{"id":8959,"date":"2011-04-04T09:03:06","date_gmt":"2011-04-04T07:03:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8959"},"modified":"2014-08-13T13:27:06","modified_gmt":"2014-08-13T11:27:06","slug":"zur-strategiedebatte-der-linken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8959","title":{"rendered":"Zur Strategiedebatte der Linken"},"content":{"rendered":"<p>Wenn die Linkspartei keine oder eine schlechte Strategie verfolgt, kann dies nicht gleichg&uuml;ltig lassen, wer eine Alternative zur herrschenden Politik f&uuml;r notwendig h&auml;lt. Wir erleben n&auml;mlich zur Zeit, dass in nahezu allen wichtigen Fragen die Korrektur von Irrwegen gravierender Art nicht erkennbar ist. Vielleicht mit Ausnahme der Atomenergiepolitik aber nicht der Atomr&uuml;stungspolitik. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nAnsonsten werden die Irrwege weitergegangen, so als g&auml;be es die jeweiligen Katastrophen und Belastungen nicht: <\/p><ul>\n<li>Beim Umgang mit den Verursachern der Finanzkrise, mit Spekulanten, Hedgefonds und Banken gibt es keine grundlegende Korrektur. Die Spekulation geht weiter. Die Investmentbanker leben wie die Maden im Speck. Die Politik ist in den F&auml;ngen der Finanzwirtschaft. Steinbr&uuml;ck wie Merkel.<\/li>\n<li>Mit der Privatisierung geht es weiter. Einzige Ausnahme: wenn privatisierte Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, muss der Staat, m&uuml;ssen wir als Steuerzahler, helfen. So wird es bei EnBW sein; so ist es beim Extrembeispiel Tepko in Japan.<\/li>\n<li>Die systematische Verarmung des Staates wird weiter betrieben. Alle gieren nach der Schuldengrenze &ndash; nach dieser die demokratische Entscheidungsfindung strangulierenden Einrichtung.<\/li>\n<li>Der Ausbau des Niedriglohnsektors geht weiter.<\/li>\n<li>Die Spaltung unserer Gesellschaft in Reich und Arm wird weiter gef&ouml;rdert. Dem Versprechen der Sozialstaatlichkeit unseres Landes wird mit Aggression begegnet.<\/li>\n<li>Milit&auml;rpolitik, milit&auml;rische Intervention statt der unendlich m&uuml;hsamen Versuche, friedliche L&ouml;sungen zu finden.<\/li>\n<li>Usw.<\/li>\n<\/ul><p>Die bisher etablierten Parteien &ndash; Union und FDP, SPD und Gr&uuml;ne &ndash; haben die notwendigen Korrekturen nicht angegangen. Auch die eigentlich f&uuml;r eine Umkehr pr&auml;destinierten Sozialdemokraten und die Gr&uuml;nen haben die Chance, Lehren aus den bitteren Erfahrungen zu ziehen und umzukehren, nicht ergriffen.<\/p><p><strong>Das ist schlimm f&uuml;r uns alle. Wir leben ohne politische Alternative.<\/strong><\/p><p>Es w&auml;re eine einzigartige Chance f&uuml;r die Linkspartei, in die Bresche zu springen. Mit einem klaren Profil. Mit einem Profil, das weit &uuml;ber ihren engeren Bereich hinaus attraktiv w&auml;re. Stattdessen debattieren sie nach den Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz wie die anderen Parteien &ndash; aktuell mit Ausnahme der Gr&uuml;nen &ndash; &uuml;ber ihr F&uuml;hrungspersonal und ihre politische Strategie. In Neuauflage sozusagen und mit viel Anpassungsgemurmel an den von den konservativen Parteien gepr&auml;gten Zeitgeist. <\/p><p>Der erste Test f&uuml;r die Linke in diesem Jahr war die B&uuml;rgerschaftswahl in Hamburg, bei der ein solider Landesverband mit der geachteten Spitzenkandidatin Dora Heyenn trotz Gegenwinds aus Berlin den Wiedereinzug in das Landesparlament schaffte. Die Linke hatte zweifellos durch die ungeschickte Bez&uuml;geregelung f&uuml;r den Parteivorsitzenden Klaus Ernst Schaden genommen. Merkw&uuml;rdig, genau gesagt: typisch war, dass die weitaus h&ouml;heren Bez&uuml;ge des SPD-Vorsitzenden Gabriel von den Medien in diesem Zusammenhang nicht diskutiert wurden. Die von Gesine L&ouml;tzsch anschlie&szlig;end provozierte Kommunismusdebatte war in Westdeutschland nicht zu vermitteln. &ndash; Diese Patzer w&auml;ren wohl l&auml;ngst der Vergessenheit anheim gefallen, w&uuml;rden sie nicht von den Medien und den sog. Reformern in der Linken st&auml;ndig am Leben gehalten. <\/p><p>Erwartungsvoll blickte die Linke am 20.M&auml;rz nach Sachsen-Anhalt, versprach man sich doch nach dem beeindruckenden Bundestagswahlergebnis von 32,4 Prozent einen deutlichen Zugewinn und R&uuml;ckenwind f&uuml;r die Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland Pfalz. Aber schon fr&uuml;h wusste nun das Kampagnenmagazin &bdquo;Der Spiegel&ldquo;, dass es zwar offen sei, ob die Linke im S&uuml;dwesten in die Landtage k&auml;me. Aber in Sachsen-Anhalt konkurriere sie bei 30 Prozent mit der CDU um Platz 1 und wolle nichts riskieren. Daher sei ein Wahlkampfauftritt von Klaus Ernst nicht vorgesehen. <\/p><p>Leider blieb der erhoffte R&uuml;ckenwind aus. Das Ergebnis lag mit 23,4 Prozent unter dem letzten Landtagswahlergebnis und 8,7 Prozent unter dem Ergebnis der Bundestagswahl. Aus den westlichen Landesverb&auml;nden kam keine Kritik und die ostdeutschen &ldquo;Reformer&rdquo; blieben stumm. Dabei w&auml;re es doch angebracht, die auf der Hand liegenden Ursachen zu benennen. W&auml;hrend in der SPD die Brandtenkel Engholm, Lafontaine und Schr&ouml;der aufgrund hoher Sympathiewerte bei den Landtagswahlen absolute Mehrheiten holten, scheinen die ostdeutschen Spitzenkandidaten der Linken unter Naturschutz zu stehen. Wulf Gallert hat sich das verglichen mit der Bundestagswahl schlechte Ergebnis zum beachtlichen Teil selbst zuzuschreiben. In einer <a href=\"http:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundeslaender\/sachsen-anhalt\/laendertrend\/2011\/februar\/\">Infratest Umfrage vom Februar 2011<\/a>, die die sachsen-anhaltinische Linke vor der Landtagswahl bei 26 Prozent sah, erreichte er gerade mal 10 Prozent Zustimmung bei der Ministerpr&auml;sidentenfrage. Ein &auml;hnlich schlechter Wert eines Spitzenkandidaten bei Landtagswahlen ist mir nicht in Erinnerung. &Uuml;ber Gallert sagte der sozialdemokratische Spitzenkandidat Bullerjahn, wenn dieser in der SPD w&auml;re, m&uuml;sste man ihn dem Seeheimer Kreis der rechten Sozialdemokraten zuordnen. Vor der Landtagswahl best&auml;rkte Gallert dieses Urteil, in dem er in einem Interview mit der TAZ vom 9.3.2011 weiteren Personalabbau im &ouml;ffentlichen Dienst ausdr&uuml;cklich und im Gegensatz zum Grundsatzprogramm der Linken <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/die-spd-hat-angst-vor-uns\/\">nicht ausschloss<\/a>. <\/p><p>Auf die Wahlen in Rheinland-Pfalz blickte die Linke nicht gerade hoffnungsvoll. Der dortige Landesverband h&auml;tte sich beinahe zerlegt und konnte nur durch die Intervention der Bundespartei zum Stillhalten bewegt werden. Der Absturz von 9,4 Prozent bei der Bundestagswahl auf 3,0 Prozent bei den Landtagswahlen war daher durch die sinkende Zustimmung im Bund, den Streit im Landesverband und die nukleare Katastrophe in Fukushima vorprogrammiert. <\/p><p>Ein Sonderfall ist Baden-W&uuml;rttemberg, weil sich die dortige Landespartei f&uuml;r den Beobachter in guter Verfassung pr&auml;sentiert. Der Landesvorsitzende und Verdi-Funktion&auml;r Rixinger, die Spitzenkandidaten, die aus Argentinien stammende Arparicio und der IG-Metall-Funktion&auml;r Hamm haben zwar einen geringen Bekanntheitsgrad, stehen aber f&uuml;r die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Migrantinnen und Migranten. Der Landtagswahlkampf war in Baden-W&uuml;rttemberg nicht schlecht organisiert. Das Landtagswahlergebnis lag mit 2,8 Prozent dennoch 4,4 Prozent unter dem Bundestagswahlergebnis von 7,2 Prozent. Das entt&auml;uschende Ergebnis erkl&auml;rt sich aus dem R&uuml;ckgang der Sympathiewerte f&uuml;r die Bundespartei wie auch mit der traditionell hohen Volatilit&auml;t, also der Wechselbereitschaft der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler in Baden-W&uuml;rttembergs rot-gr&uuml;nem W&auml;hlersegment. Hinzu kam, dass die Strategie, sich als Z&uuml;nglein an der Waage f&uuml;r den Regierungswechsel darzustellen, in dem Moment in sich zusammenfiel, als die Umfragen eine Mehrheit f&uuml;r Gr&uuml;n-Rot auch ohne die Linke vorher sagten. <\/p><p><strong>Die so genannten Reformer pflastern den Weg des weiteren Niedergangs mit falschen Analysen<\/strong><\/p><p>Wenn man sich nicht eines Besseren besinnt, wird die Linke die gleichen Fehler machen wie die SPD seit Jahrzehnten. Der Weg ihres best&auml;ndigen Niedergangs seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist gepflastert mit falschen Analysen von Wahlergebnissen. St&auml;ndig wurde der SPD sowohl vom rechten Fl&uuml;gel als auch vom politischen Gegner und ma&szlig;geblichen Medien zugeraunt, sie habe die Wahl verloren wegen des angeblichen Linksrucks; sie m&uuml;sse in die Mitte r&uuml;cken; dort seien die W&auml;hler. An dieses Kombinationsspiel der Rechten innerhalb der SPD und der Spielf&uuml;hrer in einschl&auml;gigen Medien und beim politischen Gegner zulasten der n&auml;chsten Wahlergebnisse muss ich denken, wenn ich die Vorg&auml;nge bei der Linken heute beobachte:<\/p><p>Statt eine sachliche und faire Debatte &uuml;ber das weitere Vorgehen der Partei zu f&uuml;hren, nutzen die &ldquo;Reformer&rdquo; die Wahlen im S&uuml;dwesten f&uuml;r die Fortsetzung der innerparteilichen Grabenk&auml;mpfe. Der Ex-Vorsitzende Bisky, der gerade durch eine Sympathieerkl&auml;rung f&uuml;r prek&auml;re Arbeitspl&auml;tze (FAZ vom 1.2.2011) und die Zustimmung zu einer milit&auml;rischen Intervention &uuml;ber Libyen von sich reden machte, sprach im Hinblick auf die Wahlergebnisse in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz (wohlgemerkt nicht in Sachsen-Anhalt) von einem miesen Resultat. Steffen Bockhahn, Vorsitzender der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Linke nach einem Bundestagswahlergebnis von 29 Prozent bei 16 Prozent d&uuml;mpelt, sch&auml;tzte es sei knapp geworden, gegen den Bundestrend zu gewinnen. Die Schuldigen stehen fest, wenn es in Mecklenburg-Vorpommern ein &auml;hnliches Ergebnis gibt wie in Sachsen-Anhalt. Raju Sharma, als Schatzmeister der Linken eine Fehlbesetzung, weil er sich &ndash; seine Rolle falsch verstehend &ndash; zu allem und jedem &auml;u&szlig;ert und in der Partei daher schon &bdquo;Schwatzmeister&ldquo; genannt wird, findet eine Strategiedebatte sei unaufschiebbar. Es &auml;u&szlig;erten sich, ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit, Lederer (der Berliner Landesverband pendelt bei einem Bundestagswahlergebnis von 20,2 Prozent in Umfragen um 13 Prozent) Ramelow, Wawziniak, Korte. In der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211\/Doc~EC863C41787D14EF8A1AA6652BB5BE31E~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ vom 30.3.2011<\/a> ist verdienstvollerweise ein Sammelsurium von &Auml;u&szlig;erungen dieser und anderer Linken-Mandatstr&auml;ger dokumentiert. In der Regel Stichworte mit hohem Gebrauchswert f&uuml;r die politischen Gegner der Linken. F&uuml;r mich auch dies ein Wiedersehen mit pers&ouml;nlichen Erlebnissen mit der SPD.<br>\nEs f&auml;llt auf, dass sich Bartsch in den letzten Tagen auffallend zur&uuml;ckhielt. Vor den Wahlen hatte er in verschiedenen Interviews aber den Ton angegeben und erkl&auml;rt, dass die W&auml;hrungen, in denen Parteien und ihre F&uuml;hrungen gemessen w&uuml;rden, die Wahlergebnisse und Mitgliedszahlen seien. Da hat er Recht. Angesichts der schlechten Wahlergebnisse und Mitgliederzahlen, die er als Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der PDS ohne die WASG vor allem im Westen zu verantworten hatte, ist die aktuelle Zur&uuml;ckhaltung nur konsequent. (Siehe dazu insgesamt auch die <a href=\"?p=7828\">NachDenkSeiten vom 22.12.2010<\/a>)<\/p><p>Erfreulich ist die neue Einsicht Wulf Gallerts, die Linke m&uuml;sse sich st&auml;rker gegen SPD und Gr&uuml;ne abgrenzen, zugleich aber kooperationsf&auml;hig bleiben, um mit anderen linke Mehrheiten zu bilden. Genau das ist die von den &ldquo;Reformern&rdquo; bek&auml;mpfte Strategie, die bis zur Bundestagswahl der Linken ihre Erfolge brachte. Mangelnde Kooperationsbereitschaft gibt es bei SPD und Gr&uuml;nen, die gegen&uuml;ber der Linken eine brutale Ausgrenzungsstrategie bis zur weiteren Beobachtung durch den Verfassungsschutz betreiben. Insbesondere in NRW, wo die Bereitschaft zur Zusammenarbeit durch die Linke mit H&auml;nden zu greifen ist, zeigen SPD und Gr&uuml;ne mit dieser &Uuml;berwachungspraxis totalit&auml;rer Staaten ein Gesicht, das viele Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne an der Basis nicht wahrhaben wollen. Ich auch nicht. Deshalb macht mich dieses Gebaren genauso betroffen wie die Dummheit der SPD-Generalsekret&auml;rin Nahles, einen gro&szlig;en Erfolg und die Erreichung eines Wahlziels darin zu sehen, die Linke aus den Landesparlamenten in Stuttgart und Mainz herausgehalten zu haben. Es w&auml;re an der Zeit, dass die &ldquo;Reformer&rdquo; begreifen: Kooperationsbereitschaft setzt voraus, dem anderen mit Respekt zu begegnen und seine W&uuml;rde zu beachten. <\/p><p>Die inhaltliche Auseinandersetzung um eine friedliche Au&szlig;enpolitik, die St&auml;rkung des Sozialstaates, um Leiharbeit und prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse, die Neuordnung der Weltfinanzm&auml;rkte, um eine nichtausgrenzende Schulorganisation und um eine umweltgerechte Energiepolitik muss weitergehen. Gerade jetzt und vor allem mit den Gr&uuml;nen, die l&auml;ngst ihre Unschuld verloren haben, weil sie u.a. von der Finanzindustrie und der Automobilindustrie gesponsert werden. In Nordrhein-Westfalen wollten sie nicht mit der Linken kooperieren, weil diese eine &ouml;ffentlich-rechtliche Energieversorgung, Stichwort Rekommunalisierung forderte. Japan hat gezeigt, wozu private Atomkonzerne f&auml;hig sind. Die Partei der Besserverdienenen, die Gr&uuml;nen &ndash; Golo Mann sah in ihnen die neue FDP &ndash; , wird in Baden-W&uuml;rttemberg weiterhin spritfressende Autos bauen lassen, Stuttgart 21 kaum verhindern und eine &ouml;ffentlich-rechtliche Energieversorgung allenfalls z&ouml;gerlich angehen. Ihre W&auml;hlerklientel bedauert die nukleare Verseuchung in Japan, weil sie Sushi nur noch eingeschr&auml;nkt genie&szlig;en kann. (Diese Polemik sei mir verziehen!) Dass der Konzern Tepko Leiharbeiter in die verseuchten Atomkraftwerke schickte, d&uuml;rften die gr&uuml;nen Funktion&auml;re kaum diskutieren. Auch nicht mehr die wiederkehrende Erfahrung, dass wie im konkreten Fall die Gewinne von den Aktion&auml;ren privatisiert wurden, die absehbar von Tepko nicht mehr zu begleichenden Verluste und Sch&auml;den sozialisiert werden.<\/p><p>Genau hier liegt die Chance der Linken. Die von den Gr&uuml;nen zusammen mit der SPD weiter betriebene Verarmung weiterer Bev&ouml;lkerungsschichten durch K&uuml;rzung des Arbeitslosengeldes und der Renten, durch Leiharbeit und die Einrichtung eines Niedriglohnsektors, bei steigenden Energiepreisen ist gr&uuml;ne Klientelpolitik. Sie muss von der Linken &ndash; Kooperationsbereitschaft hin oder her &ndash; kompromisslos bek&auml;mpft werden. Die W&auml;hler kreuzen bei Wahlen die Linke nur dann an, wenn sie wissen, was diese Partei von den anderen unterscheidet. <\/p><p>Und dann w&auml;re zu hoffen, dass sich unter dem Eindruck dieser Linken-Profilierung  bei den Sozialdemokraten und den Gr&uuml;nen etwas r&uuml;hrt und sie sich ihrer fr&uuml;her einmal gepflegten Werte und Zielvorstellungen erinnern. Das w&auml;re dann die Zeit wirklich produktiver Kooperation. Aber das ist mit Sicherheit ein sehr langer Weg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Linkspartei keine oder eine schlechte Strategie verfolgt, kann dies nicht gleichg&uuml;ltig lassen, wer eine Alternative zur herrschenden Politik f&uuml;r notwendig h&auml;lt. Wir erleben n&auml;mlich zur Zeit, dass in nahezu allen wichtigen Fragen die Korrektur von Irrwegen gravierender Art nicht erkennbar ist. Vielleicht mit Ausnahme der Atomenergiepolitik aber nicht der Atomr&uuml;stungspolitik. 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