{"id":88030,"date":"2022-09-14T08:38:14","date_gmt":"2022-09-14T06:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030"},"modified":"2022-09-14T08:38:14","modified_gmt":"2022-09-14T06:38:14","slug":"hinweise-des-tages-4194","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h01\">Sahra Wagenknecht: &bdquo;Was denn? Die hat doch Recht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h02\">Von Preisdeckeln und Selbstbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h03\">Scholz dr&auml;ngt in Telefonat mit Putin auf R&uuml;ckzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h04\">H&auml;rte und K&auml;lte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h05\">&bdquo;Wir sind F&uuml;hrungsmacht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h06\">Dichtung und Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h07\">Das Gespenst von Deutschland geht um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h08\">&raquo;Die USA betrachten Ramstein als ihr Gebiet&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h09\">Jeffrey Sachs: &ldquo;Gef&auml;hrliche&rdquo; US-Politik und &ldquo;falsches Narrativ des Westens&rdquo; sch&uuml;ren Spannungen mit Russland und China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h10\">Was Nazi-Arzt Josef Mengele nicht geschafft hat, US-Pr&auml;sident Joe Biden will es realisieren: die Steuerung der Menschen &uuml;ber ihre Gene &ndash; zugunsten der USA!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h11\">Entlastungspaket mit Wumms?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h12\">Grobe Webfehler: Die Europacity entsteht in der Logik des maximalen Profit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h13\">Pandemie schuf mehr &bdquo;moderne Sklaven&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h14\">Karin Prien hat Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88030#h15\">Grund, die K&ouml;nigin nicht zu feiern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: &bdquo;Was denn? Die hat doch Recht&ldquo;<\/strong><br>\nLinkspartei Sahra Wagenknecht stellt im Bundestag Offensichtliches fest und die Russland-Sanktionen in Frage. Wegen dreier Worte sch&auml;umen einige Genossen &ndash; kurz nach der ersten erfolgreichen Demo seit langem geht es wieder in Richtung Partei-Exitus [&hellip;]<br>\nWagenknechts Kritikerinnen richten ihren Blick lieber auf anderes als das eklatante sozial- und wirtschaftspolitische Versagen der Ampel-Koalition. Stein des Ansto&szlig;es ist folgender Satz Wagenknechts in Richtung Regierungsbank: &bdquo;Das gr&ouml;&szlig;te Problem ist Ihre grandiose Idee, einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten vom Zaun zu brechen.&ldquo;<br>\nWas Bernd Riexinger schreibt<br>\nStreitbares findet sich in diesem Satz allemal, aber man muss erst einmal darauf kommen, dieses Streitbare dort zu suchen, wo es der ehemalige Linken-Parteivorsitzende Bernd Riexinger entdeckte. Er schrieb in Reaktion auf Wagenknechts Rede: &bdquo;Es gibt keinen ,Wirtschaftskrieg gegen Russland&rsquo;.&ldquo; Dass selbst die, die ihn f&uuml;hren, ihn so nennen &ndash; etwa Robert Habeck &ndash; scheint Riexinger entgangen zu sein. Man kann auch vom &bdquo;Energiekrieg&ldquo; sprechen, wie ihn Le monde diplomatique im Juni &auml;u&szlig;erst lesenswert analysierte.<br>\nVielleicht interessiert sich Riexinger nicht f&uuml;r die dort beschriebene Verschiebung weltwirtschaftlicher Macht zulasten Europas und zugunsten der USA, wie sie Wagenknecht thematisierte, unter Verweis auf Fl&uuml;ssiggas, an dem die USA mit nur einem in Richtung Europa entsandten Tanker 200 Millionen Euro verdienen (&bdquo;Make America Great Again&ldquo;). Die &Ouml;kologie aber liegt dem Mann eigentlich zurecht sehr am Herzen. Wie kann man da &uuml;ber Umst&auml;nde wie die folgenden hinwegsehen? &bdquo;Bei Produktion und Transport von LNG aus den USA entsteht ein doppelt so gro&szlig;er CO&#8322;-Fu&szlig;abdruck wie beim konventionellen russischen Gas.&ldquo; Das sind, neben der Rekord-Inflation und der wachsenden Existenzangst von Menschen und Unternehmen hierzulande, die ganz realen Folgen der Sanktionspolitik gegen&uuml;ber Russland. Sich eine Bestrafung von dessen brutalem &Uuml;berfall der Ukraine zu w&uuml;nschen, ist allzu verst&auml;ndlich. Zu beschweigen aber, dass die moralisch motivierte Art dieser Bestrafung realistisch komplett kontraproduktiv weil v&ouml;llig undurchdacht, nicht zielf&uuml;hrend und zu Lasten der &Auml;rmsten ausf&auml;llt, kann keine Option sein &ndash; vor allem nicht f&uuml;r eine Oppositionspartei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/viele-linke-ertragen-sahra-wagenknechts-rede-zu-den-russland-sanktionen-nicht\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Auch wir finden die Rede von Sahra Wagenknecht gut<\/strong><br>\nUnsere Erfahrungen der letzten Tage besagen: Die Rede von Sahra im Bundestag findet die Zustimmung ungez&auml;hlt vieler Menschen, die aus den bekannten Gr&uuml;nden Angst vor der Zukunft haben. Sie wollen, dass Schluss ist mit den Sanktionen und mit der an Wahnsinn grenzenden Hochr&uuml;stung.<br>\nWenn eine linke Politikerin &uuml;ber Sorgen und N&ouml;te der Menschen im Land spricht und Abhilfe durch eine vern&uuml;nftige Politik fordert, dann entspringt das keinem nationalistischen Denken, sondern sozialem Verantwortungsbewusstsein. Dass die Demagogen der AfD das zu instrumentalisieren versuchen, entspricht deren Interessenlage. Nicht zuletzt Sahra soll so diskreditiert werden. (&hellip;) Warum darf Sahra, die den Krieg Russlands in der Ukraine von Anbeginn verurteilte, nicht sagen, was Biden auch &auml;u&szlig;erte? Es wird niemanden verwundern: Auch wir finden die Rede von Sahra Wagenknecht gut und haben die entsprechende Petition mitgezeichnet. Die Aggressivit&auml;t, mit der bestimmte Kr&auml;fte der Partei auf Spaltung setzen, ist erschreckend. Den Ausschluss von Sahra aus der Bundestagsfraktion zu fordern, ist eine unglaubliche Frechheit, und ebenso unversch&auml;mt ist es, den R&uuml;cktritt der Fraktionsvorsitzenden zu fordern. (&hellip;)<br>\nEs geht um viel mehr als um Parteistrafen. Es geht um massenhafte Ausgrenzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kpf.die-linke.de\/erklaerungen\/detail\/auch-wir-finden-die-rede-von-sahra-wagenknecht-gut\/\">Erkl&auml;rung des Bundessprecherrates der Kommunistischen Plattform<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>NATO-Fraktion zieht durch<\/strong><br>\nDer infolge der von der liberal-&raquo;progressiven&laquo; Str&ouml;mung in der Partei Die Linke in der vergangenen Woche losgetretenen Kampagne gegen die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht und die Spitze der Bundestagsfraktion eingetretene Flurschaden weitet sich aus. Am Dienstag ist der ehemalige Bundestagsabgeordnete und profilierte Finanzpolitiker Fabio De Masi aus der Partei ausgetreten. Er wolle nicht mehr &raquo;f&uuml;r das eklatante Versagen der ma&szlig;geblichen Akteure in dieser Partei in Verantwortung genommen werden, die eine gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung im Stich lassen, die eine Partei brauchen, die sich f&uuml;r soziale Gerechtigkeit und Diplomatie &uuml;berzeugend engagiert&laquo;, erkl&auml;rte De Masi via Twitter.<br>\nDe Masis Hinweis auf das fehlende Engagement f&uuml;r &raquo;soziale Gerechtigkeit und Diplomatie&laquo; deutet darauf hin, von wem er sich nun per Austritt absetzt: Derzeit, hie&szlig; es am Dienstag aus der Partei gegen&uuml;ber jW, mache jene Str&ouml;mung innerhalb und au&szlig;erhalb der Linkspartei mobil, die im Kontext des Ukraine-Krieges mehr oder weniger verklausuliert die Au&szlig;enpolitik der Bundesregierung und das Agieren der NATO rechtfertige sowie f&uuml;r Waffenlieferungen an Kiew eintrete.<br>\nZiel sei es, diejenigen aus der Partei zu dr&auml;ngen oder zu marginalisieren, die auch nach dem russischen Angriff auf die Ukraine weiterhin an den friedenspolitischen Grunds&auml;tzen des Erfurter Programms festhalten. Wagenknechts Bundestagsrede vom Donnerstag, in der sie Verhandlungen mit Moskau und ein Ende der Sanktionen gefordert hatte, wirke auf diese Leute wie ein &raquo;rotes Tuch&laquo;.<br>\nAm Montag war Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands, aus der Linkspartei ausgetreten. Er begr&uuml;ndete diesen Schritt mit der Rede von Wagenknecht. Innerparteilich sei Schneider klar dem Lager zuzurechnen, von dem die Kampagne gegen Wagenknecht ausgehe, sagte ein Parteimitglied gegen&uuml;ber jW. Am Dienstag unterzeichnete mit Martina Renner die erste Linke-Bundestagsabgeordnete einen am Freitag lancierten offenen Brief, mit dem der Ausschluss von Wagenknecht aus der Fraktion gefordert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/434601.niedergang-der-linkspartei-nato-fraktion-zieht-durch.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von Preisdeckeln und Selbstbetrug<\/strong><br>\nDer Vorsto&szlig; von EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen, einen H&ouml;chstpreis f&uuml;r russisches Erdgas einzuf&uuml;hren, steht vor dem Scheitern. Von der Leyen hatte einen solchen H&ouml;chstpreis (Preisdeckel) in der vergangenen Woche angek&uuml;ndigt, um Moskaus Einnahmen aus dem Erdgasverkauf auf ein Minimum zu reduzieren. Die EU-Energieminister haben dem Plan am Freitag &ndash; zumindest vorl&auml;ufig &ndash; eine Absage erteilt. Hintergrund ist, dass mit einem kompletten russischen Lieferstopp zu rechnen w&auml;re und die EU ihre Versorgung dann nicht mehr sicherstellen k&ouml;nnte. Zu den Staaten, denen gewaltige Mengen an Erdgas zu fehlen drohen, geh&ouml;rt Polen, dessen ehrgeizige Pl&auml;ne, sich von russischem Erdgas unabh&auml;ngig zu machen, nicht aufgegangen sind. Zudem betreibt die EU mit der Behauptung, sie beziehe statt einst 40 Prozent nur noch 9 Prozent ihres Erdgases aus russischen Pipelines, Selbstbetrug: Gr&ouml;&szlig;ere Teile ihres Fl&uuml;ssiggasimports etwa aus China h&auml;ngen indirekt von russischen Lieferungen ab. Anders als die EU hat sich Japan geweigert, russisches Erdgas in den Wirtschaftskrieg einzubeziehen; es bezieht weiter zuverl&auml;ssige Lieferungen zu g&uuml;nstigen Konditionen. [&hellip;]<br>\nBei ihren Planungen ging von der Leyen offenkundig davon aus, Moskau k&ouml;nne sich einen Totalausfall seiner Eink&uuml;nfte aus dem Erdgasexport nach Europa nicht leisten und werde sich deshalb einem H&ouml;chstpreis, bei dem es zwar nicht mehr so viel wie zuletzt, aber doch zumindest etwas verdiene, nicht verweigern. Das hat sich als Fehleinsch&auml;tzung erwiesen: Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat angek&uuml;ndigt, allen Staaten, die einen H&ouml;chstpreis einf&uuml;hren, &uuml;berhaupt keine Energietr&auml;ger mehr zu liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9020\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Not-OP am Energiemarkt<\/strong><br>\nWenn sich sogar die &ldquo;New York Times&rdquo; Sorgen um Europa macht, dann mu&szlig; es wirklich ernst sein. Und in der Tat: Die Energiekrise ist ernst, sehr ernst. Sie geht bereits in eine schwere Wirtschaftskrise &uuml;ber.<br>\nDeshalb sah sich die EU in der vergangenen Woche gezwungen, in aller Eile eine Notoperation am Energiemarkt zu starten. Fast ein Jahr hat man gez&ouml;gert &ndash; nun will Br&uuml;ssel noch im September liefern.<br>\nDoch fast alle Details sind noch heftig umstritten. Kommissionschefin von der Leyen hat nur Stichworte geliefert, keine L&ouml;sungen &ndash; wie so oft. Sie hat wieder einmal versagt und mu&szlig; nun nachsitzen.<br>\nImmerhin k&ouml;nnen wir ihren &ldquo;Non papers&rdquo; entnehmen, dass nun auch die Kommission erkennt, dass das europ&auml;ische Marktdesign untauglich ist &ndash; und dass es mit ein paar Pflastern nicht getan sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/not-op-am-energiemarkt-offensive-in-der-ukraine-und-sympathy-for-the-queen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scholz dr&auml;ngt in Telefonat mit Putin auf R&uuml;ckzug<\/strong><br>\nIn dem 90-min&uuml;tigen Gespr&auml;ch habe Scholz am Dienstag darauf gedrungen, dass es so schnell wie m&ouml;glich zu einer diplomatischen L&ouml;sung des russischen Krieges in der Ukraine komme, die auf einem Waffenstillstand, einem vollst&auml;ndigen R&uuml;ckzug der russischen Truppen und Achtung der territorialen Integrit&auml;t und Souver&auml;nit&auml;t der Ukraine basiere, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.<br>\nIn dem Telefonat betonte Scholz zudem die Notwendigkeit, die Sicherheit des Kernkraftwerks Saporischschja in der Ukraine zu gew&auml;hrleisten. Der Bundeskanzler forderte in diesem Zusammenhang, jegliche Eskalationsschritte zu vermeiden und die im Bericht der Internationalen Atomenergieagentur empfohlenen Ma&szlig;nahmen umgehend umzusetzen.<br>\nScholz sprach zudem das Thema globale Lebensmittellage an und appellierte an Putin, das von den Vereinten Nationen unterst&uuml;tzte Getreideabkommen weiterhin vollst&auml;ndig umzusetzen, f&uuml;gte Sprecher Hebestreit hinzu.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ukraine-krieg-olaf-scholz-telefoniert-mit-wladimir-putin-a-7f15de51-aa5d-484d-a306-b593755092fa\">DER SPIEGEL<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/bundeskanzler-scholz-telefoniert-mit-dem-russischen-praesidenten-putin-2125516%20\">Bundesregierung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Gespr&auml;ch soll 90 Minuten gedauert haben. Aber &ldquo;Spiegel&rdquo; berichtet fast ausschlie&szlig;lich &uuml;ber &Auml;u&szlig;erungen und Forderungen, die Bundeskanzler Scholz gemacht bzw. gestellt habe. Und Russlands Pr&auml;sident Putin &ndash; hat er lediglich zugeh&ouml;rt? Hat er den Forderungen zugestimmt oder sie abgelehnt. Oder hat Putin sogar Forderungen an die deutsche Bundesregierung gerichtet? Dem Artikel nach war das Telefonat sehr einseitig und eben kein Gespr&auml;ch.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Telephone conversation with Federal Chancellor of Germany Olaf Scholz<\/strong><br>\nVladimir Putin had a telephone conversation with Federal Chancellor of the Federal Republic of Germany Olaf Scholz.<br>\nThe two leaders focused on developments around Ukraine in the context of Russia&rsquo;s special military operation. In particular, Vladimir Putin directed the attention of the Federal Chancellor to Ukraine&rsquo;s flagrant violations of international humanitarian law, the continuous shelling of cities in Donbass, which is killing civilians and inflicting deliberate damage on civilian infrastructure.<br>\nThe security of the Zaporozhye Nuclear Power Plant (ZNPP) was also discussed. The President of Russia described in detail the IAEA-coordinated measures to ensure the physical protection of the ZNPP that Ukraine is subjecting to continuous missile attacks, despite the serious risk of causing a major disaster.<br>\nDuring an exchange of views on the implementation of the grain deal concluded in Istanbul on July 22, Vladimir Putin emphasised its package character and explained his concerns over the geographic imbalance in Ukrainian maritime shipments of grain, only a negligible share of which goes to the neediest countries. Moreover, there has been no progress in removing obstacles to Russian food and fertiliser exports. The President confirmed that Russia is ready to deliver large quantities of grain to external markets and to provide needy countries with the fertiliser blocked in European ports at no charge.<br>\nIn response to a question from the Federal Chancellor, Vladimir Putin noted that, unlike Kiev, Russia grants the International Committee of the Red Cross access to POWs.<br>\nDescribing the current energy situation in Europe, Vladimir Putin emphasised that Russia has always been and remains a reliable supplier of energy resources and fulfils all of its contractual obligations, while any interruptions, for example in the operation of Nord Stream 1, are the result of anti-Russia sanctions that interfere with the pipeline&rsquo;s technical maintenance. Considering that gas supply via Ukraine and Poland was stopped by their governments, as well as the refusal to put Nord Stream 2 into operation, the attempts to shift the blame for Europe&rsquo;s energy problems onto Russia look very cynical.<br>\nThe leaders agreed to maintain further contact.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/69343\">President of Russia<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>H&auml;rte und K&auml;lte<\/strong><br>\nBei der Beerdigung von Michail Gorbatschow gl&auml;nzt die Bundesregierung durch Abwesenheit. Ein hochsymbolischer Akt: Diese Regierung setzt auf Milit&auml;r, Konfrontation. Diplomatie ade.<br>\nEs ist ja nicht so, dass Michail Gorbatschow, dem dieses Land hier zu viel verdankt, unw&uuml;rdig beerdigt worden ist. Dass der erste und einzige Staatspr&auml;sident der untergegangenen Sowjetunion vom Putin-Regime kein Staatsbegr&auml;bnis bekommen hat, mag man unm&ouml;glich finden. Aber selbst einige seiner politischen Gegner, sogar jener Putin rangen sich ein paar fast positive S&auml;tze f&uuml;r den Verstorbenen ab: &raquo;Er hat gro&szlig;en Einfluss auf den Lauf der Weltgeschichte gehabt.&laquo;<br>\nWeltgeschichte, das stimmt. Und daher, aber nicht nur deswegen, ist es ziemlich sch&auml;big, dass kein Minister aus der derzeitigen Bundesregierung nach Moskau zu seiner Beerdigung gefahren ist. [&hellip;]<br>\nDass kein amtierender Minister, nicht mal ein ehemaliger Bundespr&auml;sident es selbstverst&auml;ndlich fand, ein Akt b&uuml;rgerlichen Anstands, kein europ&auml;ischer Regierungschef (mit der Ausnahme von Ungarns Ministerpr&auml;sident Victor Orb&aacute;n) am Begr&auml;bnis des Friedensnobelpreistr&auml;gers zu erscheinen &ndash; es ist ein hochsymbolischer Vorgang. Von vermutlich historischer Tragweite.<br>\nEr zeigt, dass die m&auml;chtigste Nation in Westeuropa kein Interesse an Diplomatie mehr hat. Er zeigt demonstrativ, dass die Europ&auml;ische Union &uuml;berhaupt keine Lust mehr auf Versuche hat, seien sie auch noch so m&uuml;hsam, mit der russischen Seite (und sei es auf niederer Ebene am Rande des Begr&auml;bnisses) wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine irgendwie ins Gespr&auml;ch zu kommen. Das ist fatal.<br>\nEs zeigt aber auch, und das ist bedr&uuml;ckend, dass den Regenten in Berlin und Br&uuml;ssel die russische Zivilgesellschaft egal ist. F&uuml;r die dortige Opposition w&auml;re ein Erscheinen wenigstens einer Regierungsf&uuml;hrungskraft gerade aus Deutschland eine Ermutigung gewesen.<br>\nArroganz, Dummheit, &Uuml;berheblichkeit<br>\nAber seit dem 27. Februar, als Kanzler Olaf Scholz, die 100-Milliarden-Euro-&Uuml;berr&uuml;stung apodiktisch verk&uuml;ndigt hat, herrscht im Reichstag das milit&auml;rische Denken. St&auml;rke statt Vernunft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/politik-kommentar\/die-beerdigung-von-gorbatschoow-haerte-und-kaelte\/\">Arno Luik auf Overton<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Wir sind F&uuml;hrungsmacht&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Deutschlands Gr&ouml;&szlig;e, seine geografische Lage, seine Wirtschaftskraft, kurz: sein Gewicht, machen uns zu einer F&uuml;hrungsmacht&ldquo;: Das erkl&auml;rt Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht. Wie Lambrecht gestern in einer Rede vor der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP) bekr&auml;ftigte, sei die Bundesrepublik &bdquo;F&uuml;hrungsmacht &hellip; auch im Milit&auml;rischen&ldquo;; die Bundeswehr werde k&uuml;nftig &bdquo;eine wichtigere Rolle in unserem politischen Denken und Handeln spielen&ldquo; m&uuml;ssen. Gegenstand von Lambrechts Rede war die neue Nationale Sicherheitsstrategie, die noch im laufenden Jahr von der Regierung verabschiedet werden soll. Die Strategie, die unter Federf&uuml;hrung des Ausw&auml;rtigen Amts verfasst wird, entspricht auf nationaler Ebene dem &bdquo;Strategischen Kompass&ldquo; &ndash; einer Art Milit&auml;rdoktrin &ndash; der EU und dem neuen Strategischen Konzept der NATO. Weil die Realisierung der Strategie mit erheblichen Kosten verbunden ist, soll ihr breite Akzeptanz in der Bev&ouml;lkerung verschafft werden &ndash; etwa durch die Einf&uuml;hrung eines &bdquo;Tages der nationalen Sicherheit&ldquo;. Die ehrgeizigen Pl&auml;ne kontrastieren auff&auml;llig mit dem Scheitern der deutschen Milit&auml;reins&auml;tze in den vergangenen Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9021\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dichtung und Wahrheit<\/strong><br>\nDie Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat auch Humor. Manchmal sogar au&szlig;erhalb der legend&auml;ren Cartoons von Greser &amp; Lenz. So am Dienstag, als sich unten auf der Seite zwei ein Beitrag mit dem Hinguckertitel &raquo;Baerbock breitet die Fl&uuml;gel aus&laquo; fand. Da stellt man sich die Frau gleich als fleischgewordene Bundesadlerin vor. Dass sie in der Auseinandersetzung mit Russland eine &raquo;Falkin&laquo; ist, wird sie selbst nicht bestreiten. Das Bild passt also sogar.<br>\nWorum geht es in dem Beitrag? Das Referat der Ministerin auf der Jahreskonferenz der deutschen Botschafter. Zentrale Vorgabe Baerbocks an das diplomatische Korps: &raquo;selbstbewusster&laquo; aufzutreten. &raquo;Wir k&ouml;nnten uns &uuml;berhaupt nicht leisten, unsere Fl&uuml;gel nicht auszubreiten&laquo;, wird Baerbock zitiert. Die 50er und 60er Jahre, als die Au&szlig;enpolitik der BRD noch kleinlaut habe auftreten m&uuml;ssen, seien endg&uuml;ltig vorbei, auch das Werben mit &raquo;Ruhe und Verl&auml;sslichkeit&laquo; als deutscher Kardinaltugend sei heute &uuml;berholt. Heute m&uuml;sse Deutschland &raquo;mit seinen Partnern die regelbasierte Ordnung bewahren und festigen&laquo;, und zwar auf &raquo;selbstgew&auml;hlter Flugh&ouml;he&laquo;. Vom Platz an der Sonne als Ziel deutscher Diplomatie sprach sie nicht, da hat ja auch schon einmal ein gewisser Wilhelm den Ikarus gespielt und ist dabei abgeschmiert. Statt dessen stellte sie den Diplomaten als Tagesaufgabe, &raquo;Gegenkommunikation&laquo; gegen&uuml;ber &raquo;irref&uuml;hrenden Meldungen&laquo; zu betreiben: &raquo;Wenn wir einen Moment nicht laut sind, was bedeutet das f&uuml;r schw&auml;chere L&auml;nder, die nicht laut sein k&ouml;nnen?&laquo; Ergo: &raquo;Wir&laquo; k&ouml;nnen immerhin Krakeel veranstalten. Von Andrij Melnyk lernen hei&szlig;t siegen lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/434396.dichtung-und-wahrheit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Gespenst von Deutschland geht um<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nUm der imagin&auml;ren russischen Bedrohung f&uuml;r Westeuropa zu begegnen, wird Deutschland eine erweiterte, militarisierte EU anf&uuml;hren.<br>\nDie Europ&auml;ische Union r&uuml;stet sich f&uuml;r einen langen Krieg gegen Russland, der den wirtschaftlichen Interessen und der sozialen Stabilit&auml;t Europas eindeutig zuwiderl&auml;uft. Ein Krieg, der scheinbar irrational ist &ndash; wie viele andere auch &ndash; hat tiefe emotionale Wurzeln und beansprucht eine ideologische Rechtfertigung. Solche Kriege sind schwer zu beenden, weil sie sich au&szlig;erhalb der Grenzen der Rationalit&auml;t bewegen. [&hellip;]<br>\nDer deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz ist ein farbloser SPD-Politiker, aber seine Rede am 29. August in Prag war von aufr&uuml;hrerischer Bedeutung. Scholz forderte eine erweiterte, militarisierte Europ&auml;ische Union unter deutscher F&uuml;hrung. Er behauptete, dass die russische Operation in der Ukraine die Frage aufwerfe, &ldquo;wo in Zukunft die Trennlinie zwischen diesem freien Europa und einer neoimperialen Autokratie verlaufen wird.&rdquo; Wir k&ouml;nnen nicht einfach zusehen, wie freie L&auml;nder von der Landkarte getilgt werden und hinter Mauern oder eisernen Vorh&auml;ngen verschwinden.&rdquo; [&hellip;]<br>\nUm dieser imagin&auml;ren Bedrohung zu begegnen, wird Deutschland eine erweiterte, militarisierte EU anf&uuml;hren. Ich setze mich f&uuml;r die Erweiterung der Europ&auml;ischen Union um die Staaten des westlichen Balkans, die Ukraine, Moldawien und langfristig auch Georgien ein&rdquo;, sagte Scholz vor seinem europ&auml;ischen Publikum in der tschechischen Hauptstadt. Die Bef&uuml;rchtung, dass Russland die Trennlinie nach Westen verschiebt, ist etwas seltsam, w&auml;hrend man gleichzeitig plant, drei ehemalige Sowjetstaaten aufzunehmen, von denen einer (Georgien) geografisch und kulturell sehr weit von Europa entfernt ist, aber vor der Haust&uuml;r Russlands liegt. [&hellip;]<br>\nDurch die Aufnahme dieser Mitgliedstaaten werde &ldquo;eine st&auml;rkere, souver&auml;nere und geopolitischere Europ&auml;ische Union entstehen&rdquo;, so Scholz. Ein &ldquo;geopolitischeres Deutschland&rdquo; trifft es eher. W&auml;hrend die EU nach Osten w&auml;chst, ist Deutschland &ldquo;in der Mitte&rdquo; und wird alles tun, um sie alle zusammenzubringen. Neben der Erweiterung fordert Scholz daher &ldquo;einen schrittweisen &Uuml;bergang zu Mehrheitsentscheidungen in der gemeinsamen Au&szlig;enpolitik&rdquo;, um die heute erforderliche Einstimmigkeit zu ersetzen.<br>\nWas das bedeutet, d&uuml;rfte den Franzosen klar sein. Historisch gesehen haben die Franzosen die Konsensregel verteidigt, um nicht in eine Au&szlig;enpolitik hineingezogen zu werden, die sie nicht wollen. Die franz&ouml;sischen Staats- und Regierungschefs haben das mythische &ldquo;deutsch-franz&ouml;sische Paar&rdquo; als Garant f&uuml;r die europ&auml;ische Harmonie hochgehalten, vor allem um die deutschen Ambitionen unter Kontrolle zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2022\/09\/12\/diana-johnstone-the-specter-of-germany-is-rising\/\">Consortium News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Die USA betrachten Ramstein als ihr Gebiet&laquo;<\/strong><br>\nUkraine-Krieg: Treffen wie die der &raquo;Kontaktgruppe&laquo; in Ramstein zielen auch auf deutsch-russische Beziehungen. Gespr&auml;ch mit Pascal Luig<br>\nEingeladen zu dem Treffen in Ramstein hat US-Verteidigungsminister Lloyd Austin. Ist es nicht bemerkenswert, dass zu einem solchen Treffen auf dem Territorium der Bundesrepublik der Minister eines anderen Landes einl&auml;dt?<br>\nSelbst wenn die Bundesregierung vorher informiert wurde, entspricht es nicht den Gepflogenheiten, dass der US-Verteidigungsminister Vertreter anderer Staaten nach Deutschland einl&auml;dt und nicht zum Beispiel die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Die Tatsache, dass ein US-Verteidigungsminister auf deutschem Boden mehr als 40 Nationen zu einem B&uuml;ndnistreffen gegen Russland einl&auml;dt, ist aber nat&uuml;rlich auch ein Zeichen, wie wichtig die Air Base Ramstein in diesem Krieg ist und wie sehr die USA diese Basis als ihr eigenes Gebiet betrachten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/434637.eskalationspolitik-die-usa-betrachten-ramstein-als-ihr-gebiet.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jeffrey Sachs: &ldquo;Gef&auml;hrliche&rdquo; US-Politik und &ldquo;falsches Narrativ des Westens&rdquo; sch&uuml;ren Spannungen mit Russland und China<\/strong><br>\nAMY GOODMAN: Politico berichtet, dass die Regierung Biden sich darauf vorbereitet, den Kongress zu bitten, einen neuen Waffenverkauf an Taiwan im Wert von 1,1 Milliarden Dollar zu genehmigen. Das Paket umfasst Berichten zufolge 60 Anti-Schiffs-Raketen und 100 Luft-Luft-Raketen. Dies geschieht, nachdem zwei US-Kriegsschiffe am Sonntag zum ersten Mal seit dem Besuch der Sprecherin des Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan durch die Stra&szlig;e von Taiwan gefahren sind. China hat den Besuch verurteilt und gro&szlig;e Milit&auml;r&uuml;bungen in der N&auml;he von Taiwan gestartet.<br>\nIn der Zwischenzeit k&uuml;ndigte Pr&auml;sident Biden letzte Woche weitere Milit&auml;rhilfe in H&ouml;he von 3 Milliarden Dollar f&uuml;r die Ukraine an, darunter Geld f&uuml;r Raketen, Artilleriegeschosse und Drohnen, um die ukrainischen Streitkr&auml;fte im Kampf gegen Russland zu unterst&uuml;tzen. [&hellip;]<br>\nWas sollten die Menschen im Westen und auf der ganzen Welt &uuml;ber die aktuellen Konflikte mit Russland, mit Russland und der Ukraine und mit China wissen?<br>\nJEFFREY SACHS: Der wichtigste Punkt, Amy, ist, dass wir nicht auf Diplomatie setzen, sondern auf Waffengewalt. Der jetzt angek&uuml;ndigte Verkauf an Taiwan, &uuml;ber den Sie heute Morgen gesprochen haben, ist nur ein weiteres Beispiel daf&uuml;r. Das macht Taiwan nicht sicherer. Es macht die Welt nicht sicherer. Und die Vereinigten Staaten werden dadurch ganz sicher nicht sicherer. [&hellip;]<br>\nWir haben nun drei Jahrzehnte der Militarisierung der amerikanischen Au&szlig;enpolitik hinter uns. Eine neue Datenbank, die Tufts unterh&auml;lt, hat gerade gezeigt, dass es seit 1991 mehr als 100 milit&auml;rische Interventionen der Vereinigten Staaten gegeben hat. Das ist wirklich unfassbar. [&hellip;]<br>\nWir bewaffnen, wen wir wollen. Wir fordern die NATO-Erweiterung, egal was andere L&auml;nder sagen, die ihren Sicherheitsinteressen schaden k&ouml;nnten. Wir setzen uns &uuml;ber die Sicherheitsinteressen anderer L&auml;nder hinweg. Und wenn sie sich beschweren, liefern wir mehr Waffen an unsere Verb&uuml;ndeten in dieser Region. Wir ziehen in den Krieg, wann und wo wir wollen, sei es in Afghanistan oder im Irak oder in dem verdeckten Krieg gegen Assad in Syrien, der bis heute von der amerikanischen Bev&ouml;lkerung nicht richtig verstanden wird, oder in dem Krieg in Libyen. Und wir sagen: &ldquo;Wir sind friedliebend. Was ist denn mit Russland und China los? Sie sind so kriegsl&uuml;stern. Sie sind darauf aus, die Welt zu untergraben.&rdquo; Und so enden wir in schrecklichen Konfrontationen. [&hellip;]<br>\nUnd wir wenden in Ostasien genau die gleiche Taktik an, die zum Krieg in der Ukraine gef&uuml;hrt hat. Wir organisieren Allianzen, r&uuml;sten mit Waffen auf, beschimpfen China, lassen Sprecherin Pelosi nach Taiwan fliegen, w&auml;hrend die chinesische Regierung sagt: &ldquo;Bitte, senken Sie die Temperatur, senken Sie die Spannungen.&rdquo; Wir sagen: &ldquo;Nein, wir machen, was wir wollen&rdquo;, und schicken jetzt mehr Waffen. Das ist ein Rezept f&uuml;r einen weiteren Krieg. Und meiner Meinung nach ist das erschreckend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/jeffrey-sachs-gefaehrliche-us-politik-und-falsches-narrativ-des-westens-schueren-spannungen-mit-russland-und-china%20\">Seniora org<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Washington macht IPEF zur Waffe, noch bevor er Gestalt annimmt<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nNach einem langen &ouml;ffentlichen Hype findet von Donnerstag bis Freitag in Los Angeles das erste Ministertreffen des Indo-Pacific Economic Framework (IPEF) statt, das von den USA geleitet wird und an dem insgesamt 14 L&auml;nder teilnehmen. Obwohl Beamte in Washington behaupteten, dass dies nicht bedeute, dass sich die teilnehmenden L&auml;nder f&uuml;r eine Seite zwischen China und den USA entscheiden m&uuml;ssten, ist dies nur eine Vertuschung, um die Menschen zu beschwichtigen, und eine unaufrichtige Erkl&auml;rung &ndash; in entsprechenden Berichten in den US-amerikanischen und westlichen Medien taucht in den Schlagzeilen h&auml;ufig der Begriff &ldquo;Anti-China&rdquo; auf, und einige konnten es gar nicht abwarten, zu verk&uuml;nden, dass das IPEF &ldquo;der beste Weg f&uuml;r die USA ist, China im Indopazifik zu begegnen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nNoch wichtiger ist jedoch, dass der IPEF, auch wenn er mit &ldquo;wirtschaftlicher Zusammenarbeit&rdquo; umschrieben wird, in Wirklichkeit ein &ldquo;politischer Rahmen&rdquo; zur Eind&auml;mmung Chinas ist. Washingtons eigentliches Ziel ist es, einen kleinen Kreis von Liefer- und Industrieketten in der asiatisch-pazifischen Region zu schaffen, der von China &ldquo;abgekoppelt&rdquo; ist. Dies schadet nat&uuml;rlich den vitalen Interessen der asiatisch-pazifischen L&auml;nder, und das ist es, was die meisten L&auml;nder bef&uuml;rchten und ablehnen. Gleichzeitig waren einige Mitgliedsregierungen nicht in der Lage, ihren B&uuml;rgern die &ldquo;Notwendigkeit&rdquo; der Teilnahme am IPEF zu erkl&auml;ren. Die meisten von ihnen nahmen an den Verhandlungen mit einer skeptischen Haltung teil, und einige wurden von den USA &uuml;berredet. [&hellip;]<br>\nDie USA wollen den IPEF nutzen, um die Grundlage des RCEP zu besch&auml;digen und dieses regionale Freihandelsabkommen auszuh&ouml;hlen. Im Vergleich zum RCEP, das die regionale Wirtschaftsintegration solide gef&ouml;rdert hat, ist IPEF jedoch nur eine gro&szlig;e leere H&uuml;lle. Jedes teilnehmende Land hat seine eigenen Interessen, und es ist unm&ouml;glich, dass alle L&auml;nder den Befehlen der USA wie Japan folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202209\/1274975.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was Nazi-Arzt Josef Mengele nicht geschafft hat, US-Pr&auml;sident Joe Biden will es realisieren: die Steuerung der Menschen &uuml;ber ihre Gene &ndash; zugunsten der USA!<\/strong><br>\nJoe Biden w&ouml;rtlich: &laquo;Damit Biotechnologie und Bioproduktion uns helfen k&ouml;nnen, unsere gesellschaftlichen Ziele zu erreichen, m&uuml;ssen die Vereinigten Staaten (von Amerika) in grundlegende wissenschaftliche F&auml;higkeiten investieren. Wir m&uuml;ssen gentechnische Technologien und Techniken entwickeln, um in der Lage zu sein, Schaltkreise f&uuml;r Zellen zu schreiben und die Biologie vorhersehbar zu programmieren, so wie wir Software schreiben und Computer programmieren; wir m&uuml;ssen die Macht biologischer Daten erschlie&szlig;en, auch durch Computerwerkzeuge und k&uuml;nstliche Intelligenz.&raquo; [&hellip;]<br>\nUnd jetzt ist es also der Pr&auml;sident der USA Joe Biden pers&ouml;nlich, der die Biotechnologie so weit bringen will, dass die Menschen &uuml;ber die Programmierung ihrer Gene so gesteuert werden k&ouml;nnen, dass sie den USA n&uuml;tzen. [&hellip;]<br>\nWundert es da noch jemanden, dass die USA &ndash; bisher aus gesetzlichen Gr&uuml;nden in etlichen anderen L&auml;ndern &ndash; Bio-Laboratorien unterhalten, allein zum Beispiel in der Ukraine &uuml;ber 20? US-Unterstaatssekret&auml;rin Victoria Nuland hat die Existenz solcher US-Bio-Laboratorien in der Ukraine eingestanden &ndash; und sich sehr besorgt gezeigt, dass diese Labors in die H&auml;nde der Russen gelangen k&ouml;nnten.<br>\nDas Thema ist mehr als nur brisant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/was-nazi-arzt-josef-mengele-nicht-geschafft-hat-us-praesident-joe-biden-will-es-realisieren-die-steuerung-der-menschen-ueber-ihre-gene-zugunsten-der-usa\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Entlastungspaket mit Wumms?<\/strong><br>\nDie Gas-, Strom- und Lebensmittelpreise klettern weiter. Schon bald drohen Millionen Haushalten exorbitant h&ouml;here Heizungs- und Stromrechnungen. Auf diese Kostenlawine reagierte die Ampel-Koalition mit einem dritten Entlastungspaket. Das Paket enth&auml;lt auch gewerkschaftliche Forderungen. Ein politischer Erfolg f&uuml;r ver.di&hellip;<br>\nDie Erh&ouml;hung der Hartz-IV-Regels&auml;tze &ndash; dann B&uuml;rgergeld &ndash; um nur 50 Euro im Monat und erst ab 2023 ist unzureichend. Von Lindners Steuerentlastung profitiert der Chefarzt achtmal so stark wie die Kassiererin. Rund 21 Mrd. Euro werden mit der Gie&szlig;kanne verteilt. Mehr Midi-Jobs lassen die Einnahmen der Sozialkassen schrumpfen. Das droht auch durch abgabenfreie Sonderzahlungen. Sie ersetzen zudem keine tabellenwirksamen Tariflohnzuw&auml;chse. Das Entlastungspaket stoppt nicht die Kostenlawine. Die Ampel muss nachbessern. Aktionen im Herbst sind notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++3b279b44-335a-11ed-83d3-001a4a160129%20\">ver.di<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Entlastungspaket&laquo;: Es reicht &hellip; nicht zum Leben<\/strong><br>\nGewerkschaften und B&uuml;ndnisse k&uuml;ndigen weitere Proteste gegen Verarmungspolitik an. Mehrheit der Bev&ouml;lkerung will Reiche zur Kasse bitten<br>\nDie Energiepreise explodieren immer weiter. Doch die Bundesregierung h&auml;lt an ihrer Gasumlage fest, durch die die B&uuml;rger noch mehr Geld hinbl&auml;ttern m&uuml;ssen. Und das, obwohl l&auml;ngst klar ist, dass mit der Ma&szlig;nahme keineswegs nur &raquo;angeschlagenen&laquo; Konzernen geholfen wird, sondern Verbraucher damit auch Extraprofite von Energieriesen finanzieren.<br>\nDiese von der Bundesregierung orchestrierte Umverteilung von unten nach oben werde durch das diese Woche vorgestellte &raquo;dritte Entlastungspaket&laquo; in keinster Weise gelindert, kritisierte Christoph Butterwegge am Freitag gegen&uuml;ber jW. Der Armutsforscher beklagt, das Paket sei ein &raquo;Herumdoktern an Symptomen&laquo;, l&ouml;se aber keine Probleme. F&uuml;r viele Menschen werde es im kommenden Winter daher um die &raquo;inhumane Alternative&laquo; gehen: hungern oder frieren. Butterwegge prangert an, beim &raquo;Entlastungspaket&laquo; komme das Matth&auml;us-Prinzip zum Tragen, hei&szlig;t: &raquo;Wer hat, dem wird gegeben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/434324.entlastungspaket-es-reicht-nicht-zum-leben.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Scholz verspricht Unternehmen Hilfen &ndash; und empfiehlt Sonderzahlungen f&uuml;r Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nArbeitgeberpr&auml;sident Dulger sorgt sich um die deutsche Wirtschaft und verlangt mehr Staatshilfen. Kanzler Scholz verspricht, die Unternehmen st&auml;rker zu unterst&uuml;tzen. (&hellip;)<br>\n&raquo;Die Bundesregierung hat entschieden, solche zus&auml;tzlichen Zahlungen bis zu 3000 Euro von Steuern und Sozialabgaben zu befreien, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften sich darauf verst&auml;ndigen&laquo;, sagte Scholz. &raquo;Dazu m&ouml;chte ich Sie ausdr&uuml;cklich ermutigen.&laquo; Hintergrund ist, dass die Regierung mit der sogenannten konzertierten Aktion erreichen m&ouml;chte, dass auch die Firmen einen Beitrag leisten. (&hellip;)<br>\nAngesichts der Gaskrise und der hohen Inflation warnt Arbeitgeberpr&auml;sident Rainer Dulger trotz der geplanten Hilfen vor einer Rezession. &raquo;Die deutsche Wirtschaft ist angesichts der aktuellen Lage in gro&szlig;er Sorge um die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland&laquo;, sagte er auf dem Arbeitgebertag. (&hellip;)<br>\nDer Kanzler verwies auf den Bau von Fl&uuml;ssiggasterminals etwa in Stade, Wilhelmshaven, Brunsb&uuml;ttel und Lubmin, aber auch auf Pipelinelieferungen etwa aus Norwegen und den Niederlanden. Die Regierung werde daf&uuml;r sorgen, dass der Gaspreis wieder sinken werde, betonte Scholz. Zugleich sagte er, dass der Import an LNG-Gas nichts an der n&ouml;tigen und schnellen Energiewende &auml;ndern werde. &raquo;Wasserstoff ist das Gas der Zukunft, wir werden einen gro&szlig;en Boom ausl&ouml;sen.&laquo; F&uuml;r den Ausbau der erneuerbaren Energien werde die Ampelregierung noch 2022 alle n&ouml;tigen Gesetze etwa zu Planungsbeschleunigung beschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/arbeitgebertag-olaf-scholz-verspricht-unternehmen-hilfen-und-empfiehlt-sonderzahlungen-fuer-beschaeftigte-a-0108c523-84c6-416e-95e5-b18164ff5727%20\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Deutlich wird aus diesem Artikel auch, dass die Bundesregierung lediglich Absichten und Pl&auml;ne gegen die erdr&uuml;ckende Realit&auml;t der hausgemachten Energiekrise vorweisen kann. F&uuml;r viele Betriebe und private Haushalte k&ouml;nnte das zu sp&auml;t und zu wenig sein. Der Bundeskanzler hat am Ausbau der erneuerbaren Energien festgehalten, jedoch &ldquo;vergessen&rdquo; zu erw&auml;hnen, dass daf&uuml;r moderne Gaskraftwerke ben&ouml;tigt werden, die so gebaut werden sollen, dass sie auf klimaneutrale Gase (H2-ready) umgestellt werden k&ouml;nnten (<a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/974430\/1990812\/04221173eef9a6720059cc353d759a2b\/2021-12-10-koav2021-data.pdf?download=1\">Seite 59 des Koalitionsvertrages<\/a>). Faktisch ist die seit Jahren betriebene Energiewende also gescheitert. Erstaunlich ist, dass die Arbeitgeberseite den Einsatz f&uuml;r bessere Beziehungen mit Russland von der Ampelkoalition offensichtlich nicht fordert. Das ist bedauerlich, denn so schr&auml;nken auch sie &ndash; neben z.B. etlichen Talkshows in zahlreichen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; &ndash; den Argumentationsrahmen deutlich ein. Worauf wollen Verb&auml;nde wie der Arbeitgeberverband eigentlich noch warten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Grobe Webfehler: Die Europacity entsteht in der Logik des maximalen Profits<\/strong><br>\nDie Europacity n&ouml;rdlich des Hauptbahnhofs ist Berlins gr&ouml;&szlig;tes innerst&auml;dtisches Investitionsprojekt &ndash; und mit Sicherheit eines der umstrittensten. Auf einer Fl&auml;che sieben Mal so gro&szlig; wie der Potsdamer Platz entsteht ein neues Stadtviertel, das nach Auffassung der Bauherren f&uuml;r ein urbanes Lebensgef&uuml;hl steht. Die Kritiker dagegen sprechen von einfallsloser Architektur und einer verpassten Chance, mitten im Herzen von Berlin ein modernes gemischtes Quartier zu schaffen. Es sei ein Beispiel daf&uuml;r, dass man Stadtplanung nicht ausschlie&szlig;lich den Investoren &uuml;berlassen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-mieterverein.de\/magazin\/online\/mm0919\/berlins-groesstes-innerstaedtisches-investitionsprojekt-europacity-entsteht-in-der-logik-des-maximalen-profits-grobe-webfehler-091914.htm\">Berliner Mieterverein<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pandemie schuf mehr &bdquo;moderne Sklaven&ldquo;<\/strong><br>\nRund 50 Millionen Menschen weltweit sind nach Angaben der Vereinten Nationen in Situationen &bdquo;moderner Sklaverei&ldquo; gefangen. Dazu z&auml;hlen rund 28 Millionen Zwangsarbeiter sowie 22 Millionen Menschen, die zwangsverheiratet wurden. Das Problem besteht in praktisch jedem Land der Welt, die Coronavirus-Pandemie hat es noch versch&auml;rft.<br>\nDie Zahl der Menschen in &bdquo;moderner Sklaverei&ldquo; ist in den letzten f&uuml;nf Jahren erheblich gestiegen. 2021 waren zehn Millionen Menschen mehr betroffen als 2016. Frauen und Kinder sind weiterhin unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig stark gef&auml;hrdet, hei&szlig;t es in dem Bericht, den die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Organisation f&uuml;r Migration (IOM) und die Walk-Free-Stiftung, die sich gegen Sklaverei engagiert, am Montag in Genf vorlegten.<br>\nKombiniert mit den Auswirkungen des Klimawandels und bewaffneten Konflikten habe sich die Pandemie vielerorts verheerend auf Besch&auml;ftigung und Bildung ausgewirkt, schreiben die Autorinnen und Autoren. Die Konsequenz sei &bdquo;eine Zunahme extremer Armut und erzwungener und unsicherer Migration&ldquo; &ndash; und Migranten seien mehr als dreimal so h&auml;ufig von Zwangsarbeit betroffen wie andere Menschen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3284874\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Karin Prien hat Recht<\/strong><br>\nDie KMK-Pr&auml;sidentin kritisiert, das im Bundestag beschlossene Infektionsschutzgesetz benachteilige Sch&uuml;ler erneut massiv gegen&uuml;ber Erwachsenen. Die Bundesregierung muss jetzt nachbessern. Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nDer Protest der Sprecherin aller Kultusministerinnen und Kultusminister in Deutschland ist berechtigt. In seinem jetzigen Wortlaut schr&auml;nkt das Gesetz die Rechte von Kindern und Jugendlichen in mehrfacher Hinsicht &uuml;ber Geb&uuml;hr ein.<br>\nSo d&uuml;rfen Schulen und Kitas nicht betreten werden, wenn man an COVID-19 erkrankt oder einer Erkrankung &ldquo;verd&auml;chtig&rdquo; ist. Was aber bedeutet &ldquo;verd&auml;chtig&rdquo;? Schon ein Schnupfen? Oder schwerere Symptome? Nachgewiesene Infektionsf&auml;lle im Umfeld? Und wer entscheidet das?<br>\nKlar scheint, dass im Falle einer so schwammig formulierten Regelung fast immer ein Negativ-Test her muss, um den Verdacht auszur&auml;umen. Und h&auml;usliche Tests reichen dann laut Gesetz eigentlich nicht, sondern nur vor Ort durchgef&uuml;hrte &ndash; auch hier muss die Regelung eindeutiger gefasst werden.<br>\nWer nachweislich infiziert war, darf wiederum laut Gesetz die Schule oder Kita im Gegensatz zu den meisten Lebensbereichen nicht automatisch nach f&uuml;nf Tagen wieder betreten. Sondern erst, wenn nach &auml;rztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit durch die erkrankte Person nicht mehr zu bef&uuml;rchten ist. Was eine Gesundschreibung durch einen Arzt bedeutet. Oder wie schon bislang alternativ ein best&auml;tigter negativer Corona-Test. Also wieder Testzentrum, was einen zus&auml;tzlichen Aufwand bedeutet, weil die Zentren l&auml;ngst nicht mehr &uuml;berall zu finden sind. Und Geld kostet. F&uuml;hrt das dazu, dass vor allem Kinder aus armen Familien im Zweifel h&auml;ufiger zu Hause bleiben?<br>\nUnd was, wenn Sch&uuml;ler oder Lehrkr&auml;fte schon l&auml;ngst wieder gesund (=nicht mehr ansteckend) sind, aber der Test noch immer positiv ausf&auml;llt? Sch&uuml;lern droht dann weiterer vers&auml;umter Unterricht, Lehrkr&auml;ften eine noch l&auml;ngere Ausfallzeit. W&auml;hrend zum Beispiel andere Arbeitnehmer l&auml;ngst wieder zur Arbeit gehen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2022\/09\/13\/karin-prien-hat-recht\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Grund, die K&ouml;nigin nicht zu feiern<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie Regierungszeit von K&ouml;nigin Elisabeth II. war von Anfang an eng mit dem britischen Weltreich und dem langen und blutigen Prozess der Entkolonialisierung verbunden.<br>\nTats&auml;chlich wurde sie 1952 w&auml;hrend eines k&ouml;niglichen Besuchs in Kenia zur K&ouml;nigin. Nach ihrer Abreise wurde die Kolonie von einem der schlimmsten Konflikte der britischen Kolonialzeit heimgesucht. Im Oktober 1952 riefen die Briten den Ausnahmezustand aus und t&ouml;teten Zehntausende von Kenianern, bevor der Konflikt zu Ende war. [&hellip;]<br>\nWie die K&ouml;nigin und ihre Herrschaft in Erinnerung bleiben, h&auml;ngt davon ab, wo und von wem die Erinnerung an sie gepflegt wird.<br>\nDas ist kein neues Ph&auml;nomen. Unvergesslich ist die k&ouml;nigliche Tour durch die Karibik im M&auml;rz 2022, als der Premierminister von Jamaika dem Herzog und der Herzogin von Cambridge unverbl&uuml;mt mitteilte, dass sich die Region von der britischen Monarchie &ldquo;entfernt&rdquo;.<br>\nAuch andere stellten fest, dass die britische Monarchie eine st&auml;ndige Erinnerung an die Zeit der Sklaverei ist, und ein Regierungsausschuss auf den Bahamas forderte sie auf, sich &ldquo;umfassend und formell f&uuml;r ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu entschuldigen&rdquo; [&hellip;]<br>\nIn Indien zum Beispiel wurde erst vor wenigen Tagen der einstige Prachtboulevard des Empires, &hellip;in Kartavya Path umbenannt und mit einer riesigen Statue von Subhas Chandra Bose, einem der sch&auml;rfsten (und umstrittensten) antibritischen Nationalisten Indiens, versehen. [&hellip;]<br>\nBei der Enth&uuml;llung dieser Statue erkl&auml;rte Indiens nationalistischer Premierminister Narendra Modi, dass &ldquo;heute ein weiteres Symbol der Sklaverei entfernt worden ist&rdquo;, und forderte alle Inder auf, die St&auml;tte zu besuchen. [&hellip;]<br>\nDas Thema einer &ldquo;komplizierten historischen Beziehung&rdquo; zur Monarchie ist auch in S&uuml;dafrika pr&auml;sent, und eine afrikanische Nachrichtenseite erkl&auml;rte, dass &ldquo;S&uuml;dafrikas Beziehung zur britischen Monarchie so kompliziert ist, wie sie nur sein kann&rdquo; [&hellip;]<br>\nAuch an anderer Stelle wurde die komplizierte Geschichte des Irak mit dem Vereinigten K&ouml;nigreich, die bis in die 1920er Jahre zur&uuml;ckreicht, in lokalen Berichten erw&auml;hnt. In j&uuml;ngerer Zeit wurden Hunderttausende von Irakern w&auml;hrend des Krieges get&ouml;tet, den Gro&szlig;britannien 2003 an der Seite der Vereinigten Staaten, Australiens und anderer L&auml;nder begann.<br>\nIn Malaysia ist die Rolle der Briten bei Massakern und Massenumsiedlungsprogrammen w&auml;hrend des blutigen Malaiischen Notstands (1948-60) und in der Zeit der Entkolonialisierung ebenfalls noch deutlich in Erinnerung. Dieser Konflikt schwelte nicht nur in den ersten Jahren der Regentschaft von K&ouml;nigin Elisabeth II. weiter, sondern alle Versuche einer Untersuchung der Ereignisse in Malaysia wurden von den britischen Regierungen vereitelt. [&hellip;]<br>\nManch einer k&ouml;nnte meinen, dass die leidvolle Geschichte des untergehenden britischen Weltreichs losgel&ouml;st von der Herrschaft und der Person Elisabeths II. betrachtet werden sollte. Sicherlich deutet nichts darauf hin, dass die K&ouml;nigin in ihrem Verhalten besonders kriegerisch war.<br>\nAber wie Thomas Paine einmal bemerkte, mag ein Monarch zwar pers&ouml;nlich freundlich und gro&szlig;z&uuml;gig sein, aber er bleibt der Monarch, das Oberhaupt des Staates, der seine Kriege f&uuml;hrt und (gelegentlich) seine Verbrechen begeht &ndash; alles im Namen der Krone.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asiatimes.com\/2022\/09\/cause-not-to-celebrate-the-queen\/%20\">Asia Times<\/a>\n<p>dazu: <strong>No 585<\/strong><br>\n&ldquo;Aber das andere, was ich sagen m&ouml;chte, ist, dass wir oft von Monarchie als Anachronismus sprechen. Sie kam also in eine Welt, in der die Monarchie normal war, und jetzt ist sie ein Anachronismus. Tats&auml;chlich haben wir immer noch eine Weltordnung, in der es sowohl in Gro&szlig;britannien als auch in den Kolonien eine enorme Konzentration von Reichtum und Macht in den H&auml;nden einiger weniger gibt. Und die Monarchie ist in gewissem Sinne wirklich nicht anachronistisch. Sie repr&auml;sentiert genau das, wovon wir auf der ganzen Welt regiert werden, in den USA ebenso wie anderswo: Macht und Privilegien und Reichtum in den H&auml;nden einiger weniger, die der Rest von uns dann anbeten und als vollkommen normal betrachten kann. Die Monarchie ist wirklich ein Aspekt der Plutokratie, der Herrschaft der Reichen. Und das hat sich von 1952 bis 2022 nicht wesentlich ge&auml;ndert. Wenn &uuml;berhaupt, sind wir wieder hier, regiert von einer Handvoll Oligarchen auf der ganzen Welt, w&auml;hrend die einfachen Menschen in Gro&szlig;britannien und dar&uuml;ber hinaus Entbehrungen erleiden. Ich frage mich also ein wenig, ob wir tats&auml;chlich in einer ganz anderen Welt leben als der, die sie geerbt hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=14827\">Maskenfall<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wie uns die deutschen Medien im modernen Europa des 21. Jahrhunderts die englische Monarchie mit gekr&ouml;nten H&auml;uptern pr&auml;sentieren<\/strong><br>\nAuf dem Niveau der k&ouml;nigstreuen Boulevardzeitungen wurden in Sondersendungen und Sonderseiten Mythen &uuml;ber die Royals mit r&uuml;hrseligen Storys &uuml;ber die adelige K&ouml;nigsfamilie und ihre trauernde Anh&auml;ngerschaft in geradezu unterw&uuml;rfigem und ehrerbietigem Ton dargeboten (w&auml;hrend zuvor dem Tod der bedeutenden Pers&ouml;nlichkeit Michail Gorbatschow demgegen&uuml;ber zumeist nur eine kurze Nachricht oder allenfalls ein mittern&auml;chtlicher Nachruf als W&uuml;rdigung im Fernsehen gewidmet wurde). Dabei interessiert sich Umfragen zufolge nur jeder Dritte in Deutschland f&uuml;r europ&auml;ische Monarchien. [&hellip;]<br>\nDennoch gibt es im Europa der Gegenwart immer noch 12 Monarchien, weltweit sogar noch 33 K&ouml;nigreiche und ein Kaiserreich sowie F&uuml;rstent&uuml;mer, Scheicht&uuml;mer und Sultanate. Hierzulande sind aber Umfragen zufolge mehr als 100 Jahre nach dem Ende der Monarchie in Deutschland 72% der Deutschen gegen ein deutsches K&ouml;nigshaus und nur 12% w&uuml;rden das bef&uuml;rworten, also nur jeder achte Deutsche. [&hellip;]<br>\nSchwarz gekleidete Moderatorinnen und Redakteure bekannten sich im Fernsehen pl&ouml;tzlich als Monarchisten oder Royalisten und ergingen sich in tr&auml;nenunterdr&uuml;ckte tragende Kommentare, auch in mehrmaligen &bdquo;Brennpunkt&ldquo;-Sondersendungen. Die ARD zauberte sogar eigens eine &bdquo;ARD-Expertin f&uuml;r das britische K&ouml;nigshaus&ldquo; aus dem Redakteurs-Hut. (Erstaunlich, was wir alle so mit unseren Fernsehgeb&uuml;hren finanzieren. [&hellip;]<br>\nDie Preise und die Armut wachsen in Gro&szlig;britannien rasant und die Tafeln erleben einen regelrechten Ansturm: 13 Millionen leben unter der Armutsgrenze und m&uuml;ssen sich zwischen Heizung oder Essen entscheiden. Die H&auml;lfte britischer Kinder lebt in Armut. &Uuml;ber 10 Millionen Briten sind in akuter Finanzsorge. Demgegen&uuml;ber badet die K&ouml;nigsfamilie in milliardenschwerem, mindestens aber 500-Millionen schwerem Reichtum und Luxus. Dennoch f&uuml;hlen sich die Untertanen wegen der vielgelobten &bdquo;Liebe und W&auml;rme&ldquo; ihrer Queen geborgen, derweil Insider aus dem K&ouml;nigshaus von der K&auml;lte berichten, die ihre Queen dort auch Familienmitgliedern gegen&uuml;ber ausstr&ouml;mte. [&hellip;]<br>\nDoch das britische K&ouml;nigshaus steht nicht allein mit Skandalen da. Auch der spanische Ex-K&ouml;nig Juan Carlos war in Aff&auml;ren verwickelt, und zwar um Schmiergelder, Korruption, Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung; er wollte sogar seine Geliebte zum Schweigen bringen. Er entging nur knapp einer Verurteilung und ging ins Exil in die Vereinigten Arabischen Emirate. Beim Hantieren mit Waffen in jungen Jahren kam sein j&uuml;ngerer Bruder ums Leben. In Botswana lie&szlig; er sich auf Elefantenjagd ablichten, w&auml;hrend sein Land in schwerer Wirtschaftskrise war. Im Jahr 2014 dankte er ab. Der schwedische K&ouml;nig Carl Gustav nahm an Sexparties mit Frauen teil. Der belgische K&ouml;nig Albert verleugnete jahrelang seine uneheliche Tochter. Und das niederl&auml;ndische K&ouml;nigspaar fuhr zur Emp&ouml;rung seines Volkes mitten in der Corona-Krise in ihr Ferienhaus nach Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lokalkompass.de\/recklinghausen\/c-politik\/kommentar-wie-uns-die-deutschen-medien-im-modernen-europa-des-21-jahrhunderts-die-englische-monarchie-mit-gekroenten-haeuptern-praesentieren_a1777636\">Lokalkompass<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WM\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-88030","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88030","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88030"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88030\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88032,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88030\/revisions\/88032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}