{"id":89255,"date":"2022-10-14T16:21:52","date_gmt":"2022-10-14T14:21:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255"},"modified":"2022-10-14T16:22:57","modified_gmt":"2022-10-14T14:22:57","slug":"hinweise-des-tages-ii-556","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h01\">Elon Musk will nicht mehr f&uuml;r Ukraine-Internet zahlen: Ging Melnyk am Ende zu weit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h02\">Treffen der Nato-Verteidigungsminister: Zeit f&uuml;rs rote Telefon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h03\">Energiekrise bek&auml;mpfen, Reichtum begrenzen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h04\">Energiekrise und die Folgen: Ein Land steht Kopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h05\">Auf Distanz zu Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h06\">Wenn die Rente mit der Wirtschaft wackelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h07\">Virologe Hendrik Streeck: &bdquo;Infektionszahlen sind nicht mehr ausschlaggebend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h08\">FDP-Chef zur Maskenpflicht: &bdquo;Der Staat sollte aufh&ouml;ren, zu bevormunden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h09\">Verst&ouml;rende Einmischung aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h10\">Gipfeltreffen in Astana: Asien will regionale Zusammenarbeit st&auml;rken, Westen bleibt au&szlig;en vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h11\">Interview mit Heike H&auml;nsel zu den Aufgaben der neuen Regierung: &bdquo;Historischer Pakt&ldquo; in Kolumbien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h12\">Vorab-Infos f&uuml;r Medien: Verfassungsgericht brach seine Regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h13\">EU plant biometrische Superdatenbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89255#h14\">Friedensnobelpreis mit geopolitischer Schlagseite<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Elon Musk will nicht mehr f&uuml;r Ukraine-Internet zahlen: Ging Melnyk am Ende zu weit?<\/strong><br>\nZum Friedensplan des Tesla-Chefs f&uuml;r die Ukraine sagte der ukrainische Botschafter, Musk solle &bdquo;sich verpissen&ldquo;. Das tut er jetzt. Mit schweren Folgen.<br>\nElon Musks Raumfahrtfirma SpaceX will die Kosten f&uuml;r den kriegswichtigen Betrieb seines Satelliten-Internetdienstes Starlink in der Ukraine nicht mehr &uuml;bernehmen. Einem US-Medienbericht zufolge schlug die Firma vor, das Pentagon solle einspringen. Am Freitagmorgen deutscher Zeit &auml;u&szlig;erte Elon Musk sich auch pers&ouml;nlich zu dem Vorgang und begr&uuml;ndete die Entscheidung mit den &bdquo;Empfehlungen&ldquo; des scheidenden ukrainischen Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk.<br>\nDer hatte auf Musks Friedensplan f&uuml;r die Ukraine k&uuml;rzlich sehr aggressiv reagiert. Musk solle &bdquo;sich verpissen&ldquo; (&bdquo;fuck off&ldquo;), lie&szlig; Melnyk wissen. Jetzt hat der amerikanische Multi-Milliard&auml;r erkl&auml;rt, beim Ende der Finanzierung von Starlink in der Ukraine w&uuml;rde man einfach dieser &bdquo;Empfehlung&ldquo; des Ukrainers folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/starlink-elon-musk-will-nicht-mehr-fuer-ukraine-internet-zahlen-ging-melynk-am-ende-zu-weit-li.276602\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Treffen der Nato-Verteidigungsminister: Zeit f&uuml;rs rote Telefon<\/strong><br>\nNato-Man&ouml;ver in Westeuropa sind das falsche Signal. US-Pr&auml;sident Biden sollte sich jetzt schleunigst pers&ouml;nlich um Deeskalation bem&uuml;hen.<br>\nIn der kommenden Woche wird mitten in Europa der Atomkrieg ge&uuml;bt. Am belgischen Atomwaffenlager Kleine-Brogel, vermutlich aber auch am deutschen Standort B&uuml;chel in der Eifel werden schwer bewaffnete Nato-Soldaten trainieren, wie sie Wasserstoffbomben vom Typ B-61 abtransportieren und aus Kampfjets &uuml;ber der Nordsee abwerfen k&ouml;nnen.<br>\nV&ouml;llig normal sei das, behauptet Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg. Es handele sich bei &bdquo;Steadfast Noon&ldquo;, so der Name des Man&ouml;vers, um eine lang angek&uuml;ndigte Routine&uuml;bung zur atomaren Abschreckung. Niemand m&uuml;sse sich Sorgen machen, sagte Stoltenberg beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Br&uuml;ssel.<br>\nDoch die Menschen machen sich Sorgen, und das zu Recht. Denn die Lage ist nicht normal, sie ist todernst. Kremlchef Putin hat mit dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine gedroht, US-Pr&auml;sident Biden warnt vor einem nuklearen &bdquo;Arma&shy;ged&shy;don&ldquo;. Die Situation erinnere an die Kubakrise, als es fast zum Atomkrieg gekommen war, so Biden.<br>\nWenn das so ist &ndash; und bei der Nato-Tagung hatte niemand Zweifel daran &ndash;, dann setzen die USA und ihre Verb&uuml;ndeten mit &bdquo;Steadfast Noon&ldquo; das falsche Signal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Treffen-der-Nato-Verteidigungsminister\/!5885900\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Energiekrise bek&auml;mpfen, Reichtum begrenzen!<\/strong><br>\nDie Bundesregierung doktert mit den Entlastungspaketen an Symptomen herum. Sie sollte an die Wurzel der Energiekrise herangehen &ndash; und zum Beispiel die Preisbildungsmechanismen der M&auml;rkte au&szlig;er Kraft setzen.<br>\nDie Energie(preis)krise polarisiert die Sozialstruktur unseres Landes weiter &ndash; genauso wie die m&ouml;glicherweise endemisch gewordene Covid-19-Pandemie. Die relative (Einkommens-)Armut am unteren Rand der Gesellschaft droht sich in absolute, extreme oder existenzielle Armut wie Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit umzuwandeln und dringt immer mehr bis zur unteren Mitte der Gesellschaft vor. Gleichzeitig nimmt die Konzentration des Privatverm&ouml;gens am oberen Rand der Gesellschaft sogar noch zu.<br>\nMan kann im Hinblick auf die sich ausbreitende Energie- und Ern&auml;hrungsarmut von einer statistisch nur schwer erfassbaren, verborgenen oder versteckten Armut sprechen. W&auml;hrend die verf&uuml;gbaren Einkommen momentan eher stagnieren, steigen die Ausgaben wegen der inflation&auml;ren Tendenzen exorbitant, und zwar auch von Menschen, die nach den entsprechenden Kriterien und statistischen Kennziffern gar nicht armutsgef&auml;hrdet sind, weil ihr Einkommen deutlich &uuml;ber der sogenannten EU-Armutsrisikoschwelle von 1.148 Euro monatlich liegt, wodurch sie ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Schon jetzt fragen sich viele Menschen, die bisher im bescheidenen Wohlstand gelebt haben, wie sie im Winter &uuml;ber die Runden kommen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/35-2022\/energiekrise-bekampfen-reichtum-begrenzen\/\">Christoph Butterwegge auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Energiekrise und die Folgen: Ein Land steht Kopf<\/strong><br>\nDie Niederlande leiden in besonderem Ma&szlig;e unter der gegenw&auml;rtigen Energiekrise und der Inflation.<br>\nEnergiekrise, Stickstoffkrise, Kaufkraftkrise und die Krise auf dem Wohnungsmarkt. Die Niederlande befinden sich im Krisenmodus. Im September stieg die Inflation im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 Prozent. Die Folge: Immer mehr B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger verlieren das Vertrauen in die F&auml;higkeit der Regierung, das &ouml;konomische Dickschiff Niederlande sicher durch den schweren Sturm zu bringen, der gerade aufzieht.<br>\nDas war vor vier Wochen auch am Prinsjesdag deutlich zu sehen und vor allem zu h&ouml;ren. Der Prinsjesdag ist ein Feiertag f&uuml;r die Fans der niederl&auml;ndischen Monarchie. K&ouml;nigin und K&ouml;nig fahren in Den Haag mit der Kutsche vom Schloss Noordeinde zum Parlament, um dem Volk den Haushaltsentwurf der Regierung f&uuml;r das kommende Jahr offiziell vorzustellen. Normalerweise jubeln Tausende Menschen dem K&ouml;nigspaar am Wegesrand zu. Friede, Freude, Eierkuchen allerorten. Doch diesmal mischten sich laute Trillerpfeifen und Buhrufe unter den Jubel. Nicht wenige zeigten den Royals sogar den Mittelfinger. Das habe es noch nie gegeben, bemerkten die Kommentatoren des niederl&auml;ndischen Fernsehens, das live &uuml;bertrug.<br>\nEinen Tag sp&auml;ter, am 21. September, debattierte das Parlament &uuml;ber den Haushalt 2023. Es wurde eine denkw&uuml;rdige Debatte. Der Rechtspopulist Geert Wilders war in H&ouml;chstform und las der Regierung wortgewaltig die Leviten. Das Kabinett sa&szlig; fast benommen auf der Regierungsbank und lie&szlig; die Tirade &uuml;ber sich ergehen. Dann kam es zum Eklat: Der rechtsradikale Thierry Baudet, der mit Wilders um die F&uuml;hrung rechtsau&szlig;en konkurriert, behauptete, die linksliberale Finanzministerin Sigrid Kaag sei in den 1980er Jahren w&auml;hrend ihrer Studienzeit am St. Anthony&rsquo;s College in Oxford von Maoisten, Marxisten und prosowjetischen Lehrern unterrichtet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/436575.energiekrise-und-die-folgen-ein-land-steht-kopf.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auf Distanz zu Amerika<\/strong><br>\nMitten in der Energiekrise drosselt Saudi-Arabien seine &Ouml;lproduktion und macht gemeinsame Sache mit Russland. In den Vereinigten Staaten reagiert man emp&ouml;rt und droht dem Golfstaat mit Konsequenzen. Aber der saudische Kronprinz sieht sich am l&auml;ngeren Hebel. Der Fall ist ein weiterer Beleg f&uuml;r die Erosion der globalen Vormachtstellung des Westens.<br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden hat Saudi-Arabien vorigen Juli in der Hoffnung besucht, den saudischen K&ouml;nig Salman und Kronprinz Mohammad bin Salman davon zu &uuml;berzeugen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Energiem&auml;rkte zu beruhigen und die Kraftstoffpreise zu stabilisieren. Au&szlig;erdem forderte er sie dazu auf, die Zusammenarbeit mit China, dem dominierenden Wirtschaftspartner in der Region, zu verringern. Bei den Saudis stie&szlig; er offenbar auf taube Ohren. Trotz Bidens Aufforderung, die &Ouml;lproduktion nicht zu drosseln, k&uuml;ndigten die Energieminister der Opec+ nach einem Treffen in Wien Anfang des Monats an, die Produktion um zwei Millionen Barrel pro Tag zu k&uuml;rzen.<br>\nDiese unerwartete Entscheidung l&ouml;ste Forderungen des US-Kongresses aus, Saudi-Arabien zu bestrafen. Sie verbl&uuml;ffte auch die Regierung Biden, denn alle fr&uuml;heren saudischen Regierungen hatten es vermieden, Washington in Verlegenheit zu bringen, selbst in turbulenten Zeiten ihrer Beziehungen. Der amerikanische Au&szlig;enminister Antony Blinken erkl&auml;rte, sein Land werde Optionen pr&uuml;fen, um auf diesen Schritt zu reagieren, den er als kurzsichtig und entt&auml;uschend bezeichnete. Er sagte auch, die USA w&uuml;rden nicht gegen ihre eigenen Interessen handeln &ndash; und spielte damit auf die Forderung von Kongressmitgliedern an, wichtige in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten stationierte US-Milit&auml;reinrichtungen abzuziehen. Ein Hinweis auf die schwierigen Entscheidungen, vor denen Washington heute steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/saudi-arabien-usa-energiekrise-opec-erdoel-russland-foerdermenge\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wenn die Rente mit der Wirtschaft wackelt<\/strong><br>\nL&auml;nger arbeiten, mehr sparen, mehr Kitas. Wir basteln uns eine Wirtschaft, die zum Rentensystem passt.<br>\nNach der Reform ist vor der Reform. Nach der AHV-Abstimmung machen wir uns nun daran, die 2. S&auml;ule so zu reformieren, dass auch die Frauen auf eine existenzsichernde Rente hoffen k&ouml;nnen. Das ist zurzeit nicht der Fall. Der durchschnittliche Jahreslohn der Frauen, kombiniert mit Ihrem durchschnittlichen Arbeitspensum ergibt &ndash; selbst bei der maximalen Beitragsdauer &ndash; eine AHV-Rente von rund 2000 Franken. Dazu kommen noch rund 500 Franken aus der 2. S&auml;ule. Die H&auml;lfte der Frauen hat somit einen Rentenanspruch von weniger als 2500 Franken.<br>\nWas tun? An Ideen mangelt es nicht. Zum einen soll der Koordinationsabzug sinken oder ganz weg. Konkret: Die BVG-Beitr&auml;ge sollen m&ouml;glichst auf dem ganzen Jahreslohns erhoben werden und nicht erst auf dem 25&rsquo;095 Franken &uuml;bersteigenden Teil. Im Idealfall steigt der monatliche Rentenanspruch damit nach 40 Jahren um rund 500 Franken. Doch auch das reicht kaum zum Leben und kommt zu sp&auml;t. Um existenzsichernde Renten zu erreichen, m&uuml;ssen Frauen auch mehr arbeiten und verdienen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/wenn-die-rente-mit-der-wirtschaft-wackelt\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Virologe Hendrik Streeck: &bdquo;Infektionszahlen sind nicht mehr ausschlaggebend&ldquo;<\/strong><br>\nDeren allererste Ergebnisse hatten schon im Sommer gezeigt, dass wohl 95 Prozent der Bev&ouml;lkerung Corona-Antik&ouml;rper haben und damit im Grunde gegen schwere Verl&auml;ufe gesch&uuml;tzt sind. Am Donnerstag wurden nun die konkreteren Zwischenergebnisse der Studie vorgestellt. Das Ergebnis lautet: Dass 95 Prozent der Menschen in Deutschland Antik&ouml;rper gegen Corona haben, wird best&auml;tigt. Doch es gebe Limitationen der Erhebung und gewichtige L&uuml;cken im Infektionsschutz, so die Forscher.<br>\n&bdquo;Nur dann zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen, wenn neue gef&auml;hrlichere Variante&ldquo;<br>\nBundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), deren Ministerium die Studie im Rahmen des Netzwerks Universit&auml;tsmedizin mit rund drei Millionen Euro f&ouml;rdert, sagte dazu am Donnerstag: &bdquo;Die Immunit&auml;tsstudie ist ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Corona-Datenlage. Sie zeigt, wie wichtig die Wissenschaft zur Bew&auml;ltigung der Pandemie ist. Die gute Nachricht: 95 Prozent der Bev&ouml;lkerung besitzen bereits Antik&ouml;rper gegen das Coronavirus. Demnach ist ein Gro&szlig;teil der Menschen in Deutschland im kommenden Herbst und Winter moderat bis gut gegen schwere Corona-Verl&auml;ufe gesch&uuml;tzt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/gesundheit-oekologie\/corona-pandemie-in-deutschland-immunitaet-antikoerper-virologe-hendrik-streeck-infektionzahlen-sind-nicht-mehr-ausschlaggebend-li.276384%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Immunbridge-Studie: 95 Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung besitzen Antik&ouml;rper gegen Corona<\/strong><br>\nAm 13. Oktober wurden die Zwischenergebnisse der vom Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung (BMBF) gef&ouml;rderten Studie (Immunbr&uuml;cke-Studie) &ldquo;zum Immunisierungsgrad in der Bev&ouml;lkerung gegen SARS-CoV-2&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Diese zweite Analyse stellt eine Datenzusammenf&uuml;hrung von Daten verschiedener Studien dar, die von Juni bis Anfang September 2022 durch &ldquo;Erhebungen zur Immunit&auml;t, zur Impfquote und zu stattgehabten berichteten Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland durchgef&uuml;hrt&rdquo; wurden, so die Darlegungen der Autoren der Studie.<br>\nZu den Ergebnissen erkl&auml;rte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger laut der Pressemitteilung:<br>\n&ldquo;Die Immunit&auml;tsstudie ist ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Corona-Datenlage. Sie zeigt, wie wichtig die Wissenschaft zur Bew&auml;ltigung der Pandemie ist. Die gute Nachricht: 95 Prozent der Bev&ouml;lkerung besitzen bereits Antik&ouml;rper gegen das Coronavirus.&rdquo;<br>\nF&uuml;r Stark-Watzinger ergibt sich ausgehend der Daten:<br>\n&ldquo;Demnach ist ein Gro&szlig;teil der Menschen in Deutschland im kommenden Herbst und Winter moderat bis gut gegen schwere Corona-Verl&auml;ufe gesch&uuml;tzt. &rdquo;<br>\nDer leitende Sprecher der Studie, Prof. Dr. Hendrik Streeck vom Institut f&uuml;r Virologie der Universit&auml;tsklinik Bonn, erg&auml;nzte laut der Pressemitteilung die Auswirkungen auf die Betrachtungsweise kommender Einsch&auml;tzungen:<br>\n&ldquo;Dies bedeutet in der Pandemie-Bek&auml;mpfung, dass Infektionszahlen nicht mehr in erster Linie ausschlaggebend sind, sondern wie viele Patienten im Krankenhaus &lsquo;mit Corona&rsquo; behandelt werden.&rdquo;<br>\nAuch im dritten Corona-Jahr ist dabei jedoch zu beachten, dass der von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach j&uuml;ngst vorgestellte Pandemieradar die Differenzierung in der Statistik einer Krankenhausbelegung oder eines Todesfalles durch die Ereignis-Parameter &ldquo;mit oder wegen Corona&rdquo; weiterhin nicht ber&uuml;cksichtigt. Lauterbach beharrt bez&uuml;glich dieser Realit&auml;t demgegen&uuml;ber weiterhin auf seine Wahrnehmung:<br>\n&ldquo;Das ist oft nicht wirklich gut zu unterscheiden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/inland\/151565-immunbridge-studie-95-prozent-deutschen\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Obwohl evidenzbasierte Daten pr&auml;sentiert worden sind, melden sich die &uuml;blichen &ldquo;Covid-Heulbojen &ndash; an vorderster Stelle Karl Lauterbach &ndash;&rdquo; (Lafontaine) zu Wort.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>FDP-Chef zur Maskenpflicht: &bdquo;Der Staat sollte aufh&ouml;ren, zu bevormunden&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Czaja, teilen Sie die Einsch&auml;tzung von Senatorin Gote, dass die Belastung des Gesundheitswesens und der kritischen Infrastruktur insgesamt bedrohlich ist?<br>\nWir alle k&ouml;nnen beobachten, dass viele Menschen gerade erkranken. Das kann Corona sein oder aber eine einfache Erk&auml;ltung oder eine Entz&uuml;ndung der Nasennebenh&ouml;hlen &ndash; es ist eben gerade Saison f&uuml;r solche Infektionen. Wir wissen aber auch, dass in Berlin immer noch nicht unterschieden werden kann, ob jemand mit oder wegen Corona ins Krankenhaus kommt. Wenn sich jemand das Bein bricht und im Krankenhaus positiv auf Corona getestet wird, geht er in die Statistik als hospitierter Corona-Patient ein. Das ist absurd, denn sein Problem ist das gebrochene Bein, nicht Corona. Die Situation auf den Stationen unserer Krankenh&auml;user ist auch deshalb an vielen Stellen kritisch. Leider war das schon vor Corona so und jetzt ist es noch schlimmer. Passiert ist in den letzten Jahren vonseiten des Senats kaum etwas, um dem entgegenzuwirken. Das ist extrem &auml;rgerlich.<br>\nIm Tragen von OP-Masken sieht die Senatorin eine moderate, aber effiziente Ma&szlig;nahme gegen die Herbstwelle. Wie sehen Sie das?<br>\nWir haben jetzt bald drei Jahre Corona hinter uns. Die jetzigen Varianten sind im Gro&szlig;en und Ganzen harmloser als zu Beginn der Pandemie. Die Menschen wissen, wie sie sich selbst sch&uuml;tzen k&ouml;nnen. Wer eine Maske tragen will, sollte das tun. Wer gro&szlig;e Menschenmassen meiden will, sollte auch das tun. Aber der Staat sollte jetzt endlich Abstand davon nehmen, die Menschen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig zu bevormunden. Es ist gut, auf eine Notlage vorbereitet zu sein, daher macht die geltende Rechtslage Sinn, aber wir haben keine Notlage.<br>\nWelche Alternativen schlagen Sie zum Maskentragen in Innenr&auml;umen vor?<br>\nIch schlage vor, dass wir jetzt die Zeit der Eigenverantwortung einl&auml;uten. Jeder wei&szlig; mittlerweile, wie er sich selbst sch&uuml;tzen kann und wird das auch tun, wenn er es f&uuml;r notwendig h&auml;lt. Wir zwingen die Leute ja auch nicht dazu, sich Sonnencreme aufzutun, um sich vor Verbrennungen zu sch&uuml;tzen. Die meisten machen es freiwillig, weil sie wissen, was auf dem Spiel steht, andere nicht. So ist das Leben. Und wir m&uuml;ssen lernen, eben mit Corona zu leben und einen normalen Umgang damit zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/fdp-chef-zur-maskenpflicht-der-staat-sollte-aufhoeren-zu-bevormunden-li.276361\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verst&ouml;rende Einmischung aus Deutschland<\/strong><br>\nAm 4. Oktober forderten die drei deutschen Europaparlamentarier Katarina Barley, Daniel Freund und Moritz K&ouml;rner den Vorsitzenden der Europ&auml;ischen Volkspartei Manfred Weber in einem offenen Brief auf, in die italienische Regierungsbildung einzugreifen.<br>\nAm 25. September 2022 wurden beide Parlamentskammern Italiens vorzeitig neu gew&auml;hlt, nachdem zuvor &ndash; alles Ende Juli 2022 &ndash; die italienische Regierung zusammengebrochen war, Ministerpr&auml;sident Mario Draghi seinen R&uuml;cktritt erkl&auml;rt und Staatspr&auml;sident Sergio Mattarella das Parlament aufgel&ouml;st hatte. Politikwissenschaftler ordnen das italienische Wahlsystem dem Grabenwahlrecht zu, was bedeutet, dass ein Teil der Sitze nach dem Verh&auml;ltniswahlrecht vergeben wird und ein anderer Teil nach dem Mehrheitswahlrecht. Wo ganz oder in Teilen das Mehrheitswahlrecht gilt, k&ouml;nnen Parteien nur als sehr gro&szlig;e Einzelparteien (wie in den USA) oder als Teile gr&ouml;&szlig;erer Zusammenschl&uuml;sse beziehungsweise B&uuml;ndnisse erfolgreich sein (man denke etwa an Frankreich).<br>\nAus den Wahlen vom 25. September gingen Giorgia Melonis Fratelli d&rsquo;Italia mit 26,0% als st&auml;rkste Kraft hervor. Dieser Erfolg gelang der Partei als Teil eines Wahlb&uuml;ndnisses, an dem Matteo Salvinis Lega (8,8%) und Silvio Berlusconis Forza Italia (8,1%) beteiligt waren, zudem noch die Kleinpartei Noi moderati (0,9%). Mit den insgesamt 43,8% der W&auml;hlerstimmen hatte das B&uuml;ndnis das konkurrierende Mitte-Links-B&uuml;ndnis klar geschlagen, das nur auf 26,1% der Stimmen kam. Au&szlig;erhalb der beiden gro&szlig;en B&uuml;ndnisse kam Giuseppe Contes Movimento 5 Stelle auf nur noch 15,4% der abgegebenen Stimmen, womit die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung ihr Ergebnis gegen&uuml;ber den Wahlen von 2018 mehr als halbierte.<br>\nIn Italien zweifelt niemand daran, dass Frau Meloni und mit ihr die Parteien des rechten B&uuml;ndnisses von den W&auml;hlern einen Auftrag zur Regierungsbildung erhalten hat. Drei deutsche Abgeordnete des Europ&auml;ischen Parlaments wissen es indes besser. Dabei handelt es sich um Katarina Barley von der sozialdemokratischen S&amp;D-Fraktion, die zugleich Vizepr&auml;sidentin des Europ&auml;ischen Parlaments ist, um Daniel Freund von der gr&uuml;nen Fraktion (Gr&uuml;ne\/EFA) und Moritz K&ouml;rner von der liberalen Fraktion (Renew) &ndash; nicht zuf&auml;llig Vertreter genau jener Parteien, die derzeit die deutsche Regierung bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/35-2022\/verstorende-einmischung-aus-deutschland\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gipfeltreffen in Astana: Asien will regionale Zusammenarbeit st&auml;rken, Westen bleibt au&szlig;en vor<\/strong><br>\nWeitgehend unbeachtet von der deutschen Mainstream-Presse hat in Astana das sechste Gipfeltreffen der Conference on Interaction and Confidence Building Measures in Asia (CICA) stattgefunden. Kann es sich der Westen leisten, das Zusammenr&uuml;cken Asiens zu ignorieren?<br>\nIm Vorfeld des zweit&auml;gigen Gipfels in der kasachischen Hauptstadt, die seit September wieder ihren alten Namen Astana tr&auml;gt, war in der deutschen Presse kaum eine Meldung dar&uuml;ber zu finden. Wenn &uuml;berhaupt, dann betraf sie die Absichtsbekundungen des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan, den Gipfel nutzen zu wollen, um Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin zu &uuml;berzeugen, sich um eine diplomatische L&ouml;sung im Ukraine-Konflikt zu bem&uuml;hen. Nach der unter seiner Vermittlung erreichten Vereinbarung &uuml;ber die Wiederaufnahme der Getreideexporte hat der t&uuml;rkische Pr&auml;sident offenbar Gefallen an dieser Rolle gefunden. &bdquo;Die Istanbuler Vereinbarung &uuml;ber den Export von ukrainischem Getreide &uuml;ber das Schwarze Meer und der Austausch von Gefangenen im vergangenen Monat sind sp&uuml;rbare Leistungen der T&uuml;rkei&ldquo;, so Erdogan in Astana, der bei der Plenarsitzung seinen Aufruf zur diplomatischen L&ouml;sung des Konfliktes wiederholte. Im Vorfeld des CICA-Gipfels hatte auch der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t Cavusoglu gegen&uuml;ber dem t&uuml;rkischen TV-Sender tvnet betont, Ankara strebe einen &bdquo;tragf&auml;higen Waffenstillstand und fairen Frieden&ldquo; auf der Grundlage der territorialen Integrit&auml;t der Ukraine an. Ein Waffenstillstand m&uuml;sse so schnell wie m&ouml;glich hergestellt werden, je fr&uuml;her, desto besser f&uuml;r die beiden Konfliktparteien und &bdquo;f&uuml;r uns alle&ldquo;.<br>\nWas &uuml;ber den Inhalt des bilateralen Treffens zwischen Putin und Erdogan am Rande des Gipfels aber bisher bekannt geworden ist, spricht eine andere Sprache &ndash; die Sprache zweier Gesch&auml;ftsm&auml;nner. Berichten zufolge soll Putin seinem t&uuml;rkischen Amtskollegen vorgeschlagen haben, russisches Gas &uuml;ber die T&uuml;rkei nach Europa zu leiten. Dies sei der zuverl&auml;ssigste Weg, und auf diese Weise k&ouml;nne man gemeinsam eine Drehscheibe f&uuml;r Gaslieferungen aufbauen und die Gaspreise bestimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/gipfeltreffen-in-astana-asien-will-regionale-zusammenarbeit-staerken-westen-bleibt-aussen-vor\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Interview mit Heike H&auml;nsel zu den Aufgaben der neuen Regierung: &bdquo;Historischer Pakt&ldquo; in Kolumbien<\/strong><br>\nAm 4. Oktober k&uuml;ndigten die kolumbianische Regierung und die Guerillaorganisation Nationale Befreiungsarmee (ELN) die Fortsetzung ihrer Friedensverhandlungen an, beginnen sollen sie im November. Die Verhandlungen werden begleitet von Kuba, Norwegen und Venezuela. Wenige Wochen nach seiner Amtseinf&uuml;hrung setzt der neue kolumbianische Pr&auml;sident Gustavo Petro damit eines seiner zentralen Versprechen in die Tat um. UZ sprach mit Heike H&auml;nsel, von 2005 bis 2021 Bundestagsabgeordnete f&uuml;r die Partei &bdquo;Die Linke&ldquo;, &uuml;ber die neue Regierung Kolumbiens.<br>\nUZ: Du warst Anfang August bei der Amtseinf&uuml;hrung des kolumbianischen Pr&auml;sidenten Gustavo Petro in Bogot&aacute;. Was hat dich dabei besonders beeindruckt?<br>\nHeike H&auml;nsel: Diese Amtseinf&uuml;hrung war in vielerlei Hinsicht historisch. Der erste linksgerichtete Pr&auml;sident in der Geschichte Kolumbiens wurde &ouml;ffentlich vereidigt. Hunderttausende kamen nach Bogot&aacute;, um diesen historischen Moment mitzuerleben. Die Stadt war erf&uuml;llt von Hoffnung. Petro ordnete als Erstes an, das Schwert des Unabh&auml;ngigkeitsk&auml;mpfers Sim&oacute;n Bol&iacute;var auf den Platz zu tragen und erstmalig der &Ouml;ffentlichkeit zu zeigen &ndash; sehr zum Missfallen des spanischen K&ouml;nigs Felipe, der als einziger Ehrengast sitzen blieb, w&auml;hrend das Schwert vorbeigetragen wurde. Ein postkolonialer Affront! Beeindruckend war auch eine weitere Symbolik: Die Pr&auml;sidentenschleife erhielt Petro von der Tochter des 1990 ermordeten linken Pr&auml;sidentschaftskandidaten Carlos Pizarro, ehemaliger Anf&uuml;hrer der Guerillabewegung M-19, der auch Gustavo Petro angeh&ouml;rte. Besch&auml;mend war, dass kein einziger Staatschef oder hochrangiges Regierungsmitglied aus Europa angereist war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/historischer-pakt-in-kolumbien-173271\/\">Heike H&auml;nsel in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vorab-Infos f&uuml;r Medien: Verfassungsgericht brach seine Regeln<\/strong><br>\nMit seiner ehemals geheimen &Ouml;ffentlichkeitsarbeit verstie&szlig; Karlsruhe jahrelang gegen die eigene Gesch&auml;ftsordnung. Erst sp&auml;t wurde die Vorschrift angepasst.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat mit seiner umstrittenen Herausgabe vertraulicher Vorab-Mitteilungen &uuml;ber Urteile offenbar jahrelang gegen die eigene Gesch&auml;ftsordnung (BVerfGGO) versto&szlig;en. Dies geht aus Angaben des Gerichts zum Wortlaut einer fr&uuml;heren Fassung der Gesch&auml;ftsordnung hervor, wonach Presseverlautbarungen &uuml;ber Urteile erst dann &bdquo;hinausgegeben&ldquo; werden d&uuml;rfen, wenn &bdquo;anzunehmen ist, dass die Entscheidung den Prozessbeteiligten zugegangen ist&ldquo;.<br>\nDie Vorschrift wurde erst im Jahr 2014 der bis heute geltenden Praxis angepasst, nach der die private Journalistenvereinigung &bdquo;Justizpressekonferenz&ldquo; in Karlsruhe bereits am Tag vor der Urteilsverk&uuml;ndung exklusiv Zugang zu Pressemitteilungen erh&auml;lt. Ihre Mitglieder d&uuml;rfen sie abends an der Pforte des Gerichts abholen. Berichten d&uuml;rfen die Medien aber erst, wenn das Gericht zusammentritt und die Urteile &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/vorab-infos-fur-medien-verfassungsgericht-brach-seine-regeln-8741266.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU plant biometrische Superdatenbank<\/strong><br>\nIm Fr&uuml;hjahr geht das europ&auml;ische Ein-\/Ausreisesystem in Betrieb. Es soll die weltweit gr&ouml;&szlig;te polizeiliche Biometriedatei in den USA &uuml;bertreffen.<br>\nMit der Agentur f&uuml;r das Betriebsmanagement von IT-Gro&szlig;systemen (Eu-Lisa) und Frontex sind gleich zwei EU-Agenturen f&uuml;r die Kontrollen an europ&auml;ischen Au&szlig;engrenzen zust&auml;ndig. Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten beide Agenturen eng zusammen, um ihre technischen Anwendungen aktuell zu halten und Innovationen einzuf&uuml;hren. Besonders im Fokus stehen derzeit biometrische Anwendungen: Die Europ&auml;ische Union nimmt im Mai 2023 ein neues Ein-\/Ausreisesystem in Betrieb, das vier Fingerabdr&uuml;cke und Gesichtsbilder aller Reisenden aus Nicht-EU-Staaten an den Au&szlig;engrenzen verarbeitet und speichert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/treffen-in-washington-eu-plant-biometrische-superdatenbank-2210-168893.html\">golem.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Friedensnobelpreis mit geopolitischer Schlagseite<\/strong><br>\nDer Friedensnobelpreis wird dieses Jahr erneut f&uuml;r den Einsatz f&uuml;r Menschenrechte vergeben. Die Tendenz war auch in den vergangenen Jahren zu beobachten: Weg vom globalen Friedensanliegen hin zu Menschen- und Freiheitsrechten. Ist das eine gute Entwicklung? Oder hat das instrumentelle Z&uuml;ge?<br>\nEine Stunde bevor am 7. Oktober 2022 die Erw&auml;hlten f&uuml;r den diesj&auml;hrigen Friedensnobelpreis bekannt gegeben wurden, twitterte ich: &ldquo;Mein Friedensnobelpreis-Tr&auml;ger ist Johan Galtung&rdquo;1, wohl wissend, dass die feststellbar geopolitische Ausrichtung der Preisverleihung in den letzten Jahren seine l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Ernennung unwahrscheinlich machte. Dabei kann kaum jemand auf ein l&auml;ngeres, dauerhaftes und kreatives Wirken f&uuml;r den Frieden und Friedensl&ouml;sungen in unz&auml;hligen Konflikten blicken.<br>\nVerliehen wird der Preis am 10. Dezember in diesem Jahr an den in Belarus illegal inhaftierten Menschenrechtsanwalt Ales Bjaletzki sowie eine russische und eine ukrainische Menschenrechtsorganisation: Memorial und das Center for Civil Liberties, denen man diese Ehrung aufgrund ihres jeweiligen pers&ouml;nlichen Einsatzes auf keinen Fall absprechen m&ouml;chte, denen die Anerkennung geb&uuml;hrt.<br>\nDennoch bleibt die Frage nach der Ursprungsidee und Ausrichtung der Preisentscheidungen, denen schon l&auml;nger eine eurozentrische Ausrichtung vorgeworfen wird, wobei diese Einsch&auml;tzung mit den vielen Preistr&auml;gern aus den USA auf jeden Fall zu kurz greift. Klug gew&auml;hlt ist die Aufteilung auf die drei diesj&auml;hrigen Preistr&auml;ger, die sich f&uuml;r Menschen- und Freiheitsrechte in Belarus, Russland und der Ukraine einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/globales\/friedensnobelpreis-geopolitische-schlagseite\/\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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