{"id":89149,"date":"2022-10-13T08:40:32","date_gmt":"2022-10-13T06:40:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149"},"modified":"2022-10-13T08:40:32","modified_gmt":"2022-10-13T06:40:32","slug":"hinweise-des-tages-4214","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h01\">Zeitenwende &ndash; Der Linksliberalismus und der Abschied von der liberalen Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h02\">&ldquo;Wir befinden uns in einer sehr, sehr gef&auml;hrlichen Situation&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h03\">Auswege versperrt: Tagung der NATO-Kriegsminister.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h04\">Experte: EU-Sanktionen gegen Russland f&uuml;hren erstmals ein extraterritoriales Element ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h05\">Putin gibt Hinweise auf die Verantwortlichen f&uuml;r die Sabotage von Nord Stream<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h06\">Saudis auf Abwegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h07\">Analyse der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung: Gaspreisbremse entlastet reiche Haushalte st&auml;rker als bed&uuml;rftige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h08\">Habeck rechnet f&uuml;r 2023 mit Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h09\">&Uuml;berlastete Tafeln: &raquo;Die Menschen brauchen uns, aber wir m&uuml;ssen ihnen sagen: Wir k&ouml;nnen dir nicht helfen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h10\">Inflation und Hartz IV: Wie Hartz IV die Gesundheit sch&auml;digt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h11\">Das Gespenst &bdquo;&Uuml;bergewinnsteuern&ldquo; &ndash; Hintergrund zu: Warum Berlin zur Strom- und Gaspreisbremse so sp&auml;t dran ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h12\">Die EZB &ndash; gefangen in ihrer Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h13\">CETA-Ratifizierung: F&uuml;r intensiven Handel mit Kanada unn&ouml;tig, f&uuml;r staatliche Handlungsf&auml;higkeit und Klimapolitik riskant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h14\">Pfusch am Bau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h15\">Schwarzarbeit und Lohndumping? Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf mit Vorw&uuml;rfen konfrontiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89149#h16\">Julian Assange positiv auf Covid-19 getestet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zeitenwende &ndash; Der Linksliberalismus und der Abschied von der liberalen Gesellschaft<\/strong><br>\nWenn es irgendwo eine Art Zeitenwende gab, dann hat sie in der &ouml;ffentlichen Debatte in Deutschland stattgefunden. Einstige Wehrdienstverweigerer kennen pl&ouml;tzlich die exakten Namen aller in Deutschland produzierten Panzertypen und ihre Wortwahl vermittelt den Eindruck, sie w&uuml;rden am liebsten gleich selbst im Leopard mit geladenem Rohr gen Russland rollen.<br>\nSogar ihre wohlbeh&uuml;teten Kinder rufen nicht mehr nur nach Fleischverboten, E-Autos und offenen Grenzen, sondern auch nach der Verschickung von schwerem milit&auml;rischem Ger&auml;t, obwohl dessen Einsatz im Ukraine-Krieg kaum CO&#8322;-neutral zu gestalten ist. Die deutsche Bev&ouml;lkerung wiederum wird aufgefordert, gef&auml;lligst auch mal Opfer zu bringen. Wer schon nicht f&uuml;r die Freiheit k&auml;mpft, soll wenigstens f&uuml;r sie frieren.<br>\nSogar das Nationale erf&auml;hrt eine unverhoffte Rehabilitation. Urbane Weltb&uuml;rger, denen jedes Deutschlandf&auml;hnchen w&auml;hrend der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft noch k&ouml;rperliche Schmerzen verursacht hatte, schm&uuml;cken ihre Twitter-Accounts mit blau-gelben Farben, und in hippen Trendvierteln wehen ukrainische Flaggen an Fenstern und Balkonen. War der Nationalstaat gestern noch ein &uuml;berholtes Relikt alter Zeiten, ist heute jeder Quadratkilometer ukrainischen Territoriums tausende Menschenleben wert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/3214.xxx.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Wir befinden uns in einer sehr, sehr gef&auml;hrlichen Situation&ldquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem Ex-CIA-Analysten George Beebe &uuml;ber die akute Gefahr eines Atomkrieges. [&hellip;]<br>\nDenn der logische Endpunkt dieser Eskalation w&auml;re f&uuml;r alle eine Katastrophe.<br>\nEin Atomkrieg?<br>\nGenau. Und dem entgeht man nicht, indem man die andere Seite in eine Ecke dr&auml;ngt, aus der sie nicht mehr rauskommt. Kennedy sagte, dass die wichtigste Lektion der Kubakrise gewesen sei, dass die F&uuml;hrer von Nuklearm&auml;chten sich nicht gegenseitig in die Lage bringen d&uuml;rfen, dass es nur noch die Wahl zwischen Dem&uuml;tigung und Atomkrieg gibt.<br>\nWurden diese Lektionen nicht ernst genommen?<br>\nDas ist alles lange her, das war eine andere Generation von Staatschefs. Die Generation heute glaubt, dass milit&auml;rische Auseinandersetzungen gewonnen werden k&ouml;nnen. Und dass nukleare Superm&auml;chte wie Russland besiegt werden k&ouml;nnten. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber was f&uuml;r Kompromisse m&uuml;sste man denn reden, um Putin davon zu &uuml;berzeugen, dass es nicht die Situation der Dem&uuml;tigung ist, vor der Kennedy so gewarnt hat?<br>\n&Uuml;ber das, um was es den Russen von Anfang an ging. Dass die Ukraine nicht Teil eines westlichen Milit&auml;rb&uuml;ndnisses sein wird. Richtig. Sie haben seit 2008, als die Nato zum ersten Mal die Entscheidung verk&uuml;ndete, dass die Ukraine und Georgien eines Tages Mitglieder des Nato-B&uuml;ndnisses sein w&uuml;rden, die Bedeutung dieses Punktes betont. Und die Bereitschaft, einen Kompromiss zu finden, w&uuml;rde diese Krise oder diesen Krieg nicht von selbst l&ouml;sen, aber sie w&uuml;rde einen Kontext schaffen, in dem ein Ausweg viel leichter zu finden ist als unter den derzeitigen Umst&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/george-beebe-eskalation-atombombe-atomwaffen-1.5672722%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann nur hoffen, dass sich solche Stimmen innerhalb des tiefen Staats der USA durchsetzen und die Welt einer katastrophalen Eskalation entgeht.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Das Ende des nuklearen Tabus<\/strong><br>\nPutins Atom-Drohungen sind ernst zu nehmen. Der Westen muss die Ukraine unterst&uuml;tzen &ndash; und trotzdem f&uuml;r Verhandlungen mit Moskau offen sein.<br>\nSeit der milit&auml;rischen Aggression Russlands gegen die Ukraine hat Pr&auml;sident Putin mehrmals mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen gedroht. Er werde russisches Territorium, einschlie&szlig;lich der am 5. Oktober v&ouml;lkerrechtswidrig einverleibten ukrainischen Gebiete, &bdquo;mit allen Mitteln&ldquo; verteidigen. Das sei &bdquo;kein Bluff&ldquo; f&uuml;gte er hinzu. Ich rate dazu, diese Drohungen sehr ernst zu nehmen und sich nicht auf die Beschwichtigungen angeblicher Expertinnen und Experten zu verlassen, die die Verhaltensweisen Putins in bester &bdquo;Putin-Versteher&ldquo;-Manier glauben vorhersagen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/das-ende-des-nuklearen-tabus-6245\/\">Rolf M&uuml;tzenich im IPG Journal<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Teilweise gute Gedanken, aber st&auml;ndig auch bei Hoffnungstr&auml;ger M&uuml;tzenich Verbeugungen vor den westlichen Glaubenss&auml;tzen und Behauptungen. Einfach schade. Der Mann steht vermutlich gewaltig unter Druck.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auswege versperrt: Tagung der NATO-Kriegsminister.<\/strong><br>\nDer Fahrplan, den sich die NATO-Staaten f&uuml;r die Konferenzrunde bis Donnerstag gegeben haben, ist aufschlussreich: Bevor die Kriegsminister am Mittwoch zu ihrem regul&auml;ren Treffen in Br&uuml;ssel zusammentraten, tagte dort die sogenannte internationale Ukraine-Kontaktgruppe. Das macht klar, wer Koch und wer Kellner im NATO-Krieg gegen Russland ist: Der Zusammenschluss von jetzt 50 Staaten kam Ende April auf Druck der USA auf der US-Milit&auml;rbasis Ramstein zustande. Muster war die &raquo;Koalition der Willigen&laquo; beim Angriff der USA und Gro&szlig;britanniens 2003 auf den Irak. Die deutsche Kriegsministerin erhielt eine Einladung zur Teilnahme &ndash; nach Ramstein, im eigenen Staat &ndash;, der sie brav folgte. Souver&auml;nit&auml;t, Grundgesetz, V&ouml;lkerrecht &ndash; wozu? Das war 2003 anders gewesen, als die Bundesregierung sich verweigerte. Die heutige Kontaktgruppe bedeutet: In diesem Krieg gibt es nur einen Befehlsgeber, die USA. Verlauf und Ende des Konflikts werden allein zwischen Moskau und Washington ausgehandelt. Die US-F&uuml;hrung kennt gegenw&auml;rtig &ouml;ffentlich nur Eindimensionales. Kriegsminister Lloyd Austin erkl&auml;rte in Br&uuml;ssel: &raquo;Wir werden die Verteidigungskapazit&auml;ten der Ukraine weiter ausbauen, sowohl f&uuml;r die dringenden Erfordernisse von heute als auch auf lange Sicht.&laquo;<br>\nBerlin hat sich selbst an den Katzentisch gesetzt, will das aber wettmachen. Der Ukraine-Krieg ist eine einmalige Gelegenheit, eigenen milit&auml;rischen Ehrgeiz zu befriedigen. Also forderte Olaf Scholz am 29. August in seiner Prager Rede eine &raquo;klare F&uuml;hrungsstruktur&laquo;, n&auml;mlich eine deutsche, f&uuml;r eine Milit&auml;r-EU und bot Nordeuropa eine gemeinsame Luftverteidigung an. Am Mittwoch sollte es dazu in Br&uuml;ssel eine Absichtserkl&auml;rung der NATO geben. So leicht l&auml;sst sich der deutsche Imperialismus nicht abmelden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436557.auswege-versperrt.html\">Arnold Sch&ouml;lzel in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Experte: EU-Sanktionen gegen Russland f&uuml;hren erstmals ein extraterritoriales Element ein<\/strong><br>\nBei der Ank&uuml;ndigung eines neuen Sanktionspakets gegen Russland hat die EU erkl&auml;rt, dass sie B&uuml;rger und Organisationen aus Drittl&auml;ndern, die den Russen bei der Umgehung von Beschr&auml;nkungen helfen, ebenfalls auf eine Sanktionsliste setzen werde. Dies sei eine m&auml;chtige Trendwende, meinen Experten, mit denen das wirtschaftliche Nachrichtenportal RBK gesprochen hat. Laut RBK meint Tomasz W&#322;ostowski, gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Gesellschafter des in Br&uuml;ssel ans&auml;ssigen Beratungsunternehmens EuTradeDefense:<br>\n&ldquo;Dies ist eine Art 180-Grad-Wende f&uuml;r die EU, die sich bis vor Kurzem &uuml;ber die extraterritoriale Anwendung von Sanktionen gegen Nicht-US-Personen durch US-Beh&ouml;rden beschwert hat.&rdquo;<br>\nMit der Einf&uuml;hrung eines neuen Sanktionspakets hat die EU die Kategorien von Personen, die unter die Sanktionen fallen k&ouml;nnen, auf &ldquo;nat&uuml;rliche oder juristische Personen, Strukturen oder Organisationen, die zu Verst&ouml;&szlig;en gegen das Verbot der Umgehung von Beschr&auml;nkungen&rdquo; beitragen, erweitert, wie aus einem im EU-Amtsblatt ver&ouml;ffentlichten Dokument hervorgeht, so RBK. Zuvor umfasste die Liste nur solche Personen oder Organisationen, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit der Verletzung der &ldquo;territorialen Integrit&auml;t, Souver&auml;nit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine&rdquo; standen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/russland\/151272-experte-eu-sanktionen-gegen-russland\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob Russland auf diese Weise dazu gebracht werden k&ouml;nnte, den Milit&auml;reinsatz in der Ukraine zu beenden, ist zu bezweifeln. Auch d&uuml;rfte die Isolierung Russlands so nicht gelingen. Vielmehr r&uuml;cken EU sowie die USA und ihre Verb&uuml;ndeten weiter zusammen &ndash; zum Vorteil der US-Verm&ouml;genden. Zu bef&uuml;rchten ist, dass solche Ma&szlig;nahmen in Zukunft auch gegen China eingesetzt werden k&ouml;nnten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Putin gibt Hinweise auf die Verantwortlichen f&uuml;r die Sabotage von Nord Stream<\/strong><br>\nDiejenigen, die am meisten von der Besch&auml;digung der Nord Stream-Gaspipelines in der Ostsee profitierten, seien diejenigen, die daf&uuml;r verantwortlich seien, sagte der russische Pr&auml;sident Wladmir Putin.<br>\nIn einer Rede auf dem Forum &ldquo;Russische Energiewoche&rdquo; am Mittwoch in Moskau sagte der russische Pr&auml;sident:<br>\n&ldquo;Jeder versteht, wer dahinter steckt und wer der Nutznie&szlig;er ist. Man kann nun den europ&auml;ischen L&auml;ndern das verfl&uuml;ssigte Erdgas aus den USA jetzt in viel gr&ouml;&szlig;erem Umfang aufzwingen.&rdquo;<br>\nPutin wies dabei darauf hin, dass das US-amerikanische Fl&uuml;ssigerdgas (LNG) aufgrund seines h&ouml;heren Preises &ldquo;definitiv weniger wettbewerbsf&auml;hig als russisches Pipeline-Gas&rdquo; sei. Zu den Explosionen an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 sagte der russische Staatschef:<br>\n&ldquo;Alle Tatsachen sind bewiesen und dokumentiert worden. Und die ideologischen Urheber und die Sponsoren dieser Verbrechen sind deren letztendliche Nutznie&szlig;er; diejenigen, die von Instabilit&auml;t und Konflikten profitieren.&rdquo;<br>\nPutin erg&auml;nzte:<br>\n&ldquo;Wer steckt hinter der Sabotage der Nord Stream-Pipelines? Offensichtlich diejenigen, die darauf aus sind, die Beziehungen zwischen Russland und der EU vollst&auml;ndig zu kappen, die politische Souver&auml;nit&auml;t Europas zu untergraben, seine industriellen Kapazit&auml;ten zu schw&auml;chen und die Kontrolle &uuml;ber seine M&auml;rkte zu erlangen.&rdquo;<br>\nEs handele sich dabei auch um diejenigen, die &ldquo;&uuml;ber die technischen M&ouml;glichkeiten zur Durchf&uuml;hrung solcher Explosionen verf&uuml;gen und bereits zu solchen Sabotageakten gegriffen haben &ndash; dabei auf frischer Tat ertappt wurden, sich aber der Verantwortung entzogen&rdquo;, so Putin weiter. (&hellip;)<br>\nIn den westlichen Medien wurde dar&uuml;ber spekuliert, dass Russland selbst seine eigenen Pipelines gesprengt haben k&ouml;nnte, um die EU in der Energiekrise noch mehr unter Druck zu setzen. Moskau hat derartige Behauptungen allerdings zur&uuml;ckgewiesen. So sagte Putin zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt, dass &ldquo;die Angelsachsen&rdquo; &ndash; eine umgangssprachliche Bezeichnung f&uuml;r die Allianz zwischen den USA und Gro&szlig;britannien &ndash; hinter dem stecken k&ouml;nnten, was die russische Seite als &ldquo;Akt des internationalen Terrorismus&rdquo; bezeichnete.<br>\nKurz nach dem Bekanntwerden der Lecks hob US-Au&szlig;enminister Antony Blinken den Vorfall als &ldquo;enorme Chance&rdquo; f&uuml;r Europa hervor, &ldquo;sich ein f&uuml;r alle Mal aus der Abh&auml;ngigkeit von russischer Energie zu befreien&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/151406-putin-gibt-hinweise-auf-verantwortlichen\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unter dem Artikel ist ein Video mit der Rede des russischen Pr&auml;sidenten Putin auf dem Forum &ldquo;Russische Energiewoche&rdquo; angef&uuml;gt. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88560\">Die Anschl&auml;ge auf Nord Stream und der Elefant im Raum<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88603\">Pipelines sprengen unter Freunden, das geht gar nicht<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Saudis auf Abwegen<\/strong><br>\n&raquo;OPEC plus&laquo; senkt F&ouml;rdermenge. USA moniert Moskau-Connection ihres &raquo;strategischen Verb&uuml;ndeten&laquo;.<br>\nDie Arbeitsgemeinschaft erd&ouml;lproduzierender L&auml;nder &raquo;OPEC plus&laquo; hat am 5. Oktober beschlossen, ihre gemeinsame F&ouml;rdermenge um zwei Millionen Barrel pro Tag &ndash; rund zwei Prozent der Weltproduktion &ndash; zu senken. Ziel der Ma&szlig;nahme ist die Stabilisierung der &Ouml;lpreise, die in den vergangenen Wochen unter die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel gesunken waren. Der unmittelbare Effekt der Entscheidung war sichtbar, aber dennoch geringer als erwartet: Der international wichtigste Orientierungswert Brent notierte am Mittwoch morgen mit rund 95 US-Dollar, w&auml;hrend der f&uuml;r Nordamerika ma&szlig;gebliche WTI-Wert bei 89,66 US-Dollar lag.<br>\nDie Regierung der USA und Vertreter beider Kongressparteien geben sich entt&auml;uscht und ver&auml;rgert &uuml;ber ihren nominell &raquo;strategischen Verb&uuml;ndeten&laquo; Saudi-Arabien, der zusammen mit Russland die Produktions- und Preispolitik der &raquo;OPEC plus&laquo; bestimmt. Die Pressesprecherin des Wei&szlig;en Hauses, Karine Jean-Pierre, warf den Saudis kurz nach Bekanntwerden des Beschlusses vor, es sei klar, dass sie mit Russland gemeinsame Sache machen w&uuml;rden. Viel mehr feindselige Polemik ist kaum vorstellbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436532.energiepolitk-saudis-auf-abwegen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Analyse der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung: Gaspreisbremse entlastet reiche Haushalte st&auml;rker als bed&uuml;rftige<\/strong><br>\nMit der Gaspreisbremse soll B&uuml;rgern in der Energiekrise geholfen werden. Nun kommt eine Studie zu dem Schluss: Wer eine Villa mit Pool hat, dem wird mehr als achtmal so viel geholfen wie Menschen in einer Mietwohnung.<br>\nIm Eiltempo hat eine Regierungskommission ein Konzept vorgelegt, mit dem Privathaushalte und Unternehmen geholfen werden soll, die steigenden Gaspreisen zu stemmen. Die sogenannte Gaspreisbremse entlastet laut einer Analyse des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung allerdings Haushalte mit viel Geld mehr als Haushalte mit wenig Geld. Zun&auml;chst hatte hier&uuml;ber &raquo;Die Zeit&laquo; berichtet.<br>\nDemnach bekommen zwar die &auml;rmsten zehn Prozent der Haushalte durch die Gaspreisbremse im Schnitt 893 Euro im Jahr erstattet. Ihre Heizrechnung w&uuml;rde sich bei unver&auml;ndertem Verbrauch fast halbieren. Sie m&uuml;ssten statt 2116 Euro nur noch 1222 Euro f&uuml;r Gas ausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gaspreisbremse-entlastet-reiche-haushalte-laut-hans-boeckler-stiftung-staerker-a-7598fc02-86f2-4859-8792-eed068c8a6f0\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Habeck rechnet f&uuml;r 2023 mit Rezession<\/strong><br>\nDeutschland rutscht nach Ansicht der Bundesregierung wegen der Energiekrise in eine Rezession. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) sprach in Berlin bei der Vorstellung der Herbstprojektion von &ldquo;ernsten Zeiten&rdquo;. Laut Prognose betrage das Wachstum im laufenden Jahr lediglich 1,4 Prozent, im kommenden Jahr d&uuml;rfte die Wirtschaft dagegen um 0,4 Prozent schrumpfen. F&uuml;r 2024 wird mit einem erneuten Wachstum von 2,3 Prozent gerechnet. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Wir erleben derzeit eine schwere Energiekrise, die sich immer mehr zu einer Wirtschafts- und Sozialkrise ausw&auml;chst&rdquo;, so Habeck. Ausl&ouml;ser dieser Krise sei der Angriff des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin auf die Ukraine. Russland hatte Gaslieferungen gestoppt. Dadurch bef&auml;nden sich die Energiepreise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, so das Ministerium. Die hohen Preise bremsten die Industrieproduktion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/rezession-inflation-habeck-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der derzeitige Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Klimaschutz m&ouml;chte die Schuld an den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands Russland in die Schuhe schieben. Er doktert offensichtlich lieber an den Symptomen seiner eigenen fehlerhaften Politik, anstatt Ursachen der Gaspreisexplosion zu bek&auml;mpfen und seine Politik zu &auml;ndern. <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/putin-bietet-europa-weiter-gaslieferungen-an,TK3P2U9\">Putin bietet Europa weiter Gaslieferungen an<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2022\/10\/12\/man-muss-nur-den-hahn-aufdrehen-putin-bietet-eu-gaslieferungen-an\">&ldquo;Man muss nur den Hahn aufdrehen&rdquo;<\/a>. Die Argumentation von Herrn Habeck &ldquo;hinkt&rdquo; bzw. &auml;hnelt einem Kinderm&auml;rchen, denn wer einen (angeblichen) Stopp der Gaslieferungen aus Russland beklagt, kann nicht einerseits hierzulande von der breiten Bev&ouml;lkerung und Industrie einen &ldquo;sparsamen Umgang&rdquo; mit Gas anmahnen oder einfordern und zugleich Gasangebote von Russlands Pr&auml;sident Putin glaubw&uuml;rdig ablehnen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Konjunkturprognose der Bundesregierung: Habeck stimmt auf &raquo;ernste Zeiten&laquo; ein<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Robert Habeck stellt die Konjunkturprognose der Regierung vor. Er warnt: Die Energiekrise wachse sich immer mehr zu einer Wirtschafts- und Sozialkrise aus.<br>\nDie Bundesregierung hat wegen der Energiepreiskrise ihre Konjunkturprognose deutlich gesenkt. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr&uuml;ne) sprach am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung der Herbstprojektion von &raquo;ernsten Zeiten&laquo;.<br>\nLaut der Prognose, &uuml;ber deren Inhalt bereits am Mittwochmorgen berichtet worden war, erwartet die Regierung in diesem Jahr nur noch ein kleines Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent, im kommenden Jahr d&uuml;rfte die Wirtschaft um 0,4 Prozent schrumpfen. F&uuml;r 2024 wird mit einem Wachstum von 2,3 Prozent gerechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/konjunktur-robert-habeck-stimmt-auf-ernste-zeiten-ein-a-245e6a6a-e56e-4f36-82cd-f70e31f720c9%20\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das k&ouml;nnte man eine self-fulfilling prophecy nennen &ndash; Habeck ist f&uuml;r diese Energiekrise und die daraus resultierende Wirtschafts- und Sozialkrise schlie&szlig;lich ma&szlig;geblich mitverantwortlich. Der wei&szlig;, wovon er redet. F&uuml;r mich unglaublich ist nur immer wieder, wie nonchalant Habeck weiterhin den russischen Angriffskrieg faktenwidrig (!) als Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Energiekrise benennt und wie unverbl&uuml;mt die Presse die offensichtliche L&uuml;ge druckt. Typischerweise f&uuml;hren Kriege immer zu h&ouml;heren Energiekosten, haupts&auml;chlich durch Spekulation an den Energiem&auml;rkten, aber der weitaus gr&ouml;&szlig;ere Teil des Problems ist selbst verursacht. Ausl&ouml;ser der Energiekrise sind eindeutig und ausschlie&szlig;lich die Sanktionen der EU und Deutschlands, die m&ouml;glichst wenig Gas und ab Ende dieses Jahres kein &Ouml;l mehr von Russland kaufen wollen; diese Sanktionen hat die EU nicht beschlossen, weil Putin ihr die Waffe auf die Brust gesetzt h&auml;tte, sondern aus eigenem freien Willen. Und man war und ist doch stolz darauf, so seine moralische &Uuml;berlegenheit zeigen zu k&ouml;nnen; umso unbegreiflicher, dass fast versch&auml;mt Putin als Schuldiger benannt wird, der die Gaslieferungen gestoppt h&auml;tte. Wozu boykottiert man denn Gaslieferungen, wenn der Boykottierte angeblich sowieso nicht liefern will??? Und selbst der Krieg als Ausl&ouml;ser ist nicht mal ein kleines K&ouml;rnchen Wahrheit, wenn man bedenkt, dass Nord Stream 2 von der Bundesregierung ganz offiziell zwei Tage *vor* dem Beginn des Ukrainekriegs f&uuml;r nicht genehmigungsf&auml;hig erkl&auml;rt wurde. Umgekehrt bietet Putin seit Monaten und auch heute noch <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/putin-bietet-gaslieferung-ueber-nord-stream-2-an-a-f9bc6c6b-d731-431a-9592-9e2828a31cbf\">russisches Gas &uuml;ber Nord Stream 2 an<\/a>. Wer also tr&auml;gt die Schuld an der Energiekrise: Putin, der gerne liefern m&ouml;chte, oder Deutschland und die EU, die nicht beliefert werden m&ouml;chten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Uuml;berlastete Tafeln: &raquo;Die Menschen brauchen uns, aber wir m&uuml;ssen ihnen sagen: Wir k&ouml;nnen dir nicht helfen&laquo;<\/strong><br>\nImke Georgiew leitet die Tafel in Potsdam. Sie bef&uuml;rchtet in der aktuellen Krise einen Zusammenbruch des Systems &ndash; und sieht Anzeichen, dass viele Menschen in die Armut abzurutschen drohen.<br>\nSPIEGEL: Frau Georgiew, Sie haben bei der Tafel Potsdam bereits im Juni den Notstand ausgerufen und einen Aufnahmestopp verh&auml;ngt. Wie ist die Situation inzwischen bei Ihnen?<br>\nGeorgiew: Der Aufnahmestopp gilt weiterhin. Wir versorgen als Tafel Potsdam jede Woche aktuell mehr als 1700 Menschen. Von M&auml;rz bis Mai waren es 3500, die w&ouml;chentlich kamen. Unsere 200 ehrenamtlichen Mitarbeiter haben Doppelschichten geschoben und waren am Ende. Da haben wir dann mit dem Aufnahmestopp die Rei&szlig;leine gezogen und gesagt: Das k&ouml;nnen wir nicht mehr stemmen. Auch so kommen wir t&auml;glich an unsere Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/ueberlastete-tafeln-die-menschen-brauchen-uns-aber-wir-muessen-ihnen-sagen-wir-koennen-dir-nicht-helfen-a-d557a996-7415-4279-b572-ecadb4760aed\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Inflation und Hartz IV: Wie Hartz IV die Gesundheit sch&auml;digt<\/strong><br>\nWer Grundsicherung bekommt, dem droht Mangelern&auml;hrung. Das wissen Expertinnen, das wei&szlig; die Bundesregierung. Sara Hartwig und ihre vier Kinder sp&uuml;ren es jeden Tag.<br>\nIn den Trampolinpark gehen und danach Pizza bestellen: Das hatte sich Sara Hartwigs Tochter f&uuml;r ihren elften Geburtstag gew&uuml;nscht. Vier Freundinnen hatte sie eingeladen. &ldquo;Das ist nicht drin, oder, Mama?&rdquo;<br>\nNein, das ist nicht drin, musste Hartwig antworten. Pizza f&uuml;r die Geburtstagsrunde liefern zu lassen, w&uuml;rde das Essensbudget weit &uuml;berschreiten, das die alleinerziehende Mutter mit vier Kindern zwischen sechs und 13 hat. Die Familie lebt von Hartz IV, das f&uuml;r Kinder in diesem Alter &#8203;&#8203;3,59 Euro am Tag f&uuml;r Essen und Getr&auml;nke vorsieht, f&uuml;r Erwachsene etwas mehr als f&uuml;nf Euro. Das einzuhalten, war schon immer schwierig, seit der Inflation und den steigenden Lebensmittelpreisen ist es kaum noch zu schaffen. Was mit Hartz IV ohnehin nicht m&ouml;glich ist: die Kinder gesund zu ern&auml;hren.<br>\nDas kritisieren Expertinnen und Verbrauchersch&uuml;tzer schon lange, auch die Bundesregierung wei&szlig; um das Problem. In einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeslandwirtschaftsministerium vom Juni 2020 hei&szlig;t es: &ldquo;Auch in einem vergleichsweise wohlhabenden Land wie Deutschland gibt es armutsbedingte Fehl- und Mangelern&auml;hrung und sogar Hunger.&rdquo; Ohne zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung reiche die derzeitige Grundsicherung nicht aus, &ldquo;um eine gesundheitsf&ouml;rdernde Ern&auml;hrung zu realisieren&rdquo;. Doch die ist gar nicht vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2022-10\/inflation-hartz-iv-lebensmittelpreise-familie-gesundheit\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Gespenst &bdquo;&Uuml;bergewinnsteuern&ldquo; &ndash; Hintergrund zu: Warum Berlin zur Strom- und Gaspreisbremse so sp&auml;t dran ist<\/strong><br>\nDie Reaktion in Deutschland im Sp&auml;tsommer\/Herbst 2021 war gewesen: Die Politik befand sich im Wahlkampf &ndash; und k&uuml;mmerte sich um nichts. Die Medien nahmen sich des aufziehenden Preis-Orkans nicht an, da deren politische Redaktionen der Maxime folgen, nur solche Themen f&uuml;r adressierenswert zu halten, welche die deutsche Politik selbst unter sich strittig stellt. Auch was damals dazu auf europ&auml;ischer Ebene debattiert wurde, fand in Deutschlands politischen Medien kaum eine Resonanz.<br>\nIm Fr&uuml;hjahr 2022 konnte man schlie&szlig;lich vor dem au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Ph&auml;nomen nicht l&auml;nger die Augen verschlie&szlig;en. Die Politik in Deutschland sprach schlie&szlig;lich doch die &bdquo;&Uuml;bergewinne&ldquo; an, doch es war die Opposition, die nicht bef&uuml;rchten musste, Worten auch Taten folgen lassen zu m&uuml;ssen. An Gutachten, die der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages, wie fast immer auf Bestellung, erarbeitete, war aber ein breites ernstliches Interesse unter den Abgeordneten ablesbar. Er hat in drei Berichten die jeweiligen Absch&ouml;pfungs-Konstruktionen in Gro&szlig;britannien und Ungarn, in Griechenland sowie in Italien dargestellt. Doch die Rede in den deutschen Medien war regelm&auml;&szlig;ig eine in Anf&uuml;hrungszeichen, und die Kommentierungen sagten im Brustton der &Uuml;berzeugung, dass &bdquo;&Uuml;bergewinn&ldquo; nur willk&uuml;rlich zu definieren sei. D.h. das Ziel der Thematisierung war die Delegitimierung des Anliegens, die illegitimen Marktlagen-Gewinne absch&ouml;pfen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/das-gespenst-uebergewinnsteuern-hintergrund-zu-warum-berlin-zur-strom-und-gaspreisbremse-so-spaet-dran-ist\/\">Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die EZB &ndash; gefangen in ihrer Ideologie<\/strong><br>\nInflation muss mit Zinserh&ouml;hungen bek&auml;mpft werden? Leider f&uuml;hrt dieses Dogma der EZB nicht zu mehr Nahrungsmitteln, Erdgas, Heiz&ouml;l, Fahrzeugen oder M&ouml;beln &ndash; also zu keiner Erh&ouml;hung des Angebots und damit niedrigeren Preisen. [&hellip;]<br>\nDie EZB kann gegen eine Angebotsinflation, die von Energiepreisen und Lieferengp&auml;ssen ausgeht und sich von dort schnell auf andere G&uuml;terpreise &uuml;bertr&auml;gt, wenig ausrichten. Sie ist beispielsweise nicht dazu in der Lage, die gestiegenen Energiepreise &ndash; die auf Engp&auml;sse wie den Ausfall russischer Gaslieferungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind &ndash; zu beeinflussen, weil sie mit ihrer Geldpolitik nicht ein knappes Angebot erh&ouml;hen kann. [&hellip;]<br>\nAlso bleibt der EZB im Rahmen ihrer Vorstellungen bzw. ihrer Ideologie nichts anderes &uuml;brig, als die deutliche Anhebung der Leitzinsen damit zu erkl&auml;ren, dass sie die Inflationserwartungen im Euroraum stabilisieren will. Das aber ist &ndash; wie gezeigt &ndash; keine &uuml;berzeugende Begr&uuml;ndung und wirkt eher hilflos. Letztendlich offenbaren sich hier die engen Grenzen der Geldpolitik: Ihre Wirkungsmacht ist weit geringer, als es in der &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/35-2022\/die-ezb-gefangen-in-ihrer-ideologie\/%20\">G&uuml;nther Grunert auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> Ein sehr kluger Artikel zur widersinnigen Geldpolitik der EZB und der Hilflosigkeit der Notenbank.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>CETA-Ratifizierung: F&uuml;r intensiven Handel mit Kanada unn&ouml;tig, f&uuml;r staatliche Handlungsf&auml;higkeit und Klimapolitik riskant<\/strong><br>\nDie Bundesregierung forciert die Ratifizierung des umfassenden Handels- und Wirtschaftsabkommens zwischen Kanada und der EU (CETA). Heute findet dazu eine wichtige Anh&ouml;rung im Wirtschaftsausschuss des Bundestages statt. Dabei wird CETA seit September 2017 bereits in allen Teilen, die den Handel betreffen, vorl&auml;ufig angewendet. Ausgenommen ist bislang lediglich der Investitionsschutz. Dieser ist h&ouml;chst umstritten, weil er es ausl&auml;ndischen Investoren erm&ouml;glicht, das Gastland vor einem privaten Schiedsgericht zu verklagen, wenn sie der Meinung sind, dass der Ertrag ihrer Investition durch Gesetze oder Regulierungsma&szlig;nahmen beeintr&auml;chtigt wird. In diesem &bdquo;Privileg&ldquo; liegt in der Tat ein gro&szlig;es und wachsendes Risiko, ergibt eine neue Analyse des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler Stiftung. &bdquo;Denn in Zukunft werden immer mehr L&auml;nder immer drastischere Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung des Klimawandels ergreifen m&uuml;ssen, und es besteht die Gefahr, dass diese Ma&szlig;nahmen von internationalen Konzernen angegriffen, verz&ouml;gert und gegebenenfalls sogar verhindert werden&ldquo;, schreibt IMK-Au&szlig;enhandelsexpertin Dr. Sabine Stephan. Die Bundesregierung versuche deshalb, den CETA-Investitionsschutz durch eine Interpretationserkl&auml;rung zu beschr&auml;nken. Es blieben aber gro&szlig;e Zweifel, dass das eine rechtlich tragf&auml;hige L&ouml;sung ist, warnt Stephan. Daher sollte CETA nicht ratifiziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-ceta-ratifizierung-fur-intensiven-handel-mit-kanada-unnotig-43918.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pfusch am Bau<\/strong><br>\n&raquo;B&uuml;ndnis bezahlbarer Wohnraum&laquo; legt Ergebnisse vor &ndash; Neubauziel der Bundesregierung komplett verfehlt. Mieterbund warnt vor steigenden Kosten.<br>\nEs ist ein wohnungspolitisches Debakel f&uuml;r das Bundeskabinett. 400.000 Wohneinheiten sollten j&auml;hrlich gebaut werden, davon 100.000 Sozialwohnungen. So steht es im Koalitionsvertrag der Ampelregierung. Realistisch sei dies derzeit aber nicht, musste Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) am Mittwoch bei der Vorstellung der Ergebnisse des &raquo;B&uuml;ndnisses bezahlbarer Wohnraum&laquo; kleinlaut einr&auml;umen. Die Neubauquote d&uuml;rfte 2022 noch deutlich unter jener des Vorjahres liegen; 2021 waren es nicht einmal 300.000 bezugsfertige Buden.<br>\nKurios, dennoch will die Ministerin mit ihren 35 B&uuml;ndnismitgliedern am Neubauplan festhalten. Nur, wie umsetzen? Durch Digitalisierung etwa &ndash; vom Bauantrag &uuml;ber die Planung bis zum ersten Spatenstich. Und: Malocher auf den Baustellen sollen k&uuml;nftig serienm&auml;&szlig;ige Wohnbl&ouml;cke auf Freifl&auml;chen hochziehen oder bei Plattenbauten drei, vier, f&uuml;nf Etagen draufsetzen. Klingt nach dem Motto &raquo;Schneller, h&ouml;her, weiter&laquo; &ndash; und weiterhin nach vagen Ank&uuml;ndigungen. Oder wie der wohnungspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Jan-Marco Luczak, per Twitter s&uuml;ffisant kommentierte: &raquo;Viele Formelkompromisse und Pr&uuml;fauftr&auml;ge.&laquo;<br>\nAlarmsignale senden hingegen Branchenvertreter. Materialpreise, Finanzierungszinsen, kurz, Baukosten, alles explodiere, hatte das kapitalnahe Ifo-Institut bereits am Dienstag mitgeteilt. Das hat Folgen. Zahlreiche gewerbliche und private Hausbauer &raquo;treten von ihren Projekten zur&uuml;ck&laquo;, sagte eine Sprecherin vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Mittwoch auf jW-Nachfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436521.wohnungsfrage-pfusch-am-bau.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarzarbeit und Lohndumping? Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf mit Vorw&uuml;rfen konfrontiert<\/strong><br>\nEr ruft seine Mitarbeitenden zu Verzicht auf, soll sich aber selbst nicht so genau an Regeln halten: Stefan Wolf. Einem Bericht zufolge hatte der Unternehmer &uuml;ber Jahre eine Haush&auml;lterin, die er schwarz besch&auml;ftigte. Bei seiner Firma f&uuml;hlt man sich derweil &ldquo;belogen, betrogen und verarscht&rdquo;.<br>\nGesamtmetall-Pr&auml;sident Stefan Wolf soll &uuml;ber Jahre seine private Haush&auml;lterin schwarz besch&auml;ftigt haben, an der Steuer und den Sozialkassen vorbei. Wie der &ldquo;Stern&rdquo; und RTL berichten, arbeitete die Mitarbeiterin f&uuml;r Wolf, der auch Vizepr&auml;sident des Arbeitgeber-Verbandes ist, in Vollzeit, f&uuml;nf Tage die Woche. Das best&auml;tigten den beiden Medien mehrere Personen aus Wolfs direktem Umfeld. Auf Anfrage lie&szlig; Wolf durch seine Anw&auml;ltin lediglich ausrichten, Fragen zu seinem Privatleben werde er nicht beantworten. Sollte der Zoll die Ermittlungen aufnehmen, droht dem Gesamtmetall-Pr&auml;sidenten dem Bericht zufolge ein Bu&szlig;geld von bis zu 500.000 Euro, m&ouml;glicherweise sogar eine Haftstrafe auf Bew&auml;hrung.<br>\nAuch in seinem Unternehmen, dem Autozulieferer ElringKlinger, erheben Mitarbeiter laut &ldquo;Stern&rdquo; und RTL schwere Vorw&uuml;rfe gegen Wolf. Der Konzern soll an seinem Standort Langenzenn bei N&uuml;rnberg gering bezahlte Teilzeitkr&auml;fte in niedrigere Tariflohngruppen eingestuft haben, als es den Mitarbeitern zustand. Der Betriebsrat stimmte dem Bericht zufolge dem Vorgang zu, weil nach eigener Aussage die Hoffnung bestand, damit Jobs zu sichern. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Glaubt ihm kein Wort&rdquo;<br>\nInzwischen k&uuml;ndigte das Unternehmen allerdings an, die Produktion in Langenzenn komplett zu schlie&szlig;en, obwohl sie einem Gutachten zufolge profitabel sein soll. Rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ihre Jobs verlieren. Betriebsrat Markus Pemsel sagte dem &ldquo;Stern&rdquo; und RTL &uuml;ber Wolf und den Vorstand von ElringKlinger: &ldquo;Die haben uns &uuml;ber Jahre belogen, betrogen und verarscht.&rdquo;<br>\nBei den laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie fordert Gesamtmetall-Chef Wolf derweil von den Arbeitnehmern Verzicht, um ihre Jobs zu sichern. Die Besch&auml;ftigten sollen auf Lohnerh&ouml;hungen, Weihnachtsgeld, Sp&auml;tzuschl&auml;ge und auch auf warme B&uuml;ros und Wohnungen verzichten, damit Arbeitspl&auml;tze gesichert werden k&ouml;nnen. Der ElringKlinger-Betriebsrat r&auml;t den Verhandlern der IG Metall: &ldquo;Wenn Wolf verspricht, dass er Arbeitspl&auml;tze retten will, dann tut euch einen Gefallen: Glaubt ihm kein Wort.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Gesamtmetall-Chef-Stefan-Wolf-mit-Vorwuerfen-konfrontiert-article23646767.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Julian Assange positiv auf Covid-19 getestet<\/strong><br>\nJulian Assange hat sich mit Corona infiziert. Das Testergebnis erhielt er am Samstag, dem Tag, an dem mehrere tausend Sympathisanten eine Menschenkette um das Parlament in London bildeten, um gegen seine Verfolgung zu protestieren.<br>\nSeine Frau Stella sagte der Presse: &bdquo;Ich mache mir nat&uuml;rlich gro&szlig;e Sorgen um ihn. Die n&auml;chsten Tage entscheiden &uuml;ber seine Gesundheit. Er ist jetzt 24 Stunden am Tag in seiner Zelle eingeschlossen.&ldquo; Sie sagte, Assange habe sich die ganze Woche &uuml;ber krank gef&uuml;hlt und am Freitag Fieber und Husten bekommen.<br>\nDie Infektion von Assange best&auml;tigt die wiederholten Warnungen der &Auml;rzte und seines Anwaltsteams. Immer wieder haben sie betont, dass die unrechtm&auml;&szlig;ige Inhaftierung seine Gesundheit und sein Leben gef&auml;hrdeten. Damit gewinnt die Forderung nach seiner sofortigen Freilassung neue Dringlichkeit. [&hellip;.]<br>\nDer WikiLeaks-Gr&uuml;nder beantragte schon im M&auml;rz 2020 Freilassung auf Kaution. Seine Anw&auml;lte wiesen damals auf das &bdquo;sehr reale&ldquo; und m&ouml;glicherweise &bdquo;t&ouml;dliche&ldquo; Risiko f&uuml;r seine fragile Gesundheit angesichts der Corona-Pandemie hin. Seine Besorgnis war so gro&szlig;, dass er bereit war, strenge Auflagen, zum Beispiel Hausarrest und GPS-Ortung, zu akzeptieren. Mit der im globalen Lockdown absurden Begr&uuml;ndung, es bestehe &bdquo;Fluchtgefahr&ldquo;, wurde ihm Freilassung auf Kaution verweigert.<br>\nKurz darauf wurde er von einem nationalen Programm zur Entlassung von Gefangenen ausgeschlossen, nachdem die alarmierende Ausbreitung von Covid-9 unter Gef&auml;ngnispersonal und H&auml;ftlingen erwiesen war. Die wirklich widersinnige Begr&uuml;ndung lautete, dass er in Untersuchungshaft (ohne Anklage) sitze und keine Strafe verb&uuml;&szlig;e und deshalb durch das Raster falle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2022\/10\/11\/pwnw-o11.html%20\">World Socialist Web Site<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Einmal mehr erscheint es offensichtlich das im Fall Assange der Weg das Ziel ist und seine Auslieferungshaft, nunmehr wieder in voller Isolation, eigentlich schon die Bestrafung vor einem Urteil ist. Anstatt ihn, der gesundheitlich schon schwer angeschlagen ist, mindestens auf Kaution freizulassen, so dass er sich im Kreis seiner Familie von mittlerweile 12 Jahren willk&uuml;rlicher Inhaftierung erholen kann, isoliert man ihn weiter im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis. Eigentlich muss er sofort ganz freigelassen werden und in eins der L&auml;nder gehen, die ihm Asyl angeboten haben. Nach wie vor schweigt die Bundesregierung zu diesen Vorg&auml;ngen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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