{"id":88610,"date":"2022-09-28T16:29:57","date_gmt":"2022-09-28T14:29:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88610"},"modified":"2022-09-28T16:29:57","modified_gmt":"2022-09-28T14:29:57","slug":"leserbriefe-zu-gibt-es-ueberhaupt-noch-eine-chance-zu-einem-grundlegenden-politischen-wechsel-ja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88610","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eGibt es \u00fcberhaupt noch eine Chance zu einem grundlegenden politischen Wechsel? Ja\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88463\">Beitrag<\/a> vertritt Albrecht M&uuml;ller die These, es gebe heute &ndash; basierend auf den Erfahrungen mit der Bundestagswahl von 1972 &ndash; eine &bdquo;gute Ausgangsbasis daf&uuml;r, eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufzubauen&ldquo;. Es sei aktuell sichtbar, dass &bdquo;das Gro&szlig;e Geld und insbesondere die R&uuml;stungswirtschaft unsere Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik bestimmt und uns in kriegerische Auseinandersetzungen treibt&ldquo;. SPD, Gr&uuml;ne und die Linkspartei w&uuml;rden &bdquo;offensichtlich unter dem Einfluss der USA und der NATO auf diese Parteien&ldquo; leiden. Au&szlig;erdem w&uuml;rden die herrschenden Medien &bdquo;die geistige Aufr&uuml;stung mitmachen und f&ouml;rdern&ldquo;. Es gebe &bdquo;also einen klaren Interessengegensatz zwischen der von den Medien hergestellten &Ouml;ffentlichkeit und den Interessen der Mehrheit&ldquo;. Pl&auml;diert wird f&uuml;r eine neue Bewegung. Hingewiesen wird auf eine von Sahra Wagenknecht am 8.9.2022 im Deutschen Bundestag gehaltene Rede, f&uuml;r deren Positionen es eine &bdquo;breite Unterst&uuml;tzung&ldquo; bei der n&auml;chsten Bundestagswahl geben k&ouml;nnte. Danke f&uuml;r die Zuschriften. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>diese Personalie (Sahra Wagenknecht) kristallisiert sich gewisserma&szlig;en gesetzm&auml;&szlig;ig aus der momentanen Situation heraus.<\/p><p>Ich w&uuml;sste keine andere Person in der derzeitigen politischen Landschaft, die f&auml;higer w&auml;re eine wirkliche Zeitenwende anzuf&uuml;hren.<\/p><p>Bleibt zu hoffen, dass sie das auch so sieht und die entsprechende Kraft daf&uuml;r findet. Meine Stimme h&auml;tte sie allemal!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nFrank Kanera<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Bravo Herr M&uuml;ller! Ich bin ein alter Mann, aber f&uuml;r diese Bewegung w&uuml;rde ich noch einmal &ldquo;den Hut in den Ring werfen&rdquo;.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nEberhard Schwarz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team, verehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihren Optimismus in allen Ehren, aber da muss ich widersprechen. Ich sehe hier keine Chance mehr f&uuml;r einen grundlegenden politischen Wechsel. Auch wenn die Gegen&ouml;ffentlichkeit eine feste Gr&ouml;&szlig;e im Medienspektrum ist, hier wichtige Arbeit leistet und zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt alle Angriffe der Diskreditierung gescheitert sind, so ist doch die &Ouml;ffentlichkeit fest in der Hand der &ldquo;etablierten&rdquo; Medien &ndash; der privaten genauso, wie der &ouml;ffentlich-rechtlichen. Gerade letztere haben inzwischen gezeigt, dass sie straflos ihren gesetzlichen Auftrag ignorieren k&ouml;nnen und es keinen breiten gesellschaftlichen Widerspruch gegen das faktische Umfunktionieren des &Ouml;R zu Organen der Regierungspropaganda gibt. Ja, sie k&ouml;nnen sogar unwidersprochen behaupten, sie seien objektiv, unvoreingenommen und unabh&auml;ngig. <\/p><p>Am meisten aber erschreckt mich, wie leicht man immer noch Hass und geheuchelte Emp&ouml;rung in die meist denkfaulen Hirne einpflanzen kann und wie schnell der letzte Rest zivilisierten Verhaltens &uuml;ber Bord geworfen wird, wenn man das nur professionell orchestriert. Krieg ist Frieden und Einschr&auml;nkungen sind Freiheit usw. Ich h&auml;tte das vor einem Jahr nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, wenngleich es keine Neuigkeit ist, dass die Deutschen sich besonders viel gefallen lassen. Und vor lauter eingepflanzter Emp&ouml;rung bemerken sie nicht einmal den Verfassungsbruch und die kaltschn&auml;uzige Aggression der Regierung gegen die eigene Bev&ouml;lkerung &ndash; den angeblichen Souver&auml;n.<\/p><p>Nein, hier wird sich nichts &auml;ndern, es wird nat&uuml;rlich geklagt, aber letztlich wurschteln sich alle wieder durch und die Regierung muss nur standhaft bleiben und darauf vertrauen, dass ihre Medien schon das passende Framing produzieren, damit die Wut und der Hass auch richtig kanalisiert werden. <\/p><p>Es brechen dunkle Zeiten an und das f&uuml;r sehr lange &ndash; vielleicht ist das etwas zu pathetisch, aber ich denke nicht, dass es f&uuml;r Optimismus wirklich eine Grundlage gibt.<\/p><p>Der Vollst&auml;ndigkeit halber muss nat&uuml;rlich erw&auml;hnt werden, dass Putin den westlichen Hardlinern immer wieder neues &ldquo;Material&rdquo; liefert, die kriegen sich wahrscheinlich gar nicht mehr ein, dass er ihnen das alles vor die F&uuml;&szlig;e schmei&szlig;t. Krieg ist keine L&ouml;sung und das wird gerade wieder mehr als deutlich.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nPatrick Sieber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebe Redaktion,<\/p><p>Frau Wagenknecht geh&ouml;rt zu den ganz wenigen PolitikerInnen denen ich noch zuh&ouml;re. Leider ist die Linkspartei schon zu sehr Teil des Mainstreams geworden, um f&uuml;r mich noch w&auml;hlbar zu sein, so dass ich aus Verzweiflung schon bei der AfD gelandet bin. Frau Wagenknecht mag noch ohne Erfahrung in einem Regierungsamt sein, aber das traf ebenso auf Frau Baerbock zu, als diese 2021 f&uuml;r die Kanzlerschaft kandidierte.<\/p><p>Und so warte ich voller Sehnsucht auf die Gr&uuml;ndung einer &bdquo;alternativen Linken&ldquo;, die Nordstream 2 in Betrieb nimmt, die Sanktionen abbaut, die Waffenlieferungen beendet und noch einiges mehr von dem in den M&uuml;ll entsorgt, was Uncle Sam f&uuml;r wichtig und unverzichtbar h&auml;lt. Da w&uuml;sste ich wieder, wo ich mein Kreuzchen machen kann &ndash; und die neue Partei w&uuml;rde die f&uuml;nf Prozent m&uuml;helos schaffen, da bin ich mir sicher.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHugo M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Mut machenden Artikel &ldquo;Gibt es &uuml;berhaupt noch eine Chance zu einem grundlegenden politischen Wechsel? Ja&rdquo;<\/p><p>Ein klein wenig hebt ihr Beitrag die Stimmung. Und Sie sprechen das an, was ich schon seit einiger Zeit auch glaube und vor allem hoffe. Eine Gegen&ouml;ffentlichkeit, die keinesfalls rechts gerichtet ist.<\/p><p>Als ich Sahra Wagenknecht sprechen h&ouml;rte, dachte ich mir (und viele meiner Freunde best&auml;tigten meinen Gedanken): So geht Demokratie und so geht Bundestag. Es erinnerte mich an Debatten aus den 70er Jahren. Herrlich. Endlich wieder Lebendigkeit in dieser gel&auml;hmten Debatten-&Ouml;de. Und auch die Emp&ouml;rung, die durch die Reihen wahrzunehmen war, war herrlich.<\/p><p>Es braucht in all dem Elend, was alles entschieden wird, Pers&ouml;nlichkeiten wie Frau Wagenknecht. Auch wenn man nicht alles teilt, was sie sagt, ist sie glaube ich aktuell eine (ge)wichtige Person, klug, mutig, authentisch, eloquent und nat&uuml;rlich auf der richtigen Seite :-)<\/p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen ein sch&ouml;nes und entspanntes Wochenende. Entspannung braucht es viel in diesen Zeiten.<\/p><p>Machen Sie und all Ihre Redakteure bitte weiter so.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS. Macher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich sag immer:<\/p><p>Die SPD entsinnt sich &ndash; oder sie ent-sinnt sich.<\/p><p>Sie entsinnt sich ihrer Werte, f&uuml;r die sie mal stand &ndash; oder sie verliert g&auml;nzlich ihren Sinn. Allerdings glaube ich nicht, wie Herr M&uuml;ller, dass es Doofheit ist, warum die Granden von SPD \/ Gr&uuml;nen \/ Linken das nicht kapieren, sondern die sind eingebunden in Pl&auml;ne ganz anderer Leute &hellip;<\/p><p>Ich hoffe sehr auf eine neue Bewegung (die ihr in Pleisweiler angedeutet habt)! Und wir brauchen &ndash; ist vielleicht doof, dass das so ist, aber es ist so &ndash; eine mitrei&szlig;ende Galionsfigur! Und zweitens ein glaubw&uuml;rdiges mitrei&szlig;endes &bdquo;Was denn dann?&ldquo; = also, was wollen wir denn STATT der derzeitigen Misere? Etwas, das realistisch umsetzbar ist UND Leute mitrei&szlig;en und begeistern kann, die jahrelang durch das graue &bdquo;es mu&szlig; so sein&ldquo; von Merkel, Tagesschau und Spiegel bet&auml;ubt wurden! Wir k&ouml;nnen ja nicht blo&szlig; die Uhr auf den Anfang von Corona oder den Anfang der Ukraine-Sanktions-Spirale zur&uuml;ckdrehen, oder? Also, WOF&Uuml;R stehen wir denn, statt nur WOGEGEN? Eine sch&ouml;ne Kurzformel, wof&uuml;r wir sind, und vielleicht auch ein Symbol (so wie die Christen ihren Fisch am Auto haben), um zu zeigen, wie viele wir schon sind &ndash; brauchen wir! Ich pers&ouml;nlich w&uuml;rde ja am liebsten alle &ndash; die Freiheitsgeister der Querdenker bis zu den Sozialgeistern von Aufstehen &ndash; zusammen haben, das brauchen wir jetzt &hellip;<\/p><p>Martin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>So sehr die Rede von Frau Wagenknecht mir gefallen hat: ist der Bundestag der richtige Adressat? Anders gefragt: wer trifft die Entscheidungen, die unser Leben bestimmen? Das gilt f&uuml;r die neoliberale Wirtschaftspolitik, das gilt f&uuml;r den Wirtschaftskrieg gegen Russland, das gilt f&uuml;r die Teilnahme an einem Stellvertreterkrieg, den niemand will. Die EU &ndash; wer immer das sein mag &ndash; setzt den Rahmen innerhalb dessen die nationalen Entscheidungen immer irrelevanter werden. Deren au&szlig;enpolitische Weichenstellungen wiederum werden in den USA festgelegt. Sollten wir nicht lieber dort an den Wahlen teilnehmen?<\/p><p>Von unserem Leser G.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Albrecht M&uuml;ller!<\/p><p>Die Chance auf einen politischen Wechsel wird deshalb sehr schwer sein, weil der allergr&ouml;&szlig;te Teil der Bev&ouml;lkerung ihn nicht f&uuml;r n&ouml;tig h&auml;lt. Viele denken doch, da haben wir doch die CDU als laute Opposition im Bundestag und &ldquo;Fridays for Future&rdquo; bilden ja nicht nur in Deutschland, sondern weltweit eine Gegenbewegung. Also unsere Demokratie funktioniert doch, das Fernsehen berichtet doch &uuml;ber diese Konflikte recht neutral. Diesen Eindruck kann man in dem geschilderten Zusammenhang auch haben, wenn man t&auml;glich die sogenannten Nachrichten sieht. Aber wehe, da will jemand diese (scheinbar) funktionierende Demokratie mit den angeblich objektiven &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten kritisieren, dann ist er ein Extremist. Wer n&auml;mlich Banken, Bahn und Post wieder auf reine staatliche F&uuml;&szlig;e stellen will, ist ein Demokratiefeind und w&uuml;nscht sich die DDR zur&uuml;ck. Wer die &ldquo;sinnvollen&rdquo; Coronama&szlig;nahmen f&uuml;r unangemessen h&auml;lt, geh&ouml;rt zu den politischen R&auml;ndern und wer etwas gegen die Sanktionen  sagt, der ist von Russland gesteuert. Weder die Medien, noch die Oppositionspartei CDU, noch solche Organisationen wie &ldquo;Fridays for Future&rdquo; kritisieren Privatisierungen, Coronama&szlig;nahmen oder die Sanktionen und aus diesem Grunde haben wir bis jetzt eben keine Gegenbewegung zu unserem derzeitigen schrecklichen Zustand. Die hatten wir aber in den siebziger Jahren tats&auml;chlich. Da gab es eine FDP, die von einer Mende-FDP zu einer sozialen und vor allem liberalen FDP Walter Scheel-FDP &uuml;berwechselte und sich zusammen mit Willy Brandt f&uuml;r die B&uuml;rgerrechte einsetzte. Solche, die pers&ouml;nliche Freiheit aussetzenden Coronama&szlig;nahmen w&auml;ren damals undenkbar gewesen, denn die Parteien der gro&szlig;artigen Politer Scheel und Brandt hatten ja bereits die B&uuml;rgerrechte im Programm. Au&szlig;erdem gab es auch bei den Medien zwei Lager, die sich gegenseitig kontrollierten. Da gab es die konservatien Printmedien, die von der Frankfurter Rundschau und dem damals noch anderen Spiegel kontrolliert wurden. Im Fernsehen gab es das rechts-au&szlig;en agierende ZDF-Magazin mit Gerhard L&ouml;wenthal, dem die f&uuml;r die Entspannungspolitik eintretenden Sendungen Panorama und Monitor gegen&uuml;berstanden. Panorama und Monitor gibt es zwar noch, aber sie haben l&auml;ngst ihre Funktion als kritische Medien verloren. Von ihnen wird jeder Systemkritiker in die rechte oder linke Ecke geschoben. Der Vergleich mit fr&uuml;her zeigt einerseits, wie notwendig eine unabh&auml;ngige Gegenbewegung ist, er zeigt aber auch gleichzeitig, wie schwer es eine erfolgreiche Gegenbewegung hat. Wie schwer es aber ist, in der eigenen Partei gegen den Strom zu schwimmen, zeigen die Reaktionen auf ein russlandfreundliches Verhalten von Wolfgang Kubicki, Michael Kretschmer oder Manuela Schwesig. Niemand, kein einziger Journalist im Fernsehen unterst&uuml;tzt deren Bestreben. Hier m&uuml;sste doch jedem Deutschen, der noch etwas Verstand im Kopf hat, klar sein, dass in unserem System irgend etwas nicht stimmt. Da n&uuml;tzt es auch nichts, wenn unsere jungen &ldquo;Fridays for future&rdquo; Teens wieder herumh&uuml;pfen oder die CDU im Bundestag mal wieder poltert und der deutsche Michel darauf hin meint, dass mit unserer Demokratie doch alles in Ordung w&auml;re. Die politische Gegenbewegung ist bitter notwendig, aber sie wird es schwer haben. Es kommt auf die richtige Vernetzung an. Als gr&ouml;&szlig;tes Problem sehe ich bei dieser Vernetzung wieder, dass die Elite behauptet, es w&uuml;rden Rechte und Linke zusammenarbeiten. Spalten darf man sich auf keinen Fall lassen. Sonst braucht man eine Gegenbewegung erst gar nicht aufzubauen. Leider werden wieder bestimmte Einflussagenten versuchen, auf eine solche Spaltung hin einzuwirken.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHarald Pfleger <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich w&uuml;rde die obige Frage von Ihnen, Herr Albrecht M&uuml;ller &ndash; in weltweiter Dimension gedacht &ndash; wie folgt stellen: Gibt es &uuml;berhaupt noch eine Chance f&uuml;r legitime und ethisch begr&uuml;ndete Volksaufst&auml;nde in Diktaturen, autorit&auml;r gelenkten oder versagenden Demokratien, die zu einer erfolgreichen Transformation im Sinne von grundlegender gesellschaftlicher Gerechtigkeit und echter sozialer Teilhabe f&uuml;hren. Meine Antwort auf diese Frage w&uuml;rde dann lauten: Nein, diese Chance gibt es nicht mehr, diese Zeiten sind vorbei. Der Blutzoll ist zu hoch und f&uuml;hrt so nicht mehr in eine bessere Welt. Auch tendiert die Revolution leider immer wieder dazu, ihre Kinder zu fressen, wie ein bekannter Spruch lautet. Die Apparate sind &uuml;berm&auml;chtig und hatten viel Zeit, sich f&uuml;r Ernstf&auml;lle zu r&uuml;sten. Wenn, dann k&ouml;nnte dies allenfalls noch gelingen, indem die jeweiligen hoch ger&uuml;steten Herrschaftsapparate selbst innerlich erodieren und gute Wege ungewollt  einigerma&szlig;en freimachen. Ob dabei der fr&uuml;her relevante &bdquo;trotzkistische Entrismus&ldquo; oder der &bdquo;lange Marsch durch die Institutionen&ldquo; noch einmal belebt werden kann und sollte, steht dahin. Es sollte zum Realismus der Linken geh&ouml;ren, all dies einmal unumwunden festzustellen und zuzugeben. Als neuer Ausgangslage sozusagen. Andererseits sollte uns dies nicht unbedingt hindern, gem&auml;&szlig; der sch&ouml;nen Losungen &bdquo;Seid realistisch, fordert das Unm&ouml;gliche&ldquo; oder &bdquo;Unter dem Pflaster liegt der Strand&ldquo; oder &bdquo;Sand ins Getriebe&ldquo;  oder auch: &bdquo;Dienst nach b&uuml;rokratischer Vorschrift&ldquo; zu agieren. Dies jedoch bitte schonend und nicht mit letztlich vergeblichen individuellen Opfern der besonders Tapferen, die dabei verschlissen werden. Auch die Zeit der politischen M&auml;rtyrer ist vorbei. Die manifesten Gattungsfragen &uuml;berlappen weltweit zunehmend die legend&auml;re Klassenfrage, das war fr&uuml;her anders! Der Weg ist zum Ziel geworden, so bitter dies in diesem Fall klingt. Per aspera ad astra!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFritz Feder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS Redaktion,Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Die Idee ist gut scheitert aber, denn da gibt es ein Problem.<br>\nDazu m&ouml;chte ich Joschka Fischer zitieren: Das Amt ver&auml;ndert den Menschen schneller als der Mensch das Amt.<br>\nIch verstehe es als: wer politische Spitzenposition erreicht der vergisst seine fr&uuml;heren guten Vors&auml;tze und Ideen. Der Einfluss von Macht und Geld?<\/p><p>Dazu kommt noch, selbst wenn da eine neue Partei kommt, die die allerbesten Vors&auml;tze hat und echt gute Spitzenleute.<br>\nWas bleibt davon &uuml;brig in einer Koalition? Wenig, lehrt uns die Erfahrung.<br>\nDiese gute Partei mit guten Leuten m&uuml;sste schon die absolute Mehrheit erreichen, um grunds&auml;tzlich etwas zu &auml;ndern.<\/p><p>Nicht vergessen eine solche Partei und ihre Spitzenleute werden schwersten Widerstand erfahren. Da w&uuml;rde mit harten Bandagen gek&auml;mpft werden, auch unter der G&uuml;rtellinie.<\/p><p>Man sieht ja, wie Lafontaine und Wagenknecht st&auml;rksten Gegenwind bekommen.<\/p><p>Eine Partei, die tats&auml;chlich die N&ouml;te und das Wohlergehen der einfachen Bev&ouml;lkerung als absoluten Leitsatz verfolgt, das w&auml;re eine echte Zeitenwende.<\/p><p>Selbst als sehr gut informierter und belesener Mensch ist mir kein Land, keine Regierung bekannt im zeitlichen R&uuml;ckblick, wo es eine solche Regierung wie der Artikel sich erw&uuml;nscht, jemals gegeben hat. Selbst wenn es sie gegeben haben sollte, wie ist es ihr dann ergangen?<\/p><p>Kennt die NDS Redaktion einen solchen Fall? W&uuml;rde mich interessieren.<br>\nIst der Redaktion ein Fall bekannt, wo es &uuml;ber Wahlen zu einer gro&szlig;en &Auml;nderung zum Guten f&uuml;r das Volk gekommen ist?<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><p><em><strong>Albrecht M&uuml;ller zur Frage im letzten Absatz:<\/strong> Ja, 1969, eindeutig. Friedenspolitisches und gesellschaftspolitisch &ndash; wenn dann auch schnell wieder teilweise konterkariert.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank auch f&uuml;r Ihre letzten beiden oben genannten Artikel, die ich wieder mit gro&szlig;em Interesse gelesen habe und mit denen Sie auch mein Ged&auml;chtnis wieder auffrischen.<\/p><p>Allerdings m&ouml;chte ich einwenden, dass die Zeiten unter Willy Brandts Politik f&uuml;r uns Deutsche und hinsichtlich unseres m&ouml;glichen Beitrags zum Weltfriedenserhalt zwar im Vergleich zu jetzt als &ldquo;golden&rdquo; erscheinen lassen, eben als Willy Brandt, Egon Bahr und nicht zu vergessen auch Carlo Schmidt (den ich nachtr&auml;glich von allen &ldquo;V&auml;tern und M&uuml;ttern des Grundgesetzes&rdquo; am meisten sch&auml;tze), noch &ldquo;mehr Demokratie wagen&rdquo; wollte &ndash; ja, da habe auch ich nat&uuml;rlich SPD gew&auml;hlt &ndash; aber was ist bspw. mit Willy Brandts &ldquo;Berufsverboten&rdquo;?<\/p><p>Halten Sie die nicht mehr f&uuml;r erw&auml;hnenswert? Geh&ouml;rten Sie damals zu denen, die diesen &ldquo;faulen Kompromiss&rdquo; innerhalb des &ldquo;Transatlantischen B&uuml;ndnisses&rdquo; mitgetragen&rdquo; wollten?<br>\nIch muss Ihnen sicher nicht aufz&auml;hlen, wie viele beruflichen Existenzen vom Brieftr&auml;ger bis zum Lehrer damit zugrunde gingen.<\/p><p>Mit Dank f&uuml;r Ihre lesenswerten Beitr&auml;ge und im Voraus f&uuml;r Ihre jetzige Aufmerksamkeit<br>\nJohanna Michel-Br&uuml;ning<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die 1972 eingef&uuml;hrte &Uuml;berpr&uuml;fung von Bewerbern f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; genannt &Uuml;berpr&uuml;fungspraxis oder Berufsverbote &ndash; war in der Tat ein gro&szlig;er Fehler. Ich war damals damit nicht befasst, sondern f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und den Wahlkampf zust&auml;ndig. Aber damit will ich nicht kleinreden, dass dies ein gro&szlig;er Fehler war. Das hat Willy Brandt sp&auml;ter auch so gesehen.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Ihrer Analyse &ldquo;Es bleibt also nur der Weg, auf eine neue Partei und ein neues Gesicht zu setzen&rdquo; und Ihren Schlusss&auml;tzen kann ich vollends zustimmen: <\/p><p>&ldquo;Also bleibt nur die Hoffnung auf eine neue politische Bewegung und auf neues Personal. Beneidenswert ist diese Rolle und die damit verbundene Anstrengung nicht. Aber es gibt ja so etwas wie eine demokratische Pflicht, die fassbare neue Gegen&ouml;ffentlichkeit zu fassen und anzuf&uuml;hren. <\/p><p>Hoffnungsvoll stimmen mich in diesem Zusammenhang die Aussagen von Oskar Lafontaine in der Diskussion der letzten Pleisweiler Gespr&auml;che ab Minute 29 und Ihrer Erg&auml;nzung: <\/p><p>OL: &ldquo;&hellip; und deswegen gibt es jetzt Gespr&auml;che &ndash; die Proteste die jetzt langsam kommen &ndash; denen eine bundesweite Organisationsstruktur zu geben, davon wei&szlig; ich &ndash; am Rande bin ich ja auch damit befasst &ndash; aber viel mehr kann ich dazu nicht sagen. <\/p><p>AM: &rdquo; &hellip; dass ich als Herausgeber der Nachdenkseiten es f&uuml;r NICHT problematisch halte, dass wir ein St&uuml;ck der Informationsarbeiten leisten k&ouml;nnten f&uuml;r eine solche bundesweite Struktur. <\/p><p>Steht da nicht ein Elefant im Raum? <\/p><p>Oskar Lafontaine PLUS Sahra Wagenknecht PLUS den NDS und seinen 200.000 t&auml;glichen Besuchern? <\/p><p>Ich sch&auml;tze, weitere eher progressive Organisationen wie die Kollegen der Makroskop Mediengesellschaft mbH, der B&uuml;rgerbewegung Finanzwende e.V., Parlamentwatch e.V., Paul Schreyer mit dem Multipola-Magazin und viele weitere w&uuml;rden sicherlich ein solches Projekt, das eine grundlegende &Auml;nderung der aktuellen politischen Zu- oder besser Missst&auml;nde zur Agenda hat, protegieren. <\/p><p>Ich jedenfalls w&auml;re sofort bereit, diese bundesweite Organisationsstruktur aktiv mit voller Kraft zu unterst&uuml;tzen. <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e sendet<br>\nArndt Embacher<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Redaktionsteam, werter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>&bdquo;Gibt es &uuml;berhaupt noch eine Chance zu einem grundlegenden politischen Wechsel? Ja&ldquo;. An das &bdquo;Ja&ldquo; zu dieser Frage kann ich angesichts der heutigen Lei(d)tmedienlandschaft nicht mehr glauben. Dieser als Frage gestellte Ansatz besteht bei mir schon l&auml;ngere Zeit und hat mich in der Vorwahlzeit 2021 zu einem inhaltlich in der Zielsetzung gleichen Artikel in meinem Blog www.von-links-gedacht.de veranlasst. Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht sind meine pers&ouml;nlichen politischen Leitfiguren, wobei Sahra Wagenknecht in einem Blogbeitrag die Position eingenommen hat, die in Albrecht M&uuml;llers NDS-Beitrag vom 14.09.2017 bereits zur Wahl 2017 als Vorschlag zu lesen war. In meinem Blogartikel vom 23.April 2021, &uuml;berschrieben mit &bdquo;Wenn ich was zu sagen h&auml;tte &hellip; &bdquo; https:\/\/www.von-links-gedacht.de\/index.php\/wenn-ich-was-zu-sagen-haette\/ und der Zweit&uuml;berschrift &bdquo;Sahra Wagenknecht st&uuml;nde auf Platz eins f&uuml;r das Kanzleramt&ldquo; war mir schon beim Verfassen des Beitrags klar, dass zu dieser Zeit die Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; keine Basis f&uuml;r meine Vorstellungen bildete. Daran hat sich ja bis heute nichts ge&auml;ndert; im Gegenteil.<\/p><p>Die Anregung &ndash; Also bleibt nur die Hoffnung auf eine neue politische Bewegung und auf neues Personal &ndash; k&ouml;nnte ein Weg aus dem Berliner Politzirkus sein; aber wer soll den Weg bereiten und wie soll das gehen? Weiterhelfen k&ouml;nnte gegebenenfalls eine Umfrage unter den Hundertausenden Lesern der NachDenkSeiten, die nach entsprechender Anlauf-Pr&auml;sentation eine neue Parteif&uuml;hrung mit Frau Wagenknecht, vorausgesetzt sie w&uuml;rde das machen wollen, an der Spitze generiert. Es w&auml;re eventuell ein Hinweis auf Erfolgsaussichten. Warum ich (82) derzeit noch Mitglied der SPD bin? Frage ich mich, weil sich zur Zeit und absehbar nichts Besseres findet!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEgon Sommer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>bei einer solchen neuen politischen Bewegung &ndash; sehr gerne unter ma&szlig;geblicher Mitwirkung von Frau Dr. Wagenknecht &ndash; w&auml;re ich dabei!<\/p><p>Unter der einschr&auml;nkenden Voraussetzung allerdings, diese neue Bewegung macht nicht den gleichen Fehler wie einst &ldquo;Aufstehen&rdquo;, alles via Facebook organisieren zu wollen! Dann w&auml;re ich erneut ausgesperrt.<\/p><p>Nachdenkliche Gr&uuml;sse,<br>\nKK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter, lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>gerne w&uuml;rde ich mich Ihnen anschliessen und mit Ihnen hoffen, dass ein Wechsel noch m&ouml;glich sein k&ouml;nnte. Aber wie soll das heute noch m&ouml;glich sein? Die Zeiten haben sich zu damals ge&auml;ndert. Damals mit dem noch in der Erinnerung pr&auml;senten Nationalsozialismus waren die Akteure noch nicht so mutig.<br>\nHeute ist es ganz anders. Menschen wie Habeck und Baerbock und die ganz gr&uuml;ne Truppe halten den Nationalsozialismus f&uuml;r eine &uuml;berwundene Zeit. Sie k&auml;mpfen ja schlie&szlig;lich nur noch f&uuml;r ganz hehre Ziele. Sie denken Schutzmechanismen gegen einen Faschismus seien nicht mehr n&ouml;tig. Nur wegen dieses Zeitgeistes konnte das Grundgesetz demontiert, die Meinungsfreiheit so stark eingeschr&auml;nkt und das Demonstrationsrecht entsorgt werden. Das alles ist heute weg und niemand von den Strategen erkennt die Gefahr daran. Jeder sonnt sich in dem Glauben in einer neuen Zeit zu sein, in der alle nur noch gegen das B&ouml;se k&auml;mpft und nur Gutes wollen. Und weil es so ist, darf der Gegner, der dann logischerweise der B&ouml;se sein muss, mit allen Mitteln bek&auml;mpft werden. Der Glaube, der Feind sei das reine &Uuml;ble und man selber sei der besonders Gute ist wohl eine der Triebfedern f&uuml;r fast alles wirklich B&ouml;se auf dieser Welt. Ja auch die Nazis sahen sich als die Guten, die f&uuml;r eine neue ganz tolle Welt k&auml;mpften.<br>\nWie soll mit einer derart verblendeten Bev&ouml;lkerung ein Wechsel m&ouml;glich sein?<\/p><p>Aber es ist nicht nur die Bev&ouml;lkerung, an deren Weltbild es scheitert. Es ist nat&uuml;rlich auch die Politik, die zusammen mit den Medien, den Juristen gerade jeden Widerstand im Keim ersticken m&ouml;chte und es zusehends auch tut. Und die meisten Menschen klatschen sogar dazu.<\/p><p>Von Parteien erwarte ich absolut nichts mehr. Wenn irgendeine Partei (wie die Linke) mal was versucht, wird diese sofort untersp&uuml;lt und an die wichtigen Positionen werden gesteuerte Leute eingesetzt. Die Kampagnen gegen Sahra Wagenknecht sind ja wie auch das Verhalten von Habeck und Baerbock keine Dummheit, sondern sehr bewusste Aktionen. Man denkt es sei Dummheit, weil die Linke sich ja selber zerst&ouml;rt und auch die Gr&uuml;nen ja fr&uuml;her oder sp&auml;ter ihre Quittung bekommen werden. Aber dann wird vermutlich die CDU wieder ihre soziale Ader erkennen und von den meisten gew&auml;hlt werden. Und genau das hatten wird schon mal. Aus den Spr&uuml;chen der damaligen CDU stammt auch das Ger&uuml;cht, dass Merkel irgendwie sozial sein solle. (man muss sich nur die Reden von Merkel von damals anh&ouml;ren)<br>\nDen wahren Lenkern ist es v&ouml;llig egal, wer die Regierung bildet. Sie muss nur von Ihnen gesteuert werden k&ouml;nnen und es m&uuml;ssen vor allem gute Schauspieler sein, damit die Bev&ouml;lkerung ihnen auch alles glaubt.<\/p><p>Ziemlich dystopisch das Ganze. Ich f&uuml;r meinen Teil versuche, dass mich niemand mehr gegen andere aufzuhetzen vermag. Weder gegen Linke, Rechte, Fl&uuml;chtlinge, Griechen, Flugreisende, Dieselfahrer, Schwurbler, &ldquo;Antisemiten&rdquo; usw. Meiner Meinung nach ist das das Wichtigste, was wir tun k&ouml;nnen. Zusammenhalten gegen die wahren Feinde.<\/p><p>Mich pers&ouml;nlich wundert, dass anscheinend viele Menschen glauben, dass ein Leben in einer Diktatur irgendwie angenehm sein k&ouml;nnte. Ich bin sehr sicher, das w&uuml;rde f&uuml;r niemanden angenehm. Auch nicht f&uuml;r die Kontrollierenden. Es ist wie beim Sex. Demokratie ist Liebe und Z&auml;rtlichkeit. Diktatur\/Faschismus ist dagegen die Vergewaltigung. Nach Merkel w&auml;re das &ldquo;Die Chinesen bekommen Dinge getan, die haben nicht diese Querdenken&rdquo;. Ob das toll ist, wenn man der Vergewaltiger ist, m&uuml;ssen die Mitmachenden f&uuml;r sich selber entscheiden. Anscheinend denken das viele von denen, die sich dem als Journalisten, Wissenschaftler oder Politiker andienen. Die sollten mal ganz genau nachdenken, ob diese Welt erstrebenswert sein wird. Auch wenn es die eigene Ideologie ist, die sich dabei durchsetzen sollte. <\/p><p>Viele liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nJB<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Ich habe schon vor Corona gedacht, dass Sarah Wagenknecht und Frauke Petry ein interessantes  Duo w&auml;ren, um eine neue Partei f&uuml;r die Interessen der &ldquo;Normalb&uuml;rger&rdquo; aufzubauen. <\/p><p>In gemeinsamen fr&uuml;heren Interviews haben sie sich auch eigentlich sehr gut verstanden,<br>\nerstaunlicherweise auch inhaltlich in vielen Punkten. Sie decken zusammen auf jeden Fall ein breites Spektrum ab. Und inzwischen ist leider auch eine EU- und &euro;- kritische Haltung wohl mehr als angebracht. <\/p><p>Wenn die beiden dann noch einen Kreis von erfahrenen und angesehenen Pers&ouml;nlichkeiten als <\/p><p>&ldquo;Beratergremium&rdquo; bekommen w&uuml;rden  &ndash;  denke z.B. an Sie und Oskar Lafontaine an erster Stelle &ndash; , dann k&ouml;nnte das nach meiner Meinung eine sehr erfolgreiche Partei werden. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Weimer<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> ich halte das f&uuml;r eine Fehleinsch&auml;tzung und widerspreche auch der Empfehlung.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel!<\/p><p>Ich stimme Ihnen voll zu. Und ich habe ganz gro&szlig;e Hochachtung, dass Sie Ihre Meinung bzgl. der SPD ge&auml;ndert haben &mdash; und damit Ihren Werten und Ansichten treu geblieben sind.<br>\nIhr Artikel greift auch die aktuell weit verbreitete (auch bei mir vorhandene) Resignation angesichts der Arbeitsverweigerung deutscher vieler Politiker und Parteien auf.<br>\nFrau Wagenknechts Bundestags-Rede, obwohl ich sie schon zweimal geh&ouml;rt habe, rei&szlig;t mich immer noch mit. Je mehr Dreck &uuml;ber ihr ausgegossen wird, desto mehr wei&szlig; ich, dass sie richtig liegt. Diese Schlammschlacht kann sie aber alleine nicht durchstehen, da braucht sie schwere und tatkr&auml;ftige Unterst&uuml;tzung. Ich bin nur einfacher unterbesch&auml;ftigter B&uuml;rger, ein Leichtgewicht. Doch meine tatkr&auml;ftige Unterst&uuml;tzung h&auml;tte sie.<\/p><p>Noch ein kurzer Ausflug: Aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden blicke ich etwas auf die Politik in Italien. Die Wahlbeteilung gestern war historisch niedrig, wahrscheinlich aus zwei Gr&uuml;nden: politische Resignation (meine Familienangeh&ouml;rige hat ihre Wahlunterlagen nichtmal ge&ouml;ffnet) und der Termin kurz nach dem Sommer (ich habe in den 3 Wochen vor dem 15.9. bei meinem Aufenthalt in Italien praktisch keinen Wahlkampf wahrgenommen). F&uuml;r mich &uuml;berraschend war das Comeback des Movimento 5 Stelle. Ihr Trick war, bei gleichem Personal eine komplette Neuerfindung auf der linken\/sozialen Seite des politischen Spektrums vorzugeben. Ich habe selbst in Gespr&auml;chen mitbekommen, dass das verfangen hat. Das Potenzial im Volk ist da.<\/p><p>Apropos: Wenn ich, wie z. B. bzgl. eines Wahlausgangs, mal aktuelle Informationen brauche, dann schaue ich auch auf Seiten der Mainstreammedien. (Sonst bin ich eigentlich haupts&auml;chlich im Dunstkreis von Makroskop, NachDenkSeiten und Anti-Spiegel unterwegs.) Die drei, vier Artikel, die ich gestern &uuml;ber die italienischen Wahlen auf tagesschau.de (von mir zwangsweise mitbezahlt) gelesen habe, haben mich angewidert angesichts ihrer Oberfl&auml;chlichkeit und Parteinahme (Kampagne, Propaganda, Hetze, das w&uuml;rde alles passen). Ich stimme daher Herrn Lafontaine zu, dass die NachDenkSeiten enorm wertvoll sind. Als gelegentlicher Spender freue ich mich, dass der IQM e.V. satzungsgem&auml;&szlig; arbeitet ;-)<\/p><p>Nochmals vielen Dank, Herr M&uuml;ller<br>\nS. M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen Artikel. Die Rede Sahra Wagenkechts im Bundestag ist wirklich ein gro&szlig;es Highlight in dieser dunklen Zeit. <\/p><p>Ich wundere mich jedoch dar&uuml;ber, dass die seit 2 Jahren existierende Partei &ldquo;dieBasis&rdquo; mit keinem Wort erw&auml;hnt wird. Trotz der leider gerade in der &Ouml;ffentlichkeit ausgetragenen Unstimmigkeiten im Vorstand bietet sie doch mit ihrem Parteiprogramm eine durchaus viel versprechende Alternative. Auch im Pleisweiler Gespr&auml;ch wurde sie von einer Zuschauerin erw&auml;hnt, aber von Ihnen, Herr M&uuml;l-ler, oder von Herrn Lafontaine einfach abgetan. Ich frage mich, warum?<\/p><p>Sollte es Ihnen noch nicht bekannt sein, finden Sie hier den link zum  Rahmenprogramm der Basis:<br>\n<a href=\"https:\/\/diebasis-partei.de\/wahlen\/programm\/\">https:\/\/diebasis-partei.de\/wahlen\/programm\/<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGabi Herb<\/p><p><em>&ldquo;Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein Verbrechen behandelt wird,<br>\ndann werden wir von Verbrechern regiert&rdquo; &ndash; Freiheit f&uuml;r Julian Assange!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88463\">Beitrag<\/a> vertritt Albrecht M&uuml;ller die These, es gebe heute &ndash; basierend auf den Erfahrungen mit der Bundestagswahl von 1972 &ndash; eine &bdquo;gute Ausgangsbasis daf&uuml;r, eine Gegen&ouml;ffentlichkeit aufzubauen&ldquo;. Es sei aktuell sichtbar, dass &bdquo;das Gro&szlig;e Geld und insbesondere die R&uuml;stungswirtschaft unsere Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik bestimmt und uns in kriegerische Auseinandersetzungen treibt&ldquo;. SPD, Gr&uuml;ne<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88610\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-88610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88610"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88610\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88612,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88610\/revisions\/88612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}