{"id":892,"date":"2005-09-28T18:22:14","date_gmt":"2005-09-28T16:22:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=892"},"modified":"2016-03-03T12:00:43","modified_gmt":"2016-03-03T11:00:43","slug":"grose-koalition-zu-welchem-zweck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=892","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Koalition zu welchem Zweck?"},"content":{"rendered":"<p>Aus meiner Sicht w&auml;re eine gro&szlig;e Koalition dann sinnvoll, wenn sie sich darauf verst&auml;ndigen w&uuml;rde, die Binnenkonjunktur unseres Landes anzukurbeln und daf&uuml;r undogmatisch alle Instrumente der Wirtschaftspolitik zu optimieren und einzusetzen. Die damit zu erreichende Verringerung der Arbeitslosigkeit und Verbesserung der Einkommenssituation der Arbeitnehmer und der auf den Binnenmarkt angewiesenen Unternehmer w&auml;re die Basis zur Konsolidierung der Staatshaushalte und der sozialen Sicherungssysteme.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Debatte wird diese Priorit&auml;t, endlich die Konjunkturschw&auml;che unseres Landes zu &uuml;berwinden, meist nicht gesehen. So soll aus der Sicht des amtierenden Bundeskanzlers die gro&szlig;e Koalition vor allem die Agenda-Reformpolitik absichern und weiterf&uuml;hren.<br>\nHeute haben sich zu diesem Thema zwei Autoren zu Wort gemeldet, die ich gleicherma&szlig;en sympathisch finde: Richard Meng in der Frankfurter Rundschau mit <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/die_seite_3\/?cnt=732936\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.fr-aktuell.de\/ressorts\/nachrichten_und_politik\/die_seite_3\/?cnt=732936\">&ldquo;Wege einer gro&szlig;en Koalition&rdquo;<\/a> und Heiner Flassbeck in der taz mit &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2005\/09\/28\/a0176.nf\/textdruck\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.taz.de\/pt\/2005\/09\/28\/a0176.nf\/textdruck\">Auf dem falschen Trip.<\/a> &ndash; In Deutschland gibt es derzeit fast alle Zutaten, die man f&uuml;r hohes Wachstum braucht &ndash; nur eine einzige extrem gewichtige fehlt: eine kr&auml;ftig steigende Binnennachfrage&rdquo;. Es lohnt sich, beide Texte parallel zu lesen. Ich gestehe, dass ich die Linie von Richard Meng und damit auch eines wichtigen Teils der Frankfurter Rundschau nicht mehr verstehe.<br>\n<!--more--><br>\nRichard Meng fordert zum Beispiel &bdquo;eine langfristigere weitere Entwicklung der Sozialsysteme, die m&ouml;glichst auf Jahrzehnte und nicht nur auf Jahre angelegt ist. Auf der Basis der Realit&auml;ten, vor allem der demographischen, statt weiterhin mit wohlfeilen Wachstumserwartungen zu rechnen.&ldquo; Wie will er das den auf der Basis einer weiteren Stagnation unserer Volkswirtschaft schaffen? Wohin sollen denn die sozialen Systeme entwickelt werden? Die Riester-Rente zur Pflicht machen? Oder glaubt Richard Meng, die Privatvorsorge sei die L&ouml;sung? Da ist ihm zu empfehlen, das Interview des chilenischen Staatspr&auml;sidenten mit der Frankfurter Rundschau von Ende Januar zu lesen. Da schildert Pr&auml;sident Lagos die miserablen Folgen der Privatvorsorge in Chile und die Tatsache dass der Staat nachfinanzieren muss. (Siehe dazu auch Suchfunktion der NachDenkSeiten) <\/p><p>Wie will Richard Meng ohne Wachstum die Probleme der Integration der abgeh&auml;ngten unteren 20% der Gesellschaft l&ouml;sen? Wie will er ihnen Arbeit schaffen und die Integration finanzieren?<br>\nIch w&uuml;rde auch gerne einfach wissen, was der Unterschied zwischen Agenda-Politik einerseits und &bdquo;Agenda-Politik pur&ldquo; andererseits sein soll. Bitte konkret!\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus meiner Sicht w&auml;re eine gro&szlig;e Koalition dann sinnvoll, wenn sie sich darauf verst&auml;ndigen w&uuml;rde, die Binnenkonjunktur unseres Landes anzukurbeln und daf&uuml;r undogmatisch alle Instrumente der Wirtschaftspolitik zu optimieren und einzusetzen. 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