{"id":8821,"date":"2011-03-25T16:31:58","date_gmt":"2011-03-25T15:31:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8821"},"modified":"2011-03-25T16:31:58","modified_gmt":"2011-03-25T15:31:58","slug":"hinweise-des-tages-2-167","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8821","title":{"rendered":"Hinweise des Tages 2"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Landtagswahlen; Br&uuml;derle-Aff&auml;re; Thomas Fricke &ndash; Und jetzt noch ein Pakt f&uuml;r den Fr&uuml;hling; Leistung die Leiden schafft; Athen versilbert Staatseigentum, will 50 Milliarden daf&uuml;r; Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt; Einkommen f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte: Br&uuml;derle strebt Senkung der Grenzen an; EGB warnt vor Br&uuml;sseler Lohnpolizei; Globalisierung: Seeleute zeigen Flagge; Lernen aus Japan?: Atomkraftbef&uuml;rworter machen mobil; In den USA stehen die &ouml;ffentlichen Bibliotheken unter Beschuss; Stra&szlig;burger Richter sprechen Italien frei; Jemens Regierung r&uuml;stet sich f&uuml;r den Millionenprotest; Schutz f&uuml;r Straft&auml;ter in Uniform; Linke bekommen mehr Spitzel; S&uuml;&szlig; und kernlos; Gleich mehrfach gestraft: GEZ kassiert auch bei Soldaten im Ausland ab; Vorauseilender Gehorsam beim NDR &ndash; Dann lieber Praktikanten; Wilfried Schmickler &ndash; Die Gier; Gro&szlig;demonstration gegen Atomkraft am Samstag; zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Atomunfall in Japan, Krieg in Libyen (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Landtagswahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Br&uuml;derle-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Thomas Fricke &ndash; Und jetzt noch ein Pakt f&uuml;r den Fr&uuml;hling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Leistung die Leiden schafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Athen versilbert Staatseigentum, will 50 Milliarden daf&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Einkommen f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte: Br&uuml;derle strebt Senkung der Grenzen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">EGB warnt vor Br&uuml;sseler Lohnpolizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Globalisierung: Seeleute zeigen Flagge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Lernen aus Japan?: Atomkraftbef&uuml;rworter machen mobil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">In den USA stehen die &ouml;ffentlichen Bibliotheken unter Beschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stra&szlig;burger Richter sprechen Italien frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Jemens Regierung r&uuml;stet sich f&uuml;r den Millionenprotest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Schutz f&uuml;r Straft&auml;ter in Uniform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Linke bekommen mehr Spitzel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">S&uuml;&szlig; und kernlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Gleich mehrfach gestraft: GEZ kassiert auch bei Soldaten im Ausland ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Vorauseilender Gehorsam beim NDR &ndash; Dann lieber Praktikanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Wilfried Schmickler &ndash; Die Gier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Gro&szlig;demonstration gegen Atomkraft am Samstag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Atomunfall in Japan, Krieg in Libyen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8821&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Landtagswahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Hoffnung des Herrn Mappus<\/strong><br>\nAtomarer R&uuml;ckenwind und Br&uuml;derles &ldquo;Protokollfehler&rdquo; lassen die rot-gr&uuml;nen Tr&auml;ume wachsen. Verl&auml;ngert am Ende das Wahlrecht die Laufzeit der CDU?<br>\nMan kann den Unterschied zwischen Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz auch an Rosen erkennen: In dem einen Land verteilt Ministerpr&auml;sident Kurt Beck l&auml;chelnd Blumen in Fu&szlig;g&auml;ngerzonen und darf sich seiner Sache sicher sein. In dem anderen Land steht Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus vor der &Ouml;ffentlichkeit wie vor Gericht &ndash; er k&ouml;nne keine &bdquo;gro&szlig;en Fehler&ldquo; erkennen, versuchte sich der CDU-Mann am Freitag zu verteidigen. Es sei halt &bdquo;ein sehr komplexes Jahr&ldquo; gewesen. Eines, das Baden-W&uuml;rttemberg seit Monaten im Fokus der bundespolitischen Aufmerksamkeit stehen l&auml;sst. Was man vom SPD-regierten Rheinland-Pfalz nun nicht gerade sagen kann. [&hellip;]<br>\nIn Baden-W&uuml;rttemberg haben die B&uuml;rger nur eine Stimme, mit der wird Direktkandidat und Partei zugleich gew&auml;hlt &ndash; 70 Sitze im Landtag sind f&uuml;r die Wahlkreisvertreter bestimmt, der Rest wird nach dem prozentualen Anteil auf die Listenkandidaten verteilt. Die CDU ist in den Wahlkreisen besonders stark, 2006 holte die Union 69 der Direktmandate &ndash; nach dem prozentualen Ergebnis h&auml;tten ihr nur 58 Sitze im Landtag zugestanden. Das Ph&auml;nomen der &Uuml;berhangmandate kennt man auch aus anderen L&auml;ndern und von der Bundestagswahl. Die anderen Parteien erhalten zwar so genannte Ausgleichsmandate, in Baden-W&uuml;rttemberg f&uuml;hren komplizierte Regeln aber dazu, dass unter dem Strich die Partei beg&uuml;nstigt ist, die das Direktmandat gewonnen hat: das d&uuml;rfte in der Regel trotzdem die CDU sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1112-die-hoffnung-des-herrn-mappus\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Landesbank-Studie zeigt, wie sich Mappus verzockte<\/strong><br>\nDie Atom-Kehrtwende der Bundesregierung k&ouml;nnte f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg teuer werden. Denn vor der Japan-Katastrophe hatte Ministerpr&auml;sident Mappus den Stromkonzern EnBW gekauft &ndash; die Milliarden k&ouml;nnten nun zum gro&szlig;en Teil futsch sein. Das belegt ausgerechnet eine Studie der landeseigenen LBBW. [&hellip;]<br>\nNur wenige Tage vor der Wahl am Sonntag kommt eine Studie zu den Aussichten des Energieversorgers EnBW ans Licht. Die &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; berichtete zuerst dar&uuml;ber. Experten der Landesbank LBBW rechneten aus, dass ein rascher Atomausstieg in Deutschland den Konzern wirtschaftlich deutlich schwerer besch&auml;digen w&uuml;rde als die Konkurrenz.<br>\nDie Studie ist deshalb so pikant f&uuml;r Mappus, weil er pers&ouml;nlich den Kauf eines 45-Prozent-Anteils an dem Konzern eingef&auml;delt hat. Rund 4,7 Milliarden Euro zahlte Baden-W&uuml;rttemberg. Mappus hatte das Gesch&auml;ft als sichere Anlage angepriesen &ndash; doch die LBBW-Studie f&auml;llt durchaus kritisch aus. Die Analysten rechneten die Folgen der Japan-Katastrophe f&uuml;r den Konzern durch. Demnach droht schlimmstenfalls ein Abschlag von 30 Prozent auf die EnBW  Aktie, wenn die Regierung die Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r deutsche AKW kassiert, zugleich aber die Brennelementesteuer bleibt. [&hellip;] Sollte es zu diesem Szenario kommen, bedeute dies f&uuml;r den Anteil Baden-W&uuml;rttembergs an EnBW einen Wertverlust von mehr als 1,3 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,752925,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dramatischer als der reine Wertverlust d&uuml;rfte jedoch f&uuml;r das Land Baden-W&uuml;rttemberg die dann ausbleibende Dividende sein. Mappus hatte sich f&uuml;r die &Uuml;bernahmen n&auml;mlich ein sehr riskantes Finanzierungsmodell ausgedacht, das nur dann aufgehen kann, wenn die Dividendenzahlungen die <a href=\"\/?p=8707\">anfallende Tilgung samt Zinsen decken<\/a>. Das d&uuml;rfte bei einem Festhalten am Abschalten der beiden Altmeiler der EnBW aber so gut wie unm&ouml;glich sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Mappus sieht Chancen f&uuml;r Comeback von Philippsburg 1<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus (CDU) gibt dem Atomreaktor Philippsburg 1 Chancen, nach der dreimonatigen Auszeit wieder ans Netz zu gehen. &ldquo;Ich sch&auml;tze Philippsburg 1 rentabler ein als Neckarwestheim 1&rdquo;, sagte der Politiker der Financial Times Deutschland. Beurteilen m&uuml;sse dies jedoch am Ende der Betreiber EnBW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:atomkraft-mappus-sieht-chancen-fuer-comeback-von-philippsburg-1\/60030578.html\">FTD<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich, wie schnell nicht mehr von Sicherheit, sondern von Rentabilit&auml;t die Rede ist. Und dabei wurde doch noch gar nicht gew&auml;hlt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Br&uuml;derle-Aff&auml;re<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Br&uuml;derle wird zum St&ouml;rfall<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Br&uuml;derle bringt die Regierung in Bedr&auml;ngnis. Zwar bestreitet er, die Atomwende als Wahlkampftaktik bezeichnet zu haben &ndash; doch ein Zeuge best&auml;tigt die Zitate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/das-moratorium-und-der-wahlkampf-bruederle-wird-zum-stoerfall-1.1076920\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels Glaubw&uuml;rdigkeits-GAU<\/strong><br>\nRainer Br&uuml;derles Dementis machen alles nur noch schlimmer: Die Regierung verliert mit den Aussagen des liberalen Wirtschaftsministers zu Moratorium und Wahlkampf ihre Glaubw&uuml;rdigkeit. Der Wahlkampf im S&uuml;den erinnert inzwischen an die alemannische Fastnacht. Und Kanzlerin Merkel sitzt in der Falle der doppelten Unglaubw&uuml;rdigkeit. Opportunismus ist nicht mehr opportun, wenn es um politische Kernfragen geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/atompolitik-bruederle-merkel-und-das-moratorium-es-ist-nun-ja-wahlkampf-1.1076912\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Wahrheit ist ein Protokoll<\/strong><br>\nNiemand, der sich nur ansatzweise ernsthaft mit Politik besch&auml;ftigt, konnte auf das illegale und fadenscheinige &ldquo;Moratorium&rdquo; hereinfallen. Niemand, der bei Verstand ist, l&auml;sst sich erkl&auml;ren, deutsche AKWe seien absolut sicher, das stehe zwar fest, werde jetzt aber &uuml;berpr&uuml;ft. Niemand, der sich hat weismachen lassen, die Meiler k&ouml;nnten noch Jahre bis Jahrzehnte sicher laufen, kann sein Hirn derart w&uuml;rgen, dass er glaubt, sie m&uuml;ssten aus dringenden Sicherheitsgr&uuml;nden jetzt sofort abgeschaltet werden. Und niemand, der auf einem Wahlzettel mehr als drei Buchstaben erkennt, ist so kreuzd&auml;mlich, das nicht mit den 5 anstehenden Wahlen in den drei Monaten in Verbindung zu bringen.<br>\nDennoch bringen Politpromis und ihre Anh&auml;nger alle m&ouml;glichen Verrenkungen auf, um ein M&uuml;hlrad zu schlucken in der festen &Uuml;berzeugung, es sei eine Pille, die alles gut macht. So ist er halt, der Mensch.<br>\nDen Satz: &ldquo;Politiker l&uuml;gen&rdquo; w&uuml;rden partei&uuml;bergreifend wohl mindestens drei Viertel der W&auml;hler unterschreiben. Gleichwohl fehlt ihnen die Phantasie dazu, sich das so vorzustellen, wie es aus jeder Analyse der politischen Aussagen hervorgeht. So etwas wird gemeinhin als Verschw&ouml;rungstheorie abgetan. Gro&szlig;industrielle und B&auml;nker, die sich in Hinterzimmern mit ihren Gefolgsleuten aus den Regierungen lustig machen &uuml;ber das Spiel &ldquo;Demokratie&rdquo; und verabreden, wie man das Stimmvieh bei Laune h&auml;lt.<br>\nDer Fall Strasser ist ein aktueller Beleg daf&uuml;r, dass aber genau dies genau so abl&auml;uft. Der Fall Br&uuml;derle ein weiterer. Der eine so dumm, sich dabei filmen zu lassen, der andere so dreist, sich vor seiner Klientel zu br&uuml;sten, die das auch noch protokolliert. Dass das an die &Ouml;ffentlichkeit kam, ein peinlicher Unfall. Bislang konnte man sich doch sicher sein, dass alle dicht halten in dieser &ldquo;Republik&rdquo;, die ja eigentlich &ldquo;&ouml;ffentliche Sache&rdquo; hei&szlig;t.<br>\nUnd pl&ouml;tzlich merkt der Michel auf. Was alle l&auml;ngst h&auml;tten wissen m&uuml;ssen, darf jetzt Wahrheit sein: Es steht im Protokoll! Da zeigt sich dann ein Schatten selbst auf dem t&auml;glich frisch gewaschenen Gehirn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=7633\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><strong>Br&uuml;derle-Aff&auml;re st&uuml;rzt Industrie-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer<\/strong><br>\nNach der Aff&auml;re um umstrittene Atom-&Auml;u&szlig;erungen des Bundeswirtschaftsministers Rainer Br&uuml;derle (FDP) stellt der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, sein Amt zur Verf&uuml;gung. Dies teilte der BDI am Freitag in Berlin mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bruederle-affaere-stuerzt-industrie-geschaeftsfuehrer\/-\/1472780\/8267388\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Lobbyismus erinnert immer mehr an die Cosa Nostra &ndash; wer gegen die Omert&agrave; (das Schweigegel&uuml;bde) verst&ouml;&szlig;t, f&auml;llt bei der ehrenwerten Gesellschaft in Ungnade.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.H.:<\/strong> Das ist doch nur ein &bdquo;Alibi-R&uuml;cktritt&ldquo;, so dass Herrn Br&uuml;derle nichts passiert! Herr Schnappauf muss nun f&uuml;r Br&uuml;derle, der sich schlichtweg verplappert hat, den Kopf hin halten!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Und jetzt noch ein Pakt f&uuml;r den Fr&uuml;hling<\/strong><br>\nDie Kanzlerin bedient in der Krise die urdeutsche Sorge, in Europa die gr&ouml;&szlig;ten Lasten zu haben. Stimmt nicht. Die Regierung ist selbst schuld, wenn&rsquo;s am Ende doch noch teuer wird. [&hellip;]<br>\nDas Lamento hat mittlerweile etwas kurios Reflexartiges. Deutschlands Steuerzahler wurden schon f&uuml;r dahingerafft erkl&auml;rt, als der Rettungsschirm noch gar nicht gespannt war. Bis sich herumsprach, dass es nur um B&uuml;rgschaften geht. Und dass Griechen oder Iren auf die ach so gro&szlig;z&uuml;gig von uns verliehenen Kredite h&ouml;here Zinsen zahlen m&uuml;ssen, als wir sie auf unsere Staatsanleihen kriegen k&ouml;nnten: ein Gewinngesch&auml;ft f&uuml;r Deutschlands Finanzminister. Davon liest man kurioser Weise nicht so oft. Passt ja auch nicht ins Lamento.<br>\n&Auml;hnlich kurios wirkt es, wenn Gro&szlig;&ouml;konomen aus CSU und FDP dieser Tage dar&uuml;ber jammern, dass die Deutschen jetzt &ldquo;doch&rdquo; Geld zahlen m&uuml;ssen &ndash; um das Eigenkapital des k&uuml;nftigen Rettungssystems ESM (mit) zu best&uuml;cken. Komisches Verst&auml;ndnis von Eigenkapital. Das ist ja auch nicht verloren. Die Aktion wirkt sich zu Recht weder auf die Staatsdefizitquote des Stabilit&auml;tspakts noch auf die Strukturdefizitwerte laut Schuldenbremse aus. Und es ver&auml;ndert &ndash; hallo, FDP! &ndash; damit auch die Marge f&uuml;r Steuersenkungen eigentlich nicht. Es hat etwas Absurdes, wenn aus Deutschland wie selbstverst&auml;ndlich dar&uuml;ber geklagt wird, dass wir in Europa immer die gr&ouml;&szlig;ten Beitr&auml;ge leisten. So ist das nat&uuml;rlich, wenn man das gr&ouml;&szlig;te Land ist. Es w&auml;re ja auch relativ unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, wenn, sagen wir, Malta (400000 Einwohner) genauso viel zahlen m&uuml;sste wie 80 Millionen Deutsche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-und-jetzt-noch-ein-pakt-fuer-den-fruehling\/60030538.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Leistung die Leiden schafft<\/strong><br>\nFahrla&#776;ssigkeit oder Vorsatz? Jedenfalls hat es die sonst so umsichtige Deutsche Bank bei ihren riskanten Gescha&#776;ften diesmal erwischt. Es geht um Zinswetten, die fu&#776;r Mittelsta&#776;ndler und Kommunen verlustreich endeten. Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte nun: Beratungspflicht verletzt. Die Anwa&#776;lte der Bank hatten den BGH in der mu&#776;ndlichen Verhandlung noch gewarnt, ein negatives Urteil ko&#776;nne eine &bdquo;zweite Finanzkrise&ldquo; auslo&#776;sen. Aber das bedrohliche Szenario verfa&#776;ngt nicht mehr. Die Deutsche Bank muss Schadenersatz u&#776;ber 541.000 Euro leisten. Sollte ihr in der schriftlichen Urteilsbegru&#776;ndung auch noch Vorsatz vorgeworfen werden, ko&#776;nnte eine Klagewelle auf die Herren in Nadelstreifen zurollen.<br>\nDie Konstruktion dieser &bdquo;CMS Spread Ladder Swaps&ldquo; legt dies nahe: Schon bei Abschluss hatten sie einen negativen Marktwert. Kosten, Risiken und Gewinn der Bank waren bereits einkalkuliert. Der Gewinn der Bank entsprach spiegelbildlich dem Verlust der Kunden &ndash; und fiel an, weil ihre Prognose der Zinsentwicklung nicht eintrat. Noch offensichtlicher wurde dieser Interessenkonflikt, als die Deutsche Bank das Risiko, das aufgrund ihrer Beratungs-&ldquo;Leistung&ldquo; der Kunde u&#776;bernahm, gewinnbringend weiterverkaufte &ndash; rund 700mal. Der Gesamtschaden wird auf eine Milliarde Euro gescha&#776;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/11_2011_leistung_die_leiden_schafft.pdf\">DBG Klartext [PDF &ndash; 102 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Athen versilbert Staatseigentum, will 50 Milliarden daf&uuml;r<\/strong><br>\nEU-Schuldens&uuml;nder Griechenland will in den kommenden Jahren Staatseigentum im Wert von 50 Milliarden Euro versilbern. Das hat die Regierung nach griechischen Medienberichten vom Donnerstag am Vorabend beschlossen.<br>\nAls erstes sollen demnach mindestens 20 Prozent des Gro&szlig;flughafens &ldquo;Eleftherios Venizelos&rdquo; verkauft werden. Athen besitzt 55 Prozent des Flughafens, der Rest liegt beim deutschen Bauriesen Hochtief. Als n&auml;chstes sollen der alte Flughafen &ldquo;Hellinikon&rdquo; an der K&uuml;ste Athens, zahlreiche Flugh&auml;fen und H&auml;fen auf den Inseln der &Auml;g&auml;is, die staatliche Lotterie (OPAP) sowie Teile der griechischen Eisenbahnen (OTOE) an die Reihe kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsblatt.at\/home\/international\/wirtschaftspolitik\/athen-versilbert-staatseigentum-will-50-milliarden-dafuer-464707\/index.do?_vl_backlink=\/home\/index.do&amp;_vl_pos=2.2.DT\">Wirtschaftsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt<\/strong><br>\n&ldquo;Ich kann nicht dem Acker eines anderen etwas entnehmen, um meinen damit zu d&uuml;ngen; denn da w&auml;re der andere blo&szlig; Mittel &hellip; Der Mensch n&auml;mlich ist Zweck an sich selbst, er kann daher nur einen inneren Wert, d. i. W&uuml;rde, haben, an dessen Stelle kein &Auml;quivalent gesetzt werden kann.&rdquo; So hat es Immanuel Kant formuliert und Oskar Negt, der gro&szlig;e deutsche Soziologe, hat diese Passage seinem Opus Magnum &ldquo;Arbeit und menschliche W&uuml;rde&rdquo; vorangestellt.<br>\nNegt befasst sich in seiner Arbeit seit vielen Jahren mit den Rahmenbedingungen f&uuml;r eine tragf&auml;hige und zukunftsf&auml;hige Arbeitsgesellschaft. Er geht vom Faktum aus, dass die Arbeits- und Erwerbsgesellschaft gegenw&auml;rtig einem gesellschaftlichen Kampfplatz gleicht, auf dem um Einflusssph&auml;ren, Herrschaftsgebiete und Privilegien gerungen wird. Der Schw&auml;chste auf diesem Kampfplatz ist das Individuum, das Arbeit sucht, seinen Job absichern will &ndash; z. B. durch Fortbildung -, der von einem Erwerbseinkommen abh&auml;ngig ist.<br>\nNegt analysiert, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft als Ganzer, geschieht, wenn Arbeitslosigkeit droht, wenn Arbeitslosigkeit grassiert. &ldquo;Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt&rdquo;, sagt Negt, mit Folgen f&uuml;r die Psyche des Einzelnen, aber auch f&uuml;r das Vertrauen in die demokratischen Systeme. Michael Kerbler spricht mit Oskar Negt &uuml;ber die Zukunft der Arbeitsgesellschaft im 21. Jahrhundert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/programm\/270253\">ORF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einkommen f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte: Br&uuml;derle strebt Senkung der Grenzen an<\/strong><br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen auch andere Hemmnisse f&uuml;r den Zuzug ausl&auml;ndischer Fachkr&auml;fte in den Blick nehmen. Dazu geh&ouml;rt die Absenkung der Einkommensgrenzen.&rdquo; Dies sei ein m&ouml;glicher Weg, &ldquo;um jungen Fachkr&auml;ften, die in Deutschland arbeiten wollen, eine Chance zu geben, aber auch eine intelligente Zuwanderungssteuerung&rdquo;, sagte der FDP-Politiker unserer Redaktion. Das am Mittwoch von der Bundesregierung verabschiedete Gesetz zur besseren Anerkennung von ausl&auml;ndischen Abschl&uuml;ssen k&ouml;nne nur ein erster Schritt sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/Bruederle-strebt-Senkung-der-Grenzen-an_aid_979363.html\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Br&uuml;derle l&auml;&szlig;t keine M&ouml;glichkeit aus, sich dem Kapital anzudienen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EGB warnt vor Br&uuml;sseler Lohnpolizei<\/strong><br>\nDas Anti-Krisen-Paket der EU-Kommission entpuppt sich als Angriff auf Tarifautonomie und Arbeitsrecht: In Br&uuml;ssel braut sich etwas zusammen. Marketingexperten der Europ&auml;ischen Kommission haben sich j&uuml;ngst merkw&uuml;rdige Begriffe wie &ldquo;Europ&auml;isches Semester&rdquo; und &ldquo;graduelle Erh&ouml;hung der Rechte&rdquo; ausgedacht. Was damit gemeint ist, erschlie&szlig;t sich nur z&ouml;gernd. Zun&auml;chst griff die Kommission im Verein mit dem IWF in Griechenland und Irland ein. Sie erarbeiteten mit der jeweiligen Regierung ein &ldquo;Memorandum of Understanding&rdquo;, eine &Uuml;bereinkunft &uuml;ber die Schritte zur Haushaltssanierung. Manche sprechen statt von &Uuml;bereinkunft von Diktat. Bestandteil des irischen Rettungspakets ist neben Lohnk&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst auch eine K&uuml;rzung des irischen Mindestlohns von 8,65 auf 7,65 Euro. In Rum&auml;nien und Griechenland wurden ebenfalls L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Dienst gek&uuml;rzt und zugleich massiver Druck auf das Arbeitsrecht ausge&uuml;bt. De facto werden die Defizitl&auml;nder von EU-Sparkommissaren regiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107_113485.html\">Magazin Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Globalisierung: Seeleute zeigen Flagge<\/strong><br>\nF&uuml;r die mehr als eine Million Seeleute hat die Internationale Transportarbeiter-F&ouml;deration den ersten weltweit g&uuml;ltigen Tarifvertrag erstritten. Danach verdient ein Matrose 1675 Dollar im Monat &ndash; f&uuml;r viele Arbeitnehmer aus armen L&auml;ndern ist das eine stolze Summe. Ob das Geld auch bei ihnen ankommt, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Manche Reeder schlie&szlig;en zwar f&uuml;r das Schiff einen ITF-Vertrag ab, halten sich aber nicht an die Vorgaben. F&uuml;r einfache Matrosen gelten andere Regeln &ndash; hier bedienen sich auch deutsche Reeder bevorzugt bei Arbeitnehmern aus Niedriglohnl&auml;ndern. Diese ern&auml;hren mit der Heuer oft die gesamte Familie &ndash; und nehmen daf&uuml;r einiges in Kauf: Verdorbene Nahrung, unbezahlte &Uuml;berstunden, Dumpingl&ouml;hne, Misshandlungen &ndash; die Berichte der ITF sprechen f&uuml;r sich. Nur selten begehren die Ausgebeuteten auf, denn sie sind auf den Job angewiesen. Auf den Philippinen f&uuml;hren die Rekrutierungsagenturen gar schwarze Listen: &ldquo;Wer &Auml;rger macht, bekommt keinen neuen Vertrag&rdquo;, sagt Anna Llewellyn von der Abteilung Seefahrtspolitik der ITF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107_113482.html\">Magazin Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lernen aus Japan?: Atomkraftbef&uuml;rworter machen mobil<\/strong><br>\nNoch Anfang vergangener Woche konnte es Union und FDP nicht schnell genug damit gehen, sich von der Kernenergie zu distanzieren. Doch inzwischen bringen sich die Atomkraft-Bef&uuml;rworter wieder in Stellung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/quer\/quer-video-atomkraft-ID1301005473135.xml\">BR quer<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>In den USA stehen die &ouml;ffentlichen Bibliotheken unter Beschuss<\/strong><br>\nObwohl die Welle der Privatisierungen &ouml;ffentlicher G&uuml;ter in den letzten Jahren gebremst werden und teilweise sogar wieder umgekehrt werden konnte, ist der globale Angriff nicht vorbei. [&hellip;]<br>\nSt&auml;dte in Kalifornien sind so pleite, dass sie ihre &ouml;ffentlichen Bibliotheken privatisieren, also mit Macht in die Zeiten zur&uuml;ckzuspringen wollen, die in &ldquo;Zeilengeld&rdquo; so unsch&ouml;n beschrieben sind. Das Ruder &uuml;bernehmen will eine Firma namens Library Systems and Services (LSSI), hinter der wiederum &ldquo;Islington Capital Partners&rdquo;, eine Investorengruppe steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/34\/34336\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.F.:<\/strong> Wegen der Verknappung der Mittel der &ouml;ffentlichen Haushalte k&ouml;nnte dies auch unsere Bibliothekszukunft sein. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stra&szlig;burger Richter sprechen Italien frei<\/strong><br>\nDer Tod eines Demonstranten beim Weltwirtschaftsgipfel in Genua im Jahr 2001 hat keine juristischen Folgen f&uuml;r Italien. Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte (EGMR) entschied am Donnerstag rechtskr&auml;ftig, dass die t&ouml;dlichen Sch&uuml;sse eines Carabinieri auf den Demonstranten Carlo Giuliani nicht menschenrechtswidrig waren. Die Stra&szlig;burger Richter verneinten einen Versto&szlig; gegen das Recht auf Leben. Das Urteil der Gro&szlig;en Kammer erging mit 13 zu vier Stimmen. Mit knapperen Mehrheiten billigte das Gericht den Einsatz t&ouml;dlicher Waffen, die Planung des Polizeieinsatzes sowie die Untersuchung der Todesumst&auml;nde. [&hellip;]<br>\nNachdem die Polizeibeamten in Italien freigesprochen worden waren, riefen die Eltern und die Schwester des Toten den EGMR an. Eine Kammer verurteilte Italien 2009 wegen Verletzung seiner Verfahrenspflichten, wies aber im &Uuml;brigen die Beschwerde ab. Italien und die Angeh&ouml;rigen riefen daraufhin die Gro&szlig;e Kammer an. Die 17 Richter, unten ihnen die Deutsche Renate Jaeger, kamen jetzt mehrheitlich zu dem Ergebnis, dass der Waffeneinsatz gerechtfertigt war. Der Polizeibeamte habe sein Leben und das seiner Kollegen angesichts der bewaffneten Angriffe der Demonstranten f&uuml;r gef&auml;hrdet gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/s5G387\/3987669\/Strassburger-Richter-sprechen-Italien-frei.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jemens Regierung r&uuml;stet sich f&uuml;r den Millionenprotest<\/strong><br>\nZehntausende Regierungsgegner marschieren in Jemens Hauptstadt Sanaa auf. Pr&auml;sident Salih macht nun erste Zugest&auml;ndnisse &ndash; stellt aber Bedingungen f&uuml;r seinen R&uuml;ckzug. Gleichzeitig schickt er massenhaft Sicherheitskr&auml;fte los, um die Zufahrtsstra&szlig;en zur Innenstadt zu blockieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,753138,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Jemen ist der n&auml;chste Kandidat f&uuml;r den Zerfall eines Staates, wenn er es denn je war. Zun&auml;chst einmal zerf&auml;llt der Jemen mit zunehmeder Tendenz in Nord und S&uuml;d, weiterhin wird das Land durch Stammesterritorien fragmentiert, in denen die Zentralregierung  schon allein wegen der Gr&ouml;&szlig;e des Landes nur schwach vertreten ist.- Der seit &uuml;ber 30 Jahren herrschende Staatschef Ali Salih hat mit List, Bestechung und Gewalt bisher seine Herrschaft sichern k&ouml;nnen. Die Sch&uuml;sse auf die jugendlichen Demonstranten f&uuml;hrten zu einer Absetzbewegung wichtiger Unterst&uuml;tzer bei den verb&uuml;ndeten St&auml;mmen, seine Macht wankt. Entscheidend d&uuml;rfte das &Uuml;berlaufen der Kommandanten von vier Milit&auml;rregionen  zur Protestbewegung sein. Zu bef&uuml;rchten ist allerdings, dass der Jugendprotest angesichts der traditionalen Strukturen der Mehrheitsgesellschaft kaum Chancen auf ein gutes Ende hat. Es droht Chaos und f&uuml;r ein externes Eingreifen ist die Situation viel zu komplex. Wer sich &uuml;ber die wechselvolle und blutige Geschichte des Landes informieren m&ouml;chte, siehe den Aufsatz von Tariq Ali in <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/05\/14.mondeText.artikel,a0002.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schutz f&uuml;r Straft&auml;ter in Uniform<\/strong><br>\nDeutschland geh&ouml;rt zu den wenigen L&auml;ndern, in denen Polizisten keine Namensschilder tragen m&uuml;ssen. Schwarze Schafe sind kaum zu identifizieren. Eine Gefahr w&uuml;rden die Schilder f&uuml;r die Beamten aber nicht bedeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/schutz-fuer-straftaeter-in-uniform\/-\/1472596\/8264724\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Linke bekommen mehr Spitzel<\/strong><br>\nWeil die Gewaltbereitschaft in der linksextremen Szene steige, soll der Verfassungsschutz mehr &ldquo;menschliche Quellen&rdquo; einschleusen, so das Innenministerium.<br>\nDie Aff&auml;re um den britischen Undercover-Ermittler Mark Kennedy ist noch nicht gekl&auml;rt, da k&uuml;ndigt die Bundesregierung eine besondere Initiative an: Sie will mehr Spitzel als bisher in linke Gruppen schicken, um an Informationen zu kommen. Das geht aus einer noch nicht ver&ouml;ffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke hervor, die der taz vorliegt.<br>\nIn der Antwort des Bundesinnenministeriums hei&szlig;t es: Nach wie vor sei der Einsatz menschlicher Quellen eines der effektivsten nachrichtendienstlichen Mittel zur Informationsbeschaffung. &ldquo;Ziel des Verfassungsschutzes ist es, (&hellip;) diese Form der Aufkl&auml;rung im Bereich gewaltbereiter Linksextremismus zu verst&auml;rken.&rdquo; Hierzu gebe es ein beim Verfassungsschutz angesiedeltes Projekt mit dem Titel &ldquo;Verst&auml;rkte Aufkl&auml;rung der gewaltbereiten Szene durch menschliche Quellen&rdquo;. Ein Sprecher des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz wollte am Donnerstag gegen&uuml;ber der taz keine n&auml;heren Angaben zu dem Projekt machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/linke-bekommen-mehr-spitzel\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>S&uuml;&szlig; und kernlos<\/strong><br>\nWenn Parteien von ihrem Markenkern reden, halten sie die Verpackung ihrer Politik f&uuml;r das gr&ouml;&szlig;ere Problem als die Inhalte. [&hellip;]<br>\nWer oft genug vom Markenkern redet, glaubt irgendwann, dass seine Politik vor allem eine bessere Verkaufe braucht, um mehr K&auml;ufer, &auml;h, W&auml;hler zu finden. Wenn alle Waschmittel gleich wei&szlig; waschen, kaufen die Verbraucher das, das ihnen am glaubw&uuml;rdigsten Frische, Farbkraft, Reinheit verspricht. Marketing in der Politik ist verf&uuml;hrerisch. Es gaukelt vor, dass Inhalt nicht so wichtig ist, Hauptsache gut verkauft. [&hellip;]<br>\nUnd so sieht das dann in der Praxis aus: In den letzten zwei Wochen hat die gr&ouml;&szlig;te konservative Partei des Landes, angef&uuml;hrt von einer pl&ouml;tzlich sehr entschlossenen Bundeskanzlerin, die Sicherheitsl&uuml;cken deutscher Atomkraftwerke erkannt und ein halbes Dutzend davon gleich mal abgeschaltet, w&auml;hrend gleichzeitig die Gr&uuml;nen entdeckt haben, dass man in Libyen Frieden doch besser mit Waffen schaffen kann als ohne, und darum die schwarz-gelbe Regierung daf&uuml;r schelten, dass sie nicht mitbomben will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-ulrike-sosalla-suess-und-kernlos\/60030555.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gleich mehrfach gestraft: GEZ kassiert auch bei Soldaten im Ausland ab<\/strong><br>\nDer Bundeswehrsoldat Kevin R. aus Bielefeld soll ausnahmslos f&uuml;r alle Monate GEZ-Geb&uuml;hren bezahlen, obwohl er sich f&uuml;r anderthalb Jahre im Ausland aufhielt. Im Gegenzug ist in Afghanistan nur noch das ZDF zu empfangen. Die Ausstrahlung &uuml;ber den Satelliten Hot Bird wurde dem ARD schlichtweg &bdquo;zu teuer&ldquo;. Die GEZ-Geb&uuml;hren sind trotz nur eines deutschsprachigen Senders dennoch in voller H&ouml;he f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gulli.com\/news\/gleich-mehrfach-gestraft-gez-kassiert-auch-bei-soldaten-im-ausland-ab-2011-03-25\">Gulli News<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Vorauseilender Gehorsam beim NDR &ndash; Dann lieber Praktikanten<\/strong><br>\nDas Magazin &ldquo;Zapp&rdquo; lie&szlig; am Mittwoch peinliche ARD-Geschichten wie Mobbing-Vorw&uuml;rfe und den Skandal beim Kinderkanal weg. Kein Wunder bei dem Programmdirektor. [&hellip;]<br>\nDabei tickt dort noch eine ganz andere Zeitbombe: Im Zusammenhang mit dem KiKa-Betrug hat der MDR-Intendant einen fr&uuml;hen KiKa-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer attackiert, der den Kinderkanal bis vor drei Jahren leitete, f&uuml;r den Herstellungsleiter Sonderrechte genehmigt hatte und in dessen Amtszeit der gr&ouml;&szlig;te Anteil der Scheinrechnungen fiel. Der MDR pr&uuml;fe jetzt Schadensersatzanspr&uuml;che gegen den Mann, berichtet der aktuelle Spiegel, &ndash; wie gesagt, alles nat&uuml;rlich kein Thema f&uuml;r &ldquo;Zapp&rdquo;, nicht einmal in der Nachrichtenrubrik &ldquo;Durchgezappt&rdquo;.<br>\nWarum das so ist, begr&uuml;ndet interessanterweise der Intendant des MDR, Udo Reiter, im Spiegel gleich h&ouml;chstpers&ouml;hnlich: &ldquo;Der gr&ouml;&szlig;te Teil der veruntreuten Summe fiel in die Amtszeit von Frank Beckmann, der den Kinderkanal von 2000 bis 2008 leitete.&rdquo; Beckmann wurde im November 2008 Programmdirektor Fernsehen des NDR &ldquo;rechtzeitig, k&ouml;nnte man hinzuf&uuml;gen&rdquo;, so Reiter. Frank Beckmann ist damit auch zust&auml;ndig f&uuml;r ein gewisses Medienmagazin. Das verabschiedete sich am Mittwoch so: &ldquo;Und n&auml;chste Woche bei &lsquo;Zapp&rsquo;: Der Skandal beim Kinderkanal. Untreue und Unterschlagung in Erfurt. Der Untersuchungsbericht und die Folgen. Schalten Sie ein, es lohnt sich.&rdquo; Wir sind gespannt. Dabei k&ouml;nnten der NDR und die ganze ARD mit einem souver&auml;nen Umgang gerade mit &ldquo;Zapp&rdquo; beweisen, dass der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk genau das kann: &Ouml;ffentlichen, kritischen Qualit&auml;tsjournalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/taz-medienkongress-2011\/artikel\/1\/dann-lieber-praktikanten\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wilfried Schmickler &ndash; Die Gier<\/strong><br>\nEin Gedicht &uuml;ber die Gier.<br>\nNeues aus der Anstalt vom 22.03.2011<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WsRaFjDlS0k\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Gro&szlig;demonstration gegen Atomkraft am Samstag<\/strong><br>\nDemonstrieren Sie mit!<br>\nDie schrecklichen Ereignisse in Japan machen uns fassungslos. Die Reaktorkatastrophe in Fukushima f&uuml;hrt auf ersch&uuml;tternde Weise vor Augen: Es gibt keinen Schutz vor dem nuklearen Restrisiko. Nach Fukushima kann es nur eine Konsequenz geben: Atomkraft abschalten! Drei Monate sieben Atomkraftwerke stillstehen lassen, wie dies Schwarz-Gelb ank&uuml;ndigt, reicht nicht!\n<p>F&uuml;r kommenden Samstag, den 26. M&auml;rz rufen wir zu vier Gro&szlig;demonstrationen in Berlin, Hamburg, K&ouml;ln und M&uuml;nchen auf. Mit zehntausenden Menschen demonstrieren wir f&uuml;r das endg&uuml;ltige Aus der Atomenergie.<\/p>\n<p>Berlin 12.00 Uhr, Potsdamer Platz<br>\nmit Menschen aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen<\/p>\n<p>Hamburg 12.00 Uhr, Moorweide\/Dammtor<br>\nmit Menschen aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>K&ouml;ln 14.00 Uhr, Deutzer Werft<br>\n(Auftakte: 11.00 Neumarkt, 11.30 Ottoplatz, nach den Kundgebungen Sternmarsch zur Deutzer Werft)<br>\nmit Menschen aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland<\/p>\n<p>M&uuml;nchen 14.00 Uhr, Odeonsplatz<br>\nmit Menschen aus Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/anti-atom-demo.de\/start\/home\/\">Anti-Atom-Demo.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Atomunfall in Japan, Krieg in Libyen<\/strong><br>\nVolker Pispers spricht &uuml;ber den Atomunfall in Japan, den Krieg in Libyen und die Wahl in Sachsen-Anhalt, bei welcher sowohl FDP, als auch NPD unter die 5%-H&uuml;rde fielen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kTuaFNLUtqw&amp;feature=youtu.be\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Landtagswahlen; Br&uuml;derle-Aff&auml;re; Thomas Fricke &ndash; Und jetzt noch ein Pakt f&uuml;r den Fr&uuml;hling; Leistung die Leiden schafft; Athen versilbert Staatseigentum, will 50 Milliarden daf&uuml;r; Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt; Einkommen f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte: Br&uuml;derle strebt Senkung der Grenzen an; EGB warnt vor Br&uuml;sseler Lohnpolizei; Globalisierung: Seeleute zeigen Flagge; Lernen aus<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8821\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8821","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8821"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8821\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8830,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8821\/revisions\/8830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}