{"id":87357,"date":"2022-08-29T09:48:41","date_gmt":"2022-08-29T07:48:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87357"},"modified":"2022-08-30T13:31:14","modified_gmt":"2022-08-30T11:31:14","slug":"das-schaufenster-einer-nation-im-sommer-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87357","title":{"rendered":"Das Schaufenster einer Nation im Sommer 2022"},"content":{"rendered":"<p>Vor einem Jahr stand <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75524\">in einem NachDenkSeiten-Artikel<\/a> unter dieser &Uuml;berschrift: Ein sch&ouml;nes Wort: Schaufenster. Als Metapher eine ganze Gesellschaft widerzuspiegeln, ist es wohl eine Nummer zu gro&szlig;, gut. Allein den Begriff &bdquo;Berlin &ndash; Schaufenster einer Nation&ldquo; einmal herzunehmen, um sich via Rundg&auml;nge durch die Metropole und der Lekt&uuml;re von Medien der Hauptstadt dieses &bdquo;Fenster&ldquo; anzuschauen, um sich ein Bild zu machen, regt dennoch zum Nachdenken an. Berlin in diesen Wochen und Monaten gesellschaftlich negativ &uuml;berbordender Energiefl&uuml;sse anzusehen, hat f&uuml;r den Beobachter viel zum Nachdenken zutage gebracht. &Uuml;ber Berlin, das Land, die Menschen. In diesem Sommer 2022 unternahm ich eine weitere Tour durch unsere Hauptstadt, diesmal mit fotografischen Momentaufnahmen. Von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIch habe einen Koffer in Berlin, die fotografischen und die zu Papier gebrachten Eindr&uuml;cke sind Momentaufnahmen, die in der K&uuml;rze zweier Woche entstanden. Ich bin innig der Stadt verbunden. Menschen dieser Stadt sind mir bekannt, befreundet, verwandt, einige Kieze kenne ich beinahe wie meine Westentasche. Die Medien der Hauptstadt &bdquo;studiere&ldquo; ich aufmerksam. Will sagen, es ist nicht nur der Moment, ich bin nah an der Stadt. Und: ich liebe diese Stadt, trotz allem. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_01_titelfoto-nds-artikel-berlin-22.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_01_titelfoto-nds-artikel-berlin-22.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Von wegen Mietendeckel<\/strong><\/p><p>Die Kurf&uuml;rstenstra&szlig;e ist fertig. Also die Neubauten, die schicken Wohnungen f&uuml;r ordentlich viel Geld. Doch das Leben ist nicht perfekt. Denn derweil drehen Frauen, die ihren K&ouml;rper feilbieten, unter den Balkonen der neuen Neu-Kurf&uuml;rstenstra&szlig;en-Anrainer weiter ihre Runden, wie lange vor dem Neubau. Das Angebot im funkelnagelneuen Supermarkt an selbiger Stra&szlig;e ist schlicht sehr gut sortiert. Die neueste Trendlimonade mit Salbeigeschmack inklusive. Berlin zeigt sich chic, grob, direkt. Viele Leute suchen eine Wohnung, sie locken nun gar mit &bdquo;Pr&auml;mien&ldquo;.  <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_02_wohnungspraemie.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_02_wohnungspraemie.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Regierungsviertel &ndash; tr&uuml;gerischer Ort der Eintracht<\/strong><\/p><p>Mitten im August &ouml;ffneten die Ministerien der Bundesregierung ihre T&uuml;ren, in gro&szlig;e Geb&auml;ude der Wichtigkeit str&ouml;mten B&uuml;rger, h&ouml;rten und schauten sich um in den R&auml;umen der Macht und der wichtigen, &uuml;berlegten, dem Volke verbundenen Entscheidungen. An der Au&szlig;enwand des Finanzministeriums warb ein Riesenplakat, sicher nicht billig, mit einem gro&szlig;en Portr&auml;t von Finanzchef Lindner auch f&uuml;r eine Visite. Nebenbei: So perfekt mit Fotoshop sch&ouml;n aufgeh&uuml;bscht gab es noch nie einen Politiker (m&auml;nnlich) zu sehen. Und die Tagesthemen jubelten, weil so ein Ansturm in die Zentren der Macht erfolgte und die einfachen B&uuml;rger so viel von den Politikern wissen wollten. Klar, es gab ja auch viel zu besprechen, das ist so in der Demokratie. Alle gingen froh nach Hause und dann am Montag ging alles weiter wie bisher. Sch&ouml;n, bei diesen Schauveranstaltungen der Politik gibt es vor allem: Prospekte, Kugelschreiber, Infomaterial und viel Optimismus. L&auml;uft. Ab September gelten dann Verbote wegen Gassparens. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_03_rettun-sanker-bundesreg.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_03_rettun-sanker-bundesreg.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Stra&szlig;en, Br&uuml;cken, aussortierte Menschen, das Leben geht weiter<\/strong><\/p><p>In einem Park in Sch&ouml;neberg genie&szlig;en junge, jung gebliebene und alte Menschen die Mittagszeit. Zwei alte T&uuml;rken spielen Tischtennis, klasse machen sie das. Sie zwirbeln ihre Schl&auml;ge mit Geschick &uuml;ber das Netz, dass es eine Freude ist, ihnen zuzusehen. Dazu wabert aus ihrem kleinen Bassboxverst&auml;rker intensive, treibende Technomusik, der Rhythmus t&ouml;nt &uuml;ber den ganzen Platz, leise zwar, indes doch so unerbittlich, dass es unm&ouml;glich ist auszuweichen. Berliner Sound eben. Eine arme, wohnungslose Frau schl&auml;ft neben dem Sportwettkampf ihren Rausch aus, sie dreht sich auf der Bank, sie liegt beinah blo&szlig; da,  junge Leute gleich gegen&uuml;ber touchiert das nicht, sie reden &uuml;ber das neue Schuljahr, das nun beginnt. Wenigstens ist der Park sauber. Hier und anderswo scheint es den Verantwortlichen egal zu sein, dass zunehmend Menschen im Dreck liegen. Die Verwahrlosung nimmt weiter Fahrt auf. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_04_obdachlos-schoeneberg.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_04_obdachlos-schoeneberg.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Vom Dreck der Gro&szlig;stadt<\/strong><\/p><p>Auch in Kreuzberg (und anderswo) bleibt es dreckig. Der Senat, die Boulevardpresse, B&uuml;rger regen sich zwar dar&uuml;ber auf. &Auml;nderungsvorschlag: Einfach nichts fallenlassen? Stattdessen werden Konzepte gefordert, doch es fehlen Personal und Technik. In Mitte kurvt ein kr&auml;ftiger Mann mit seinem Reinigungsfahrzeug nahe der Rosentaler Stra&szlig;e flott &uuml;ber die Gehsteige, der Hertha-Wimpel schaukelt froh an der Frontscheibe. Die Besen am Auto drehen sich, der Gehweg bleibt nach der Reinigungsaktion an und f&uuml;r sich weiter ziemlich dreckig. Auch gut. Die Wochenzeitung &bdquo;Freitag&ldquo; dreht den Spie&szlig; eben gleichfalls um und feiert den Dreck: &bdquo;Der elende Dreck aber ist auch voller Kraft&ldquo;. Und bangt im Titel wegen einer m&ouml;glichen hektischen dritten Jahreszeit: &bdquo;Von der Angst zum Aufstand, das Leben wird f&uuml;r viele unbezahlbar. Stehen wir vor einem hei&szlig;en Herbst?&ldquo;. Die Stories &uuml;ber die Revolte saufen derweil beim Lesen ab wie ein Ottomotor beim Anlassversuch. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_05_freitag-titel.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_05_freitag-titel.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Berlin: Ort des Maskeweitertragens<\/strong><\/p><p>Das Futurium gleich beim Hauptbahnhof in Mitte wird als Ort der Innovation und der Zukunft beworben. Eintritt kostenlos. Gleich am Eingang werden Besucher recht forsch von Ordnern eingewiesen und die gro&szlig;en Hinweisschilder teilen mit: Mit Abstand und Maske ist der Besuch viel besser. Apropos Maske &hellip; <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_06_futurium.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_06_futurium.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Es war gruselig, als die Delegation des Gesundheitsministeriums zur Pressekonferenz die Treppe heraufschritt &ndash; allesamt in Maskenpracht verh&uuml;llt. Schwarzer FFP-Lock. Die Verk&uuml;ndungen werden sp&auml;ter den Lesern in der &bdquo;Welt&ldquo; als Knallhartma&szlig;nahmen verklickert. Berlin spart derweil (schon wieder mal). `Damit wird ja ordentlich was zu holen sein&acute;, der Gedanke kommt beim Besuch eines gro&szlig;en Kaufhauses am Alexanderplatz auf. Einige der langen, ruhig dahinrollenden Rolltreppen sind nicht in Betrieb, der Zugang ist mit Schildern verstellt. Ja. Energie sparen. Okay. Immerhin kommt man mit den anderen zwei Rolltreppen bequem durch den Konsumtempel. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_07_rolltreppe.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_07_rolltreppe.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Ein Kaffeehaus, ein Laden voller Leckereien am Tauntzien. Was habe ich da gern gesessen! Zum Fr&uuml;hst&uuml;ck. Vorbei. Tische hoch. Auf einem Schild hei&szlig;t das &bdquo;momentan&ldquo; (wegen der Pandemie). Ich frage mich, wie lange der Moment dauern soll. Kein Verweilen, die L&auml;den sehen aus wie Baustellen und auch sonst ist der Charme wie eingefroren &ndash; die Klasse eines Feinkosth&auml;ndlerunternehmens aus der Region ist dahin, welches meint, dass man im Laden nur dann bequem einkaufen kann, wenn vier oder f&uuml;nf Menschen im Kundenraum stehen. Da hilft nur ein Besuch raus aus Berlin &ndash; nach Potsdam. <\/p><p>Kennen Sie Max Liebermann? Ja, das war einer der wenigen Maler, die im Genre Impressionismus gro&szlig;e Werke schufen. In seiner einstigen Villa am Wannsee bei Potsdam befindet sich eine Dauerausstellung, der Ort ist einer der Sch&ouml;nheit und des Wohlstandes, des materiellen, des ideellen. Ein Genuss. &Uuml;berhaupt reihen sich Villen &uuml;ber Villen am verstellten Ufer des Wannsees, in Potsdam ist dies ebenso zu sehen. Beim Anblick von Jugendstilh&auml;usern, die sch&ouml;ner als des Bundespr&auml;sidenten Anwesen sind, kommt Bewunderung auf. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Hei&szlig;er Herbst? <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_08_liebermann-villa.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_08_liebermann-villa.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Der Krieg <\/strong><\/p><p>Stau in der Stadt. Ziemlich gro&szlig; und stabil, alles am fr&uuml;hen Abend. Mit dem Auto muss man um den Potse rumfahren, weit und weiter, um dann vielleicht mal am Gleisdreieck die Richtung &auml;ndern zu k&ouml;nnen. Der Grund: Eine gro&szlig;e Demonstration von ukrainischen und anderen Menschen auf der Potsdamer Stra&szlig;e. Im optischen Gegenbild: Das Russische Kulturzentrum an der Friedrichstra&szlig;e sieht aus wie ein eingemottetes Schlachtschiff. Die Botschaft der Russischen F&ouml;deration unter den Linden dito. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_09_russisches-kulturhaus.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_09_russisches-kulturhaus.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_13_demo%20pots-strasse.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_13_demo%20pots-strasse.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Oben und unten, unten und oben<\/strong><\/p><p>Fahren Sie nach Berlin aus Richtung Wannsee kommend ein, ist an der Avus der Funkturm zu sehen, die Ausfahrt verpassen Sie bitte nicht, dann konsequent runter von der Schnellstra&szlig;e in Richtung Kantstra&szlig;e. Bei der Ampel kurz vor dem ICC erblicken Sie unter einer Br&uuml;cke ein Szenario, welches so zum in die Knie gehen ist, wie es emp&ouml;rend f&uuml;r unser Land und die ach so engagierten Spitzen ist: eine geradezu als Siedlung zu bezeichnende Notunterkunft von Obdachlosen unter einer Br&uuml;cke, Dutzende. 2021 waren drei, vier Menschen dort, nun sind es so viele. Da f&auml;llt mir wieder das Wort Luxus ein. Man m&ouml;ge mir verzeihen, dass ich Lamborghini fotografiere. Tats&auml;chlich konnte man das vor ein paar Jahren nur mit Gl&uuml;ck. Jetzt braucht man einfach nach Charlottenburg zu fahren. Die stehen dort &ouml;fters rum. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_10_oben-und-unten-lambo-berlin22.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_10_oben-und-unten-lambo-berlin22.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Die Angst geht weiter um<\/strong><\/p><p>Am Kotti, dem Verkehrsknotenpunkt Kottbuser Tor, tobt das Leben und &Uuml;berleben. Unter der prallen Sommersonne schlurfen alte Menschen mit Masken entlang, ein Mann sitzt mit einem gro&szlig;en Tuch (seine Maske), aussehend wie ein Gangster aus einem Winnetoufilm, vor seinem Imbiss. <\/p><p>An der Friedrichstra&szlig;e, gleich neben dem Kulturpalast, steht &uuml;ber einer Markth&uuml;tte aus Holz &bdquo;Coronatests&ldquo;. Die Maske in der Armbeuge &ndash; sie ist bei einigen Berlinern und Zugereisten noch immer (oder weiter?) fester Bestandteil des Stadtganges. Man bekommt mit: Knallhartma&szlig;nahmen stehen wieder bevor, liest es sich in s&uuml;ffisanter Aufmachung in der Boulevardpresse. Im &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; &auml;u&szlig;ert sich die Schulsenatorin und findet, dass man gut vorbereitet sei, unter anderem dank der vielen Infektionen&hellip; <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_11_kottbusser-tor.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_11_kottbusser-tor.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><strong>Berlin weiter ein Ort des Suboptimalen<\/strong><\/p><p>Gerade ist der zig Jahre sp&auml;ter fertiggestellte und immens teuer gewordene Hauptstadtflughafen in Betrieb und es regnet mal so richtig nach Wochen Sommersonnenschein &ndash; schon klappt da nichts mehr. <\/p><p>Der Sommer in Berlin, der ist einer, der sich anf&uuml;hlt, als fahre man im offenen Cabriot mit angezogener Handbremse, zwar sind Leichtigkeit und Quirligkeit zu erleben, dankbar und sehr erfreut quittiert der Mensch diese vorw&auml;rtsgewandten Neuigkeiten. Dennoch, 2022 f&uuml;hlt sich erneut fast wie 2021 an. Ob es mal wieder aufw&auml;rts geht? Bei der Lekt&uuml;re vom &bdquo;Freitag&ldquo; kommt mir der Moment in den Sinn, wo ich an einer Berliner Hauswand ein Schild entdecke: &bdquo;Sprache ist eine Waffe, haltet sie scharf.&ldquo; Gesagt von Kurt Tucholsky, Schriftsteller, Zeitkritiker, Gegner des Nationalismus und Militarismus.  Und w&uuml;nsche mir mehr Mut der Schreibenden.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_12_tucholsky.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/220829_12_tucholsky.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einem Jahr stand <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=75524\">in einem NachDenkSeiten-Artikel<\/a> unter dieser &Uuml;berschrift: Ein sch&ouml;nes Wort: Schaufenster. 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Allein den Begriff &bdquo;Berlin &ndash; Schaufenster einer Nation&ldquo; einmal herzunehmen, um sich via Rundg&auml;nge durch die Metropole und der Lekt&uuml;re von Medien der Hauptstadt dieses &bdquo;Fenster&ldquo;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87357\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":87359,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[165],"tags":[2254,2878,1141,2931,2061],"class_list":["post-87357","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innen-und-gesellschaftspolitik","tag-lebensqualitaet","tag-maskenpflicht","tag-obdachlosigkeit","tag-reichtum","tag-umweltverschmutzung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/220829_01_titelfoto-nds-artikel-berlin-22.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=87357"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87413,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87357\/revisions\/87413"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/87359"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=87357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=87357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=87357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}