{"id":8736,"date":"2011-03-18T17:00:17","date_gmt":"2011-03-18T16:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8736"},"modified":"2011-03-18T17:00:17","modified_gmt":"2011-03-18T16:00:17","slug":"hinweise-des-tages-2-166","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8736","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: B&uuml;rgerkrieg in Libyen; Bahrain: Ausl&ouml;schungskrieg gegen Opposition; C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire auf der Flucht; GAU im Atomkraftwerk Fukushima-1; Atomausstieg; Europa am Scheideweg; Lohnpolitische Koordinierung in der Eurozone?; Anzeige gegen ThyssenKrupp; Mit sozialem Gewissen deutscht&uuml;meln; OECD lobt deutsches Rentensystem; BayernLB-Affaire: &bdquo;Grob fahrl&auml;ssig&ldquo;; Dramatische Nachwuchslage bei der Bundeswehr; Discounter NETTO: Gesch&auml;ftemacherei durch sittenwidrige L&ouml;hne!; Das Duell: Zum SWR Medienexperiment; Es fehlt an linkem Populismus; Von der Krankenkasse zur Pharmalobby; Griechen zieht es aufs Land; Bruderkrieg in Berlusconien; US-Cyber-Krieg &uuml;ber Facebook und Co; Datenschutz &ndash; den gl&auml;sernen Menschen verhindern; Bild? Ohne mich!; Aufruf: Nein zur Schuldenbremse in Hessen; Zu guter Letzt: Toll! &ndash; Einfach mal abschalten (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">B&uuml;rgerkrieg in Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Bahrain: Ausl&ouml;schungskrieg gegen Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire auf der Flucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">GAU im Atomkraftwerk Fukushima-1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Atomausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Europa am Scheideweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Lohnpolitische Koordinierung in der Eurozone?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Anzeige gegen ThyssenKrupp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Mit sozialem Gewissen deutscht&uuml;meln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">OECD lobt deutsches Rentensystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">BayernLB-Affaire: &bdquo;Grob fahrl&auml;ssig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Dramatische Nachwuchslage bei der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Discounter NETTO: Gesch&auml;ftemacherei durch sittenwidrige L&ouml;hne!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Das Duell: Zum SWR Medienexperiment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Es fehlt an linkem Populismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Von der Krankenkasse zur Pharmalobby: Gespaltene Pers&ouml;nlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Griechen zieht es aufs Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bruderkrieg in Berlusconien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">US-Cyber-Krieg &uuml;ber Facebook und Co.: Angriff der Sockenpuppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Datenschutz &ndash; den gl&auml;sernen Menschen verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Bild? Ohne mich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Aufruf: Nein zur Schuldenbremse in Hessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zu guter Letzt: Toll! &ndash; Einfach mal abschalten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8736&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>B&uuml;rgerkrieg in Libyen <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>UN erlauben Luftangriffe gegen Gaddafis Regime<\/strong><br>\nKampfansage Gaddafi: Die UN beschlie&szlig;t ein Flugverbot &uuml;ber Libyen &ndash; und macht den Weg frei f&uuml;r Luftangriffe. Libyens F&uuml;hrung erkl&auml;rt sich nun zu Verhandlungen &uuml;ber einen Waffenstillstand mit den Rebellen bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/libyen-kampf-um-bengasi-sicherheitsrat-autorisiert-luftschlaege-gegen-gaddafis-regime-1.1073727%20\">SZ<\/a>\n<p>Siehe allerdings:<\/p><\/li>\n<li><strong>Flugverbotszone eskaliert B&uuml;rgerkrieg in Libyen<\/strong><br>\nAls falsch kritisiert die IPPNW die Entscheidung des UN-Sicherheitsrates f&uuml;r eine Flugverbotszone &uuml;ber Libyen. Die Entscheidung ist die Fortsetzung der alten Einfluss&shy;nahme und Stellvertreterpolitik des Westens gegen&uuml;ber diesen L&auml;ndern und kein Bruch des Verh&auml;ltnisses zu den nordafrikanischen Despotien. Die IPPNW lehnt eine Flugverbotszone ab, die nur mit milit&auml;rischer Gewalt durchzusetzen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/23167832a6\/flugverbotszone-eskaliert-buergerkri.html\">IPPNW<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einerseits: Libyen hat ein sofortiges Ende aller Kampfhandlungen verk&uuml;ndet. Sein Land akzeptiere die UN-Resolution, die ein sofortiges Ende der K&auml;mpfe vorsieht, teilte Au&szlig;enminister Mussa Kussa am Freitag mit.<\/em><br>\nAndererseits: Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi will der Welt &bdquo;das Leben zur H&ouml;lle machen&ldquo;, falls sein Land von ausl&auml;ndischen M&auml;chten angegriffen werden sollte. &bdquo;Er (der Westen) w&uuml;rde nie wieder Frieden haben&ldquo;, sagte der Diktator in einem am sp&auml;ten Donnerstagabend gesendeten Exklusivinterview des portugiesischen Fernsehsenders RTP.<br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spezials\/aufruhr-in-arabien\/un-beschliesst-flugverbot-ueber-libyen\/-\/7151782\/8123672\/-\/index.html\">FR Arabien Ticker<\/a><\/em><br>\n<em>Diese widerspr&uuml;chlichen Meldungen lassen eigentlich nur den Schluss zu, dass das Regime in Libyen gespalten ist. Die Frage ist, welche Gruppe die Befehlsmacht &uuml;ber die (welche) Truppen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der schleichende Tod der Revolution<\/strong><br>\nGaddafis Truppen erobern mit aller Brutalit&auml;t besetzte Gebiete zur&uuml;ck, Widerstandsk&auml;mpfer l&auml;sst er per Kopfschuss hinrichten. So beerdigt der Diktator den Aufstand. Doch nun gibt es eine falsche und eine richtige Seite &ndash; und die Politik muss wissen, auf welcher sie steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/arabische-welt-gaddafis-sieg-der-schleichende-tod-der-revolution-1.1073663\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Westerwelles Halbwahrheit<\/strong><br>\nW&auml;hrend die verzweifelten Aufst&auml;ndischen in Libyen einer Niederlage entgegengehen, erweckt Guido Westerwelle den Eindruck, als k&ouml;nne Gaddafi mit Kontosperrungen entmachtet werden. Das ist unehrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/deutschland-im-libyenkonflikt-westerwelles-halbwahrheit-1.1073097\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Situation in Libyen: Kehrtwende Washingtons, Streit in Europa<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten erw&auml;gen nun doch ein milit&auml;risches Eingreifen gegen das Gaddafi-Regime. Au&szlig;enminister Westerwelle ist dadurch in eine h&ouml;chst unangenehme Lage geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C\/Doc~E0A44431BF28D4F189AA0450AD5235BA4~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p>Luftkrieg gegen Libyen wird vorbereitet<br>\nNach der Verabschiedung der Resolution &uuml;ber eine Flugverbotszone &uuml;ber Libyen am Donnerstag im Uno-Sicherheitsrat hat hinter den Kulissen die milit&auml;rische Einsatzplanung begonnen. Frankreich und Grossbritannien sind f&uuml;r einen raschen Einsatz ihrer Luftstreitkr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/luftkrieg_1.9939542.html\">NZZ<\/a><\/p>\n<p>Hier wird die Entwicklung des Kriegsgeschehens <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/ghadhafi_setzt_seine_angriffe_fort_1.9940835.html\">laufend aktualisiert<\/a>.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider hat es die Politik auch dieses Mal vers&auml;umt, sowohl grunds&auml;tzlich als auch auf den spezifischen Fall Libyen bezogen &uuml;ber den Sinn milit&auml;rischer Intervention zu diskutieren. Es ist schon seltsam: Der damalige Bundeskanzler Schr&ouml;der hat nach dem 11. September genauso unreflektiert den USA &bdquo;die uneingeschr&auml;nkte &ndash; ich betone: die uneingeschr&auml;nkte &ndash; Solidarit&auml;t Deutschlands zugesichert&ldquo; wie heute alle Bundestagsparteien eine milit&auml;rische Intervention in Libyen ablehnen. Die damalige Bundesregierung konnte zwar den Bundeswehreinsatz im Irak vermeiden, rutschte dann aber aufgrund dieser Solidarit&auml;tserkl&auml;rung ohne Verstand in die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch. Heute versucht sich ein nur durch das Mittelmeer getrennter Nachbar von seinem Tyrannen zu befreien und wir schauen zu. Sicher wir unterst&uuml;tzten alle denkbaren Sanktionen gegen Gaddafi, was aber nichts daran &auml;ndert, dass diese Ma&szlig;nahmen den Tyrannen nicht beseitigt h&auml;tten. Herr Westerwelle hat uns nicht gesagt wie hoch der Preis f&uuml;r ein Nichteingreifen sein kann, n&auml;mlich das Zuschauen bei einem blutigen Gemetzel, das Gaddafi unter den Aufst&auml;ndischen anrichtet. Stattdessen beschwor unser Au&szlig;enminister die Gefahr eines Bodenkrieges, in den Deutschland verwickelt werden k&ouml;nnte. Nur, das stand auch auf der internationalen Ebene nie zu Debatte. Auch die Zustimmung zu einer Flugverbotszone h&auml;tte nicht zwingend eine deutsche, milit&auml;rische Beteiligung beinhaltet. Eine Debatte, geschweige eine Analyse, &uuml;ber die v&ouml;lkerrechtliche Frage einer Intervention, &uuml;ber die milit&auml;rischen Grenzen und M&ouml;glichkeiten, &uuml;ber die Zeit nach Gaddafi fand nicht statt. Nicht nur der Krieg auch der Nicht-Krieg muss rational begr&uuml;ndet sein. Deutschland hat aus einem diffusen Versagensgef&uuml;hl in Afghanistan bei Libyen das Denken aufgegeben.<\/em><br>\n<em>Zumindest h&auml;tte Westerwelle in der libyschen Frage zur&uuml;ckhaltender agieren k&ouml;nnen, so wie z.B. die USA, die erst bei der Abstimmung im Sicherheitsrat die Katze aus dem Sack lie&szlig;. So befindet sich unser Au&szlig;enminister in einem m&uuml;hsamen R&uuml;ckzugsgefecht: &ldquo;Wir verstehen diejenigen, die sich aus ehrenwerten Motiven f&uuml;r ein internationales milit&auml;risches Eingreifen entschieden haben &hellip; Wir sind aber in der Abw&auml;gung auch der Risiken zu dem Ergebnis gekommen, dass wir uns mit deutschen Soldaten an einem Krieg, an einem milit&auml;rischen Einsatz nicht beteiligen werden.&rdquo; &ndash; Was wie gesagt keiner verlangt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bahrain: Ausl&ouml;schungskrieg gegen Opposition <\/strong><br>\nDie Kritik aus den USA f&auml;llt sehr taktisch aus.<br>\nOffiziell wurde das gestrige Vorgehen der bahrainischen Polizei und Armee, unterst&uuml;tzt von saudi-arabischen Soldaten und Truppen aus den Vereinten Emiraten als legitime S&auml;uberungs-Aktion gegen Unruhest&ouml;rer, Chaoten, Vandalen, Kriminelle und Saboteuren dargestellt: &ldquo;The operation was aimed at evacuating all the outlaws who had terrorised citizens and residents and harmed the national economy.&rdquo; Statement des Generalstabs der bahrainischen Armee<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/149481\">Telepolis-Blogs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire auf der Flucht<\/strong><br>\nIn der C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire sind nach EU-Angaben 380&rsquo;000 Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Pl&uuml;nderungen. Br&uuml;ssel hat deswegen am Donnerstag die humanit&auml;re Hilfe von 5 auf 35 Millionen Euro aufgestockt, wie Krisenreaktionskommissarin Kristalina Georgieva bekanntgab. &laquo;Das Land steht am Rande des B&uuml;rgerkrieges&raquo;, sagte sie. Die Gewalt sei sehr stark angestiegen, die K&auml;mpfe und die Angst st&uuml;rzten die Menschen in extreme Not, vielen fehle es am N&ouml;tigsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/cote_divoire_auf_der_flucht_1.9931151.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider gibt es nicht nur die Katastrophe in Japan oder das Gemetzel in Libyen, auch die Elfenbeink&uuml;ste steuert auf eine Katstrophe zu. Wer sich mit dem Hintergrund des ivorischem Konflikts vertraut machen will, findet <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2011\/01\/14.mondeText.artikel,a0053.idx,17\">einen Beitrag in Le Monde diplomatique<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>GAU im Atomkraftwerk Fukushima-1<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Atom-Experten halten Sperrzone f&uuml;r zu klein<\/strong><br>\nDie Radioaktivit&auml;t ist auch au&szlig;erhalb der 20-Kilometer-Sperrzone um Fukushima-1 bedenklich hoch. US-Experten empfehlen, die Sicherheitszone auf mindestens 80 Kilometer zu erweitern &ndash; neue Luftaufnahmen zeigen jetzt das ganze Ausma&szlig; der Katastrophe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/japan-gau-im-atomkraftwerk-fukushima-experten-halten-sperrzone-fuer-zu-klein-1.1073621%20\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Strahlenexpertin Angelika Clau&szlig;en &uuml;ber die zu erwartenden Folgen des Reaktorunfalls in Japan: &ldquo;Der beste Schutz ist das Verlassen der Stadt Tokio&rdquo;<\/strong><br>\nNach wie vor k&auml;mpfen Techniker und Katastrophensch&uuml;tzer in Japan gegen einen GAU in den Meilern von Fukushima. Seit dem Unfall nach Erdbeben und Flutwelle ist allerdings jetzt schon mehrfach Radioaktivit&auml;t ausgetreten. Telepolis sprach mit der Strahlenexpertin und langj&auml;hrigen Vorsitzenden der &Auml;rzteorganisation IPPNW, Angelika Clau&szlig;en, &uuml;ber die Lage in dem asiatischen Land, Sp&auml;tfolgen und die politische Lehre aus dem Ungl&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=34373&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Atomausstieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das M&auml;rchen von den sieben Meilern<\/strong><br>\nWenn einer das Richtige aus den falschen Gr&uuml;nden tut, ist Misstrauen angebracht: Angela Merkel hat schnell (ab)geschaltet. Sie f&uuml;rchtet nicht Gefahren der Atomkraft, sondern die Gefahren des Machtverlusts.<br>\nMoratorium kommt vom Lateinischen morari &ndash; z&ouml;gern, aufschieben. Und aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben. Angela Merkel hat gesagt: &ldquo;Die Lage nach dem Moratorium wird eine andere sein als die Lage vor dem Moratorium.&rdquo; Das ist ein h&uuml;bscher Sophismus der Philosophin im Kanzlerturm. [&hellip;]<br>\nWas hat sich in Biblis oder in Philippsburg, in Neckarwestheim oder an der Isar ereignet, das Merkels Einsch&auml;tzung des vergangenen Herbstes in Frage stellt? Leben wir in einer magischen Welt, in der die Explosion eines Kernkraftwerks in Japan verborgenen Einfluss auf ein Kernkraftwerk in Deutschland hat? Nein, es ist einfacher als das: Wir leben in einer Welt, in der die Bundeskanzlerin sich nicht um ihr Geschw&auml;tz von gestern schert und mit gutem Grund auf das kurze Ged&auml;chtnis der Bev&ouml;lkerung setzt. [&hellip;]<br>\nNein, Merkel ist keineswegs von den Gefahren der Atomkraft beeindruckt, sondern von der Gefahr des Machtverlusts. Die Wahl in Baden-W&uuml;rttemberg k&ouml;nnte f&uuml;r sie werden, was die Wahl in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 f&uuml;r Gerhard Schr&ouml;der war: Der Anfang vom Ende. Also muss Stuttgart gehalten werden, um jeden Preis, auch um den der eigenen Schl&uuml;ssigkeit. Die Schnelligkeit, mit der sie (ab)geschaltet hat, ist atemberaubend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,751454,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Regierungspolitik: Die Kanzlerin verliert die Kontrolle <\/strong><br>\nAtom-Debatte, Guttenberg-Abgang, Euro-Dilemma: Die Bundeskanzlerin steht vor gro&szlig;en Problemen. Viele hat sie selbst geschaffen &ndash; und kann sie auch nicht mehr eind&auml;mmen. Die Merkel-D&auml;mmerung hat begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik-weltwirtschaft\/merkel-verliert-die-kontrolle-460224\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Sollte Minister R&ouml;ttgen nach Nordrhein-Westfalen wechseln, k&ouml;nnte ja <a href=\"\/wp-print.php?p=8707\">Stefan Mappus<\/a> ins Bundeskabinett wechseln, sollte seine Laufzeitverl&auml;ngerung vom Wahlvolk verhindert werden (Verzeihung, aber so viel Sarkasmus musste sein!). Oder Guttenberg wird Umweltminister !!!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Systematische Propaganda der Politik <\/strong><br>\nDer GAU nach dem Erdbeben in Japan hat unmittelbare Auswirkungen auf die deutsche Energiepolitik. Die Bundesregierung hat am Dienstag angek&uuml;ndigt, sieben vor 1980 gebaute Atomkraftwerke (AKW) vor&uuml;bergehend abschalten zu wollen. F&uuml;r f&uuml;nf alte AKW k&ouml;nnte dies das endg&uuml;ltige Aus bedeuten, darunter Biblis A und B in Hessen. Professor Lorenz Jarass (59), Wirtschaftswissenschaftler an der Hochschule RheinMain und Experte f&uuml;r Windenergie glaubt, dass erneuerbare Energien und kosteng&uuml;nstige Gaskraftwerke geeignete Alternative sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.main-rheiner.de\/region\/objekt_eausgaben.php3?artikel_id=4573119\">Rhein-Main-Presse<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Atoml&uuml;ge<\/strong><br>\nWas sagt die Atomwirtschaft zu Reaktorsicherheit und Terrorgefahr? Mit diesen Fragen hat die Autorin Gesine Enwaldt ihre Spurensuche f&uuml;r 45 Min begonnen. Hier bieten wir Ihnen die Doku in voller L&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/45_min\/videos\/minuten171.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Von Ende Februar und jetzt erst recht sehenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mappus wegen Widerspr&uuml;chen bei EnBW-Deal in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nDer EnBW-Deal wird f&uuml;r Ministerpr&auml;sident Mappus im Endspurt zur Wahl immer mehr zum Klotz am Bein. Grund ist seine Informationspolitik &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/home\/mappus-wegen-widerspruechen-bei-enbw-deal-in-bedraengnis\/-\/1472778\/8241102\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomkraftwerke: Horch hat Sicherheitsbedenken<\/strong><br>\nDer designierte Wirtschaftssenator r&uuml;ckt von seinem Pro-Kernenergie-Kurs ab. Privat habe er schon l&auml;nger Bedenken zur Langzeitwirkung dieser Technologie gehabt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/nord\/hamburg\/artikel\/1\/horch-hat-sicherheitsbedenken\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.L.:<\/strong> Wie Herr Horch privat eine andere Meinung zur Atomenergie haben kann ? Man wird bei diesem ganzen Quatsch ja nur noch irre, aber ich freue mich nicht, wenn der Schmerz nachl&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Karlsruher Institut will Uran lagern<\/strong><br>\nEs ist ein bisschen paradox. Da steigt die Bundesregierung mit einer Vollbremsung aus &ndash; aus ihrem eigenen Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Kernenergie. Und als ob das noch nicht schwer genug zu verstehen w&auml;re, wird gleichzeitig an neuen Kernreaktoren geforscht, die fr&uuml;hestens in 30 Jahren gebaut werden k&ouml;nnen. Das Karlsruher Institut f&uuml;r Transurane ist daran mit gewaltigen Mengen radioaktiven Materials beteiligt. Und bekannt wurde das erst jetzt, weil das Institut einen Bauantrag gestellt hat, der in aller Verschwiegenheit durchgesetzt werden soll. Auch gegen den Willen der betroffenen Gemeinde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-bw\/-\/id=122182\/did=7770970\/pv=video\/nid=122182\/1rf6jab\/index.html\">SWR, Landesschau Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa am Scheideweg<\/strong>\n<ul>\n<li>Die neoliberale Konstruktion des Maastrichter Vertrages, eine W&auml;hrungsunion ohne eine politische Union einzuf&uuml;hren, hat die Eurozone an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.<\/li>\n<li>Die Politik unterliegt in ihrer Antikrisenpolitik drei Irrt&uuml;mern: Sie f&uuml;hrt die explodierte Staatsverschuldung auf eine angeblich laxe Ausgabenpolitik zur&uuml;ck, sie macht die Lohnpolitik in den Defizitl&auml;ndern f&uuml;r die Leistungsbilanzungleichgewichte verantwortlich und sie &uuml;berl&auml;sst den eigentlichen Verursachern des massiven Staatsschuldenanstiegs, den Banken und Versicherungen, das Regiment bei der Finanzierung und der wirtschaftspolitischen Disziplinierung der verschuldeten Staaten.<\/li>\n<li>Um den europ&auml;ischen Integrationsprozess wieder stabilisieren zu k&ouml;nnen, ist ein vierfacher Paradigmenwechsel notwendig: Die EU braucht eine neue Wachstumsstrategie, eine demokratisch kontrollierte Wirtschaftsregierung, eine europaweite Koordinierung der Lohn-, Sozial- und Steuerpolitiken sowie europ&auml;ische Regeln f&uuml;r die Schuldenfinanzierung&hellip; Die &ouml;ffentlichen Finanzen sind stark konjunkturabh&auml;ngig. Die strikteste Haushaltsdisziplin verpufft, wenn die Volkswirtschaft nicht w&auml;chst. Folglich wird ein versch&auml;rfter Stabilit&auml;tspakt sich erneut als Irrweg erweisen. Aus der Geschichte der Staatsverschuldung k&ouml;nnen wir lernen, dass Staaten nur aus ihren Schulden herauswachsen k&ouml;nnen. Umgekehrt verst&auml;rken die prozyklischen Sparbem&uuml;hungen stark verschuldeter Staaten, wie Griechenland, Portugal und Irland, nur die Wirtschaftskrise. So entsteht ein circulus vitiosus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese konjunkturblinde K&uuml;rzungspolitik schleift den Wohlfahrtsstaat und mutet den abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten gro&szlig;e Einbu&szlig;en zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07930.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 342 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lohnpolitische Koordinierung in der Eurozone &ndash; Ein belastbares Konzept f&uuml;r mehr makro&ouml;konomische Stabilit&auml;t?<\/strong><br>\nBeispielhaft untersucht in der vorliegenden Studie Toralf Pusch die Effekte eines gewerkschaftlichen Lohnver&shy;handlungsnetzwerks der Metallgewerkschaften Nord&shy;rhein-Westfalens, Belgiens und der Niederlande. F&uuml;r den Zeitraum 1999 bis 2008 stellt er eine weitgehend posi&shy;tive Entwicklung durch Orientierung der Lohnabschl&uuml;sse am vorgegebenen Verteilungsspielraum fest. Nach Pusch k&ouml;nnte das analysierte Lohnverhandlungsnetzwerk einen Beitrag zur Begrenzung der lohnpolitischen Divergenzen in der Eurozone leisten. Um eine ausgewogene preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit in den Mitgliedsl&auml;ndern zu unter&shy;st&uuml;tzen, schl&auml;gt er erg&auml;nzend die Ber&uuml;cksichtigung eines einheitlichen europ&auml;ischen Indikators f&uuml;r Preissteigerun&shy;gen vor.<br>\nDie drei hier dokumentierten Kommentare aus den Ge&shy;werkschaften teilen mit Pusch die Ansicht, dass eine Aus&shy;weitung der Anstrengungen zur lohnpolitischen Koordi&shy;nierung in Europa erforderlich ist. Der Aspekt einer st&auml;r&shy;ker st&auml;rker zentralisierten Steuerung der Lohnpolitiken und ihrer Nutzung als Instrument zur Eind&auml;mmung makro&ouml;konomischer Ungleichgewichte in der EU st&ouml;&szlig;t jedoch auf erhebliche Kritik. Kay Ohl und Uwe Fink warnen vor einer mechanistischen Steuerung der Tarifpolitik und weisen darauf hin, dass der Lohnpolitik nicht allein die Last zur<br>\nKorrektur europ&auml;ischer Ungleichgewichte aufgeb&uuml;rdet werden k&ouml;nne. Gabriele Sterkel erinnert an die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Besch&auml;ftigten als zentrale Aufgabe gewerkschaftlicher Tarifpolitik.<br>\nDieses Ziel d&uuml;rfe keinesfalls den Notwendigkeiten makro&ouml;konomischer Planung untergeordnet werden. Seit Jahren w&uuml;rden bereits unter dem Vorwand von &raquo;Stabilit&auml;t und Wachstum&laquo; Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Sozialstaat abgebaut, so ihre Argumentation. Ralf G&ouml;tz fordert eine Beendigung des Sozial- und Lohndumpings in der EU und mahnt gemeinsame Standards f&uuml;r &raquo;gute Arbeit&laquo; und eine bessere Verm&ouml;gensverteilung zur Korrektur ungleicher Arbeitsund Lebensverh&auml;ltnisse an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07931.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 538 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Anzeige gegen ThyssenKrupp<\/strong><br>\nDeutschlands f&uuml;hrender Stahlkonzern ThyssenKrupp hat die Umgebung seines Edelstahlwerks in Krefeld offenbar massiv mit krebserregendem Chrom und allergieausl&ouml;sendem Nickel belastet. Das geht aus einer Strafanzeige der nordrhein-westf&auml;lischen Umweltbeh&ouml;rde an die Staatsanwaltschaft Krefeld hervor, die der taz vorliegt. Beklagt werden darin &ldquo;sehr hohe Tagesimmissionswerte von Nickel und Chrom im Feinstaub&rdquo;. Ausgerechnet auf einem Schulhof in der N&auml;he des Stahlwerks sei im November 2010 ein Nickelgehalt von &uuml;ber 1.200 Nanogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt worden &ndash; der &ldquo;zul&auml;ssige Zielwert&rdquo; liege bei nur 20 Nanogramm. &ldquo;Einziger dort einwirkender Emittent&rdquo; sei &ldquo;das Edelstahlwerk der Firma ThyssenKrupp Nirosta&rdquo; gewesen, h&auml;lt die zust&auml;ndige Bezirksregierung D&uuml;sseldorf fest. Grund f&uuml;r den Giftaussto&szlig; war danach offenkundig Profitgier: Trotz defekter Abgasreinigung seien in dem Stahlwerk &ldquo;immer wieder neue Chargen angefahren&rdquo; worden, klagen die Umweltkontrolleure.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2011%2F03%2F15%2Fa0057&amp;cHash=e2180310db\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mit sozialem Gewissen deutscht&uuml;meln<\/strong><br>\nSeitdem die Gesellschaft in eine immer drastischere soziale Schieflage ger&auml;t, fischen rechte Parteien potenzielle W&auml;hler, indem sie die soziale Frage thematisieren. Das ist schon lange bekannt und steht dem eigenen Sendungsbewusstsein nicht im Wege. Es war damals so; die Zeiten erforderten es &ndash; es ist heute so; die Zeiten machen es erneut notwendig f&uuml;r die von rechts dr&uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2011\/03\/mit-sozialem-gewissen-deutschtumeln.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>OECD lobt deutsches Rentensystem<\/strong><br>\nDie gute Nachricht: Deutschlands System der Alterssicherung steht im internationalen Vergleich recht ordentlich da. Die weniger gute: Damit das auch so bleibt, m&uuml;ssen die Bundesb&uuml;rger l&auml;nger arbeiten, so sagt eine Studie der Organisation f&uuml;r Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/oecd-lobt-deutsches-rentensystem\/-\/1472780\/8239770\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Ein gelungenes Beispiel f&uuml;r Meinungsmache. Erst das deutsche Rentenversicherungssystem loben und dann von hinten durch die Brust ins Auge. Und das obligatorische Agenturfoto mit den Rentnern, die auf der Parkbank hocken, darf auch nicht fehlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>BayernLB-Affaire: &bdquo;Grob fahrl&auml;ssig&ldquo;<\/strong><br>\nEine Bank schreibt Rechtsgeschichte. BayernLB will Schadenersatz von den Ex-Aufsehern Faltlhauser (Finanzminister) und Naser (Sparkassenpr&auml;sident).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-grob-fahrlaessig-\/-\/1472780\/8222888\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dramatische Nachwuchslage<\/strong><br>\nDie Bundeswehr will Eltern gezielt daf&uuml;r gewinnen, ihre Kinder zur Armee zu schicken. Auch die privaten Freundeskreise bereits aktiver Soldaten geraten zunehmend in den Fokus der Rekrutierungsstrategen. Dies berichtet ein Onlineportal der deutschen Streitkr&auml;fte. Hintergrund der geschilderten &Uuml;berlegungen ist die als &ldquo;dramatisch&rdquo; eingestufte &ldquo;Nachwuchslage&rdquo; des deutschen Milit&auml;rs, der mit einem umfangreichen Ma&szlig;nahmenpaket begegnet werden soll. Hierzu z&auml;hlen die Anwerbung &ldquo;ausl&auml;ndischer Fachkr&auml;fte&rdquo; und neue finanzielle Anreize ebenso wie eine Verl&auml;ngerung der Verpflichtungszeiten. Mit der deutschen Wirtschaft hat die Bundeswehr bereits mehrere Absprachen zum Zweck der Personalrekrutierung getroffen. Ein &ldquo;Schaumburger Modell&rdquo; etwa sieht vor, Jugendliche vor ihrer &Uuml;bernahme durch die Armee von Privatunternehmen in milit&auml;risch relevanten technischen Berufen ausbilden zu lassen. Gleichzeitig versichern sich die deutschen Streitkr&auml;fte zunehmend der Expertise und Unterst&uuml;tzung professioneller Personalmanager.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58029\/print?PHPSESSID=mbsu1detqqhtlc6c6rdl6f5om0\">German foreign policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Discounter NETTO: Gesch&auml;ftemacherei durch sittenwidrige L&ouml;hne!<\/strong><br>\nZur Bezahlung von sittenwidrigen L&ouml;hnen beim Lebensmitteldiscounter NETTO erkl&auml;rt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen in der SPD und Mitglied des Parteivorstandes, Ottmar Schreiner: &bdquo;Der Markendiscounter Netto muss f&uuml;r alle 72.000 Netto-Besch&auml;ftigten Tarifl&ouml;hne zahlen und gute Arbeitsbedingungen einhalten. Der zur EDEKA-Gruppe geh&ouml;rende Markendiscounter Netto erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von &uuml;ber 11 Milliarden Euro, besch&auml;ftigt einen erheblichen Teil seiner Mitarbeiter jedoch zu sittenwidrigen L&ouml;hnen. Das ist Lohnwucher und muss strafrechtlich belangt werden. Obwohl NETTO tarifgebunden ist, werden in den neueren Arbeitsvertr&auml;gen Tarifvereinbarungen zur Bezahlung, Arbeitszeit, Sonderzahlung, Urlaub sowie zur Entgeltfortzahlung nicht eingehalten. Das ist miese Gesch&auml;ftemacherei auf den Schultern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Immer mehr Arbeitspl&auml;tze werden prek&auml;r: mittlerweile sind laut ver.di 30.000 der Netto-Besch&auml;ftigten Minijobber und werden teilweise mit 5,50 die Stunde sittenwidrig entlohnt, w&auml;hrend der Tariflohn in der untersten Lohngruppe bei 8,98 liegt. Um Lohnwuchern einen Riegel vorzuschieben, muss in Deutschland ein l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lliger Mindestlohn von 8,50 Euro eingef&uuml;hrt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ottmarschreiner.de\/meldung.php?meldung=131&amp;page=0\">Ottmar Schreiner<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Duell: Zum SWR Medienexperiment &ndash; Was hat Professor Brettschneider gesehen?<\/strong><br>\nAm Ende des Duells wurde Professor Frank Brettschneider von der SWR-Moderatorin nach der Gretchenfrage gefragt: wer hat das Duell gewonnen?<br>\nProfessor Frank Brettschneider verwies live auf die Blitzanalyse-Grafik mit den Ausschl&auml;gen nach oben (positiv f&uuml;r Mappus) und unten (positiv f&uuml;r Schmid) und verk&uuml;ndete den eindeutigen Sieg f&uuml;r den Ministerpr&auml;sidenten.<br>\nDumm nur, dass ein zweiter Blick auf die Blitzanalyse ebenso klar zeigt:<br>\nPositiv f&uuml;r Mappus gibt es 11 Ausschl&auml;ge (blau gekennzeichnet) mit mehr als 10 Punkten Differenz zum Mittelwert 50 (fette schwarze Linie), positiv f&uuml;r Schmid sind 18 Ausschl&auml;ge (rot gekennzeichnet) vorhanden. Ich bin ja kein Medienwissenschaftler, aber das Diagramm spricht f&uuml;r sich&hellip;<br>\nWie konnte also Professor Frank Brettschneider zum Schlu&szlig; kommen, dass der Ministerpr&auml;sident der eindeutige Gewinner ist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bruchsal.org\/story\/blitzanalyse-was-hat-professor-brettschneider-gesehen\">bruchsal.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Es fehlt an linkem Populismus<\/strong><br>\nRassismus und extreme Rechte stoppt man nicht mit Mittelschichtspolitik. Ein Gespr&auml;ch mit Chantal Mouffe, Professorin f&uuml;r Politische Theorie an der Universit&auml;t Westminster in London:<br>\n&ldquo;Konservative und Sozialdemokraten bewegen sich in die politische Mitte und unterscheiden sich in ihren Programmen nur wenig. Die Grenze verschwimmt. Angesichts des Fehlens einer echten Alternative als Antwort auf die Globalisierung verlieren viele Menschen das Interesse an der Politik oder glauben an den Rechtspopulismus, denn der befriedigt als einziger die emotionalen Bed&uuml;rfnisse und ist in der Lage, Leidenschaften zu wecken. &hellip; Die Rechte hat das begriffen. In Frankreich wird die Front National bei den n&auml;chsten Wahlen ein optimales Ergebnis erzielen. Die neue Parteif&uuml;hrerin Marine Le Pen ist intelligent, charismatisch und anders als ihr Vater. Sie ist radikal, was B&uuml;rgerrechte, Laizismus und soziale Gerechtigkeit anbelangt. Das Problem ist, da&szlig; sie den Feind im Islam ausmacht und damit Fremdenfeindlichkeit anheizt. &hellip; Es fehlt an linkem Populismus. Bislang wurde er, auch innerhalb der Linken, als negativ betrachtet und als manipulativ kritisiert. Das ist ein Fehler. Der Linkspopulismus ist eine legitime Antwort auf die Anliegen und Forderungen der breiten Masse. Wir gegen sie. Eine moderne Linke, die gegen den globalen Neoliberalismus, Banken und multinationale Konzerne auftritt. Der &ouml;ffentliche Staat gegen den Mi&szlig;brauch der Privatisierung, darum geht es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/03-17\/051.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die belgische Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe hat an zahlreichen Universit&auml;ten in Europa, Nord- und Lateinamerika gearbeitet. In Deutschland bekannt geworden ist sie durch ihr Buch: &bdquo;&Uuml;ber das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion.&ldquo; Darin wendet sie sich gegen kosmopolitische Konzepte der &bdquo;zweiten Moderne&ldquo;, die auf Konsens und &Uuml;bereink&uuml;nften beruhen und die sie bei Theoretikern wie Rorty, Giddens und Beck ausmacht. Sie betrieben die Entpolitisierung des Politischen, dessen Wesen antagonistisch sei. Zu einem &lsquo;Wir&rsquo; geh&ouml;re immer ein davon unterschiedenes &lsquo;Sie&rsquo;. Jeder Konsens basiere &bdquo;auf Akten der Ausschlie&szlig;ung und demnach [sei] ein ganz und gar einschlie&szlig;ender &lsquo;rationaler&rsquo;&nbsp; Konsens unm&ouml;glich&ldquo;. Die Linke m&uuml;sse sich klar machen, dass zum Wesen des Politischen Gegnerschaft geh&ouml;re. &ndash; Eine Rezension der SZ finden sie <a href=\"http:\/\/sz-shop.sueddeutsche.de\/mediathek\/shop\/Produktdetails\/Buch+Ueber_das_Politische+Chantal_Mouffe\/2011004.do;jsessionid=07DE3973454B4ADB34C2CD3A111F91F0.hesse:9009?extraInformationShortModus=false\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Von der Krankenkasse zur Pharmalobby: Gespaltene Pers&ouml;nlichkeit<\/strong><br>\nSie setzte sich f&uuml;r all das ein, was die Pharmaindustrie ablehnte. Trotzdem wird die Chefin der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Krankenkasse, Birgit Fischer, jetzt Cheflobbyistin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller. Die Branche ist entsetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/gespaltene-persoenlichkeit\/-\/1472780\/8238602\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Das ist nicht einfach nur so, als ob ein Gr&uuml;ner zur Atomlobby wechseln w&uuml;rde (wie CDU-Politiker Jens Spahn kommentiert, au&szlig;erdem <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bildstrecke-politiker-ad-in-ihren-neuen-jobs-1.582360-11\">gibt es den ja schon<\/a>). Es ist zu bef&uuml;rchten, dass die Stellung der gesetzlichen Krankenkassen dadurch insgesamt gesch&auml;digt wird, da die Pharmalobby unbezahlbares Fachwissen &uuml;ber die Taktik von Krankenkassen im Umgang mit Pharmakonzernen gewinnen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Griechen zieht es aufs Land<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten gab es in Griechenland einen klaren Trend: die Menschen zogen vom Land in die St&auml;dte. Jetzt, wo Hellas in der tiefsten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs steckt und die Arbeitslosenzahlen immer weiter steigen, hat sich die Binnenmigration umgekehrt: immer mehr Griechen, die in den St&auml;dten keine Chance auf einen Job sehen, wandern in die D&ouml;rfer zur&uuml;ck, widmen sich der Landwirtschaft und der Fischerei. Im Dezember 2010 &ndash; neuere Daten liegen noch nicht vor &ndash; erreichte die Arbeitslosenquote in Griechenland 14,8 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei 10,2 Prozent. Offenbar geben immer mehr arbeitslose Griechen die Hoffnung auf, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt rasch bessert. Sie besinnen sich auf ihre Wurzeln.<br>\nJetzt, wo immer mehr Jobs in der Industrie, im Handel und im Tourismus wegfallen, erinnern sich immer mehr Griechen daran, dass sie in ihrem Heimatdorf noch ein Haus und etwas Land besitzen. Immer mehr brachliegende L&auml;ndereien werden neue bewirtschaftet. Nach einer Studie des griechischen Bauernverbandes PASEGES haben in den vergangenen zwei Jahren fast 40.000 Landwirte neu angefangen. 95 Prozent der Neulinge widmen sich dem Ackerbau und der Viehzucht, f&uuml;nf Prozent der Fischerei. In manchen Gegenden hat die Zahl der Besch&auml;ftigten in der Landwirtschaft in den vergangenen zwei Jahren &uuml;berproportional zugenommen, vor allem in der Altersgruppe zwischen 14 und 44 Jahren: auf den Inseln der s&uuml;dlichen &Auml;g&auml;is stieg die Zahl um 55 Prozent, auf Kreta um 31 Prozent und auf den ionischen Inseln um 20 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/global-reporting\/2011\/03\/16\/griechen-zieht-es-aufs-land\/\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zur&uuml;ck in die Subsistenzwirtschaft, will Europa so Griechenland f&uuml;r Binnenmarkt und W&auml;hrungsunion wettbewerbsf&auml;hig machen? Nach 13,9% im November stieg die Arbeitslosenquote im Dezember auf 14,8%. Im Dezember des Vorjahres (2009) betrug sie noch 10,2%. Be&auml;ngstigend ist vor allem der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit auf 39%, nach 28,9% im Vorjahresmonat. Ein Blick auf den Nahen Osten zeigt, welche Jugendrevolten m&ouml;glich sind. &ndash; Wohl gemerkt, das sind offizielle Daten des griechischen Statistikamts (EL.STAT). Inzwischen wissen wir auch in Deutschland <a href=\"http:\/\/www.statistics.gr\/portal\/page\/portal\/ESYE\">wie sch&ouml;n gef&auml;rbt offizielle Daten sein k&ouml;nnen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Das BIP schrumpfte im 4 Quartal 2010 gegen&uuml;ber dem Vorquartal um -1,4%, nachdem es im  3. Quartal bereits um -5,7% zur&uuml;ckgegangen war. Die Summe der realen Arbeitnehmerentgelte war im 3. Quartal gegen&uuml;ber Vorjahresquartal um kaum fassbare -11,02% zur&uuml;ckgegangen. Kein Wunder, dass viele Griechen Zuflucht auf der heimischen Scholle suchen. Die Bev&ouml;lkerung Griechenlands steckt aufgrund der Rezepte der EU und des IWF in einem &Uuml;berlebenskampf, weit entfernt von der Bew&auml;ltigung einer Schuldenkrise. Wie &bdquo;bescheuert&ldquo; muss man sein um zu glauben, dass durch solche K&uuml;rzungsorgien eine bereits darnieder liegende Volkswirtschaft auf die Beine kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bruderkrieg in Berlusconien<\/strong><br>\nAbbiamo fatto l&rsquo;Italia, ora dobbiamo fare gli italiani&rdquo; &ndash; wir haben Italien gemacht, nun m&uuml;ssen wir die Italiener machen: dieses Diktum von Massimo D&rsquo;Azeglio, einem der liberalen Vork&auml;mpfer der staatlichen Einheit im 19. Jahrhundert, erfreut sich noch heute gro&szlig;er Beliebtheit. Gerne wird es derzeit zitiert anl&auml;sslich des 150. Jahrestags der politischen Einigung der Nation, die am 17. M&auml;rz gefeiert wird. Dennoch will im Land keine rechte Feierlaune aufkommen. Im Jahr 2011 stellt die Regierungspartei Lega Nord die Frage, ob &uuml;berhaupt gefeiert werden soll. Nein, lautet die Antwort der rassistischen Separatisten unter Umberto Bossi, die zwar als Berlusconis Partner Italiens Geschicke leiten, die aber, unter Zustimmung von immer mehr W&auml;hlern der Lombardei, des Piemont, des Veneto, von Italien nichts wissen wollen. Nichts l&auml;ge n&auml;her als die Folgerung, es sei halt schiefgegangen mit dem &ldquo;Italiener-Schaffen&rdquo; &ndash; ein krasser Fehlschluss allerdings. Vor 150 Jahren hatten sich Piemontesen und Kalabrier tats&auml;chlich nichts zu sagen, weil sie einander schlicht nicht verstanden. Heute aber sprechen alle im Land Italienisch, sie teilen dieselbe Volkskultur (des Berlusconi-Fernsehens), sie lesen &ndash; wenn sie es denn tun &ndash; die gleichen B&uuml;cher, sie lernen nach den gleichen Lehrpl&auml;nen.<br>\nHeute ist da ein kulturell so stark wie nie zuvor geeintes Volk, doch es lebt, recht besehen, in zwei L&auml;ndern. Die Mail&auml;nder, die Turiner, die B&uuml;rger Bolognas oder Trients: wenig trennt sie sozial und &ouml;konomisch vom Norden Europas, von Frankreich, Deutschland, &Ouml;sterreich. Hier kann man Kerneuropa besichtigen, &ouml;konomisch stark, von insgesamt recht hoher Koh&auml;sion. Neapel, Palermo, Reggio Calabria dagegen: das ist nicht Deutsch-, sondern Griechenland, Peripherie der EU, abgeh&auml;ngt im &ouml;konomischen Wettbewerb, angewiesen auf Transferzahlungen aus Rom und Br&uuml;ssel. Heute findet die Lega in diesem Gef&auml;lle ihren idealen Humus. Ihr sind seit nun 25 Jahren und mit zunehmendem Erfolg die S&uuml;ditaliener das, was seit letztem Jahr dem Bild-Zeitungs-Deutschen &ldquo;der Grieche&rdquo; ist: Schmarotzer, die es sich &ldquo;auf unsere Kosten&rdquo; gut sein lassen. Ganz offen propagiert Lega-Chef Umberto Bossi eine L&ouml;sung nach belgischem Muster. Wer dieser Entwicklung gegensteuern will, der allerdings muss sich heute nicht mehr darum sorgen, die Italiener zu schaffen. Stattdessen w&auml;re es nun wieder an der Zeit, Italien zu schaffen: als ein Land, das nicht durch die tiefen sozialen und &ouml;konomischen Gr&auml;ben auf immer in zwei H&auml;lften auseinanderdividiert bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2011%2F03%2F17%2Fa0161&amp;cHash=22d9b0fbc2\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>US-Cyber-Krieg &uuml;ber Facebook und Co.: Angriff der Sockenpuppen <\/strong><br>\nDas US-Milit&auml;r hat eine Software zur Herstellung von &ldquo;Sockenpuppen&rdquo; geordert: &ldquo;Sock Puppets&rdquo; sind erfundene oder gestohlene Identit&auml;ten, mit deren Hilfe digital gef&uuml;hrte Diskussionen beeinflusst werden sollen &ndash; von Wikipedia bis hin zu Forenkommentaren, etwa &uuml;ber bestimmte Produkte. Wie in einer Sockenpuppe steckt in einer solchen virtuellen Person kein Gehirn &ndash; sondern die Hand dessen, der sie bedient. Sockenpuppen sollen online im Auftrag ihrer Sch&ouml;pfer Meinungen verbreiten, Desinformation streuen, Debatten beeinflussen. Der &ldquo;Guardian&rdquo; zitiert einen Sprecher des US-Oberkommandos Centcom: &ldquo;Die Technologie erm&ouml;glicht geheime Blogging-Aktivit&auml;ten auf fremdsprachigen Websites, um Centcom in die Lage zu versetzen, der Propaganda von gewaltt&auml;tigen Extremisten und Feinden von au&szlig;erhalb der USA zu begegnen.&rdquo; Die Sockenpuppen des US-Milit&auml;rs sollen allerdings nicht englisch schreiben d&uuml;rfen, so der Sprecher weiter, denn es w&uuml;rde gegen das Gesetz versto&szlig;en &ldquo;sich an ein US-Publikum zu wenden&rdquo;.- Die gef&auml;lschten Identit&auml;ten sollen stattdessen Netznachrichten auf Arabisch, Farsi, Urdu und Paschtu absetzen. Im Nahen Osten soll also gestattet werden, was in den USA verboten w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/0,1518,751567,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong><a href=\"\/upload\/pdf\/110318_hinweise_matinee.pdf\">Veranstaltungshinweis: Datenschutz &ndash; den gl&auml;sernen Menschen verhindern [PDF &ndash; 127 KB]<\/a><\/strong><br>\n<strong>mit Prof. Spiros Simitis<\/strong><br>\nSonntag, den 27. M&auml;rz 2011, 11:00 &ndash; 13:00 Uhr,<br>\nCaf&eacute; Wiesengrund, Finkenhofstra&szlig;e 17, Frankfurt-Nordend<br>\nModeration: Ulrike Holler<br>\n1970 verabschiedete das Land Hessen das erste Datenschutzgesetz in der Bundesrepublik. Der Jurist Prof. Spiros Simitis war einer der fr&uuml;hen und bundesweit bekannten Datenschutzbeauftragten in Wiesbaden. Welche Bedeutung hat der Datenschutz heute, mehr als 40 Jahre sp&auml;ter? Wie kann sich der B&uuml;rger gegen die Gier nach personenbezogenen Daten sowohl staatlicher Stellen als auch privater Unternehmen sch&uuml;tzen? Elektronische Ausweise (Personal,- Besch&auml;ftigten- und Gesundheitsausweise) werden von &ouml;ffentlichen Stellen ebenso systematisch ausgebaut wie die Telekommunikations-unternehmen von den Sicherheitsbeh&ouml;rden konsequent genutzt werden, um ausgew&auml;hlte Daten ihrer Kunden auf Vorrat zu speichern. In Unternehmen werden Mitarbeiter &uuml;berwacht, mit Kundenprofilen verbessert man das Marketing und Auskunfteien sollen die Zahlungsf&auml;higkeit der Kunden sicherstellen. Wohin f&uuml;hrt die Gleichg&uuml;ltigkeit vieler bei der sorglosen Weitergabe von Daten im Netz? Diese Fragen und Probleme diskutiert Prof. Spiros Simitis im Gespr&auml;ch.<br>\nEine Veranstaltung von Business Crime Control e.V. und der Kunstgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem  Caf&eacute; Wiesengrund und dem NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis Frankfurt<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bild? Ohne mich!<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110318_bild_ohne_mich.jpg\" alt=\"Bild ohne mich!\"><br>\nDie Kampagne gegen die Volksverdummung durch Auslage von Bild-Zeitungen. Partner (Einzelhandel, Caf&eacute;s etc) verzichten <strong>bewusst<\/strong> darauf, sich weiter daran zu beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild-ohne-mich.de\/\">Bild &ndash; ohne mich<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Aufruf: Nein zur Schuldenbremse in Hessen<\/strong><br>\nDie Schuldenbremse nimmt jede politische Gestaltungsm&ouml;glichkeit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handlungsfaehiges-hessen.de\/\">Plattform Handlungsf&auml;higes Hessen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Toll! &ndash; Einfach mal abschalten <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=r2qJDkAYui4&amp;feature=player_embedded\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: B&uuml;rgerkrieg in Libyen; Bahrain: Ausl&ouml;schungskrieg gegen Opposition; C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire auf der Flucht; GAU im Atomkraftwerk Fukushima-1; Atomausstieg; Europa am Scheideweg; Lohnpolitische Koordinierung in der Eurozone?; Anzeige gegen ThyssenKrupp; Mit sozialem Gewissen deutscht&uuml;meln; OECD lobt deutsches Rentensystem; BayernLB-Affaire: &bdquo;Grob fahrl&auml;ssig&ldquo;; Dramatische Nachwuchslage bei der Bundeswehr; Discounter NETTO: Gesch&auml;ftemacherei durch sittenwidrige<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8736\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8736","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8736"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8736\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8741,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8736\/revisions\/8741"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}