{"id":87389,"date":"2022-08-30T08:40:59","date_gmt":"2022-08-30T06:40:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389"},"modified":"2022-08-30T08:40:59","modified_gmt":"2022-08-30T06:40:59","slug":"hinweise-des-tages-4183","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h01\">Habeck in der Kritik: Minister f&uuml;r hohe Energiepreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h02\">Scholz&rsquo; Prag-Rede zur Europapolitik: Keine Antwort auf die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h03\">Wirken die Sanktionen gegen Russland? Diese Grafiken zeigen, wie robust Putins Wirtschaft aktuell dasteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h04\">Chomsky: US-Au&szlig;enpolitik angetrieben von Angst vor Chinas Aufstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h05\">Ausbeutung rund um die Uhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h06\">Das Neun-Euro-Ticket war ein voller Misserfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h07\">Angst vor Protesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h08\">Gut zwei Drittel wollen mehr Investitionen in &ouml;ffentliche Infrastruktur, unterschiedliche Schwerpunkte nach Regionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h09\">Hohe Inflation: Reall&ouml;hne sinken deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h10\">Corona in Frankreich: Macron hat die Pandemie f&uuml;r beendet erkl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h11\">Maskenpflicht: Neue Regeln f&uuml;r Olaf Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h12\">Colombia&rsquo;s leftwing government unveils tax-the-rich plan to tackle poverty<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h13\">Wenn die EU-Chatkontrolle aus besorgten Eltern P&auml;dophile macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h14\">Viele Geschlechter? Das ist Unfug!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87389#h15\">Der erfundene Shitstorm: Chronologie eines Medienversagens<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Habeck in der Kritik: Minister f&uuml;r hohe Energiepreise<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nen-Politiker ger&auml;t zunehmend in Bedr&auml;ngnis. Und das liegt nicht nur an der verkorksten Konstruktion der Gasumlage.<br>\nWir brauchen gute Nachrichten, m&uuml;ssen sie sich im Wirtschaftsministerium Ende vergangener Woche gesagt haben. Seitdem vergeht jedenfalls kein Tag ohne eine neue frohe Kunde aus dem Haus von Robert Habeck (Gr&uuml;ne). Tag eins: Habeck will den Strommarkt reformieren, damit die Preise f&uuml;r die Verbraucher sinken. Tag zwei: Die Gasspeicher f&uuml;llen sich schneller als erwartet, schon Anfang September k&ouml;nnte das Ziel f&uuml;r Anfang Oktober, 85 Prozent, erreicht sein. Am Montag dann die n&auml;chste gute Nachricht: Habeck rechnet mit sinkenden Gaspreisen, eben weil sich die Speicher so schnell f&uuml;llten. Ach ja, noch in diesem Jahr soll der erste Wasserstofftanker in Hamburg anlegen. L&auml;uft.<br>\nIn den Umfragen schwebt Habeck noch &uuml;ber allem, ist der beliebteste Politiker, weit vor dem Bundeskanzler und auch vor seiner gr&uuml;nen Kabinettskollegin Annalena Baerbock, mit der Habeck vor der n&auml;chsten Bundestagswahl wahrscheinlich wieder um die Kanzlerkandidatur der Gr&uuml;nen konkurrieren wird. Doch wie lange sein H&ouml;henflug noch anh&auml;lt, ist fraglich. Der Unmut im Land &uuml;ber die Gasumlage wird von Tag zu Tag gr&ouml;&szlig;er, drei von vier B&uuml;rgern lehnen dieses Instrument zur St&uuml;tzung der Gasimporteure ab. Bis zum Kriegsbeginn in der Ukraine war Habeck der Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz. Jetzt ist er der Minister f&uuml;r die hohen Energiepreise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kritik-an-robert-habeck-der-minister-fuer-hohe-energiepreise-18277412.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Steuer auf Kohle und Erneuerbare: Um Strompreis-Desaster zu verhindern, greift Habeck jetzt zur &Uuml;bergewinnsteuer<\/strong><br>\nDer Gaspreis steigt, der Strompreis steigt &ndash; und auch der Druck auf Wirtschaftsminister Habeck steigt: Seine Gasumlage geriet in Kritik, nun muss auch noch eine L&ouml;sung f&uuml;r den Strommarkt her. Eine &Uuml;bergewinnsteuer k&ouml;nnte laut Habeck die L&ouml;sung sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/habeck-prueft-uebergewinnsteuer-auf-strom-aus-kohle-und-erneuerbaren_id_137482779.html%20\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Update Energiekrise: &ldquo;Der Markt funktioniert nicht mehr&rdquo;<\/strong><br>\nNun ist es offiziell: Der europ&auml;ische Energiemarkt funktioniert nicht mehr. Das meint der tschechische EU-Vorsitz &ndash; er hat nun f&uuml;r den 9. September eine Krisensitzung einberufen. Worum es geht, erkl&auml;rt &Ouml;sterreichs Ex-Kanzler Kern.<br>\nDer Energiemarkt habe aufgeh&ouml;rt zu funktionieren, bem&auml;ngelte der zust&auml;ndige tschechiche Industrieminister Sikela. Daf&uuml;r gebe es mehrere Gr&uuml;nde &ndash; vom russischen Krieg in der Ukraine bis hin zu Problemen mit franz&ouml;sischen Atomkraftwerken.<br>\nSikela sprach sich daf&uuml;r aus, den Strom- vom Gaspreis entkoppeln. &Uuml;ber diesen Schritt wird bereits seit einem Jahr diskutiert &ndash; doch bisher stand Deutschland auf der Bremse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/update-energiekrise-der-markt-funktioniert-nicht-mehr\/\">Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&Ouml;ffnung von Nord Stream 2 als Signal der Entspannung in diesem Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nDie Sanktionen gegen Moskau ruinieren nicht die russische Wirtschaft, sondern den Wohlstand der deutschen Bev&ouml;lkerung. Gleichzeitig machen die Konzerne Traumgewinne. Weichgesp&uuml;lte Proteste reichen dagegen nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/plus240727103\/Sahra-Wagenknecht-Oeffnung-von-Nord-Stream-2-als-Signal-der-Entspannung.html\">Sahra Wagenknecht und Christian Leye auf Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Scholz&rsquo; Prag-Rede zur Europapolitik: Keine Antwort auf die Krise<\/strong><br>\nBundeskanzler Olaf Scholz hat lediglich sattsam bekannte Probleme der EU angesprochen. Fragen zu stellen ist gut, aber gesucht werden L&ouml;sungen.<br>\nEurop&auml;ische Antworten auf die Zeitenwende: Das hat Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Grundsatzrede an der Prager Karls-Universit&auml;t gefordert. Leider ist der SPD-Politiker diese Antworten selbst schuldig geblieben. Scholz hat zwar viel Richtiges gesagt. Ja, die EU muss unabh&auml;ngiger werden &ndash; nicht nur von Gas aus Russland, sondern auch von Waffen aus den USA. Ja, wir brauchen Mehrheitsentscheidungen in der Au&szlig;enpolitik. Ja, das Vetorecht ist ein Anachronismus. Doch wie er diese Ziele erreichen will, hat Scholz nicht verraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Scholz-Prag-Rede-zur-Europapolitik\/!5874847\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wirken die Sanktionen gegen Russland? Diese Grafiken zeigen, wie robust Putins Wirtschaft aktuell dasteht<\/strong><br>\nAls Russlands Truppen Ende Februar die Ukraine &uuml;berfielen und der Westen mit Sanktionen reagierte, sagten viele Experten einen schnellen wirtschaftlichen Niedergang Russlands voraus. In diesen Chor stimmten auch Analysten gro&szlig;er Investmentbanken der New Yorker Wall Street ein. Sechs Monate sp&auml;ter sind sie gezwungen, ihre Einsch&auml;tzung zu revidieren.<br>\nDenn Russlands Wirtschaft hat sich bisher als widerstandsf&auml;hig erwiesen. Widerstandsf&auml;hig sowohl gegen die Sanktionen gegen russischen G&uuml;ter und das Verbot von &Ouml;leinfuhren als auch gegen den Ausschluss des russischen Rubels von den internationalen Devisenm&auml;rkten.<br>\nDiese drei Infografiken zeigen, wie robust Russlands Wirtschaft bisher reagiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/wall-street-sagte-russlands-wirtschaft-einbruch-voraus-grafiken-zeigen-ein-anderes-bild-a\/\">Business Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Chomsky: US-Au&szlig;enpolitik angetrieben von Angst vor Chinas Aufstieg<\/strong><br>\nNoam Chomsky sagt: Die USA versuchen China einzukreisen, um ihre Macht in Eurasien zu sichern. Ein gef&auml;hrliches Projekt, das einen Angriff auf Taiwan ausl&ouml;sen k&ouml;nnte. Wie positionieren sich Europa, Russland und Indien geopolitisch?<br>\nNoam Chomsky analysiert die von den USA betriebene Einkreisung Chinas, um Kontrolle &uuml;ber den eurasischen Kontinent zu erhalten. Das k&ouml;nnte China veranlassen, Taiwan anzugreifen, um sich zu befreien und offenen Zugang zu den Weltmeeren zu gew&auml;hrleisten.<br>\nGleichzeitig versuche Washington, f&uuml;r sie ung&uuml;nstige Partnerschaften der Staaten zu verhindern. Die Frage ist, wie sich das von Deutschland gepr&auml;gte Europa und Indien geopolitisch verhalten werden &ndash; auch vor dem Hintergrund des von Russland gef&uuml;hrten Kriegs in der Ukraine, dem Neuen-Seidenstra&szlig;en-System und den daraus resultierenden Verschiebungen. Bieten sich Wege einer unabh&auml;ngigen Entwicklung und Abl&ouml;sung von US-Hegemonie sowie einer eurasischen Integration?<br>\nDas Interview f&uuml;hrt der Politikwissenschaftler C.J. Polychroniou. Das Interview erschien zuerst auf der US-Nachrichtenseite Truthout.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Chomsky-US-Aussenpolitik-angetrieben-von-Angst-vor-Chinas-Aufstieg-7243562.html?seite=all\">Noam Chomsky auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Einstieg in den Abstieg<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant Zwangsma&szlig;nahmen zur Reduzierung des Chinagesch&auml;fts deutscher Unternehmen. Berichten zufolge arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium nicht nur daran, die &uuml;blichen Staatsgarantien f&uuml;r Gesch&auml;fte im Ausland f&uuml;r Aktivit&auml;ten in der Volksrepublik stark einzuschr&auml;nken. Dar&uuml;ber hinaus ist die Einf&uuml;hrung einer Meldepflicht f&uuml;r Investitionen in China im Gespr&auml;ch &ndash; und die M&ouml;glichkeit, sie zu untersagen. Modell sind entsprechende Schritte in den USA. Berlin reagiert damit darauf, dass es bisher nicht gelingt, die Bedeutung des Chinagesch&auml;fts zu reduzieren; wie aus aktuellen Studien hervorgeht, haben die deutschen Investitionen in der Volksrepublik und die Einfuhren von dort im ersten Halbjahr 2022 Rekordwerte erreicht. Ursache ist, dass die deutsche Industrie ihre Aktivit&auml;ten in China nicht abbricht, sondern sie stattdessen b&uuml;ndelt (&bdquo;Lokalisierung&ldquo;), um sie krisensicher zu machen: Die Volksrepublik gilt als unverzichtbarer Zukunftsmarkt. Die in Berlin insbesondere in gr&uuml;n gef&uuml;hrten Bundesministerien forcierten Zwangsma&szlig;nahmen sind geeignet, die deutsche Industrie in den Abstieg zu treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9006\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ausbeutung rund um die Uhr<\/strong><br>\n24-Stunden-Pflege durch eine Person ist rechtlich ausgeschlossen, und doch ist eine halbe Million Frauen in der BRD betroffen<br>\nJeder wei&szlig;, wie es oft genug l&auml;uft in der 24-Stunden-Pflege. Osteurop&auml;erinnen m&uuml;ssen sich in den heiligen vier W&auml;nden gebrechlicher und verwirrter Deutscher n&auml;chtelang von diesen beschimpfen lassen: &raquo;Was ist denn das schon wieder f&uuml;r eine Sauerei!&laquo;, und wieder stehst du im Bett in dem Zimmerchen, das dein R&uuml;ckzugsort sein soll. Tags&uuml;ber sind st&auml;ndige Belehrungen &uuml;ber das richtige Kochen und Putzen zu &raquo;beherzigen&laquo;, erst recht, wenn sie von Angeh&ouml;rigen der Betreuten kommen, die sich als Arbeitgeber aufspielen und im n&auml;chsten Moment wieder auf Familie machen.<br>\nDrei Monate lang sind die Arbeitsmigrantinnen in der h&auml;uslichen Pflege in Dauerbereitschaft, immer auf Abruf, rund um die Uhr, einzig beim Einkaufen vielleicht mal ein paar Minuten frei &ndash; ihr Monatslohn liegt um die 1.500 Euro, pro Stunde erhalten sie zwei Euro und ein paar Zerquetschte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/433466.pflege-ausbeutung-rund-um-die-uhr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Neun-Euro-Ticket war ein voller Misserfolg<\/strong><br>\nDas Neun-Euro-Ticket neigt sich dem Ende zu. SPD und Gr&uuml;ne feierten es fr&uuml;h als den gro&szlig;en Wurf, weil es viele in Anspruch nahmen. Das stimmt auch: Der Nahverkehr war gerammelt voll. Meine Erfahrungen der letzten drei Monate.<br>\nIn einigen Tagen ist der Spuk vorbei. Das Neun-Euro-Ticket verschwindet wieder. Aber noch immer wird &uuml;ber Nachfolgeangebote gesprochen. Doch wahrscheinlich versandet auch diese Forderung wieder. Im Grunde ist mir das recht. Nat&uuml;rlich will auch ich, dass der Nahverkehr f&uuml;r jeden erschwinglich ist. Aber da stimmt doch in der Reihenfolge etwas nicht. Bevor jeder daran teilhaben kann, muss erstmal was investiert werden. Erst kommt die Ausstattung, dann die Finanzierung. Eine total marode, ohnehin &uuml;berforderte Schiene auch noch mit mehr Fahrg&auml;sten zu &uuml;berfluten: Auf so eine Idee k&ouml;nnen nur Radikale kommen, denen am Ende egal ist, ob das Projekt gelingt oder alles mit in den Abgrund rei&szlig;t.<br>\nFast jeden Tag nutze ich S- und Stra&szlig;enbahnen. Vor der Zombieapokalypse war die schon oft voll &ndash; und ja: &Uuml;berf&uuml;llt. Dann kam die Zeit der leeren Stra&szlig;en und B&uuml;ros und es war recht ger&auml;umig in den Bahnen. Jetzt ist es schlimmer als vorher. F&uuml;r Menschen, die seit Jahr und Tag mit den &Ouml;ffentlichen fahren, ist das Neun-Euro-Ticket ein Schlag ins Gesicht. Denn man schickt sie jetzt t&auml;glich in eine Mobilit&auml;tsh&ouml;lle, in der nicht nur das Gedr&auml;nge ein Stadium erreicht hat, in dem nur K&ouml;rperreibungsfetischisten wirklich aufbl&uuml;hen &ndash; nein, auch die sowieso kaum funktionierenden Abl&auml;ufe stocken und rauben einem wertvolle Lebenszeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/08\/das-neun-euro-ticket-war-ein-voller-misserfolg\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Angst vor Protesten<\/strong><br>\nReaktion auf Demos gegen Gaspreissteigerungen: Verfassungsschutz warnt vor rechter Vereinnahmung. Erste regionale Aktionen<br>\nDie Preise steigen, die Armut w&auml;chst &ndash; die Verzweiflung ebenso. So warnte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Wochenende im Handelsblatt vor einem Anstieg der Privatinsolvenzen infolge von Inflation und &Uuml;berschuldung. Da ist es nahezu ausgeschlossen, dass die zaghaften Proteste, die es bereits gibt, sich im Herbst nicht auswachsen werden. Um so vehementer werden die Bem&uuml;hungen um Deeskalation. Die staatlichen Instrumente reichen von Forderungen nach weiteren kleinen Entlastungen bis zur Verunglimpfung von Demonstrationen. (&hellip;)  An die gro&szlig;en Montagsdemonstrationen gegen die Agenda 2010, die vor ziemlich genau 18 Jahren begannen, will lieber niemand erinnern. Dabei ist genau das angebracht. Die Organisatoren der Montagsdemo Heidelberg haben das verstanden. &raquo;Die Preise sind auf allen Ebenen in die Decke geschossen, f&uuml;r arme und mittlere Haushalte sogar zwischen 15 Prozent und 20 Prozent&laquo;, hie&szlig; es in einer Pressemitteilung am Sonntag. Ihren Protest gegen die Gasumlage der Bundesregierung setzen sie diesen Montag fort und appellieren auch an die Gewerkschaften. &raquo;Gemeinsam k&ouml;nnen wir auch unsere friedenspolitischen, &ouml;kologischen und sozialen Ziele erreichen.&laquo;<br>\nDoch anstatt sich an die Spitze der Demonstrationen zu setzen, sorgt man sich in den oberen Gewerkschaftsetagen um den sozialen Frieden. Die Bundesregierung m&uuml;sse jetzt sp&uuml;rbare soziale Signale senden, sagte der IG Metall-Chef gegen&uuml;ber dpa (Sonnabend). &raquo;Ohne bezahlbare Energiekosten besteht die Gefahr, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt bricht.&laquo; Zur Abmilderung der hohen Preise hat die Gewerkschaft IG Metall einen Preisdeckel f&uuml;r Gas und Strom und eine zweite Energiepreispauschale gefordert, die neben Besch&auml;ftigten auch Rentnern und Studierenden helfen m&uuml;sse. Angebracht ist das. Doch reichen wird es nicht. Der Gaspreis an der niederl&auml;ndischen B&ouml;rse ist dieser Tage auf neuem Rekordniveau. Deshalb gibt es auch erste Proteste f&uuml;r eine Vergesellschaftung des Energiesektors. Etwa am Sonnabend in K&ouml;ln, wo mindestens 1.500 Menschen einem Demoaufruf von &raquo;RWE &amp; Co. enteignen&laquo; folgten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/433455.widerstand-gegen-krisenlasten-angst-vor-protesten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gut zwei Drittel wollen mehr Investitionen in &ouml;ffentliche Infrastruktur, unterschiedliche Schwerpunkte nach Regionen<\/strong><br>\nDie Mehrheit der Menschen in Deutschland ist unzufrieden mit der &ouml;ffentlichen Infrastruktur. Im Bundesdurchschnitt fordern deshalb gut zwei Drittel h&ouml;here staatliche Investitionen. Am geringsten ist die Zufriedenheit in den Bereichen Bildung, Gesundheit\/Pflege und Umweltschutz. Allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede, zeigt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung*: Auf dem Land ist der Wunsch nach Verbesserungen der Gesundheitsversorgung noch h&ouml;her als in der Stadt. Mehr Bedarf an Investitionen in Klima- und Umweltschutz &auml;u&szlig;ern dagegen h&auml;ufiger Stadtbewohner und Stadtbewohnerinnen. In den neuen Bundesl&auml;ndern spielt &ouml;ffentliche Sicherheit eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle, Klimaschutz eine geringere. Im Westen ist es genau umgekehrt. Durchweg sehr niedrig ist die Zufriedenheit im Saarland. Den gr&ouml;&szlig;ten Investitionsbedarf sehen die Einwohner und Einwohnerinnen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz, ergibt die Untersuchung von Ekaterina J&uuml;rgens und Christoph Paetz vom IMK und Levi Timon Henze von der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht Berlin (siehe auch Abbildungen 1 und 2 in der pdf-Version dieser Studie; Link unten). Die Ergebnisse basieren auf einer repr&auml;sentativen Online-Befragung f&uuml;r das IMK, bei der im Oktober 2021 die Zufriedenheit mit der &ouml;ffentlichen Infrastruktur und der Wunsch nach Mehrinvestitionen in acht Kategorien abgefragt wurden<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-gut-zwei-drittel-wollen-mehr-investitionen-in-offentliche-infrastruktur-43020.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hohe Inflation: Reall&ouml;hne sinken deutlich<\/strong><br>\nDie L&ouml;hne der Besch&auml;ftigten in Deutschland sind zwar im Fr&uuml;hjahr deutlich gestiegen, doch die Preise kletterten noch st&auml;rker. Unter dem Strich sanken die Realll&ouml;hne daher um mehr als vier Prozent.<br>\nDie in Deutschland abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Menschen k&ouml;nnen sich wegen der hohen Inflation trotz Lohnsteigerungen weniger von ihrem Geld kaufen. Zwar waren die Bruttomonatsverdienste einschlie&szlig;lich Sonderzahlungen im zweiten Quartal 2022 um 2,9 Prozent h&ouml;her als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.<br>\nWeil die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum jedoch um 7,6 Prozent stiegen, ergab sich nach Angaben der Wiesbadener Beh&ouml;rde unter dem Strich ein Reallohnverlust. Den preisbereinigten Verdienstr&uuml;ckgang bezifferten die Statistiker auf 4,4 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/realloehne-deutschland-inflation-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Corona in Frankreich: Macron hat die Pandemie f&uuml;r beendet erkl&auml;rt<\/strong><br>\nEinst verh&auml;ngte Frankreich Ausgangssperren und begrenzte den Bewegungsradius, heute gilt kaum noch eine Corona-Regel. Mit dem Virus leben, lautet nun die Maxime. [&hellip;]<br>\nAn dem Tag, als der Expertenrat aufgel&ouml;st wurde, fand sein langj&auml;hriger Vorsitzender, Jean-Fran&ccedil;ois Delfraissy, kritische Worte &uuml;ber die franz&ouml;sische Politik. &ldquo;Nat&uuml;rlich bedauere ich vieles&rdquo;, sagte der Immunologe in einem viel beachteten Radiointerview. &ldquo;Wir haben manchmal die Gesundheit &uuml;ber die Menschlichkeit gestellt.&rdquo; Einige Bewohner von Altenheimen h&auml;tten ihren Lebenswillen verloren und nur noch auf den Tod gewartet, weil sie ihre Angeh&ouml;rigen nicht mehr sehen durften. &ldquo;&Uuml;ber die folgenreichen Entscheidungen, f&uuml;r Schulen und Altenheime etwa, h&auml;tten wir mit den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sprechen m&uuml;ssen&rdquo;, sagt Delfraissy heute. Das habe aber &ldquo;die Politik&rdquo; nicht gewollt.<br>\n&ldquo;Die Politik&rdquo; bestand in der Pandemie lange Zeit nur aus Pr&auml;sident Macron. Er f&auml;llte in einem unterirdischen Sicherheitsbunker im kleinen Kreis weitreichende Entscheidungen. Der Staatschef verh&auml;ngte den Ausnahmezustand, der es erm&ouml;glichte, Verordnungen und Gesetze zu verabschieden, ohne sie zwangsl&auml;ufig dem Parlament vorzulegen. Das ist nun vorbei. Um erneut &auml;hnlich durchgreifende Regeln verabschieden zu k&ouml;nnen, m&uuml;sste Macron wieder eine Mehrheit im Parlament finden &ndash; anders als noch vor zwei Jahren verf&uuml;gt er aber seit den Parlamentswahlen im Juni nicht mehr &uuml;ber ausreichend eigene Abgeordnete.<br>\nEr scheint aber selbst von den noch bis April geltenden 2G-Regeln nicht mehr &uuml;berzeugt zu sein:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2022-08\/frankreich-corona-regeln-maskenpflicht-lockerungen\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Maskenpflicht: Neue Regeln f&uuml;r Olaf Scholz<\/strong><br>\nOlaf Scholz ist nach Prag geflogen. Ein Regierungssprecher: Ab sofort gilt &bdquo;mit Blick auf die &ouml;ffentliche Debatte&ldquo; Maskenpflicht an Bord der Regierungsmaschine.<br>\nOlaf Scholz ist am Montag nach Prag geflogen. Anders als beim Flug nach Kanada herrscht an Bord jetzt aber Maskenpflicht. Das berichtet die Journalistin Miriam Hollstein bei Twitter. Sie ist nach eigenen Angaben mit an Bord. Hollstein hatte zuletzt f&uuml;r Aufsehen gesorgt, als sie die umstrittene Sonderregelung im Regierungsflieger auf dem Flug nach Kanada mit dem Hinweis auf verpflichtende PCR-Test rechtfertige. Am Montag schrieb sie bei Twitter: &bdquo;Flug nach Prag mit Scholz. Es herrscht Maskenpflicht.&ldquo;<br>\nDie Anw&auml;ltin Jessica Hamed zeigt sich verwundert &uuml;ber die pl&ouml;tzliche Regel&auml;nderung. Sie fragt: &bdquo;Wieso herrscht jetzt Maskenpflicht, nachdem zuvor unter Aufbietung umst&auml;ndlicher Argumente der maskenlose Flug verteidigt wurde?&ldquo; [&hellip;]<br>\nDie Regel-&Auml;nderung an Bord der Regierungsmaschine sorgt prompt f&uuml;r neuerliche Kritik. So schreibt eine Userin: &bdquo;Somit ist es amtlich. Es hat nichts mit Gesundheit zu tun.&ldquo; Und verweist auf einen anderen Tweet, in dem sie schreibt: &bdquo;Diejenigen, die jetzt wieder Maske tragen, zeigen lediglich, dass sie nichts kapiert haben. Nur Maske tragen, weil sich sonst jemand emp&ouml;ren k&ouml;nnte, hat nichts mit Gesundheit zu tun und zeigt deren &Uuml;berfl&uuml;ssigkeit umso deutlicher.&ldquo;<br>\nAuch Juristin Hamed &uuml;bt Kritik. Nach ihrer Ansicht &bdquo;verschlechtert&ldquo; sich der Eindruck von Scholz und Co. durch die jetzt ohne tiefergehende Erkl&auml;rung ge&auml;nderten Regeln erneut, obwohl das &bdquo;kaum m&ouml;glich schien&ldquo;. Ihr Fazit: &bdquo;Das kommunikative Desaster geht weiter.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/flug-mit-olaf-scholz-maskenpflicht-an-bord-pcr-test-schnelltest-li.261325\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Colombia&rsquo;s leftwing government unveils tax-the-rich plan to tackle poverty<\/strong><br>\nColombia&rsquo;s new leftist government has proposed an ambitious plan to tax the rich in an effort to combat poverty in one of the most unequal countries in the Americas.<br>\nIf implemented, the Piketty-esque legislation proposed by President Gustavo Petro could raise more than $11.5bn annually to fund anti-poverty efforts, free public university and other social welfare programs.<br>\nPetro, a former urban guerrilla who became the country&rsquo;s first leftist leader, rose to power on a raft of promises centered around social progress at a time when the South American country is still plagued by pandemic-fueled economic turmoil.<br>\nIf passed, the plan would raise taxes on the country&rsquo;s highest earners &ndash; approximately 2% of Colombia&rsquo;s population &ndash; cut tax benefits for the richest and fight tax evasion.<br>\nThe tax hikes would progressively increase as income increases. It would add an annual wealth tax on savings and property above $630,000, and would add a 10% tax on some of Colombia&rsquo;s biggest exports &ndash; oil, coal and gold &ndash; after prices rise above a certain threshold.<br>\n&ldquo;This should not be viewed as a punishment or a sacrifice,&rdquo; said Petro. &ldquo;It is simply a solidarity payment that someone fortunate makes to a society that has enabled them to generate wealth.&rdquo;<br>\nThe wealth tax was among Petro&rsquo;s chief promises during his campaign and would mark a significant step toward achieving his bold policy agenda, which has inspired hope in some and skepticism in others.<br>\nIt is also part of a larger debate playing out around the world at a time of deepening global inequalities.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2022\/aug\/26\/colombia-tax-the-rich-plan-poverty-gustavo-petro\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn die EU-Chatkontrolle aus besorgten Eltern P&auml;dophile macht<\/strong><br>\nKindesmissbrauch geh&ouml;rt zu den schlimmsten Verbrechen, die es gibt. Doch man kann auch den Missbrauch missbrauchen, wie die geplante Chatkontrolle zeigt. Unschuldige Eltern k&ouml;nnen so nahezu komplett aus dem digitalen Leben ausgeschlossen werden. Doch die Gefahren gehen weit dar&uuml;ber hinaus.<br>\nDie Kommunikation mit dem Arzt geht niemanden etwas an. Theoretisch. Aber in der Praxis wird diese Regel immer weiter aufgeweicht, wie zwei V&auml;ter in den USA feststellen mussten. Nachdem sie sich Sorgen um ihre Kinder gemacht hatten, schickten sie auf Wunsch des Kinderarztes Fotos der Genitalbereiche des Nachwuchses an die Arztpraxis. Und zwar via Google. F&uuml;r die von Google eingesetzte K&uuml;nstliche Intelligenz (KI) deuteten diese Bilder auf sexuellen Missbrauch der Kinder hin.<br>\nDas Missverst&auml;ndnis war schnell aufgekl&auml;rt, die polizeilichen Ermittlungen wurden zeitnah eingestellt. Doch zu Ende war die Geschichte damit nicht, denn Google sperrte beiden V&auml;tern s&auml;mtliche Konten und Dienste. Da beide Android-Handys benutzten, waren auch diese nach der Sache faktisch wertlos. Dadurch wurde den M&auml;nnern nicht nur ein Gro&szlig;teil ihrer digitalen Teilhabe gesperrt, sie verloren dar&uuml;ber hinaus Fotos und andere Daten aus ihrem gesamten Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtde.website\/europa\/147333-wenn-eu-chatkontrolle-aus-besorgten\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Viele Geschlechter? Das ist Unfug!<\/strong><br>\nWarum es nur zwei Geschlechter gibt &ndash; wenn auch innerhalb der biologischen Geschlechter eine breite kulturelle und hormonelle Spanne. Und warum der Queer-Beauftragte der Bundesregierung das wissen sollte. Ein Gespr&auml;ch mit der Biologin und Nobelpreistr&auml;gerin Christiane N&uuml;sslein-Volhard &uuml;ber die Transideologie, ihre naiven Erf&uuml;llungsgehilfen und warum sie das geplante Selbstbestimmungsgesetz f&uuml;r &bdquo;Wahnsinn&ldquo; h&auml;lt. (&hellip;)<br>\nK&uuml;nftig sollen Jugendliche ab 14 ihr Geschlecht selbst bestimmen k&ouml;nnen.<br>\nDas ist Wahnsinn! Mit 14 sind ganz viele M&auml;dchen in der Pubert&auml;t ungl&uuml;cklich. Ich kenne das ja selbst. Ich war mit 14 auch ungl&uuml;cklich und wollte lieber ein Junge sein. Ich durfte damals noch nicht mal Hosen anziehen oder mir die Haare abschneiden. Ich habe mich oft verflucht und dachte: Ich w&auml;re lieber ein Mann! Denn wenn man so einen Beruf machen will, in dem M&auml;nner dominieren, dann ist man nat&uuml;rlich besser dran, wenn man auch einer ist. Aber dann muss man einen Weg finden, wie man sich durchsetzt. Das ist es doch, was man den M&auml;dchen raten und wobei man sie unterst&uuml;tzen muss.<br>\nFinden Sie denn richtig, dass der Gesetzgeber Menschen eine sogenannte Geschlechtsumwandlung erm&ouml;glicht?<br>\nDer Gesetzgeber kann gar keine Geschlechtsumwandlung erm&ouml;glichen. Er sagt nur: Diese Frau darf ab jetzt behaupten, sie sei ein Mann. Und umgekehrt. Die biologischen Grundlagen sind absolut nicht zu &auml;ndern. Und wenn jetzt ein Mann behauptet, er sei eine Frau und geht in einen Sportverein, um dort bei den Frauen mitzuspielen, dann ist das ein Problem. Denn aufgrund seiner m&auml;nnlichen Hormone ist dieser Mensch st&auml;rker und l&auml;uft schneller. Es ist im Grunde wie Doping. Und wenn man das dann noch nicht mal sagen darf &ndash; das geht doch nicht.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat mehrere Urteile zur Trans- bzw. Intersexualit&auml;t gef&auml;llt, in denen es um den Geschlechtsbegriff geht. Im Urteil von 2017 hei&szlig;t es: &bdquo;In den medizinischen und psychosozialen Wissenschaften besteht weitgehend Einigkeit dar&uuml;ber, dass sich das Geschlecht nicht allein nach genetisch-anatomisch-chromosomalen Merkmalen bestimmen oder gar herstellen l&auml;sst, sondern von sozialen und psychischen Faktoren mitbestimmt wird.&ldquo; Was sagt die Biologin und Nobelpreistr&auml;gerin dazu?<br>\nDas ist Unfug. Wie man sich f&uuml;hlt, das l&auml;sst sich durch soziale und psychologische Umst&auml;nde &auml;ndern. Das biologische Geschlecht aber eben nicht. Das ist dort, wo wirklich Wissenschaft betrieben wird, auch v&ouml;llig unstrittig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/viele-geschlechter-das-ist-unfug-339689\">EMMA<\/a>\n<p>dazu: <strong>Heinz-Rudolf Kunze: Bei Gender-Sprache wird mir k&ouml;rperlich &uuml;bel<\/strong><br>\nDer S&auml;nger Heinz-Rudolf Kunze (&bdquo;Dein ist mein ganzes Herz&ldquo;) hofft, dass das Gendern in der deutschen Sprache bald wieder Geschichte ist. Kunze lehnt diese Sprachform komplett ab. In der Sendung Stern-TV sagte er: &bdquo;Sobald ich gegenderte Sprache h&ouml;re oder lese, wird mir k&ouml;rperlich &uuml;bel.&ldquo; Das sei so, als wenn Eric Clapton falsche T&ouml;ne auf der Gitarre h&ouml;re.<br>\nUnd weiter: &bdquo;Ich halte Gender-Sprache f&uuml;r eine post-aufkl&auml;rerische, neomittelalterliche Form von Tollwut und hoffe, dass das bald wie eine Seuche oder Mode vergeht.&ldquo; &Auml;hnlich w&uuml;rden der Philosoph Peter Sloterdijk und 99 Prozent der Bev&ouml;lkerung denken, so Heinz-Rudolf Kunze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/stern-tv-heinz-rudolf-kunze-bei-gender-sprache-wird-mir-koerperlich-uebel-tour-konzerte-li.260892\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch den Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87304\">Ist Gendern links?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der erfundene Shitstorm: Chronologie eines Medienversagens<\/strong><br>\nSeit der Ravensburger Verlag am 19. August 2022 ein Begleitbuch zu dem Film &bdquo;Der junge H&auml;uptling Winnetou&ldquo; zur&uuml;ckgezogen hat, tobt in den Medien eine Diskussion &uuml;ber Zwang, Zensur, Gedankenkontrolle, Cancel Culture, Sprechverbote, B&uuml;cherverbrennung, Woke-Wahnsinn, linke Aktivistengruppen und eine angebliche Bedrohung der Demokratie. Nach nur einer Woche gibt es weit mehr als 100.000 Beitr&auml;ge, die insgesamt millionenfach geliked, geteilt und kommentiert wurden &ndash; unter ihnen fast 5.000 redaktionelle Artikel. Der Tenor: Heftig laute, aber unlautere Kritik durch &bdquo;woke Gruppen&ldquo; in den sozialen Medien h&auml;tte den Verlag so sehr unter Druck gesetzt, dass er letztlich gar nicht anders konnte (oder das zumindest dachte), als sich einer &bdquo;radikalen Minderheit zu unterwerfen&ldquo;. Die aufgebrachte Menge sieht eine &bdquo;Tyrannei der Polictical Correctness&ldquo; und wehrt sich heftig gegen jede Form von Verbot.<br>\nDatenanalysen zeigen jedoch: diesen Shitstorm &uuml;ber das Buch oder den Film gab es nie, ebenso wenig wie Forderungen nach Verboten. Beide sind vielmehr eine Erfindung findiger Journalisten und Populisten, die entweder medieninkompetent sind oder aus politischem Interesse bzw. aus wirtschaftlichem Kalk&uuml;l hetzen. Und viele andere Journalisten, Politiker, CEOs und B&uuml;rger sind darauf hereingefallen und haben sich instrumentalisieren lassen. Nach eigenen Aussagen hat der Ravensburger Verlag sachliche Kritik ihrer Community ernst genommen und einen Fehler eingesehen. Nur passt das wohl nicht in das Weltbild (und das Gesch&auml;ftsmodell) einiger Medien. Also erfanden sie den &bdquo;woken Shitstorm&ldquo;, verbreiteten haufenweise Verzerrungen und inszenierten so einen &bdquo;antiwoken Shitstorm&ldquo;, der seinesgleichen sucht. Und dabei verhinderten noch, dass wir uns inhaltlich mit dem Thema &bdquo;Rassismus&ldquo; auseinandersetzen, inklusive der Frage, ob &bdquo;gut gemeinter&ldquo; Rassismus auch Rassismus ist. Unser Mediensystem ist kaputt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/scompler.com\/winnetou\/%20\">Scompler<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man sollte auch die Frage stellen, wem es eigentlich n&uuml;tzt, wenn die Menschen sich lieber &uuml;ber angebliche &bdquo;Winnetou-Verbote&ldquo; als &uuml;ber, sagen wir mal, die Preise f&uuml;r Energie aufregen. Ich rechne mit mehreren solcher &bdquo;Herbst- und Winterloch-Aufregern&ldquo; in den n&auml;chsten Monaten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-87389","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=87389"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87391,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87389\/revisions\/87391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=87389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=87389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=87389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}