"date":"2022-08-21T09:00:20","date_gmt":"2022-08-21T07:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107"},"modified":"2022-08-22T08:47:51","modified_gmt":"2022-08-22T06:47:51","slug":"hinweise-der-woche-270","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h01\">Gaskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h02\">Soziale Not mit Ansage: Energiepreise treffen Rentner und Geringverdiener besonders hart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h03\">Kein Schiff wird kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h04\">Trommeln f&uuml;r das &bdquo;Weiter-so&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h05\">RBB-Skandal um Patricia Schlesinger: Gemach, verehrte Jagdgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h06\">Ukraine: Selenskyj und seine Regierung sind alles andere als stabil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h07\">Die zweite Front der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h08\">Behinderungen der Kabul Luftbr&uuml;cke durch das Ausw&auml;rtige Amt: Wie die Evakuierungen aus Afghanistan scheiterten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h09\">Erbschaftsteuer: Nicht f&uuml;r Superreiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87107#h10\">Medizinstatistiker &uuml;bt heftige Kritik: &bdquo;Lauterbachs Aussagen k&ouml;nnen fundamental nicht stimmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gaskrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Olaf Scholz in Skandinavien: Nicht mehr Gas aus Norwegen<\/strong><br>\nNein, Norwegen kann nicht mehr Gas liefern. Wenn Bundeskanzler Olaf Scholz gehofft hatte, vom Besuch bei seinem sozialdemokratischen Amtskollegen Jonas Gahr St&oslash;re in Oslo mit der Zusage zus&auml;tzlicher Erdgaslieferungen nach Hause zu kommen, wurde er entt&auml;uscht. Die Kapazit&auml;ten seien bereits ersch&ouml;pft, beschied ihm der Ministerpr&auml;sident: Norwegen &ndash; nach Russland und Katar weltweit drittgr&ouml;&szlig;ter Gasproduzent &ndash; liefere bereits das, was die Gasfelder maximal hergeben.<br>\nGahr St&oslash;re musste Scholz im Gegenteil darauf vorbereiten, dass Norwegen m&ouml;glicherweise seine Stromlieferungen nach Deutschland herunterfahren werde. In einem Interview mit der Osloer Tageszeitung Aftenposten, das am Tag des Kanzlerbesuchs erschien, hatte er das bereits angek&uuml;ndigt: &bdquo;Jedes Land muss Verantwortung f&uuml;r die Nachhaltigkeit seines Energiesystems &uuml;bernehmen&ldquo;, erkl&auml;rte er da.<br>\nF&uuml;r Norwegen hei&szlig;e das, dass man nun in erster Linie darauf achten werde, die Kapazit&auml;t seiner Wasserkraftreserven f&uuml;r den kommenden Winter zu st&auml;rken: &bdquo;Diese nationale Verantwortung haben wir.&ldquo; Es k&ouml;nne daher sein, dass der Stromexport durch das im vergangenen Jahr er&ouml;ffnete Nordlink-Kabel nach Deutschland reduziert oder gestoppt werden m&uuml;sse. Das Gleiche gelte f&uuml;r die Verbindungen nach D&auml;nemark und Schweden.<br>\nDas ist eine Kehrtwende der norwegischen Regierung. Im Wasserkraftland Norwegen wird infolge schneearmer Winter und der schlimmsten Trockenheit im S&uuml;den und Osten des Landes seit 140 Jahren das Wasser knapp. Das F&uuml;llniveau der Stauseen befindet sich teilweise auf einem historischen Tiefstand. Was dazu beigetragen hat, dass die Strompreise im S&uuml;den des Landes kr&auml;ftig gestiegen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Olaf-Scholz-in-Skandinavien\/!5874498\/%20\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Norwegen kann Gaslieferungen nach Deutschland nicht ausweiten<\/strong><br>\nDamit zerschl&auml;gt sich bei einem weiteren Land die Hoffnung, schnell Ersatz f&uuml;r russisches Gas zu finden. Wirtschaftsminister Robert Habeck hatte sich &ndash; bisher vergeblich &ndash; auch beim gro&szlig;en Gasproduzenten Katar um zus&auml;tzliche Lieferungen bem&uuml;ht.<br>\nScholz dennoch &ldquo;dankbar&rdquo;<br>\nScholz &auml;u&szlig;erte sich dennoch &ldquo;dankbar&rdquo;, dass Norwegen seine Gaslieferungen &ldquo;bis zum M&ouml;glichen ausreizt&rdquo;. Dies sei &ldquo;sehr wichtig, um unsere Gasabh&auml;ngigkeit von Russland zu verringern&rdquo;. Norwegen sei &ldquo;ein besonderer Partner f&uuml;r Deutschland&rdquo;, sagte Scholz. &ldquo;Unsere Energiepartnerschaft wollen wir ausbauen und vertiefen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nScholz und die Regierungschefinnen und -chefs der f&uuml;nf nordischen L&auml;nder vereinbarten, bei der Energiewende k&uuml;nftig noch enger zusammenzuarbeiten. Gastgeber St&oslash;re fand lobende Worte f&uuml;r die deutsche Energiewende: Deutschland habe &ldquo;die gro&szlig;e Herausforderung auf sich genommen, erneuerbare Energien zu erschlie&szlig;en&rdquo;. Gleichwohl werde die Abkehr von den fossilen Energien &ldquo;hart und turbulent&rdquo; werden. &ldquo;Fast alles, was sich zu Energie machen l&auml;sst, wird zu Energie gemacht werden&rdquo;, k&uuml;ndigte St&oslash;re an.<br>\nDie d&auml;nische Ministerpr&auml;sidentin Mette Frederiksen sagte mit Blick auf die Gasimporte aus Russland: &ldquo;Wir stehen vor einem herausfordernden Herbst.&rdquo; Finnlands Regierungschefin Sanna Marin warnte vor einem &ldquo;kalten Winter&rdquo; und f&uuml;gte hinzu: &ldquo;Wir m&uuml;ssen unsere Bev&ouml;lkerungen darauf vorbereiten, was auf dem Spiel steht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/norwegen-kann-gaslieferungen-nach-deutschland-nicht-ausweiten,TEbczYx\">BR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Drehen wir den Spie&szlig; doch um &ndash; und &ouml;ffnen Nord Stream 2<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt die eine Gaspipeline geschlossen und bettelt bei Putin zugleich darum, dass durch die andere mehr flie&szlig;en m&ouml;ge. Das ist unw&uuml;rdig, widerspr&uuml;chlich und nutzt nur dem Kreml.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/energiekrise-drehen-wir-den-spiess-um-und-oeffnen-nord-stream-2-kolumne-a-f59e705d-5a9b-4457-aee0-ceceee6796cc%20\">Nikolaus Blome in der DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist ja ein lustiger Text von Blome. Der notwendige Schritt zur Realpolitik wird zwar mit allerhand Unsinn garniert, um ja nicht in den Verdacht zu geraten, &bdquo;Putins Stiefel zu lecken&ldquo;. Aber am Ende kommt man nun einmal um die logische Erkenntnis nicht herum: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Das Ziel ist nicht erreicht, wenn wir die eine Pipeline sperren und zugleich betteln, dass durch die andere mehr flie&szlig;en m&ouml;ge. Das ist unw&uuml;rdig, widerspr&uuml;chlich und nutzlos.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Klaus Ernst: Wir m&uuml;ssen wieder &uuml;ber Nord Stream 2 reden!<\/strong><br>\nDer Linke-Politiker und Vorsitzende des Energieausschusses im Deutschen Bundestag fordert angesichts der Gaspreise Verhandlungen mit Russland.<br>\nDen kommenden Winter werden weder viele B&uuml;rger noch die Industrie schadlos &uuml;berstehen. Die Inflation ist ma&szlig;geblich durch gestiegene Energiepreise verursacht. Schon jetzt f&uuml;rchten nicht nur Menschen mit niedrigeren Einkommen an der Tankstelle oder im Supermarkt den Blick auf den Kassenzettel. Dabei ist die wirkliche Rechnung noch nicht pr&auml;sentiert. Sie kommt mit der Jahresabrechnung der Energieversorger. Sparaufrufe der Regierung sind da reiner Zynismus. Vielen bleibt schon jetzt nichts anderes &uuml;brig.<br>\nDie Energiesanktionen gegen Russland erweisen sich als schwerer Fehler! Es droht eine gewaltige Rezession. Im Energiebereich sind es vor allem die Sanktionen gegen Russland, die Ank&uuml;ndigung, ohne R&uuml;cksichtnahme auf Vereinbarung oder Vertr&auml;ge russische Energielieferungen zu verhindern, die einen Wirtschaftseinbruch bewirken. Es ist richtig, erneuerbare Energien so schnell wie m&ouml;glich auszubauen, auch die Energieimporte zu diversifizieren, ist sinnvoll. Aber die Energieversorgung der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft Europas mal aufs Spiel zu setzen ist Harakiri, schadet B&uuml;rgern und Industrie und hilft der Ukraine in keiner Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/gastbeitrag-energiekrise-linke-politiker-klaus-ernst-wir-muessen-wieder-ueber-nordstream-2-reden-li.256689\">Klaus Ernst in Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Kubicki f&uuml;r &Ouml;ffnung der Pipeline Nord Stream 2<\/strong><br>\nZur Verbesserung der Gasversorgung hat sich FDP-Vize Wolfgang Kubicki f&uuml;r die &Ouml;ffnung der Ostseepipeline Nord Stream 2 ausgesprochen. &ldquo;Wir sollten Nord Stream 2 jetzt schleunigst &ouml;ffnen, um unsere Gasspeicher f&uuml;r den Winter zu f&uuml;llen&rdquo;, sagte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND\/Freitag). Es gebe &ldquo;keinen vern&uuml;nftigen Grund, Nord Stream 2 nicht zu &ouml;ffnen&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/dpa\/wirtschaft-kubicki-fuer-oeffnung-der-pipeline-nord-stream-2\/28611342.html\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/wolfgang-kubicki-wir-sollten-nord-stream-2-jetzt-schleunigst-oeffnen-IOHZMKRSQBCABG4FNSNR65Q43E.html\">RND<\/a><\/li>\n<li><strong>Sagenhafte Profite bei LNG: &bdquo;Es ist eine unglaubliche Arbitrage&ldquo;<\/strong><br>\nUS-Unternehmen streichen 150 Millionen Dollar Gewinn pro Fl&uuml;ssiggas-Schiff ein. Die EU will jeden Preis &uuml;berbieten. Am Ende zahlen die privaten Haushalte.<br>\nDer Ankauf von US-amerikanischem Fl&uuml;ssiggas (LNG) ist extrem teuer f&uuml;r die europ&auml;ischen Endkunden und wirft zugleich sagenhafte Profite f&uuml;r die Lieferanten ab.<br>\nDas Problem f&uuml;r die deutschen Konsumenten: Die Preise f&uuml;r LNG werden weiter steigen. Die Europ&auml;ische Union ist nach Einsch&auml;tzung des Wirtschaftsmagazins Fortune gewillt, jeden Preis zu zahlen. Um die Energiekrise zu verhindern, werden die Preise im gro&szlig;en Stil an die privaten Haushalte und Unternehmen weitergereicht. Europa sei bereit, &bdquo;die Heizkosten f&uuml;r alle B&uuml;rger weiter in die H&ouml;he zu treiben, um die Versorgung mit Erdgas f&uuml;r den kommenden Winter zu sichern&ldquo;, schreibt Fortune. Nach Angaben von namentlich nicht genannten EU-Beamten sei Europa bereit, f&uuml;r einen Tanker mit Fl&uuml;ssiggas jeden Weltmarktpreis zu &uuml;berbieten. Bislang funktioniere der Plan, sich einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil am weltweiten Wettlauf um Fl&uuml;ssigerdgas zu sichern, indem man tief in die Tasche greift, so der Beamte. Die EU versucht mit dieser Taktik, alle anderen Interessenten am Weltmarkt auszustechen. Weil viele L&auml;nder vor allem in Asien nicht bei diesem Wettlauf mitmachen wollen, haben die EU-Staaten laut Fortune in den vergangenen Monaten 21 Milliarden Kubikmeter aus den globalen LNG-Best&auml;nden zugekauft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/sagenhafte-profite-bei-lng-es-ist-eine-unglaubliche-arbitrage-li.257539\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Soziale Not mit Ansage: Energiepreise treffen Rentner und Geringverdiener besonders hart<\/strong><br>\nDie Explosion der Energiepreise wird aus Expertensicht Rentner und Geringverdiener h&auml;rter treffen als Erwerbslose und Sozialhilfebezieher. Denn bei letzteren &uuml;bernimmt der Staat einen Gro&szlig;teil der Kosten, wie die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und der Deutsche St&auml;dtetag mitteilten.<br>\n&raquo;Jeder dritte Haushalt in Deutschland hat kein nennenswertes Erspartes, auf das er in diesen Krisenzeiten zur&uuml;ckgreifen kann, um die h&ouml;heren Kosten (&hellip;) abzudecken&laquo;, sagte Marcel Fratzscher, Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), in Berlin. &raquo;Sie sind es, die in dieser Krise doppelt hart getroffen sind: Sie erfahren pers&ouml;nlich eine drei- bis viermal h&ouml;here Inflation als Menschen mit hohen Einkommen, und sie haben keinerlei Absicherung.&laquo;<br>\nSo sieht das auch die Caritas: H&ouml;here Heizkosten tr&auml;fen Menschen weniger stark, die Leistungen nach den Sozialgesetzb&uuml;chern II und XII beziehen, sagte ein Sprecher des bayerischen Landesverbands. Denn diese k&ouml;nnten die erh&ouml;hten Kosten beim Jobcenter oder Sozialamt geltend machen. Und diese w&uuml;rden in der Regel in tats&auml;chlicher H&ouml;he &uuml;bernommen. Allerdings gilt dies nur bis zu einer &raquo;angemessenen&laquo; Obergrenze, deren Anpassung oft den gestiegenen Preisen hinterher hinkt.<br>\nBisher sp&uuml;ren viele Menschen den Anstieg der Energiekosten noch nicht in vollem Ausma&szlig;. Das wird sich in den n&auml;chsten Monaten &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/432537.kostenexplosion-soziale-not-mit-ansage.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Armutsforscher Butterwegge: &bdquo;Selbst Familien mit zwei Verdienern k&ouml;nnen nun in arge finanzielle Bedr&auml;ngnis geraten&ldquo;<\/strong><br>\nDer Armutsforscher Christoph Butterwegge sieht auch die Mittelschicht zunehmend von Armut bedroht. &bdquo;Selbst Familien mit zwei Verdienern, die normale Berufe haben und bisher auch gut &uuml;ber die Runden gekommen sind, k&ouml;nnen nun in arge finanzielle Bedr&auml;ngnis geraten und in die Armutszone abrutschen&ldquo;, sagt er der D&uuml;sseldorfer &bdquo;Rheinischen Post&ldquo; am Freitag. Das h&auml;nge von der weiteren Preisentwicklung und vom Haushaltseinkommen der jeweiligen Familie ab.<br>\nWenn sich die Gaspreise verdoppeln oder verdreifachen und die Gasumlage des Bundes noch oben draufkommt, habe das f&uuml;r Mittelschichtsfamilien eventuell zur Folge, dass der Jahresurlaub ausf&auml;llt, sagte Butterwegge. M&ouml;glicherweise m&uuml;sse auch manche Mittelschichtsfamilie k&uuml;nftig die H&auml;lfte ihres Einkommens f&uuml;r die Warmmiete ausgeben.<br>\nErneut kritisierte der Armutsforscher die Politik der Bundesregierung: &bdquo;Fast 30 Milliarden Euro wurden f&uuml;r die bisherigen zwei Entlastungspakete ausgegeben. Bei den Armen und sozial Benachteiligten kommen davon h&ouml;chstens zwei oder drei Milliarden Euro an.&ldquo; Vor allem Steuerentlastungen n&uuml;tzten jenen nichts, weil sie keine Einkommensteuer zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article240433795\/Butterwegge-Selbst-Doppelverdiener-Familien-mit-gutem-Einkommen-droht-die-Verarmung.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Inflation: Familien mit niedrigen Einkommen weiter am st&auml;rksten belastet &ndash; Steuererleichterungen helfen &Auml;rmeren relativ wenig<\/strong><br>\nDie allgemeine Inflationsrate in Deutschland ist zuletzt zwar leicht auf 7,5 Prozent gesunken. Familien mit niedrigem Einkommen tragen aber mit 8,4 Prozent im Juli weiterhin eine deutlich &uuml;berdurchschnittliche Belastung, w&auml;hrend Singles mit hohem Einkommen im Vergleich verschiedener Haushaltstypen mit 6,4 Prozent die geringste Teuerungsrate aufweisen. Wenn demn&auml;chst die Inflation zus&auml;tzlichen Schub erh&auml;lt, weil 9-Euro-Ticket und Tankrabatt auslaufen und die Gasumlage eingef&uuml;hrt wird, d&uuml;rfte die soziale Schere bei den Belastungen sogar noch weiter aufgehen. Denn zus&auml;tzliche Preissteigerungen bei der Haushaltsenergie schlagen bei Haushalten mit niedrigeren Einkommen besonders stark durch. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-inflation-familien-mit-niedrigen-einkommen-weiter-am-starksten-belastet-42810.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Armutsbetroffene in Energiekrise: Winter wird &ldquo;eine absolute Katastrophe&rdquo;<\/strong><br>\nDie steigenden Preise treffen Armutsbetroffene besonders hart. Wer jetzt bereits beim Einkaufen jeden Cent zweimal umdrehen muss, blickt mit Sorge in Richtung Herbst und Winter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/panorama\/armutsbetroffene-energiekrise-sorgen-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kein Schiff wird kommen<\/strong><br>\nDas Getreideabkommen zwischen der Ukraine, Russland und der T&uuml;rkei soll den Welthunger bek&auml;mpfen, bringt aber keine Schiffe in den Jemen, nach &Auml;thiopien oder Somalia.<br>\nAm 22. Juli 2022 wurde in Istanbul ein Getreideabkommen zwischen der Ukraine, Russland und der T&uuml;rkei unter Vermittlung der Vereinten Nationen vereinbart. Es wurde im Beisein des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan vom ukrainischen Minister f&uuml;r Infrastruktur, Oleksandr Kubrakov, dem russischen Verteidigungsminister Sergei Shoigu, dem t&uuml;rkischen Verteidigungsminister Halusi Akar und dem UN Generalsekret&auml;r Antonio Guterres unterzeichnet. Der Vertrag basiert auf der internationalen Vereinbarung &uuml;ber die Sicherheit der Meere aus dem Jahr 1974.<br>\nInternational wurde das Abkommen begr&uuml;&szlig;t, weil man davon ausging, dass auf diese Weise eine drohende Hungerkatastrophe in vielen Entwicklungsl&auml;ndern gemildert oder abgewendet w&uuml;rde. Im Folgenden soll dargestellt und bewertet werden, ob mit diesem Abkommen tats&auml;chlich humanit&auml;re oder eher wirtschaftliche Ziele verfolgt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/wirtschaft\/kein-schiff-wird-kommen\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trommeln f&uuml;r das &bdquo;Weiter-so&ldquo;<\/strong><br>\nDie Argumente der Milit&auml;r-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine leben von &Uuml;berh&ouml;hung, Konfrontation, Diskreditierung und Illusion.<br>\nKnapp ein halbes Jahr dauert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, und die De-facto-Konfliktparteien aus dem Westen sind bem&uuml;ht, die grassierende Kriegslogik argumentativ zu st&uuml;tzen. Statt m&ouml;gliche Alternativen zu einer milit&auml;rischen L&ouml;sung aufzuzeigen, trommeln sie &ouml;ffentlich f&uuml;r ein &bdquo;Weiter-so!&ldquo;. Die dabei angef&uuml;hrten Argumente sind schlecht und werden auch durch st&auml;ndige Wiederholung nicht besser. Man kann sie in vier Cluster einteilen: &Uuml;berh&ouml;hung, Wille zur Konfrontation, Diskreditierung und Illusion.<br>\n&Uuml;berh&ouml;hte Rahmensetzungen sollen die Bedeutung des Konflikts hervorheben und milit&auml;rische Ma&szlig;nahmen legitimieren. Dazu geh&ouml;rt die Aussage, der Ukraine-Krieg sei kein Regionalkonflikt, sondern Teil einer globalen Auseinandersetzung zwischen Demokratie und Autoritarismus. Die Ukraine k&auml;mpfe auch f&uuml;r unsere Freiheit und Werte. Nach drei Jahrzehnten gescheiterter Versuche des milit&auml;risch grundierten Exports von Demokratie soll es nun um deren Verteidigung gehen. Zur Not bis zum letzten Ukrainer? Wenn westliche Demokratien gef&auml;hrdet sind, dann eher von innen, wie etwa das Abdriften des NATO-Mitgliedsstaates T&uuml;rkei in den Autoritarismus belegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-logik-des-krieges-zu-durchbrechen-gilt-in-deutschland-als-nicht-opportun\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>RBB-Skandal um Patricia Schlesinger: Gemach, verehrte Jagdgesellschaft<\/strong><br>\nBetrug, Untreue, Korruption? Gehen wir davon aus, dass ein Staat, der seinen Pr&auml;sidenten wegen Annahme eines Bobbycars verfolgt, die Kraft haben wird, den &raquo;Fall Schlesinger&laquo; sach- und regelgerecht aufzukl&auml;ren. [&hellip;]<br>\nNun haben wir also einen insgesamt recht ansehnlichen Fall in Deutschland: ein bisschen unklar noch und gruselig, aber von erfreulicher, urlaubskompatibler, &raquo;Bild&laquo;-am-Strand-vertr&auml;glicher &Uuml;bersichtlichkeit, was man ja von Krieg, Gas, Corona, Cum-ex und so weiter nicht wirklich sagen kann. Und zudem von einer absolut unwiderstehlichen Framing-Verortung: Die-da-oben, moralspezialisierte Frau, Zwangsbeitrag, Doppelmoral, Staat, Gier, Luxus.<br>\nNun h&ouml;ren und lesen wir: &raquo;Jetzt ermittelt der Staatsanwalt.&laquo; Bei &raquo;Panorama&laquo; ist das der triumphale Schlusssatz einer richtig gut gelaufenen Schiffeversenken-Geschichte. Wir erwarten daher alsbald die ersten Berichte dar&uuml;ber, welche Strafe Frau Schlesinger &raquo;nun droht&laquo; (es handelt sich hierbei stets um die in jeweils irgendeinem Gesetz angedrohte H&ouml;chststrafe, die sowieso nie verh&auml;ngt wird; klingt aber schon mal vielversprechend).<br>\nFalls Sie, verehrte Leser, sich hier nun ein Gutachten zum Ausgang des Verfahrens erhoffen, muss ich Sie entt&auml;uschen: Den Teufel werde ich tun. Ebenso wenig wie ich Beweise zu w&uuml;rdigen, Indizien, die wir nicht kennen, zu bewerten oder Sie, Damen und Herren rechtstreu Rechtsunterworfene, in einem Ihrer ertr&auml;umten Vorwegurteile zu best&auml;tigen oder zu widerlegen habe. Bei dieser Gelegenheit darf ich einmal wieder anmerken, dass diese Kolumne weder die Absicht noch die Aufgabe hat, &uuml;ber Schuld und Unschuld zu r&auml;sonieren. Der &raquo;Fall Schlesinger&laquo; bewegt sich derzeit im Bereich des (medienpolitischen) Skandals und der (strafrechtlichen) Verdachtsberichterstattung. Das ist ja auch genug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/rbb-skandal-um-patricia-schlesinger-gemach-verehrte-jagdgesellschaft-kolumne-a-6f81e7f1-9861-46c5-be80-0f4f75c17972\">Thomas Fischer in DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vorteilsnahme und Verschwendung: Die Massage ist die Message<\/strong><br>\nRBB-Intendantin Patricia Schlesinger hat ihren Posten endg&uuml;ltig verloren. Am Montagabend wurde sie vom Rundfunkrat abberufen. Zum Verh&auml;ngnis wurden ihr drei gro&szlig;e V: Vetternwirtschaft, Vorteilsnahme und Verschwendung. Das meiste davon ist nicht strafbar &ndash; und vieles sogar &uuml;blich in ihren Kreisen. Ein gutes Beispiel ist der Dienstwagen mit &bdquo;Massagesitzen&ldquo;, der f&uuml;r so viel Aufregung sorgte. Dieser Luxus-Audi A 8 kostet regul&auml;r 145.000 Euro, aber der RBB bekam ihn sehr viel g&uuml;nstiger, wie das Magazin Business Insider recherchiert hat. Dank eines Rabattes von knapp 70 Prozent betrug die Leasinggeb&uuml;hr pro Monat nur ganze 457,21 Euro. Das ist ein Schn&auml;ppchen und selbst f&uuml;r den armen RBB m&uuml;helos zu stemmen.<br>\nPikant ist aber, wie dieser Rabatt bei Audi hei&szlig;t: n&auml;mlich &bdquo;Regierungspreis&ldquo;. Systematisch sponsert die deutsche Autoindustrie die Luxusgef&auml;hrte der MinisterInnen in Berlin und in den L&auml;ndern. Ganz harmlos hei&szlig;t dies &bdquo;Marketing&ldquo;. Die Wahrheit ist viel h&auml;rter: Es handelt sich um Lobbyismus. Die MinisterInnen sollen auf ihren eigenen Pobacken erleben, wie weich und sanft eine deutsche Luxuskarosse dahingleiten kann. Wer dieses sinnliche Erlebnis genossen hat, so hofft die Autoindustrie, wird niemals am staatlichen Dienstwagenprivileg r&uuml;tteln, das die Konzerne indirekt mit Milliarden subventioniert.<br>\nDoch &uuml;ber diesen frechen Lobbyismus namens &bdquo;Regierungspreis&ldquo; wird bisher nicht diskutiert. Stattdessen gilt als Skandal, dass Schlesinger dieses Schn&auml;ppchen ebenfalls nutzte. Da verrutschen Kategorien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Vorteilsnahme-und-Verschwendung\/!5871761\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine: Selenskyj und seine Regierung sind alles andere als stabil<\/strong><br>\nF&uuml;r die Konsumenten und Konsumentinnen der westlichen Medien scheint es klar: Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj repr&auml;sentiert DIE Ukraine. Wer allerdings genauer hinschaut und auch die ukrainischsprachigen Informationen versteht, kommt zu einem ganz anderen Bild: Die politische und milit&auml;rische Elite in Kiew ist bereits arg zerstritten. Gordon M. Hahn, ein US-amerikanischer Forscher f&uuml;r Terrorismus und Geostrategie im eurasischen Raum, ist so ein aufmerksamer Beobachter. Er registriert die gegenseitigen internen Attacken und Intrigen in Kiew aufs Genaueste. Globalbridge.ch hat seine auf seiner eigenen Website erschiene Analyse mit Bewiligung des Autors f&uuml;r die deutschsprachigen Leserinnen und Leser &uuml;bersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/ukraine-selenskyj-und-seine-regierung-sind-alles-andere-als-stabil\/\">Globalbridge<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Deutsche auf schwarzer Liste der Ukraine: F&uuml;r Minister kein Thema bei Kiew-Besuch<\/strong><br>\nVertreter der Bundesregierung haben bei einem Besuch der Ukraine j&uuml;ngst davon abgesehen, gegen&uuml;ber ihren Gespr&auml;chspartnern in Kiew eine schwarze Liste anzusprechen, auf der auch deutsche Wissenschaftler und Politiker als &ldquo;Informationsterroristen&rdquo; gef&uuml;hrt werden. Das geht aus einer Stellungnahme der Bundesregierung hervor, die Telepolis exklusiv vorliegt.<br>\nBesonders brisant: Die Aufstellung des &ldquo;Zentrum f&uuml;r Desinformationsbek&auml;mpfung&rdquo; (CCD) des Ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates f&uuml;hrt auch den Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Rolf M&uuml;tzenich, mit personenbezogenen Daten und Foto auf. Zwei SPD-Kabinettsmitglieder sahen dennoch keinen Anlass, die Liste und die Indizierung gegen&uuml;ber den Verantwortlichen in Kiew zu thematisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutsche-auf-schwarzer-Liste-der-Ukraine-Fuer-Minister-kein-Thema-bei-Kiew-Besuch-7221702.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die zweite Front der Bundeswehr<\/strong><br>\nDie deutsche Luftwaffe verlegt zu zwei Gro&szlig;man&ouml;vern und mehreren kleineren Kriegs&uuml;bungen 13 Milit&auml;rflugzeuge f&uuml;r knapp zwei Monate in die Asien-Pazifik-Region. Bei der Ma&szlig;nahme (Rapid Pacific 2022), die am Montag gestartet wurde, handelt es sich laut Luftwaffeninspekteur Ingo Gerhartz um &bdquo;mit Abstand die gr&ouml;&szlig;te Verlegung seit Bestehen der Luftwaffe&ldquo;. Die deutschen Milit&auml;rjets beteiligen sich zun&auml;chst an den australischen Gro&szlig;man&ouml;vern Pitch Black (Luftwaffe) sowie Exercise Kakadu (Marine), bevor sie zu weiteren &Uuml;bungen bzw. Milit&auml;rbesuchen nach Singapur, Japan und S&uuml;dkorea aufbrechen. Laut Gerhartz kann die Ma&szlig;nahme durchaus als &bdquo;Machtdemonstration&ldquo; (&bdquo;Show of Force&ldquo;) eingestuft werden. Sie setzt die Asien-Pazifik-Fahrt der Fregatte Bayern (August 2021 bis Februar 2022) fort, der 2023 eine n&auml;chste Marineentsendung folgen soll. Im Gespr&auml;ch ist eine Durchfahrt durch die Taiwanstra&szlig;e, die das Potenzial h&auml;tte, den Konflikt mit China eskalieren zu lassen. Gerhartz legt Wert auf die Feststellung, die Luftwaffe sei in der Lage, parallel an der NATO-Ostflanke und in der Asien-Pazifik-Region zu operieren &ndash; gegen Russland und gegen China. [&hellip;]<br>\nMit Rapid Pacific bzw. mit der erstmaligen Teilnahme an Pitch Black und an der Exercise Kakadu beginnt die Bundeswehr ihre Aktivit&auml;ten in der Asien-Pazifik-Region zu verstetigen. Im August vergangenen Jahres war die Fregatte Bayern zu einer ersten gro&szlig;en Asien-Pazifik-Fahrt aufgebrochen, von der sie im Februar dieses Jahres zur&uuml;ckkehrte. F&uuml;r 2023 hat die deutsche Marine eine weitere Asien-Pazifik-Fahrt angek&uuml;ndigt; die Rede ist diesmal von der Entsendung zweier Kriegsschiffe, wom&ouml;glich im Rahmen einer multinationalen Formation. Ende vergangenen Jahres teilte der damalige Marineinspekteur Kay-Achim Sch&ouml;nbach mit, er werde daf&uuml;r die Fahrt durch die Taiwanstra&szlig;e empfehlen. Dabei geriete die deutsche Marine in einen unmittelbaren Konflikt mit der Volksrepublik, die die Taiwanstra&szlig;e als exklusiv chinesisches Gew&auml;sser begreift. Besonderen Wert legt die Bundeswehr bei ihren Asien-Pazifik-Aktivit&auml;ten auf eine intensive Milit&auml;rkooperation mit denjenigen vier Staaten, die ihre Zusammenarbeit mit der NATO kontinuierlich ausbauen &ndash; mit Japan und S&uuml;dkorea, Australien und Neuseeland. Damit verfestigt sich ein westlicher Milit&auml;rblock rings um China im gro&szlig;en Machtkampf gegen die Volksrepublik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8995\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Behinderungen der Kabul Luftbr&uuml;cke durch das Ausw&auml;rtige Amt: Wie die Evakuierungen aus Afghanistan scheiterten<\/strong><br>\nWarum scheiterte vor einem Jahr die erste Rettungsmission der Kabul Luftbr&uuml;cke, obwohl das Ausw&auml;rtige Amt sie zun&auml;chst unterst&uuml;tzte? Interne E-Mails zeigen das Chaos in der Beh&ouml;rde.<br>\nVor rund einem Jahr versuchte die &bdquo;Kabul Luftbr&uuml;cke&ldquo;, einzul&ouml;sen, was die deutsche Regierung nicht schaffte: Die private Initiative wollte Menschen auf Afghanistan evakuieren, die durch die Macht&uuml;bernahme der Taliban waren und weiterhin sind.<br>\nZun&auml;chst versprach der damalige Au&szlig;enminister Heiko Maas Unterst&uuml;tzung. Letztlich aber verhinderte das Ausw&auml;rtige Amt zusammen mit dem Innenministerium, das das erste Charter-Flugzeug der Initiative viele Menschen au&szlig;er Landes bringen konnte, die auf deutschen Evakuierungslisten gestanden hatten.<br>\nDer Spiegel hat jetzt interne E-Mails des Ausw&auml;rtigen Amts ausgewertet, die wir per Informationsfreiheitsgesetz erhalten haben und jetzt ver&ouml;ffentlichen. Sie zeigen das interne Chaos in der Beh&ouml;rde und die schwindende Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die &bdquo;Kabul Luftbr&uuml;cke&ldquo;.<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt hat neun Monate gebraucht, um unsere Anfrage zu bearbeiten. Nach dem Gesetz vorgesehen ist eine Bearbeitungsfrist von einem Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2022\/08\/12\/kabul-luftbrucke-auswartiges-amt\/\">Frag den Staat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erbschaftsteuer: Nicht f&uuml;r Superreiche<\/strong><br>\nDie Erbschafts- und Schenkungssteuerstatistik f&uuml;r das Jahr 2021 ist erschienen. Abermals wird deutlich: Die Erbschaftssteuerreform 2016 hat den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts nicht erf&uuml;llt, die weitreichenden Privilegien f&uuml;r superreiche Unternehmenserben einzud&auml;mmen. Das ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie.<br>\nImmer wieder wurden in der Vergangenheit die Ausnahmen f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen bei der Erbschaftssteuer als zu weitreichend und damit f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. In Folge wirksamer Lobbyarbeit hat der Gesetzgeber in Reaktion auf die Gerichtsurteile allerdings nur Sch&ouml;nheitskorrekturen am Gesetz vorgenommen und teilweise sogar neue Privilegien und Umgehungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Superreiche geschaffen. Wenige Jahre nach der Reform 2016, da nun zunehmend F&auml;lle nach neuem Recht veranlagt werden und zudem die Effekte der vorgezogenen Schenkungen abklingen, schl&auml;gt sich das auch immer deutlicher in der Erbschafts- und Schenkungssteuerstatistik (EUS) nieder.<br>\nZwar werden in Deutschland j&auml;hrlich aktuell rund 400 Milliarden Euro vererbt und verschenkt, im Jahr 2021 wurden davon aber nur knapp 118 Milliarden Euro Verm&ouml;gen (2020: 84 Milliarden) von Finanz&auml;mtern veranlagt. Grund daf&uuml;r, dass fast zwei Drittel des gesamten Transfervolumens nicht erfasst werden, sind zun&auml;chst die hohen pers&ouml;nlichen Freibetr&auml;ge zwischen engen Verwandten, die sich alle 10 Jahre erneuern (500.000 Euro bei Ehepartnern\/Lebenspartnern und 400.000 Euro bei Kindern). Denn es werden nur Erwerbe vom Finanzamt und damit in der Statistik erfasst, die &uuml;ber den Freibetr&auml;gen liegen. Zudem werden auch nicht alle Verm&ouml;gens&uuml;bertragungen oberhalb des Freibetrags dem Finanzamt gemeldet.<br>\nInsgesamt wurden im Jahr 2021 11 Milliarden Euro Steuern festgesetzt. Der durchschnittliche Steuersatz liegt damit bei knapp 9,4 Prozent im Vorjahr waren es 10,1 Prozent. Setzt man das Steueraufkommen ins Verh&auml;ltnis zum gesch&auml;tzten gesamten Transfervolumen von 400 Milliarden Euro, fallen auf Erbschaften und Schenkungen gerade einmal 2,7 Prozent Steuern an &ndash; auf ein mittleres Arbeitseinkommen von 50.000 Euro j&auml;hrlich hingegen &uuml;ber 23 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/elementor-10684\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Medizinstatistiker &uuml;bt heftige Kritik: &bdquo;Lauterbachs Aussagen k&ouml;nnen fundamental nicht stimmen&ldquo;<\/strong><br>\nSeit Beginn der Pandemie postet Karl Lauterbach munter Studie f&uuml;r Studie auf Twitter. Nicht selten werden seine Interpretationen dazu zitiert und als Fakten angesehen. Genau das kritisieren jetzt internationale Experten.<br>\n&bdquo;SPD Bundestagsabgeordneter, Bundesgesundheitsminister, der hier selbst und privat tweetet.&ldquo; Mit diesen Worten beschreibt sich Karl Lauterbach selbst in seinem Twitterprofil. So ganz &bdquo;privat&ldquo; ist allerdings nicht, was er dort von sich gibt. Denn in seiner Position als Gesundheitsminister hat Lauterbach durchaus Verantwortung &ndash; auch f&uuml;r alles, was er &bdquo;selbst und privat&ldquo; auf seinem Twitterprofil mit der ganzen Welt teilt. Viele Menschen in Deutschland z&auml;hlen auf ihn, auf seine Meinung und auf seine Einsch&auml;tzung.<br>\nDas bedeutet also:<br>\nPostet Karl Lauterbach als &bdquo;Bundestagsabgeordneter, Bundesgesundheitsminister&ldquo; neue Studien auf seinem Profil, dann sollten diese fundiert sein. Und das bedeutet auch: Wenn er diese selbst gar nicht richtig gelesen hat, dann sollte er sie vielleicht gar nicht erst posten. Vor allem aber bedeutet das: Wenn die Studie weder fundiert ist, noch richtig gelesen wurde, dann sollte er daraus keine, f&uuml;r ganz Deutschland geltenden Ma&szlig;nahmen ableiten. Genau das scheint Karl Lauterbach nach Einsch&auml;tzung von internationalen Experten aber zu tun. Und das kritisieren diese nun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/statistiker-mit-heftiger-kritik-lauterbachs-aussagen-koennen-fundamental-nicht-stimmen_id_136586892.html%20\">Focus Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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