{"id":89240,"date":"2022-10-16T09:00:18","date_gmt":"2022-10-16T07:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240"},"modified":"2022-10-14T13:47:00","modified_gmt":"2022-10-14T11:47:00","slug":"hinweise-der-woche-278","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h01\">&ldquo;Wir befinden uns in einer sehr, sehr gef&auml;hrlichen Situation&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h02\">&raquo;Wir sind dazu in der Lage&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h03\">&laquo;US-Strategie seit 100 Jahren: Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Zentraleuropa und Russland verhindern&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h04\">Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h05\">Vom Wirbel des Krieges gepackt: Daniela Dahn zu Waffenlieferungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h06\">Terror auf der Krim-Br&uuml;cke zwingt Russland zur Entfesselung von Shock&rsquo;n Awe*<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h07\">Ohne USA h&auml;tte es den furchtbaren Krieg in Jemen nicht gegeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h08\">Gaspreisbremse: Zwischenbericht der Kommission ist eine Entt&auml;uschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h09\">Spielwiese f&uuml;r Gro&szlig;investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240#h10\">Linkspartei: Die Stunde der Denunzianten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Wir befinden uns in einer sehr, sehr gef&auml;hrlichen Situation&ldquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem Ex-CIA-Analysten George Beebe &uuml;ber die akute Gefahr eines Atomkrieges. [&hellip;]<br>\nDenn der logische Endpunkt dieser Eskalation w&auml;re f&uuml;r alle eine Katastrophe.<br>\nEin Atomkrieg?<br>\nGenau. Und dem entgeht man nicht, indem man die andere Seite in eine Ecke dr&auml;ngt, aus der sie nicht mehr rauskommt. Kennedy sagte, dass die wichtigste Lektion der Kubakrise gewesen sei, dass die F&uuml;hrer von Nuklearm&auml;chten sich nicht gegenseitig in die Lage bringen d&uuml;rfen, dass es nur noch die Wahl zwischen Dem&uuml;tigung und Atomkrieg gibt.<br>\nWurden diese Lektionen nicht ernst genommen?<br>\nDas ist alles lange her, das war eine andere Generation von Staatschefs. Die Generation heute glaubt, dass milit&auml;rische Auseinandersetzungen gewonnen werden k&ouml;nnen. Und dass nukleare Superm&auml;chte wie Russland besiegt werden k&ouml;nnten. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber was f&uuml;r Kompromisse m&uuml;sste man denn reden, um Putin davon zu &uuml;berzeugen, dass es nicht die Situation der Dem&uuml;tigung ist, vor der Kennedy so gewarnt hat?<br>\n&Uuml;ber das, um was es den Russen von Anfang an ging. Dass die Ukraine nicht Teil eines westlichen Milit&auml;rb&uuml;ndnisses sein wird. Richtig. Sie haben seit 2008, als die Nato zum ersten Mal die Entscheidung verk&uuml;ndete, dass die Ukraine und Georgien eines Tages Mitglieder des Nato-B&uuml;ndnisses sein w&uuml;rden, die Bedeutung dieses Punktes betont. Und die Bereitschaft, einen Kompromiss zu finden, w&uuml;rde diese Krise oder diesen Krieg nicht von selbst l&ouml;sen, aber sie w&uuml;rde einen Kontext schaffen, in dem ein Ausweg viel leichter zu finden ist als unter den derzeitigen Umst&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/george-beebe-eskalation-atombombe-atomwaffen-1.5672722%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann nur hoffen, dass sich solche Stimmen innerhalb des tiefen Staats der USA durchsetzen und die Welt einer katastrophalen Eskalation entgeht.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Das Ende des nuklearen Tabus<\/strong><br>\nPutins Atom-Drohungen sind ernst zu nehmen. Der Westen muss die Ukraine unterst&uuml;tzen &ndash; und trotzdem f&uuml;r Verhandlungen mit Moskau offen sein.<br>\nSeit der milit&auml;rischen Aggression Russlands gegen die Ukraine hat Pr&auml;sident Putin mehrmals mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen gedroht. Er werde russisches Territorium, einschlie&szlig;lich der am 5. Oktober v&ouml;lkerrechtswidrig einverleibten ukrainischen Gebiete, &bdquo;mit allen Mitteln&ldquo; verteidigen. Das sei &bdquo;kein Bluff&ldquo; f&uuml;gte er hinzu. Ich rate dazu, diese Drohungen sehr ernst zu nehmen und sich nicht auf die Beschwichtigungen angeblicher Expertinnen und Experten zu verlassen, die die Verhaltensweisen Putins in bester &bdquo;Putin-Versteher&ldquo;-Manier glauben vorhersagen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/das-ende-des-nuklearen-tabus-6245\/\">Rolf M&uuml;tzenich im IPG Journal<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Teilweise gute Gedanken, aber st&auml;ndig auch bei Hoffnungstr&auml;ger M&uuml;tzenich Verbeugungen vor den westlichen Glaubenss&auml;tzen und Behauptungen. Einfach schade. Der Mann steht vermutlich gewaltig unter Druck.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Wir sind dazu in der Lage&laquo;<\/strong><br>\nVor ein paar Tagen also die Nachricht, dass vier L&ouml;cher in den Nord-Stream-Pipelines sind, dass unvorstellbar gro&szlig;e Mengen an Gas austreten. In fast allen Medien steht der Schuldige dieser unfassbaren Tat rasch fest: Russland. Cui bono? Diese Frage stellt fast niemand. (&hellip;)<br>\nIch habe mal in Amherst College studiert. Es ist eine Kadermische der M&auml;chtigen und Reichen f&uuml;r die Herrschenden in den USA und fast weltweit. Dort trifft sich die kommende F&uuml;hrungsschicht. The Masters of the Universe.<br>\nEiner meiner Fu&szlig;ballpartner war beispielsweise Prinz Albert von Monaco. (&hellip;)<br>\nAm Anfang war ich baff. Wollte nicht glauben, mit was f&uuml;r einer Selbstverst&auml;ndlichkeit dort die amerikanische Hegemonie gelehrt wurde und wird. Amherst nennt sich Liberal Arts College. Liberal? Imperial. Dort lernte ich, dass es den USA stets nur um sich geht.<br>\n1980, als die USA bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid gegen die Sowjetunion Eishockey spielten, wurde uns von der Studentenvertretung T-Shirts geschenkt. Auf ihnen: ein tumber, h&auml;sslicher, w&uuml;tender B&auml;r, an dessen Kopf ein Puck in rot-wei&szlig;-blau, den Farben der USA, knallt, dass das Blut spritzt, dar&uuml;ber die Aufschrift: &raquo;Puck you, Russia!&laquo;<br>\nNach einiger Zeit bekam ich Angst vor dieser imperialen Indoktrination, diesen drei S&auml;ulen des aggressiven Amerikanismus: &raquo;God&rsquo;s Own Country&laquo;. Also:  Gottesstaat. Auserw&auml;hltes Volk. &raquo;Manifest Destiny&laquo;: Es ist unser Schicksal, die Welt nach unserem Bild zu gestalten. &raquo;Monroe Doctrine&laquo;: Die Legitimation weltweiter Expansion. Und &uuml;ber allem: You are American. You are free. Our system works. We are Number One.<br>\nNoch etwas: Ein Land, das es schafft, gigantischen Landraub, einen V&ouml;lkermord an Millionen Menschen zu Wildwest(klamauk)filmen zu verarbeiten: tapferer wei&szlig;er Mann gegen b&ouml;sen roten Mann, tapferer wei&szlig;er Mann muss wei&szlig;e Frau vor Entf&uuml;hrung, Vergewaltigung vor rotem Mann sch&uuml;tzen, tapferer, wei&szlig;er Mann darf tun, was er will, er hat ja Gott auf seiner Seite &ndash; dem traue ich ziemlich viel zu.<br>\nDen Russen traut man alles zu. Das ist Konsens. Den Amerikanern nicht. Vielleicht ist das ein Fehler.<br>\nNochmals Kissinger, diesmal im Original: &raquo;To be an enemy of America can be dangerous, but to be a friend is fatal.&laquo; Dazu passt ein Gedanke des wohl bekanntesten Kritikers US-amerikanischer Politik, Noam Chomsky: &raquo;Die Amerikaner bek&auml;mpfen die Russen bis zum letzten Ukrainer.&laquo;<br>\nVermutlich wird es sehr lange dauern, bis die Welt erf&auml;hrt, wenn &uuml;berhaupt, wer warum wie diese R&ouml;hren perforierte.<br>\nWer immer diese Wahnsinnstat begangen hat, der will weitere Eskalationen. Der nimmt kaltbl&uuml;tig in Kauf, dass es nun tats&auml;chlich zum &Auml;u&szlig;ersten kommen kann: dem Dritten Weltkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/wir-sind-dazu-in-der-lage\/\">Arno Luik in Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Nord-Stream-Anschlag &ndash; Gebremster Wissensdurst bei der T&auml;tersuche<\/strong><br>\nMit den Anschl&auml;gen auf die Erdgasleitungen Nord Stream 1 und 2 nahe der schwedischen Insel Bornholm sind die direkten Lieferverbindungen aus Russland nach Deutschland nach ihrer politisch bedingten Stilllegung nun auch physisch gekappt worden. Klar ist, dass die Tat Kapazit&auml;ten voraussetzt, die lediglich staatlichen Stellen zur Verf&uuml;gung stehen &ndash; U-Boote oder Marinetaucher. Dazu, wer aber die Anschl&auml;ge ver&uuml;bt hat, bei denen am Montag wohl gro&szlig;e L&ouml;cher in die Pipelines gesprengt wurden, ist nichts bekannt.<br>\nUnmittelbar nach Bekanntwerden der Anschl&auml;ge gab es einige, die zwar nichts wussten, aber sich dennoch sicher waren zu wissen, wer da dahinter steckt: Bei Markus Lanz etwa gab ein vermeintlicher Milit&auml;rexperte, namens Christian M&ouml;lling zum Besten: &bdquo;Alles das spricht daf&uuml;r, dass wir es hier wahrscheinlich mit Russland als T&auml;ter zu tun haben.&ldquo; &Auml;hnliche Schnellsch&uuml;sse gab es in verschiedenen anderen Medien. Auff&auml;llig war allerdings, dass die Bundesregierung mit Aussagen sehr zur&uuml;ckhaltend war. In Berlin wurde &bdquo;gewarnt, zu rasche Schl&uuml;sse zu ziehen&ldquo;. Auch die schwedische und die d&auml;nische Regierung waren offenbar darauf bedacht, die Stimmung nicht durch Mutma&szlig;ungen anzuheizen. Das gilt allerdings nicht f&uuml;r das politische Spitzenpersonal der EU (&hellip;) Man kann davon ausgehen, dass in diesen Tagen kein &Uuml;ber- oder Unterwasserfahrzeug die H&auml;fen von St. Petersburg oder Kaliningrad Richtung Bornholm verlassen kann, ohne dass es von den Sonar- und Unterwassermikrophonen der NATO auf Herz und Nieren gepr&uuml;ft wird.<br>\nJens Berger von den NachDenkSeiten bemerkte dazu: &bdquo;In der Ostsee kann man &ndash; ein wenig &uuml;berspitzt formuliert &ndash; schlie&szlig;lich &sbquo;keinen Furz lassen&lsquo;, ohne dass dies von einer der zahlreichen milit&auml;rischen und zivilen Mess- und Sensorstationen aufgezeichnet wird.&ldquo; Wir d&uuml;rfen davon ausgehen, dass in den Tagen nach dem Anschlag diese Datenflut akribisch darauf hin untersucht wurde, ob da nicht ein russisches Schiff in den fraglichen Gew&auml;ssern unterwegs war. Das doch recht schnell eintretende Verstummen der Medien &uuml;ber die Anschl&auml;ge k&ouml;nnte ein Indiz daf&uuml;r sein, dass die Auswertung aller Daten nichts f&uuml;r Russland Belastendes erbracht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/nord-stream-anschlag-gebremster-wissensdurst-bei-der-taetersuche\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Schwedischer K&uuml;stennebel: Ermittlungen zu Lecks an Gaspipelines.<\/strong><br>\nDie Ermittlungen zu den Explosionen an den Ostseepipelines Nord Stream 1 und 2 haben kaum begonnen, da starten die westlichen Geheimdienste und Justizbeh&ouml;rden bereits ihre Verschleierungsman&ouml;ver. Schwedens amtierende Ministerpr&auml;sidentin Magdalena Andersson hat erkl&auml;rt, Russland nicht an den Ermittlungsergebnissen teilhaben zu lassen: Voruntersuchungen seien in Schweden vertraulich, so Andersson &ndash; was Stockholm nach ihren eigenen Worten nicht hindert, diese Vertraulichkeit mit D&auml;nemark und der BRD zu teilen.<br>\nDas ist mehr als einer dieser kleinen Widerspr&uuml;che des politischen Alltags. Da soll an einem Narrativ gestrickt werden: der Gewissheit, dass Russland seine eigene Pipeline in die Luft gesprengt habe. Was &uuml;brigens, wenn es so w&auml;re, sein gutes Recht und h&ouml;chstens ein Fall f&uuml;r Schadenersatz des russischen Staates gegen&uuml;ber dem Gaskonzern Gasprom gewesen w&auml;re. Die Pipelines geh&ouml;rten russischen Unternehmen, &uuml;brigens deshalb, weil US-Sanktionen das urspr&uuml;nglich anvisierte Joint Venture zwischen Gasprom und vier westeurop&auml;ischen Energieversorgern zum Betrieb der Leitungen torpediert haben. Es sind keine ausl&auml;ndischen Rechte tangiert worden, auch wenn jetzt die Bundesanwaltschaft wegen &raquo;verfassungsfeindlicher Sabotage&laquo; ein Ermittlungsverfahren aufgenommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436483.schwedischer-k%C3%BCstennebel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&laquo;US-Strategie seit 100 Jahren: Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Zentraleuropa und Russland verhindern&raquo;<\/strong><br>\nInterview mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko [&hellip;]<br>\nSie haben immer wieder erw&auml;hnt, dass die ganze Sanktionspolitik der deutschen Wirtschaft massiv schaden wird. Da stellt sich mir die Frage: L&auml;sst die Wirtschaft das einfach so geschehen? Sie ist doch auch ein Machtfaktor? Gibt es keine Stellungnahmen dazu?<br>\nEs gibt vereinzelt Stellungnahmen dazu, aber in der Summe sind das keine Reaktionen, die der Dramatik angemessen w&auml;ren.<br>\nWarum ist das so<br>\nDiese Frage habe ich mir selbst auch schon gestellt. Ich denke, dass hier mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Zum einen sind die grossen Konzerne letztlich in der Hand von multinationalen Finanzkonzernen wie Blackrock und &auml;hnlichen. Die haben kein spezielles Interesse am Wirtschaftsstandort Deutschland. Die k&ouml;nnen die Produktion in andere L&auml;nder verlagern, zum Beispiel in die USA. Ein weiterer Punkt ist, &ndash; und ich habe mich mit einigen Wirtschaftsvertretern getroffen &ndash; dass sie ebenfalls verunsichert und eingesch&uuml;chtert sind. Das Etikett &laquo;Putin-Freund&raquo; zu bekommen, ist im Moment mit das Schlimmste, was einem im &ouml;ffentlichen Leben widerfahren kann. Davor schrecken auch Unternehmer zur&uuml;ck. Das war auf alle F&auml;lle mein Eindruck. Diese Diskurshegemonie, die vorherrscht, die auch von den Big-Tech- und Social-Media-Konzernen stark beeinflusst wird, &auml;hnlich wie in der Corona-Zeit, hat sogar einen Einfluss auf die Entscheidung, sozusagen von Kapitalisten. Es gibt schon vereinzelte Stellungnahmen, aber nicht von BASF oder Bayer, dass Nord-Stream&thinsp;2 ge&ouml;ffnet werden sollte.<br>\nBei kleineren Unternehmen ist das eher der Fall?<br>\nJa, Vertreter von Handwerksbetrieben gingen auf die Stra&szlig;e und machten auf die bestehenden Probleme aufmerksam. Sie forderten explizit die &Ouml;ffnung von Nord-Stream&thinsp;2. F&uuml;r diese Betriebe ist es essenziell, dass sie weiterhin mit gen&uuml;gender und zahlbarer Energie versorgt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-18-19-vom-12-oktober-2022.html#article_1421\">Zeitgeschehen im Fokus<\/a>\n<p>dazu: <strong>Lange vor Februar 2022: EU-Sanktionsplanungen folgten US-Vorgaben<\/strong><br>\nEin EU-Beamter &auml;u&szlig;erte sich anonym dazu auf Politico:<br>\n&ldquo;Das war zu einer Zeit, als niemand in Europa (auf diese Entwicklung) aufpasste, nicht einmal die Geheimdienste.&rdquo;<br>\nEs folgte eine Reise des CIA-Direktors Bill Burns zur EU-Kommission nach Br&uuml;ssel Ende November. Anschlie&szlig;end wurden auf US-Vorschlag sogar w&ouml;chentliche Videokonferenzen mit Vertretern beider Seiten eingerichtet.<br>\nIm Laufe der Gespr&auml;che wurden die M&ouml;glichkeiten eines von den EU-Staaten zu beschlie&szlig;enden Sanktionspaketes im Falle eines russischen Einmarsches in die Ukraine aufgeworfen. Die H&auml;ufigkeit der Videokonferenzen wurde erh&ouml;ht, zuletzt traf man sich sogar t&auml;glich virtuell. Bj&ouml;rn Seibert, Kabinettschef bei von der Leyen, spielte eine besonders wichtige Rolle f&uuml;r den &ldquo;Erfolg&rdquo; des ersten EU-Sanktionspaketes &ndash; so lautet jedenfalls das Lob von US-Beamten:<br>\n&ldquo;Der wichtigste Gespr&auml;chspartner (mit) der Europ&auml;ischen Kommission war Bj&ouml;rn Seibert. Wir hatten ein enormes Ma&szlig; an &Uuml;bereinstimmung in allen Bereichen.&rdquo;<br>\nZudem beschreibt der Bericht, dass auf europ&auml;ischer Seite die EU-Kommission &ndash; und nicht etwa Berlin oder Paris &ndash; bei der Sanktionsfrage die f&uuml;hrende Rolle spielte. Dabei ging die EU-Kommission in Br&uuml;ssel taktisch geschickt vor. So vermied sie es etwa, bis zum letzten Augenblick der Entscheidung einen konkreten Textentwurf vorzulegen, um so vermeiden zu k&ouml;nnen, dass dieser den Medien zugespielt werden k&ouml;nnte. Die Kommission traf sich mit Vertretern der EU-Mitgliedstaaten nur in kleinen Gruppen. Von der Leyen konnte pers&ouml;nlich so einen hohen Grad an Initiative zeigen, da die Regierungschefs vieler wichtiger EU-Staaten im Januar und Februar auch mit wichtigen innenpolitischen Fragen besch&auml;ftigt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/150999-sanktionsentscheidung-eu-war-eng-mit\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Weg in Abh&auml;ngigkeit und Autokratie. Wie von der Leyen die EU umgestaltet<\/strong><br>\nDie Russland-Sanktionen waren schon weit vor Beginn der Milit&auml;roperation in der Ukraine zwischen der Kommissionspr&auml;sidentin und Washington abgesprochen, wie die Tageszeitung &ldquo;Politico&rdquo; schreibt. Von der Leyen zwingt die EU in die Abh&auml;ngigkeit von den USA und weitet ihre Macht aus.<br>\nKaum eine Person verk&ouml;rpert die viel beschworenen europ&auml;ischen Werte und den Begriff Demokratie so wenig wie Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen. Das legt ein Beitrag der Washingtoner Tageszeitung Politico nahe. Das Blatt geh&ouml;rt seit August 2021 zu dem deutschen Medienkonzern Axel Springer. Der mit &ldquo;Europas Amerikanische Pr&auml;sidentin: Das Paradox der Ursula von der Leyen&rdquo; &uuml;berschriebene Essay zeichnet ein Bild von der Leyens als eine weitgehend isolierte Person. Sie sei von &auml;u&szlig;erstem Misstrauen gegen&uuml;ber ihrem Umfeld gepr&auml;gt. Und in ihren Entscheidungen sei sie abh&auml;ngig von wenigen, daf&uuml;r ausschlie&szlig;lich transatlantisch orientierten Beratern. Der wichtigste ist ihr Stabschef Bj&ouml;rn Seibert, der sich selbst in einem Interview mit dem Handelsblatt als ersten Ansprechpartner von der Leyens bezeichnet. Sie sei der Star, er die Schnittstelle zu anderen Teams und zur Administration. Seibert ist langj&auml;hriger Vertrauter von der Leyens. Bereits in ihrer Zeit als Verteidigungsministerin, die vom Skandal um exorbitante Beraterhonorare &uuml;berschattet wurde, war Seibert f&uuml;r von der Leyen t&auml;tig. In der Aff&auml;re deckte Seibert seine Vorgesetzte und machte umfassende Erinnerungsl&uuml;cken geltend. Der Wechsel nach Br&uuml;ssel brachte beide aus der Schusslinie. Dort behielt von der Leyen allerdings ihre intransparente Praxis bei und rutschte wegen gel&ouml;schter Handydaten bereits in den n&auml;chsten Skandal.<br>\nPolitico legt nun offen, dass von der Leyen und ihr Stabschef Seibert schon lange vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine mit den USA Absprachen zu gemeinsamen Sanktionen gegen Russland getroffen haben. Diese Absprachen fanden ohne Konsultationen von EU-Gremien statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/151186-weg-in-abhangigkeit-und-autokratie\/\">Gert Ewen Ungar auf RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr<\/strong><br>\nOffensichtlich k&ouml;nnen sich die USA eine extensive Verschuldung leisten. Woran liegt das? Vereinfacht gesagt liegt das daran, dass die USA eine wirtschaftliche und milit&auml;rische Supermacht sind und der Dollar die globale Leitw&auml;hrung ist. Mit diesem Power-Status k&ouml;nnen sie so viele Dollar drucken, wie sie wollen &ndash; sie werden immer Abnehmer daf&uuml;r finden. Damit das so bleibt, m&uuml;ssen die USA den Welthandel dominieren und milit&auml;risch omnipr&auml;sent sein. Darum brauchen die USA die NATO. Und darum gaben sie letztes Jahr ca. 800 Milliarden USD f&uuml;r R&uuml;stung aus.<br>\nWas passiert, wenn der Dollar den Status als globale Leitw&auml;hrung zu verlieren droht? Das w&uuml;rde bedeuten, dass die globale Nachfrage nach dem Dollar einbricht. Eine Entwertung w&auml;re die Folge. Die ausl&auml;ndischen Investoren w&uuml;rden sich massenhaft aus dem Dollar zur&uuml;ckziehen, was eine verheerende Finanzkrise in den USA ausl&ouml;sen und wahrscheinlich zum Kollaps des Wirtschaftssystems f&uuml;hren w&uuml;rde. Eine W&auml;hrungsreform w&auml;re unvermeidlich. Um dieses Szenario zu verhindern, m&uuml;ssen die USA eine Supermacht bleiben. Fallen sie wirtschaftlich zur&uuml;ck, bleibt noch die Option Krieg, der sich in vier Stufen f&uuml;hren l&auml;sst:\n<ul>\n<li>Stufe 1: Wirtschaftskrieg in den Varianten Freihandelsabkommen, Zins- und W&auml;hrungspolitik, Strafz&ouml;lle, Sanktionen<\/li>\n<li>Stufe 2: Planung von Chaos und Regime Change<\/li>\n<li>Stufe 3: Stellvertreterkrieg<\/li>\n<li>Stufe 4: Invasion<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/wirtschaft\/wer-solche-freunde-hat-braucht-keine-feinde-mehr\/%20\">Overton Magazin<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>US-Boom durch Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten sind der gr&ouml;&szlig;te Profiteur des Wirtschaftskriegs gegen Russland. Bereits im August, und damit so fr&uuml;h im Jahr wie noch nie, haben die Warenexporte aus der BRD in die USA die Marke von 100 Milliarden Euro &uuml;berschritten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchsen die deutschen Ausfuhren in die USA um 27,2 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.<br>\n&raquo;Sicherlich hat der im Vergleich g&uuml;nstige Euro seinen Anteil an den guten Gesch&auml;ften deutscher Exporteure in den USA&laquo;, sagte der Pr&auml;sident des Bundesverbands Gro&szlig;handel, Au&szlig;enhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, zu Reuters. Im Zuge der durch die Russland-Sanktionen drastisch gestiegenen Energiepreise hat die Gemeinschaftsw&auml;hrung seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert zum US-Dollar verloren. Dar&uuml;ber hinaus h&auml;tten auch die Aussetzung der gegenseitigen Strafz&ouml;lle im Airbus-Boeing-Handelsstreit und die Aussetzung des Handelskonflikts um Stahl- und Aluminiumz&ouml;lle dazu beigetragen, dass sich die Bedingungen f&uuml;r den bilateralen Handel mit den USA verbessert haben.<br>\nDamit der Handel k&uuml;nftig reibungsloser abl&auml;uft, will Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ihm l&auml;stige demokratische Barrieren kippen. In seiner Rede auf dem &raquo;Maschinenbaugipfel&laquo; des Branchenverbands VDMA am Dienstag in Berlin sprach er sich daf&uuml;r aus, Zustimmungsverfahren zu sogenannten Freihandelsabkommen zu beschleunigen. Es solle in Zukunft ausreichen, wenn lediglich das EU-Parlament die Vertragswerke absegne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436455.sanktionen-gegen-russland-us-boom-durch-wirtschaftskrieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vom Wirbel des Krieges gepackt: Daniela Dahn zu Waffenlieferungen<\/strong><br>\nLasst euch nicht in den Ruin f&uuml;hren &ndash; das Menschenrecht auf Leben verteidigen. Exklusive Vorabver&ouml;ffentlichung aus dem neuen Buch von Daniela Dahn. [&hellip;]<br>\nDer gegenw&auml;rtige Krieg ist eine einzige Katastrophe &ndash; f&uuml;r die ganze Welt, aber vor allem f&uuml;r die Ukraine. Wer immer dar&uuml;ber nachdenkt, fragt sich, wie dem geschundenen Land und seinen Menschen am wirksamsten zu helfen ist. Von Anfang an standen sich zwei diametrale Sichtweisen &uuml;ber die zweckm&auml;&szlig;ige Unterst&uuml;tzung gegen&uuml;ber &ndash; Waffen oder Waffenstillstand. Das unbestrittene Recht auf bewaffnete Verteidigung gegen einen Angriffskrieg oder bestreitbare diplomatische L&ouml;sungen. Ein Kriegsende als &bdquo;Siegfrieden&ldquo; nach opferreichen K&auml;mpfen auf dem Schlachtfeld oder mit Blick auf die allseitigen Fehler in der Vorgeschichte sieglos, mit beidseitigen Kompromissen am Verhandlungstisch. Die g&auml;ngige Polemik auf den Punkt gebracht, steht ein &bdquo;naiver Pazifismus&ldquo; einem &bdquo;skrupellosen Bellizismus&ldquo; gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/prod.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/vom-wirbel-des-krieges-gepackt-daniela-dahn-zu-waffenlieferungen-li.275218\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Terror auf der Krim-Br&uuml;cke zwingt Russland zur Entfesselung von Shock&rsquo;n Awe*<\/strong><br>\nDer Terroranschlag auf Krymskiy Most &ndash; die Krim-Br&uuml;cke &ndash; war der sprichw&ouml;rtliche Tropfen, der das Fass zum &Uuml;berlaufen brachte. [&hellip;]<br>\nDer Leiter des russischen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, best&auml;tigte in einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch mit Putin, dass der Terror auf der Br&uuml;cke vom SBU, dem ukrainischen Geheimdienst, ver&uuml;bt wurde.<br>\nBastrykin sagte Putin: &ldquo;Wir haben die Route des Lastwagens, auf der die Explosion stattfand, bereits festgelegt. Bulgarien, Georgien, Armenien, Nordossetien, Krasnodar&hellip; Die Transporteure wurden identifiziert. Mit Hilfe von Mitarbeitern des FSB ist es uns gelungen, Verd&auml;chtige zu identifizieren.&rdquo;<br>\nDer russische Geheimdienst hat dem Milit&auml;rkorrespondenten Alexander Kots entscheidende Informationen zugespielt. Die Ladung wurde von einem ukrainischen Staatsb&uuml;rger in Auftrag gegeben: Sprengstoff, verpackt in 22 Paletten, in Folienrollen unter Plastikfolie, wurde von Bulgarien zum georgischen Hafen von Poti verschifft. Anschlie&szlig;end wurde die Ladung auf einen Lastwagen mit ausl&auml;ndischem Kennzeichen verladen und auf dem Landweg nach Armenien transportiert.<br>\nDie Abfertigung an der armenisch-russischen Grenze verlief reibungslos &ndash; gem&auml;&szlig; den Regeln der Eurasischen Zollunion (sowohl Russland als auch Armenien sind Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion, kurz EAEU). Die Ladung wurde offensichtlich nicht durch R&ouml;ntgenstrahlen entdeckt. Diese Route ist Standard f&uuml;r Lkw-Fahrer, die nach Russland reisen. [&hellip;]<br>\nSchon am Wochenende war klar, dass die ultimative rote Linie &uuml;berschritten worden war. Die russische &ouml;ffentliche Meinung und die Medien waren w&uuml;tend. Trotz seines Status als technisches Wunderwerk stellt der Krymsky Most nicht nur eine kritische Infrastruktur dar, sondern ist auch das visuelle Symbol f&uuml;r die R&uuml;ckkehr der Krim zu Russland.<br>\nAu&szlig;erdem war dies ein pers&ouml;nlicher Terroranschlag auf Putin und den gesamten russischen Sicherheitsapparat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/terror-auf-der-krim-bruecke-zwingt-russland-zur-entfesselung-von-shock-n-awe\">seniora org<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/thecradle.co\/Article\/Columns\/16704%20\">The Cradle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ohne USA h&auml;tte es den furchtbaren Krieg in Jemen nicht gegeben<\/strong><br>\nNach dem Kashoggi-Mord im Jahr 2018 k&uuml;ndigten die USA an, das Betanken von Koalitionsflugzeugen einzuschr&auml;nken. Doch noch heute beaufsichtigen US-R&uuml;stungskonzerne nach Informationen des Council on Foreign Relations die Wartung saudischer Flugzeuge. Im US-Kongress war die Unterst&uuml;tzung umstritten, doch Pr&auml;sident Donald Trump legte dreimal sein Veto ein gegen Gesetzesentw&uuml;rfe, mit denen Waffenverk&auml;ufe an Saudi-Arabien stark eingeschr&auml;nkt worden w&auml;ren.<br>\nNachdem das von Saudi-Arabien angef&uuml;hrte Erd&ouml;lkartell k&uuml;rzlich gegen den Willen der USA eine Drosselung der Erd&ouml;lf&ouml;rderung beschloss, schrieb Daniel B&ouml;hm am 10. Oktober in der NZZ, dass es zwischen Saudi-Arabien und den USA schon lange kriseln w&uuml;rde: &laquo;So sto&szlig;en sich die Amerikaner daran, dass das einst berechenbare Saudi-Arabien unter dem jungen, skrupellosen Mohammed bin Salman seit mehr als sieben Jahren einen brutalen Krieg f&uuml;hrt.&raquo;<br>\nWiederum kein Wort dar&uuml;ber, dass Saudi-Arabien diesen brutalen Krieg ohne milit&auml;rische Hilfe der USA &ndash; und in geringerem Masse auch von Frankreich, Deutschland und Gro&szlig;britannien &ndash; gar nicht f&uuml;hren k&ouml;nnte. Im Gegenteil, schreibt die NZZ: Die USA h&auml;tten den Siebenj&auml;hrigen Krieg sogar abgelehnt. Die alleinige Schuld liege beim skrupellosen Bin Salman.<br>\nEs f&auml;llt auf, dass NZZ-Reporter B&ouml;hm noch Ende August die &laquo;Reformen des Kronprinzen&raquo; &uuml;ber allen Klee lobte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/ohne-usa-haette-es-den-furchtbaren-krieg-in-jemen-nicht-gegeben\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gaspreisbremse: Zwischenbericht der Kommission ist eine Entt&auml;uschung<\/strong><br>\nF&uuml;r private Haushalte soll die Gaspreisbremse fr&uuml;hestens von M&auml;rz in Kraft treten. Auch sonst gilt f&uuml;r das, was die Expertenkommission vorschl&auml;gt: Das ist zu sp&auml;t und zu wenig<br>\nDie Gaspreisbremse kommt &ndash; aber die kommt f&uuml;r die meisten zu sp&auml;t. Dieses Fazit l&auml;sst sich ziehen im Angesicht des Ergebnisses von 35 Stunden Beratungen der Kommission Energie und W&auml;rme.<br>\nDenn f&uuml;r Haushalte soll die Preisbremse erst von M&auml;rz oder April an gelten &ndash; f&uuml;r jeden einigerma&szlig;en klar denkenden Menschen ist das ein Hohn. Denn nat&uuml;rlich fallen die Heizkosten in den Monaten zuvor an. Die Sorge vor immensen Erh&ouml;hungen der Abschlagszahlung und astronomisch hohen Nachzahlungen gibt es schon jetzt.<br>\nDie Kommission begr&uuml;ndet ihren Vorschlag damit, dass der Staat vorher technisch nicht in der Lage sei, die Verbrauche f&uuml;r Haushalte zu erschlie&szlig;en und entsprechend &uuml;ber die Versorger zu deckeln. F&uuml;r die Industrie hingegen soll bereits von Januar 2023 an eine Preisbremse gelten &ndash; sie gilt f&uuml;r ein Volumen von 70 Prozent des Verbrauchs im Jahr 2021. Dieses Volumen kostet Unternehmen sieben Cent pro Kilowattstunde. F&uuml;r private Haushalte erstreckt sich die Bremse zwar auf 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs &ndash; dort schl&auml;gt aber ein immer noch saftiger Preis von zw&ouml;lf Cent pro Kilowattstunde zu Buche.<br>\nDamit geht ein zentraler Vorteil des Gaspreisdeckels fl&ouml;ten &ndash; n&auml;mlich dessen inflationshemmende Wirkung. Sowohl makro&ouml;konomisch als auch f&uuml;r die einzelnen Menschen und ihre Sicherheit im Winter w&auml;re es sinnvoll gewesen, wenn der Deckel zu einem g&uuml;nstigen Preis fr&uuml;her eingef&uuml;hrt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/gaspreis-bremse-zwischenbericht-der-kommission-ist-eine-enttaeuschung\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Analyse der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung: Gaspreisbremse entlastet reiche Haushalte st&auml;rker als bed&uuml;rftige<\/strong><br>\nMit der Gaspreisbremse soll B&uuml;rgern in der Energiekrise geholfen werden. Nun kommt eine Studie zu dem Schluss: Wer eine Villa mit Pool hat, dem wird mehr als achtmal so viel geholfen wie Menschen in einer Mietwohnung.<br>\nIm Eiltempo hat eine Regierungskommission ein Konzept vorgelegt, mit dem Privathaushalte und Unternehmen geholfen werden soll, die steigenden Gaspreisen zu stemmen. Die sogenannte Gaspreisbremse entlastet laut einer Analyse des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung allerdings Haushalte mit viel Geld mehr als Haushalte mit wenig Geld. Zun&auml;chst hatte hier&uuml;ber &raquo;Die Zeit&laquo; berichtet.<br>\nDemnach bekommen zwar die &auml;rmsten zehn Prozent der Haushalte durch die Gaspreisbremse im Schnitt 893 Euro im Jahr erstattet. Ihre Heizrechnung w&uuml;rde sich bei unver&auml;ndertem Verbrauch fast halbieren. Sie m&uuml;ssten statt 2116 Euro nur noch 1222 Euro f&uuml;r Gas ausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gaspreisbremse-entlastet-reiche-haushalte-laut-hans-boeckler-stiftung-staerker-a-7598fc02-86f2-4859-8792-eed068c8a6f0\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Spielwiese f&uuml;r Gro&szlig;investoren<\/strong><br>\nDie &Ouml;konomisierung des Gesundheitswesens schreitet voran. Seit es in den 1980ern m&ouml;glich wurde, dass Krankenh&auml;user Gewinne erzielen, wird der Markt mit der Gesundheit immer attraktiver f&uuml;r weltweit m&auml;anderndes Kapital. Auch in Baden-W&uuml;rttemberg wandern viele Kliniken und Praxen in die H&auml;nde von Gro&szlig;investoren.<br>\nKurze Wege zur n&auml;chsten Behandlung durch verschiedene &Auml;rzt:innen unter einem Dach. In der DDR war dieses Konzept als Poliklinik mit mindestens vier verschiedenen medizinischen Fachbereichen die g&auml;ngigste Art &auml;rztlicher Versorgung. Nach dem Fall der Mauer verloren die Polikliniken bis 1995 nach und nach ihre Zulassung. Auch weil damals alles, was aus der DDR stammte, schon alleine deswegen abgelehnt wurde, wollte die damalige Bundesregierung unter Helmut Kohl die Versorgung auch in den neuen Bundesl&auml;ndern &ldquo;schrittweise in Richtung des Versorgungsangebotes der Bundesrepublik Deutschland mit privaten Leistungserbringern&rdquo; ver&auml;ndern. Doch als 2004 die Sorgen um eine fl&auml;chendeckende medizinische Versorgung wuchsen, wurde die Idee der Polikliniken von der damaligen rot-gr&uuml;nen Bundesregierung unter Gerhard Schr&ouml;der als &ldquo;Medizinische Versorgungszentren (MVZ)&rdquo; reaktiviert. Mit fach&uuml;bergreifenden Gemeinschaftspraxen sollte die &auml;rztliche Versorgung auch an weniger bev&ouml;lkerten Orten gesichert werden. Aber die bundesdeutsche Politik setzte dabei auch im Kabinett von Angela Merkel im Gegensatz zu den Polikliniken voll auf die Privatisierung.<br>\nDas Ergebnis: W&auml;hrend die Zahl der Arztpraxen insgesamt bundesweit r&uuml;ckl&auml;ufig ist, steigt die Anzahl der MVZ seit Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/602\/spielwiese-fuer-grossinvestoren-8443.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Linkspartei: Die Stunde der Denunzianten<\/strong><br>\nDie Linke arbeitet immer konsequenter daran, sich als pro-NATO-Partei zu etablieren. Das zeigt sich nicht nur an der bekannten &ouml;ffentlichen Auseinandersetzung, die gegen Sahra Wagenknecht gef&uuml;hrt wird, obwohl diese immer brav die Formel vom &ldquo;russischen Angriffskrieg&rdquo; im Mund f&uuml;hrt. Angriffe gegen alle Teile der Friedensbewegung sowie gegen Teilnehmer an Sozialprotesten, die sich den Verweis auf die Sanktionen nicht verkneifen, ziehen sich quer durch die Republik. Es erweckt den Eindruck, als wolle man die letzten Reste nicht NATO-konformer Mitglieder hinauss&auml;ubern, um dann desto besser im Gleichklang mit den Olivgr&uuml;nen den Ostlandritter zu geben. (&hellip;)<br>\nWer es wagt, an Protesten gegen die Sanktionspolitik teilzunehmen, ohne alle, die nicht f&uuml;r die Ukraine frieren wollen, zuvor dahingehend zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob er\/sie\/es auch Toiletten f&uuml;r Transgender bef&uuml;rwortet oder sich auch brav an die NATO-Erz&auml;hlung zur Ukraine h&auml;lt, gilt diesen Hohepriestern einer Scheinlinken als &ldquo;rechtsoffen&rdquo;. Man m&ouml;chte gar nicht mehr wissen, was diese &ldquo;Linken&rdquo; wirklich &uuml;ber Rosa Luxemburg denken, deren Namen sie nach wie vor f&uuml;r ihre Stiftung missbrauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/150951-linkspartei-stunde-denunzianten\/\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Linkspartei l&auml;sst Platz links der Sozialdemokratie frei: Bedingungslos zerstritten<\/strong><br>\nSeit der Fusion der SPD-Abspaltung WASG im Westen und der PDS im Osten stritten sich Linke verschiedener Str&ouml;mungen darum, wie sie zu Marxismus und Regierungsbeteiligungen stehen. Heute hat sich die Mitgliedschaft stark ver&auml;ndert. Da blicken ehemalige Fundis und Reformer als gewerkschaftsorientierte Minderheit einer linksliberalen Mitgliedschaft entgegen, deren Emanzipationsbegriff aufs Politische beschr&auml;nkt bleibt und die sich von den Erkenntnissen des wissenschaftlichen Sozialismus verabschiedet hat.<br>\nDem Austrittsreigen folgte nun Ralf Kr&auml;mer, ver.di-Gewerkschaftssekret&auml;r und bisheriger Sprecher der parteiinternen Str&ouml;mung &bdquo;Sozialistische Linke&ldquo;. Meinungsmacher b&uuml;rgerlicher Leitmedien und das bundespolitische Berlin drehen weiter am Rad. Springers &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung: &bdquo;Explosive Stimmung bei der Linkspartei, es droht die Spaltung!&ldquo; (7. Oktober). Und &bdquo;taz&ldquo; und &bdquo;jungle.world&ldquo; spekulieren schon &uuml;ber ein &bdquo;linksnationalistisches Wahlb&uuml;ndnis&ldquo; zur n&auml;chsten EU-Parlamentswahl aus Wagenknecht-Fl&uuml;gel und DKP.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/bedingungslos-zerstritten-173327\/\">unsere zeit<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Russlandrede im Bundestag: Linke verliert seit Wagenknecht-&Auml;u&szlig;erungen zahlreiche Mitglieder<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht hatte der Bundesregierung einen &raquo;beispiellosen Wirtschaftskrieg&laquo; gegen Russland vorgeworfen &ndash; und damit heftige Reaktionen in ihrer Partei ausgel&ouml;st. Nun meldet die Linke Hunderte Parteiaustritte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/linke-hunderte-parteiaustritte-nach-aeusserung-von-sahra-wagenknecht-a-d5a16acc-91ea-49d3-8edf-5b63a50e91c7\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Korrelation ist nicht Kausalit&auml;t, das sollte ein Journalist wissen. In diesem Fall liegt nat&uuml;rlich eine Verbindung mit der Rede von Sahra Wagenknecht nahe, wenn die Anzahl der Austritte wirklich so viel h&ouml;her war als im Durchschnitt. Aber welche Verbindung? Mit Sicherheit werden Mitglieder die Partei wegen der Rede verlassen haben; aber mit Sicherheit einige oder viele Mitglieder auch wegen der miserablen Reaktion der Parteispitze und von Teilen der Bundestagsfraktion. Oder weil die Zerstrittenheit in der Partei einmal mehr deutlich geworden ist und nichts Gutes f&uuml;r die Zukunft erwarten l&auml;sst. Der genannte Fabio de Masi z. B. hat die Partei sicher nicht wegen der Wagenknecht-Rede verlassen (sich allerdings nicht deutlicher ge&auml;u&szlig;ert). Der Artikel transportiert aber unhinterfragt die einseitige Interpretation der Parteispitze.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89240\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-89240","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=89240"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89243,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89240\/revisions\/89243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=89240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=89240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=89240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}