{"id":89799,"date":"2022-10-30T09:00:00","date_gmt":"2022-10-30T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799"},"modified":"2022-10-28T11:40:16","modified_gmt":"2022-10-28T09:40:16","slug":"hinweise-der-woche-280","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h01\">Verharmlosung von Kriegsverbrechen: Gesetzesversch&auml;rfung im Eiltempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h02\">Friedenspreis f&uuml;r Russen-Hass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h03\">Berichterstattung &uuml;ber den Krieg in der Ukraine: Medialer Mainstream?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h04\">Frankreichs Ex-Pr&auml;sident Sarkozy: &ldquo;Von der Leyen &uuml;berschreitet ihr Mandat&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h05\">Die deutsch-franz&ouml;sische &bdquo;Freundschaft&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h06\">Welch dummes Narrativ: Nukleare Waghalsigkeit bedeutet Sicherheit, Deeskalation ist gef&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h07\">Joe Biden er&ouml;ffnet einen neuen Kalten Krieg gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h08\">Gesunde Kost mit Hartz IV?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h09\">Lauterbachs Impf-Briefe kosten rund 50 Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89799#h10\">Der Fall Sanifair: Weil eine Privatisierung in die Hose ging, wird jetzt das Pinkeln teurer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verharmlosung von Kriegsverbrechen: Gesetzesversch&auml;rfung im Eiltempo<\/strong><br>\nDer Bundestag hat das Delikt der &bdquo;Volksverhetzung&ldquo; versch&auml;rft. In einem v&ouml;llig intransparenten Verfahren.<br>\nDie Leugnung und Verharmlosung von Kriegsverbrechen und V&ouml;lkermorden ist jetzt als &bdquo;Volkverhetzung&ldquo; strafbar. Der Bundestag hat in der Nacht zum Freitag ohne jede Ank&uuml;ndigung das Strafrecht versch&auml;rft. Dies betrifft zum Beispiel die Leugnung und Verharmlosung von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine.<br>\nBisher war in der Bundesrepublik nur die Billigung von Straftaten aller Art (Paragraf 140 Strafgesetzbuch) sowie die Leugnung und Verharmlosung des Holocausts (Paragraf 130 Absatz 3) strafbar. Nun wurde in Paragraf 130 ein neuer Absatz 5 eingef&uuml;gt. Danach ist auch die &ouml;ffentliche Leugnung und &bdquo;gr&ouml;bliche&ldquo; Verharmlosung von anderen V&ouml;lkermorden sowie von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen strafbar.<br>\nEinschr&auml;nkend hei&szlig;t es zwar, die &Auml;u&szlig;erung m&uuml;sse &bdquo;geeignet&ldquo; sein, den &ouml;ffentlichen Frieden zu st&ouml;ren und zu Hass oder Gewalt aufzustacheln. Letztlich entscheiden bei so unbestimmten Begriffen aber die Staatsanwaltschaften, welche &Auml;u&szlig;erungen verfolgt werden. Die Eignung, Hass zu erzeugen, kann in diesen aufgeheizten Zeiten schlie&szlig;lich leicht unterstellt werden.<br>\nDie Versch&auml;rfung des Strafrechts beruhte auf einer zun&auml;chst nicht &ouml;ffentlichen &bdquo;Formulierungshilfe&ldquo; des Justizministeriums von Marco Buschmann (FDP). V&ouml;llig unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit beschloss der Rechtsausschuss am Mittwoch, den Vorschlag in einem harmlosen Gesetz zum Bundeszentralregister unterzubringen.<br>\nSo konnte auf eine erste Lesung verzichtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Verharmlosung-von-Kriegsverbrechen\/!5889964\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Volksverhetzung: Ein erheblicher Eingriff in die Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nDer Bundestag hat ein absurdes Gesetz verabschiedet: &Uuml;ber Tatbest&auml;nde wie den des &bdquo;Kriegsverbrechens&ldquo; befindet in der Regel der Internationale Strafgerichtshof. Nun soll das jeder deutsche Amtsrichter tun.<br>\nWer l&uuml;gt, begeht noch keine Straftat. Es ist eine Regel, deren Ausnahmen bislang &uuml;berschaubar waren. Schlie&szlig;lich gilt die Meinungsfreiheit. Es gibt Strafnormen wie den Betrug, die neben der L&uuml;ge allerdings weitere Voraussetzungen verlangen. Die wichtigste Ausnahme vom ansonsten umfassenden Grundsatz des straflosen L&uuml;gens war bisher das Leugnen des Holocausts. Aus guten Gr&uuml;nden hat Deutschland hier ein vom Bundesverfassungsgericht gebilligtes Sonderrecht geschaffen.<br>\nDie Erweiterung der Volksverhetzung auf die Leugnung und Verharmlosung von Kriegsverbrechen und V&ouml;lkermorden im Allgemeinen bricht mit dieser Exklusivit&auml;t. Schon das ist bedenklich.<br>\nWas der Bundestag im Eiltempo beschlossen hat, ist dar&uuml;ber hinaus ein auf &auml;u&szlig;erst wackeligen Beinen stehender, aber erheblicher Eingriff in die Meinungsfreiheit. &Uuml;ber Tatbest&auml;nde wie den des &bdquo;Kriegsverbrechens&ldquo; befindet in der Regel der Internationale Strafgerichtshof. Die Verfahren dauern Jahre und sind hochkomplex.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/erweiterung-der-volksverhetzung-auf-ukraine-krieg-18418588.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Der neue &sect; 130 ist eine Gefahr f&uuml;r die kritische Diskussion<\/strong><br>\nWer sich zu umstrittenen Konflikten der Gegenwart &auml;u&szlig;ert, muss k&uuml;nftig mit Freiheitsstrafen rechnen: Die Neufassung der Volksverhetzung in &sect; 130 bedroht die kritische Auseinandersetzung, sagt Strafrechtsprofessorin Elisa Hoven. &Uuml;ber die politische Wahrheit d&uuml;rften nicht Amtsgerichte entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus241798753\/Volksverhetzung-Der-neue-130-ist-eine-Gefahr-fuer-die-kritische-Diskussion.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Friedenspreis f&uuml;r Russen-Hass<\/strong><br>\n&ldquo;Brennt in der H&ouml;lle, ihr Schweine!&rdquo;, schreibt der ukrainische Schriftsteller Zhadan. Heute hat er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen bekommen. Warum das ein dreifacher Skandal ist. Ein Kommentar.<br>\nDer Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht mit in diesem Jahr an einen Schriftsteller, Serhij Zhadan, der die Russen hasst. &ldquo;Darf das sein?&rdquo;, fragt die Wochenzeitung Die Zeit, und beantwortet die Frage gleich mit: &ldquo;Leider ja.&rdquo;<br>\nSind wir tats&auml;chlich so weit gekommen, dass ein V&ouml;lkerhasser einen renommierten deutschen Friedenspreis bekommen muss? Ist das nicht ein Skandal?<br>\nIn seinem Buch &ldquo;Himmel &uuml;ber Charkiw&rdquo; bezeichnet Zhadan die Russen laut Zeit als &ldquo;Horde&rdquo;, &ldquo;Verbrecher&rdquo;, &ldquo;Tiere&rdquo;, &ldquo;Unrat&rdquo;. Sie haben richtig gelesen. Aber es geht noch weiter in diesem Ton.<br>\nDer Friedenspreistr&auml;ger schreibt: &ldquo;Die Russen sind Barbaren, sie sind gekommen, um unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Bildung zu vernichten.&rdquo; Und er schreibt auch: &ldquo;Brennt in der H&ouml;lle, ihr Schweine.&rdquo;<br>\nUnd dieser Russenhasser bekommt jetzt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Man traut seinen Augen und seinem Verstand nicht, wenn man das liest. Hat uns unsere Solidarit&auml;t mit dem von Putin &uuml;berfallenen ukrainischen Volk moralisch blind gemacht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Friedenspreis-fuer-Russen-Hass-7317325.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Russen sind &bdquo;Unrat&ldquo;: Pamphlet erh&auml;lt den &bdquo;Friedenspreis&ldquo; des Buchhandels<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89603\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Berichterstattung &uuml;ber den Krieg in der Ukraine: Medialer Mainstream?<\/strong><br>\nEs fehlt an Differenzierung und an Perspektiven bei der Berichterstattung &uuml;ber den Krieg in der Ukraine. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Reuters-Instituts der Oxford University. Wie k&ouml;nnen Medien das verbessern und was hat die EU damit zu tun?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/medialer-mainstream-ueber-den-krieg-in-der-ukraine-was-fehlt-dlf-kultur-bf09297c-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Frankreichs Ex-Pr&auml;sident Sarkozy: &ldquo;Von der Leyen &uuml;berschreitet ihr Mandat&rdquo;<\/strong><br>\nIn einem Interview mit der franz&ouml;sischen Wochenzeitung Le Journal du Dimanche &uuml;bt Frankreichs Ex-Pr&auml;sident Sarkozy schwere Kritik an der EU-Kommission und an Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen. Mit den Waffenlieferungen und der konkreten Positionierung in au&szlig;enpolitischen Fragen &uuml;berschreite die EU-Kommission ihr in den Vertr&auml;gen festgeschriebenes Mandat, kritisiert Sarkozy.<br>\n&ldquo;Ich verstehe nicht, mit welchem Artikel der europ&auml;ischen Abkommen EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen ihre Kompetenz in Sachen R&uuml;stungsbeschaffung und Au&szlig;enpolitik rechtfertigen kann&rdquo;, stellt Frankreichs ehemaliger Pr&auml;sident fest.<br>\nIn der Tat nutzt die Kommissionspr&auml;sidentin den Ukraine-Konflikt zur Ausweitung ihrer Macht. Bereits das Verbot von RT und anderen russischen Medien stellt eine Mandats&uuml;berschreitung der Kommission dar, denn die Regulierung von Medien ist keine Aufgabe der Kommission, sondern liegt im Hoheitsbereich der L&auml;nder. Diese haben sich der Entscheidung der Kommission gebeugt und damit einen Pr&auml;zedenzfall geschaffen, den die Kommission zu ihrem Vorteil nutzen wird.<br>\nGleiches gilt f&uuml;r die Aufnahme von gemeinsamen Schulden durch die Kommission zum Zwecke der Finanzierung der Ukraine. Die Schuldenaufnahme ist der EU-Kommission explizit verboten.<br>\n&ldquo;Auch die direkte Lieferung von Waffen an die Ukraine stellt eine &Uuml;berschreitung des in den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen festgelegten Mandats dar&rdquo;, merkt Sarkozy an.<br>\nOb der von Kommissionspr&auml;sidentin angek&uuml;ndigte &ldquo;Marshallplan f&uuml;r die Ukraine&rdquo; mit dem Mandat der Kommission in Einklang ist, ist ebenfalls fraglich.<br>\nDie Machtanma&szlig;ungen der Kommissionspr&auml;sidentin werden nicht nur von Sarkozy kritisch gesehen. Gegen die zunehmende Machtergreifung im Schatten der Ukraine-Krise regt sich auch in der EU zunehmend Widerstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/europa\/152363-frankreichs-ex-praesident-sarkozy\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die deutsch-franz&ouml;sische &bdquo;Freundschaft&ldquo;<\/strong><br>\nAuf einem Krisentreffen mit Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron will Kanzler Olaf Scholz die seit geraumer Zeit anschwellenden deutsch-franz&ouml;sischen Streitigkeiten lindern. Scholz soll morgen in der franz&ouml;sischen Hauptstadt mit Macron zusammentreffen &ndash; anstelle der urspr&uuml;nglich geplanten Regierungskonsultationen, die in der vergangenen Woche wegen zunehmender Konflikte zwischen den beiden L&auml;ndern kurzfristig abgesagt wurden. Streit herrscht zwischen Berlin und Paris unter anderem im R&uuml;stungsbereich; so ist die Zukunft sowohl des Luftkampfsystems FCAS, des wichtigsten und teuersten R&uuml;stungsprojekts in der EU, als auch des geplanten Kampfpanzers MGCS ungewiss. Beide gelten als deutsch-franz&ouml;sische Vorhaben von zentraler Bedeutung. Streit gibt es zwischen Deutschland und Frankreich auch in Energiefragen &ndash; etwa bez&uuml;glich der MidCat-Pipeline, die Erdgas aus Spanien in Richtung Deutschland transportieren sollte, nun aber an franz&ouml;sischen Widerst&auml;nden gescheitert ist. Besonderen Unmut hat in Frankreich Berlins Alleingang mit dem 200-Milliarden-Euro-Schutzschirm (&bdquo;Doppelwumms&ldquo;) ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9062\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Motorschaden: Deutsch-franz&ouml;sische Beziehungen.<\/strong><br>\nWenn man nicht mehr weiterwei&szlig;, gr&uuml;ndet man &rsquo;nen Arbeitskreis: Es scheint fast, als h&auml;tten die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen der dominanten Macht der EU und ihrem st&auml;rksten Konkurrenten auf dem Kontinent, das Stadium der Ratlosigkeit erreicht. Die bilateralen Regierungskonsultationen, die am Mittwoch einmal mehr die angeblich so enge &raquo;Freundschaft&laquo; zwischen den beiden Staaten zur Schau stellen sollten: Sie wurden kurzfristig abgesagt. Die Pressekonferenz, die man nach dem ersatzweise anberaumten Krisentreffen von Pr&auml;sident Emmanuel Macron und Kanzler Olaf Scholz erwartet hatte: Sie fiel aus. Die Ergebnisse des immerhin drei Stunden w&auml;hrenden Gespr&auml;chs in Paris: warme Worte, nichts Konkretes. Statt dessen soll mit Arbeitsgruppen Ann&auml;herung erzielt werden. Der vielzitierte Motor der EU stottert, stockt. (&hellip;) Wenig hilfreich ist bei alledem, dass die Bundesregierung immer offener ein Desinteresse an Frankreich demonstriert. Am 28. September, einen Tag, bevor Scholz das 200 Milliarden Euro schwere &raquo;Doppelwumms&laquo;-Paket verk&uuml;ndete, hielt sich Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt zu Gespr&auml;chen in Paris auf; das Paket, ein weitreichender Schritt mit ernsten Folgen f&uuml;r die gesamte EU, erw&auml;hnte er mit keinem Wort. Scholz wiederum sagte fast zum selben Zeitpunkt ein Videogespr&auml;ch mit der franz&ouml;sischen Ministerpr&auml;sidentin &Eacute;lisabeth Borne wegen angeblichen Unwohlseins ab, trat aber wenige Stunden sp&auml;ter wohlgelaunt vor die Kamera, um den f&uuml;r Paris ziemlich problematischen &raquo;Doppelwumms&laquo; bekanntzugeben. Kurz vor dem Krisentreffen am Mittwoch setzte Berlin seine Eigenm&auml;chtigkeiten fort, k&uuml;ndigte eine an das Treffen anschlie&szlig;ende Pressekonferenz an, ohne dies mit Paris abzustimmen. Deutlicher kann man einem Verb&uuml;ndeten kaum vermitteln, wie ernst man ihn eigentlich nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/437590.motorschaden.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Scholz und Macron: Harte N&uuml;sse zum Arbeitsessen <\/strong><br>\nVer&auml;rgerung in Paris: Macron wirft Deutschlands Alleing&auml;ngen &ldquo;destabilisierenden Charakter&rdquo; vor. Die Konkurrenz in der R&uuml;stungspolitik zeigt sich sch&auml;rfer.<br>\nDer deutsche Kanzler wird in Paris gesnobt, prophezeit Politico: Es werde heute kein Foto f&uuml;r Scholz mit Macron geben und keine Pressekonferenz, obwohl der Kanzler mit einem gro&szlig;en Medienaufgebot angereist sei. Es ist kalt geworden zwischen Frankreich und Deutschland: &ldquo;Sie sind sich nicht einmal einig, ob sie sich gemeinsam vor der Presse zeigen sollen.&rdquo;<br>\nDer Temperatursturz hat viele Gr&uuml;nde. Die US-amerikanische Publikation im Besitz des Springer-Verlags listet eine ganze Reihe davon auf: Allen voran den franz&ouml;sischen Frust &uuml;ber Scholzens Doppelwumms.<br>\nDie Alleing&auml;nge der deutschen Regierung bei der 100-Milliarden-Euro-Aufstockung des Milit&auml;rbudgets &ndash; gleichzeitig zeige sich Deutschland bei gemeinsamen R&uuml;stungsprojekten wenig enthusiastisch und gehe auf Distanz &ndash; und beim 200-Milliarden-Euro-Entlastungspaket gegen hohe Energiepreise ver&auml;rgerten Paris.<br>\nDazu kommt die br&uuml;ske Absage Macrons eines gemeinsamen Treffens letzte Woche und der Ausspruch Macrons beim EU-Gipfel:<br>\n&ldquo;Es ist weder f&uuml;r Deutschland noch f&uuml;r Europa gut, wenn Deutschland sich isoliert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Scholz-und-Macron-Harte-Nuesse-zum-Arbeitsessen-7321242.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&ldquo;Scholz ist ein politischer Zwerg&rdquo;<\/strong><br>\nntv.de: Wie w&uuml;rden Sie im Moment Deutschlands Rolle innerhalb der Europ&auml;ischen Union beschreiben?<br>\nYanis Varoufakis: Es gibt eine gro&szlig;e Ver&auml;nderung: Das deutsche Wirtschaftsmodell ist in sich zusammengefallen. Das deutsche Modell basierte auf billiger Energie aus Russland, dem Verkauf von Produkten an China und niedrigen L&ouml;hnen innerhalb Deutschlands. Die derzeitige Situation sieht aber so aus: Die Inflation hat das Dr&uuml;cken der L&ouml;hne unm&ouml;glich gemacht, Gas ist teuer geworden und China schwindet als Markt f&uuml;r Deutschland, aufgrund eines neuen Kalten Kriegs zwischen China und den USA, den die Biden-Regierung gerade eskaliert.<br>\nUnd was ist bei Deutschland gleich geblieben?<br>\nDas st&auml;ndige Beharren der aktuellen deutschen Bundesregierung &ndash; und vorheriger Regierungen &ndash; auf einseitigem Handeln und damit der Unterst&uuml;tzung der fiskalischen Strategie, einen Export&uuml;berschuss zu erzielen &ndash; im Kern Neo-Merkantilismus. Auf der anderen Seite verwehrt Deutschland es dem Rest der Eurozone, ebenfalls so zu agieren und gleichwertige Ma&szlig;nahmen zu implementieren.<br>\nIst Deutschland ein R&uuml;pel?<br>\nIch mag das Wort nicht. Aber Deutschland beharrt eben auf seiner fiskalischen Macht, die wiederum andere Teile der EU nicht haben. Um es anders auszudr&uuml;cken: Deutschland missachtet die Wettbewerbsgleichheit innerhalb der Europ&auml;ischen Union.<br>\nK&ouml;nnen Sie die Kritik an Deutschlands 200 Milliarden Euro Entlastungspaket verstehen? Andere EU-L&auml;nder hatten das als unsolidarisch gewertet&hellip;<br>\nDie Kritik kann ich sehr wohl verstehen, ja. Das ist eine Doppelmoral. Deutschland beharrt auf einem Binnenmarkt und vermeintlich gleichen Wettbewerbsbedingungen, w&auml;hrend es gleichzeitig staatliche Hilfen f&uuml;r seine Industrie und Verbraucher durchdr&uuml;ckt. Staatliche Hilfen, die der Rest der EU nicht einf&uuml;hren kann aufgrund der finanzpolitischen Regeln, die f&uuml;r alle gelten, mit Ausnahme von Deutschland. (&hellip;)<br>\nZum Schluss noch diese Frage: Wie sehen Sie heute das Erbe von Angela Merkel?<br>\nSie war eine bemerkenswert geschickte Verhandlerin und eine kurzfristig denkende Krisenmanagerin mit der einzigartigen F&auml;higkeit, sicherzustellen, dass sich gar nichts ver&auml;ndert, auch wenn man die Dinge h&auml;tte ver&auml;ndern m&uuml;ssen. In diesem Sinne hat sie ein riesiges politisches Kapital verschwendet. Kein anderer Kanzler wird jemals wieder die F&auml;higkeit haben, ein solches politisches Kapital zu schaffen, um &uuml;berhaupt in die Lage zu kommen, Europa nach vorne zu bringen. Deswegen m&uuml;ssen wir sie daf&uuml;r kritisieren, dass sie dieses Kapital verschwendet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Scholz-ist-ein-politischer-Zwerg-article23667676.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Welch dummes Narrativ: Nukleare Waghalsigkeit bedeutet Sicherheit, Deeskalation ist gef&auml;hrlich<\/strong><br>\n&Uuml;ber den US-Stellvertreterkrieg in der Ukraine wurden verbl&uuml;ffend dumme Narrative in Umlauf gebracht. Das D&uuml;mmste w&auml;re wohl jenes, wonach eine aggressiv eskalierende nukleare Waghalsigkeit angeblich Sicherheit bringt. In diesem Narrativ wird Deeskalation als Gefahr darstellt.<br>\nEin Paradebeispiel f&uuml;r ein offensichtlich idiotisches Narrativ findet sich in einem Artikel im Business Insider mit dem Titel &ldquo;Putins nukleare Drohungen bringen Leute wie Trump und Elon Musk dazu, auf ein Friedensabkommen mit der Ukraine zu dr&auml;ngen. Ein Nuklearexperte warnt, dass das &lsquo;gef&auml;hrlich&rsquo; ist&rdquo;. (&hellip;)<br>\nAls Antwort auf einen Tweet des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron, in dem er schrieb: &ldquo;Wir wollen keinen Weltkrieg&rdquo;, twitterte ein hochrangiger politischer Berater der Helsinki-Kommission der US-Regierung namens Paul Massaro: &ldquo;Genau diese Art von schwacher, ver&auml;ngstigter Sprache f&uuml;hrt dazu, dass Russland eskaliert.&rdquo;<br>\nMan stelle sich vor, man ist so verzerrt und verdreht, dass man das als eine vern&uuml;nftige Antwort auf die normalste Aussage betrachtet, die man machen kann. In der Zwischenzeit tauchen Idioten wie der republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger auf, die so tun, als w&auml;ren sie mutige, harte Kerle, indem sie die kontinuierliche nukleare Eskalation begr&uuml;&szlig;en und jeden, der eine Deeskalation bef&uuml;rwortet, als Feiglinge bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/151972-dumme-narrativ-dass-nukleare-waghalsigkeit\/\">Caitlin Johnstone auf RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Joe Biden er&ouml;ffnet einen neuen Kalten Krieg gegen China<\/strong><br>\nIm Kampf um technologische Vormachtstellung hat die US-Regierung Exportkontrollen versch&auml;rft, um die chinesische Chipindustrie zu schw&auml;chen. Diese Strategie k&ouml;nnte auch auf die USA und ihre Verb&uuml;ndeten zur&uuml;ckschlagen.<br>\nSeit Jahren wird davor gewarnt, dass ein neuer Kalter Krieg auf uns zukommt &ndash; diesmal mit China. Der erste Schuss in diesem Krieg k&ouml;nnte k&uuml;rzlich gefallen sein. Er kam nicht aus dem Lauf einer Waffe, sondern aus der Feder eines B&uuml;rokraten des US-Handelsministeriums. Anfang Oktober f&uuml;hrte die Regierung Biden strenge Exportbeschr&auml;nkungen f&uuml;r Halbleiterchip-Technologie ein, die einem Branchenanalysten zufolge als Auftakt in einem &raquo;bilateralen &ouml;konomischen Kalten Krieg&laquo; mit China zu deuten sind.<br>\nIm Rahmen dieser neuen Kontrollen gestattet es die US-Regierung in Zukunft nicht mehr, dass Technik f&uuml;r die Chipherstellung sowie bestimmte Chips &ndash; insbesondere solche, die in Supercomputern und f&uuml;r k&uuml;nstliche Intelligenz eingesetzt werden &ndash; an chinesische Unternehmen verkauft werden. 31 chinesische Firmen wurden in die sogenannte Unverified List des Bureau of Industry and Security (BIS) aufgenommen. Das macht es schwieriger, G&uuml;ter, die in den USA oder in Verbindung mit US-Lieferketten produziert wurden &ndash; einschlie&szlig;lich von Produkten, die im Ausland mit in den USA entwickelter Technologie hergestellt wurden &ndash; an diese Unternehmen zu exportieren. Diese Beschr&auml;nkungen betreffen au&szlig;erdem nicht nur G&uuml;ter, sondern auch &raquo;US-Personen&laquo; (dazu sp&auml;ter mehr).<br>\nMit der Einf&uuml;hrung der Kontrollen wurden auch die Kriterien f&uuml;r die Aufnahme in die sogenannte Entity List des BIS erweitert, in der Personen und Organisationen aufgef&uuml;hrt sind, die im Verdacht stehen, die nationale Sicherheit oder die au&szlig;enpolitischen Interessen der USA zu gef&auml;hrden. Wenn nun eine Regierung den Aufsichtsbeh&ouml;rden nicht gestattet, die Einhaltung der US-Exportbestimmungen zu &uuml;berpr&uuml;fen &ndash; wie etwa die chinesische Regierung, die keine US-amerikanischen Pr&uuml;fungen zul&auml;sst &ndash;, k&ouml;nnen Unternehmen mit Sitz in diesem Land mit Sanktionen belegt werden. Mit anderen Worten: Die US-Beh&ouml;rden k&ouml;nnen chinesische Unternehmen aus US-amerikanischen Lieferketten ausschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/joe-biden-eroeffnet-einen-neuen-kalten-krieg-gegen-china-chip-industrie-halbleiter-taiwan\/\">Jacobin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>The Coming War on China<\/strong><br>\n(Eigene &Uuml;bersetzung)<br>\nNachdem sich Pr&auml;sident Xi Jinping gestern eine noch nie dagewesene dritte Amtszeit als F&uuml;hrer der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) gesichert hat, r&uuml;ckt der kommende Krieg gegen China immer n&auml;her, prognostiziert der preisgekr&ouml;nte Journalist John Pilger.<br>\nIn seinem nachdenklich stimmenden Dokumentarfilm The Coming War on China (Der kommende Krieg gegen China) stellt Pilger fest, dass die Vereinigten Staaten, unterst&uuml;tzt von den westlichen Mainstream-Medien (MSM), &ldquo;die Kriegstrommeln geschlagen haben und die Welt darauf vorbereitet wurde, China als neuen Feind zu betrachten&rdquo;.<br>\nAber warum sehen die USA China als Feind an? Dem Dokumentarfilm zufolge aus wirtschaftlicher Eifersucht. Die Chinesen betreiben den Kapitalismus besser als der Westen. China schl&auml;gt die USA mit ihren eigenen Waffen, weil sie nicht zulassen, dass die Wirtschaft das Land so f&uuml;hrt, wie die Wirtschaft den Westen f&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nPilger, ein australischer Journalist, Dokumentarfilmer und BAFTA-Preistr&auml;ger, weist darauf hin, dass China, seit es sich 1979 dem Westen ge&ouml;ffnet und einige Teile des Kapitalismus &uuml;bernommen hat, mehr als 300 Millionen Menschen aus der Armut befreit hat. [&hellip;]<br>\n&ldquo;In dieser Zeit hat China also aufgeh&ouml;rt, kommunistisch zu sein. China ist eine Marktwirtschaft. Es ist eine pulsierende Marktwirtschaft, aber es ist kein kapitalistisches Land. Und das ist der Grund.<br>\n&ldquo;Es gibt keine M&ouml;glichkeit, dass eine Gruppe von Milliard&auml;ren das Parteib&uuml;ro kontrolliert, so wie Milliard&auml;re die amerikanische Politik kontrollieren. In China gibt es also eine lebendige Marktwirtschaft, aber das Kapital steht nicht &uuml;ber der politischen Autorit&auml;t. Das Kapital hat keine festgeschriebenen Rechte. In Amerika haben sich das Kapital, die Interessen des Kapitals und das Kapital selbst &uuml;ber die amerikanische Nation erhoben.<br>\n&ldquo;Die politische Autorit&auml;t kann die Macht des Kapitals nicht kontrollieren. Deshalb ist Amerika ein kapitalistisches Land, China aber nicht. Chinas Ziele sind bescheiden im Vergleich zu ihrem Gewicht. Sie versuchen nicht, die Welt zu regieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thethaiger.com\/china\/the-coming-war-on-china\">The Thaiger<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gesunde Kost mit Hartz IV?<\/strong><br>\nAuch mit Hartz IV sei gesunde Ern&auml;hrung bezahlbar, argumentiert die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage und zitiert zum Beleg ein Gutachten. In dem allerdings steht das genaue Gegenteil.<br>\nDie Ausf&uuml;hrungen der Bundesregierung sind unmissverst&auml;ndlich: Dass eine &bdquo;gesunderhaltende Ern&auml;hrung&ldquo; mit Hartz IV nicht m&ouml;glich sei, will sie nicht best&auml;tigen. Einen &bdquo;informierten, preisbewussten Einkauf&ldquo; vorausgesetzt, sei gesundes Essen auch mit wenig Geld &bdquo;grunds&auml;tzlich&ldquo; drin. So argumentiert die Bundesregierung am 6. Oktober in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken. Zum Beleg verweist das federf&uuml;hrende Bundesern&auml;hrungsministerium auf das Gutachten seines Wissenschaftlichen Beirats von 2020.<br>\nAllerdings l&auml;sst sich auch dieses Gutachten schwerlich missverstehen: Es belegt das glatte Gegenteil. Schon lange vor der Rekord-Inflation rechneten darin 18 namhafte Wissenschaftler:innen vor, dass eine deutliche &bdquo;Deckungsl&uuml;cke&ldquo; zwischen Hartz IV und den Kosten einer gesunden Ern&auml;hrung besteht. Sie fordern deshalb eine &bdquo;erhebliche&ldquo; Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze. Bisher dagegen seien zus&auml;tzliche Ressourcen wie angesparte Verm&ouml;gen oder Unterst&uuml;tzung durch Freunde n&ouml;tig, damit sich Hartz-IV-Empf&auml;nger zumindest &bdquo;theoretisch&ldquo; eine gesunde Ern&auml;hrung leisten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gesunde-kost-mit-hartz-iv-91871603.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lauterbachs Impf-Briefe kosten rund 50 Millionen<\/strong><br>\nDer Bundesgesundheitsminister hat den &Uuml;ber-60-J&auml;hrigen Schreiben schicken lassen und bittet sie darum, sich gegen Corona impfen zu lassen. Die Aktion ist allerdings ziemlich teuer.<br>\nViele Menschen &uuml;ber 60 Jahren haben Post vom Gesundheitsminister bekommen. &bdquo;Nach wie vor ist es gef&auml;hrlich, an dem Virus zu erkranken&ldquo;, schreibt Karl Lauterbach (SPD) und verbindet das mit der &bdquo;herzlichen Bitte&ldquo;, sich impfen zu lassen. Die warmen Worte kommen die Beitragszahler teuer zu stehen. &Uuml;ber die gesetzlichen Krankenkassen wurden 21,6 Millionen und &uuml;ber die Privaten weitere 3,5 Millionen Briefe verschickt &ndash; jeder zu Kosten von grob gesch&auml;tzt einem bis zwei Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des CSU-Gesundheitspolitikers Stephan Pilsinger hervor, die unserer Redaktion vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/corona-pandemie-lauterbachs-impf-briefe-kosten-rund-50-millionen-id64338861.html\">Augsburger Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Fall Sanifair: Weil eine Privatisierung in die Hose ging, wird jetzt das Pinkeln teurer<\/strong><br>\nDie deutschen Autobahnrastst&auml;tten sind fast alle fest in einer Hand. Und wie immer, wenn ein Monopolist am Werk ist, wird es f&uuml;r die Kunden teuer. Die sp&uuml;ren das jetzt beim Gang auf die Toilette.<br>\nWer auf Autobahnen unterwegs ist und mal muss, biegt rechts ab, steuert eine Rastst&auml;tte an und landet in aller Regel bei einer Toilette des Betreibers Sanifair. Der jedoch erhebt ab Mitte November f&uuml;rs Toilettenbenutzen mal eben rund 40 Prozent mehr Geld. Der Preis steigt von 70 Cent auf einen Euro. Die einen fluchen dar&uuml;ber und sprechen auf Twitter von &bdquo;reinster Abzocke&ldquo;, die anderen nehmen es lustig und fragen sich auch auf Twitter, wann sich denn jetzt der Klappspaten zum Ausheben der eigenen Toilette amortisiere. Es gibt aber noch eine dritte Sichtweise, eine wirtschaftspolitische Perspektive. Und die hei&szlig;t: Hinter dem Preisschub f&uuml;rs Pinkeln steckt eine v&ouml;llig in die Hose gegangene Privatisierung von einstigem Bundeseigentum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/eine-voellig-in-die-hose-gegangen-privatisierung-ist-schuld-an-der-hohen-pinkelmaut_id_167835782.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Bis zu rund 150 Prozent teurer: Warum wir auf Rastst&auml;tten immer mehr zahlen m&uuml;ssen &ndash; und wer daran verdient<\/strong><br>\nDer ideale Rastst&auml;ttenkunde ist hungrig, m&uuml;de und muss aufs Klo. Aber vor allem muss er zahlen. Reisende werden an Autobahnrastst&auml;tten immer schamloser ausgenommen. Ein stern-Report &uuml;ber Gier und Staatsversagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/reise\/deutschland\/raststaetten--warum-wir-immer-mehr-zahlen-muessen---und-wer-daran-verdient-8808798.html\">stern, 21.07.2019<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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