{"id":87315,"date":"2022-08-28T09:00:38","date_gmt":"2022-08-28T07:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315"},"modified":"2022-08-26T14:00:54","modified_gmt":"2022-08-26T12:00:54","slug":"hinweise-der-woche-271","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h01\">Der Kanzler, seine Gasumlage und die Milchm&auml;dchenrechnung mit der Mehrwertsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h02\">Die Fl&uuml;ssiggas-NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h03\">Pflugscharen zu Schwertern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h04\">So f&uuml;hren die USA in der Ukraine Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h05\">Zur deutschen Milit&auml;rpr&auml;senz in Mali: M&auml;rchenstunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h06\">So pl&uuml;ndert der &bdquo;amerikanische Tyrann&ldquo; die Dorfbewohner aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h07\">Wie das Unheil seinen Lauf nimmt: Der Westen und Russland und die Plage mit dem russischen Gas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h08\">Wirtschaftskrieg statt Klimapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h09\">Geschwaderbefehle und falsch verstandene Paragrafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87315#h10\">&bdquo;Politischer Filter&ldquo;, &bdquo;Klima der Angst&ldquo;: NDR-Redakteure erheben laut vertraulichem Untersuchungsbericht schwere Vorw&uuml;rfe gegen Senderleitung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Kanzler, seine Gasumlage und die Milchm&auml;dchenrechnung mit der Mehrwertsteuer<\/strong><br>\nErst Gasumlage, dann Senkung der Mehrwertsteuer: Das Wirrwarr h&auml;tten sich Olaf Scholz und seine Minister schenken k&ouml;nnen, meint unser Kolumnist Maurice H&ouml;fgen.<br>\nJa, es ist notwendig, Uniper und andere Gaseink&auml;ufer zu retten. Denn ohne Gas schmiert die Wirtschaft ab. Weil FDP-Finanzminister Christian Lindner aber die einfachste L&ouml;sung, n&auml;mlich die Gaseink&auml;ufer aus der Staatskasse zu retten, blockiert, stolpert die Ampel &uuml;ber ihre eigenen F&uuml;&szlig;e. Erst verk&uuml;ndet Wirtschaftsminister Habeck (Gr&uuml;ne) die Gasumlage. Alle Gaskunden m&uuml;ssen ab Oktober 2,4 Cent mehr pro Kilowattstunde zahlen &ndash; egal, welchen Vertrag sie haben. Auch Betriebe. Etwa der B&auml;cker, die W&auml;scherei, die Papierfabrik und auch der Stromversorger. 34 Milliarden soll die Umlage f&uuml;r die blanken Gasimporteure aufbringen. Rund zehn Milliarden kommen von den privaten Haushalten, 24 Milliarden von den Betrieben.<br>\nDann die Hiobsbotschaft von Lindner: Obendrauf kommt auch noch Mehrwertsteuer. So sieht es das EU-Recht vor. Lindner liefert noch eine PR-Show und fragt bei der EU-Kommission, ob sie keine Ausnahme machen k&ouml;nnten. Die Antwort lautet: Gesetz ist Gesetz, auch f&uuml;r Deutschland. Die Steuer macht die Umlage noch teurer. Das wusste Lindner schon vorher, wollte aber die Schuldkarte nach Br&uuml;ssel schicken. Am Donnerstag trat dann Kanzler Scholz f&uuml;r ein nicht mal zweimin&uuml;tiges Statement vor die Presse und verk&uuml;ndet: Solange es die Umlage gibt, soll die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent runter. &bdquo;Mit diesem Schritt entlasten wir die Gaskunden insgesamt deutlich st&auml;rker als die Mehrbelastung, die durch die Gasumlage entsteht&ldquo;, so der Kanzler. Aber stimmt das?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/der-kanzler-seine-gasumlage-und-mildmaedchenrechnung-mit-mehrwertsteuer-li.258159\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Deutschland hat auch zu hohen Gaspreisen beigetragen<\/strong><br>\nDass die Energiepreise in Deutschland so hoch sind, sei nicht nur die Schuld des Kremls, kommentiert Burkhard Ewert. Die deutsche Energiepolitik sei widerspr&uuml;chlich. Das zeige sich nun auch wieder bei der Gasumlage.<br>\nErst treibt neben dem Krieg auch politisches Handeln den Gaspreis in ungeahnte H&ouml;hen. Dann werden die B&uuml;rger entlastet, bevor einige, aber nicht alle, eine Umlage zahlen m&uuml;ssen, die zun&auml;chst besteuert wird, bevor daf&uuml;r eine Entlastung erfolgt.<br>\nNoch Fragen?<br>\nDie Gasumlage illustriert jedenfalls gleich mehrere Merkw&uuml;rdigkeiten der deutschen Energiepolitik.<br>\nDas beginnt damit, dass der Gaspreis auch deshalb so hoch ist, weil Berlin und Br&uuml;ssel dies so wollten. Manche L&auml;nder weigerten sich in Rubel zu zahlen. Sie werden nun via Deutschland versorgt. Das mag solidarisch sein. Es erkl&auml;rt aber einen Teil der Knappheit der Lieferungen.<br>\nZus&auml;tzliche Durchleitungsgeb&uuml;hren f&uuml;r russisches Gas zu zahlen, entspringt ebenfalls einem politischen Willen. Via Nord Stream 2 w&auml;re ein kosteng&uuml;nstigerer Gasbezug m&ouml;glich. Die Bundesregierung hat sich dagegen entschieden.<br>\nDas mag richtig sein, um dem Kreml keinen Triumph zu verschaffen. Und doch bleibt es eine westliche Entscheidung, Nord Stream 2 nicht zu wollen, und dar&uuml;ber hinaus auch zu wenig Gas vorab zu kalkulierten Preisen bestellt zu haben.<br>\nZur Erinnerung: Ginge es nach den Gr&uuml;nen und anderen Akteuren, l&auml;ge die Abnahme von Gas aus Russland am liebsten bereits bei null. Es wirkt ein bisschen widerspr&uuml;chlich, dies gewollt zu haben und im Herzen noch immer zu w&uuml;nschen und gleichzeitig eine mangelnde Bereitschaft Russlands zu beklagen, mehr zu liefern &ndash; zumal diese Lieferungen aus Russland durch eigene Sanktionen behindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gasumlage-energiepolitik-energiepreise-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Nichts zu sparen<\/strong><br>\nSparkassen: Mehrheit der Haushalte kommt an finanzielle Grenzen<br>\nDie Mehrheit der Bundesb&uuml;rger kommt nach Einsch&auml;tzung der Sparkassen wegen der hohen Inflation zunehmend an finanzielle Grenzen. &raquo;Wir rechnen damit, dass wegen der deutlichen Preissteigerung perspektivisch bis zu 60 Prozent der deutschen Haushalte ihre gesamten verf&uuml;gbaren Eink&uuml;nfte &ndash; oder mehr &ndash; monatlich f&uuml;r die reine Lebenshaltung werden einsetzen m&uuml;ssen&laquo;, sagte Helmut Schleweis, der Pr&auml;sident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), der Welt am Sonntag. Vor einem Jahr waren laut Sparkassen-Verm&ouml;gensbarometer lediglich 15 Prozent nicht in der Lage, Geld zur&uuml;ckzulegen.<br>\nAuch Volks- und Raiffeisenbanken beobachten einen geringeren Spielraum der Kunden. &raquo;Die hohe Inflation entzieht den Verbrauchern Kaufkraft, dadurch sinkt die Sparf&auml;higkeit&laquo;, sagte der Vorstand des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Andreas Martin, der Zeitung. Noch zehren viele von Ersparnissen, die sich w&auml;hrend der Coronazeit wegen fehlender Konsumm&ouml;glichkeiten angesammelt h&auml;tten. &raquo;Der Spitzenwert der Sparquote lag bei rund 16 Prozent im Jahr 2020, f&uuml;r 2022 erwarten wir eine R&uuml;ckkehr auf das Vorkrisenniveau von elf Prozent&laquo;, sagte Martin.<br>\nBei den Sparkassen rechnet man insbesondere im Herbst und Winter mit einer deutlichen Versch&auml;rfung der Situation, gerade bei Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Die angespannte Lage zeigt sich laut DSGV bereits bei der &Uuml;berziehung des Girokontos. Wer den sogenannten Dispositionskredit nutze, um kurzfristige Engp&auml;sse zu &uuml;berbr&uuml;cken, der sch&ouml;pfe den Rahmen im Durchschnitt inzwischen &raquo;deutlich weiter aus&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/433002.inflation-nichts-zu-sparen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Fl&uuml;ssiggas-NATO<\/strong><br>\nDie EU wird ihr Erdgas k&uuml;nftig weitestgehend aus NATO-Staaten beziehen. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung des Verbandes Zukunft Gas und des Energiewissenschaftlichen Instituts an der Universit&auml;t K&ouml;ln hervor. Demnach wird die Union im Jahr 2030 mehr Gas aus den USA exportieren als bis zum vergangenen Jahr aus Russland. Lieferant Nummer zwei bleibt mit deutlichem Abstand Norwegen. Damit entsteht ein transatlantischer Energieblock, der bei seiner Gasversorgung im Falle eskalierender Kriege keinerlei R&uuml;cksichten mehr auf Drittstaaten nehmen muss. Eventuelle Fl&uuml;ssiggaslieferungen aus dem NATO-Staat Kanada wurden bei dem gestern zu Ende gegangenen Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz sowie Wirtschaftsminister Robert Habeck in Montr&eacute;al sowie in Toronto diskutiert. Kanada exportiert bislang noch kein Fl&uuml;ssiggas, nicht zuletzt aufgrund des Widerstands von Klimaaktivisten und Organisationen der First Nations. Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges dringt Berlin darauf, Ottawa solle alle Widerst&auml;nde &uuml;berwinden und erste Exportterminals an der kanadischen Ostk&uuml;ste bauen. Die Bundesregierung hat konkrete Projekte im Visier. [&hellip;]<br>\nDie deutschen Bem&uuml;hungen um kanadisches Fl&uuml;ssiggas werden aktuell von der Ukraine unterst&uuml;tzt. Dies betrifft ein LNG-Projekt bei Saguenay, einer Stadt in der Provinz Qu&eacute;bec einige hundert Kilometer nord&ouml;stlich von Montr&eacute;al. Dort will die kanadische Firma Symbio f&uuml;r mehr als zehn Milliarden Euro eine Verfl&uuml;ssigungsanlage und ein Exportterminal errichten; das ben&ouml;tigte Erdgas soll &uuml;ber eine 780 Kilometer lange Pipeline aus dem Westen des Landes herangef&uuml;hrt werden. Das Projekt ist schon im vergangenen Jahr von der Provinzregierung in Montr&eacute;al abgelehnt worden, nicht zuletzt aufgrund der bef&uuml;rchteten Umweltsch&auml;den sowie aufgrund des entschlossenen Widerstandes von Organisationen der First Nations, der indigenen Bev&ouml;lkerung Kanadas. In diesem Fr&uuml;hjahr hat Symbio seine Pl&auml;ne f&uuml;r Saguenay wieder aufgenommen &ndash; dies mit R&uuml;ckendeckung aus Berlin. Zudem hat das Unternehmen eine Absichtserkl&auml;rung mit dem ukrainischen &Ouml;l- und Gaskonzern Naftogaz &uuml;ber die Lieferung kanadischen Fl&uuml;ssiggases an die Ukraine geschlossen. Der Schritt ist nicht zuletzt innenpolitisch motiviert: Er soll den Druck der ukrainischst&auml;mmigen Community in Kanada auf die Regierung erh&ouml;hen. Die Community geht zum guten Teil auf die Flucht von Anh&auml;ngern des NS-Kollaborateurs Stepan Bandera am Ende des Zweiten Weltkriegs zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9002\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pflugscharen zu Schwertern<\/strong><br>\nPl&ouml;tzlich sind Haubitzen, Panzer, Raketenwerfer, Kampfjets die Dinge, die Frieden schaffen. Gro&szlig; ist die neue Lust auf schweres Milit&auml;rger&auml;t und die Begeisterung f&uuml;r Pulverdampf und Stahlgewitter. Wie konnte es blo&szlig; so weit kommen?<br>\nKurz nach dem Zweiten Weltkrieg, nach Auschwitz und staatlichem Morden in unfassbarer Dimension, sagte der noch heute vor allem im S&uuml;den der Republik hochverehrte Politiker Franz Josef Strau&szlig;: die Hand solle dem Deutschen abfallen, der noch einmal ein Gewehr in die Hand nehme.<br>\nEs mag gestrig klingen, aber es ist gerade in diesen Tagen notwendig, sich an jene Zeit zu erinnern, damit man versteht, welch weiten Weg die Deutschen, vor allem ihre Regierenden in Berlin, seither zur&uuml;ckgelegt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/pflugscharen-zu-schwertern\/\">Arno Luik, Overton Magazin <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>So f&uuml;hren die USA in der Ukraine Krieg<\/strong><br>\nDas US-amerikanische Verteidigungsministerium informierte am 19. August &uuml;ber den Umfang der neusten US-Milit&auml;rhilfe an die Ukraine. Der Wert der jetzt zus&auml;tzlich bewilligten Waffen- und Munitionslieferungen bel&auml;uft sich auf rund 730 Millionen US-Dollars. Es ist das 19. Unterst&uuml;tzungspaket der USA seit dem Amtsantritt von Pr&auml;sident Joe Biden. Der Gesamtwert der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Ukraine seit Joe Bidens Amtsantritt bel&auml;uft sich auf 10,6 Milliarden US-Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/so-fuehren-die-usa-in-der-ukraine-krieg\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zur deutschen Milit&auml;rpr&auml;senz in Mali: M&auml;rchenstunde<\/strong><br>\nIn Schimpf und Schande mussten die Truppen Frankreichs nach fast zehn Jahren Kriegseinsatz aus Mali abziehen. Die Milit&auml;rregierung in Bamako hat sich jede weitere Einmischung der ehemaligen Kolonialmacht verbeten und reagiert auch auf die Deutschen zunehmend reserviert. Die als &bdquo;Antiterroreinsatz&ldquo; gegen islamistische Milizen gestartete Milit&auml;rintervention &bdquo;Barkhane&ldquo; hat den islamistischen Terror erst richtig befeuert und dem westafrikanischen Land nicht Sicherheit, sondern Chaos gebracht. Mittlerweile hat sich Mali an den UN-Sicherheitsrat gewandt und Frankreich die wiederholte Verletzung des malischen Luftraums vorgeworfen sowie die Lieferung von Waffen an islamistische K&auml;mpfer. Ziel Frankreichs sei, hei&szlig;t es in einem Schreiben des malischen Au&szlig;enministers, &bdquo;Informationen f&uuml;r terroristische Gruppen zu sammeln, die in der Sahelzone agieren, und ihnen Waffen und Munition zukommen zu lassen&ldquo;.<br>\nAuf die schweren Vorw&uuml;rfe ihres Amtskollegen in Bamako ging die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock nicht ein, als sie beim &bdquo;Tag der offenen T&uuml;r der Bundesregierung&ldquo; die Notwendigkeit einer weiteren deutschen Milit&auml;rpr&auml;senz in Mali betonte. Auch wenn die deutschen Soldaten den malischen Beh&ouml;rden offenbar zunehmend als Besatzer gelten, sollen sie die Stellung halten und anstelle der Franzosen Flagge zeigen. Baerbock setzte die G&auml;ste im Au&szlig;enamt in die Raum-Zeit-Maschine, als sie allen Ernstes ein altbekanntes M&auml;rchen vom Bundeswehreinsatz in Afghanistan erz&auml;hlte: &bdquo;(&hellip;) ich m&ouml;chte eigentlich in Mali bleiben. Weil das ist eine Mission, die garantiert, dass zivile Hilfe, dass Entwicklungshilfe &uuml;berhaupt stattfinden kann. (&hellip;) Wenn wir da einfach abziehen w&uuml;rden, dann k&ouml;nnen wir ganz viele dieser Projekte &ndash; das sind Wasserprojekte, das sind Dorfgemeinschaftsprojekte &ndash; (&hellip;) nicht mehr umsetzen. Und ich habe einfach gro&szlig;e Sorge, wir lassen da Hunderttausende von Menschen wirklich im Stich.&ldquo;<br>\nBaerbocks M&auml;rchenstunde ist umso dreister, da die Bundeswehr sich in ihrem Lager in Gao eingeigelt hat und Entwicklungsorganisationen auch in den Gebieten t&auml;tig sind, die nicht von der malischen Zentralregierung kontrolliert werden. Nach 20 Jahren Krieg in Afghanistan Bundeswehrsoldaten noch einmal als Brunnenbohrer verkaufen zu wollen, so dreist k&ouml;nnen nur die verwelkten Gr&uuml;nen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/maerchenstunde-171894\/\">Sevim Dagdelen in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>So pl&uuml;ndert der &bdquo;amerikanische Tyrann&ldquo; die Dorfbewohner aus<\/strong><br>\nEs gibt ein Dorf, in dem der reichste Dorftyrann nicht nur in die H&auml;user der Armen einbricht, sondern auch ihren Besitz stehlt. Das Dorf hei&szlig;t Global Village und der Dorftyrann hei&szlig;t Amerika.<br>\nEines Tages, Mitte August, kamen amerikanische Soldaten erneut in die &Ouml;lfelder im Nordosten Syriens. Sie fuhren Dutzende von Tankwagen mit gestohlenem &Ouml;l ab und transportierten es &uuml;ber illegale Grenz&uuml;berg&auml;nge zu US-St&uuml;tzpunkten im Irak. Dies ist das sechste Mal seit August, dass die US-Truppen &Ouml;l gestohlen haben.<br>\nAuf den Stra&szlig;en von Damaskus, der syrischen Hauptstadt, stehen die Menschen stundenlang oder sogar einen ganzen Tag lang in der hei&szlig;en Sonne Schlange, um eine begrenzte Menge an Benzin zu bekommen. Nach offiziellen syrischen Angaben fielen 2021 mehr als 80 Prozent des syrischen &Ouml;ls in die H&auml;nde der USA. Da der &Ouml;ldiebstahl durch das US-Milit&auml;r immer mehr zunimmt, ist der Benzinpreis in Syrien seit dem 7. August dieses Jahres um rund 127 Prozent gestiegen.<br>\nIn Syrien hat die schwarze Hand des US-Milit&auml;rs auch nach dem Weizen, dem R&uuml;ckgrat der Landwirtschaft des Landes, gegriffen. Syrien war fr&uuml;her ein Exporteur von Nahrungsmitteln. Von einer durchschnittlichen Jahresproduktion von fast 5 Millionen Tonnen Weizen wurden etwa 2 Millionen Tonnen pro Jahr exportiert. Doch durch die Invasion des US-Milit&auml;rs, das die nationalen Ressourcen Syriens pl&uuml;ndert und brandschatzt, leben 90 Prozent der syrischen Bev&ouml;lkerung unterhalb der Armutsgrenze, und zig Millionen Menschen sind auf der Flucht. Das Weltern&auml;hrungsprogramm sch&auml;tzt, dass derzeit etwa 12,4 Millionen Menschen in Syrien unterern&auml;hrt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/08\/19\/ARTI5bo0uLScsE3POXQcscsR220819.shtml?spm=C62907.PKH5hXk2JxD7.E44ueOOObwqq.2\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie das Unheil seinen Lauf nimmt: Der Westen und Russland und die Plage mit dem russischen Gas<\/strong><br>\n&ldquo;Give us Gazprom and we will say that you are a democratic country&rdquo;<br>\n(Gebt uns Gazprom und wir werden sagen, ihr w&auml;rt ein demokratisches Land)<br>\nDiesen ironischen Satz des russischen Politologen Markow, aus dem Jahr 2006 mit dem er auf Unstimmigkeiten in der US-Au&szlig;enpolitik gegen&uuml;ber Russland verglichen mit Kasachstan hinwies,  stellte der Friedensforscher Hans-Joachim Spanger 2008 an den Anfang seiner Analyse zur Lage in den amerikanisch-russischen Beziehungen.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_downloads\/prif82.pdf.pdf\">hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_downloads\/prif82.pdf.pdf<\/a><br>\nF&uuml;r Spanger waren die USA-Russland-Beziehungen 2006 wieder auf dem Kalten Kriegs-Niveau angekommen. Der Bush-Administration bescheinigt er eine &bdquo;b&ouml;swillige Ignoranz&ldquo; Russlands. Die demokratischen Defizite in Russland dienten daf&uuml;r nur als Vorwand:<br>\n&ldquo;The most obvious constant feature in the Bush administration, in contrast<br>\nto Clinton&rsquo;s, is the malign neglect of Russia. It initially appeared to be unnecessary to pay Russia an excessive amount of attention, due to the persistent weaknesses it had from the 1990s, whereas in the wake of its growing weight its democratic shortcomings were put forward as justification.&rdquo;<br>\nLaut Spranger gab es nicht nur Wortgefechte, sondern zunehmend eine Diskrepanz in den realen au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Interessen beider Staaten.<br>\nBurns, der heutige Direktor der CIA, best&auml;tigte sp&auml;ter in seinem Erfahrungbuch, dass die USA niemals gewillt waren, Russland als Partner auf Augenh&ouml;he zu akzeptieren, allenfalls als &bdquo;Juniorpartner&ldquo;, der sich US-Vorgaben f&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/chronik-der-unvernunft-wie-das-unheil\">Petra Erler<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirtschaftskrieg statt Klimapolitik<\/strong><br>\nDie von der Regierung beschworene &bdquo;Energiewende&ldquo; ist keine. Ob der daf&uuml;r geforderte Verzicht auf lange Sicht mit Akzeptanz rechnen kann, wird sich erst zeigen. In einer Klassengesellschaft mit einigen Prozent Reichen und Superreichen m&uuml;ssten die von der Regierung angek&uuml;ndigten Ma&szlig;nahmen eigentlich von den &bdquo;kleinen Leuten&ldquo; als Zumutung empfunden werden. Wahrscheinlich ist, dass man sich gezwungenerma&szlig;en f&uuml;gt. Nur der Kampf gegen das B&ouml;se scheint jetzt bei manchen die Bereitschaft zum Verzicht zu wecken. Ob sie sich &uuml;ber die Tragweite des Verzichts auf russisches Gas im Klaren sind, muss sich erst zeigen. Der &bdquo;Weg in die Postwachstums&ouml;konomie&ldquo; (Paech) ist damit jedenfalls noch nicht beschritten. Haltungs&auml;nderungen sind kaum zu erwarten. Der Energieverbrauch mag etwas zur&uuml;ckgehen. Aber von List der Vernunft im Sinn einer &ouml;kologischen Reform kann nicht die Rede sein. Fossile Energie bleibt weiter das Lebenselixier des Systems.<br>\nEs k&ouml;nnte allerdings sein, dass der vom transatlantischen B&uuml;ndnis angezettelte Wirtschaftskrieg zu einer Wirtschaftskrise solchen Ausma&szlig;es f&uuml;hrt, dass trotz boomender R&uuml;stungsindustrie das Wachstum gegen Null tendiert. Die Masse der Verbraucher wird sich dann gezwungenerma&szlig;en einschr&auml;nken m&uuml;ssen. Aber auch dann ist zweifelhaft, ob damit ein Lernprozess eingeleitet w&uuml;rde.<br>\nDie un&uuml;bersehbaren Warnsignale der Natur nutzen und zum Energiesparen aufrufen, langfristig auf erneuerbare Energietr&auml;ger umsteigen, den Wasserverbrauch durch Verhaltens&auml;nderungen und technische L&ouml;sungen senken und eine radikale Verkehrswende einleiten &ndash; das w&auml;re eine situationsad&auml;quate Agenda. Eine konsequente Klimapolitik m&uuml;sste irgendwann ans Eingemachte gehen. Wie soll eine nachhaltige Energiewende zum Beispiel mit Energieversorgern in der Hand privater Anleger durchsetzbar sein? Eine konsequente Klimapolitik kann im &Uuml;brigen nur vertrauensvoller internationaler Zusammenarbeit gelingen. Die aktuellen Kriege machen eine solche Kooperation unm&ouml;glich, besonders der offenbar vom transatlantischen B&uuml;ndnis auf den Endsieg programmierte Krieg in der Ukraine. Zu bef&uuml;rchten ist eine Versch&auml;rfung der Wirtschaftskrise durch die Klimakrise und umgekehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/globales\/umwelt\/wirtschaftskrieg-statt-klimapolitik\/\">Hintergrund<\/a>\n<p>dazu: <strong>Warum die Klimakrise keine technische Herausforderung ist<\/strong><br>\nIn der politischen und medialen Debatte zur Klimakrise geht es meist um eine technologische Modernisierung, also das L&ouml;sen klima- und gesellschaftspolitischer Herausforderungen mittels Technologie. Ihr Versprechen: ein einfacher Kampf gegen die Klimakrise durch m&ouml;glichst wenig Ver&auml;nderung. Der Hintergrund ist, dass viele denken, CO2-Aussto&szlig; sei ein ausschlie&szlig;lich technologisch bedingtes Problem, f&uuml;r das es auch eine technologische L&ouml;sung geben muss. Sie hoffen, dass Digitalisierung und gr&uuml;ne Technologien Hand in Hand gehen werden und das Wachstum vom materiellen Ressourcendurchfluss entkoppeln. Mit einer einfachen Kosten-Nutzen-Rechnung k&ouml;nnte der Staat dann die notwendigen technologischen Entwicklungen f&ouml;rdern. Das ist jedoch ein sehr einseitig technisch-&ouml;konomischer Blick auf die Klimakrise. Er versperrt die Sicht auf die soziale Basis wirtschaftlicher Aktivit&auml;ten und die komplexen Zusammenh&auml;nge zwischen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Aus einer solch verengten Perspektive abgeleitete wirtschaftspolitische Strategien und Ma&szlig;nahmen greifen daher zwangsl&auml;ufig zu kurz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/soziooekonomische-dimension-der-klimakrise\/%20\">A&amp;W blog<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die Spaltung zwischen Klima- und Friedensbewegung muss &uuml;berwunden werden!<\/strong><br>\nAuch aus der Umweltbewegung wird ein Gasembargo gegen Russland gefordert. Mit US-Gas aus Fracking ist man gn&auml;diger. Das schreit nach einer Debatte.<br>\nBei vielen Aktionen der &Ouml;kologiebewegung erleben Aktive der Friedensbewegung derzeit Gegenwind von Klimaaktivisten: Sie sprechen sich f&uuml;r ein Gasembargo gegen Russland aus, weil der Aggressor Wladimir Putin mit Druck zu einem Ende des Krieges gezwungen werden soll. (&hellip;)<br>\nDie sozialen Verwerfungen aufgrund der Energiepreisexplosion bleiben hier ausgeblendet. Es geht im Fridays-for-Future-Zitat nicht um den Ausstieg aus der Erdgaswirtschaft, sondern um den aus russischem Gas.<br>\nDas f&uuml;hrt zu einem klassischen Fehlschluss, wenn nicht dazugesagt wird, dass Fracking-Gas aus den USA mit minus 163 Grad Celsius Minus &uuml;ber die Weltmeere geschifft wird und wie umweltsch&auml;dlich Gewinnung und Transport sind.<br>\nKein Wort auch dar&uuml;ber, dass die vom b&uuml;ndnisgr&uuml;nen Vizekanzler Robert Habeck einbezogenen neuen Gaslieferanten in der Golfregion wie Katar den Jemen-Krieg befeuern, den die UNO als die schwerste humanit&auml;re Krise weltweit bezeichnet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Spaltung-zwischen-Klima-und-Friedensbewegung-muss-ueberwunden-werden-7240719.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geschwaderbefehle und falsch verstandene Paragrafen<\/strong><br>\nDie Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums hat mitgeteilt, die offenkundige Abweichung von der an sich im Gesetz festgelegten Maskenpflicht beruhe auf der &bdquo;Eigenvollzugskompetenz&ldquo; der Bundeswehr. [&hellip;]<br>\nEs handelt sich bei diesen Vorschriften um reine Zust&auml;ndigkeitsnormen. Diese legen fest, wer das Gesetz umsetzt und seine Einhaltung &uuml;berwacht. Diese Vorschriften enthalten keine Erm&auml;chtigung, das Gesetz inhaltlich umzudeuten.<br>\nSomit bleibt es dabei, dass die Aufweichung der Maskenpflicht im Regierungsflieger ohne Rechtsgrundlage erfolgte; der omin&ouml;se &sect; 54a IfSG ist jedenfalls keine. F&uuml;r eine inhaltliche Abweichung von der Maskenpflicht bedarf es nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes einer Rechtsverordnung. Ich will keinem General zu nahe treten, &bdquo;Geschwaderbefehl&ldquo; klingt immens wichtig, aber er ist und bleibt keine Rechtsverordnung. Die k&ouml;nnte allenfalls aus dem Verteidigungsministerium kommen, wurde aber bislang offenbar nicht aufgefunden.<br>\nUnabh&auml;ngig davon, dass bislang niemand den Geschwaderbefehl inhaltlich kennt, ist er juristisch nicht relevant. Er kann die gesetzlich vorgeschriebene Maskenpflicht nicht aushebeln. Der st&auml;ndig hinzugef&uuml;gte Hinweis, aber es ist ja ein PCR-Test vorgelegt worden, ist f&uuml;r die Bewertung des Ansteckungsrisikos im Regierungsflieger sicher relevant. Rechtlich gesehen ist das aber eine Nebelkerze. Kein Bahnschaffner l&auml;sst dich derzeit ohne Maske im Zug, selbst wenn dein notariell beglaubigtes PCR-Testergebnis gerade mal 25 Minuten alt ist. Der Schaffner h&auml;lt sich unabh&auml;ngig von seiner eigenen Meinung ans Gesetz, wenn er dich aufschreibt und rauswirft. Und damit handelt er juristisch gesehen richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lawblog.de\/archives\/2022\/08\/24\/eigenvollzugskompetenz\/\">law blog<\/a>\n<p>dazu: <strong>Heuchelei und Rechtsbruch von Scholz und Habeck: Ein Regierungsflieger voller Maskenloser<\/strong><br>\nEs ist der Supergau f&uuml;r die Verfechter einer ab Oktober sogar noch erweiterten Maskenpflicht gegen das nur noch in Deutschland gef&auml;hrlich grassierende Kartoffelvirus. In der ARD war ein Video vom Flug von Bundeskanzler Scholz und Vize-Habeck nach Kanada zu sehen, auf dem Habeck und rund 80 Mitarbeiter und Journalisten zu sehen sind. Niemand tr&auml;gt Maske, obwohl das Infektionsschutzgesetz das in Flugzeugen vorschreibt.<br>\nNachdem die sozialen Medien am 22. August von emp&ouml;rten Posts &uuml;berquollen, berichteten am 23. August auch die etablierten Medien, alle mit der unhinterfragten und nicht n&auml;her belegten Behauptung der Regierung:<br>\n&bdquo;Auf den Fl&uuml;gen der Luftwaffe gibt es keine Maskenpflicht. Alle Teilnehmer der Reise m&uuml;ssen vor Antritt einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Damit ist ein hohes Schutzniveau gew&auml;hrleistet&ldquo;<br>\nDie PCR-Tests sind nur relevant, wenn der erste Teil der Behauptung stimmt, dass es auf Fl&uuml;gen der Luftwaffe keine Maskenpflicht gibt. Man kann sich n&auml;mlich mit PCR-Tests nicht von der Maskenpflicht freitesten, wie die Lufthansa &ouml;ffentlich verk&uuml;ndete.<br>\nDie Maskenpflicht in Flugzeugen ist im &sect;28b Infektionsschutzgesetz geregelt. [&hellip;]<br>\nEine Sprecherin des Verteidigungsministeriums wird zitiert mit der Aussage, die Regelung im Infektionsschutzgesetz gelte nur &bdquo;f&uuml;r kommerzielle Anbieter im Luftverkehr und den &ouml;ffentlichen Personenfernverkehr, einschlie&szlig;lich des Luftverkehrs.&ldquo; Beides treffe f&uuml;r die Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums nicht zu.<br>\nDas ist eine Auslegung von &sect;28b Infektionsschutzgesetz, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Dort steht nichts von &bdquo;kommerziell&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/regierungsflug-ohne-masken\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Scholz spricht von &bdquo;klaren Regeln&ldquo; f&uuml;r Regierungsfl&uuml;ge<\/strong><br>\nBundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der Kritik an einem Flug mit Passagieren ohne Corona-Masken auf &bdquo;klare Regeln&ldquo; f&uuml;r Regierungsfl&uuml;ge verwiesen. Bei einer Pressekonferenz in Neufundland betonte Scholz am Dienstag (Ortszeit), man habe &bdquo;eindeutige Vorschriften, was die Flugbereitschaft&ldquo; betreffe. Der Kanzler &auml;u&szlig;erte sich auch mit Blick auf eine bevorstehende Kabinettssitzung unter anderem zum Infektionsschutzgesetz am Mittwoch in Berlin: Er sei froh &uuml;ber die sehr intensive und sehr rechtzeitige Vorbereitung der notwendigen Gesetzgebung, damit im Herbst die richtigen Entscheidungen getroffen werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article240646145\/Flug-ohne-Masken-Scholz-spricht-von-klaren-Regeln-fuer-Regierungsfluege.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> An dieser Posse ist Vieles erstaunlich. Zum einen, dass der Bundeskanzler auf Auslandsreise Fragen zu einem Infektionsschutz beantworten muss, der nur noch in Deutschland eine besondere Relevanz zu haben scheint. Zum anderen beansprucht die Bundesregierung, nachdem sie ertappt worden ist, wie sie sich &uuml;ber geltende Gesetze hinwegsetzt, einfach Sonderrechte, die, falls es sie tats&auml;chlich geben sollte, schon mit Blick auf die immer wieder betonte Hervorhebung des Infektionsschutzes f&uuml;r die normale Bev&ouml;lkerung sehr fragw&uuml;rdig sind. <\/em><\/p>\n<p>und: <strong>R&uuml;ckflug von Kanada: Keine PCR-Tests, keine Maskenpflicht<\/strong><br>\nAuf dem Hinflug sei wegen der PCR-Tests &bdquo;ein hohes Schutzniveau gew&auml;hrleistet&ldquo; gewesen. Auf dem R&uuml;ckflug waren weder PCR-Tests noch Masken vorgeschrieben.<br>\nOlaf Scholz und Robert Habeck verteidigen die Sonderregelungen f&uuml;r ihre Fl&uuml;ge ohne Maske auch weiterhin. Ein Regierungssprecher hatte Kritikern der Sonderregelung im Regierungsflieger gesagt: &bdquo;Alle Teilnehmer der Reise m&uuml;ssen vor Antritt einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Damit ist ein hohes Schutzniveau gew&auml;hrleistet.&ldquo; Auch auf dem R&uuml;ckflug von Kanada nach Berlin durften Scholz und Habeck nach offiziellen Angaben selbst entscheiden, ob sie freiwillig eine Maske anlegen oder nicht. Anders als beim Hinflug musste aber kein aktueller PCR-Test mehr vorgelegt werden. Das r&auml;umte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch auf Nachfrage ein.<br>\nIn der Bundespressekonferenz wurde Steffen Hebestreit laut Protokoll gefragt: &bdquo;Herr Hebestreit, Sie oder ein Sprecher der Bundesregierung meinte, dass es ein hohes Schutzniveau gegeben habe, weil alle Personen an Bord der Maschine einen aktuellen negativen PCR-Test h&auml;tten vorweisen m&uuml;ssen. Es gab ja mehrere Fl&uuml;ge. Man ist ja nicht nur von Berlin nach Kanada geflogen, sondern dann noch einmal weiter und noch einmal weiter und dann wieder zur&uuml;ck. Das hei&szlig;t, dass jede Person mehrere PCR-Tests vorweisen musste. Korrekt?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/olaf-scholz-robert-habeck-rueckflug-von-kanada-keine-pcr-tests-keine-maskenpflicht-regierungsflieger-luftwaffe-steffen-hebestreit-li.259909\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Politischer Filter&ldquo;, &bdquo;Klima der Angst&ldquo;: NDR-Redakteure erheben laut vertraulichem Untersuchungsbericht schwere Vorw&uuml;rfe gegen Senderleitung<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Enth&uuml;llungen von Business Insider zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) haben eine Debatte &uuml;ber ARD und ZDF entfacht. Dabei geht es auch um die Frage, ob der RBB ein Einzelfall ist.<\/li>\n<li>Bei den weiteren Recherchen sind wir nun auf interne Untersuchungsberichte des NDR gesto&szlig;en. Laut den Schilderungen des Redaktionsausschusses haben in der Vergangenheit neun Journalisten des Landesfunkhauses in Kiel Missst&auml;nde beim NDR angeprangert.<\/li>\n<li>Die Zeugen, die anonym bleiben wollen, sprechen von einem &bdquo;politischen Filter&ldquo; und einem &bdquo;Klima der Angst&ldquo; in der Redaktion. Berichterstattung werde teilweise verhindert und kritische Informationen heruntergespielt.<\/li>\n<li>Auf Anfrage erkl&auml;rt eine Sendersprecherin, dass der Intendant Joachim Knuth &uuml;ber die Vorg&auml;nge informiert war. Der NDR wies die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck und erkl&auml;rte den Vorgang zun&auml;chst f&uuml;r abgeschlossen, korrigierte dann aber sein Statement.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/politischer-filter-klima-der-angst-ndr-redakteure-erheben-laut-vertraulichem-untersuchungsbericht-schwere-vorwuerfe-gegen-senderleitung-a\/\">Business Insider<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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