{"id":87859,"date":"2022-09-11T14:00:54","date_gmt":"2022-09-11T12:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87859"},"modified":"2022-09-10T14:00:55","modified_gmt":"2022-09-10T12:00:55","slug":"leserbriefe-zu-kremlkampagne-gegen-baerbock-spiegel-faz-und-tagessschau-als-schild-und-schwert-der-gruenen-partei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87859","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eKremlkampagne gegen Baerbock\u201c \u2013 SPIEGEL, FAZ und Tagesschau als Schild und Schwert der Gr\u00fcnen Partei\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87690\">Hier<\/a> thematisiert Florian Warweg die Berichterstattung namhafter deutscher Medien im Zusammenhang mit den Aussagen von Bundesau&szlig;enministerin Baerbock bei einem Forum in Prag, dass sie so lange wie n&ouml;tig auf Seite der Ukraine stehen werde, &bdquo;egal, was meine deutschen W&auml;hler denken&ldquo;. Anstatt das in der Rede zum Ausdruck gebrachte ambivalente Demokratieverst&auml;ndnis zu diskutieren oder zumindest einzur&auml;umen, von einer ungeschickten Formulierung auszugehen, sei zum &bdquo;Gegenschlag&ldquo; ausgeholt worden. Das Narrativ sei, &bdquo;es handle sich um eine bewusst vom Kreml gesteuerte Kampagne&ldquo;. Wie fragil deren ganzes Argumentationsmuster sei, werde auch dadurch deutlich, dass sie sich &bdquo;an einer &Uuml;bersetzung festbei&szlig;en, in der von &sbquo;deutschen W&auml;hlern&lsquo; statt &sbquo;meinen deutschen W&auml;hlern&lsquo; die Rede ist&ldquo;. Abschlie&szlig;end wird gefragt, ob jemand wirklich glaube, dass Frau Baerbock sich in ihren &Auml;u&szlig;erungen wirklich bewusst nur auf ihre 35.452 erhaltenen Stimmen oder 0,08 Prozent der W&auml;hlerstimmen bei der Bundestagswahl 2021 bezogen habe. Danke f&uuml;r die interessanten E-Mails. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat f&uuml;r Sie die Leserbriefe zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen Dank an Herrn Warweg f&uuml;r seine detaillierten Darlegungen. Bei alle dem stellte sich mir die Frage, wie weit geht ein Medium wie die FAZ in der Argumentation, bevor es merkt, dass es sich verlaufen hat. In einem FAZ-Kommentar von Herrn Hanfeld vom 3.9.22 (gelesen auf FAZ.Net) mit dem Titel:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Aussagen zur Ukraine: Die Kampagne gegen Annalena Baerbock ist aus Russland gesteuert&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>findet sich der Satz<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;N&auml;hmen die westlichen Plattformen die kremlnahen Telegram-Kan&auml;le &bdquo;proaktiv&ldquo; in den Blick, m&uuml;sse es zu einem Propagandastreich wie diesem nicht kommen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Muss man dies nicht so lesen, dass hier jemand vorschl&auml;gt Ver&ouml;ffentlichungen zu zensieren, bei der sich L&uuml;ge und Propaganda im eigentlichen Sinne zwar nicht nachweisen lassen, die aber das Signum eines Ver&ouml;ffentlichungsverbots im eigenen Medium tragen um keiner russischen Propaganda anheimzufallen.<br>\n&nbsp;<br>\nSo was nennt man wohl Qualit&auml;tsjournalismus in Zeiten des Krieges.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG. Bruckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg.<br>\n&nbsp;<br>\nMit gr&ouml;&szlig;tem Respekt lese ich Ihre ausf&uuml;hrlichen Recherchen zur Kampagne von FAZ, Spiegel und Tagesschau. Eine solch detaillierte und mit Quellen unterlegte Darstellung h&auml;tte man sich von den Leitmedien als Beleg f&uuml;r die angebliche &bdquo;russische Desinformationskampagne&ldquo; gew&uuml;nscht. Aber klar, an Ihren Ausf&uuml;hrungen wird deutlich, wieso dies den Leitmedien unm&ouml;glich war &ndash; h&auml;tte es doch die Ukraine in Verruf gebracht &bdquo;russische Propaganda&ldquo; zu verbreiten. Diese inh&auml;rent unglaubw&uuml;rdig Darstellung w&auml;re wohl sogar dem gutgl&auml;ubigsten Leitmedienkonsumenten aufgesto&szlig;en.<br>\n&nbsp;<br>\nBesonders bemerkenswert ist &uuml;berdies jedoch auch, dass nicht nur die ungl&uuml;ckliche Aussage gerechtfertigt wird, sondern auch der Kern goutiert wird: Laut FAZ sei in einer repr&auml;sentativen Demokratie der Volksvertreter n&auml;mlich nur seiner &Uuml;berzeugung verpflichtet (und somit sei es sogar w&uuml;nschenswert, dass sich eine AlB nur nach ihrer eigenen Vorstellung richtet). F&uuml;r mich ist diese Interpretation v&ouml;llig absurd, das Gegenteil ist der Fall: Bei direkter Demokratie ist jeder W&auml;hler nur sich selbst verpflichtet, denn er kann ja auf jede Entscheidung einwirken. Im Falle der repr&auml;sentativen Demokratie sollte man schon im Sinne derer entscheiden, die man repr&auml;sentiert, oder?<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDW<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Warweg,<\/p><p>Ich m&ouml;chte mit nur zwei Argumenten auf Ihren Artikel antworten. H&auml;tte aber noch viel mehr!<\/p><p>Was auch bei den ganzen Darstellungen, was sie nun &uuml;ber die\/ihre W&auml;hler gesagt hat, v&ouml;llig ausgeblendet wird von allen, sobald sie in Regierungsverantwortung kam, ist sie nicht mehr nur ihren W&auml;hlern verantwortlich, sondern jedem Staatsb&uuml;rger. Selbst das ist bei ihr nicht angekommen!<\/p><p>Zweitens. Ich kann mich an keine sch&auml;bigere Kampagne der, damals noch Leitmedien, heute definitiv L&uuml;genpresse, erinnern, wo erst durch komplettes nicht berichten und dann nur abzulenken agiert wurde. Daf&uuml;r nicht einmal eigene Recherchen zu verwenden, beweist den Status der Systempresse. Und wenn alle das gleiche berichten um die Aussagen zu sch&uuml;tzen, die eigentlich einen sofortigen R&uuml;cktritt verlangen, dann ist es ganz sicher auch eine Regierungspresse. Eine solche Demonstration der Macht geht nur, wenn man unantastbar ist!<\/p><p>Ich bin nur noch fassungslos. Und wenn man denkt es kann nicht mehr schlimmer kommen, der Habeck hat es schon fast wieder getoppt, dieser Wirtschaftsweise!<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, L. Bauer&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4 Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>zu den &Auml;u&szlig;erungen von Frau Baerbock bin ich &ndash; sie hat es nun damit bis in die USA geschafft &ndash; auf ein Video gesto&szlig;en<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=buvztavdd6Y\">youtube.com\/watch?v=buvztavdd6Y<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n(Jimmy Dore-Show)<br>\n&nbsp;<br>\ndas f&uuml;r den n&auml;chsten Artikel in diesem Zusammenhang interessant sein k&ouml;nnte. Nun, eine Sicht au&szlig;erhalb Deutschlands und Europas&hellip;<\/p><p>Mit den besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. Langer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Annalena Baerbock am Antikriegstag 2022:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;No matter what my German voters think&ldquo;&nbsp;\n<\/p><\/blockquote><p>Annalena Baerbock wollte Kanzlerin und muss nun Au&szlig;enpolitik &ndash; auf beides hatte sie sich lange in den USA vorbereitet. Deren Strategien zur unipolaren Weltherrschaft sollten mit Hilfe von NATO, EU und Deutschland in imperialistischer F&uuml;hrungsrolle durchgesetzt werden. Sie sieht sich auf den Schultern der US-Kriegerin Madeleine Albright. Und so versteht sie ihren Job.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nDie Ukraine bot sich als &bdquo;wahrlich transatlantisches Schl&uuml;sselmoment&ldquo; an und wurde seit 2014 in westlichen Werten, Waffen und Kriegs- und Todessehnsucht aufger&uuml;stet und auf den alten neuen Feind losgelassen: &ldquo;Wir werden Russland ruinieren&rdquo;.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist nicht so, dass die Au&szlig;enministerin und abgebrochene V&ouml;lkerrechtlerin in jedes Fettn&auml;pfchen tritt, das ihr hingestellt wird. Vielmehr umgibt sie sich selbst mit Fettn&auml;pfen jeder Gr&ouml;&szlig;enordnung &ndash; bourgeoise &Uuml;berheblichkeit und mangelnde Sachkenntnis pflastern ihren Weg. &nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nWas st&ouml;rt Frau Baerbock das W&auml;hlen von gestern: Friedenspolitik und Diplomatie ade, Klimapolitik und &Ouml;kologie ade, Demokratie und feministische Politik sowieso. Nie war Wahlbetrug so unverfroren. Mit &lsquo;gr&uuml;ner&rsquo; Perspektive an die Macht gelangt &ndash; mit Gro&szlig;machtphantasien in &lsquo;braun-kolonialer&rsquo; Perspektive gelandet. &nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nAnnalenas Opas gucken verstohlen um die Ecke.&nbsp;<\/p><p>Von unserem Leser W.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Tut mir Leid, aber sie schlagen da eine v&ouml;llig unn&ouml;tige und falsche Argumentations- bzw Verteidigungslinie ein. Man braucht &uuml;berhaupt nicht darauf eingehen, wo die Quelle dieser Information ist.<\/p><p>Denn es ist doch v&ouml;llig egal, da&szlig; ausl&auml;ndische Quellen die ersten waren, die das B&auml;rbock Video verbreitet habe. Es ist v&ouml;llig logisch da&szlig; dies so ist, denn es sind ja auch DIE EINZIGEN, die etwas ver&ouml;ffentlichen, da&szlig; unsere heimischen Politiker in einem schlechten Licht erscheinen l&auml;sst, da die heimische Presse ja v&ouml;llig gleichgeschaltet ist. Selbst wenn es nicht die Russen direkt sind, dann sind es halt die b&ouml;sen alternativen Medien, und die sind ja auch allesamt Putin Handlanger, wie jeder, der sich kritisch &auml;u&szlig;ert.<\/p><p>Man kann wenn man diese Form der Beschuldigungen gelten l&auml;sst also jegliche kritische Berichterstattung angreifen. Denn es wird ja mittlerweile impliziert, da&szlig; ein guter echter deutscher B&uuml;rger niemals aufmucken w&uuml;rde und stets sein Maul h&auml;lt. Diese Logik entlarvt nat&uuml;rlich all jene, die sie benutzen als korrupt. Mehr tut sie nicht.<\/p><p>freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nPopanz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Unglaublich! Ein(e) Au&szlig;enminister(in) muss Vorbild in Diplomatie sein und keinesfalls kriegstreiberische Reden halten. Die Rede von Annalena Baerbock, die einen Eid auf die Verfassung abgelegt hat, grenzt ja f&ouml;rmlich an Hochverrat am deutschen Volk.<\/p><p>Aber noch unglaublicher ist, dass der Kanzler, der ja bekanntlich die Richtlinien der Politik bestimmt, dazu schweigt! Damit akzeptiert Olaf Scholz die Aussagen seiner Au&szlig;enministerin.<\/p><p>Um weiteren Schaden von Deutschland abzuwenden, h&auml;tte er sie umgehend entlassen m&uuml;ssen.&nbsp;<\/p><p>Udo Hellmann&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseitenteam,<\/p><p>was ich in der Diskussion ein wenig vermisse, ist die Kritik an unserer Presse.<\/p><p>Fakt ist, dass Baerbock die &Auml;u&szlig;erung get&auml;tigt hat und Fakt ist auch, dass dieses Statement nicht bei allen Deutschen gut ankam, also offensichtlich kontrovers ist.<\/p><p>Selbst wenn angeblich russische Accounts das gepusht haben, stellt sich doch die Frage, warum ben&ouml;tigte es erst russische Accounts, um das zu thematisieren ? Wo war unsere Presse dabei ?<\/p><p>Da k&ouml;nnte man ja glatt behaupten das russische Accounts wichtig sind f&uuml;r den demokratischen Diskurs hierzulande sind, weil unsere Presse die Aufgabe offensichtlich unzureichend erledigt<\/p><p>Dies ist f&uuml;r mich eigentlich ein Paradebeispiel daf&uuml;r, warum man RT auch weiter erlauben sollte, hierzulande zu senden. Offensichtlich brauchen wir russische Presse als demokratische Korrektiv, was eigentlich ein Armutszeugnis f&uuml;r unsere Presse ist.<\/p><p>Ich pers&ouml;nlich halte &uuml;brigens Frau Baerbock f&uuml;r die gef&auml;hrlichste Politikerin seit langem. In Ihrer Verblendung steht Sie den Interessen Deutschlands au&szlig;enpolitisch massiv im Weg und sollte dringend ein Ministerium &uuml;bernehmen, in dem Sie weniger Schaden anrichten kann.<\/p><p>mfg<br>\nRonny Dietzsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Im Artikel &ldquo;kremlkampagne-gegen-baerbock-spiegel-faz-und-tagessschau-als-schild-und-schwert-der-gr&uuml;nen-partei&rdquo; schreibt Florian Warweg:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Annalena Baerbock hatte vergangene Woche in ihrer Funktion als Au&szlig;enministerin bei einem Forum in Prag erkl&auml;rt, dass sie so lange wie n&ouml;tig auf Seite der Ukraine stehen werde, &bdquo;egal, was meine deutschen W&auml;hler denken&ldquo;. Diese, sagen wir, mindestens ungeschickte Aussage hatte insbesondere in den Sozialen Medien, angesichts des damit zum Ausdruck gebrachten ambivalenten Demokratieverst&auml;ndnisses, f&uuml;r Verwunderung und Emp&ouml;rung gesorgt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Aktuell h&auml;ufen sich Beschwerden der B&uuml;rger &uuml;ber &ldquo;die Politiker&rdquo;, da&szlig; sie das &ldquo;Wohl des deutschen Volkes&rdquo; mi&szlig;achten w&uuml;rden. J&uuml;ngst wird Baerbock &ldquo;ein fragw&uuml;rdiges Demokratieverst&auml;ndnis&rdquo; nachgetragen, weil sie sich ohne R&uuml;cksicht auf den W&auml;hlerwillen  f&uuml;r den Krieg der NATO-Ukraine gegen Russland einsetzt.<br>\n&nbsp;<br>\nDaher ein kleiner Nachhilfe-Kurs &ldquo;Sozialkunde&rdquo; &ndash; Grundgesetz und Demokratieverst&auml;ndnis:<br>\n&nbsp;<br>\nTats&auml;chlich ist es so, da&szlig; man den Baerbock-Bashern &ldquo;ein fragw&uuml;rdiges Demokratieverst&auml;ndnis&rdquo; bescheinigen mu&szlig;.<\/p><p>Es gibt nichts zu meckern, vor allem nicht aus der v&ouml;llig verkehrten Illusion heraus, da&szlig; ausgerechnet die Politiker eines profitorientierten &ldquo;egoistischen&rdquo; Ellenbogen-Systems altruistisch die Interessen &ldquo;des kleinen Mannes&rdquo; zu ber&uuml;cksichtigen h&auml;tten, statt ihre eigene Karriere und politischen Ziele.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Politiker&rdquo; sind nach dem Grundgesetz (GG) keineswegs dem Willen und Denken ihrer oder aller W&auml;hler oder gar Nichtw&auml;hler verpflichtet, sondern laut Art 38 (1) &ldquo;an Auftr&auml;ge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>D.h. auch Wahlversprechen der Politiker, die stets in den Medien und in den K&ouml;pfen der W&auml;hler umdefiniert werden zu einem &ldquo;W&auml;hlerauftrag&rdquo;, sind solche &ldquo;Auftr&auml;ge und Weisungen&rdquo;, an die Abgeordnete laut Demokrativerst&auml;ndnis des GG ausdr&uuml;cklich nicht gebunden sind.<\/p><p>Wahlversprechen sind unverbindlich und sollen lediglich die passiven W&auml;hler dazu k&ouml;dern, die aktiven Politiker in die Machtpositionen zu hieven, wo diese Gestalten dann &ldquo;gestalten&rdquo; k&ouml;nnen, wie sie wollen. Allerdings gestalten sie da keine Knetfiguren, sondern, das, was dem &ldquo;kleinen Mann&rdquo; die &ldquo;Alltagssorgen&rdquo; beschert, die jetzt dank kriegsbedingter Inflation und Energiepreiserh&ouml;hungen und ungebremstem Klimawandel nach &uuml;ber 75 Jahren &ldquo;Wohlstandsgesellschaft&rdquo; immer noch nicht geringer werden.<br>\n&nbsp;<br>\nZwar leisten laut Art 64 auch Bundeskanzler und Bundesminister folgenden Eid des Bundespr&auml;sidenten in Art 56: &ldquo;Ich schw&ouml;re, da&szlig; ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erf&uuml;llen und Gerechtigkeit gegen jedermann &uuml;ben werde. So wahr mir Gott helfe.&rdquo; aber das &ldquo;Wohl des deutschen Volkes&rdquo; ist nirgends definiert, also nur in das Ermessen derjenigen Politiker gestellt, denen die W&auml;hler aufgrund der im GG vorgesehenen Wahlen f&uuml;r die Dauer einer Wahlperiode eine Erm&auml;chtigung zu eigenm&auml;chtigem Handeln allein aufgrund gewissenhafter Gewissensentscheidungen &uuml;berlassen haben.<br>\n&nbsp;<br>\nSoweit Politiker sich um die Belange des Landes (&ldquo;Wohl des deutschen Volkes&rdquo;) k&uuml;mmern und f&uuml;r dessen &ouml;konomischen Erfolg und imperialistischen Einflu&szlig; auf andere L&auml;nder sorgen (&ldquo;seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden&rdquo;), k&uuml;mmern sie sich letztlich auch nur wieder um ihre eigenen Interessen. Sie wollen sich als Machtmenschen auf Kosten der Nation national und international durchsetzen, koste es, was es wolle, &uuml;brigens ohne Unterschied zum Handeln diverser &ldquo;Autokraten&rdquo;.<\/p><p>F&uuml;r diesen Zweck werden auch eigene Wahlprogramme auf den Kopf gestellt und ins Gegenteil verkehrt, was zur Zeit die ex-pazifistischen nachhaltigen Klimaretter der GR&Uuml;NEN mit ihrer nachhaltig sch&auml;dlichen CO2-Produktion f&uuml;r den Endsieg gegen Russland musterhaft vorf&uuml;hren.<br>\n&nbsp;<br>\nWas dem &ldquo;Wohl des deutschen Volkes&rdquo; dient und was &uuml;berhaupt mit &ldquo;Volk&rdquo; gemeint ist (jedenfalls nicht das, was das &ldquo;gemeine Volk&rdquo; dazu denkt), entscheiden &ldquo;die Politiker&rdquo; nach der aktuellen Krisen- und Kriegslage.<\/p><p>Wenn sie meinen, da&szlig; der endg&uuml;ltige Ruin Russlands dem &ldquo;Wohl des deutschen Volkes&rdquo; dient und &ldquo;Schaden von ihm wende(t)&rdquo;, dann wird halt das mit allen Mitteln betrieben, auch wenn es den &ldquo;Untergang&rdquo; zur Folge hat, was schon der Tr&auml;umer vom &ldquo;Tausendj&auml;hrigen Reich&rdquo; erfahren mu&szlig;te, nachdem er den Ruin der UdSSR und die fast vollst&auml;ndige Vernichtung einiger anderer V&ouml;lker herbeigef&uuml;hrt hatte. Und da &ldquo;Der Bund&rdquo; sich nach Art 24 freiwillig der NATO, &ldquo;einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit ein(ge)ordne(t)&rdquo; hat:<\/p><p>&ldquo;Art 24 (2) Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die Beschr&auml;nkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den V&ouml;lkern der Welt herbei-<\/p><p>f&uuml;hren und sichern.&rdquo; unterliegt er seiner Einwilligung &ldquo;in die Beschr&auml;nkungen seiner Hoheitsrechte&rdquo;, mu&szlig; also ausf&uuml;hren, was die NATO beschlie&szlig;t und kann sich nicht aus kurzsichtiger Sorge um die W&auml;hler aus der Verantwortung stehlen.<\/p><p>Denn auch das wurde im Eid beschworen: &ldquo;das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen&rdquo;, inklusive Art 24. Es gab ja nicht zuf&auml;llig Str&ouml;mungen bei den GR&Uuml;NEN, die sich der NATO und diesen Zw&auml;ngen nicht unterwerfen wollten, zur Zeit aber das Gegenteil betreiben.<\/p><p>[Siehe auch die Zumutungen der NATO an die Ukraine im Anhang: &ldquo;Daf&uuml;r lohnt es sich, zu k&auml;mpfen, zu t&ouml;ten und zu sterben&rdquo;.]<br>\n&nbsp;<br>\nPolitiker-Spr&uuml;che wie: &ldquo;WIR schaffen das&rdquo; in der selbstproduzierten &ldquo;Fl&uuml;chtlingskrise&rdquo; oder im aktuellen &ldquo;Ukrainekrieg&rdquo; (NATO-Krieg gegen Russland) bedeuten immer: &ldquo;IHR habt das auszubaden, was WIR Politiker Anderen und Euch eingebrockt haben&rdquo; &ndash; soviel sollte man mittlerweile aus der (Merkel-)Geschichte gelernt haben.<\/p><p>Wie lange will &ldquo;das deutsche Volk&rdquo; denn noch auf die immer wieder versprochene &ldquo;schnelle unb&uuml;rokratische Sofort-Hilfe&rdquo; warten, w&auml;hrend sich die Bundesregierung als neuer staatlicher Paketdienst mit vorweihnachtlichem Geschenkeservice pr&auml;sentiert, der am laufenden Band &ldquo;Pakete&rdquo; schn&uuml;rt und die Pr&auml;sente in Vorkriegszeiten noch mit gl&auml;nzenden Etiketten beklebt hatte, wie: &ldquo;Das gute KiTa-Gesetz&rdquo;. Jetzt im Krieg geht es n&uuml;chterner und glanzlos zu: &ldquo;9&euro;-Ticket&rdquo;, &ldquo;Erstes Entlastungspaket&rdquo;, &ldquo;Zweites Entlastungspaket&rdquo;, &ldquo;Mehrbelastungen vermeiden&rdquo;, &ldquo;Wirtschaftspaket&rdquo;.<\/p><p>siehe BRD-Paketdienst f&uuml;r &ldquo;schnelle-spuerbare-entlastungen&rdquo;: <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Schlaglichter\/Entlastungen\/schnelle-spuerbare-entlastungen.html\">bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Schlaglichter\/Entlastungen\/schnelle-spuerbare-entlastungen.html<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nWeitere bunte Kriegspakete werden folgen: &ldquo;Das rote stromsparende Backverbot&rdquo;, &ldquo;Das gr&uuml;ne AKW-K&uuml;hlgesetz mit umweltvertr&auml;glichem Wasserspargebot&rdquo;,<\/p><p>&ldquo;Der gelbe augenschonende Verdunkelungszwang inklusive PKW-Fahrverbot&rdquo;, &ldquo;Das nachhaltige k&ouml;rperert&uuml;chtende Zwangsgymnastikgesetz zur Eigenk&ouml;rperw&auml;rmeerzeugung und Einsparung von kriegswichtiger Produktions-Energie&rdquo;. Der Gestaltungsphantasie der Gestalter sind laut GG keine Grenzen gesetzt, sie sind &ldquo;nur ihrem Gewissen unterworfen&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nBezeichnend f&uuml;r &ldquo;spiegel-faz-und-tagessschau&rdquo; als 4. Staatsgewalt ist es, da&szlig; sie Baerbock nicht mit dem GG gegen das fragw&uuml;rdige Demokratieverst&auml;ndnis ihrer Kritiker verteidigen wollen und k&ouml;nnen, sondern begierig die Gelegenheit ergreifen, von ihrer eigenen Kriegsgeilheit abzulenken, indem sie tollw&uuml;tig auf den Todfeind Russland eindreschen, also aus den eigenen medialen Verdrehungen in der Baerbock-Sache ein weiteres &ldquo;Argument&rdquo; f&uuml;r den Krieg machen.<br>\n&nbsp;<br>\nB. Weber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87690\">Hier<\/a> thematisiert Florian Warweg die Berichterstattung namhafter deutscher Medien im Zusammenhang mit den Aussagen von Bundesau&szlig;enministerin Baerbock bei einem Forum in Prag, dass sie so lange wie n&ouml;tig auf Seite der Ukraine stehen werde, &bdquo;egal, was meine deutschen W&auml;hler denken&ldquo;. 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