{"id":88973,"date":"2022-10-07T16:08:03","date_gmt":"2022-10-07T14:08:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973"},"modified":"2022-10-07T16:08:03","modified_gmt":"2022-10-07T14:08:03","slug":"hinweise-des-tages-ii-555","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h01\">&raquo;Permanente Auseinandersetzung&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h02\">Der Ukraine-Konflikt ger&auml;t au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h03\">Was ein Sieg der Ukraine f&uuml;r die USA und ihre Alliierten in Europa bedeuten w&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h04\">Putin hat sich auf die Seite der Hardliner geschlagen &ndash; und wird von den USA endlich ernst genommen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h05\">Ein Angriff auf Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h06\">Die Welt vor der Rezession: Diese alten Fehler werden die Lage versch&auml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h07\">Neues Rettungspaket wird vor allem Unternehmern helfen: Doppel-Wumms?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h08\">B&auml;cker, Bauern, B&uuml;rger &ndash; alle protestieren: Italiens hei&szlig;er Herbst ist schon auf Temperatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h09\">ARD-DeutschlandTrend: Zufriedenheit mit Ampel auf neuem Tiefpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h10\">Der CDU-Chef und ARD-Kritiker Merz steht in Diensten russischer Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h11\">Wie Frankreich Energie sparen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h12\">Liz Truss offenbart die gegenw&auml;rtige Instabilit&auml;t westlicher Demokratien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h13\">Justizmord ohne Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88973#h14\">Journalismus auf dem Kriegspfad<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Permanente Auseinandersetzung&laquo;<\/strong><br>\nRussland ruinieren, China einkreisen, die eigene Bev&ouml;lkerung ins Elend st&uuml;rzen. &Uuml;ber die Kriegsziele des Wertewestens und dessen mangelnden Realismus. (&hellip;)<br>\nDer Versuch, Russland mit einem globalen Wirtschaftskrieg und einem Stellvertreterkrieg in der Ukraine zu schlagen und zu ruinieren, zielt nicht nur auf Russland selbst, sondern in letzter Instanz auf den neuen Hauptfeind China. Ist Russland einmal aus der Allianz mit China herausgebrochen, wird sich Beijing kaum mehr im Indopazifik behaupten k&ouml;nnen, so das Machtkalk&uuml;l der NATO. Zudem soll China durch eine Allianzbildung der NATO mit asiatischen Staaten bek&auml;mpft werden. Dabei setzt die Milit&auml;rallianz insbesondere auf die &raquo;AP4&laquo; &ndash; die &raquo;Asia-Pacific Four&laquo; (Australien, Japan, S&uuml;dkorea und Neuseeland) &ndash;, um sie gegen Peking in Stellung zu bringen. Ziel ist nicht die direkte Inkorporierung in die NATO. Vielmehr geht es um enge Milit&auml;rabkommen mit den &raquo;AP4&laquo;, damit diese Staaten ert&uuml;chtigt werden, den Konflikt mit China stellvertretend f&uuml;r die USA und die europ&auml;ischen NATO-Mitglieder zu f&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nWer sich f&uuml;r eine Verhandlungsl&ouml;sung und einen sofortigen Stopp des Wirtschaftskrieges gegen Russland sowie des Stellvertreterkrieges ausspricht, der wird &ouml;ffentlich als Putin-Unterst&uuml;tzer diffamiert. Diese Diffamierung aller Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner ist Teil einer immer heftiger werdenden Kriegspropaganda, an der sich sowohl die Regierungsparteien wie auch die gro&szlig;en &ouml;ffentlich-rechtlichen und privaten Medien beteiligen. Die Erzeugung eines inneren Militarismus soll den &auml;u&szlig;eren Militarismus begleiten, um Zustimmung zu dieser &ouml;konomischen Selbstamputation zu erzeugen und jeden Widerstand gegen die wachsende Weltkriegsgefahr im Keim ersticken. (&hellip;)<br>\nDas Problem der Kriegsparteien im Bundestag ist, dass dieser Krieg zum ersten Mal die eigene Bev&ouml;lkerung direkt trifft und eine weitere Kriegsbeteiligung nichts anderes als eine Verelendung von Millionen Menschen hierzulande bedeutet, w&auml;hrend die Reichen immer reicher werden und die Aktion&auml;re der deutschen R&uuml;stungskonzerne jubeln. Kriegsm&uuml;digkeit ist kein Makel, sondern eine moralische Pflicht aus wohlverstandenem Eigeninteresse, f&uuml;r die kriegsbesoffenen deutschen &raquo;Eliten&laquo; nicht seine Existenz aufs Spiel zu setzen. Zum Sieg der deutschen Frauenfu&szlig;ballmannschaft gegen Finnland bei der EM am 16. Juli twitterte die deutsche Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock ihrem finnischen Amtskollegen zu: &raquo;Sorry, lieber @Haavisto, dass die @&thinsp;DFB_Frauen heute Abend bei #FINGER erneut so effizienten Fu&szlig;ball dargeboten haben. Aber bald spielen wir ja gemeinsam im Team NATO. Ich freue mich jetzt aufs Viertelfinale! #WEURO2022&laquo;. W&auml;hrend sich die deutsche Au&szlig;enministerin im &raquo;Team NATO&laquo; aufs &raquo;Endspiel&laquo; vorbereitet, gilt es, den Widerstand zu organisieren gegen diejenigen, die am Ende in einen Weltkrieg stolpern und nicht Russland, sondern uns alle ruinieren werden, wenn wir ihnen nicht in den Arm fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436087.im-kriegswahn-permanente-auseinandersetzung.html\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Ukraine-Konflikt ger&auml;t au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine droht zum nuklearen Showdown zu werden. Sowohl die USA als auch Russland m&uuml;ssen dringend Zur&uuml;ckhaltung &uuml;ben, bevor es zur Katastrophe kommt.<br>\nDer ehemalige nationale Sicherheitsberater der USA, Zbigniew Brzezinski, bezeichnete die Ukraine als &ldquo;geopolitischen Dreh- und Angelpunkt&rdquo; Eurasiens &ndash; und sowohl f&uuml;r die USA als auch f&uuml;r Russland ist er von zentraler Bedeutung. Da Russland seine lebenswichtigen Sicherheitsinteressen in dem aktuellen Konflikt auf dem Spiel sieht, eskaliert der Krieg in der Ukraine immer mehr zu einem nuklearen Showdown. Sowohl die USA als auch Russland m&uuml;ssen dringend Zur&uuml;ckhaltung &uuml;ben, bevor es zur Katastrophe kommt.<br>\nSeit Mitte des 19. Jahrhunderts konkurriert der Westen mit Russland um die Krim, genauer gesagt um die Seeherrschaft im Schwarzen Meer, das &uuml;ber den Bosporus und die Dardanellen mit dem &ouml;stlichen Mittelmeer verbunden ist. Im Krimkrieg (1853-6) eroberten Gro&szlig;britannien und Frankreich Sewastopol und vertrieben Russlands Marine vor&uuml;bergehend aus dem strategisch wichtigen Binnenmeer. Der aktuelle Konflikt ist im Grunde ein zweiter Krimkrieg. Diesmal versucht ein von den USA gef&uuml;hrtes Milit&auml;rb&uuml;ndnis, die NATO auf die Ukraine und Georgien auszudehnen. F&uuml;nf NATO-Mitglieder w&uuml;rden dann das Schwarze Meer umschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/34-2022\/der-ukraine-konflikt-gerat-ausser-kontrolle\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was ein Sieg der Ukraine f&uuml;r die USA und ihre Alliierten in Europa bedeuten w&uuml;rde<\/strong><br>\nNach sieben Monaten Krieg sieht es sehr danach aus, dass der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin sein im Februar formuliertes Kriegsziel, eine entscheidende Schw&auml;chung Russlands, bereits als erreicht sehen kann. Als ehemaliger General und Direktor einer der f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Waffenschmieden der USA sollte er dazu ausreichende Informationen haben. Schlie&szlig;lich liefert sein Land der Ukraine auch zeitnah die n&ouml;tigen Geheimdienst-Informationen &uuml;ber den Aggressor und dazu die Pr&auml;zisionswaffen, denen die Russen technisch nicht gewachsen sind. Die Treffsicherheit und leichte Handhabung der Super-Panzerfaust Javelin , hat offenbar Tausende von russischen Panzern und Transportfahrzeugen ausgeschaltet. Man fragt sich, warum die russische Armee die Gefahr nicht erkannt hat, denn die Javelins, eine Co-Produktion von Lockheed-Martin und Lloyd Austins ehemaliger Firma Raytheon, sind schon seit etlichen Jahren im Einsatz, auch im Irak und in Afghanistan. Die Erfolge der Ukraine und die ersten Niederlagen f&uuml;r die russische Armee gehen somit weitgehend auf die Waffenlieferungen und Ausbildungshilfe der USA zur&uuml;ck, wohl deutlich weniger auf Waffenlieferungen aus Deutschland, deren Bedeutung in der Diskussion bei uns und in den Forderungen von Selensky, Melnyk und Klitschko &uuml;berbewertet erscheint, vermutlich weil sie auf beiden Seiten auch als innenpolitische Treiber dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tabularasamagazin.de\/was-ein-sieg-der-ukraine-fuer-die-usa-und-ihre-alliierten-in-europa-bedeuten-wuerde\/\">tabularasa<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Putin hat sich auf die Seite der Hardliner geschlagen &ndash; und wird von den USA endlich ernst genommen <\/strong><br>\nPutins Rede am 30. September wird unterschiedlich bewertet. Gilbert Doctorow, Harvard-University-Absolvent und intimer Russland-Kenner, glaubt an eine Wende: Putins Bekenntnis zum Kurs der Hardliner habe in den USA ein Umdenken bewirkt. Man habe auch im US-Aussenministerium begriffen, dass es keinen Sinn mache, sich mit ihm immer noch mehr anzulegen &ndash; was f&uuml;r den Rest der Welt mehr Sicherheit bedeute. Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nPutins vernichtende Kritik am US-gef&uuml;hrten kollektiven Westen, die er am 30. September in seiner Rede vor dem russischen Zweikammer-Parlament, den regionalen Gouverneuren und anderen hohen Beamten kurz vor der Unterzeichnung der Papiere f&uuml;r den Beitritt der Volksrepublik Donezk, der Volksrepublik Lugansk und der Oblaste Cherson und Saporoschje zur Russischen F&ouml;deration ge&auml;u&szlig;ert hat, zeigt nun klar, dass er sein pers&ouml;nliches Schicksal und das der russischen Nation nun der Politik der Hardliner im Kreml anvertraut hat. Er hat sich von der immer noch bedeutenden Fraktion der prowestlichen Liberalen getrennt, die in vielen Entscheidungsinstanzen in der russischen Hauptstadt und in den Gouverneurs&auml;mtern sitzen. [&hellip;]<br>\nPutins Anerkennung der neuen &bdquo;Subjekte&ldquo; der Russischen F&ouml;deration als dem ganzen Land nahestehend und unwiderruflich in das Mutterland integriert, wurde von westlichen Beobachtern richtigerweise als Verabschiedung von der Idee einer &bdquo;Milit&auml;roperation&ldquo; und als ernsthafte Eskalation des Stellvertreterkriegs mit der NATO identifiziert. Jedem ist inzwischen klar, dass Russland seine neuen Grenzen mit all seinen betr&auml;chtlichen milit&auml;rischen und sonstigen Ressourcen verteidigen wird.<br>\nDass Russland seine Krallen gezeigt hat, hat das Spiel ver&auml;ndert. Innerhalb weniger Stunden ersuchte der ukrainische Pr&auml;sident Selenskyj die NATO in aller Form um eine beschleunigte Genehmigung seines Beitrittsantrages, womit er eine sofortige Aufnahme meinte. Auf einer Pressekonferenz im Laufe des Tages wies NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg dieses Ersuchen aber mit dem Hinweis zur&uuml;ck, das B&uuml;ndnis habe seine fixen Verfahren und die Aufnahme eines neuen Mitglieds brauche Zeit. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass ihm diese Antwort von Washington vorgegeben wurde. Nat&uuml;rlich sind die Tage des Kiewer Regimes gez&auml;hlt, nachdem Russland seine Kriegsanstrengungen verst&auml;rkt hat. Selenskyj &amp; Co. werden nicht lange genug an der Macht bleiben, um ihren NATO-Antrag weiter zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/putin-hat-sich-auf-die-seite-der-hardliner-geschlagen-und-wird-von-den-usa-endlich-ernst-genommen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Angriff auf Deutschland<\/strong><br>\nDeutschland wird sabotiert und Russland beschuldigt: Der Angriff auf die Nord Stream-Pipelines ist einer jener Momente, in denen sich der Nebel des Krieges pl&ouml;tzlich lichtet &ndash; wenn man bereit ist hinzusehen.<br>\nStellen Sie sich vor, Moskau wurde gestern bombardiert, und heute Morgen titelte die New York Times: &ldquo;Moskau bombardiert: Russland beweist erneut seine Feindseligkeit gegen&uuml;ber Europa&rdquo;. Klingt ziemlich verr&uuml;ckt? In gewisser Weise ist genau das letzte Woche passiert. [&hellip;]<br>\nRussland ist eindeutig in der Lage, die selbst gebaute Pipeline zu zerst&ouml;ren, aber das Motiv fehlt v&ouml;llig. F&uuml;r Russland ist die Zerst&ouml;rung der Pipeline vergleichbar mit einem Atomangriff auf sich selbst: Es gewinnt nichts und verliert massiv. Es schw&auml;cht Russland wirtschaftlich und geopolitisch. Es gibt auch keinen kurzfristigen Gewinn, da die Pipeline bereits stillgelegt war und Russland den Gasfluss kontrollierte.<br>\nDie Zerst&ouml;rung der Pipeline schw&auml;cht Russland und st&auml;rkt gleichzeitig die Ukraine, die durch die Pipeline ein Druckmittel gegen&uuml;ber Russland und Deutschland erh&auml;lt. Trotz dieses Motivs fehlen der Ukraine jedoch die Kapazit&auml;ten und der Zugang zur Ostsee.<br>\nVerd&auml;chtig, wenn auch nicht angeklagt, sind auch Polen, Schweden und D&auml;nemark. Sie alle verf&uuml;gen &uuml;ber die technischen M&ouml;glichkeiten und sind Ostseeanrainerstaaten, die in der N&auml;he der Explosionen liegen.<br>\nWas das Motiv betrifft, hegt Polen eine extreme Feindseligkeit gegen&uuml;ber Russland und hat sich beharrlich f&uuml;r eine verst&auml;rkte Unterst&uuml;tzung der Ukraine ausgesprochen und sogar eine direkte Beteiligung der NATO gefordert. Allerdings ist das Land eng mit den USA verb&uuml;ndet und ihnen gegen&uuml;ber verantwortlich. Die USA machen Polen zum Dreh- und Angelpunkt ihrer osteurop&auml;ischen Milit&auml;rmissionen, was bedeutet, dass Polen nicht ohne die Zustimmung der USA handeln w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/34-2022\/ein-angriff-auf-deutschland\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Welt vor der Rezession: Diese alten Fehler werden die Lage versch&auml;rfen<\/strong><br>\nAngebotsschock, steigende Energiepreise und die Zinspolitik ergeben eine unheilvolle Melange. Warum die aktuellen Entwicklungen und Ma&szlig;nahmen erhebliche Gefahren bergen. Und welche einfachen L&ouml;sungen es gibt. Eine Monatskolumne.<br>\nVor 50 Jahren gab es eine ganz besondere Situation in der Weltwirtschaft: Es gab einen gro&szlig;en Angebotsschock, die &Ouml;lpreise stiegen, &Ouml;l wurde aber weiter in nahezu unver&auml;nderter Menge konsumiert, die &Ouml;lproduzenten machten enorme Gewinne, die gemessenen Inflationsraten in den westlichen L&auml;ndern gingen nach oben und die Notenbanken erh&ouml;hten die Zinsen, um die Inflation zu bek&auml;mpfen.<br>\nDas Ergebnis war eine tiefe Rezession, enorme globale Einkommensverluste und die erste Welle an Massenarbeitslosigkeit, deren Folgen bis heute nicht wirklich &uuml;berwunden sind.<br>\nKommt Ihnen bekannt vor? In der Tat, die &Auml;hnlichkeiten mit der heutigen Situation sind verbl&uuml;ffend und eigentlich offensichtlich. Gut, werden Sie vermutlich sagen, dann kann man ja immerhin davon ausgehen, dass die Verantwortlichen und die Fachleute gelernt haben, wie man mit einer solchen Konstellation umgehen muss.<br>\nHier liegen Sie aber v&ouml;llig falsch. Die Wirtschaftspolitik der westlichen Welt ist im Begriff, exakt die gleichen Fehler wie damals zu machen. Die Politiker von heute wissen so wenig wie damals und das Fach, das die Politik beraten soll, ist vollkommen lernresistent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Welt-vor-der-Rezession-Diese-alten-Fehler-werden-die-Lage-verschaerfen-7286773.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neues Rettungspaket wird vor allem Unternehmern helfen: Doppel-Wumms?<\/strong><br>\nHaushaltsrechtlich sind die so sch&ouml;n ins Schaufenster gestellten 200 Milliarden Euro nicht mehr als eine noch in diesem Jahr im Haushalt verbuchte Krediterm&auml;chtigung f&uuml;r den Finanzminister. Flie&szlig;en wird dieses Geld &uuml;berwiegend in den kommenden Jahren. Der Trick mit der Verbuchung noch in diesem Jahr dient der Aufrechterhaltung der Illusion, die von SPD\/CDU\/FDP\/Gr&uuml;ne selbstverordnete &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; des Artikels 109 des Grundgesetzes w&uuml;rde nicht verletzt. Das wird schwierig. Denn klar ist: Auch diese 200 Milliarden, die nun m&ouml;glicherweise an den internationalen Kapitalm&auml;rkten aufgenommen werden, m&uuml;ssen wieder zur&uuml;ckgezahlt werden. Nach Lindners Pl&auml;nen soll das ab 2028 geschehen. Dann ist er wohl nicht mehr im Amt und sein Nachfolger wird sich mit dem Problem herumschlagen m&uuml;ssen, dass die verschiedenen Wumms-Pakete ab 2028 zu einer Tilgungsverpflichtung f&uuml;hren, die im Grundgesetz erlaubte &bdquo;strukturelle Neuverschuldung&ldquo; von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts um rund 6 Milliarden Euro pro Jahr &uuml;bersteigt. Die 100 Milliarden f&uuml;r neue Waffensysteme, die die Bundeswehr in den n&auml;chsten Jahren erhalten sollen, sind da noch gar nicht eingerechnet.<br>\nIm Klartext hei&szlig;t das: Dieses Land wird im Moment bis &uuml;ber beide Ohren f&uuml;r den Krieg gegen Russland verschuldet und die Rechnung wird f&uuml;r &bdquo;bitte nicht vor 2028&ldquo; bestellt. Ab sp&auml;testens dann werden tiefe Einschnitte in den Bundeshaushalt f&auml;llig, um die internationalen Kapitalgeber zu bedienen.<br>\nDer Finanzminister hofft, die 200 Milliarden w&uuml;rden am Ende gar nicht gebraucht. Dann h&auml;tten sie vor allem propagandistisch gen&uuml;tzt. In der Tat bestehen sie zu &uuml;ber der H&auml;lfte nicht aus Zuwendungen f&uuml;r Menschen, die unter den hohen Preisen &auml;chzen, sondern aus staatlichen Garantien, um notleidenden Unternehmen in Liquidit&auml;tsschwierigkeiten mit g&uuml;nstigen Krediten und gegebenenfalls auch Zusch&uuml;ssen unter die Arme zu greifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/doppel-wumms-173135\/\">Manfred Sohn in unsere zeit<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Keine R&uuml;ckkehr zu g&uuml;nstigen Energiepreisen: Wirtschaftsminister Steinbach schenkt Handwerkern &bdquo;reinen Wein&ldquo; ein<\/strong><br>\nStrom und Glas bleiben laut J&ouml;rg Steinbach deutlich teurer als vor 2020. Der SPD-Politiker verbreitete auf dem m&auml;rkischen Handwerkskammertag aber auch eine gute Nachricht.<br>\nTrotz des angek&uuml;ndigten &bdquo;Doppel-Wumms&ldquo;: Brandenburgs Handwerksbetriebe m&uuml;ssen sich nach Worten von Wirtschaftsminister J&ouml;rg Steinbach (SPD) darauf einstellen, dass die Preise f&uuml;r Strom etwa doppelt so hoch und f&uuml;r Gas bis zu drei mal so hoch wie vor der Corona-Pandemie und der Energiekrise bleiben werden &ndash; selbst bei staatlichen Entlastungsprogrammen.<br>\n&bdquo;Wir werden nicht auf das Niveau von vor 2020 zur&uuml;ckkommen. Das ist ein Irrglaube. Das wird auch Vater Staat mit keinem Programm ausgleichen k&ouml;nnen. Das ist unbezahlbar&ldquo;, erkl&auml;rte Steinbach am Dienstagabend auf dem Brandenburger Handwerkskammertag in Gro&szlig; Kreutz.<br>\nEr sehe seine Aufgabe auch darin, &bdquo;reinen Wein einzuschenken.&ldquo; Selbst wenn bei den Energiepreisen 80 Prozent mit einem staatlichen Deckel auf dem Niveau von 2021 eingefroren w&uuml;rden, so rechnete Steinbach vor, &bdquo;werden Sie am Jahresende eine Energiekostenabrechnung haben, die beim Zweieinhalb- bis Dreifachen dessen landet, wie Sie es in der Vergangenheit gewohnt waren!&ldquo; Mehr werde durch den Staat nicht kompensierbar sein, darauf m&uuml;ssen Sie sich einstellen!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/potsdam\/brandenburg\/keine-ruckkehr-zu-gunstigen-energiepreisen-wirtschaftsminister-steinbach-schenkt-handwerkern-reinen-wein-ein-8713924.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>B&auml;cker, Bauern, B&uuml;rger &ndash; alle protestieren: Italiens hei&szlig;er Herbst ist schon auf Temperatur<\/strong><br>\nMenschen verbrennen &ouml;ffentlich ihre Gas- und Stromrechnungen, B&auml;cker und Bauern gehen wegen der Preise auf die Stra&szlig;e. Die designierte Regierungschefin Meloni steht vor einem Berg an Problemen.<br>\nAuch ein Winter am Mittelmeer kann sehr kalt sein. Italiens neuer Regierung droht allerdings erst einmal ein hei&szlig;er Herbst. Giorgia Meloni, die Siegerin vom 25. September, ist gerade dabei ihre Regierungstruppe zusammenzustellen &ndash; gegen den Widerstand ihrer B&uuml;ndnispartner Silvio Berlusconi und Matteo Salvini, denen die geplante Regierung aus Fachleuten so gar nicht passt. Doch Meloni hat noch ganz anderen Widerstand zu gew&auml;rtigen: Im ganzen Land formiert sich inzwsichen Protest gegen die nach oben schie&szlig;enden Preise f&uuml;r Gas, Heiz&ouml;l und Strom.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/italiens-heisser-herbst-brennende-gasrechnungen-offene-fragen-8712079.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>ARD-DeutschlandTrend: Zufriedenheit mit Ampel auf neuem Tiefpunkt <\/strong><br>\nAktuell hat mit 56 Prozent eine knappe Mehrheit der Deutschen sehr gro&szlig;e beziehungsweise gro&szlig;e Sorgen, dass Deutschland direkt in den Krieg gegen die Ukraine hineingezogen werden k&ouml;nnte. 43 Prozent haben diesbez&uuml;glich wenig beziehungsweise gar keine Sorgen. (&hellip;)<br>\nMehrheitlich kritisch bewerten die Menschen den Kurs der Bundesregierung im Krieg gegen die Ukraine: 57 Prozent sind damit weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. 37 Prozent sind sehr zufrieden oder zufrieden. Und auch beim Blick auf andere relevante Politikbereiche f&auml;llt das Urteil eher schlecht aus: Mit der Entlastung von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern angesichts steigender Preise sind drei Viertel (76 Prozent) weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Sieben von zehn Menschen (71 Prozent) sagen das auch bez&uuml;glich der Entlastung der Wirtschaft wegen der hohen Energiepreise. Nur jeweils 21 Prozent sind sowohl mit den Entlastungen f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger als auch f&uuml;r die Wirtschaft zufrieden. Auch bei der Sicherung der Energieversorgung in Deutschland ist eine Mehrheit (70 Prozent) mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden; 27 Prozent sind damit zufrieden. (&hellip;)<br>\nNur noch die H&auml;lfte (51 Prozent) der Deutschen ist aktuell mit der Art und Weise, wie Demokratie in Deutschland funktioniert, zufrieden &ndash; das sind 13 Punkte weniger als im Oktober 2020. Zuletzt wurde ein so niedriger Wert im Mai 2011 gemessen. 47 Prozent der Deutschen geben an, weniger oder gar nicht zufrieden zu sein, ein Plus um zw&ouml;lf Punkte. Besonders stark ist die Demokratiezufriedenheit in Ostdeutschland gesunken: Nur noch jede oder jeder Dritte (35 Prozent) sagt, er oder sie sei mit der Art und Weise, wie Demokratie funktioniert, zufrieden (-15 Prozent im Vergleich zu Oktober 2020). 63 Prozent geben an, weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden zu sein (+14). In Westdeutschland sieht es umgekehrt aus: Hier geben 54 Prozent an, zufrieden zu sein (-12), 44 Prozent weniger bzw. gar nicht zufrieden zu sein (+13).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/deutschlandtrend-3171.html%20\">tagesschau <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der CDU-Chef und ARD-Kritiker Merz steht in Diensten russischer Propaganda <\/strong><br>\nCDU-Chef Friedrich Merz hat sich Forderungen der Mittelstandsunion zur Reform des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks zu eigen gemacht. Er will Zusammenlegung von Sendern, weniger Geld und mehr Ausgewogenheit und ist damit eine Gefahr f&uuml;r deren Pfr&uuml;nde. Nun wird er von der ARD zum Putin-Troll und rechtspopulistischen Propagandisten erkl&auml;rt, auf Basis eines fragw&uuml;rdigen Belastungszeugen.<br>\nAusl&ouml;ser des Faktenchecks ist die Behauptung von Merz am 16. September in einem Interview, es gebe ein Art Sozialtourismus aus der Ukraine. Viele Ukrainer f&uuml;hren per Flixbus nach Deutschland, beantragten dort Sozialleistungen und f&uuml;hren wieder zur&uuml;ck. Merz knickte sofort ein, als ein Entr&uuml;stungssturm losbrach und entschuldigte sich. Aber faktengecheckt wird zehn Tage sp&auml;ter trotzdem, vordergr&uuml;ndig weil russische Medien das Narrativ weiter bedienten, tats&auml;chlich aber mit einer vollen Breitseite gegen den Oppositionsf&uuml;hrer, vielleicht weil der droht in eine Position zu kommen, den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verhassten Reformen zu zwingen.<br>\nMerz sei &bdquo;im Dienste russischer Propaganda&ldquo; unterwegs, wird der &bdquo;Berliner Kommunikations- und Politikberater&ldquo; Johannes Hillje zitiert. Die Faktenchecker der ARD machen sich den Vorwurf erkennbar zu eigen, ja spitzen ihn noch zu.  (&hellip;) Die Tagesschau-Faktenfinder vergessen, eine wichtige Information &uuml;ber ihren Experten mitzuteilen. Da Hillje regelm&auml;&szlig;iger Autor bei der gr&uuml;nennahen Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung ist, gibt es dort eine Kurzbiographie von ihm. Und darin steht: &bdquo;2014 leitete er den Europawahlkampf der Europ&auml;ischen Gr&uuml;nen Partei.&ldquo; Der Faktenfinder hat also die politische Konkurrenz gefragt, was sie von Friedrich Merz h&auml;lt und das als vermeintlich neutrales Expertenurteil verkauft. Das ist eine schwere Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit, ausgerechnet von Leuten, die sich &bdquo;Faktenfinder&ldquo; bzw. Faktenchecker nennen und mit diesem Anspruch regelm&auml;&szlig;ig andere diskreditieren. Bei Monitor wird Hillje m&uuml;ndlich  nur als Politikwissenschaftler vorgestellt und in einer Einblendung als Politikberater. (&hellip;)<br>\nDass die Faktenfinder es mit Beh&ouml;rdenaussagen als Wahrheitsstatements bewenden lassen, ist obrigkeitsh&ouml;rig und ein Armutszeugnis. Dass sie auch noch das Unternehmen Flixbus zum relevanten Experten erkl&auml;ren und dessen Antwort, man wisse nichts von Sozialbetrug, eine Bedeutung zumessen, ist einfach nur l&auml;cherlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/ard-faktenfinder-merz\/\">Norbert H&auml;ring <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie Frankreich Energie sparen will <\/strong><br>\nWeniger Licht, weniger Warmwasser und weniger Heizung: Frankreichs Regierung hat am Donnerstag einen Ma&szlig;nahmenkatalog vorgelegt, mit dem das Land seinen Energieverbrauch in zwei Jahren um zehn Prozent senken soll. Au&szlig;erdem soll ein &bdquo;Stromwetterbericht&ldquo; die Belastung des Stromnetzes anzeigen. (&hellip;)<br>\nHaushalte und Unternehmen sind aufgerufen, Innenr&auml;ume auf h&ouml;chstens 19 Grad zu heizen. &bdquo;Das ist nicht verpflichtend, es wird keine Temperaturpolizei geben&ldquo;, versicherte die Energieministerin Pannier-Runacher. Die Heizperiode solle au&szlig;erdem um je zwei Wochen am Anfang und Ende gek&uuml;rzt werden. Beleuchtete Werbung muss k&uuml;nftig nachts zwischen 1.00 und 6.00 Uhr abgeschaltet werden, f&uuml;r Flugh&auml;fen und Bahnh&ouml;fe gelten allerdings Ausnahmen. Klimatisierte Gesch&auml;fte d&uuml;rfen die T&uuml;ren nicht mehr offen lassen.<br>\nVorab wurden die Medien gebeten, den Energiesparplan der Regierung zu begleiten. Mehrere gro&szlig;e Medien, insbesondere Radio und Fernsehen, verpflichteten sich, mit ihren Wetterprogrammen ein &bdquo;Energiewetter&ldquo; zu verkn&uuml;pfen, damit die Menschen wissen, wann das Stromnetz besonders belastet ist und sie die Waschmaschine oder den Backofen besser nicht einschalten. Dabei werde der Spannungszustand des Netzes mit Hilfe eines Farbcodes &ndash; gr&uuml;n, gelb und rot &ndash; dargestellt, berichtete die Zeitung &bdquo;Le Parisien&ldquo;. Die Hoffnung sei, vier von f&uuml;nf Menschen auf dem Wege zu erreichen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r &Uuml;berraschung sorgt eine weitere Ma&szlig;nahme, die an einen Science-Fiction-Film erinnert: Um einen Blackout zu verhindern, wird der Netzbetreiber RTE aus der Ferne in den Warmwasserkonsum von rund 4,3 Millionen Haushalten in Frankreich eingreifen. Wer bereits einen automatischen Stromz&auml;hler, &bdquo;Linky&ldquo; genannt, installiert bekommen und einen Stromvertrag mit unterschiedlichen Tarifen zu Schwachlast- und Hochverbrauchszeiten hat, ist davon betroffen. Das Erzeugen von Warmwasser in der Wohnung wird zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr unm&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3288452\/%20\">ORF <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.M.:<\/strong> Viele der Vorschl&auml;ge wirken so hilflos wie befremdlich. Ob sie wirklich Einsparungen bewirken sei auch dahingestellt. Dar&uuml;ber hinaus erinnern Netzbetreiber, die mal eben per Druckknopf das Warmwasser abdrehen k&ouml;nnen, nicht an Science-Fiction-Filme, sondern vielmehr Dystopien &agrave; la Orwell und Huxley. Wie gut, dass immerhin das Ausschalten des Fernsehers &ndash; alias Gro&szlig;en Bruders &ndash; nicht zu den empfohlenen Ma&szlig;nahmen z&auml;hlt&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Liz Truss offenbart die gegenw&auml;rtige Instabilit&auml;t westlicher Demokratien<\/strong><br>\nDie Turbulenzen in der britischen Innenpolitik k&ouml;nnten verheerende Folgen haben. Sie spiegeln auch den aktuellen Zustand des kollektiven Westens wider, wo wirtschaftliche und politische Instabilit&auml;t dramatisch zugenommen haben.<br>\nSelbst die gl&uuml;hendsten Verfechter einer angeblichen Stabilit&auml;t in den westlichen Demokratien m&uuml;ssen vergangene Woche durch die au&szlig;erordentliche wirtschaftliche und politische Krise, die von der neuen britischen Premierministerin Liz Truss ausgel&ouml;st wurde, ersch&uuml;ttert worden sein.<br>\nNoch in derselben Woche, in der Schatzkanzler Kwasi Kwarteng der Premierministerin ein &ldquo;Mini-Budget&rdquo; &uuml;bergab, st&uuml;rzten das englische Pfund und der Markt f&uuml;r Staatsanleihen ab. Die Zinsen und Hypothekenzinsen stiegen an, wobei einige Hypothekenm&auml;rkte sogar schlossen, die Bank von England sah sich zu einer h&ouml;chst ungew&ouml;hnlichen fiskalischen Intervention gen&ouml;tigt, um den Zusammenbruch gro&szlig;er Pensionsfonds zu verhindern. Und der IWF kritisierte Truss auf eine Weise, die normalerweise den Staatschefs von hoch verschuldeten Bananenrepubliken vorbehalten ist.<br>\nDie globale Bedeutung dieser Ereignisse und die anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Verwerfungen, die sie unweigerlich verursachen, sollten nicht untersch&auml;tzt werden. Der politische Kommentator Alastair Campbell, ehemaliger Stabschef von Tony Blair, beschrieb besagte Woche zutreffend als &ldquo;die Woche, in der sich alles &auml;nderte&rdquo;.<br>\nAber was f&uuml;hrte zur britischen Wirtschaftskrise? Ganz einfach die Tatsache, dass das Mini-Budget Steuersenkungen im Wert von Milliarden von Pfund vorsah, die nicht finanziert werden k&ouml;nnen &ndash; einschlie&szlig;lich der provokativen Senkung des obersten Einkommensteuersatzes. Dies veranlasste die Finanzm&auml;rkte, ein ernsthaftes Misstrauensvotum gegen&uuml;ber der Regierung Truss auszusprechen, mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Die Ereignisse dieser Woche deckten &uuml;brigens auch auf, wo im Westen letztlich die wirkliche Macht liegt, und sie liegt definitiv nicht bei der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/150791-liz-truss-offenbart-gegenwartige-instabilitat\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Truss: &laquo;growth, growth, growth&raquo; &ndash; egal, was denn wachsen soll<\/strong><br>\nDie Konservativen h&auml;tten drei Ziele: &laquo;Wachstum, Wachstum, Wachstum&raquo;, sagte Truss. Das ist ein Rezept des vergangenen Jahrhunderts.<br>\nNach der Rede der britischen Premierministerin Liz Truss vor dem Parteitag der Konservativen in Birmingham &auml;usserten &Ouml;konomen und grosse Medien erhebliche Zweifel, dass die Wirtschafts- und Finanzpolitik von Truss zum angestrebten Wachstum f&uuml;hre. Im Gegenteil: Sie prognostizieren f&uuml;r 2023 ein geringeres Wachstum des Bruttoinlandprodukts als im laufenden Jahr mit im Moment nominal rund drei Prozent. Der Weltw&auml;hrungsfonds erwartet f&uuml;r Grossbritannien im n&auml;chsten Jahr ein Wachstum von sogar nur 0,5 Prozent (IMF).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/wachstum\/truss-growth-growth-growth-egal-was-denn-wachsen-soll\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Justizmord ohne Folgen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung soll den antikolonialen Widerstandsk&auml;mpfer Rudolf Duala Manga Bell aus Kamerun endlich rehabilitieren: Diese Forderung wird anl&auml;sslich der Einweihung des Rudolf Duala Manga Bell-Platzes heute in Ulm zum wiederholten Male laut. Manga Bell, K&ouml;nig der Duala in der deutschen Kolonie Kamerun, war 1914 von den Kolonialbeh&ouml;rden in einem Scheinprozess zum Tod verurteilt und umgehend hingerichtet worden. Zuvor hatte er den Widerstand gegen die rassistisch motivierte Zwangsenteignung und -umsiedlung der Duala, die Wohnvierteln nur f&uuml;r Wei&szlig;e weichen sollten, mit dem Widerstand anderer Bev&ouml;lkerungsgruppen in der Kolonie zu verbinden versucht. Die deutsche Kolonialherrschaft sei wegen ihrer besonderen Brutalit&auml;t &bdquo;an der ganzen Westk&uuml;ste&ldquo; Afrikas &bdquo;verschrien&ldquo; gewesen, berichtete der linksliberale Publizist Hellmut von Gerlach nach einer ausgedehnten Westafrika-Reise 1912. W&auml;hrend Manga Bell in Ulm geehrt wird, hat die Bundesregierung ihn bis heute nicht rehabilitiert. Eine finanzielle Entsch&auml;digung f&uuml;r den Justizmord an ihm, die den Nachkommen Manga Bells zust&uuml;nde, ist in Deutschland nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9045\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Journalismus auf dem Kriegspfad<\/strong><br>\nDoppelstandards statt Kontrollinstanz &ndash; nicht nur im Ukraine-Konflikt scheinen sich viele Medien in der Rolle einer Kriegspartei wiederzufinden.<br>\nDer Ukraine-Krieg hat bemerkenswerte Auswirkungen auf die Ausdrucksweise und Positionen in deutschen Medien. Auch wenn Disclaimer von der Art, dass sich Meldungen aus dem Kriegsgebiet nicht direkt &uuml;berpr&uuml;fen lassen, h&auml;ufig zu lesen oder zu h&ouml;ren sind: Es bleibt der Eindruck, dass sprachlich &uuml;berwiegend mit vollen Rohren geschossen wird. Und das gilt nicht nur f&uuml;r die als solche ausgewiesenen Kommentare der Meinungsseiten, sondern auch f&uuml;r diesbez&uuml;gliche Meldungen in Gro&szlig; und Klein.<br>\nEin anschauliches Beispiel f&uuml;r &sbquo;Klein&lsquo; ist beim SPIEGEL zu finden. Am 21.9.2022 war nachmittags in der App folgende Meldung zu lesen: &bdquo;Razzia: Polizei st&uuml;rmt Anwesen des russischen Oligarchen Usmanow am Tegernsee.&ldquo; Normalerweise wird der Begriff &sbquo;Sturm&lsquo; bei Polizeimeldungen benutzt, wenn bewaffnete Gegenwehr im Spiel ist. Eine einfache Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldw&auml;sche, und um nichts anderes handelte es sich hier, wird in vergleichbaren F&auml;llen nicht dererart dramatisiert. Pikanterweise findet sich ein guter Beleg daf&uuml;r in der direkt im Anschluss an die der Usmanow-Nachricht nachfolgenden und im Titel dann auch neutral ausgedr&uuml;ckten Meldung: &bdquo;Cum-ex-Skandal: Ermittler durchsuchen KPMG-B&uuml;ros in Frankfurt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/34-2022\/journalismus-auf-dem-kriegspfad\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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