{"id":8966,"date":"2011-04-04T17:06:42","date_gmt":"2011-04-04T15:06:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8966"},"modified":"2014-08-13T13:32:55","modified_gmt":"2014-08-13T11:32:55","slug":"uber-die-beschonigung-der-lage-und-des-versagens-der-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8966","title":{"rendered":"\u00dcber die Besch\u00f6nigung der Lage und des Versagens der Medien"},"content":{"rendered":"<p>In den NachDenkSeiten hatten wir gelegentlich schon mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass selbst als kritisch geltende Medienschaffende die Lage der Medien in Deutschland freundlich sehen und deshalb unsere Sorgen wegen des &bdquo;Versagens der Medien als kritischer Instanz&ldquo; nicht teilen. Jetzt erscheinen Plakate und Anzeigen von ARD und ZDF mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Eine Demokratie ist so stark wie ihre Medien.&ldquo;<br>\nund dem Text: &bdquo;Deutschland hat eine der vielf&auml;ltigsten und hochwertigsten Medienlandschaften der Welt.&ldquo; &Uuml;berschrift und Text steht neben einem gro&szlig; abgebildeten Berlusconi. Wir sollen lernen, dass Berlusconi weit weg ist und anders als in Italien die &bdquo;Berlusconisierung&ldquo; bei uns nicht ansteht. Wer die Wirklichkeit mit wachen Augen beobachtet, wird sich &uuml;ber eine solch besch&ouml;nigende Beschreibung der Medienlandschaft wundern. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110404_serviceplan_ard_zdf_wahlen_berlusconi.jpg\" alt=\"Das Versagen der Medien\"><\/p><p>Zun&auml;chst zur Quelle:<br>\nEine Beschreibung der Kampagne <a href=\"http:\/\/www.digitalfernsehen.de\/ARD-und-ZDF-haengen-Plakate-mit-Berlusconi-Konterfei-auf.52292.0.html\">findet sich hier<\/a>. Hier ist auch das Plakat abgebildet. Als Anzeige erschien das Motiv in der Regionalzeitung meiner Region, der &bdquo;Rheinpfalz&ldquo; am 26.3.2011. &Auml;hnlich vermutlich in anderen Zeitungen.<\/p><p>Ohne Zweifel gibt es in den deutschen Medien, in Zeitungen, Zeitschriften und in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien des &Ouml;fteren sehr informative und aufschlussreiche Beitr&auml;ge. Aber diese Beitr&auml;ge bestimmen nicht das Gesamtbild der deutschen Medienlandschaft. Sie k&ouml;nnen insbesondere nicht korrigieren, was wir seit Jahren beobachten m&uuml;ssen und was wir in den NachDenkSeiten wie auch in unseren B&uuml;chern, insbesondere in den Kritischen Jahrb&uuml;chern (siehe unsere Frontpage linke Spalte) und in <a href=\"?page_id=4078\">&bdquo;Meinungsmache&ldquo;<\/a> vielf&auml;ltig belegen:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>Die pr&auml;gende Kraft von einigen Medien, an vorderster Front der Bild-Zeitung, die in jeder Hinsicht &uuml;ble Agitation betreiben,<\/li>\n<li>Den Ausfall von fr&uuml;her einmal einigerma&szlig;en kritischer Medien wie des Spiegel.<\/li>\n<li>Die Einbindung nahezu aller ma&szlig;geblichen Medien einschlie&szlig;lich der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender in die neoliberal gepr&auml;gten Kampagnen. Die so genannten Reformen von Schr&ouml;der hielten sie durchgehend f&uuml;r richtig. Dass die L&ouml;hne m&ouml;glichst niedrig sein sollen, ist in den Kreisen der f&uuml;hrenden Medienschaffenden g&auml;ngige M&uuml;nze.<\/li>\n<li>Die Arbeit von PR-Agenturen pr&auml;gen viele Produkte vieler Medien,<\/li>\n<li>Die mehrheitliche Orientierung der Medien an den Interessen der Wirtschaft und der Arbeitgeber. Es gibt kaum mehr ein Organ, dass die Interessen der Arbeitnehmerschaft und der Arbeitslosen vertritt.<\/li>\n<li>Die deutlich erkennbare Konzentration im Medienbereich in den Konzernen Springer, Bertelsmann, Holtzbrinck, Burda, Bauer und einiger anderer meist regionaler Medienunternehmen. In den meisten Regionen Deutschlands gibt es nur noch monopolartige Strukturen, oft auch im Verbund Printmedium und Horfunk\/Fernsehen. Hinzu kommt die informelle Zusammenarbeit der gro&szlig;en Medienmacher.<\/li>\n<\/ol><p>Wie man angesichts dieser Situation von &bdquo;Vielfalt&ldquo; und von &bdquo;hochwertiger Medienlandschaft&ldquo; sprechen kann, ist schleierhaft. Die Gleichrichtung unserer  Medien ist schon weit fortgeschritten. Zur Berlusconisierung bedarf es bei uns offensichtlich nicht der Konzentrierung der Macht in einer Hand . <\/p><p>Nebenbei: Wenn Sie sich ausf&uuml;hrlicher mit dem Zustand unserer Medien besch&auml;ftigen wollen, dann steht Ihnen mit Kapitel 21 von &bdquo;Meinungsmache&ldquo; &uuml;ber &bdquo;Das Verschwinden der Medien als kritischer Instanz&ldquo; auf den Seite 361-422 eine ausf&uuml;hrliche Analyse zur Verf&uuml;gung. In der aktualisierten Taschenbuchausgabe gehe ich auf das erstaunliche Leugnen des Kampagnenjournalismus ein, und auf die Tatsache, dass die gesch&auml;tzten kritischen Medienbeitr&auml;ge leider die Glaubw&uuml;rdigkeit auch f&uuml;r die Kampagnen der systematischen Meinungsmacher erh&ouml;hen.<\/p><p><strong>Der beklagenswerte Zustand der Medien in Deutschland wird vermutlich von der &uuml;berwiegenden Mehrheit der etablierten Journalisten geleugnet.<\/strong><\/p><p>Siehe dazu auch meine Anmerkungen zu einem Medienkongress in Leipzig <a href=\"?p=5538\">&bdquo;Kampagnenjournalismus &ndash; das Gespinst von Verschw&ouml;rungstheoretikern?&ldquo;<\/a> und hier: <a href=\"?p=5448\">&bdquo;Was sollte Medienjournalismus leisten&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Die Gr&ouml;&szlig;e zur kritischen Betrachtung des eigenen Arbeitsbereichs bringen nur wenige auf. Einige Medienjournalisten, die sich professionell mit dem Schaffen der Kolleginnen und Kollegen befassen und sicher auch noch einige herausragende Fachjournalisten. Ansonsten dominiert selbst bei als kritisch geltenden Journalisten Selbstbeweihr&auml;ucherung. Ein gutes Beispiel daf&uuml;r ist das Interview von Webwatching mit dem Vorsitzenden des Netzwerk Recherche, <a href=\"http:\/\/www.webwatching.info\/interviews.php?id=5\">Thomas Leif<\/a>. Er vergleicht dort die Arbeit der Blogger &ndash; und damit vermutlich auch unsere Arbeit &ndash; mit der von &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo;, wie er seine Kollegen und Kolleginnen nennt. Zitat am Anfang:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Blogger stellt seine eigene Person in den Vordergrund. Es handelt sich oft um selbstverliebte Egozentriker, die ihren Mitteilungsdrang befriedigen wollen. Das ist legitim, aber keine journalistische Haltung.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Wenn Sie die besch&ouml;nigenden Auslassungen &uuml;ber den Qualit&auml;tsjournalismus aushalten, dann viel Vergn&uuml;gen bei der Lekt&uuml;re des Interviews.<br>\nBei Leif wie bei anderen Vertretern des so genannten Qualit&auml;tsjournalismus w&auml;re zu fragen, auf welchem Stern diese Damen und Herren leben. Denn die Medienprodukte sind voll von mieser Qualit&auml;t und vor allem von Vorurteilen und klar erkennbaren Kampagnen &ndash; also Agitationslinien. Um diesen bestimmenden Eindruck durch Recherchen zu belegen, bedarf es nicht keines &bdquo;Netzwerkes&ldquo;. Es gen&uuml;gt, wach und wissend hinzuschauen. Jeden Tag, jede Stunde findet man, auch bei ARD und ZDF, Belege f&uuml;r Kampagnen, f&uuml;r dreiste Manipulation und f&uuml;r die Vertretung kommerzieller Interessen.<\/p><p>Hier ein paar zuf&auml;llig gefundene <strong>Beispiele f&uuml;r Kampagnenjournalismus bzw. die mangelnde Qualit&auml;t der Medien<\/strong>:<\/p><ul>\n<li>Am Tag vor der Entdeckung der Anzeige von ARD und ZDF, am 25.3.2011, war Kleber im heute journal zu erleben: mit Penetranz vertrat er dort die Linie Merkes und der Bundesregierung: &bdquo;Wir sind prima, wir haben in der Finanz- und Wirtschaftspolitik keine Fehler gemacht. Die Griechen allein sind schuld.&ldquo;<\/li>\n<li>Deutschlandfunk am Wahlabend zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr. Alles wurde mit Kernkraft und Japan erkl&auml;rt.<\/li>\n<li>Vermutlich jeden Tag l&auml;uft irgendwo ein weiteres St&uuml;ck der von Versicherungs- und Bankeninteressen geleiteten Kampagnen zur &bdquo;Demographie&ldquo;. Am 01. April 2011, 16:26&nbsp;Uhr z.B. zur angeblichen &bdquo;Vergreisung&ldquo;. W&ouml;rtlich bei SPON:<br>\n<blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-754546,00.html\">Deutschland ist das Altenheim der EU.<\/a><br>\nBesorgniserregender&nbsp;Spitzenplatz f&uuml;r Deutschland: Nirgends in der EU ist das Durchschnittsalter so hoch wie hierzulande. Ein Trend dazu, der unumst&ouml;&szlig;lich scheint&nbsp;&ndash; denn auch bei der&nbsp;Geburtenrate ist die Bundesrepublik Schlusslicht.<br>\nBr&uuml;ssel &ndash; 44,2 Jahre &ndash; so alt ist ein Deutscher im Schnitt. Das ist das h&ouml;chste Durchschnittsalter in der Europ&auml;ischen Union. Auch der Anteil von Menschen ab 65 Jahren an der Gesamtbev&ouml;lkerung ist mit 20,7 Prozent am h&ouml;chsten. Das geht aus dem am Freitag vorgestellten Demografiebericht der EU-Kommission und des Europ&auml;ischen Statistikamtes Eurostat hervor. (&hellip;)<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>Die ber&uuml;chtigte Sendung von Sch&ouml;nenborn\/Presseclub zur verwunderlichen Ablehnung des Renteneintrittsalters mit 67 durch das Volk. <a href=\"?p=6490\">Siehe hier.<\/a><\/li>\n<li>Die wiederkehrende einseitige und obskure Auswahl von Talkshowg&auml;sten &ndash; Baring, Dohnanyi, Henkel immer wieder und ohne Sinn und Verstand. Als einziges Motiv f&uuml;r die Einladung ist erkennbar, dass man sich bei diesen Personen sicher sein kann, dass sie skeptisch bis feindselig gegen&uuml;ber  dem Sozialstaatsversprechen im besonderen und gegen die linke H&auml;lfte unseres Volkes im allgemeinen eingestellt sind.<\/li>\n<li>Die Kampagne dreier Redakteure der S&uuml;ddeutschen Zeitung gegen Priol. Wir hatten am 1.4. davon <a href=\"?p=8940\">berichtet<\/a>. Daraufhin erhielten wir eine gro&szlig;e Zahl von Mails &ndash; die wir im Folgenden und zum Abschluss dokumentieren.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Dokumentation der Reaktion der NDS-Leser auf die erkennbare Kampagne der SZ gegen Urban Priol<\/strong><\/p><p>Vorbemerkung:<br>\nIm folgenden sind die Mails original &uuml;bernommen. Nur wenn es zur Erl&auml;uterung n&ouml;tig ist, wird etwas erg&auml;nzt. Die Reaktion ist erstaunlich eindeutig. <\/p><blockquote><p>Liebe Nachdenker <\/p>\n<p>Ich war auf der Demo in M&uuml;nchen und habe Urban Priols Rede genossen. Und ich war damit nicht allein. Dass dem so ist, zeigen die vielen Kommentare zu den Artikeln in der SZ. <\/p>\n<p>Auch ich habe gepfiffen. Es scheint sich der Kenntnis der Verfasser der Artikel in der SZ zu entziehen, dass Pfiffe durchaus eine Art von Beifallsbezeugung sein k&ouml;nnen. Oder auch ein Verlangen nach einer Zugabe. <\/p>\n<p>Ich selbst habe das bei diversen Auftritten in grauer Vorzeit erleben d&uuml;rfen. <\/p>\n<p>Mit nachdenklichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nManfred Dannhorn<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Hallo Nachdenkprofis,<\/p>\n<p>mir war der Artikel ebenfalls ziemlich &uuml;bel aufgestossen und ich habe die Rede bei Youtube entdeckt, weil ich mich von den ablehnenden Reaktionen des Publikums &uuml;berzeugen wollte. Aber <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VC6jfdeOBjU\">hier<\/a> (ab Minute 13:00) kann ich nichts aussergew&ouml;hnliches erkennen. Sieht eher so aus, als w&uuml;rde der Autor die Pfiffe falsch interpretieren, denn Missfallensbekundungen gelten wohl eher den kritisierten Politikern &hellip;<\/p>\n<p>Allerdings hatten mich die durchweg kritischen Kommentare unter dem Artikel wieder etwas vers&ouml;hnt.<\/p>\n<p>Beste Gr&uuml;sse,<br>\nG. M.<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p>\n<p>in der Tat k&ouml;nnte es verwundern, wenn man die erstaunliche Hetze gegen Urban Priols Auftritt in M&uuml;nchen &ndash; den ich selbst nebenbei gelungen fand, wenn der Text auch bekannt war (sofern man die &ldquo;Anstalt&rdquo; regelm&auml;&szlig;ig sieht) &ndash; betrachtet, allerdings nicht sonderlich.<\/p>\n<p>Die Qualit&auml;t der Sueddeutschen ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast, selbst die Artikel von Herrn Prantl strotzen mitunter vor fachlichen und sachlichen Fehlern die ausgerechnet einem Dr. jur Prantl eigentlich nicht unterlaufen sollten. <\/p>\n<p>Des weiteren verwundert der Vorgang nicht; Auch im Falle Guttenberg fuhr man eine massive Kampagne, gleiches war in der <a href=\"http:\/\/lastknightnik.wordpress.com\/2010\/12\/20\/der-leichtmatrose-und-seine-tollkuhne-crew\/\">Causa Westerwelle<\/a> gewesen und &uuml;ber die Bem&uuml;hungen, die SPD niederzuschreiben um die gro&szlig;e Koalition loszuwerden lasse ich mich an dieser Stelle lieber gar nicht aus &hellip;<\/p>\n<p>Und hier liegt das einzige Verwunderliche an der Priol-Kampagne. Priol ist ein bekennender Gr&uuml;ner, das mu&szlig; man nicht m&ouml;gen, kann man aber respektieren. Die Sueddeutsche versteht sich l&auml;ngst als gr&uuml;ne Tageszeitung (was die liberale Ausrichtung auch erkl&auml;rt). Hier liegt tats&auml;chlich ein verwunderlicher, seltsamer Umstand. <\/p>\n<p>mit den besten solidarischen Gr&uuml;&szlig;en, <\/p>\n<p>Dominik Hintze<br>\nKreisvorsitzender<br>\nJusos Landkreis Ebersberg<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sutuyeO_bCo&amp;feature=feedlik\">YouTube<\/a> kann jeder den fraglichen Auftritt verfolgen.<\/p>\n<p>Die Leute jubeln, die Pfiffe sind Ausdruck von Zustimmung und Begeisterung. Urban Priol legt den Finger in die Wunde und zeigt gnadenlos den politischen Wahnsinn auf. Das versteht eben jeder (im Gegensatz zu den SZ-Kommentaren). So muss Kabarett sein, alles andere ist Comedy! <\/p>\n<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e <\/p>\n<p>Henning Raab<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Sehr geehrte Redaktion!<br>\n&nbsp;<br>\nIch finde es toll, da&szlig; die Kampagne gegen Priol nun auch bei Euch Einzug gefunden hat und Ihr dar&uuml;ber berichtet. Urspr&uuml;nglich war ich nur an einem Bericht &uuml;ber die Samstags-Demo vom 26.03. in M&uuml;nchen interessiert, daher las ich die S&uuml;ddeutsche (Internet). Aber dann sind mir diese Artikel aufgefallen.<br>\nIch glaube, es hat etwas damit zu tun, da&szlig; in der Sendung &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo; vom Februar im Zusammenhang mit der Frauenquot Pelzig 3 m&auml;chtige &ldquo;Damen&rdquo;, n&auml;mlich Friede Springer, Liz Mohn und Frau Piech, portr&auml;tiert hat mit Bild und entsprechenden Kommentaren.<br>\nIch glaube, die Berlusconisierung ist in diesem Lande in vollem Gange. Offensichtlich soll Priol seine Sendung beenden m&uuml;ssen. Vermutlich mu&szlig;te deshalb auch schon Georg Schramm gehen. In der Presse hat man es dann dargestellt, als&nbsp; wenn es seine eigene Entscheidung gewesen w&auml;re.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd ich m&ouml;chte diese Gelegenheit nutzen, Euch ein gro&szlig;es Lob auszusprechen. Ihr macht seit Jahren eine hervorragende Arbeit. VIELEN DANK!!!.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd nochmals vielen Dank f&uuml;r die Aufnahme und den Bericht &uuml;ber Priol.<\/p>\n<p>PS: an Konstantin Wecker &ldquo;Hinter den Schlagzeilen&rdquo; habe ich auch geschrieben.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\n&nbsp;<br>\nMarion Sch&auml;dlich<br>\nAschaffenburg<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Sie m&ouml;gen meine kleinb&uuml;rgerliche &ldquo;Offenheit&rdquo; verzeihen, aber:<br>\nIch frage mich bei den &ldquo;Thesen&rdquo; von Sarrazin, ob man diese nicht zutreffend als Eugenikdebatte charakterisieren muss.<br>\nUnd: Ich frage mich bei der Debatte um Priol, ob die einzigen &ldquo;Argumente&rdquo; seiner SZ-Kritiker nicht jene wider die &ldquo;Entartete Kunst&rdquo; sind: Was DARF Kabarett fragen sie?<br>\nWie offen antidemokratisch ist eine gewisse Klasse in diesem Land inzwischen eigentlich (wieder), dass sie derlei &ldquo;Debatten&rdquo; anst&ouml;&szlig;t ohne Brechreiz am Gedanken an sich selbst?<br>\nMir jedenfalls ist t&auml;glich schlecht. Ihr NDS-Aprilscherz mit Guttenberg milderte hier nur wenig.<\/p>\n<p>Wie sagt &uuml;brigens auch Tucholsky: Ich habe nicht gegen Klassenjustiz. Mir gef&auml;llt nur nicht die Klasse, die sie aus&uuml;bt. <\/p>\n<p>Prost!<\/p>\n<p>Solidarische Gr&uuml;&szlig;e<br>\nIhr<br>\nJW<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Hallo liebes NDS-Team, <\/p>\n<p>Zu ihrer (sehr richtigen) Berichterstattung zur Hetze gegen Urban Priol sei noch folgendes angemerkt: Diese Autoren der SZ fallen generell durch eine &auml;u&szlig;erst konservative Berichterstattung auf. Der eine hat haupts&auml;chlich &uuml;ber Guttenberg berichtet und dabei eine Schleimspur ausgebreitet, der andere ist offensichtlich Atomlobbyist. Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn das in ihrer Berichterstattung noch eine Erw&auml;hnung finden w&uuml;rde, dass da evtl. andere Interessen hinter den abf&auml;lligen Kommentaren stecken. <\/p>\n<p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nF. B.<\/p><\/blockquote><p>(Nach Erhalt dieser letzten Mail frage ich nach Belegen und Links. Hier die Antwort:)<\/p><blockquote><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich, entschuldigen Sie, dass ich vorher so kurz angebunden war. Sie finden die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Olaf_Przybilla\">Artikel von Herrn Przybilla hier<\/a>.  <\/p>\n<p>Hier ein Bericht von ihm &uuml;ber eine <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/demo-in-guttenberg-ohne-kt-deutschland-ade-1.1068540\">Pro-Guttenberg-Demo<\/a>. <\/p>\n<p>Dabei ist es interessant zu wissen, dass Enoch zu Guttenberg auf dieser Demo ge&auml;u&szlig;ert hat, er h&auml;tte so eine Menschenjagd seit dem 3. Reich nicht mehr erlebt. Hierzu aber komischerweise kein Wort im Artikel. Man k&ouml;nnte meinen, die H&ouml;rf&auml;higkeit und Publikumsbewertung h&auml;ngt beim Autor vom politischen Hintergrund ab&hellip; <\/p>\n<p>In seinem zweiten Artikel zur selben Demo erw&auml;hnt er allerdings <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/enoch-zu-guttenberg-herr-baron-herr-baron-1.1068576\">den Satz<\/a>.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich ohne die Verlogenheit zu kritisieren, da eine viel gr&ouml;&szlig;ere Jagd ja z.B. bei Frau Ypsilanti stattfand. <\/p>\n<p>Die geballte Ladung Boulevard findet sich bei <a href=\"http:\/\/sueddeutsche.de\/thema\/Hilmar_Klute\">Autor Hilmar Klute<\/a> (eine Verlinkung auf die seichte Sauce erspare ich Ihnen).<\/p>\n<p>&Auml;hnlich beim <a href=\"http:\/\/sueddeutsche.de\/thema\/Hans_Holzhaider\">Herrn Holzhaider<\/a>, der wohl der Gerichtsbeobachter der SZ ist und das weitestgehend auf den Fall Kachelmann beschr&auml;nkt.<\/p>\n<p>Ich frage mich, ob die drei Autoren unabh&auml;ngig voneinander zum ersten Mal seit Jahren auf einer Demo waren (und deswegen vom Ton &uuml;berrascht waren) oder es da im Hintergrund Absprachen gibt. Grade angesichts der Tatsache, dass Priols Rede sowie Atom-Demos im allgemeinen offensichtlich in keins der Themengebiete der Autoren passt, muss man doch ins Gr&uuml;beln kommen. Ich k&ouml;nnte mir auch vorstellen, dass nur einer der drei selbst auf der Demo war und die anderen am Kaffeeautomaten der Redaktion &ldquo;informiert&rdquo; hat. Schlussendlich frage ich mich vor allem, wem das dienen soll. Priols &Auml;u&szlig;erung ist erstens absolut harmlos, zweitens absolut richtig und drittens im Vergleich zu anderen &Auml;u&szlig;erungen (wie Seehofers &ldquo;bis zur letzten Patrone&rdquo;) eine Randnotiz. In der SZ wird daraus aber ein halber Anschlag auf die FDGO. Seltsam allemal &hellip;<\/p>\n<p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e und ein sch&ouml;nes Wochenende,<br>\nF. B.<\/p><\/blockquote><p>(<strong>Anmerkung AM:<\/strong> Fairerweise kann man hinzuf&uuml;gen, dass Klute auch ein Interview mit St&eacute;phane Hessel gef&uuml;hrt hat: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/stephane-hessel-luegen-ist-besser-als-schwierigkeiten-zu-bekommen-1.1067989\">&bdquo;Vom Vorzug des L&uuml;gens&ldquo;<\/a>.)<\/p><blockquote><p>In der vorletzten Sendung Neues aus der Anstalt zeigte er mit Pelzig die drei m&auml;chtigen Frauen in Deutschland mit Namen, Bild und Hintergrund ihres Handelns. Seitdem warte ich auf den &ldquo;Angriff&rdquo;, das lassen die sich nie bieten.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR. Oes.<\/p><\/blockquote><blockquote><p>Als ob die SZ-&ldquo;Keiferer und Heulbojen&ldquo; ein Kommando von oben empfangen h&auml;tten, dreschen sie verbal und verlogen (Meinungsmache) gleichzeitig auf einen politisch unliebsamen Ausnahmedenker ein. Wird der mittlerweile allerorten bekannte St&ouml;renfried den herrschenden Kreisen zu gef&auml;hrlich? Eben weil er recht hat &ndash; und immerfort uns aufw&uuml;hlt? <\/p>\n<p>E.  H.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den NachDenkSeiten hatten wir gelegentlich schon mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass selbst als kritisch geltende Medienschaffende die Lage der Medien in Deutschland freundlich sehen und deshalb unsere Sorgen wegen des &bdquo;Versagens der Medien als kritischer Instanz&ldquo; nicht teilen. Jetzt erscheinen Plakate und Anzeigen von ARD und ZDF mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Eine Demokratie ist<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8966\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[123,41,182],"tags":[1546,578,258,244,1540],"class_list":["post-8966","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienanalyse","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","tag-ard","tag-berlusconi-silvio","tag-priol-urban","tag-vierte-gewalt","tag-zdf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8966","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8966"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8966\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8991,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8966\/revisions\/8991"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8966"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}