{"id":88710,"date":"2022-10-03T09:00:51","date_gmt":"2022-10-03T07:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88710"},"modified":"2022-10-04T10:09:39","modified_gmt":"2022-10-04T08:09:39","slug":"die-wut-des-ostens-ist-fuer-das-ganze-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88710","title":{"rendered":"Die Wut des Ostens ist f\u00fcr das ganze Land"},"content":{"rendered":"<p>Unser Nationalfeiertag, der Tag der Deutschen Einheit, l&auml;sst uns jeweils am 3. Oktober seit 32 Jahren feierlich innehalten. Die Festtagsreden wirken vers&ouml;hnlich, w&uuml;rdevoll und emotional, deren Tenor klingt wie &bdquo;im Grunde ist alles gut und besser als vor der Wiedervereinigung, vor allem f&uuml;r den Ostteil der Bundesrepublik&ldquo;. Lassen wir den Schmus der Festtagstrunkenheit weg. In unserem Staate war und ist vieles binnen und nach 32 Jahren nicht gut und besser, was nach sich zieht, dass Menschen zunehmend protestieren. Im Osten geschieht das mehr noch als im Westen, in den neuen L&auml;ndern sind die Menschen vielleicht betroffener, kritischer, gar politischer? Fakt ist, dem ganzen Land tut die Wut des Ostens gut. Noch etwas: W&uuml;rden unsere Entscheidungstr&auml;ger ihren Job f&uuml;r alle B&uuml;rger des Landes gut machen, g&auml;be es keinen Grund, auf die Stra&szlig;e zu gehen. Von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8195\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-88710-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221003-Wut-des-Ostens-ist-fuer-das-ganze-Land-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221003-Wut-des-Ostens-ist-fuer-das-ganze-Land-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221003-Wut-des-Ostens-ist-fuer-das-ganze-Land-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221003-Wut-des-Ostens-ist-fuer-das-ganze-Land-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=88710-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221003-Wut-des-Ostens-ist-fuer-das-ganze-Land-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"221003-Wut-des-Ostens-ist-fuer-das-ganze-Land-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Ein Meer aus vielen Tropfen<\/strong><\/p><p>Diese H&uuml;rde der Bequemlichkeit sitzt im Kopf, um ja nichts zu tun, aufkommende Wut zu artikulieren: Zu sagen, es bringt ja eh nichts. Derlei ist von Leuten zu h&ouml;ren, die sich von Protesten wenig bis nichts versprechen. Die Entgegnung lautet: Doch, Du bist ein Tropfen, viele Tropfen werden ein Meer. Es ist ein lyrisches Bild von Gemeinsamkeit und Kraft. Gerade im Osten sammeln sich mehr und mehr Tropfen. Aus denen k&ouml;nnte ein gro&szlig;es Meer werden. Die Aufforderung richtet sich gen Westen: Macht mit! In Medien und sozialen Plattformen wird &uuml;ber viele Demos im Osten, in kleinen und gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten Th&uuml;ringens, Brandenburgs, Sachsen-Anhalts, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsens, berichtet. In der Hauptstadt Berlin &ndash; geografisch im Osten der Republik gelegen, kommen (noch) keine hohen Teilnehmerzahlen zu Demos gegen die aktuellen Misst&auml;nde zusammen. Doch sei nicht zu vergessen, dass in westdeutschen Kommunen sich auch etwas tut. Wird es ein Meer?<\/p><p><strong>Der Ostbeauftragte und seine verdrossenen Sch&auml;fchen<\/strong><\/p><p>Warum der Osten so tickt und warum die Widerborstigkeit der dortigen B&uuml;rger so ausgepr&auml;gt ist, interessiert die Bundesregierung. Darum hat sie seit vielen Jahren (trotz Einheit und Gleichheit und Br&uuml;derlichkeit) extra einen Ostbeauftragten besch&auml;ftigt, der diesen Landstrich unter die Lupe nimmt. Nebenbei, einen Westbeauftragten gibt es nicht, der Laden in den Altbundesl&auml;ndern l&auml;uft ja, oder? Der Ost-Nachgucker legt also das Ohr ans Volk, sp&uuml;rt vielleicht Defizite auf, auf dass die dann beseitigt werden. Oder nicht, dann wartet man halt bis zum n&auml;chsten Bericht. L&auml;uft.<\/p><p>Deutschland ist seit 1990  e i n  Land, bestehend aus der ehemaligen BRD und der ehemaligen DDR, aus West und Ost. Gern wird erz&auml;hlt, unser Land sei auch im Inneren geeint, doch ist es noch immer ein geteiltes, ein bewusst unterteiltes Land. Das scheint so gewollt zu sein, dieses Oben und Unten, Haben und Nichthaben. Die Republik hat den Kapitalismus als Gesellschaftsform gew&auml;hlt. Sieger und Verlierer. Der Ostbeauftragte stellt fest, dass die Politikverdrossenheit in Ostdeutschland rasant w&auml;chst. Hier muss Einspruch erfolgen: Es gibt keine Verdrossenheit in Sachen Politik, die Menschen sind wohl aufmerksam und interessiert, sie sind vielmehr verdrossen ob der agierenden bzw. nicht agierenden Politiker. Vor allem ob derer, die ihren Amtseid nicht erf&uuml;llen.   <\/p><p>Nun hat der Beauftragte zur Lage der Einheit &uuml;ber die Befindlichkeiten im Land in seinem Bericht festgestellt, dass jeder Dritte im Osten grunds&auml;tzlich mit seinem Leben zufrieden sei, was einen starken Einbruch zu 2020 bedeutete. Der Vergleich zum Westen fehlt nicht. 43 Prozent der Ost- und 58 Prozent der Westdeutschen seien der Auffassung, dass man seine Meinung immer frei &auml;u&szlig;ern kann, ohne &Auml;rger zu bekommen, im Vergleich zu 50 vs. 63 Prozent vor zwei Jahren. Wirtschaftlich schlie&szlig;t der Osten sehr langsam zum Westen auf, hei&szlig;t es zudem. Die Lage im Land werde zunehmend als sozial ungerecht empfunden. 23 Prozent im Osten und 33 Prozent im Westen sind mit der sozialen Gerechtigkeit eher zufrieden. Vor zwei Jahren waren es 32 beziehungsweise 42 Prozent. Der Bericht soll in K&uuml;rze in G&auml;nze erscheinen.<\/p><p><strong>Prozentzahlen hin oder her &ndash; die Lage ist ernst<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich ist Deutschland ein ungerechtes, zerrissenes Land. Mit Ansage, nicht, weil die Zust&auml;nde und Missst&auml;nde Naturgesetz sind. Die gegenw&auml;rtige, gemachte Krise tobt. Es ist zum In-die-Knie-Gehen. Handwerksbetriebe mit langer Tradition wie B&auml;cker schlie&szlig;en, die Preise f&uuml;r Lebensmittel, Kraftstoff, Heizung und viele weitere Posten steigen und steigen. Horrende Rechnungen flattern Mietern ins Haus, die darin stehenden Betr&auml;ge l&ouml;sen Sorgen aus, bedeuten Not, vielleicht folgt gar das wirtschaftliche, das ganze Aus? Nach den Mietsteigerungen der vergangenen Jahre kommen weitere Forderungen. Dagegen an kommt man als kleiner Mann nicht. Wenigstens (Ironie aus) wird auf gro&szlig;en Plakaten in den Stra&szlig;en f&uuml;r clevere Sparma&szlig;nahmen bei Wasser, Licht, Strom geworben, als w&uuml;rde man einen trendigen Schokoriegel anpreisen. Die Regierung wirbt ebenfalls f&uuml;r ein G&uuml;rtel-enger-Schnallen. Und dass man nichts daf&uuml;r k&ouml;nne, f&uuml;r die Preise, die Lage, man werde allenfalls reagieren. Greise politische Prominente meinen, dass man schon mal frieren kann f&uuml;r den Frieden. Oder doch f&uuml;r den Krieg? Die St&auml;dte kommen kaum noch hinterher, Menschen aus anderen gepeinigten L&auml;ndern willkommen zu hei&szlig;en. Irrsinn herrscht, wohin man blickt.<\/p><p>Was die da Oben, die, die von dem ganzen Drama profitieren, genau wissen, ist: Die einfachen Menschen wollen lediglich ein faires, gutes Auskommen, sie wollen Frieden, sie fordern Zusammenarbeit, Austausch, Vernunft. Das bringt aber den obigen Wenigen nichts und ist gerade in diesen Kreisen nicht angesagt. Gute, soziale Politik br&auml;chte weniger Profit. An den B&ouml;rsen knallt es jeden Tag &ndash; wegen der Sektkorken. Die aktuelle Regierung w&auml;hlt wie die davor das Gegenteil dessen, was ihre W&auml;hler verdienen, was sie fordern. Wer widerspricht, bekommt &Auml;rger. Die Leute auf der Stra&szlig;e gerade im Osten sp&uuml;ren sehr genau, es ist dieses Ost-Misstrauen aus vergangenen Zeiten, wie sie am Nasenring durch die Manege gezogen werden. Diese Dem&uuml;tigung geschieht zur Freude unserer Verb&uuml;ndeten und Freunde und eben dieser Profiteure im Wertewesten und seiner &bdquo;Vorz&uuml;ge&ldquo; Armut, Verwahrlosung, soziale, gesellschaftliche, wirtschaftliche, intellektuelle, kulturelle Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Zur&uuml;ckdr&auml;ngung von B&uuml;rgerrechten, Militarisierung der Gesellschaft, ungez&uuml;gelter Reichtum, Heuchelei. Heuchelei ist auch das, was der Ostbeauftragte vorgibt zu tun &ndash; Beauftragter zu sein.   <\/p><p><strong>Nach 32 Jahren Wiedervereinigung steigt im Osten der Druck von der Stra&szlig;e<\/strong><\/p><p>&bdquo;F&uuml;r diese Schei&szlig;e sind wir 1989 nicht auf die Stra&szlig;e gegangen.&ldquo; Der Satz wurde am letzten September-Wochenende bei einer der bisher gr&ouml;&szlig;ten Protestdemonstrationen in diesem &bdquo;hei&szlig;en Herbst&ldquo; 2022 in Plauen\/Vogtland (Sachsen) auf einem Transparent durch die ganze Stadt getragen. An die 8.000 Leute liefen durch die Stra&szlig;en. Der Satz auf dem Transparent fasst die Entt&auml;uschung von Ostdeutschen zusammen, die die vergangenen 32 Jahre und die Jahre zuvor hautnah miterlebten, die vor der Wiedervereinigung ein politisch ziemlich ramponiertes Land, die DDR, erlebten, die darum auf die Stra&szlig;e gingen, die erreichten, dass die Bonzen in Ostberlin und im ganzen Osten davongejagt wurden. Eine kurze Zeit keimte zwischen 1989 und 1990 Hoffnung auf, es anders zu machen: anders als die alte DDR, anders als die alte BRD. Es wurde schlie&szlig;lich nichts daraus. Es gab andere Pl&auml;ne, die der Bev&ouml;lkerung als die Erfolgsgeschichte verkauft wurde. Der starke, gro&szlig;e erfolgreiche BRD-Staat mit all seiner wirtschaftlichen, politischen und medialen Macht packte zu und es kam zum &bdquo;Anschluss&ldquo;. Allianz f&uuml;r Deutschland.<\/p><p>Die Jahre zogen im Auf und Ab ins Land mit dem Slogan &bdquo;R&uuml;ckgabe vor Entsch&auml;digung&ldquo;, mit dem Treiben der Treuhand, mit all dem Monopoly inklusive Mietwucher, mit fl&auml;chendeckender Deindustrialisierung, mit Privatisierungen, mit dem Abbau von Arbeiterrechten und Niedrigl&ouml;hnen, mit Massenarbeitslosigkeit, Hartzgesetzen, Fl&uuml;chtlingskrise, Corona-Politik usw.. Die 32 Jahre zogen auch mit Erfolgsgeschichten ins Land, pers&ouml;nlichen, gesellschaftlichen, institutionellen, Aufbau Ost, bl&uuml;hende Landschaften, sch&ouml;ne sanierte Altst&auml;dte, Reisen, kleiner und gr&ouml;&szlig;erer Wohlstand, Fu&szlig;ball-Weltmeistertitel. 32 Jahre entwickelte sich Deutschland zu einem vor Kraft strotzenden kapitalistischen Land, das zun&auml;chst Land mit einer sozialen Marktwirtschaft genannt wurde. Das Wort &bdquo;sozial&ldquo; wurde nach und nach gestrichen. Im Inneren ist die bundesdeutsche Gesellschaft wie nie zuvor nach Oben und Unten eingeteilt. Das wird so bleiben, geht es nach den Profiteuren. Die gesellschaftliche Teilung ist intensiv von Ost nach West sichtbar. Nach au&szlig;en steigert sich die politische F&uuml;hrungsklasse in einen Wahn des aggressiven &bdquo;Wir sind wieder wer Deutschland&ldquo;.   <\/p><p>Das alles erzeugt Widerspruch politisch interessierter B&uuml;rger. Gerade im Osten. Die Menschen zieht es erneut mutig auf die Stra&szlig;e, Ungerechtigkeiten, Bedrohungen, Anma&szlig;ungen, Machtmissbr&auml;uche wollen sie nicht mehr hinnehmen. Die Menschen fordern &Auml;nderungen, einen Wandel im Handeln der Gew&auml;hlten und der Akteure, die die Hebel im Land und dar&uuml;ber hinaus in H&auml;nden halten. Die Wut schwingt in ihren Forderungen mit. Auf Demos wird das plakativ getan. Energie-Leitungen auf, Sanktionen weg, Waffenstillstand, Frieden, Koexistenz, Minister sollen gehen, am besten gleich die ganze Regierung. Bei Versammlungen im Rahmen der Demos kommen Redner zu Wort, die sich Luft machen, Forderungskataloge werden formuliert. Die Wirtschaftsm&auml;chtigen, die Geldmacher, die Politiker sind die Adressaten, die, die sich dumm und d&auml;mlich verdienen.<\/p><p>Die Demonstranten protestieren auch gegen die Arbeit von Medien, die ihren Protest kleiner machen, als er ist, die ihn diskreditieren, die in ihrer medialen Ausrichtung und in ihrem Sendungsbewusstein agieren wie bei Corona. Die Corona-Politik und dieses Gefolgschaftsverhalten &ndash; die Kritik daran ist nicht vom Tisch. Im Osten wurde heftig zwischen 2020 und 2022 protestiert, demonstriert und die Proteste, Einw&auml;nde, Zweifel wurden heftig bek&auml;mpft. &bdquo;Gaspreise, Kriegsgewinnler und Corona h&auml;ngen zusammen&ldquo;, sprechen die politisch nicht verdrossenen Demonstranten im Osten deutlich aus. Noch mal die Medien: Warum wird vom Begr&auml;bnis einer K&ouml;nigin, die nichts f&uuml;r den Fortschritt der Welt tat, in Dauerschleife berichtet, w&auml;hrend die wirklich wichtigen Fragen nicht mal gestellt werden? Die Fragen und Forderungen, Antworten, Vorschl&auml;ge, Debattenbeitr&auml;ge der Menschen auf der Stra&szlig;e und im Umfeld &ndash; sie werden stattdessen untergebuttert: von der Ersten (Exekutive), Zweiten (Legislative), Dritte (Judikative) bis zur Vierten Gewalt (Medien) im Staat. Diese Leute und die Profiteure der Politik haben sich das Land unter den Nagel gerissen, das darf nicht so bleiben, so die Demonstranten.<\/p><p><strong>Die Demos im ganzen Land f&uuml;r ein besseres Land<\/strong><\/p><p>Meine Schwester lebt im Westen. Sie erz&auml;hlt, dass in ihrer Region nahe der franz&ouml;sischen Grenze kaum bis gar nicht demonstriert wird. Geschimpft wird ja, &uuml;ber die Preise, &uuml;ber Ma&szlig;nahmen, &uuml;ber Entscheidungen der Politik. Doch au&szlig;er ein paar kleinen Protestaktionen sind Demos bei den gutsituierten Bundesb&uuml;rgern im Westen eher nicht angesagt, erlebt meine Schwester. Das Vertrauen in die beste aller Bundesrepubliken und in den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Apparat scheint gro&szlig;. Dazu kommt: Man will ja dazugeh&ouml;ren, Bundesb&uuml;rger, B&uuml;rgerlicher, in der Mitte der Gesellschaft stehender Mensch sein, also w&uuml;rde man sich mit Protesten eher verd&auml;chtig machen. Derlei Zur&uuml;ckhaltung und Mitlaufen war in den vergangenen bald drei Jahren deutlich zu beobachten. Meine Schwester st&ouml;rt das, so nimmt sie dagegen mit Lob und Staunen wahr, dass im wilden Osten ganz sch&ouml;n was los ist. Nicht ganz, sage ich, immerhin gehen auch in den alten Bundesl&auml;ndern Leute in gr&ouml;&szlig;eren Kommunen auf die Stra&szlig;e. Die Begeisterung der Ost-Demos sorgt nun auch im Westen f&uuml;r etwas mehr Aufsehen und Aufmerksamkeit, sind wir, Ost- und West-Geschwister, uns einig. Also: Heraus auf die Stra&szlig;en, im ganzen Land &ndash; f&uuml;r ein besseres Land.  <\/p><p>Titelbild: &copy; Frank Blenz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Nationalfeiertag, der Tag der Deutschen Einheit, l&auml;sst uns jeweils am 3. Oktober seit 32 Jahren feierlich innehalten. Die Festtagsreden wirken vers&ouml;hnlich, w&uuml;rdevoll und emotional, deren Tenor klingt wie &bdquo;im Grunde ist alles gut und besser als vor der Wiedervereinigung, vor allem f&uuml;r den Ostteil der Bundesrepublik&ldquo;. Lassen wir den Schmus der Festtagstrunkenheit weg. In<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88710\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":88711,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,35,165,161],"tags":[282,1543,575,633],"class_list":["post-88710","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-wertedebatte","tag-buergerproteste","tag-deutsche-einheit","tag-ostdeutschland","tag-politikerverdrossenheit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/308675334_10217304871973991_6911914429537600549_n.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88710"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88710\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88788,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88710\/revisions\/88788"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/88711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}