{"id":88268,"date":"2022-09-20T08:31:39","date_gmt":"2022-09-20T06:31:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268"},"modified":"2022-09-20T11:25:02","modified_gmt":"2022-09-20T09:25:02","slug":"hinweise-des-tages-4198","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h01\">Trauer f&uuml;r die Queen &ndash; und was ist mit den Opfern der Monarchie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h02\">Time to Blow Up the Electricity Markets<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h03\">Vorwurf der Spionage: Robert Habeck verspielt Vertrauen bei eigenen Beamten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h04\">&bdquo;Handeln, bevor es zu sp&auml;t ist&ldquo; &ndash; die Getr&auml;nkeindustrie schl&auml;gt Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h05\">Der Heizkostendeckel kommt vom Sozialamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h06\">Versagen zum Weltkindertag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h07\">Geringes Familieneinkommen &ndash; Jedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland ist armutsgef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h08\">Berliner Kliniken vor dem Aus? Inflation st&uuml;rzt Krankenh&auml;user in die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h09\">The Lancet Commission on lessons for the future from the COVID-19 pandemic<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h10\">Pr&auml;sident Biden: Corona-Pandemie ist vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h11\">Gesundheitsministerium veruntreut Steuergeld f&uuml;r Anzeigenkampagne mit falschen Horrorzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h12\">Flut in Pakistan: Diese Katastrophe scheint kaum der Beachtung wert zu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h13\">Afghanistan-Enquete-Kommission &ndash; &bdquo;Damit Eins&auml;tze k&uuml;nftig besser laufen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h14\">Verbindliche Absprachen &ndash; Demontage der Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88268#h15\">Bezeichnend: Niemand wusste, dass China auf dem Mond landete<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Trauer f&uuml;r die Queen &ndash; und was ist mit den Opfern der Monarchie?<\/strong><br>\nMilliarden von TV-Zuschauer:innen, Milliarden f&uuml;r eine Trauerzeremonie. Was wie ein globales M&auml;rchen erscheint, ist es nicht f&uuml;r alle. Was hinter Empire und Commonwealth steckt.<br>\nDie britische Queen Elizabeth II. lebte ein langes und erf&uuml;lltes Leben. Sie hinterl&auml;sst Familie und Freunde, die um sie trauern. Aber nicht nur die, die sie umgaben, trauern, sondern eine ganze Nation. Viele Menschen &uuml;berall auf der Welt nehmen Anteil an ihrem Tod &ndash; vor allem in den reichen Industriestaaten. [&hellip;]<br>\nZu dieser Geschichte geh&ouml;rt auch und vor allem der britische Sklavenhandel. K&ouml;nig Charles I startete Mitte des 17. Jahrhunderts zuerst den Handel mit Gold und Mineralien zwischen Afrika und England. Damit wurde das Fundament f&uuml;r den sp&auml;teren Menschenhandel gelegt, die Versklavung und die Verschiffung von Afrikaner:innen. Die K&ouml;nige Charles II. und James I. transportierten mit ihrer Royal African Company mehr Afrikaner:innen nach Amerika als irgendein Unternehmen in der Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trauer-fuer-die-Queen-und-was-ist-mit-den-Opfern-der-Monarchie-7268578.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> W&auml;hrend viele Menschen nicht wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, &uuml;bertrugen ARD und ZDF auf Neue-Post-Niveau acht Stunden live aus London? Vom Begr&auml;bnis einer uralten Monarchin? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Time to Blow Up the Electricity Markets<\/strong><br>\nThe European Union&rsquo;s power sector is a good example of what market fundamentalism has done to electricity networks the world over. With the end of cheap natural gas, retail consumers and businesses are paying the price for their governments&rsquo; embrace of a shoddy theory.<br>\nATHENS &ndash; The blades of the wind turbines on the mountain range opposite my window are turning especially energetically today. Last night&rsquo;s storm has abated but high winds continue, contributing extra kilowatts to the electricity grid at precisely zero additional cost (or marginal cost, in the language of the economists). But the people struggling to make ends meet during a dreadful cost-of-living crisis must pay for these kilowatts as if they were produced by the most expensive liquefied natural gas transported to Greece&rsquo;s shores from Texas. This absurdity, which prevails well beyond Greece and Europe, must end.<br>\nThe absurdity stems from the delusion that states can simulate a competitive, and thus efficient, electricity market. Because only one electricity cable enters our homes or businesses, leaving matters to the market would lead to a perfect monopoly &ndash; an outcome that nobody wants. But governments decided that they could simulate a competitive market to replace the public utilities that used to generate and distribute power. They can&rsquo;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.yanisvaroufakis.eu\/2022\/09\/18\/time-to-blow-up-the-electricity-markets-project-syndicate\/\">Yanis Varoufakis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vorwurf der Spionage: Robert Habeck verspielt Vertrauen bei eigenen Beamten<\/strong><br>\nNach angeblichem Spionageverdacht im Bundeswirtschaftsministerium herrscht gegenseitiges Misstrauen. Wurde der Verfassungsschutz auf Beamte angesetzt, um Kritiker einzusch&uuml;chtern? [&hellip;]<br>\nAusl&ouml;ser f&uuml;r die Unruhe ist ein angeblicher Spionagefall: Habecks Vertraute hatten den deutschen Inlandsgeheimdienst auf zwei Beamte angesetzt, die offenbar in Fragen der Gasversorgung der Bundesregierung eine andere Meinung vertraten als der Minister. Die Zeit hatte Anfang September &uuml;ber den Fall berichtet. [&hellip;]<br>\nDamit steht der Verdacht im Raum, dass Habecks Vertraute unliebsame Kritiker mundtot machen wollten. Und so wurde der Vorfall offenbar auch von den Ministerialbeamten aufgenommen. In dem Protokoll der Krisensitzung erkl&auml;rte demnach einer: &ldquo;Wenn ich meine Fachmeinung kundtue, dann besteht die M&ouml;glichkeit, dass ich in den Verdacht gerate, &sbquo;Russenversteher&lsquo; zu werden.&rdquo;<br>\nViele Beamte im Bundeswirtschaftsministerium sind wegen des Einsatzes des &ldquo;Verfassungsschutzes&rdquo; gegen die eigenen Mitarbeiter irritiert. Den &auml;lteren unter ihnen sei kein Vorgang bekannt, dass ein Wirtschaftsminister je die &ldquo;Dienste&rdquo; auf seine eigenen Leute ansetzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vorwurf-der-Spionage-Robert-Habeck-verspielt-Vertrauen-bei-eigenen-Beamten-7268011.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch von Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87549\">Hast du eine andere Meinung, dann bist du ein Spion<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Handeln, bevor es zu sp&auml;t ist&ldquo; &ndash; die Getr&auml;nkeindustrie schl&auml;gt Alarm<\/strong><br>\n&bdquo;L&auml;ngst haben die Kostensteigerungen f&uuml;r die Unternehmen ein existenzbedrohendes Ausma&szlig; erreicht. Dies betrifft Handwerk und Mittelstand ebenso wie die Industrie&ldquo;, hei&szlig;t es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung der f&uuml;nf Branchenverb&auml;nde. Und weiter: &bdquo;Ohne ein schnelles Eingreifen des Staates und ohne wirksame Hilfen werden allein in der deutschen Getr&auml;nkewirtschaft hunderte Betriebe und tausende Mitarbeiter ihre Existenz verlieren.&ldquo;<br>\nDurch die Folgen der Corona-Krise sei die Kapitaldecke bei vielen Unternehmern d&uuml;nn geworden. Die langen Schlie&szlig;ungen in der Gastronomie und die Absage vieler tausend Veranstaltungen habe zu massiven Einbu&szlig;en gef&uuml;hrt. &bdquo;Die Unternehmen sind nicht in der Lage, die wesentlich bedrohlichere, akute Situation zus&auml;tzlich noch zu bew&auml;ltigen&ldquo;, hei&szlig;t es. Eine vollst&auml;ndige Weitergabe der Kosten sei aufgrund der Marktmacht des Handels nicht m&ouml;glich. Erschwerend hinzu kommt, angesichts der Inflationsraten ein Konsumr&uuml;ckgang zu erwarten ist. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Kaum ein Unternehmen der Getr&auml;nkewirtschaft ist noch in der Lage, zu den aktuellen Marktpreisen f&uuml;r Erdgas und Strom kostendeckend zu produzieren. Die Preise f&uuml;r Gas und Strom haben sich binnen Jahresfrist vervielfacht&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben. Ein Gro&szlig;teil der Unternehmen der Getr&auml;nkewirtschaft in Deutschland hat in den vergangenen Jahren auf Gas als Hauptenergietr&auml;ger umgestellt. Die Unternehmen begr&uuml;&szlig;en den Beschluss der Bundesregierung, das Energiekostend&auml;mpfungsprogramm auf weitere Branchen auszudehnen, die Antragskriterien zu &uuml;berarbeiten und den Zugang zu Hilfen zu erleichtern. &bdquo;Wichtig ist, dass die Unterst&uuml;tzung nun rasch und ohne unn&ouml;tige b&uuml;rokratische H&uuml;rden bei der Antragstellung erfolgt. Wir appellieren an die Bundesregierung, alle M&ouml;glichkeiten, die sich aus dem befristeten Krisenrahmen der EU ergeben, auszusch&ouml;pfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bve-online.de\/themen\/die-ernaehrungsindustrie\/verbaendeschreiben-getraenkeindustrie-energiekrise\">Bundesvereinigung der Deutschen Ern&auml;hrungsindustrie e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Sanktionen gegen Russland wirken. Jedoch wird immer offensichtlicher, dass sie insbesondere gegen die Bev&ouml;lkerung und Wirtschaftsbranchen in Deutschland wirken. Die Anzahl der Betroffenen und deren Sorgen werden immer gr&ouml;&szlig;er. Anstatt sehr schwach auf die Symptome ihrer eigenen Politik zu reagieren w&auml;re es sinnvoller, wenn sich die Bundesregierung endlich f&uuml;r bessere Beziehungen mit Russland einsetzen w&uuml;rde &ndash; Kooperation statt Konfrontation.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Heizkostendeckel kommt vom Sozialamt<\/strong><br>\nWer Hartz IV bekommt, kann keineswegs ohne Sorgen heizen: Gerade werden vielen Bed&uuml;rftigen die Heizkosten gedeckelt. Werden sie im Winter frieren m&uuml;ssen?<br>\nSabine Neumann hat Angst vor dem Winter. K&uuml;rzlich wurde der 47-J&auml;hrigen aus F&uuml;rth von ihrem Energieversorger mitgeteilt, dass sich der monatliche Abschlag im Herbst deutlich erh&ouml;hen wird. Die exakte H&ouml;he steht zwar noch nicht fest, der Anbieter will seine Kundinnen und Kunden aber auf den Preisschock vorbereiten. 93 Euro pro Monat f&uuml;r die Gasheizung und Warmwasser zahlt Neumann, die eigentlich anders hei&szlig;t, aber aus Sorge vor &Auml;rger mit dem Sozialamt lieber anonymisiert werden m&ouml;chte, derzeit f&uuml;r ihre knapp 50 Quadratmeter gro&szlig;e Erdgeschosswohnung. Ab Oktober d&uuml;rfte es ein Vielfaches sein. Wie Neumann geht es zwar gerade vielen Deutschen. Das Besondere an ihrem Fall ist, dass die 47-J&auml;hrige Grundsicherungsleistungen bezieht, aber das Sozialamt eine Erstattung der vollst&auml;ndigen Heizkosten ablehnt. Denn eine Flatrate zum Heizen f&uuml;r Bed&uuml;rftige &ndash; wie derzeit h&auml;ufig kolportiert &ndash;, die gibt es gar nicht.<br>\nSeit 2015 erh&auml;lt die F&uuml;rtherin aufstockende Leistungen aus der Grundsicherung. Damals wurde sie wegen schwerer Krankheiten erwerbsunf&auml;hig. 770 Euro Erwerbsminderungsrente bekommt die fr&uuml;here B&uuml;roangestellte und zus&auml;tzlich 220 Euro aufstockende Grundsicherung, im Volksmund Hartz IV genannt, auch wenn Hartz IV eigentlich das Arbeitslosengeld II f&uuml;r Langzeitarbeitslose meint. Gro&szlig;e Spr&uuml;nge machen kann sie damit nicht, denn sie braucht regelm&auml;&szlig;ig teure Medikamente. Und schon vor der Energiekrise waren die Heizkosten ein st&auml;ndiges Sorgenthema: Wegen ihrer Erkrankungen hat Neumann einen &ndash; &auml;rztlich bescheinigten &ndash; Mehrbedarf an W&auml;rme, wie es im Beh&ouml;rdendeutsch hei&szlig;t. Damit sich ihr Gesundheitszustand nicht verschlechtert, sollte die Raumtemperatur 20 Grad nicht unterschreiten, au&szlig;erdem braucht sie regelm&auml;&szlig;ig warme B&auml;der. Aber trotz &auml;rztlicher Atteste und Briefe an das Sozialamt, das in ihrem Fall statt des Jobcenters zust&auml;ndig ist, bleibt die Beh&ouml;rde hart. Sie habe bereits den H&ouml;chstbetrag erreicht. Das Irritierende dabei ist: Der Verbrauch spielt f&uuml;r das Sozialamt offenbar keine Rolle, sondern zun&auml;chst nur die reinen Kosten. Neumann bef&uuml;rchtet, dass sie im Winter frieren muss, wenn das Sozialamt weiterhin bei der bisherigen Obergrenze bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2022-09\/heizkosten-hartz-iv-empfaenger-jobcenter-kostenuebernahme\/komplettansicht%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So viel zu dem Thema, dass den Hartz-IV-Betroffenen die h&ouml;heren Heizkosten voll erstattet werden &ndash; n&auml;mlich gar nicht. Das an alle Neider, die auch gerne &ldquo;St&uuml;tze&rdquo; vom Amt bekommen m&ouml;chten, weil es &ldquo;sich lohnt&rdquo;. Im Gegenteil: wie bei vielen Niedrigl&ouml;hnern und Armutsrentnern wird die Frage oft genug lauten, &ldquo;heizen oder essen&rdquo;? Angeblich ganz solidarisch mit der Ukraine, in Wirklichkeit nur Verachtung der Armen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Versagen zum Weltkindertag<\/strong><br>\nMehr als ein F&uuml;nftel aller Kinder und Jugendlichen in der Bundesrepublik lebt in Armut.<br>\nEs ist ein ungel&ouml;stes Problem, das gerade zum Weltkindertag an diesem Dienstag einem sozialpolitischen Versagen gleichkommt: Mehr als ein F&uuml;nftel aller Kinder in der Bundesrepublik lebt in Armut. Gleichzeitig sind immer mehr von Armut bedroht, denn die Zahlen steigen. Aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion, &uuml;ber die die Augsburger Allgemeine am Montag berichtete, geht hervor, dass die sogenannte Armutsgef&auml;hrdungsquote bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren im vergangenen Jahr auf 20,8 Prozent gestiegen ist. Damit ist seit der Auswertung des Mikrozensus 2015 ein neuer H&ouml;chststand erreicht. Die Armutsquote bei Kindern verlief seitdem fortlaufend bei &uuml;ber 20 Prozent. Kinder gelten hierzulande als armutsgef&auml;hrdet, wenn sie in Haushalten aufwachsen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verf&uuml;gung haben oder in einem Haushalt mit Hartz-IV-Bezug leben. &raquo;Auf diese Familien trifft jetzt eine Energiekrise mit explodierenden Preisen&laquo;, sagte Holger Hofmann, Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Kinderhilfswerkes am Montag gegen&uuml;ber junge Welt. Familien in Hartz-IV-Bezug oder in prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen seien schon w&auml;hrend der Coronapandemie gezwungen gewesen, ihre letzten Ersparnisse f&uuml;r das Notwendigste auszugeben oder Schulden zu machen. &raquo;Das wirkt bis heute nach.&laquo; Das langfristige Ziel zur Bek&auml;mpfung der Kinderarmut in der Bundesrepublik m&uuml;sse &raquo;eine bedarfsgerechte Kindergrundsicherung&laquo; sein, so Hofmann zu jW.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/435002.ruinierte-zukunft-versagen-zum-weltkindertag.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geringes Familieneinkommen &ndash; Jedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland ist armutsgef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDie Politik bekommt das Problem der Kinderarmut nicht in den Griff. Der aktuelle Anteil armutsgef&auml;hrdeter Kinder hat einen neuen H&ouml;chstwert erreicht.<br>\nKinder und Jugendliche in Deutschland sind zunehmend von Armut bedroht. Die sogenannte Armutsgef&auml;hrdungsquote von Menschen im Alter unter 18 Jahren stieg im vergangenen Jahr auf 20,8 Prozent. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.<br>\nDer &raquo;Augsburger Allgemeine&laquo; vom Montag zufolge ist dies der h&ouml;chste Wert, der in Auswertungen des sogenannten Mikrozensus seit 2015 gemessen wurde. Damals lag die Armutsgef&auml;hrdungsquote von Kindern und Jugendlichen demnach noch bei 19,7 Prozent, im Jahr 2020 bereits bei 20,4 Prozent.<br>\nAls armutsgef&auml;hrdet gilt in der EU, wer vom Zentralwert (Median) des Nettoeinkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung weniger als 60 Prozent zur Verf&uuml;gung hat. F&uuml;r eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren zum Beispiel lag dieser Wert bei 2627 Euro im Monat.<br>\nLinkenfraktionschef Dietmar Bartsch warnte angesichts der Entwicklung vor einer weiteren Versch&auml;rfung der Situation f&uuml;r Millionen Kinder in Deutschland. &raquo;Mit der Inflation und den explodierenden Energiepreisen droht ein weiterer massiver Anstieg der Kinderarmut&laquo;, sagte Bartsch der Zeitung. &raquo;Wir brauchen jetzt einen Schutzschirm f&uuml;r Familien in Deutschland&laquo;, forderte der Fraktionschef. &raquo;Sie d&uuml;rfen nach Corona nicht wieder die Verlierer sein.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/familieneinkommen-jedes-fuenfte-kind-in-deutschland-ist-armutsgefaehrdet-a-9eb92020-fb65-4acf-8613-65f57c27a0b5\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und die allermeisten dieser &ldquo;armutsgef&auml;hrdeten&rdquo; Kinder sind nicht nur gef&auml;hrdet, sondern wirklich arm. Der Hauptgrund sind die viel zu niedrigen L&ouml;hne im exportfixierten Niedriglohn-Deutschland, wie es schon in der &Uuml;berschrift steht (&ldquo;Geringes Familieneinkommen&rdquo;). Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte man auch den Sozialstaat ausbauen, z. B. in Form einer Grundsicherung, aber eigentlich darf nicht der Staat (und damit die Arbeitnehmer als fast alleinige Steuerzahler) daf&uuml;r zust&auml;ndig sein, die viel zu niedrigen L&ouml;hne der Unternehmen quer zu subventionieren. Theoretisch ist das alles eine einzige Schande f&uuml;r unser reiches Land &ndash; praktisch hat die Mehrheit der Menschen anscheinend kein Problem mit der grassierenden und zunehmenden Armut, sondern w&auml;hlt immer wieder diejenige Politik, die die Armut bewusst oder zumindest fahrl&auml;ssig immer weiter versch&auml;rft. Die Mehrheitspolitik hat doch &uuml;berhaupt kein Interesse daran, die Armut von Kindern (und auch von Arbeitnehmern und Rentnern) &ldquo;in den Griff zu bekommen&rdquo;, was durchaus m&ouml;glich w&auml;re &ndash; im Gegenteil, Umverteilung von unten nach oben ist seit Jahrzehnten die offizielle Doktrin.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berliner Kliniken vor dem Aus? Inflation st&uuml;rzt Krankenh&auml;user in die Krise<\/strong><br>\nIn Brandenburg gibt es die erste Insolvenz. Auch einige Berliner Klinikmanager sehen ihr Unternehmen in der Existenz bedroht. Bei allen geht es an die Substanz.<br>\nZum Beispiel die W&auml;sche. Christian Friese findet, dass sich an ihr gut erkennen l&auml;sst, wie stark die Krankenh&auml;user hierzulande unter Druck stehen. Wie sehr die drastisch gestiegenen Kosten f&uuml;r Energie und die Inflation sie belasten, vielleicht sogar in ihrer Existenz bedrohen. Friese ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der DRK Kliniken Berlin, deren W&auml;sche ein mittelst&auml;ndisches Unternehmen reinigt. &bdquo;Es hat uns mitgeteilt, dass es uns den Auftrag sofort k&uuml;ndigen m&uuml;sse, wenn es die Preissteigerungen nicht an uns weiterreichen k&ouml;nne&ldquo;, sagt der Manager. &bdquo;Andernfalls sei es gezwungen, Insolvenz anzumelden.&ldquo;<br>\nEine andere Firma lie&szlig; sich so schnell nicht verpflichten, g&uuml;nstigere Konditionen h&auml;tte die vermutlich auch nicht angeboten. &bdquo;Wir mussten die Preiserh&ouml;hung von 30 Prozent akzeptieren&ldquo;, sagt Friese. &bdquo;Das sind f&uuml;r dieses Jahr 130.000 Euro.&ldquo;<br>\nZu den DRK Kliniken Berlin geh&ouml;ren vier H&auml;user. Insgesamt gibt es 60 Kliniken in der Stadt, die unterschiedlich gro&szlig; sind, aber alle seit 2020 unter einer Art Dauerstress leiden. Zweieinhalb Jahre lang standen sie im Fokus der Corona-Pandemie. Die Sieben-Tage- Inzidenz wurde f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit zur Kennziffer ihrer Belastungsgrenze. Dank Impfung und Infektion sind schwere Krankheitsverl&auml;ufe bei Covid-19 inzwischen zwar stark zur&uuml;ckgegangen. Experten wie der Berliner Virologe Christian Drosten sagen allerdings erneute Infektionswellen f&uuml;r Herbst und Winter voraus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/berliner-kliniken-vor-dem-aus-inflation-stuerzt-krankenhaeuser-in-die-krise-li.268512\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>The Lancet Commission on lessons for the future from the COVID-19 pandemic<\/strong><br>\nAs of May 31, 2022, there were 6&middot;9 million reported deaths and 17&middot;2 million estimated deaths from COVID-19, as reported by the Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME; throughout the report, we rely on IHME estimates of infections and deaths; note that the IHME gives an estimated range, and we refer to the mean estimate). This staggering death toll is both a profound tragedy and a massive global failure at multiple levels. Too many governments have failed to adhere to basic norms of institutional rationality and transparency, too many people&mdash;often influenced by misinformation&mdash;have disrespected and protested against basic public health precautions, and the world&rsquo;s major powers have failed to collaborate to control the pandemic.<br>\nThe multiple failures of international cooperation include (1) the lack of timely notification of the initial outbreak of COVID-19; (2) costly delays in acknowledging the crucial airborne exposure pathway of SARS-CoV-2, the virus that causes COVID-19, and in implementing appropriate measures at national and global levels to slow the spread of the virus; (3) the lack of coordination among countries regarding suppression strategies; (4) the failure of governments to examine evidence and adopt best practices for controlling the pandemic and managing economic and social spillovers from other countries; (5) the shortfall of global funding for low-income and middle-income countries (LMICs), as classified by the World Bank; (6) the failure to ensure adequate global supplies and equitable distribution of key commodities&mdash;including protective gear, diagnostics, medicines, medical devices, and vaccines&mdash;especially for LMICs; (7) the lack of timely, accurate, and systematic data on infections, deaths, viral variants, health system responses, and indirect health consequences; (8) the poor enforcement of appropriate levels of biosafety regulations in the lead-up to the pandemic, raising the possibility of a laboratory-related outbreak; (9) the failure to combat systematic disinformation; and (10) the lack of global and national safety nets to protect populations experiencing vulnerability.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(22)01585-9\/fulltext\">Jeffrey D. Sachs u.a. in The Lancet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pr&auml;sident Biden: Corona-Pandemie ist vorbei<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden hat die Corona-Pandemie f&uuml;r beendet erkl&auml;rt. &ldquo;Die Pandemie ist vorbei&rdquo;, sagte Biden in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten TV-Interview.<br>\nDas Interview wurde am Donnerstag aufgezeichnet &ndash; unter anderem als Biden die Auto-Messe in Detroit im Bundesstaat Michigan besuchte.<br>\n&ldquo;Wir haben immer noch ein Problem mit Corona. Wir arbeiten noch viel daran, aber die Pandemie ist vorbei.&rdquo;<br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden<br>\n&ldquo;Wie Sie sehen, tr&auml;gt hier niemand eine Maske. Alle scheinen in ziemlich guter Verfassung zu sein. Ich glaube also, dass sich die Situation &auml;ndert, und ich denke, dies ist ein perfektes Beispiel daf&uuml;r&rdquo;, sagte der US-Pr&auml;sident weiter. (&hellip;)<br>\nBidens &Auml;u&szlig;erungen k&ouml;nnten innerhalb seiner eigenen Regierung f&uuml;r einigen Wirbel sorgen. Erst vor wenigen Wochen hatte die US-Regierung den Kongress um zus&auml;tzliche Milliarden f&uuml;r den Kampf gegen die Pandemie gebeten, um ihr Test- und Impfangebot auch w&auml;hrend einer m&ouml;glichen Corona-Welle im Herbst aufrechterhalten zu k&ouml;nnen.<br>\nDie Corona-Beschr&auml;nkungen in den USA wurden jedoch weitgehend aufgehoben. Auch die Reisebewegungen sind wieder auf dem Niveau von vor der Corona-Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-usa-pandemie-ende-biden-100.html\">ZDF<\/a>\n<p>Dazu: <strong>&raquo;Die Pandemie ist vorbei&laquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden hat die Coronapandemie f&uuml;r beendet erkl&auml;rt. &raquo;Die Pandemie ist vorbei&laquo;, sagte Biden in einem Interview mit dem Sender CBS. &raquo;Wir haben immer noch ein Problem mit Covid. Wir arbeiten immer noch sehr hart daran. Aber die Pandemie ist vorbei.&laquo;<br>\nDas &raquo;60 Minutes&laquo;-Interview mit Biden wurde Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlt. Aufgezeichnet wurde es bereits am Donnerstag. Dabei besuchte Biden auch die Automesse in Detroit im Bundesstaat Michigan. &raquo;Wie Sie sehen, tr&auml;gt hier niemand eine Maske&laquo;, sagte Biden dabei zu Moderator Scott Pelley. &raquo;Alle scheinen in ziemlich guter Verfassung zu sein. Ich glaube also, dass sich die Situation &auml;ndert, und ich denke, dies ist ein perfektes Beispiel daf&uuml;r.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/corona-virus-pandemie-ist-laut-us-praesident-joe-biden-vorbei-a-303d3565-a875-4165-b23f-678056ba16ac\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch andere &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; hierzulande berichten &uuml;ber diese Worte des US-Pr&auml;sidenten. Mal sehen, ob sich diese Erkl&auml;rung auch in der ansonsten oftmals US-treuen Bundesregierung &ndash; und insbesondere bei Bundesgesundheitminister Lauterbach, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/karl-lauterbach-ist-zum-corona-erfahrungsaustausch-in-die-usa-gereist-6851116.html\">der k&uuml;rzlich noch in den USA<\/a> war &ndash; durchsetzen wird oder ob die &ldquo;Faktenchecker&rdquo; sie als Fake News entlarven werden &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesundheitsministerium veruntreut Steuergeld f&uuml;r Anzeigenkampagne mit falschen Horrorzahlen<\/strong><br>\nDas Bundesgesundheitsministerium unter Karl Lauterbach (SPD) schaltet f&uuml;r viel Geld Anzeigen in Wochenendbeilagen und Gratisbl&auml;ttern mit einem sogenannten &bdquo;Fakten-Booster&ldquo; zu Corona. Diese betreiben nicht nur Lauterbach-Personenkult, sondern enthalten auch grob falsche Angaben zur Gef&auml;hrlichkeit des Virus. Der Steuerzahler muss daf&uuml;r bezahlen, dass er mit falschen Horrorzahlen erschreckt wird.<br>\nDie Verbreitung der Fakten-Booster l&auml;sst sich das Ministerium pro Ausgabe 5 Mio. Euro kosten, die ersten drei zusammen verschlingen 15 Mio Euro.<br>\nIm Fakten-Booster Nr. 3 vom 6. September mit dem Titel &bdquo;Verdacht auf Covid-19&ldquo; tritt Lauterbach &ndash; unamtlich cool auf Frisur und Brille reduziert &ndash;  auf und wirbt f&uuml;r die h&auml;ufigere Nutzung des Pfizer-Medikaments Paxlovid. Allerdings tut er das inzwischen ohne das Medikament beim Namen zu nennen. Das hat er in der j&uuml;ngeren Vergangenheit oft und deutlich genug getan, sodass alle &Auml;rzte, die von den Patienten auf diese Empfehlung hin angesprochen werden, wissen, was er meint &ndash; zumal sie auf Lauterbachs Initiative f&uuml;r Paxlovid-Verschreibung und Abgabe 15 Euro extra bekommen.<br>\nDoch der Personenkult und die indirekte Medikamentenwerbung sind bei weitem nicht das Schlimmste an diesem teuer verbreiteten Pamphlet. Vielmehr wird darin behauptet (Fettung im Original):<br>\n&bdquo;Etwa 10 Prozent der in Deutschland erkrankten Personen werden aufgrund eines schweren COVID-19-Verlaufs im Krankenh&auml;usern behandelt.&bdquo;<br>\nDas entspricht nicht ann&auml;hernd den Fakten. Nicht einmal die Gr&ouml;&szlig;enordnung stimmt. Aber es ist nat&uuml;rlich geeignet, dem im Bild rechts stehenden Dr&auml;ngen Lauterbachs nach fr&uuml;hzeitiger medikament&ouml;ser Behandlung zur Vermeidung eines sonst angeblich drohenden schweren Verlaufs Nachdruck zu verleihen.<br>\nAls Quelle wird auf den &bdquo;Epidemiologischen Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19&ldquo; des RKI mit Stand vom 26.11.2021 verwiesen, also ein Quelle, die fast ein Jahr alt ist und deren Daten noch &auml;lter sind. Da geht es noch um den Wuhan-Virus, eventuell auch teilweise um die Delta-Variante, die beide sehr viel h&auml;ufiger schwere Krankheitsverl&auml;ufe verursachten als die seit neun Monaten dominierenden Omikron-Varianten. (&hellip;)<br>\nInsgesamt ist es unfassbar, was sich ein Minister in Deutschland in diesen Tagen erlauben kann, ohne entlassen zu werden und ohne dass Rechnungshof und Staatsanw&auml;lte auf den Plan treten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/faktenbooster\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Flut in Pakistan: Diese Katastrophe scheint kaum der Beachtung wert zu sein<\/strong><br>\nPakistan droht in einer Jahrhundertflut unterzugehen. Die &Uuml;berschwemmungen m&uuml;ssen als Warnung vor den Folgen eines universellen Klimakollaps verstanden werden. Warum interessiert das den Rest der Welt nicht?<br>\nEin seit Wochen kaum nachlassender Monsunregen und das Schmelzen der Gletscher haben in Pakistan f&uuml;r eine Flut gesorgt, die ganze Landstriche verw&uuml;stet. Allein in der Provinz Sindh sind 90 Prozent der Ernte vernichtet. Das hei&szlig;t, wer bisher nicht in den Fluten gestorben ist, der droht zu verhungern &ndash; ein Versorgungsnotstand ist unausweichlich. Die Frage lautet, wie schnell der eintritt, wenn 50 Millionen Menschen zu Binnenvertriebenen werden. Satellitenbilder zeigen die schockierende Entstehung eines 100 Kilometer breiten Binnensees in Sindh, der durch das &uuml;berlaufende Wasser des Indus gespeist wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/pakistan-droht-in-einer-jahrhundertflut-unterzugehen\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Afghanistan-Enquete-Kommission &ndash; &bdquo;Damit Eins&auml;tze k&uuml;nftig besser laufen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Enquete-Kommission des Bundestages zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr startet am Montag. Ziel soll sein, Lehren f&uuml;r Missionen in anderen L&auml;ndern abzuleiten.<br>\nDer designierte Vorsitzende der Enquete-Kommission zu den Lehren des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr, Michael M&uuml;ller (SPD), sieht die Arbeit des Gremiums als Voraussetzung f&uuml;r das Gelingen k&uuml;nftiger deutscher Auslandseins&auml;tze. Deutschland sei angesichts der vielen Krisenherde in der Welt gefordert, sagte M&uuml;ller vor der konstituierenden Sitzung am Montag. Dabei n&auml;hmen die Krisen eher zu, die Situation in vielen L&auml;ndern werde wegen Klimaver&auml;nderungen, Kriegen und Hunger schwieriger. Viele Menschen seien auf der Flucht. &bdquo;Es braucht die Schlussfolgerungen aus Afghanistan, damit deutsche Eins&auml;tze k&uuml;nftig besser laufen.&ldquo;<br>\nDabei stelle sich die Frage: &bdquo;Wie k&ouml;nnen wir uns im Vorfeld besser vorbereiten?&ldquo;, und wie k&ouml;nne ein Land so stabilisiert und befriedet werden, dass es auch nach Ende des Einsatzes stabil bleibe. Das sei in Afghanistan auch deshalb nicht gelungen, &bdquo;weil wir nicht die Menschen in der Fl&auml;che erreicht haben.&ldquo; Viele Ver&auml;nderungen h&auml;tten nur die Bev&ouml;lkerung der Hauptstadt Kabul oder anderer gro&szlig;er St&auml;dte erreicht. Doch au&szlig;erhalb davon h&auml;tten viele kein Vertrauen in das deutsche und internationale Engagement oder in die eigene Regierung gehabt.<br>\nDer Bundestag hatte im Sommer die Einsetzung der Kommission beschlossen, die den 20-j&auml;hrigen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan r&uuml;ckblickend analysieren und Lehren f&uuml;r die Zukunft milit&auml;rischer Eins&auml;tze ziehen soll. Zus&auml;tzlich berief der Bundestag einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, dessen Arbeit sich auf die milit&auml;rische Evakuierungsaktion aus Kabul im August 2021 beschr&auml;nkt, die wegen der schnellen R&uuml;ckeroberung des Landes durch die radikal-islamischen Taliban n&ouml;tig wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Afghanistan-Enquete-Kommission\/!5882895\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Afghanistan-Einsatz oder besser -Krieg war aus deutscher Sicht ein einziges teures Desaster, das viel Geld und viele Menschenleben gekostet hat bei gleichzeitig minimalen milit&auml;rischen Erfolgen. (Die Verbesserungen f&uuml;r die Menschen, vor allem f&uuml;r Bildung f&uuml;r die M&auml;dchen und Arbeitsm&ouml;glichkeiten und Rechte f&uuml;r die Frauen, soll man nicht wegdiskutieren; aber sie waren eben begrenzt und nur vor&uuml;bergehend.) Es ist unbegreifbar, dass daraus nicht gelernt wird, dass Deutschland nicht Weltpolizist spielen soll und die Bundeswehr au&szlig;erhalb (maximal) des NATO-B&uuml;ndnisgebiets, eigentlich au&szlig;erhalb der Landesgrenzen, nichts zu suchen hat. Stattdessen will man lernen, wie &ldquo;Eins&auml;tze k&uuml;nftig besser laufen&rdquo;, also unverdrossen auf dem eingeschlagenen Irrweg weiterlaufen. Wahnsinn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verbindliche Absprachen &ndash; Demontage der Linkspartei<\/strong><br>\nHandwerklich muss da noch etwas nachgebessert werden: Dem Vernehmen nach ging der Antrag, mit dem acht Mitglieder der Linke-Bundestagsfraktion faktisch ein parlamentarisches Redeverbot f&uuml;r die Abgeordnete Sahra Wagenknecht durchsetzen wollen, am Montag per Mail beim Fraktionsvorstand ein, als der Text eines Taz-Redakteurs, der &uuml;ber die erfolgte Einreichung des Antrages samt unterst&uuml;tzendem O-Ton von Parteichefin Wissler berichtete, bereits online gegangen war. Ein bisschen peinlich ist der Nachweis, dass der rechte Rand der Linkspartei seine Kampagnen so eng mit dem gr&uuml;nliberalen Blatt koordiniert, dass die Artikel schon fertig vorliegen, bevor die weltumst&uuml;rzenden Ereignisse, &uuml;ber die berichtet wird, sich &uuml;berhaupt zugetragen haben, ja schon. Aber bremsen wird der kleine Lapsus nach Lage der Dinge selbstverst&auml;ndlich keinen Beteiligten. (&hellip;) Nun wird also auf der Grundlage einer ausschlie&szlig;lich von rechts kommenden Kritik an der Wagenknecht-Rede die Machtfrage in der Fraktion gestellt. W&uuml;rde der von den acht Abgeordneten eingereichte Antrag von der Fraktionsversammlung so beschlossen werden, dann liefe das zum einen auf eine formelle Missbilligung dieser Rede, mit der die Linkspartei erstmals seit Menschengedenken wieder ein Millionenpublikum erreicht hat, und zum anderen auf ein weitgehendes Redeverbot f&uuml;r die ehemalige Fraktionschefin im Bundestag hinaus. Die h&auml;tte dann, wie es in dem Antrag beinahe h&ouml;hnisch hei&szlig;t, die &raquo;M&ouml;glichkeit der individuellen Wortmeldung bei der Bundestagspr&auml;sidentin&laquo;. Wagenknecht k&ouml;nnte sich, was kaum plausibel erscheint, einem solchen Votum beugen, oder aber darauf mit ihrem Fraktions- und Parteiaustritt reagieren &ndash; und zweifellos ist es das, worauf dieser Antrag politisch zielt. Nebenbei st&uuml;nde auch der R&uuml;cktritt des Fraktionsvorstandes an. (&hellip;) Die acht treffen ihre Absprachen mit der Taz. Und wenn das alles nach hinten losgeht, freuen sich die Fraktionen von Gr&uuml;nen und SPD eben &uuml;ber ein paar neue &raquo;progressive&laquo; Mitglieder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/435035.verbindliche-absprachen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bezeichnend: Niemand wusste, dass China auf dem Mond landete<\/strong><br>\nDie Unwissenheit ist ein Beleg, wie einseitig grosse Medien &uuml;ber China informieren. Es wird fast nur &uuml;ber Negatives berichtet.<br>\nDie USA haben China vor rund zwanzig Jahren zum &laquo;Feind Nummer eins&raquo; erkl&auml;rt. Seither organisieren das Pentagon und von ihm unterst&uuml;tzte Think-Tanks einen Informationskrieg gegen China. Europ&auml;ische Medien machen auf der Seite der USA kr&auml;ftig mit.<br>\nZu Recht wird immer wieder dar&uuml;ber informiert, dass das chinesische Parteiregime zunehmend autorit&auml;r regiert, die Uiguren unmenschlich behandelt und politisch Andersdenkende immer st&auml;rker unterdr&uuml;ckt.<br>\nDoch im viertgr&ouml;ssten Land der Erde, in dem zwanzig Prozent der Erdbewohner oder mehr als 1,4 Milliarden Menschen wohnen, ist nicht alles schwarz oder weiss. &Uuml;ber positive Entwicklungen wird jedoch sp&auml;rlich informiert. Bald sind wir so weit, dass Verbreiter von guten Nachrichten aus China als &laquo;China-Versteher&raquo; oder &laquo;Xi Jinping-Versteher&raquo; zum Schweigen gebracht werden.<br>\nns Schwarz-weiss-Bild passt beispielsweise, dass China immer wieder als weltweit gr&ouml;sster CO2-Verschmutzer dargestellt wird, indem man die gesamten CO2-Emissionen Chinas mit L&auml;ndern wie Italien oder Frankreich vergleicht, anstatt den Ausstoss pro Kopf zu vergleichen.<br>\nOder dass man von unglaublichen 30 Millionen Chinesen berichtet, die wieder einmal in einen Corona-Lockdown geschickt werden, ohne zu erw&auml;hnen, dass es 30 Millionen von 1,4 Milliarden Einwohnern sind. Mehr als die H&auml;lfte der Chinesinnen und Chinesen kamen seit Ausbruch der Epidemie noch nie mit einem Lockdown in Ber&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/bezeichnend-niemand-wusste-dass-china-auf-dem-mond-landete\/\">Infosperber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-88268","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88268"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88268\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88278,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88268\/revisions\/88278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}