{"id":8977,"date":"2011-04-05T08:53:31","date_gmt":"2011-04-05T06:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8977"},"modified":"2011-04-05T11:19:14","modified_gmt":"2011-04-05T09:19:14","slug":"hinweise-des-tages-1361","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8977","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: FDP-Krise; Arbeitsagentur nennt von der Leyens Pl&auml;ne &ldquo;schlechten Scherz&rdquo;; Privatversicherte oft unzufrieden; Interview: Arbeitsmigration aus Polen; Prognos-Gutachten: Soziale Pr&auml;vention; DGB-Vorschl&auml;ge zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente; Die Nuklear-Nomaden; Moderne Verdr&auml;ngung; Gegen den Strom &ndash; &Uuml;ber Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne; Interview mit BDI-Chef Keitel: Banker &ldquo;katastrophal&rdquo; &uuml;berbezahlt; Niederlassungsfreiheit: Regierung entlastet Konzerne; ttt: gekaufte Wahrheit &ndash; Die Versuchstiere sind wir; Stirbt in Zukunft nur der Osten f&uuml;rs Vaterland?; Vietnam &ndash; ein neuer &bdquo;Tigerstaat&ldquo; in der Krise; Budgetsanierung durch Lohndumping; Schulen in Afghanistan: Ungestillter Bildungshunger; Skandal auf Seite 17; Revolutionen in Nordafrika; Der Staat macht Inventur (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">FDP-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Arbeitsagentur nennt von der Leyens Pl&auml;ne &ldquo;schlechten Scherz&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Privatversicherte oft unzufrieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Interview: Arbeitsmigration aus Polen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Prognos-Gutachten: Soziale Pr&auml;vention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">DGB-Vorschl&auml;ge zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die Nuklear-Nomaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Moderne Verdr&auml;ngung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Gegen den Strom &ndash; &Uuml;ber Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Interview mit BDI-Chef Keitel: Banker &ldquo;katastrophal&rdquo; &uuml;berbezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Niederlassungsfreiheit: Regierung entlastet Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">ttt: gekaufte Wahrheit &ndash; Die Versuchstiere sind wir<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Stirbt in Zukunft nur der Osten f&uuml;rs Vaterland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Vietnam &ndash; ein neuer &bdquo;Tigerstaat&ldquo; in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Budgetsanierung durch Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Schulen in Afghanistan: Ungestillter Bildungshunger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Skandal auf Seite 17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Revolutionen in Nordafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Der Staat macht Inventur<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=8977&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>FDP-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nirgendwo Liberale<\/strong><br>\nDie FDP hat sich weit entfernt von den Positionen ihrer Gr&uuml;nderjahre. Unter Guido Westerwelle ist sie zur Ich-AG verkommen. Und niemand ist da, der an die gute Tradition ankn&uuml;pfen k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nDie liberale FDP aber, zu der sie Guido Westerwelle formte, ist nichts anderes als das, was Heuss bek&auml;mpfte: der politische Arm der Wirtschaftslobby, die Ich-AG in der Parteienlandschaft.<br>\nBraucht Deutschland die FDP? Das werden die W&auml;hler entscheiden.Braucht dieses Land einen organisierten Liberalismus im Sinne von Theodor Heuss? Sollte er ben&ouml;tigt werden, kann ihn von allen deutschen Parteien die FDP am wenigsten liefern. [&hellip;]<br>\nBraucht Deutschland einen Liberalismus? M&uuml;&szlig;ige Frage. Er ist nicht in Sicht. Denn es gibt seit langer Zeit schon keine Liberalen mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/nirgendwo-liberale\/-\/1472602\/8299176\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>keine h&auml;me.<\/strong><br>\nOb das Bauernopfer Westerwelle die FDP retten wird, ist wurscht. Kapital und FAZ haben sich l&auml;ngst auf Schwarz-Gr&uuml;n eingeschworen.<br>\nEigentlich w&auml;re es ein Grund zu frohlocken. Westerwelle, neoliberaler Wadenbei&szlig;er seit den fr&uuml;hen 1980er Jahren, ist als FDP-Chef zur&uuml;ckgetreten worden. Dabei fuhr der Mann, der ma&szlig;geblichen Anteil daran hatte, dass die FDP zu einer Ein-Punkt-Partei wurde, mit seiner Steuersenkungspartei vor anderthalb Jahren noch mehr als 14% bei der Bundestagswahl ein &ndash; das beste Ergebnis, das die FDP je bei einer Bundestagswahl erzielte. Und nun? Soll alles falsch gewesen sein? Dass Parteien, die in erster Linie mit einem Thema assoziiert werden, durchaus erfolgreich sein k&ouml;nnen, haben die Gr&uuml;nen gerade bewiesen: Das Thema Atomausstieg befl&uuml;gelte die Umweltpartei in der vergangenen Woche derart, dass sie in Baden-W&uuml;rttemberg ihren ersten Ministerpr&auml;sidenten wird stellen k&ouml;nnen. [&hellip;] Die Antwort liegt auf der Hand: Ob Westerwelle geht oder nicht, ist im Grunde schon l&auml;ngst egal. Er ist nur das eilig von der Partei dargebotene Bauernopfer. Die FDP hat nun &ndash; allem Anschein nach zu sp&auml;t &ndash; realisiert, dass sich weite Teile des konservativen B&uuml;rgertums von ihr ab- und den Gr&uuml;nen zuwenden. Indem sie Westerwelle zum Verzicht dr&auml;ngt, glaubt die Partei, die Zuneigung der Chefstrategen der b&uuml;rgerlichen Presse zur&uuml;ck gewinnen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.prager-fruehling-magazin.de\/article\/658.keine-haeme.html\">prager fr&uuml;hling<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsagentur nennt von der Leyens Pl&auml;ne &ldquo;schlechten Scherz&rdquo;<\/strong><br>\nEs geht ums Geld, und da bedienen sich selbst sonst eher sachliche Beh&ouml;rdenvertreter einer direkteren Sprache: &ldquo;Ein schlechter Scherz&rdquo; seien die Vorschl&auml;ge von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, kritisiert Peter Clever, Verwaltungsratschef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Ihre Etatplanung sei &ldquo;keine Basis f&uuml;r eine solide Politik&rdquo;, die Sparvorschl&auml;ge h&auml;tten &ldquo;keine solide Gegenfinanzierung&rdquo;. Was den BA-Mann so &auml;rgert: Von der Leyen hat angek&uuml;ndigt, die &Uuml;berweisungen aus der Mehrwertsteuer an die BA schrittweise zu halbieren. Von 2012 bis 2015 gehen der Beh&ouml;rde damit rund 11,5 Milliarden Euro verloren. Die BA f&uuml;rchtet ein Dauerdefizit &ndash; zumal die Ministerin auch den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung bei drei Prozent halten will. [&hellip;]<br>\nDie Politik habe die Finanzperspektiven der Bundesagentur &ldquo;dramatisch verschlechtert&rdquo;, weil sie ihr im Zuge des Hartz-IV-Kompromisses vier Milliarden Euro Steuermittel j&auml;hrlich entziehe. Er k&ouml;nne von der Leyens Aussage nur &ldquo;als schlechten Scherz&rdquo; empfinden, sagte Clever, der in der BA die Arbeitgeber-Seite vertritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,754813,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Privatversicherte oft unzufrieden<\/strong><br>\nDie private Krankenversicherung gilt der schwarz-gelben Regierung als beispielhaft f&uuml;r die Absicherung von Gesundheitsrisiken. Das sehen allerdings eine ganze Reihe von deren Kunden anders.<br>\nViele Privatversicherte bereuen inzwischen offenbar den Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse zu einem privaten Anbieter, das hat eine repr&auml;sentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest ergeben, die der Frankfurter Rundschau vorliegt. Jeder Zehnte w&uuml;rde demnach &bdquo;auf keinen Fall&ldquo; mehr in die private Krankenversicherung wechseln, h&auml;tte er noch einmal die Wahl. Acht Prozent w&uuml;rden &bdquo;wahrscheinlich&ldquo; nicht mehr wechseln, zehn Prozent k&ouml;nnten sich einen Wechsel &bdquo;eventuell&ldquo; noch vorstellen. Damit hat rund jeder dritte Privatversicherte Zweifel, ob er bei den Privaten gut aufgehoben ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/privatversicherte-oft-unzufrieden\/-\/1472780\/8295304\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interview: Arbeitsmigration aus Polen<\/strong><br>\nMeine Sch&auml;tzungen, dass bis zum Ende des Jahres 2012 (also innerhalb eines Zeitraums von anderthalb Jahren nach der endg&uuml;ltigen &Ouml;ffnung des Arbeitsmarktes) bis zu einer Million Polen mit dem Ziel der Arbeitssuche nach Deutschland auswandern werden, k&ouml;nnen tats&auml;chlich sehr hoch erscheinen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der deutsche Arbeitsmarkt bereits jetzt an zweiter Stelle steht, wenn es um die Anzahl der dort arbeitenden Polen geht. Diese Zahl wird derzeitig auf ca. 400.000 gesch&auml;tzt und ist seit 2004 trotz des geschlossenen Arbeitsmarktes dynamisch angestiegen. Man nimmt an, dass in Gro&szlig;britannien ca. 600.000 polnische B&uuml;rger arbeiten &ndash; auch wenn die Sch&auml;tzungen hier weit auseinandergehen. Es handelt sich hier also bereits heute um durchaus vergleichbare Zahlen. Die Arbeitslosenrate betr&auml;gt in Polen aktuell ca. 13%, was bedeutet, dass in Polen &uuml;ber zwei Millionen Menschen im erwerbsf&auml;higen Alter ohne Arbeit bleiben. Man nimmt au&szlig;erdem an, dass diese Zahl in der n&auml;chsten Zeit noch ansteigen wird. Wenn man davon ausgeht, dass nur ein Viertel oder ein Drittel dieser Personen sich daf&uuml;r entscheidet eine Arbeit in Deutschland zu suchen und zus&auml;tzlich die Faktoren ber&uuml;cksichtigt, die eine Migration beg&uuml;nstigen, wie z.B. pers&ouml;nliche Netzwerke, eine gute Kenntnis des deutschen Arbeitsmarktes durch polnische Arbeitnehmer sowie den wahrscheinlich wichtigsten Punkt, die geographische N&auml;he, dann erscheinen diese Sch&auml;tzungen nicht &uuml;bertrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/08-2011\/++co++d720aace-5eb2-11e0-4cf5-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Prognos-Gutachten: Soziale Pr&auml;vention<\/strong><br>\nBilanzierung der sozialen Folgekosten in Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-online.de\/dms_extern\/download.php?id=230525\">GEW Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kurzfristig k&ouml;nnten in der Jugendbilanz durch eine vorbeugende Wirtschafts- und Sozialpolitik in NRW jedes Jahr rund 2,5 Mrd. Euro an direkten sozialen Folgekosten eingespart werden. Durch Investitionen im Bereich der station&auml;ren Jugendhilfe, durch fr&uuml;he F&ouml;rderung von Kindern und Jugendlichen k&ouml;nnten bei entsprechenden Investitionen bis zu 8 Milliarden pro Jahr eingespart werden.<\/em><br>\n<em>In NRW sind etwa 420.000 M&uuml;tter mit knapp 660.000 Kindern aufgrund fehlender Kinderbetreuung nicht erwerbst&auml;tig. Der entsprechende Ausbau bei den Kitas kostet zwar rund 1,5 Mrd. Euro pro Jahr, doch die Investition k&ouml;nnten sich rasch auszahlen, wenn die M&uuml;tter erwerbst&auml;tig sein k&ouml;nnten und entsprechende Steuern und Sozialabgaben bezahlten.<br>\nJedes Jahr verliert NRW mehr als 15 Mrd. Euro an Steuereinnahmen durch unzureichende Bildungsabschl&uuml;sse. In NRW hatten im Jahr 2009 etwa 1,4 Mio. Erwerbst&auml;tige keine abgeschlossene Berufsausbildung. Diese Menschen verdienen nicht nur deutlich weniger. Sie zahlen auch geringere Steuern und k&ouml;nnen insgesamt weniger Geld investieren oder zur&uuml;cklegen.<\/em><br>\n<em>Bereits 2020 werden in NRW 630.000 qualifizierte Fachkr&auml;fte fehlen. Eine vorbeugende Politik m&uuml;sste f&uuml;r mehr qualifizierten Arbeitskr&auml;ften sorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>DGB-Vorschl&auml;ge zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110405_arbeitslosenquote.png\" alt=\"Arbeitslosenquote\"><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110405_reform_amp_instrumente_final.pdf\">arbeitsmarkt aktuell [PDF &ndash; 639 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Nuklear-Nomaden<\/strong><br>\nSchlecht bezahlte Leiharbeiter verrichten in Atomkraftwerken oft wichtige Arbeiten. Dabei sind sie schlecht abgesichert: Wer eine bestimmte Strahlenwertgrenze &uuml;bersteigt, verliert seinen Job. [&hellip;]<br>\nSeitdem die fr&uuml;her mehrheitlich staatlichen Energiekonzerne weltweit miteinander konkurrieren, heuern sie zunehmend billige Arbeitskr&auml;fte an. Ihre prek&auml;re Situation ist kaum bekannt. Dabei sind sie es, die die gef&auml;hrlichsten Arbeiten ausf&uuml;hren und etwa die Brennelemente austauschen. Auch in deutschen AKW sind zeitweise Subfirmen besch&auml;ftigt &ndash; mit schwer nachvollziehbaren Qualifikationen. &bdquo;Bei Revisionen arbeiten pro Kraftwerksblock rund 1800 Menschen zus&auml;tzlich von sehr vielen unterschiedlichen Firmen&ldquo;, sagt eine Sprecherin von Eon. Unter anderem schicke auch der franz&ouml;sische Atomtechnik-Konzern Areva Personal, um die deutschen Atomkraftwerke zu &uuml;berpr&uuml;fen. In den RWE-Kraftwerken arbeiten pro Block dauerhaft nur rund 300 Personen. &bdquo;F&uuml;r Inspektionen kommen kurzfristig aber Hunderte sogenannte feste Freie hinzu&ldquo;, sagt der Sprecher von RWE-Power Manfred Lang. Um die Brennelemente auszutauschen, werde ad hoc eine gro&szlig;e &bdquo;Mannschaft&ldquo; ben&ouml;tigt. Und auch die f&uuml;nf deutschen Kraftwerke von RWE forderten Areva-Mitarbeiter an, die wiederum Subangestellte und Leiharbeiter sein k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/spezials\/japans-katastrophe\/die-nuklear-nomaden\/-\/8118568\/8299710\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Moderne Verdr&auml;ngung<\/strong><br>\nBerlin: Landeseigene Wohnungsbaugesellschaft will ihren Bestand wettbewerbsf&auml;hig machen. Auf Kosten der derzeitigen Mieter. [&hellip;]<br>\nJ&uuml;ngst flatterte den dortigen Mietern Post ins Haus. Schockte die HOWOGE seinerzeit die Bewohner ihrer 3127 Wohnungen in Buch noch mit einer Modernisierungsank&uuml;ndigung, die eine 100prozentige Mieterh&ouml;hung zur Folge haben sollte, sind es im zweiten Anlauf nunmehr &raquo;nur&laquo; noch etwa 70 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Intervention des Berliner Senats, der Nachbesserungen bei der Neuberechnung der Modernisierungsumlage gefordert hatte. Bei den Objekten, die im Sommer 2009 von der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau f&uuml;r rund 70 Millionen Euro erworben wurden, handelt es sich &uuml;berwiegend um unsanierte Wohnungsbest&auml;nde in DDR-Plattenbauweise, die nicht &uuml;ber die allgemein &uuml;bliche Ausstattung verf&uuml;gen. [&hellip;]<br>\nDie Nettokaltmiete betr&auml;gt demnach f&uuml;r Wohnungen mit einer Fl&auml;che unter 40 Quadratmeter &raquo;voraussichtlich&laquo; 6,60 Euro pro Quadratmeter, f&uuml;r solche zwischen 40 bis 60 Quadratmeter rund sechs Euro und f&uuml;r Wohnungen zwischen 60 und 90 Quadratmeter etwa 5,40 Euro. Die voraussichtlichen Betriebskosten werden mit 2,20 Euro pro Quadratmeter beziffert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-05\/019.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gegen den Strom &ndash; &Uuml;ber Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne<\/strong><br>\nInterview mit dem Juristen Peter Becker<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2011\/04\/03\/dlf_20110403_0738_8e3536dc.mp3\">DLF Radio on demand<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Interview mit BDI-Chef Keitel: Banker &ldquo;katastrophal&rdquo; &uuml;berbezahlt<\/strong><br>\nIch will nicht &uuml;ber Einzelf&auml;lle richten. Aber der Banksektor zahlte Geh&auml;lter, die nicht daran gekoppelt waren, echte Werte zu schaffen. Das f&uuml;hrte zu katastrophalen &Uuml;bertreibungen. Ich bin auch nicht der Ansicht wie manche Investmentbanker, wonach man exorbitant hohe Geh&auml;lter zahlen muss, um gute Leute zu bekommen. Es gibt auch anderswo &ndash; zum Beispiel in der Industrie &ndash; kluge K&ouml;pfe. Manche Finanzleute haben sich ihren Personalmarkt selbst geschaffen. Das halte ich nicht f&uuml;r akzeptabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/interview-mit-bdi-chef-keitel-banker-katastrophal-ueberbezahlt-1670214.html#utm_source=standard&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_campaign=wirtschaft\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Keitels Aussagen &uuml;ber zu hoch bezahlte Banker sind sehr erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er im <a href=\"http:\/\/geschaeftsbericht2010.commerzbank.de\/reports\/commerzbank\/annual\/2010\/gb\/German\/3040\/aufsichtsrat-und-ausschuesse.html\">Aufsichtsrat<\/a> der Commerzbank sitzt, die &ndash; trotz Teilverstaatlichung &ndash; nun wieder hohe Boni <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/commerzbank-will-boni-zahlen\/3861698.html\">zahlen will<\/a>. Kann es etwa sein, dass Keitel Banker in Interviews f&uuml;r &bdquo;katastrophal &uuml;berbezahlt&ldquo; h&auml;lt, als Banken-Aufsichtsrat aber diese &Uuml;berbezahlung abnickt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Niederlassungsfreiheit: Regierung entlastet Konzerne<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant eine unternehmerfreundliche Steuerreform: Nach FTD-Informationen d&uuml;rfen deutsche Firmen k&uuml;nftig Verluste aus dem Ausland verrechnen. Das d&uuml;rfte Steuerausf&auml;lle in Milliardenh&ouml;he zur Folge haben<br>\nDie Bundesregierung erleichtert Unternehmen die steuerliche Verrechnung von Verlusten und Gewinnen. Dadurch sinkt in vielen F&auml;llen die gesamte Steuerlast. Nach FTD-Informationen hat das Bundesfinanzministerium eine entsprechende Anweisung an die Finanzverwaltung mit sofortiger Wirkung herausgegeben. Gr&uuml;ndet ein deutscher Konzern etwa eine britische Limited in London, die aber ihre Gesch&auml;ftsleitung in Deutschland hat und hier auch wirtschaftlich aktiv ist, darf der Konzern m&ouml;gliche Verluste dieser Tochter nun mit Gewinnen der Muttergesellschaft verrechnen.<br>\nGerichtsniederlage vermieden. Mit diesem Schritt kommt das Finanzministerium einer Forderung der Wirtschaft entgegen. Das Ressort von Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) handelt allerdings nicht aus eigenem Antrieb. Die EU-Kommission hatte bereits 2008 ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Das Finanzministerium wollte mit seinem Erlass einer Niederlage vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof zuvorkommen.<br>\nBr&uuml;ssel ist der Auffassung, dass es gegen die Niederlassungsfreiheit in Europa verst&ouml;&szlig;t, wenn Deutschland Unternehmen die Verlustverrechnung verwehrt, die in der Europ&auml;ischen Union oder im Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum (EWR) gegr&uuml;ndet wurden und in der Bundesrepublik aktiv sind und Steuern zahlen. Dieses Problem ist jetzt gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:niederlassungsfreiheit-regierung-entlastet-konzerne\/60034460.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>ttt: gekaufte Wahrheit &ndash; Die Versuchstiere sind wir<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zXN6YZonFNQ\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stirbt in Zukunft nur der Osten f&uuml;rs Vaterland?<\/strong><br>\nDie regionale Zusammensetzung der Bundeswehr ist kein &ldquo;Spiegel der Gesellschaft&rdquo;, sondern des wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Ost-West-Gef&auml;lles. [&hellip;]<br>\nIn den neuen Bundesl&auml;ndern leben derzeit knapp 16 Prozent aller Bundesb&uuml;rger. Der Ostdeutschenanteil in der Bundeswehr betr&auml;gt rund 30 Prozent. Im direkten Vergleich weisen ostdeutsche Bundeswehrangeh&ouml;rige einen h&ouml;heren Bildungsgrad auf als westdeutsche. Im Osten verf&uuml;gen 59 Prozent der Mannschaftsdienstgrade (Zeitsoldaten und freiwillig Wehrdienstleistende) &uuml;ber einen Realschul- und 23 Prozent &uuml;ber einen Hauptschulabschluss. Im Westen sind es 41 Prozent Real- und 38 Prozent Hauptsch&uuml;ler. Die Werte bei den Abiturienten sind mit rund 13 Prozent nahezu identisch. [&hellip;]<br>\nIm Osten hingegen kann die Personalgewinnung auf eine gro&szlig;e Anzahl an schulisch hochqualifizierten Bewerbern zur&uuml;ckgreifen. Vor allem die wirtschaftlichen Strukturunterschiede zwischen Ost und West erkl&auml;ren die Personalzusammensetzung der Bundeswehr. [&hellip;]<br>\nDas ist die eine Seite. Der Bundeswehrberuf kann aber auch todsicher sein. Schon jetzt sei ihm &bdquo;klar&ldquo;, erkl&auml;rte der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizi&egrave;re nach seinem Dienstantritt, &bdquo;dass man sich dauerhaft auf eine Bundeswehr im Einsatz einstellen&ldquo; m&uuml;sse. Bezogen auf die Personalstruktur der Bundeswehr bedeutet diese Perspektive: Der sichere Arbeitsplatz k&ouml;nnte f&uuml;r noch mehr Ostdeutsche t&ouml;dlich werden. Dieses herkunftsbedingte Todesrisiko w&auml;re innerdeutscher Sprengstoff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/article13063856\/Stirbt-in-Zukunft-nur-der-Osten-fuers-Vaterland.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vietnam &ndash; ein neuer &bdquo;Tigerstaat&ldquo; in der Krise<\/strong><br>\nAuslandsinvestitionen in Milliardenh&ouml;he haben Vietnam in den vergangenen Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum beschert. Nach dem Scheitern sozialistischer Experimente (1976-1986) hat sich das Land erfolgreich als Produktionsstandort in S&uuml;dostasien positioniert. Inzwischen wachsen die Probleme. Die Schattenseiten des Turbokapitalismus werden sichtbar und manche sprechen offen von Krise.<br>\n2010 investierten transnationale Konzerne knapp zehn Milliarden US-Dollar in der Sozialistischen Republik Vietnam. Doch offenbart der Turbokapitalismus Schattenseiten: Inflation, Preissteigerungen f&uuml;r Nahrungsmittel, Strom und Benzin sowie ein hohes Handelsbilanzdefizit. Vietnams Wirtschaftspolitik, bislang ein ideologischer Spagat zwischen Konfuzius, Marx und Neoliberalismus, steckt in der Krise. Die kommunistische Machtelite in Hanoi steht unter Handlungsdruck. &Uuml;ber die k&uuml;nftige Strategie wird im Land kontrovers diskutiert. [&hellip;]<br>\nJenseits beeindruckender Statistiken verbergen sich jedoch Begleiterscheinungen, die deutlich machen: Wirtschaftswachstum und soziale Entwicklung gehen nicht immer Hand in Hand. Ein regionales und soziales Gef&auml;lle ist in Vietnam un&uuml;bersehbar. Neben den Wachstumspolen Saigon und Hanoi f&auml;llt das l&auml;ndliche Umland wirtschaftlich deutlich ab. Bescheidener Wohlstand in den St&auml;dten kontrastiert mit dem harten Lebensalltag der Landbev&ouml;lkerung. Drei Jahrzehnte nach Ende des Krieges lebt ein Gro&szlig;teil der Bauern noch immer am Rande des Existenzminimums. Vietnam zerf&auml;llt in Arm und Reich. Hohe Inflationsraten (mit &uuml;ber zehn Prozent die h&ouml;chste in S&uuml;dostasien) und Lebenshaltungskosten haben zu Arbeitslosigkeit und zu Massenstreiks in Fabriken ausl&auml;ndischer Investoren gef&uuml;hrt. Im Februar 2011 wurde die Landesw&auml;hrung Dong um 8,5 Prozent abgewertet, die Benzinpreise um 24 Prozent erh&ouml;ht. Kopfzerbrechen bereitet den politisch Verantwortlichen das hohe Handelsbilanzdefizit (zw&ouml;lf Milliarden US-Dollar), eine Schuldenlast von 30 Milliarden US-Dollar und besorgniserregend schwindende Devisenreserven. Die Leistungsbilanz neoliberaler Wirtschaftspolitik ist unausgewogen. [&hellip;]<br>\nSch&auml;rfer formulieren Globalisierungskritiker in Vietnam ihren Standpunkt. Sie sprechen von einer Rekolonialisierung Vietnams durch die Integration ihres Landes in die Arbeitsteilung globaler Produktionsstrukturen. Der Preis: die Aufgabe der wirtschaftspolitischen Souver&auml;nit&auml;t. Der Weltmarkt diktiere Bedingungen, die Vietnam befolgen m&uuml;sse oder aber von Konkurrenten verdr&auml;ngt werde. In Zeiten der Globalisierung werde das wirtschaftliche Schicksal Vietnams nicht von der Regierung in Hanoi allein, sondern auch von anderen Akteuren (Internationaler Weltw&auml;hrungsfond, Weltbank) ma&szlig;geblich beeinflusst. Investitionsentscheidungen in Milliardenh&ouml;he w&uuml;rden in Konzernzentralen in Taiwan, S&uuml;dkorea, Singapur, Japan und den USA getroffen. Vietnam habe sich zu einer Kolonie Transnationaler Konzerne entwickelt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurasischesmagazin.de\/artikel\/?artikelID=20110414\">Eurasisches Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Budgetsanierung durch Lohndumping<\/strong><br>\nW&auml;hrend im US-Bundesstaat Wisconsin bereits zum zweiten Mal die im M&auml;rz vom republikanischen Gouverneur Scott Walker unterzeichneten gewerkschaftsfeindlichen Gesetze per Gerichtsurteil blockiert wurden, zog Ohio nun mit einer noch sch&auml;rferen Gesetzesvorlage gegen Streikrecht und Tarifvertr&auml;ge nach..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-04\/027.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schulen in Afghanistan: Ungestillter Bildungshunger<\/strong><br>\nDie Nato-Soldaten werden Afghanistan bald verlassen. Was wird den Afghanen bleiben? Die gro&szlig;en Staud&auml;mme, die mit deutscher Hilfe und Know-how in den 1930er und 1960er Jahren gebaut wurden, haben nicht lange gehalten. Die kleine Amani-Oberrealschule, 1924 in Kabul gegr&uuml;ndet, aber hat Afghanistan gepr&auml;gt und auch Jahrzehnte des Kriegs &uuml;berstanden. Jetzt verliert diese Schule ihren Ruf. Nur sieben Lehrkr&auml;fte aus Deutschland unterrichten dort noch. Sie betreuen die ungef&auml;hr 4500 Sch&uuml;ler, darunter auch 1350 Sch&uuml;lerinnen des Aischa-i-Durani M&auml;dchengymnasiums. Die beiden deutschen Vorzeigeschulen, in denen fr&uuml;her die Elite Afghanistans ausgebildet wurde, erhalten 50.000 Euro pro Jahr f&uuml;r Lehrmittel. Insgesamt hat Deutschland nur eine Million Euro f&uuml;r die F&ouml;rderung aller afghanischen Sekundarschulen veranschlagt. Die Zur&uuml;ckhaltung wird in Afghanistan genau registriert. Die Kabuler B&uuml;rger schicken ihre Kinder heute lieber in die t&uuml;rkische Schule. Pr&auml;sident Karsai ist emp&ouml;rt, dass wir die Amani-Oberrealschule nicht wieder zu einer Spitzenschule ausstatten wollen. Und das Geb&auml;ude verf&auml;llt. Wir k&ouml;nnten mit relativ wenig Geld hier viel erreichen. Das neue Afghanistan &ndash; jeder Zweite ist j&uuml;nger als 18 &ndash; braucht dringend eine gebildete Schicht, um einmal Zentralpositionen im Staat besetzen zu k&ouml;nnen. Menschenrechte m&uuml;ssen gelehrt werden, gerade der zuk&uuml;nftigen Elite.<br>\nDie Afghanen erwarten hier deutsche Hilfe, gilt ihnen doch Deutschland immer noch als akademisches Musterland. Der Minister f&uuml;r H&ouml;here Bildung, Sarwar Danesh, sagte mir, er w&uuml;nsche sich mehr und engere Kooperation mit Deutschland. Man wolle zwei oder drei Modelluniversit&auml;ten aufbauen &ndash; am liebsten mit Hilfe und Unterst&uuml;tzung der Bildungsnation Deutschland. Doch die ziert sich. Man wolle afghanischen Problemen nicht mit europ&auml;ischen L&ouml;sungen begegnen, hei&szlig;t es im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Deutschland plant, 2011 mit rund zweieinhalb Millionen Euro die h&ouml;here Bildung in Afghanistan zu f&ouml;rdern, anderthalb Millionen weniger als noch 2010. Man werde nicht alle Austausch- und Stipendienprogramme weiterf&uuml;hren k&ouml;nnen, meldet das Ausw&auml;rtigen Amt. Schlie&szlig;lich m&uuml;sse die geplante Verwaltungsakademie in Masar-i-Scharif gegenfinanziert werden. Also k&uuml;rzt man bestehende DAAD-Projekte. Das hat gro&szlig;e symbolische Wirkung: Ein deutscher Professor, der seit Jahren in Afghanistan lehrt, berichtet mir, dass seine afghanischen Partner zunehmend die Geduld mit Deutschland verlieren und Anschluss an die USA oder den Iran suchen. Aus Kostengr&uuml;nden, nicht aus Sympathie oder Inhaltlichem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/ungestillter-bildungshunger\/-\/1472602\/8284560\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r die Ende Januar beschlossene knapp einj&auml;hrige Verl&auml;ngerung des Bundeswehreinsatzes sind Ausgaben im Wert von 1,06 Milliarden Euro geplant. F&uuml;r Wiederaufbau und Entwicklung werden 430 Millionen Euro bereitgestellt. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) dagegen hat f&uuml;r Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan j&auml;hrlich drei Milliarden Euro berechnet. Das DIW ber&uuml;cksichtigt nicht nur die Ausgaben des Verteidigungsministeriums, sondern auch indirekte Kosten wie die Ausgaben anderer Ressorts, Finanzierungskosten, die gesellschaftlichen Kosten durch tote und verletzte Soldaten sowie die Opportunit&auml;tskosten durch unterbliebene Investitionen in anderen Bereichen.  DIW-Experte Tilman Br&uuml;ck: &bdquo;Durch den deutschen Kriegseinsatz fehlen insgesamt j&auml;hrlich mindestens zwei Milliarden Euro f&uuml;r staatliche Investitionen zum Beispiel in Bildung, Forschung oder Entwicklungshilfe&ldquo;. &ndash; Gegen&uuml;ber diesen Summen sind die Ausgaben f&uuml;r Sekundarschulen und Hochschulen in Afghanistan geradezu l&auml;cherlich. Nachdem das massive milit&auml;rische Engagement mehr Problem als L&ouml;sungen hinterlassen hat, ist es an der Zeit sich zu fragen, wie nachhaltige Entwicklung in Gegenwart der Taliban zu realisieren ist. Auch im Bereich der Bildung wird dies schwierig genug sein. So stellt sich z.B. Frage, wie sich die Taliban zur schulischen Ausbildung der M&auml;dchen stellen werden. Und wenn sie dies verneinen, sollen wir dann weiter f&ouml;rdern? Wie die Ereignisse in Masar-i-Scharif zeigen, die Stadt soll im Juli an die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte &uuml;bergeben werden, kann Deutschland nicht nur auf die Regierung in Kabul setzen. Es w&auml;re viel gewonnen wir im Bildungsbereich, auch den Taliban vermitteln k&ouml;nnten, dass auch sie einbezogen werden sollen. Im Gesundheitsbereich gibt das  Roten Kreuz ein Beispiel, indem es Taliban Erster Hilfe ausbildet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Skandal auf Seite 17<\/strong><br>\nViele japanische Medien berichten nur z&ouml;gerlich &uuml;ber die Katastrophe von Fukushima. Am liebsten sind ihnen Heldengeschichten von den Rettungsversuchen am Reaktor. [&hellip;]<br>\nDie Zeitungen des Landes druckten seit der Katastrophe vor drei Wochen auf der ersten Seite am liebsten Berichte &uuml;ber die Versuche, die Reaktoren wieder unter Kontrolle zu bringen. Informationen &uuml;ber die steigende radioaktive Belastung in der Umgebung und im Meer und deren langfristige Folgen wurden, wenn &uuml;berhaupt, lieber auf den Innenseiten in kleinen Meldungen versteckt.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te japanische Fernsehsender lie&szlig; sich eine andere Methode einfallen, &uuml;ber die Folgen der Katastrophe in der Umgebung von Fukushima zu berichten. NHK l&auml;sst minutenlang B&uuml;rgermeister der betroffenen Gemeinden unkommentiert zu Wort kommen. [&hellip;]<br>\nAllerdings geht den japanischen Journalisten angesichts ausf&uuml;hrlicher und wiederholter &ouml;ffentlicher Entschuldigungen die Geduld aus. Bei Pressekonferenzen wird pl&ouml;tzlich gefragt, was genau gemeint ist, wenn die Regierung erkl&auml;rt, es w&uuml;rde &bdquo;keine unmittelbare Gefahr f&uuml;r die Gesundheit&ldquo; bestehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/medien\/skandal-auf-seite-17\/-\/1473342\/8295352\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Revolutionen in Nordafrika<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Protestbewegung in &Auml;gypten: Revolution nach Plan<\/strong><br>\nDie Initiatoren der Proteste in &Auml;gypten hatten sich zuvor mit Mitstreitern aus Tunesien und einer Gruppe von erfahrenen Aktivisten in Serbien beraten &ndash; vor allem &uuml;ber das Internet. Sie folgten einer &uuml;ber lange Zeit entwickelten Strategie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C\/Doc~E08EF25A51BC34003A0F39A3A783AA1DC~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der bereits etwas &auml;ltere Artikel bringt in Erinnerung, dass die Mobilisierung der Bewegung und das Vorgehen der &auml;gyptischen Opposition weitaus planvoller vonstatten gehen, als es uns durch die Medienberichterstattung vermittelt wurde. Allerdings wird die Rolle der Muslimbruderschaft  mit ihrer Aufforderung, sich nach dem Freitagsgebet an den Protesten zu beteiligen, wie &uuml;berhaupt die Bedeutung des Freitagsgebetes vernachl&auml;ssigt. Aber die Geschichte und die Analyse dieser ersten revolution&auml;ren Phase sind noch zu schreiben. Den bisher besten Artikel bietet die <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/02\/14\/world\/middleeast\/14egypt-tunisia-protests.html?_r=2&amp;ref=global-home\">NYT<\/a>.<br>\nIn obigem Artikel wird auch <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/10\/Gene-Sharp\">Gene Sharp<\/a> erw&auml;hnt, der als Theoretiker gewaltlosen Widerstands einen ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Aktivisten in Tunesien und  Kairo gehabt haben soll.<\/em> <\/p>\n<p><em>In seiner Promotionsarbeit (The Politics of Non-Violent Action, 1973) hatte Sharp die Geschichte politischer Aufst&auml;nde analysiert und sich vor allem mit den Strategien Mahatma Gandhis besch&auml;ftigt. Sein knapp 100 Seiten starkes Handbuch &lsquo;From Dictatorship to Democracy&rsquo; mit seinen &lsquo;198 Methods of Nonviolent Action&rsquo;  gibt Handreichungen von Strategien des Hungerstreiks bis zum Enttarnen von Polizeispitzeln. Ausz&uuml;ge von &lsquo;Das politische &Auml;quivalent des Krieges &ndash; die gewaltlose Aktion&rsquo; kann <a href=\"http:\/\/www.aeinstein.org\/organizations4cc0.html\">hier<\/a> heruntergeladen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Smart Bombs und Soft Targets; &Uuml;ber die verschwiegenen zivilen Opfer<\/strong><br>\n&ldquo;74 Luftschl&auml;ge am ersten Tag des NATO-Kommandos&rdquo; meldet der Libyen-Ticker von n-tv, als handle es sich um die Wasserstandsmeldungen eines &uuml;berschwemmten Flusses und als w&uuml;rden nicht jeden Tag durch den Krieg noch mehr Menschen get&ouml;tet werden.<br>\n Als die US-Milit&auml;rs einst in Vietnam den Erfolg ihres Krieges empirisch nachweis- und messbar machen wollten, begannen sie, jeden Tag die Leichen der umgebrachten Vietcong zu z&auml;hlen &ndash; mit verheerender &ouml;ffentlicher Wirkung. Im zweiten Irak-Krieg verzichteten die US-Milit&auml;rs offiziell auf diesen Body Count. Auch ist bis heute umstritten und unklar, wie viele zivile Opfer 1999 etwa die sechsw&ouml;chige Bombardierung von Ex-Jugoslawien  durch die NATO-Flieger w&auml;hrend des Kosovo-Krieges gekostet hat. Die Sch&auml;tzungen bewegen sich zwischen 1200 und 2500 toten Zivilisten. Und doch n&auml;hert sich die Einsatzdauer im Libyen-Krieg allm&auml;hlich der in EX-Jugoslawien an, auch wohnen in beiden L&auml;ndern und Hauptst&auml;dten vergleichbar viele Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/uweness\/smart-bombs-und-soft-targets-ueber-die-verschwiegenen-zivilen-opfer\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die gro&szlig;en Irrt&uuml;mer in der Libyen-Berichterstattung<\/strong><br>\nObwohl nur knapp drei Flugstunden von Deutschland entfernt, ist Libyen f&uuml;r die meisten hierzulande ein eher unbekanntes Land. Umso sorgf&auml;ltiger m&uuml;sste mit Informationen umgegangen werden, denn vieles wird durch st&auml;ndige Wiederholung nicht &uuml;berzeugender und schon gar nicht zur Wahrheit. Unsere Autorin hat mit Menschen in Libyen und mit Fl&uuml;chtlingen auf Malta gesprochen. Sie stellt klar: Was derzeit in Libyen geschieht, ist kein B&uuml;rgerkrieg. Es ist ein ungleicher Kampf zwischen Gaddafi und der libyschen Bev&ouml;lkerung. Die internationale Hilfe war bitter n&ouml;tig. Die Furcht vor Islamismus in Libyen ist unberechtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurasischesmagazin.de\/artikel\/?artikelID=20110404\">Eurasisches Magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Der Staat macht Inventur<\/strong><br>\nBei einem Drittel der Deutschen steht eine Volksz&auml;hlung an. Datensch&uuml;tzer finden manche Fragen zu pers&ouml;nlich<br>\nUnter deutschen Wohnungs- und Hauseigent&uuml;mern herrscht Ratlosigkeit. Die erste gro&szlig;e Volksz&auml;hlung seit der Wiedervereinigung steht an. 17,5 Millionen Eigenheimbesitzer m&uuml;ssen zum Stichtag 9. Mai detaillierte Ausk&uuml;nfte &uuml;ber das Baujahr der Immobilie, Zahl der Wohnungen, Heizungsart und Eigentumsverh&auml;ltnisse geben.<br>\nDoch laut einer Umfrage des Online-Portals &ldquo;Immobilienscout24.de&rdquo; gibt ein Drittel der 1044 Befragten an, dass sie von der sogenannten Geb&auml;ude- und Wohnungsz&auml;hlung noch nie etwas geh&ouml;rt haben. [&hellip;] Auch jetzt gibt es Proteste. Kritikern sind viele Fragen zu pers&ouml;nlich, manche w&uuml;rden die Ergebnisse sogar verf&auml;lschen. So sollen B&uuml;rger etwa ihre Religionszugeh&ouml;rigkeit angeben &ndash; eine Frage, die von der EU nicht gefordert wird. &ldquo;Diese Frage geh&ouml;rt nicht in eine Volksz&auml;hlung&rdquo;, sagt Werner H&uuml;lsmann vom Arbeitskreis (AK) Zensus, der gegen die Befragung protestiert.<br>\nDer Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix sieht diese Frage ebenfalls kritisch, ebenfalls kritisch, verweist aber darauf, dass die Frage auf Wunsch der Kirchen aufgenommen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/politik\/article13061298\/Der-Staat-macht-Inventur.html\">WELT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: FDP-Krise; Arbeitsagentur nennt von der Leyens Pl&auml;ne &ldquo;schlechten Scherz&rdquo;; Privatversicherte oft unzufrieden; Interview: Arbeitsmigration aus Polen; Prognos-Gutachten: Soziale Pr&auml;vention; DGB-Vorschl&auml;ge zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente; Die Nuklear-Nomaden; Moderne Verdr&auml;ngung; Gegen den Strom &ndash; &Uuml;ber Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne; Interview mit BDI-Chef Keitel: Banker &ldquo;katastrophal&rdquo; &uuml;berbezahlt; Niederlassungsfreiheit: Regierung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8977\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8977","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8977","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8977"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8977\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8988,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8977\/revisions\/8988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8977"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8977"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8977"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}