{"id":88529,"date":"2022-09-27T08:44:02","date_gmt":"2022-09-27T06:44:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88529"},"modified":"2022-09-27T10:43:26","modified_gmt":"2022-09-27T08:43:26","slug":"kolumbiens-erste-linksregierung-sich-wie-erwachsene-verhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88529","title":{"rendered":"Kolumbiens erste Linksregierung: Sich wie Erwachsene verhalten"},"content":{"rendered":"<p>Es bedarf gro&szlig;er Anstrengungen, wenn die Regierung von Gustavo Petro ihre Ziele des gesellschaftlichen Friedens, der sozialen Gerechtigkeit und Wiedergutmachung erreichen will. Die Aufgabe w&auml;re gut gel&ouml;st, wenn in vier Jahren Petros Nachfolger auf dem Pr&auml;sidentenstuhl Kolumbiens dieselbe politische &Uuml;berzeugung vertritt. Von <strong>Yezid Arteta<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDas Auto bahnt sich seinen Weg durch die Menge. Der Fahrer f&auml;hrt vorsichtig. Es w&auml;re nicht gut, einen der jungen Leute zu &uuml;berfahren, die den beiden M&auml;nnern auf dem R&uuml;cksitz zujubeln. Sie sind die Chefs der neuen Regierung. Sie tragen keine Krawatten. Sie haben im Wahlkampf etwas versprochen, aber sie sind mit einer dunklen Realit&auml;t konfrontiert worden. Das Land ist bankrott. Die Verschuldung ist ein Superlativ. Die Gl&auml;ubiger machen Druck. Der Finanzminister beobachtet das Volk durch das Panzerglas. Er wendet sich an den Premierminister und sagt: &ldquo;Sie sind unsere St&auml;rke, sie k&ouml;nnen sich nur gegen uns wenden, wenn wir sie im Stich lassen oder sie verraten&rdquo;. <\/p><p>Die Szene stammt aus dem (in Deutschland nie aufgef&uuml;hrten) Film <em>&bdquo;Adults in the room&ldquo;<\/em>, bei dem der preisgekr&ouml;nte Regisseur Costa-Gavras Regie f&uuml;hrte. Die beiden M&auml;nner auf dem R&uuml;cksitz sind Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis, gespielt von professionellen Schauspielern. Wir schreiben das Jahr 2015. Griechenland steht am Rande des Bankrotts. In einem Referendum stimmte die Bev&ouml;lkerung mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit gegen die von der Troika (Europ&auml;ische Kommission, Europ&auml;ische Zentralbank und Internationaler W&auml;hrungsfonds) auferlegte brutale Rettungsaktion. Tsipras akzeptiert entgegen dem Mandat des Volkes die Bedingungen der Troika, um politisch zu &uuml;berleben. Varoufakis tritt zur&uuml;ck. Das griechische Volk tr&auml;gt die Konsequenzen. Im Jahr 2019 verliert Syriza, die Partei von Tsipras, die Wahlen und geht in die Opposition. <\/p><p>Gustavo Petro und Francia M&aacute;rquez, das progressive Tandem, das seit dem 7. August 2022 an der Spitze Kolumbiens steht, muss in den n&auml;chsten vier Jahren beweisen, dass die Linke es besser machen kann als ihre Vorg&auml;nger. Es ist eine schwierige Aufgabe, aber sie ist zu bew&auml;ltigen. Die Zukunft des Landes und der fortschrittlichen Kr&auml;fte h&auml;ngt davon ab, was diese Regierung tut. Die ung&uuml;nstigen globalen Wirtschaftsaussichten, die endemische Gewalt, die tiefsitzende Korruption und ihre weitreichenden Ver&auml;stelungen sowie das Mediengef&uuml;ge sprechen dagegen. Die kolumbianische Linke hat gute Muskeln, denn sie rudert seit einem Jahrhundert gegen alle Widrigkeiten an. Doch diesem Muskel muss ein Kopf gegeben werden. <\/p><p><strong>1. Symbolik und Realit&auml;t<\/strong><\/p><p>Symbolische Handlungen bewegen uns. Es ist unm&ouml;glich, das Weinen zu vermeiden. Sie machen uns menschlich. Aber nichts ist so bewegend wie die Realit&auml;t. Im Kino bewegt uns ein Film, aber wenn wir auf die Stra&szlig;e zur&uuml;ckkehren, sp&uuml;ren wir die Ohrfeige der realen Welt. Eine Regierung, eine Linke, eine Partei, ein Kollektiv, das nur von Symbolen lebt, kann nicht ernst genommen werden. Sie m&uuml;ssen gemacht werden, aber ohne sie zu verherrlichen. Die Realit&auml;t kann auch auf andere Weise verk&uuml;rzt werden. Ein guter Sch&uuml;ler sollte eine Medaille, aber auch ein Stipendium erhalten. Die <a href=\"https:\/\/www.canalinstitucional.tv\/noticias\/dialogos-regionales-vinculantes-como-participar\">50 verbindlichen Regional Dialoge<\/a>, die von der Petro-Regierung in der Stadt Turbaco initiiert wurden, sind, wenn sie zustande kommen, eine gute M&ouml;glichkeit, die Realit&auml;t zu ver&auml;ndern. &bdquo;Die Zeit, die wir in Turbaco verbrachten, war eine der angenehmsten und n&uuml;tzlichsten&ldquo;, schrieb Alexander von Humboldt einst in seinen <a href=\"https:\/\/www.banrepcultural.org\/humboldt\/turbaco1.htm\">Tageb&uuml;chern<\/a>. N&uuml;tzliche Dialoge, die die schmerzhafte Realit&auml;t ver&auml;ndern k&ouml;nnten. <\/p><p><strong>2. In oder au&szlig;erhalb der Regierung?<\/strong><\/p><p>Hunderte von Kadern und gesellschaftlichen Entscheidungstr&auml;gern haben sich jahrelang aufgerieben und buchst&auml;blich Hunger gelitten. Es scheint nachvollziehbar, dass die Regierung von Petro &ndash; f&uuml;r die sie seit Jahren gek&auml;mpft haben &ndash; ihre N&ouml;te auf staatlichem Wege lindert. Sie in Positionen beruft, die ihren K&auml;mpfen entsprechen. Den gesellschaftlichen Kampf institutionalisieren. Doch was passiert, wenn alle sozialen F&uuml;hrer Beamte werden? Wer wird dann noch &uuml;brig bleiben, um die sozialen Bewegungen zu steuern? Das Fundament einer fortschrittlichen Regierung liegt in der sozialen Organisation. Ohne dieses Fundament wird die Struktur schwach oder bricht ganz zusammen. Die Niederlage von Syriza in Griechenland, die Schw&auml;chung von Podemos in Spanien oder der Alptraum der FMLN in El Salvador lassen sich unter anderem durch die Aush&ouml;hlung der sozialen und nachbarschaftlichen Bewegungen erkl&auml;ren. Wenn alle in der Regierung sind, wer macht dann die Politik?<\/p><p><strong>3. Wirtschaft f&uuml;r die Mehrheit oder die Wenigen?<\/strong><\/p><p>Pr&auml;sident Petro und die Vize-Pr&auml;sidentin M&aacute;rquez m&uuml;ssen f&uuml;r das ganze Land regieren, ohne dabei die gesellschaftliche Mehrheit zu vergessen, welche sie in den Palacio de Nari&ntilde;o (der Regierungssitz) brachte. Das Zusammentreffen von Faktoren wie der Krieg in der Ukraine, die Unterbrechung der Handels- und Logistikkette, die Auswirkungen der Corona-Ma&szlig;nahmen, die D&uuml;rre und die Inflation zwingen die Regierungen, sich um das Schicksal der Arbeiterklasse zu k&uuml;mmern. In Kolumbien haben bisher immer nur die Arbeitgeber das Wort ergriffen, aber nie die Arbeitnehmer. Die von Petro und anderen vorgeschlagene Pr&auml;mie von 500.000 Peso (rund 120 Euro) f&uuml;r &auml;ltere Menschen ist eine Ma&szlig;nahme zur rechten Zeit. Die Regierung sollte auf die M&auml;chtigen des Landes h&ouml;ren, sich aber nicht von ihren &Auml;u&szlig;erungen einsch&uuml;chtern lassen. Es ist keine Schande, eine Politik f&uuml;r die gesellschaftliche Mehrheit des Landes zu betreiben. Soziale Gerechtigkeit ist ein Konzept, das die gegenw&auml;rtige Regierung mit Sinn erf&uuml;llen muss. <\/p><p><strong>4. Frieden mit Hindernissen<\/strong><\/p><p>Es w&auml;re gut, die ELN (Ej&eacute;rcito de Liberaci&oacute;n Nacional &ndash; Nationale Befreiungsarmee, Guerillagruppe marxistischer Pr&auml;gung in Kolumbien) zu fragen, gegen wen sie noch zu den Waffen greift. Die Antwort w&uuml;rde viel zur Kl&auml;rung der Verhandlungen beitragen. Politische Verhandlungen, versteht sich. Profitorientierte Organisationen &ndash; vor allem der Drogenhandel &ndash; sind eine andere Sache. Der Drogenhandel ist eine kapitalistische Wirtschaftst&auml;tigkeit, die unabh&auml;ngig von den Machthabern ausge&uuml;bt wird. Den Narcos ist es egal, ob der Herrscher ein Faschist, ein Sozialdemokrat oder ein Bolschewik ist. Mexikos Pr&auml;sident L&oacute;pez Obrador zum Beispiel hat es nicht geschafft, sie zu besiegen. Es gibt Orte in Mexiko, an denen ein Narco mehr Macht hat als ein Gouverneur oder ein B&uuml;rgermeister. In Kolumbien, wie auch in Mexiko, ist der Drogenhandel eine Alchemie zwischen Politik, Wirtschaft und Wurzeln. Am besten w&auml;re es, wenn die derzeitige Regierung mit internationaler Wirtschaftshilfe die Gewinne der Kokabauern verbessern w&uuml;rde, indem sie ihre Nahrungsmittelproduktion &uuml;ber dem realen Preis aufkauft. Erg&auml;nzt um Abschreckung oder Neutralisierung der Anpflanzung von Koka. Die Armee mit ihrer abschreckenden Feuerkraft kann Bauern begleiten, die den &Uuml;bergang zur legalen Produktion vollziehen. Der Schutz der B&uuml;rger &ndash; ist das nicht die verfassungsm&auml;&szlig;ige Aufgabe der Streitkr&auml;fte? <\/p><p><strong>5. Zuckerbrot oder Peitsche?<\/strong><\/p><p>Sicherheit ist ein Thema, das der Linken beim Regieren Kopfzerbrechen bereitet. Wenn man den gr&ouml;&szlig;ten Teil seines Lebens damit verbracht hat, Steine zu werfen und Kugeln in die Rippen zu bekommen, ist es logisch, dass man unter &bdquo;tombofobia&ldquo; (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/empanadaftaji\/status\/1387407462077247488?s=20&amp;t=JJgq7mhXJ9OsagUFyWWKLQ\">kolumbianischer Ausdruck f&uuml;r Angst vor Polizeigewalt<\/a>) leidet. Ihr wart tadellose Oppositionelle. Ihr seid sogar auf Kr&uuml;cken zum Protest gegangen. Tr&auml;nengas hat Euch regelm&auml;&szlig;ig die Luft zum Atmen genommen. Doch jetzt stellt sich heraus, dass Ihr an der Regierung seid. Ihr habt den Schl&uuml;ssel zum &bdquo;Repressionsapparat&ldquo;, wie jener alte Marxist sagen w&uuml;rde. <\/p><p>Was tut Ihr jetzt? Der Polizei <em>Paintball-Waffen<\/em> geben? Das Problem ist nicht, ob die Polizei bewaffnet ist oder nicht. Das Problem ist, wie ihre Gehirne ausgestattet sind. Eine &Auml;nderung der Mentalit&auml;t des Polizeiapparats braucht Zeit. Es handelt sich um eine Aufgabe, an der zivile Regierungen, Polizeikommandanten und Vertreter der Gesellschaft beteiligt sind. Am 4. September traf sich der Direktor der Nationalen Polizei, unterst&uuml;tzt von den Vereinten Nationen, mit Vertretern der &bdquo;Frontlinie&ldquo; (&bdquo;Primera l&iacute;nia&ldquo; &ndash; loses Kollektiv von Demonstranten in Kolumbien oder auch Chile, die in der ersten Linie stehen und den Rest der Demonstranten vor der anr&uuml;ckenden Polizei besch&uuml;tzen). Dies ist ein guter Anfang, um den durch Demonstrationen verursachten materiellen Schaden zu minimieren, Provokateure zu neutralisieren, den Dialog zu f&ouml;rdern und den Protest zu gew&auml;hrleisten. Die demokratische Kultur ist eine der unvollendeten Aufgaben Kolumbiens. <\/p><p><strong>6. Bolschewistische, pragmatische oder Vogelscheuchen-Linke?<\/strong><\/p><p>Der Umgang mit Euren Freunden von der Linken ist ein Akt des Glaubens. Die &auml;lteren, jakobinischen und widerspenstigen Menschen erwarten von der Regierung Petro ein Dekret, das dem von Lenin nach der Einnahme des Winterpalastes unterzeichneten gleichkommt oder besser ist. Die Faulen, B&uuml;rokratischen und Qu&auml;lgeister hoffen aus Pragmatismus auf eine Ernennung f&uuml;r sich oder ihre Kinder in irgendeinem offiziellen Gremium f&uuml;r geleistete Dienste an der Sache. Diejenigen, die aufgrund ihres Alters mehr Energie haben, weil sie ins Fitnessstudio gehen oder sich gut ern&auml;hren, &uuml;bernehmen buchst&auml;blich das Motto &bdquo;Die Revolution ist eine Party&ldquo; und nehmen sich die Freiheit, sich zu betrinken, auszuflippen oder ihre Kleidung und Frisur zur Schau zu stellen, als w&uuml;rden sie zu den Grammy Awards gehen. Die von Petro gef&uuml;hrte Regierung braucht eine dynamische Mannschaft, gesunden Menschenverstand und Mut. Der Kampf um die Vorherrschaft der Identit&auml;tsfrage &ndash; wie bei der j&uuml;ngsten Volksabstimmung in Chile &ndash; und der Akademismus an sich verwirren die gesellschaftliche Mehrheit des Landes und befruchten nur die verlogene Rhetorik der extremen Rechten. <\/p><p><strong>7. Benehmen wir uns daneben (Calle 13)<\/strong><\/p><p>&ldquo;Wenn es schlecht l&auml;uft, muss man Opfer bringen, und wenn es gut l&auml;uft, muss man sich anstrengen&rdquo;, sagt eine Gewerkschafterin in Laurent Cantets Film <em>Human Resources<\/em>. Die kolumbianische Linke hat viele Opfer gebracht, um zum ersten Mal an die Regierung zu kommen. Es bedarf gro&szlig;er Anstrengungen, wenn die Regierung von Gustavo Petro ihre Ziele des Wandels und der sozialen Wiedergutmachung erreichen will. <\/p><p>Die Aufgabe w&auml;re gut gel&ouml;st, wenn Petros Nachfolger auf dem Pr&auml;sidentenstuhl in vier Jahren derselben politischen Partei angeh&ouml;ren w&uuml;rde. Die extreme Rechte, das alte Establishment, lauert weiterhin auf unsere Fehler und sch&uuml;rt die Machtk&auml;mpfe und Egos innerhalb der Regierungskoalition und des Kongresses. Sie versuchen, die Regierung durch Schlagzeilen im Boulevard und &Uuml;berheblichkeit zu destabilisieren. Sie ermutigen offen zur Sabotage. <\/p><p>Die Grundlage der Regierung muss immer beim Volk liegen. Unten. Nicht in hohen Positionen. Das Volk darf nicht entt&auml;uscht oder verraten werden. Der zahlreiche und emotionale Empfang f&uuml;r Petro durch die kolumbianische Gemeinde in New York ist mehr wert als der Neid und die Dummheit, die ultra-konservative Politiker wie Pacho Santos und Andr&eacute;s Pastrana gegen seine <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=F_HJHZd1w2o&amp;t=2s\">Rede bei den Vereinten Nationen<\/a> zum Ausdruck brachten. Die Liebe eines Volkes ist mehr wert als der Hass von zwei Oligarchen. <\/p><p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> Da die Rede des kolumbianischen Pr&auml;sidenten Gustavo Petro vor der UN-Generalversammlung, auf den sich auch unser Autor bezieht, zumindest in Lateinamerika f&uuml;r Furore gesorgt hat, geben wir diese zur Kontextualisierung in deutscher &Uuml;bersetzung wieder:<\/em><\/p><blockquote><p>&bdquo;Ich komme aus einem der drei sch&ouml;nsten L&auml;nder der Welt.<\/p>\n<p>Dort gibt es eine &uuml;bersch&auml;umende Natur. Tausende bunter Arten in den Meeren, am Himmel, auf dem Lande. Ich komme aus dem Land der gelben Schmetterlinge und der Magie. Dort, von den Bergen und in den T&auml;lern aller Gr&uuml;nt&ouml;ne flie&szlig;en nicht nur das reichlich vorhandene Wasser, sondern auch Str&ouml;me von Blut. Ich komme aus einem Land von in Blut getr&auml;nkter Sch&ouml;nheit.<\/p>\n<p>Mein Land ist nicht nur sch&ouml;n, es ist auch voller Gewalt. Wie passen Sch&ouml;nheit und Tod zusammen, wie kann die Artenvielfalt des Lebens erbl&uuml;hen inmitten von Todes- und Schreckenst&auml;nzen? Wer ist schuld, dass der Zauber durch Terror zerst&ouml;rt wird?<\/p>\n<p>Wer oder was ist daf&uuml;r verantwortlich, dass das Leben durch die Routineentscheidungen von Reichtum und Kapitalinteressen untergeht? Wer f&uuml;hrt uns als Nation und Volk ins Verderben?<br>\nMein Land ist sch&ouml;n, weil es den Amazonasurwald hat, den Urwald des Choc&oacute;, die Gew&auml;sser, die Gebirgsketten der Anden und die Ozeane.<\/p>\n<p>In diesen W&auml;ldern wird Sauerstoff f&uuml;r den Planeten abgegeben und das CO2 aus der Atmosph&auml;re gespeichert. Eine dieser CO2-absorbierenden Pflanzen, nebst Millionen anderer, ist die auf der Erde am meisten verfolgte. Ihre Vernichtung wird um jeden Preis angestrebt: Es geht um eine Pflanze aus dem Amazonasgebiet, die Koka-Pflanze, die heilige Pflanze der Inkas.<\/p>\n<p>Wie an einem paradoxen Scheideweg: Der Wald, den man zu retten versucht, wird gleichzeitig zerst&ouml;rt. Um die Kokapflanze zu vernichten, werden Gifte und Glyphosat verspr&uuml;ht, die in die Gew&auml;sser gelangen, die Anbauer werden verhaftet und ins Gef&auml;ngnis gesteckt. Um die Kokabl&auml;tter zu vernichten oder zu besitzen werden eine Million Lateinamerikaner ermordet und zwei Millionen Afroamerikaner inhaftiert. Zerst&ouml;rt die todbringende Pflanze, ert&ouml;nt es aus dem Norden, aber sie ist nur eine von weiteren Millionen, die der Brandstiftung im Urwald zum Opfer fallen.<\/p>\n<p>Den Urwald, den Amazonaswald zu zerst&ouml;ren, ist zur L&ouml;sung von Staaten und Unternehmern geworden. Der Aufschrei der Wissenschaftler, die den Regenwald als eine der Grundlagen unseres Klimas bezeichnen, wird missachtet. Die M&auml;chte in der Welt geben dem Regenwald und seinen Bewohnern die Schuld am Unheil, das sie erleiden. Woran die Macht wirklich leidet, das ist ihre Geldsucht, ihr Wunsch nach ewigem Fortbestehen, ihre Gier nach &Ouml;l, Kokain und den h&auml;rtesten Drogen, um sich immer mehr zu bet&auml;uben. Nichts ist heuchlerischer als das Gerede &uuml;ber die Rettung des Regenwaldes.<\/p>\n<p>Der Regenwald steht in Flammen, meine Herren, w&auml;hrend Sie Krieg f&uuml;hren und mit ihm spielen. Der Regenwald, die klimatische St&uuml;tze der Welt, ist mit all seinem Leben im Schwinden begriffen. Der gro&szlig;e Schwamm, der das CO2 des Planeten absorbiert, ist dabei zu verdunsten. Der heilbringende Wald wird in meinem Land als Feind betrachtet, den es zu besiegen gilt, als Unkraut, das auszurotten ist.<\/p>\n<p>Der Raum der Koka und der Bauern, die sie anbauen, weil sie nichts anderes zum Anbauen haben, wird d&auml;monisiert. Euer einziges Interesse an meinem Land ist, seine Urw&auml;lder zu vergiften, seine Leute einzusperren und seine Frauen auszugrenzen. Ihr interessiert euch nicht f&uuml;r die Erziehung unserer Kinder, sondern daf&uuml;r, ihre W&auml;lder zu vernichten und aus ihren Eingeweiden Kohle und &Ouml;l zu gewinnen. Den Schwamm, der Gifte absorbiert, finden Sie nutzlos, Sie schleudern lieber immer mehr Gifte in die Atmosph&auml;re.<\/p>\n<p>Wir dienen Ihnen als Alibi, um die Leere und Einsamkeit Ihrer eigenen Gesellschaft zu verdecken, Ursache f&uuml;r ein Leben inmitten von Drogenblasen. Wir verdecken Ihre Probleme, die Sie sich weigern anzugehen. Es ist besser, dem Wald, seinen Pflanzen und seinen Menschen den Krieg zu erkl&auml;ren. W&auml;hrend Sie die W&auml;lder brennen lassen, w&auml;hrend Sie heuchlerisch den Pflanzen mit Gift zusetzen, um die Katastrophen Ihrer eigenen Gesellschaft zu vertuschen, fordern Sie von uns immer mehr Kohle, immer mehr Erd&ouml;l, um Ihre andere Sucht zu befriedigen: die nach Konsum, Macht und Geld.<\/p>\n<p>Was ist giftiger f&uuml;r die Menschheit: Kokain, Kohle oder &Ouml;l? Das Diktat der Macht hat verf&uuml;gt, dass Kokain das eigentliche Gift ist und verfolgt werden muss, auch wenn es nur minimale Todesf&auml;lle durch &Uuml;berdosierung gibt, eher noch durch die Mischungen, deren Ursache der Zwang zur Verheimlichung ist, aber Kohle und &Ouml;l m&uuml;ssen gesch&uuml;tzt werden, auch wenn ihre Verwendung die gesamte Menschheit ausl&ouml;schen k&ouml;nnte. So steht es um die Weltmacht, die Ungerechtigkeit, die Irrationalit&auml;t, denn die Weltmacht ist irrational geworden.<\/p>\n<p>In der &Uuml;ppigkeit des Urwalds, in seiner Vitalit&auml;t, sehen Sie das L&uuml;sterne, das S&uuml;ndige, die Ursache f&uuml;r die Tristesse Ihrer Gesellschaften, die durchseucht sind von einem grenzenlosen Zwang zu besitzen und zu konsumieren. Wie k&ouml;nnte man die Einsamkeit des Herzens, seine D&uuml;rre verbergen inmitten einer lieblosen Gesellschaft, die so sehr auf dem Konkurrenzgedanken beruht, dass sie die Seele in Einsamkeit gefangen h&auml;lt &#8210; au&szlig;er dadurch, dass man die Pflanze, den Menschen, der sie anbaut, die befreienden Geheimnisse des Urwaldes verantwortlich macht? Gem&auml;&szlig; der irrationalen Logik der Welt liegt es nicht am Markt, der unser Leben beschr&auml;nkt, sondern am Wald und an den Menschen, die ihn bewohnen.<\/p>\n<p>Die Bankkonten sind grenzenlos geworden, das angeh&auml;ufte Geld der M&auml;chtigsten k&ouml;nnte nicht einmal in Jahrhunderten ausgegeben werden. Die Traurigkeit des Daseins, die durch diesen k&uuml;nstlichen Zwang zum Wettbewerb erzeugt wird, wird von L&auml;rm und Drogen &uuml;berdeckt. Die Sucht nach Geld und nach Besitz hat noch ein anderes Gesicht: Die Drogensucht bei den Verlierern des Wettbewerbs, bei den Verlierern des k&uuml;nstlichen Wettlaufs, in den die Menschheit gezwungen wurde.<\/p>\n<p>Das &Uuml;bel der Einsamkeit l&auml;sst sich nicht heilen, indem man Glyphosat &uuml;ber die W&auml;lder verspr&uuml;ht. Der Wald ist nicht der Schuldige. Schuld ist Ihre Gesellschaft, die zum grenzenlosen Konsum erzogen wurde, zur t&ouml;richten Verwechslung von Konsum und Gl&uuml;ck, was es aber erm&ouml;glicht, die Taschen der Reichen mit Geld zu f&uuml;llen.<\/p>\n<p>Nicht der Urwald ist schuld an der Drogensucht, sondern die Irrationalit&auml;t Ihrer Weltmacht. Geben Sie Ihrer Macht einen Schuss Vernunft. Schalten Sie aufs Neue die Lichter des Jahrhunderts an. Der Krieg gegen die Drogen dauert seit 40 Jahren an. Wenn wir unseren Kurs nicht korrigieren und er weitere 40 Jahre dauert, werden in den Vereinigten Staaten 2.800.000 junge Menschen an einer &Uuml;berdosis Fentanyl1 sterben, das nicht in unserem Lateinamerika hergestellt wird.<\/p>\n<p>Millionen von Afroamerikanern werden in Privatgef&auml;ngnissen inhaftiert werden. Afroamerikanische Gefangene werden zum Gesch&auml;ft der Gef&auml;ngnisindustrie, eine weitere Million Lateinamerikaner werden ermordet werden, unsere Gew&auml;sser und gr&uuml;nen Felder werden in Blut ertr&auml;nkt, der Traum von Demokratie wird in meinem Amerika ebenso sterben wie im angels&auml;chsischen Amerika. Die Demokratie wird dort sterben, wo sie geboren wurde, im gro&szlig;en westeurop&auml;ischen Athen.<\/p>\n<p>Indem Sie die Wahrheit verschweigen, werden Sie den Urwald und die Demokratien sterben sehen.<\/p>\n<p>Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert. Der Kampf gegen die Klimakrise ist gescheitert. Der t&ouml;dliche Konsum hat zugenommen, von weichen zu harten Drogen, auf meinem Kontinent und in meinem Land hat es einen V&ouml;lkermord gegeben, Millionen von Menschen wurden zu Gef&auml;ngnisstrafen verurteilt, und um Ihre eigene soziale Schuld zu verbergen haben Sie dem Regenwald und seinen Pflanzen die Schuld gegeben. Sie haben Reden und Ihre Politik mit Widersinn gef&uuml;llt.<\/p>\n<p>Ich fordere von hier aus, von meinem verwundeten Lateinamerika, ein Ende des irrationalen Krieges gegen die Drogen. Zur Reduzierung des Drogenkonsums braucht es keine Kriege, keine Waffen, sondern wir alle m&uuml;ssen eine bessere Gesellschaft aufbauen, eine Gesellschaft mit mehr Solidarit&auml;t, mehr menschlicher W&auml;rme, wo die Intensit&auml;t des Lebens vor S&uuml;chten und neuen Formen der Sklaverei bewahrt. Wollen Sie weniger Drogen? Denken Sie weniger an Profit und mehr an Liebe. Denken Sie an eine rationale Machtaus&uuml;bung.<\/p>\n<p>Zerst&ouml;ren Sie nicht mit ihren Giften die Sch&ouml;nheit meiner Heimat. Helfen Sie uns ohne Heuchelei, den Amazonas-Regenwald zu retten, um das Leben der Menschheit auf diesem Planeten zu retten.<\/p>\n<p>Sie haben die Wissenschaftler versammelt, und sie haben mit Vernunft gesprochen. Mit Hilfe von Mathematik und Klimamodellen sagten sie, dass das Ende der menschlichen Spezies nahe sei, dass ihre Zeit nicht mehr Jahrtausende, nicht einmal Jahrhunderte betrage. Die Wissenschaft hat die Alarmglocken l&auml;uten lassen und wir h&ouml;ren ihr nicht mehr zu. Der Krieg hat als Vorwand gedient, um die notwendigen Ma&szlig;nahmen zu unterlassen.<\/p>\n<p>Als es am n&ouml;tigsten war zu handeln, als reden nichts mehr n&uuml;tzte, als es unumg&auml;nglich war, Geld in Fonds zu stecken, um die Menschheit zu retten, als es notwendig war, so schnell wie m&ouml;glich von Kohle und &Ouml;l wegzukommen, erfanden Sie einen Krieg nach dem anderen. Sie sind in die Ukraine, aber auch in den Irak, in Libyen und Syrien eingefallen. Sie fielen ein im Namen von &Ouml;l und Gas.<\/p>\n<p>Im 21. Jahrhundert entdeckten Sie die schlimmste Ihrer S&uuml;chte: die Sucht nach Geld und &Ouml;l. Die Kriege haben Ihnen als Vorwand gedient, um nicht gegen die Klimakrise zu agieren. Die Kriege haben Ihnen gezeigt, wie abh&auml;ngig Sie von dem sind, was die menschliche Spezies t&ouml;ten wird.<\/p>\n<p>Wenn Sie sehen, dass die Menschen verhungern und verdursten und zu Millionen in den Norden wandern, dorthin, wo es Wasser gibt, sperren Sie sie ein, bauen Mauern, setzen Maschinengewehre ein, erschie&szlig;en sie. Sie vertreiben sie als w&auml;ren es keine Menschen, Sie reproduzieren die f&uuml;nffache Mentalit&auml;t derer, die die Gaskammern und die Konzentrationslager geschaffen haben, Sie reproduzieren auf weltweiter Ebene das Jahr 1933. Der gro&szlig;e Sieg des Angriffs gegen die Vernunft.<\/p>\n<p>Sehen sie nicht, dass die L&ouml;sung f&uuml;r den gro&szlig;en Exodus, der Ihre L&auml;nder erreicht, darin besteht, die Fl&uuml;sse wieder mit Wasser und die Felder mit N&auml;hrstoffen zu f&uuml;llen? Die Klimakatastrophe &uuml;berschwemmt uns mit Viren, aber Sie machen Gesch&auml;fte mit Medikamenten und verwandeln Impfstoffe in Handelsware.<\/p>\n<p>Sie schlagen vor, dass der Markt uns retten soll vor dem, was er selbst geschaffen hat. Der Frankenstein der Menschheit besteht darin, Markt und Gewinnsucht ohne Lenkung walten zu lassen und auf Verstand und Vernunft zu verzichten. Die Vernunft des Menschen macht einen Kniefall vor der Gier.<\/p>\n<p>Welchen Sinn haben Kriege, wenn es darum geht, die menschliche Spezies zu retten? Welchen Sinn haben Nato und Imperien, wenn das, was kommt, das Ende der Intelligenz ist? Die Klimakatastrophe wird Hunderte von Millionen von Menschen t&ouml;ten, und &#8210; h&ouml;ren Sie gut zu &#8210; sie wird nicht vom Planeten produziert, sondern vom Kapital. Die Ursache der Klimakatastrophe ist das Kapital. Die Logik einer Zusammenarbeit, die darauf abzielt, immer mehr zu konsumieren, immer mehr zu produzieren und einige immer mehr zu bereichern, das ist das, was die Klimakatastrophe erzeugt.<\/p>\n<p>Sie haben sich der Logik der erweiterten Akkumulation, der Energiemotoren von Kohle und &Ouml;l angeschlossen und einen Wirbelsturm entfesselt: Die sich vertiefende und t&ouml;dliche chemische Ver&auml;nderung der Atmosph&auml;re. In einer Parallelwelt ist die erweiterte Akkumulation von Kapital eine erweiterte Akkumulation des Todes.<\/p>\n<p>Von den L&auml;ndern des Urwalds und der Sch&ouml;nheit aus, da wo Sie beschlossen haben, eine Pflanze des Amazonas-Regenwaldes zum Feind zu erkl&auml;ren und ihre Erzeuger auszuliefern und zu inhaftieren, lade ich Sie ein, den Krieg zu stoppen und die Klimakatastrophe zu verhindern.<\/p>\n<p>Hier, in diesem Amazonaswald, ereignet sich ein Versagen der Menschheit. Hinter den Feuern, die ihn verbrennen, hinter seiner Vergiftung steht ein umfassendes, zivilisatorisches Versagen der Menschheit. Hinter der Sucht nach Kokain und Drogen, hinter der Sucht nach &Ouml;l und Kohle verbirgt sich die eigentliche Sucht dieser Phase der Menschheitsgeschichte: die Sucht nach irrationaler Macht, nach Profit und Geld. Dies ist die riesige t&ouml;dliche Maschinerie, die die Menschheit ausl&ouml;schen kann.<\/p>\n<p>Als Pr&auml;sident eines der sch&ouml;nsten L&auml;nder der Welt, aber auch eines der blutigsten und am meisten gesch&auml;ndeten, schlage ich Ihnen vor, den Krieg gegen die Drogen zu beenden und unserem Volk ein Leben in Frieden zu erm&ouml;glichen.<\/p>\n<p>In diesem Sinn rufe ich ganz Lateinamerika auf. Ich rufe die Stimme Lateinamerikas auf, sich zu vereinen, um das Irrationale zu besiegen, das unsere K&ouml;rper qu&auml;lt. Ich rufe Sie auf, den Amazonaswald mit den Ressourcen zu retten, die global f&uuml;r das Leben bereitgestellt werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Wenn Sie nicht in der Lage sind, den Fonds f&uuml;r die Wiederbelebung der W&auml;lder zu finanzieren, wenn das Geld f&uuml;r Waffen wichtiger ist als f&uuml;r das Leben, dann reduzieren Sie die Auslandsschulden, um unsere eigenen Haushaltsspielr&auml;ume freizumachen, damit wir selbst die Aufgabe erf&uuml;llen k&ouml;nnen, die Menschheit und das Leben auf dem Planeten zu retten. Wenn Sie es nicht wollen, k&ouml;nnen wir es tun.<\/p>\n<p>Tauschen Sie einfach Schulden gegen Leben, gegen die Natur. Ich schlage Ihnen vor und rufe Sie auf, nach Lateinamerika zu kommen, um einen Dialog zu beginnen, um den Krieg zu beenden. Setzen Sie uns nicht unter Druck, um uns auf die Felder des Krieges zu treiben .<\/p>\n<p>Es ist die Zeit f&uuml;r den FRIEDEN. Lassen Sie die slawischen V&ouml;lker miteinander reden, lassen Sie die V&ouml;lker der Welt miteinander reden. Der Krieg ist nur eine Falle, die das Ende der Zeiten in einer gro&szlig;en Orgie der Irrationalit&auml;t beschleunigt.<\/p>\n<p>Von Lateinamerika aus rufen wir die Ukraine und Russland auf, Frieden zu schlie&szlig;en. Nur in Frieden k&ouml;nnen wir das Leben auf unserem Planeten retten. Es gibt keinen vollst&auml;ndigen Frieden ohne soziale, wirtschaftliche und &ouml;kologische Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Wir befinden uns auch im Krieg mit unserem Planeten. Ohne Frieden mit dem Planeten wird es keinen Frieden zwischen den Nationen geben. Ohne soziale Gerechtigkeit gibt es keinen sozialen Frieden.&ldquo;<\/p>\n<p>&Uuml;bersetzung: Adriana Yee Meyberg, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/dokument\/260152\/petro-kolumbien-uno-rede\">amerika21<\/a><\/p><\/blockquote><p>Titelbild: shutterstock \/ lev radin<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72318\">Kolumbien &ndash; Mit Toten und Vermissten verlagert sich Polizei- und Milit&auml;r-Gewalt vom &bdquo;Guerilla-Krieg&ldquo; in die soziale Rebellion der St&auml;dte<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44463\">Gustavo Petros Chancen zwischen Befriedung und der NATO-Partnerschaft Kolumbiens<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/fc78219d2c7f4f0fa9fb189372617b90\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es bedarf gro&szlig;er Anstrengungen, wenn die Regierung von Gustavo Petro ihre Ziele des gesellschaftlichen Friedens, der sozialen Gerechtigkeit und Wiedergutmachung erreichen will. 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Von <strong>Yezid Arteta<\/strong>. <\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":88532,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,190],"tags":[2714,1092,2160,452,3290],"class_list":["post-88529","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-wahlen","tag-amazonien","tag-drogen","tag-kolumbien","tag-linksrutsch","tag-petro-gustavo"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/petro_kolumbien.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88529"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88529\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88558,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88529\/revisions\/88558"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/88532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}