{"id":87491,"date":"2022-09-01T08:40:58","date_gmt":"2022-09-01T06:40:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491"},"modified":"2022-09-01T08:40:58","modified_gmt":"2022-09-01T06:40:58","slug":"hinweise-des-tages-4185","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h01\">Die Bundeswehr am Antikriegstag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h02\">F&uuml;r Heizung, Brot und Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h03\">Russischer Energiekonzern: Gazprom meldet Milliardengewinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h04\">Baerbock w&uuml;nscht Russland ein &ldquo;strategisches Scheitern&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h05\">&bdquo;Wertepartnerschaft&ldquo; &uuml;ber V&ouml;lkerrecht: Baerbock gibt gegen&uuml;ber Marokko bez&uuml;glich West-Sahara klein bei <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h06\">&bdquo;Wie im Kommunismus&ldquo;: Polen stellen sich tagelang f&uuml;r Kohle an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h07\">EU-Grundsatzrede von Olaf Scholz f&auml;llt bereits in Prag durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h08\">Gewinner und Verlierer der Lebensmittelkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h09\">Koordiniert, gerecht und glaubw&uuml;rdig: So kann die Transformation gelingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h10\">Kriegsgefahr steigt: Westen z&uuml;ndelt in Asien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h11\">Netzsperren klemmen in &Ouml;sterreich legale Webseiten ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h12\">Biologin Vollbrecht siegt vor Gericht: #MarieWehrtSich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87491#h13\">Zum Tod von Hans-Christian Str&ouml;bele<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Bundeswehr am Antikriegstag<\/strong><br>\nAm heutigen Antikriegstag bringt sich die Bundeswehr gegen Russland in Stellung, bezieht milit&auml;risch im Pazifischen Ozean gegen China Position und r&uuml;stet mit Milliardensummen auf. Zugleich ist sie gezwungen, die Konsequenzen aus komplett gescheiterten Auslandseins&auml;tzen zu ziehen &ndash; aus den Eins&auml;tzen in Afghanistan, in Mali; die Debatte dauert an, ob die Bundeswehr noch in Mali verbleiben soll, um den Einfluss Russlands in dem Land zu bek&auml;mpfen, oder ob sie die Truppen vielmehr abziehen soll, um sich andernorts in die Machtk&auml;mpfe des Westens gegen Russland und gegen China zu st&uuml;rzen. Parallel kehren deutsche Soldaten erstmals in einen der wenigen Eins&auml;tze zur&uuml;ck, den Berlin zumindest einigerma&szlig;en erfolgreich abgeschlossen zu haben glaubte: in den Einsatz in Bosnien-Herzegowina. In dem Land bleibt nicht nur der versprochene Aufschwung aus; es verarmt, wird von heftigen Konflikten ersch&uuml;ttert und ist sogar zunehmend vom Zerfall bedroht. Das umfassende Scheitern der Bundeswehr in den Eins&auml;tzen der vergangenen 30 Jahre kontrastiert scharf mit der Ansicht, sich in etwaigen milit&auml;rischen Konflikten mit Nuklearm&auml;chten erfolgreich behaupten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9010\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutsche R&uuml;stungsexporte erreichen H&ouml;chstwert<\/strong><br>\nDeutschland hat 2021 R&uuml;stungsg&uuml;ter in H&ouml;he von 9,4 Milliarden Euro genehmigt &ndash; so viel wie nie zuvor. Den Gro&szlig;teil davon genehmigte die vorige Gro&szlig;e Koalition. 2022 d&uuml;rfte sich diese Tendenz fortsetzen &ndash; wegen des Ukraine-Kriegs.<br>\nDie Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte durch die Bundesregierung haben im vergangenen Jahr einen H&ouml;chstwert erreicht. 2021 seien Einzelgenehmigungen in H&ouml;he von fast 9,4 Milliarden Euro erteilt worden, hei&szlig;t es im am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossenen R&uuml;stungsexportbericht. Dies sei &ldquo;der bislang h&ouml;chste j&auml;hrliche Genehmigungswert&rdquo;. 2020 hatte das Volumen bei 5,8 Milliarden Euro gelegen. Auch dieses Jahr gibt es vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs einen deutlichen Anstieg.<br>\nDie Zahlen f&uuml;r 2021 bez&ouml;gen sich &ldquo;im Wesentlichen auf Genehmigungsentscheidungen, die vor der Amts&uuml;bernahme der jetzigen Bundesregierung getroffen wurden&rdquo;, hei&szlig;t es im R&uuml;stungsexportbericht. Nur etwa drei Prozent oder 309 Millionen Euro seien in die Amtszeit der Ampel-Regierung gefallen, die ab Anfang Dezember 2021 im Amt war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ruestungsexporte-rekordwert-eu-nato-ukraine-krieg-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>F&uuml;r Heizung, Brot und Frieden<\/strong><br>\nWir sollen frieren, w&auml;hrend Aktion&auml;re der R&uuml;stungsschmieden profitieren.<br>\nRede von Sevim Dagdelen auf dem UZ-Pressefest in Berlin.<br>\nNeben den zahlreichen kulturellen Veranstaltungen war das 21. UZ-Pressefest, das am 27.\/28. August in Berlin stattfand, auch ein wichtiger Treffpunkt zum Austausch &uuml;ber Strategien im Kampf gegen den deutschen Imperialismus. Aus Anlass des Weltfriedenstags dokumentieren wir die Reden von Sevim Dagdelen, Abgeordnete der Linksfraktion im Deutschen Bundestag und Obfrau im Ausw&auml;rtigen Ausschuss, sowie von Patrik K&ouml;bele, Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei. (jW) [&hellip;]<br>\nWir lehnen diesen Krieg ab. Wir wollen, dass dieser Krieg beendet wird. Wir wollen aufh&ouml;ren mit dem M&auml;sten deutscher Waffenschmieden. Und wer uns weismachen will, dass man mit immer mehr Waffen einen Krieg beendet, der meint wahrscheinlich auch, dass man mit Benzin ein Feuer l&ouml;schen kann! Das ist doch absurd.<br>\nUnd dann h&ouml;re und lese ich, wie sie geifern: Wer keine Waffen liefern will, sei ein &raquo;Putin-Freund&laquo;. Oder &raquo;Putins Sprechpuppen&laquo;, wie es Stefan Reinecke von der Taz geschrieben hat &uuml;ber Sahra Wagenknecht, Klaus Ernst und mich, weil wir gegen Waffenlieferungen sind, gegen die verheerenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die ja auch die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung hier schlimm treffen. Und nicht zuletzt, weil wir f&uuml;r einen sofortigen Waffenstillstand sind und uns f&uuml;r eine diplomatische L&ouml;sung aussprechen.<br>\nWarum tun sie das denn? Das ist die Logik des deutschen Militarismus. Wer nicht in den Krieg gegen den &auml;u&szlig;eren Feind ziehen will, der wird zum inneren Feind erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/433703.uz-pressefest-f%C3%BCr-heizung-brot-und-frieden.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russischer Energiekonzern: Gazprom meldet Milliardengewinn<\/strong><br>\nDer russische Energieriese Gazprom gibt f&uuml;r das erste Halbjahr einen Milliardengewinn bekannt. Daf&uuml;r sorgen die hohen Gas- und &Ouml;lpreise. Von den Einnahmen soll auch Russlands Staatshaushalt profitieren.<br>\nWegen der massiv gestiegenen Preise f&uuml;r Gas und &Ouml;l hat der staatliche kontrollierte russische Energiekonzern Gazprom seine Gesch&auml;ftsergebnisse nach eigenen Angaben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich steigern k&ouml;nnen. Demnach erzielte Gazprom einen Rekordgewinn von 2,5 Billionen Rubel (umgerechnet 41,63 Milliarden Euro), wie das Unternehmen gestern Abend mitteilte.<br>\nDas ist bereits mehr als der gesamte Gewinn des vergangenen Jahres. 2021 hatte der Konzern wegen der hohen Preise f&uuml;r &Ouml;l und Gas bereits einen Rekordgewinn von 2,09 Billionen Rubel (rund 27,5 Milliarden Euro) erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/gazprom-gewinne-russland-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Baerbock w&uuml;nscht Russland ein &ldquo;strategisches Scheitern&rdquo;<\/strong><br>\nErst wollte sie Russland in den &ldquo;Ruin&rdquo; treiben, nun w&uuml;nscht sie sich ein &ldquo;strategisches Scheitern&rdquo;: Au&szlig;enministerin Baerbock outet sich &lsquo;mal wieder als Hardlinerin. Von Verhandlungen spricht sie nicht &ndash; dabei will das eine Mehrheit der Deutschen.<br>\nWenn man ein Ziel nicht erreicht, dann setzt man sich einfach ein neues: Nach diesem Motto scheint die deutsche Chefdiplomatin vorzugehen. In einem vertraulichen Strategiepapier f&uuml;r die EU skizziert sie eine neue (Anti-)Russland-Politik.<br>\n&ldquo;Um k&uuml;nftigen Aggressionen vorzubeugen, muss sich Russlands Krieg gegen die Ukraine in ein strategisches Scheitern verwandeln&rdquo;, hei&szlig;t es in dem als Verschlusssache eingestuften Papier, aus dem die Deutsche Presse-Agentur zitiert.<br>\nDieses Scheitern definiere man im weitesten Sinne &ndash; also nicht &ldquo;nur&rdquo; milit&auml;risch -, und es umfasse auch eine Entkopplung von Russland im Bereich der Energie. Das k&ouml;nne zwar einen hohen Preis haben, r&auml;umt Baebock ein, dieser Preis k&ouml;nne sogar noch steigen.<br>\nDoch das m&uuml;ssten Deutschland und die EU hinnehmen. Auf Kritik m&uuml;sse man mit &ldquo;strategischen Kommunikationsbem&uuml;hungen&rdquo; reagieren und zeigen, wie die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine die Sicherheit Europas erh&ouml;he und warum Sanktionen notwendig seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/baerbock-wuenscht-russland-ein-strategisches-scheitern\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Krieg in der Ukraine: Mehr hinh&ouml;ren, was die Russen sagen<\/strong><br>\nDie Beurteilungen und Informationen &uuml;ber den Krieg in der Ukraine und die Positionen der sich gegen&uuml;berstehenden Kriegsparteien liegen meilenweit auseinander. W&auml;hrend sich zum Beispiel in der Schweiz Journalisten und Redakteure im Russenhass suhlen und die Schw&auml;che der Russen besingen, sehen unabh&auml;ngige Milit&auml;r-Experten die Lage deutlich anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/krieg-in-der-ukraine-mehr-hinhoeren-was-die-russen-sagen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Wertepartnerschaft&ldquo; &uuml;ber V&ouml;lkerrecht: Baerbock gibt gegen&uuml;ber Marokko bez&uuml;glich West-Sahara klein bei<\/strong><br>\nIn ihrem Versuch, neben den Verl&auml;ngerungen von Kohlekraftwerken und Investition in Fl&uuml;ssiggasinfrastruktur auch kleine Erfolge im gr&uuml;nen Energiebereich zu erringen, genehmigte sich Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock mal wieder Bl&uuml;ten der Doppelmoral und wendete sich zudem vom V&ouml;lkerrecht ab. Denn um Projekte zur F&ouml;rderung gr&uuml;nen Wasserstoffs in Marokko wieder in Gang zu bringen, lenkt man gegen&uuml;ber Marokko in der Frage der Westsahara ein.<br>\nNachdem das K&ouml;nigreich Marokko im Dezember 2020 gegen einiges an Gegenwind aus der eigenen Bev&ouml;lkerung diplomatische Beziehungen zu Israel aufnahm und im Gegenzug Donald Trumps Anerkennung f&uuml;r die Hoheit &uuml;ber die besetzte Westsahara zugesichert bekam, startete das K&ouml;nigreich eine (recht un-)diplomatische Offensive, um internationale Akzeptanz f&uuml;r ihre Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber die Westsahara, die es zu zwei Dritteln besetzt h&auml;lt, zu sammeln. Diese bestand u.a. darin, Druck auf Spanien und Deutschland, auszu&uuml;ben. (&hellip;)<br>\nDass es zum Job eine*r Au&szlig;enministerin geh&ouml;rt, auch mal mit fragw&uuml;rdigen Pers&ouml;nlichkeiten zur Einigung zu kommen, l&auml;sst sich nicht abstreiten. Die eigenen Interessen &uuml;ber Menschenrechte zu stellen, ist hingegen eine eher konservative bis rechte Position. Passend: Auf ihrer Reise nach Rabat begleitete Baerbock die Oppositions-Abgeordnete Katja Leikert von der CDU. Diese spricht davon, dass Marokko &bdquo;sowohl in Fragen der Migration vom afrikanischen Kontinent als auch in der Erzeugung regenerativer Energie&ldquo; eine &bdquo;bedeutende Rolle&ldquo; spielen wird.<br>\nDass Marokkos j&uuml;ngster Beitrag zur Migrationsbek&auml;mpfung ein hartes Durchgreifen gegen hunderte Migrant*innen war, die am 24. Juni 2022 versuchten in die spanischen Enklave Melilla zu gelangen, wobei &uuml;ber 30 Personen starben &ndash; teils totgepr&uuml;gelt, teils verletzt in der Sonne liegen gelassen &ndash; bekam keinerlei Mahnung von Baerbock. In der gemeinsamen Mitteilung der beiden steht hingegen: &bdquo;Deutschland erkennt Marokkos Anstrengungen bei der Reduzierung irregul&auml;rer Migration und seinem Vorsitz im Rahmen des Rabat-Prozesses an.&ldquo; Zudem wurde wohl auch wieder neue Ausr&uuml;stungslieferungen aus Deutschland versprochen. Denn &bdquo;Marokko begr&uuml;&szlig;t in diesem Zusammenhang die angebotene technische Unterst&uuml;tzung&ldquo;, steht da.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/08\/31\/wertepartnerschaft-ueber-voelkerrecht\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Neben dem Vertuschen ihrer gescheiterten Energiepolitik ist die Bundesregierung stets dabei, der R&uuml;stungsindustrie zu Diensten zu sein &ndash; egal welche Parteien daran beteiligt sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Wie im Kommunismus&ldquo;: Polen stellen sich tagelang f&uuml;r Kohle an<\/strong><br>\nPolen importiert keine Kohle mehr aus Russland. Die Angst vor Engp&auml;ssen steigt. Vor der Kohlemine Lubelski Wegiel Bogdanka stehen Dutzende von Autos Schlange.<br>\nDie Angst vor dem Frieren im Winter treibt die Autobesitzer in Polen auf die Autobahn, um Kohle zu kaufen. Laut einem Reuters-Bericht stellen sich viele von ihnen vor der Kohlemine Lubelski Wegiel Bogdanka bei Lublin an. Der Ort liegt nicht weit von der ukrainischen Grenze entfernt. Das Warten dauert dabei Stunden oder sogar Tage und N&auml;chte.<br>\n&bdquo;Das ist jenseits aller Vorstellungskraft&ldquo;, zitiert Reuters einen Rentner namens Artur, 57 Jahre. Er ist aus Swidnik, etwa 30 km von der Mine in Ostpolen entfernt, zur Mine gefahren in der Hoffnung, mehrere Tonnen Kohle f&uuml;r sich und seine Familie zu erwerben. Er erinnere sich an die Tage des Kommunismus, erz&auml;hlt der Mann, aber es w&auml;re ihm nie in den Sinn gekommen, dass &bdquo;wir zu etwas noch Schlimmerem zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/ukraine-krieg-russland-wie-zu-kommunismus-polen-stellen-sich-tagelang-fuer-kohle-an-li.261350\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Gasversorgung: Polen steht im Winter ohne Gas da. Muss Deutschland einspringen?<\/strong><br>\nVorbildlich hatte sich Polen aus der Energieabh&auml;ngigkeit von Russland befreit, so schien es jedenfalls. Doch nun stellt sich heraus: Die Strategie des Landes ist gescheitert.<br>\nWas die Energieversorgung betrifft, galt Polen als Vorbild. Fr&uuml;h im Jahr hatte Russland dem Land den Gashahn zugedreht, umgehend hatte die Regierung in Warschau Gegenma&szlig;nahmen ergriffen. Und schlie&szlig;lich stand noch eine rettende Pipeline nach Skandinavien vor der Vollendung.<br>\nDoch nun herrscht Chaos. Geplatzte Vertr&auml;ge, &Auml;rger mit Norwegen, technische Verz&ouml;gerung, Ratlosigkeit &ndash; der n&auml;chste Winter k&ouml;nnte bitterkalt werden, und das Land hat keinen Plan B, um seine Bev&ouml;lkerung und seine Unternehmen mit Gas zu versorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/gasversorgung-polen-steht-im-winter-ohne-gas-da-muss-deutschland-einspringen-\/28637330.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Grundsatzrede von Olaf Scholz f&auml;llt bereits in Prag durch<\/strong><br>\nOlaf Scholz tritt mit seinen Reformideen die Flucht nach vorn an. Er will das Einstimmigkeitsprinzip in der EU abschaffen. Aber er m&uuml;sste wissen, dass das derzeit nicht durchsetzbar ist<br>\nDer EU-Primus Deutschland ist nach wie vor m&auml;chtig, aber nicht allm&auml;chtig. Der tschechische Premier Petr Fiala brauchte daher keinen trotzigen Wagemut, um eine vom deutschen Kanzler soeben in Prag entworfene EU-Generalinventur mit reservierter Distanz zu segnen (&bdquo;Die Tschechische Republik ist in diesem Sinne sehr zur&uuml;ckhaltend&ldquo;).<br>\nDetails schien Fiala ohnehin nicht zu kennen oder kennen zu wollen, zeigte die gemeinsame Pressekonferenz. Damit war die &bdquo;Grundsatzrede&ldquo; von Olaf Scholz gleich beim ersten Tauglichkeitstest durchgefallen. Und das in aller &Ouml;ffentlichkeit und beim amtierenden EU-Ratspr&auml;sidenten. Fiala nahm die tschechische Tagespolitik (Energiefragen) erkennbar mehr in Anspruch als das europ&auml;ische Geschick. Er lie&szlig; durchblicken, gerade jetzt eine EU-Reform anzugehen, die das Gebot der Einstimmigkeit bei Entscheidungen wie Neuaufnahmen oder Sanktionsma&szlig;nahmen kippt, das hie&szlig;e, die EU in einen Grundsatzstreit zu st&uuml;rzen.<br>\nDavon w&auml;re in der Tat auszugehen. Denkbare Eskalationsstufen will man sich lieber nicht ausmalen. Wer mit Handgranaten hantiert, muss mit allem rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/olaf-scholz-sollte-die-eu-einstimmigkeit-auch-in-deutschem-interessen-erhalten\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewinner und Verlierer der Lebensmittelkrise<\/strong><br>\nDie &auml;rmsten L&auml;nder der Welt k&ouml;nnen steigenden Preisen wenig entgegensetzen, w&auml;hrend Lebensmittel- und Logistikkonzerne profitieren.<br>\nBereits 2021 sind die Lebensmittelpreise weltweit laut der Welthungerhilfe um 28 Prozent gestiegen. Nach dem russischen &Uuml;berfall auf die Ukraine gab es noch einmal einen drastischen Anstieg, inzwischen sind sie wieder etwas gesunken. Bis Anfang August bezahlten Konsumentinnen und Konsumenten weltweit 11,5 Prozent mehr als 2021, meldeten die Vereinten Nationen am 5. August.<br>\nF&uuml;r die einen bedeutet das Rekordgewinne, f&uuml;r andere Wohlstandsverlust und drohende Hungersnot. Profitiert haben vor allem die Logistikunternehmen und die grossen globalen Lebensmittelkonzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/uebriges-gesellschaft\/gewinner-und-verlierer-der-lebensmittelkrise\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Koordiniert, gerecht und glaubw&uuml;rdig: So kann die Transformation gelingen<\/strong><br>\n&bdquo;Jetzt ist schon wieder was passiert.&ldquo; Die bekannte Er&ouml;ffnung vieler Kriminalromane des &ouml;sterreichischen Autors Wolf Haas liest sich ein wenig wie der Slogan der beginnenden 2020er-Jahre. Globale Krisen potenzieren sich. Die Pandemie und die Klima- und Energiekrise pr&auml;gen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Nicht nur sind beide globale Krisen, sie sind auch beide Folgen eines dysfunktional gewordenen Systems, das kontinuierlich die sozialen und &ouml;kologischen Grenzen &uuml;berschreitet. Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine politische Antwort auf die Ausbeutung und Zerst&ouml;rung von Menschen, Ressourcen und Umwelt und damit eine neue Form der Wirtschaftspolitik f&uuml;r einen gerechten Umbau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/koordiniert-gerecht-und-glaubwuerdig-so-kann-die-transformation-gelingen\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kriegsgefahr steigt: Westen z&uuml;ndelt in Asien<\/strong><br>\nDer n&auml;chste kleine Schritt in der gro&szlig;en Konfrontation: Taiwanische Milit&auml;rs haben am Dienstag erstmals Warnsch&uuml;sse auf Drohnen aus der Volksrepublik abgegeben. Schauplatz war Kinmen, eine kleine Insel in der Taiwanstra&szlig;e, die keine zehn Kilometer vor der K&uuml;stenmetropole Xiamen liegt, aber von Taipeh verwaltet wird. Chinesische Drohnen &uuml;berfliegen Kinmen immer wieder, seit Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repr&auml;sentantenhauses, Anfang August Taiwan besuchte, trotz expliziter Warnungen sogar von US-Milit&auml;rs. Die Drohnenfl&uuml;ge sind ein Teil der angek&uuml;ndigten chinesischen Antwort auf die Provokation. Da die Flugger&auml;te wohl Einrichtungen der Streitkr&auml;fte Taiwans auf Kinmen nahe kamen, griffen dort stationierte Soldaten nun zur Waffe. Die ins Visier genommene Drohne drehte bei, flog zur&uuml;ck in Richtung Xiamen. Die b&ouml;se Ahnung dr&auml;ngt sich auf, der n&auml;chste Eskalationsschritt werde eher fr&uuml;her als sp&auml;ter kommen.<br>\nNicht allzuweit von Taiwan entfernt, im Japanischen Meer, aber auch im Ochotskischen Meer und in Russlands fernem Osten beginnt am Donnerstag, zwei Tage nach den Warnsch&uuml;ssen auf Kinmen, das russische Gro&szlig;man&ouml;ver &raquo;Wostok 2022&laquo;. Beteiligt sind mehr als 50.000 Soldaten, ausger&uuml;stet unter anderem mit 140 Milit&auml;rflugzeugen und 60 Kriegsschiffen. China nimmt teil: Seine und die russische Marine proben die &raquo;Verteidigung von Seeverbindungen&laquo; und die &raquo;Unterst&uuml;tzung von Landstreitkr&auml;ften&laquo; in K&uuml;stenregionen des Japanischen Meers. Auch weitere Staaten haben Soldaten geschickt &ndash; Belarus etwa, was nicht wirklich verwundert, aber auch die Mongolei und Tadschikistan. Und Indien ist dabei. Das ist gleich doppelt bemerkenswert: Das Land widersetzt sich mit seinem Schulterschluss im Man&ouml;ver mit Russland nicht nur w&uuml;tendem Druck aus den USA; es &uuml;bt auch Seite an Seite mit seinem Erzrivalen China &ndash; eine ungew&ouml;hnliche Konstellation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/433726.kriegsgefahr-steigt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Netzsperren klemmen in &Ouml;sterreich legale Webseiten ab<\/strong><br>\nBis zum Montagmittag hatten &uuml;berzogene Netzsperren in &Ouml;sterreich viele legale Inhalte blockiert. Ein Urheberrechtsvertreter hatte bei den Providern eine Sperrliste mit IP-Adressen eingereicht, die vom Unternehmen Cloudflare genutzt werden. [&hellip;]<br>\nIn &Ouml;sterreich kam es gestern zu Ausf&auml;llen von zahlreichen legalen Webseiten, weil die Verwertungsgesellschaft LSG bei einem Gericht die Sperrung von IP-Adressen der Firma Cloudflare durchgesetzt hatte &ndash; und &ouml;sterreichische Provider wie Magenta oder Liwest diese umsetzten.<br>\nCloudflare ist ein Unternehmen, mit dessen Diensten viele gro&szlig;e Website-Betreiber ihre Online-Angebote absichern. Oft werden dabei die IP-Adressen von Cloudflare nicht nur von einer Website, sondern von vielen genutzt. Wird eine solche IP-Adresse gesperrt, dann sind wom&ouml;glich dutzende andere Websites betroffen. Einem Bericht des Standard zufolge hat die Verwertungsgesellschaft ihre Sperrliste mit den Cloudflare-IPs am Mittag zur&uuml;ckgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/overblocking-netzsperren-klemmen-in-oesterreich-legale-webseiten-ab\/\">Netzpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da auch die NachDenkSeiten die Dienstleistungen von Cloudflare benutzen, waren auch wir von der Netzsperre betroffen. Am Sonntag erreichten uns zahlreiche Mails &ouml;sterreichischer Leser, die unsere Seiten nicht erreichen konnten. Wir hoffen, dass dieses Problem nun bei allen &ouml;sterreichischen Providern behoben wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Biologin Vollbrecht siegt vor Gericht: #MarieWehrtSich<\/strong><br>\nDie Berliner Doktorandin Marie-Luise Vollbrecht hat einen ersten juristischen Erfolg gegen Trans-Aktivisten errungen. Diese d&uuml;rfen nicht mehr behaupten, die Biologin leugne NS-Verbrechen.<br>\nWer sich gegen rufsch&auml;digende Behauptungen in sozialen Netzwerken wie Twitter wehren will, hat gleich mehrere Probleme. Er muss Beweise sichern, Screenshots anfertigen, und vor allem: Er braucht einen Antragsgegner. Viele Accounts sind jedoch niemandem zuzuordnen. Der Biologin Marie-Luise Vollbrecht und ihrem Anwalt Ralf H&ouml;cker ist es nun gelungen, in der Debattenschlacht um Transidentit&auml;t und Geschlechter einen Sieg in Form einer gerichtlichen Unterlassungsverf&uuml;gung einzufahren. Die Behauptung, Vollbrecht leugne oder relativiere Verbrechen des Nationalsozialismus, darf nach einem Beschluss des Landgerichts K&ouml;ln von Montag nicht mehr wiederholt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/biologin-vollbrecht-siegt-vor-gericht-gegen-transaktivisten-ld.1700343\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zum Tod von Hans-Christian Str&ouml;bele<\/strong><br>\nWir trauern um Hans-Christian Str&ouml;bele, langj&auml;hriges Beiratsmitglied von Whistleblower-Netzwerk, 1985-1987 und 1998-2017 Bundestagsabgeordneter von B&uuml;ndnis 90 \/ Die Gr&uuml;nen und ab 2002 Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr). Zeit seines Lebens hat er sich unbeirrbar f&uuml;r die St&auml;rkung des freien demokratischen Diskurses und die schonungslose Aufkl&auml;rung von staatlichem Fehlverhalten eingesetzt, z.B. im NSA-BND-Untersuchungsausschuss. Regelm&auml;&szlig;ig hat er angeprangert, dass staatliche Geheimhaltung Grenz&uuml;berschreitungen und Machtmissbrauch f&ouml;rdert, vor allem im Bereich der Sicherheitspolitik. Deswegen hat er immer wieder darauf gedrungen, Informationen so wenig und so kurz wie m&ouml;glich unter Verschluss zu stellen. Staatliche Geheimhaltung war f&uuml;r ihn nur akzeptabel bei fr&uuml;hzeitiger Einbindung und St&auml;rkung der Kontrollm&ouml;glichkeiten des Parlaments, z.B. durch die Gew&auml;hrung voller Einsicht in die Akten der Geheimdienste.<br>\nDurch sein medienwirksames Treffen mit Edward Snowden hat er darauf aufmerksam gemacht, welchen wertvollen Beitrag Whistleblower zur Aufkl&auml;rung von Missst&auml;nden und Fehlentwicklungen leisten. Sie insbesondere beim Gang an die &Ouml;ffentlichkeit besser zu sch&uuml;tzen und sie zu ermutigen, statt abzuschrecken, war ihm ein gro&szlig;es Anliegen. So war er ma&szlig;geblich an den fr&uuml;hen und progressivsten Gesetzentw&uuml;rfen zum Whistleblowerschutz von 2012 und 2014 beteiligt. Er hat daf&uuml;r pl&auml;diert, illegalen Geheimnissen den Geheimschutz zu verweigern und die Offenlegungen von Gesch&auml;ftsgeheimnissen zu erlauben, wenn dies im &ouml;ffentlichen Interesse liegt. Jede &Uuml;berwachung von Journalist*innen und damit die Aush&ouml;hlung des Vertrauens in die gesch&uuml;tzte Kommunikation mit Whistleblowern lehnte er ab.<br>\nMit seinem unbeugsamen Einsatz hat Hans-Christian Str&ouml;bele die Debatte zur St&auml;rkung der Transparenz staatlichen Handelns, der Meinungs&auml;u&szlig;erungsfreiheit und des Whistleblowerschutzes ma&szlig;geblich vorangetrieben. Hierf&uuml;r danken wir ihm in Namen von Whistleblower-Netzwerk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.whistleblower-net.de\/online-magazin\/2022\/08\/31\/zum-tod-von-hans-christian-stroebele\/\">Whistleblower Netzwerk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Diesem Nachruf schlie&szlig;en wir uns an. Hans Christian Str&ouml;bele hinterl&auml;sst eine L&uuml;cke. <\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Integer, bis in die Haarspitzen<\/strong><br>\nRAF-Anwalt, Mitgr&uuml;nder der taz und der Gr&uuml;nen, K&ouml;nig von Kreuzberg, Vorbild und Gewissen der deutschen Linken &ndash; wir trauern um Christian Str&ouml;bele.<br>\nWenn wir uns mal wieder furchtbar gestritten hatten, bei der taz, in ihren ersten Jahren Ende der 1970er, in der Wattstra&szlig;e im Wedding, dann kam er regelm&auml;&szlig;ig vorbei; morgens mit einer gro&szlig;en T&uuml;te Br&ouml;tchen oder nachmittags mit einem Blech Kuchen.<br>\nDie meisten in der taz waren zu dieser Zeit in der Mitte ihrer Zwanzigerjahre, Christian, wie wir ihn nannten, war rund 15 Jahre &auml;lter, eine Vaterfigur, zugleich Primus inter pares. Sein fr&ouml;hlicher Pragmatismus, seine selbstverst&auml;ndliche Prinzipientreue machten uns Mut. Und Mut brauchten wir bei der Gr&uuml;ndung einer Tageszeitung ohne Geld und Erfahrung.<br>\nChristian mischte sich redaktionell nicht ein, sondern k&uuml;mmerte sich um das Gesch&auml;ftliche und das Juristische. Er sorgte daf&uuml;r, dass die Zeitung die passende Rechtsform bekam, und wenn unsere presserechtlich Verantwortlichen vor Gericht landeten, was regelm&auml;&szlig;ig geschah, versuchte er, das Schlimmste zu verhindern.<br>\nBald litt er unter dem strikten Realo-Kurs der Inlandsredaktion der taz bei der Berichterstattung &uuml;ber die Gr&uuml;nen, bei denen er eine wichtige Figur wurde, aber er hielt der taz die Treue. Als die Zeitung 1991 in einer existenziellen Finanzkrise steckte und die Mehrheit der Redaktion sie an einen Medienkonzern verkaufen wollte, warf er seine Autorit&auml;t f&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer Genossenschaft in die Waagschale. Zum Gl&uuml;ck mit Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Christian-Stroebele-ist-gestorben\/!5878473\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-87491","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87491","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=87491"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87491\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87494,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/87491\/revisions\/87494"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=87491"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=87491"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=87491"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}