{"id":88909,"date":"2022-10-07T08:30:47","date_gmt":"2022-10-07T06:30:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909"},"modified":"2022-10-07T08:30:47","modified_gmt":"2022-10-07T06:30:47","slug":"hinweise-des-tages-4210","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h01\">Selenskyj: NATO muss Atomwaffeneinsatz Russlands verhindern <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h02\">Saudi-Arabien d&uuml;piert die Ampel: Die Bundesregierung l&auml;sst sich kraft- und machtlos vorf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h03\">Moskau best&auml;tigt Einsatzbereitschaft von Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h04\">Nord-Stream-Sabotage: War doch sicher Russland, oder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h05\">Nach Anschlag auf Dugina: US-Geheimdienste vermuten Ukraine hinter Mord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h06\">Armut in Deutschland: &bdquo;Arm zu sein ist wie eine Spinne im Netz, die nichts f&auml;ngt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h07\">Der Europa-Vergleich: Warum Frankreichs Inflation f&auml;llt, w&auml;hrend wir 10 Prozent knacken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h08\">Deutschland droht die Deindustrialisierung: Deutschen Bank sieht die Gaskrise als Anfang vom Ende des deutschen Erfolgsmodells<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h09\">Nur 19 Grad H&ouml;chsttemperatur: Betriebs&auml;rzte warnen vor zu kalten B&uuml;ros<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h10\">Warnung an Lauterbach: &bdquo;Wir werden die Menschen nicht mehr versorgen k&ouml;nnen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h11\">Krankenhaus in Aufl&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h12\">Er war einer der ersten Kritiker der deutschen Corona-Politik: &laquo;Kein Mensch braucht einen Ethikrat, der nur die Regierungslinie rechtfertigt&raquo;, sagt Christoph L&uuml;tge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88909#h13\">Flutkatastrophe im Ahrtal: U-Ausschuss widerspricht Regierung: &Uuml;ber die H&auml;lfte der Flut-Opfer erst nach ersten Polizeivideos gestorben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Selenskyj: NATO muss Atomwaffeneinsatz Russlands verhindern <\/strong><br>\nDie NATO muss nach Ansicht des ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selenskyj die M&ouml;glichkeit eines russischen Atomwaffeneinsatzes verhindern &ndash; notfalls mit Pr&auml;ventivschl&auml;gen. Selenskyj betonte bei einem Auftritt vor dem Lowy Institut im australischen Sydney gestern die Bedeutung von Pr&auml;ventivma&szlig;nahmen. Der Kreml kritisierte die &Auml;u&szlig;erungen Selenskyj scharf und warf ihm vor, &bdquo;zum Beginn des Dritten Weltkriegs&ldquo; aufzurufen.<br>\nDie NATO &bdquo;muss die M&ouml;glichkeit eines Atomwaffeneinsatzes durch Russland ausschlie&szlig;en. Wichtig ist aber &ndash; ich wende mich wie vor dem 24. Februar deshalb an die Weltgemeinschaft &ndash;, dass es Pr&auml;ventivschl&auml;ge sind, damit sie wissen, was ihnen bl&uuml;ht, wenn sie sie anwenden.&ldquo; Er betonte: &bdquo;Nicht umgekehrt: Auf Schl&auml;ge von Russland warten, um dann zu sagen: &sbquo;Ach du kommst mir so, dann bekommst du jetzt von uns&lsquo;.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3288514\/%20\">ORF <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.M.:<\/strong> Man siehe es mir nach, wenn ich hierzu blo&szlig; anmerke: Gesprochen wie der w&uuml;rdige Favorit auf den diesj&auml;hrigen Friedensnobelpreis! Doch wohin soll man sich angesichts solcher Forderungen des ukrainischen Pr&auml;sidenten noch fl&uuml;chten, als in Galgenhumor und Zynismus?<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Strack-Zimmermann will in Kiew weitere Panzerlieferungen ausloten<\/strong><br>\n&raquo;Ich m&ouml;chte mir vor Ort einen Eindruck machen und ins Gespr&auml;ch kommen mit denen, die im wahrsten Sinne des Wortes an der Front sind, um zu h&ouml;ren, was wir noch tun k&ouml;nnen&laquo;, sagte Strack-Zimmermann dem SPIEGEL auf der Reise nach Kiew. Sie wolle sich vor allem erkundigen, wie ernst der Wunsch Kiews nach westlichen Kampfpanzern gemeint sei.  Die FDP-Verteidigungspolitikerin hat sich bereits mehrfach f&uuml;r weitere Panzerlieferungen an die Ukraine ausgesprochen. Vor allem den deutschen Sch&uuml;tzenpanzer Marder h&auml;lt sie angesichts der Gel&auml;ndegewinne der ukrainischen Armee  f&uuml;r geeignet. &raquo;Wenn man die Ostukraine zur&uuml;ckerobern will, macht das nach meinem Verst&auml;ndnis Sinn&laquo;, sagte Strack-Zimmermann. &raquo;Gerade der Sch&uuml;tzenpanzer Marder ist daf&uuml;r gemacht worden, Stellungen zu bek&auml;mpfen. Der w&auml;re ein zus&auml;tzliches milit&auml;risches Ger&auml;t, das in dieser Phase von hoher Relevanz ist.&laquo; Zwar habe die Ukraine bereits im sogenannten Ringtausch sowjetische Kampfpanzer aus Osteuropa erhalten. Diese h&auml;tten ohne Frage auch ihre Wirkung, sagte Strack-Zimmermann, &raquo;aber was die Pr&auml;zision betrifft, ist in den westlichen Panzern noch mal eine andere Feuerkraft dahinter&laquo;. [&hellip;] Auch dass die Bundeswehr auf weitere Panzer nicht verzichten k&ouml;nne, l&auml;sst Strack-Zimmermann nicht gelten. &raquo;Ich wei&szlig; definitiv, dass die Industrie in der Lage ist, 50 Marder innerhalb eines Jahres zu kompensieren und dem Heer zur&uuml;ckzugeben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/russland-ukraine-krieg-marie-agnes-strack-zimmermann-will-in-kiew-weitere-panzer-lieferungen-ausloten-a-9ae7bc46-4268-4e5a-831a-0f69e6961fc1%20\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.S.:<\/strong> An den Aussagen von Frau Strack-Zimmermann erkennt man sofort, dass sie Mitglied in Lobbyorganisationen der R&uuml;stungsindustrie ist. Der SPIEGEL erw&auml;hnt das nat&uuml;rlich nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Saudi-Arabien d&uuml;piert die Ampel: Die Bundesregierung l&auml;sst sich kraft- und machtlos vorf&uuml;hren<\/strong><br>\nOlaf Scholz bat Riad um Hilfe bei der Energie. Waffenlieferungen wurden genehmigt. Nun drosselt die Opec die &Ouml;l-F&ouml;rdermengen. Putin freut sich.<br>\nAm Nasenring durch die Manege: Selten zuvor lie&szlig; sich eine deutsche Regierung kraft- und machtloser vorf&uuml;hren als in diesen Tagen. In Abwandlung eines Zitates von Wilhelm Busch kann ihr Zustand so charakterisiert werden: Ohne H&ouml;ren, ohne Sehen stehen Scholz und Habeck da; und sie fragen, was geschehen, und warum ihnen das geschah. Es geht um die Energiekrise, den nahenden Winter, die Inflation und die Sanktionen gegen Russland.<br>\nEine Schl&uuml;sselrolle in der Bew&auml;ltigungsstrategie der sich auft&uuml;rmenden Probleme spielt Saudi-Arabien. Das ist unangenehm. Im K&ouml;nigreich gibt es Massenexekutionen und Enthauptungen, Ehebrecherinnen werden gesteinigt, Homosexuelle geh&auml;ngt.<br>\nDie erzkonservative Klerikaldiktatur rangiert auf dem Freedom-Hose-Index als &bdquo;worst of the worst&ldquo; hinter dem Iran. Nach dem Mord an dem saudisch-amerikanischen Journalisten Jamal Khashoggi waren deutsche R&uuml;stungslieferungen vor vier Jahren ausgesetzt worden.<br>\nNun wurden sie wieder genehmigt. Vor einer Woche stimmte die Ampelkoalition, unter Berufung auf eine Ausnahmeregelung, dem Export von Ausr&uuml;stung und Munition f&uuml;r Kampfjets zu. Kurz zuvor war der Bundeskanzler in Riad zu Gast bei Thronfolger Mohammed bin Salman. Inst&auml;ndig warb er darum, dass die &Ouml;l-F&uuml;hrungsmacht alles tut, damit die Weltmarktpreise nicht weiter steigen. H&auml;tte die Bittstellerei Erfolg gehabt, w&auml;re sie wom&ouml;glich als weiteres St&uuml;ck dreckiger Realpolitik durchgegangen.<br>\nDoch was war der Dank? Unter F&uuml;hrung von Saudi-Arabien und Russland beschlossen am Mittwoch die Mitglieder der Gruppe Opec-Plus eine drastische K&uuml;rzung ihrer &Ouml;lf&ouml;rderung. Just zu Beginn der kalten Jahreszeit werden die Preise folglich weiter steigen, was Wladimir Putins Kriegskasse weiter f&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/saudi-arabien-dupiert-die-ampel-erst-der-kotau-dann-die-blamage-8720707.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.M.:<\/strong> D&uuml;pierung ist neben Nichtbeachtung und Spott die schmerzhafteste Form der Kritik. Das kommt davon, wenn Die Ampel keine respektablen Pers&ouml;nlichkeiten mit R&uuml;ckgrat und Haltung hat. Willy Brandt und Helmut Kohl w&auml;ren nie so d&uuml;piert worden. Aber wer bringt B&uuml;cklingen wie Robert Habeck noch Respekt entgegen?<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Noch mehr Sanktionen<\/strong><br>\nEU will Russland zum Verschleudern seines Erd&ouml;ls zwingen. US-Regierung &raquo;entt&auml;uscht&laquo; und emp&ouml;rt &uuml;ber F&ouml;rdersenkung der &raquo;OPEC plus&laquo;. [&hellip;]<br>\nMit den neuen Sanktionenen beginne auch die Umsetzung einer Vereinbarung der G7 &uuml;ber die Regulierung der russischen Erd&ouml;lexporte, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung der EU-Kommission selbstherrlich. Die sieben gr&ouml;&szlig;ten Industriestaaten des Westens &ndash; USA, Frankreich, Deutschland, Gro&szlig;britannien, Italien, Japan und Kanada &ndash; hatten am 2. September eine sehr allgemein formulierte Absichtserkl&auml;rung &uuml;ber die Einf&uuml;hrung eines &raquo;Preisdeckels&laquo; f&uuml;r den Handel mit russischem Erd&ouml;l ver&ouml;ffentlicht. Ziel ist, Russland dazu zu zwingen, sein Erd&ouml;l weit unterhalb der Weltmarktpreise zu verkaufen. Das entscheidende Instrument soll nach dem Willen der G7 erheblicher Druck auf die europ&auml;ischen Schiffsversicherer sein, die in diesem Sektor mit angeblich 95 Prozent ein Weltmonopol haben. Ihnen soll verboten bleiben &ndash; eine entsprechende Entscheidung erging schon fr&uuml;her &ndash;, russische &Uuml;berseetransporte von Erd&ouml;l zu versichern, sofern der Preis pro Barrel nicht unterhalb einer erst noch zu beschlie&szlig;enden H&ouml;chstgrenze bleibt. Wie das funktionieren soll, ist nach wie vor ungekl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436141.wirtschaftskrieg-noch-mehr-sanktionen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Moskau best&auml;tigt Einsatzbereitschaft von Nord Stream 2<\/strong><br>\nDer mutma&szlig;liche Sabotageakt gegen die Nord Stream Pipelines hat nach Angaben aus Moskau offenbar die von Russland pr&auml;ferierte Leitung Nord Stream 2 verschont. &ldquo;Was Nord Stream 2 betrifft, so ist diese Pipeline bisher nach vorl&auml;ufiger Einsch&auml;tzung tats&auml;chlich in technisch geeignetem Zustand&rdquo;, sagte Russlands Energieminister Alexander Nowak am Mittwoch im Staatsfernsehen. Er bot an, durch diese Leitung Gas nach Europa zu liefern. Zugleich forderte er eine Beteiligung Russlands an den Ermittlungen zur Sabotage. (&hellip;)<br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin hatte zuletzt Briten und US-Amerikaner des Anschlags auf die Gasleitung beschuldigt. Diese seien die Profiteure des Sabotageakts, behauptete er. Nord Stream 1 wurde dabei seit Anfang September von Russland nicht mehr mit Gas bepumpt &ndash; angeblich aus technischen Gr&uuml;nden, die wegen der Sanktionen nicht zu beheben seien.<br>\nStattdessen hat Moskau Nord Stream 2 als Ausweichvariante angeboten, deren Zertifizierung allerdings von Deutschland im Februar endg&uuml;ltig gestoppt wurde. Nach der Liquidierung von Nord Stream 1 hat Nowak nun erneut Nord Stream 2 ins Spiel gebracht. Gaslieferungen seien m&ouml;glich, wenn erforderlich, betonte der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/gas-moskau-bestaetigt-einsatzbereitschaft-von-nord-stream-2-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-221005-99-19958\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieses Angebot aus Russland sollte nach der Niedersachsen-Wahl angenommen werden. Es macht deutlich, dass Russland &ouml;konomischen Schaden von den EU-Staaten abwenden und das Gas-Gesch&auml;ft fortsetzen m&ouml;chte &ndash; auch zum Wohle des deutschen Volkes.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Europa wird kein billiges US-Gas mehr bekommen k&ouml;nnen, sagt ein amerikanischer Energie-Unternehmer<\/strong><br>\nInmitten der sich zuspitzenden Energiekrise hat sich Europa bislang auf g&uuml;nstige Erdgasimporte aus den USA verlassen. Doch mit den tiefen Preisen ist jetzt Schluss, warnt der Co-Founder von Tellurian, eines in Texas ans&auml;ssigen Fl&uuml;ssigerdgas-Unternehmens.<br>\nDie L&auml;nder, die sich seit diesem Jahr darum bem&uuml;hen, die von Russland unterbrochenen Gaslieferungen zu ersetzen, reiben sich momentan die Augen. Der Grund: Die Lieferungen von Fl&uuml;ssigerdgas (LNG) kosten mittlerweile doppelt so viel wie vorher, da die Inflation die Kosten in die H&ouml;he getrieben hat, so der Vorstandsvorsitzende von Tellurian, Charif Souki. &bdquo;Aus diesem Grund geh&ouml;ren die Tage, in denen man Gas f&uuml;r 4 bis 5 Dollar auf dem Wasser bekommen konnte, der Vergangenheit an&ldquo;, sagte Souki am Dienstag auf dem Energy Intelligence Forum. &bdquo;Wir m&uuml;ssen in Dimensionen von 10 bis 12 Dollar denken.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/europa-wird-kein-billiges-us-gas-mehr-bekommen-koennen-sagt-ein-amerikanischer-energie-unternehmer-a\/\">Business Insider<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nord-Stream-Sabotage: War doch sicher Russland, oder?<\/strong><br>\nWer sich nicht mehr traut, die USA des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines auch nur zu verd&auml;chtigen, der schadet der Demokratie<br>\nViele Medienschaffende treibt wom&ouml;glich die Sorge um die eigene Zukunft und Reputation, w&uuml;rden sie die USA ernsthaft in den Kreis potenzieller T&auml;ter setzen. Dann landet man schnell in der Verschw&ouml;rer-Ecke, deren Merkmale Michael Angele in nebenstehendem Artikel eingehend beschreibt. Daher hei&szlig;t bis auf Weiteres die am h&auml;ufigsten ge&auml;u&szlig;erte Vermutung: Es war wohl Russland.<br>\nBeispielhaft daf&uuml;r steht ein Beitrag von Michael Thumann. Der au&szlig;enpolitische Korrespondent der Zeit schreibt am 30. September in einer Online-Kolumne: &bdquo;Eigentlich n&uuml;tzt die mutma&szlig;liche Sabotage in der Ostsee niemandem. Vielleicht Wladimir Putin, denn er will Angst verbreiten &ndash; doch es ruiniert seine Energieindustrie.&ldquo;<br>\nIn der Folge diskutiert Thumann kurz, ob die USA ein Interesse haben k&ouml;nnten, Nord Stream zu zerst&ouml;ren. Antwort? Nein. Denn die USA seien (wie auch Polen und die Ukraine) zwar stets gegen das Projekt gewesen. Doch Putin habe die Lieferungen im Zuge des Krieges beendet. &bdquo;Die russischen Direktlieferungen nach Deutschland waren also gestoppt&ldquo;, so Thumann. F&uuml;r die USA &bdquo;gab es keinen Grund, die Rohre zu zerst&ouml;ren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/pipeline-sabotage-nicht-nur-russland-auch-die-usa-koennen-es-gewesen-sein%20\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nach Anschlag auf Dugina: US-Geheimdienste vermuten Ukraine hinter Mord<\/strong><br>\nDie russische Kriegsunterst&uuml;tzerin Dugina war bei einem Autobombenanschlag Ende August get&ouml;tet worden. US-Geheimdienste gehen nun offenbar davon aus, dass Teile der ukrainischen Regierung dahinterstecken.<br>\nUS-Geheimdienste gehen Medienberichten zufolge davon aus, dass Teile der ukrainischen Regierung den Mordanschlag auf die russische Kriegsunterst&uuml;tzerin Darja Dugina in Moskau genehmigt haben.<br>\nDie USA h&auml;tten zuvor keine Kenntnis von den Pl&auml;nen gehabt, berichteten die Zeitung &ldquo;New York Times&rdquo; und der Sender CNN unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Es sei offen, wer genau den Anschlag abgesegnet habe. So sei auch unklar, ob die US-Geheimdienste glauben, dass der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj davon wusste oder die Tat autorisiert habe, berichtet CNN. US-amerikanische Regierungsvertreter h&auml;tten ukrainische Vertreter wegen des Attentats ermahnt, hie&szlig; es weiter.<br>\nCNN berichtet weiter, dass US-Geheimdienstbeamte vermuten, dass Dugina in der Nacht, in der sie get&ouml;tet wurde, das Auto ihres Vaters Alexander Dugin fuhr und dieser das eigentliche Ziel der Operation gewesen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/dugina-us-geheimdienste-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut in Deutschland: &bdquo;Arm zu sein ist wie eine Spinne im Netz, die nichts f&auml;ngt&ldquo;<\/strong><br>\nIch bin ein M&auml;dchen aus der Unterschicht, das in L&ouml;chern hauste und sich wochenlang von kalter Dosensuppe ern&auml;hrte. Was macht das mit Menschen, wenn sie so leben? Ein Gastbeitrag.<br>\nIch habe in einer solchen Armut gelebt, dass unser Kampf eigentlich schon mit dem Aufstehen begann. Zugegeben, das war, wenn das Arbeitsamt mich nicht gerade wieder in eine sinnlose Ma&szlig;nahme steckte, erst um die Mittagszeit &ndash; aber das spielt ja keine Rolle. Ich lebte in L&ouml;chern, die sie mir, dem M&auml;dchen aus der Unterschicht, als Wohnungen vermieteten. Warmwasser und Heizungen waren dort nicht vorhanden. Im Winter konnte es passieren, dass man aufwachte und die Bettdecke klamm war und die Wohnung nach Moder stank. Wir mussten zusehen, wo wir duschen konnten, damit fing der Tag an. Und ob es gerade Strom gab und wir uns Tee kochen konnten oder nicht, war offen.<br>\nDass es keinen Strom gab, kam vor allen Dingen im Winter vor, weil wir versucht hatten, die Wohnungen mit Stromheizungen irgendwie warm zu bekommen, was nicht gelang. Und nat&uuml;rlich konnten wir die horrenden Rechnungen nicht bezahlen. Die Stromsperre folgte rasch. Es passierte, dass ich mich wochenlang von kalter Suppe aus der Dose ern&auml;hrte. Selbst wenn es Strom gab, ern&auml;hrten wir uns ungesund. Wir kauften Fleisch aus dem Billigdiscounter, das in der Pfanne schrumpfte, weil es zur H&auml;lfte aus Wasser bestand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/was-armut-in-deutschland-mit-kindern-und-jugendlichen-macht-18359797.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Erstmals seit 30 Jahren w&auml;chst die globale Armut wieder<\/strong><br>\nDie Weltbank sieht das Millenniumsziel, die extreme Armut bis 2030 auszurotten, gef&auml;hrdet. In einem neuen Bericht fordert sie nun eine aggressive Wachstumspolitik.<br>\nEine der gr&ouml;&szlig;ten Erfolgsgeschichten der Menschheit ist still zu Ende gegangen. Nachdem &uuml;ber drei Jahrzehnte hinweg rund eine Milliarde Menschen der extremen Armut entronnen sind, drehte die Covid-Pandemie den Trend. Das geht dem jetzt ver&ouml;ffentlichen Weltbank-Bericht &bdquo;Poverty and Shared Prosperity&ldquo; hervor. Im Jahr 2020 rutschten 70 Millionen Menschen in die extreme Armut ab. Das war der gr&ouml;&szlig;te Anstieg, seit die globale Armut gemessen wird. Mehr als 9 Prozent der globalen Bev&ouml;lkerung oder 700 Millionen Menschen leben nun in extremer Armut. Das hei&szlig;t, sie haben weniger als 2,15 Dollar am Tag. Dort hat die Weltbank die neue Armutsgrenze festgelegt, nachdem sie lange bei 1,90 Dollar lag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/weltbank-bericht-die-globale-armut-waechst-wieder-18366150.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Europa-Vergleich: Warum Frankreichs Inflation f&auml;llt, w&auml;hrend wir 10 Prozent knacken<\/strong><br>\nDeutschlands Inflation ist im zweistelligen Bereich angekommen. W&auml;hrend das f&uuml;r einige EU-L&auml;nder l&auml;ngst Normalit&auml;t ist, verlangsamt sich die Teuerung in Frankreich sogar. Wie kann das sein?<br>\nDer Gang zum Briefkasten d&uuml;rfte derzeit vielen Bundesb&uuml;rgern schwerfallen, wartet dort doch bald ein Brief ihres Energieversorgers. Zwar sp&uuml;ren die Verbraucher die Inflation mittlerweile in fast allen Bereichen des t&auml;glichen Lebens. Doch vor allem die sprunghaft steigenden Preise f&uuml;r Strom und Gas heizen die Inflation an &ndash; so sehr, dass nun eine symboltr&auml;chtige Marke gerissen wurde.<br>\nIm September, so eine vorl&auml;ufige Sch&auml;tzung des Statistischen Bundesamts, d&uuml;rfte die Teuerung bei 10,0 Prozent liegen. Die Rate ist im zweistelligen Bereich angekommen. Das war zuletzt 1951 der Fall. Aber: Im europ&auml;ischen Vergleich kommen die Bundesb&uuml;rger damit sogar &ndash; einigerma&szlig;en &ndash; glimpflich davon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/konjunktur\/der-grosse-europa-vergleich-warum-frankreichs-inflation-sinkt-waehrend-deutschland-die-10-prozent-marke-knackt_id_159095748.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland droht die Deindustrialisierung: Deutschen Bank sieht die Gaskrise als Anfang vom Ende des deutschen Erfolgsmodells<\/strong><br>\nDeutschland hat im Vergleich der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften der Welt immer noch einen sehr hohen Industrieanteil. In der Berechnung der Weltbank liegt er bei &uuml;ber 30 Prozent. Nur in China und Russland ist er h&ouml;her. In den USA, Frankreich oder Gro&szlig;britannien liegt der Anteil unter 20 Prozent. Dort sind die Dienstleistungen st&auml;rker ausgepr&auml;gt. In Deutschland aber ist die Industrie ist gro&szlig;, exportstark, wichtig f&uuml;r den Wohlstand &ndash; und aktuell in ihrer Existenz bedroht. Das jedenfalls ist das Fazit einer Analyse der Forschungsabteilung der Deutschen Bank (DB).<br>\nUnter dem Titel &bdquo;Energiekrise trifft Industrie ins Mark&ldquo;, schreibt der Autor der Analyse, Eric Heymann: &bdquo;Wenn wir in etwa zehn Jahren auf die aktuelle Energiekrise zur&uuml;ckblicken werden, k&ouml;nnten wir diese Zeit als Ausgangspunkt f&uuml;r eine beschleunigte Deindustrialisierung in Deutschland betrachten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/energiekrise-anfang-der-deindustrialisierung-deutschlands-deutsche-bank-studie-a\/\">Business Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nur 19 Grad H&ouml;chsttemperatur: Betriebs&auml;rzte warnen vor zu kalten B&uuml;ros<\/strong><br>\nWeniger heizen &ndash; das ist nicht nur f&uuml;r Privathaushalte das Gebot der Stunde. Auch in B&uuml;ros wird die Heizung sparsamer aufgedreht. &Auml;rzten zufolge ist das nicht bei allen T&auml;tigkeiten ratsam.<br>\nEine H&ouml;chsttemperatur von 19 Grad am Arbeitsplatz ist aus Sicht von Betriebs&auml;rzten nicht f&uuml;r jede k&ouml;rperlich leichte Arbeit geeignet. Das betreffe insbesondere dauerhafte T&auml;tigkeiten, bei denen die Besch&auml;ftigten nicht zwischendurch aufstehen und sich bewegen k&ouml;nnten oder bei denen es auf Feinmotorik ankomme, sagte der Pr&auml;sident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werk&auml;rzte, Wolfgang Panter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/gaskrise-betriebsaerzte-waren-vor-zu-kalten-bueros-a-0646571f-7fbd-4163-bfc4-8aabb50b0537\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warnung an Lauterbach: &bdquo;Wir werden die Menschen nicht mehr versorgen k&ouml;nnen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Deutsche Pflegerat schl&auml;gt Alarm: Das Handeln von Gesundheitsminister Karl Lauterbach f&uuml;hrt zu massiven Personalproblemen.<br>\nDer Deutsche Pflegerat hat die Pl&auml;ne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Reform der Pflege in Krankenh&auml;usern kritisiert. &bdquo;Wenn das die Haltung zur Pflege ist, dann k&ouml;nnen wir die Arbeit in Kliniken f&uuml;r Pflegefachpersonen nicht mehr empfehlen&ldquo;, sagte die Pr&auml;sidentin des Pflegerates, Christine Vogler, dem Spiegel nach Angaben vom Donnerstag. Die Pl&auml;ne k&ouml;nnten zur Folge haben, dass im n&auml;chsten Jahrzehnt immer mehr Menschen zu Hause versorgt werden m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/warnung-an-karllauterbach-wir-werden-die-menschen-nicht-mehr-versorgen-koennen-pflegerat-spiegel-li.273874\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kapital kostet Gesundheit<\/strong><br>\nVerb&auml;nde protestieren gegen Zust&auml;nde in Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Bundesregierung setzt auf Profitmaximierung bei Konzernen.<br>\nNach der Pandemie sind Krankenh&auml;user darum bem&uuml;ht, verschobene Operationen nachzuholen. Verst&auml;ndlich, denn operative Eingriffe sind die ertragreichste Einnahmequelle eines Krankenhauses. Bezahlt wird pro Fall. Um die Zahl der Behandlungen zu erh&ouml;hen, werden Patienten fr&uuml;her nach Hause geschickt. Die Einnahmen steigen somit. Man nennt es &raquo;blutige Entlassungen&laquo; &ndash; wenn zwei Betten frei sind und &raquo;du wei&szlig;t, sieben neue Patienten kommen&laquo;, erkl&auml;rte ein Krankenpfleger an der Berliner Charit&eacute; am Rande der Kundgebung der streikenden &Auml;rzte am Mittwoch. Zu wessen Lasten &ndash; darauf warfen die Schilder der Protestierenden ein Schlaglicht: &raquo;Time is money&laquo;, &raquo;Risikofaktor m&uuml;der Arzt&laquo;, &raquo;Leben am Limit&laquo;. Am Donnerstag und Freitag findet in Berlin Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Pflegekongress statt &ndash; der &raquo;Deutsche Pflegetag&laquo;. Anlass genug f&uuml;r eine Wasserstandsmeldung zur deutschen Gesundheitspolitik. Jedem ist klar: Die Abschaffung der Finanzierung &uuml;ber das Fallpauschalensystem w&auml;re das Mindeste, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Die Vorhaben der Bundesregierung weisen in eine andere Richtung. So strotzt etwa das geplante Gesetz zur Entlastung der Pflege im Krankenhaus vor Ausnahmen: Vorgaben f&uuml;r verbindliche Personalschl&uuml;ssel, falls sie das Bundesgesundheitsministerium &uuml;berhaupt erl&auml;sst, sind f&uuml;r zahlreiche Bereiche wie etwa Intensivstationen, den Operationsdienst, Dialyseeinheiten, Ambulanzen und Notaufnahmen von vornherein nicht vorgesehen. Hintergrund sind die Fallpauschalen, die nur f&uuml;r &raquo;bettenf&uuml;hrende Stationen&laquo; nach jahrelangen K&auml;mpfen aufgehoben wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436104.deutscher-pflegetag-kapital-kostet-gesundheit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krankenhaus in Aufl&ouml;sung<\/strong><br>\nRegierungskommission will ambulante Versorgung in und au&szlig;erhalb von Kliniken st&auml;rken. Vielen Standorten wird das den Rest geben.<br>\nAm Rande der Gesundheitsministerkonferenz am 23. Juni in Magdeburg gab Karl Lauterbach (SPD) Aktivisten des B&uuml;ndnisses Klinikrettung ein Versprechen. Er werde das B&uuml;ndnis bei der Erarbeitung der anstehenden gro&szlig;en Krankenhausreform mit einbeziehen und insbesondere dessen Vorschlag f&uuml;r eine selbstkostendeckende Finanzierung in der Diskussion ber&uuml;cksichtigen. Sp&auml;testens seit Dienstag der Vorwoche ist klar: Die nette Offerte des Bundesgesundheitsministers war ein Bluff. Mit der zweiten Empfehlung der Anfang Mai eingesetzten &raquo;Regierungskommission f&uuml;r eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung&laquo; haben sich alle Hoffnungen auf einen politischen Kurswechsel im Interesse von Patienten und Besch&auml;ftigten zerschlagen. Statt dessen stehen die Zeichen mehr denn je auf Flurbereinigung und Privatisierung. Auf den ersten Blick sieht man das den pr&auml;sentierten Rezepten nicht an. Im Kern pl&auml;diert die Kommission daf&uuml;r, &raquo;s&auml;mtliche bislang vollstation&auml;r erbrachten Behandlungen als Tagesbehandlungen durchzuf&uuml;hren, soweit dies medizinisch vertretbar ist&laquo;. Sp&auml;testens zum 1. Januar 2023 sollen demnach alle nicht unbedingt n&ouml;tigen Klinik&uuml;bernachtungen vermieden und die Betroffenen im Tagesbetrieb versorgt werden. Daf&uuml;r m&uuml;ssten sie dann mithin an mehreren Tagen in Folge in der Klinik erscheinen, wobei auch zweit&auml;gige Unterbrechungen m&ouml;glich w&auml;ren. Bei der Vorstellung der Pl&auml;ne sprach der Kommissionskoordinator Tom Bschor von einem &raquo;Gamechanger&laquo; und sch&auml;tzte, dass bis zu 25 Prozent der Therapien ambulantisiert werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436115.klinikreform-krankenhaus-in-aufl%C3%B6sung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Er war einer der ersten Kritiker der deutschen Corona-Politik: &laquo;Kein Mensch braucht einen Ethikrat, der nur die Regierungslinie rechtfertigt&raquo;, sagt Christoph L&uuml;tge<\/strong><br>\nDer M&uuml;nchner Philosoph und Wirtschaftsinformatiker Christoph L&uuml;tge geht im Interview mit den moralischen Beratungsgremien der Regierenden ins Gericht. Diese h&auml;tten sich v&ouml;llig verrannt.<br>\nDer Deutsche Ethikrat hat die Corona-Politik der gegenw&auml;rtigen und der vorherigen Bundesregierung weitestgehend unterst&uuml;tzt. Inzwischen &auml;ussern sich einzelne Mitglieder aber auch selbstkritisch, j&uuml;ngst der Rechtswissenschafter Stephan Rixen. Man h&auml;tte die schwierige Situation von Kindern und Jugendlichen fr&uuml;her erkennen m&uuml;ssen, sagte er gegen&uuml;ber der &laquo;Welt&raquo;. Was sagen Sie dazu, Professor L&uuml;tge?<br>\nChristoph L&uuml;tge: Zun&auml;chst einmal ist es verdienstvoll, wenn einer Selbstkritik &uuml;bt. Aber in diesem Fall ist es vor allem Selbstrechtfertigung. Das f&auml;ngt damit an, dass Herr Rixen sagt, der Ethikrat habe sich nichts zu verzeihen. Doch, das hat er. Der Ethikrat hat sich nicht nur mit Blick auf einzelne Massnahmen, sondern systematisch verrannt. Er hat die Corona-Politik der Regierung von Anfang an lediglich affirmativ-zustimmend begleitet, und er kann die vielen Fehlentscheidungen jetzt nicht nur auf die Politik schieben. Liebe Leute, wir waren v&ouml;llig falsch unterwegs: Das w&auml;re die richtige Botschaft des Ethikrats. [&hellip;]<br>\nWas sagen Sie zu der Kritik: Applaus von der falschen Seite?<br>\nDieses Argument wird immer wieder gebraucht, um Kritiker in eine Ecke zu stellen und damit abzuqualifizieren. Das war in der Pandemie so, und das erleben wir jetzt in Diskussionen &uuml;ber den Krieg in der Ukraine. Nach der Logik kann ich im Grunde genommen nur noch die Regierungslinie vertreten. Mit Demokratie hat das nichts zu tun. Ich kann als B&uuml;rger ja nicht permanent darauf achten, wer m&ouml;glicherweise noch auf einer Demonstration mitl&auml;uft oder wer ausser mir eine bestimmte Position vertritt. Insofern ist diese Form der Kritik f&uuml;r mich v&ouml;llig gegenstandslos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/corona-politik-ethik-experte-luetge-kritisiert-deutschen-ethikrat-ld.1705933\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Flutkatastrophe im Ahrtal: U-Ausschuss widerspricht Regierung: &Uuml;ber die H&auml;lfte der Flut-Opfer erst nach ersten Polizeivideos gestorben<\/strong><br>\nMehr als die H&auml;lfte der mindestens 134 Todesopfer der Ahrflut sind erst nach den ersten Videoaufnahmen eines Polizeihubschraubers gestorben, wie im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe bekannt wurde.<br>\nMehr als die H&auml;lfte der mindestens 134 Todesopfer der Ahrflut sind erst nach den ersten Videoaufnahmen eines Polizeihubschraubers gestorben. Im Untersuchungsausschuss Flutkatastrophe des rheinland-pf&auml;lzischen Landtags wurden k&uuml;rzlich zwei insgesamt 20 Minuten lange Filme eines Helikopters mit Aufnahmen vom 14. Juli 2021 ab 22.15 Uhr an der Ahr unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit vorgef&uuml;hrt. Sie sollen Szenen von Menschen in h&ouml;chster Not zeigen und waren erst vor Kurzem mehr als 14 Monate nach dem Hochwasser &uuml;berraschend aufgetaucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/regional-rheinland-pfalz-saarland-flutkatastrophe-im-ahrtal--ueber-die-haelfte-der-flut-toten-nach-ersten-polizeivideos-32774630.html\">Stern Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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