{"id":89811,"date":"2022-10-29T14:00:57","date_gmt":"2022-10-29T12:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89811"},"modified":"2022-10-29T16:18:34","modified_gmt":"2022-10-29T14:18:34","slug":"leserbriefe-zu-moegen-sie-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89811","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eM\u00f6gen Sie Menschen?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Michael Fitz diskutiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89327\">hier<\/a> &uuml;ber &bdquo;unser Menschenbild oder besser das Bild, das wir vom Anderen, von der Gesellschaft um uns herum haben&ldquo;, das vielf&auml;ltig gepr&auml;gt werde. Die Vereinzelung des Einzelnen schreite unabl&auml;ssig voran. Es brauche &bdquo;grunds&auml;tzlichen Respekt vor dem anderen Menschen, dem anderen Leben&ldquo; sowie &bdquo;Mitgef&uuml;hl im wahrsten Sinn des Wortes&ldquo; und &bdquo;einen Moment der kollektiven Einsicht&ldquo;. Wir haben interessante E-Mails mit teilweise sehr unterschiedlichen Meinungen zum Inhalt erhalten. Danke. Die Leserbriefe hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Nachdenkenteam, liebe Leserschaft,<\/p><p>Um Menschen &uuml;berhaupt m&ouml;gen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen zuvorderst gerade in der heutigen Zeit, wohl erst einmal einige Fragen gekl&auml;rt werden:&nbsp;<\/p><p>Was unterscheidet den Menschen von allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten?&nbsp;<\/p><p>Welche Voraussetzungen, muss ein Mensch prinzipiell erf&uuml;llen, um sich vom Tier zu unterscheiden und damit auch erst&nbsp; d a n n,&nbsp; von sich selbst und voller berechtigtem Stolz, behaupten zu k&ouml;nnen, ein Mensch zu sein?&nbsp;<\/p><p>Was fehlt dem heutigen Zeitgeist v&ouml;llig, um &uuml;berhaupt Mensch sein und bleiben&nbsp; zu k&ouml;nnen?&nbsp;<\/p><p>Darf der Mensch hier &uuml;berhaupt wirklich noch Mensch sein?<\/p><p>All diese Fragen nicht v&ouml;llig realit&auml;tsfern und nicht selbstbetr&uuml;gerisch zu beantworten, w&uuml;rde schon einmal in eine Richtung f&uuml;hren, die das heutige Menschenbild, lediglich als das erkennen lassen w&uuml;rden, was aus Menschen gemacht wurde und eben nicht widerspiegeln was&nbsp; Menschsein eigentlich wirklich bedeutet!&nbsp; Raubtiersein, hat mit Menschsein nicht wirklich etwas zu tun. Es stellt lediglich die allererste Entwicklungsstufe des Menschen, nach seinem Erscheinen auf dem Planeten Erde dar!<\/p><p>Mag der Mensch noch immer &uuml;ber Urinstinkte und Urtriebe verf&uuml;gen, so ist er doch als einziges Lebewesen auf diesem Planeten auch in der Lage dazu, diese entsprechend seiner eigentlichen menschlichen W&uuml;rde und seines eigentlich vorhandenen Gewissens zu kontrollieren und zu lenken!&nbsp; &nbsp;F&uuml;r mich stellt sich an dieser Stelle grundlegend auch die Frage der emotionalen Intelligenz eines Menschen und inwieweit diese sich innerhalb einer so materialistischen Welt, wie der westlichen &uuml;berhaupt entwickeln kann.&nbsp; Ist es evolution&auml;r &uuml;berhaupt m&ouml;glich,&nbsp; dass sich Menschen innerhalb einer solchen Gesellschaft emotional so weit entwickeln, dass sie selbst gar keine Raubtiere mehr sein wollen, weil das ihrer eigenen menschlichen W&uuml;rde und ihrem Gewissen v&ouml;llig widerspricht?&nbsp; Mal ehrlich: &ldquo;Wer will als Mensch mit einer menschlichen W&uuml;rde, menschlichem Stolz, Wertsch&auml;tzung, Selbstachtung, Selbstbewusstsein gegen&uuml;ber sich selbst, &uuml;berhaupt ein primitives Raubtier sein, was weder &uuml;ber menschliche W&uuml;rde, noch &uuml;ber ein Gewissen verf&uuml;gt und nat&uuml;rlich immer Angst vor Fressfeinden, R&auml;ubern und &Auml;hnlichem, haben muss, um als Spezies Raubtier zu &uuml;berleben?&rdquo;&nbsp; &nbsp;Ein Raubtier bezeichne ich als Mensch, grunds&auml;tzlich nicht als Menschen!&nbsp; Mir f&auml;llt es als Mensch, selbst im Traum nicht ein, tats&auml;chlich, ein primitives, menschenunw&uuml;rdiges und gewissenloses Raubtier zu sein.&nbsp; Warum muss ich das, als Mensch aber immer noch sein, um existieren zu k&ouml;nnen?&nbsp; Wer legt so etwas eigentlich fest und was f&uuml;r ein primitiver Zeitgeist ist das noch immer,&nbsp; bez&uuml;glich des eigentlichen&nbsp; Menschenbildes?&nbsp; Hilfreich sei der Mensch, edel und gut, denn das allein&nbsp; unterscheidet ihn von allen Wesen die wir kennen, wusste im Jahr 1783 schon Johann Wolfgang von Goethe, nur warum wei&szlig; das die heutige Menschheit offenkundig selbst immer noch nicht?&nbsp; Wer redet ihr st&auml;ndig v&ouml;llig andere Sachen ein und behauptet ihr gegen&uuml;ber, sie sei auf ewig dazu verdammt ein Raubtier zu sein?&nbsp; Warum die Menschheit daher nicht gleich wieder dazu verdammen, die Erde wieder als Scheibe zu sehen?&nbsp; Wer widerspricht und etwas anderes behauptet, der wei&szlig; anhand der Geschichte, was mit ihm passiert.&nbsp; Ein gro&szlig;er Teil der Menschheit, gerade in der westlichen Welt ist in meinen Augen, leider in ihrer Entwicklung entweder auf diesem geistigen&nbsp; (emotionale Intelligenz geh&ouml;rt auch dazu) Niveau stehen geblieben oder schon wieder so weit zur&uuml;ck gegangen!&nbsp;&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIrina Trappe-Hanel&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>M&ouml;gen Sie Menschen? <\/p><p>Spontane Antwort. Nein. <\/p><p>Ich habe etwas gegen Menschen, die mir durch ihr Verhalten , ihr Benehmen, ihre Art zu Leben auf Dauer Schaden zuf&uuml;gen. <\/p><p>Kann ich es &auml;ndern? Nein. <\/p><p>Gibt einen Spruch: L&auml;chle, du kannst sie nicht alle beseitigen. <\/p><p>Oder auch: Nehme die Menschen, wie sie sind, andere gibt es nicht. <\/p><p>Wobei ich da schon wieder beim Jein bin. <\/p><p>Nat&uuml;rlich gibt es Menschen, die ich durchaus mag. <\/p><p>Andere die ich liebe. <\/p><p>Die ich vermissen w&uuml;rde. <\/p><p>Also Nein, Ja, Vielleicht. <\/p><p>Herzlichst<br>\nD. M. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Fitz,<\/p><p>dieser Artikel war eher unn&ouml;tig. Er ist ebenso moralinsauer wie ebendort angesprochen. Ja, es gibt Leute wie die von Ihnen angeprangerten. Die Oberfl&auml;chlichen. Glauben Sie, Sie &auml;ndern das mit dem Artikel, und das auf den Nachdenkseiten, wo Sie sich relativ sicher sein k&ouml;nnen, Zuspruch zu finden? Quasi in Ihrer eigenen Blase?<\/p><p>Die Menschheit an sich ist durch die Digitalisierung nicht oberfl&auml;chlicher geworden. Fr&uuml;her haben wir uns &uuml;ber Bildzeitungsleser aufgeregt, die ihre Stammtischmeinung kundgetan haben. Die waren ebenfalls in ihrer Blase, haben zwar nicht per elektronischem Medium in die Welt posaunt, aber bei so vielen Tweets liest das doch eh nur die eigene Verwandtschaft und der Dunstkreis, in dem man sich befindet. <\/p><p>Es sind einfach nur viel mehr Menschen geworden. Und die digitalen Medien bieten andere M&ouml;glichkeiten.<\/p><p>Ja, ich mag Menschen. Ich habe sicherlich leicht reden, denn ich hocke auf meinem Geh&ouml;ft und gehe kaum in die Welt raus, und Menschenansammlungen meide ich m&ouml;glichst. Aber nat&uuml;rlich kann ich sie nicht v&ouml;llig vermeiden, und da kann es durchaus passieren, da&szlig; ich selber zum Im-Weg-Steher werde, zum St&ouml;rer im Leben Anderer, die vllt gerade auf dem Weg zur Toilette oder zum Snackstand sind. Und da, da hat man die Gelegenheit, genau das Muster zu durchbrechen: Man kann n&auml;mlich mit den Leuten ins Gespr&auml;ch kommen. Meist gen&uuml;gt eine kleine freundliche Bemerkung. Die Meisten gehen darauf ein, man kommt ins Gespr&auml;ch oder es bleibt bei ein paar Worten. Alles ok. Wir sind alle nur Menschen. Und wenn jemand nicht darauf eingeht, sich weiterhin r&uuml;pelhaft benimmt o.&auml;., dann ist das sein Problem. Nicht meins.<\/p><p>&ldquo;Doch benimmt sich jemand wie&rsquo;ne echte Schlampe, werd&rsquo; ich auch privat und hau ihm eine rein&rsquo; (Klaus Hoffmann, Salambo). Nee, ganz so schlimm nat&uuml;rlich nicht, aber wenn sich jemand v&ouml;llig inakzeptabel benimmt, habe ich doch immer noch die M&ouml;glichkeit, dies anzusprechen. Wo ist das Problem? Dazu bedarf es keines Artikels. <\/p><p>Vielleicht sollte Herr Fitz auch &ouml;fter zuhause bleiben.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nS. I. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Fitz,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren Artikel &ldquo;M&ouml;gen Sie Menschen?&rdquo; vom 18.10.22. Es ist eine berechtigte Frage, der man sich immer wieder stellen muss\/sollte, um nicht der Gefahr der genannten &ldquo;Selbstgef&auml;lligkeit&rdquo; zu erliegen. Echte N&auml;chstenliebe (nicht dieses abstrakte Solidarit&auml;tsgeschw&auml;tz) erfordert oft genug Selbst&uuml;berwindung. Sie schreiben &ldquo;Nat&uuml;rlich m&ouml;gen Sie Ihre Kinder, Ihre Frau, Ihre Familie&hellip;&rdquo; Nun, das ist meiner Erfahrung nach gar nicht so nat&uuml;rlich, sondern auch hier gilt -wie wohl jeder leidlich wei&szlig;, der sich darin &uuml;bt, seiner Frau\/seinem Mann, seine Familie treu zu bleiben-: &ldquo;&uuml;berall da, wo Menschen sind, ist Leben. Nicht immer angenehm, dann also nicht unbedingt blasen-konform.&rdquo; Ein ganzes Leben mit ihr\/ihm und mit den Kindern nicht nur auszuhalten, sondern zu gestalten, den von Ihnen genannten &ldquo;Zugang&rdquo; zueinander (immer wieder) finden, ist eben nicht immer angenehm. Aber lohnend und segensreich. Ehe und Familie sind das beste, wichtigste (und f&uuml;r die Kinder das erste) Heilmittel gegen &ldquo;Erstarrung, Blase, Selbstgef&auml;lligkeit, Vereinzelung&rdquo;.<\/p><p>Deswegen tut es mir im Herzen leid, dass immer noch so viele Linke Ehe und Familie m&uuml;rbe machen. Dass die einzelnen Familienmitglieder gegeneinander ausgespielt werden (z.B. Feminismus), Ehe und Familie als Hindernis auf dem Weg zu einer besseren Gesellschaft gesehen werden. Am schlimmsten zeigt sich dies hinsichtlich Abtreibung, einem &ldquo;mutierten Menschenrecht&rdquo;. Gerade hier wird besonders deutlich: &ldquo;Da braucht es aber grunds&auml;tzlichen Respekt vor dem anderen Menschen, dem anderen Leben. Es braucht Mitgef&uuml;hl im wahrsten Sinn des Wortes, nicht immer nur Abgrenzung, Selbstgef&auml;lligkeit und Wokeness. Solange wir diesen Respekt nicht aufbringen k&ouml;nnen oder wollen, h&ouml;rt das Schlachten nicht auf, egal an welcher Front.&rdquo; Solange das Schlachten der Abtreibung, der &ldquo;Krieg&rdquo; gegen die Ungeborenen toleriert, ja sogar bef&ouml;rdert wird, solange kleine Kinder als &ldquo;bedrohlich&rdquo; wahrgenommen\/dargestellt werden statt grunds&auml;tzlich als Geschenk gegen unsere &ldquo;&Auml;ngste und Anspr&uuml;che&rdquo;, solange werden wir immer mehr Menschen haben, die Menschen -einschlie&szlig;lich sich selbst- eigentlich nicht m&ouml;gen -oder vielmehr nicht lieben. Eine grundlegende &Auml;nderung braucht logischerweise auch einen guten Zugang zu Sexualit&auml;t: Sexualit&auml;t, die nicht selbstgef&auml;llig auf Lustgewinn ausgerichtet ist, sondern wirklich offen f&uuml;r den anderen und f&uuml;r das m&ouml;gliche Kind. Sind z.B. Kondome nicht auch eine Art &ldquo;Blase&rdquo;, Ausdruck von &ldquo;Abgrenzung&rdquo; (&ldquo;Man will sich nicht anstecken, nicht infizieren am Anderen&rdquo;)?<\/p><p>freundliche Gr&uuml;sse,<br>\nMarkus Fahrer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Michael,<br>\n&nbsp;<br>\nich hei&szlig;e auch Michael, bin ein klein wenig &auml;lter als Du. Leider glaub ich Dir nicht, ich glaub Dir nicht, dass Du ehrlich mit anderen Menschen reden willst, da ich &uuml;berzeugt bin, Du hast es in Deiner Blase sehr bequem und lebst nur Deinen Weltschmerz aus.<br>\nDu beschreibst uns alle sehr treffen, nur das ist eben leider alles nur Selbstzweck, es ist die Eitelkeit, von der Gryphius in seinem Gedicht so kalt und klar schrieb: &ldquo;Du siehst, wohin Du siehst, nur Eitelkeit auf Erden&hellip;..&rdquo;<br>\n&nbsp;<br>\nIch wohne nicht weit von Dir entfernt, ich kenne Deine Blase, ich kenne Deine Anspr&uuml;che und ich kenne Deine Eitelkeit, ich halte Dich nicht f&uuml;r einen besseren Menschen, als wir alle eben nur einfache, leider verst&uuml;mmelte Kreaturen sind, da diese Eitelkeit Teil des Gifts ist, welches uns als Menschheit an die Psychopathen ausliefert.<br>\n&nbsp;<br>\nDu hast da wohl ein andere Meinung, irgendwie gewinne ich beim Lesen Deiner Texte, dass Du immer nur &uuml;ber die Anderen schreibst, es scheint, Du selbst forderst zwar oft den Griff an die eigene Nase &ndash; nur selber, sorry, selber magst Du Sie vielleicht ab und an leicht stupsten, doch wirklich angepackt, das hast Du sie, Deine Nase, wohl noch nie!<br>\n&nbsp;<br>\nIch lese ab und an hier, Du bist nicht allein in Deiner Blase, die meisten die hier schreiben, stehen auf Podesten und dabei sind Sie sicher guten Herzens, Ihr wollt, das unterstelle ich Euch, wirklich gegen das &Uuml;bel angehen, nur Ihr werdet es niemals lindern, solange ihr nicht bemerkt, das IHr, wie Du hier in Deinem Text &ndash; sorry, etwas aufgebl&auml;ht und leider nicht sehr unterhaltsam, eher &hellip;. &ndash; so kundtust, das Gespr&auml;ch doch nur sucht, wenn Ihr Partner aus Eurer Blase, Partner Die Euch unterst&uuml;tzen, die ganz bei Euch sind, findet.<br>\nW&uuml;rde ein unerfreulicher Zeitgenosse in die N&auml;he Deiner Blase kommen, w&uuml;rdest Du Ihn meiden, Ihn vermeiden &ndash; da schon die Regung &ndash; dieser sei unerfreulich, jener aber erfreulich, der Beweis f&uuml;r die Hoffnungslosigkeit ist, die Hoffnungslosigkeit in der wir alle verlorengehen, vom ersten Tag unserer Existenz bis zum Letzten.<br>\n&nbsp;<br>\nIn diesem Sinne, verzeih die Nestbeschmutzung, verzeih meine Eitelkeit, sie ist nicht minder traurig wie die Deine.<br>\nWir werden niemals miteinander reden, da Du nicht h&ouml;ren wolltest, was ich zu sagen habe, Da ich nicht noch l&auml;stiger sein wollte, als ich es durch diese Zeilen schon bin, die doch am Ende zumindest &ndash; das Dr&uuml;cken der Delete-Taste &ndash; erbettelt haben.<br>\n&nbsp;<br>\nIch ende auch mit Gyphius, der wohl nicht ahnte, dass vor den wieder bl&uuml;henden Wiesen &ndash; so die Natur wie wir sie kennen tats&auml;chlich gegen unser Vernichtungswerk sich als resillient erweist &ndash; furchtbare &Ouml;dnis wartet &ldquo;Ach was ist all Dies, was wir f&uuml;r k&ouml;stlich achten (jeder hat sein Angebot in seiner Blase &ndash; auch Du lieber Michael, auch ich &ndash; )<br>\n&nbsp;<br>\nAls schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind (hier trifft Gryphius wohl geradezu vision&auml;r die Gegend der durch zwei Kriege vernichteten Zone im S&uuml;den des Zweistromlands, wo die westlichen Kriegsmenschen ganze Arbeit geleistet haben und der radioaktiv verseuchte Staub auch ohne offene Kernwaffenverwendung, h&auml;misch die Kinder t&ouml;tet&hellip;.. wo heute schon so gelbt wird, wie unsere Nachkommen wohl, jene die &uuml;berleben, in etwa ihre Existenz erfahren m&uuml;ssen&hellip;..)<br>\n&nbsp;<br>\n&hellip;. als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind&acute;t<br>\nNoch will was ewig ist, kein einig Mensch betrachten.<br>\n&nbsp;<br>\nSorry Michael, auch f&uuml;r Dich gelten Diese Zeilen, sie gelten wahrlich f&uuml;r uns alle!<br>\n&nbsp;<br>\n(Eigentlich wollte ich Dir schon bei Deiner &ldquo;Kreta&rdquo; Geschichte schreiben, damals hab ich es mir verkniffen &ndash; Du erkennst wahrscheinlich gar nicht, was ich damit meine&hellip;&hellip;.. &ndash; oder? Na ja, jetzt liebe Nachdenkseiten Redaktion, dr&uuml;ckt schon auf das Delete&hellip;. )<\/p><p>von unserem Leser M.H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Fitz, <\/p><p>was wirklich wichtig ist im Leben, ist immer ein Januskopf. Oder ein Paradoxon, zwei unvereinbare Aspekte. Was Sie schreiben ist von der Art, wo mein Deutschlehrer die H&auml;nde faltete, ausatmete und sagte: &ldquo;Dem habe ich nichts hinzuzuf&uuml;gen&rdquo;. Andererseits, Kommunikation, Best&auml;tigung, von der echten Sorte, haben wir dringend n&ouml;tig. Also: Danke daf&uuml;r, dass Sie gesagt haben was ist und was n&ouml;tig w&auml;re! <\/p><p>Und da taucht schon wieder ein Januskopf auf. &ldquo;Der Fitz spricht mir aus der Seele, so isses!&rdquo; Und schon fange ich an, an meiner eigenen Wohlf&uuml;hlblase zu basteln. Und darum geht es eben nicht. Sagen Sie ja. <\/p><p>Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es schon wichtig ist, sich mit sich selbst zu besch&auml;ftigen. Aber nicht im Sinne von Optimierung, Anpassung an das was Vorteil zu bringen scheint und Abgrenzung gegen St&ouml;rungen von Au&szlig;en. Sondern im Sinne von Selbstbeobachtung, aber ohne Scheuklappen und gnadenlos. Dann nehme ich halt auch gelegentlich wahr, was f&uuml;r ein Arschloch ich sein kann, wo ich Fehler mache oder peinlich daneben liege. Und das f&ouml;rdert das Verst&auml;ndnis f&uuml;r andere Menschen. <\/p><p>Es sieht nicht gut aus. Der Lebensstil im Westen wird schon seit langem von &ldquo;Gier, Hass und Verblendung&rdquo; gepr&auml;gt. Und es wird immer perverser. Henry Miller hat vor etwa 80 Jahren sein Heimatland bereist und seine vernichtende Beurteilung in dem Buch &ldquo;The Airconditioned Nightmare&rdquo; zusammengefasst. Die Bundesrepublik Deutschland wurde von Beginn an von dieser Unkultur gepr&auml;gt. Und es merkt keiner. In den USA fangen Menschen an, was zu merken. Vielleicht muss das ja auch erst wieder &ldquo;aus den USA zu uns r&uuml;ber schwappen&rdquo;. In Frankreich und Italien sind die Menschen wacher, da r&uuml;hrt sich schon ein bisschen was. <\/p><p>Aber am Ende, und zu Beginn, hilft nur das was Sie beschreiben. Wir, jeder Einzelne, m&uuml;ssen aufwachen. Es kann ein befreiendes Erlebnis sein, wenn man sich Angst und Unsicherheit stellt. Und dann kann man auch schon mal vor Freude weinen. Und endlich Mensch werden. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Michael Fitz, <\/p><p>wieder einmal ein wie ich finde sehr lesenswerter\/interessanter\/erkenntnisreicher Artikel von Ihnen &ndash; vielen Dank daf&uuml;r! <\/p><p>Sie reden in Ihrem Artikel von &ldquo;Blasen, Boxen und Glask&auml;sten&rdquo; hinter bzw. in denen sich viele Menschen &ldquo;verstecken&rdquo;\/in die sie sich zur&uuml;ckziehen und dadurch abgrenzen. Es ist noch nicht sehr lange her das ich dies ebenso praktizierte &ndash; andauernd und bei vielen Gelegenheiten! Aus einem solchen &ldquo;Versteck&rdquo; bzw. aus einer solchen Abgrenzung heraus ist es aus meiner Sicht schwierig &ndash; und da stimme ich Ihnen zu &ndash; die Frage &ldquo;M&ouml;gen Sie Menschen?&rdquo; eindeutig\/uneingeschr&auml;nkt bzw. &uuml;berzeugent\/autenthisch mit &ldquo;ja&rdquo; zu beantworten. Wer dies dennoch tut bel&uuml;gt sich meines Erachtens (m.E.) selbst und stellt damit m.E. eine potentielle Gefahr f&uuml;r sich und andere dar. <\/p><p>Wie kommt nun jeder einzelne Mensch zu einem eindeutigen\/uneingeschr&auml;nkten bzw. &uuml;berzeugenden\/autenthischen &ldquo;ja&rdquo; auf die Frage &ldquo;M&ouml;gen Sie Menschen?&rdquo;, was m.E. &ndash; und auch da stimme ich mit Ihnen Michael Fitz &uuml;berein (wenn ich ihren Artikel richtig interpretiere) &ndash; gleichzusetzen ist mit der Frage &ldquo;M&ouml;gen Sie Frieden?&rdquo;! <\/p><p>Als L&ouml;sungsansatz schreiben Sie &ndash; was ich unterst&uuml;tze:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Tja, die (Verhandlungsl&ouml;sung &ndash; Anm. von mir) k&ouml;nnen Menschen nur zustande bringen, wenn sie miteinander reden. Wenn sie zuh&ouml;ren, den Anderen ausreden lassen, aus ihrer Box herauskommen und wahrnehmen, wie es dem Gegen&uuml;ber wirklich geht und was ihn antreibt. Da braucht es aber grunds&auml;tzlichen Respekt vor dem anderen Menschen, dem anderen Leben. Es braucht Mitgef&uuml;hl im wahrsten Sinn des Wortes, nicht immer nur Abgrenzung, Selbstgef&auml;lligkeit und Wokeness. Solange wir diesen Respekt nicht aufbringen k&ouml;nnen oder wollen, h&ouml;rt das Schlachten nicht auf, egal an welcher Front.&rdquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Ich m&ouml;chte jetzt (verk&uuml;rzt\/auf den Punkt) versuchen, Ihre aus meiner Sicht richtigen und weiter oben zusammengefa&szlig;ten Aussagen im Artikel auf eine etwas andere &ndash; mir mittlerweile etwas vertraute und wichtige Art &ndash; auszudr&uuml;cken\/wiederzugeben: <\/p><p>Menschen (wie ich bis vor noch nicht all zu langer Zeit) die sich in &ldquo;Blasen, Boxen und Glask&auml;sten&rdquo; zur&uuml;ckziehen leben &uuml;berwiegend &ldquo;im Au&szlig;en&rdquo;! Sehen also alles was um sie herum geschieht, auch deren Intensit&auml;t, von sich selbst losgel&ouml;st und vor dem es sich zu sch&uuml;tzen gilt. Auf die Idee zu kommen\/festzustellen, das alles was um sich selbst herum geschieht mit der eigenen Wahrnehmung\/den eigenen Gedanken\/den eigenen &Auml;ngsten &ndash; also mit uns selbst\/mit unserem Inneren &ndash; zu tun hat, ist um ein vielfaches schwieriger als alle Schuld im &ldquo;Au&szlig;en&rdquo;\/im Anderen zu sehen\/suchen! <\/p><p>Meine L&ouml;sung\/Empfehlung (in meinen Worten) zu einem eindeutigen &ldquo;ja&rdquo; auf die Frage &ldquo;M&ouml;gen Sie Menschen?&rdquo; also auch zu Frieden und damit zu mehr Menschlichkeit lautet &ldquo;Komm zu Dir selbst&rdquo;! Dieser Weg zum eigenen &ldquo;Innen&rdquo; ist nicht einfach\/ist oft schmerzlich, es muss ihn auch jeder selbst finden, aber er ist heilsam &ndash; sowohl im &ldquo;Innen&rdquo; wie auch daraus folgend im &ldquo;Au&szlig;en&rdquo;! <\/p><p>Am Ende noch ein freundlicher Hinweis: <\/p><p>Es gibt meines Wissens 9\/10 &uuml;bergeordnete Ethnien auf dieser Erde und keine dieser Ethnien ist aus menschlicher Sicht einer anderen &uuml;berlegen! Die bunte Vielfalt (nicht nur) der Menschen auf dieser Erde ist das wundervolle! Gier und Geld ver&auml;ndert Sichtweisen! <\/p><p>(&Uuml;bergeordnete Ethnien meines Wissens: Ozeanien, S&uuml;dasien, S&uuml;dostasien, Ostasien, Schwarzafrika, Orient, Russland\/Europa (haben eine sehr gro&szlig;e Schnittmenge), Lateinamerika, Angloamerika) <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael Fitz diskutiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89327\">hier<\/a> &uuml;ber &bdquo;unser Menschenbild oder besser das Bild, das wir vom Anderen, von der Gesellschaft um uns herum haben&ldquo;, das vielf&auml;ltig gepr&auml;gt werde. 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Es brauche &bdquo;grunds&auml;tzlichen Respekt vor dem anderen Menschen, dem anderen Leben&ldquo; sowie &bdquo;Mitgef&uuml;hl im wahrsten Sinn des Wortes&ldquo; und &bdquo;einen Moment<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89811\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-89811","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=89811"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89811\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89814,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89811\/revisions\/89814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=89811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=89811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=89811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}