{"id":88930,"date":"2022-10-07T11:36:48","date_gmt":"2022-10-07T09:36:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88930"},"modified":"2022-10-07T13:15:59","modified_gmt":"2022-10-07T11:15:59","slug":"debatte-zu-precht-und-welzer-krisen-berichterstattung-muss-sich-viel-mehr-hinterfragen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88930","title":{"rendered":"Debatte zu Precht und Welzer: Krisen-Berichterstattung muss sich viel mehr hinterfragen (lassen)"},"content":{"rendered":"<p>Die Tendenz, Meinungen nicht mehr argumentativ zu diskutieren, sondern moralisierend &bdquo;einzuordnen&ldquo;, wurde mit Corona zum Mainstream. Seitdem haben die Scharfmacher das Sagen. Mit dem Ukrainekrieg setzt sich die Uniformit&auml;t fort. Um gegen diesen Strom zu schwimmen, ohne unterzugehen, kann es helfen, halbwegs prominent sein. Doch selbst als Promi ger&auml;t man rasch in schweres Fahrwasser, wie der Philosoph Richard David Precht und der Soziologe Harald Welzer dieser Tage erfahren m&uuml;ssen. Von <strong>Katharina K&ouml;rting<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nEiner der vollj&auml;hrigen S&ouml;hne erkl&auml;rte neulich, warum er keine Nachrichten-Apps mehr liest: Es stehe &uuml;berall Dasselbe drin. Seine Meinung finde sich nirgendwo &ndash; oder nur als moralisierend herabgew&uuml;rdigte. Den Leitmedien, die er mitverantwortlich macht f&uuml;r Schul- und Unischlie&szlig;ungen, traut er seit den Monaten des so genannten Homeschoolings nicht mehr &uuml;ber den Weg. Er f&uuml;hlt sich fehlinformiert, manipuliert und nicht repr&auml;sentiert. Damit liegt er im Trend: Eine <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2022-08\/jugendliche-misstrauen-medien-studie-verschwoerungstheorien?utm_referrer=https%253A%252F%252Fwww.google.com%252F\">Studie der Universit&auml;t Bielefeld<\/a> ergab, dass fast 76 Prozent der Jugendlichen kein Vertrauen in Zeitungen haben. <\/p><p>Vorweg: In der deutschen Medienlandschaft finden sich teils auch gute und wichtige Beitr&auml;ge. Aber sie scheint sich in Zeiten von Krise, Personalisierung und &bdquo;Haltungsjournalismus&ldquo; einer unguten Flurbereinigung zu unterziehen &ndash; von &bdquo;taz&ldquo; bis &bdquo;Tagesthemen&ldquo;. Monokultur droht. Mehr als ein Drittel der Deutschen unterstellen den Medien, wichtige Informationen zur&uuml;ckzuhalten. Nur 46 Prozent attestieren ihnen, sie h&auml;tten die weitergehenden Auswirkungen des Krieges hinreichend deutlich gemacht, nur 40 Prozent finden, dass die Medien eine Bandbreite unterschiedlicher Perspektiven aufzeigen (<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Medien-in-der-Krise-Nachrichtenueberdruss-in-Zeiten-der-Kriegsmuedigkeit-7161157.html?seite=all\">Quelle<\/a>: J&auml;hrlicher Bericht des Reuters Institut for the Study of Journalism). <\/p><p>Offenbar besteht die Tendenz:<\/p><ul>\n<li>vor allem am Beginn von Krisen zur uniformen Berichterstattung, die sich erst sp&auml;t, und nur teilweise, diversifiziert<\/li>\n<li>zur moralischen, personalisierenden Diffamierung derjenigen, die abweichende Meinungen &auml;u&szlig;ern, und zum Abdr&auml;ngen von &bdquo;Abweichlern&ldquo; in die rechte Ecke<\/li>\n<li>durch Einseitigkeit rechtes Denken erst zu f&uuml;ttern<\/li>\n<\/ul><p>Die F&auml;higkeit zur Selbstkritik ist dagegen weniger stark ausgepr&auml;gt. Das Medienversagen w&auml;hrend der Hochzeit der Corona-Berichterstattung ist den Leitmedien bis heute kaum einer Erw&auml;hnung wert, etwa, dass nicht ausreichend &uuml;ber Kinder und Jugendliche berichtet wurde, auch nicht &uuml;ber Depressionen, h&auml;usliche Gewalt, Einsamkeit der Alten, Sportverbot f&uuml;r Behinderte. Wer Corona-Ma&szlig;nahmen diskutabel fand, dem wurden Patienten auf der Intensivstation und Todeszahlen unter die Nase gerieben mit der Anweisung &bdquo;DAS KANN NIEMAND WOLLEN.&ldquo; Schon w&auml;hrend der so genannten Fl&uuml;chtlingskrise wurde dem, der gegen&uuml;ber dem ungesteuerten Zustrom von Gefl&uuml;chteten Vorbehalte &auml;u&szlig;erte, sofort unterstellt, er bef&uuml;rworte das Ertrinken von Menschen im Mittelmeer. Die Tendenz, Meinungen nicht mehr argumentativ zu diskutieren, sondern moralisierend &bdquo;einzuordnen&ldquo;, wurde mit Corona zum Mainstream. Seitdem haben die Scharfmacher das Sagen. <\/p><p><strong>Mit dem Ukrainekrieg setzt sich die Uniformit&auml;t fort<\/strong><\/p><p>Mittlerweile wird &uuml;ber die Folgen der Kontaktbeschr&auml;nkungen zwar kritischer berichtet, aber nun ist es zu sp&auml;t. Und mit dem Ukrainekrieg setzt sich die Uniformit&auml;t fort. Medienkonsumenten erfahren viel &uuml;ber die Invasion in der Ukraine, zerst&ouml;rte Wohnh&auml;user und Infrastruktur, Unterdr&uuml;ckung in den russisch besetzten Gebieten, Massengr&auml;ber, das Verbrechertum des Aggressors, &uuml;ber Tote, Materialverluste und Niederlagen der russischen Armee. Deutlich weniger und seltener h&ouml;rt man von den Verlusten in der ukrainischen Armee, dem Kriegsrecht in der Ukraine, dem Verbot der russischen Kultur dort, der Unterdr&uuml;ckung der Pressefreiheit oder &uuml;ber die Behandlung so genannter Kollaborateure in den zur&uuml;ckeroberten Gebieten. Auch das, was rund um das russisch besetzte Atomkraftwerk Saporischja passiert &ndash; beschie&szlig;en ukrainische Kampftruppen russische Verb&auml;nde auf dem Gel&auml;nde? &ndash; wird nicht kritisch hinterfragt. Vorherrschend ist eine tendenzi&ouml;se, mitunter gar eine Kriegsberichterstattung im Sinne der Ukraine. Als gehe es nicht in erster Linie darum, zu informieren, sondern interpretieren und aktivieren zu wollen, eine Denkrichtung mit Auswahl und Pr&auml;sentation der Fakten vorgeben zu wollen. Als m&uuml;ssten deutsche Medien die Wehrhaftigkeit der ukrainischen Truppen st&auml;rken und deren milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung herbeischreiben. <\/p><p>Wer dies infrage stellt, dem wird vorgeworfen, er stehe auf der falschen Seite, n&auml;mlich bei &bdquo;den Russen&ldquo; oder &bdquo;den Rechten&ldquo;. Wer Zweifel hat an der Sinnhaftigkeit von Waffenlieferungen, dem wird unterstellt, russische Vergewaltiger zu f&ouml;rdern &ndash; und das &bdquo;rechte Narrativ&ldquo; zu bedienen. Einer, der sich besonders hervortut im Diffamieren, ist Jan B&ouml;hmermann. Unterkomplex setzt er (nat&uuml;rlich auf Twitter) die Angst vor einem Dritten Weltkrieg mit der Angst vor Fl&uuml;chtlingen gleich &ndash; beide seien &bdquo;nur Synonyme f&uuml;r &sbquo;Angst vor deutscher Verantwortung&lsquo;&ldquo;. Unverantwortlich sind demnach immer die Skeptiker, die Zweifler, die Z&ouml;gernden, Bedachten, Besorgten.<\/p><p><strong>Angebliche &bdquo;moralische Alternativlosigkeit&ldquo;<\/strong><\/p><p>Sowohl in der Ukraine-Debatte als auch bei Corona herrscht eine unterstellte moralische Alternativlosigkeit. Die ver&ouml;ffentlichte Meinungsmehrheit diskreditiert jede Abweichung als rechts. In so einem Klima wird &bdquo;Frieden schaffen ohne Waffen&ldquo; zum rechtsextremistischen Standpunkt. Die Folge: Einheitsmeinung. Man zensiert sich. Man beh&auml;lt das Unbehagen f&uuml;r sich. Auch Medienleute tun dies. Sie passen sich aneinander an &ndash; und auf, was sie sagen und schreiben. Denn in der rechten Ecke will niemand stehen. Da k&ouml;nnen schnell Karrieren zu Ende sein, bevor sie beginnen.<\/p><p>Um gegen diesen Strom zu schwimmen, ohne unterzugehen, muss man entweder tats&auml;chlich am rechten Rand fischen oder halbwegs prominent sein. Doch selbst als Promi ger&auml;t man rasch in schweres Fahrwasser. So wie der Philosoph Richard David Precht und der Soziologe Harald Welzer. &bdquo;Stellt sich die Frage, wem das Buch eine Hilfe sein soll&ldquo;, hei&szlig;t es absch&auml;tzig in der &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/harald-welzer-richard-david-precht-medienkritik-pollmer-1.5662868?reduced=true\">Besprechung<\/a>&ldquo; von &bdquo;Die vierte Gewalt &ndash; Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist&ldquo; in der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;. Eindeutig dagegen, wozu diese Rezension dient: der Abwehr. Ihr Autor bringt es fertig, den Eindruck zu erwecken, als habe er, als habe sein Medium mit der Medienkritik null Komma null Prozent zu tun. Dabei geh&ouml;rt die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; zu den Medien, die genau das getan haben, was Precht und Welzer kritisieren: konforme, mitunter kampagnenartige, erzieherische Berichterstattung &agrave; la &bdquo;Lassen Sie sich impfen! Halten Sie Abstand! Bleiben Sie gesund!&ldquo;. &bdquo;V&ouml;llig kenntnisfrei&ldquo;, behauptet Melanie Amann vom &bdquo;Spiegel&ldquo;, seien die Autoren von &bdquo;Die vierte Gewalt&ldquo;. Statt es m&ouml;glichst nah an sich, an das eigene Medium heran und sich zur Selbstreflexion anregen zu lassen, halten sich die Leitmedien, als h&auml;tten sie einmal zu oft das Abstandsgebot repetiert, alle Selbstreflexion vom Leib. Im Grunde ist das ein weiterer Beleg f&uuml;r das, was angeblich gar nicht existiert: manipulierende und manipulierte Medien. Statt das eigene journalistische Handeln zu &uuml;berpr&uuml;fen, sch&uuml;rt die SZ Misstrauen gegen&uuml;ber den &bdquo;Medienk&uuml;nstler[n]&ldquo; Precht und Welzer, die &bdquo;beide schon l&auml;nger freiwillig und umfassend an dem von ihnen kritisierten Betrieb teil[nehmen]&ldquo;. <\/p><p>In dieselbe Kerbe, wenn auch nicht ganz so tief, hauen die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/39\/die-vierte-gewalt-richard-david-precht-harald-welzer-interview?utm_referrer=https%253A%252F%252Fwww.google.com%252F\">Interviewer<\/a> der &bdquo;Zeit&ldquo;, die den &bdquo;Aufmerksamkeitsprofis&ldquo; unterstellen, das Buch geschrieben zu haben, &bdquo;weil Sie die Aufregung dar&uuml;ber reizt&ldquo;. Ausgerechnet diejenigen, die zu Recht Diversit&auml;t und das Hinterfragen eigener Privilegien einfordern (Stichwort &bdquo;alter, wei&szlig;er, postkolonialer, sexistischer, bin&auml;rer Mann&ldquo;), scheuen Meinungsvielfalt. In der &bdquo;Welt&ldquo; firmieren Precht und Welzer als &bdquo;Medienclowns&ldquo;. B&ouml;hmermann schl&auml;gt am Twitter-Stammtisch &bdquo;eine deutliche Kennzeichnung von Welzer und Precht (z.B. ein rotes P auf der Stirn bei Precht und ein W bei Welzer)&ldquo; vor, um &bdquo;die langhaarigen D&uuml;nkeldeutschen besser auseinanderzuhalten&ldquo; und hetzt gewohnt menschenfreundlich: &bdquo;R. D. Precht, die intellektuelle Pipeline zwischen D u. Russland, ist an mehreren Stellen aufgeplatzt. (&hellip;) Jetzt str&ouml;mt ein hochexplosives Gemisch aus Dummheit, D&uuml;nkel, Eitelkeit u. Wei&szlig;weinschorlemundgeruch unkontrolliert in deutsche Buchhandlungen&ldquo;. Hihihaha, denen haben wir&lsquo;s aber gegeben. <\/p><p><strong>Darum scheint es vor allem zu gehen: um die richtige Seite<\/strong><\/p><p>Viel interessanter w&auml;re aber doch die Frage, warum nicht nur B&ouml;hmermann es offenbar f&uuml;r opportun (oder auch f&uuml;r notwendig) h&auml;lt, bei gewissen Fragen &ndash; Gefl&uuml;chtete, Impfen, Maskenpflicht, Waffenlieferungen &ndash; nur ja nicht &bdquo;abzuweichen&ldquo; oder gar in den Verdacht zu geraten, nicht auf der richtigen Seite zu stehen. Denn darum scheint es zun&auml;chst und vor allem zu gehen: um die richtige Seite. Um dieses Anliegen herum gruppieren sich dann die Nachrichten und Kommentare, nicht selten in unzul&auml;ssiger Weise vermischt. Die Folge: embedded journalism.<\/p><p>Das sieht dann zum Beispiel im Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; so aus: Der Bildaufmacher vom 12. September zeigte einen ernsten Selenskyj mit der Suggestivfrage &bdquo;Schafft er es doch?&ldquo;. Die &Uuml;berschrift des Text-Aufmachers lautete: &bdquo;Die Zeit der Z&ouml;gerlichkeit muss vorbei sein&ldquo;. Das Ende des Artikels nennt eine Meinungsumfrage, die die suggerierte Meinung &ndash; mehr Waffen! &ndash; des nur scheinbar objektiven Berichtes untermauert. Die Bildunterschrift auf Seite zwei gibt ebenfalls, anstatt zu beschreiben, die Interpretation mit: &bdquo;Z&ouml;gerlich. Kanzler Scholz versteckt sich hinter den Nato-Partnern&ldquo;.<\/p><p>Die Medienkritik von Precht und Welzer g&auml;be mithin gen&uuml;gend Anlass, die eigenen Unsauberkeiten, Vereinnahmungen, Verstrickungen, Befangenheiten zu hinterfragen. Aber das passiert zu wenig. Es ist nachvollziehbar, dass Kritik am eigenen Berufshandeln nicht schmecken kann und soll, aber die demonstrativ l&auml;ssige, passiv-aggressive Arroganz &uuml;berrascht denn doch. Dass in Talkshows die Besetzung der G&auml;ste regelm&auml;&szlig;ig unausgewogen ist &ndash; drei Waffenlieferungsbef&uuml;rworter gegen&uuml;ber einem vorsichtigen Skeptiker, eine Pazifistin wird erst gar nicht geladen &ndash; tut die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; als Einzelfall ab und verweist auf &bdquo;false balance&ldquo; (falsche Ausgewogenheit) &ndash; und wann diese falsch wird, entscheidet, unausgesprochen, die total ausbalancierte Homogenit&auml;t der Waffenlieferungsbef&uuml;rworter. Dadurch entsteht erst die schon in der Pandemie viel bem&uuml;hte &bdquo;false balance&ldquo; &ndash; so falsch ist sie, dass sie sich ihrer eigenen Schieflage nicht mal bewusst ist. Hatte nicht mal ein Journalist gesagt, Journalisten d&uuml;rften sich mit keiner Sache gemein machen? Heute w&uuml;rde man ihm fehlende &bdquo;Haltung&ldquo; unterstellen, oder vielmehr: Er w&uuml;rde sich schleunigst eine zulegen, und zwar, gegendert und Achtsamkeits-T&Uuml;V-gepr&uuml;ft, die richtige. <\/p><p><strong>Kein Eingest&auml;ndnis f&uuml;r Medienversagen<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich ist der Vorwurf &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; absurd. Aber es wird eben oft tats&auml;chlich nicht zuallererst die Wahrheit angepeilt, sondern hier ein Horrorbild von Corona-Toten hinzugef&uuml;gt, dort die Impfrisiken weggelassen, hier die x-te Story heldenhafter Ukrainer, dort das 27. Interview mit Strack-Zimmermann gesendet. Um einen den Berichten vorgeordneten Zweck nicht zu gef&auml;hrden, der durchaus honorig sein kann &ndash; Gerechtigkeit, Anti-Rassismus, Schutz des Lebens, Freiheit f&uuml;r die Ukraine, was auch immer &ndash; wird unzul&auml;ssig weggelassen und suggestiv gewichtet. Damit nur ja keiner auf dumme Gedanken kommt, bevor die Welt gerettet ist. So heiligen die Mittel den Zweck &ndash; und untergraben die Glaubw&uuml;rdigkeit der Vierten Gewalt, und damit die Demokratie. <\/p><p>Der SZ-Rezensent r&auml;umt sogar ein, dass es &bdquo;Journalisten [gibt], die als Aktivisten agieren, oder eben als Emo-Ratgeber&ldquo;, aber er scheint bombensicher zu sein, dass solcherart Belehrungsjournalismus nicht in den eigenen Reihen zu finden ist. Obwohl es viel gibt, was man den Medien zu verzeihen h&auml;tte, wartet man bis heute vergebens auf das Eingest&auml;ndnis f&uuml;r das von vielen Einzelnen gemeinsam bewirkte Medienversagen. <\/p><p>Leitmedien sollten sich der aus den Unsozialen Medien in die Leitmedien &uuml;bergreifenden Verquickung von Meinung und Person verweigern. Dann k&ouml;nnten auch die str&auml;flich vernachl&auml;ssigten Jugendlichen und Studierenden sich wieder mit Gewinn in den Qualit&auml;tsmedien informieren.<\/p><p>Titebild: Kastoluza \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tendenz, Meinungen nicht mehr argumentativ zu diskutieren, sondern moralisierend &bdquo;einzuordnen&ldquo;, wurde mit Corona zum Mainstream. Seitdem haben die Scharfmacher das Sagen. Mit dem Ukrainekrieg setzt sich die Uniformit&auml;t fort. Um gegen diesen Strom zu schwimmen, ohne unterzugehen, kann es helfen, halbwegs prominent sein. Doch selbst als Promi ger&auml;t man rasch in schweres Fahrwasser, wie<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88930\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":85648,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,183,11],"tags":[1357,3058,3028,2947,2269,1919,2669,1163,1384,420,827,460,239,3297,457],"class_list":["post-88930","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-boehmermann-jan","tag-diffamierung","tag-haltungsjournalismus","tag-herdenjournalismus","tag-konformitaetsdruck","tag-lueckenpresse","tag-leitmedien","tag-meinungspluralismus","tag-precht-richard-david","tag-spiegel","tag-stigmatisierung","tag-sz","tag-tagesspiegel","tag-welzer-harald","tag-zeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/shutterstock_2118057515.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88930"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88930\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88945,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88930\/revisions\/88945"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/85648"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}