{"id":8805,"date":"2011-03-25T08:48:15","date_gmt":"2011-03-25T07:48:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8805"},"modified":"2011-03-25T08:48:15","modified_gmt":"2011-03-25T07:48:15","slug":"hinweise-des-tages-1353","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8805","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Br&uuml;derle spricht Tacheles; Falls Europas Staatschefs Geld brauchen sollten; BGH-Urteil zur Deutschen Bank; Dax-Konzerne geizen mit Jobs &ndash; trotz satter Gewinne; Wie der Kapitalismus unsere Lebenswelt ver&auml;ndert; Wo Gysi Recht hat, hat er Recht; Die Schuldenbremse gef&auml;hrdet die Zukunft unserer Kinder; Hartz-IV-Essensgeld versickert bei den Kommunen; In der Leiharbeit steigt der Druck; Statistische Effekte verschleiern die Probleme in den Jahren vor der Rente; Deutsche Firmen lieb&auml;ugeln mit Kurzarbeit; Versicherungsaufsicht kn&ouml;pft sich DAK vor; Pharmalobby wirbt mit Wissenschaftslogo; Probleme im Reaktor Isar 1; Protest gegen Libyen &ndash; Enthaltung:Airbus-Chef verl&auml;sst die CSU; R&uuml;ckfallgefahr in &Auml;gypten; Das Superwahljahr und die Parteienfinanzierung; Peer Steinbr&uuml;ck; Europ&auml;er wetteifern im Hochschulsparen; H&auml;userkampf in Dresden; Schweizer Fernsehen und die Simpsons (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Br&uuml;derle spricht Tacheles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Falls Europas Staatschefs Geld brauchen sollten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Bewusst zu Lasten des Anlegers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Dax-Konzerne geizen mit Jobs &ndash; trotz satter Gewinne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wie der Kapitalismus unsere Lebenswelt ver&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wo Gysi Recht hat, hat er Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die Schuldenbremse gef&auml;hrdet die Zukunft unserer Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Hartz-IV-Essensgeld versickert bei den Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">In der Leiharbeit steigt der Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Statistische Effekte verschleiern die Probleme in den Jahren vor der Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Deutsche Firmen lieb&auml;ugeln mit Kurzarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Versicherungsaufsicht kn&ouml;pft sich DAK vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Pharmalobby wirbt mit Wissenschaftslogo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Probleme im Reaktor Isar 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Protest gegen Libyen-Enthaltung:Airbus-Chef verl&auml;sst die CSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">R&uuml;ckfallgefahr in &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Das Superwahljahr und die Parteienfinanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Peer Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Europ&auml;er wetteifern im Hochschulsparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">H&auml;userkampf in Dresden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Schweizer Fernsehen und die Simpsons<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8805&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Br&uuml;derle spricht Tacheles<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Br&uuml;derle: AKW-Moratorium ist nur Wahlkampf-Taktik<\/strong><br>\nDeutsche Kernkraftwerke gehen aus taktischen Gr&uuml;nden vom Netz: Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle hat nach SZ-Informationen vor der Spitze der deutschen Industrie gesagt, dass die anstehenden Landtagswahlen der Grund f&uuml;r den pl&ouml;tzlichen Sinneswandel der Regierung in der Atompolitik sind. Entscheidungen seien da &ldquo;nicht immer ganz rational&rdquo;. [&hellip;]<br>\nEr hat noch nicht angefangen, da platzen neue Nachrichten herein. Die Kanzlerin, so hei&szlig;t es, wolle die verl&auml;ngerten Atomlaufzeiten per Moratorium aussetzen. Die Runde wird unruhig. RWE-Chef J&uuml;rgen Gro&szlig;mann rennt zum Telefonieren raus, Eon-Chef Johannes Teyssen blickt finster. &ldquo;Die wirkten wirklich &uuml;berrascht&rdquo;, sagt ein Teilnehmer. Die Industrie verlangt Klarheit.<br>\nWas es denn mit den Meldungen von dem Moratorium auf sich habe, will BDI-Pr&auml;sident Hans-Peter Keitel wissen. Ausweislich des Protokolls der Sitzung gibt Br&uuml;derle darauf eine folgenschwere Antwort: &ldquo;Der Minister best&auml;tigte dies&rdquo;, steht darin, &ldquo;und wies erl&auml;uternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien.&rdquo; Im &Uuml;brigen sei er, Br&uuml;derle, ein Bef&uuml;rworter der Kernenergie, auch mit R&uuml;cksicht auf Branchen, die besonders viel Energie verbrauchen. &ldquo;Es k&ouml;nne daher keinen Weg geben, der sie in ihrer Existenz gef&auml;hrde&rdquo;, befindet Br&uuml;derle laut Protokoll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/atompolitik-und-landtagswahlen-bruederle-und-die-bosse-1.1076394\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Das peinliche Protokoll<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,752946,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Opposition feiert Br&uuml;derles Wahlkampfpatzer<\/strong><br>\nPeinlicher Patzer oder Protokollfehler? Der Opposition ist es egal: F&uuml;r SPD, Gr&uuml;ne und Linke ist Rainer Br&uuml;derles vermeintliche Wahlkampf-Beichte zur Atomwende eine Steilvorlage. Sie attackieren den Wirtschaftsminister scharf &ndash; und auch in der Union wird Unmut &uuml;ber den FDP-Mann laut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,752988,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Margarethe Gorges:<\/strong> Weink&ouml;nigin Br&uuml;derle  &hellip; In vino veritas<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da verstehe einer die Opposition. Was gibt es da zu feiern, wenn ein Bundesminister das sagt, was ohnehin alle wissen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Parteienforscher:&bdquo;Es geht um Bauernf&auml;ngerei, nicht um die Sache&rdquo;<\/strong><br>\nNichts l&auml;uft derzeit rund in der Regierungspolitik. Nun sorgt auch noch Minister Br&uuml;derle f&uuml;r zus&auml;tzliche Verunsicherung. Die Quittung f&uuml;r Schwarz-Gelb droht bei den Landtagswahlen, meint Parteienforscher Patzelt. [&hellip;]<br>\nHandelsblatt Online: Herr Professor Patzelt, in Sachsen-Anhalt ist die FDP nach der Wahl nicht mehr im Landtag vertreten: Droht den Liberalen in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz ein &auml;hnliches Schicksal &ndash; vor allem, nachdem Herr Br&uuml;derle angeblich einger&auml;umt hat, dass das Atom-Moratorium der Bundesregierung ein Wahlkampfman&ouml;ver sei?<br>\nWerner J. Patzelt: Das ist nicht auszuschlie&szlig;en &ndash; zumal nach dem Offenbarungseid des Wirtschaftsministers, man betreibe reine Ank&uuml;ndigungspolitik ganz nach demoskopischem Bedarf. Am Fall der angeblichen &bdquo;Atomwende&ldquo; wird aufs Unangenehmste deutlich, was man bei dieser Regierung schon lange vermutet hat: Es geht um Bauernf&auml;ngerei, nicht um die Sache. Kein Wunder also, dass die FDP seit dem Amtsantritt der schwarz-gelben Koalition auf Bundesebene unter der unplausiblen Politik sowohl der ganzen Bundesregierung als auch des eigenen Parteivorsitzenden leidet, der gerade als Au&szlig;enminister keine gute Figur macht. Und weil die fr&uuml;heren Wahlerfolge der Liberalen blo&szlig; Vorschuss auf k&uuml;nftige Leistungen waren, dr&uuml;ckt die umfassende Erfolglosigkeit des b&uuml;rgerlichen Lagers die FDP jetzt nach unten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/es-geht-um-bauernfaengerei-nicht-um-die-sache\/3980284.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Falls Europas Staatschefs Geld brauchen sollten<\/strong><br>\nAllein die im MSCI Europa enthaltenen Firmen sollen heuer rund 470 Mrd. Euro verdienen. In jedem einzelnen Land und in jeder einzelnen Branche werden Mittel&uuml;bersch&uuml;sse nach Investitionen erwartet. Das nur mal so zur Info vor dem EU-Gipfel.<br>\nManche Unternehmenslenker werden sich fragen, welche Krise die europ&auml;ischen Spitzenpolitiker auf dem heute beginnenden Gipfel &uuml;berhaupt zu bew&auml;ltigen haben. Denn laut der Auswertung der Konsenssch&auml;tzungen von Morgan Stanley erwarten die Aktienanalysten f&uuml;r die im MSCI Europa enthaltenen nichtfinanziellen Firmen 2011 eine Nachsteuergewinnspanne von sagenhaften 7,5 Prozent des Umsatzes.<br>\nDamit w&auml;re der fr&uuml;her ungeahnte Rekord, der unmittelbar vor der Krise erreicht wurde, eingestellt, wobei die Marge 2012 auf acht Prozent hochgehen soll. Das entspr&auml;che ungef&auml;hr dem Doppelten des langfristigen Durchschnitts. Doch nicht nur, dass die Nettogewinne im MSCI Europa 2011 um weitere 18 Prozent zunehmen sollen, nach 43 Prozent 2010. Nein, der Anstieg erstreckt sich auch &uuml;ber alle im Index ber&uuml;cksichtigten L&auml;nder. [&hellip;]<br>\nInsgesamt sollen allein die im MSCI Europa enthaltenen Firmen 2011 einen Gewinn von rund 470 Mrd. Euro erzielen &ndash; nach Steuern. Die Mittel&uuml;bersch&uuml;sse der nichtfinanziellen Firmen nach Investitionen sollen sich auf rund 250 Mrd. Euro belaufen. Im Gesamtindex sind Dividenden von rund 190 Mrd. Euro vorgesehen. Das alles nur mal so zur Information. Falls die Staatschefs Geld brauchen &ndash; und nicht wissen, wo sie es hernehmen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-falls-europas-staatschefs-geld-brauchen-sollten\/60030054.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Zahlen sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen! Wie hei&szlig;t es so sch&ouml;n? Das Geld liegt auf der Strasse &ndash; nur b&uuml;cken m&uuml;ssen sich unsere Politik schon selbst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bewusst zu Lasten des Anlegers<\/strong><br>\nNach dem brisanten Urteilsspruch des Bundesgerichtshofes haftet nun die Deutsche Bank f&uuml;r ihre unzureichende Beratung eines mittelst&auml;ndischen Unternehmers. Ist damit auch ein Dammbruch f&uuml;r die Entsch&auml;digungsklagen ebenfalls betroffener Kommunen erzielt? Telepolis sprach dar&uuml;ber mit dem interventionistischen Philosophen Werner R&uuml;gemer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34413\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Dax-Konzerne geizen mit Jobs &ndash; trotz satter Gewinne<\/strong><br>\nDie deutschen Top-Unternehmen fahren l&auml;ngst wieder saftige Gewinne ein. Doch eine Studie belegt: Bei der Zahl der Besch&auml;ftigten tut sich wenig.<br>\nDie deutschen Top-Unternehmen haben im vergangenen Jahr ihre Gewinne kr&auml;ftig gesteigert. Die Zahl der Besch&auml;ftigten ist dagegen fast gleich geblieben. Das geht aus einer Studie der Pr&uuml;fungs- und Beratungsgesellschaft Ernst &amp; Young hervor, f&uuml;r die die Gesch&auml;ftsberichte der 30 im Dax gelisteten Unternehmen ausgewertet wurden.<br>\nDanach stieg deren Gewinn im Nachkrisenjahr insgesamt um 66 Prozent auf 96,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter erh&ouml;hte sich aufgrund von Zuk&auml;ufen nur leicht um ein Prozent. Der Gesamtgewinn der Konzerne fiel nicht nur deutlich h&ouml;her aus als 2009, sondern &uuml;bertraf auch das Jahr 2008, in dem sich die Finanzkrise noch kaum in den Bilanzen der Unternehmen widergespiegelt hatte, um 22 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article12917665\/Dax-Konzerne-geizen-mit-Jobs-trotz-satter-Gewinne.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Gewinne von heute sind die Investitionen von morgen und die Arbeitspl&auml;tze von &uuml;bermorgen&rdquo; &ndash; oder auch nicht.<br>\nVermutlich brauchen die Konzerne noch eine Senkung der kaum noch me&szlig;baren Steuers&auml;tze, um &ldquo;mehr Arbeitspl&auml;tze zu schaffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie der Kapitalismus unsere Lebenswelt ver&auml;ndert<\/strong><br>\nWann immer Banken und multinationale Konzerne in den vergangenen Jahren vor der Pleite standen, pumpte der Staat Milliarden von Steuergeldern in die existenzbedrohten Unternehmen. Das Problem ist jedoch, dass diese Krisen zunehmend ganze Staaten gef&auml;hrden. Gert Scobel diskutiert mit seinen G&auml;sten die Ph&auml;nomenologie des modernen Kapitalismus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/frameless.php?url=\/scobel\/151772\/index.html\">3sat scobel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/mediathek.php?obj=23980&amp;mode=play\">Die Sendung als Video in der 3Sat-Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wo Gysi Recht hat, hat er Recht<\/strong><br>\nGregor Gysi im Bundestag zum Europ&auml;ischen Rat Staatsverschuldung und zu den Rettungspaketen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pXAg2AUdx0g\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Schuldenbremse gef&auml;hrdet die Zukunft unserer Kinder<\/strong><br>\nWie schon 2009 &uuml;ber 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sagen auch wir f&uuml;r Hessen: Die Schuldenbremse verk&uuml;rzt das zentrale Staatsziel der Sozialstaatlichkeit und die Zukunftsvorsorge einer Volkswirtschaft auf die Stabilisierung des Schuldenstandes der &Ouml;ffentlichen Hand. Die Schuldenbremse kann vielleicht erreichen, dass die Schulden nicht weiter steigen, aber um den Preis, dass die zuk&uuml;nftigen Generationen unzureichend ausgebildet sind, da Geld f&uuml;r Bildung fehlt, dass sie &uuml;ber eine abgewirtschaftete Infrastruktur verf&uuml;gen und in einer schlechten Umwelt leben m&uuml;ssen.<br>\nWir stimmen mit NEIN bei der Volksabstimmung &uuml;ber die Schuldenbremse in der Hessischen Verfassung.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110325_hinweise_oeffentliche_erklaerung_von_professorinnen.pdf\">Aufruf von Professorinnen und Professoren zu einem Nein zur Schuldenbremse [PDF &ndash; 164 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz-IV-Essensgeld versickert bei den Kommunen<\/strong><br>\nDas milliardenschwere Bildungspaket f&uuml;r Kinder aus Hartz-IV-Kinder droht zu verpuffen: Zahlreiche Kommunen streichen den freiwilligen Essenzuschuss in Schulen &ndash; weil der Bund daf&uuml;r aufkommt. Sozialverb&auml;nde f&uuml;rchten nun einen &auml;hnlichen Effekt bei der F&ouml;rderung von Sport- oder Musikangeboten.<br>\nSo hat sich Ursula von der Leyen ihr angepriesenes Bildungspaket sicher nicht vorgestellt: Die Kinder h&auml;tten dank der Gelder von der Bundesregierung jetzt einen Anspruch auf ein &ldquo;warmes Mittagessen&rdquo; in der Schule oder Kindertagesst&auml;tte, sagte die CDU-Arbeitsministerin bei Abschluss der Hartz-IV-Verhandlungen Ende Februar. [&hellip;] Insgesamt hat der Bund f&uuml;r das k&uuml;rzlich abgesegnete Bildungspaket 1,6 Milliarden Euro veranschlagt. Ein Gro&szlig;teil davon ist f&uuml;r das Mittagessen in Schulen und Horten sowie f&uuml;r Schulsozialarbeiter vorgesehen. &ldquo;Die Kommunen werden deshalb mit Blick auf ihre Finanzen versucht sein, ihre eigenen Programme zu ersetzen und die Nettoentlastung in erster Linie zur Konsolidierung ihres Haushaltes zu nutzen&rdquo;, sagte Werner Hesse, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands, der Zeitung. &ldquo;In solchen F&auml;llen ist das Ganze nichts anderes als ein finanzieller Verschiebebahnhof, ohne dass es f&uuml;r arme Kinder mehr oder bessere Leistungen geben muss.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,752922,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Vielleicht sollte der SPIEGEL auch ganz einfach nicht alles glauben, was Frau von der Leyen so erz&auml;hlt. Das Thema &bdquo;kommunale Finanzen&ldquo; war schlie&szlig;lich im Umfeld der Hartz-IV-Erh&ouml;hunsdiskussion allgegenw&auml;rtig und man muss schon sehr naiv sein, wenn man glaubt, dass die 1,6 Milliarden Euro nicht bereits bestehende Leistungen der Kommunen ersetzen w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In der Leiharbeit steigt der Druck<\/strong><br>\nDeutsche Leiharbeitsfirmen besch&auml;ftigen derzeit rund eine Million Menschen. Wenn ab dem 1. Mai die volle Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit gilt, k&ouml;nnte sich der heute schon zu beobachtende Verdr&auml;ngungswettbewerb in der Branche noch versch&auml;rfen &ndash; zulasten der Besch&auml;ftigten. Auch wenn nicht alle von ihnen auf den j&uuml;ngst beschlossenen Mindestlohn zur&uuml;ckfallen werden: Wenn neue Konkurrenten schlechtere Arbeitsbedingungen akzeptieren, steigt der Druck auf die Besch&auml;ftigten. Zudem besteht die Gefahr, dass Unternehmen anstelle von Leiharbeitnehmern Arbeitskr&auml;fte per Werkvertrag anstellen, um den Mindestlohn zu umgehen. Zu diesem Schluss kommt Sandra Siebenh&uuml;ter von der Universit&auml;t Eichst&auml;tt-Ingolstadt, die ein Forschungsprojekt der Otto-Brenner-Stiftung zu Migranten in der Leiharbeit leitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2011_05_3.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 154 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Statistische Effekte verschleiern die Probleme in den Jahren vor der Rente<\/strong><br>\nDie Rente mit 67 d&uuml;rfte &auml;hnliche Effekte haben wie die bisherigen  Reformen, die auf eine Verl&auml;ngerung des Arbeitsleben zielten: Es erh&ouml;ht sich zwar die Erwerbsbeteiligung &Auml;lterer, doch mehr &Uuml;ber-60-J&auml;hrige m&uuml;ssen die Zeit bis zur Rente mit prek&auml;ren Jobs und in Arbeitslosigkeit &uuml;berbr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2011_05_4-5.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 211 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche Firmen lieb&auml;ugeln mit Kurzarbeit<\/strong><br>\nAuf der ganzen Welt sp&uuml;ren die Konzerne die Folgen der teuersten Naturkatastrophe aller Zeiten. Wegen Lieferengp&auml;ssen denken sie schon wieder an Kurzarbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ersatzteile-aus-japan-lieferengpaesse-jahrhundert-desaster-erreicht-deutschland-1.1076365\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Versicherungsaufsicht kn&ouml;pft sich DAK vor<\/strong><br>\nDie Krankenkasse steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Um die Pleite abzuwenden, verlangt die Aufsichtsbeh&ouml;rde von der DAK, dass die Kasse Stellen abbaut &ndash; oder einen h&ouml;heren Zusatzbeitrag einf&uuml;hrt.<br>\nDie Finanznot der drittgr&ouml;&szlig;ten deutschen Krankenkasse DAK ruft die staatlichen Aufseher auf den Plan. Das Bundesversicherungsamt (BVA) dringt auf herbe Einschnitte f&uuml;r die rund 16.000 Kassenmitarbeiter und notfalls eine Erh&ouml;hung des Zusatzbeitrags von 8 Euro im Monat. &ldquo;Aufgrund der derzeitigen Faktenlage hat die DAK aus Sicht des BVA Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Finanzsituation zu ergreifen&rdquo;, sagte ein BVA-Sprecher der FTD. Das k&ouml;nnten ein h&ouml;herer Zusatzbeitrag, &ldquo;Steuerungsma&szlig;nahmen im Leistungsbereich und\/oder Einsparungen im Verwaltungsbereich&rdquo; sein. Die Insolvenz drohe der DAK aber nicht.<br>\nDie Aufforderung des BVA ist &auml;u&szlig;erst ungew&ouml;hnlich und zeigt die dramatische Lage der DAK. Bislang hatten die Aufseher deren Etatpl&auml;ne stets akzeptiert. Branchenkenner spekulierten dagegen schon l&auml;nger &uuml;ber die Finanznot der Kasse und vermuteten hinter dem Stillhalten der Beh&ouml;rde politische R&uuml;cksichtnahme. Am Sonntag wird in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz gew&auml;hlt. Die DAK z&auml;hlt gut 4,5 Millionen Mitglieder und &uuml;ber sechs Millionen Versicherte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:krankenkassen-versicherungsaufsicht-knoepft-sich-dak-vor\/60030518.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.W.:<\/strong> Weil die DAK im Jahre 2010 den Zusatzbeitrag erhob, liefen ihr massenhaft die Kunden davon. Jetzt verlangt die Versicherungsaufsicht die DAK soll den Zusatzbeitrag erh&ouml;hen. Und dies soll helfen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pharmalobby wirbt mit Wissenschaftslogo<\/strong><br>\nKinder sind perfide Fragesteller. Deswegen gibt es eine bekannte Buchreihe, die alle Was-ist-Was-Fragen beantworten soll. Der Charme der Erfindung des Tessloff-Verlages hat auch die Pharmalobby becirct &ndash; sie nutzt die ehrw&uuml;rdige Wissenschafts-Buchreihe zu Marketingzwecken. [&hellip;]<br>\nDoch wenn es ums Geld geht, wird offenbar auch mal ein Auge zugedr&uuml;ckt. Zum Beispiel, als  die forschenden Pharmahersteller mit einer Idee anklopften. Entstanden ist nun die Ausgabe: &bdquo;Was-ist-Was &ndash; Wie entsteht ein Medikament.&ldquo; [&hellip;]<br>\nWas geschrieben wird ist richtig. Doch der Ausgabe fehlt die Was-ist-Was-B&uuml;chern typische, kritische Distanz.  So wird zum Beispiel der Punkt Kinderarzneien angesprochen, aber kein Wort dar&uuml;ber verloren, dass es davon noch immer viel zu wenige gibt. Das Heft erkl&auml;rt auch, dass f&uuml;r die Zulassung eines Pr&auml;parats den Beh&ouml;rden &bdquo;die Zahlen, Daten und Fakten aus allen Studien&ldquo; vorgelegt werden m&uuml;ssen. Aber es geht nicht darauf ein, dass immer wieder Unternehmen auffliegen, die nachteilige Studiendaten zur&uuml;ckgehalten haben. Kein Wort auch dazu, dass der Nutzen vieler Medikamente zweifelhaft ist.  Die Autorin des Hefts, die Wissenschaftsjournalistin Claudia Eberhard-Metzger, erkl&auml;rt zudem nicht, dass die Konzerne nur Mittel entwickeln, die wirtschaftlichen Erfolg versprechen &ndash; und dass es f&uuml;r viele Krankheiten deshalb keine Gegenmittel gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/pharmalobby-wirbt-mit-wissenschaftslogo\/-\/1472780\/8262766\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Probleme im Reaktor Isar 1<\/strong><br>\nDas umstrittene Atomkraftwerk Isar 1 ist abgeschaltet &ndash; doch beim Herabfahren gab es offenbar Probleme. Betreiber Eon beruhigt. Die Gr&uuml;nen &uuml;ben heftige Kritik.<br>\nBei der Abschaltung des Alt-Reaktors Isar1 am Donnerstag vor einer Woche ist es zu einer Panne gekommen. Wie der Betreiber Eon am Dienstag in einer Pressemitteilung auf seiner Homepage mitteilte, wurde beim Herabfahren des Meilers eine Schnellabschaltung ausgel&ouml;st. Die Panne habe &ldquo;keinerlei sicherheitstechnische Bedeutung gehabt&rdquo;, erkl&auml;rte eine Eon-Sprecherin. Auch das Umweltministerium, das den Vorfall erst im Lauf des Mittwochs auf seiner Homepage meldete, wollte nicht n&auml;her Stellung beziehen. &ldquo;Das Ereignis hatte keine unzul&auml;ssigen Auswirkungen auf den sicheren Anlagenbetrieb und die Umgebung&rdquo;, hie&szlig; es lapidar auf der Homepage des Hauses von Minister Markus S&ouml;der. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Henrik Paulitz, den Atomexperten der &Auml;rzteorganisation IPPNW, zeigt die Panne eindringlich, dass &ldquo;die Atomindustrie ihre Reaktoren noch nicht einmal beim Abschalten im Griff hat&rdquo;. Das sieht auch Gr&uuml;nen-Mann Hartmann so. Nach seiner &Uuml;berzeugung best&auml;tigt die Panne einmal mehr die &Uuml;berf&auml;lligkeit des Atomausstiegs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/atomdebatte-probleme-im-reaktor-isar-1.1076299\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Protest gegen Libyen-Enthaltung:Airbus-Chef verl&auml;sst die CSU<\/strong><br>\nAus Protest gegen Deutschlands Enthaltung im Uno-Sicherheitsrat bei der Abstimmung &uuml;ber die Libyen-Resolution hat ein hochrangiger Manager Konsequenzen gezogen: Airbus-Chef Thomas Enders hat die CSU verlassen.<br>\nDas erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Auf Anfrage erkl&auml;rte Airbus, dies sei die Privatsache von Enders. Der Top-Manager wurde 2000 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Lenkungsausschusses der EADS, der Airbus-Muttergesellschaft. Seit August 2007 ist Enders CEO des Flugzeugherstellers Airbus. Seit 2005 ist er auch Pr&auml;sident des Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/airbus-chef-verlaesst-die-csu\/3985338.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>R&uuml;ckfallgefahr in &Auml;gypten<\/strong><br>\nKaum sind die Verfassungs&auml;nderungen genehmigt, f&auml;llt die &auml;gyptische &Uuml;bergangsregierung in alte Herrschaftsmuster zur&uuml;ck. Sie will Demonstrationen behindern und Streiks verhindern. Neu gegr&uuml;ndete Parteien werden pr&auml;ventiv unter Aufsicht gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/rueckfallgefahr_in_aegypten_1.10005510.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Partei, die Partei, die braucht immer Geld &ndash; das Superwahljahr und die Parteienfinanzierung<\/strong><br>\n2011 wird ein teures Jahr f&uuml;r die Parteien. Sieben Landtags- und vier Kommunalwahlen wollen bestritten und finanziert sein. Und das &ndash; mit Ausnahme der Gr&uuml;nen &ndash; bei sinkenden Mitgliederzahlen, also weniger Beitragszahlern. Die Schatzmeister der Parteien stehen vor schweren Aufgaben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/zeitfragen\/1405300\/\">Deutschlandradio Kultur (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2011\/03\/14\/drk_20110314_1930_54ee3ae0.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast, ca. 29 Minuten) [mp3 &ndash; 14 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Besonders, wenn Sie am Sonntag w&auml;hlen gehen, sollten Sie vorher diese Sendung h&ouml;ren. Da erfahren Sie u.A., wie viel ein Wahlplakat oder ein Kugelschreiber aus dem 5000er Pack kostet und wer au&szlig;er dem Mineral&ouml;lkonzern BP und dem Verband der privaten Krankenkassen alles die Bundesdeligiertenkonferenz der Gr&uuml;nen sponsort.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kommentar zur Antwort Peer Steinbr&uuml;cks auf die Regierungserkl&auml;rung der Bundeskanzlerin zum Europ&auml;ischen Rat<\/strong><br>\n&hellip;so ist bemerkenswert, dass Peer Steinbr&uuml;ck in seiner Antwort auf die Bundeskanzlerin schlie&szlig;t: &ldquo;Das Paket ist richtig.&rdquo; Und: &ldquo;Der Pakt f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit ist ebenfalls richtig.&rdquo;<br>\nKeine grundlegende Kritik also an der geplanten drastischen Versch&auml;rfung des Stabilit&auml;tspaktes und des Konsolidierungs- und Reformkurses, den das Paket vorgibt, das der Europ&auml;ische Rat am 24.\/25. M&auml;rz beabsichtigt zu verabschieden &ndash; und der aus meiner Sicht die Eurozone weiter auseinandertreiben wird.<br>\nDas zeigt sich dann auch in den abschlie&szlig;enden vier Kritikpunkten, die Peer Steinbr&uuml;ck anf&uuml;hrt: &ldquo;1. Wer bezahlt die Schulden der &uuml;berschuldeten Staaten?&rdquo; Kein Wort zu den Ursachen, die zu der Verschuldung gef&uuml;hrt haben. &ldquo;2. Was passiert mit den Staaten, die unter der Schuldenlast zu ersticken drohen?&rdquo; Peer Steinbr&uuml;ck prognostiziert explizit Umschuldungen, und er spricht sich f&uuml;r Umschuldungen aus. Vieles spricht aber daf&uuml;r, dass Umschuldungen die Krise noch einmal versch&auml;rfen w&uuml;rden. Bezeichnend auch, dass Steinbr&uuml;ck gemeinsame Anleihen (Eurobonds) zur Bew&auml;ltigung der Krise &uuml;berhaupt nicht erw&auml;hnt. Als drittes thematisiert er die Heranziehung des Bankensektors; das hat auch die Bundeskanzlerin getan; er spricht sich ferner f&uuml;r die Finanztransaktionssteuer aus, was ja richtig ist (er in seiner Regierungszeit aber auch nicht verfolgt hat), und er konzentriert sich auf das Bankeninsolvenzrecht und die Bankenrestrukturierung.<br>\nAls letzer, vierter Punkt folgt dann endlich die Erw&auml;hnung der au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der Eurzone, und Peer Steinbr&uuml;ck spricht sich in diesem Zusammenhang f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohnes aus, was ja auch richtig ist &ndash; als zentrale Ursache f&uuml;r die hohen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands und die hohen Leistungsbilanzdefizite von L&auml;ndern wie Griechenland, Portugal und Spanien und die damit einhergehende Schuldenentwicklung thematisiert er die Lohn(st&uuml;ckkosten)entwicklung aber nicht. Hier spielt aber die seit Jahren anhaltende schwache <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=98&amp;Itemid=2\">Lohnst&uuml;ckkostenentwicklung Deutschlands<\/a> &ndash; f&uuml;r die aus meiner Sicht auch ma&szlig;geblich die Gesetzgebung der Agenda 2010 mit verantwortlich zeichnet &ndash; eine bedeutende Rolle. Wer hier nicht ansetzt, ja das Problem nicht einmal benennt, findet auch zu keiner alternativen Politik zur Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=111&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Europ&auml;er wetteifern im Hochschulsparen<\/strong><br>\nAuch wenn Politiker gern und oft die Wichtigkeit von Bildung beschw&ouml;ren &ndash; Geld nehmen die L&auml;nder der EU daf&uuml;r zu wenig in die Hand. Eine Studie &uuml;ber Hochschulausgaben zeigt: Vielerorts ist Protest durchaus angebracht. [&hellip;]<br>\nWie drastisch die Sparma&szlig;nahmen fast &uuml;berall auf dem Kontinent sind, verdeutlicht nun eine Studie der European University Association (EUA), aus der der &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; zitiert. Es gibt demnach kaum ein EU-Land, das nicht im Bildungssektor k&uuml;rzt:<br>\nDie britische Regierung m&ouml;chte f&uuml;r die staatlichen Universit&auml;ten k&uuml;nftig 40 Prozent weniger Geld ausgeben, gemessen am derzeitigen Budget w&auml;ren das j&auml;hrlich umgerechnet 3,5 Milliarden Euro. Italien will in diesem Jahr 550 Millionen Euro einsparen, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. In Griechenland verlieren die Hochschulen voraussichtlich ein Drittel ihres Budgets, in Lettland mussten sie schon 2009 mit der H&auml;lfte ihrer staatlichen Mittel auskommen.<br>\nEine &ldquo;gro&szlig;e Unsicherheit&rdquo; sei zu sp&uuml;ren, schreiben die Autoren, die zwei Jahre lang die Auswirkungen der Finanzkrise auf Europas Hochschulen untersucht hatten. Ihr Ergebnis: Vor allem die Lehre leide unter den Einsparungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,743970,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>H&auml;userkampf in Dresden<\/strong><br>\nIn Dresden spielt sich derzeit ein beispielloser Kampf zwischen Kommune und Privatwirtschaft ab. Vor f&uuml;nf Jahren hat Dresden st&auml;dtische Wohnungen an die Gagfah verkauft. Jetzt will die Stadt das Unternehmen verklagen. Es geht um mehr als eine Milliarde Euro. [&hellip;]<br>\nAn diesem Donnerstag ist der Tag der Vorentscheidung. Am Abend beschlie&szlig;t der Stadtrat, ob er gegen den Immobilienkonzern Gagfah Klage erheben wird. [&hellip;]Die Stadt Dresden wirft dem Unternehmen, das im Jahr 2006 die st&auml;dtische Wohnungsbaugesellschaft Woba mit 48 000 Wohnungen f&uuml;r 1,7 Milliarden Euro &uuml;bernommen hat, vor, die vereinbarte Sozialcharta nicht eingehalten zu haben. Nach Ermittlungen der Stadt wurde das Vorkaufsrecht der Mieter, denen ihre Wohnungen beim Verkauf mit einem Rabatt von 15 Prozent angeboten werden m&uuml;ssen, nicht an den neuen Besitzer weitergegeben. Dies ist aber bei Androhung eines Vertragsstrafe so vereinbart worden. Die Gagfah spricht von unterschiedlichem Verst&auml;ndnis einiger Worte, w&auml;hrend sich Stadtverwaltung und Stadtrat sicher sind, dass hier eine Vertragsverletzung vorliegt. Die Stadt fordert bei 3800 verkauften Wohnungen 1,1 Milliarden Euro Vertragsstrafe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~EFFF16C3F107345C7BEEF5EAEC99E4B93~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>&bdquo;Nukular&rdquo; &ndash; das Wort hei&szlig;t &bdquo;nukular&ldquo;<\/strong><br>\nDas Schweizer Fernsehen will Zuschauern vorerst keine Simpsons-Folgen zumuten, die von AKW-Pannen handeln. Warum nur? Gerade jetzt w&auml;re das interessant. [&hellip;]<br>\nBei den Simpsons gibt es viele solcher Szenen, in denen Homer Simpson, der von Atomkraft ungef&auml;hr so viel Ahnung hat wie ein Biber von Betriebswirtschaftslehre (Zitat Homer: &ldquo;,Nukular&rsquo;. Das Wort hei&szlig;t ,nukular&rsquo;.&rdquo;), das Leben der B&uuml;rger riskiert. Das quasi-&ouml;ffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen SRF hat beschlossen, sie momentan nicht zu senden, und pr&uuml;ft seit der Katastrophe von Fukushima I alle Folgen genau, die demn&auml;chst ausgestrahlt werden sollen. Episoden, die sich um das AKW drehen, werden nicht gezeigt. Nach welchen Kriterien bei der Sichtung vorgegangen wird, konnte eine SRF-Sprecherin auf Nachfrage nicht genau erkl&auml;ren. &ldquo;Es wird von Fall zu Fall entschieden. Wenn jetzt zum Beispiel das Atomkraftwerk bei den Simpsons explodiert, dann w&auml;re das unpassend.&rdquo; Wie lange die Folgen ausgesiebt werden sollen, konnte sie nicht sagen. Bisher sei noch keine Episode verlegt worden.<br>\nUnpassend also. Nur leider stimmt das nicht so recht. Denn wenn man sich jetzt die Episoden mit dem AKW ansieht, zeigt sich, dass Matt Groening, der Sch&ouml;pfer der Serie, mit seiner Satire gerade den Nagel auf den Kopf getroffen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/nukular-das-wort-heisst-nukular-1\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum setzt man nicht gleich auch noch alle Dokumentationen, die sich kritisch mit der Kernkraft auseinandersetzen ab? Die sind nach SRF-Logik dann doch sicherlich auch &bdquo;unpassend&ldquo;? Solch bizarre Entscheidungen k&ouml;nnen eigentlich nur dann fallen, wenn Medienb&uuml;rokraten sich mit Dingen besch&auml;ftigen, von denen sie ganz offensichtlich keinen blassen Schimmer haben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Br&uuml;derle spricht Tacheles; Falls Europas Staatschefs Geld brauchen sollten; BGH-Urteil zur Deutschen Bank; Dax-Konzerne geizen mit Jobs &ndash; trotz satter Gewinne; Wie der Kapitalismus unsere Lebenswelt ver&auml;ndert; Wo Gysi Recht hat, hat er Recht; Die Schuldenbremse gef&auml;hrdet die Zukunft unserer Kinder; Hartz-IV-Essensgeld versickert bei den Kommunen; In der Leiharbeit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8805\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8805","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8805","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8805"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8805\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8808,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8805\/revisions\/8808"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8805"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8805"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8805"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}