{"id":88450,"date":"2022-09-23T12:58:06","date_gmt":"2022-09-23T10:58:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88450"},"modified":"2022-09-23T12:58:06","modified_gmt":"2022-09-23T10:58:06","slug":"leserbriefe-zu-ein-wirtschaftskrieg-ist-ein-wirtschaftskrieg-und-die-regierung-hat-ihn-vom-zaun-gebrochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88450","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEin Wirtschaftskrieg ist ein Wirtschaftskrieg \u2013 und die Regierung hat ihn vom Zaun gebrochen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Tobias Riegel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88309\">kommentiert hier<\/a> insbesondere die deutsche Politik zum Krieg in der Ukraine. Westliche Regierungen w&uuml;rden mit einem radikalen Wirtschaftskrieg auf einen &bdquo;milit&auml;rischen&ldquo; Krieg reagieren. Krieg und Wirtschaftskrieg w&uuml;rden sich nicht ausschlie&szlig;en. Die anti-russischen Sanktionen und ihre Folgen f&uuml;r die eigenen B&uuml;rger k&ouml;nnten jedoch nicht mit einem russischen Angriff gerechtfertigt werden. Sie k&ouml;nnten kurzfristig keinen Einfluss auf den Kriegsverlauf nehmen. Sie w&uuml;rden allerdings wie &bdquo;ein wirtschafts- und geopolitischer Angriff auf Resteuropa, mehr noch als auf Russland&ldquo; erscheinen. Und: Auch die verbreitete Argumentation von der angestrebten Unabh&auml;ngigkeit von russischer Energie sei &bdquo;l&auml;ngst zur Farce geworden, weil die neuen Abh&auml;ngigkeiten nicht nur teurer und klimasch&auml;dlicher, sondern auch moralisch fragw&uuml;rdiger als die von Russland&rdquo; seien. Abschlie&szlig;end wird festgestellt, dass die &bdquo;selbstzerst&ouml;rerische Situation&ldquo; schnell durch Verhandlungen mit Russland gel&ouml;st werden m&uuml;sse. Dabei m&uuml;ssten u.a. auch berechtigte russische Sicherheitsbedenken bedacht werden. Danke f&uuml;r die interessanten Zuschriften, in denen auch abweichende Meinungen ge&auml;u&szlig;ert werden. Hier nun die Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, <\/p><p>ist es so: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Westliche Regierungen reagieren momentan (entgegen ihren bisherigen au&szlig;enpolitischen Praktiken) mit einem radikalen Wirtschaftskrieg auf einen &bdquo;milit&auml;rischen&ldquo; Krieg.&rdquo; ?\n<\/p><\/blockquote><p>Nein! Sondern: <\/p><p>Der Wirtschaftschaftskrieg des Westens gegen Russland begann lange vor dem Russischen Einmarsch in die Ukraine. <\/p><p>&Uuml;ber die Hintergr&uuml;nde kann man <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88304%20\">hier mehr erfahren<\/a>.<\/p><p>Mit einem Satz: Die Aggression geht eindeutig von den USA aus, wirtschaftlich und milit&auml;risch. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nRolf Henze <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>von einem &ldquo;Wirtschaftskrieg&rdquo; gegen Russland darf nicht gesprochen werden, weil Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine f&uuml;hrt? Die von Ihnen zitierten deutschen und EU-Politiker machen mit ihrer martialischen Sprache (z.B. Annalena Baerbock: &ldquo;Russland ruinieren&rdquo;) mehr als deutlich dass seitens der NATO sehr wohl ein Wirtschaftskrieg gegen Russland gef&uuml;hrt wird.<\/p><p>Unser Medien-Mainstream kritisiert zu Recht, dass die russische Regierung den Ukraine-Krieg nicht &ldquo;Krieg&rdquo;, sondern &ldquo;Milit&auml;roperation&rdquo; nennt. Der Blick in Wikipedia zeigt allerdings, dass diese den Angriffskrieg von Bushs &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo; gegen den Irak in der &Uuml;berschrift als &ldquo;Krieg&rdquo;, im Text jedoch ebenfalls als &ldquo;Milit&auml;roperation&rdquo; bezeichnet, Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine hingegen sowohl in der &Uuml;berschrift als auch im Text einen &ldquo;&Uuml;berfall&rdquo; nennt. Den gleichen Doppelstandard legen Politiker und Medien hierzulande an, wenn sie den Terminus &ldquo;Wirtschaftskrieg&rdquo; gegen Russland f&uuml;r sakrosankt erkl&auml;ren.<\/p><p>Die US-Angriffskriege der vergangenen Jahrzehnte waren unprovoziert, mit L&uuml;gen gerechtfertigt und aus eigens&uuml;chtigen Motiven betrieben worden. So zum Beispiel Bushs Krieg gegen den Irak (an dem im &Uuml;brigen auch die Ukraine beteiligt war), f&uuml;r den auch der damalige Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Senatsausschusses, Joe Biden sowie dessen au&szlig;enpolitischer Berater, Antony Blinken, die Werbetrommel ger&uuml;hrt hatten. Gerechtfertigt wurde dieser Angriffskrieg mit angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen und der angeblichen irakischen Mitverantwortung f&uuml;r &ldquo;9\/11&rdquo;. Die US-Regierung wusste bereits zum Zeitpunkt ihres Irak-Angriffs, dass beides gelogen war. Ziel des Irakkriegs war vielmehr vor allem der US-Zugriff auf die irakischen &Ouml;l- und Gasvorkommen sowie die Einrichtung neuer US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte.<\/p><p>Die Folge dieses Angriffskriegs: Hunderttausende get&ouml;teter irakischer Zivilisten, die Zerst&ouml;rung gro&szlig;er Teile der irakischen Infrastruktur und das Entstehen des IS. Welche Sanktionen im wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Sektor gab es seinerzeit gegen die USA? Keine einzige!<\/p><p>Der momentane russische Krieg gegen die Ukraine ist v&ouml;lkerrechtswidrig. Man darf hierbei allerdings auch nicht au&szlig;er Acht lassen, dass es in den Monaten und Jahren vor Kriegsausbruch zumindest Anl&auml;sse f&uuml;r massive russische Ver&auml;rgerung gab (bzw. gibt):<\/p><ul>\n<li>Wortbr&uuml;chige und &uuml;berfl&uuml;ssige NATO-Osterweiterung,<\/li>\n<li>nationalistischer, gewaltsamer, US-gest&uuml;tzter und gegen die ukrainische Verfassung versto&szlig;ender Staatsstreich 2014,<\/li>\n<li>direkt darauf folgend: Ank&uuml;ndigung einer nationalistischen Politik der Putschregierung gegen die russisch-st&auml;mmigen Ukrainer in der Ostukraine und auf der Krim,<\/li>\n<li>mit NATO-Duldung: keine Umsetzung Minsk 2-Abkommen durch die ukrainische Regierung,<\/li>\n<li>Krieg gegen die Ostukraine ab 2014 (OSZE: 14.000 Tote bis 24.02.2022; dieser Krieg und diese Kriegstoten haben Politik und Medien hierzulande nie interessiert),<\/li>\n<li>Dezember 2021: Verweigerung von Sicherheitsgarantien f&uuml;r Russland durch die NATO (diese wurden von der NATO mit unglaublicher Arroganz vom Tisch gewischt),<\/li>\n<li>Ank&uuml;ndigung Selenskyjs auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz im Januar, die Ukraine atomar bewaffnen zu wollen,<\/li>\n<li>massive Ausweitung des Raketenbeschusses der Ostukraine durch die ukrainische Armee ab 16.02.2022 (durch die OSZE dokumentiert).<\/li>\n<\/ul><p>Wer heute den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine &ldquo;unprovoziert&rdquo; nennt, sollte erkl&auml;ren, als was er dann zum Beispiel den US-Angriffskrieg gegen den Irak im Jahre 2003 bezeichnen m&ouml;chte.<\/p><p>Damit stellt sich zugleich die Frage an jene politischen und medialen Kreise, die heute den Terminus &ldquo;Wirtschaftskrieg gegen Russland&rdquo; mit der Begr&uuml;ndung verdammen, Russland f&uuml;hre doch einen Angriffskrieg gegen die Ukraine: Wieso diese inszenierte Emp&ouml;rung und Doppelz&uuml;ngigkeit, wo es doch gerade diesen Kreisen zum Beispiel bei Bushs Irak-Angriffskrieg nicht einmal im Traum eingefallen w&auml;re, auch nur die kleinste Sanktion (zwecks Wahrung des sch&ouml;nen Scheins) zu fordern? Im Gegenteil: Jeder, der auch nur minimale Sanktionen gefordert h&auml;tte, w&auml;re umgehend des &ldquo;Antiamerikanismus&rdquo; geziehen worden. W&auml;ren auch nur zehn Prozent jener gegen Russland verh&auml;ngten Wirtschaftssanktionen gegen die USA gefordert worden, dann h&auml;tten diese polit-medialen Kreise gezetert, einen &ldquo;Wirtschaftskrieg&rdquo; gegen die USA w&uuml;rde man ganz entschieden ablehnen. Doppelmoral und Heuchelei liegen nach meiner Einsch&auml;tzung bei deren heutigem, v&ouml;llig andersgeartetem Verhalten, offen vor aller Augen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG&uuml;nter Kieren<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Tobias Riegel, <\/p><p>vielen lieben Dank f&uuml;r diesen wieder einmal wichtigen und deutlichen Artikel (nicht Kommentar) den ich &ndash; bis auf eine vermeintlich winzige Kleinigkeit &ndash; vollumf&auml;nglich bef&uuml;rworte. <\/p><p>Ja, Russland ist milit&auml;risch in die Ukraine vorgedrungen! Aber hat Russland damit einen (milit&auml;rischen) &ldquo;Krieg&rdquo; begonnen oder das V&ouml;lkerrecht verletzt?<br>\nSie schreiben in Ihrem Artikel selbst &rdquo; Russland hat einerseits diesen Krieg (nach einer langen Vorgeschichte und zahlreichen ignorierten Roten Linien) begonnen.&rdquo;. <\/p><p>Wer die &ldquo;lange Vorgeschichte&rdquo; mit seinen ca. 14.000 durch das ukrainische Milit&auml;r get&ouml;teten insbesondere russischst&auml;mmigen Menschen im sog. &ldquo;Donbass&rdquo; und den im Vorfeld unendlich vielen Deeskalations-\/Verhandlungsversuchen seitens Russlands (welche von den USA immer zur&uuml;ckgewiesen wurden -warum?) kennt bzw. dar&uuml;ber informiert ist, kann durchaus zu dem Schluss kommen, dass es sich bei dem Vormarsch der russischen Truppen auf ukrainisches Gebiet insbesondere um einen (echten) Akt der humanit&auml;ren Hilfe sowie um Selbstverteidigung handelt. So ist in diesem Zusammenhang meines Erachtens (m.E.) auch die Aussage Putins zu verstehen das es sich nicht um einen &ldquo;Krieg&rdquo; handelt sondern um eine &ldquo;Milit&auml;r- bzw. Spezialoperation&rdquo;! Aus geopolitischer bzw. geostrategischer Sicht der USA\/NATO muss die &ldquo;lange Vorgeschichte&rdquo; m.E. auch als bewusste Provokation Russlands gesehen werden! <\/p><p>Bei detaillierter Betrachtung des V&ouml;lkerrechts kann man durchaus &ndash; wenn nicht sogar zwingend &ndash; zu dem Schluss kommen, dass das Vorgehen Russlands v&ouml;lkerrechtskonform ist! <\/p><p>Das V&ouml;lkerrecht (Quelle &ldquo;Anti-Spiegel&rdquo;) <\/p><p>Im V&ouml;lkerrecht gibt es zwei Bestimmungen, die einander widersprechen. Da ist zum Einen die Unverletzbarkeit der Grenzen von Staaten und zum Anderen das Selbstbestimmungsrecht der V&ouml;lker. Was also tun, wenn die Bev&ouml;lkerung in einem Teil eines Staates sich von dem Zentralstaat lossagen m&ouml;chte und diese beiden Vorschriften einander widersprechen? <\/p><p>Fr&uuml;her war das eine ungekl&auml;rte Frage, weil beide Bestimmungen im V&ouml;lkerrecht gleichberechtigt waren. Das hat der Westen nach der vom Westen unterst&uuml;tzten Abspaltung des Kosovo von Jugoslawien ge&auml;ndert, indem er sich an den Internationalen Gerichtshof gewandt und um eine Entscheidung zu der Frage gebeten hat. Alle Staaten des Westens haben in ihren Eingaben an den Gerichtshof daf&uuml;r argumentiert, dass eine Region sich von ihrem Zentralstaat lossagen kann und dass das nicht dem V&ouml;lkerrecht widerspricht. <\/p><p>Der Gerichtshof ist in seiner Entscheidung dieser Linie gefolgt und hat entschieden, dass es nicht gegen das V&ouml;lkerrecht verst&ouml;&szlig;t, wenn sich eine Region von ihrem Zentralstaat lossagt, auch wenn das den Gesetzen und der Verfassung des Zentralstaates widerspricht. Damit hat der Westen sich zwar die Aktion mit dem Kosovo im Nachhinein legalisiert, aber er hat auch die B&uuml;chse der Pandora ge&ouml;ffnet, denn nun k&ouml;nnen sich auch andere Volksgruppen und Landesteile in aller Welt, die sich f&uuml;r unabh&auml;ngig erkl&auml;rt haben oder das tun m&ouml;chten, auf den Pr&auml;zedenzfall Kosovo berufen. <\/p><p>Und genau das ist in der Ukraine passiert. Im Mai 2014 gab es auch im Donbass Referenden, was jedoch im Westen wenigen Menschen bekannt ist. Das Ergebnis war, &auml;hnlich wie auf der Krim, eine &uuml;berw&auml;ltigende Zustimmung zu eine Vereinigung mit Russland. Daher haben sich die Donbass-Republiken von der Ukraine unabh&auml;ngig erkl&auml;rt, was gem&auml;&szlig; Kosovo-Urteil des Internationalen Gerichtshofs vollkommen vom V&ouml;lkerrecht gedeckt ist. <\/p><p>Russland hat deren Unabh&auml;ngigkeit im Februar 2022 anerkannt, mit ihnen Beistandsabkommen geschlossen, und Russland ist, als die Ukraine den Beschuss des Donbass Ende Februar verst&auml;rkt hat &ndash; den Beistandsabkommen entsprechend &ndash;, den Donbass-Republiken zu Hilfe gekommen. Nach dem vom Westen selbst geschaffenen Pr&auml;zedenzfall Kosovo handelt Russland vollkommen im Rahmen des V&ouml;lkerrechts, von einem &bdquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg&ldquo; kann nicht die Rede sein. <\/p><p>Man kann &uuml;ber die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der russischen Ma&szlig;nahmen diskutieren, dass sie zeitweise so weit vorger&uuml;ckt war. Allerdings h&auml;tte Russland da sehr gute Argumente, denn solange Kiew absichtlich Wohngebiete im Donbass beschie&szlig;t, hat Russland das Recht, die Kiewer Kr&auml;fte zum Schutz der Zivilisten im Donbass weiter zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. <\/p><p>Der Unterschied zwischen Milit&auml;roperation und Krieg (Quelle &ldquo;Anti-Spiegel&rdquo;)<br>\nKrieg seitens Russland w&auml;re eine radikale Ver&auml;nderung der Lage, denn egal, wie sehr die westlichen Medien davon fabulieren, Russland w&uuml;rde in dem Konflikt hemmungslos und brutal vorgehen, es stimmt einfach nicht, wie insbesondere von unz&auml;hligen Menschen im Donbass berichtet und von vielen Quellen best&auml;tigt. Selbst in vollkommen zerst&ouml;rten St&auml;dten wie Mariupol, Wolnowacha oder Severodonezk haben Menschen einhellig berichtet, dass die Zerst&ouml;rungen von ukrainischem Beschuss herr&uuml;hren. Die russische Armee geht (bisher) verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig zur&uuml;ckhaltend vor &ndash; was die &ldquo;Milit&auml;roperation&rdquo; kennzeichnet.<br>\nRussland spricht genau aus dem Grund von einer Milit&auml;roperation gegen die ukrainische Nazi-Regierung und nicht von einem Krieg gegen die Ukraine. Aus diesem Grund funktioniert die zivile Infrastruktur in der Ukraine auch noch, denn zumindest die Stromversorgung, die der gegnerischen Armee hilft, w&auml;re &ndash; wenn Russland Krieg f&uuml;hren w&uuml;rde &ndash; in vielen Teilen der Ukraine ein legitimes milit&auml;risches Ziel, aber die russische Armee beschie&szlig;t sie nicht. Das gilt auch f&uuml;r vieles andere, denn in der Ukraine geht das Leben jenseits der Front weitgehend seinen normalen Gang, es gibt Wasser, Strom, Heizung und so weiter. W&uuml;rde Russland sich im Krieg mit der Ukraine sehen, w&uuml;rde es all das nicht mehr geben und die russische Armee w&auml;re viel weiter vorger&uuml;ckt, weil sie weniger R&uuml;cksicht genommen und es weniger Widerstand gegeben h&auml;tte. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der NDS,&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nin vielen Beitr&auml;gen und Reden, herausragend die von Sahra Wagenknecht, wird die Abkehr von der zerst&ouml;rerischen Sanktionspolitik gefordert.<\/p><p>Meine Hypothese:<\/p><p>Ziel der Sanktionspolitik ist ein gro&szlig; angelegtes Enteignungsprogramm der B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen zugunsten der Gro&szlig;konzerne und Superreichen.<\/p><p>Tobias Riegel schreibt an einer Stelle, f&uuml;hrt dies aber nicht weiter aus:<\/p><blockquote><p>\n&rdquo; Au&szlig;erdem k&ouml;nnen die Sanktionen und ihre Folgen f&uuml;r die eigenen B&uuml;rger nicht mit dem russischen Angriff gerechtfertigt werden, weil sie kurzfristig keinen Einfluss auf den Kriegsverlauf nehmen. Die Sanktionspolitik erscheint darum eher wie ein wirtschafts- und geopolitischer Angriff auf Westeuropa, mehr noch als auf Russland. &rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wir B&uuml;rger waren schon immer die &lsquo;cash cow&rsquo;, an denen sich eine reiche Elite r&uuml;cksichtslos bedient hat. Und w&auml;hrend wir steuerzahlenden B&uuml;rger dem Finanzamt akribisch jede l&auml;cherlich kleine Steuererleichterung nachweisen m&uuml;ssen, transferiert eben diese Elite, mit Hilfe von Politikern, spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien oder Verm&ouml;gensverwaltern wie Blackrock ihr Millionen-Verm&ouml;gen steuerfrei in Steueroasen.<\/p><p>Da von Finanzexperten der Zusammenbruch des Kapitalismus vorausgesagt wird, will diese Elite durch ein digitales &Uuml;berwachungssystem wie in China, mithilfe eines Sozialpunktesystems (in einigen europ&auml;ischen L&auml;ndern bereits in der Erprobung), mit fadenscheinigen Begr&uuml;ndungen wie Terrorismusabwehr oder Klimaschutz, die B&uuml;rger steuern oder besser gesagt maximal ausbeuten. So werden wir wie die sog. Nutztiere in die Produktions-, Impf- und Konsumboxen getrieben und wer nicht mitmacht, wird sanktioniert, z. B. durch Kontosperrungen (siehe in Kanada das Notstandsgesetz gegen Truckerdemonstranten). Mittels Biotechnologie wird dieses totalit&auml;re System den Menschen zu einem steuerbaren, seelenlosen Wesen machen. Nachzulesen z. B. in Texten des Weltwirtschaftsforums:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die 4. Industrielle Revolution ist ein vom Weltwirtschaftsforum und dessen Chef, Klaus Schwab, vertretenes&nbsp;Konzept, das das Verschmelzen von Mensch, k&uuml;nstlicher Intelligenz und Technik propagiert.&rdquo;1\n<\/p><\/blockquote><p>Auf eben diesem Weltwirtschaftsforum hat Olaf Scholz sich im Januar zur sog. Transformation bekannt.<\/p><p>Zwischenschritt auf dem Weg dorthin ist die durch die Coronapolitik eingeleitete Zerst&ouml;rung des Mittelstandes zugunsten gro&szlig;er Unternehmen, nach dem Plan von Mario Draghi:<\/p><p>&lsquo;Draghis (&hellip;) Leitfaden zur &bdquo;Wiederbelebung und Restrukturierung des Unternehmenssektors&ldquo; (&hellip;). Er l&auml;uft darauf hinaus, die Kleinen untergehen zu lassen, Heuschrecken die Mittelst&auml;ndler ausschlachten und die Konzerne den Rest &uuml;bernehmen zu lassen.&rsquo;2<\/p><p>Profitiert haben z. B. Amazon und Autokonzerne.&nbsp;<\/p><p>Da diese Zerst&ouml;rung offenbar nicht ausreichte, dient die aktuelle Sanktionspolitik mit der Behauptung, dies schade Russland, der weiteren schleichenden Enteignung des Mittelstandes.&nbsp;<\/p><p>H&auml;ufig angewandte politische Strategie ist das Motto: &ldquo;Du musst t&auml;uschen, dann gewinnst du.&rdquo;&nbsp;<\/p><p>W&auml;hrend der Mittelstand mit Verzichtspropaganda zugesch&uuml;ttet wird, profitieren R&uuml;stungsindustrie und Gro&szlig;konzerne.&nbsp;<\/p><p>D.h. Corona-Politik und Sanktionspolitik sind T&auml;uschungsman&ouml;ver, um die Ersparnisse des Mittelstandes zu den reichen Eliten zu transferieren. Gleichzeitig wurden Grundrechte eingeschr&auml;nkt (defakto au&szlig;er Kraft gesetzt) und Meinungs-und Demonstrationsfreiheit abgeschafft.&nbsp;<\/p><p>Wenn Politiker ihren B&uuml;rgern st&auml;ndig erz&auml;hlen, dass sie in einer freiheitlichen, rechtsstaatlichen Demokratie leben, stimmt etwas nicht, besonders, wenn sie zu deren Erhalt die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit abschaffen.&nbsp;<\/p><p>Mit den besten W&uuml;nschen&nbsp;<br>\nM. E.&nbsp;<\/p><p>1 Norbert H&auml;ring 12.09.2022<br>\nPro und Contra digitalisierte Gesundheit &ndash; Teil 3: Pl&auml;ne von Gematik und Weltwirtschaftsforum (anstatt eines Res&uuml;mees)<\/p><p>2 Norbert H&auml;ring 28.03.2021<br>\nItalien aufgepasst! Ministerpr&auml;sident Draghi hat einen Leitfaden verfasst, wie man eine Wirtschaft auspl&uuml;ndert.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\nwie wir es drehen und wenden. Der aktuelle Bruch zwischen der EU und Russland hat sich seit Jahren abgezeichnet. Politiker beider Seiten haben recht offen immer wieder betont, dass die Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene langfristig unrealistisch erscheint. Die Interessenlage k&ouml;nnte nicht unterschiedlicher sein.<br>\n&nbsp;<br>\nAllerdings fehlte bislang beiden Seiten der n&ouml;tige Vorwand einen Schlussstrich zu ziehen.<br>\nBeiden Seiten war klar, dass Opfer gebracht werden m&uuml;ssen. Arbeitspl&auml;tze und Wohlstand gehen verloren. Wie will man das der Bev&ouml;lkerung verkaufen?<br>\n&nbsp;<br>\nJetzt werden mit vorgeschobenen Vorw&auml;nden &bdquo;Fehler&ldquo; korrigiert, weil beide Seiten (ja, beide Seiten!) es vers&auml;umt haben bereits 2007 an einer gemeinsamen und friedlichen (!) &bdquo;Exitstrategie&ldquo; zu arbeiten. Zu profitabel war offenbar der Handel mit Gas und &Ouml;l und zu verlockend der Wunsch nach billiger Energie und Wirtschaftswachstum.<br>\n&nbsp;<br>\nDabei waren die Zeichen so offensichtlich und absolut niemand hatte die Courage zu sagen: &bdquo;OK. Lassen wir das. In sp&auml;testens 10 Jahren gehen wir friedlich getrennte Wege und bauen bis dahin alles zur&uuml;ck, damit alle Beteiligten genug Zeit haben, sich auf die Situation danach einzustellen&ldquo;. Eine so offensichtliche Chance, die nicht genutzt wurde und dazu f&uuml;hrt, dass heute bedauerlicherweise billige fossile Energie im Interesse deutscher B&uuml;rger steht.<br>\n&nbsp;<br>\nWarum sollte heutzutage &uuml;berhaupt das Verbrennen von billigem Gas in unserem Interesse sein? Sind wir nicht angehalten nachhaltiger zu Leben? Ja sind wird. K&ouml;nnen wir aber nicht, weil die Weichen dazu erst jetzt, wo alles brennt, halbherzig gestellt werden.<br>\n&nbsp;<br>\nNun ist der Schlussstrich gezogen und beide bekommen, was sie sich verdient haben. Russland baut konsequent und kompromisslos seine Sicherheitsarchitektur aus und die EU kann sich nun &bdquo;endlich&ldquo; von russischen Energietr&auml;gern emanzipieren und sogar den kulturellen Austausch aussetzen.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd das Beste an dieser Glanzleistung: Die Schuld tr&auml;gt der jeweils andere. Besser lassen sich Verzicht auf Wohlstand und das Einleiten notwendiger (aber entbehrungsreicher) Transformationsprozesse der eignen Bev&ouml;lkerung nicht verkaufen.<br>\nLieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende&hellip; so oder so &auml;hnlich.<br>\n&nbsp;<br>\nAn dieser Stelle ist kein Platz f&uuml;r Verhandlungen. So leid es mir tut, aber die Trennung ist mehr als &uuml;berf&auml;llig und die Ukraine nimmt in diesem Rosenkrieg leider die Rolle des Kindes ein, dass von den ehemaligen &bdquo;Partnern&ldquo; zerrissen wird.<br>\n&nbsp;<br>\nAber statt zu jammern und sich als Verteidiger von irgendwelchen Pseudo-Werten aufzuspielen, w&auml;ren Deutschland und die EU gut beraten, die selbst gesetzten inneren Transformationsziele nicht aus den Augen zu verlieren, damit insbesondere im Energiebereich nicht eine Abh&auml;ngigkeit die n&auml;chste abl&ouml;st, denn das steht bestimmt nicht im Interesse deutscher bzw. europ&auml;ischer B&uuml;rger.<br>\n&nbsp;<br>\nWas die Russen aus der Situation macht, sollte deren Problem sein.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEugen Baitinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Riegel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88309\">kommentiert hier<\/a> insbesondere die deutsche Politik zum Krieg in der Ukraine. 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Sie k&ouml;nnten kurzfristig<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88450\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-88450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88450"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88451,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88450\/revisions\/88451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}