{"id":88167,"date":"2022-09-18T09:00:18","date_gmt":"2022-09-18T07:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167"},"modified":"2022-09-18T20:41:45","modified_gmt":"2022-09-18T18:41:45","slug":"hinweise-der-woche-274","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h01\">Widerstand ist n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h02\">Ukraine: Schie&szlig;en oder verhandeln?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h03\">&bdquo;Ein vertrauensw&uuml;rdiger Partner&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h04\">Baerbocks gef&auml;hrliches Pathos: Ausw&auml;rtige Kulturpolitik als Weltverbesserungsmission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h05\">Von Preisdeckeln und Selbstbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h06\">Na, schon Brennholz f&uuml;r den kalten Winter gehamstert? Dem Klima gef&auml;llt das nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h07\">Hinter dem E-Auto-Boom steckt ein schmutziges Gesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h08\">Experte &uuml;ber Masken gegen Corona: &bdquo;F&uuml;r eine FFP2-Pflicht fehlen die Belege&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h09\">Marode Schulen und Kitas: Deutschlands vergessene Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88167#h10\">Ein Bonus, der nie ankam<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Widerstand ist n&ouml;tig<\/strong><br>\nDie Ampel steuert unser Land in eine soziale und wirtschaftliche Katastrophe. Jeder dritte Betrieb ist existenzgef&auml;hrdet, selbst ein Blackout beim Strom ist nicht mehr ausgeschlossen, und w&auml;hrend &Ouml;l- und R&uuml;stungskonzerne Rekordgewinne vermelden, sollen Verbraucher in Deutschland &uuml;ber eine Gasumlage, die sich Wirtschaftsminister Habeck von der Energielobby diktieren lie&szlig;, noch zus&auml;tzlich blechen.<br>\nEuropa und insbesondere Deutschland haben im Sanktionspoker mit Russland ein schlechtes Blatt. Es w&auml;re verr&uuml;ckt, damit weiter zu reizen, bis wom&ouml;glich noch China ins Spiel eingreift. Und was hilft es den Menschen in der Ukraine, wenn hierzulande Familien verarmen und unsere Industrie ruiniert wird? Davon abgesehen hat es auch nichts mit Solidarit&auml;t zu tun, wenn wir die ukrainische F&uuml;hrung durch Waffenlieferungen ermuntern, die eigene Bev&ouml;lkerung f&uuml;r unrealistische Kriegsziele wie die R&uuml;ckeroberung der Krim zu verheizen.<br>\nWer in der Konsequenz einen Ausstieg aus der Sanktionsspirale und Verhandlungen mit Russland fordert, l&auml;uft allerdings Gefahr, als Kremlpropagandist diffamiert und in die rechte Ecke gestellt zu werden. Die Debatte ist wirklich krank: Wer f&uuml;r Frieden ist, ist rechts, wer milit&auml;rische H&auml;rte bef&uuml;rwortet, links? Und warum werden Linke als AfD-nah denunziert, wenn sie die Aufhebung von Russland-Sanktionen fordern, nicht aber ein Herr Merz, wenn er &ndash; im Einklang mit der neoliberalen AfD &ndash; sch&auml;rfere Sanktionen f&uuml;r Erwerbslose fordert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/434363.widerstand-ist-n%C3%B6tig.html\">Sahra Wagenknecht in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Sahra Wagenknecht: &bdquo;Was denn? Die hat doch Recht&ldquo;<\/strong><br>\nLinkspartei Sahra Wagenknecht stellt im Bundestag Offensichtliches fest und die Russland-Sanktionen in Frage. Wegen dreier Worte sch&auml;umen einige Genossen &ndash; kurz nach der ersten erfolgreichen Demo seit langem geht es wieder in Richtung Partei-Exitus [&hellip;]<br>\nWagenknechts Kritikerinnen richten ihren Blick lieber auf anderes als das eklatante sozial- und wirtschaftspolitische Versagen der Ampel-Koalition. Stein des Ansto&szlig;es ist folgender Satz Wagenknechts in Richtung Regierungsbank: &bdquo;Das gr&ouml;&szlig;te Problem ist Ihre grandiose Idee, einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten vom Zaun zu brechen.&ldquo;<br>\nWas Bernd Riexinger schreibt<br>\nStreitbares findet sich in diesem Satz allemal, aber man muss erst einmal darauf kommen, dieses Streitbare dort zu suchen, wo es der ehemalige Linken-Parteivorsitzende Bernd Riexinger entdeckte. Er schrieb in Reaktion auf Wagenknechts Rede: &bdquo;Es gibt keinen ,Wirtschaftskrieg gegen Russland&rsquo;.&ldquo; Dass selbst die, die ihn f&uuml;hren, ihn so nennen &ndash; etwa Robert Habeck &ndash; scheint Riexinger entgangen zu sein. Man kann auch vom &bdquo;Energiekrieg&ldquo; sprechen, wie ihn Le monde diplomatique im Juni &auml;u&szlig;erst lesenswert analysierte.<br>\nVielleicht interessiert sich Riexinger nicht f&uuml;r die dort beschriebene Verschiebung weltwirtschaftlicher Macht zulasten Europas und zugunsten der USA, wie sie Wagenknecht thematisierte, unter Verweis auf Fl&uuml;ssiggas, an dem die USA mit nur einem in Richtung Europa entsandten Tanker 200 Millionen Euro verdienen (&bdquo;Make America Great Again&ldquo;). Die &Ouml;kologie aber liegt dem Mann eigentlich zurecht sehr am Herzen. Wie kann man da &uuml;ber Umst&auml;nde wie die folgenden hinwegsehen? &bdquo;Bei Produktion und Transport von LNG aus den USA entsteht ein doppelt so gro&szlig;er CO&#8322;-Fu&szlig;abdruck wie beim konventionellen russischen Gas.&ldquo; Das sind, neben der Rekord-Inflation und der wachsenden Existenzangst von Menschen und Unternehmen hierzulande, die ganz realen Folgen der Sanktionspolitik gegen&uuml;ber Russland. Sich eine Bestrafung von dessen brutalem &Uuml;berfall der Ukraine zu w&uuml;nschen, ist allzu verst&auml;ndlich. Zu beschweigen aber, dass die moralisch motivierte Art dieser Bestrafung realistisch komplett kontraproduktiv weil v&ouml;llig undurchdacht, nicht zielf&uuml;hrend und zu Lasten der &Auml;rmsten ausf&auml;llt, kann keine Option sein &ndash; vor allem nicht f&uuml;r eine Oppositionspartei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/viele-linke-ertragen-sahra-wagenknechts-rede-zu-den-russland-sanktionen-nicht\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Ich finde die Rede von Sahra Wagenknecht gut!<\/strong><br>\nW&auml;hlerinnen und W&auml;hler, Sympathisantinnen und Sympathisanten und Mitglieder der LINKEN erkl&auml;ren zur Bundestagsrede am 8. September 2022:<br>\nIch finde die Rede von Sahra Wagenknecht gut! Sie hat den verbrecherischen Ukraine-Krieg klar verurteilt, nicht verharmlost! Ich bin f&uuml;r eine starke LINKE. Ich bin f&uuml;r eine kraftvolle soziale Opposition gegen die Verarmungspolitik der Ampelkoalition. Wir danken der Fraktion DIE LINKE, dass Sahra Wagenknecht gegen die unsoziale Politik von Wirtschaftsminister Habeck reden durfte! DIE LINKE muss in diesen Zeiten kraftvolle linke Opposition sein, keine angepasste! Rei&szlig;t euch zusammen und k&auml;mpft f&uuml;r uns!<br>\nWir sind Menschen, die ein gro&szlig;es Interesse an einer starken Partei DIE LINKE haben. Wir wollen zeigen, dass viele Linke hinter Sahra Wagenknecht stehen. Sie ist eine der bekanntesten Abgeordneten der Partei DIE LINKE, sie kann linke Politik gut erkl&auml;ren und kraftvoll die Regierung attackieren. Deshalb wird sie &uuml;ber die Medien angegriffen. So wie nach der <a href=\"https:\/\/youtu.be\/oRYkODSC-WU\">Rede am 8. September 2022 im Bundestag<\/a>.<br>\nWir laden euch und Sie ein, diese Petition an die Parteispitze und an die Bundestagsfraktion zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/ich-finde-die-rede-von-sahra-wagenknecht-gut\">openPetition<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine: Schie&szlig;en oder verhandeln?<\/strong><br>\nNach mehr als sechs Monaten Krieg in der Ukraine scheint ein Ende in weite Ferne ger&uuml;ckt. Washington und Br&uuml;ssel steigern die Waffenlieferungen an Kiew, und der Wirtschaftskrieg wird immer dramatischer. Doch es mehren sich Stimmen, die f&uuml;r Verhandlungen pl&auml;dieren. Noch gelten sie als unrealistisch und unmoralisch.<br>\nMehrere Versuche gab es in den letzten Monaten, um die Gegner an den Verhandlungstisch zu bringen: angefangen bei der Initiative Mario Draghis, &uuml;ber Appelle des UN-Generalsekret&auml;rs bis zur Erkl&auml;rung der internationalen Arbeitsgruppe um Romani Prodi und Jeffrey Sachs. Doch all diese Bem&uuml;hungen schafften es nicht, eine &ouml;ffentliche Diskussion loszutreten, sofern sie von den gro&szlig;en Medien &uuml;berhaupt wahrgenommen wurden. Dort sind Alternativen zur milit&auml;rischen Logik unerw&uuml;nscht. Sie k&ouml;nnten das neue TINA-Prinzip in Frage stellen: there is no alternative to Waffenlieferungen und Sanktionen.<br>\nWer dann doch in der Tagesschau, FAZ oder taz vorkommt, wie etwa der von Alice Schwarzer initiierte Promi-Brief an Olaf Scholz, wird als Lumpenpazifist beleidigt, mit Nazi-Vergleichen eingedeckt und gilt als &bdquo;f&uuml;nfte Kolonne Moskaus&ldquo;. &bdquo;Def&auml;tisten&ldquo; wollten &bdquo;einen Waffenstillstand von Putins Gnaden herbeireden,&ldquo; so die FAZ am 5. September, und selbst der Chef des Vatikans wurde ganz in diesem Propagandasound aus Blut und Eisen zu &bdquo;Putins Papst&ldquo; ernannt (FAZ 25.8.).<br>\nKomplement&auml;res Gegenst&uuml;ck zur Diskreditierung von Kritikern der kriegerischen Politik ist die Selbsterh&ouml;hung der Anh&auml;nger von Waffenlieferungen und Durchhalteparolen. Sie halten sich f&uuml;r die Inkarnation moralischer &Uuml;berlegenheit.<br>\nDie moralische Diskreditierung von Kritik am offiziellen Kurs soll einsch&uuml;chtern und ist nicht v&ouml;llig wirkungslos. Selbst bis in Teile der gesellschaftlichen Linken und der Friedensbewegung ist sie sp&uuml;rbar. Daher sollte sie etwas genauer unter die Lupe genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/31-2022\/ukraine-schiessen-oder-verhandeln\/%20\">Peter Wahl auf Makroskop<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die Gr&uuml;nen und die FDP wollen eine neue Panzerschlacht um den Donbass f&uuml;hren<\/strong><br>\nMeinung Von Omid Nouripour bis Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Das Trommeln f&uuml;r die Lieferung westlicher Kampfpanzer an die Ukraine wird lauter. Ausgerechnet ein Auslaufmodell der Kriegsf&uuml;hrung soll die Lage weiter eskalieren [&hellip;]<br>\nBei Charkiw und Kursk kam es schlie&szlig;lich 1943 zu den gr&ouml;&szlig;ten Panzerschlachten der Geschichte. Es war Hitlers letzte Gro&szlig;offensive vor der endg&uuml;ltigen Niederlage. Bei Kursk starben &uuml;ber 150.000 Mann auf sowjetischer und 50.000 Mann auf deutscher Seite. Etwa 3.000 Panzer blieben zerschossen liegen.<br>\nJetzt, fast 80 Jahre sp&auml;ter, m&ouml;chten die Schreibtischhelden von FDP und Gr&uuml;nen, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Johannes Vogel, Omid Nouripour und Toni Hofreiter eine neue Panzerschlacht um den Donbass f&uuml;hren. Also dr&auml;ngen sie auf die Lieferung deutscher Kampfpanzer an die Ukraine. [&hellip;]<br>\nDie &uuml;berraschende Offensive der Ukraine bei Charkiw, sagen sie, sei die erhoffte Gelegenheit, den Krieg durch massive Waffenlieferungen entscheidend abzuk&uuml;rzen. Doch mehr als Spekulation ist das nicht. Genauso gut k&ouml;nnte der Krieg durch neue Lieferungen verl&auml;ngert werden. Sicher ist nur, dass die &Uuml;bergabe westlicher Kampfpanzer den Krieg erst einmal eskalieren w&uuml;rde. Putin wird den allabendlichen Video-Spott Selenskyjs &uuml;ber die russische Versager-Armee kaum hinnehmen. Und die NATO? Applaudiert, statt die Euphorie zu d&auml;mpfen. Stufe um Stufe wird so der Krieg ausgeweitet. Bereits eingefrorene Konflikte &ndash; auf dem Balkan oder im Kaukasus &ndash; flammen wieder auf, die (mutwillige) Zerr&uuml;ttung der westlichen Wirtschaften gibt rechten Parteien &uuml;berall Auftrieb.<br>\nNat&uuml;rlich setzen die USA und die Ukraine auf einen baldigen Sieg, am besten noch vor dem Winter. In den USA k&ouml;nnten rasche Erfolge die Zwischenwahlen positiv beeinflussen und die Energiem&auml;rkte entspannen. Der Ukraine aber steht ein harter Winter bevor. Die einzige Siegchance des &uuml;berfallenen Landes ist es, den Westen immer tiefer in den Krieg zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/die-gruenen-und-die-fdp-wollen-eine-neue-panzerschlacht-um-den-donbass-fuehren\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Krieg in der Ukraine: Der Westen treibt die Eskalation auf die Spitze<\/strong><br>\nDer in Br&uuml;ssel ans&auml;&szlig;ige Beobachter der geopolitischen Lage Gilbert Doctorow analysiert die Reaktionen Russlands auf das Treffen der sogenannten &bdquo;Ukraine-Kontaktgruppe&ldquo; auf der US Air Base Ramstein in Deutschland und dessen unter Leitung des US-amerikanischen Aussenministers Antony Blinken zustande gekommenen &ndash; erneut &auml;usserst provokativen &ndash; Beschl&uuml;sse. Ein Atomkrieg wird immer wahrscheinlicher. [&hellip;]<br>\nDie Russen k&ouml;nnten aufgrund des Verlaufs der Milit&auml;raktionen vor Ort gezwungen sein, den K&ouml;der zu schlucken. Wie jetzt deutlich wird, haben sie in den letzten Tagen bei sehr schweren Boden- und Artilleriek&auml;mpfen um Charkow einige Verluste erlitten. Die ukrainischen Erfolge wurden durch die vor kurzem aus den NATO-L&auml;ndern eingetroffenen hochmodernen Waffen, durch die von den USA gelieferten Zieldaten und durch taktische Anweisungen von NATO-Offizieren aus dem Off beg&uuml;nstigt. Mit &bdquo;den K&ouml;der schlucken&ldquo; meine ich, dass die Russen zu einem totalen Krieg gegen die Ukraine eskalieren k&ouml;nnten. Diese Frage spielte gestern in den wichtigsten Nachrichten und politischen Talkshows des russischen Staatsfernsehens eine wichtige Rolle. Ich werde im Folgenden etwas ausf&uuml;hrlicher auf diese Fragen eingehen.<br>\nBedauerlicherweise zwingt mich all das Vorstehende auch dazu, auf die Kritik einzugehen, die ich vor einigen Wochen an dem j&uuml;ngsten Aufsatz von John Mearsheimer in der Zeitschrift &bdquo;Foreign Affairs&ldquo; ver&ouml;ffentlicht habe. Seine &uuml;bergreifende Botschaft &uuml;ber die Gefahren, dass wir in einen Atomkrieg stolpern, wird durch die j&uuml;ngsten Entwicklungen besser untermauert, auch wenn ich glaube, dass Mearsheimer es vers&auml;umt hat, die verschiedenen aufeinanderfolgenden Schritte zu erkennen, die vor uns liegen, bevor wir uns in einem solchen Krieg wiederfinden. Mearsheimer hat die russischen M&ouml;glichkeiten, mit R&uuml;ckschl&auml;gen am Boden umzugehen, zu sehr vereinfacht. Dies wird auch ein zentrales Thema meiner folgenden Ausf&uuml;hrungen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/krieg-in-der-ukraine-der-westen-treibt-die-eskalation-auf-die-spitze\/\">Gilbert Doctorow in Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Ein vertrauensw&uuml;rdiger Partner&rdquo;<\/strong><br>\nAserbaidschan, ein &bdquo;vertrauensw&uuml;rdiger Partner&ldquo; (Ursula von der Leyen) der EU, droht mit Angriffen auf den Nachbarstaat Armenien einen neuen Krieg im S&uuml;dkaukasus zu entfesseln. Bei den Angriffen in der Nacht zum Dienstag, darunter der Beschuss mehrerer armenischer St&auml;dte, kamen fast 50 Armenier ums Leben. Die K&auml;mpfe flauten am Dienstagvormittag zun&auml;chst wieder ab. Aserbaidschan wird in Deutschland und der EU als wichtiger Erdgaslieferant betrachtet, der mit neuen Exporten dazu beitragen soll, die Union von russischem Erdgas unabh&auml;ngig zu machen. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen stufte das Land beim Abschluss einer Liefervereinbarung am 18. Juli explizit als &bdquo;verl&auml;sslich&ldquo; und &bdquo;vertrauensw&uuml;rdig&ldquo; ein. F&uuml;r die EU und die Bundesrepublik sind die neuen aserbaidschanischen Angriffe auf Armenien auch deshalb unangenehm, weil es ihnen trotz jahrzehntelanger Anstrengungen nicht gelungen ist, sich im S&uuml;dkaukasus als Ordnungsmacht zu positionieren. Diese Position haben seit 2020 Russland und die T&uuml;rkei inne. Auf deren Intervention ging auch die Einstellung der Kampfhandlungen am gestrigen Dienstag zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9023\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Zur EU f&auml;llt mir nichts (mehr) ein&hellip;&rdquo; &ndash; 60 Sekunden zur Lage der Union<\/strong><br>\nEine 62,5-Sekunden-Rede zur Lage der EU in 60 Sekunden herunterleyern &ndash; das soll mir erst mal einer nachmachen. Kommissionspr&auml;sidentin vonderLeyen hat sich jedenfalls hinterher beim EU-Parlament ordentlich f&uuml;r alles bedankt&hellip; Smiley<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=n5W8DBCCRc0\">Martin Sonneborn via YouTube<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>D&uuml;nner Inhalt<\/strong><br>\nUmverteilung zur Entlastung: EU-Chefin von der Leyen schl&auml;gt viel vor, unternimmt praktisch aber wenig<br>\nDie Pr&auml;sidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hat am Mittwoch im Strasbourger EU-Parlament den allj&auml;hrlich f&auml;lligen &raquo;Bericht zur Lage der Union&laquo; vorgetragen. Die deutsche Politikerin nutzte die Gelegenheit vor allem, um gegen die weitverbreitete &raquo;Kriegsm&uuml;digkeit&laquo; zu mobilisieren und Begeisterung f&uuml;r &raquo;unsere Helden&laquo; an der Front gegen Russland zu verbreiten. Offen erkennbar ist die Absicht, k&uuml;nftig noch st&auml;rker und systematischer als bisher an der Schaffung eines Europapatriotismus mit deutlich chauvinistischen Z&uuml;gen zu arbeiten. Dementsprechend schloss von der Leyen ihre Ansprache mit dem Ruf &raquo;Long live Europe!&laquo; Schon vorher hatte sie verk&uuml;ndet: &raquo;Putin wird scheitern, Europa wird siegen!&laquo;.<br>\n&Uuml;ber praktische Ma&szlig;nahmen gegen die mit hohen Energiepreisen, ausufernder Inflation und allgemeiner Wirtschaftskrise einhergehende Massenverelendung sprach die Kommissionspr&auml;sidentin nur am Rande und oberfl&auml;chlich. Die staatstreuen Medien behalfen sich, indem sie den d&uuml;nnen Inhalt mit Informationen aus Entw&uuml;rfen f&uuml;r Verordnungen andickten, die ihnen offenbar gezielt zugeleitet worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/434704.rede-zur-lage-der-union-d%C3%BCnner-inhalt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Baerbocks gef&auml;hrliches Pathos: Ausw&auml;rtige Kulturpolitik als Weltverbesserungsmission<\/strong><br>\nVon den K&uuml;rzungspl&auml;nen im Ausw&auml;rtigen Amt ist auch die westlich-islamische Dialogplattform Qantara betroffen. Eine schlechte Idee, findet Islamwissenschaftler Stefan Weidner: Baerbocks Au&szlig;enpolitik setzt insgesamt eher auf Konfrontation statt Dialog.<br>\nDer russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wirft seine Schatten auch auf die Kulturpolitik, besonders die ausw&auml;rtige. Das Goethe-Institut soll n&auml;chstes Jahr 26 Millionen Euro weniger bekommen. Auch der Deutsche Akademische Austauschdienst wird mit kr&auml;ftigen Einbu&szlig;en konfrontiert.<br>\nAm h&auml;rtesten trifft es die Webseite qantara.de. Qantara mit Q, wie das arabische Wort f&uuml;r Br&uuml;cke, wurde in Reaktion auf die Anschl&auml;ge vom 11. September 2001 gegr&uuml;ndet. Die auf Deutsch, Arabisch und Englisch erscheinende Seite ist im Lauf von zwei Jahrzehnten zum Leitmedium f&uuml;r Infos und vertieften Gedankenaustausch zwischen Westen und Islam, Mitteleuropa und der arabischen Welt geworden. Die Redaktion ist unabh&auml;ngig und kann aus Deutschland Beitr&auml;ge in die arabische Welt hineinspielen, die sonst nie dort erscheinen w&uuml;rden. Der Etat bel&auml;uft sich zwar nur auf 380.000 Euro. Aber w&auml;hrend Goethe-Institut und der DAAD die K&uuml;rzungen &uuml;berleben werden, wird qantara.de wohl eingestellt werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/auswaertige-kulturpolitik-als-weltverbesserungsmission-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von Preisdeckeln und Selbstbetrug<\/strong><br>\nDer Vorsto&szlig; von EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen, einen H&ouml;chstpreis f&uuml;r russisches Erdgas einzuf&uuml;hren, steht vor dem Scheitern. Von der Leyen hatte einen solchen H&ouml;chstpreis (Preisdeckel) in der vergangenen Woche angek&uuml;ndigt, um Moskaus Einnahmen aus dem Erdgasverkauf auf ein Minimum zu reduzieren. Die EU-Energieminister haben dem Plan am Freitag &ndash; zumindest vorl&auml;ufig &ndash; eine Absage erteilt. Hintergrund ist, dass mit einem kompletten russischen Lieferstopp zu rechnen w&auml;re und die EU ihre Versorgung dann nicht mehr sicherstellen k&ouml;nnte. Zu den Staaten, denen gewaltige Mengen an Erdgas zu fehlen drohen, geh&ouml;rt Polen, dessen ehrgeizige Pl&auml;ne, sich von russischem Erdgas unabh&auml;ngig zu machen, nicht aufgegangen sind. Zudem betreibt die EU mit der Behauptung, sie beziehe statt einst 40 Prozent nur noch 9 Prozent ihres Erdgases aus russischen Pipelines, Selbstbetrug: Gr&ouml;&szlig;ere Teile ihres Fl&uuml;ssiggasimports etwa aus China h&auml;ngen indirekt von russischen Lieferungen ab. Anders als die EU hat sich Japan geweigert, russisches Erdgas in den Wirtschaftskrieg einzubeziehen; es bezieht weiter zuverl&auml;ssige Lieferungen zu g&uuml;nstigen Konditionen. [&hellip;]<br>\nBei ihren Planungen ging von der Leyen offenkundig davon aus, Moskau k&ouml;nne sich einen Totalausfall seiner Eink&uuml;nfte aus dem Erdgasexport nach Europa nicht leisten und werde sich deshalb einem H&ouml;chstpreis, bei dem es zwar nicht mehr so viel wie zuletzt, aber doch zumindest etwas verdiene, nicht verweigern. Das hat sich als Fehleinsch&auml;tzung erwiesen: Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat angek&uuml;ndigt, allen Staaten, die einen H&ouml;chstpreis einf&uuml;hren, &uuml;berhaupt keine Energietr&auml;ger mehr zu liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9020\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Uniper plant bisher kein Sparprogramm &ndash; und feiert Gas-Sause in Italien<\/strong><br>\nDie Regierung rettet den Energiekonzern Uniper mit Milliardenhilfen vor der Pleite. Doch der Konzern hat kein Sparprogramm. In Italien finanzierte er gerade eine Gala. Das Wirtschaftsministerium muss zuschauen.<br>\nDiese Woche hatte Klaus-Dieter Maubach keine guten Nachrichten f&uuml;r Deutschland: &bdquo;Das Schlimmste kommt erst noch&ldquo;, warnte der Vorstandsvorsitzende des angeschlagenen Energiekonzerns Uniper. Die Preise seien bereits heute 20 mal so hoch wie vor zwei Jahren, auch f&uuml;r Gas w&uuml;rden sie so schnell nicht sinken. F&uuml;r Verbraucher und die Industrie sei das eine &bdquo;gro&szlig;e Belastung&ldquo;, sagte Maubach im Interview mit dem Fernsehsender CNBC. Doch w&auml;hrend er erkl&auml;rte, wie hart der Winter f&uuml;r Deutschland wird, wirkt sein Konzern trotz staatlicher Milliardenhilfen nicht besonders belastet.<br>\nAls sogenannter Platinum-Sponsor finanzierte Uniper gerade die Gastech, die gr&ouml;&szlig;te Gasmesse der Welt, mit. Rund 38.000 Besucher besuchten die Konferenz vergangene Woche in Mailand, auf der B&uuml;hne diskutierten etwa die Energieminister aus Indien, &Auml;gypten und Abu Dhabi sowie Ex-Bundeswirtschafts- und Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel (SPD) &uuml;ber den Weg &bdquo;in eine bessere Energiezukunft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/trotz-milliardenhilfen-uniper-plant-bisher-kein-sparprogramm-und-feiert-gas-sause-in-italien-\/28670962.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Na, schon Brennholz f&uuml;r den kalten Winter gehamstert? Dem Klima gef&auml;llt das nicht<\/strong><br>\nForst und W&uuml;ste Immer mehr Menschen wollen offenbar im Winter Holz verfeuern, wenn andere Energiequellen nicht ausreichend zur Verf&uuml;gung stehen &ndash; der Markt ist leergefegt. Sogar B&auml;ume in Schutzgebieten werden abgeholzt<br>\nB&auml;ume pflanzen: Das ist die L&ouml;sung f&uuml;r alles und die Legitimation daf&uuml;r, alles weiter so machen zu k&ouml;nnen wie bisher. Fliegen, Auto fahren, Billigstrom beziehen &ndash; pflanzt man halt einen Baum. Also nicht selbst. Man bezahlt Unternehmen wie &bdquo;Yes, we plant&ldquo; oder &bdquo;Grow my tree&ldquo; daf&uuml;r. Und dann, so wird einem dort versprochen, wird man zum &bdquo;Climate Rockstar&ldquo;. Yeah, sch&ouml;ne neue Welt!<br>\nDass das Konzept nicht ganz schl&uuml;ssig ist, darauf kann man mit ein bisschen Nachdenken selbst kommen. Denn so ein Baum bindet CO2 ja nicht sofort als winzig kleiner Setzling, sondern erst, wenn er &uuml;ber Jahre w&auml;chst und ganz eifrig Photosynthese betreibt. Eine Buche braucht zum Beispiel ihr ganzes Leben, um eine Tonne CO2 zu binden, wenn ihr vorher nichts passiert. Was k&ouml;nnte das sein? Ein Waldbrand, Sch&auml;dlingsbefall, D&uuml;rre &ndash; oder Abholzung. Abs&auml;gen muss noch nicht so schlimm sein, wenn man zum Beispiel M&ouml;bel oder H&auml;user aus dem Holz baut, dann bleibt das CO2 da weiter drin. Wenn man die B&auml;ume aber verbrennt, dann ist alles wieder wie vorher, also das CO2 in der Atmosph&auml;re und der Baum weg.<br>\nB&auml;ume werden verbrannt, um damit Strom zu erzeugen. &bdquo;In der aktuellen Holznutzung entf&auml;llt in Deutschland nahezu die H&auml;lfte auf die energetische Nutzung&ldquo;, schreibt das Umweltbundesamt. Das betrifft auch B&auml;ume aus Schutzgebieten. Greenpeace hat recherchiert, dass zwar 67 Prozent der deutschen W&auml;lder in Schutzgebieten liegen, nur 2,8 Prozent davon sind aber tats&auml;chlich vor Holzeinschlag gesch&uuml;tzt. Auch in Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Schutzgebieten darf abgeholzt werden, die sollen eigentlich wildlebende Arten und ihre Lebensr&auml;ume sch&uuml;tzen. Und dieses Jahr hat Greenpeace mal Peilsender an ein paar Baumst&auml;mmen installiert, um zu verfolgen, was mit ihnen passiert. Und siehe da, nicht wenige von ihnen landeten dann tats&auml;chlich auf direktem Weg in einem Biomassekraftwerk der Stadtwerke Leipzig, um dort verbrannt zu werden. Aus Holz Strom oder W&auml;rme zu erzeugen ist klimatisch gesehen die d&uuml;mmste Idee, denn dabei entstehen noch h&ouml;here CO2-Emissionen als bei Kohle oder Gas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/welche-folgen-der-leergefegte-holzmarkt-fuer-das-klima-hat\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hinter dem E-Auto-Boom steckt ein schmutziges Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nTesla l&auml;sst sich vom &ldquo;gr&uuml;nen Goldrausch&rdquo; mitrei&szlig;en und plant eine Raffinerie f&uuml;r Lithiumhydroxid in Texas. Nur: Umweltfreundlich ist der angeblich gr&uuml;ne Rausch nicht. [&hellip;]<br>\nLithium wird f&uuml;r die Herstellung von Autobatterien ben&ouml;tigt. Nicht nur f&uuml;r Tesla werden die Kosten f&uuml;r den Rohstoff zunehmend zum Problem. Vor Kurzem hatte Ford gemeldet, man werde wegen der gestiegenen Batteriekosten f&uuml;r den Mustang Mach-E bis zu 8.000 Dollar mehr verlangen m&uuml;ssen. Wer die neue Elektroausgabe des US-Sportwagens besitzen will, muss dann zwischen 47.000 und 70.000 Dollar hinbl&auml;ttern. Die hohen Preise bringen vor allem Start-ups ins Schleudern, die anders als Ford und Tesla bereits jede Menge Kapital brauchen, um &uuml;berhaupt ihre Produktion zum Laufen zu bringen. Und das ist erst der Anfang. Die Lithiumknappheit wird sich mit zunehmender Elektrifizierung nur noch steigern.<br>\nSo ist es wenig verwunderlich, dass Profiteure das gro&szlig;e Gesch&auml;ft wittern. Von einem &ldquo;gr&uuml;nen Goldrausch&rdquo; ist gar die Rede. Gr&uuml;n d&uuml;rfte sich dabei allerdings vor allem auf die Farbe der US-Dollarscheine beziehen. Denn die F&ouml;rderung von Lithium ist alles andere als umweltfreundlich. Die Minen verschmutzen Luft und Wasser in den Abbaugebieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2022-09\/usa-lithium-abbau-tesla-texas-e-autos-gruener-goldrausch\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Experte &uuml;ber Masken gegen Corona: &bdquo;F&uuml;r eine FFP2-Pflicht fehlen die Belege&ldquo;<\/strong><br>\nMasken k&ouml;nnen sch&uuml;tzen, sind aber f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Bev&ouml;lkerung &uuml;berfl&uuml;ssig, sagt Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Krankenhaushygiene.<br>\nEr erkl&auml;rt, wann Masken gut sch&uuml;tzen, warum sie trotzdem f&uuml;r die meisten &uuml;berfl&uuml;ssig sind &ndash; und warum bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Maske nicht richtig sitzt.<br>\nHerr Walger, Deutschlands Krankenh&auml;user haben in zweieinhalb Jahren Corona-Pandemie reichlich Erfahrung mit Masken gesammelt. Wie gut sch&uuml;tzen sie vor dem Virus?<br>\nMedizinische Masken sind eine der besten Ma&szlig;nahmen zum Schutz vor Ansteckung, und zwar sowohl f&uuml;r sich selbst als auch f&uuml;r das Gegen&uuml;ber. Es gibt klare Regeln f&uuml;r das medizinische Personal. Masken geh&ouml;ren zum Standard in jedem Krankenhaus. Dort wird &uuml;berwiegend die sogenannte OP-Maske, der chirurgische Mund-Nasen-Schutz, getragen und in besonderen Situationen mit erh&ouml;hter Ansteckungsgefahr auch die FFP2-Maske. Unter experimentellen Bedingungen filtert die FFP2-Maske einen h&ouml;heren Anteil von Aerosolen und damit auch von Viren aus. In der Echtzeitwelt gilt das aber nur, wenn die optimal sitzt und auf Dichtigkeit gepr&uuml;ft wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/experte-ueber-masken-gegen-corona-fuer-eine-ffp2-pflicht-fehlen-die-belege-li.265349\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Marode Schulen und Kitas: Deutschlands vergessene Kinder<\/strong><br>\nAus den Sommerferien in die Bruchbude: In vielen Schulen br&ouml;ckelt der Putz, Unterricht f&auml;llt aus, auch Kitas sind vernachl&auml;ssigt und kaputtgespart. Warum regt sich dar&uuml;ber kaum jemand auf?<br>\n18 Euro mehr Kindergeld, das ist eine der wenigen konkreten Summen aus dem gro&szlig;en Entlastungspaket der Bundesregierung. Und es ist symptomatisch f&uuml;r die Art und Weise, wie Politik f&uuml;r Kinder gemacht wird. Bisschen Geld zum Ruhigstellen im Gie&szlig;kannenprinzip verteilen. Bei den &Auml;rmsten &ndash; den Hartz-4-Empf&auml;ngern &ndash; kommt die Erh&ouml;hung gar nicht an, da das Kindergeld auf die S&auml;tze angerechnet wird. Die Institutionen, die sich um Kinder k&uuml;mmern und sie betreuen, verfallen unterdessen immer mehr und werden weiter ausgezehrt.<br>\nMan merkt es besonders zum Schulanfang, wenn die schlechten Nachrichten eintreffen: Die Klassenlehrerin ist auf unabsehbare Zeit krank, Ersatz unklar, mehrere F&auml;cher fallen wegen Personalmangels aus, Arbeitsgemeinschaften k&ouml;nnen wegen Raum- und Personalmangels nicht angeboten werden. In Berlin platzen die Schulen aus allen N&auml;hten, weil 20.000 Schulpl&auml;tze fehlen, die Kinder und Jugendlichen aber trotzdem untergebracht werden m&uuml;ssen . Weil &ndash; &Uuml;berraschung &ndash; Kinder, die geboren worden sind, sp&auml;ter auch einen Schulplatz brauchen. In Deutschland hat ein Kind zwei Wochen nach der Geburt eine Steuernummer, aber sechs Jahre danach ist man &uuml;berrascht, wenn das Baby pl&ouml;tzlich vor der Schult&uuml;r steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/marode-schulen-und-kitas-deutschlands-vergessene-kinder-kolumne-a-b0abd2b2-e116-49e5-968f-6dbbe4df516b\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein Bonus, der nie ankam<\/strong><br>\nDas war gut gedacht, auch vom damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Aber schlecht gemacht. Der Bundesrechnungshof (BRH) hat die Corona-Pr&auml;mien f&uuml;r Pflegeeinrichtungen gepr&uuml;ft. Die bittere Erkenntnis der Kontrollbeh&ouml;rde f&uuml;r die Staatsfinanzen: Das Verfahren f&uuml;r die Auszahlung der Pr&auml;mien sei &ldquo;fehler- und missbrauchsanf&auml;llig&rdquo; gewesen. So steht es in einem aktuellen Pr&uuml;fbericht des BRH, der dieser Tage an den Bundestag ging. Der Report liegt der S&uuml;ddeutschen Zeitung, NDR und WDR vor. (&hellip;)<br>\nIn diesem Jahr sollen Pflegekr&auml;fte in Heimen und Kliniken erneut einen Corona-Bonus bekommen, f&uuml;r den Spahns Nachfolger Karl Lauterbach (SPD) eine Milliarde Euro aufwenden will. Pflegekr&auml;fte sorgten &ldquo;mit ihrem besonderen Einsatz daf&uuml;r, dass Deutschland bisher die Pandemie bew&auml;ltigen konnte&rdquo;, sagt Lauterbach. (&hellip;)<br>\nDie Auszahlungen der Pr&auml;mie an die 1,2 Millionen Besch&auml;ftigten soll nach dem gleichen Muster erfolgen wie beim ersten Corona-Bonus. Der Rechnungshof bef&uuml;rchtet, &ldquo;dass sich damit die Anf&auml;lligkeit des bisherigen Verfahrens f&uuml;r Fehler und Missbrauch&rdquo; beim Pflegebonus fortsetzt. Der BRH zieht &uuml;berhaupt ein d&uuml;steres Fazit bei Corona-Hilfsma&szlig;nahmen des Staates f&uuml;r Krankenh&auml;user, f&uuml;r Pflegekr&auml;fte und mit den kostenlosen Schnelltests f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. &ldquo;In weiten Teilen wurde und wird absehbarem Missbrauch bei der Mittelverwendung nicht durch Verfahrensregelungen effektiv gegengesteuert.&rdquo; Die Kritik trifft Spahn ebenso wie Lauterbach. (&hellip;)<br>\nUnd dann sind da noch die vom Staat erst ganz und jetzt noch weitgehend bezahlten Corona-Schnelltests in privaten Teststationen. Hier gab und gibt es offenbar immer noch massenweisen Betrug: Stationsbetreiber rechnen mehr Tests ab, als tats&auml;chlich vorgenommen wurden. Der Rechnungshof verweist auf Angaben von Ermittlungsbeh&ouml;rden, wonach hier teilweise organisierter Kriminalit&auml;t vorliege, die banden- und gewerbsm&auml;&szlig;ig begangen werde. Lauterbach will dem mit einer neuen Testverordnung ein Ende bereiten.<br>\nLauterbachs neues Modell sieht eine dreistufige, aber ziemlich komplizierte Pr&uuml;fung vor. Nach Ansicht des BRH sei so eine &ldquo;wirkungsvolle Betrugsbek&auml;mpfung&rdquo; allerdings &ldquo;kaum m&ouml;glich&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesrechnungshof-pflegebonus-missbrauch-1.5657147\">S&uuml;ddeutsche <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine &ldquo;schallende Ohrfeige&rdquo; f&uuml;r den amtierenden Bundesgesundheitsminister und seinen Vorg&auml;nger &ndash; also f&uuml;r zwei Pharmalobbyisten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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