{"id":89195,"date":"2022-10-14T08:48:17","date_gmt":"2022-10-14T06:48:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195"},"modified":"2022-10-14T08:48:17","modified_gmt":"2022-10-14T06:48:17","slug":"hinweise-des-tages-4215","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h01\">&bdquo;Armageddon&ldquo;? Was tats&auml;chlich am russischen Atomschlag dran ist <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h02\">Nato-Beitritt durch die Hintert&uuml;r?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h03\">Kriegsdrehscheibe Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h04\">Keineswegs isoliert: UN-Abstimmung zu Russland.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h05\">Der unverziehene Strang nach Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h06\">Macron verbietet Streiks <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h07\">&bdquo;Willkommen in Guantanamo!&ldquo; (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h08\">Unmaskiert: Steinmeier unterwegs &ndash; zur Feldforschung im Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h09\">&Auml;rztevertreter fordern FFP2-Maskenpflicht in Innenr&auml;umen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h10\">Fortsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht weiter offen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h11\">Ver.di-Ausbildungsreport: Auszubildende in der Pflege h&auml;ufig unzufrieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h12\">Israel: Rechtsradikale Kahanisten auf dem Vormarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89195#h13\">Linkspartei l&auml;sst Platz links der Sozialdemokratie frei: Bedingungslos zerstritten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Armageddon&ldquo;? Was tats&auml;chlich am russischen Atomschlag dran ist<\/strong><br>\nSp&auml;testens mit Joe Bidens Warnung vor einem &bdquo;Armageddon&ldquo; ist die M&auml;r von Russlands geplantem Atomschlag gegen die Ukraine in aller Munde. Doch wie realistisch ist dieses Szenario? Warum beschw&ouml;rt der US-Pr&auml;sident es herauf? &ndash; &Uuml;ber einen Krieg der Narrative.<br>\nSeit Kennedy und der Kuba-Krise sei man nicht mehr so nahe an einem &bdquo;Armageddon&ldquo; gewesen, hatte US-Pr&auml;sident Joe Biden verlautbart und behauptet, Putin spreche davon, potentiell taktische Atomwaffen oder biologische und chemische Waffen einzusetzen. &bdquo;Wir m&uuml;ssen verhindern, dass ein dritter Weltkrieg ausbricht&ldquo;, so Biden. Zugleich hatte der US-Pr&auml;sident der Ukraine weitere milit&auml;rische Hilfe zugesagt, &bdquo;einschlie&szlig;lich fortschrittlicher Luftabwehrsysteme&ldquo;. Man werde so lange an der Seite der Ukraine stehen, wie es notwendig sei. Dar&uuml;ber hinaus bem&uuml;hten sich die USA, zu verstehen, welchen Ausweg es f&uuml;r Putin aus dem Krieg geben k&ouml;nnte. Ein solcher Ausweg m&uuml;sste es ihm erm&ouml;glichen, sein Gesicht und seine Macht zu wahren.<br>\nLiest man diese Worte und ignoriert dabei die US-amerikanische Geschichte und die Umst&auml;nde, die zum russischen Einmarsch in der Ukraine gef&uuml;hrt hatten, k&ouml;nnte man meinen, die USA h&auml;tten ein ehrliches Interesse daran, den Konflikt zu befrieden und die Welt vor einem Atomkrieg zu bewahren. Das w&auml;re aber kurzsichtig und naiv. Wie der US-Intellektuelle Noam Chomsky k&uuml;rzlich hervorhob, ist die Tatsache, dass alle renommierten englischsprachigen Medien fast schon zwanghaft von der &bdquo;unprovozierten Invasion&ldquo; Russlands in der Ukraine sprechen, das sicherste Anzeichen daf&uuml;r, dass der Einmarsch sehr wohl provoziert worden war. Und die Journalistin Caitlin Johnstone ruft in einem Blogeintrag in Erinnerung, die USA und die NATO h&auml;tten alles daf&uuml;r getan, dass es so weit kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/globales\/armageddon-was-tatsaechlich-am-russischen-atomschlag-dran-ist\/\">Hintergrund<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Armageddon&rdquo;- die heilige Schlacht gegen das B&ouml;se: Das Kriegsziel ist die Zerschlagung Russlands<\/strong><br>\nDeuten die &Auml;u&szlig;erungen des US-Pr&auml;sidenten vom 5. Oktober zu &bdquo;Armageddon&ldquo; auf einen ernsthaften Versuch hin, die Welt von der atomaren Kriegsschwelle wegzuf&uuml;hren? Ich war anf&auml;nglich vorsichtig optimistisch, aber ich verga&szlig;, dass die L&ouml;sung der Kuba-Krise nicht die Beendigung des Kalten Kriegs zur Folge hatte. Kennedy wollte nach dieser Krise zwar die &bdquo;pax americana&ldquo; durch ein verl&auml;sslicheres System der internationalen Beziehungen abl&ouml;sen, aber er wurde ermordet, bevor er es auch nur versuchen konnte.  Biden will es gar nicht erst versuchen. Der Plan ist diabolischer:  Er nimmt ein bisschen Druck aus dem nuklearen Kessel und zieht gleichzeitig, nun mit offenem Visier, in die Schlacht gegen Russland. Gottesgleich.<br>\nEinen Tag nach der Verk&uuml;ndigung von &bdquo;Armageddon&ldquo; lie&szlig; der ukrainische Pr&auml;sident f&uuml;r einen kurzen Moment die Maske fallen. Er forderte einen pr&auml;ventiven Nuklearschlag der NATO gegen Russland. Das wurde zwar wenig sp&auml;ter wieder relativiert, aber gesagt ist gesagt (ab Minute 24 in der Q\/A-Runde, also ohne Manuskript).<br>\nDamit ist alles &uuml;ber Selenskyi gesagt. Der ist zum erweiterten Suizid bereit, bereit, die Menschheit in den Abgrund mitzurei&szlig;en.<br>\nDamit ist auch alles &uuml;ber seine Erwartungen zum weiteren Kriegsverlauf gesagt: Einer, der sich auf der milit&auml;rischen Siegesstra&szlig;e w&auml;hnt, fordert keinen nuklearen Erstschlag gegen seinen gro&szlig;en Feind. Man muss dankbar sein, dass dieser Mann nicht &uuml;ber Nuklearwaffen verf&uuml;gt. Er w&auml;re bereit, das Tabu zu brechen. Biden will uns weismachen, der Tabubrecher w&auml;re Putin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/armageddon-die-heilige-schlacht-gegen\">Petra Erler<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Sind die Tage von Putin als russischer Pr&auml;sident gez&auml;hlt?<\/strong><br>\nDer russische Pr&auml;sident wirkt angeschlagen. Doch Regimewechsel als westliche Strategie w&auml;re ein ernsthafter Fehler. Die Umst&auml;nde favorisieren einen noch kriegerischeren Hardliner in Moskau.<br>\nAngesichts der heftigen nationalistischen Leidenschaften, die durch den Krieg gesch&uuml;rt wurden, ist es mindestens ebenso wahrscheinlich, dass es sich um ein Regime der extremen ethno-nationalistischen Rechten handeln k&ouml;nnte. Wir sollten nicht vergessen, wie oft in den letzten 250 Jahren Revolutionen, die urspr&uuml;nglich von Liberalen unterst&uuml;tzt wurden, zu extrem illiberalen Ergebnissen gef&uuml;hrt haben.<br>\nEine k&uuml;nftige russische Regierung k&ouml;nnte sich bereit erkl&auml;ren, sich aus den von Russland in diesem Jahr besetzten und beanspruchten Gebieten zur&uuml;ckzuziehen, sofern eine gesichtswahrende Formel gefunden werden kann, die es Moskau erm&ouml;glicht, das zu tun, ohne den Anschein einer v&ouml;lligen Kapitulation zu erwecken (z.B. Entmilitarisierung und die Stationierung einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen in diesen Gebieten). Das gilt umso mehr, als es Putin nicht gelungen ist, alle von ihm beanspruchten Gebiete zu erobern oder anschlie&szlig;end zu halten.<br>\nAllerdings betrachtet die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Russen die Krim und den Marinest&uuml;tzpunkt Sewastopol seit 2014 &ndash; und auch in historischer Perspektive &ndash; als russisches Gebiet. Ein russischer Freund von mir mit liberaler Gesinnung verglich die Krim einmal mit Hawaii und Pearl Harbor (die, wie er anmerkte, ebenfalls illegal annektiert wurden, wenn auch schon vor l&auml;ngerer Zeit) und meinte, da die Amerikaner sicherlich bereit w&auml;ren, mit Atomwaffen zu drohen oder sie sogar einzusetzen, um Hawaii als US-Gebiet zu verteidigen, sollten sie die Bereitschaft Russlands verstehen, dasselbe f&uuml;r die Krim zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sind-die-Tage-von-Putin-als-russischer-Praesident-gezaehlt-7306796.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nato-Beitritt durch die Hintert&uuml;r?<\/strong><br>\nEs ist eine Nachricht aus Br&uuml;ssel, die vor lauter Ank&uuml;ndigungen neuer Waffensysteme f&uuml;r Kiew fast untergegangen ist: Die Nato will einen Zehnjahresplan erarbeiten, um die ukrainische Armee und die Verteidigungsindustrie des Landes vollst&auml;ndig in die westliche Milit&auml;rarchitektur zu integrieren. Erste Details des Plans sollen bei einem Treffen n&auml;chste Woche gekl&auml;rt werden.<br>\nIn Br&uuml;ssel kam am Mittwoch zum sechsten Mal die von den USA gef&uuml;hrte sogenannte Ukraine-Kontaktgruppe zusammen, die aus 50 L&auml;ndern besteht, die Kiew milit&auml;risch unterst&uuml;tzen. Au&szlig;erdem trafen sich die Nato-Verteidigungsminister.<br>\nDie ukrainischen Streitkr&auml;fte sollen demnach an Nato-Standards angepasst werden. Dabei gehe es konkret um den Umstieg auf westliche, Nato-kompatible Ausr&uuml;stung, aber auch um die Milit&auml;rdoktrin und Themen wie Taktik und Ausbildung, wie ein Nato-Vertreter am Mittwoch am Rande des Treffens sagte.<br>\nBislang nutzt die Ukraine &uuml;berwiegend Ausr&uuml;stung, die noch in der Zeit der fr&uuml;heren Sowjetunion entwickelt wurde. Das erschwert es dem Westen, Nachschub an Waffen und Munition f&uuml;r die Verteidigung gegen Russland zur Verf&uuml;gung stellen. Au&szlig;erdem sind die Instandhaltung und die Lieferung von Ersatzteilen ein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nato-beitritt-durch-die-hintertur-in-brussel-ist-passiert-was-putin-eigentlich-verhindern-wollte-8747248.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Deutlicher l&auml;sst sich nicht zeigen, dass die Ukraine einen Stellvertreterkrieg f&uuml;r die USA gegen Russland f&uuml;hrt, der, um Russland dauerhaft zu schw&auml;chen, noch jahrelang weitergehen kann bzw. eben bis zum letzten Ukrainer gef&uuml;hrt werden soll.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kriegsdrehscheibe Deutschland<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten b&uuml;ndeln ihre Aktivit&auml;ten zur Aufr&uuml;stung und Ausbildung der ukrainischen Streitkr&auml;fte in einem neuen Kommando in Wiesbaden-Erbenheim. Berichten zufolge steht die endg&uuml;ltige Entscheidung &uuml;ber die Einrichtung des Kommandos kurz bevor. In ihm sollen alle bereits bestehenden Strukturen zusammengef&uuml;hrt werden, die mit unmittelbarer milit&auml;rischer Unterst&uuml;tzung der Ukraine befasst sind. Auch multinationale Strukturen sollen angekoppelt werden. Damit hielten die US-Streitkr&auml;fte auch rein formal alle F&auml;den in der Hand. Deutschland wiederum w&uuml;rde als Drehscheibe f&uuml;r die milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten s&auml;mtlicher NATO-Mitglieder in Ost- und S&uuml;dosteuropa gest&auml;rkt. In Deutschland entwickelt worden &ndash; beim U.S. Special Operations Command Europe (SOCEUR) mit Sitz in Stuttgart-Vaihingen &ndash; ist eine Strategie, die von der Ukraine offenbar bis heute angewandt wird: das Resistance Operating Concept (ROC), das auf den Untergrundkampf gegen Besatzungstruppen orientiert und sich auf historische Vorbilder wie die die Stay Behind-Konzepte der NATO bezieht. Es integriert die Zivilbev&ouml;lkerung in den Kampf und sieht auch Operationen von Spezialkr&auml;ften vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9052\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Keineswegs isoliert: UN-Abstimmung zu Russland.<\/strong><br>\nWahr ist: 143 Staaten haben am Mittwoch der Resolution zugestimmt. Das ist offensichtlich nicht &raquo;die Welt&laquo;, sondern ungef&auml;hr drei Viertel der 193 UN-Mitglieder. Darunter sind viele L&auml;nder, die Russland keineswegs &raquo;isolieren&laquo; wollen, sondern im Gegenteil gute kooperative Beziehungen mit Moskau unterhalten und in vielen praktischen Fragen gemeinsame Positionen vertreten. Als wohl wichtigste sind Brasilien, die T&uuml;rkei und Saudi-Arabien zu nennen. Letzterem wirft die westliche Propaganda gerade vor, es mache &raquo;gemeinsame Sache mit Russland&laquo;. 35 UN-Mitglieder haben sich bei der Abstimmung enthalten. Darunter sind 19 der 54 afrikanischen Staaten, ebenso wie China und Indien &ndash; mit zusammen rund 2,8 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern die bev&ouml;lkerungsst&auml;rksten L&auml;nder der Welt. Gerade zwischen die Volksrepublik und Russland passt, wie man im Amerikanischen sagt, &raquo;kein Blatt Papier&laquo;. Am Mittwoch hat die US-Regierung China nochmals ausdr&uuml;cklich als ihren Hauptfeind definiert. Wer wirklich glaubt, das w&uuml;rde in Beijing nicht geh&ouml;rt, ist ein kompletter Idiot. Die USA haben weitaus schlechtere Abstimmungsergebnisse in der UN-Vollversammlung hinnehmen m&uuml;ssen: Als im Juni vorigen Jahres &uuml;ber die Aufhebung ihrer jahrzehntealten Sanktionen gegen Kuba abgestimmt wurde, blieben sie mit Israel allein gegen 184 Stimmen, &auml;hnlich wird es beim diesj&auml;hrigen Votum gegen die Blockade Anfang November aussehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436626.keineswegs-isoliert.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der unverziehene Strang nach Osten<\/strong><br>\nSPIEGEL-Redakteur Werner Meyer-Larsen &uuml;ber Sibirien-Gas und Machtpolitik<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/der-unverziehene-strang-nach-osten-a-7e646f14-0002-0001-0000-000014337181\">DER SPIEGEL vom 21.03.1982 <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Ich habe nach einer Diskussion &uuml;ber die Ukraine\/Pipeline zuf&auml;llig diesen Artikel von 1982 entdeckt. Darin finden sich, jedenfalls f&uuml;r mich &uuml;berraschend viele Parallelen zur heutigen Situation. Eine russische Pipeline, ein Krieg (in Afghanistan), die USA, die die Pipeline unbedingt verhindern wollen, aus wirtschaftlichen Interessen. Fl&uuml;ssiggas als &ldquo;Ersatz&rdquo; aus den USA wurde angeboten. Damals noch mit U-Booten (!) die in Deutschland h&auml;tten gebaut werden sollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Drohung, die Soldaten aus Deutschland abzuziehen, erinnert an Trumps Forderungen bzgl. Nord Stream 2 und das &ldquo;2%-Ziel&rdquo;. Solche &ldquo;Argumente&rdquo; wurden vom Spiegel im Artikel als, Zitat: &ldquo;Propagandasalven aus &Uuml;bersee&rdquo; bezeichnet. Ein Wort, dass er heute ausschlie&szlig;lich f&uuml;r russische Aussagen verwenden w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><em>Gerhart Baum, der heute Putin angezeigt hat, kommt vor, damals als Verteidiger des Pipeline-Gesch&auml;fts mit der UdSSR:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Eineinhalb Stunden lang, freute sich sp&auml;ter der liberale Innenminister Gerhart Baum, habe die sonst so gespaltene Koalition &raquo;in Gemeinsamkeit geschwelgt&laquo;. Dann habe das Kabinett beschlossen, sich auch durch allerheftigste Angriffe am Vollzug des 20-Milliarden-Gesch&auml;fts nicht beirren zu lassen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Noch ein Zitat:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Was kommt nach Jahren geduldigen Zusehens den Amerikanern pl&ouml;tzlich so verquer, da&szlig; sie am liebsten mit Gewalt gegen unterschriebene Vertr&auml;ge eingeschritten w&auml;ren? Was treibt sie, eine ferne Gasleitung als Beeintr&auml;chtigung des Nato-B&uuml;ndnisses zu sehen?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Damals war man offenbar noch der Meinung, Zitat:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Die Pipeline w&uuml;rde es nach Meinung der Deutschen weniger wahrscheinlich machen, da&szlig; die Russen &raquo;eine Atombombe auf D&uuml;sseldorf werfen oder ihre Panzer in die norddeutsche Tiefebene schicken werden&laquo;, lie&szlig; er verlauten.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Heute argumentiert man genau entgegengesetzt. Sieht so aus, als h&auml;tten die USA 40 Jahre und einen weiteren Stellvertreterkrieg und die Ampel gebraucht, um Ihre Propaganda bei uns durchzusetzen. Auch die Turbinen und Computerchips kommen vor. Allerdings in anderem Zusammenhang als heute. Auch Getreideexporte spielen eine Rolle. Wenn damals auch in Richtung Sowjetunion. Der ganze Artikel ist ein F&uuml;llhorn von Begriffen, die man heute auch in der Diskussion findet.<\/em><\/p>\n<p><em>Nachtrag, was der Spiegel damals noch nicht wissen konnte: Nachdem der Vertrag zur Lieferung von Gas nach Deutschland Ende November 1981 unterschrieben wurde, genehmigte Pr&auml;sident Reagan im Januar 1982 eine CIA-Operation mit dem Ziel den Gasexport Russlands nach Westeuropa zu unterbinden, <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/archive\/politics\/2004\/02\/27\/reagan-approved-plan-to-sabotage-soviets\/a9184eff-47fd-402e-beb2-63970851e130\/\">die im Sommer 1982 mit der erfolgreichen Sprengung einer sibirischen Pipeline endete<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Moskau bestellt Botschafter ein: Nord Stream: Russland wird keine &raquo;Pseudoergebnisse&laquo; anerkennen.<\/strong><br>\nIn Zusammenhang mit den Anschl&auml;gen auf die Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 hat das russische Au&szlig;enministerium k&uuml;rzlich die Botschafter Deutschlands, D&auml;nemarks und Schwedens in Moskau einbestellt. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag. Russland erkl&auml;rte, es werde keine &raquo;Pseudoergebnisse&laquo; der Ermittlungen anerkennen, wenn keine russischen Spezialisten involviert werden, hie&szlig; es dazu in einer Stellungnahme. Russland habe gegen&uuml;ber den Diplomaten seine &raquo;Verwunderung&laquo; zum Ausdruck gebracht, dass es weiterhin keine offizielle Antwort auf das Ersuchen einer gemeinsamen Untersuchung der Sabotage der Gaspipelines gegeben habe. Dies um so mehr, da laut Berichten auch die USA an den Ermittlungen beteiligt seien. &raquo;Es wurde betont, dass Moskau &ndash; sollte russischen Experten der Zugang zu den laufenden Ermittlungen verweigert werden &ndash; davon ausgehen wird, dass die oben genannten L&auml;nder etwas zu verbergen haben oder dass sie die T&auml;ter dieser Terroranschl&auml;ge decken&laquo;, hie&szlig; es weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436597.ukraine-krieg-moskau-bestellt-botschafter-ein.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Macron verbietet Streiks<\/strong><br>\nAusstand in Raffinerien: Frankreichs Staatschef l&auml;sst Arbeiter durch Polizei zwangsrekrutieren. Gewerkschaft ruft zu Generalstreik auf.<br>\nFrankreichs Staatschef Emmanuel Macron pr&auml;sentiert sich im seit drei Wochen anhaltenden Streik der Raffineriearbeiter erneut als Pr&auml;sident der Konzerne und der Superreichen. In einem am Mittwoch abend im TV-Sender France 2 gesendeten Liveinterview nahm er sich zwar die Gewerkschaft CGT zur Brust, die den nahezu umfassenden Ausstand der Lohnempf&auml;nger organisiert. Kein Wort der Kritik kam ihm allerdings gegen die Bosse der bestreikten Energie&shy;giganten Esso-Exxon Mobil und Total Energies &uuml;ber die Lippen. Deren rund 5.000 Besch&auml;ftigten drohte er vielmehr erneut mit &raquo;Requisition&laquo;, einer vom Gesetz gedeckten Zwangsrekrutierung eines Teils des Personals. &raquo;Wenn die (Gewerkschaften, jW) nichts zustande bringen, wird rekrutiert. Die CGT hat dem Land gef&auml;lligst zu erlauben, dass es funktioniert&laquo;, sagte Macron. Am Donnerstag setzte er dann tats&auml;chlich seine Drohung um: Drei Arbeiter von einer Raffinerie bei D&uuml;nkirchen wurden zwangsrekrutiert, um ab 14 Uhr ihre Arbeit f&uuml;r zw&ouml;lf Stunden wieder aufzunehmen. Nach Angaben der CGT erschien die Polizei bei den Besch&auml;ftigten zu Hause und benachrichtigte sie &uuml;ber ihre von der Pr&auml;fektur unterzeichnete Zwangsrekrutierung. Als Reaktion auf dieses Vorgehen rief CGT-Generalsekret&auml;r Philippe Martinez zum Generalstreik auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436591.arbeitskampf-macron-verbietet-streiks.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Willkommen in Guantanamo!&ldquo; (II)<\/strong><br>\nAmnesty International erhebt zum wiederholten Mal schwere Vorw&uuml;rfe wegen der brutalen Abwehr von Fl&uuml;chtlingen an den EU-Au&szlig;engrenzen &ndash; diesmal gegen&uuml;ber Lettland. Wie die Menschenrechtsorganisation in einer soeben ver&ouml;ffentlichten Untersuchung berichtet, werden dort Fl&uuml;chtlinge nicht nur v&ouml;lkerrechtswidrig pauschal zur&uuml;ckgeschoben &ndash; oft von vermummten, nicht gekennzeichneten &bdquo;Kommandos&ldquo; unter Anwendung von brutaler Gewalt. Viele werden zudem in Zelten ohne jeglichen Kontakt zur Au&szlig;enwelt interniert und dort mit Schl&auml;gen, Tritten und Elektroschockern maltr&auml;tiert, die etwa auch gegen Genitalien eingesetzt werden &ndash; klare Folter, konstatiert Amnesty. Das lettische Vorgehen &auml;hnelt damit demjenigen der litauischen und der polnischen Beh&ouml;rden stark, die Fl&uuml;chtlinge mit nahezu identischen Methoden behandeln. Dabei gilt das alles lediglich f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge von au&szlig;erhalb Europas, nicht jedoch f&uuml;r wei&szlig;e Europ&auml;er aus der Ukraine, die in Lettland &ndash; wie auch in Litauen oder in Polen &ndash; angemessen empfangen werden. Mit Blick darauf stuft Amnesty die Repression der lettischen Grenzbeh&ouml;rden gegen nichtwei&szlig;e Fl&uuml;chtlinge aus au&szlig;ereurop&auml;ischen Staaten explizit als rassistisch ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9051\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unmaskiert: Steinmeier unterwegs &ndash; zur Feldforschung im Osten<\/strong><br>\n&Ouml;ffentlichkeitswirksam hat der Bundespr&auml;sident sein Schloss verlassen, allerdings nur f&uuml;r drei Tage. In Neustrelitz will Frank-Walter Steinmeier sich einen Eindruck vom Alltag machen, angeblich auch spontan. Die Reise wird professionell in Szene gesetzt, jedoch mit gewissen Patzern. (&hellip;)<br>\nDoch die sch&ouml;ne Exkursion in den r&auml;tselhaften Osten der Republik begann mit einem Missgeschick. Wie sich erweisen sollte, mit einem geradezu pandemischen. Das Staatsoberhaupt reiste mit der Bahn nach Mecklenburg. Dieser Umstand mag, f&uuml;r sich genommen, noch nicht als so au&szlig;ergew&ouml;hnlich erscheinen. Dokumentiert ist allerdings, dass der Bundespr&auml;sident einen Regionalexpress w&auml;hlte und &ndash; auf dem oberen Deck eines Doppelstockwagens &ndash; offensichtlich 1. Klasse fuhr. Woher man das wei&szlig;? Es existiert mindestens eine fotografische Aufnahme, die vom Bundespr&auml;sidialamt selbst ver&ouml;ffentlicht wurde. Sie zeigt den Herrn Bundespr&auml;sidenten im breiten, bequemen (Kunst-?) Ledersessel sitzend, vor sich ein Tischchen, darauf verschiedene Papiere ausgebreitet, er selbst ganz vertieft in das Studium einer Aktenmappe oder anderweitig bedeutsamer Schriftst&uuml;cke, und seine sonst so ernste Miene wirkt beinahe hell, durchzogen von einem leichten, fast schon schelmischen L&auml;cheln.<br>\nHat der pr&auml;sidiale Lichtbildner etwa eine R&ouml;ntgenkamera verwendet? Nein, zu solchen Hilfsmitteln musste er nicht greifen. Der volksnahe Bundespr&auml;sident hat es dem Mitarbeiter des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung einfach gemacht &ndash; und, anders als die Mitreisenden, keine Mundnasenbedeckung getragen. So ist Steinmeier auf der Fotografie gut zu erkennen, wie auch der Umstand, dass der Fahrgast hinter dem Pr&auml;sidenten die vorgeschriebene Maske trug, zu sehen am wei&szlig;en Gummib&auml;ndchen um das linke Ohr. Soweit aus der Szene ersichtlich, hat der Bundespr&auml;sident zum Zeitpunkt der Aufnahme weder Speisen noch Getr&auml;nke zu sich genommen, was ein Abnehmen der medizinischen oder FFP2-Maske rechtfertigen k&ouml;nnte.<br>\nDie denkw&uuml;rdige Fotografie ist inzwischen nicht mehr auf der Website des Bundespr&auml;sidenten aufzufinden. Aber die Sache mit der 1. Klasse hat der stets wohlwollend berichtende NDR best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/151422-unmaskiert-steinmeier-unterwegs-zur-feldforschung\/\">Mirko Lehmann in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Auml;rztevertreter fordern FFP2-Maskenpflicht in Innenr&auml;umen <\/strong><br>\nDie Vorsitzende des &Auml;rzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna, dr&auml;ngt die Bundesl&auml;nder zum Handeln bei steigenden Corona-Zahlen. &bdquo;&Uuml;berall dort, wo die Inzidenzen jetzt durch die Decke gehen, m&uuml;ssen die L&auml;nder mit einer FFP2-Maskenpflicht im &Ouml;PNV und in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Innenr&auml;umen reagieren&ldquo;, sagte Johna den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die L&auml;nder m&uuml;ssten &bdquo;auf der Basis eines verl&auml;sslichen Echtzeit-Monitorings entscheiden, wie das Infektionsgeschehen besser einged&auml;mmt werden kann, um die Krankenh&auml;user nicht zu &uuml;berlasten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article241571253\/Coronavirus-Aerztevertreter-fordern-FFP2-Maskenpflicht-in-Innenraeumen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> P&uuml;nktlich zur herbstlichen Jahreszeit beginnt wieder die Panikpropaganda nach bew&auml;hrtem Muster. Nachdem was inzwischen auch &uuml;ber die Kommunikationsstrategie zum Ukrainekrieg bekannt ist (die NachDenkSeiten berichteten), darf man davon ausgehen, dass die Statements der Vertreter diverser Lobbyverb&auml;nde, wie eben des Marburger Bundes, mit der Bundesregierung abgestimmt sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fortsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht weiter offen<\/strong><br>\nMehrere Spitzenverb&auml;nde haben sich bei einer Anh&ouml;rung im Gesundheitsausschuss des Bundestags gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht ausgesprochen. Unter ihnen sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Deutsche Berufsverband f&uuml;r Pflegeberufe e. V. (DbfK), beide haben sich mit unterschiedlichen Begr&uuml;ndungen gegen die Fortsetzung ausgesprochen. Seit M&auml;rz m&uuml;ssen Mitarbeiter in Gesundheitsberufen eine Impfung gegen Covid-19 nachweisen, die Regelung ist derzeit bis Ende dieses Jahres befristet.<br>\nDie einrichtungsbezogene Impfpflicht wird in den Bundesl&auml;ndern und den zust&auml;ndigen Gesundheits&auml;mtern unterschiedlich verfolgt, Betretungsverbote f&uuml;r ungeimpfte Mitarbeiter werden nur in Ausnahmef&auml;llen ausgesprochen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lie&szlig; im Bundestag offen, ob es eine Verl&auml;ngerung geben wird: &bdquo;Wir werden von dem Verlauf der Herbst- und Winterwelle abh&auml;ngig machen, wie wir mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht umgehen.&ldquo; Hingegen lehnt Sachsens Sozialministerin Petra K&ouml;pping die Fortsetzung &ldquo;ganz klar&rdquo; ab, berichtet der MDR.<br>\nEbenfalls klar f&uuml;r eine Aufhebung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht spricht sich der DbfK in einer Stellungnahme f&uuml;r den Gesundheitsausschuss des Bundestages aus. Die Ma&szlig;nahme k&ouml;nne ohne allgemeine Impfpflicht keine Wirkung erzielen. &bdquo;Mit der &ouml;ffentlichen Diskussion &uuml;ber eine angebliche mangelhafte Umsetzung wurde vor allem der desolate Personalstand in der Pflege verschleiert&ldquo;, hei&szlig;t es in der Stellungnahme des Verbandes der darauf hinweist, dass ein Gro&szlig;teil der Pflegefachpersonen in der Akutpflege und in der Langzeitpflege geimpft seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/kurzmeldung\/fortsetzung-der-einrichtungsbezogenen-impfpflicht-weiter-offen\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ver.di-Ausbildungsreport: Auszubildende in der Pflege h&auml;ufig unzufrieden<\/strong><br>\nZeitdruck, mangelnde Erholung, fehlende Praxisanleitung: Junge Pflegerinnen und Pfleger hadern mit ihrem Beruf. Das zeigt eine aktuelle Umfrage &ndash; und liefert einen L&ouml;sungsansatz.<br>\nViele angehende Pfleger:innen f&uuml;hlen sich in der Ausbildung belastet. Zu dieser Erkenntnis kommt der aktuelle &raquo;Ausbildungsreport Pflegeberufe 2021&laquo; der Gewerkschaft Ver.di, der dem SPIEGEL vorab vorlag.<br>\n&Uuml;ber 3000 Auszubildende und Studierende haben sich an der Umfrage beteiligt. Von den befragten angehenden Pfleger:innen sind nur knapp 43 Prozent mit ihrer Ausbildung &raquo;zufrieden&laquo; bis &raquo;sehr zufrieden&laquo; &ndash; weit weniger als in dualen Ausbildungsberufen.<br>\n&raquo;Die hohe Unzufriedenheit von Auszubildenden in der Pflege ist ein Alarmsignal, das Arbeitgeber und politisch Verantwortliche nicht ignorierten d&uuml;rfen&laquo;, sagte Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia B&uuml;hler.<br>\nFast die H&auml;lfte der Auszubildenden in der Pflege gab an, durch die Ausbildungsbedingungen h&auml;ufig oder immer belastet zu sein. Viele klagen &uuml;ber hohen Zeitdruck (62 Prozent), mangelnde Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (48 Prozent) sowie fehlende Pausen (43 Prozent).<br>\nEbenfalls besorgniserregend: &Uuml;ber 58 Prozent berichten, dass sie immer oder h&auml;ufig Probleme haben, sich in ihrer Freizeit zu erholen &ndash; eine Verdoppelung gegen&uuml;ber der letzten Befragung im Jahr 2015 und weit mehr als in anderen Berufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/start\/pflege-auszubildende-laut-umfrage-haeufig-unzufrieden-a-d25111f0-91b4-4f19-a3f1-85864c957ecd%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Angeblich herrscht doch Fachkr&auml;ftemangel in der Pflege, was ich aber fast nie zeigt, wenn es um Lohnerh&ouml;hungen oder Arbeitsbedingungen geht. Man w&uuml;rde vermuten, dass die Arbeitgeber sich dann wenigstens um den Nachwuchs bem&uuml;hen, wenn sie ihre Festangestellten schon verprellen, aber auch bei den Azubis sieht das Bild offenbar nicht besser aus. Laut &uuml;ber den angeblichen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; jammern und leise die Arbeitnehmer schlecht behandeln, das passt super zusammen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Israel: Rechtsradikale Kahanisten auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nAm 1. November finden in Israel die n&auml;chsten Parlamentswahlen statt, nachdem wieder einmal eine Regierungskoalition vorzeitig die Mehrheit verlor. Bei den kommenden Wahlen k&ouml;nnte eine Partei drittst&auml;rkste Kraft werden, deren Vorg&auml;ngerpartei und ihre Organisationen selbst in den USA und Israel verboten waren, weil sie zu rassistisch und gewaltt&auml;tig sind.<br>\nDie Rede ist von der kahanistischen Partei Otzma Jehudit, die im B&uuml;ndnis mit der ebenfalls rechtsradikalen &bdquo;Religi&ouml;sen Zionistischen Partei&ldquo; antritt. Bei den kommenden Wahlen k&ouml;nnte diese Liste nun auf bis zu 14 der 120 Sitze im Knesset kommen und w&auml;re damit die drittst&auml;rkste Kraft im israelischen Parlament.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/israel-rechtsradikale-kahanisten-auf-dem-vormarsch\/\">die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Linkspartei l&auml;sst Platz links der Sozialdemokratie frei: Bedingungslos zerstritten<\/strong><br>\nDie Basis hat entschieden: &bdquo;Eine Mehrheit der teilnehmenden Mitglieder hat sich beim Mitgliederentscheid f&uuml;r die Aufnahme eines &sbquo;Bedingungslosen Grundeinkommens&lsquo; (BGE) in die Programmatik der Partei entschieden. (&hellip;)<br>\nDamit geh&ouml;rt die Linkspartei zur zweiten etablierten politischen Kraft in Deutschland, die sich f&uuml;r eine monatliche Geldaussch&uuml;ttung &ndash; unabh&auml;ngig f&uuml;r die Empf&auml;nger, also ohne Pr&uuml;fung der realen Bed&uuml;rftigkeit &ndash; durch den Staat stark macht. Seit vergangenem Jahr fordert dies auch die gr&uuml;ne Partei. Mit diesen Ideen der neoliberalen Gleichmacherei unter ungleichen Voraussetzungen &uuml;berraschen die Gr&uuml;nen bei ihrem wirtschaftsliberalen Kurs niemanden mehr. Dass sich jedoch auch die Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; so positioniert, k&ouml;nnte verwundern. (&hellip;)<br>\nDie Reformer-Str&ouml;mung &bdquo;Sozialistische Linke&ldquo; ver&ouml;ffentlichte zusammen mit den Bundesarbeitsgemeinschaften &bdquo;Betrieb und Gewerkschaft&ldquo; und &bdquo;Hartz IV&ldquo; eine eigene Brosch&uuml;re, in welcher sie diese sozialstaatlichen Forderungen stark machen und f&uuml;r ein &bdquo;Nein&ldquo; bei der Abstimmung zum BGE warben. Auch der Parteivorstand warb f&uuml;r die Ablehnung des Vorschlags und den Erhalt der geltenden Programmatik.<br>\nDie verschiedenen Kritiker der BGE-Forderung st&ouml;ren sich im Grunde alle am wirtschaftsliberalen Kern des Konzepts. (&hellip;)<br>\nSeit der Fusion der SPD-Abspaltung WASG im Westen und der PDS im Osten stritten sich Linke verschiedener Str&ouml;mungen darum, wie sie zu Marxismus und Regierungsbeteiligungen stehen. Heute hat sich die Mitgliedschaft stark ver&auml;ndert. Da blicken ehemalige Fundis und Reformer als gewerkschaftsorientierte Minderheit einer linksliberalen Mitgliedschaft entgegen, deren Emanzipationsbegriff aufs Politische beschr&auml;nkt bleibt und die sich von den Erkenntnissen des wissenschaftlichen Sozialismus verabschiedet hat.<br>\nDem Austrittsreigen folgte nun Ralf Kr&auml;mer, ver.di-Gewerkschaftssekret&auml;r und bisheriger Sprecher der parteiinternen Str&ouml;mung &bdquo;Sozialistische Linke&ldquo;. Meinungsmacher b&uuml;rgerlicher Leitmedien und das bundespolitische Berlin drehen weiter am Rad. Springers &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung: &bdquo;Explosive Stimmung bei der Linkspartei, es droht die Spaltung!&ldquo; (7. Oktober). Und &bdquo;taz&ldquo; und &bdquo;jungle.world&ldquo; spekulieren schon &uuml;ber ein &bdquo;linksnationalistisches Wahlb&uuml;ndnis&ldquo; zur n&auml;chsten EU-Parlamentswahl aus Wagenknecht-Fl&uuml;gel und DKP.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/bedingungslos-zerstritten-173327\/\">unsere zeit<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Russlandrede im Bundestag: Linke verliert seit Wagenknecht-&Auml;u&szlig;erungen zahlreiche Mitglieder<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht hatte der Bundesregierung einen &raquo;beispiellosen Wirtschaftskrieg&laquo; gegen Russland vorgeworfen &ndash; und damit heftige Reaktionen in ihrer Partei ausgel&ouml;st. Nun meldet die Linke Hunderte Parteiaustritte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/linke-hunderte-parteiaustritte-nach-aeusserung-von-sahra-wagenknecht-a-d5a16acc-91ea-49d3-8edf-5b63a50e91c7\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Korrelation ist nicht Kausalit&auml;t, das sollte ein Journalist wissen. In diesem Fall liegt nat&uuml;rlich eine Verbindung mit der Rede von Sahra Wagenknecht nahe, wenn die Anzahl der Austritte wirklich so viel h&ouml;her war als im Durchschnitt. Aber welche Verbindung? Mit Sicherheit werden Mitglieder die Partei wegen der Rede verlassen haben; aber mit Sicherheit einige oder viele Mitglieder auch wegen der miserablen Reaktion der Parteispitze und von Teilen der Bundestagsfraktion. Oder weil die Zerstrittenheit in der Partei einmal mehr deutlich geworden ist und nichts Gutes f&uuml;r die Zukunft erwarten l&auml;sst. Der genannte Fabio de Masi z. B. hat die Partei sicher nicht wegen der Wagenknecht-Rede verlassen (sich allerdings nicht deutlicher ge&auml;u&szlig;ert). Der Artikel transportiert aber unhinterfragt die einseitige Interpretation der Parteispitze.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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