{"id":89235,"date":"2022-10-16T14:00:19","date_gmt":"2022-10-16T12:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89235"},"modified":"2022-10-16T14:56:07","modified_gmt":"2022-10-16T12:56:07","slug":"die-brutalisierung-weiblicher-politischer-gefangener-in-den-philippinen-ein-blick-auf-das-marcos-duterte-schreckensregime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89235","title":{"rendered":"Die Brutalisierung weiblicher politischer Gefangener in den Philippinen: Ein Blick auf das Marcos-Duterte-Schreckensregime"},"content":{"rendered":"<p>Am 23. September vor 50 Jahren verh&auml;ngte der philippinische Pr&auml;sident Ferdinand E. Marcos qua Proklamation Nr. 1081 das Kriegsrecht &uuml;ber den s&uuml;dostasiatischen Inselstaat. Zwar wurde es offiziell am 13. Januar 1981 aufgehoben, doch Marcos behielt sich das Recht vor, auch weiterhin mit Erlassen und Notverordnungen zu regieren, bis sein Regime Ende Februar 1986 beendet und der Marcos-Clan samt handverlesener Entourage ins Exil nach Hawaii ausgeflogen wurde. Der folgende Beitrag entstammt der Feder des bekannten philippinisch-amerikanischen Intellektuellen <strong>Epifanio<\/strong> <strong>San Juan jr.<\/strong> (kurz: E. San Juan jr. * [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89235#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>], der zuerst am 20. September auf dem indischen Online-Portal <em>CounterCurrents<\/em> publiziert wurde. F&uuml;r die <em>NachDenkSeiten<\/em> besorgte <strong>Rainer Werning<\/strong> die vom Verfasser autorisierte &Uuml;bersetzung vom amerikanischen Englisch ins Deutsche und er steuerte neben einer kurzen Einf&uuml;hrung notwendige Anmerkungen zum besseren Textverst&auml;ndnis bei.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Einleitung<\/strong><\/p><p>Anl&auml;sslich des 50. Jahrestags der Verh&auml;ngung des Kriegsrechts erkl&auml;rten politische Gefangene in den Philippinen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es steht in der Geschichte geschrieben und wird immer in Erinnerung bleiben, dass die Ein-Mann-Herrschaft von Marcos und der Einsatz seiner faschistischen Milit&auml;rmaschinerie gegen die Zivilbev&ouml;lkerung zu intensiver Unterdr&uuml;ckung und Verletzung der Menschenrechte, zu einer tiefen Wirtschaftskrise und zu gro&szlig;em Leid w&auml;hrend der gesamten 11 Jahre der diktatorischen Herrschaft f&uuml;hrte, bis Marcos 1986 durch einen Volksaufstand gest&uuml;rzt wurde.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Nach Angaben von<em> Amnesty International USA <\/em>mit Sitz in<em> <\/em>New York, die 1971 und 1982 Missionen in die Philippinen entsandte, wurden w&auml;hrend der Diktatur 70.000 Menschen inhaftiert, 3.257 get&ouml;tet und 34.000 von staatlichen Kr&auml;ften gefoltert. Die Organisation <em>Families of Victims of Involuntary Disappearance (Familien der Opfer unfreiwillig Verschwundener)<\/em> beziffert die Zahl gewaltsam verschwundener Personen auf 878.<\/p><p>Im Rahmen eines vom philippinischen Kongress im Jahre 2013 erlassenen Gesetzes zur Wiedergutmachung und Anerkennung von Menschenrechten konnte die Beschwerdestelle f&uuml;r Opfer von Menschenrechtsverletzungen, die ihre Arbeit allerdings 2018 einstellte, 75.000 Antr&auml;ge entgegennehmen. Von diesen aber wurden letztlich nur 11.103 Anspr&uuml;che anerkannt. Der L&ouml;wenanteil der Antr&auml;ge wurde allerdings aufgrund nicht n&auml;her erl&auml;uterter &bdquo;Verfahrensfehler&ldquo; abgewiesen.<\/p><p>Das Kriegsrechtsmuseum (Martial Law Museum * [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] stellte ebenfalls fest, dass sich die Armut im Laufe der Diktatur verschlimmerte, und betonte, dass sechs von zehn Familien am Ende des Marcos-Regimes arm waren, w&auml;hrend es vor seinem Amtsantritt 1965 nur vier von zehn Familien gewesen waren &ndash; <em><strong>Rainer Werning<\/strong><\/em>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>In seinem Klassiker &bdquo;Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte&rdquo; konstatierte Karl Marx:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Hegel bemerkte irgendwo, da&szlig; alle gro&szlig;en weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzuf&uuml;gen: das eine Mal als Trag&ouml;die, das andere Mal als Farce.&rdquo; (1968: 97 bzw. 1972: 115)\n<\/p><\/blockquote><p>Mit dem Sohn des ehemaligen philippinischen Diktators Marcos im Amt werden die n&auml;chsten sechs Jahre ein Schauspiel der Farce sein. Stellen Sie sich vor, die S&ouml;hne von Somoza, Trujillo oder Batista kehrten in ihre zentralamerikanischen Bananenrepubliken zur&uuml;ck &ndash; das w&auml;re in der Tat &bdquo;die Tradition aller toten Generationen&ldquo;, die als giftiger &bdquo;Alptraum im Gehirn der Lebenden&ldquo; wirkt.<\/p><p>Die &auml;lteste US-amerikanische Neokolonie, die Philippinen, wurde von 1966 bis 1986 von Ferdinand Marcos ausgepl&uuml;ndert und ruiniert. Die Marcos-Dynastie, die ihre Zeit auf Hawaii, einem von den Ex-Kolonialherren angebotenen Zufluchtsort, abwartete, feierte mit ihrem Reichtum und ihrer Entourage ein k&uuml;hl kalkuliertes Comeback. Sie konsolidierten die Macht in ihren Gebieten (Ilocos, Leyte * [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] und bahnten sich, unterst&uuml;tzt von einer konsumorientierten Amnesie und einer neuen Generation ohne historisches Wissen, ihren Weg zu Gouverneurs- und Kongresssitzen. Inmitten weit verbreiteten Stimmenkaufs und der Manipulation der Smartmatic-Computermaschinen bei den Wahlen im Mai 2022 wurde Marcos jr., besser bekannt als &bdquo;Bongbong&ldquo;, als Pr&auml;sident eingesetzt (CENPEG 2022). Die Marcoses gingen einen Deal mit dem starken Mann und vormaligen Pr&auml;sidenten Duterte ein, indem sie seiner Tochter Sara erlaubten, als Vizepr&auml;sidentin zu kandidieren, um den Vater nach seiner Amtszeit vor internationalen strafrechtlichen Ermittlungen in Den Haag zu sch&uuml;tzen.<\/p><p>Trotz der Proteste seitens engagierter B&uuml;rgergruppen und der Forderungen der Medien nach einer &Uuml;berpr&uuml;fung der Wahlergebnisse durch die von Duterte kontrollierte Wahlkommission wurde nichts unternommen, um Bongbongs Proklamation zu verhindern. Die korrumpierten ideologischen Staatsapparate zur Befriedung von Klassenkonflikten (Legislative, Gerichte, Polizei, Milit&auml;rb&uuml;rokratie) waren bereits weitgehend ausgeh&ouml;hlt worden. Die Farce besteht im Konsens der oligarchischen Clans &ndash; Arroyo, Estrada, Duterte, Marcos, die milliardenschweren Chinoy-Netzwerke [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] &ndash; die von Unternehmensinteressen, religi&ouml;sen und milit&auml;rischen Bl&ouml;cken, die bisher von ihrer Herrschaft profitierten, massiv finanziert werden.<\/p><p><strong>Entfremdete Affinit&auml;ten<\/strong><\/p><p>Die Marcos-Dynastie hat sich seit ihrer R&uuml;ckkehr aus Hawaii im Jahr 1992 erfolgreich allen Gerichtsurteilen zu widersetzen vermocht. Bongbong selbst weigerte sich, Steuern nachzuzahlen, w&auml;hrend seine Mutter, Imelda Romualdez Marcos, die im Herbst 2018 zu einer Gef&auml;ngnisstrafe verurteilt worden war, nach wie vor mit ihrem Reichtum protzt. Diesmal nicht mit ihren sagenhaften tausend Paar Schuhen, sondern mit dem &bdquo;vergangenen Ruhm&ldquo; der Dynastie, der durch die Beisetzung von Marcos auf dem Heldenfriedhof von Manila am 18. November 2016 mit ausdr&uuml;cklicher Billigung Dutertes noch best&auml;tigt wurde. Das aufw&auml;ndige Staatsbegr&auml;bnis war das Ritual, mit dem der zerr&uuml;ttete soziale Zusammenhalt gekittet werden sollte, eine Malaise, die dem Aquino-Clan [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>], vertreten durch die &bdquo;gelbe Partei&ldquo; der Liberalen Partei (unter der &Auml;gide des Roxas-Clans) und der unterlegenen Kandidatin Leni Robredo, zugeschrieben wird. Es wurde ein Kompromiss mit dem Duterte-Block erzielt, der Bongbongs entt&auml;uschte Ambitionen auf die Vizepr&auml;sidentschaft im Jahr 2016 kompensierte.<\/p><p>In der Zwischenzeit hat Bongbongs Schwester, Senatorin Imee Marcos, eine weitere absurde Strategie entwickelt. Um den Umgang von Cambridge Analytica\/Google mit der &bdquo;Marke&ldquo; Marcos in den sozialen Medien zu verst&auml;rken, finanzierte sie einen Film mit dem Titel <em>&bdquo;Maid in Malaca&ntilde;ang&ldquo; (&bdquo;Als Dienstm&auml;dchen im Pr&auml;sidentenpalast Malaca&ntilde;ang&ldquo;)<\/em>, um das Spektakel der panischen Flucht der Familie aus ihrem Domizil Ende Februar 1986 neu zu inszenieren, als aufgebrachte Demonstranten die Palasttore zertr&uuml;mmerten und die vormalige Residenz des Diktators besetzten. Es ist ein verzweifelter Versuch, den Mediendiskurs &uuml;ber die Auswirkungen des Volkszorns und die Ablehnung des Kriegsrechts des Patriarchen (1972-1986) und seiner Schrecken umzubiegen. Irgendwie musste die tragische Show kom&ouml;diantisch retuschiert werden.<\/p><p><strong>Paradoxe Umkehrungen<\/strong><\/p><p>F&uuml;r viele Kritiker ist Imees Propagandatrick ein kl&auml;glicher Fehlschlag. <em>Rappler<\/em>, das Online-Portal unter der Leitung der letztj&auml;hrigen Friedensnobelpreistr&auml;gerin Maria Ressa, hat den Wahrheitsgehalt des Films durch einen Vergleich mit dem Buch von Arturo Aruiza, Marcos&lsquo; milit&auml;rischem Berater, &uuml;berpr&uuml;ft. Rappler bezeugt, dass der Film Marcos&lsquo; Versagen bei der Niederschlagung der Ramos-Enrile-Meuterei, die den EDSA-&bdquo;People Power&ldquo;-Aufstand ausl&ouml;ste [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>], schlichtweg ausblendet (Tuquero 2022). Anstatt zu zeigen, wie das Chaos im Haushalt ausbrach, zeigt der Film, wie Imee die Geschehnisse voll im Griff hatte. Sie war jefe con cojones (&Uuml;bers. RW: Chefin mit Eiern).<\/p><p>Der Film zeigt, wie Imee das regul&auml;re Personal verdr&auml;ngt und sich selbst als die vertrauensw&uuml;rdige Managerin ihres Vaters darstellt &ndash; die wahre Erbin seines Prestiges, seiner Autorit&auml;t und seiner Intelligenz. Affinit&auml;ten verdr&auml;ngten entfremdende Trennungen. Die Dekonstruktion der konventionellen Geschlechterrollen und der Klassenunterordnung bewirkte jedoch das Gegenteil: die Verherrlichung der neuen androgynen Imee als vereinigende Beamten-\/Managerelite, die Marginalisierung von Bongbong und die Rechtfertigung der Patron-Klient-Reziprozit&auml;t &ndash; des h&ouml;chsten philippinischen Werts, wie uns die Mainstream-Akademiker versichern.<\/p><p>Imees Filmrolle als &bdquo;exzellentestes Dienstm&auml;dchen&ldquo; &ndash; mittels v&auml;terlichem Segen als &bdquo;mein liebes, geniales M&auml;dchen&ldquo; noch &uuml;berh&ouml;ht &ndash; soll mit allen Mitteln die untergrabene Macht und verblichene W&uuml;rde des Diktators retten. Dieser war zum Schluss durch k&ouml;rperliche Gebrechen, die die patriarchalische Hybris einschr&auml;nkten, entmannt. So legte denn Imee die weibliche Mystik ab und &uuml;bernahm die Wiederherstellung der besch&auml;digten &bdquo;Marke&ldquo; Marcos, indem sie die Rolle wechselte und sich mit loyalen Gruppen subalterner Proletarier neu identifizierte. Es ist jedoch schwierig, die EDSA-Menge in den Film einzubinden, da sie nun mal mit den Aquinos als neue Machthaber assoziiert wird.<\/p><p>Wir k&ouml;nnen die Auswirkungen dieser Farce noch nicht vollst&auml;ndig absch&auml;tzen, denn die letzten Nachrichten besagen, dass die Botschaften im Ausland angewiesen wurden, den Film zu verbreiten. W&auml;hrend Imees Machwerk mit gro&szlig;em Tamtam er&ouml;ffnet wurde, fand ein anderer Film mit dem Titel KATIPS &uuml;ber Anti-Marcos-Aktivisten und rebellische Jugendliche, die gegen die Diktatur gek&auml;mpft hatten, mehr Aufmerksamkeit und Sympathie. Wir prophezeien weitere Farcen, um die immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Risse in der neokolonialen Struktur zu zementieren, die durch mehr als ein Jahrhundert milit&auml;rischer, wirtschaftlicher und kultureller Vorherrschaft der USA seit dem Amerikanisch-Philippinischen Krieg (1899-1913; siehe San Juan 2021) entstanden sind.<\/p><p><strong>Tratsch und Eitelkeitswahn<\/strong><\/p><p>Der Historiker Ambeth Ocampo stellte fest, dass der Film eine &bdquo;verdrehte Nacherz&auml;hlung der Geschichte&ldquo; sei, &auml;rgerte sich aber mehr &uuml;ber die &bdquo;k&uuml;nstlerische Freiheit&ldquo; des Regisseurs, die in dem Versuch zum Ausdruck komme, Cory Aquino zu verleumden, indem sie dargestellt werde, wie sie mit Karmeliternonnen &bdquo;Mah-jongg spielt, als das Schicksal der Nation auf dem Spiel stand&ldquo;. Ocampo f&uuml;gt hinzu, dass &bdquo;die unterdr&uuml;ckte Marcos-Erz&auml;hlung, die von Imee Marcos geliefert wird, darin besteht, dass die Marcoses von Sch&ouml;nwetterfreunden aus Malaca&ntilde;ang vertrieben wurden, die wegen ihrer provinziellen und nicht elit&auml;ren Herkunft auf sie herabblickten&ldquo; (2022).<\/p><p>Kurz gesagt, &bdquo;Maid in Malaca&ntilde;ang&ldquo; ist ein Versuch, die Marcos-Dynastie als Opfer darzustellen, die Mitgef&uuml;hl verdient, um zu unheimlichen Vorbildern der nationalistischen Bewegung zu werden. Im Gegensatz zu der Ansicht, dass Imees Eitelkeitsfilm einen humanistischen Appeal ausstrahlen soll, sind seine Zugkraft die weiblichen Stars, die angeblich Tausende von Fans und Anh&auml;ngern im Namen der Oligarchen verf&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p><p>Auch hier liegt die Ironie in den Bem&uuml;hungen von Imee und ihrer Dynasty, die Aura des Vor-Marcos-Images zur&uuml;ckzuerobern: Malaca&ntilde;ang l&auml;sst sich nicht in eine Slumbewohner- oder Bauernresidenz verwandeln. Und die modisch gekleidete Imee kann auch nicht das gestresste Dienstm&auml;dchen mimen, das unterw&uuml;rfig Befehle befolgt. Etwa zur gleichen Zeit, als der Film f&uuml;r Schlagzeilen sorgte, gab die Stadtpolizei die Festnahme einer viel missbrauchten politischen Aktivistin, Adora Faye de Vera, bekannt.<\/p><p><strong>Verderben des Malaca&ntilde;ang-Drehbuchs<\/strong><\/p><p>De Vera, 68 Jahre alt, wurde am 26. August letzten Jahres wegen angeblicher Beteiligung an &bdquo;mehrfachem Mord, unter Verwendung von Sprengstoff und Antipersonenminen&ldquo; verhaftet. Sie wurde erstmals im Oktober 1976 verhaftet, weil sie regierungsfeindliche Plakate geklebt hatte, und bis Juni 1977 von den Milit&auml;rs sexuell missbraucht und gefoltert. Teile ihres K&ouml;rpers wurden verbrannt, Zehenn&auml;gel und Finger zerquetscht, sie blieb einige Zeit lang nackt und wurde wiederholt vergewaltigt. Die verantwortlichen T&auml;ter &ndash; elf Soldaten und drei Zivilisten &ndash; waren Mitglieder der Military Intelligence Group, der Constabulary Security Unit [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] und der 231 PC Company der Provinz Quezon (Martial Law Files 2012). Nach wiederholten sexuellen &Uuml;bergriffen wurde de Vera schwanger und musste eine Abtreibung vornehmen lassen. Ihr Ehemann Manuel verschwand vor 22 Jahren und ist bis heute ein <em>desaparecido<\/em> geblieben.<\/p><p>Es ist allgemein bekannt, dass philippinische Milit&auml;roffiziere seither &ndash; von Marcos&lsquo; bis zu Dutertes Regime &ndash; f&uuml;r ihre unerbittliche Brutalit&auml;t ber&uuml;chtigt sind. Dies scheint ihr Anspruch auf m&auml;nnliche Ehre und Auszeichnung zu sein, seit die USA die philippinischen Pfadfinder gegr&uuml;ndet hatten, um ihre blutige Unterdr&uuml;ckung der Filipinos zu unterst&uuml;tzen, die sich McKinleys &bdquo;wohlwollender Assimilierung&ldquo; [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] verweigerten. Die PC (heute Philippine National Police) wurde seinerzeit von dem verstorbenen General Fidel Ramos [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] geleitet. Zusammen mit de Vera wurden Rolando Federis und Flora Coronacion von 14 M&auml;nnern mehrfach vergewaltigt; nach ihrer Folterung spielten sie die offiziellen Rollen von &bdquo;desaparecidos&ldquo; im staatlichen Raubtiertheater.<\/p><p>Genau wie Dutertes Todesschwadron wurde keiner der Folterer angeklagt (Melencio 1998). Insgesamt waren zwanzig Sicherheitsleute an diesem dokumentierten Verbrechen gegen de Vera, Federis und Coronacion beteiligt.<\/p><p>Die zweite Verhaftung von de Vera erfolgte am 23. Oktober 1983 w&auml;hrend einer milit&auml;rischen Einkesselung in der Provinz Bicol. Sie war damals 30 Jahre alt, verheiratet und hatte zwei Kinder. Ihr wurde ins Bein geschossen. Seit ihrer Verhaftung im Jahr 1976 leidet de Vera bis heute unter den traumatischen Erlebnissen mit der Polizei und Soldaten (Varona 2022). Nach ihrer Verhaftung in Metro Manila wurde sie in ein Gef&auml;ngnis in Iloilo City [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] geflogen, wo sie mit Sicherheit weitere gravierende Schocks erleiden wird.<\/p><p><strong>Der Schrei der Massen<\/strong><\/p><p>De Vera ist nur eine von tausenden politischen Gefangenen, die unter dem grausamen Kriegsrechtsregime von Marcos zu leiden hatten. Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen haben 3.275 get&ouml;tete, 35.000 gefolterte und 70.000 inhaftierte Personen w&auml;hrend der Marcos-Diktatur dokumentiert. Etwa 2.520 Filipinos wurden &bdquo;salvaged [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>], d.h. gefoltert, verst&uuml;mmelt und zur &ouml;ffentlichen Zurschaustellung an den Stra&szlig;enrand geworfen&ldquo; (McCoy 2001) Die philippinische Menschenrechtsvereinigung <em>KARAPATAN<\/em> und die katholische <em>Association (neuerdings: Conference) of Major Religious Superiors in the Philippines <\/em>haben die Menschenrechtsverletzungen der Marcos-Jahre genauestens aufgezeichnet und die entsprechenden Dokumente aufbewahrt.<\/p><p>Aus Platzgr&uuml;nden kann ich hier nur den Fall von Maria Cristina Rodriguez anf&uuml;hren, eines der tausenden von Opfern der &bdquo;ehelichen Diktatur der Marcoses&ldquo; [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]. Rodriguez ist heute Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von <em>Bantayog ng mga Bayani (Monument der Helden)<\/em>, einem Museum f&uuml;r Opfer des Kriegsrechts. In einer &ouml;ffentlichen Zeugenaussage vom 8. September 2016, die vom Obersten Gerichtshof in Bezug auf den Plan des Duterte-Regimes, Marcos auf dem Heldenfriedhof der Nation zu begraben, angefordert wurde, schilderte Rodriguez ihren Leidensweg. Hier ein Auszug daraus:<\/p><p>&bdquo;Ja, Marcos-Soldaten haben mich gefoltert und missbraucht. Ich habe auch andere gesehen, einen Jungen, der vor elektrischer Folter schrie, einen Freund mit Kinderl&auml;hmung, der gr&uuml;n und blau geschlagen wurde, einen Mann, dessen beide F&uuml;&szlig;e bandagiert waren, weil ein Milit&auml;roffizier sie w&auml;hrend des Verh&ouml;rs mit gl&uuml;henden Eisen traktiert hatte. Meine Patentante wurde von Geheimdienstagenten in einem Krankenhauszimmer get&ouml;tet. Ich habe mit M&uuml;ttern gesprochen, deren Sohn oder Tochter von M&auml;nnern in Uniform aus n&auml;chster N&auml;he erschossen wurde. Ich selbst habe Hunderte von F&auml;llen dokumentiert, in denen Filipinos unter der Marcos-Diktatur in unterschiedlichem Ma&szlig;e unmenschlich behandelt wurden &ndash; Bauern wurden hingerichtet, schwangere Frauen vergewaltigt, Kinder massakriert&rdquo; (zitiert in: Beltran 2022).<\/p><p>Die R&uuml;ckkehr der Marcos-Dynastie an die Macht &ndash; sicherlich nicht als von Imee Marcos verherrlichtes Dienstm&auml;dchen &ndash; signalisiert einen revanchistischen Versuch, das Narrativ des Debakels vom Februar 1986 zu revidieren. F&uuml;r die Marcos-Loyalisten ist die Geschichte vielleicht nur &bdquo;tsimis&ldquo; oder Klatsch und Tratsch. Aber sie nehmen sie ernst. Ein Zeichen daf&uuml;r ist der Versuch, das Pr&auml;sidialkomitee f&uuml;r gute Regierungsf&uuml;hrung (PCGG) abzuschaffen, das mit der Wiedererlangung des von Marcos gestohlenen Reichtums in H&ouml;he von Milliarden von Dollar beauftragt ist. Ein anderes ist der Versuch, Dutertes R&uuml;ckzug des Landes aus dem Einflussbereich des Internationalen Strafgerichtshofs aufrechtzuerhalten, der F&auml;lle verfolgt, die vielerorts &uuml;ber Dutertes Drogenkrieg eingereicht wurden, seit er sein Amt als B&uuml;rgermeister von Davao City im Jahre 1988 &uuml;bernahm und mit Unterbrechungen bis 2016 aus&uuml;bte.<\/p><p>Duterte gab 2015 seine Komplizenschaft mit den Todesschwadronen zu. Er prahlte damit, bis zum Ende seiner Pr&auml;sidentschaft 100.000 Menschen t&ouml;ten zu wollen. Unter Duterte wurden mehr als 30.000 Opfer au&szlig;ergerichtlicher T&ouml;tungen registriert, obwohl nur etwa 1.400 von der Nationalpolizei gemeldet wurden. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Hunderte von get&ouml;teten &bdquo;Drogenverd&auml;chtigen&ldquo; werden exhumiert und Autopsien durchgef&uuml;hrt, um die Echtheit der Polizeiakten zu &uuml;berpr&uuml;fen.<\/p><p><strong>Politische Gefangene en masse<\/strong><\/p><p>Die weit verbreitete Praxis, jeden, der der Regierungspolitik kritisch gegen&uuml;bersteht, als &bdquo;Roten&ldquo; beziehungsweise als &bdquo;Terroristen&ldquo; zu stigmatisieren, begann mit Cory Aquino und versch&auml;rfte sich mit Dutertes Politik des <em>&bdquo;red-tagging&ldquo;<\/em>.<\/p><p>Jeder Andersdenkende wird als &bdquo;Terrorist&ldquo; abgestempelt, der die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) und\/oder die Neue Volksarmee (NPA) unterst&uuml;tzt. Diese Politik geht auf die Erkl&auml;rung der beiden Gruppen als &bdquo;terroristische Organisationen&ldquo; durch den amerikanischen Au&szlig;enminister Colin Powell im Jahr 2001 zur&uuml;ck. Unter Duterte ist die Zahl der politischen Gefangenen auf 592 angestiegen &ndash; w&auml;hrend der Pr&auml;sidentschaft von Frau Arroyo (2001-10) betrug sie 343 und unter Benigno S. Aquino III. (2010-16) 306. Das war vor dem &bdquo;Blutsonntag&ldquo; am 7. M&auml;rz 2021, als Dutertes Polizei neun Gewerkschaftsmitglieder t&ouml;tete und sechs verhaftete &ndash; knallhart &bdquo;gerechtfertigt&ldquo; durch seinen &bdquo;Shoot-to-kill&ldquo;-Stil, mit dem er diejenigen &bdquo;ausl&ouml;schte&ldquo;, die er bereits f&uuml;r schuldig befunden hatte (Bolledo 2022; ABS-CBN 2015).<\/p><p>Mit fortgesetzten willk&uuml;rlichen Verhaftungen, der fanatischen Hexenjagd auf gebrandmarkte &bdquo;Rote&ldquo; und der Unterwerfung der Gerichte und der Legislative unter das Diktat von Marcos-Duterte schwellen die ohnehin &uuml;berf&uuml;llten Gef&auml;ngnisse &ndash; Ghettos von armen Bauern, Arbeitern und Arbeitslosen &ndash; weiter an und verursachen zus&auml;tzliches Elend und den Tod Hunderter unschuldiger B&uuml;rger, die dachten, sie gen&ouml;ssen die Bill of Rights und andere verfassungsm&auml;&szlig;ig vorgeschriebene Freiheiten.<\/p><p>Am 22. Juni 2022 betrug die Gesamtzahl der politischen Gefangenen &ndash; Kritiker des Regimes, die angeblich im Besitz von Waffen und Granaten inhaftiert wurden &ndash; 803. Zu den am st&auml;rksten Benachteiligten und Bestraften geh&ouml;ren Frauen, die schon zu Zeiten von de Vera und Rodriguez inhaftiert waren. Im Jahr 2010 habe ich &uuml;ber das Schicksal von f&uuml;nfzehn politischen Gefangenen berichtet, die zu den am meisten entmenschlichten z&auml;hlen (San Juan 2010), und mich f&uuml;r ihre Freilassung eingesetzt.<\/p><p>Laut KARAPATAN waren im M&auml;rz 2021 126 Frauen inhaftiert, von denen die meisten angeklagt sind, weil sie mit als &bdquo;Terroristen&ldquo; bezeichneten Dissidenten in Verbindung stehen. Viele von ihnen sind Menschenrechtsverteidigerinnen, Aktivistinnen, die sich f&uuml;r Arbeiter, Hausbesetzer und indigene Gemeinschaften einsetzen. Weil sie f&uuml;r die benachteiligten Sektoren arbeiten, werden sie beschuldigt, Unterst&uuml;tzer &bdquo;terroristischer Aufst&auml;ndischer&ldquo; zu sein, um ihre illegale Verhaftung und die andauernde Inhaftierung in schrecklichen Quartieren zu rechtfertigen. Bis zum Beweis ihrer Schuld gilt die Unschuldsvermutung &ndash; ein Grundsatz, den das &bdquo;Justiz&ldquo;-System in den Philippinen ablehnt. Sie werden wegen erfundener Anschuldigungen bestraft; einige wurden nach einem langen und kostspieligen Berufungsverfahren freigelassen.<\/p><p><strong>Dreizehn eklatante &bdquo;Fall&ldquo;beispiele<\/strong><\/p><p>Wir appellieren an die Weltgemeinschaft, die sofortige Freilassung der folgenden politischen Gefangenen zu fordern, die bereits die Hauptlast von Staatsterrorismus und Grausamkeiten zu erdulden hatten:<\/p><p><em><strong>I.<\/strong><\/em> Amanda Socorro Lacaba Echanis, Mitglied einer b&auml;uerlichen Organisation der Nationalen Frauenf&ouml;deration Amihan. Sie hatte gerade ihr Kind Randall Emmanuel zur Welt gebracht, als sie am 2. Dezember 2020 verhaftet wurde. Um 5 Uhr morgens drangen Soldaten in ihr Haus ein, richteten Waffen auf sie und ihren zwei Monate alten S&auml;ugling. Die Soldaten konnten keinen Durchsuchungsbefehl vorlegen, schikanierten und qu&auml;lten sie und behaupteten sp&auml;ter, sie h&auml;tten bei ihr Schusswaffen und Sprengstoff gefunden.<\/p><p><em><strong>II.<\/strong><\/em> Raina Mae Nasino, Organisatorin der Armenorganisation KADAMAY in Manila, wurde zusammen mit zwei anderen Aktivisten am 5. November 2019 verhaftet. Sie brachte Baby River am 1. Juli 2020 zur Welt. Nach zwei Monaten trennten die Gef&auml;ngnisbeh&ouml;rden Mutter und Kind. Ihr Baby starb am 9. Oktober 2020 im Alter von nur drei Monaten. Die verzweifelte Nasino erhielt nur sechs Stunden Freigang, um an der Totenwache und der Beerdigung ihres Babys teilzunehmen, w&auml;hrend sie an COVID-19-Symptomen litt, f&uuml;r die die Gef&auml;ngnisbeh&ouml;rden keine medizinische Hilfe bereitstellten.<\/p><p><em><strong>III.<\/strong><\/em> Karina Mae dela Cerna, stellvertretende Generalsekret&auml;rin der NNARA-Jugendorganisation, wurde zusammen mit 51 anderen Personen in Bacolod City im B&uuml;ro der politischen Organisation Bagong Alyansang Makabayan verhaftet. Die Anklage wurde aufgrund der Entdeckung von Schusswaffen und Sprengstoff in der Umgebung erhoben.<\/p><p><em><strong>IV.<\/strong><\/em> Myles Cantal Albasin, ehemalige Vorsitzende von Anakbayan, Cebu, wurde zusammen mit f&uuml;nf anderen Jugendlichen aus Negros Oriental [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] verhaftet, wo sie an einer Gemeinschaftsaktion mit Bauern teilnahm. Die Soldaten behaupteten, sie habe sich mit ihnen ein Feuergefecht geliefert, was von den Bewohnern der Gegend bestritten wird.<\/p><p><em><strong>V.<\/strong><\/em> Renalyn Gomez Tejero, Rechtsanwaltsgehilfin von KARAPATAN in Caraga im Nordosten der s&uuml;dlichen Hauptinsel Mindanao, wurde am 21. M&auml;rz 2021 in Butuan City, Agusan del Norte, unter dem Vorwurf des Mordes verhaftet. KARAPATAN steht auf der Regierungsliste sogenannter &bdquo;kommunistischer Frontorganisationen&ldquo;.<\/p><p><em><strong>VI.<\/strong><\/em> Alma Moran, Mitglied des Sekretariats der Manila Workers Union, wurde am 5. November 2019 zusammen mit Reina Mae Nasino und Ram Carlo Bautista in einem BAYAN-B&uuml;ro in Tondo, Manila, verhaftet. Nach einer zweiten Durchsuchung des B&uuml;ros gab die Polizei an, Schusswaffen und Sprengstoff gefunden zu haben &ndash; der &uuml;bliche Modus operandi.<\/p><p><em><strong>VII.<\/strong><\/em> Frenchie Mae Cumpio, Journalistin f&uuml;r Eastern Vista, wurde am 8. Februar 2020 in Tacloban City verhaftet. Die Polizei behauptete, in dem Zimmer, in dem sie und ein Begleiter wohnten, eine Pistole und eine Granate gefunden zu haben. Da Geld bei ihrer Verhaftung beschlagnahmt wurde, sehen sich Cumpio und die Laienhelferin Mariel Domequil auch mit einer Anklage wegen &bdquo;Terrorismusfinanzierung&ldquo; konfrontiert, was bis heute nicht bewiesen ist.<\/p><p><em><strong>VIII.<\/strong><\/em> Rowena Rosales, ehemaliges Mitglied der Confederation for Unity, Recognition and Advancement of Government Employees (COURAGE), wurde zusammen mit ihrem Ehemann Oliver nach einem Tag in ihrem Secondhand-Laden in Bulacan n&ouml;rdlich von Manila am 11. August 2018 verhaftet. Die Polizei behauptete, in ihren Gesch&auml;ftsr&auml;umen eine Tasche mit Schusswaffen und Sprengstoff beschlagnahmt zu haben.<\/p><p><em><strong>IX.<\/strong><\/em> Gloria Campos Tumalon, Mitglied der Indigenen-Organisation MAPASU in der Provinz Surigao del Sur auf Mindanao, wird beschuldigt, Mitglied der NPA zu sein. Sie wurde am 29. M&auml;rz 2020 aufgrund eines Haftbefehls festgenommen, der sich auf einen Vorfall bezieht, bei dem die NPA im Dezember 2018 Soldaten als Kriegsgefangene genommen hatte. Tumalon ist eine von 468 Personen, die aufgrund ein und desselben Haftbefehls beschuldigt werden.<\/p><p><em><strong>X.<\/strong><\/em> Nenita Calamba de Castro, Mitglied der Frauenorganisation GABRIELA in Butuan (ebenfalls auf Mindanao), wurde am 23. Mai 2018 verhaftet. Die Anklagepunkte sind unbekannt, wenngleich auch GABRIELA als &bdquo;Terroristenfront&ldquo; diffamiert wird.<\/p><p><em><strong>XI.<\/strong><\/em> Romana Raselle Shamina Astudillo, stellvertretende Generalsekret&auml;rin der fortschrittlichen Gewerkschaft KMU (Kilusang Mayo Uno, Metro Manila), wurde am 10. Dezember 2020, dem Tag der Menschenrechte, verhaftet und des illegalen Besitzes von Schusswaffen und Sprengstoff beschuldigt. Die militante KMU (Bewegung 1. Mai) wird von der Polizei und dem Milit&auml;r ins Visier genommen, weil es sich auch hier um &bdquo;eine kommunistische Front&ldquo; handeln soll.<\/p><p><em><strong>XII.<\/strong><\/em> Ge-ann Perez, die am 24. M&auml;rz 2019 verhaftet wurde, weil sie mit Francisco Fernanex, einem Friedensberater der Nationalen Demokratischen Front [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>], und dessen Frau Cleofre Lagtapon zusammenarbeitet. Allen wird der illegale Besitz von Schusswaffen und Sprengstoff vorgeworfen &ndash; ein immer wiederkehrender, haltloser Vorwurf seitens der Handlanger der Regierung.<\/p><p><em><strong>XIII. <\/strong><\/em> Virginia Bohol Villamor wurde am 8. November 2018 nach Mitternacht verhaftet. Sie wurde von ihrem Ehemann Alberto und Vicente Ladlad, einem Friedensberater der Nationalen Demokratischen Front, begleitet. Obwohl Villamor aufgrund eines Beckenbruchs qu&auml;lende Schmerzen erlitt, wurde sie gezwungen, sich auf den Boden zu werfen, w&auml;hrend Soldaten ihre Gewehre auf sie und ihre Begleiter richteten. Sie wurden sp&auml;ter wegen illegalen Besitzes von Schusswaffen und Sprengstoff angeklagt.<\/p><p><strong>Eine Warnung an die Milit&auml;rpolizeibeh&ouml;rden<\/strong><\/p><p>Mit der Verabschiedung des philippinischen Menschenrechtsgesetzes (H.R. 8313) im US-Kongress am 17. September 2022 k&ouml;nnten der philippinischen Nationalpolizei und den Streitkr&auml;ften der Philippinen eine gewisse Einschr&auml;nkung bei der Verh&auml;ngung von Verhaftungen ohne Haftbefehl, Schikanen, Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen auferlegt werden. Sollten diese Praktiken fortgesetzt werden, so zielt der Gesetzentwurf darauf ab, die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Polizei und Milit&auml;r in H&ouml;he von Hunderten von Millionen US-Dollar f&uuml;r Logistik, Waffen, Ausbildung usw. auszusetzen. W&auml;hrend seiner Herrschaft erhielt Marcos sr. Milliarden an US-Milit&auml;rhilfe, von denen er einen Gro&szlig;teil stahl und auf geheime Bankkonten in der Schweiz, Panama und anderswo deponierte, allesamt Gelder, die heute von seinem Sohn und seinen G&uuml;nstlingen genutzt werden.<\/p><p>Der Gesetzentwurf 8313 basiert auf den j&auml;hrlichen Berichten des US-Au&szlig;enministeriums &uuml;ber &bdquo;willk&uuml;rliche oder ungesetzliche T&ouml;tungen&ldquo;, die w&auml;hrend Dutertes Drogenkrieg begangen wurden. Er erw&auml;hnt den Fall der Senatorin Leila de Lima, die seit Februar 2017 als &bdquo;entschiedene Kritikerin au&szlig;ergerichtlicher T&ouml;tungen im Drogenkrieg&ldquo; inhaftiert ist, sowie Gewerkschaftsf&uuml;hrer und Gesetzgeber, die get&ouml;tet oder als politische Gefangene festgehalten werden (wie die oben genannten H&auml;ftlinge).<\/p><p>Nicht zu vernachl&auml;ssigen ist die Erw&auml;hnung der ber&uuml;chtigten &bdquo;Verunglimpfung Andersdenkender, die institutionalisiert und normalisiert wird&ldquo;, die die Regierung auf der Grundlage des Antiterrorismusgesetzes von 2020 betreibt. Dieses Gesetz erm&ouml;glicht es der mit Milliarden von Peso finanzierten staatlichen &bdquo;Counterinsurgency&ldquo; (&bdquo;Aufstandsbek&auml;mpfung&ldquo;) in Gestalt der <em>Nationalen Task Force zur Beendigung des lokalen kommunistischen bewaffneten Konflikts (NTF-ELCAC)<\/em>, abweichende Meinungen der Zivilgesellschaft zu unterdr&uuml;cken. Es dient dazu, die Bill of Rights der philippinischen Verfassung au&szlig;er Kraft zu setzen und die autorit&auml;re, faschistische Methode &bdquo;sozialer Harmonisierung&ldquo; wiederzubeleben, die Bongbongs Vater vor fast vierzig Jahren eingef&uuml;hrt hat &ndash; eine Trag&ouml;die, die heute als uns&auml;gliche Farce wiederbelebt wird.<\/p><p><em><strong>Quellenverzeichnis<\/strong><\/em><\/p><ul>\n<li>ABS-CBN. 2015. &bdquo;Duterte admits links to Davao Death Squads.&ldquo;<em> News.<\/em> (May 25)<\/li>\n<li>Beltran, Michael. 2022. &bdquo;Haunted by our continuing pain: Martial law survivors react to Marcos restoration.&ldquo; <em>The News Lens<\/em> (June 8). international.thenewslens.com<\/li>\n<li>Bolledo, Jairo. 2022. &bdquo;In Numbers: Political Prisoners in the Philippines Since 2001&ldquo;. <em>Rappler <\/em>(August 21).<\/li>\n<li>CENPEG. 2022. &bdquo;The May 2022 Elections and the Marcos Restoration: Looking Back and Beyond.&ldquo; <em>Monthly Political Analysis No. 15<\/em>. Quezon City: Center for People Empowerment in Governance.<\/li>\n<li>Martial Law Files. 2012. &bdquo;Adora Faye de Vera.&ldquo; <em>Martial Law Files<\/em>. (Dec. 4, 2012). <a href=\"http:\/\/www.wordpress.com\/2012\/12\/03\/adora-faye-de-vera-2\/floc\">wordpress.com\/2012\/12\/03\/adora-faye-de-vera-2\/floc<\/a><\/li>\n<li>Marx, Karl &amp; Frederick Engels. 1968. &bdquo;The Eighteenth Brumaire of Louis Bonaparte.&ldquo; In <em>Selected Works<\/em>. New York: International Publishers <em>bzw.<\/em> Karl Marx\/Friedrich Engels &ndash; Werke, Band 8, &bdquo;Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte&ldquo;, S. 115. Berlin\/DDR: Dietz Verlag, 1972.<\/li>\n<li>McCoy, Alfred. 2001. &bdquo;Dark Legacy: Human Rights Under the Marcos Regime.&ldquo; In <em>Memory, Truth Telling and the Pursuit of Justice: A Conference on the Legacy of the Marcos Dictatorship. <\/em>Quezon City: Office of Research and Publications, Ateneo de Manila University.<\/li>\n<li>Melencio, Gloria Esquerra. 1998. <em>Report for Martial Law Files Website, <\/em>Sponsored by the Commission on Human Rights, UN Development Program for Claimants 1081.<\/li>\n<li>Ocampo, Ambeth. 2022. &bdquo;Maid in Malaca&ntilde;ang: A biased review.&ldquo; <em>Philippine<\/em> <em>Daily Inquirer<\/em> (August 5). <a href=\"https:\/\/www.inquirer.net\/\">inquirer.net<\/a><\/li>\n<li>San Juan, E. 2013. &bdquo;U.S. Imperial Humanitarian Blessing: Torture of Women Political Prisoners in the Philippines.&ldquo; <em>International Marxist Humanist Organization.<\/em> (27 August). <a href=\"https:\/\/imhojournal.org\/articles\/iperial-humanitarianism-u.s.-neocolony-torture-war-women-prisoners-philippines-e-san-juan\">imhojournal.org\/articles\/iperial-humanitarianism-u.s.-neocolony-torture-war-women-prisoners-philippines-e-san-juan<\/a><\/li>\n<li>San Juan, E. 2021. <em>Maelstrom over the Killing Fields: Interventions in the Project of National-Democratic Liberation.<\/em> Quezon City: Pantax Press.<\/li>\n<li>Tuquero, Loreben. 2002. &bdquo;A made-up Marcos name: False misleading claims abound in &lsquo;Maid in Malaca&ntilde;ang.&ldquo;<em> Rapple<\/em>r (August 11, 2022).<\/li>\n<li>United States Congress. 2022. &bdquo;H.R. 3884. Philippine Human Rights Act.&ldquo; Congressional Records. Washington DC: United States Congress. <a href=\"https:\/\/www.congress.gov\/bill\/117th-Congress\/house-bill\/3884\">congress.gov\/bill\/117th-Congress\/house-bill\/3884<\/a><\/li>\n<li>Varona, Inday Espino. 2022. &bdquo;Arrested rebel a symbol of Marcos atrocities against women dissidents.&ldquo; <em>Rappler <\/em>(August 26).<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>]  Epifanio San Juan jr. oder E. San Juan, Jr. ist einer der herausragendsten und vielseitigsten philippinisch-US-amerikanischen Intellektuellen, dessen Arbeiten ein breites Spektrum von Bereichen und Disziplinen, von Kulturstudien, vergleichender Literaturwissenschaft, ethnischen und rassischen Studien, postkolonialer Theorie, Semiotik bis hin zu philosophischen Untersuchungen des historischen Materialismus umfasst. Gleichzeitig versteht er sich als Sozialaktivist, dessen Politisierung in den Studentenbewegungen in den Philippinen und in den USA in den 1950er und 1960er Jahren erfolgte.<br>\nSan Juan jr. ist emeritierter Professor f&uuml;r Englisch, vergleichende Literaturwissenschaft und ethnische Studien an verschiedenen Universit&auml;ten in den USA. Er war u.a. Stipendiat des W.E.B. Du Bois Institute an der Harvard University und Fulbright-Professor f&uuml;r Amerikastudien an der Universit&auml;t Leuven (Belgien). Als Leiter des <em>Philippines Cultural Studies Center<\/em> in Storrs (US-Bundesstaat Connecticut) verfasste er eine Vielzahl von B&uuml;chern &ndash; darunter die B&auml;nde <em>US Imperialism and Revolution in the Philippines <\/em>und <em>From Globalization to National Liberation<\/em>. 1999 erhielt er den <em>Centennial Award for Achievement in Literature <\/em>vom<em> Cultural Center of the Philippines<\/em> f&uuml;r seine Beitr&auml;ge zu philippinischen und philippinisch-amerikanischen Studien.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>]  <a href=\"https:\/\/martiallawmuseum.ph\/\">martiallawmuseum.ph\/<\/a> <em>&amp;<\/em> <a href=\"https:\/\/martiallaw.ph\/\">martiallaw.ph\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>]  Heimatprovinzen von Marcos und seiner Gattin Imelda im Norden und Zentrum des Archipels.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>]  &bdquo;Chinoys&ldquo; oder &bdquo;Tsinoys&ldquo; meint Filipinos mit chinesischen Wurzeln. Sie kamen bereits w&auml;hrend der spanischen Kolonialzeit (1571-1898) ins Land und schafften es vielfach, durch &bdquo;inter-marriages&ldquo; mit Filipinas zu wohlhabenden Familien aufzusteigen. In der Regel exponieren sie sich nicht &ouml;ffentlich und politisch, nutzen freilich im Hintergrund ihren wirtschaftlichen Einfluss zur Patronage ihnen geneigter Politiker.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>]  Corazon C. Aquino war Pr&auml;sidentin von 1986 bis 1992, w&auml;hrend ihr Sohn Benigno S. Aquino III. von 2010 bis 2016 im Malaca&ntilde;ang-Palast amtierte.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>]  Siehe N&auml;heres in: <em>Philippinen: Telegener Sturz eines Despoten *<\/em> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70226\">nachdenkseiten.de\/?p=70226<\/a> <em>&amp; Rainer Werning \/ J&ouml;rg Schwieger (Hg.) | Handbuch Philippinen *<\/em> <a href=\"https:\/\/www.regiospectra.de\/buecher\/handbuch-philippinen-detail\">regiospectra.de\/buecher\/handbuch-philippinen-detail<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>]  Philippine Constabulary\/Integrated National Police (PC\/INP) war der Vorl&auml;ufer der heutigen Nationalpolizei (PNP).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>]  US-Pr&auml;sident William McKinley hatte 1898 die gewaltsame Annexion der Philippinen mit eben diesem Leitspruch zu legitimieren versucht.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>]  Ramos hatte sich buchst&auml;blich im letzten Moment von seinem langj&auml;hrigen G&ouml;nner Marcos getrennt, wechselte 1986 abrupt ins Aquino-Lager &uuml;ber und war von 1992 bis 1998 12. Pr&auml;sident der Philippinen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>]  In der Visaya-Inselgruppe im Zentrum des Landes.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>]  &bdquo;Salvage&ldquo; meint eigentlich die Rettung von in (See-)Not geratenen Personen. Die Marcos-Schergen benutzten diesen Begriff als zynisch-euphemistisches Herunterspielen ihrer Schandtaten.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>]  Eine Anspielung auf das hochbrisante Buch von <em>Primitivo Mijares: The Conjugal Dictatorship of Ferdinand and Imelda Marcos, 1976 Edition * <\/em><a href=\"http:\/\/rizalls.lib.admu.edu.ph:8080\/ebooks2\/Primitivo%20Mijares.pdf\">rizalls.lib.admu.edu.ph:8080\/ebooks2\/Primitivo%20Mijares.pdf<\/a><br>\nPrimitivo &bdquo;Tibo&ldquo; Mijares war Ferdinand Marcos&rsquo; gesch&auml;tzter &bdquo;Medienzar&ldquo; und Chefpropagandist bis zu seiner Absetzung im Jahr 1975. 1972 war Mijares zum von Marcos kontrollierten <em>Daily Express<\/em> gewechselt und &uuml;bernahm den Vorsitz des <em>National Press Club of the Philippines<\/em> sowie den Vorsitz des Medienbeirats, wodurch er &ndash; nach eigenem Bekunden &ndash; &bdquo;zum einzigen Scharnier zwischen der Milit&auml;rregierung und den praktizierenden Medien&ldquo; wurde. Im Jahr 1975 wechselte Mijares die Seiten. Er wusste zu viel und informierte deshalb im Juni 1975 einen Kongressausschuss in den Vereinigten Staaten. Trotz der Bem&uuml;hungen von Marcos, die Ver&ouml;ffentlichung des Buches zu verhindern, wurde <em>The Conjugal Dictatorship<\/em> 1976 ver&ouml;ffentlicht. Ein Jahr nach der Publikation des Buches h&ouml;rte man nie wieder etwas von &bdquo;Tibo&ldquo; und er wurde Jahre sp&auml;ter f&uuml;r tot erkl&auml;rt. Sein j&uuml;ngster Sohn, Luis Manuel (16 J.), wurde entf&uuml;hrt, gefoltert und sp&auml;ter ermordet und verst&uuml;mmelt aufgefunden &ndash; als Folge der Ver&ouml;ffentlichung von <em>Die eheliche Diktatur<\/em>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>]  Da schwanken die Zahlen indes zwischen etwa 6.000 bis ann&auml;hernd 8.000.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>]  s. Anm. 10.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>]  Die am 24. April 1973 gegr&uuml;ndete Nationale Demokratische Front der Philippinen (NDFP) versteht sich als politisches Untergrundb&uuml;ndnis im Kampf f&uuml;r nationale Freiheit und die Verwirklichung demokratischer Rechte des Volkes. Die NDFP verfolgt ein entsprechendes Zw&ouml;lf-Punkte-Programm und umfasst momentan insgesamt 18 Mitgliedsorganisationen, von denen jeweils die Kommunistische Partei (CPP) und ihre Guerillaformation in Gestalt der Neuen Volksarmee (NPA) eine politisch-ideologische beziehungsweise milit&auml;rische F&uuml;hrungsrolle im Konzept eines vom Hinterland entfesselten sogenannten &bdquo;langwierigen Volkskrieges&ldquo; gem&auml;&szlig; maoistischem Vorbild in China einnimmt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. September vor 50 Jahren verh&auml;ngte der philippinische Pr&auml;sident Ferdinand E. Marcos qua Proklamation Nr. 1081 das Kriegsrecht &uuml;ber den s&uuml;dostasiatischen Inselstaat. Zwar wurde es offiziell am 13. Januar 1981 aufgehoben, doch Marcos behielt sich das Recht vor, auch weiterhin mit Erlassen und Notverordnungen zu regieren, bis sein Regime Ende Februar 1986 beendet und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89235\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":89236,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,126,20,85,190],"tags":[2871,881,2183,927,3300,2163,2539,3228,3037,2840,305,2177,1971,309,2516,545,2490,827,1556],"class_list":["post-89235","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-pr","category-wahlen","tag-antikommunismus","tag-armut","tag-duterte-rodrigo","tag-folter","tag-freilassung","tag-gefaengnis","tag-kriegsrecht","tag-marcos-jr-ferdinand","tag-marcos-ferdinand","tag-massenmord","tag-menschenrechte","tag-militaerdiktatur","tag-philippinen","tag-repressionen","tag-revanchismus","tag-sexueller-missbrauch","tag-staatsterrorismus","tag-stigmatisierung","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ESJ-Text-_-police-prison-jail-torture.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89235","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=89235"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89235\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89239,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89235\/revisions\/89239"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/89236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=89235"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=89235"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=89235"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}