{"id":87685,"date":"2022-09-06T08:47:45","date_gmt":"2022-09-06T06:47:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685"},"modified":"2022-09-06T08:47:45","modified_gmt":"2022-09-06T06:47:45","slug":"hinweise-des-tages-4188","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h01\">Die Armut der Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h02\">Die Ampel &uuml;bt sich in sensibler Sprache, aus R&uuml;cksicht auf die FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h03\">Protestieren statt frieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h04\">Mehrere Tausend Menschen protestieren in K&ouml;ln gegen deutsche Milit&auml;runterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h05\">&bdquo;Die Amerikaner k&ouml;nnen nun beruhigt sein&ldquo;: 50 Jahre deutsche Gaspartnerschaft mit Russland am Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h06\">Hohe Energiepreise: Erste Unternehmen stoppen Produktion in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h07\">Regierung bereitet Frankreich auf den Atom-Blackout vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h08\">Der n&auml;chste Handelskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h09\">Maskenpflicht in Flugzeugen soll wegfallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h10\">Fachkr&auml;ftemangel: Lebenserfahrung und Wissen schlagen digitale Kompetenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h11\">7,8 Millionen Menschen hungern: UN warnen vor Katastrophe in Somalia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h12\">Wof&uuml;r steht die neue britische Premierministerin Liz Truss?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h13\">Trump ruft zu Terrorakten gegen US-Regierung und Beh&ouml;rden auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h14\">NSA ist der gr&ouml;&szlig;te Hacker der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87685#h15\">John Goetz &uuml;ber Hans-Christian Str&ouml;bele: Wie man sich einmischt und dabei frei bleibt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Armut der Mitte<\/strong><br>\nDrittes Entlastungspaket offenbar Resultat stark divergierender Wunschvorstellungen. Heraus kam ein unsystematisch wirkendes Sammelsurium. Zu den Auswirkungen von Pandemie, Energiekrise und Inflation.<br>\nSeit dem Fr&uuml;hjahr 2020 haben sich die Lebensbedingungen vieler Millionen Menschen in Deutschland zum Teil drastisch verschlechtert, weil sich die gesellschaftlichen Krisen h&auml;uften und gleichzeitig versch&auml;rften. Mit der Covid-19-Pandemie und dem ersten bundesweiten Lockdown setzten inflation&auml;re Tendenzen ein, die sich mit dem Ukraine-Krieg und den westlichen Sanktionen gegen&uuml;ber Russland als Reaktion darauf versch&auml;rften und haben ihren H&ouml;hepunkt vielleicht noch gar nicht erreicht haben.<br>\nBetroffen sind zwar besonders einkommensarme und armutsgef&auml;hrdete Personengruppen, weil ihnen im Unterschied zu wohlhabenden Bev&ouml;lkerungskreisen finanzielle R&uuml;cklagen fehlen, inzwischen herrscht Angst vor der Verarmung jedoch auch in weiten Teilen der Mittelschicht.<br>\nDies d&uuml;rfte auch der Grund daf&uuml;r sein, dass Armut und soziale Ungleichheit momentan gro&szlig;e Aufmerksamkeit in der (Medien-)&Ouml;ffentlichkeit finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Armut-der-Mitte-7253502.html\">Christoph Butterwegge auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Verbraucherstimmung so schlecht wie nie seit Beginn der Aufzeichnung<\/strong><br>\nDie hohe Inflation und die unsichere Pandemie-Lage f&uuml;hren zur Zur&uuml;ckhaltung der Konsumenten. Der Handelsverband spricht mit Blick auf die Energieversorgung von weiteren Unsicherheiten.<br>\nDie hohe Inflation und die Unsicherheiten wegen der Corona-Lage im Herbst dr&uuml;cken enorm auf die Verbraucherstimmung im Land. Das vom Handelsverband Deutschland (HDE) ermittelte Konsumbarometer erreicht im September &bdquo;einen neuen Allzeit-Tiefstand&ldquo;, nachdem es im August schon auf ein Rekordtief gefallen war, wie der Verband am Montag mitteilte. Eine Trendumkehr sei &bdquo;nicht in Sicht&ldquo; &ndash; sodass die kommenden Monate wohl von Konsumzur&uuml;ckhaltung gepr&auml;gt sein werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/verbraucher-stimmung-in-deutschland-sinkt-auf-neues-allzeit-tief-18292884.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Ampel &uuml;bt sich in sensibler Sprache, aus R&uuml;cksicht auf die FDP<\/strong><br>\n&Uuml;bergewinnsteuer? Gaspreisdeckel? Bei den wirklich entscheidenden Fragen vertagt sich die Bundesregierung. Ihre Wortwahl dabei ist verr&auml;terisch<br>\nGleich auf Seite drei findet sich eine ma&szlig;lose Untertreibung: Auf europ&auml;ischer Ebene, steht da im Ergebnispapier des j&uuml;ngsten Koalitionsausschusses, w&uuml;rden &bdquo;M&ouml;glichkeiten der Absch&ouml;pfung von Zufallsgewinnen von Energieunternehmen diskutiert&ldquo;. Weder ist auf europ&auml;ischer Ebene von &bdquo;Zufallsgewinnen&ldquo; die Rede, noch wird &uuml;ber M&ouml;glichkeiten der Absch&ouml;pfung nur &bdquo;diskutiert&ldquo;.<br>\nVielmehr hat die EU-Kommission (!) den Mitgliedsstaaten &bdquo;Leitlinien f&uuml;r die Anwendung steuerlicher Ma&szlig;nahmen auf &uuml;berm&auml;&szlig;ige Gewinne&ldquo; an die Hand gegeben &ndash; und zwar Anfang M&auml;rz dieses Jahres. Zugegeben, diese Leitlinien sind unverbindlich. Nichtsdestotrotz haben etliche Mitgliedsstaaten l&auml;ngst &bdquo;steuerliche Ma&szlig;nahmen&ldquo; ergriffen, um &bdquo;&uuml;berm&auml;&szlig;ige Gewinne&ldquo; abzusch&ouml;pfen. Das l&auml;sst sich zum Beispiel in einer auch f&uuml;r Mitglieder der Bundesregierung aus SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und FDP gut einsehbaren &Uuml;bersicht des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags nachlesen.<br>\nWer nun feiert, dass diese Bundesregierung den historischen Schritt hin zu einer &Uuml;bergewinnsteuer getan habe, &uuml;bersieht: Sie hat diesen Schritt nicht getan, obwohl er l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig ist. Sie hat ihn vertagt, und die mutma&szlig;lich Hauptverantwortlichen daf&uuml;r &ndash; die marktliberale FDP und ihr Chef, Bundesfinanzminister Christian Lindner &ndash; haben sogar noch den Ton setzen d&uuml;rfen: Von &bdquo;Zufalls-&ldquo;, nicht von &bdquo;&Uuml;bergewinnen&ldquo; ist die Rede. Klingt, als seien diese Profite vom Himmel gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/entlastungspaket-die-ampel-uebt-sich-in-sensibler-sprache-alles-fuer-die-fdp\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Herbst bleibt hei&szlig;<\/strong><br>\nDas neue Entlastungspaket der Bundesregierung wird eine soziale Notlage nicht verhindern k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nIm Koalitionsvertrag hatte die Ampel vereinbart, Hartz IV durch ein neues B&uuml;rgergeld zu ersetzen. Offen blieb bisher, ob nur das Etikett gewechselt wird oder auch die Regels&auml;tze steigen. Neben einiger kleiner Reformen der Sozialleistung steht die Regelsatzerh&ouml;hung jetzt ebenfalls im Entlastungspaket. Ab dem 1. Januar 2023 soll das B&uuml;rgergeld 500 Euro betragen. Das hei&szlig;t: 51 Euro mehr als bisher.<br>\nDer Haken an der Sache: Die Erh&ouml;hung um 51 Euro entspricht gerade einmal einem Inflationsausgleich. Die reale Kaufkraft der neuen Sozialleistung steigt gegen&uuml;ber den Hartz-IV-S&auml;tzen also nicht an, ein Leben mit dem B&uuml;rgergeld wird ein Leben in Armut bleiben. SPD und Gr&uuml;ne haben an diesem Punkt ihre sozialpolitischen Ambitionen &ndash; sofern sie sie jemals hatten &ndash; vollst&auml;ndig aufgegeben.<br>\nLachhaft ist auch der &raquo;Nachfolger&laquo; des 9-Euro-Tickets. Christian Lindner hat die &raquo;Gratismentalit&auml;t&laquo; im Nahverkehr erfolgreich bek&auml;mpft. Aus dem 9-Euro-Ticket soll ein bundesweit einheitliches Ticket im Preisrahmen zwischen 49 und 69 Euro werden. Im Paket sind daf&uuml;r 1,5 Milliarden Euro vorgesehen, die der Bund beisteuert. Umsetzen m&uuml;ssen die Ma&szlig;nahme aber die L&auml;nder. Und zwar alle sechzehn gemeinsam. Doch f&uuml;r die Landeshaushalte gilt eine viel strengere Schuldenbremse als f&uuml;r den Bund und sie m&uuml;ssen zudem Belastungen aus den angespannten Haushalten der Kommunen auffangen. Die 1,5 Milliarden sind ein l&auml;ppisches Angebot, mit dem die Ampel ihre Verantwortung abschiebt und das 9-Euro-Ticket begr&auml;bt. Der Nachfolger droht zur H&auml;ngepartie zu werden. Bundesverkehrsminister Wissing wird die Schuld von sich weisen, wenn sich die L&auml;nder erwartungsgem&auml;&szlig; nicht einig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/der-herbst-bleibt-heiss-drittes-entlastungspaket\/\">Jacobin<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Vom Nachfolger des 9-Euro-Tickets werden die Falschen profitieren  <\/strong><br>\nDie Ampelkoalition hat ein  bundesweites Abo-Ticket f&uuml;r den Nahverkehr beschlossen, das vor allem  Fernpendlern n&uuml;tzt. Es setzt falsche Anreize.<br>\nGemessen an den M&uuml;hen und der Zeit, die das Ganze gekostet hat, m&uuml;sste etwas sehr Gutes herausgekommen sein. Doch nach dem Verhandlungsmarathon der Ampelkoalition h&auml;lt sich die Begeisterung &uuml;ber den erzielten Kompromiss in engen Grenzen. Das gilt auch und besonders f&uuml;r das geplante Nachfolgeangebot zum 9-Euro-Ticket. Die angek&uuml;ndigte neue bundesweite Fahrkarte f&uuml;r den Nahverkehr, die zwischen 49 und 69 Euro pro Monat kosten soll, ist vielen zu teuer.<br>\nDoch diese und andere Kritik trifft nicht den Kern. Stattdessen sollte man den Blick auf andere Aspekte richten. Wenn das neue Nahverkehrsticket tats&auml;chlich kommt (was noch nicht sicher ist), wird es nur wenigen Menschen n&uuml;tzen und falsche Anreize setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/nach-dem-9-euro-ticket-kommt-jetzt-ein-foerderprogramm-fuer-fernpendler-69-euro-koalition-li.263867\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Protestieren statt frieren<\/strong><br>\nRegierung stemmt sich mit &raquo;Entlastungspaket&laquo; gegen Protestbewegung. Kritik von Sozialverb&auml;nden. Scholz macht Moskau f&uuml;r alles verantwortlich (&hellip;)<br>\nScholz wollte da nicht zur&uuml;ckstehen und lie&szlig; durchblicken, dass er sich Proteste auf der Stra&szlig;e verbittet: &raquo;Wenn einige damit nicht einverstanden sind und die Formeln von Putin rufen, dann sind es eben einige.&laquo; Die meisten Menschen w&uuml;ssten, dass es gut sei, in einem &raquo;wirtschaftsstarken Sozialstaat&laquo; zu leben. Die Formel der Regierung und der angeschlossenen Presseabteilungen in den n&auml;chsten Monaten lautet also tats&auml;chlich: Wer das Leben hier nicht &raquo;gut&laquo; findet, sei &raquo;Formeln von Putin&laquo; auf den Leim gegangen.<br>\nDas d&uuml;rfte Millionen von Menschen, von denen Scholz augenscheinlich Dankbarkeit und Stillhalten erwartet, die aber weiterhin nicht wissen, wie sie Rechnungen und Eink&auml;ufe bezahlen sollen, nicht beeindrucken. Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen rechnete am Sonntag in einer ersten Reaktion vor: Das 9-Euro-Folgeticket sei mit 49 bis 69 Euro &raquo;f&uuml;r Arme zu teuer&laquo;, die Erh&ouml;hung des Hartz-IV-Regelsatzes von 449 auf 500 Euro viel zu niedrig &ndash; sie gehe &raquo;komplett f&uuml;r das 9-Euro-Folgeticket drauf&laquo;. Und durchgesetzt habe sich einmal mehr die FDP mit dem Ausschluss von &raquo;Superreichen und &Uuml;bergewinnprofiteuren&laquo; von der &raquo;solidarischen Finanzierung der Krisenkosten&laquo;.<br>\nUlrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands, begr&uuml;&szlig;te die &raquo;Ausweitung des Kreises der Wohngeldberechtigten&laquo;. Greifen werde das aber erst 2023. &raquo;Wirklich entsetzt&laquo; zeigte sich Schneider dar&uuml;ber, dass die Regierung im laufenden Jahr keine weiteren Hilfen f&uuml;r Menschen in der Grundsicherung plant: &raquo;Die angek&uuml;ndigte Anhebung der Grundsicherung auf knapp 500 Euro ab dem 1. Januar ist allenfalls ein schlechter Witz und wird, wenn &uuml;berhaupt, gerade die Inflation ausgleichen.&laquo;<br>\nMit dem eilig &uuml;bers Wochenende zusammengestellten und ausgelieferten &raquo;Entlastungspaket&laquo; wird es der Ampel kaum gelingen, die anlaufende Protestbewegung noch abzubiegen. Am Montag bieten sich nach Feierabend gleich zwei Gelegenheiten, mit vielen anderen Menschen unter linken Losungen gegen die Regierung auf die Stra&szlig;e zu gehen: In Leipzig beginnt um 19 Uhr eine Demonstration auf dem Augustusplatz, in Berlin mobilisiert f&uuml;r 18 Uhr ein linkes B&uuml;ndnis zu einer Kundgebung vor der Bundesgesch&auml;ftsstelle der Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/433911.krieg-und-krise-protestieren-statt-frieren.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Ampelkoalition&auml;re loben sich selbst. Offensichtlich haben sie jeden Bezug zur Lebensrealit&auml;t der Bev&ouml;lkerungsmehrheit verloren. Auch zahlreiche <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/wirtschaft-kritisiert-entlastungspaket-der-grosse-wurf-ist-es-nicht-a-169acc32-93ca-4d15-9103-afd8fb869c23\">Industrie-Betriebe und deren Lobbyverb&auml;nde<\/a> sind angesichts der enorm gestiegenen Energiepreise unzufrieden. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mehrere Tausend Menschen protestieren in K&ouml;ln gegen deutsche Milit&auml;runterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nRund 2000 Menschen haben am Sonntag in K&ouml;ln gegen die deutsche Milit&auml;runterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine protestiert. Die Demonstranten forderten die Einstellung der deutschen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine und die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland. Ein Teil der Demonstranten wies darauf hin, dass die gegen Russland verh&auml;ngten Sanktionen zu steigenden Energiepreisen und Lebenshaltungskosten gef&uuml;hrt und das Leben der Bev&ouml;lkerung schwer beeintr&auml;chtigt h&auml;tten.<br>\nDer deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz erkl&auml;rte am gleichen Tag beim Empfang des zu Besuch weilenden ukrainischen Ministerpr&auml;sidenten Denys Chmygal, Deutschland werde seine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine nicht einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/09\/05\/ARTICxPwEepzbtAJkwVyobYT220905.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Die Amerikaner k&ouml;nnen nun beruhigt sein&ldquo;: 50 Jahre deutsche Gaspartnerschaft mit Russland am Ende<\/strong><br>\nMit dem Stopp von Nord Stream 1 am Sonnabend durch Gazprom tritt die &bdquo;Gas-Scheidung&ldquo; zwischen Deutschland und Russland in die Endphase ein. Welche Folgen das hat und wie es weitergeht.<br>\nAm Sonnabend ist das geschehen, was viele schon bef&uuml;rchtet, vorhergesehen oder gewollt haben: Gazprom stellte den Gastransport &uuml;ber Nord Stream 1 f&uuml;r eine unbestimmte Zeit ein. Doch es scheint wie eine Entscheidung f&uuml;r die Ewigkeit.<br>\nEin &Ouml;lleck bei einer verbliebenen und einigen bereits ausgeschalteten Gasturbinen sei der Grund, erkl&auml;rte der russische Staatskonzern. Siemens Energy, der Hersteller der Turbinen, m&uuml;sse die M&auml;ngel vorerst beheben. Siemens Energy streitet das Problem zwar nicht ab, h&auml;lt es jedoch f&uuml;r einen unglaubw&uuml;rdigen Grund f&uuml;r den Lieferstopp. Solche &bdquo;Leckagen&ldquo; k&ouml;nnten vor Ort abgedichtet werden, teilte der Konzern mit. Gazprom widerspricht: Es gebe daf&uuml;r keinen &bdquo;Reparaturort&ldquo;.<br>\nFazit: Es wird offensichtlich kein russisches Gas mehr &uuml;ber Nord Stream 1 nach Deutschland flie&szlig;en. Von rund 42 Millionen Kubikmetern Gas aus dem Ukraine-Transit kommen laut der Bundesnetzagentur kaum noch vier Millionen Kubikmeter Gas im bayerischen Weidhaus an (Stand: Sonntag). Also: So gut wie nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/die-amerikaner-koennen-nun-beruhigt-sein-50-jahre-deutsche-gaspartnerschaft-mit-russland-am-ende-li.263777\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Was ist Washingtons &ldquo;Freundschaft&rdquo; wert? Das energiearme Europa erf&auml;hrt es gerade<\/strong><br>\nDie US-Energieministerin Jennifer Granholm setzt Raffinerien unter Druck, den Export von Gas und anderen Treibstoffen an die europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten einzustellen, obwohl diese derzeit unter Energieknappheit &auml;chzen.<br>\nEs sieht so aus, als ob auch Europa jetzt an der Reihe ist, die Erfahrung zu machen, was Washingtons Versprechen wirklich wert sind &ndash; ein Hinweis im Voraus: Nicht viel. In einem Brief, der von der Redaktion des Wall Street Journal als &ldquo;Mobbing&rdquo; bezeichnet wurde, forderte die US-Energieministerin Jennifer Granholm, dass die wichtigsten Raffinerien f&uuml;r Erd&ouml;l des Landes in Zukunft davon absehen sollen, ihre Exporte zu erh&ouml;hen &ndash; und das zu einer Zeit, in der die Verb&uuml;ndeten der USA in der Europ&auml;ischen Union (EU) h&auml;nderingend nach alternativen Energieimporten suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/147939-was-ist-washingtons-freundschaft-wert\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hohe Energiepreise: Erste Unternehmen stoppen Produktion in Deutschland<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Robert Habeck spricht von einem &ldquo;alarmierenden&rdquo; Trend und von einem strukturellen Bruch. Laut Analysten steigt in der Bundesrepublik das Risiko von sozialen Unruhen deutlich.<br>\nBundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zeigte sich am Wochenende davon &uuml;berzeugt: In Deutschland wird es in Herbst und Winter keine sozialen Unruhen geben. Ob er damit recht behalten wird, ist l&auml;ngst noch nicht ausgemacht.<br>\nDie Bundesrepublik geh&ouml;rt in Europa zu den L&auml;ndern, in denen das Risiko sozialer Unruhen am deutlichsten gewachsen ist, hei&szlig;t es in einer aktuellen Analyse von Verisk Maplecroft, einem auf Risikoanalysen spezialisiertem Unternehmen.<br>\nMit einer Inflation von &uuml;ber sechs Prozent erreichten die sozio&ouml;konomischen Risiken in mehr als 80 Prozent der L&auml;nder &ndash; weltweit &ndash; ein kritisches Niveau. Fast die H&auml;lfte aller L&auml;nder werden inzwischen als Hoch- oder Extremrisiko eingestuft. Und f&uuml;r eine gro&szlig;e Anzahl von L&auml;ndern wird in den n&auml;chsten sechs Monaten eine weitere Verschlechterung erwartet.<br>\nWelche Folgen dieser Trend f&uuml;r Deutschland haben wird, h&auml;ngt auch davon ab, ob es der Bundesregierung gelingt, die Inflation zu lindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hohe-Energiepreise-Erste-Unternehmen-stoppen-Produktion-in-Deutschland-7254211.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regierung bereitet Frankreich auf den Atom-Blackout vor<\/strong><br>\nParis will daher Korrosion-Atommeiler ans Netz bringen. Bundesfinanzminister Habeck stellt AKW-Verl&auml;ngerung zur Frankreich-Rettung in Aussicht.<br>\nDie franz&ouml;sische Regierung hat die halbstaatliche Elektrizit&auml;tsgesellschaft Electricite de France unter Druck gesetzt, 32 Atomreaktoren innerhalb weniger Monate wieder in Betrieb zu nehmen. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor [<a href=\"https:\/\/www.bnnbloomberg.ca\/france-vows-vigilance-over-edf-s-nuclear-reactor-restart-target-1.1813979\">Link<\/a>].<br>\nTats&auml;chlich hat die Ministerin f&uuml;r die Energiewende die energhiepolitische Entscheidung best&auml;tigt, die erhebliche Sicherheitsrisiken birgt. Nach der Sitzung des Verteidigungsrates versicherte Agn&egrave;s Pannier-Runacher, dass sich die &ldquo;EDF verpflichtet hat&rdquo;, alle Atomkraftwerke bis zu diesem Winter wieder in Betrieb zu nehmen:\n<blockquote><p>\nDie Regierung wird darauf achten, dass dieser von EDF vorgegebene Zeitplan eingehalten wird.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die franz&ouml;sische Regierung best&auml;tigt damit, dass f&uuml;r sie Sicherheitsfragen bei Atomkraftwerken zweitrangig sind. Schon in der Vergangenheit hatte sie der EDF erlaubt, einige der 24 noch am Netz verbliebenen Meiler trotz fehlendem K&uuml;hlwasser nicht abschalten zu m&uuml;ssen. Immer neuen Atomkraftwerken wurde im D&uuml;rresommer erlaubt, die Gew&auml;sser nun sogar auf mehr als 28 Grad zu erw&auml;rmen, mit teils verheerenden Folgen f&uuml;r Flora und Fauna. Ein Fischsterben &ndash; wie in der Oder &ndash; war die Folge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Regierung-bereitet-Frankreich-auf-den-Atom-Blackout-vor-7253686.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Handelskrieg<\/strong><br>\nDie EU steht wom&ouml;glich vor ihrem n&auml;chsten Handelskrieg. Das geht aus &Auml;u&szlig;erungen zur heutigen Ernennung von Liz Truss zur neuen Premierministerin des Vereinigten K&ouml;nigreichs hervor. Ursache ist der Streit zwischen Br&uuml;ssel und London um das nach dem Brexit in Kraft getretene Nordirland-Protokoll, das eine Zollgrenze zwischen Gro&szlig;britannien und Nordirland schafft und London zur Einhaltung der Binnenmarkt-Regularien in Nordirland verpflichtet. Da die EU bisher nur zu geringen Korrekturen an dem Protokoll bereit ist, obwohl es in Nordirland ernste Spannungen sch&uuml;rt, bereitet die britische Regierung &Auml;nderungen im Alleingang vor; Truss k&ouml;nne bereits kurz nach ihrer Amts&uuml;bernahme Teile des Protokolls au&szlig;er Kraft setzen, hei&szlig;t es in Berichten. In diesem Fall k&ouml;nne es zu einem &bdquo;Handelskrieg&ldquo; der EU gegen Gro&szlig;britannien kommen, wird Katarina Barley (SPD), Vizepr&auml;sidentin des Europaparlaments, zitiert. Die Sch&auml;den eines solchen Handelskriegs k&auml;men zu den schweren Sch&auml;den hinzu, die die Russland-Sanktionen der Wirtschaft Deutschlands und der EU einbrocken. Dar&uuml;ber hinaus drohen wegen des Machtkampfs gegen Beijing Verluste im Chinagesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9014\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Maskenpflicht in Flugzeugen soll wegfallen<\/strong><br>\nDie Kritik war gro&szlig; nach der Kanada-Reise, auf der Kanzler Scholz und weitere Regierungsvertreter im Flugzeug keine Maske trugen. Auch auf Passagierfl&uuml;gen soll die Maskenpflicht bald fallen &ndash; offenbar auf Druck der FDP hin.<br>\nBei den parlamentarischen Beratungen &uuml;ber die Corona-Regeln f&uuml;r den Herbst zeichnen sich noch &Auml;nderungen ab. Die zun&auml;chst weiterhin bundesweit im Infektionsschutzgesetz vorgesehene Maskenpflicht in Flugzeugen soll offenbar gestrichen werden. Das erfuhr das ARD-Hauptstadtstudio aus Regierungskreisen.<br>\nZugleich soll demnach im Gesetz bundesweit festgelegt werden, dass au&szlig;er in Fernz&uuml;gen, Kliniken und Pflegeheimen auch in Arztpraxen FFP2-Masken zu tragen sind. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagte der dpa: &ldquo;Impfen und Masken bleiben der beste Schutz gegen die erwartete Omikron-Welle. Deswegen setzen wir beides ein.&rdquo; Auch in Arztpraxen solle daher Maske getragen werden. &ldquo;Solange die Pandemielage es erlaubt, wird dagegen im Flieger die Maskenpflicht fallen. Empfohlen bleibt die Maske aber auch dort. Das ist keine Frage von Vorschriften, sondern der Vernunft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/maskenpflicht-flugzeug-aufhebung-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong> Warum man im Flugzeug keine FFP2-Maske mehr braucht, daf&uuml;r aber im Zug, werden sich manche fragen. <\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wissenschaftler: &bdquo;Keine evidenzfreie Maskenpflicht&ldquo;<\/strong><br>\nDas Tragen einer Maske soll im kommenden Herbst wieder gro&szlig;fl&auml;chig vorgeschrieben werden k&ouml;nnen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern kritisiert das Vorhaben scharf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/prod.berliner-zeitung.de\/news\/wissenschaftler-keine-evidenzfreie-maskenpflicht-infektionsschutzgesetz-li.263692\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel: Lebenserfahrung und Wissen schlagen digitale Kompetenz<\/strong><br>\n&Auml;ltere Arbeitnehmer werden nicht f&uuml;r das gesch&auml;tzt, was sie ihren j&uuml;ngeren Kollegen voraushaben. Dabei k&ouml;nnen sich Unternehmen Altersdiskriminierung aktuell weniger leisten als jemals zuvor.<br>\n&Auml;ltere Arbeitssuchende werden auf dem Arbeitsmarkt regelm&auml;&szlig;ig und systematisch diskriminiert. Anders l&auml;sst sich das Ergebnis der Umfrage der Jobplattform Indeed nicht lesen. Demnach gab mehr als ein Viertel der befragten Personalerinnen und Personaler an, dass sie Menschen &uuml;ber 60 generell als zu alt f&uuml;r ihr Unternehmen empfinden. Kaum geringer ist die altersbedingte Ablehnung bei Menschen, die &auml;lter als 55 Jahre sind.<br>\nDiese &Uuml;berheblichkeit, &auml;ltere Arbeitnehmer abzulehnen, sie am Arbeitsplatz oder auf der Suche nach einem neuen Job regelrecht zu diskriminieren, kann sich Deutschland schon volkswirtschaftlich nicht leisten. Der Fachkr&auml;ftemangel ist nach wie vor ein reales Problem, Anfang August waren in deutschen Unternehmen so viele Stellen unbesetzt wie nie zuvor. Schon jetzt sind fast 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung &auml;lter als 55 Jahre, und die &Uuml;beralterung der Gesellschaft w&auml;re nur durch eine derart massive Zuwanderung zu stoppen, wie sie politisch wohl kaum gewollt sein d&uuml;rfte.<br>\n&Uuml;berhaupt, an welchen F&auml;higkeiten soll es den &Auml;lteren &uuml;berhaupt derart mangeln, dass sie deutschen Firmen nicht mehr vermittelbar w&auml;ren? An digitaler Kompetenz? Sicher, die ist wichtig und wird in den kommenden Jahren an Bedeutung noch zunehmen. Nur &auml;lteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einfach pauschal zu unterstellen, sie h&auml;tten im Umgang mit elektronischen Medien uneinholbare Defizite, ist nicht nur unfair, sondern geht auch an der Realit&auml;t vorbei. Computer, das Internet und selbst soziale Netzwerke gibt es schlie&szlig;lich schon so lange, dass sie auch im Leben der Boomer-Generation eine zentrale Rolle spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/diskriminierung-arbeitnehmer-aeltere-1.5650776%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn &uuml;ber 55-J&auml;hrige abgelehnt oder &uuml;berhaupt nicht mehr eingestellt werden, dann kann es mit dem Fachkr&auml;ftemangel nicht weit her sein. Ist es ja auch nicht: eine blo&szlig;e Behauptung, die kaschieren soll, dass die Arbeitgeberseite keine ad&auml;quaten Geh&auml;lter f&uuml;r Fachkr&auml;fte zahlen will. Dazu passt dann auch die wiederholte Forderung nach der Rente erst mit 70 <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wirtschaft-und-Politiker-fordern-laengere-Arbeitszeit-fuer-Erwerbstaetige-7188667.html\">&ldquo;wegen des Fachkr&auml;ftemangels&rdquo;<\/a> wie die Faust aufs Auge: wenn Arbeitskr&auml;fte jenseits der 60 nicht erw&uuml;nscht sind, dann ganz sicher nicht welche mit 67 und &auml;lter. Nat&uuml;rlich geht es immer nur darum, die Rentenbeitragss&auml;tze und damit die L&ouml;hne noch weiter zu senken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>7,8 Millionen Menschen hungern: UN warnen vor Katastrophe in Somalia<\/strong><br>\nSomalia k&auml;mpft zurzeit mit einer historischen D&uuml;rre. Millionen Menschen haben in dem Land am Horn von Afrika bereits jetzt nicht genug zu essen. Die UN rechnen deshalb zeitnah mit einer Hungerkatastrophe.<br>\nDie UN haben vor einer unmittelbar bevorstehenden humanit&auml;ren Notlage in Somalia gewarnt. Das unter einer historischen D&uuml;rre leidende Land am Horn von Afrika stehe am Rand einer Hungersnot, sagte UN-Koordinator Martin Griffiths in der somalischen Hauptstadt Mogadischu. &ldquo;Das ist heute die letzte Warnung.&rdquo; Die j&uuml;ngsten Daten zeigten konkret, dass es von Oktober bis Dezember in zwei Bezirken im S&uuml;den des Landes eine Hungersnot geben werde. Betroffen seien die Bezirke Baidoa und Buurhakaba.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/somalia-hungersnot-un-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wof&uuml;r steht die neue britische Premierministerin Liz Truss?<\/strong><br>\nDie Au&szlig;enministerin Truss setzte sich in einer parteiinternen Abstimmung gegen Ex-Finanzminister Rishi Sunak durch. Sie folgt Boris Johnson ins Amt des britischen Premiers. Dem Land steht ein harter bis wirklichkeitsfremder neoliberaler Kurs bevor.<br>\nDie schlechte Nachricht vorweg, die &ldquo;Dreammachine&rdquo; in London wurde eingestellt. Ende Juli bereits. Diese Traummaschine war ein Projekt des &ldquo;Unboxed&rdquo;-Festival, das gerne auch liebevoll &ldquo;Festival of Brexit&rdquo; genannt wird. Ziel dieser Shows im ganzen Land war es, die Kreativit&auml;t und das Potenzial der Menschen in Gro&szlig;britannien zu zeigen, die sich nun ohne EU-Richtlinien entfalten d&uuml;rfen.<br>\nIn der Dreammachine legten sie sich deshalb in bequemen St&uuml;hlen zur&uuml;ck und tr&auml;umten vor sich hin, von sch&ouml;ner Musik bes&auml;uselt. Vielleicht tr&auml;umten manche von einer besseren Zukunft. Die Brexit-Feierlichkeiten des entfesselten britischen Potenzials kosteten hunderte Millionen Pfund und haben nahezu niemanden interessiert. Ihr einziger Gewinn liegt darin, eine ungewollte Metapher zu sein. Das Land versinkt im Chaos. Es brechen offenkundig schwere Zeiten heran, also organisiert die Regierung eine Gruppenhalluzination mit Lichtblitzen vor den geschlossenen Augen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wofuer-steht-die-neue-britische-Premierministerin-Liz-Truss-7254168.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Liz Truss wird neue britische Premierministerin<\/strong><br>\nTruss wird dem rechten Fl&uuml;gel der Partei zugeordnet. Die 47-J&auml;hrige erkl&auml;rte im innerparteilichen Wahlkampf, dass sie trotz enorm hoher Inflation sofort die Steuern senken wolle. In der Au&szlig;enpolitik wird bef&uuml;rchtet, dass Truss den Streit mit der EU um Brexit-Regeln f&uuml;r Nordirland weiter eskaliert. Zudem gilt die Britin auch als gro&szlig;e Unterst&uuml;tzerin der Ukraine und verurteilt die russische Sonderoperation. Kurz nach deren Beginn hatte die bisherige britische Au&szlig;enministerin erkl&auml;rt, Gro&szlig;britannien werde so lange nicht ruhen, bis Russlands Wirtschaft zerst&ouml;rt sei. Das Land hatte sie damals &ldquo;einen Paria auf der Weltb&uuml;hne&rdquo; genannt.<br>\nGeboren 1975 als Mary Elizabeth Truss in Oxford, wuchs sie im schottischen Paisley und im englischen Leeds auf. Ihr Vater war ein Mathematikprofessor, die Mutter Krankenschwester. Sie selbst beschrieb sie einst als &ldquo;linksgerichtet&rdquo;. Truss schloss sich zun&auml;chst den Liberaldemokraten an, bevor sie zu den Konservativen wechselte. Als ihr gro&szlig;es Vorbild gilt Ex-Premierministerin Margaret Thatcher (1979&ndash;1990).<br>\nKurz nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden der Conservative Party bedankte sich Truss via Kurznachrichtendienst Twitter f&uuml;r das ihr entgegengebrachte Vertrauen und betonte:<br>\n&ldquo;Ich werde mutige Ma&szlig;nahmen ergreifen, um uns alle durch diese schwierigen Zeiten zu bringen, unsere Wirtschaft wachsen zu lassen und das Potenzial des Vereinigten K&ouml;nigreichs freizusetzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/europa\/148031-liz-truss-wird-neue-premierministerin\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die bisherige britische Au&szlig;enministerin, <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/europa\/146939-liz-truss-atomwaffen\/\">die bereit sei, Atomwaffen einzusetzen<\/a> und mit ihren diplomatischen (Un-)F&auml;higkeiten der deutschen Bundesau&szlig;enministerin Konkurrenz macht, hat es also geschafft und wird n&auml;chste Premierministerin. Insbesondere im russischen Au&szlig;enministerium sind ihre Kenntnisse bekannt. Denn: Es geht noch peinlicher als Baerbock: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/es-geht-noch-peinlicher-als-baerbock-die-britische-aussenministerin-blamiert-sich-in-moskau\/\">Die britische Au&szlig;enministerin blamiert sich in Moskau<\/a>. Daraus &ndash; aus der &Uuml;bersetzung <a href=\"https:\/\/www.vesti.ru\/article\/2675490\">eines Berichts der russischen Abendnachrichten<\/a> &ndash; zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Als Truss &uuml;ber den Abzug unserer Streitkr&auml;fte von der Grenze sprach und Lawrow kategorisch erkl&auml;rte, dass sich die russischen Truppen frei auf dem russischen Staatsgebiet bewegen k&ouml;nnten, geschah es.<\/p>\n<p>&acute;Danach wandte er sich selbst mit dieser Frage an seine britischen Kollegin: Sie erkennen doch die Souver&auml;nit&auml;t Russlands &uuml;ber die Regionen Rostow und Woronesch an, oder?&acute;<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Pause erkl&auml;rte die britische Au&szlig;enministerin Liz Truss, dass ihr Land die Souver&auml;nit&auml;t Russlands &uuml;ber diese Regionen niemals anerkennen werde. Deborah Bonnert, die britische Botschafterin in Russland, musste sich einmischen und erkl&auml;rte Truss behutsam, dass es sich tats&auml;chlich um russische Regionen handelt. (&hellip;)<\/p>\n<p>&Uuml;ber das Minsker Abkommen zeigte Truss den gleichen Informationsstand wie bei den baltischen Staaten, die angeblich am Schwarzen Meer liegen. Sie sagte, Russland solle das Waffenstillstandsabkommen umsetzen. Und das, obwohl Russland keine Konfliktpartei ist.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Trump ruft zu Terrorakten gegen US-Regierung und Beh&ouml;rden auf<\/strong><br>\nIn Reaktion auf Bidens Rede erkl&auml;rt Trump den US-Pr&auml;sidenten und &ldquo;die Gruppe, die ihn kontrolliert&rdquo; zu Staatsfeinden. Er droht: Die FBI-Untersuchungen werden eine beispiellose Gegenreaktion erzeugen. In den USA w&auml;chst die Sorge vor Chaos.<br>\nDass der ehemalige US-Pr&auml;sident Donald Trump reagieren w&uuml;rde, war zu erwarten. Auch ist man von ihm einiges gewohnt in Hinsicht Hetze, L&uuml;gen und Angriffe gegen alle, die nicht seine Meinung teilen oder ihn kritisieren. Doch die Antwort auf US-Pr&auml;sident Joe Bidens Rede Ende letzter Woche, in der er den Extremismus der Trump-Radikalen als Gefahr f&uuml;r die Demokratie bezeichnete, hat einige alarmiert.<br>\nTrump sagte in einer Rede in Pennsylvania, wo er f&uuml;r den &ldquo;Gro&szlig;e-Wahll&uuml;ge&rdquo;-Unterst&uuml;tzer und Gouveneurs-Kandidat Doug Mastriano Wahlkampf betrieb, in Richtung auf den US-Pr&auml;sidenten:\n<blockquote><p>\nEr ist ein Staatsfeind, wenn ihr die Wahrheit wissen wollt. Der Feind des Staates ist er und die Gruppe, die ihn kontrolliert und um ihn herum kreist. Tu dies, tu das, Joe.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Daraufhin buhte die Menge Biden aus. Trump nahm auch die Bundesbeh&ouml;rden ins Visier, die seine Mitnahme geheimer Dokumente aus dem Wei&szlig;en Haus untersuchen, und erkl&auml;rte seinen Zuh&ouml;rern, dass das FBI und das Justizministerium zu b&ouml;sartigen Monstern geworden sind, die von linksradikalen Schurken, Anw&auml;lten und den Medien kontrolliert werden, die ihnen sagen, was sie zu tun haben.<\/p>\n<p>Trump k&uuml;ndigte aufgrund der Ermittlungen gegen ihn eine &ldquo;Gegenreaktion, wie sie noch niemand erlebt hat&rdquo; an. Eine Ank&uuml;ndigung, die von verschiedenen Seiten als Aufruf zu inl&auml;ndischem Terrorismus eingestuft wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-ruft-zu-Terrorakten-gegen-US-Regierung-und-Behoerden-auf-7253791.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NSA ist der gr&ouml;&szlig;te Hacker der Welt<\/strong><br>\nWer ist der gr&ouml;&szlig;te Hacker der Welt? Die j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichten Berichte von Chinas Staatlichem Computervirus-Notbehandlungszentrum und von der chinesische Hightech-Firma 360 haben eine klare Antwort gegeben &ndash; es ist die US-Sicherheitsbeh&ouml;rde NSA.<br>\nDen Untersuchungsberichten zufolge hat das Office of Tailored Access Operations (TAO) der NSA bei den Cyberattacken auf die &ouml;ffentliche Universit&auml;t mit zahlreichen Studienf&auml;chern in der Stadt Xi&lsquo;an in der Provinz Shaanxi mehr als 40 unterschiedliche spezielle Cyberwaffen eingesetzt, die Universit&auml;t kontinuierlich ausgesp&auml;ht und ausschlaggebende Cyber-Kerndaten von ihr gestohlen. Das TAO hat den Berichten zufolge nicht nur b&ouml;swillige Cyberattacken gegen mehrere sehr wichtige Unternehmen und Institutionen in China ver&uuml;bt, sondern auch langfristig wahllos chinesische Handynutzer abgeh&ouml;rt. Zudem hat die NSA demnach illegal Kurznachrichten von Handynutzern gestohlen und Radiopositionierung durchgef&uuml;hrt.<br>\nSeit 2013 hat die US-Regierung China bez&uuml;glich Cybersicherheit systematisch verleumdet &ndash; beispielsweise durch die Verleumdung der chinesischen Regierung wegen direkter oder indirekter Cyberangriffe auf die USA oder die Ver&ouml;ffentlichung von falschen Berichten zur Verwirrung der internationalen Gemeinschaft &ndash; um China zum &bdquo;T&auml;ter&ldquo; und die Vereinigten Staaten zum sogenannten &bdquo;Opfer&ldquo; zu machen und damit einen Vorwand f&uuml;r das US-Mobbing gegen China in der Netzwerk- und Informationsindustrie zu finden.<br>\nNach den jetzt bekannt gewordenen Informationen ist nicht nur China Opfer des US-Abh&ouml;r-Skandals, sondern es gibt viele andere Opfer weltweit, einschlie&szlig;lich der Verb&uuml;ndeten der USA.<br>\nIm Juni letzten Jahres ver&ouml;ffentlichte die Broadcasting Corporation D&auml;nemarks einen Sonderbericht, in dem enth&uuml;llt wurde, dass der US-Sicherheitsdienst durch den d&auml;nischen Geheimdienst Zugang zum d&auml;nischen Internet bekommen, dort Rohdaten erhielt und Politiker vieler europ&auml;ischer Staaten &uuml;berwacht hatte, darunter auch die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Laut &bdquo;Spiegel&ldquo;-Berichten wurden &uuml;ber 500 Millionen deutsche Telefon- und Internetdaten von der National Security Agency (NSA) gestohlen.<br>\nAu&szlig;erdem haben die Vereinigten Staaten seit langem unter dem Vorwand der &bdquo;Aufrechterhaltung der &ouml;ffentlichen Sicherheit&ldquo; einige High-Tech-Unternehmen aufgefordert, &bdquo;Hintert&uuml;ren&ldquo; in verschl&uuml;sselte Anwendungen einzuf&uuml;gen, um ihre sogenannten &bdquo;Cyber-Strafverfolgung&ldquo; zu erleichtern.<br>\nDie von China ver&ouml;ffentlichten Untersuchungsberichte &uuml;ber den Cyberangriff auf die Northwestern Polytechnical University zeigen Chinas Entschlossenheit, Cyberdiebstahl niemals zu tolerieren und sich aktiv dagegen zu verteidigen. Alle friedliebenden L&auml;nder der Welt sollten handeln, um der US-Cyber-Hegemonie entschlossen Widerstand zu leisten und einen sauberen Raum f&uuml;r das globale Netzwerk wiederherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/09\/05\/ARTIkExAK30gnXOeaXMLndVY220905.shtml\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Zusammenhang mit der NSA sei u.a. an diese Beitr&auml;ge erinnert:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37558\">Drei Jahre NSA-Untersuchungsausschuss &ndash; Ein vorauseilendes Nachwort<\/a> <\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35439\">Schauen Sie sich den Snowden-Film an und animieren Sie bitte Ihre Freunde, Verwandten, Kinder und Eltern, es Ihnen gleich zu tun.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18236\">Geschichte wiederholt sich als Trag&ouml;die und als Farce zugleich &ndash; Schon seit 1989 h&auml;tte die Bundesregierung &uuml;ber die &Uuml;berwachung durch die NSA Bescheid wissen k&ouml;nnen.<\/a> <\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Aufschlussreich ist immer noch das <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/historiker-foschepoth-ueber-us-ueberwachung-die-nsa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216\">&ldquo;SZ&rdquo;-Interview mit dem Historiker Josef Foschepoth<\/a>, der &uuml;ber &ldquo;&Uuml;berwachtes Deutschland&rdquo; geforscht und geschrieben hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>John Goetz &uuml;ber Hans-Christian Str&ouml;bele: Wie man sich einmischt und dabei frei bleibt<\/strong><br>\nDer Journalist John Goetz kannte Hans-Christian Str&ouml;bele als freien Kopf und unabh&auml;ngigen Geist. Aus Anlass des Todes von Hans-Christian Str&ouml;bele ver&ouml;ffentlichen wir eine Laudatio auf ihn.<br>\nDie ist eine Laudatio auf Hans-Christian Str&ouml;bele anl&auml;sslich der Verleihung des Arnold-Freymuth-Preises, die der Journalist John Goetz am 2. Dezember 2018 in Hamm vorgetragen hat. Aus Anlass des Todes von Hans-Christian Str&ouml;bele ver&ouml;ffentlichen wir die Rede noch einmal. (&hellip;)<br>\nIm Oktober 2013 fuhren wir gemeinsam S-Bahn. Sie kennen vielleicht sein Verh&auml;ltnis zu Bundestags-Limousinen. Wir sind im Bahnhof Friedrichstrasse eingestiegen. Der Zug fuhr durch die Stadt, und ich konnte sehen, wie das ist, mit ihm durch seinen Wahlkreis zu fahren. Da kamen Menschen auf ihn zu, begr&uuml;&szlig;ten ihn, sch&uuml;ttelten ihm die Hand. Bewunderung und doch N&auml;he. Ich wei&szlig; nicht, wie es in anderen Teilen Deutschlands ist, aber in Berlin ist das so. Das liegt vermutlich an der Unabh&auml;ngigkeit, die er sich bewahrt hat.<br>\nUnser Ziel war der Flughafen Sch&ouml;nefeld und im ferneren Moskau. Wir wollten Edward Snowden treffen. Ich, um &uuml;ber ihn zu berichten. Christian hatte anderes im Sinn.<br>\nDie Lage war die: Trotz der Sympathien die Snowden weltweit entgegenschlugen, hatte es die USA geschafft, international das Recht nach ihren Interessen zu beugen.<br>\nW&auml;hrend sich Snowden noch am Flughafen befand, war Moskau Gastgeber f&uuml;r die Staatsoberh&auml;upter der Gas Exporting Countries Forum. Unter ihnen Nicolaus Maduro und Evo Morales aus Venezuela und Bolivien. Aus irgendeinem Grund waren die Vereinigten Staaten zu der Annahme gelangt, dass Snowden kurz davor war, im Pr&auml;sidentenflugzeug des bolivianischen Staatsoberhauptes nach Lateinamerika zu fliegen. In direkter Verletzung des &Uuml;bereinkommens &uuml;ber diplomatische Beziehungen, das besagt, dass Staatsluftfahrzeuge fliegendes Hoheitsgebiet des jeweiligen Landes sind, forderten die Vereinigten Staaten von Amerika ihre europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten auf, ihren Luftraum f&uuml;r das Flugzeug des bolivianischen Pr&auml;sidenten zu schlie&szlig;en. Das Flugzeug des bolivianischen Pr&auml;sidenten musste daher auf dem Wiener Flughafen landen. Als das Flugzeug durchsucht wurde, war Snowden jedoch nicht an Bord.<br>\nIn der gleichen Nacht beschloss die deutsche Regierung in ihrer Kabinettssitzung folgendes: nach Kabinettsbeschluss sollte Snowden in Deutschland landen, w&uuml;rde man ihm nicht erlauben einen Asylantrag zu stellen und ihn stattdessen sofort an die Vereinigten Staaten ausliefern.<br>\nEin Beispiel daf&uuml;r, wie die Macht &ndash; in diesem Fall die der Vereinigten Staaten &ndash; das regelbasierte System der internationalen Beziehungen immer dann ignoriert, wenn es seine Interessen durchsetzen will. Aber auch ein trauriges Beispiel daf&uuml;r, wie die deutsche Regierung sich unterwarf.<br>\nIn dieser Situation fuhr Hans-Christian Str&ouml;bele also nach Moskau, um Edward Snowden zu bewegen, vor einem Untersuchungsausschuss zur NSA-Aff&auml;re in Deutschland auszusagen. Er kam aus Moskau zur&uuml;ck mit einem Brief, in dem sich Snowden dazu bereit erkl&auml;rte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/john-goetz-ueber-hans-christian-stroebele-wie-man-sich-einmischt-und-dabei-frei-bleibt-li.262211\">John Goetz in Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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