{"id":87245,"date":"2022-08-25T08:35:11","date_gmt":"2022-08-25T06:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245"},"modified":"2022-08-25T08:35:11","modified_gmt":"2022-08-25T06:35:11","slug":"hinweise-des-tages-4180","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h01\">Kabinett einigt sich auf neue Coronaregeln f&uuml;r den Herbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h02\">Geschwaderbefehle und falsch verstandene Paragrafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h03\">Lauterbach in Seniorenresidenz: Pflegerin schreibt Wutbrief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h04\">Wie das Unheil seinen Lauf nimmt: Der Westen und Russland und die Plage mit dem russischen Gas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h05\">So f&uuml;hren die USA in der Ukraine Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h06\">Zur deutschen Milit&auml;rpr&auml;senz in Mali: M&auml;rchenstunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h07\">Wie ein Krater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h08\">Ermordung von Darja Duschina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h09\">Die Lateinamerika-Offensive der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h10\">Tarifpolitik und Lohnentwicklung sind keine Rechen&uuml;bungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h11\">&bdquo;Politischer Filter&ldquo;, &bdquo;Klima der Angst&ldquo;: NDR-Redakteure erheben laut vertraulichem Untersuchungsbericht schwere Vorw&uuml;rfe gegen Senderleitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h12\">Wie staatstragende Medien notwendige Diskussionen unm&ouml;glich machen: Hervorheben und ausblenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h13\">Welch garstig Spiel &ndash; Wer auf steigende Preise hinweist, gilt schon als &ldquo;Staatsfeind&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h14\">Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87245#h15\">Zu guter Letzt: Einiges durcheinander<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kabinett einigt sich auf neue Coronaregeln f&uuml;r den Herbst<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die L&auml;nder im Kampf gegen die Coronapandemie f&uuml;r den Herbst wieder mit gr&ouml;&szlig;eren Befugnissen ausstatten. Das Kabinett verst&auml;ndigte sich dazu auf einen Entwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP). Vor dem Inkrafttreten m&uuml;ssen Bundestag und Bundesrat den Anpassungen am Infektionsschutzgesetz noch zustimmen &ndash; es ist also m&ouml;glich, dass es noch &Auml;nderungen geben wird.<br>\nLaut Entwurf w&uuml;rde ab dem 1. Oktober und zun&auml;chst befristet bis zum 23. April 2023 bundesweit das Tragen einer FFP2-Maske in Fernverkehrsz&uuml;gen und Flugzeugen Pflicht. Menschen zwischen sechs und 14 Jahren d&uuml;rfen weiter auch medizinische Masken tragen. Zudem soll deutschlandweit f&uuml;r den Zutritt zu Kliniken und Pflegeeinrichtungen eine Test- und Maskenpflicht gelten. Sie gilt auch f&uuml;r die Besch&auml;ftigten von Pflegediensten. (&hellip;)<br>\nDer nun vom Kabinett beschlossene Entwurf sieht zudem vor, dass die L&auml;nder per Landtagsbeschluss in mehreren Stufen Coronaregeln verh&auml;ngen k&ouml;nnen &ndash; je nach Pandemielage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/coronaregeln-im-herbst-kabinett-einigt-sich-auf-ffp2-maskenpflicht-in-zuegen-und-fliegern-a-bf582f6b-0a3e-47ab-b693-913b3c6c5935\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Verr&uuml;ckte Zeiten! Die Exekutive im Bund m&ouml;chte weiterhin mit Angst- und Panikmache Politik betreiben. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen worden und es mangelt immer noch an Daten, weil die Corona-Politik nie wissen wollte, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85494#h01\">ob sie funktioniert<\/a>. Stattdessen wird u.a. weiterhin auf Masken und Tests f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung gesetzt w&auml;hrend vermutlich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87209#h10\">weiterhin z.B. &bdquo;klaren Regeln&ldquo; f&uuml;r Regierungsfl&uuml;ge<\/a> gelten sollen. In den F&uuml;hrungsetagen der Masken- und Testindustrie d&uuml;rften die Korken knallen. Wer damit gerechnet hatte, die FDP w&uuml;rde die politischen Corona-Ma&szlig;nahmen tats&auml;chlich beenden, d&uuml;rfte nun bitter entt&auml;uscht sein. Anstatt sich an einigen US-Bundesstaaten wie Florida und Texas sowie etlichen EU- und Nachbarstatten zu orientieren, erweist sich auch die FDP &ndash; und mit ihr die gesamte Ampelkoalition &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67358#h02\">als beratungsresistent<\/a>. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86753\">Geplante Corona-Regeln ab Oktober entbehren jeglicher sachlichen Grundlage<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86580#h10\">Karl Lauterbach und Marco Buschmann stellen neue Corona-Ma&szlig;nahmen vor und dazu: L&auml;nder kritisieren Infektionsschutzgesetz: &raquo;Alles wird von einer FDP blockiert&laquo;<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Sch&auml;rfere Corona-Regeln beschlossen<\/strong><br>\nNeu vorgesehen sind Sonderzahlungen von 1000 Euro pro Monat daf&uuml;r, dass Pflegeheime k&uuml;nftig Beauftragte benennen m&uuml;ssen, die sich um Impfungen, Hygiene und Arzneitherapien f&uuml;r Infizierte etwa mit dem Medikament Paxlovid k&uuml;mmern. Die Einrichtungen sollen f&uuml;r den Aufwand 250 Euro pro Monat bekommen &ndash; f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die die Aufgaben allein oder im Team &uuml;bernehmen, soll es insgesamt 750 Euro geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/infektionsschutzgesetz-corona-kabinett-107.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.A.:<\/strong> Also im Lobbyieren ist der Karl echt gro&szlig;. Die Tagesschau hinterfragt das hier geschriebene nicht einmal. Und die Pfleger bekommen nun zum einen noch zus&auml;tzliche Mehraufgaben zur normalen Schicht und d&uuml;rfen sich gegenseitig mit Impflisten kontrollieren. Einfach genial. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Geschwaderbefehle und falsch verstandene Paragrafen<\/strong><br>\nDie Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums hat mitgeteilt, die offenkundige Abweichung von der an sich im Gesetz festgelegten Maskenpflicht beruhe auf der &bdquo;Eigenvollzugskompetenz&ldquo; der Bundeswehr. [&hellip;]<br>\nEs handelt sich bei diesen Vorschriften um reine Zust&auml;ndigkeitsnormen. Diese legen fest, wer das Gesetz umsetzt und seine Einhaltung &uuml;berwacht. Diese Vorschriften enthalten keine Erm&auml;chtigung, das Gesetz inhaltlich umzudeuten.<br>\nSomit bleibt es dabei, dass die Aufweichung der Maskenpflicht im Regierungsflieger ohne Rechtsgrundlage erfolgte; der omin&ouml;se &sect; 54a IfSG ist jedenfalls keine. F&uuml;r eine inhaltliche Abweichung von der Maskenpflicht bedarf es nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes einer Rechtsverordnung. Ich will keinem General zu nahe treten, &bdquo;Geschwaderbefehl&ldquo; klingt immens wichtig, aber er ist und bleibt keine Rechtsverordnung. Die k&ouml;nnte allenfalls aus dem Verteidigungsministerium kommen, wurde aber bislang offenbar nicht aufgefunden.<br>\nUnabh&auml;ngig davon, dass bislang niemand den Geschwaderbefehl inhaltlich kennt, ist er juristisch nicht relevant. Er kann die gesetzlich vorgeschriebene Maskenpflicht nicht aushebeln. Der st&auml;ndig hinzugef&uuml;gte Hinweis, aber es ist ja ein PCR-Test vorgelegt worden, ist f&uuml;r die Bewertung des Ansteckungsrisikos im Regierungsflieger sicher relevant. Rechtlich gesehen ist das aber eine Nebelkerze. Kein Bahnschaffner l&auml;sst dich derzeit ohne Maske im Zug, selbst wenn dein notariell beglaubigtes PCR-Testergebnis gerade mal 25 Minuten alt ist. Der Schaffner h&auml;lt sich unabh&auml;ngig von seiner eigenen Meinung ans Gesetz, wenn er dich aufschreibt und rauswirft. Und damit handelt er juristisch gesehen richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lawblog.de\/archives\/2022\/08\/24\/eigenvollzugskompetenz\/\">law blog<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>So versteht niemand die Corona-Regeln<\/strong><br>\nBei der Lufthansa gilt Maskenpflicht, bei der Luftwaffe aber nicht? Den Unterschied darf die Ampel den B&uuml;rgern nun erkl&auml;ren.<br>\nNat&uuml;rlich spielt es f&uuml;r das Infektionsgeschehen eine untergeordnete Rolle, dass die Passagiere in Olaf Scholz&rsquo; Regierungsflugzeug keine Maske tragen mussten. Eine fulminante Sp&auml;tsommerwelle wird die Delegationsreise nach Kanada nicht nach sich ziehen, zumal alle Mitreisenden getestet waren. Und doch haben die Bilder, wie Wirtschaftsminister Robert Habeck ohne Mundschutz in der Kabine sitzt, eine Bedeutung.<br>\nSie stehen f&uuml;r das immer gr&ouml;&szlig;er werdende Ausma&szlig; an Unordnung, das die Corona-Politik seit der Regierungs&uuml;bernahme der Ampel kennzeichnet. Dass es Flugg&auml;sten der Luftwaffe gestattet ist, die Maske an Bord abzunehmen, G&auml;sten der Lufthansa jedoch nicht, ist ein weiterer Widerspruch in der an Bruchstellen nicht gerade armen Geschichte der Corona-Kommunikation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/scholz-und-habeck-ohne-maske-so-versteht-niemand-die-corona-regeln-18263881.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>R&uuml;ckflug von Kanada: Keine PCR-Tests, keine Maskenpflicht<\/strong><br>\nAuf dem Hinflug sei wegen der PCR-Tests &bdquo;ein hohes Schutzniveau gew&auml;hrleistet&ldquo; gewesen. Auf dem R&uuml;ckflug waren weder PCR-Tests noch Masken vorgeschrieben.<br>\nOlaf Scholz und Robert Habeck verteidigen die Sonderregelungen f&uuml;r ihre Fl&uuml;ge ohne Maske auch weiterhin. Ein Regierungssprecher hatte Kritikern der Sonderregelung im Regierungsflieger gesagt: &bdquo;Alle Teilnehmer der Reise m&uuml;ssen vor Antritt einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Damit ist ein hohes Schutzniveau gew&auml;hrleistet.&ldquo; Auch auf dem R&uuml;ckflug von Kanada nach Berlin durften Scholz und Habeck nach offiziellen Angaben selbst entscheiden, ob sie freiwillig eine Maske anlegen oder nicht. Anders als beim Hinflug musste aber kein aktueller PCR-Test mehr vorgelegt werden. Das r&auml;umte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch auf Nachfrage ein.<br>\nIn der Bundespressekonferenz wurde Steffen Hebestreit laut Protokoll gefragt: &bdquo;Herr Hebestreit, Sie oder ein Sprecher der Bundesregierung meinte, dass es ein hohes Schutzniveau gegeben habe, weil alle Personen an Bord der Maschine einen aktuellen negativen PCR-Test h&auml;tten vorweisen m&uuml;ssen. Es gab ja mehrere Fl&uuml;ge. Man ist ja nicht nur von Berlin nach Kanada geflogen, sondern dann noch einmal weiter und noch einmal weiter und dann wieder zur&uuml;ck. Das hei&szlig;t, dass jede Person mehrere PCR-Tests vorweisen musste. Korrekt?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/olaf-scholz-robert-habeck-rueckflug-von-kanada-keine-pcr-tests-keine-maskenpflicht-regierungsflieger-luftwaffe-steffen-hebestreit-li.259909\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lauterbach in Seniorenresidenz: Pflegerin schreibt Wutbrief<\/strong><br>\nDie Frau wollte &uuml;ber Probleme in der Pflege sprechen. Jetzt sagt sie: &bdquo;Ich bin ma&szlig;los entt&auml;uscht. Alles was ich sah, war pure Publicity f&uuml;r Medien und Presse.&ldquo;<br>\nGesundheitsminister Karl Lauterbach hat eine Seniorenresidenz besucht. Er habe in der Langenhagener AWO City Park Residenz &uuml;ber &bdquo;die Lage in der Pflege&ldquo; gesprochen. Im Rahmen des Besuchs teilte Lauterbach am Montag auf Facebook und bei Twitter am Montag mit, dass man &bdquo;im Herbst die Zahl der Corona-Opfer in der Pflege durch konsequente Hygiene, Boosterimpfungen und schnelle Paxlovid-Behandlung minimieren&ldquo; wolle. Eine Pflegerin der Seniorenresidenz hat nach dem Besuch einen pers&ouml;nlichen Brief an Lauterbach geschrieben. Darin hei&szlig;t es, der ganze Auftritt habe &bdquo;entt&auml;uschend und scheinheilig&ldquo; gewirkt. Und weiter: &bdquo;Alles was ich sah war pure Publicity f&uuml;r Medien und Presse.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/karl-lauterbach-in-seniorenresidenz-pflegerin-schreibt-wutbrief-li.259600\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie das Unheil seinen Lauf nimmt: Der Westen und Russland und die Plage mit dem russischen Gas<\/strong><br>\n&ldquo;Give us Gazprom and we will say that you are a democratic country&rdquo;<br>\n(Gebt uns Gazprom und wir werden sagen, ihr w&auml;rt ein demokratisches Land)<br>\nDiesen ironischen Satz des russischen Politologen Markow, aus dem Jahr 2006 mit dem er auf Unstimmigkeiten in der US-Au&szlig;enpolitik gegen&uuml;ber Russland verglichen mit Kasachstan hinwies,  stellte der Friedensforscher Hans-Joachim Spanger 2008 an den Anfang seiner <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_downloads\/prif82.pdf.pdf\">Analyse zur Lage in den amerikanisch-russischen Beziehungen.<\/a><br>\nF&uuml;r Spanger waren die USA-Russland-Beziehungen 2006 wieder auf dem Kalten Kriegs-Niveau angekommen. Der Bush-Administration bescheinigt er eine &bdquo;b&ouml;swillige Ignoranz&ldquo; Russlands. Die demokratischen Defizite in Russland dienten daf&uuml;r nur als Vorwand:\n<blockquote><p>\n&ldquo;The most obvious constant feature in the Bush administration, in contrast<br>\nto Clinton&rsquo;s, is the malign neglect of Russia. It initially appeared to be unnecessary to pay Russia an excessive amount of attention, due to the persistent weaknesses it had from the 1990s, whereas in the wake of its growing weight its democratic shortcomings were put forward as justification.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Laut Spranger gab es nicht nur Wortgefechte, sondern zunehmend eine Diskrepanz in den realen au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Interessen beider Staaten.<br>\nBurns, der heutige Direktor der CIA, best&auml;tigte sp&auml;ter in seinem Erfahrungbuch, dass die USA niemals gewillt waren, Russland als Partner auf Augenh&ouml;he zu akzeptieren, allenfalls als &bdquo;Juniorpartner&ldquo;, der sich US-Vorgaben f&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/chronik-der-unvernunft-wie-das-unheil\">Petra Erler<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So f&uuml;hren die USA in der Ukraine Krieg<\/strong><br>\nDas US-amerikanische Verteidigungsministerium informierte am 19. August &uuml;ber den Umfang der neusten US-Milit&auml;rhilfe an die Ukraine. Der Wert der jetzt zus&auml;tzlich bewilligten Waffen- und Munitionslieferungen bel&auml;uft sich auf rund 730 Millionen US-Dollars. Es ist das 19. Unterst&uuml;tzungspaket der USA seit dem Amtsantritt von Pr&auml;sident Joe Biden. Der Gesamtwert der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine seit Joe Bidens Amtsantritt bel&auml;uft sich auf 10,6 Milliarden US-Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/so-fuehren-die-usa-in-der-ukraine-krieg\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zur deutschen Milit&auml;rpr&auml;senz in Mali: M&auml;rchenstunde<\/strong><br>\nIn Schimpf und Schande mussten die Truppen Frankreichs nach fast zehn Jahren Kriegseinsatz aus Mali abziehen. Die Milit&auml;rregierung in Bamako hat sich jede weitere Einmischung der ehemaligen Kolonialmacht verbeten und reagiert auch auf die Deutschen zunehmend reserviert. Die als &bdquo;Antiterroreinsatz&ldquo; gegen islamistische Milizen gestartete Milit&auml;rintervention &bdquo;Barkhane&ldquo; hat den islamistischen Terror erst richtig befeuert und dem westafrikanischen Land nicht Sicherheit, sondern Chaos gebracht. Mittlerweile hat sich Mali an den UN-Sicherheitsrat gewandt und Frankreich die wiederholte Verletzung des malischen Luftraums vorgeworfen sowie die Lieferung von Waffen an islamistische K&auml;mpfer. Ziel Frankreichs sei, hei&szlig;t es in einem Schreiben des malischen Au&szlig;enministers, &bdquo;Informationen f&uuml;r terroristische Gruppen zu sammeln, die in der Sahelzone agieren, und ihnen Waffen und Munition zukommen zu lassen&ldquo;.<br>\nAuf die schweren Vorw&uuml;rfe ihres Amtskollegen in Bamako ging die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock nicht ein, als sie beim &bdquo;Tag der offenen T&uuml;r der Bundesregierung&ldquo; die Notwendigkeit einer weiteren deutschen Milit&auml;rpr&auml;senz in Mali betonte. Auch wenn die deutschen Soldaten den malischen Beh&ouml;rden offenbar zunehmend als Besatzer gelten, sollen sie die Stellung halten und anstelle der Franzosen Flagge zeigen. Baerbock setzte die G&auml;ste im Au&szlig;enamt in die Raum-Zeit-Maschine, als sie allen Ernstes ein altbekanntes M&auml;rchen vom Bundeswehreinsatz in Afghanistan erz&auml;hlte: &bdquo;(&hellip;) ich m&ouml;chte eigentlich in Mali bleiben. Weil das ist eine Mission, die garantiert, dass zivile Hilfe, dass Entwicklungshilfe &uuml;berhaupt stattfinden kann. (&hellip;) Wenn wir da einfach abziehen w&uuml;rden, dann k&ouml;nnen wir ganz viele dieser Projekte &ndash; das sind Wasserprojekte, das sind Dorfgemeinschaftsprojekte &ndash; (&hellip;) nicht mehr umsetzen. Und ich habe einfach gro&szlig;e Sorge, wir lassen da Hunderttausende von Menschen wirklich im Stich.&ldquo;<br>\nBaerbocks M&auml;rchenstunde ist umso dreister, da die Bundeswehr sich in ihrem Lager in Gao eingeigelt hat und Entwicklungsorganisationen auch in den Gebieten t&auml;tig sind, die nicht von der malischen Zentralregierung kontrolliert werden. Nach 20 Jahren Krieg in Afghanistan Bundeswehrsoldaten noch einmal als Brunnenbohrer verkaufen zu wollen, so dreist k&ouml;nnen nur die verwelkten Gr&uuml;nen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/maerchenstunde-171894\/\">Sevim Dagdelen in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie ein Krater<\/strong><br>\nNach Raketenbeschuss eines achtst&ouml;ckigen Hauses: Verstreute Mauersteine und Zementbrocken. Ein Besuch in der &raquo;Volksrepublik Lugansk&laquo;<br>\nVon Ulrich Heyden, Perwomajsk<br>\nIch stand zusammen mit anderen Journalisten auf dem Dach eines achtst&ouml;ckigen Wohnhauses in der Stadt Perwomajsk in der &raquo;Volksrepublik Lugansk (VRL)&laquo; und blickte in den von einer Rakete zerst&ouml;rten Teil des Hauses wie in einen Krater. Auf dem Flachdach lagen verstreut Teile von Mauersteinen und Zementbrocken. Wir mussten vorsichtig sein, denn es war unklar, wie stabil das Dach noch ist.<br>\nIn der Nacht zum 17. August hatte eine Rakete in einem Teil des Hauses in der Leninstra&szlig;e Nummer 60 die obersten drei Etagen zerst&ouml;rt. Es war nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen eine von ukrainischen Truppen abgefeuerte US-amerikanische Himars-Rakete. Insgesamt seien drei abgefeuert worden. Wo die anderen beiden Raketen niedergingen und ob sie von der &raquo;VRL&laquo;-Luftabwehr zerst&ouml;rt wurden, teilten die Agenturen nicht mit. Eine ukrainische Website berichtete, der Beschuss mit Himars-Raketen am 16. August habe &raquo;Verr&auml;tern&laquo; gegolten. (&hellip;)<br>\nMilit&auml;rische Stellungen sah ich weder in diesem Wohnviertel noch im Rest der Stadt Perwomajsk. Doch russische Soldaten sind offenbar nicht die Ziele dieser grausamen Raketenattacken auf Wohnviertel. Seit acht Jahren geht es dem ukrainischen Milit&auml;r darum, die Bev&ouml;lkerung in den &raquo;Volksrepubliken&laquo; Lugansk und Donezk zu zerm&uuml;rben und zu vertreiben. So will man die Territorien &raquo;befreien&laquo;. Menschenleben spielen keine Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/433097.ukraine-krieg-wie-ein-krater.html\">Ulrich Heyden in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ermordung von Darja Duschina<\/strong><br>\n<em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.D.:<\/strong> Darja Dugina ist die Tochter von Alexander Dugin, der im Westen gerne als Einfl&uuml;sterer von Pr&auml;sident Putin bezeichnet wird, was jedoch nach Aussage vor allem russischer Quelle nicht stimmt. Darja Duschina wurde am Samstagabend durch eine Autobombe im Moskauer Umland get&ouml;tet, nachdem sie mit ihrem Vater Alexander Dugin an einem Festival teilgenommen hatte. Ihr Vater ist nur durch einen Zufall nicht Opfer des Attentats geworden, da er sich spontan dazu entschlossen hatte, im Auto eines Freundes mitzufahren. Ob der Anschlag Alexander Dugin oder seiner Tochter Darja gegolten hat, ist noch unklar.<\/em><br>\nKlar f&uuml;r die russische Seite ist es, dass der ukrainische Geheimdienst SBU hinter dem Attentat steckt: Eine verd&auml;chtige Ukrainerin wurde identifiziert, die am Tag des Attentats nach Estland ausgereist ist. Von westlicher Seite wird jedoch die Echtheit des von den russischen Ermittlungsbeh&ouml;rden pr&auml;sentierten Passes der Frau angezweifelt.<br>\nIn der deutschen Presse war die Ermordung der jungen Frau vor allem von einem h&auml;mischen Unterton begleitet, nach dem Motto &ldquo;geschieht ihr recht&rdquo; bzw. &ldquo;geschieht ihrem Vater recht&rdquo;, da sie Nationalisten\/Faschisten sind bzw. waren und den russischen Krieg in der Ukraine unterst&uuml;tzen. Siehe z.B. <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/politik-ausland\/russland-autobombe-toetet-propagandistin-und-putin-vertraute-darya-dugina-81068074.bild.html\">Bild Zeitung<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/darja-dugina-tochter-von-russischem-nationalisten-stirbt-bei-bombenanschlag-a-d0359731-8dd7-427c-b610-e2154b4d6674\">DER SPIEGEL<\/a><br>\nNeutraler berichtet die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kreml-anschlag-russland-kremlberater-alexander-dugin-1.5642872\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>. Ebenso <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Autobombe-Alexander-Dugins-Tochter-ist-tot-7238620.html\">Telepolis<\/a>, wobei hier allerdings das Forum zu dem Artikel beachtet werden sollte, wo eine ganze Anzahl nicht sonderlich passender Kommentare geschrieben sind.<br>\nEine andere Sicht liefert Thomas R&ouml;per, der in Moskau lebt und Darja Dugina auch pers&ouml;nlich kannte, in den folgenden zwei Artikeln (<a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/junge-russische-journalistin-ermordet-steckt-die-ukraine-dahinter\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/von-soros-und-kiew-unterstuetzte-gruppe-steht-hinter-dem-mord-an-darja-dugina\/\">hier<\/a>) auf seinem Blog Anti-Spiegel. Man kann seinen Ausf&uuml;hrungen folgen oder nicht, zur Kenntnis nehmen kann man sie denke ich schon, um einen anderen Zugang kennenzulernen.<br>\nAls Fazit bleibt zu ziehen, wie immer man auch zu Vater und Tochter Dugin steht und wer auch immer der Drahtzieher hinter dem Bombenattentat war: Die deutsche Presse macht mal wieder einen schlechten Eindruck. Statt einer zumindest neutralen Berichterstattung &uuml;ber den Mord an einer Journalistin werden s&auml;mtliche Signalw&ouml;rter aus der &ldquo;Verleumdungskiste&rdquo; gezogen und der Eindruck erweckt, es handele sich bei Darja Dugina und ihrem Vater Alexander Dugin um schlechte Menschen mit menschenverachtenden Ansichten handelt, denen das Schicksal nur zu Recht wiederfahren ist. Dies ist allerdings ein schlechter Stil, denn Mord bleibt Mord &ndash; egal, welche politischen Ansichten ein Mensch vertritt.\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Lateinamerika-Offensive der EU<\/strong><br>\nDie EU k&uuml;ndigt eine Einflussoffensive in Lateinamerika an. Eine f&uuml;hrende Rolle will Spanien &uuml;bernehmen und dazu seine EU-Ratspr&auml;sidentschaft im zweiten Halbjahr 2023 nutzen. Um erste Vorbereitungen f&uuml;r einen neuen EU-Lateinamerika-Gipfel zu treffen, ist Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez am Dienstag zu einer Reise in die Region aufgebrochen. Hintergrund ist der deutliche Einflussverlust der EU sowie Deutschlands in Lateinamerika, den deutsche Regierungsberater bereits im Juli angeprangert hatten. Ursache ist einerseits der rasante &ouml;konomische Aufstieg Chinas, das auf dem Subkontinent l&auml;ngst zum aktuell wichtigsten Wirtschaftspartner geworden ist, zugleich aber auch ein ignoranter Umgang sowohl der USA als auch der M&auml;chte Europas mit der Region; so ist die EU bis heute unf&auml;hig, ihren vor drei Jahren abschlie&szlig;end vereinbarten Freihandelsvertrag mit dem s&uuml;damerikanischen B&uuml;ndnis Mercosur zu ratifizieren. Ausl&ouml;ser f&uuml;r die neue Einflussoffensive ist insbesondere, dass die Staaten Lateinamerikas dem Westen im Machtkampf gegen Russland die Gefolgschaft verweigern und teils offene Kritik an der antirussischen Politik der westlichen M&auml;chte &uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9004\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tarifpolitik und Lohnentwicklung sind keine Rechen&uuml;bungen<\/strong><br>\nKritische Replik in den Nachdenkseiten am 15.08.2022 auf einen Text von Heiner Flassbeck. Er hat darauf eine Antwort verfasst, auf die ich wiederum geantwortet habe: Zu akademischen Wunschvorstellungen zur Lohnentwicklung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ralfkraemer.de\/tarifpolitik-und-lohnentwicklung-sind-keine-rechenuebungen\/\">Ralf Kr&auml;mer<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Politischer Filter&ldquo;, &bdquo;Klima der Angst&ldquo;: NDR-Redakteure erheben laut vertraulichem Untersuchungsbericht schwere Vorw&uuml;rfe gegen Senderleitung<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Enth&uuml;llungen von Business Insider zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) haben eine Debatte &uuml;ber ARD und ZDF entfacht. Dabei geht es auch um die Frage, ob der RBB ein Einzelfall ist.<\/li>\n<li>Bei den weiteren Recherchen sind wir nun auf interne Untersuchungsberichte des NDR gesto&szlig;en. Laut den Schilderungen des Redaktionsausschusses haben in der Vergangenheit neun Journalisten des Landesfunkhauses in Kiel Missst&auml;nde beim NDR angeprangert.<\/li>\n<li>Die Zeugen, die anonym bleiben wollen, sprechen von einem &bdquo;politischen Filter&ldquo; und einem &bdquo;Klima der Angst&ldquo; in der Redaktion. Berichterstattung werde teilweise verhindert und kritische Informationen heruntergespielt.<\/li>\n<li>Auf Anfrage erkl&auml;rt eine Sendersprecherin, dass der Intendant Joachim Knuth &uuml;ber die Vorg&auml;nge informiert war. Der NDR wies die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck und erkl&auml;rte den Vorgang zun&auml;chst f&uuml;r abgeschlossen, korrigierte dann aber sein Statement.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/politischer-filter-klima-der-angst-ndr-redakteure-erheben-laut-vertraulichem-untersuchungsbericht-schwere-vorwuerfe-gegen-senderleitung-a\/\">Business Insider<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie staatstragende Medien notwendige Diskussionen unm&ouml;glich machen: Hervorheben und ausblenden<\/strong><br>\nNachdem der Krieg in der Ukraine begonnen hatte, war es pl&ouml;tzlich klar, dass Waffenlieferungen in Kriegsgebiete Frieden schaffen und nicht Konflikte erst richtig anheizen. Dieser Tabubruch deutscher Au&szlig;enpolitik wurde von einer Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gebilligt &ndash; auch dank einer Dauerbeschallung durch &ouml;ffentlich-rechtliche und private Medienunternehmen. Dabei setzen die Nachrichtenmacher sogenanntes Framing ein. Dar&uuml;ber, was das ist und wie es funktioniert, sprach UZ mit Sabine Schiffer, Professorin an der Hochschule f&uuml;r Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Frankfurt am Main und Leiterin des Instituts f&uuml;r Medienverantwortung in Berlin.<br>\nUZ: Die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling definiert Framing knapp als &bdquo;seinen eigenen Blickwinkel auf die Welt kommunizieren&ldquo;. Also etwas, was zum Beispiel in einer Diskussion jeder macht. Wann wird Framing problematisch?<br>\nSabine Schiffer: Erst einmal muss man feststellen, man kann nicht nicht-framen. Wir verwenden eine gewachsene Sprache mit bestimmten Bedeutungen. Wenn man einen Sachverhalt beschreiben m&ouml;chte, dann muss man sich f&uuml;r ein Wort entscheiden. Wenn man ein anderes Wort nimmt, ergibt das schon eine andere Perspektive auf den Sachverhalt. Daneben gibt es ein ganz bewusstes und strategisches Framing, mit dem versucht wird, auf die &ouml;ffentliche Meinung Einfluss zu nehmen. Eine genaue Grenze zu ziehen zwischen den verschiedenen Framing-Prozessen ist sehr schwer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/hervorheben-und-ausblenden-171880\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Welch garstig Spiel &ndash; Wer auf steigende Preise hinweist, gilt schon als &ldquo;Staatsfeind&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Herbert Reul (CDU), den Innenminister von Nordrhein-Westfalen, ist klar, was im Herbst auf uns zukommt: Verschw&ouml;rungstheoretiker und Staatsfeinde kramen ihre gef&auml;hrlichen Narrative heraus, um wie die Rattenf&auml;nger die armen Menschen einzufangen, die darauf hereinfallen. Wir sollten uns von dieser Deutung nicht einsch&uuml;chtern lassen.<br>\nMit dieser Deutung steht Reul nicht allein da. Umso wichtiger, sich als B&uuml;rger davon nicht einsch&uuml;chtern zu lassen. Neuerdings stellt es eine Verschw&ouml;rungstheorie dar, wenn man auf die steigenden Preise hinweist. Und dar&uuml;ber hinaus verdeutlicht, dass diese Preissteigerungen nicht vom Himmel gefallen sind, sondern von der v&ouml;llig aus dem Ruder geratenen Bundesregierung verantwortet werden. Das ist insofern interessant, als die Benennung von Fakten nun also auch ins Reich der Theorien verschoben wurde.<br>\nDabei w&auml;re es doch eher eine Verschw&ouml;rungstheorie, wenn man sich Gedanken &uuml;ber die Ziele und die Beteiligten machen w&uuml;rde, die von dieser irrwitzigen Politik des Wirtschaftskrieges partout nicht abr&uuml;cken wollen. Man h&auml;tte einiges zu tun, und die Thesen, die solchen &Uuml;berlegungen entspringen k&ouml;nnten, w&uuml;rden &ndash; um es mit den Worten von Thomas de Maizi&egrave;re zu sagen &ndash; Teile der Bev&ouml;lkerung verunsichern. Lohnend w&auml;ren solche Verschw&ouml;rungstheorien allemal, denn folgt man dem gesunden Menschenverstand und bedenkt, dass die Politik doch eigentlich gew&auml;hlt wurde, um Schaden von der Bev&ouml;lkerung abzuwenden und deren Wohlstand zu mehren, ergibt deren zerst&ouml;rerisches Handeln noch viel weniger Sinn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/meinung\/146836-welch-garstig-spiel\/\">Tom J. Wellbrock auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses<\/strong><br>\nDie Deutschen m&uuml;ssen ja sehr unbeliebt sein bei den indianischen St&auml;mmen, nachdem was Karl May ihnen angedichtet hat. Sind sie aber gar nicht! Ganz im Gegenteil.<br>\nEs ist schon fast zwei Jahrzehnte her, als ich mit der amerikanischen Eisenbahn den Rio Pecos &uuml;berquerte. Es war Nachmittag, der Zug hatte Kansas City am Tag zuvor mit der &uuml;blichen Versp&auml;tung gegen Mitternacht verlassen, bei Sonnenaufgang Dodge City erreicht und rollte nun, nach einer langen Fahrt durch die rote steinerne W&uuml;ste, auf Albuquerque zu. Der Rio Pecos entspringt in den Bergen bei Santa Fe und flie&szlig;t nach S&uuml;dosten an der Reservation der Mescalero vorbei; hinter Roswell vereint er sich mit dem Rio Grande. Die Bahn kreuzt ihn bei Las Vegas (ein anderes Las Vegas).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/transatlantic-mediawatch\/begrabt-mein-hirn-an-der-biegung-des-flusses\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Einiges durcheinander<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Hier hat man bestenfalls wohl einiges durcheinander gebracht.<\/p>\n<p>&ldquo;Die Impfungen begrenzen die Pandemie weil die Geimpften bei Erkrankung dann eher zu Hause bleiben&ldquo;.<\/p>\n<p>&ldquo; Geimpfte scheiden h&auml;ufiger erst viel Virus aus nachdem sie Symptome haben&ldquo;.<a href=\"https:\/\/twitter.com\/Karl_Lauterbach?ref_src=twsrc%5Etfw\">@Karl_Lauterbach<\/a> <\/p>\n<p>Ohne Worte <a href=\"https:\/\/t.co\/kL5vqLFFcK\">https:\/\/t.co\/kL5vqLFFcK<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Klaus St&ouml;hr (@stohr_klaus) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/stohr_klaus\/status\/1562487872279969792?ref_src=twsrc%5Etfw\">August 24, 2022<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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