{"id":88876,"date":"2022-10-06T08:27:31","date_gmt":"2022-10-06T06:27:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876"},"modified":"2022-10-06T08:27:31","modified_gmt":"2022-10-06T06:27:31","slug":"hinweise-des-tages-4209","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h01\">Something&rsquo;s gone wrong &ndash; oder was ist die &bdquo;eigentliche Ursache der Inflation&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h02\">Klimaziel gekillt: RWE-Deal zum Kohleausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h03\">ZDF-Faktenchecker am Limit: Warum man keinesfalls mutma&szlig;en darf, die USA k&ouml;nnten es gewesen sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h04\">Nur Verachtung f&uuml;r Ukraine-Friedensvorschlag von Elon Musk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h05\">Relevante Daten gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h06\">US-Geheimdienste: Ukraine hat Anschlag auf &bdquo;Kriegspropagandistin&ldquo; Dugina ver&uuml;bt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h07\">Mission Russenbashing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h08\">Claudia Roth schweigt zu Cancel Russian Culture: Rio, sag es ihr!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h09\">Deutschland zeitengewendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h10\">Spiel mit dem Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h11\">Neue Studie: 15.000 bis 20.000 anonyme Briefkastengesellschaften besitzen deutsche Immobilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h12\">Unzumutbare Belastung f&uuml;r Heimbewohner durch neue Maskenpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h13\">Schweden: Keine Covid-Impfung mehr f&uuml;r gesunde Kinder und Jugendliche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h14\">Stiko-Mitglied verlangt Herausgabe von Impfstoff-Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88876#h15\">Deutsche Verdr&auml;ngungen: Der Umgang mit Russland und Israel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Something&rsquo;s gone wrong &ndash; oder was ist die &bdquo;eigentliche Ursache der Inflation&ldquo;?<\/strong><br>\nAm 21. September habe ich an einer Anh&ouml;rung des Finanzausschusses des Bundestages teilgenommen, bei dem es um die Frage ging, wer die Verantwortung f&uuml;r die hohen derzeit gemessene Preissteigerungsraten zu &uuml;bernehmen hat. Der Bundestag selbst res&uuml;miert diese Anh&ouml;rung unter dem Titel &bdquo;Verantwortung der EZB f&uuml;r Inflation umstritten&ldquo; (hier zu finden). Das ist eine missverst&auml;ndliche Ansprache. Unter den gegenw&auml;rtigen institutionellen Gegebenheiten ist es vollkommen unstrittig, dass die EZB die politische Verantwortung zu &uuml;bernehmen hat, aber das bedeutet absolut nicht, dass die EZB die Preissteigerungen verursacht hat und es bedeutet auch nicht, dass sie diese mit Zinserh&ouml;hungen bek&auml;mpfen muss.<br>\nDas sei aber eine spitzfindige Unterscheidung von mir, werden manche Beobachter sagen, weil die Verantwortung nun einmal bedeute, dass man gegen die Verletzung des eigenen Ziels vorgehe und genau das tue die EZB derzeit mit den Mitteln, die ihr zur Verf&uuml;gung stehen. Folglich k&ouml;nne man sich diese Unterscheidung auch sparen. Wenn das so w&auml;re, w&uuml;rde es jedoch nur bedeuten, dass die einseitige Zuweisung der Verantwortung f&uuml;r Preisstabilit&auml;t an die Notenbank, die in vielen westlichen L&auml;ndern seit einigen Jahrzehnten f&uuml;r richtig gehalten wird, fundamental falsch ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/10\/05\/somethings-gone-wrong-oder-was-ist-die-eigentliche-ursache-der-inflation\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Klimaziel gekillt: RWE-Deal zum Kohleausstieg<\/strong><br>\nDer zwischen der Ampelregierung und dem Energiekonzern RWE geschlossene &raquo;Kompromiss&laquo; zum Kohleausstieg wurde am Donnerstag von Umweltaktivisten und -verb&auml;nden heftig kritisiert, und das v&ouml;llig zu Recht. Denn das, was Wirtschaftsminister Habeck als einen &raquo;guten Tag f&uuml;r den Klimaschutz&laquo; bezeichnet, ist in Wahrheit eine klimapolitische Bankrotterkl&auml;rung der BRD.<br>\nKonkret sieht die Einigung vor, dass RWE den Kohleausstieg auf das Jahr 2030 vorzieht und daf&uuml;r das Dorf L&uuml;tzerath im rheinischen Braunkohlerevier abbaggern darf. Zudem sollen zwei Kraftwerke, die bis Ende des Jahres abgeschaltet werden sollten, nun bis Ende M&auml;rz 2024 weiterlaufen. Warum das ein dreckiger Deal ist? Die Gr&uuml;nen behaupten, sie h&auml;tten dadurch erreicht, dass der Kohleausstieg in NRW um acht Jahre vorgezogen w&uuml;rde. Doch Fakt ist: Nur der Braunkohleausstieg wird vorgezogen, Steinkohle wird nach 2030 weiter verbrannt. Au&szlig;erdem sollten die meisten Kraftwerke in der Region sowieso sp&auml;testens 2029 vom Netz gehen. Nur ein winziger Teil der Anlagen wird also tats&auml;chlich fr&uuml;her abgeschaltet als urspr&uuml;nglich geplant. Die Jubelmeldungen von Habeck und Co., man habe den Kohleausstieg in NRW beschleunigt, sind folglich nichts als eine Farce.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436066.klimaziel-gekillt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>ZDF-Faktenchecker am Limit: Warum man keinesfalls mutma&szlig;en darf, die USA k&ouml;nnten es gewesen sein<\/strong><br>\nDas ZDF setzt sich mit der These auseinander, die USA k&ouml;nnten f&uuml;r die Sabotage der Gaspipelines Nordstream 1 und 2 von Russland nach Deutschland verantwortlich sein. Weil es angesichts der Informations- und Indizienlage sehr schwer ist, das auszuschlie&szlig;en, geht der Sender bis an die Grenze dessen, was man mit faulen stilistischen und psychologischen Tricks erreichen kann.<br>\nZu den wichtigsten Tricks von Faktencheckern, die es als ihre Aufgabe ansehen, unbequeme Thesen oder Informationen zu diskreditieren, geh&ouml;rt es, eine Aussage so zu verzerren, dass man sie leichter abb&uuml;geln kann. Und so hei&szlig;t es schon in der Dachzeile des ZDF-Beitrags unpassender Weise &bdquo;Ger&uuml;chte zur Nord-Stream Sabotage&ldquo;. Es geht aber, abgesehen vielleicht von unwichtigen Randmeinungen, nicht um Ger&uuml;chte, sondern um die These, dass die Fokussierung auf die russische Regierung als m&ouml;gliche T&auml;terin unangemessen ist, weil eine T&auml;terschaft der USA mindestens ebenso plausibel ist, wenn nicht plausibler. Das ist kein Ger&uuml;cht, sondern eine Einsch&auml;tzung.<br>\nNur durch die Verzerrung in der Dachzeile, kann man so tun als w&auml;re die Behauptung in der &Uuml;berschrift &bdquo;Experten: Keine Belege f&uuml;r US-Beteiligung&ldquo; eine Widerlegung der untersuchten These. Dass es Belege g&auml;be, behauptet aber so gut wie niemand. Diskutiert wird &uuml;ber Interessenlagen und Indizien, nicht &uuml;ber &bdquo;Belege&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDas ZDF behauptet, &bdquo;die gro&szlig;e Mehrheit&ldquo; der Expertinnen und Experten halte eine Beteiligung Russlands an der Sabotage der Gasleitungen f&uuml;r die naheliegendste Option und Experten hielten Mutma&szlig;ungen &uuml;ber eine Beteiligung der USA f&uuml;r unwahrscheinlich und Desinformation. Es st&uuml;tzt diese weitreichenden Behauptungen ausschlie&szlig;lich auf Einsch&auml;tzungen einen namenlos bleibenden Experten und eines &bdquo;fr&uuml;heren CDU-Mitarbeiters und Russland-Experten&ldquo;.<br>\nDas ist hochgradig unseri&ouml;s.<br>\nDie These, die angeblich gecheckt wird, wir verzerrt dargestellt, vorab verunglimpft und dann die Indizien daf&uuml;r verk&uuml;rzt dargestellt und nur im Vorbeigehen widerlegt.<br>\nEin namenloser Experte darf behaupten, die Motive der USA zu widerlegen, f&uuml;r die es angesichts deren langen Kampfes gegen Nordstream 2 viele Indizien gibt, geht aber in Wahrheit gar nicht darauf ein. Der zweite &bdquo;Experte&ldquo;, der die Motive Russlands darlegen soll, erweckt den falschen Eindruck, die Gasvorr&auml;te Deutschlands reichten f&uuml;r den Winter und eine Lieferung russischen Gases durch die Nordstream-Leitungen sei &uuml;berhaupt kein Thema mehr, um sich dann zu der steilen These zu versteigen, die russische Regierung habe sich mittels dieser Sabotage &ndash; bildlich gesprochen &ndash; absichtlich in den Fu&szlig; geschossen, um dann rufen zu k&ouml;nnen, die Amis waren es und dadurch Zwietracht zu s&auml;hen.<br>\nDas sind unsere, zur Sicherung eines staatsfernen und verl&auml;sslichen Informationsangebots erhobenen Rundfunkgeb&uuml;hren bei der Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/zdf-nordstream-sabotage\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach und kritisch auf die mediale Berichterstattung &uuml;ber den Terrorakt auf Nord Stream hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88813\">US-Au&szlig;enminister Blinken zur Zerst&ouml;rung von Nord Stream 2: &bdquo;Dies bietet eine enorme strategische Chance f&uuml;r die kommenden Jahre&ldquo;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88831#h08\">US-&Ouml;konom Sachs zu Nord Stream: Wette, dass dies eine Aktion der USA war<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Exklusiv &ndash; Jeffrey Sachs im Gespr&auml;ch: Aus diesem Grund wurde Nord Stream wohl zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nWarum vermutet der US-Star&ouml;konom die USA hinter den Lecks der Gas-Pipelines und nicht Russland? Und was erwartet nun die deutsche Wirtschaft? Seine Antworten.<br>\nWer steckt hinter dem offensichtlichen Sabotageakt gegen die Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2? Eine Vermutung von US-&Ouml;konom Jeffrey Sachs schl&auml;gt ein wie eine Bombe. In einem Bloomberg-Interview stellte Sachs, Direktor des Earth Institute an der Columbia University und ein renommierter Buchautor, den Verdacht in den Raum: Die USA k&ouml;nnten f&uuml;r die Lecks verantwortlich sein &ndash; und &bdquo;vielleicht auch Polen&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDie Zerst&ouml;rung der Nord-Stream-Pipelines nennt der US-&Ouml;konom einen weiteren schweren Schlag f&uuml;r Deutschland, da sie eine schnelle R&uuml;ckkehr zu russischen Gasfl&uuml;ssen noch schwieriger mache. &bdquo;Die Pipelines wurden wohl auch deswegen zerst&ouml;rt&ldquo;, vermutet Jeffrey Sachs.<br>\nIn dieser Hinsicht w&auml;re ein Verhandlungsfrieden zur Beendigung des Ukraine-Krieges aus Sachs&rsquo; Sicht der wichtigste Weg zu einer wirtschaftlichen Erholung Europas. &bdquo;Solange der Krieg andauert, wird die Wirtschaftskrise in Europa andauern.&ldquo; Wichtige Bedingungen f&uuml;r einen Verhandlungsfrieden seien bereits im M&auml;rz zwischen Russland und der Ukraine vereinbart worden, verweist der &Ouml;konom, doch es scheine, dass die USA und das Vereinigte K&ouml;nigreich gegen die vereinbarten Bedingungen waren, insbesondere gegen die Neutralit&auml;t der Ukraine, bem&auml;ngelt Sachs. Das Scheitern der Verhandlungen habe dazu gef&uuml;hrt, dass der Krieg fortgesetzt und damit die Wirtschaftskrise Europas vertieft worden sei.<br>\nSein Vorschlag: Europa sollte beide Kriegsparteien dr&auml;ngen, an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckzukehren, und die USA und das Vereinigte K&ouml;nigreich auffordern, einen Kompromiss statt eines fortgesetzten Krieges zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/nord-stream-pipelines-wohl-deswegen-zerstoert-jeffrey-sachs-hat-neue-theorien-zu-den-lecks-li.273634%20\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wollte Joe Biden Nord Stream &bdquo;ein Ende bereiten&ldquo;?<\/strong><br>\nWarum hat Olaf Scholz die Detonationen in der Ostsee nicht &bdquo;Quadrupelwumms&ldquo; genannt? Und was will Joe Biden? Unser Autor denkt &uuml;ber Gaspipelines nach. [&hellip;]<br>\nTrotz dieser Einschr&auml;nkungen ist Wagners Satz eine kommunikationskulturelle Gro&szlig;tat. Hier ahnt einer, dass er nichts wei&szlig;, und sagt das auch. Von deutschen Medien zitierte Experten dagegen pr&auml;sentieren kaum bessere Indizien, geben sich aber weit &uuml;berwiegend davon &uuml;berzeugt, dass es der Russe selbst gewesen sein muss: Moskau wollte ein Signal senden und demonstrieren, dass es unter Wasser einiges kaputt machen kann. &ndash; Jawohl, auch ich traue Putin alles zu, au&szlig;er dass er in einem rosa Tutu &uuml;ber den Roten Platz tanzt. Aber Nord Stream war gerade noch die Superwaffe zur Erpressung bibbernder Westler. Nun sprengt der irre Iwan seinen Joker, um ein Zeichen zu setzen? Das kann sein, liegt aber ebenso auf der Hand wie die Vorstellung, dass der Kreml ein von eigenen Truppen besetztes Atomkraftwerk unter Artilleriefeuer nehmen l&auml;sst.<br>\nKrimikommissare fragen nach Feinden des Opfers. Nord Stream mag, ausgenommen Deutsche und Russen, kaum jemand. Es geht um Transiteinnahmen, Rohstoffm&auml;rkte und Geostrategie. Joe Biden sagte im Februar, wenn Russland die Ukraine &uuml;berfalle, w&uuml;rde seine Regierung der Pipeline &bdquo;ein Ende bereiten&ldquo;. Auf die Nachfrage, wie er das bewerkstelligen wolle, es sei ja ein deutsches Projekt, antwortete der Pr&auml;sident: &bdquo;Ich verspreche Ihnen, wir sind in der Lage, das zu erledigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/james-bond-nord-stream-und-die-sprengung-eines-jokers-li.272953\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der erste Artikel der Mainstream Medien, der eine westliche T&auml;terschaft ins Spiel bringt. Kompliment daf&uuml;r.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Gazprom: Nord Stream leaks stop, gas supply could resume on single line<\/strong><br>\nNord Stream 1 reported a significant pressure drop on both of its lines, presumed to be caused by ruptures, while Nord Stream 2 reported a similar sharp pressure drop in its &lsquo;A&rsquo; line.<br>\nGazprom said Nord Stream 2&rsquo;s &lsquo;B&rsquo; line could still export gas to Europe, if a decision were made to start deliveries.<br>\n&ldquo;If a decision is made to start deliveries through Nord Stream 2&rsquo;s line B, natural gas will be pumped into the pipeline after the integrity of the system has been checked and verified by supervisory authorities,&rdquo; it said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/energy\/gazprom-nord-stream-leaks-stop-gas-supply-could-resume-single-line-2022-10-03\/%20\">Reuters<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers I.H.:<\/strong> Wenn die Aussage in diesem Artikel zutreffend sein sollte und die &Uuml;berpr&uuml;fung ergeben sollte, dass einer der beiden Nord Stream 2 Str&auml;nge in der Tat noch betriebsbereit sein sollte, dann w&uuml;rde weiterhin Sinn machen, politischen Druck f&uuml;r die Inbetriebnahme dieses Teils der Pipeline aufzubauen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nur Verachtung f&uuml;r Ukraine-Friedensvorschlag von Elon Musk<\/strong><br>\nViele westliche Politiker und westliche Medien sahen von jeglicher inhaltlicher Diskussion &uuml;ber Musks Vorschl&auml;ge ab. Offensichtlich stehen jetzt weitere milit&auml;rische R&uuml;ckeroberungen der besetzten Gebiete im Vordergrund. Die Biden-Administration beschloss seit Kriegsbeginn 17 Milliarden Dollar Milit&auml;rhilfe f&uuml;r die Ukraine. Die USA haben das wesentliche Sagen dar&uuml;ber, welche Haltung Selensky einnimmt2. Seit l&auml;ngerem stellt sich Selensky hinter die Politik der USA und der NATO, wonach keine Waffenstillstands- oder Friedensverhandlungen m&ouml;glich seien, bevor sich Russlands Milit&auml;r aus der ganzen Ukraine zur&uuml;ckgezogen habe.<br>\nTamedia-Zeitungen berichteten &uuml;ber den Musk-Vorschlag, indem sie die Reaktion von Selensky als Titel nahmen: &laquo;Selensky hat nur Hohn &uuml;brig&raquo;.<br>\nDas Online-Portal &laquo;watson&raquo; von CH-Media titelte &laquo;&lsaquo;F*ck off&rsaquo;: Elon Musk wird wegen seines Friedensplans mit Spott und Wut &uuml;berh&auml;uft.&raquo;<br>\nDie NZZ bezeichnete Elon Musk als &laquo;naiv&raquo; und titelte online: &laquo;Elon Musk verbreitet russische Propaganda&raquo;. Sein Ruf sei jetzt ruiniert. Ivo Mijnssen, Wiener Korrespondent der NZZ, unterstellte Musk gesch&auml;ftliche Interessen in Russland. Sein Friedensplan sei &laquo;bizarr&raquo;. &ndash; Eine Diskussion &uuml;ber Musks Vorschl&auml;ge und dar&uuml;ber, ob Verhandlungen und Konzessionen opportun seien, findet nicht statt.<br>\nDie Bild-Zeitung meint, Musk fordere &laquo;eine Kapitulation der Ukraine&raquo;. &ndash; Eine Diskussion &uuml;ber Musks Vorschl&auml;ge findet nicht statt.<br>\nDoch den Vorschlag, dass die betroffenen Bev&ouml;lkerungen &uuml;ber ihre Zukunft selber entscheiden sollen, k&ouml;nnte man auch sachlich diskutieren, ohne dass man auf Anhieb damit einverstanden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/nur-verachtung-fuer-ukraine-friedensvorschlag-von-elon-musk\/\">Infosperber<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukraine-Krieg: Was viele L&auml;nder der Welt jetzt fordern<\/strong><br>\nViele Staaten aus dem Globalen S&uuml;den dr&auml;ngen in UN-Generalversammlung auf einen Verhandlungsfrieden. Auch Nato-L&auml;nder m&uuml;ssten aufh&ouml;ren, den Krieg anzuheizen, und ihre Sanktionspolitik einstellen. Eine Dokumentation der Reden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ukraine-Krieg-Was-viele-Laender-der-Welt-jetzt-fordern-7283419.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Relevante Daten gefordert<\/strong><br>\nWashington und Kiew antworten auf konkrete Fragen Moskaus zu milit&auml;rischen Forschungen an biologischen Substanzen mit Propagandaschwall.<br>\nMit mehreren Initiativen auf UN-Ebene versuchte die Russische F&ouml;deration in den vergangenen Monaten, insbesondere von den USA und der Ukraine Auskunft &uuml;ber die Forschungen in ukrainischen Laboren zu biologischen Substanzen unter milit&auml;rischer US-Aufsicht zu erhalten. Vergeblich. Am Dienstag erkl&auml;rte Wladimir Jermakow, Abteilungsleiter im russischen Au&szlig;enministerium im Ersten Komitee der UN-Vollversammlung in New York, die k&uuml;rzlich in Genf stattgefunden habenden Konsultationen zur Einhaltung der 1975 in Kraft getretenen Biowaffenkonvention h&auml;tten &raquo;keine umfassenden Klarstellungen zu den detaillierten spezifischen Behauptungen Russlands&laquo; erbracht. Das war diplomatisch zur&uuml;ckhaltend ausgedr&uuml;ckt. Tats&auml;chlich hatten die USA, Kiew, aber auch die EU auf die pr&auml;zisen Fragen aus Moskau mit einem Propagandaschwall reagiert: Russland wolle mit seinen Fragen lediglich vom Krieg in der Ukraine ablenken. Jermakow wiederholte nun die alte russische Forderung nach &raquo;einem wirksamen Verifikationsmechanismus&laquo; der Biowaffenkonvention. Den verhindern die USA seit dem Jahr 2001, als sie die Verhandlungen dar&uuml;ber &uuml;berraschend abbrachen. Ihre Begr&uuml;ndung damals: Sie h&auml;tten zu viele Labore in der Welt, um eine vollst&auml;ndige &Uuml;berpr&uuml;fung gew&auml;hrleisten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436043.vereinte-nationen-relevante-daten-gefordert.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Geheimdienste: Ukraine hat Anschlag auf &bdquo;Kriegspropagandistin&ldquo; Dugina ver&uuml;bt<\/strong><br>\nNach Russland macht nun auch die USA die Ukraine f&uuml;r das Attentat auf die Tochter des Kreml-Propagandisten Alexander Dugin verantwortlich. Wie die New York Times am Mittwoch berichtete, glauben US-Geheimdienste, dass Teile der ukrainischen Regierung den Autobombenanschlag in der N&auml;he von Moskau genehmigt haben. Dabei wurde im August die bekannte Kriegsunterst&uuml;tzerin Darja Dugina get&ouml;tet.<br>\nDem Bericht zufolge waren die Vereinigten Staaten an dem Anschlag nicht beteiligt, weder durch die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen noch durch andere Unterst&uuml;tzung. US-Beamte sagten der New York Times, sie h&auml;tten von der Operation nichts gewusst und w&auml;ren gegen die T&ouml;tung gewesen. Im Nachhinein h&auml;tten amerikanische Beamte ukrainische Beamte wegen des Attentats f&uuml;r das Vorgehen ermahnt, hie&szlig; es.<br>\nNach Einsch&auml;tzung der US-Regierung trage die Ukraine eine gro&szlig;e Mitschuld. Dabei hatte das von Russland angegriffene Land unmittelbar nach dem Anschlag eine Beteiligung an dem Mordanschlag vehement bestritten. Hochrangige Beamte h&auml;tten dieses Dementi wiederholt bestritten, als sie von den USA nach ihrer Meinung gefragt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/us-geheimdienste-ukraine-hat-anschlag-auf-kriegspropagandistin-dugina-veruebt-li.273764\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>U.S. Believes Ukrainians Were Behind an Assassination in Russia<\/strong><br>\nAmerican officials said they were not aware of the plan ahead of time for the attack that killed Daria Dugina and that they had admonished Ukraine over it. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2022\/10\/05\/us\/politics\/ukraine-russia-dugina-assassination.html\">New York Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mission Russenbashing<\/strong><br>\nGeleaktes Dokument enth&uuml;llt Propagandapartnerschaft von Bundesregierung, Leitmedien und Plattformkonzernen. Breite &Ouml;ffentlichkeit erf&auml;hrt davon nichts<br>\nEnde September erschien das Buch &raquo;Die vierte Gewalt&laquo; von Richard David Precht und Harald Welzer. Es beschreibt, &raquo;wie Mehrheitsmeinung gemacht wird&laquo;, und wurde erwartungsgem&auml;&szlig; in die Schmuddelecke bugsiert. Meinungsgleichschaltung in Deutschland? Nix da! Statt dessen gekr&auml;nkte Eitelkeit zweier &raquo;totgeschwiegener Promis&laquo; (FAZ). Zum Thema Totschweigen liefert dieser Tage der Leak eines vertraulichen Regierungsdokuments ein beredtes Beispiel. Das von den Nachdenkseiten (NDS) in zwei Teilen ver&ouml;ffentlichte Papier beschreibt das Betriebssystem moderner Staatspropaganda. Aber: Noch kein einziges namhaftes Presseorgan hat sich damit befasst.<br>\nEs g&auml;be einiges zu berichten. Dar&uuml;ber etwa, wie sich f&uuml;hrende Nachrichtenmacher bei Spiegel, Stern und Tagesspiegel von der Politik einspannen lassen, damit in puncto Ukraine-Krieg nur eine Position, n&auml;mlich die des &raquo;Wertewestens&laquo;, Verbreitung findet. Was immer auch davon abweicht &ndash; NATO-Umzingelung, Eintritt f&uuml;r Diplomatie, Ablehnung von Waffenlieferungen, Kritik an Sanktionspolitik &ndash;, alles nur Einfl&uuml;sterungen aus dem russischen Desinformationsministerium. Dem dient auch die konzertierte &raquo;Verlinkung zu Faktencheckern auf den Webseiten der Bundesregierung&laquo;. Sogenannte Faktenchecker, darunter Correctiv, werden in der Mehrzahl privat, allen voran durch den Ebay-Gr&uuml;nder und US-Milliard&auml;r Pierre Omidyar finanziert und agieren zweifelsfrei interessengeleitet. Angesichts ihrer massiven Bewerbung durch die Bundesregierung wirken Postulate wie &raquo;Staatsferne&laquo; oder &raquo;Unabh&auml;ngigkeit&laquo; ziemlich entleert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436092.kriegspropaganda-mission-russenbashing.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Dokument eines Whistleblowers zeigt Ausma&szlig; deutscher Regierungspropaganda im Ukraine-Krieg: Medienkrieger<\/strong><br>\nWer nach Ursachen des Ukraine-Kriegs fragt, gilt als &bdquo;Putinversteher&ldquo;. Wer daran zweifelt, dass russisches Milit&auml;r ein vom russischen Milit&auml;r kontrolliertes Atomkraftwerk beschie&szlig;t, um der Ukraine Kriegsverbrechen anzuh&auml;ngen, oder daran, dass Russland die teuer erbauten Pipelines Nord Stream 1 und 2 gesprengt hat, um kein Gas mehr nach Deutschland zu liefern, wird ja wohl vom Kreml bezahlt.<br>\nAntirussische Propaganda hat Hochkonjunktur. Keine Behauptung ist zu abstrus, um nicht in Dauerschleife quer durch die b&uuml;rgerlichen Medien getr&ouml;tet zu werden &ndash; bis sie der letzte glaubt. Ein geleaktes Dokument zeigt nun, welche Anstrengungen die Bundesregierung unternimmt, um den medialen Diskurs &uuml;ber den Krieg in der Ukraine zu kontrollieren.<br>\nDas Dokument &bdquo;Laufende Aktivit&auml;ten der Ressorts und Beh&ouml;rden gegen Desinformation im Zusammenhang mit RUS Krieg gegen UKR&ldquo;, datiert auf den 27. Juni dieses Jahres, bekamen die &bdquo;NachDenkSeiten&ldquo; von einem Whistleblower aus Regierungskreisen zugespielt. Das Online-Magazin berichtete zuerst am 29. September. Auf zehn Seiten listet das Dokument tabellarisch nach Ministerien und Beh&ouml;rden sortiert bereits unternommene sowie geplante &bdquo;Aktivit&auml;ten im Bereich der strategischen Kommunikation und gegen Desinformation im Kontext RUS\/UKR&ldquo;. Der Begriff &bdquo;Desinformation&ldquo; wird in dem Dokument h&auml;ufig verwendet, aber nicht definiert. Er wird nur auf Russland bezogen. (&hellip;)<br>\nTrotz aller Anstrengungen verf&auml;ngt die Propaganda der Bundesregierung nicht &uuml;berall, nicht vollumf&auml;nglich: Einer Ende August im Auftrag von RTL durchgef&uuml;hrten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa zufolge sind 77 Prozent der Bundesb&uuml;rger der Meinung, der Westen solle konkrete Bem&uuml;hungen unternehmen, um Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges einzuleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/medienkrieger-173114\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Claudia Roth schweigt zu Cancel Russian Culture: Rio, sag es ihr!<\/strong><br>\nIm Juni besuchte die Ampel-Staatsministerin f&uuml;r Kultur und Medien, Claudia Roth, Odessa. Schon damals verk&uuml;ndete sie sinngem&auml;&szlig;, was sie gegen&uuml;ber ihrem Kiewer Amtskollegen bei dessen sp&auml;teren Berlinaufenthalt wiederholte: &bdquo;Wir werden weiterhin nach allen Kr&auml;ften ukrainische Kultur sch&uuml;tzen &hellip; (und) auch in Zukunft entschlossen gegen russische Propaganda und Desinformation vorgehen.&ldquo; Kein Wort von ihr &uuml;ber das Verbot der russischen Sprache, die Schleifung von Denkm&auml;lern oder die Umbenennung von Stra&szlig;en, die die Namen russischer Dichter trugen, als w&auml;re das dem Schutz ukrainischer Kultur zutr&auml;glich. Und Schweigen auch &uuml;ber einen Vorfall, der Wochen vor Roths Reise bekannt geworden war und &uuml;ber den die &bdquo;Kulturh&uuml;terin&ldquo; bei funktionierender Amtsf&uuml;hrung informiert gewesen sein musste. Kiews Ministerium f&uuml;r Kultur und Informationspolitik hatte verlautbart, dass es an der Entfernung russischer Literatur aus den Bibliotheken arbeite. In einem Gespr&auml;ch mit &bdquo;Interfax-Ukraina&ldquo; nannte die Direktorin des ukrainischen Buchinstituts diese Kulturvernichtung, die rund 100 Millionen B&auml;nde betreffen soll, &uuml;berf&auml;llig. Sie argumentierte in einem Stil, der in Deutschland schlimmste Erinnerungen wecken muss. Die &bdquo;Extraktion&ldquo; solle in mehreren Stufen vor sich gehen. Zun&auml;chst die B&uuml;cher &bdquo;antiukrainischen Inhalts&ldquo;. Unklar, was das umfassen mag, aber die Exorzistin sagt, auch die russischen Klassiker seien nicht ausgenommen. Eine zweite &bdquo;Extraktionsrunde&ldquo; sortiere nach 1991 erschienene B&uuml;cher zeitgen&ouml;ssischer russischer Autoren aus, auch Kinder, Liebes- und Detektivgeschichten. Die russischen Klassiker indes mache so verst&ouml;rend, &bdquo;dass sie die Mentalit&auml;t der Russen beeinflusst &hellip; und &hellip; indirekt zu &hellip;Versuchen gef&uuml;hrt haben, alle anderen V&ouml;lker der Welt, einschlie&szlig;lich des ukrainischen, zu entmenschlichen&ldquo;. Die Schnelligkeit, mit der die B&uuml;cher beseitigt werden k&ouml;nnten, sei noch nicht abzusehen. Solche Verlautbarungen am Licht, und eine deutsche Kulturstaatsministerin emp&ouml;rt sich nicht lauthals gegen solche Barbarei und l&auml;sst in den Medien Dampf ab? Und sie macht die Zusage von 20 Millionen Euro aus ihrem Etat f&uuml;r den Schutz ukrainischer Kultur nicht vom Schutz des russischen Teils der Weltliteratur abh&auml;ngig? Ach, Rio, wo sind die Gr&uuml;nen, f&uuml;r die du einst Wahlkampf gemacht hast, hingeraten? Sei mal K&ouml;nig von Deutschland und erkl&auml;r deiner alten Managerin Claudia, was sie sich in den Amtsstuben der Politik weggesessen haben muss: Die Verteidigung der ganzen Weltkultur ist ein unerl&auml;ssliches Friedenswerk!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/rio-sag-es-ihr-173061\/\">Hartmut K&ouml;nig in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland zeitengewendet<\/strong><br>\nDer Ukraine-Krieg ver&auml;ndert dieses Land rasant. Nehmen wir die 100 Milliarden zur Aufr&uuml;stung der Bundeswehr: Zwischen deren Ank&uuml;ndigung am 27. Februar, dem Beschlu&szlig; im Bundestag (3. Juni) und der Best&auml;tigung im Bundesrat (10. Juni) lagen 103 Tage. Keine Grundgesetz&auml;nderung zuvor ist schneller durchgewinkt worden. Eine gr&uuml;ndliche Auseinandersetzung im Parlament, seinen Aussch&uuml;ssen, in der &Ouml;ffentlichkeit &ndash; Pustekuchen. (&hellip;)<br>\nEben das scheint bis heute eine Konstante (bundes-)deutscher Politik zu sein. F&uuml;r die Grundgesetz&auml;nderung zum &bdquo;Sonderverm&ouml;gen&ldquo; wurde zwar nur ein kleiner Absatz in Artikel 87a eingef&uuml;gt, der den Bund au&szlig;erhalb der Schuldenbremse zu jenen 100 Milliarden erm&auml;chtigt zwecks &bdquo;St&auml;rkung der B&uuml;ndnis- und Verteidigungsf&auml;higkeit und Ert&uuml;chtigung der Streitkr&auml;fte&ldquo;. Diese wenigen Worte aber haben es in sich. (&hellip;)<br>\nDie aktuellen Unsummen f&uuml;r R&uuml;stung ber&uuml;hren ebenfalls den Charakter des Staates: Gilt danach noch das Friedensgebot des Grundgesetzes? Die H&ouml;he der Kriegskredite und die Begleitumst&auml;nde der Grundgesetz&auml;nderung zeugen eher von einer Militarisierung des Staates: &Uuml;ber Waffenlieferungen und die Ausbildung ukrainischer Soldaten ist Deutschland Kriegspartei geworden. Die Bev&ouml;lkerung ist aufgerufen, f&uuml;r den Sieg Opfer zu bringen, vom Frieren bis zum Wohlstandsverlust. Entsorgt wird die &Uuml;berzeugung des damaligen Bundespr&auml;sidenten Gustav Heinemann, der bei seiner Vereidigung 1969 sagte: &bdquo;Nicht der Krieg ist der Ernstfall, in dem der Mann sich zu bew&auml;hren habe, wie meine Generation in der kaiserlichen Zeit auf den Schulb&auml;nken unterrichtet wurde, sondern heute ist der Frieden der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bew&auml;hren haben. Hinter dem Frieden gibt es keine Existenz mehr.&ldquo; Heute machen Regierung und Massenmedien eine doppelte Rolle r&uuml;ckw&auml;rts, wenn sie geschichtsvergessen zur&uuml;ckfallen in die Terminologie des kriegsbesoffenen Kaiserreichs und vom Ziel des Ukrainischen &bdquo;Siegfriedens&ldquo; schwadronieren, das zu erreichen, und vom russischen &bdquo;Diktatfrieden&ldquo;, der zu verhindern sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2022\/RF-297-10-22.pdf%20\">Christiane Reymann, Wolfgang Gehrcke im Rotfuchs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin Beate Meetz:<\/strong> Von Christiane Reimann und Wolfgang Gehrcke gibt es ein empfehlenswertes neues Buch mit dem Titel: &ldquo;Ein willkommener Krieg? NATO, Russland und die Ukraine&rdquo; aus dem PapyRossa Verlag, K&ouml;ln. Mit einem Vorwort von Oskar Lafontaine, einem Interview mit Gabriele Krone-Schmalz sowie Beitr&auml;gen von Sevim Da&#287;delen, Daniela Dahn, Eugen Drewermann, Wolfgang Gehrcke\/Christiane Reymann, J&ouml;rg Goldberg, L&uuml;hr Henken, Andrej Hunko, J&ouml;rg Kronauer, John P. Neelsen, Norman Paech, Werner R&uuml;gemer, Gerd Schumann, Ekkehard Sieker, Bernhard Trautvetter und Lucas Zeise.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spiel mit dem Feuer<\/strong><br>\nEin mehrt&auml;giger Besuch einer Bundestagsdelegation auf Taiwan f&uuml;hrt zu neuen Spannungen zwischen Deutschland und China. Die sechsk&ouml;pfige Delegation, der Politiker aus allen im Bundestag vertretenen Parteien angeh&ouml;ren, ist in Taipei unter anderem mit der dortigen Pr&auml;sidentin Tsai Ing-wen zusammengetroffen. Ein k&uuml;nftiger Ausbau der Beziehungen ist geplant. Dabei beruht der Streit zwischen Berlin und Beijing um die Taiwan-Politik nicht auf den Beziehungen an sich, die seit den 1950er Jahren bestehen und in mancher Hinsicht l&auml;ngst als eng eingestuft werden. Gegenstand des Streits sind vielmehr Bestrebungen der westlichen Staaten, Taiwan politisch stark aufzuwerten, um es im gro&szlig;en Machtkampf zwischen dem Westen und der Volksrepublik zu einem Gegenmodell zu dieser aufzubauen. Zudem zielen vor allem die Vereinigten Staaten darauf ab, Taiwan stark aufzur&uuml;sten, um es &ndash; als Teil der sogenannten ersten Inselkette &ndash; milit&auml;rstrategisch gegen China zu nutzen. Im Rahmen der Pl&auml;ne, Taipei gegen Beijing in Stellung zu bringen, spielen scheinbar harmlose Parlamentarierbesuche &ndash; k&uuml;rzlich etwa der Taipei-Besuch von Nancy Pelosi &ndash; eine wichtige Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9043\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Studie: 15.000 bis 20.000 anonyme Briefkastengesellschaften besitzen deutsche Immobilien<\/strong><br>\nMehr als ein Jahr haben wir gemeinsam mit Judith Henke von Welt am Sonntag und Jakob Miethe von der LMU M&uuml;nchen Daten gesammelt und ausgewertet. Jetzt sind die ersten Ergebnisse ver&ouml;ffentlicht. Hier unsere drei zentralen Erkenntnisse: (&hellip;)<br>\nBisher wusste niemand wie gro&szlig; das Problem der anonymen Immobilieneigent&uuml;mer ist. Auf tausenden Meldungen von Mieterinnen basierende Auswertungen aus dem Projekt &bdquo;Wem geh&ouml;rt die Stadt&ldquo; hatten gezeigt, dass sie in der ganzen Republik zu finden sind, waren aber nicht repr&auml;sentativ. Jetzt konnten wir erstmals den kompletten Datensatz aus zwei Bundesl&auml;ndern (Saarland, Th&uuml;ringen) und drei mittelgro&szlig;en St&auml;dten (Essen, Hannover, Dresden) auswerten. Zusammen wohnen dort etwa f&uuml;nf Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung. Und in 1.297 F&auml;llen landete unsere Auswertung der Eigent&uuml;merketten bei einer anonymen Briefkastengesellschaft aus einem Schattenfinanzplatz. Ganz vorne die Schweiz, Luxemburg und die Niederlande. Aber auch dabei: Seychellen, St. Kitts &amp; Nevis, Panama, Marshall Inseln oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auf die Gesamtbev&ouml;lkerung hochgerechnet kommen wir auf etwa 15.000 bis 20.000 anonyme Briefk&auml;sten mit deutschem Immobilienbesitz. (&hellip;)<br>\nLaut Sanktionsdurchsetzungsgesetz 2 sollen die deutschen Grundbuch&auml;mter Informationen &uuml;ber Grundst&uuml;cke und ihre Eigent&uuml;mer bis Mitte 2023 digital an den Bundesanzeiger Verlag &uuml;bermitteln. Der soll die Informationen wiederum mit dem Transparenzregister verkn&uuml;pfen. Ausl&auml;ndische Immobilieneigent&uuml;mer, die noch nicht im Transparenzregister eingetragen sind, bekommen Zeit bis Ende 2023 das nachzuholen. Das Gesetz befindet sich aktuell in der Abstimmung zwischen den Ministerien und soll am 26. Oktober ins Kabinett. Eigentlich eine gute Interimsl&ouml;sung f&uuml;r mehr Transparenz. Aber unsere Ergebnisse zeigen: bei vielen Eigent&uuml;merkonstruktionen, die in anonymen Briefk&auml;sten in Schattenfinanzzentren enden, ist im deutschen Transparenzregister nur der deutsche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer als fiktiver Berechtigter eingetragen. Wer also anonyme und verd&auml;chtige Verm&ouml;genswerte finden will, kommt um eine Verkn&uuml;pfung mit dem Handelsregister und den internationalen Unternehmensregistern (bei uns &uuml;ber Orbis) nicht drum herum. (&hellip;)<br>\n&Uuml;brigens: Im Koalitionsvertrag war ebenfalls vorgesehen Datenbankgrundbuch und Transparenzregister zu verkn&uuml;pfen und die Verkn&uuml;pfung und Nutzung datenschutzkonform zu gestalten. Der wohnungspolitische Sprecher der FDP Bundestagsfraktion macht jetzt klar, was das f&uuml;r ihn hei&szlig;t: &bdquo;Was es mit der FDP aber nicht geben wird, ist eine Art Immobilienpranger, bei dem jeder einsehen kann, wem was geh&ouml;rt.&ldquo; Die Fallbeispiele im Welt-Artikel &ndash; vom Investmentmanager, der &bdquo;seine&ldquo; Immobilien noch nie mit eigenen Augen gesehen hat, bis zum verzweifelten Baudirektor aus Selb, der ein komplettes Stockwerk schlie&szlig;en musste &ndash; zeigen aber: ohne Transparenz l&auml;uft unser Grundgesetz viel zu oft ins Leere. Wir lassen uns den Schutz von Eigentum zu Recht viel kosten. Aber Eigentum verpflichtet auch. Und an diese Pflicht m&uuml;ssen Mieter, B&uuml;rgermeisterinnen und Journalisten ihre Vermieterinnen auch erinnern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/immobiliendatenundbriefkastengesellschaften\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unzumutbare Belastung f&uuml;r Heimbewohner durch neue Maskenpflicht<\/strong><br>\nPflegeheimbetreiber, Interessenvertreter von Heimbewohnern und Spitzenverb&auml;nde kritisieren die versch&auml;rfte Maskenpflicht in Alten- und Pflegeheimen. Sie ist am 1. Oktober in Kraft getreten und verpflichtet die Bewohner, in allen Gemeinschaftsr&auml;umen eine FFP2-Maske zu tragen. &bdquo;Menschen mit Behinderungen oder hohem Pflegebedarf werden hier unzumutbaren Belastungen ausgesetzt&ldquo;, sagte beispielsweise Marcel Kabel dem MDR. Der Vize-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands in Sachsen-Anhalt ist nur einer von vielen Kritikern der Neuregelung, die bis zum April kommenden Jahres gelten soll.<br>\nAus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz handelt es sich bei der FFP2-Maskenpflicht au&szlig;erhalb des eigenen Zimmers um eine unangemessene Zwangsma&szlig;nahme. Laut Aussage des Vorstands der Stiftung, Eugen Brysch, fehlen dagegen humane und effiziente Corona-Strategien. In Baden-W&uuml;rttemberg kritisieren der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband, der Sozialverband VdK, Pflege- und Behinderteneinrichtungen in einer gemeinsamen Stellungnahme die versch&auml;rften Corona-Regelungen scharf und fordern die sofortige Aufhebung. &bdquo;Die Maskenpflicht ist ein massiver Versto&szlig; gegen das Recht auf Selbstbestimmung und soziale Teilhabe der betroffenen Menschen&ldquo;, hei&szlig;t es. Die Testpflicht f&uuml;r Betreuungs- und Pflegepersonal sei zudem ein Misstrauensvotum gegen die gesamte Branche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/kurzmeldung\/unzumutbare-belastung-fuer-heimbewohner-durch-neue-maskenpflicht\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schweden: Keine Covid-Impfung mehr f&uuml;r gesunde Kinder und Jugendliche<\/strong><br>\nMinderj&auml;hrige sollen nur noch gegen das Coronavirus geimpft werden, wenn sie einer Risikogruppe angeh&ouml;ren. Die neue Verordnung tritt am 1. November in Kraft. Die Omikron-Virusvariante habe das Risiko f&uuml;r gesunde Kinder und Jugendliche weiter verringert, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schweden-Keine-Covid-Impfung-mehr-fuer-gesunde-Kinder-und-Jugendliche-7282589.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Undenkbar in Deutschland. Man kommt nicht umhin, wieder darauf hinzuweisen, mit der Ernennung Lauterbachs zum Gesundheitsminister hat Scholz seine tiefgehende Verachtung gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern zum Ausdruck gebracht. Dass Lauterbach weiter Gesundheitsminister ist und absurde Repressionsma&szlig;nahmen durchsetzen kann, ist die ultimative Dem&uuml;tigung des demokratischen Souver&auml;ns.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stiko-Mitglied verlangt Herausgabe von Impfstoff-Daten<\/strong><br>\nJ&ouml;rg Meerpohl, Direktor des Forschungsnetzwerks Cochrane Deutschland und Mitglied der St&auml;ndigen Impfkommission (Stiko), fordert die Herausgabe von Prim&auml;rdaten der Covid-Impfstoffstudien von Pfizer\/Biontech und Moderna. Es gehe um den barrierefreien &ldquo;Zugang zu allen relevanten Daten aus allen klinischen Studien&rdquo;, sagte Meerpohl der &ldquo;Welt&rdquo;.<br>\nNur so k&ouml;nne sichergestellt werden, &ldquo;dass die Evidenz, die die Grundlage f&uuml;r Entscheidungen bildet, nicht verzerrt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht&rdquo;. Bislang halten die Pharmafirmen entsprechende Daten unter Verschluss, bekannt sind bez&uuml;glich der Zulassungsstudien nur die Interpretationen der Unternehmen. Auf eine der Anfrage der &ldquo;Welt&rdquo; zu den Forderungen zur Herausgabe der Unterlagen verwies das Mainzer Unternehmen Biontech auf die Europ&auml;ische Arzneimittelbeh&ouml;rde EMA. Auch der Charit&eacute;-Immunologe Andreas Radbruch &uuml;bte Kritik am Verhalten der Firmen. Er sagte der Zeitung, es sei ein Grundelement der Wissenschaft, Daten kritisch zu &uuml;berpr&uuml;fen: &ldquo;Daten unter Verschluss zu halten oder den Zugang zu erschweren, l&auml;sst den Verdacht aufkommen, die Impfstoffe k&ouml;nnten nicht so sicher sein wie behauptet. Die Einsicht sollte zumindest Fachleuten m&ouml;glich sein.&rdquo;<br>\nEs sei Aufgabe der Beh&ouml;rden, die Prim&auml;rdaten einzufordern und die der Hersteller, sie zu liefern. Der Virologe Alexander Kekul&eacute; nannte die Prim&auml;rdaten der Impfstoff-Studien &ldquo;eine Art &ouml;ffentliches Gut&rdquo;. Dass die Pharmahersteller die Daten nicht herausr&uuml;cken, sei nicht zu rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/regionalheute.de\/stiko-mitglied-verlangt-herausgabe-von-impfstoff-daten-1664882346\/\">regionalHeute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sehr sp&auml;t wird nun auch in Deutschland die Herausgabe der Prim&auml;r-Daten von Pharmakonzernen verlangt. Erinnert sei daran, dass die sog. Impfstoffe keine regul&auml;re, sondern eine bedingte Zulassung erhalten haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Verdr&auml;ngungen: Der Umgang mit Russland und Israel<\/strong><br>\nWas in Deutschland nicht opportun ist: Kritik an Israel, Proteste von Pal&auml;stinensern, Proteste von russischsprachigen B&uuml;rgern, Kritik am ukrainischen Pr&auml;sidenten oder an Waffenlieferungen f&uuml;r die Ukraine. Sollte das nur in geopolitischen Interessen begr&uuml;ndet sein? Oder gibt es daf&uuml;r noch andere Motive?<br>\nAm 3. April 2022 protestierten B&uuml;rger aus der russischsprachigen Community in Berlin mit einem Auto-Corso. Der Protest war initiiert von einem Gesch&auml;ftsmann, und es ging um Diskriminierung und Ausgrenzung, der sich die russischsprachigen Einwohner nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ausgesetzt sahen. Die Demonstration l&ouml;ste einen Shitstorm aus und die Medien schrieben vom &bdquo;Corso der Schande&ldquo; . Bis heute wehen in Berlin und anderswo ukrainische Fahnen von manchen Fenstern und Balkonen oder an Fahnenmasten. Auftritte der russischen S&auml;ngerin Anna Netrebko wurden in mehreren St&auml;dten abgesagt, weil sie den Angriff auf die Ukraine nicht klar genug verurteilte. So erging es allen russischen K&uuml;nstlern, die sich nicht deutlich von ihrer Regierung distanzierten. Wo sie auftraten, kam es oft zu schrillen Protesten. Damit klar ist, was in Deutschland nicht geht, verbot die Berliner Senatsverwaltung Mitte Mai auch alle Demonstrationen und Kundgebungen, mit denen Pal&auml;stinenser an Al Nakba, die Flucht und Vertreibung durch zionistische Milizen im Jahr 1948, erinnern. Sogar die von der &bdquo;J&uuml;dischen Stimme f&uuml;r einen gerechten Frieden in Nahost e.V.&ldquo; geplante Mahnwache aus Anlass der Ermordung der pal&auml;stinensischen Journalistin Schirin Abu Aqla verbot die Verwaltung.<br>\nDie Ereignisse haben scheinbar nichts gemeinsam. Aber eine Gemeinsamkeit l&auml;sst sich ausmachen: Die Reaktionen von deutscher Seite sind emotional hoch besetzt, die Verwaltungsentscheidungen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und schwer verst&auml;ndlich. In einigen F&auml;llen bildet eine Verbundenheit mit der Ukraine den Hintergrund, in den anderen das besondere Verh&auml;ltnis zu Israel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/feuilleton\/zeitfragen\/deutsche-verdraengungen-der-umgang-mit-russland-und-israel\/\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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