{"id":88372,"date":"2022-09-23T09:45:03","date_gmt":"2022-09-23T07:45:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88372"},"modified":"2022-09-23T10:56:12","modified_gmt":"2022-09-23T08:56:12","slug":"westliche-ueberheblichkeit-als-konfliktloesungsstrategie-hat-sich-noch-nie-bewaehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88372","title":{"rendered":"Westliche \u00dcberheblichkeit als Konfliktl\u00f6sungsstrategie hat sich noch nie bew\u00e4hrt"},"content":{"rendered":"<p>Wie unberechenbar und gemeingef&auml;hrlich demokratisch gew&auml;hlte Politik werden kann, wenn sie sich von einem Gef&uuml;hl der eigenen Gro&szlig;artigkeit berauschen l&auml;sst und dazu eine willige Unterst&uuml;tzung der Zivilgesellschaft erschleicht, sollten wir aus den verheerenden kriegerischen und umweltzerst&ouml;renden Katastrophen tief verinnerlicht haben; dachte man. Dass unsere Demokratien als westliche Wertegemeinschaft den Konflikt mit Russland wie selbstverst&auml;ndlich im Stile der vergangenen Jahrhunderte aus einem &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl der eigenen Ethnie zu l&ouml;sen begannen und nun mit erhabener Begeisterung im Namen des Guten das B&ouml;se aus den Russen jagen, zeugt von einer Wiederbelebung der Ideologien der abendl&auml;ndischen Herrschaftssysteme, die man l&auml;ngst &uuml;berwunden glaubte. Von <strong>Pentti Turpeinen<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6917\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-88372-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220922_Westliche_Ueberheblichkeit_als_Konfliktloesungsstrategie_hat_sich_noch_nie_bewaehrt_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220922_Westliche_Ueberheblichkeit_als_Konfliktloesungsstrategie_hat_sich_noch_nie_bewaehrt_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220922_Westliche_Ueberheblichkeit_als_Konfliktloesungsstrategie_hat_sich_noch_nie_bewaehrt_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220922_Westliche_Ueberheblichkeit_als_Konfliktloesungsstrategie_hat_sich_noch_nie_bewaehrt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=88372-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/220922_Westliche_Ueberheblichkeit_als_Konfliktloesungsstrategie_hat_sich_noch_nie_bewaehrt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"220922_Westliche_Ueberheblichkeit_als_Konfliktloesungsstrategie_hat_sich_noch_nie_bewaehrt_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Mit der demokratischen Politik konnten Ungerechtigkeiten in den Nationalstaaten grundlegend beseitigt werden: B&uuml;rger- und Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, individuelle Freiheiten, Gesundheitswesen usw. geh&ouml;ren zum Standard. Aber die Demokratien blieben Nationalstaaten, die sich nach au&szlig;en wie nach innen von den alten Ideologien der eigenen Glorie leiten lie&szlig;en. Es r&auml;cht sich nun, dass unsere Demokratien die Art ihrer Selbstlegitimation unkritisch, in gutgl&auml;ubiger Ehrfurcht, von ihren Amtsvorg&auml;ngern &uuml;bernommen haben.<\/p><p>Ein Gespenst geht wieder um in Europa. Diesmal ist es nicht das Gespenst des Kommunismus, sondern der aufgeweckte abendl&auml;ndische Geist, der uns im glorreichen Namen der vergangenen Weltreiche, Imperien, nationalistischen Ideologien, im gewohnt kultivierten Hochmut, zu r&uuml;cksichtsloser Gewalt untereinander und weltweit animiert hat. Diese Tradition pr&auml;gt nun wieder unser Verhalten. So erleben wir unser Treiben von jeglichen Gewissensbissen befreit, f&uuml;hlen uns wie die K&auml;mpfer von fr&uuml;heren Zeiten auf ihren heiligen Eroberungsz&uuml;gen. Im Dienste der westlichen Wertegemeinschaft k&ouml;nnen wir ja nur Gutes vollbringen; B&ouml;ses machen immer die Anderen, diese Ungebildeten, Minderwertigen, Barbaren, Russen, Chinesen.<\/p><p>Die heutigen Demokratien meinen, im Geiste der abendl&auml;ndischen Herrschaftsgebilde verpflichtet zu sein, ihre Interessen mit einem nationalen Ruhm und Glanz zu legitimieren. In diesem altvertrauten internationalen Wettkampf um das &bdquo;Wer ist der Gro&szlig;artigste auf der ganzen Welt&ldquo; haben sich die Beteiligten auf harte Bandagen geeinigt. Und da sie nicht gelernt haben, die Zusammenh&auml;nge und Folgen ihres Handelns zu reflektieren, reproduzieren sie in alten Manieren ihre Katastrophen unbek&uuml;mmert immer fort.<\/p><p>Bestens informierende, warnende Stimmen zu diesem Tun und Lassen gab es immer. Aber im Stile der l&auml;ngst &uuml;berholten Herrschaftssysteme wei&szlig; auch die westliche Wertegemeinschaft sich zu wehren und nachdenkliche Analysen &uuml;ber ihr unzeitgem&auml;&szlig;es Handeln als eine unverzeihliche Majest&auml;tsbeleidigung zu bestrafen: Du Verschw&ouml;rungstheoretiker, Verr&auml;ter, du, der hohen westlichen Werte L&auml;sterer! So vermittelt auch die westliche Wertegemeinschaft wie selbstverst&auml;ndlich ihre Werte als unantastbar und universell g&uuml;ltig und sch&uuml;tzt ihre weltpolitischen Abenteuer mit Hilfe der &ouml;ffentlich-medialen Einstimmigkeit emp&ouml;rt vor jeglicher Kritik. <\/p><p>Die naturgegebene &Uuml;berlebensf&auml;higkeit, gemeinschaftlich aus den eigenen Fehlern zu lernen, wird gewohnheitsm&auml;&szlig;ig auf das Funktionieren der Demokratie im Inneren reduziert. Dass auch die demokratischen Nationen die Machtk&auml;mpfe untereinander und die Brutalit&auml;t gegen andere V&ouml;lker mit der eigenen Gro&szlig;artigkeit legitimieren, wird von den Beteiligten nach wie vor nicht als Fehlverhalten erkannt, sondern als Selbstverst&auml;ndlichkeit hingenommen. <\/p><p>Waren es bis zum Zweiten Weltkrieg im westlichen Kulturkreis einzelne Nationen, die ihre Einzigartigkeit anderen aufzwingen wollten, f&uuml;hlt sich nun die vereinte westliche Wertegemeinschaft in dieser eingefleischten Tradition berufen, die ganze Menschheit mit unserem Lebensstil und -ideal zu begl&uuml;cken. In den hochkultivierten Fu&szlig;stapfen der vormaligen Lenker und Denker des Abendlandes bewundert sich nun die heutige Werte-Westen-&Ouml;ffentlichkeit im Spieglein des Weltgeschehens an der Wand als einen g&uuml;tigen Retter der Welt. <\/p><p>Das unbeschreibliche Elend, das die abendl&auml;ndischen M&auml;chte &uuml;ber die Menschheit in den letzten Jahrhunderten verbreitet haben, und unter deren Folgesch&auml;den ein Gro&szlig;teil der V&ouml;lker der Welt noch lange zu leiden haben, h&auml;tte uns eine Lehre sein m&uuml;ssen. So wie es uns Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg vorgemacht und sich bis vor kurzem um die Vers&ouml;hnung und Zusammenarbeit mit anderen Kulturen aufrichtig bem&uuml;ht hat. Die glorreichen Siegerm&auml;chte haben leicht am&uuml;siert diese &bdquo;Nie wieder Krieg&ldquo;-&Uuml;berzeugung und Wiedergutmachungsbem&uuml;hungen eines Verlierers begleitet, erkannten aber dabei keinen Anlass, ihre eigene Schuldigkeit am Elend der Welt zu reflektieren; und haben damit die Chance verpasst, die l&auml;ngst f&auml;llige geistige Entwicklungsstufe einzuleiten: Aus den Fehlern zu lernen! <\/p><p>Auch wenn der Werte-Westen einen elenden Niedergang erleben sollte, w&uuml;rde er Schuld und S&uuml;hne bei den anderen suchen. Die mehrfach aufgekl&auml;rten abendl&auml;ndischen M&auml;chte haben seit Jahrhunderten zielstrebig und effektiv eine Art kulturellen Autismus entwickelt, erleben sich in ihrer Rationalit&auml;t anderen Kulturen hoch &uuml;berlegen, sind unf&auml;hig, mit fremden V&ouml;lkern einander bereichernd zu kommunizieren, feiern ihre stereotypen Verhaltensweisen als gottgegebene, engagieren sich mit viel Phantasie und voller Erfindungsdrang f&uuml;r die Gestaltung ihrer strikt festgelegten Macht-Profit-Lebensweise, ehren nur den eigenen Lebensstil und erziehen ihre B&uuml;rger dazu, Empathie f&uuml;r Gleichgesinnte im Kampf gegen das B&ouml;se zu praktizieren. <\/p><p>Die abendl&auml;ndischen Kulturen haben au&szlig;ergew&ouml;hnliche geistig kulturelle und wissenschaftlich-technische Leistungen vollbracht. Und da die bewundernswerten Errungenschaften in der Regel von einem jeweiligen Machtgebilde erm&ouml;glicht wurden, haben sie diese wie selbstverst&auml;ndlich zur Legitimation der eigenen &Uuml;berlegenheit und Gro&szlig;artigkeit benutzt. Mit dieser Einstellung wurde es zu einer eitlen Gewohnheit, V&ouml;lker und Kulturen mit anderen &Uuml;berlebenstraditionen als unterentwickelte Primitive zu bezeichnen; bis heute. <\/p><p>Sich gemeinschaftlich wahrnehmend als Mitgestalter des eigenen Lebens zu sp&uuml;ren, in etwas Gr&ouml;&szlig;erem als sich selbst aufzugehen, ist eine naturgegebene, gemeinschaftliche &Uuml;berlebensstrategie. Mit der Entwicklung der Sprachkultur wird dieses nicht zu beschreibende Gef&uuml;hl erfolgreich in kommunizierbare spirituelle und weltliche Ideologien &uuml;bertragen. Und die Machtsysteme wussten von Anbeginn, die menschliche Gutgl&auml;ubigkeit kreativ zu ihrem Vorteil zu nutzen. So wie man gewohnt ist, den Sinn seines Lebens in der Grandiosit&auml;t eines Imperiums, eines von Gott gesegneten K&ouml;nigreichs, einer stolzen Nation usw. zu sp&uuml;ren, reicht in unseren gegenw&auml;rtigen Zeiten der unbegrenzten Oberfl&auml;chlichkeiten schon das Gef&uuml;hl von der geistig-k&ouml;rperlichen Identit&auml;t mit den westlichen Werten zu einer Art erhabene Erhebung. <\/p><p>Indem man die Bedingtheit seines eigenen Denkens, der eigenen Weltbilder und Ideologien, nicht reflektiert, gewissenhaft sich nur an die Spielregeln h&auml;lt, ohne das Spiel in einem umfassenden Kontext zu begreifen, verliert auch die westliche Wertegemeinschaft den Blick f&uuml;r die Folgen ihres Handelns. Man l&auml;sst sich un&uuml;berlegt von der eigenen Gro&szlig;artigkeit leiten, &uuml;berzeugt, die Menschheit mit unseren universellen Werten in Wohlstand und Freiheit zu f&uuml;hren. &bdquo;We are the champions of the world&ldquo; in eine offizielle Hymne der westlichen Wertegemeinschaft umzuinterpretieren, w&auml;re angemessen.<\/p><p>Die aufw&uuml;hlende Politik der westlichen Wertegemeinschaft hat die Innenpolitik im Nu in einen Nebenschauplatz verwandelt. Die Parteipolitik kann sich nun als Gestalter der Weltpolitik feiern lassen, k&auml;mpft f&uuml;r die ehrenwerten Ziele des Westens statt f&uuml;r bessere Lebensbedingungen der eigenen W&auml;hlerschaft und staunt wohl selber, wie willig die ehemals kritischen Einstellungen der politisch engagierten Zivilgesellschaft, Medien inbegriffen, in eine enthusiastische Unterst&uuml;tzung der westlichen Wertegemeinschaft verwandelt werden konnten; bis jetzt. Davon hat die Parteipolitik wohl immer getr&auml;umt: Keine kritischen Stimmen zu h&ouml;ren, nur Zustimmung, egal was man sagt und tut. <\/p><p>Auch im Dienste der H&ouml;heren Westlichen Werte bleibt die alte Selbstverst&auml;ndlichkeit g&uuml;ltig: Unsere Stammesbr&uuml;der und -schwestern voller Mitgef&uuml;hl retten und Fremde hemmungslos untergehen lassen. Dass wir alle Menschen sind, gleichwertig und in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit am ehesten &uuml;berlebensf&auml;hig; mit dieser weltl&auml;ufigen Erkenntnis tut sich unsere theoretische wie auch praktische Vernunft noch schwer. Der Mensch wird als ein mit den au&szlig;ergew&ouml;hnlichen abendl&auml;ndischen Charakterz&uuml;gen ausgestatteter Feingeist definiert; bis heute. Das philosophische Denken h&ouml;rt f&uuml;r uns eben an der Ostgrenze Griechenlands auf. Und indem die westliche Kultur nur sich bejubelt, verpasst sie die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Kulturen die unendlichen Potentiale der menschlichen Kreativit&auml;t zu entdecken und zu entfalten. Elton John hat die Lage zutreffend beschrieben: &bdquo;It&rsquo;s sad, so sad, it&rsquo;s a sad sad situation, and it&rsquo;s getting more and more absurd&ldquo;.<\/p><p>Die hochkultivierte westliche Wertegemeinschaft hat auch die eine bew&auml;hrte Tradition kunstvoll weiter entwickelt, sprachliche Ausdr&uuml;cke zu simplifizieren. Mit Erfolg. Sei es in Diskussionen mit meinen Stammesbr&uuml;dern in der nordfinnischen Wildmark. Die weltpolitische Analyse reduziert sich auch dort auf eine selbst&uuml;berzeugend vorgetragene Anklage: Putin ist an allem Schuld. Basta! Mit einem sanften Lockruf zu erhabenen weltumspannenden Heldentaten wurden die Finnen aus ihrem jahrzehntelangen provinziellen Tiefschlaf der Neutralit&auml;t aufgeweckt und haben nun mit Begeisterung die einmalige Chance wahrgenommen, mit der westlichen Weltpolitik das B&ouml;se aus den Seelen der V&ouml;lker zu vertreiben. Die grundlegenden Denkmuster dazu hat man sich schon mit Bravour angeeignet. Andersdenkende werden von Freunden, Bekannten und Verwandten auch dort sofort als verwirrte Propagandisten des hinterh&auml;ltigen Feindes erkannt. Aber man bleibt, so wie hier, tolerant; der alten Freundschaft willen werde ich nicht g&auml;nzlich ausgesto&szlig;en. Noch nicht. <\/p><p>Wer Augen hat, der sehe, wer Ohren hat, der h&ouml;re, und wer einen Leib hat, der sp&uuml;re: Die finsteren Zeiten haben unsere Insel der Seligen erreicht. Mit Weltherrschaftsideologien der vergangenen Zeiten sein wirtschaftspolitisches Handeln zu legitimieren, ist nicht nur out of time, sondern in seiner R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit eine unzeitgem&auml;&szlig;e Begeisterung f&uuml;r den &bdquo;highway to hell&ldquo;.<\/p><p>In den bestens fundierten warnenden Stimmen aus den fr&uuml;heren Zeiten kann man kopfsch&uuml;ttelnd nachlesen, wie leichtsinnig man sich auch damals in folgenschwere Katastrophen leiten lie&szlig;. Dass wir l&auml;ngst eine globale Lebensgemeinschaft geworden sind, hat die aufgekl&auml;rte westliche Wertegemeinschaft nicht erkennen wollen, pflegt stattdessen in ihrem Demokratieverst&auml;ndnis ihre Abh&auml;ngigkeit von den nichtbew&auml;hrten Ideologien, schiebt in ihrer Naivit&auml;t das Aus-den-eigenen-Fehlern-lernen-M&uuml;ssen auf sp&auml;tere Generationen. <\/p><p>Unser &Uuml;berleben mit der Erde verlangt eine gemeinschaftliche Kreativit&auml;t des partnerschaftlichen Denkens und Handelns. L&auml;ngst bekannt, j&uuml;ngst vergessen. Aber die oldschool &bdquo;Autisten&ldquo; der westlichen Wertegemeinschaft haben doch noch eine wundervolle M&ouml;glichkeit, frei nach Schopenhauer, unseren Lebensstil grundlegend zu modernisieren: Indem sie beginnen, aus den eigenen Fehlern zu lernen, bekommt unser Wille seine zeitgem&auml;&szlig;e Chance, die Welt als eine gemeinschaftliche Vorstellung demokratisch zu gestalten.<\/p><p>Titelbild: <a href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/g\/ViktorPrazis\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">Prazis Images<\/a> \/ shutterstock<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=85081\">Einstiges Friedensprojekt EU versinkt im Rausch eines kriegerischen Nationalismus<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88331\">Die R&uuml;ckkehr des Imperialismus und der Ged&auml;chtnisverlust<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/a49543a18c564c94a5b42c25e015cb39\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie unberechenbar und gemeingef&auml;hrlich demokratisch gew&auml;hlte Politik werden kann, wenn sie sich von einem Gef&uuml;hl der eigenen Gro&szlig;artigkeit berauschen l&auml;sst und dazu eine willige Unterst&uuml;tzung der Zivilgesellschaft erschleicht, sollten wir aus den verheerenden kriegerischen und umweltzerst&ouml;renden Katastrophen tief verinnerlicht haben; dachte man. 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