{"id":89594,"date":"2022-10-24T08:41:51","date_gmt":"2022-10-24T06:41:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594"},"modified":"2022-10-24T08:41:51","modified_gmt":"2022-10-24T06:41:51","slug":"hinweise-des-tages-4221","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h01\">&ldquo;Scholz ist ein politischer Zwerg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h02\">US-Embargo gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h03\">Welch dummes Narrativ: Nukleare Waghalsigkeit bedeutet Sicherheit, Deeskalation ist gef&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h04\">Baerbock und Lambrecht wollen 1,5 Milliarden Euro mehr f&uuml;r Ukraine-Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h05\">Vom Charakter dieses Krieges <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h06\">&bdquo;Warum sind hier nur so wenige?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h07\">Jobcenter l&auml;sst Hartz-IV-Empf&auml;ngerin auf 1000 Euro Strom-Nachzahlung sitzen: &bdquo;Zum Kotzen!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h08\">Positionspapier der Nationalen Armutskonferenz: Menschenw&uuml;rdiges Auskommen statt Naturalien!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h09\">US-Pharmahersteller Pfizer will Preise f&uuml;r Impfstoff um das Vierfache erh&ouml;hen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h10\">L&auml;nder dr&auml;ngen auf Ende der Pflege-Impfpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h11\">Fast vier Jahre k&uuml;rzere Lebenserwartung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h12\">Liz Truss ist am Ende &ndash; und mit ihr der Neoliberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h13\">Der Papst heiligt die Mittel: Zwei Jahre Rat f&uuml;r inklusiven Kapitalismus beim Vatikan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h14\">&raquo;Alles wird Ukraine sein&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89594#h15\">Aufgabe der Linken: Nicht aufgeben!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Scholz ist ein politischer Zwerg&rdquo;<\/strong><br>\nntv.de: Wie w&uuml;rden Sie im Moment Deutschlands Rolle innerhalb der Europ&auml;ischen Union beschreiben?<br>\nYanis Varoufakis: Es gibt eine gro&szlig;e Ver&auml;nderung: Das deutsche Wirtschaftsmodell ist in sich zusammengefallen. Das deutsche Modell basierte auf billiger Energie aus Russland, dem Verkauf von Produkten an China und niedrigen L&ouml;hnen innerhalb Deutschlands. Die derzeitige Situation sieht aber so aus: Die Inflation hat das Dr&uuml;cken der L&ouml;hne unm&ouml;glich gemacht, Gas ist teuer geworden und China schwindet als Markt f&uuml;r Deutschland, aufgrund eines neuen Kalten Kriegs zwischen China und den USA, den die Biden-Regierung gerade eskaliert.<br>\nUnd was ist bei Deutschland gleich geblieben?<br>\nDas st&auml;ndige Beharren der aktuellen deutschen Bundesregierung &ndash; und vorheriger Regierungen &ndash; auf einseitigem Handeln und damit der Unterst&uuml;tzung der fiskalischen Strategie, einen Export&uuml;berschuss zu erzielen &ndash; im Kern Neo-Merkantilismus. Auf der anderen Seite verwehrt Deutschland es dem Rest der Eurozone, ebenfalls so zu agieren und gleichwertige Ma&szlig;nahmen zu implementieren.<br>\nIst Deutschland ein R&uuml;pel?<br>\nIch mag das Wort nicht. Aber Deutschland beharrt eben auf seiner fiskalischen Macht, die wiederum andere Teile der EU nicht haben. Um es anders auszudr&uuml;cken: Deutschland missachtet die Wettbewerbsgleichheit innerhalb der Europ&auml;ischen Union.<br>\nK&ouml;nnen Sie die Kritik an Deutschlands 200 Milliarden Euro Entlastungspaket verstehen? Andere EU-L&auml;nder hatten das als unsolidarisch gewertet&hellip;<br>\nDie Kritik kann ich sehr wohl verstehen, ja. Das ist eine Doppelmoral. Deutschland beharrt auf einem Binnenmarkt und vermeintlich gleichen Wettbewerbsbedingungen, w&auml;hrend es gleichzeitig staatliche Hilfen f&uuml;r seine Industrie und Verbraucher durchdr&uuml;ckt. Staatliche Hilfen, die der Rest der EU nicht einf&uuml;hren kann aufgrund der finanzpolitischen Regeln, die f&uuml;r alle gelten, mit Ausnahme von Deutschland. (&hellip;)<br>\nZum Schluss noch diese Frage: Wie sehen Sie heute das Erbe von Angela Merkel?<br>\nSie war eine bemerkenswert geschickte Verhandlerin und eine kurzfristig denkende Krisenmanagerin mit der einzigartigen F&auml;higkeit, sicherzustellen, dass sich gar nichts ver&auml;ndert, auch wenn man die Dinge h&auml;tte ver&auml;ndern m&uuml;ssen. In diesem Sinne hat sie ein riesiges politisches Kapital verschwendet. Kein anderer Kanzler wird jemals wieder die F&auml;higkeit haben, ein solches politisches Kapital zu schaffen, um &uuml;berhaupt in die Lage zu kommen, Europa nach vorne zu bringen. Deswegen m&uuml;ssen wir sie daf&uuml;r kritisieren, dass sie dieses Kapital verschwendet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Scholz-ist-ein-politischer-Zwerg-article23667676.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Embargo gegen China<\/strong><br>\nAnders als die Sanktionen der &Auml;ra Donald Trump richtet sie sich nicht mehr nur gegen einzelne chinesische Konzerne wie Huawei, sondern gegen ein komplettes Technologiespektrum. Sie zielt darauf, der Volksrepublik jeglichen Zugang zu den avanciertesten Hochleistungschips zu nehmen, die vor allem f&uuml;r K&uuml;nstliche Intelligenz (KI) wie auch f&uuml;r Supercomputing unersetzlich sind. KI und Supercomputing gelten als h&ouml;chst bedeutende Zukunftsbranchen. Beide f&ouml;rdert die Volksrepublik seit Jahren ganz gezielt.<br>\nDie neuen US-Sanktionen sind dichter gekn&uuml;pft denn je. Nicht nur, dass ab sofort kein Unternehmen weltweit chinesische Firmen noch mit Hochleistungschips beliefern darf, wenn es f&uuml;r deren Produktion auch nur punktuell US-Ger&auml;te nutzt. Kein Unternehmen auf der Welt darf zudem Ger&auml;te f&uuml;r die Herstellung von Hochleistungschips nach China verkaufen, sofern auch nur ein wenig US-Technologie darin steckt. Die Volksrepublik soll die wichtigen Halbleiter auch nicht selbst herstellen d&uuml;rfen. Und: Wer einen US-Pass oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung f&uuml;r die USA besitzt, darf nicht mehr f&uuml;r chinesische Unternehmen arbeiten, deren Ziel die Herstellung der am weitesten entwickelten Halbleiter ist. Damit sollen chinesischen Firmen hochqualifizierte Spezialisten genommen werden.<br>\nKeine Frage: Das neue US-Embargo trifft China in seiner wirtschaftlich-technologischen Aufholjagd hart. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt die Halbleiterbranche immer noch zu den Schwachstellen der chinesischen Industrie. Noch ist nicht absehbar, welche Sch&auml;den Washington mit dem &ouml;konomischen Fl&auml;chenbombardement im Detail anrichtet. Getroffen werden k&ouml;nnten nicht nur die Kfz-Industrie, insofern sie KI-gest&uuml;tztes autonomes Fahren vorantreibt, sondern auch die chinesischen Internetriesen wie Alibaba oder Baidu, die in ihren Datenzentren entsprechende Halbleiter nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/437146.zukunft-der-hightechindustrie-us-embargo-gegen-china.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch China kritisiert Beschr&auml;nkungen der USA f&uuml;r Lieferung von Halbleitern und dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89488#h09\">Die eingeschr&auml;nkte Sicht auf China als Wettbewerber bringt der EU keinen Nutzen<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Welch dummes Narrativ: Nukleare Waghalsigkeit bedeutet Sicherheit, Deeskalation ist gef&auml;hrlich<\/strong><br>\n&Uuml;ber den US-Stellvertreterkrieg in der Ukraine wurden verbl&uuml;ffend dumme Narrative in Umlauf gebracht. Das D&uuml;mmste w&auml;re wohl jenes, wonach eine aggressiv eskalierende nukleare Waghalsigkeit angeblich Sicherheit bringt. In diesem Narrativ wird Deeskalation als Gefahr darstellt.<br>\nEin Paradebeispiel f&uuml;r ein offensichtlich idiotisches Narrativ findet sich in einem Artikel im Business Insider mit dem Titel &ldquo;Putins nukleare Drohungen bringen Leute wie Trump und Elon Musk dazu, auf ein Friedensabkommen mit der Ukraine zu dr&auml;ngen. Ein Nuklearexperte warnt, dass das &lsquo;gef&auml;hrlich&rsquo; ist&rdquo;. (&hellip;)<br>\nAls Antwort auf einen Tweet des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron, in dem er schrieb: &ldquo;Wir wollen keinen Weltkrieg&rdquo;, twitterte ein hochrangiger politischer Berater der Helsinki-Kommission der US-Regierung namens Paul Massaro: &ldquo;Genau diese Art von schwacher, ver&auml;ngstigter Sprache f&uuml;hrt dazu, dass Russland eskaliert.&rdquo;<br>\nMan stelle sich vor, man ist so verzerrt und verdreht, dass man das als eine vern&uuml;nftige Antwort auf die normalste Aussage betrachtet, die man machen kann. In der Zwischenzeit tauchen Idioten wie der republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger auf, die so tun, als w&auml;ren sie mutige, harte Kerle, indem sie die kontinuierliche nukleare Eskalation begr&uuml;&szlig;en und jeden, der eine Deeskalation bef&uuml;rwortet, als Feiglinge bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/151972-dumme-narrativ-dass-nukleare-waghalsigkeit\/\">Caitlin Johnstone auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Baerbock und Lambrecht wollen 1,5 Milliarden Euro mehr f&uuml;r Ukraine-Waffen<\/strong><br>\nF&uuml;r Waffenlieferungen an die Ukraine sind knapp 700 Millionen Euro im n&auml;chsten Haushalt vorgesehen. Die Au&szlig;en- und die Verteidigungsministerin fordern mehr als das Dreifache.<br>\nAu&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) fordern von Finanzminister Christian Lindner (FDP) f&uuml;r das kommende Jahr deutlich mehr Geld, um die Ukraine milit&auml;risch zu unterst&uuml;tzen. Den beiden Ministerinnen schwebt daf&uuml;r ein Sondertopf f&uuml;r die Waffenhilfe in H&ouml;he von 2,2 Milliarden Euro vor. Nur mit diesem Budget, so schrieben sie in einem Brief vom Donnerstag, k&ouml;nne Deutschland &raquo;konkret und sichtbar die Verantwortung &uuml;bernehmen, die unsere internationalen Partner von uns erwarten&laquo;. Das Schreiben liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/baerbock-und-lambrecht-wollen-1-5-milliarden-euro-mehr-fuer-ukraine-waffen-a-d1f18ec6-e3b1-4105-b257-3393de95b62a\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Zum Foto und zur &Uuml;berschrift\/Botschaft des Artikels: Frauenpower. Schreckliche Frauenpower. Damit wird fast alles entwertet, was unser Streben nach mehr Frauen in der Politik getragen hat.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Totgeschwiegenes Thema: Wen unterst&uuml;tzt der Westen, wenn er vorbehaltslos &bdquo;die Ukraine&ldquo; unterst&uuml;tzt<\/strong><br>\nJede kritische Sicht auf die Ukraine ist derzeit tabu, Hauptsache die Waffen und das Geld flie&szlig;en in das Land der tapferen K&auml;mpfer. Die rechtsnationalistischen Freiwilligenverb&auml;nde wie Asow sind aus dem Blick geraten oder wei&szlig;gewaschen worden, Asow-K&auml;mpfer touren durch die USA und werben f&uuml;r ihre Miliz.<br>\nEs ist immer nur davon die Rede, dass &bdquo;die Ukraine&ldquo; finanziell und milit&auml;risch unterst&uuml;tzt werden muss in ihrem totalen Verteidigungskrieg, der seit kurzem zu Offensiven &uuml;bergegangen ist. Nicht gesprochen wird, wer in dem von hoher Korruption gezeichnetem Land die Gelder und die Waffen bekommen soll bzw. bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/totgeschwiegenes-thema-wen-unterstuetzt-der-westen-wenn-er-vorbehaltslos-die-ukraine-unterstuetzt\/\">Florian R&ouml;tzer in Overton Magazin<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Jarosch und der Rechte Sektor: Wor&uuml;ber man im Westen nicht mehr sprechen will<\/strong><br>\nBedingungslos werden Waffen und Geld in die Ukraine gepumpt, die angeblich &bdquo;unsere Werte&ldquo;, Freiheit und Demokratie im Osten verteidigt. Auf jeden Fall k&auml;mpfen nicht alle Ukrainer f&uuml;r &bdquo;unsere Werte&ldquo;: Ein Blick auf Jarosch, Berater des ukrainischen Milit&auml;rs, mit seinem Freiwilligenverband.<br>\nIch hatte schon mehrmals auf Dmitri Jarosch hingewiesen, der eine hohe, wenn auch offiziell verschleierte Funktion bei den ukrainischen Streitkr&auml;ften einnimmt. Jarosch, zeitweilig Chef des Rechten Sektors (Pravyi sektor), Abgeordneter und sogar verwegenerweise Pr&auml;sidentschaftskandidat, wurde Ende 2021 zumindest kurzzeitig zum Berater des ukrainischen Oberbefehlshabers Valery Zaluzhny ernannt, mit dem er auch gemeinsam auftrat, was offiziell aber dann nicht best&auml;tigt, sondern als geheim klassifiziert wurde.<br>\nWelche Rolle er jetzt innehat, ist schwer herauszufinden, aber er unterh&auml;lt offiziell und auf hoher Ebene enge Verbindungen zu verschiedenen Kampfverb&auml;nden und Kommandeuren und ist Kommandeur der &bdquo;Ukrainischen Freiwilligenarmee&ldquo; (UVA), die bis zum Beginn des Kriegs unabh&auml;ngig blieb und erst dann als Spezialeinheit mit Sonderstatus in die regul&auml;re Armee formal integriert wurde. Die UVA hat auch zwei Einheiten mit ausl&auml;ndischen K&auml;mpfern aus Tschetschenien und aus Belarus. Jarosch versteht die Freiwilligenverb&auml;nde als &bdquo;eine freiwillige, milit&auml;rische Bruderschaft&ldquo;, wo es locker zugeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/jarosch-und-der-rechte-sektor-worueber-man-im-westen-nicht-mehr-sprechen-will\/\">Florian R&ouml;tzer in Overton Magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.E.:<\/strong> Zwei Artikel voller hei&szlig;er Eisen in unserem Land. Von vielen dieser allt&auml;glichen Ereignisse in der Ukraine wissen ganz viele Menschen in Deutschland nichts. Wenn dies bekannter hier in unserer Republik w&auml;re, w&auml;ren Waffenlieferungen viel schwerer m&ouml;glich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vom Charakter dieses Krieges<\/strong><br>\nUnter den vielen Kritiken an der j&uuml;ngsten Bundestagsrede von Sahra Wagenknecht sticht die der beiden Vorsitzenden der Partei DIELINKE hervor, die v&ouml;llig deplatziert war. In Diktaturen benennen die F&uuml;hrer die Parlamentsabgeordneten. In Demokratien werden sie vom Volk gew&auml;hlt. Ich habe Sahra Wagenknecht gew&auml;hlt, sie stand auf meinem Wahlzettel. Sie h&auml;lt derzeit Reden, die ich sehr billige. Was ich nicht billige, ist die Art und Weise, wie die beiden Vorsitzenden damit umgehen. Sie wollen Sahra Wagenknecht das Wort verbieten, die Parlamentsfraktion schurigeln. Abgeordnete sind jedoch nicht der F&uuml;hrung, sondern den W&auml;hlern verpflichtet &ndash; und ihrem Gewissen. Zum Inhalt von Sahra Wagenknechts Reden vom Krieg gegen Russland, den u. a. Deutschland f&uuml;hrt, ist zu sagen:<br>\nEs gibt ihn, diesen Krieg, auch wenn Russland die Ukraine angegriffen hat. Es sei darauf verwiesen, dass es mehrere Arten von Krieg gibt, in diesem Fall meinte Sahra Wagenknecht den deutschen Wirtschaftskrieg, der laut Au&szlig;enministerin Baerbock Russland &raquo;ruinieren&laquo; soll. Derzeit ruiniert er mehr die deutsche Wirtschaft als den russischen Staat. Der zum russischen Angriffskrieg gesteigerte Schie&szlig;krieg begann am 24. Februar 2022, und er steigerte den faktischen Krieg der Ukraine gegen das eigene Volk in den ukrainischen Ostgebieten. Zudem ging ihm eine Art Emser Depesche voraus. Das war jenes von Bismarck gef&auml;lschte Dokument, das 1870 die franz&ouml;sische Seite, also den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten, zum Angriff auf Deutschland verleitete. Das Ergebnis ist bekannt. Die vielen Emser Depeschen des Westens, der Nato, die Pr&auml;sident Putin zu seiner uns&auml;glichen &raquo;milit&auml;rischen Spezialoperation&laquo; verleiteten, wurden dutzendweise von US-Pr&auml;sident Joe Biden auf den Weg gebracht. Schon monatelang gibt es bereits den gewandelten Krieg in der Ukraine. Der Westen f&uuml;hrte auf dem Gebiet der Ukraine seinen Krieg gegen Russland &ndash; mit Waffen, Truppenaufm&auml;rschen an den Grenzen und der Ausbildung von Soldaten. Und wir alle haben darunter zu leiden, besonders die Ukrainer. Ich hoffe, so appellierte ich an die Vorsitzenden der LINKEN, die Partei wird sich endlich in die Bewegung gegen den Krieg einreihen, gegen den Schie&szlig;krieg und gegen den Wirtschaftskrieg. Gegen die Leiden auch unserer Bev&ouml;lkerung, die im Kriegswinter frieren soll und nicht genug zu essen haben wird. Bitte gehen Sie gegen die Regierung des Krieges und nicht gegen jene Menschen vor, die den Krieg bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/vom-charakter-dieses-krieges\/\">Ulrich Sander in Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Warum sind hier nur so wenige?&ldquo;<\/strong><br>\nEs sollte der gro&szlig;e Auftakt zum &bdquo;Solidarischen Herbst&ldquo; werden. Ein breites Protestb&uuml;ndnis aus Gewerkschaften, Sozialverb&auml;nden und Klimaaktivisten hatte am Samstagmittag in den Berliner Invalidenpark geladen, um f&uuml;r eine gerechtere Verteilung der Krisenlasten und die &ouml;kologische Transformation der Wirtschaft zu demonstrieren. Doch in Berlin-Mitte versammelten sich nur knapp 2800 Menschen.<br>\nIm Vorfeld waren die Veranstalter in erster Linie darauf bedacht, sich bei ihrem Sozialprotest von Rechten und Russland-Freunden zu distanzieren sowie Solidarit&auml;t mit der Ukraine zu demonstrieren. Man f&uuml;rchtete, dass &bdquo;Querdenker&ldquo; die Veranstaltung unterwandern k&ouml;nnten. Eine Sorge, die sich als unbegr&uuml;ndet erwies. Die wenigen Demonstranten mit provokanten Plakaten zogen lediglich die Aufmerksamkeit der Presse auf sich. Ein Mann mit einem &bdquo;Europa tief im Arsch der USA&ldquo;-Schild absolvierte zwar einen Interviewmarathon, wurde aber ansonsten weitgehend ignoriert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article241738257\/Proteste-Solidarischer-Herbst-Warum-sind-hier-nur-so-wenige.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aussagen von Teilnehmern und Veranstaltern deuten darauf hin, dass dieser Protest an die Politik der Regierung angepasst ist. Vielleicht erkl&auml;rt das die geringe Teilnehmerzahl &ndash; trotz Beteiligung z.B. von DGB-Gewerkschaften. Protest sollte nicht lediglich von einem breiten B&uuml;ndnis getragen werden, sondern auch in die Tiefe gehen und politische Ursachen klar benennen. Dazu geh&ouml;rt, dass insbesondere die Energiekrise hausgemacht ist &ndash; von der Bundesregierung und auch von den EU-Gremien.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Tausende demonstrieren in Frankfurt f&uuml;r soziale Sicherheit<\/strong><br>\nMehrere tausend Menschen sind dem Aufruf von Sozial- und Umweltverb&auml;nden gefolgt: Sie demonstrierten f&uuml;r einen sozialeren Umgang mit der Energie- und Klimakrise. Auch Querdenker brachten viele zum Protest auf die Stra&szlig;e. (&hellip;)<br>\nZu dem Protestzug hatte ein B&uuml;ndnis von 32 Sozial- und Umweltverb&auml;nden sowie Gewerkschaften aufgerufen &ndash; darunter der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Zu den Forderungen z&auml;hlten mehr Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit bei der Bew&auml;ltigung der Energie- und Klimakrise sowie ein Ende der Abh&auml;ngigkeit von fossilen Brennstoffen. (&hellip;)<br>\nAm Samstagnachmittag gab es in Frankfurt einen weiteren Protestzug, der sich unter dem Motto &ldquo;Demonstration for Democracy&rdquo; gegen die Krisenpolitik der Bundesregierung richtete. An dieser Kundgebung, die der Querdenker-Szene mit verschw&ouml;rungstheoretischen und rechten Tendenzen zugeordnet wurde, beteiligten sich laut Polizei etwa 2.200 Menschen. Davon hatte sich das B&uuml;ndnis &ldquo;Solidarischer Herbst&rdquo; klar abgegrenzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/gesellschaft\/frankfurt-tausende-demonstrieren-fuer-soziale-sicherheit,sozialprotest-frankfurt-demonstration-100.html%20\">hessenschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Und weiter geht es mit der Denunzierung von Menschen, die sich regierungskritisch zeigen. Organisationen und Verb&auml;nde wie z. B. Gewerkschaften, Campact, attac agieren aus einem sattsam bekannten &Uuml;berheblichkeitsduktus. &ldquo;Solidarischer Herbst&rdquo; sieht anders aus!<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Die st&auml;rkeren Schultern m&uuml;ssen eine gr&ouml;&szlig;ere Last tragen&ldquo;<\/strong><br>\nIn Frankfurt demonstriert am Samstag ein linkes B&uuml;ndnis f&uuml;r weitere Finanzhilfen. Der hessische DGB-Vorsitzende Michael Rudolph erkl&auml;rt, wie diese finanziert werden sollen, und wie er ungewollte Unterst&uuml;tzer abwehren will. (&hellip;)<br>\nIn anderen St&auml;dten, etwa in Ostdeutschland, gab es auf vergleichbaren Demonstrationen durchaus Zusammenschl&uuml;sse mit Systemgegnern.<br>\nAls DGB Hessen-Th&uuml;ringen haben wir bereits in Erfurt die Erfahrung gemacht, dass eine klare inhaltliche Abgrenzung dabei hilft, aufzukl&auml;ren, wer zu einer Demo eingeladen ist und wer nicht. Das hat sehr gut funktioniert. Nichtsdestotrotz geh&ouml;rt das zur Demokratie nat&uuml;rlich auch dazu, dass sich Leute anschlie&szlig;en, die anderer Meinung sind. Wir haben einen Konsens dar&uuml;ber, dass wir ein demokratisches, antifaschistisches B&uuml;ndnis sind, das keine Verschw&ouml;rungsmythen propagiert und auch nicht den Angriffskrieg von Russland gegen&uuml;ber der Ukraine leugnet. Das beschreibt gut, wer am Ende nicht mit dazugeh&ouml;rt. Ich finde, diese Klarheit braucht man in schwierigen Zeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/wirtschaft\/demo-des-buendnis-solidarischer-herbst-in-frankfurt-18403775.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Begr&uuml;&szlig;e die Forderungen nach Unterst&uuml;tzungen und Hilfema&szlig;nahmen des B&uuml;ndnisses &rdquo; Solidarischer Herbst&rdquo;, vermisse jedoch klare Stellungnahme, dass &lsquo;diese Krise&rsquo; einer verfehlten Politik zu verdanken ist. Der Vorsitzende des DGB Hessen erw&auml;hnt mit keinem Wort die Mitverantwortung der Ampel-Regierung f&uuml;r die sich weiter zuspitzende &ldquo;Krise&rdquo;, sprich den Wirtschaftskrieg gegen Russland. Der &lsquo;solidarische Herbst&rsquo;, der angemahnt wird, erh&auml;lt dadurch mehr als einen bitteren Beigeschmack.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jobcenter l&auml;sst Hartz-IV-Empf&auml;ngerin auf 1000 Euro Strom-Nachzahlung sitzen: &bdquo;Zum Kotzen!&ldquo;<\/strong><br>\nDiese enorme Preissteigerung trifft Bezieher von Hartz IV besonders. Denn sie m&uuml;ssen die Stromkosten aus dem Regelsatz bezahlen, der derzeit noch 449 Euro pro Monat f&uuml;r eine alleinstehende Person vorsieht. Wenn dann jedoch eine gro&szlig;e Nachzahlung droht, wird es knapp. (&hellip;)<br>\nDas musste auch eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern erleben, wie Helena Steinhaus, Gr&uuml;nderin des Vereins Sanktionsfrei e.V., auf Twitter berichtet. Demnach muss die Mutter eine Stromkostennachzahlung in H&ouml;he von gut 1000 Euro leisten. Bei monatlich nur 449 Euro sei ihr das allerdings unm&ouml;glich. Doch zahlt sie nicht, droht im schlimmsten Fall eine Stromsperre.<br>\nAber wie kam es &uuml;berhaupt zu der hohen Forderung des Stromanbieters? Wie Steinhaus schreibt, nutzt die Mutter eine elektrische Nachtspeicherheizung. Hei&szlig;t also, die Wohnung wird mit Strom geheizt, was nat&uuml;rlich zu einem enorm hohen Verbrauch f&uuml;hrt. Eigentlich &uuml;bernimmt das Jobcenter die Heizkosten, weshalb die Bezieherin Mehrkosten von 20 Prozent beantragt habe, welche jedoch nicht bewilligt wurden. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Es ist zum Kotzen!&ldquo;, findet Steinhaus. In dem geschilderten Fall springt ihr Verein nun juristisch und auch finanziell ein. Doch das Problem d&uuml;rfte nicht nur eine Person betreffen. &bdquo;Das B&uuml;rgergeld &auml;ndert &uuml;brigens gar nichts an dieser Energiearmut&ldquo;, bem&auml;ngelt Steinhaus in ihrem Tweet. Denn Strom muss weiterhin aus dem Regelsatz bezahlt werden. Dieser steigt 2023 mit der Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgergelds zwar, jedoch nur auf 502 Euro pro Monat.<br>\nWeiter &auml;rgert sich Steinhaus dar&uuml;ber, dass die angek&uuml;ndigten Entlastungen, welche Kanzler Scholz (SPD) als &bdquo;Doppelwumms&ldquo; bezeichnet hat, Menschen in der Grundsicherung nicht helfen w&uuml;rden. &bdquo;Doppelwumms hin oder her: Wir rasen sehenden Auges in die totale &Uuml;berschuldung von Menschen in Grundsicherung und mit kleinen Einkommen&ldquo;, schreibt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/news-hartz-iv-4-stromkosten-nachzahlung-energie-jobcenter-kosten-uebernahme-buergergeld-91863476.html\">Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89570#h03\">2,6 Millionen Menschen konnten 2021 ihre Wohnung nicht ausreichend heizen<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Positionspapier der Nationalen Armutskonferenz: Menschenw&uuml;rdiges Auskommen statt Naturalien!<\/strong><br>\nNationale Armutskonferenz: Der Staat darf die Verantwortung f&uuml;r die Sicherung des menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums nicht l&auml;nger auf Tafeln u.a. verschieben!<br>\nLebensmittel, Kleidung, Energie, Wohnen, Mobilit&auml;t, Gesundheit sind grundlegend f&uuml;r das Leben eines Menschen. Ein Verweis auf Initiativen und hier auf Tafeln und Lebensmittelausgaben zur Deckung des t&auml;glichen Bedarfs steht nicht im Einklang mit dem Bundesverfassungsgericht.<br>\nDie Sicherstellung des soziokulturellen Existenzminimums (Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG) ist ureigene Aufgabe des Staates.<br>\nDer Staat hat laut Bundesverfassungsgericht sicherzustellen, dass jedem Hilfebed&uuml;rftigem diejenigen materiellen Voraussetzung zur Verf&uuml;gung stehen, die f&uuml;r seine \/ ihre physische Existenz und ein Mindestma&szlig; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerl&auml;sslich sind. Es ist unverf&uuml;gbar und muss eingel&ouml;st werden, bedarf aber der Konkretisierung und stetigen Aktualisierung durch den Gesetzgeber, der die zu erbringenden Leistungen an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Gemeinwesens und den bestehenden Lebensbedingungen auszurichten hat (BVerfG 9.2.2010 &ndash; 1 BvL 1\/09 ua, Rn.136).<br>\nForderungen:<br>\nDer Staat muss der Verantwortung aus dem Grundgesetz nachkommen. Die Verschiebung auf andere gesellschaftliche Akteure ist zu unterlassen.<br>\nLebensmittelausgaben und Tafeln sind keine Instrumente der Armutsbek&auml;mpfung. Die Tafeln sind keine Sozialleistungstr&auml;ger, sondern dienen der Verhinderung von Lebensmittelverschwendung. Deshalb sollten finanzielle Unterst&uuml;tzungen aus den Bundes- und Landeshaushalten der Umwelt-\/Klima-\/oder Agrarministerien geleistet werden.<br>\nF&uuml;r die Ermittlung eines angemessenen und realistischen Regelsatzes ist die gesetzliche Grundlage f&uuml;r die Feststellung der Bedarfe zu ver&auml;ndern.<br>\nEbenfalls ist &uuml;ber eine Gesetzes&auml;nderung, die gegebenenfalls notwendige unterj&auml;hrige Anpassung der Regels&auml;tze an die Inflation sicherzustellen.<br>\nUm die H&auml;rten durch die Strom- und Lebensmittelpreise abzufangen, hat eine sofortige Erh&ouml;hung des Regelsatzes in H&ouml;he der Preissteigerung zu erfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tacheles-sozialhilfe.de\/newsticker\/thome-newsletter-41-2022-vom-23-10-2022.html\">Tacheles e.V.<\/a>\n<p>dazu: <strong>Trockenes Toastbrot<\/strong><br>\nDas gibt es auch hierzulande: Ern&auml;hrungsarmut. Also, armutsbedingte Fehl- und Mangelern&auml;hrung. Millionenfach. Vereinzelt sogar Hunger. Wenig &uuml;berraschend, besonders betroffen: einkommensschwache Haushalte und Grundsicherungsbezieher. &raquo;Wir wissen, dass die Regels&auml;tze der Grundsicherung nicht f&uuml;r eine gesunde Ern&auml;hrung ausreichen&laquo;, sagte die Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, am Freitag zu jW. Studien h&auml;tten dies l&auml;ngst belegt. Im Klartext: Sieben Millionen Menschen in Deutschland, die in der sozialen Mindestsicherung sind, trifft Ern&auml;hrungsarmut. Hinzu k&auml;men jene, so Bentele weiter, &raquo;die Anspruch auf Leistungen h&auml;tten, sie aber nicht beantragen, kurz, die versteckten Armen&laquo;. (&hellip;)<br>\nDeutlich wird auch Foodwatch. Das Problem werde in Deutschland weitgehend ignoriert, die Bundesregierung leugne es sogar, befand Luise Molling, bei der Verbraucherschutzorganisation f&uuml;r Recherche und Kampagnen zust&auml;ndig, gegen&uuml;ber jW. &raquo;Die Ampel verpasst Millionen armutsbetroffener Menschen in Deutschland eine Ohrfeige.&laquo; Bemerkenswert dabei ist der Schwenk. Denn vor nicht allzu langer Zeit hatte vieles noch anders geklungen. Gutachter des BMEL waren 2020 zu folgendem Schluss gekommen: In der Bundesrepublik gebe es &raquo;armutsbedingte Mangelern&auml;hrung und teils auch Hunger&laquo;, was &raquo;mit hohen individuellen und volkswirtschaftlichen Folgeproblemen (und -kosten)&laquo; einhergehe.<br>\nDie sind vielerorts sp&uuml;r- und erkennbar. Molling: &raquo;Der enorme Ansturm auf die Unterst&uuml;tzungsangebote der Tafeln zeigt, dass sich die Ern&auml;hrungsarmut aktuell drastisch versch&auml;rft.&laquo; Zudem belaste die Teuerungswelle stark, vor allem bei Lebensmitteln, die nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im September im Vergleich zum Vorjahr um knapp 19 Prozent gestiegen seien. Und die zu erwartenden Folgen? Mollings d&uuml;stere Prognose: &raquo;Mehr Hunger und eine noch schlechtere Ern&auml;hrungssituation, insbesondere auch von armutsbetroffenen Kindern, da unausgewogene, also n&auml;hrstoffarme und zugleich energiedichte Lebensmittel g&uuml;nstiger sind als ausgewogene.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/437154.soziale-frage-trockenes-toastbrot.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-Pharmahersteller Pfizer will Preise f&uuml;r Impfstoff um das Vierfache erh&ouml;hen<\/strong><br>\nDas US-amerikanische Pharmaunternehmen Pfizer will den Preis f&uuml;r seinen Corona-Impfstoff deutlich erh&ouml;hen.<br>\nDas Unternehmen gab bekannt, die Kosten w&uuml;rden auf bis zu 130 Dollar pro Impfdosis angehoben. Der im Moment noch g&uuml;ltige Liefervertrag mit der US-Regierung laufe demn&auml;chst aus, so die Begr&uuml;ndung. Im Moment zahlt die US-Regierung rund 30 Dollar pro Dosis an Pfizer und seinen deutschen Partner BioNTech &ndash; also weniger als ein Viertel des angek&uuml;ndigten neuen Preises.<br>\nIm kommenden Jahr l&auml;uft der Status des nationalen Gesundheitsnotstandes aufgrund der Corona-Pandemie in den USA formal aus. Aller Voraussicht tragen dann private Versicherungen die Kosten f&uuml;r weitere Corona-Impfungen. Unklar ist bisher, ob und in welcher Form Personen ohne Krankenversicherung dann noch geimpft werden, beziehungsweise wer die Kosten daf&uuml;r &uuml;bernimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/us-pharmahersteller-pfizer-will-preise-fuer-impfstoff-um-das-vierfache-erhoehen-100.html%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Pharmariese m&ouml;chte seinen Gewinne maximieren &ndash; und die Politik scheint nichts dagegen unternehmen zu wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>L&auml;nder dr&auml;ngen auf Ende der Pflege-Impfpflicht<\/strong><br>\nSachsen, Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und Th&uuml;ringen fordern ein Ende der Impfpflicht f&uuml;r das Personal in Gesundheit und Pflege. Die drei Landesgesundheitsminister Petra K&ouml;pping von der SPD, Klaus Holetschek von der CSU und die Linke Heike Werner setzen sich in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach daf&uuml;r ein, die zum Jahresende auslaufende Impfpflicht nicht zu verl&auml;ngern, wie die Politiker mitteilten. Der baden-w&uuml;rttembergische Ressortchef Manfred Lucha von den Gr&uuml;nen schloss sich an.<br>\nAnlass des Vier-L&auml;nder-Appells ist die Bef&uuml;rchtung, dass die Impfpflicht den Personalmangel im Gesundheitswesen noch versch&auml;rft. Die Initiative ging von Sachsen aus. Die L&auml;nder hatten bislang einzeln ein Ende der Impfpflicht gefordert und wollen dem mit einem gemeinsamen Appell nun mehr Nachdruck verleihen. Lauterbach macht eine Verl&auml;ngerung der Impfpflicht vom Verlauf der Herbst- und Winterwelle abh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Personalnotstand-Laender-draengen-auf-Ende-der-Corona-Impfpflicht-fuer-Pflegepersonal-article23664233.html%20\">n-tv<\/a>\n<p>dazu: <strong>Maskenpflicht f&uuml;r Bewohner*innen von Pflegeheimen absurd und nicht zumutbar.<\/strong><br>\nIm seit dem 1. Oktober geltenden Infektionsschutzgesetz wurde eine Maskenpflicht f&uuml;r Bewohner*innen in den Gemeinschaftsr&auml;umen von Pflegeeinrichtungen verankert. Aus Sicht des Bundesverbands Pflegemanagement ist diese Regelung nicht zumutbar. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Nach &uuml;ber zwei Jahren Pandemie sollten wir in der Lage sein, intelligente, auf den Erfahrungswerten basierende L&ouml;sungen zu schaffen, statt weiter im Aktionismus zu verharren&ldquo;, &auml;rgert sich Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement. &bdquo;Hier wird der Eindruck vermittelt, dass mit dieser Regelung Ausbr&uuml;che in Pflegeheimen verhindert werden k&ouml;nnen. Das entbehrt jeder Sinnhaftigkeit, denn beim Essen und Trinken kommen die gleichen Menschen naturgem&auml;&szlig; ohne Maske zusammen&ldquo;, erg&auml;nzt Peter Koch, Vorstandsmitglied der Landesgruppe Baden-W&uuml;rttemberg und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer eines Altenhilfetr&auml;gers.<br>\nDie Einrichtungen selbst haben die Herausforderung die Regelung umzusetzen, auch wenn sie davon in den meisten F&auml;llen nicht &uuml;berzeugt sind. Halten sie sich nicht daran, geraten sie &ndash; wie schon bei der einrichtungsbezogenen Impfpflicht &ndash; mit den Beh&ouml;rden in Konflikt. Was am Ende auf der Strecke bleibt, ist ein weiteres Mal die Versorgungsqualit&auml;t. Pflegende, die sich mit sinnbefreiten Regelungen herumschlagen m&uuml;ssen, leiden nicht nur pers&ouml;nlich, sondern haben bei ohnehin bestehendem Personalnotstand noch weniger Zeit f&uuml;r ihre eigentliche Aufgabe.<br>\nIn der Realit&auml;t sieht es so aus, dass Bewohner*innen und Angeh&ouml;rige &uuml;ber die gesetzliche Vorgabe informiert wurden, von Einrichtungen darauf hingewiesen werden, aber die Umsetzung nicht massiv eingefordert wird. Selbst die lokalen Beh&ouml;rden wissen um dieses Vorgehen, was zeigt, dass das Verst&auml;ndnis f&uuml;r die praxisfremden Regelungen, die ohne jegliche Beteiligung der Pflege, des Pflegemanagements oder der Patientenvertreter*innen getroffen werden, weiter schwindet und die Politikverdrossenheit steigt.<br>\n&bdquo;Ich f&uuml;hle mich an den Scheinriesen von Jim Knopf erinnert, gro&szlig;es Theater, nichts dahinter. Viele Menschen besch&auml;ftigt und wieder einmal die Branche mit Nebenschaupl&auml;tzen besch&auml;ftigt, ohne die Grundprobleme unseres Pflegesystems anzugehen&ldquo;, res&uuml;miert Peter Bechtel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bv-pflegemanagement.de\/pressemitteilung\/items\/713.html%20\">Bundesverband Pflegemanagement<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Klatsche f&uuml;r Karl Lauterbach: Pflegeverband zerrei&szlig;t Maskenpflicht und einrichtungsbezogene Impfpflicht.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Pflegemanager zerpfl&uuml;cken Lauterbachs Maskenpflicht<\/strong><br>\nAbsurd nennt der Bundesverband Pflegemanagement die Maskenpflicht f&uuml;r Pflegeheim-Bewohner in Gemeinschaftsr&auml;umen &ndash; unter anderem, weil gleichzeitig gemeinsame Mahlzeiten erlaubt seien<br>\nEs gibt wohl kaum eine gesundheitspolitische Entscheidung, die bei Verb&auml;nden solche Schimpftiraden hervorgerufen haben wie die wie seit 1. Oktober geltende Maskenpflicht im k&uuml;rzlich &uuml;berarbeiteten Infektionsschutzgesetz. Dass Bewohner jetzt wieder Masken im Gemeinschaftsbereich tragen sollen, sei absurd und auch unzumutbar, so der Bundesverband Pflegemanagement. Die Bagso  (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) spricht von einem &bdquo;schwerwiegenden und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Eingriff in die Grundrechte der Bewohnerinnen und Bewohner&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pflegen-online.de\/pflegemanager-zerpfluecken-lauterbachs-maskenpflicht\">pflegen-online.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fast vier Jahre k&uuml;rzere Lebenserwartung<\/strong><br>\nDurch die Pandemie ist die statistische Lebenserwartung in fast allen L&auml;ndern gesunken. Eine Studie hat nun die Daten von 29 Staaten miteinander verglichen. Am schlechtesten schneiden osteurop&auml;ische L&auml;nder ab &ndash; und die USA.<br>\nDie Lebenserwartung hat sich einer Analyse unter Leitung Rostocker Wissenschaftler zufolge in den europ&auml;ischen Staaten in der Corona-Pandemie sehr unterschiedlich entwickelt. W&auml;hrend sie demnach in Bulgarien Ende 2021 um 43 Monate niedriger lag als 2019 noch, stieg sie in Norwegen um 1,7 Monate. Deutschland lag mit einer um 5,7 Monate geringeren Lebenserwartung im oberen Mittelfeld, wie die Gruppe um Jonas Sch&ouml;ley vom Max-Planck-Institut f&uuml;r demografische Forschung herausfand. (&hellip;)<br>\nSie untersuchten die Entwicklung in 29 Staaten in den Jahren 2015 bis 2021, mit besonderem Augenmerk auf die beiden Pandemiejahre. Viele europ&auml;ische Staaten wie Belgien, Frankreich, Schweden und die Schweiz konnten das Sinken der Lebenserwartung im Jahr 2020 durch eine Steigerung der Lebenserwartung im folgenden Jahr demnach weitgehend ausgleichen. Auch Italien und Spanien zeigten 2021 eine deutliche Anhebung der Lebenserwartung, haben allerdings beide in der Summe der Pandemiejahre mehr eingeb&uuml;&szlig;t, als sie wieder gutmachen konnten. In Gro&szlig;britannien verloren L&auml;nder wie Schottland, England oder Wales jeweils knapp zehn Monate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wissen\/gesundheit\/corona-lebenserwartung-109.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Also auch in Deutschland ist die Lebenserwartung gesunken. Aber lag das wirklich an den Erregern oder doch eher an den politischen Corona-Ma&szlig;nahmen? Das wird lediglich so behauptet, aber keineswegs belegt. Dennoch plant der amtierende Bundesgesundheitsminister eine Krankenhaus&ldquo;reform&ldquo;, die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88914\">&bdquo;in gro&szlig;em Stil die station&auml;re Versorgung zur&uuml;ckfahren und auf lange Sicht niedergelassenen &Auml;rzten &uuml;berantworten&ldquo;<\/a> will.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Liz Truss ist am Ende &ndash; und mit ihr der Neoliberalismus<\/strong><br>\nAls wir das letzte Mal die Entlassung eines konservativen Premierministers erlebten &ndash; wann war das, vor drei Monaten? &ndash; bildete sich schnell ein Urteil. Boris Johnsons Amtszeit war zwar relativ kurz, aber immerhin hatten einige seiner Entscheidungen auch Folgen f&uuml;r das Land. Ein &auml;hnliches Urteil &uuml;ber die 45 Tage Amtszeit von Liz Truss ist unwahrscheinlich. Sie war sicherlich zu kurz an der Regierungsspitze, um f&uuml;r mehr als nur als Quizfrage von langfristiger Bedeutung zu sein.<br>\nPositive Leistungen kann Truss jedenfalls nicht vorweisen. Im Gegenteil, ihre Errungenschaft bestand darin, sehr viel in sehr kurzer Zeit zu zerschlagen. Eine Zerst&ouml;rungsleistung, deren Tempo in der britischen Politikgeschichte selten erreicht worden ist. Und dennoch: Es gibt andere Gr&uuml;nde, ihr Wirken in Downing Street als &auml;u&szlig;erst wichtig zu betrachten. (&hellip;)<br>\nZum einen k&ouml;nnte Truss in diesen wenigen Wochen einem ideologischen Projekt den Rest gegeben haben, das Teile der Rechten in Gro&szlig;britannien und in der ganzen demokratischen Welt fast ein halbes Jahrhundert lang angetrieben hat. Es war die Vision einer Gesellschaft mit niedrigen Steuern und wenig Regulierung, in der die Reichsten die Freiheit haben, ihre Talente zu entfalten und noch reicher zu werden. Nach dieser Vorstellung &ndash; ob man sie nun Hayekismus, Ultra-Thatcherismus, Reaganismus oder Wirtschaftsliberalismus nennt &ndash; kommt es allen zugute, wenn die wenigen Gl&uuml;cklichen an der Spitze immer reicher werden, weil ein Teil des Reichtums zu den Leuten am unteren Ende der Gesellschaft hinuntersickert.<br>\nZu verschiedenen Zeiten haben sich verschiedene Versionen dieser Idee in Gro&szlig;britannien und den USA, aber auch dar&uuml;ber hinaus durchgesetzt. Von nun an aber werden solche Wirtschaftskonzepte als Trussonomics gebrandmarkt werden &ndash; und dieses Label kommt einem Todeskuss gleich. In ihren sechs kurzen Wochen im Amt hat Truss die hochtourige, freie Marktwirtschaft diskreditiert &ndash; vielleicht f&uuml;r immer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/liz-truss-ist-am-ende-und-mit-ihr-der-neoliberalismus%20\">Jonathan Freedland in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Papst heiligt die Mittel: Zwei Jahre Rat f&uuml;r inklusiven Kapitalismus beim Vatikan<\/strong><br>\nDer Council for Inclusive Capitalism with the Vatican wird zwei Jahre alt. Bietet Papst Franziskus nach seinem &bdquo;Diese Wirtschaft t&ouml;tet&ldquo; nun den Gro&szlig;kapitalisten eine spirituelle Plattform zur billigen Imagepflege? Oder sind die Selbstverpflichtungen der Konzernchefs tats&auml;chlich ernst gemeinte Versuche, die Welt besser zu machen? Werfen wir einen Blick darauf.<br>\nEs ist ein Kontrast, wie er gr&ouml;&szlig;er kaum sein k&ouml;nnte: Ende 2013 verdammte Papst Franziskus in seinem Lehrschreiben &bdquo;Evangelii Gaudium&ldquo;, so etwas wie seine Regierungserkl&auml;rung, den Raubtierkapitalismus und seine f&uuml;hrenden Vertreter: &bdquo;Diese Wirtschaft t&ouml;tet&ldquo;, war da zu lesen, und<br>\n&bdquo;Die Anbetung des antiken goldenen Kalbs hat eine neue und erbarmungslose Form gefunden im Fetischismus des Geldes und in der Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel. (&hellip;) Es entsteht eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, die einseitig und unerbittlich ihre Gesetze und ihre Regeln aufzwingt. (&hellip;) In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache (&hellip;) wehrlos gegen&uuml;ber den Interessen des verg&ouml;ttlichten Marktes, die zur absoluten Regel werden.&ldquo; (&hellip;)<br>\nWas die Mitglieder des Kapitalistenrats davon haben, ist offensichtlich: gute Publicity. Die Netzseiten des Rates stellen die Selbstverpflichtungen der Mitglieder ins Schaufenster. Potentiellen Neumitgliedern wird die positive Publicity, die man durch die Verbindung zum Vatikan bekommt, als einer der Hauptvorteile einer Mitgliedschaft angepriesen. Das bekommt man wie gesehen f&uuml;r Selbstverpflichtungen, die nichts oder sehr wenig (zus&auml;tzlich) kosten: Was kann es Besseres geben? Man fragt sich, warum es noch Unternehmen gibt, die nicht Mitglied in diesem Rat beim Vatikan sind. Vermutlich weil die Mitgliedschaft auch Geld kostet.<br>\nAber warum macht der Papst das mit? Nach seinen Bemerkungen zum &bdquo;naiven Vertrauen in die G&uuml;te der M&auml;chtigen&ldquo; ist wenig plausibel, dass er meint, auf diese Weise so viel zur Verbesserung des Wirtschaftssystems beizutragen, dass es gerechtfertigt w&auml;re, daf&uuml;r das Handeln der m&auml;chtigsten Wirtschaftsvertreter mit einer p&auml;pstlichen Generalabsolution zu versehen.<br>\nAuch hier d&uuml;rfte die Antwort Geld sein. Denn Geld ist das, was die Gro&szlig;kapitalisten im &Uuml;berfluss zur Verf&uuml;gung haben, um sich damit Einfluss zu kaufen. Gleichzeitig ist Geld etwas, wovon der Vatikan sehr viel braucht. Er hat zwar ein gro&szlig;es Verm&ouml;gen, aber auch sehr wenig fl&uuml;ssiges Verm&ouml;gen, und er gibt regelm&auml;&szlig;ig viele Millionen mehr aus als er einnimmt, wobei seine Rechnungslegung sehr intransparent ist. Warum sollten Konzerne, die es mit Geld geschafft haben, sogar die Vereinten Nationen unter ihre Fuchtel zu bekommen, kein Einfallstor suchen und finden, um diesen Trick mit dem Vatikan zu wiederholen. Der Rat f&uuml;r inklusiven Kapitalismus beim Vatikan scheint das Pendant zum Memorandum of Understanding zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen UN und Weltwirtschaftsforum zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/macht-kontrolle\/council-inclusive-capitalism-vatican\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Alles wird Ukraine sein&laquo;<\/strong><br>\nZur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den Autor, Nationalisten, Russen-Hasser und Naziunterst&uuml;tzer Sergij Schadan (&hellip;)<br>\nIm totalen Propagandakrieg des Westens ist alles m&ouml;glich. Wurden einst Pers&ouml;nlichkeiten mit dem Friedenspreis geehrt, die sich um die Verwirklichung des Friedensgedankens verdient gemacht haben &ndash; Schadan erh&auml;lt ihn nun &raquo;f&uuml;r sein herausragendes Werk sowie seine humanit&auml;re Haltung, mit der er sich den Menschen im Krieg zuwendet und ihnen unter Einsatz seines Lebens hilft&laquo;, so der B&ouml;rsenverein des Deutschen Buchhandels. (&hellip;)<br>\nWeniger gern h&ouml;rt man offenbar &ndash; diese undelikaten Details seiner Verdienste werden von den deutschen Medien unisono beschwiegen &ndash;, dass Schadans &raquo;Zuwendung f&uuml;r Menschen im Krieg&laquo; auch dem ukrainischen Oligarchen Wsewolod Koschemiako gilt, der eine nationalistische Privatarmee unterh&auml;lt, f&uuml;r die der K&uuml;nstler &ndash; sicherlich aus rein humanit&auml;ren Gr&uuml;nden &ndash; intensiv Werbung macht. Auch Neonazis und andere extreme Rechte k&ouml;nnen stets auf Schadan z&auml;hlen: Vor einigen Monaten beteiligte er sich in seiner Heimatstadt Charkiw an einer Benefizveranstaltung f&uuml;r die Aufkl&auml;rungs- und Sabotagetruppe &raquo;Kraken&laquo; &ndash; eine Sondereinheit des faschistischen Asow-Regiments &ndash;, die f&uuml;r diverse Kriegsverbrechen verantwortlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/437176.propagandakrieg-alles-wird-ukraine-sein.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Darf ein Friedenspreis an einen Autor gehen, der die Russen hasst?&ldquo;<\/strong><br>\nDiese Frage stellt sich Volker Weidermann, Feuilleton-Chef der Zeit, in einem Kommentar. Stehe die Literatur nicht f&uuml;r das Gegenteil einer einseitigen Parteinahme? Weidermann findet eine Antwort.<br>\nEs sei ein Skandal. So beginnt Volker Weidermann seinen Text auf Zeit Online. Am Sonntag wird der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, &bdquo;eine der wichtigsten europ&auml;ischen Kulturpreise unserer Zeit&ldquo; an Serhij Zhadan vergeben, der in seinem Buch &bdquo;Himmel &uuml;ber Charkiw&ldquo; (Suhrkamp) die Russen als &bdquo;Verbrecher&ldquo;, &bdquo;Unrat&ldquo; oder &bdquo;Barbaren&ldquo; bezeichne. &bdquo;Brennt in der H&ouml;lle&ldquo;, zitiert Weidermann.<br>\n&bdquo;Selbst wenn es hier nicht um unseren wichtigsten Preis im Namen des Friedens ginge, w&auml;re das ungeheuerlich. Ist Literatur nicht f&uuml;r das Gegenteil dieser einseitigen, hasserf&uuml;llten Parteinahme geradezu erfunden worden? Ist das nicht die gro&szlig;e Kunst: das Nicht-zu-Verstehende verstehen? Den entmenschlichten Gegner als Menschen erkennen und beschreiben? Ist es nicht einfach nur fatal, in diesen grauenvollen, hasserf&uuml;llten Zeiten den Hass mit literarischen Mitteln noch zu verst&auml;rken?&ldquo;, fragt sich Weidermann &ndash; die Fragen rhetorisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boersenblatt.net\/news\/preise-und-auszeichnungen\/darf-ein-friedenspreis-einen-autor-gehen-der-die-russen-hasst-260059\">B&ouml;rsenblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> An diesem Kommentar sieht man, wie sehr Literatur und Medien auf den Hund gekommen sind. Nur noch gut oder b&ouml;se, nur noch Freund oder Feind, verk&uuml;rzte Erz&auml;hlungen, Hass, Rassismus. Letzteres wird schon in der &Uuml;berschrift sichtbar: &bdquo;die Russen&ldquo;. &ndash; Der Kommentar stammt vom Feuilleton-Chef der Zeit. Man muss den Eindruck gewinnen, dass wir es rund um nur noch mit charakterlosen Typen zu tun haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aufgabe der Linken: Nicht aufgeben!<\/strong><br>\nEine Marginalisierung der Linkspartei durch parlamentarische Anbiederungsversuche gegen&uuml;ber den transatlantischen Parteien SPD und Gr&uuml;ne oder durch ihre Spaltung w&uuml;rde vielen alternativen Kr&auml;ften M&ouml;glichkeiten f&uuml;r B&uuml;ndnisarbeit erschweren oder gar nehmen, angefangen bei einem R&uuml;ckgang der M&ouml;glichkeiten der Rosa Luxemburg Stiftung, Projekte zu unterst&uuml;tzen.<br>\nDie aktuelle Kampagne gegen Sahra Wagenknecht wird nicht allein von Angeh&ouml;rigen des rechteren Spektrums in der Linkspartei gef&uuml;hrt, so der &raquo;Initiative solidarische Linke&laquo;, sondern von einem breiten Medienspektrum von der taz, die ihr AfD-Rhetorik vorwirft, bis ins konservativ-b&uuml;rgerliche Lager. Auch das ARD-Politik-Magazin Monitor stimmt in diesen Kanon ein.<br>\nDie Kampagne erinnert an die &raquo;Strategische Kommunikation&laquo;, die laut einem Nato-Dokument von 2010 ein &raquo;entscheidender Faktor f&uuml;r den Kampf gegen konkurrierende Darstellungen (&hellip;) ist&laquo;. Auch die Strategie, Kritiker zu de-legitimieren (&raquo;concentrate on degrading the credibility of opponents&laquo;) rechnet die Nato zu den Instrumenten ihrer &raquo;Psychologischen Operationen&laquo;, mit denen sie die Glaubw&uuml;rdigkeit ihrer Gegner, auch derer im eigenen Land, mit Nachrichtenmanagement zu untergraben versucht. &Uuml;ber den weithin unbekannten Einfluss von Transatlantikern informierte die Satire-Sendung Die Anstalt Anfang 2015.<br>\nDie Strategische Kommunikation verzeichnet gro&szlig;e Erfolge, wie man daran ablesen kann, wie weit sich die Gr&uuml;nen von der urspr&uuml;nglichen Nato-Kritik ihrer Gr&uuml;nderjahre entfernt haben und wie stark die Nato-Propaganda f&uuml;r Waffenlieferungen und gegen Diplomatie einhergeht mit einer Diffamierung der Friedensbewegung, etwa unter dem Begriff &raquo;Lumpen-Pazifismus&laquo;.<br>\nDie Wirkungen in die Richtung einer Aufweichung friedenspolitischer Positionen in der LINKEN zeichnen sich ab. So haben eher rechts angesiedelte F&uuml;hrungskr&auml;fte der Linkspartei einen Antragstext eingebracht, in dem sie die konsequente Einhaltung des V&ouml;lkerrechts aufzuweichen versuchten: Bei der Abwendung von Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;en stehe das V&ouml;lkerrecht im Wege. Diese Argumentation kommt der Position der Nato entgegen, die Interventionen wiederholt als humanit&auml;r darstellt und verteidigt. Mit diesem Deckmantel hat die Nato auch den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien gerechtfertigt.<br>\nDer genaue Blick auf die moralisch verkauften Nato-Kriege best&auml;tigt Egon Bahrs Aussage, die er 2013 einer Heidelberger Schulkasse mit auf den Weg gab: &raquo;In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen (&hellip;) erz&auml;hlt.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/aufgabe-der-linken-nicht-aufgeben\/\">Bernhard Trautvetter in Ossietzky<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Im Selbstzerst&ouml;rungsmodus: Die Linke: Gro&szlig;teil des NRW-Landesvorstands zieht sich zur&uuml;ck.<\/strong><br>\nDie Krise der Partei Die Linke hat sich im Verlauf des Wochenendes weiter zugespitzt. Eine Woche vor dem Parteitag des mitgliederst&auml;rksten Landesverbandes hat am Sonnabend ein Gro&szlig;teil der Mitglieder des NRW-Landesvorstands seinen R&uuml;ckzug angek&uuml;ndigt. Man werde bei der Vorstandswahl nicht mehr kandidieren, hie&szlig; es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung von 13 Vorstandsmitgliedern. Die Partei befinde sich in der schwierigsten Situation seit ihrer Gr&uuml;ndung. Der Parteivorstand verweigere eine Aufarbeitung der Wahlniederlagen. (&hellip;)<br>\nErst am Vortag hatte die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht erneut ein inzwischen fast ritualisiertes Verfahren in Gang gesetzt: Sie sagt oder twittert etwas, anschlie&szlig;end bekunden ihre linksliberalen Gegenspieler in w&uuml;tenden Ausbr&uuml;chen Emp&ouml;rung. Diesmal hatte Wagenknecht bei Twitter mitgeteilt, sie halte die Gr&uuml;nen f&uuml;r die &raquo;derzeit auch gef&auml;hrlichste Partei im Bundestag&laquo;. Das wurde umgehend so ausgelegt, als wolle sie damit die von der AfD ausgehende Gefahr leugnen, obwohl sie in einem verlinkten Video durchblicken lie&szlig;, dass die Aussage an die Tatsache gekoppelt ist, dass die Gr&uuml;nen Teil der Bundesregierung sind. Einige &raquo;Parteifreunde&laquo; steigerten sich diesmal in regelrechte Hassausbr&uuml;che hinein. Die Linke-Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler beschimpfte Wagenknecht bei Twitter als &raquo;faulste Abgeordnete mit v&ouml;llig verrutschtem Kompass&laquo;; Michael Neuhaus, Mitglied des Leipziger Stadtrates, schrieb ebenda: &raquo;Sahra, halt&rsquo;s Maul.&laquo; Angesichts solcher Entgleisungen wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Wege der Wagenknecht-Str&ouml;mung und des linksliberal-regierungslinken Lagers &uuml;ber kurz oder lang trennen werden. Der Parteivorstand deckt durch Schweigen das Treiben des linksliberalen Fl&uuml;gels. Der am Freitag publik gemachten &Uuml;berlegung des Vorstandsmitglieds Luigi Pantisano, die Wagenknecht-Gegner k&ouml;nnten sich von der Bundestagsfraktion abspalten, widersprach am Wochenende niemand aus der Parteif&uuml;hrung &ouml;ffentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/437210.linkspartei-in-der-krise-im-selbstzerst%C3%B6rungsmodus.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-89594","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=89594"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89594\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89596,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89594\/revisions\/89596"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=89594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=89594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=89594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}