{"id":8941,"date":"2011-04-01T16:48:20","date_gmt":"2011-04-01T14:48:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8941"},"modified":"2011-04-01T16:59:15","modified_gmt":"2011-04-01T14:59:15","slug":"hinweise-des-tages-ii-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8941","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nach den Landtagswahlen; Finanzbranche &ndash; Bundespr&auml;sident warnt vor neuer Krise; Wertsch&ouml;pfungsrekorde der Finanzbranche Wall-Street-Lobbyismus; Deutsche Arbeitskosten und Lohnst&uuml;ckkosten im europ&auml;ischen Vergleich; Arbeitsmarktaufschwung am Einzelhandel vorbei; Pimco-Chef &ndash; Untersch&auml;tzt die japanische Trag&ouml;die nicht; Kernkraft-Debatte; Immer noch 4,2 Millionen Arbeitslose; Expertin kritisiert Neuregelung; Adexa: Ab Januar 2 Prozent mehr Gehalt; FDP-Krise; Syrien: Die letzte Bastion; Revolutionen in Nordafrika; Elfenbeink&uuml;ste: Gbagbos Regime zerf&auml;llt; Starke Einschnitte bei Frankfurter Rundschau; Nachrichtenjournalismus: Die Online-Katastrophe; zu guter Letzt: April, April; Das Allerletzte: Kabarettist Urban Priol &ndash; Kassandra im Hobbykeller (MB\/KR\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Nach den Landtagswahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Finanzbranche &ndash; Bundespr&auml;sident warnt vor neuer Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wertsch&ouml;pfungsrekorde der Finanzbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Wall-Street-Lobbyismus: Republikaner hebeln Obamas Finanzreform aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Deutsche Arbeitskosten und Lohnst&uuml;ckkosten im europ&auml;ischen Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Arbeitsmarktaufschwung am Einzelhandel vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Pimco-Chef &ndash; Untersch&auml;tzt die japanische Trag&ouml;die nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kernkraft-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Immer noch 4,2 Millionen Arbeitslose: Zeit zu handeln statt zu tricksen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Expertin kritisiert Neuregelung: &ldquo;Das Hartz-IV-Gesetz wird so nicht stand halten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Adexa: Ab Januar 2 Prozent mehr Gehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">FDP-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Syrien: Die letzte Bastion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Revolutionen in Nordafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Elfenbeink&uuml;ste: Gbagbos Regime zerf&auml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Starke Einschnitte bei Frankfurter Rundschau &ndash; &Uuml;berregionales aus Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Nachrichtenjournalismus: Die Online-Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">zu guter Letzt: April, April<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Das Allerletzte: Kabarettist Urban Priol &ndash; Kassandra im Hobbykeller<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8941&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach den Landtagswahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die heimliche Verzweiflung der Unternehmer <\/strong><br>\nGr&uuml;n-Rot in Baden-W&uuml;rttemberg: F&uuml;r die Wirtschaft des Landes kein Grund zur Freude. Die Zeit der kurzen Wege in die Stuttgarter Staatskanzlei ist vorerst vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-03\/wirtschaft-kretschmann-unternehmen?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> So viel zum manchmal etwas wackelig erscheinenden Demokratieverst&auml;ndnis derjenigen, die st&auml;ndig nach weniger Staat und mehr Eigenverantwortung, Anpassungsf&auml;higkeit, Bescheidenheit, Blablabla rufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie loyal wird die CDU-gepr&auml;gte Beamtenschaft k&uuml;nftig sein?<\/strong><br>\nNach 58 Jahren CDU-Herrschaft ist die Landesverwaltung schwarz gepr&auml;gt. Der Spielraum f&uuml;r Gr&uuml;n-Rot, eigene personelle Akzente zu setzen, ist gering. Die Koalition muss auf die Loyalit&auml;t der Beamten bauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/wie-loyal-wird-die-cdu-gepraegte-beamtenschaft-kuenftig-sein\">Badische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Die Sache f&auml;ngt &uuml;brigens in Baden-W&uuml;rttemberg schon bei der kleinsten Kommunalverwaltung an &ndash; Ohne CDU-Parteibuch bist du nichts. Ich selbst bin ausgebildeter Verwaltungsfachangestellter, der 1992 seine Lehre beendete aber nie &uuml;bernommen wurde, weil ich &ndash; damals schon &ndash; von CDU\/FDP rein gar nichts hielt, ja sogar den &ldquo;Fehler&rdquo; machte einen Leserbrief gegen Helmut Kohl (CDU) zu schreiben was mir letztendlich das Genick brach, als es um die &Uuml;bernahme in die Stadtverwaltung ging. Der Brief war noch Jahre sp&auml;ter in meiner Personalakte zu finden und wurde erst auf meinen Protest entfernt. Tja, Baden-W&uuml;rttemberg eben, und da reden alle von der ehemaligen DDR &ndash; die Seilschaften in Baden-W&uuml;rttemberg sind genauso eng.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stuttgart-21-GegnerSchlechte Karten bei Volksentscheid<\/strong><br>\nDie Gegner des Projekts Stuttgart 21 sehen sich seit dem vergangenen Wahlsonntag auf der Gewinnerseite: Das gute Abschneiden in der Landeshauptstadt mit drei Direktmandaten und im Land sowie die k&uuml;nftige Regierungsbeteiligung l&auml;sst sie darauf hoffen, dass der Kopfbahnhof nicht tiefergelegt wird. Die Ank&uuml;ndigung der Deutschen Bahn, Bau- und Vergaben vor&uuml;bergehend einzustellen, hat ihre Zuversicht weiter gesteigert. Doch auch die Bef&uuml;rworter sind derzeit noch optimistisch. Die Finanzierungsvereinbarung &uuml;ber das Bahnprojekt gilt auch nach dem Wechsel; sie schreibt dem Land (nicht etwa der Landesregierung) lediglich vor, erst dann mit der Bahn Gespr&auml;che &uuml;ber eine &Auml;nderung aufzunehmen, falls der Kostenrahmen (4,52 Milliarden Euro) gesprengt w&uuml;rde. Davon ist offiziell nichts bekannt. Der von SPD und Gr&uuml;nen in ihren Programmen versprochenen Volksabstimmung sehen sie sogar zuversichtlich entgegen, denn die Landesverfassung minimiert die Siegeschancen der Projektgegner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-gegner-schlechte-karten-bei-volksentscheid.a370f9e8-8646-42bf-95cc-8ac77bb37ecd.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Stuttgarter Lesers B.S.:<\/strong> Das Gesetz &uuml;ber Volksabstimmungen in Baden-W&uuml;rttemberg ist ein Gesetz zur Verhinderung von Volksabstimmungen. Schon die Voraussetzungen zum Zustandekommen sind nicht zu erf&uuml;llen. Man mu&szlig; in 14 Tagen tausende von Stimmen sammeln. Ich wei&szlig; allerdings nicht genau, wie der Landtag eine Volksabstimmung initiieren kann. Auf jeden Fall kann man es nicht schaffen, da&szlig; ein Drittel der *stimmberechtigten* B&uuml;rger zustimmt. Es n&uuml;tzt also nichts, die Mehrheit der *abgegebenen* Stimmen zu bekommen. Zudem geht es um *unsere* Stadt. Es kann nicht sein, da&szlig; CDU-W&auml;hler aus Biberach &uuml;ber die Gestaltung der Innenstadt von Stuttgart abstimmen, die mit der Stadt nichts zu tun haben und vielleicht noch niemals dort waren. Der Tiefbahnhof verk&uuml;rzt die Fahrzeit nach Angaben der Bef&uuml;rworter um wenige Minuten, die man leicht auch auf andere Weise einsparen k&ouml;nnte. In Wahrheit wird der Tiefbahnhof zu Versp&auml;tungen und verpa&szlig;ten Anschl&uuml;ssen f&uuml;hren. &Uuml;ber den Tiefbahnhof k&ouml;nnen m. E. nur die Stuttgarter abstimmen, &uuml;ber die Schnellbahnstrecke von mir aus Baden-W&uuml;rttemberg.<\/em> <\/p>\n<p><strong>dazu: Projektleiter warnt Stuttgart 21 k&ouml;nnte noch teurer werden<\/strong><br>\nNach dem vorl&auml;ufigen Baustopp f&uuml;r Stuttgart 21 drohen dem umstrittenen Gro&szlig;projekt weitere Unbilden. Projektleiter Hany Azer hat jedenfalls noch kurz vor den Landtagswahlen die Bahnspitze in einem Brandbrief vor einer Verteuerung gewarnt. Die Deutsche Bahn best&auml;tigte auf Anfrage dieser Zeitung die Existenz des Schreibens. &bdquo;Ja, es gibt diesen Brief&ldquo;, sagte Technikvorstand Volker Kefer in Berlin. Darin werde &bdquo;auf Kostenrisiken hingewiesen&ldquo;. Dabei gehe es um die geplanten Einsparungen, die f&uuml;r Stuttgart 21 kalkuliert wurden, um den Preis f&uuml;r Stuttgart 21 bei 4,1 Milliarden Euro zu halten. Kefer dementiert aber, dass die Zusatzkosten bis zu eine Milliarde Euro betragen k&ouml;nnten. Der Brief Azers sei an Oliver Kraft, den Chef von DB Netz, gegangen. Er habe eine Kopie erhalten. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung ging der Brief von Azer bereits Anfang voriger Woche bei der DB-Spitze ein. Darin werde gewarnt, dass sich die Baukosten von bisher 4,1 Milliarden Euro f&uuml;r S 21 erheblich erh&ouml;hen werden. Grund sei eine n&ouml;tige Neubewertung der Risiken, nachdem die bisherigen Auftr&auml;ge und Angebote f&uuml;r die einzelnen Bauabschnitte ausgewertet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.projektleiter-warnt-stuttgart-21-koennte-noch-teurer-werden.187b8089-7a23-4957-b809-99efc4363cfd.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Finanzbranche &ndash; Bundespr&auml;sident warnt vor neuer Krise<\/strong><br>\nChristian Wulff hegt Zweifel an einem grundlegendem Wandel der Finanzbranche. Nach Einsch&auml;tzung des Bundespr&auml;sidenten sind weder die Ursachen der Krise beseitigt, noch k&ouml;nne man sagen: &ldquo;Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/bundespraesident-warnt-vor-neuer-krise\/v_print,4011006.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wertsch&ouml;pfungsrekorde der Finanzbranche<\/strong><br>\nIn Europa bleibt der Finanzsektor an der B&ouml;rse weit &uuml;berrepr&auml;sentiert. In Amerika steigt der Wertsch&ouml;pfungsanteil des Finanzsektors sogar auf einen neuen Rekord. Laut den Daten der Fed entsprach die Kapitalisierung der Finanzwerte Ende 2010 gut 30 Prozent des Wertes der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften. Die im Inland erzielten Nachsteuergewinne des Finanzsektors belaufen sich laut BEA auf 47 Prozent der Ertr&auml;ge der nichtfinanziellen Firmen. im vierten Quartal 2010 ist die Bruttowertsch&ouml;pfung der finanziellen US-Kapitalgesellschaften auf ein neues Hoch im Verh&auml;ltnis zur Leistung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften gestiegen. Bei allem Gez&auml;nk um die Messung der &ldquo;Wertsch&ouml;pfung&rdquo; des Finanzsektors: Sie ist potenziell hochgradig destruktiv. So viel ist jedenfalls gewiss. Und das sollte wissen, wer vom Ende der Finanzkrise auch nur tr&auml;umt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-wertschoepfungsrekorde-der-finanzbranche\/60033011.html\">FDT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Manche bef&uuml;rchten, dass die verbliebene Staatsmacht in &Auml;gypten auf Zeit spiele und dass nach einem kurzen revolution&auml;ren Aufflackern die Restauration bereits auf dem Vormarsch sei. Das Paradoxe an westlichen Analysen der Arabischen Revolution ist, dass wir in Hinblick auf unseren eigenen &ldquo;Revolutionsbedarf&rdquo; nicht nur einen Splitter, sondern einen Balken im Auge haben. Wir erleben angesichts der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftskrise seit langem nicht das geringste schon gar nicht revolution&auml;re Aufflackern. Die plutokratische Herrschaft des Finanzkapitals samt seinen neofeudalen Dienstleitern in Politik und Wirtschaft ist ungebrochen. Die westlichen &ldquo;Demokratien&rdquo; haben auch nicht im Ansatz eine Revolte gegen eine Finanzarchitektur&nbsp; und deren Konstrukteure zuwege gebracht. Auf dem Deutschen Bankentag durfte Josef Ackermann wieder einmal vor drohender &Uuml;berregulierung warnen und von der Profitabilit&auml;t der Finanzbranche Wohl und Wehe vor allem der B&uuml;rger und Mittelst&auml;ndler abh&auml;ngig machen, da sie sonst unter Kreditentzug oder -verteuerung <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub4C049636CCAB41EE8A5F3676477ABD79\/Doc~EE408A2FB2B8646D1B4FEAAA8BBD66E7E~ATpl~Ecommon~Scontent.html%E2%80%A8%E2%80%A8\">leiden m&uuml;ssten<\/a>. &#8232;&#8232;Und den Handlangern der Plutokraten in der Politik ist es gelungen, die B&uuml;rger in ganz Europa im Zeichen der Konsolidierung der Staatshaushalte bluten zu lassen, ohne dass auch nur Tr&ouml;pfchen Blut bei den Verantwortlichen geflossen ist. Wann endlich wird in unseren &ldquo;Demokratien&rdquo; begriffen, dass vor der Allgemeinheit zun&auml;chst die Krisenverursacher und -gewinner bluten m&uuml;ssen. W&auml;re das nicht eine Revolte wert? Unsere Kinder w&uuml;rden es uns danken, wenn wir, bevor wir die Mittel f&uuml;r die notwendige materielle und immaterielle Infrastruktur unseres Landes zusammenstreichen, zun&auml;chst einmal den Rahm bei der unertr&auml;glich angewachsenen Umverteilung absch&ouml;pfen w&uuml;rden. Und h&ouml;rt nicht auf die, die da sagen, in Brasilien sei es weit schlimmer, oder wie gut es uns doch ginge im Verh&auml;ltnis zu &Auml;gypten oder China. Demokratie ist in unseren Landen ganz anders gef&auml;hrdet und ist auch bei uns immer wieder auf das Neue zu erk&auml;mpfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wall-Street-Lobbyismus: Republikaner hebeln Obamas Finanzreform aus<\/strong><br>\nIm Vergleich zum Gesamtpaket ist der Durbin-Zusatz nur eine winzige Fu&szlig;note. Drei Seiten umfasst er, das sind 0,3 Prozent des urspr&uuml;nglichen, 848-seitigen Gesetzestextes. Benannt ist der Durbin-Zusatz nach dem demokratischen Senator Dick Durbin aus Illinois. Seine Bedeutung kann man kurz so zusammenfassen: Die Geb&uuml;hren, die Einzelh&auml;ndler beim Bezahlen per Bankkarte erheben, sollen reduziert und auf zw&ouml;lf Prozent des Umsatzes* gedeckelt werden. Der Durbin-Zusatz ist nur eine von vielen Mini-Vorschriften, die im sogenannten Dodd-Franks-Act verankert sind &ndash; der gro&szlig;en US-Finanzmarktreform, die seit Juli 2010 Gesetz ist. Fast alle Experten halten die Regeln f&uuml;r sinnvoll, denn sie alle haben das Ziel, eine neue Finanzkrise zu verhindern. So auch beim Durbin-Zusatz: Am Mittwoch legte ihn der US-Senat vorerst auf Eis. Widerstand kam von Republikanern wie Demokraten, die um die Wahlspenden der Wall Street f&uuml;rchten. Banken, Kreditkartenkonzerne und Lobbyisten liefen Protest gegen die geplante Beschr&auml;nkung ihrer Geb&uuml;hren. Allein die US-Notenbank bekam mehr als 11.000 Zuschriften &ndash; meist kritische. Flankierendes Sperrfeuer kam am Mittwoch zur gleichen Zeit vom anderen Ende der Mall, der Prachtmeile Washingtons, &uuml;ber der das US-Kapitol thront. Da sa&szlig; Jamie Dimon, der Chef der Gro&szlig;bank JP Morgan Chase , im Auditorium der Handelskammer gegen&uuml;ber vom Wei&szlig;en Haus und wetterte vor geladenen Finanziers und Kleinunternehmern gegen die Geb&uuml;hrenknute f&uuml;r Bankkarten: &ldquo;Der Durbin-Zusatz ist Preisabsprache auf schlimmste Weise.&rdquo;<br>\nDas legislative Drama um den Durbin-Zusatz offenbart, wie die historische Finanzmarktreform, die US-Pr&auml;sident Barack Obama im vergangenen Sommer mit gro&szlig;em Trara unterzeichnete, St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck im Rei&szlig;wolf landet. In geschlossener Front stemmen sie sich der Reform r&uuml;ckwirkend entgegen: Republikaner, wankelm&uuml;tige Demokraten, die Finanzbranche, Industrie- und Handelskammern. Dabei hatten sie den z&auml;hen Gesetzesbrei auf seiner Odyssee von den Aussch&uuml;ssen bis auf den Mahagonischreibtisch Obamas sowieso schon verw&auml;ssert. Doch selbst diese &ldquo;Reform light&rdquo; wird nun fr&ouml;hlich zerpfl&uuml;ckt. &ndash;&nbsp; Als der Senat die Bankkarten-Geb&uuml;hrenbremse am Mittwoch ausbremste, reagierte die B&ouml;rse sofort: Visa und MasterCard, die zwei gr&ouml;&szlig;ten Kreditkartenkonzerne der USA, verzeichneten ihre st&auml;rksten Kurszuw&auml;chse dieses Jahres.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,754173,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Der Durbin Amendment kappt die Geb&uuml;hr nat&uuml;rlich nicht auf 12 Prozent des Umsatzes, sondern auf 12 Cent pro Transaktion. Im letzten Jahr machten die Geb&uuml;hren bei Visa Europe 0,2 Prozent des Umsatzes aus, in den USA mit 1,14 Prozent fast das Sechsfache.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Arbeitskosten und Lohnst&uuml;ckkosten im europ&auml;ischen Vergleich &ndash; Auswirkungen der Krise<\/strong><br>\nDie weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die 2008 einsetzte, hat den Anstieg der Arbeitskosten (je Stunde) in Deutschland und in vielen anderen L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union gebremst. Zwar sind in Deutschland die Kosten f&uuml;r den Produktionsfaktor Arbeit (je Stunde) Ende 2008 krisenbedingt sprunghaft angestiegen, seither stagnieren sie aber. Per Saldo fiel damit ihr Zuwachs wieder geringer aus als im europ&auml;ischen Durchschnitt &ndash; eine Entwicklung, die bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war. Der Ausbruch der Krise hat zu einem Produktivit&auml;tseinbruch gef&uuml;hrt, der die preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft verschlechtert hat. Mittlerweile hat sich dieser Effekt jedoch weitgehend zur&uuml;ckgebildet, da sich die Produktivit&auml;ts- und damit die Lohnst&uuml;ckkostenentwicklung mit &Uuml;berwindung der Krise wieder normalisiert haben. Die starke Exportperformance im vergangenen Jahr zeigt, dass die internationale Konkurrenzf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft weiterhin hervorragend ist. Der Produktivit&auml;tseinbruch in Deutschland ist auch Reflex der hohen internen Arbeitsmarktflexibilit&auml;t, mit der es in den Krisenmonaten gelungen ist, den Arbeitsmarkt hierzulande zu stabilisieren: Die Unternehmen haben den Abbau von Stunden auf Arbeitszeitkonten und das Instrument der Kurzarbeit genutzt, um Arbeitspl&auml;tze zu sichern. In etlichen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern mit hoher externer Arbeitsmarktflexibilit&auml;t, d.h. einer Anpassung an die Krise haupts&auml;chlich &uuml;ber Entlassungen, konnten die Krisenauswirkungen dagegen nicht so erfolgreich bew&auml;ltigt werden. Dies ist umso bemerkenswerter als der Wachstumseinbruch in Deutschland innerhalb der EU einer der st&auml;rksten war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_60_2011.pdf\">IMK-Report (24 Seiten) [PDF &ndash; 428 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsmarktaufschwung am Einzelhandel vorbei<\/strong><br>\nTrotz allen Gejaules um den Aufschwung in Deutschland, die Binnennachfrage sowie das Konsumklima hat sich &uuml;ber das vergangene halbe Jahr bei den realen Einzelhandelsums&auml;tzen mal wieder nichts getan &ndash; ungeachtet des betr&uuml;blichen Ausgangsniveaus. Immerhin hat sich die Autonachfrage recht ordentlich erholt. Aber von dem erhofften Boom kann auch hier nicht ann&auml;hernd die Rede sein. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Inlandsnachfrage in der Industrie, die zwar nur noch um ein Zehntel unter dem Spitzenwert von Ende 2007 liegt, aber damit eben auch kaum h&ouml;her ist als Anfang 1991. Die Bauauftr&auml;ge derweil sind so schwach, dass sie eher zu einer Rezession als zu einem Aufschwung passen.<br>\nWie kann das sein, wenn am Arbeitsmarkt ein Klasseergebnis nach dem anderen vermeldet wird? Immerhin lag die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im Januar um 2,2 Prozent &uuml;ber dem Vorjahr, wobei t&auml;glich neue Meldungen &uuml;ber satte Tariflohnforderungen zu lesen sind und allenthalben von Fachkr&auml;ftemangel gesprochen wird. Das Dumme ist, dass wir &uuml;ber die Qualit&auml;t des Arbeitsplatzaufbaus wenig erfahren. Die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbesch&auml;ftigung ist um 4,3 Prozent gestiegen, die Vollzeitbesch&auml;ftigung um 1,7 Prozent, die st&auml;rksten Zuw&auml;chse wurden mit 32,7 Prozent bei der Arbeitnehmer&uuml;berlassung sowie mit 3,3 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen verzeichnet. Derlei wird berichtet. Aber aus diesen Rumpfdaten Schl&uuml;sse auf die Entwicklung des realen verf&uuml;gbaren Einkommens zu ziehen, d&uuml;rfte relativ schwerfallen. &ndash; Was wir wissen, ist, dass die Stundentarifverdienste im Januar ohne Einmalzahlungen um mickrige 1,1 Prozent gestiegen sind. Dass die Verbraucherpreise um gut zwei Prozent zulegen, im Euro-Raum gar um 2,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-arbeitsmarktaufschwung-am-einzelhandel-vorbei\/60033529.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vom GfK-Konsumklimaindex, dem Klassiker des Sch&ouml;nredens trister Zust&auml;nde, war diese Woche <a href=\"http:\/\/www.gfk.com\/group\/press_information\/press_releases\/007600\/index.de.html\">auch wieder zu h&ouml;ren<\/a>. Auch wenn die Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) einr&auml;umen musste, dass Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Kauflaune gehen in den kommenden Wochen voraussichtlich leicht zur&uuml;ckgingen, ist der Rest Sch&ouml;nf&auml;rberei. Dieser R&uuml;ckgang wird dann so beschrieben: &ldquo;Die Stimmung der deutschen Verbraucher kann ihr &uuml;beraus hohes Niveau im M&auml;rz dieses Jahres nicht weiter verbessern&hellip;  Dennoch bleibt das Niveau der Konsumstimmung weiterhin recht hoch&hellip; Die Verbraucher sehen die deutsche Wirtschaft weiterhin klar im Aufwind, wenn auch die Euphorie zuletzt etwas gebremst wurde &hellip; Die anhaltend positive Besch&auml;ftigungsentwicklung und damit einhergehend steigende L&ouml;hne und Geh&auml;lter sind die wesentlichen Einflussfaktoren f&uuml;r die guten Einkommensaussichten.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pimco-Chef &ndash; Untersch&auml;tzt die japanische Trag&ouml;die nicht<\/strong><br>\nBeim Versuch, die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Katastrophe in Japan zu erfassen, landet man schnell bei historischen Vergleichen. Immer wieder wird etwa das Erdbeben von Kobe 1995 herangezogen. Zwar erhalten wir damit einen gewissen Einblick, doch das reicht nicht aus, um umfassend zu verstehen, was Japan nun bevorsteht. F&uuml;nf Faktoren deuten darauf hin, dass Japan vor einzigartigen und schwer einzusch&auml;tzenden Herausforderungen steht:<br>\nErstens k&ouml;nnte der wirtschaftliche Schaden infolge der dreifachen Katastrophe (ein schreckliches Erdbeben, ein zerst&ouml;rerischer Tsunami und eine Atomkrise) durchaus doppelt so gro&szlig; sein wie nach Kobe. Und im Gegensatz zu damals haben die aktuellen Katastrophen Folgen f&uuml;r Tokio, wo rund 40 Prozent von Japans Industrieproduktion angesiedelt sind. Zweitens sind Japans Staatsfinanzen schw&auml;cher als 1995 und die demografischen Faktoren weniger g&uuml;nstig. Die Verschuldung bel&auml;uft sich heute auf rund 205 Prozent des BIPs, 1995 waren es noch 85 Prozent. Japans Rating ist heute &ldquo;AA&rdquo;, nicht mehr &ldquo;AAA&rdquo; wie vor 16 Jahren. Damit schwinden die Flexibilit&auml;t und Effektivit&auml;t der Fiskalpolitik. Drittens liegen die Referenzzinss&auml;tze bereits nahe null, und zwar schon seit einer Weile. Das unterh&ouml;hlt die Wirksamkeit der Geldpolitik, ungeachtet der mutigen und einfallsreichen Bem&uuml;hungen der japanischen Zentralbank, der Wirtschaft Liquidit&auml;t zuzuf&uuml;hren. Viertens kommt zu den schrecklichen Folgen der Naturkatastrophen noch die Ungewissheit &uuml;ber die Folgen der atomaren Katastrophe, wodurch der Wiederaufbau weiter erschwert wird. Angesichts der Sch&auml;den und Gefahren wird es dauern, bis Japan seine Kapazit&auml;ten zur Stromerzeugung voll wiederhergestellt hat &ndash; das hat Konsequenzen f&uuml;r die Wachstumsrate. Ebenso Grund zur Sorge bereiten die m&ouml;gliche Verstrahlung von Lebensmitteln sowie die Auswirkungen der atomaren Ungewissheit auf die japanische Psyche. Nicht zuletzt ist Japans externes Umfeld heute schwieriger. W&auml;hrend des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben von Kobe herrschte weltweit lebhafte Nachfrage, und die Produktivit&auml;t stieg sprunghaft an. Heute ist die Gesamtnachfrage in den Industrienationen noch dabei, sich von der weltweiten Finanzkrise zu erholen. Unterdessen straffen wichtige Schwellenl&auml;nder wie Brasilien und China die Z&uuml;gel, um einer &Uuml;berhitzung ihrer Wirtschaft entgegenzuwirken. Auf der Angebotsseite belasten zudem hohe und volatile Rohstoffpreise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:top-oekonomen-pimco-chef-unterschaetzt-die-japanische-tragoedie-nicht\/60032674.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Leute bei Pimco scheinen eine gesunde Skepsis gegen&uuml;ber dem Herdenverhalten der M&auml;rkte zu entwickeln. Pimco stellt den weltgr&ouml;&szlig;te Rentenfonds und hat sich Anfang M&auml;rz beim knapp 240 Mrd. Dollar schweren Pimco Total Return Fund von seinen Best&auml;nden an US-Schuldenpapieren komplett getrennt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Pimco-Chef El-Erian schreibt bei der FTD in der Kolumne &bdquo;Top-&Ouml;konomen&ldquo;. In welcher Kolumne d&uuml;rfte eigentlich der oberste deutsche Wirtschaftsweise Wolfgang Franz schreiben, der bereits am 13. M&auml;rz (zwei Tage nach dem Erbeben) ganz sicher &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/wirtschaftsweiser-gibt-entwarnung-fuer-die-weltwirtschaft\/3947056.html\">wusste<\/a>&ldquo;, dass Erbeben, Tsunami und Atom-Katastrophe keine nennenswerten Auswirkungen auf die &Ouml;konomie haben. Deutschland, Deine &Ouml;konomen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kernkraft-Debatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Atomkraft: Ex-Verfassungsrichter h&auml;lt Moratorium f&uuml;r illegal<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-J&uuml;rgen Papier, sieht f&uuml;r die Stilllegung &auml;lterer deutscher Atomkraftmeiler keine Rechtsgrundlage. Die AKW-Betreiber h&auml;tten gute Erfolgsaussichten f&uuml;r eine Klage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/ex-verfassungsrichter-haelt-moratorium-fuer-illegal\/-\/1472596\/8284640\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Solche juristischen Pannen erleben wir hier ja nicht zum ersten mal bei einer Bundesregierung. Wir erinnern uns ungerne an das verpatzte NPD-Verbotsverfahren. F&uuml;r die n&auml;chsten Landtagswahlen wird es sicher nicht hilfreich sein, so unprofessionell zu wirken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schlauch warnt vor Finanzdesaster durch Atomausstieg<\/strong><br>\nIm Jahr 2000 setzten die Gr&uuml;nen mit Rezzo Schlauch den rot-gr&uuml;nen Atomausstieg durch. Jetzt mahnt der fr&uuml;here Fraktionschef die Folgenkosten bei einer schnellen Abschaltung an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article13025279\/Schlauch-warnt-vor-Finanzdesaster-durch-Atomausstieg.html#\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MR:<\/strong> Tja, unser lieber Rezzo Schlauch &ndash; wen ber&auml;t der inzwischen &ndash; Autobranche, Energie&hellip;&hellip;.!?!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eckpunkte der Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung von Atomkraftwerken stehen fest<\/strong><br>\nKraftwerke d&uuml;rfte kaum noch zu verhindern sein, Kritiker sagen, die Pr&uuml;fung k&ouml;nne man sich sparen, weil die M&auml;ngel bekannt seien.<br>\nEs ist eine politische Kernschmelze, was derzeit in Berlin stattfindet. Die Kanzlerin ist au&szlig;er Kontrolle und nutzt ihre Richtlinienkompetenz f&uuml;r einen wilden Schwenk in der Energiepolitik. Teile von Union und FDP wollen sie &uuml;berholen und fordern lautstark einen beschleunigten Atomausstieg. Die sieben aufgrund des Moratoriums abgeschalteten Kernkraftwerke d&uuml;rften nie wieder ans Netz, forderte beispielsweise FDP-Generalsekret&auml;r Christian Lindner &ndash; und erntete sofort heftigen Widerspruch aus den einflussreichen wirtschaftsnahen Teilen von Liberalen und Christdemokraten. Es hat sich ein Spaltprozess im Regierungslager in Gang gesetzt, der durch die Landtagswahlen vom vergangenen Wochenende an Fahrt gewonnen hat. Dabei sollte durch das Moratorium doch Ruhe in die politische Diskussion gebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=34466&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Billiger Atomstrom: Keine Haftung f&uuml;r die Folgen<\/strong><br>\nDeutsche Atomkraftwerke bergen ein doppeltes Risiko: Zum einen kann niemand ausschlie&szlig;end, dass es nicht auch hier zu St&ouml;rf&auml;llen mit gravierenden Folgen f&uuml;r Umwelt und Menschen kommen kann &ndash; und zum anderen sind die Kraftwerksbetreiber nicht ausreichend gegen diese Folgen versichert. Die Folge: Sollte es in Deutschland zu einem Unfall in einem Atomkraftwerk kommen, w&uuml;rden f&uuml;r die Sch&auml;den nicht die Betreiber zahlen, sondern vermutlich der Steuerzahler &ndash; und viele Gesch&auml;digte gingen leer aus. Zwar halten die gro&szlig;en Energieversorger f&uuml;r den Fall eines Reaktorungl&uuml;cks 2,5 Mrd. Euro bereit, jedoch steigen die Kosten im Ernstfall leicht auf das Hundertfache &ndash; wie das Beispiel Japan zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2011\/atom145.html\">NDR Panorama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> So so, es gibt also einen <a href=\"http:\/\/www.umweltrat.de\/cln_137\/DE\/DerSachverstaendigenratFuerUmweltfragen\/Ratsmitglieder\/ratsmitglieder_node.html\">Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Umweltfragen<\/a>, der beim Durchst&ouml;bern jedenfalls nicht auf den ersten Blick den Eindruck einer Tarneinrichtung macht. Wozu wurde dann bitte noch eine neue Kommission unter der Leitung von Klaus T&ouml;pfer eingerichtet ?!?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Informations-GAU<\/strong><br>\nNach Tschernobyl wiederholt sich die Geschichte der Weltgesundheitsorganisation. Studien und Daten werden zur&uuml;ckgehalten. Das Problem besteht in einem 50 Jahre alten Abkommen zwischen WHO und Internationaler Atomenergie-Organisation (IAEO). Dieses Abkommen ist nach &Uuml;berzeugung informierter Beobachter daf&uuml;r verantwortlich, dass die WHO angesichts der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima erneut versagt und ihre Verantwortung f&uuml;r die Gesundheit der betroffenen Menschen so wenig wahrnimmt wie bereits nach der Katastrophe in Tschernobyl oder nach den Eins&auml;tzen von Uranmunition in den Kriegen gegen Irak 1991 und gegen Serbien 1999. In dem fast vierzig Jahre erfolgreich geheim gehaltenen Abkommen mit der IAEO vom Mai 1959 verpflichtete sich die WHO dazu, &ldquo;bevor sie ein Forschungsprogramm oder eine Ma&szlig;nahme einleitet&rdquo;, zu Folgen radioaktiver Strahlung &ldquo;die IAEO zu konsultieren, um die betreffende Frage einvernehmlich zu regeln&rdquo;. So bezifferte die IAEO die Zahl der Todesopfer des Super-GAUs von Tschernobyl auf weniger als 50. Die WHO spricht bis heute von 9.000 Menschen, die infolge der Strahlenexposition &ldquo;sterben k&ouml;nnten&rdquo;. Erst Ende Februar 2011 hat sich der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (Unscear) diese Zahlen erneut zu eigen gemacht. Dagegen stehen zahlreiche Untersuchungen unabh&auml;ngiger Wissenschaftler, u. a. die des promovierten Biologen Alexei Jablokow, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften. 2009 ver&ouml;ffentlichte Jablokow umfangreiche Daten und Untersuchungsergebnisse zu den gesundheitlichen und &ouml;kologischen Folgen von Tschernobyl. Er beziffert die Gesamtzahl der Todesopfer auf weltweit 900.000 bis 1,8 Millionen. Die Zahlen beziehen zuk&uuml;nftige Tote ein, weil die Tschernobyl-Nuklide weiter in der Biosph&auml;re bleiben. Allein unter den 830.000 Liquidatoren gebe es bisher 112.000 bis 125.000 Tote. WHO-intern ist ein Gro&szlig;teil der Daten &uuml;ber das wahre Ausma&szlig; der Tschernobyl-Katastrophe durchaus bekannt. Denn die Weltgesundheitsorganisation war Hauptorganisator der beiden UN-Konferenzen zum Thema Tschernobyl, die 1995 in Genf und 2001 in Kiew stattfanden. Doch die Protokolle sowie fast s&auml;mtliche Referate dieser beiden Konferenzen wurden von der WHO wegen des Einspruchs der IAEO bis heute nicht ver&ouml;ffentlicht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2011%2F03%2F31%2Fa0100&amp;cHash=e70c342aca\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Akzeptiert man die These, dass einer wesentliche Aufgabe der IAEA ist, den Nutzen der Kernenergie zu propagieren, so k&ouml;nnte man von einem Desinformationserfolg der IAEA sprechen. Zu dieser These siehe das Interview mit Lutz Mez <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/13\/IAEA\">in der Zeit<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Immer noch 4,2 Millionen Arbeitslose: Zeit zu handeln statt zu tricksen<\/strong><br>\nSchlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen sch&ouml;n zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit l&auml;ngerem nicht als arbeitslos gez&auml;hlt. Viele der Arbeitslosen, die &auml;lter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler t&auml;tig werden, z&auml;hlt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.<br>\nWer die tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juni 2009 in der Fernsehsendung Panorama: &bdquo;Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik ver&ouml;ffentlicht. &hellip; Ich glaube, dass man sich auf die Seriosit&auml;t dieses Prozesses verlassen kann.&ldquo; Wer anders rechnen wolle, k&ouml;nne ja &bdquo;seine Zahl ver&ouml;ffentlichen &ndash; und dazu ein Flugblatt drucken.&ldquo; Das tun wir gern.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110401_ba_daten_maerz_2011_tatsaechliche_arbeitslosigkeit.pdf\">Bundestagsfraktion Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Expertin kritisiert Neuregelung: &ldquo;Das Hartz-IV-Gesetz wird so nicht stand halten&rdquo;<\/strong><br>\nDie bisherige Hartz-IV-Regelung wurde vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Nach monatelangen Verhandlungen bekommen die 3,5 Millionen Hartz-IV-Empf&auml;nger nun ab heute einen h&ouml;heren Regelsatz. Aber auch das neue Gesetz w&uuml;rde einer Pr&uuml;fung des Verfassungsgerichts nicht stand halten, sagt Sozialrechtlerin Lenze im Interview mit tagesschau.de.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/interviewlenzehartziv100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Adexa: Ab Januar 2 Prozent mehr Gehalt<\/strong><br>\nAb dem 1. Januar 2011 gilt ein neuer Gehaltstarifvertrag, den Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) mit einer Gehaltserh&ouml;hung von 2,0 Prozent vereinbart haben. Dar&uuml;ber hinaus haben Adexa und ADA einen Tarifvertrag zur arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge unterschrieben, der am 1. Januar 2012 in Kraft tritt.<br>\nQuelle  I: <a href=\"http:\/\/www.pta-forum.de\/index.php?id=1499\">PTA-Forum<\/a><br>\nQuelle II: <a href=\"http:\/\/www.pta-forum.de\/index.php?id=1538\">PTA-Forum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.H.:<\/strong> Betriebliche Altersvorsorge wird, quasi mit verpflichtendem Charakter, f&uuml;r die Mitarbeiter in Apotheken durch die Hintert&uuml;r eingef&uuml;hrt. Ein Teil der Entgeltverwendung wird ab dem 01.01.2012 fremdbestimmt. Wer die Betriebliche Altersvorsorge nicht w&uuml;nscht, bekommt dieses Entgelt nicht! Eine &ldquo;Theaterkritik&rdquo; soll dieses Lausbubenst&uuml;ck darstellen:<\/em><br>\n<em>Eingroschenoper &ndash;  Schauerballade in 2 Akten, Hauptdarsteller: Arbeitgeberverband Deutsche Apotheken, Spitzname ADA Apothekengewerkschaft, Spitzname Adexa,  Nebenrollen: Mitarbeiter in Apotheken, Regie: private Versicherungswirtschaft, Veranstalter und heimlicher Profiteur: private Versicherungswirtschaft eventuelle weitere Bonusempf&auml;nger: die Hauptdarsteller ganz klare Verlierer: die, die Nebenrollen spielen und alle Arbeitnehmer und Rentner, die von der Deutschen Rentenversicherung ihre Altersrente erhalten (werden). Im ersten Akt wird ein Tarifvertrag f&uuml;r 2 Jahre, 01.01.2011 bis 31.12.2012, abgeschlossen, in dem f&uuml;r die gesamte Laufzeit eine Gehaltserh&ouml;hung von zwei Prozent vereinbart wird, also 1 Prozent\/Jahr. Damit steht fest, dass die Gewerkschaftsmitglieder nach zwei Jahren weniger Nettogehalt (quasi &bdquo;weniger netto vom brutto&ldquo;) erhalten, zumal die Inflationsrate h&ouml;her sein wird. &ndash; Ausrei&szlig;er sind die Kammerbezirke Nordrhein (da gibt es nur 0,5 Prozent Gehaltserh&ouml;hung) und Sachsen. Im zweiten Akt wird im Tarifvertrag festgelegt, dass jeder Apothekenmitarbeiter ab dem 01.01.2012 einen verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss von 10 &euro; bis 27,50 &euro; (Staffelung nach w&ouml;chentlicher Arbeitszeit) erh&auml;lt. Dieses Entgelt erh&auml;lt der Mitarbeiter nicht bar, sondern ausschlie&szlig;lich und verpflichtend als arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge. Eine Auszahlung, also eine direkte Gehaltserh&ouml;hung, ist nur f&uuml;r &uuml;ber 55-j&auml;hrige Angestellte vorgesehen; den j&uuml;ngeren wird diese M&ouml;glichkeit verwehrt. F&uuml;r sie gibt es nur zwei M&ouml;glichkeiten: die Chefin oder der Chef schlie&szlig;t einen Altersvorsorgevertrag ab oder das Geld flie&szlig;t nicht.<\/em><br>\n<em>Erg&auml;nzende Anmerkung MB: Logisch. Bei einer betrieblichen Altersvorsorge, in die eine Entgelterh&ouml;hung einflie&szlig;t, handelt es sich vermutlich um eine beitragsfreie Entgeltumwandlung. Hier sparen die Arbeitgeber gegen&uuml;ber einer regul&auml;ren Tariferh&ouml;hung komplett die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge. Sonst d&uuml;rfte davon niemand profitieren &ndash; au&szlig;er nat&uuml;rlich den kooperierenden Versicherungskonzernen.<\/em><br>\n<em>Zu den Risiken und Nebenwirkungen der Betrieblichen Altersvorsorge fragen Sie nicht Ihren Verm&ouml;gensberater sondern lesen Sie die NachDenkSeiten: <a href=\"\/?p=1896\">hier<\/a> und <a href=\"\/?p=2293\">hier<\/a> und <a href=\"\/?p=2306\">hier<\/a> und <a href=\"\/?p=3236\">hier<\/a>.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens ist es sehr gut vorstellbar, dass eine direkte Gehaltserh&ouml;hung f&uuml;r &uuml;ber 55j&auml;hrige aufgrund von mangelnden Gleichbehandlungsgrunds&auml;tzen vor Gericht landen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>FDP-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Westerwelle-Paradoxon<\/strong><br>\nDas Jahr 2011 war bisher f&uuml;r Guido Westerwelle ein Desaster. Drei Wahlen sind verloren, drei weitere Schlappen werden wohl folgen. Dennoch gibt es f&uuml;r die Liberalen gute Gr&uuml;nde, vorerst an ihrem Parteichef festzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/fdp-diskussion-um-den-parteichef-das-westerwelle-paradoxon-1.1079254\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Kurz bevor Georg Schramm sich selbst als geheilt aus der Anstalt entlie&szlig;, sagte er in einem Interview, Westerwelle m&uuml;sse bleiben, bis die FDP dauerhaft unter 5% gesunken sei.<\/em><br>\n<em>So soll es sein. FDP = <strong>F<\/strong>ast <strong>D<\/strong>rei <strong>P<\/strong>rozent &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FDP-Spitze nach Westerwelle: Wir arbeiten an einer Teaml&ouml;sung<\/strong><br>\nW&auml;hrend FDP-Chef Westerwelle als Au&szlig;enminister in China weilt, arbeiten f&uuml;hrende Liberale an einer Neuordnung der Parteispitze. Die Indizien verdichten sich, dass Westerwelle bereit ist, den Vorsitz aufzugeben. Westerwelle wolle auf jeden Fall Au&szlig;enminister bleiben, berichteten f&uuml;hrende FDP-Vertreter der Nachrichtenagentur. Gleichzeitig verdichteten sich die Anzeichen, dass FDP-F&uuml;hrungsvertreter hinter den Kulissen intensiv an einer Neuordnung der Parteispitze arbeiten. Sie k&ouml;nnte in Grundz&uuml;gen bis zur n&auml;chsten Pr&auml;sidiumssitzung am kommenden Montag stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fdp-spitze-nach-westerwelle-wir-arbeiten-an-einer-teamloesung-1.1080228\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allerdings kann ein rascher Personalwechsel kaum kaschieren, dass auch das neue Personal programmatisch desavouiert ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein: Br&uuml;der, zur Freiheit!<\/strong><br>\nWesterwelles FDP der Selbstbediener braucht kein Mensch &ndash; Deutschland fehlt eine echte liberale Partei. Sie m&uuml;sste Freiheit und Verantwortung neu definieren, ein Gegengewicht zur Sozialdemokratisierung des Landes bilden. Und den Sinn des Lebens nicht in der Risikovermeidung sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,754222,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Das M&auml;rchen von der Sozialdemokratisierung der CDU, der Gr&uuml;nen und SPD (immerhin die Parteien, die die radikalsten Steuersenkungen und Hartz IV beschlossen haben). Peinlicher Unsinn, der &ldquo;Wohlfahrtsstaat&rdquo;, &ldquo;Umverteilung&rdquo; und die Wortsch&ouml;pfung &ldquo;Lethargokratie&rdquo; des neoliberalen Salon-Philosophen Sloterdijk vermischt. Aber &uuml;ber &ldquo;Freiheit&rdquo; und &ldquo;Eigenverantwortung&rdquo; l&auml;&szlig;t sich &ndash; im &ldquo;Magazin&rdquo; des Vaters sowieso &ndash; mit ein paar Millionen auf dem Konto ganz vortrefflich schwadronieren.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Es ist eine Beleidigung f&uuml;r den echten Alt-Liberalen Gerhard Baum, in einem Satz mit Wolfgang Gerhard aufgef&uuml;hrt zu werden, der als Leiter der Friedrich-Naumann-Stiftung die <a href=\"\/?p=4355#h24\">Kooperation mit den honduranischen Putschisten<\/a> zu verantworten hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Syrien: Die letzte Bastion<\/strong><br>\nDas syrische Regime verspricht Reformen, l&auml;sst aber auf Protestierende schie&szlig;en. Sein Sturz w&uuml;rde die Machtverh&auml;ltnisse im Nahen Osten grundlegend &auml;ndern. Aber wie &raquo;besonders&laquo; ist Syrien denn nun? Wollen die Syrer wirklich weniger Freiheit als die Menschen anderswo? Vielleicht liegt diese &uuml;berstrapazierte Besonderheit Syriens vielmehr in seiner Rolle als strategisches Schl&uuml;sselland. Denn obwohl das Regime l&auml;ngst beste Kontakte nach Europa unterh&auml;lt, ist es der einzige wirkliche staatliche Verb&uuml;ndete des Iran, nicht nur in der Region. Ohne diesen arabischen Partner w&auml;re die iranische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Hamas und die Hizbollah gef&auml;hrdet. Der Einfluss des Iran im arabischen Raum baut ma&szlig;geblich auf seiner vorgeschobenen Bastion Syrien auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2011\/13\/42911.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wir dachten, sie stehen auf unserer Seite: Das &auml;gyptische Milit&auml;r foltert wieder<\/strong><br>\nAuf dem letzten Video, das  Ramy Essam, The revolutionary singer,: Architekturstudent, 23 Jahre alt auf seiner Facebook-Seite postete, ist von der ausgelassenen Stimmung der ersten Revolutionstage nichts mehr zu sehen. Essam liegt im Bett, sein Gesicht ist geschwollen, er singt nicht, er spricht, von seinen langen Haaren sind nur kurze struppige Str&auml;hnen geblieben. Sie wurden ihm mit Glasscherben abgeschnitten &ndash; von Soldaten der &auml;gyptischen Armee, als sie ihn &uuml;ber Stunden hinweg folterten. Essam war einer der rund 200 Menschen, die am 9.&thinsp;M&auml;rz in Kairo festgenommen wurden, als &auml;gyptische Soldaten den Tahrir-Platz r&auml;umten. Demonstranten forderten dort die Umsetzung der demokratischen Reformen durch die Armee. Das Video zeigt Essams R&uuml;cken: Bluterg&uuml;sse, blaurote Striemen und die schwarzen Verbrennungen der Elektroschocks sind deutlich zu erkennen. &raquo;Gott sch&uuml;tze mich vor dem &auml;gyptischen Milit&auml;r!&laquo; sagt er am Schluss seines Berichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2011\/13\/42909.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider m&ouml;chten anscheinend nicht nur die Ladenbesitzer um den Tahrir-Platzes zu Normalit&auml;t und Alltag  &uuml;bergehen, sondern auch der Westen berichtet &uuml;ber neue restriktive Gesetze nur am Rande, durch die &ouml;ffentliche Versammlungen als St&ouml;rung der &ouml;ffentlichen Ordnung eingeordnet werden und Proteste, die den reibungslosen Betrieb von &ouml;ffentlichen Institutionen oder privaten Unternehmen beeintr&auml;chtigen, auf das H&auml;rteste bestraft werden k&ouml;nnen. So bewundernswert der Tyrannensturz war, ist er doch die leichtere &Uuml;bung gegen&uuml;ber der anstehenden Umstrukturierung von Gesellschaft und Staat im Geist des Tahrir-Platze. Es gilt mit Augenma&szlig; dem Versuch des alten Systems zu begegnen, sich in die neue Zeit zu retten, ist doch dieses System  einmal mehr einmal weniger in jeden &Auml;gypter verankert.<\/em><br>\n<em>Dass dieser Versuch nicht in eine Konterrevolution umschl&auml;gt, liegt in der Hand der Jugend und deren Drang nach Freiheit, Gerechtigkeit und Lebensperspektiven &ndash; und der Einsicht der Alten in dieses Anliegen. Leider ist das Einsehen des alten Systems durch handfeste Interessen getr&uuml;bt. So ist das Milit&auml;r an vielen privatwirtschaftlicher Aktivit&auml;ten beteiligt. Einige der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsunternehmen in &Auml;gypten, breit gestreut im  landwirtschaftliche, industrielle und kaufm&auml;nnischen Sektor. werden von Milit&auml;rs geleitet und dienen den Interessen der Armee. Hier liegt aber auch die Chance des Westens, vor allem der USA vielleicht wenig spektakul&auml;r aber wirksam den demokratischen Umbruch zu begleiten. (Manche Unentwegte m&ouml;gen einwenden, dass dieser Umbruch gar nicht im Interesse der USA liegt, allerdings neige ich zur Auffassung, dass die USA im Nahen Osten viel zu wenig ihre Interessen wahrgenommen haben, sondern vielmehr recht irrationalen Gef&uuml;hlsaufwallungen aufgesessen sind. Wer profitiert heute am meisten von den neuen Erd&ouml;lvertr&auml;gen im Irak? China! )<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Elfenbeink&uuml;ste: Gbagbos Regime zerf&auml;llt<\/strong><br>\nEs ist eine kampflose Eroberung, eine Prozession. Fast die gesamte Elfenbeink&uuml;ste wird mittlerweile von den &ldquo;Republikanischen Streitkr&auml;ften&rdquo; (FRCI) kontrolliert, die dem gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Alassane Ouattara unterstehen. Hauptbestandteil der FRCI sind die Rebellen, die seit 2002 die Nordh&auml;lfte des Landes beherrschen. Sie setzten am vergangenen Wochenende zum Gro&szlig;angriff nach S&uuml;den an, um Ouattara vier Monate nach seinem Wahlsieg endlich an die Macht zu verhelfen und den bislang am Amt klebenden Laurent Gbagbo zum R&uuml;cktritt zu zwingen. Eine Stadt nach der anderen fiel in ihre H&auml;nde wie reife Fr&uuml;chte, friedlich von den Beh&ouml;rden &uuml;bergeben. Am Donnerstagmittag befanden sich FRCI-Einheiten nur noch rund 100 Kilometer n&ouml;rdlich von Abidjan. Wenn sie dann in ihren Pick-ups und Panzerfahrzeugen die Autobahn nehmen, w&auml;ren sie in k&uuml;rzester Zeit in der Millionenstadt, die l&auml;ngst in Ouattara- und Gbagbo-treue Stadtviertel zerfallen ist.<br>\nAm Nachmittag gab S&uuml;dafrikas Au&szlig;enministerium bekannt, Gbagbos Generalstabschef Philippe Mangou habe sich abgesetzt und samt Familie Zuflucht in der Residenz des s&uuml;dafrikanischen Botschafters in Abidjan gesucht. Dies w&uuml;rde erkl&auml;ren, wieso Gbagbos Armee in wenigen Tagen nahezu die H&auml;lfte des Landes kampflos ger&auml;umt hat, nachdem das Gbagbo-Lager in den Monaten davor st&auml;ndig zum Krieg blies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2011%2F04%2F01%2Fa0074&amp;cHash=32788aa383\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einmal mehr zeigt sich, wie schwierig solche Entwicklungen vorauszusehen sind. Selbst ein Kenner wie Dominic Johnson hat noch unl&auml;ngst vor einem B&uuml;rgerkrieg gewarnt und das mangelnde westliche Interesse beklagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Starke Einschnitte bei Frankfurter Rundschau &ndash; &Uuml;berregionales aus Berlin<\/strong><br>\nDie &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo; verliert ihre Eigenst&auml;ndigkeit, der Mantelteil kommt k&uuml;nftig aus Berlin. Eine Erinnerung an das einst tonangebende Blatt der westdeutschen Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/2.220\/frankfurter-rundschau-ueberregionales-aus-berlin-1.1079518\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Da braucht sich wirklich niemand mehr zu wundern, warum immer mehr Journalisten\/innen ins PR-Fach wechseln.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Schwarzer Freitag f&uuml;r die &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo;<\/strong><br>\nDie &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; muss zahlreiche Mitarbeiter entlassen. Der &uuml;berregionale Teil des Blattes kommt k&uuml;nftig komplett aus Berlin. In zwei Jahren soll das Blatt schwarze Zahlen schreiben. Doch gibt es die &bdquo;Rundschau&ldquo; dann &uuml;berhaupt noch?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~E51D855B30F80486298DDEE49A6D61397~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nachrichtenjournalismus: Die Online-Katastrophe<\/strong><br>\nRevolution in Arabien, Kernschmelze in Fukushima: Die aktuellen Gro&szlig;lagen sorgen bei elektronischen Medien f&uuml;r Rekord-Reichweiten, doch Gedrucktes findet kaum zus&auml;tzliche Leser. Was haben Zeitungen also noch zu melden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,752893,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers H.B.:<\/strong> Die grundlegende Schlussfolgerung, dass Online immer mehr genutzt wird, ist so richtig wie altbekannt. Wenn man aber liest, wie dort Nachrichtensendungen im Fernsehen mit &bdquo;Deutschland sucht den Superstar&ldquo; oder dem &bdquo;Dschungelcamp&ldquo; verglichen werden, fragt man sich nur noch, ob das &bdquo;nur&ldquo; die Vorbereitung darauf sein soll, dass Spiegel Online bald Geld f&uuml;r die Nutzung nehmen will, oder dort Zahlen analysiert werden von Leuten, die davon nun gar keine Ahnung haben&hellip; Wie kann man die Quote einer Folge von DSDS (die an einem einzelnen Tag auf nur einem Sender l&auml;uft) mit den Quoten einer einzelnen Ausgabe der Tagesschau vergleichen, wo es alleine an dem Tag gef&uuml;hlt 10 Ausgaben der Tagesschau und diversen &bdquo;Brennpunkte&ldquo; mit jeweils aktuellen Infos gab, von den unz&auml;hligen Nachrichtensendungen auf allen anderen Sendern mal ganz abgesehen? Zitat: &bdquo;Gleich sechs Nachrichten- und Informationsformate schafften es schon am Freitag, dem Tag der Katastrophe, in die Top-Notierungen der Quotenz&auml;hler, gleich f&uuml;nf waren kr&auml;ftiger als &ldquo;Wer wird Million&auml;r&rdquo; &ndash; so etwas hat es lange nicht gegeben. Doch schon am Folgetag, dem 12. M&auml;rz, lag direkt hinter der &ldquo;Tagesschau&rdquo; wieder &ldquo;Deutschland sucht den Superstar&rdquo;, am 13. M&auml;rz auf Platz drei hinter &ldquo;Tagesschau&rdquo; und &ldquo;Brennpunkt&rdquo; eine Wiederholung von &ndash; ausgerechnet &ndash; &ldquo;Stirb langsam 4&rdquo;.&ldquo; Auch der Sinn der Quote in der &bdquo;werberelevanten Zielgruppe&ldquo; bei einer Nachrichtensendung erschlie&szlig;t sich mir nicht wirklich. Immerhin werden die Nachrichten an sich hierzulande noch nicht von Werbung unterbrochen &ndash; oder z&auml;hlen hier die &uuml;blichen, oft unreflektierten Beitr&auml;ge der Lobbyverb&auml;nde (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft etc.) jetzt schon offiziell als Werbung? Zitat: &bdquo;Denn der n&auml;here Blick auf die Quoten verr&auml;t auch, wer fernsah &ndash; und wer eben nicht: In der sogenannten werberelevanten Zielgruppe von 14 bis 49 Jahre hie&szlig; der Marktanteilssieger in zw&ouml;lf Tagen Fukushima zw&ouml;lfmal RTL. Nur an einem einzigen Tag schaffte es die ARD, in der auch von ihr so heftig umworbenen Zielgruppe nur acht Prozent Marktanteil zu erreichen &ndash; und das verdankte sie nicht etwa ihren Informationssendungen, sondern einem &ldquo;Tatort&rdquo;.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: April, April<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sarrazin kandidiert f&uuml;r Berliner FDP<\/strong><br>\nMit einem spektakul&auml;ren Befreiungsschlag will die Berliner FDP aus dem Umfragetief herauskommen: Auf dem kommenden Landesparteitag soll Thilo Sarrazin als Spitzenkandidat f&uuml;r die Wahl im September nominiert werden.<br>\nDer Buchautor (&ldquo;Deutschland schafft sich ab&rdquo;), Ex-Bundesbankvorstand und fr&uuml;here Berliner Finanzsenator gilt wegen seiner Kritik an Sozialleistungsempf&auml;ngern bei den leistungsorientierten Liberalen als Idealbesetzung. W&auml;hrend die FDP in den Meinungsumfragen zuletzt bei drei Prozent lag, h&auml;lt der Landesvorstand mit Sarrazin ein zweistelliges Ergebnis f&uuml;r realistisch. &ldquo;Er hat in einem Jahr mehr B&uuml;cher verkauft, als die Mitglieder der SPD lesen k&ouml;nnen&rdquo;, sagte ein Spitzenliberaler. Mit dem fr&uuml;heren Senator gewinne die FDP nicht nur einen exzellenten Finanzexperten, sondern auch einen rhetorisch brillanten Sympathietr&auml;ger.<\/li>\n<li><strong>Kreuzberger N&auml;chte werden kurz<\/strong><br>\nNach der Veranstaltung &ldquo;Hilfe, die Touris kommen&rdquo; greifen die Kreuzberger Gr&uuml;nen zu radikalen Mitteln. Die Wiederkehr der Sperrstunde soll L&auml;rmprobleme l&ouml;sen. [&hellip;]<br>\nNun, da Berlin nicht mehr nur Partyhauptstadt Deutschlands, sondern ganz Europas ist, k&ouml;nnte die Sperrstunde ihre Wiederkehr feiern. Das zumindest haben die Kreuzberger und Friedrichshainer Gr&uuml;nen beschlossen. &ldquo;Es ist unser letztes Mittel, aber es ist ein Mittel&rdquo;, sagte Daniel Wesener, seit Kurzem gr&uuml;ner Landeschef mit politischer Heimat Kreuzberg, am Donnerstag beim Redaktionsbesuch in der taz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/berlin\/artikel\/1\/kreuzberger-naechte-werden-kurz\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das schaurig sch&ouml;ne an politischen Aprilscherzen ist ja, dass sie auf den ersten Blick gar nicht so grotesk sind. Sarrazin zur FDP und Gr&uuml;ne, die ihre Ruhe haben wollen und die Sperrstunde einf&uuml;hren &ndash; das sind Szenarien, die nicht unbedingt unrealistisch sind. Genau so wie der Wechsel von Guttenberg zur BILD, mit dem die NachDenkSeiten heute ihre Leser neckten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Kabarettist Urban Priol &ndash; Kassandra im Hobbykeller<\/strong><br>\nMit seinem Auftritt bei der Anti-Atom-Demo wollte Urban Priol den Anschein erwecken, hier sei ein gro&szlig;er, tabuloser Provokateur am Werke. Aber Priol ist kein Provokateur. Er macht Kabarett auf dem kleinsten intellektuellen Nenner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/2.220\/kabarettist-urban-priol-kassandra-im-hobbykeller-1.1079641\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.S.:<\/strong> Nachdem das der zweite Artikel in dieser &ldquo;Qualit&auml;t&rdquo; ist, verdichtet sich bei mir der Eindruck, hier soll jemand &ldquo;zum Abschuss vorbereitet&rdquo; werden.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Hier scheint ein wenig Eifersucht mit im Spiel zu sein. Sorgen Urban Priol und sein Ex-Partner Georg Schramm doch h&auml;ufig innerhalb von einer Stunde f&uuml;r mehr politische Aufkl&auml;rung als die Mehrzahl der marktf&uuml;hrenden Zeitungen in einer gesamten Ausgabe. Abgesehen davon war die Abscheu der S&uuml;ddeutschen Zeitung gegen&uuml;ber Priol nicht immer so gro&szlig;. Vor nicht einmal zwei Jahren durfte Priol den damaligen Bundespr&auml;sidenten Horst K&ouml;hler kurz vor seiner Wiederwahl als <a href=\"\/?p=3963#h07\">linkischen Winkonkel<\/a> bezeichnen, ohne dass sich der Redakteur dar&uuml;ber emp&ouml;rte.<\/em><br>\n<em>S. auch Urban Priol in der S&uuml;ddeutschen Zeitung: &bdquo;<a href=\"\/?s=S%C3%BCddeutsche+Priol\">Der Wortbruch ist Bestandteil der Politik<\/a>&rdquo;.<br>\nDamit Sie sich selbst ein Bild machen k&ouml;nnen &ndash; den kommentierten Auftritt von Urbab Priol finden Sie <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sutuyeO_bCo&amp;feature=feedlik\">hier<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn die Chefmoralisten der S&uuml;ddeutschen sich schon &uuml;ber den relativ harmlosen RAF-Gag von Urban Priol echauffieren, sollten sie auf jeden Fall Konzerte des Kabarettisten <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DFBaybu486Q&amp;feature=related\">Marc Uwe Kling meiden<\/a> &ndash; die Folgen w&auml;ren ansonsten dramatisch.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nach den Landtagswahlen; Finanzbranche &ndash; Bundespr&auml;sident warnt vor neuer Krise; Wertsch&ouml;pfungsrekorde der Finanzbranche Wall-Street-Lobbyismus; Deutsche Arbeitskosten und Lohnst&uuml;ckkosten im europ&auml;ischen Vergleich; Arbeitsmarktaufschwung am Einzelhandel vorbei; Pimco-Chef &ndash; Untersch&auml;tzt die japanische Trag&ouml;die nicht; Kernkraft-Debatte; Immer noch 4,2 Millionen Arbeitslose; Expertin kritisiert Neuregelung; Adexa: Ab Januar 2 Prozent mehr Gehalt; FDP-Krise;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8941\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8941","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8941"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8941\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8946,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8941\/revisions\/8946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}