{"id":8742,"date":"2011-03-21T09:01:13","date_gmt":"2011-03-21T08:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8742"},"modified":"2011-03-21T10:30:04","modified_gmt":"2011-03-21T09:30:04","slug":"hinweise-des-tages-1328","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8742","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Angriff auf Libyen; In finsteren Gefilden; Mythos vom EU-Zahlmeister; Angriff auf den Yen; Leiharbeit; Die Schlecker-Klausel; Kernkraftdiskussion; Stuttgart 21; Kommunen verzocken Millionen aus Gemeindekassen; Politikverdrossenheit im L&auml;ndervergleich; Unternehmer r&uuml;hren Werbetrommel f&uuml;r Mappus; &Auml;gypten; Unverst&auml;ndliche Wahlprogramme; Oskar Lafontaine: Ich mache weiter, nur ohne Amt; Freir&auml;ume in Gefahr; TV Hinweis: &bdquo;Water makes money&ldquo;; TV Hinweis: Neues aus der Anstalt; Zu guter letzt: Gr&uuml;ne Umweltpartei CDU verspricht (KR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Angriff auf Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">In finsteren Gefilden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Mythos vom EU-Zahlmeister &ndash; Wie Deutschland vom Euro profitiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Angriff auf den Yen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Leiharbeit: Zur Kasse, bitte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Die Schlecker-Klausel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Kernkraftdiskussion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Kommunen verzocken Millionen aus Gemeindekassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Politikverdrossenheit im L&auml;ndervergleich &ndash; Deutsche neutral, Franzosen sauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Unternehmer r&uuml;hren Werbetrommel f&uuml;r Mappus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">&Auml;gypter stimmen f&uuml;r Verfassungs&auml;nderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Unverst&auml;ndliche Wahlprogramme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Oskar Lafontaine: Ich mache weiter, nur ohne Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Freir&auml;ume in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">TV Hinweis: Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen: &bdquo;Water makes money&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">TV Hinweis: Neues aus der Anstalt &ndash; Politsatire mit Priol und Pelzig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter letzt: Gr&uuml;ne Umweltpartei CDU verspricht, Verantwortliche f&uuml;r Laufzeitverl&auml;ngerung zur Rechenschaft zu ziehen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8742&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Angriff auf Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wer A sagt &hellip;<\/strong><br>\nFrankreich &uuml;bernimmt die F&uuml;hrung eines Angriffs auf Libyen, dessen Fortgang ungewiss ist: Werden am Ende doch Bodentruppen gebraucht, um Gaddafis Macht zu brechen? [&hellip;]<br>\nUnd damit beginnt das auch eigentliche Problem. Weder die libysche Luftverteidigung noch die libysche Luftwaffe werden sich als un&uuml;berwindliche milit&auml;rische Hindernisse erweisen. Beide k&ouml;nnen nur auf Zufalls- oder Achtungserfolge gegen die westlichen Kampfflugzeuge hoffen. Problematisch wird etwas anderes. Was tun, wenn die Rebellen wieder vorr&uuml;cken wollen? Was, wenn sie es sind, die vorl&auml;ufig keinen Waffenstillstand akzeptieren, weil Gaddafi derzeit gro&szlig;e Teile Libyens wieder kontrolliert? Sollen Kampfjets des Westens ihnen dann den Weg zum Sturz Gaddafis freibomben? W&auml;re das mit dem Mandat noch in Einklang zu bringen? Beginnt mit der Durchsetzung einer Flugverbotszone m&ouml;glicherweise eine l&auml;ngere westliche Milit&auml;roperation, die &ndash; um den Sturz Gaddafis zu erm&ouml;glichen &ndash; letztlich doch den Einsatz von Bodentruppen erfordern wird?<br>\nEs sind zumindest zwei Szenarien, die auf eine solche M&ouml;glichkeit hinauslaufen k&ouml;nnten: Zum einen kann es sein, dass die milit&auml;rische Kraft der Rebellen nicht ausreicht, um Gaddafis Truppen entscheidend zu schw&auml;chen. Zum anderen kann es sein, dass die Rebellen letztlich nicht stark genug sind oder nicht einig genug bleiben, um gemeinsam eine neue Regierung zu bilden, die Sicherheit in Libyen ohne ausl&auml;ndische Hilfe garantieren kann. Beide F&auml;lle k&ouml;nnen dazu f&uuml;hren, dass wer A sagte auch B sagen und letztlich milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung am Boden leisten muss. Daf&uuml;r gibt es weder ein Mandat noch die Garantie, dass die von Frankreich koordinierte Koalition in diesem Fall zusammenbleiben w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1111-wer-a-sagt..\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Libyen: Operation Regime change..<\/strong><br>\n..oder Verteidigung der Zivilbev&ouml;lkerung: Was ist das Ziel der internationalen Gemeinschaft in Libyen?<br>\nDie erste Welle, das &ldquo;opening salvo&rdquo; so das Pentagon, der &ldquo;Operation Odyssey Dawn&rdquo; lief gestern nacht: Mehr als 110 Raketen wurden von britischen und amerikanischen Kriegsschiffen aus auf 20 Radar- und Luftabwehrstellungen an der K&uuml;ste abgefeuert. Dazu wurden Kampfflugzeuge mit Bomben auf Ziele losgeschickt, welche die Truppen Gaddafis schw&auml;chen sollen, um weitere milit&auml;rischen Operationen gegen Bengasi und Misurata, Hochburgen der Gaddafi-Gegner, zu verhindern. Die n&auml;chtlichen Bilder vom Beschuss und Abwehrfeuer &uuml;ber Tripolis &auml;hneln jenen, die man vom Bagdader Nachthimmel, von Irak-Kriegen, kennt. Die Parallelen h&ouml;ren damit nicht auf. Die Frage, die sich nach der ersten Angriffswelle vom Meer und der Luft aus stellt, ist nicht nur, ob dies Gaddafi zum Einlenken bringen wird, ob Libyen damit einem Waffenstillstand n&auml;her ger&uuml;ckt ist, sondern auch, was das eigentliche Ziel dieser Operation ist. W&auml;re die internationale Gemeinschaft mit einem Waffenstillstand zufrieden oder geht es ihr um einen Regime Change? Und, welche Verantwortung hat sie f&uuml;r die Zeit danach? Was ist, wenn die Machtverh&auml;ltnisse danach unklar bleiben und ein B&uuml;rgerkrieg droht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34387\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Solche Angriffe sind durch Resolution nicht gedeckt<\/strong><br>\nRussland hat den internationalen Milit&auml;reinsatz gegen Libyen kritisiert. Durch die Bombardierung von Br&uuml;cken und anderen nicht rein milit&auml;rischen Zielen seien bereits mindestens 48 Zivilisten get&ouml;tet worden, sagte ein Sprecher des Au&szlig;enministeriums. Au&szlig;erdem sei ein medizinisches Zentrum teilweise zerst&ouml;rt worden. Solche Luftangriffe seien durch die UN-Resolution nicht gedeckt. Er forderte die internationalen Streitkr&auml;fte auf, den &ldquo;wahllosen&rdquo; Einsatz von Gewalt zu stoppen. [&hellip;]<br>\nAuch der Chef der Arabischen Liga, Amr Mussa, kritisierte das Vorgehen der internationalen Streitkr&auml;fte in Libyen kritisiert. Die Luftangriffe dienten nicht dem vereinbarten Ziel, eine Flugverbotszone &uuml;ber dem Land durchzusetzen, sagte er. Wir wollen Schutz f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung und keinen Beschuss weiterer Zivilisten.&rdquo; Vor gut einer Woche hatte sich die Arabische Liga bei einem Krisentreffen zu Libyen f&uuml;r die Einrichtung einer Flugverbotszone ausgesprochen.<br>\nAuch China bedauert die Luftangriffe. Eine Sprecherin des Au&szlig;enministeriums sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, man sei gegen den Einsatz von Gewalt in internationalen Beziehungen. Peking hoffe, dass sich die Lage schnell wieder stabilisiere, damit weitere Opfer vermieden w&uuml;rden. Auch China hatte nicht f&uuml;r die Resolution gestimmt und sich enthalten. Sowohl China als auch Russland h&auml;tten sie mit einem Nein zu Fall bringen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/reaktionenlibyen116.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Margarethe Gorges:<\/strong> Vor fast genau 2 Jahren, am 26.03.2009  hielt Oskar Lafontaine folgende Rede im  Bundestag, und Nichts &ndash;  Garnichts! wurde daraus gelernt:<\/em> <\/p>\n<p><strong>Diese NATO lehnen wir ab<\/strong><br>\nDie NATO wurde als Verteidigungsb&uuml;ndnis konzipiert und verpflichtete sich auf die Charta der Vereinten Nationen. Sie ist heute ein Interventionsb&uuml;ndnis, das Kriege um die &Ouml;l- und Gasfelder des vorderen Orients f&uuml;hrt. Das V&ouml;lkerrecht wurde missachtet im Jugoslawienkrieg, im Irakkrieg und in Afghanistan. Wir wollen diese NATO ersetzen durch ein B&uuml;ndnis kollektiver Sicherheit, das in erster Linie auf Frieden und Abr&uuml;stung verpflichtet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AMglAZ31p6g\">YouTube<\/a><\/p>\n<p><em>Albrecht M&uuml;ller kommentierte damals diese Rede wie folgt: <a href=\"?p=4230\">&ldquo;Darf man nicht mehr f&uuml;r eine gesamteurop&auml;ische Friedensordnung sein?&rdquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stiller Revolutionsexport<\/strong><br>\nDer Beitrag der arabischen L&auml;nder ist eher symbolischer und politischer Natur, nicht milit&auml;rischer. Dennoch gibt es enge Beziehungen zu den Aufst&auml;ndischen.<br>\nEs war die Arabische Liga, die den UN-Sicherheitsrat anrief, um eine Resolution f&uuml;r eine Flugverbotszone &uuml;ber Libyen zu bewirken. Bei den m&ouml;glichen Milit&auml;raktionen hingegen werden die arabischen L&auml;nder keine Schl&uuml;sselrolle spielen.<br>\nBereits vor der Entscheidung des Sicherheitsrates hatte der Vertreter der Arabischen Liga bei den Vereinten Nationen, Yahya Mahmassani, zu verstehen gegeben, dass sich Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate an milit&auml;rischen Operationen beteiligen k&ouml;nnten, was Katar inzwischen offiziell best&auml;tigt hat. Allerdings ist unklar, welche Form diese Beteiligung haben kann. Inoffiziell ist die Rede davon, dass beide L&auml;nder Kampfflugzeuge schicken k&ouml;nnten. Aber schon angesichts der milit&auml;rischen St&auml;rke der beiden kleinen L&auml;nder ist es klar, dass dies nur ein symbolischer arabischer Beitrag sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/afrika\/artikel\/1\/stiller-revolutionsexport\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In finsteren Gefilden<\/strong><br>\nF&uuml;r professionelle Anleger entstehen im Schatten der gro&szlig;en B&ouml;rsen immer obskurere Handelspl&auml;tze &ndash; der Markt zersplittert zusehends. [&hellip;]<br>\nDoch es gibt auch eine &ndash; eher stille &ndash; Gegenbewegung zur aktuellen Vereinigungswut: Investmentbanken arbeiten mit Hochdruck daran, immer neue Marktpl&auml;tze zu etablieren. Auf diesen bleiben die B&ouml;rsenprofis unter sich, und selbst die dort ermittelten Kurse sind der &Ouml;ffentlichkeit kaum zug&auml;nglich. Noch spielen diese sogenannten Dark Pools f&uuml;r den Gesamtmarkt eine geringe Rolle. Doch sie wachsen rasant, und das birgt erhebliche Risiken. &raquo;Es besteht die Gefahr, dass Effizienz und Zuverl&auml;ssigkeit des Handels unterminiert werden&laquo;, sagt etwa Rhodri Preece, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des CFA Institute, einer Organisation, deren Ziel weltweite Standards im Investmentgesch&auml;ft sind. [&hellip;]<br>\nVor diesem Hintergrund erscheint es verwunderlich, dass sich die Europ&auml;ische Kommission nicht l&auml;ngst intensiver mit dem Thema OTC besch&auml;ftigt hat. Anlass dazu h&auml;tte sie gehabt: Im Jahr 2007 trat ihre Richtlinie Mifid in Kraft, die moderne und einheitliche Regeln f&uuml;r Europas Finanzm&auml;rkte schaffen sollte. Sie definierte unter anderem, was eine echte B&ouml;rse ist und was sie zu leisten hat; zugleich schufen die EU-Beamten die Grundlage f&uuml;r den Siegeszug von b&ouml;rsen&auml;hnlichen Gebilden namens Multilateral Trading Facilities (MTF). [&hellip;]<br>\nDer zum Zeitpunkt der Verabschiedung bedeutende OTC-Handel allerdings geriet in der Richtlinie zu kaum mehr als einer Fu&szlig;note: Erw&auml;hnt wird er darin nur in einem einzigen Satz &ndash; die strengen Transparenzanforderungen, die f&uuml;r B&ouml;rsen und MTFs definiert werden, sollen f&uuml;r diese Art von Transaktionen nicht gelten, hei&szlig;t es darin. Definiert wird OTC als &raquo;ad hoc und unregelm&auml;&szlig;ig&laquo;, &raquo;zwischen Gegenparteien im Gro&szlig;handel&laquo; und &raquo;Teil einer Gesch&auml;ftsbeziehung (&hellip;), die selbst wiederum von Gesch&auml;ften charakterisiert wird, die &uuml;ber die standardm&auml;&szlig;ige Marktgr&ouml;&szlig;e hinausgehen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/12\/F-Dark-Pools\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.R.:<\/strong> Von wegen transparenter Markt &ndash; nur zur Erinnerung, das ist eine der Bedingungen f&uuml;r das Funktionieren der Theorien und Modelle der &Ouml;konomie&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die intransparenten OTC-M&auml;rkte mit ihren Papieren, die (nicht nur) im Krisenfall unm&ouml;glich zu bewerten sind, waren ein Hauptgrund f&uuml;r die Dynamik der Finanzmarktkrise. Erinnert sich noch irgendwer an die Sonntagsreden der letzten Jahre? Mehr Transparenz an den M&auml;rkten? Eine st&auml;rkere Regulierung von Handelsarten, die bislang kaum reguliert sind? Dies alles scheint heute vergessen zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mythos vom EU-Zahlmeister &ndash; Wie Deutschland vom Euro profitiert<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik zahlt Milliarden Euro f&uuml;r Pleitestaaten, hat selbst aber kaum Vorteile von Europa: Dieser Eindruck ist weitverbreitet &ndash; und doch nur ein Mythos. Kein Staat profitiert so von der europ&auml;ischen Integration und der gemeinsamen W&auml;hrung wie Deutschland. [&hellip;]<br>\nDeutschland ist der gr&ouml;&szlig;te Profiteur des gemeinsamen europ&auml;ischen Binnenmarktes aus 27 Staaten, in dem rund 500 Millionen Einwohner fast 30 Prozent des globalen Sozialproduktes erwirtschaften. Zwischen Schleswig-Holstein und Bayern h&auml;ngt fast jeder vierte Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Export ab, also dem Handel mit anderen Staaten. Die Wirtschaftsmacht EU ist gr&ouml;&szlig;er als die USA und dreimal bedeutender als China. Das sind die Fakten &ndash; auch, wenn sich die weltweiten Schwerpunkte immer mehr gen Asien verschieben.<br>\nWeil Deutschland wirtschaftlich der gr&ouml;&szlig;te EU-Nutznie&szlig;er ist, profitiert auch kein Land so sehr vom Euro. Die gemeinsame W&auml;hrung hat zu einem regelrechten deutschen Exportboom gef&uuml;hrt. Das zeigt ein Vergleich der Ausfuhrzuw&auml;chse in die 17 L&auml;nder, die heute zum gemeinsamen W&auml;hrungsraum geh&ouml;ren. [&hellip;]<br>\nAnders ausgedr&uuml;ckt: Dank des Euro hat es die deutsche Wirtschaft geschafft, den Handel mit etablierten Industriestaaten &auml;hnlich rasant auszubauen wie mit den Schwellenl&auml;ndern. Das ist ein betr&auml;chtlicher Erfolg. [&hellip;]<br>\nBislang hat die Euro-Krise Deutschland keinen Cent gekostet &ndash; im Gegenteil: Die Kredite an Griechenland und Irland sind ein gutes Gesch&auml;ft. Vereinfacht formuliert leiht sich der deutsche Finanzminister an den M&auml;rkten Geld f&uuml;r zwei Prozent und reicht es f&uuml;r f&uuml;nf Prozent weiter. Bei zehn Milliarden Euro Kreditsumme macht das einen j&auml;hrlichen Gewinn von 300 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,744027,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist typisch f&uuml;r den SPIEGEL. Zuerst baut er mit aller Macht einen Mythos auf, um dann lautstark dar&uuml;ber zu klagen, dass die &Ouml;ffentlichkeit diesen Mythos auch noch glaubt. Nat&uuml;rlich &bdquo;vergisst&ldquo; der SPIEGEL aber auch bei seiner Mythenkritik zu erkl&auml;ren, warum Deutschland komparative Vorteile aus dem gemeinsamen Markt und er gemeinsamen W&auml;hrung zieht: Die implizite Unterbewertung der deutschen W&auml;hrung und die vergleichsweise zu niedrigen L&ouml;hne sind dem SPIEGEL kein Wort wert. Selbstverst&auml;ndlich ist es dem SPIEGEL auch kein Wort wert, darauf hinzuweisen, dass der deutsche Exporterfolg ein Zeichen f&uuml;r eine volkswirtschaftliche St&ouml;rung der Gemeinschaftsw&auml;hrung ist. Das ist doppelt problematisch, da der Leser ohne diese Erkl&auml;rung der Mythenkritik des SPIEGEL nicht folgen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Angriff auf den Yen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Japan droht Finanzkollaps<\/strong><br>\nDie unvorstellbaren Sch&auml;den, welche Erdbeben, Tsunami und die schweren Havarien in mehreren Atomreaktoren in Japan angerichtet haben, sind derzeit noch nicht zu quantifizieren. Fest steht jedoch schon jetzt, da&szlig; allein der Wiederaufbau der zerst&ouml;rten Infrastruktur im Norden des Landes finanzielle Dimensionen erreichen wird, die alle bisherigen Defizite des Staatshaushaltes in den Schatten stellen. Das geschieht zu einer denkbar ung&uuml;nstigen Zeit, denn mit einer Staatsverschuldung von &uuml;ber 220 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) geh&ouml;rt Japan schon jetzt zu den am h&ouml;chsten verschuldeten L&auml;ndern der Welt. Nur weil die japanischen Staatsanleihen trotz ihrer extrem niedrigen Verzinsung fast ausschlie&szlig;lich von den B&uuml;rgern des Landes aufgekauft wurden, ist die Regierung in Tokio weitgehend unabh&auml;ngig von den globalen Finanzm&auml;rkten und die Zinsbelastung noch ertr&auml;glich.<br>\nDie jetzt notwendigen Mittel f&uuml;r den Wiederaufbau des Landes k&ouml;nnen durch inl&auml;ndisches Anlageverm&ouml;gen nicht beschafft werden. Bereits jetzt ist erkennbar, da&szlig; japanische Guthaben im Ausland in gro&szlig;em Umfang ausgel&ouml;st und repatriiert werden. Das wiederum f&uuml;hrt zu einer steigenden Nachfrage nach der heimischen W&auml;hrung und folglich zu einem h&ouml;heren Wechselkurs des Yen, wodurch die Exportchancen der japanischen Industrie verringert werden. Ungem&uuml;tlich k&ouml;nnte es allerdings auch f&uuml;r die USA werden. Japan h&auml;lt bislang US-Staatsanleihen (T-Bonds) im Wert von 885,9 Milliarden Dollar als Devisenreserven, nur in China sind es mehr. Wenn das gigantische Defizit der USA aber nicht mehr durch L&auml;nder wie Japan durch Bondsk&auml;ufe zwischenfinanziert wird, sondern derartige Papiere sogar in gro&szlig;em Stil abgesto&szlig;en werden, mu&szlig; die US-Notenbank &uuml;ber die bisherigen Programme hinaus erneut frisches Geld in dreistelliger Milliardenh&ouml;he in den Markt pumpen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/03-19\/017.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li><li><strong>Kommentar zur Yen-Intervention: Sehr ernst<\/strong><br>\nMit einer <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/schlag-gegen-die-spekulanten\/-\/1472780\/8244288\/-\/index.html\">gemeinsamen Aktion<\/a> haben die gro&szlig;en Zentralbanken den japanischen Yen bewusst geschw&auml;cht. Spekulanten wurden damit erstmal ausgebremst. Die Aktion zeigt, welche Macht die Politik auf den Finanzm&auml;rkten haben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/sehr-ernst\/-\/1472780\/8244294\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<p>dazu: <strong>F&uuml;hrende Notenbanken stoppen den H&ouml;henflug des Yen<\/strong><br>\nDie wichtigsten Zentralbanken der Welt greifen in den Devisenhandel ein, um den H&ouml;henflug des Yen zu stoppen. Die koordinierte Intervention ist erfolgreich: Der Yen wird schw&auml;cher, der Nikkei-Index st&auml;rker. Der starke Yen hatte die Lage des krisengesch&uuml;ttelten Landes zus&auml;tzlich erschwert. Es gab allerdings auch Zweifel am langfristigen Nutzen der Devisen-Interventionen: &laquo;Das wirkt wie ein nerv&ouml;ser Kampf zwischen der Notenbank und Spekulanten&raquo;, sagte Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/fuehrende_notenbanken_stoppen_den_hoehenflug_des_yen_1.9939464.html\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allerdings haben die Notenbanken einen l&auml;ngeren Atem als die Spekulanten. Die gro&szlig;en Volumina an den Devisenm&auml;rkten entstehen dadurch, dass W&auml;hrungen meist nur sehr kurzfristig gehalten werden, oft im Minutentakt gekauft und wieder verkauft werden. Wenn auch die Intervention einzelner Notenbanken nicht immer erfolgreich war, so d&uuml;rfte die abgestimmte Macht der Zentralbanken der USA, Gro&szlig;britanniens, Kanadas und der Eurozone zusammen mit Japan ein Kaliber darstellen, dass durch die Spekulation kaum zu knacken ist.<\/em><\/p><\/ol><\/li>\n<\/ol><li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Leiharbeit: Zur Kasse, bitte!<\/strong><br>\nHunderte Unternehmen sollen bis Ende Mai Sozialbeitr&auml;ge f&uuml;r Leiharbeiter nachzahlen. Manche Zeitarbeitsfirmen k&ouml;nnen das Geld wom&ouml;glich nicht aufbringen.<br>\nViele Unternehmen haben Leiharbeitern &uuml;ber Jahre Niedrigstl&ouml;hne gezahlt &ndash; jetzt werden sie zur Kasse gebeten: Die Sozialversicherungen haben rund 1400 Zeitarbeitsfirmen ultimativ aufgefordert, Sozialbeitr&auml;ge nachzuzahlen. Sollten sie dies bis Ende Mai nicht tun, w&uuml;rden S&auml;umniszuschl&auml;ge erhoben, warnen die Sozialversicherungen in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Anspr&uuml;che k&ouml;nnten sich auf zwei Milliarden Euro summieren, sch&auml;tzen Gewerkschafter. F&uuml;r Leiharbeiter bedeutet dies: Sie k&ouml;nnen auf h&ouml;here Renten und h&ouml;heres Arbeitslosengeld hoffen. [&hellip;]<br>\nDie Arbeitgebervereinigung BDA warnte vor Jobverlusten: &bdquo;Wenn jetzt Beitragsanspr&uuml;che geltend gemacht werden, m&uuml;ssen die Zeitarbeitsunternehmen R&uuml;ckstellungen bilden&ldquo;, sagte ein Sprecher. &bdquo;Dies wird viele Unternehmen &uuml;berfordern, weshalb sie bereits in den n&auml;chsten Wochen Insolvenz anmelden m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/zur-kasse--bitte-\/-\/1472780\/8244326\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Argument &bdquo;Arbeitspl&auml;tze&ldquo; zieht nicht immer. Durch den Wegfall des Einsatzes von Billig-Zeitarbeitern fallen keine Arbeitspl&auml;tze weg, sie werden lediglich von besser bezahlten Arbeitskr&auml;ften eingenommen. Gesch&auml;ftsmodelle, die sich einzig und alleine auf Lohn- und Sozialdumping begr&uuml;nden, haben ohnehin keine Daseinsberechtigung. Wenn diese Unternehmen Insolvenz anmelden m&uuml;ssen, ist das kein schlechtes, sondern ein gutes Zeichen.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Schlecker-Klausel<\/strong><br>\nExperten zerpfl&uuml;cken Gesetzentwurf von der Leyens gegen den Missbrauch bei Zeitarbeit.<br>\nVor genau einem Jahr hat Arbeitsministerin Ursula von der Leyen versprochen, dem Missbrauch in der Leiharbeit einen Riegel vorzuschieben. Inzwischen hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, doch nun hagelt es Kritik: Arbeitgeber, Gewerkschafter und Forscher sind mit der Vorlage unzufrieden. In ihren schriftlichen Stellungnahmen zu einer Anh&ouml;rung am heutigen Montag, die der Frankfurter Rundschau vorliegen, machen sie ihrem Unmut Luft. [&hellip;]<br>\nIn den Stellungnahmen der Sachverst&auml;ndigen wird die zentrale Schwachstelle dieses Vorhabens deutlich: Anstatt generelle Standards f&uuml;r die Zeitarbeit festzulegen, plant die Regierung eine Sonderregelung f&uuml;r einen ganz speziellen Fall. In vielen anderen F&auml;llen w&auml;re ein Missbrauch der Leiharbeit weiter m&ouml;glich, kritisiert der DGB. Unternehmen k&ouml;nnten weiterhin Festangestellte entlassen, und anschlie&szlig;end andere Menschen als billige Leihkr&auml;fte anheuern. [&hellip;]<br>\nMit ihrer rigiden Haltung stehen die Arbeitgeber ziemlich alleine da. Die von der Bundesregierung eingeladenen Forscher Gerhard Bosch von der Uni Duisburg-Essen und Hajo Holst von der Uni Jena pl&auml;dieren &ndash; wie die Gewerkschaften &ndash; f&uuml;r eine Gleichbehandlung von Leihkr&auml;ften und Festangestellten. Sie verweisen auf L&auml;nder wie Frankreich und Schweden, wo dieses Prinzip bereits gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/die-schlecker-klausel\/-\/1472780\/8249186\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kernkraftdiskussion<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkels Schwenk in der Atompolitik ist eine Megal&uuml;ge<\/strong><br>\nNur eines der sieben AKW wurde tats&auml;chlich vom Netz genommen &ndash; die anderen sind au&szlig;er Betrieb oder in Revision. Gespr&auml;ch mit Felix Ruwe, Sprecher der B&uuml;rgerinitiative &raquo;Kein Atomm&uuml;ll in Ahaus e.V..&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/03-19\/040.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Das verdr&auml;ngte Risiko &ndash; Wie Deutschland und die Welt auf Atomkraft setzten<\/strong><br>\nDas apokalyptische Ausma&szlig; der Zerst&ouml;rung in Japan lasse uns alle verstummen, erkl&auml;rt Bundeskanzlerin Angela Merkel und vollzieht einen deutlichen Bruch mit ihrer bisherigen Atompolitik. Im letzten Jahr setzte die schwarz-gelbe Koalition noch Laufzeitverl&auml;ngerungen durch, genehmigte der Nuklearbranche nach vielen Jahren wieder B&uuml;rgschaften f&uuml;r Atom-Exporte und pries den Beitrag der Atomkraft f&uuml;r den Klimaschutz. Jetzt will sie die Laufzeitverl&auml;ngerung aussetzen und alte Meiler vom Netz nehmen. Ralf G&uuml;ldner, Pr&auml;sident des Deutschen Atomforums gesteht ein: Wir m&uuml;ssen im Bereich des Restrisikos unserer Anlagen etwas tun. Doch die aktuelle Kehrtwende der Bundesregierung im atomkritischen Deutschland t&auml;uscht dar&uuml;ber hinweg, dass die Kernenergie in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebte &ndash; eher zaghaft in Deutschland, vehement in zahlreichen anderen L&auml;ndern der Erde. Grosse Industrienationen wie China, Russland und Indien setzen auf Atomkraft, um ihren Energiehunger zu stillen, zahlreiche neue Atomkraftwerke sind dort im Bau oder zumindest in Planung. Selbst nach dem Ungl&uuml;ck in Japan bekennen sich Regierungschefs in aller Welt zu ihren Atomkraftwerken und &ndash; teils heftig umstrittenen &ndash; Neubauprojekten. Ein grosses Gesch&auml;ft, von dem auch die deutsche Nuklearbranche stark profitiert. Die ZDF-Autoren Ulrike Br&ouml;dermann und Michael Strompen haben die deutsche Atomwirtschaft und ihr weltweites Engagement analysiert und zahlreiche Branchenvertreter getroffen. Vom Restrisiko war bis zur Katastrophe in Japan nie die Rede. Wir sehen die Vorteile der Kernenergie, die CO2-freien Strom erzeugen, und dass wir auf einem wettbewerbsf&auml;higen Kostenniveau sind und einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten k&ouml;nnen, erkl&auml;rt Ralf G&uuml;ldner auch nach dem Ungl&uuml;ck im Interview und warnt vor einem deutschen Alleingang in der Atompolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1287058\/Das-verdraengte-Risiko#\/beitrag\/video\/1287058\/Das-verdraengte-Risiko\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;rchtet euch!<\/strong><br>\nDie &ldquo;German Angst&rdquo; ist wieder da. Sie mag ein l&auml;cherliches Gef&uuml;hl sein, doch selten war sie n&uuml;tzlicher als heute.<br>\nAngst. Das ist derzeit das Schl&uuml;sselwort. In Deutschland, weil man nichts zu haben scheint als sie, und in Japan, weil man sie nicht zu haben scheint. Darum ist auch wieder von der &ldquo;German Angst&rdquo; die Rede. Die Deutschen pflegten ein besonders enges Verh&auml;ltnis zur Angst, sie kultivierten sie geradezu. Sie liebten es, sich in ihr zu suhlen. Sie s&auml;hen in neuen Entwicklungen immer nur die Gefahr und nie die Chance. Darum zittere man im Augenblick mehr in Deutschland als in Japan. Das ist etwas vorschnell gedacht. Wir tun gut daran, die Angst in Deutschland nicht ganz so ernst zu nehmen. Das Gleiche gilt sicher auch f&uuml;r die scheinbare Angstlosigkeit in Japan. Es geht in beiden F&auml;llen mehr um die Frage des &ouml;ffentlichen Umgangs mit einer emotionalen Gemengelage. In Deutschland geh&ouml;rt es zum guten Ton, Angst zu zeigen &ndash; selbst dann, wenn man sie nicht hat. In Japan dagegen gilt: Angst wird &ndash; unter keinen Umst&auml;nden &ndash; gezeigt. Beides sagt wenig dar&uuml;ber, wie gro&szlig; die Angst ist, die man wirklich hat. [&hellip;]<br>\nDie &ldquo;German Angst&rdquo; ist nichts anderes als das Wissen darum, dass die Gefahr, die von drau&szlig;en drohen mag, nicht die einzige, ganz sicher nicht die wesentliche ist. Die &ldquo;German Angst&rdquo; ist das sichere Gef&uuml;hl, dass die wirkliche Gefahr von innen kommt. Sie ist unbeherrschbar. Denn sie zu beherrschen setzte voraus, dass wir uns im Griff h&auml;tten, und die Angst r&uuml;hrt ja gerade daher, dass wir die Gewissheit haben, dass uns das zwar immer wieder einmal gelingen mag, dass es aber darauf ank&auml;me, dass es uns immer gel&auml;nge. Das aber, wissen wir, ist unm&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2011\/0319\/magazin\/0001\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Und jetzt wacht man auf<\/strong><br>\nJournalist Malte Jaspersen &uuml;ber die Vorhersehbarkeit der japanischen Atomkatastrophe<br>\nSchon 2005 sprach Malte Jaspersen mit einem japanischen Wissenschaftler, der eine Kombination von Nuklear- und Erdbebenkatastrophe vorhersagte. Vorw&uuml;rfe m&uuml;ssten nun alle treffen: die Regierung, die B&uuml;rokratie, die Atomindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1414465\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Strahlen und Haften<\/strong><br>\nDie Versicherungsgesellschaften lehnen es ab, deutsche Atomkraftwerke zu versichern. Das Risiko ist ihnen zu hoch. Atomstrom gibt es &uuml;berhaupt nur deswegen, weil er nicht versichert ist.<br>\nJeder Autofahrer muss eine Haftpflichtversicherung abschlie&szlig;en. Seit dem 1. Januar 2010 sind in Berlin auch Hundehalter dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschlie&szlig;en. Dies wissend, musste ich mich erst mal setzen, als ich im Radio h&ouml;rte, dass deutsche Atomkraftwerke nicht haftpflichtversichert sind. Die Versicherungsgesellschaften lehnen es ab. Das Risiko ist ihnen zu hoch. Die Versicherungsgesellschaften sind ja die besten Experten f&uuml;r die Berechnung von Risiken. Sie betrachten die Dinge total cool, sie sind weder gr&uuml;n noch rot oder schwarz, politische Fragen sind ihnen egal. Nur die Mathematik z&auml;hlt, eins plus eins. Und im Falle der Atomkraftwerke erkl&auml;rten sie, schon lange vor der Katastrophe in Japan: &bdquo;Das Risiko ist uns einfach zu gro&szlig;. Wir sind doch nicht verr&uuml;ckt.&ldquo; Damit war zum Thema Atomkraft eigentlich alles gesagt. Im Moment haften die Betreiber der Atomkraftwerke mit maximal 2,5 Milliarden Euro. Dieses Geld w&uuml;rde gegebenenfalls die Solidargemeinschaft der Kraftwerksbetreiber bezahlen. Wenn der Schaden h&ouml;her ausf&auml;llt &ndash; im Falle eines GAU w&auml;ren es vermutlich mindestens 1000 Milliarden Euro &ndash;, dann haftet theoretisch das Unternehmen mit seinem Verm&ouml;gen, aber das kann man vergessen. Nach einem GAU ist das Unternehmen eh nix mehr wert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/strahlen-und-haften\/3968640.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Versichungsrisiko AKW: Katastrophe mit beschr&auml;nkter Haftung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/versicherung-der-kernkraft-mal-die-betreiber-zahlen-lassen-1.1074008\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stuttgart 21 erh&ouml;ht Kapazit&auml;t kaum<\/strong><br>\nEine Studie bringt die Planer von Stuttgart 21 in Schwierigkeiten. Der neue Bahnhof werde nicht die geforderte Kapazit&auml;tsverbesserung bringen, ergibt die von den Gr&uuml;nen in Auftrag gegebene Untersuchung nach SPIEGEL-Information. [&hellip;]<br>\nDie Wissenschaftler haben f&uuml;r den neuen Bahnhof einen leistungsf&auml;higeren Fahrplan berechnet. Demnach k&ouml;nnten auf der geplanten achtgleisigen Station zwischen 7 und 8 Uhr maximal 42 Z&uuml;ge abgefertigt werden, dies sind gerade mal vier Z&uuml;ge mehr als im aktuellen Fahrplan 2011. Avisiert sind jedoch 49 Z&uuml;ge.<br>\nDer Schlichter Heiner Gei&szlig;ler hatte der Bahn zur Auflage gemacht, &ldquo;dass ein Fahrplan mit 30 Prozent Leistungszuwachs in der Spitzenstunde mit guter Betriebsqualit&auml;t m&ouml;glich ist&rdquo;. Die Projekttr&auml;ger verpflichteten sich, &ldquo;alle Erg&auml;nzungen der Infrastruktur&rdquo;, die sich daraus ergeben, umzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,751961,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer finanziert eigentlich S21 &ndash; Die Kostenl&uuml;ge<\/strong><br>\nEin Wirtschaftswissenschaftler der Parksch&uuml;tzer hat die Kostenstruktur der S21-Finanzierung genauer unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass durch versteckte und umgeleitete Finanzstr&ouml;me das Land ein Drittel der Kosten f&uuml;r den Schiefbahnhof zahlt, obwohl dies ausschlie&szlig;lich Aufgabe des Bundes ist:\n<ul>\n<li>318,0 Mio. EUR  (=   7,8 %)  tr&auml;gt die BAHN<\/li>\n<li>1.229,0 Mio. EUR  (= 30,1 %)  tr&auml;gt der BUND<\/li>\n<li>1.344,0 Mio. EUR  (= 32,9 %)  tr&auml;gt das LAND<\/li>\n<li>1.123,0 Mio. EUR  (= 27,5 %)  tr&auml;gt die STADT STUTTGART<\/li>\n<li>74,0 Mio. EUR  (= 1,8 %)  tragen die LK B&ouml;blingen, Esslingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis zu gleichen Teilen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir merken uns: Die Bahn zahlt deutlich weniger als 10% f&uuml;r Stuttgart 21, daher ist Bahnchef Grube auch so hinter dem Projekt her. Er bekommt den Bahnhof fast geschenkt und einem geschenkten Gaul schaut zumindest Grube nicht ins Maul (auch wenn er schon vorher wei&szlig;, dass dieser Gaul nicht nur faulige Z&auml;hne hat sondern auch noch lahmt).<br>\nDas vierseitige Rechenwerk, das dieser wichtigen Erkenntnis zugrunde liegt, als <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/wp-content\/uploads\/Wer_finanziert_eigentlich_S21_-_Die_Kostenluege.pdf\">PDF-Datei zum download [PDF &ndash; 80 KB]<\/a>.<\/p>\n<p>Siehe dazu auch die <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2011\/03\/18\/pressemitteilung-stadt-und-land-zahlen-den-lowenanteil-von-s21-und-die-bahn-sahnt-ab\/\">Presseerkl&auml;rung<\/a> des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen S21: &ldquo;Stadt und Land zahlen den L&ouml;wenanteil von S21, und die Bahn sahnt ab&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2011\/03\/19\/wer-finanziert-eigentlich-s21-die-kostenluge\/\">Bei Abriss Aufstand<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kommunen verzocken Millionen aus Gemeindekassen<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat St&auml;dten riskante Zinswetten verkauft. Einige haben viel Geld verloren, das nun f&uuml;r Schulen und Schwimmb&auml;der fehlt. [&hellip;] &Auml;hnlich wie andere K&auml;mmerer, Chefs von Stadtwerken oder Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von mittelst&auml;ndischen Betrieben. F&uuml;nf, sechs Jahre ist das her &ndash; und seitdem gibt es Streit darum, welche Schuld die Ratgeber trifft: die Wertpapierverk&auml;ufer der Deutschen Bank. Viel steht f&uuml;r alle Beteiligten auf dem Spiel, wenn der Bundesgerichtshof (BHG) am Dienstag sein erstes Urteil in der Causa f&auml;llen wird. Hunderte St&auml;dte in Deutschland sind seit Jahrzehnten fast pleite. Einige haben bei Bankgesch&auml;ften auch noch Millionen verloren. Das Geld fehlt jetzt f&uuml;r die Sanierung von Schulen, den Betrieb von Schwimmb&auml;dern oder den Bau von Kitas. Die St&auml;dte hoffen, dass sie vom BGH nun Unterst&uuml;tzung bekommen. Einiges spricht daf&uuml;r, dass die Richter diese Hoffnung erf&uuml;llen und die Deutsche Bank zu Schadenersatz-Zahlungen verurteilen werden, weil die Zinswetten f&uuml;r die meisten Kunden nicht geeignet waren und die Bank &uuml;ber die Risiken nur unzureichend aufgekl&auml;rt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article12898826\/Kommunen-verzocken-Millionen-aus-Gemeindekassen.html\">WELT<\/a><\/li><li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Politikverdrossenheit im L&auml;ndervergleich &ndash; Deutsche neutral, Franzosen sauer<\/strong><br>\nWeder gut noch schlecht f&uuml;hlt sich die Mehrheit der Deutschen von ihren Politikern vertreten, w&auml;hrend die Franzosen richtig unzufrieden sind mit ihrem politischen System. So ein erstes Ergebnis des Forschungsprojekts &bdquo;Citizens and Representatives in France and Germany&ldquo;, an dem Politikwissenschaftler der Universit&auml;ten Stuttgart, Halle und der Sciences Po Bordeaux kooperieren. Die Studie unter der Leitung von Prof. Oscar W. Gabriel vom Institut f&uuml;r Sozialwissenschaften der Uni Stuttgart befasst sich mit der politischen Repr&auml;sentation in Deutschland und Frankreich, insbesondere mit der Vertretung der Bev&ouml;lkerung durch die Abgeordneten in den nationalen Parlamenten und auf Ebene der Wahlkreise. Damit wird ein Kernelement der Demokratie erstmals in vergleichender Perspektive umfassend beleuchtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news413917\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.B.:<\/strong> Das Ergebnis erscheint mir interessant &ndash; auf der einen Seite &ndash; weil hier einmal empirisch belegt wird, was man auf Grund der gr&ouml;&szlig;eren Beteiligungsm&ouml;glichkeiten der Franzosen schon vermuten konnte. Aber da man von diesem historischen Kontext &ldquo;absieht&rdquo;, kommt man dann &ndash; im empiristischen &ldquo;Kurzschluss&rdquo; &ndash; zu solchen scheinbaren Charaktereigenschaften : Aber lassen wir doch einmal nur sehr kurz die &ndash; gro&szlig;enteils auch gemeinsame europ&auml;ische &ndash; Geschichte der j&uuml;ngsten Zeit an uns noch einmal vor&uuml;berziehen, dann bekommt diese Ergebnis schon viel klarere Konturen : Da gab es zum einen dieses &ldquo;Referendum&rdquo; in Frankreich zur sog. &ldquo;Europ&auml;ischen Verfassung&rdquo;, dieser etwas polemisch zugespitzt einseitig neoliberalen &ldquo;Diktatur&rdquo;, das in Frankreich mit einer deutlichen Mehrheit des &ldquo;Non&rdquo; von der Bev&ouml;lkerung beantwortet wurde &ndash; aber von der franz&ouml;sischen Regierung im Konzert mit den anderen europ&auml;ischen Regierungen dann zynisch an diesem &ldquo;Non&rdquo; vorbeigehievt und unter bescheidenerem Namen, jedoch mit gleichem Inhalt in Kraft gesetzt wurde.<br>\nDie Deutschen hatten aber nie die Gelegenheit in dieser Form als &ldquo;eigenverantwortliche&rdquo; Person sich mit dieser sog. Verfassung und seiner gewerkschaftsfeindlichen Auslegung durch den EuGH besch&auml;ftigen zu k&ouml;nnen. Man muss daraus schlie&szlig;en, sie wissen somit einfach nicht, was hier mit ihnen &ldquo;geschah&rdquo;. ( Anmerkung : die Verhinderer der &ldquo;Volksentscheide&rdquo; in allen Parteien Deutschlands  wissen also schon, warum sie ohne &ldquo;Volksentscheid&rdquo; souver&auml;ner regieren k&ouml;nnen )<br>\nZum zweiten sei erinnert an den gro&szlig;en Streik in Frankreich allein im letzten Jahr, der als politischer sich gegen die Rentenpolitik der franz&ouml;sischen Regierung richtete &ndash; und enorme Unterst&uuml;tzung in der franz&ouml;sischen Bev&ouml;lkerung fand &ndash; und auch keinerlei &Auml;nderung oder auch nur Mitsprache der Betroffenen erreichen konnte. Aber auch solch ein Instrument des politischen Streiks, das jedem einzelnen B&uuml;rger &ndash; und keiner Institution &ndash; in Frankreich zusteht, lie&szlig; die Franzosen knallhart an der Regierung ablaufen.<br>\nDas Recht auf solch einen politischen Streik gibt es in Deutschland auch gar nicht, wieso hierzulande das Soziale ohnehin unterbelichtet ist. ( eine These ). Den Deutschen bleibt &ndash; so kann man auch res&uuml;mieren &ndash; eben nur das kleine Ventil seinem politisches Unbehagen demonstrierend am Feierabend  ein wenig Luft zu machen wie z.B. bei Stuttgart 21 u.a.. (Ich hoffe damit keinem in seinem durchaus lobenswerten Engagement unrecht getan zu haben).  Bedauerlicherweis bleibt ohne diesen ganz konkreten Bezug diese &ldquo;Empirie&rdquo; nur nichtssagend &ndash; oder sogar irref&uuml;hrend!<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unternehmer r&uuml;hren Werbetrommel f&uuml;r Mappus<\/strong><br>\nIn Baden-W&uuml;rttemberg wollen Unternehmer in der letzten Woche des Landtagswahlkampfs mit Zeitungsanzeigen f&uuml;r Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus (CDU) werben. Das berichtete die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&rdquo;. &ldquo;Der Mittelstand sch&auml;tzt dieses Land&rdquo;, sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kamm&uuml;ller dem Blatt. &ldquo;Wir k&auml;mpfen leidenschaftlich f&uuml;r Schwarz-Gelb. Rot-Gr&uuml;n muss verhindert werden.&rdquo; Baden-W&uuml;rttemberg stehe dank der CDU\/FDP-Regierung nach der Krise besser da als fast alle anderen Bundesl&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/unternehmer-ruehren-werbetrommel-fuer-mappus\/id_45104068\/index?news\">T-Online<\/a><\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Auml;gypter stimmen f&uuml;r Verfassungs&auml;nderung<\/strong><br>\nNach Angaben des Wahlleiters stimmten 77,2 Prozent der W&auml;hler f&uuml;r den neuen Verfassungstext, der parteilosen Politikern die Kandidatur bei der n&auml;chsten Pr&auml;sidentschaftswahl erleichtert. Ausserdem soll die neue Verfassung eine l&uuml;ckenlose Kontrolle der Wahlen durch die Justiz sichern.<br>\nViele Unterst&uuml;tzer der jungen Demonstranten, die mit ihren Protestaktionen massgeblich dazu beigetragen hatten, Mubarak zu st&uuml;rzen, hatten sich gegen die Verfassungs&auml;nderung und &laquo;&uuml;berst&uuml;rzte Neuwahlen&raquo; ausgesprochen. Sie wollten lieber eine komplette &Uuml;berarbeitung der alten Verfassung, bevor ein neuer Pr&auml;sident und ein neues Parlament gew&auml;hlt werden. Denn sie bef&uuml;rchten, dass sonst vor allem die etablierten Gruppierungen &ndash; die ehemaligen Parteigenossen Mubaraks und die Muslimbruderschaft &ndash; die n&auml;chsten Wahlen gewinnen. Sie sagen, man m&uuml;sse neuen Parteien mehr Zeit geben, um sich zu organisieren und bekannt zu machen. Die Muslimbr&uuml;der, die f&uuml;r eine Islamisierung der Republik eintreten, hatten ihre Anh&auml;nger angewiesen, mit &laquo;Ja&raquo; zu stimmen. &laquo;Die Muslimbr&uuml;der haben in den D&ouml;rfern und Armenvierteln Menschen, die wenig von Politik verstehen, mobilisiert&raquo;, sagte ein Sympathisant der Jugendbewegung entt&auml;uscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/aegypter_stimmen_fuer_verfassungsaenderung_1.9966585.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jetzt wurde sozusagen der Beweis erbracht, dass die besser organisierten Gruppen wie die ehemalige Regierungspartei NDP und die Muslimbr&uuml;der und damit, milde formuliert, die konservativen Kr&auml;fte den Reformkurs pr&auml;gen. (Ruhe ist die erste B&uuml;rgerpflicht) Die Aktivisten vom Tharirplatz k&ouml;nnen jetzt schlecht zu neuen Demonstrationen aufrufen, da das Volk gesprochen hat. Sehr bedenklich ist allerdings der Angriff auf den Friedensnobelpreistr&auml;ger Al-Baradei, der sich gegen voreilige Verfassungs&auml;nderungen ausgesprochen hatte.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unverst&auml;ndliche Wahlprogramme: Die meisten Parteien in Rheinland-Pfalz schreiben am W&auml;hler vorbei<\/strong><br>\nAm unverst&auml;ndlichsten formuliere die FDP: Ihr Wahlprogramm in Rheinland-Pfalz sei etwa so leicht verdaulich wie eine politikwissenschaftliche Doktorarbeit, so das Ergebnis eines Verst&auml;ndlichkeitstests von Kommunikationswissenschaftlern der Universit&auml;t Hohenheim. Das Wahlprogramm der SPD f&uuml;r die Landtagswahl sei f&uuml;r den Durchschnittsw&auml;hler noch am verst&auml;ndlichsten. Alle anderen Parteien l&auml;gen dazwischen. Als H&uuml;rden f&uuml;r die Verst&auml;ndlichkeit definierten die Wissenschaftler u.a. komplizierte Schachtels&auml;tze, Fachbegriffe und Fremdw&ouml;rter. Die Forscher analysierten die Wahlprogramme der Parteien zur Landtagswahl mit der speziellen Software &bdquo;TextLab&ldquo;. Die Pressemitteilung zur Analyse ist ein Beitrag im Rahmen des Themenjahrs 2011 &bdquo;Universit&auml;t Hohenheim &ndash; stark durch Kommunikation&ldquo;. Was bitte ist eine &bdquo;Fallmanager-Transferleistungsbezieher-Relation&ldquo; (Gr&uuml;ne)? Was bedeutet &bdquo;Fluktuation&ldquo; (CDU), &bdquo;Assimilation&ldquo; (Linke), &bdquo;Heterogenit&auml;t&ldquo; (FDP) oder &bdquo;interkulturelle Komponenten&ldquo; (SPD)? Auch Wortzusammensetzungen wie &bdquo;Landeshochschulentwicklungsprogramm&ldquo; (FDP), &bdquo;Personalbemessungsinstrumente&ldquo; (Linke), &bdquo;Spitzenclusterwettbewerb&ldquo; (SPD), &bdquo;Netzvertr&auml;glichkeitspr&uuml;fung&ldquo; (Gr&uuml;ne) und &bdquo;Fachleistungsdifferenzierung&ldquo; (CDU) erh&ouml;hen nicht gerade die Lesbarkeit der Wahlprogramme der Parteien, die f&uuml;r den rheinland-pf&auml;lzischen Landtag antreten. [&hellip;] Das Problem dahinter: &bdquo;Wer nicht verstanden wird, kann auch nicht &uuml;berzeugen&ldquo;, sagt Prof. Dr. Brettschneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news414108\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein weiteres &bdquo;Problem&ldquo;, auf das die Forscher nicht eingehen, ist sicherlich auch der Umstand, dass Parteien wie die FDP &uuml;berhaupt gar nicht verstanden werden wollen, da der B&uuml;rger ansonsten merken k&ouml;nnte, aus was &bdquo;des Kaisers neue Kleider&ldquo; eigentlich gewebt sind.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Ich mache weiter, nur ohne Amt<\/strong><br>\nOskar Lafontaine &uuml;ber Rache an der SPD, das Gef&uuml;hl, wie ein Boxer mit weichen Knien wieder in den Ring steigen zu m&uuml;ssen und seine Rolle in der Linkspartei:<br>\n&ldquo;Ich habe erkannt, dass ich einen schweren Fehler gemacht hatte, weil ich Gerhard Schr&ouml;der die Kanzlerkandidatur &uuml;berlassen habe. Das hat die deutsche Politik entscheidend ver&auml;ndert. &hellip; Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass der SPD-Vorsitzende Kanzlerkandidat wird, wenn er will. Ich war die Nummer eins in der Partei. Schr&ouml;der sieht das auch so. Er hat auch nie verstanden, warum ich ihm den Vortritt gelassen habe. Schr&ouml;der hatte damals die besseren Chancen, die Unterst&uuml;tzung von Bild bis Spiegel, darum habe ich ihm die Kanzlerkandidatur &uuml;berlassen. &hellip; Die Partei sollte endlich nach 16 Jahren Kohl an die Macht kommen, um den Abbau des Sozialstaates zu stoppen. Diesem Ziel habe ich alles untergeordnet. Ich wollte nicht derjenige sein, der wegen pers&ouml;nlicher Ambitionen den Wahlsieg vergeigt. Heiner Gei&szlig;ler hat mir sp&auml;ter gesagt, dass ich auch gewonnen h&auml;tte, weil die Zeit f&uuml;r den Wechsel einfach reif war. &hellip; Ich &auml;rgere mich &uuml;ber das, was aus dem Wahlsieg geworden ist: Jugoslawienkrieg, Afghanistankrieg, Agenda 2010 und Hartz IV. Wir hatten uns 1998 auf ein sozialdemokratisches Programm geeinigt, von dem nach meinem R&uuml;cktritt nichts mehr &uuml;brig geblieben ist. Schr&ouml;der hat zudem meine Absicht, die internationalen Finanzm&auml;rkte zu regulieren, unterlaufen. &hellip; Wir haben 1998 abgemacht, dass er Kanzlerkandidat wird, wir aber alle Entscheidungen gemeinsam treffen. Daran hat er sich nicht mehr gehalten, sobald er Kandidat war. &hellip; Und f&uuml;r die Gr&uuml;ndung der Linkspartei. Die war unvermeidlich. Weil es um die Erneuerung der gesamten Linken geht, einschlie&szlig;lich SPD und Gr&uuml;nen. Das war und ist das Ziel &ndash; so viel Druck zu machen, dass SPD und Gr&uuml;ne sich &auml;ndern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2011%2F03%2F19%2Fa0020&amp;cHash=cc8ca6b813\">taz<\/a><\/li><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Freir&auml;ume in Gefahr<\/strong><br>\nSoziologen der Universit&auml;t Jena belegen &bdquo;Das Dilemma der unternehmerischen Universit&auml;t&ldquo;<br>\nEin Dilemma bezeichnet laut Lexikon eine Situation, die zwei Wahlm&ouml;glichkeiten bietet, welche beide zu einem unerw&uuml;nschten Resultat f&uuml;hren. &bdquo;Auch die deutschen Universit&auml;ten befinden sich in einer solch misslichen Lage, zumindest wenn es darum geht, sich als Wirtschaftsunternehmen aufzustellen&ldquo;, schlussfolgert Prof. Dr. Klaus D&ouml;rre von der Friedrich-Schiller-Universit&auml;t Jena aus seiner aktuellen Studie, die jetzt in Buchform vorliegt. [&hellip;]<br>\nAusgangspunkt war dabei die Frage, ob und wie Universit&auml;ten solche Innovationsprozesse f&ouml;rdern oder behindern. &bdquo;Zun&auml;chst haben wir festgestellt, dass f&uuml;r Universit&auml;ten diese Ausgr&uuml;ndungen kein prim&auml;res Ziel sind&ldquo;, erkl&auml;rt der Inhaber des Lehrstuhls f&uuml;r Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Universit&auml;t Jena. &bdquo;Sie sind nicht unwichtig, aber auch nicht entscheidend.&ldquo; [&hellip;]<br>\nSo m&uuml;ssen Professoren heutzutage forschen, Forschungsprojekte organisieren, Drittmittel einwerben und nat&uuml;rlich innovativ in der Lehre sein &ndash; sie sind Manager. Doktoranden kommen mitunter nicht zum promovieren, weil sie Lehrveranstaltungen abhalten und Projekte entwickeln m&uuml;ssen. &bdquo;Und selbst die Studenten haben wegen der engen Strukturen des Credit-Point-Systems kaum noch Zeit, Ideen zu entwickeln und zu verfolgen&ldquo;, sagt der Soziologe der Universit&auml;t Jena. Die unternehmerische Universit&auml;t erreiche also genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news413537\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li><li><a name=\"h16\"><\/a><strong>TV Hinweis: Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen: &bdquo;Water makes money&ldquo;<\/strong><br>\nArte Dienstag, 22.M&auml;rz 20.00-22.00h<br>\nDie franz&ouml;sischen Konzerne Veolia und Suez z&auml;hlen zu den Gro&szlig;en im wachsenden Weltmarkt der privaten Wasserversorgung. Sie sind auf allen f&uuml;nf Kontinenten pr&auml;sent und kaum eine Woche vergeht ohne Neuerwerbungen. Doch ausgerechnet im Heimatland Frankreich verlieren sie jetzt an Boden. Anfang 2010 mussten beide Konzerne an ihrem Hauptsitz Paris die Wasserversorgung z&auml;hneknirschend an die Stadt &uuml;bergeben und sich auch aus Rouen zur&uuml;ckziehen. Demn&auml;chst folgen wohl Bordeaux, Toulouse, Montpellier, Brest und andere Kommunen, die ihre Wasserversorgung wieder in die eigene Hand nehmen wollen. Die Dokumentation erkl&auml;rt die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Entwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/woche\/244,broadcastingNum=1212648,day=4,week=12,year=2011.html\">Arte<\/a><\/li><li><a name=\"h17\"><\/a><strong>TV Hinweis: Neues aus der Anstalt &ndash; Politsatire mit Priol und Pelzig<\/strong><br>\nIn der Fastenzeit serviert die Anstalt ein kabarettistisches Festmen&uuml;. Urban Priol und Erwin Pelzig kredenzen feinste Satire und geschmackvolles Kabarett von der politischen Tageskarte. Vor den Landtagswahlen in Baden W&uuml;rttemberg und Rheinland Pfalz geht es hier auch um eine Standortbestimmung f&uuml;r die Bundespolitik und die Frage: Was wird dem W&auml;hler schmecken? Unterst&uuml;tzt werden die beiden Gastgeber von Wilfried Schmickler, Max Uthoff und Rolf Miller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/31\/0,1872,4291327_idDispatch:10438182,00.html\">ZDF<\/a><\/li><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter letzt: Gr&uuml;ne Umweltpartei CDU verspricht, Verantwortliche f&uuml;r Laufzeitverl&auml;ngerung zur Rechenschaft zu ziehen<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh5.googleusercontent.com\/-HNVtGdiXxE8\/TYC0a_oho3I\/AAAAAAAAHnE\/4V8PgZaA7BA\/s200\/Blumenmerkel.png\" alt=\"Bundeskanzlerin Merkel von der gr&uuml;nen Umweltpartei CDU\" title=\"Bundeskanzlerin Merkel von der gr&uuml;nen Umweltpartei CDU\"><\/p>\n<p>Nach dem heroischen Entschluss, sieben deutsche Kernkraftwerke vorr&uuml;bergehend zu Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fungen vom Netz zu nehmen, hat Bundeskanzlerin Merkel von der gr&uuml;nen Umweltpartei CDU angek&uuml;ndigt, die Verantwortlichen f&uuml;r die umstrittenen Laufzeitverl&auml;ngerungen ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. &ldquo;Die furchtbaren Ereignisse in Japan beweisen, wie unverantwortlich es war, die Laufzeiten von tickenden Zeitbomben wie Kr&uuml;mmel, Neckarwestheim oder Isar I um acht bis 14 Jahre zu verl&auml;ngern&rdquo;, so die Umweltaktivistin Merkel. &ldquo;Wer immer auch dieses Gesetz verbrochen hat &ndash; wir verd&auml;chtigen unter anderem die Linke und die Gr&uuml;nen -, muss daf&uuml;r b&uuml;&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2011\/03\/grune-umweltpartei-cdu-verspricht.html\">Der Postillon<\/a><\/p><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Angriff auf Libyen; In finsteren Gefilden; Mythos vom EU-Zahlmeister; Angriff auf den Yen; Leiharbeit; Die Schlecker-Klausel; Kernkraftdiskussion; Stuttgart 21; Kommunen verzocken Millionen aus Gemeindekassen; Politikverdrossenheit im L&auml;ndervergleich; Unternehmer r&uuml;hren Werbetrommel f&uuml;r Mappus; &Auml;gypten; Unverst&auml;ndliche Wahlprogramme; Oskar Lafontaine: Ich mache weiter, nur ohne Amt; Freir&auml;ume in Gefahr; TV Hinweis: &bdquo;Water<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8742\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8742","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8742","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8742"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8742\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8756,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8742\/revisions\/8756"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8742"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8742"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8742"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}