{"id":88831,"date":"2022-10-05T08:29:44","date_gmt":"2022-10-05T06:29:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831"},"modified":"2022-10-05T08:29:44","modified_gmt":"2022-10-05T06:29:44","slug":"hinweise-des-tages-4208","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h01\">&bdquo;Doppelwumms&rdquo; mit Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h02\">Bund-L&auml;nder-Treffen: Pokern f&uuml;r mehr Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h03\">Die Ampel-Politik droht Land und Leute zu ruinieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h04\">Wirtschaftsvertreter hadern mit Habeck und dessen Ministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h05\">Die Inflation: Wir sind alle schwer davon betroffen. Oder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h06\">Wir frieren nicht f&uuml;r Kriegstreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h07\">Die Ukraine stellt die Nato blo&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h08\">US-&Ouml;konom Sachs zu Nord Stream: Wette, dass dies eine Aktion der USA war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h09\">Gaslecks vor Bornholm: Wie man Nord Stream reparieren k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h10\">Der Euro ohne deutsche Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h11\">Eskalierende Sanktionen gegen Russland zeigen Europas Verlust an strategischer Autonomie und zunehmende Irrationalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h12\">Deutschlands Traditionspartner (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h13\">Teufelskreis &Uuml;berlastung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h14\">Desillusionierung: Italiens neue rechtsextreme Regierung ist ein Wendepunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h15\">Brasilien sieht sich nach einer knapper als erwarteten ersten Wahlrunde mit einer zunehmenden politischen Polarisierung konfrontiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h16\">Zu guter Letzt: Habeck kritisiert &bdquo;Mondpreise&ldquo; f&uuml;r Erdgas auch aus befreundeten L&auml;ndern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Doppelwumms&rdquo; mit Folgen<\/strong><br>\nDas 200 Milliarden Euro schwere Berliner Entlastungspaket (&bdquo;Doppelwumms&ldquo;) st&ouml;&szlig;t in zahlreichen EU-Staaten auf ernsten Protest. Ursache ist, dass Berlin &ndash; alle Hilfsprogramme zusammengenommen &ndash; nun eine Summe in H&ouml;he von 8,3 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung zur Unterst&uuml;tzung nicht nur von Privathaushalten, sondern vor allem auch der Industrie aufbringen will. Das ist betr&auml;chtlich mehr, als alle anderen EU-Staaten locker machen k&ouml;nnen. Frankreich oder Spanien etwa planen Entlastungspakete im Wert von nur 2,9 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts. Damit l&auml;uft die Berliner Ma&szlig;nahme darauf hinaus, der deutschen Industrie sp&uuml;rbare Vorteile gegen&uuml;ber der Konkurrenz aus anderen EU-Staaten zu verschaffen. Unmut wird besonders aus Frankreich, Italien und Spanien laut. &bdquo;Die Reichen helfen ihren Firmen mit enormen Summen, w&auml;hrend die Armen dies nicht tun k&ouml;nnen&ldquo;, kritisiert Ungarns Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n. Forderungen nach einem schuldenfinanzierten EU-Entlastungspaket werden laut &ndash; auch, um die sich bereits abzeichnende Abwanderung von Unternehmen in die Vereinigten Staaten zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9042\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bund-L&auml;nder-Treffen: Pokern f&uuml;r mehr Armut<\/strong><br>\nF&uuml;r selbstverschuldete Krise zahlen Bund und L&auml;nder nur Peanuts. NRW-Regierungschef W&uuml;st setzt daf&uuml;r auf &raquo;Pakt f&uuml;r nationale Einheit&laquo;.<br>\nDer Bund verlangte vorab Zustimmung zum dritten &raquo;Entlastungspaket&laquo; von Anfang September, das vor allem aus vagen Versprechen f&uuml;r 2023 besteht. Die L&auml;nder fordern neben Mitteln f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsversorgung weitere Finanzhilfen etwa f&uuml;r den Ausbau des Nahverkehrs. Gestritten wurde &uuml;ber die Kosten&uuml;bernahme f&uuml;r das ab 1. Januar 2023 erh&ouml;hte Wohngeld. Der Vorsitzende der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz, Stephan Weil (SPD) aus Niedersachsen, k&uuml;ndigte auf einer Pressekonferenz vor dem Gespr&auml;ch mit Scholz an, man werde dabei nicht zu abschlie&szlig;enden Entscheidungen kommen. Alles h&auml;nge vom Gaspreis ab, d. h. der Konkretisierung des &raquo;Abwehrschirms&laquo;. Aus Sicht von Hendrik W&uuml;st (CDU), Regierungschef von Nordrhein-Westfalen, ist dieser gegenw&auml;rtig eine &raquo;Wundert&uuml;te&laquo;. F&auml;llig sei nun ein &raquo;Pakt der nationalen Einheit&laquo;. Er stellte in den Vordergrund, dass die Fl&uuml;chtlingszahlen l&auml;ngst die von 2015 &uuml;bertreffen und in der kalten Jahreszeit weiter steigen werden. Nach Ansicht der Partei Die Linke wird mit dem &raquo;Abwehrschirm&laquo; des Bundes die Einhaltung der Schuldenbremse zur Illusion. Parteichefin Janine Wissler verlangte am Dienstag in Berlin, sie abzuschaffen. Sie bezweifelte, dass die geplanten Hilfen zielgenau vor allem armen Menschen zugute k&auml;men: &raquo;Es ist zu bef&uuml;rchten, dass auch mit diesem Entlastungspaket die Probleme nicht an der Wurzel gepackt werden.&laquo; Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch forderte in der Augsburger Allgemeinen eine allgemeine Erh&ouml;hung der Renten sowie eine Mindestrente in H&ouml;he von 1.200 Euro, um Altersarmut durch rapide steigende Energiepreise zu vermeiden. Ansonsten drohe eine &raquo;Altersarmutslawine im Winter&laquo;. Bartsch verwies auf eine Auswertung seiner Fraktion, wonach der Anteil der armutsgef&auml;hrdeten Rentnerinnen und Rentner in Deutschland schon vor dem Energieschock zugenommen habe. Ihr Anteil stieg demnach bundesweit von 16,3 auf 17,4 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/435962.bund-l%C3%A4nder-treffen-pokern-f%C3%BCr-mehr-armut.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Ampel-Politik droht Land und Leute zu ruinieren<\/strong><br>\nDie Ampel hat auf die Krisen unserer Zeit keine Antwort. W&auml;hrend ein paar wenige riesige Gewinne machen, sieht sie tatenlos zu, wie Millionen sozial abrutschen. Wir brauchen den Protest von links<br>\nEin Jahr nach der Bundestagswahl steht Deutschland vor der schwersten Krise der Nachkriegszeit. Millionen B&uuml;rger und hunderttausende Unternehmen bekommen Horrorrechnungen ins Haus. Die Politik der Ampel-Koalition hat die Probleme nicht gelindert, sie hat sie vielfach versch&auml;rft. [&hellip;]<br>\nSuperlative haben eine kurze Halbwertzeit. Kaum ist die Pandemie halbwegs einged&auml;mmt, &uuml;berf&auml;llt Russland brutal sein Nachbarland. Unentschuldbar! Jetzt rollt eine 10-Prozent-Inflationslawine &uuml;ber Deutschland. Die Verlierer der Unbezahlbarkeit des Lebens sitzen in diesen Tagen in kalten Wohnzimmern und erleben im Fernsehen den Zuchtmeister der Republik, den Chef der Bundesnetzagentur Klaus M&uuml;ller, der t&auml;glich vor normalem Gasverbrauch der Privathaushalte warnt. Die B&uuml;rger stehen mit zerknautschten Gesichtern an den Supermarktkassen und f&uuml;hlen sich zu Recht geschr&ouml;pft an den Zapfs&auml;ulen, die wie ausgestreckte Mittelfinger in der Landschaft stehen. Kinder- und Altersarmut haben bereits vor diesem Winter neue Rekorde geknackt. Es trifft Alleinerziehende, Arbeiter, Familien, Rentner &ndash; es trifft die ganz normalen Leute, die nicht wissen, wie sie die n&auml;chsten Monate &uuml;berstehen und die teilweise selbstzufriedene Abgehobenheit der Ampel-Regierung l&auml;nger ertragen sollen. Denn eines ist l&auml;ngst klar: Der Krisenzenit ist noch nicht einmal erreicht. [&hellip;]<br>\nKeine Sanktionen gegen die T&uuml;rkei f&uuml;r den Krieg gegen die Kurden, kein Wimpernzucken bei westlichen Angriffskriegen im Nahen Osten, Hofknicks in Saudi-Arabien, Kotau in Qatar, aber keine Energie mehr aus Russland. Das ist eine unertr&auml;gliche Doppelmoral, gegen die immer mehr B&uuml;rger auf die Stra&szlig;e gehen oder innerlich resignieren.<br>\nPrall gef&uuml;llte Taschen in Riad und Houston und leere Portemonnaies von Dortmund bis Dresden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-ampel-politik-droht-land-und-leute-zu-ruinieren\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wirtschaftsvertreter hadern mit Habeck und dessen Ministerium<\/strong><br>\nDie Kritik von Wirtschaftsvertretern am Wirtschaftsministerium w&auml;chst. Gesch&auml;ftliche Interessen kollidieren offenbar mit Themen wie Nachhaltigkeit und Menschenrechte. Der Handelsverband Deutschland (HDE) schickt nun einen Brandbrief.<br>\n&bdquo;Ohne Plan&ldquo;, &bdquo;dirigistisch&ldquo;, &bdquo;z&ouml;gerlich&ldquo; &ndash; in Wirtschaftskreisen baut sich Unmut &uuml;ber das Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Klima (BMWK) und dessen Minister Robert Habeck auf. In Gespr&auml;chen mit mehr als einem Dutzend Wirtschaftsvertretern zeigt sich, dass die Kritik nicht nur die Energiekrise betrifft, sondern die Nerven mittlerweile bei einer ganzen Reihe von Themen blankliegen. (&hellip;)<br>\nZugleich schrieb der Handelsverband Deutschland (HDE) einen Brandbrief an Habeck, der dem &bdquo;Spiegel&ldquo; vorliegt. Die &bdquo;explodierenden Energiekosten&ldquo; machen es immer mehr Einzelh&auml;ndlern offenbar unm&ouml;glich, kostendeckend zu wirtschaften. Die Lage sei &bdquo;schlichtweg existenzbedrohend&ldquo;. 16.000 Gesch&auml;fte st&uuml;nden in diesem Jahr vor dem Aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article241351315\/Robert-Habeck-Ohne-Plan-Wirtschaftsvertreter-hadern-mit-Habecks-Ministerium.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>H&auml;ndler schicken Brandbrief an Habeck<\/strong><br>\nDie &raquo;explodierenden Energiekosten&laquo; machen es immer mehr Einzelh&auml;ndlern offenbar unm&ouml;glich, kostendeckend zu wirtschaften. Die Lage sei &raquo;schlichtweg existenzbedrohend&laquo;, schreibt der Handelsverband Deutschland (HDE) in einem Brandbrief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck<br>\n(Gr&uuml;ne).<br>\n16.000 Gesch&auml;fte st&uuml;nden in diesem Jahr vor dem Aus, im kommenden Jahr d&uuml;rfte sich der &raquo;Negativtrend fortsetzen&laquo;. Grund: Die Energiekosten im Handel seien seit Jahresbeginn durchschnittlich um 147 Prozent gestiegen. Sie machten derzeit fast drei Prozent des Umsatzes aus, 2023 rechnet der Verband mit nahezu f&uuml;nf Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/robert-habeck-einzelhandel-warnt-wirtschaftsminister-vor-zehntausenden-firmenpleiten-a-83de8c15-e5dd-4cbd-a349-cd20b3cf83c9%20\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Noch ein Brandbrief an die deutsche Exekutive &ndash; dieses Mal vom Handelsverband Deutschland. Nach den Einbu&szlig;en durch die politischen Corona-Ma&szlig;nahmen kommt mit den deutlich gestiegenen Energiekosten die n&auml;chste Last f&uuml;r die deutsche Wirtschaft. Der zust&auml;ndige Bundeswirtschaftsminister hatte k&uuml;rzlich erkl&auml;rt, er sehe keine Insolvenzen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=87735\">Habeck ist nicht inkompetent, er hat einfach nur mit dem Denken aufgeh&ouml;rt<\/a>. Auch hierzu schweigt der Bundeskanzler, setzt seine Richtlinienkompetenz nicht ein und ruft seinen Minister nicht zur Ordnung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Inflation: Wir sind alle schwer davon betroffen. Oder?<\/strong><br>\nUnter Inflation verstehen wir die durchschnittliche Preis&auml;nderung von Konsumg&uuml;tern f&uuml;r den privaten Verbrauch (Verbrauchsg&uuml;ter wie Nahrungsmittel und Gebrauchsg&uuml;ter wie M&ouml;bel und Autos). Preis- und Kurs&auml;nderungen von Finanzanlagen oder von Investitionsg&uuml;tern (Maschinen, ganze Betriebe, Geb&auml;ude, Grundst&uuml;cke) sind ein anderes Thema, sind nicht in der Konsumg&uuml;terinflation erfasst. Private Wohnh&auml;user, auch Eigentumswohnungen, geh&ouml;ren zu den Investitionsg&uuml;tern.<br>\nDer aktuelle Inflationswert vom August liegt bei 7,9 %. Um 7,9 % haben sich von August 2021 bis August 2022 die Preise der in Deutschland verkauften Konsumg&uuml;ter erh&ouml;ht &ndash; im gewichteten Durchschnitt, das hei&szlig;t, h&auml;ufig gekaufte und umsatzstarke G&uuml;ter (Bier und Autos) beeinflussen die Inflationsrate mehr als selten gekaufte (Radiergummis und Fu&szlig;matten).<br>\nF&uuml;r die kommenden Monate wird generell ein Anstieg der Inflationsrate auf 10 % oder noch mehr erwartet (Preisd&auml;mpfungsma&szlig;nahmen wie das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt liefen aus), ein Wert, der in den letzten 60 Jahren noch nie erreicht wurde.<br>\nVor einiger Zeit ging die Meldung durch die Medien, der Sparkassenpr&auml;sident Schleweis erwarte, dass k&uuml;nftig bis zu 60 % aller deutschen Haushalte ihr komplettes Einkommen ben&ouml;tigen werden, um ihren Lebensstandard bei den gestiegenen Preisen aufrecht zu erhalten. Oder dass sie sich sogar zus&auml;tzlich verschulden m&uuml;ssen. Vor dem Hochschnellen der Inflation waren &ldquo;nur&ldquo; 15 % aller Haushalte nicht in der Lage, ihren Konsum alleine aus ihrem verf&uuml;gbaren Einkommen zu bezahlen.<br>\nDie sehr viel schwieriger gewordene finanzielle Lage macht sich, nat&uuml;rlich, auch bei der Neu-Anlage von Ersparnissen bemerkbar: W&auml;hrend im ersten Halbjahr 2021 den Sparkassen noch 25 Mrd. Euro neu zuflossen, sank dieser Wert 2022 um 98 % auf 0,6 Mrd. Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/2022\/09\/die-inflation-wir-sind-alle-schwer-davon-betroffen-oder\/\">isw<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wir frieren nicht f&uuml;r Kriegstreiber<\/strong><br>\nVor lauter Sorge &uuml;ber steigende Energie- und Lebensmittelpreise k&ouml;nnen einem Kriegspolitik und Hochr&uuml;stung schon mal aus dem Blick geraten. Doch im beginnenden &bdquo;hei&szlig;en Herbst&ldquo; hat das Ausblenden des Zusammenhangs von Krieg und Krise Methode. Anders l&auml;sst sich die Hysterie gegen Forderungen nach Beendigung des Wirtschaftskrieges gegen Russland, der die explodierenden Energiepreise verschuldet, nicht erkl&auml;ren. Wer sich gegen die Regierungspolitik stellt, die darauf zielt, &bdquo;Russland zu ruinieren&ldquo;, wird in die rechte Ecke geschoben. Wer dann noch darauf hinweist, dass Deutschland nicht nur einen Wirtschaftskrieg f&uuml;hrt, sondern im Verbund mit der NATO durch Waffenlieferungen und die Ausbildung ukrainischer Soldaten auch Kriegspartei gegen Russland ist, wird f&uuml;r irre erkl&auml;rt. [&hellip;]<br>\nHochr&uuml;stung bekam mit einem 100-Milliarden-Euro-Sonderverm&ouml;gen Verfassungsrang und das 2-Prozent-Ziel der NATO wurde gesetzlich festgeschrieben. Damit erh&ouml;hen sich die R&uuml;stungsausgaben auf j&auml;hrlich 70 bis 80 Milliarden Euro. Noch nie seit 1945 hat eine deutsche Regierung so massiv an der Eskalation eines gro&szlig;en Krieges gedreht wie die jetzige.<br>\nDas Geld wird uns nicht nur in allen sozialen Belangen fehlen und die Kassen der R&uuml;stungskonzerne f&uuml;llen&hellip; Das Geld flie&szlig;t in die milit&auml;rische Mobilmachung gegen Russland und China zur Stabilisierung des US-gef&uuml;hrten &bdquo;Wertewestens&ldquo; und zur St&auml;rkung des deutschen Imperialismus.<br>\nWer diese Zusammenh&auml;nge erkennt und benennt &ndash; und deren Anzahl w&auml;chst &ndash; gef&auml;hrdet die Heimatfront. [&hellip;]<br>\nIn vielen St&auml;dten bilden sich B&uuml;ndnisse gegen das Hungern und Frieren im Winter. Auch Gewerkschaften und die Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; rufen zum sozialen Protest. Beide sind streng darauf bedacht, die Fragen Wirtschaftskrieg und NATO-Krieg gegen Russland nicht anzufassen &ndash; oder schlimmer noch, die Politik der Bundesregierung in diesen Fragen zu st&uuml;tzen. Im Aufruf des DGB &bdquo;Echt gerecht &ndash; solidarisch durch die Krise&ldquo; wird vieles Richtige gefordert, aber das Sonderverm&ouml;gen f&uuml;r die Bundeswehr wird nicht kritisiert. Daf&uuml;r hei&szlig;t es in dem Aufruf: &bdquo;Die Sanktionen gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind gerechtfertigt und notwendig. Wir brauchen eine aktive Politik, um die Folgen des Krieges &hellip; zu bew&auml;ltigen.&ldquo;<br>\nNein, wir wollen nicht, dass Kriegslasten gerecht verteilt werden &ndash; wir lehnen sie ab. Wir wollen Frieden mit Russland und China. Wir wollen keine v&ouml;lkerrechtswidrigen Zwangsma&szlig;nahmen, die uns arm machen &ndash; wir lehnen sie ab. Daf&uuml;r diskutieren wir in den Gewerkschaften und den B&uuml;ndnissen. Daf&uuml;r gehen wir auf die Stra&szlig;e. Wir brauchen Heizung, Brot und Frieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/wir-frieren-nicht-fuer-kriegstreiber-172951\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Ukraine stellt die Nato blo&szlig;<\/strong><br>\nDie Ukraine will nun doch wieder in die Nato, und zwar m&ouml;glichst schnell. Interessant ist die Begr&uuml;ndung &ndash; sie stellt das B&uuml;ndnis blo&szlig;.<br>\nPr&auml;sident Selenskyj sagte, die Ukraine habe de facto &ldquo;bereits Kompatibilit&auml;t mit Standards der Allianz bewiesen. Sie sind f&uuml;r die Ukraine real &ndash; real auf dem Schlachtfeld und in allen Aspekten unserer Interaktion. Wir vertrauen uns gegenseitig, wir helfen uns gegenseitig, und wir besch&uuml;tzen uns gegenseitig. Das ist die Allianz.&ldquo;<br>\nDamit sagt Selenskyj ganz unverbl&uuml;mt, dass die Nato &ldquo;real&rdquo; in der Ukraine aktiv ist, und dass die Ukraine nach Nato-Standards k&auml;mpft. Er r&auml;umt mit dem Versteckspiel von Nato-Generalsekret&auml;r Stoltenberg auf, der immer noch so tut, als sei die Atlantische Allianz keine Kriegspartei und als st&uuml;nde ein Beitritt nicht zur Debatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-ukraine-stellt-die-nato-bloss\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>US-&Ouml;konom Sachs zu Nord Stream: Wette, dass dies eine Aktion der USA war<\/strong><br>\nDer heute an der Columbia University lehrende Sachs, der auch Direktor des UN Sustainable Development Solutions Networks ist, wurde in Russland als Vordenker der sogenannten &ldquo;Schocktherapie&rdquo;-Reformen in den 1990er Jahren ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigt. Die Umgestaltung der gesamten sowjetischen Wirtschaft zerst&ouml;rte das Leben von Millionen von Russen und f&uuml;hrte dazu, dass der Reichtum des Landes an eine Handvoll Oligarchen &uuml;berging. In den letzen Jahren geh&ouml;rte er jedoch auch zu den Kritikern des Westens im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt.<br>\nW&auml;hrend der Bloomberg-Sendung Surveillance &auml;u&szlig;erte sich Sachs zun&auml;chst zu dem milit&auml;rischen Konflikt in der Ukraine und erkl&auml;rte, der Konflikt befinde sich &ldquo;auf dem Weg der Eskalation zu einem Atomkrieg&rdquo; und habe nicht im Februar 2022 begonnen. &ldquo;Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Welt sieht das nicht so, wie wir es beschreiben&rdquo;, so Sachs.<br>\nDer &Ouml;konom sagte zudem, dass sich die EU in einem &ldquo;sehr starken wirtschaftlichen Abschwung&rdquo; befinde. Die Energieengp&auml;sse w&uuml;rden durch die Zerst&ouml;rung der Nord Stream-Pipelines noch verschlimmert, so Sachs weiter. In diesem Zusammenhang sagte er auch:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Ich w&uuml;rde wetten, dass dies eine Aktion der USA war &ndash; vielleicht der USA und Polens.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Offenbar zu viel f&uuml;r die Moderatoren von Bloomberg, die ihn sofort unterbrachen und nach &ldquo;Beweisen&rdquo; f&uuml;r diese Behauptung verlangten. Daraufhin antwortete Sachs:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Nun, zun&auml;chst einmal gibt es direkte Radarbeweise, dass US-Hubschrauber, Milit&auml;rhubschrauber, die normalerweise in Danzig stationiert sind, &uuml;ber diesem Gebiet kreisten. Wir hatten auch die Drohungen der USA Anfang des Jahres, dass wir Nord Stream so oder so beenden werden. Wir haben auch die bemerkenswerte Erkl&auml;rung von [US-Au&szlig;enminister Antony] Blinken vom letzten Freitag in einer Pressekonferenz, in der er sagte: &lsquo;Dies ist auch eine enorme Chance.&rsquo; Tut mir leid, aber das ist eine seltsame Art zu reden, wenn man sich Sorgen um die Piraterie an internationalen Infrastrukturen von lebenswichtiger Bedeutung macht.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Und er erg&auml;nzte:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Ich wei&szlig;, dass dies unserem Narrativ zuwiderl&auml;uft und dass es im Westen nicht erlaubt ist, solche Dinge zu sagen, aber Tatsache ist, dass die Menschen &uuml;berall auf der Welt, wenn ich mit ihnen spreche, glauben, dass es die USA waren.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Bloomberg-Moderatoren wechselten daraufhin das Thema, und Sachs fuhr fort, indem er die derzeitige Situation als &ldquo;den gef&auml;hrlichsten Moment seit der Kubakrise&rdquo; im Jahr 1962 beschrieb. Die USA seien in einem Streit mit Russland und China, ohne dass es Versuche gebe, die Situation zu deeskalieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/nordamerika\/150589-us-oekonom-jeffrey-sachs-sieht-usa-hinter-sabotage-an-nord-stream-pipelines\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben in mehreren Beitr&auml;gen &auml;hnlich argumentiert wie der US-&Ouml;konom Sachs &ndash; z.B. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88560\">Die Anschl&auml;ge auf Nord Stream und der Elefant im Raum<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88589\">Die Folgen der Nord-Stream-Anschl&auml;ge f&uuml;r Proteste und Betriebe<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88637\">Unser Problem hei&szlig;t USA.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>dazu auch: <strong>Die Vereinigten Staaten erkl&auml;ren Russland, Deutschland, den Niederlanden und Frankreich den Krieg<\/strong><br>\nW&auml;hrend die internationale Presse die Sabotage der Nord Stream-Gaspipelines wie eine Lokalnachricht behandelt, analysieren wir sie als Kriegshandlung gegen Deutschland, die Niederlande und Frankreich. Tats&auml;chlich wurden die drei Gasversorgungsleitungen f&uuml;r Westeurop&auml;er gerade gleichzeitig gekappt, w&auml;hrend, auch im gleichen Zug, eine neue Gaspipeline f&uuml;r Polen eingeweiht wurde.<br>\nSo wie Michail Gorbatschow die Katastrophe von Tschernobyl als den unvermeidlichen Zerfall der UdSSR angesehen hatte, so glauben wir ebenfalls, dass die Sabotage der Nord-Stream-Gaspipelines den Beginn des wirtschaftlichen Niedergangs der Union markiert.<br>\nDer Kampf der Vereinigten Staaten zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Hegemonie ist in seine dritte Phase eingetreten.<br>\nNach der Osterweiterung der NATO unter Verletzung westlicher Verpflichtungen zur Nichterrichtung von US-Waffensystemen in Mitteleuropa, ist Russland, das seine riesigen Grenzen nicht verteidigen kann, direkt bedroht. [&hellip;]<br>\nDie dritte Runde ist nun der autorit&auml;re Wandel in der Energieversorgung von West- und Mitteleuropa. Am selben Tag, an dem die Baltic Pipeline in Betrieb genommen wurde, wurden die beiden Nord Stream-Pipelines au&szlig;er Betrieb gesetzt, w&auml;hrend die Wartung von Turkish Stream unterbrochen wurde.<br>\nDies ist die gr&ouml;&szlig;te Sabotage der Geschichte. Ein Kriegsakt sowohl gegen Russland (51%), als auch gegen Deutschland (30%), Miteigent&uuml;mer dieser kolossalen Investitionen, aber auch gegen ihre Partner, Holland (9%) und Frankreich 9%). Bis jetzt hat keines der Opfer reagiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.voltairenet.org\/article218171.html\">Voltairenet<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Weitere Auswirkungen der Angriffe auf die Nord Stream-Pipeline<\/strong><br>\nIn Washington wurde die Frage aufgeworfen, ob Europa den Winter &uuml;ber durchhalten w&uuml;rde, und es gab unbest&auml;tigte Berichte, dass Berlin und Moskau sogar geheime Gespr&auml;che &uuml;ber die Wiederer&ouml;ffnung von Nord Stream 1 und den Beginn des Transfers von Gas durch Nord Stream 2 f&uuml;hrten.<br>\nJetzt ist das Schicksal Deutschlands besiegelt &ndash; wie das des gr&ouml;&szlig;ten Teils des Kontinents. Es gibt keine Ausfahrt mehr, und die Europ&auml;er sind nun Gefangene der NATO, die ihrer eigenen Selbstzerst&ouml;rung verpflichtet sind. [&hellip;]<br>\nVor den Angriffen auf Nord Stream gab es zumindest eine schwache M&ouml;glichkeit, dass die Vernunft siegen w&uuml;rde und die russischen Energieimporte wieder aufgenommen werden k&ouml;nnten. Jetzt bedeutet das Ausma&szlig; des Schadens, dass es unwahrscheinlich ist, dass in diesem Winter Gas nach Europa transportiert wird, selbst wenn der politische Wille vorhanden w&auml;re, die Pipeline in Betrieb zu nehmen.<br>\nIch m&ouml;chte nur kurz zusammenfassen, was das wahrscheinlich bedeutet:<\/p>\n<ul>\n<li>Die europ&auml;ischen Banken f&uuml;hren bereits Stresstests durch, um herauszufinden, wie sie mit Stromausf&auml;llen umgehen k&ouml;nnen, und versuchen, Generatoren aufzustellen, damit Geldautomaten und Online-Banking nicht ausfallen.<\/li>\n<li>Mobiltelefone k&ouml;nnten in diesem Winter nicht mehr funktionieren, wenn Stromausf&auml;lle oder Rationierungen Teile der Mobilfunknetze lahm legen.<\/li>\n<li>Die Wissenschaft steht still, da Institute, die energiehungrige Supercomputer, Beschleuniger und Laserstrahlrohre betreiben, geschlossen werden<\/li>\n<li>Hunderttausende von zus&auml;tzlichen Todesf&auml;llen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und dennoch setzt Europa seinen Kurs fort und schlug am Mittwoch eine neue Runde von Russland-Sanktionen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/weitere-auswirkungen-der-angriffe-auf-die-nord-stream-pipeline\">Seniora org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gaslecks vor Bornholm: Wie man Nord Stream reparieren k&ouml;nnte<\/strong><br>\nUnz&auml;hlige Pipelines wie Nord Stream liegen in den Meeren &ndash; Korrosion und Unf&auml;lle verursachen immer wieder Sch&auml;den. Reparieren kann man die Leitungen gleich auf mehrere Arten. Das geht sowohl &uuml;ber als auch unter Wasser.<br>\nDie Umst&auml;nde bei Nord Stream m&ouml;gen ungew&ouml;hnlich sein, aber dass untermeerische Pipelines besch&auml;digt werden, ist beinahe Alltag. Korrosion durch Salzwasser kann Lecks verursachen, und immer wieder kommt es zu Unf&auml;llen durch die kommerzielle Schifffahrt. Auch die Rohre von Nord Stream liegen unter einigen der am st&auml;rksten befahrenen Schiffsrouten der Welt. Deswegen gibt es f&uuml;r Pipelines ausgekl&uuml;gelte Schutzma&szlig;nahmen, Reparaturtechniken und schon beim Bau der Leitungen formuliert man Pl&auml;ne f&uuml;r den Umgang mit Lecks und Unf&auml;llen.<br>\nBesonders die massiven Anker gro&szlig;er Containerschiffe oder Tanker k&ouml;nnen die Rohre besch&auml;digen &ndash; so geschehen 2008 bei der Kvitebj&oslash;rn-Pipeline in der Nordsee vor der norwegischen K&uuml;ste. Auch von Schiffen herabfallende Objekte wie Container und sogar sinkende Schiffe selbst k&ouml;nnen die Pipeline treffen. Ebenso stellen Erosion und Hangrutschungen unter Wasser eine m&ouml;gliche Gefahr dar. Deswegen sch&uuml;tzt man die Rohre je nach Umst&auml;nden und Risiko mit unterschiedlichen Verfahren. So kann man sie mit gro&szlig;en Steinen umgeben, die Anker abwehren, mit Betonmatten abdecken oder ganz im Meeresboden vergraben.<br>\nBei den mehr als 1000 Kilometer langen Leitungen von Nord Stream w&auml;ren solche Ma&szlig;nahmen allerdings sehr teuer gewesen. Die Pipelines liegen auf dem Meeresboden oder, wo dieser nicht stabil oder eben genug ist, auf einem Bett aus Kies. Lediglich nahe dem Ufer sind sie unter dem Meeresboden verlegt. Gesch&uuml;tzt sind die Rohrleitungen durch ihre 2,7 bis 4,1 Zentimeter dicken Stahlw&auml;nde sowie einen bis zu elf Zentimeter dicken Betonmantel, der auch als zus&auml;tzliche Beschwerung dient. Ohne den Beton w&auml;re die Pipeline schlicht zu leicht und w&uuml;rde aufschwimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/wie-man-die-pipelines-von-nord-stream-repariert\/2062686\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Euro ohne deutsche Industrie<\/strong><br>\nSanktionen gegen Russland f&uuml;hren die EU in die wirtschaftliche Depression. Sabotage von Nord-Stream-Pipelines legt Berlin auf US- und NATO-Kurs fest.<br>\nVon Michael Hudson<br>\nDer in New York lebende US-&Ouml;konom Michael Hudson (Jahrgang 1939) analysierte bereits 1972 in seinem Standardwerk &raquo;Super&shy;imperialism&laquo; die Strategie der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten. Im folgenden Artikel, den Hudson exklusiv f&uuml;r junge Welt verfasst hat, ordnet er den Wirtschaftskrieg gegen Russland und dessen Folgen ein. (jW)<br>\nDie Reaktion auf die Sabotage von drei der vier Nord-&shy;Stream-1- und -2-Pipelines an vier Stellen am Montag in der vergangenen Woche hat Spekulationen dar&uuml;ber gen&auml;hrt, wer f&uuml;r die Tat in Frage kommt und ob die NATO einen ernsthaften Versuch unternehmen wird, die Antwort zu finden. Doch anstelle von Panik herrschte gro&szlig;e diplomatische Erleichterung, ja sogar Ruhe. Die Abschaltung der Pipelines beendet die Ungewissheit und die Sorgen von US\/NATO-Diplomaten, die in der vergangenen Woche fast ein krisenhaftes Ausma&szlig; erreicht hatten, als in Deutschland mehrere Demonstrationen stattfanden, bei denen die Beendigung der Sanktionen und die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 zur Behebung der Energieknappheit gefordert wurden. Die &Ouml;ffentlichkeit in Deutschland beginnt zu verstehen, was es bedeutet, wenn ihre Stahlunternehmen, D&uuml;ngemittelfirmen, Glasunternehmen und Toilettenpapierhersteller schlie&szlig;en m&uuml;ssen. Diese Unternehmen rechnen damit, dass sie ihr Gesch&auml;ft ganz aufgeben &ndash; oder in die Vereinigten Staaten verlagern &ndash; m&uuml;ssen, wenn Deutschland die Handels- und W&auml;hrungssanktionen gegen Russland nicht fallenl&auml;sst und statt dessen die Wiederaufnahme der russischen Gas- und &Ouml;leinfuhren zul&auml;sst, was vermutlich die um das Acht- bis Zehnfache gestiegenen Preise wieder sinken lassen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/435973.us-imperialismus-der-euro-ohne-deutsche-industrie.html\">Michael Hudson in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eskalierende Sanktionen gegen Russland zeigen Europas Verlust an strategischer Autonomie und zunehmende Irrationalit&auml;t<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nDie Energieprobleme in Europa werden immer gr&ouml;&szlig;er. Die j&uuml;ngste Sabotage der Nord Stream-Pipelines hat gezeigt, wie fragil die Sicherheit der europ&auml;ischen Energieinfrastruktur ist. Doch selbst w&auml;hrend sich die Energiekrise versch&auml;rft, folgt Europa immer noch Washingtons harter Linie gegen&uuml;ber Russland und ignoriert dabei die Auswirkungen, die eine solche Politik auf es selbst haben k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nEs ist eine absolute Trag&ouml;die f&uuml;r Europa, dass seine Abh&auml;ngigkeit von Washington so gro&szlig; geworden ist, dass es in seiner Russlandpolitik nach der Pfeife der USA tanzen muss. Die EU-L&auml;nder haben ihre Sanktionen gegen Russland Schritt f&uuml;r Schritt versch&auml;rft. Am Ende werden sowohl die EU als auch Russland darunter leiden, aber die Bed&uuml;rfnisse der USA werden befriedigt werden&hellip;<br>\nDie Leiden Europas sind es wert, dass L&auml;nder in der ganzen Welt dar&uuml;ber nachdenken, insbesondere einige der Verb&uuml;ndeten und Partner der USA im asiatisch-pazifischen Raum: Wenn sie den USA blindlings folgen, um ihre Vorherrschaft in der Welt zu festigen, wer in aller Welt wird dann eigentlich davon profitieren?<br>\nDiese L&auml;nder m&uuml;ssen auch erkennen, dass Washington, w&auml;hrend die europ&auml;ische Wirtschaft immer tiefer in die Rezession f&auml;llt, sich weiter an ihr ausl&auml;sst, um von den Katastrophen, unter denen Europa leidet, zu profitieren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202209\/1276456.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschlands Traditionspartner (III)<\/strong><br>\nEine in enger Kooperation mit CDU\/CSU gegr&uuml;ndete und aufgebaute Partei hat am Sonntag die Parlamentswahl in Bulgarien gewonnen. Die Partei GERB von Ex-Ministerpr&auml;sident Bojko Borissow wurde mit fast 25,4 der Stimmen st&auml;rkste Kraft &ndash; mit klarem Vorsprung vor der Partei des im Juni gest&uuml;rzten Ex-Ministerpr&auml;sidenten Kiril Petkow, der enge Beziehungen in die Vereinigten Staaten unterhalten und einen &uuml;beraus harten Kurs gegen Russland eingeschlagen hatte. Petkows Partei st&uuml;rzte um ein F&uuml;nftel auf rund 20,2 Prozent ab. Bulgarien weist eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit Deutschland auf, die bis ins Kaiserreich zur&uuml;ckgeht und auch in den 1930er Jahren sowie im Zweiten Weltkrieg nicht endete. Sofia, das damals bereits &uuml;ber enge Kontakte in die Sowjetunion verf&uuml;gte, bet&auml;tigte sich 1939 als Mittler zwischen Berlin und Moskau. 1941 okkupierte es an der Seite der deutschen Wehrmacht Teile Griechenlands sowie Jugoslawiens, darunter das heutige Nordmazedonien, was bis heute Spannungen zwischen diesem und Bulgarien sch&uuml;rt. Allerdings beteiligte es sich nicht am Landkrieg gegen die Sowjetunion und verweigerte sich einer umfassenden Auslieferung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9041\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Teufelskreis &Uuml;berlastung<\/strong><br>\nLehrermangel in der BRD: P&auml;dagogen verdienen gut, aber haben keine Zeit f&uuml;r Sch&uuml;ler. Verb&auml;nde fordern kleinere Klassen und Teamarbeit.<br>\nAnzeichen der Besserung? Im vergangenen Jahr h&auml;tten mehr angehende Lehrerinnen und Lehrer ihr Studium abgeschlossen, meldete das Statistische Bundesamt am Vortag des Weltlehrertages, der an diesem Mittwoch begangen wird. Mit rund 28.900 Absolventen seien das etwa 3,8 Prozent mehr als &raquo;im ersten Coronajahr 2020 (27.900)&laquo;. Schaut man genauer hin, so sind zahlreiche Pr&uuml;fungen 2020 ins Folgejahr verschoben worden. Und im Zehnjahresvergleich sind die Absolventenzahlen unter den Lehramtsstudierenden sogar um 13,8 Prozent zur&uuml;ckgegangen, wie die Beh&ouml;rde in Wiesbaden mitteilte. Tats&auml;chlich fehlen derzeit 20.000 bis 30.000 Lehrkr&auml;fte, wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung erinnerten. 160.000 werden es laut Berechnungen des VBE bis 2035 sein, wenn die Bedarfe f&uuml;r die bereits beschlossenen Reformma&szlig;nahmen &raquo;Ganztag, Inklusion und die Unterst&uuml;tzung von Kindern in herausfordernden sozialen Lagen in die Kalkulation&laquo; einbezogen w&uuml;rden. Am Geld liegt der Mangel an P&auml;dagogen nicht: Lehrkr&auml;fte in der BRD geh&ouml;ren im internationalen Vergleich zu den Spitzenverdienern. Nur in Luxemburg sei ihr Verdienst noch besser, erkl&auml;rte Andreas Schleicher, Direktor der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), am Dienstag in Berlin. Die OECD untersuchte f&uuml;r die Studie &raquo;Bildung auf einen Blick 2022&laquo; den Bildungsbereich in 45 L&auml;ndern. In den Jahren 2015 bis 2021 sei die Bezahlung von einem sehr guten Stand auf einen noch besseren Stand gehoben worden, sagte Schleicher. Zugleich liege die Zahl der Unterrichtsstunden unter dem internationalen Durchschnitt. Den Lehrermangel in der BRD erkl&auml;rte Schleicher mit fehlender Arbeit im Team, zu wenigen M&ouml;glichkeiten der individuellen Arbeit mit Kindern und zu wenigen Entwicklungsm&ouml;glichkeiten. Zum Vergleich: In Finnland gebe es trotz schlechterer Bezahlung mehr Bewerber auf eine Stelle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/435982.weltlehrertag-teufelskreis-%C3%BCberlastung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Desillusionierung: Italiens neue rechtsextreme Regierung ist ein Wendepunkt<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nMeloni konnte aus der allgemeinen Unzufriedenheit, die durch die wachsende Wirtschaftskrise verursacht wurde, Kapital schlagen. Die Oppositionsrolle erm&ouml;glichte es Meloni, sich von unpopul&auml;ren Entscheidungen zu distanzieren, die die derzeitige Regierung treffen musste, um von den Auswirkungen der Pandemie und des Krieges in der Ukraine abzulenken. Gleichzeitig gelang es den Br&uuml;dern Italiens, den W&auml;hleranteil ihrer Verb&uuml;ndeten Forza Italia und Lega zu schm&auml;lern, indem sie zwischen dem politischen Kompromiss in ihrer Regierung der nationalen Einheit mit den linken Parteien und den Forderungen ihrer rechten W&auml;hlerschaft jonglierten.<br>\nDie Br&uuml;der Italiens haben ihre Wurzeln in den postfaschistischen Parteien, die sich in der Nachkriegsgeschichte des Landes entwickelt haben. Meloni hat sich oft gegen den Vorwurf gewehrt, mit dem faschistischen Erbe ihrer Partei zu sympathisieren, und w&auml;hrend des Wahlkampfs ein eher institutionelles und beruhigendes Bild von sich vermittelt.<br>\nBewegungen wie CasaPound, eine italienische neofaschistische Gruppe, die aus einem Netzwerk rechtsextremer Gemeindezentren hervorging, bilden nach wie vor das R&uuml;ckgrat der Partei, und ihre Mitglieder wurden bei mehreren Gelegenheiten dabei gefilmt, wie sie den faschistischen Gru&szlig; zeigten und neonazistische Symbole trugen.<br>\nEs ist jedoch nicht so, dass ein totalit&auml;res faschistisches Regime Italien regieren wird. Allein schon die Mitgliedschaft in der Europ&auml;ischen Union und die Abh&auml;ngigkeit von europ&auml;ischen Geldern sind eine Grenze, die auch der radikalste Politiker nicht ignorieren kann. Italien wird loyal zur EU und zur NATO stehen. [&hellip;]<br>\nMeloni hat die Wahlen gewonnen, aber die Freude dar&uuml;ber wird nur kurz sein. Schon bald wird sie das Land in einer der schwierigsten Zeiten der letzten Jahrzehnte regieren m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202209\/1276400.shtml\">Global Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Brasilien sieht sich nach einer knapper als erwarteten ersten Wahlrunde mit einer zunehmenden politischen Polarisierung konfrontiert<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nW&auml;hrend der verbleibenden Zeit von knapp einem Monat werden beide Pr&auml;sidentschaftskandidaten, die in das endg&uuml;ltige Rennen gehen, ihr M&ouml;glichstes tun, um die W&auml;hler in der Mitte zu gewinnen, bemerkte Xu.<br>\nXu merkte an, dass der geringe Abstand zwischen den beiden Kandidaten in der ersten Wahlrunde die ernsthafte Spaltung Brasiliens widerspiegelt und erhebliche Auswirkungen auf die folgenden Wahlen haben wird, die die Polarisierung verst&auml;rken und m&ouml;glicherweise sogar zu politischer Gewalt im Land f&uuml;hren werden. [&hellip;]<br>\nFalls Bolsonaro die Wahl verliert und sein Vorsprung vor Lula noch gering ist, k&ouml;nnte er den Weg des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Donald Trump einschlagen und die Anerkennung des Wahlergebnisses verweigern.<br>\n&ldquo;Es besteht die M&ouml;glichkeit, dass Brasilien die gleiche Art von Aufruhr erlebt wie nach den US-Pr&auml;sidentschaftswahlen im Jahr 2020&rdquo;, sagte Xu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202210\/1276542.shtml\">globaltimes.cn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Habeck kritisiert &bdquo;Mondpreise&ldquo; f&uuml;r Erdgas auch aus befreundeten L&auml;ndern<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Habeck wirft mehreren Staaten vor, &uuml;berh&ouml;hte Preise f&uuml;r Erdgas zu verlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/habeck-kritisiert-mondpreise-fuer-erdgas-auch-aus-befreundeten-laendern-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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