{"id":89825,"date":"2022-10-28T16:23:27","date_gmt":"2022-10-28T14:23:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825"},"modified":"2022-10-28T16:23:27","modified_gmt":"2022-10-28T14:23:27","slug":"hinweise-des-tages-ii-558","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h01\">Krieger gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h02\">Wie Ostdeutsche zu Kranken erkl&auml;rt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h03\">Wolf Biermann: Precht und Welzer sind &bdquo;Secondhand-Kriegsverbrecher&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h04\">Putin: &ldquo;Das Spiel des Westens ist gef&auml;hrlich, blutig und schmutzig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h05\">Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung: Sanktionen bringen betroffenen L&auml;ndern erhebliche Wohlstandsverluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h06\">W&auml;hrend die Briten hungern und frieren, wird ein Multimillion&auml;r Premierminister in London: Reicher als der K&ouml;nig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h07\">Risse im Geb&auml;lk: Polens rechte Regierungspartei schw&auml;chelt. Krisen in vielen Bereichen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h08\">Das Recht des T&auml;ters<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h09\">Energiewende in einer freien oder einer gelenkten Marktwirtschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h10\">Arbeitgeber contra B&uuml;rgergeld: Ein Akt sozialer K&auml;lte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h11\">&laquo;Mit dem Zertifikat kann man zeigen, dass man nicht ansteckend ist&raquo; &ndash; die forsche Corona-Kommunikation holt Alain Berset und sein Gesundheitsamt ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h12\">Vor den Augen der Welt: Der Fall Hu Jintao<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h13\">Bundespr&auml;sident kassierte Absagen: Komplettes Ampel-Kabinett fehlt bei Steinmeier-Rede<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89825#h14\">Endlich Aufstehen!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krieger gesucht<\/strong><br>\nNeue Bundeswehr-Fernsehserie zur &raquo;Zeitenwende&laquo; und mentalen Aufr&uuml;stung gegen Russland.<br>\nNichts sei mehr, wie es war. &raquo;Es herrscht Krieg in Europa&laquo;, wird der Zuschauer schon im Vorspann in Alarmbereitschaft versetzt. &raquo;Wenn Russland nicht in der Ukraine gestoppt wird, dann sind wir m&ouml;glicherweise morgen die n&auml;chsten&laquo;, erkl&auml;rt ein Soldat in der neuen Reportagereihe &raquo;Unsere Bundeswehr: Missionen, Menschen, Emotionen&laquo; des Senders Kabel eins den zwingenden Grund. Die erste der jeweils 90min&uuml;tigen Folgen wurde am Donnerstag zur Primetime ausgestrahlt; drei weitere werden im November zu sehen sein. (&hellip;) &raquo;Sehr objektiv&laquo;, &raquo;wertsch&auml;tzend&laquo;, aber keine Werbung sei nun die neue Produktion, verspricht Kabel-eins-Chef Marc Rasmus &ndash; und ohne jegliche &raquo;redaktionelle Einflussnahme&laquo; durch die Streitkr&auml;fte entstanden, versichert der Sender auf Nachfrage von jW. Aber wie alle Bundeswehr-Reality-Soaps, &raquo;Die Rekruten&laquo;, &raquo;Mali&laquo; und &raquo;KSK&laquo;, setzt auch diese Produktion auf subjektives &raquo;Storytelling&laquo; aus unmittelbarer Alltagsn&auml;he. Von den Protagonisten mit &raquo;Traumberuf&laquo; Soldat sind praktisch nur die gewohnten Bundeswehr-PR-Phrasen, etwa: &raquo;Frieden und Freiheit &ndash; das ist nun mal nicht umsonst&laquo;, zu vernehmen. (&hellip;) Sehr aufschlussreich sind allerdings die &Auml;u&szlig;erungen von Oberst a. D. und NATO-Strategieberater Ralph Thiele auf der Pressekonferenz zur Doku&shy;serie zu den Anliegen einer Bundeswehr, die einem &raquo;wertebasierten&laquo; Imperialismus zu dienen hat (und gegenw&auml;rtig mit einem drastischen Anstieg der Zahl der Kriegsdienstverweigerer unter den Reservisten und Ungedienten konfrontiert ist): Die Streitkr&auml;fte m&uuml;ssten nun &raquo;wieder stark gemacht&laquo; und &raquo;von der Bev&ouml;lkerung mitgetragen werden&laquo;, forderte Thiele und stimmte ein Requiem auf den demokratischen &raquo;B&uuml;rger in Uniform&laquo; an. Angesichts der &raquo;schrecklichen Taten&laquo; des &raquo;sehr, sehr rabiaten&laquo; russischen Gegners bed&uuml;rfe es eines &raquo;Kulturwandels f&uuml;r den Soldaten&laquo;. Es sei jetzt ein &raquo;besonderer Typus&laquo; mit hoher Motivation gefragt. &raquo;Wir brauchen de facto Krieger.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/437808.medien-und-propaganda-krieger-gesucht.html\">Susann Witt-Stahl in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie Ostdeutsche zu Kranken erkl&auml;rt werden<\/strong><br>\nDer heutige politischer mediale Umgang mit Russland und mit dem Konflikt in der Ukraine ist nicht ausgewogen. Er ist verk&uuml;rzt, er ist vereinseitigt. Das ist das &ndash; unfreiwillige &ndash; Ergebnis eines ARD-Themenabends am vergangenen Montag &uuml;ber das Russlandbild der Ostdeutschen.<br>\n&ldquo;Wissen die, was sie sagen?&rdquo;\n<blockquote><p>\nWarum soll ich jetzt hassen, was ich nie gehasst habe? Warum auf einmal diese Einteilung: Das sind die B&ouml;sen und das sind die Guten? Wo soll das hinf&uuml;hren? Wenn auch solche Worte benutzt werden, wie: &ldquo;Nie wieder werden wir mit euch Handel treiben&rdquo; &ndash; da denke ich immer: Wissen die, was sie da sagen? Das macht mir schon Angst und das tut auch ein bisschen weh, weil ich das nicht begreifen kann.<br>\nAus: ARD-Themenabend\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In den Medien gebe es nur noch Russlandfeinde und Putin-Versteher. Sie finden sich nicht wieder. Es waren die Eltern von Jessy Wellmer, Lydia und Eberhard Wellmer, die nach gut drei Minuten diese S&auml;tze sagten. Es sollten die authentischsten, ehrlichsten und differenziertesten bleiben, die in den n&auml;chsten zweieinhalb Stunden dieses ARD-Themenabends am Montag fielen.<br>\nJessy Wellmer? Ja genau, die Sportschaumoderatorin, die im Duett mit Bastian Schweinsteiger das erste Jogi-L&ouml;w-Interview nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer so grandios versemmelt hatte (&ldquo;Bereuen Sie was?&rdquo;), dass nun bei der kommenden WM in Katar eine andere Frau mit &ldquo;Schweini&rdquo; sprechen muss. Sie firmiert jetzt als Filmemacherin und Expertin f&uuml;r Ost-Mentalit&auml;t, wohl nicht zuletzt, weil sie selbst noch in der DDR geboren ist, aber mit beiden Hirnh&auml;lften fest auf dem Boden westdeutscher USA-Liebe steht.<br>\nDas Ergebnis war die Reportage &ldquo;Russland, Putin und wir Ostdeutsche&rdquo; am Montag (jetzt in der ARD-Mediathek), eine Art filmischer Besinnungsaufsatz zur Frage: &ldquo;Warum viele Menschen im Osten sich Russland offenbar noch immer so nah f&uuml;hlen?&rdquo; und es im Osten so viele &ldquo;Putin-Versteher&rdquo; gibt?<br>\nDamit trotzdem nichts missverstanden werden kann, schob man zu (Er-)Kl&auml;rung aller offenen Fragen dann gleich noch eine Ostwest-Frank-Plasberg-Sendung nach, um hart, aber unfair die Dinge einzuordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-Ostdeutsche-zu-Kranken-erklaert-werden-7322831.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wolf Biermann: Precht und Welzer sind &bdquo;Secondhand-Kriegsverbrecher&ldquo;<\/strong><br>\nDer Liedermacher Wolf Biermann geht mit Prominenten, die einen schnellen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine fordern, hart ins Gericht. Auch Sahra Wagenknecht kritisiert er scharf.<br>\nDer Liedermacher Wolf Biermann hat Prominente, die einen schnellen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine gefordert hatten, scharf kritisiert. &bdquo;Diese falschen Pazifisten halte ich f&uuml;r Secondhand-Kriegsverbrecher&ldquo;, sagte Biermann in einem Interview mit der Zeit &uuml;ber die Unterzeichner eines offenen Briefes, zu denen der Philosoph Richard David Precht und und der Soziologe Harald Welzer geh&ouml;rten.<br>\nAuch mit Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht geht der S&auml;nger und Dichter hart ins Gericht: &bdquo;Und die selbstbesoffene Sahra Wagenknecht treibt die Idiotie noch weiter, indem sie behauptet, manche Milieus seien kriegsbesoffen&ldquo;, findet Biermann klare Worte. Auch mit wohlmeinenden Friedensofferten verschaffe man sich nur eine Verschnaufpause auf Kosten eines viel gr&ouml;&szlig;eren Elends. &bdquo;Das ist zu kurz gedacht und zu lang gef&uuml;hlt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/liedermacher-wolf-biermann-richard-david-precht-und-harald-welzer-sind-secondhand-kriegsverbrecher-li.280764\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Dieser Typ ist nicht nur extrem selbstverliebt, sondern auch noch dumm und gruselig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Putin: &ldquo;Das Spiel des Westens ist gef&auml;hrlich, blutig und schmutzig&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Russland, als selbstst&auml;ndige, eigenartige Zivilisation, betrachtet sich nicht als ein Feind des Westens und hat es auch nie getan. Amerikaphobie, Anglophobie, Frankophobie, Germanophobie sind die gleichen Formen von Rassismus wie Russophobie und Antisemitismus und sonstige Formen der Xenophobie.&rdquo;<br>\nRussland stehe aufgrund seiner historischen Entwicklung dem traditionellen Westen nahe, werde sich allerdings niemals f&uuml;r die geopolitischen Ziele des Westens instrumentalisieren lassen. Es sei stets zur Ann&auml;herung und einem aufrichtigen Dialog bereit:<br>\n&ldquo;Russland fordert den Westen nicht heraus, es verteidigt sein Recht auf Existenz und freie Entwicklung. Dabei wollen wir nicht selbst zum Hegemon werden. Russland schl&auml;gt nicht vor, die Unipolarit&auml;t durch Zwei- oder Dreipolarit&auml;t, die Dominanz des Westens durch eine Dominanz des Ostens, Nordens oder S&uuml;dens zu ersetzen.&rdquo;<br>\nAnschlie&szlig;end zitierte Putin den russischen Philosophen Nikolai Danilewski. Demnach bestehe Fortschritt nicht darin, dass alle in die gleiche Richtung gingen, sondern darin, das gesamte Feld der historischen T&auml;tigkeit des Menschen in allen Richtungen zu durchschreiten. Keine Zivilisation stelle den H&ouml;chstpunkt der menschlichen Entwicklung dar.<br>\nDer Sinn des gegenw&auml;rtigen historischen Moments bestehe gerade darin, dass sich vor allen Staaten und Zivilisationen neue Perspektiven entfalten, so Putin weiter. Nach Ansicht Russlands m&uuml;sse eine neue Weltordnung auf Gesetzen und Recht basieren, die Weltwirtschaft solle gerechter und offener werden. In der Praxis k&ouml;nne dies unter anderem durch die Einrichtung neuer Finanzplattformen verwirklicht werden. Solche Plattformen m&uuml;ssten au&szlig;erhalb nationaler Jurisdiktion stehen und nicht politisiert sein, um ihren Missbrauch zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/international\/152744-putin-wichtigste-jahrzehnt-nach-ende\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist es vorstellbar, dass Bundeskanzler Scholz &ndash; oder ein anderer aktiver Spitzenpolitiker &ndash; an so einer Diskussion teilnimmt, so sachliche Reden h&auml;lt und zahlreiche Fragen beantwortet? Interessant dazu ist z.B. der Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89377\">Klingbeil wird zum Totengr&auml;ber der SPD<\/a>, in dem auf eine andere Rede Putins &ndash; eine &ldquo;Abrechnung mit Energiepolitik der EU im O-Ton&rdquo; &ndash; hingewiesen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung: Sanktionen bringen betroffenen L&auml;ndern erhebliche Wohlstandsverluste<\/strong><br>\nStrafma&szlig;nahmen k&ouml;nnen auch wirken, wenn sich L&auml;nder wie China nicht daran beteiligen. Das zeigten laut einer Studie etwa Sanktionen gegen Russland oder den Iran.<br>\nSanktionen k&ouml;nnen dem betroffenen Land erhebliche Sch&auml;den zuf&uuml;gen &ndash; auch ohne Beteiligung gro&szlig;er Staaten wie China. Eine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) und des Kiel Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) hat gezeigt, dass sowohl die 2014 verh&auml;ngten Ma&szlig;nahmen wegen der Krim-Besetzung als auch die gegen den Iran 2021 sp&uuml;rbar gewirkt haben.<br>\nRussische Exporte fielen der Untersuchung zufolge dauerhaft um 36 Prozent und die Importe um mehr als 30 Prozent niedriger aus, als es vor den 2014 verh&auml;ngten Sanktionen der Fall war. Das bedeute einen russischen Wohlstandsverlust von 1,5 Prozent, beziehungsweise zehn Prozent der Handelsgewinne.<br>\nF&uuml;r den Iran fiel das Minus noch deutlicher aus: 41 Prozent bei den Exporten und 83 Prozent bei den Importen. Das Land erlitt demnach einen dauerhaften Wohlstandsverlust von 1,7 Prozent oder von zw&ouml;lf Prozent der Handelsgewinne.<br>\nBesonders mit Blick auf die in diesem Jahr gegen Russland verh&auml;ngten Strafma&szlig;nahmen seien die Ergebnisse von besonderer Relevanz, sagt Mitautor Julian Hinz vom IfW-Forschungszentrum Handelspolitik. Auch ohne Beteiligung aller weltweit wirtschaftlich bedeutenden L&auml;nder k&ouml;nnten sie erhebliche Wohlstandsverluste mit sich bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-10\/sanktionen-wirkung-russland-iran-studie%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das mag schon alles stimmen, aber eine Reduktion des Wirtschaftswachstums um 1,5 bzw. 1,7 Prozent (einmalig oder in jedem Jahr?) sind zwar nicht wenig, aber auch nicht katastrophal. Umgekehrt werden f&uuml;r Deutschland z. B. f&uuml;r 2022 und f&uuml;r 2023 jeweils ca. 3 Prozent weniger Wirtschaftswachstum vorhergesagt, als Anfang 2022 vorhergesagt wurde. Sicher auch eine Folge des Kriegs in der Ukraine mit Lieferschwierigkeiten und h&ouml;heren Preisen f&uuml;r Getreide, Rohstoffe, Baumaterialien usw., aber haupts&auml;chlich eine Folge der Sanktionen. Insofern bringen Sanktionen den betroffenen L&auml;ndern tats&auml;chlich erhebliche Wohlstandsverluste; aber zu den &ldquo;betroffenen L&auml;ndern&rdquo; z&auml;hlen die Sanktionierenden selber, die das DIW und das IfW in ihrer Studie leider nicht betrachtet haben. Vermutlich, damit die Message r&uuml;bergebracht wird, dass Sanktionen eine sehr gute Strafma&szlig;nahme seien, was sich bl&ouml;d anh&ouml;rt, wenn der Strafende selber sich in den Fu&szlig; schie&szlig;t und am meisten gesch&auml;digt wird. Schaut man dann noch genauer hin, *wer* und *welche Bev&ouml;lkerungsteile* am meisten unter den Sanktionen leiden, dann ist das wohl kaum die Oberschicht, sondern die normale Bev&ouml;lkerung, typischerweise die &Auml;rmsten am meisten &ndash; wie im bevorstehenden Winter die Armen in Deutschland. Die Politik ist wirklich verr&uuml;ckt geworden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>W&auml;hrend die Briten hungern und frieren, wird ein Multimillion&auml;r Premierminister in London: Reicher als der K&ouml;nig<\/strong><br>\nSunak, im Gegensatz zu Truss deutlicher Gegner von Johnson, hatte mit seinem R&uuml;cktritt als Finanzminister im Juli zu dessen Niedergang beigetragen. Er verspricht nun &bdquo;Stabilit&auml;t und Einheit&ldquo; &ndash; f&uuml;r wen, daran besteht bei dem Multimillion&auml;r wenig Zweifel. W&auml;hrend er als Finanzminister die Steuern f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung angehoben hatte, hatte seine Ehefrau Akshata Murty, als Tochter eines indischen IT-Unternehmers eine der reichsten Frauen Gro&szlig;britanniens, erst nach scharfer Kritik im April begonnen, &uuml;berhaupt ihr Einkommen aus &Uuml;bersee im Vereinigten K&ouml;nigreich zu versteuern. Mit Sunak &uuml;bersteigt der Reichtum der Familie in 10 Downing Street das erste Mal das des K&ouml;nigs im Buckingham Palace, wie der Guardian berichtete. All dies findet statt, ohne dass die britische Bev&ouml;lkerung auch nur der Form halber ein Kreuzchen auf dem Papier machen darf. Entschieden wurde die Nachfolge durch die konservativen Abgeordneten: Sunak fand als einziger mehr als die 100 erforderlichen Bef&uuml;rworter, um Truss&rsquo; Nachfolge als Parteivorsitzender und damit auch als Premierminister anzutreten. Angesichts dessen ist es wenig erstaunlich, dass die Forderung nach Wahlen von beinahe allen politischen Kr&auml;ften abseits der Konservativen Partei immer lauter wird und der Unmut immer gr&ouml;&szlig;er, dass die Tories sich darauf nicht einlassen. (&hellip;) Doch f&uuml;r den &uuml;berwiegenden Teil der Bev&ouml;lkerung b&ouml;te auch Labour wenig Hoffnung, die die aktuelle Krise der Lebenshaltungskosten zu l&ouml;sen. Gerade angesichts dessen, dass der linke Labour-Fl&uuml;gel in den letzten Jahren systematisch abges&auml;gt worden ist und die aktuelle Spitze bestenfalls rechtssozialdemokratisch ist. (&hellip;) Unterdessen versch&auml;rft sich die Krise der Lebenshaltungskosten weiter. Jeden Tag verdeutlichen neue Meldungen, wie sehr ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung bereits jetzt mit den gestiegenen Lebensmittel- und Energiekosten zu k&auml;mpfen hat. Ein Siebtel der britischen Bev&ouml;lkerung l&auml;sst inzwischen Mahlzeiten ausfallen, in manchen Gegenden sogar deutlich mehr, wie eine vergangene Woche ver&ouml;ffentlichte Studie des Gewerkschaftsbundes TUC ergab. &Uuml;ber die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung heizt weniger oder reduziert den Gebrauch von Strom und Warmwasser. Einem Bericht der &bdquo;Food Foundation&ldquo; zufolge leben vier Millionen Kinder ohne ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln. Schulleiter warnten davor, dass neun von zehn Schulen infolge der Krise kein Geld mehr haben w&uuml;rden, wie der &bdquo;Morning Star&ldquo; am Wochenende berichtete. Die Gewerkschaften fordern deshalb nicht nur eine allgemeine Wahl, sondern setzen mit Streiks auf ihre eigene Durchsetzungskraft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/reicher-als-der-koenig-1848165\/\">unsere zeit<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Rishi Sunak &ndash; der Mann, dem die M&auml;rkte vertrauen<\/strong><br>\nLabour hat keinen Grund, sich &uuml;ber den Niedergang der Tories zu freuen. Die damit verbundene &Uuml;berzeugung, dass sich die Demokratie letztlich dem Willen der M&auml;rkte f&uuml;gen muss, wird auf sie selbst zur&uuml;ckfallen.<br>\nIn den Tagen nach ihrem R&uuml;cktritt waren sich die britischen Medien in ihrem Urteil &uuml;ber Liz Truss einig: Ihre 44-t&auml;gige Amtszeit als Premierministerin war die k&uuml;rzeste und katastrophalste in der britischen Geschichte. Die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Konservative Partei ist auf den niedrigsten Stand in der Geschichte der Meinungsumfragen gesunken; und viele fragen sich, ob sich die Partei jemals wieder erholen wird.<br>\nDoch man sollte sich davor h&uuml;ten, der simplen Darstellung zu folgen, nach der die Versuche von Truss und ihres Finanzministers Kwasi Kwarteng, eine &ldquo;fiskalisch unverantwortliche&rdquo; Steuersenkungsagenda f&uuml;r den freien Markt durchzusetzen, die Finanzm&auml;rkte verschreckten, &ldquo;die Wirtschaft zum Absturz brachten&rdquo; und sie schlie&szlig;lich zwangen, ihre Niederlage einzugestehen und zur&uuml;ckzutreten. Die Dinge sind ein wenig komplizierter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/37-2022\/rishi-sunak-ist-der-mann-dem-die-markte-vertrauen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Risse im Geb&auml;lk: Polens rechte Regierungspartei schw&auml;chelt. Krisen in vielen Bereichen.<\/strong><br>\nBis Mittwoch vormittag kurz vor halb elf war es ein &raquo;f&uuml;r die Sicherheit des Staates wichtiges&laquo; Projekt: das &raquo;Gesetz &uuml;ber die Verl&auml;ngerung der Amtszeiten der Vorstandsvorsitzenden strategisch wichtiger Gesellschaften&laquo;, das die Regierungspartei PiS in den Sejm eingebracht hatte und im Eilverfahren verabschieden lassen wollte. Angeblich unter Nutzung von Blankounterschriften von PiS-Abgeordneten, von denen einige hinterher beteuerten, nichts davon gewusst zu haben, dass sie zu den Initiatoren der Vorlage geh&ouml;rt h&auml;tten. Aber dann machte um 10.26 Uhr Parteisprecher Radoslaw Fogiel einen R&uuml;ckzieher und murmelte, der Entwurf sei wegen &raquo;verfassungsrechtlicher Zweifel&laquo; zur&uuml;ckgezogen worden. Zu h&ouml;ren war auch, Staatspr&auml;sident Andrzej Duda habe sein Veto angedroht.<br>\nEs ging in dem zur&uuml;ckgezogenen Entwurf um etwas, was man aus Russland von den verfassungsrechtlichen Winkelz&uuml;gen um die Erm&ouml;glichung weiterer Kandidaturen Wladimir Putins im Jahre 2020 kennt: Die Amtszeiten der s&auml;mtlich von der PiS berufenen Spitzenmanager vor allem des staatlichen Energiesektors sollten vorzeitig beendet und dann durch ein neu zu schaffendes Wahlgremium unwiderruflich um weitere f&uuml;nf Jahre verl&auml;ngert werden. Also bis einschlie&szlig;lich Ende der kommenden Legislaturperiode. Mit der Folge, dass die Opposition die PiS-Manager auch im Falle eines Wahlsiegs 2023 nicht w&uuml;rde abberufen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/437566.unzufriedenheit-w%C3%A4chst-risse-im-geb%C3%A4lk.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Recht des T&auml;ters<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bekr&auml;ftigt zum wiederholten Mal ihre kategorische Weigerung, Reparationen oder Entsch&auml;digungen f&uuml;r NS-Massenverbrechen zu zahlen. Die &bdquo;Reparationsfrage&ldquo; sei &bdquo;abgeschlossen&ldquo;, erkl&auml;rte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gestern bei einem Besuch in Athen. Griechenland besteht darauf, die Sch&auml;den erstattet zu bekommen, die bei seiner Verw&uuml;stung im Zweiten Weltkrieg durch die deutschen Besatzer entstanden. Die Schadenssumme wird auf &uuml;ber 288 Milliarden Euro beziffert; rechnet man Entsch&auml;digungen f&uuml;r Angeh&ouml;rige von NS-Opfern hinzu, dann k&ouml;nnte der Gesamtbetrag 420 Milliarden Euro &uuml;bersteigen. Polen fordert gleichfalls Reparationen und beziffert sie auf einen Gesamtbetrag von &uuml;ber 1,3 Billionen Euro. Polens Forderung hat Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) eine Absage erteilt. Auf Entsch&auml;digung k&ouml;nnen mittlerweile Angeh&ouml;rige von NS-Opfern in Italien hoffen &ndash; freilich nicht, weil Berlin sich zur Zahlung bereit erkl&auml;rt h&auml;tte, sondern weil Rom einen Entsch&auml;digungsfonds aufgelegt hat, den es selbst finanziert. Italien zahlt demnach f&uuml;r deutsche Massenverbrechen an seinen eigenen B&uuml;rgern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9067\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Energiewende in einer freien oder einer gelenkten Marktwirtschaft?<\/strong><br>\nEin Gastkommentar zu Elmar Strackes Beitrag &bdquo;In der Stromb&auml;ckerei &ndash; wie die Merit-Order entsteht&ldquo;<br>\nvon Rainer Land<br>\nElmar Stracke beschreibt korrekt, wie der Strommarkt den Strompreis bildet. Dabei wird der Preis des jeweils teuersten zur Deckung der Nachfrage noch ben&ouml;tigten Anbieters wirksam und die Anbieter mit geringeren Kosten realisieren &uuml;berdurchschnittliche Renditen, leistungslose Einkommen. Dieses Modell ist unter dem Begriff der Differenzialrente in der Wirtschaftswissenschaft lange bekannt. Relevante Theoretische Vordenker waren bekanntlich Adam Smith, David Ricardo und Karl Marx, aber auch Schumpeter, Sraffa und viele andere &Ouml;konomen haben sich mit dem Thema besch&auml;ftigt. Ebenso lange w&auml;hrt die Diskussion um die Auswirkungen, insbesondere in der Landwirtschaft, wo unterschiedliche Fruchtbarkeit von B&ouml;den bzw. unterschiedliche Lagen und Entfernungen dazu f&uuml;hren, dass die Grundeigent&uuml;mer differente Pachten bzw. Grundst&uuml;ckspreise realisieren k&ouml;nnen und landwirtschaftliche Produkte auf den M&auml;rkten nicht zu den durchschnittlichen Produktionskosten plus durchschnittlicher Rendite gehandelt werden, sondern zu viel h&ouml;heren Preisen. Gleiches gilt bekanntlich im Bergbau und &ndash; wie ich aus eigener Erfahrung als Vorstand einer Bioenergied&ouml;rfer-Genossenschaft erfahren musste &ndash; f&uuml;r die Pachten f&uuml;r die Standpl&auml;tze von Windkraftanlagen in Windparks.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/10\/27\/energiewende-in-einer-freien-oder-einer-gelenkten-marktwirtschaft\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitgeber contra B&uuml;rgergeld: Ein Akt sozialer K&auml;lte<\/strong><br>\nEinige Arbeitgeber wettern gegen das geplante B&uuml;rgergeld. Sie behaupten, Arbeit lohne sich nicht mehr. Das ist falsch. Schon beim Mindestlohn bleibt f&uuml;r die Besch&auml;ftigten mehr &uuml;brig. Die Diskreditierung einer Sozialleistung ist eiskalt und geht v&ouml;llig am Thema vorbei. Wer Personal will, muss gut bezahlen, meint das #schlaglicht 36\/2022 aus Niedersachsen. [&hellip;]<br>\nWahlweise schimpfen die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde, Gesamtmetall und der Zentralverband des Deutschen Handwerks &uuml;ber eine &bdquo;Bankrotterkl&auml;rung&ldquo;, sprechen despektierlich von einer &bdquo;Grundversorgung&ldquo; und bef&uuml;rchten die &bdquo;Demotivation&ldquo; von Besch&auml;ftigten im Niedriglohnbereich. Grundtenor: Arbeit w&uuml;rde sich nicht mehr lohnen.<br>\nMal abgesehen von der Tatsache, dass die Erh&ouml;hung des B&uuml;rgergeldes nur in etwa die Inflation ausgleicht, sind solche Geistesblitze grob falsch. Die Fakten zeigen in die andere Richtung. Schon Besch&auml;ftigte, die den 12-Euro-Mindestlohn erhalten, haben je nach Haushaltszusammensetzung und Arbeitsvolumen zum Teil deutlich mehr Einkommen zur Verf&uuml;gung als Personen im B&uuml;rgergeldbezug (siehe Tabelle). Mit jedem weiteren Euro Lohn steigt der Abstand weiter. Und dabei sind die im n&auml;chsten Jahr kommenden Steuerentlastungen und das reformierte Wohngeld noch nicht inbegriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++ea931782-5689-11ed-8623-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&laquo;Mit dem Zertifikat kann man zeigen, dass man nicht ansteckend ist&raquo; &ndash; die forsche Corona-Kommunikation holt Alain Berset und sein Gesundheitsamt ein<\/strong><br>\nGeimpfte &uuml;bertr&uuml;gen das Virus nicht an Dritte, sagte der Bundesrat in der Corona-Hochphase und rechtfertigte damit den Einsatz des Zertifikats. Hat er die Bev&ouml;lkerung hinters Licht gef&uuml;hrt?<br>\nVor genau einem Jahr, am 27. Oktober 2021, hatte Bundesrat Alain Berset einen Auftritt im Schweizer Fernsehen. Die Schweiz befand sich mitten im zweiten Corona-Herbst, seit ein paar Wochen galt eine erweiterte Zertifikatspflicht. Wer in ein Restaurant, in einen Sportklub oder an die Universit&auml;t wollte, musste das Covid-Zertifikat vorweisen. Nur wer eines der drei G &ndash; genesen, getestet, geimpft &ndash; erf&uuml;llte, erhielt Zugang. Berset rechtfertigte die Zertifikatspflicht am Fernsehen wie folgt: &laquo;Mit dem Zertifikat kann man zeigen, dass man nicht ansteckend ist.&raquo; Und weiter: &laquo;Es ist der Weg aus der Krise.&raquo;<br>\nDiese Aussage war nicht zutreffend und musste von SRF sp&auml;ter korrigiert werden. Schon damals wusste jeder, der sich genauer informierte, dass auch Geimpfte sich anstecken und ansteckend sein k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/impf-luege-die-pfizer-studie-das-bag-und-bersets-kommunikation-ld.1709398\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vor den Augen der Welt: Der Fall Hu Jintao<\/strong><br>\nDie Szene hatte sich am 22. Oktober wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreitet. &bdquo;Erschreckende Szene&ldquo;, schreibt ARD-Journalistin Ina Ruck auf Twitter, ein &bdquo;stalinesker Moment&ldquo; urteilt der DLF-Korrespondent f&uuml;r Sicherheitspolitik Marcus Pindur. Auch ZDF-Korrespondent Andreas Kynast zeigt sich fassungslos dar&uuml;ber, dass der fr&uuml;here chinesische Staatspr&auml;sident Hu Jintao physisch vom Parteitag der kommunistischen Partei &bdquo;entfernt&ldquo; und seitdem &bdquo;verschwunden&ldquo; sei, wie es in dem von ihm geteilten Tweet hei&szlig;t. Und das alles &bdquo;vor den Augen der Welt&ldquo;. [&hellip;]<br>\nEs h&auml;tte f&uuml;r die Journalisten einer kurzen Recherche bedurft, um zu erkennen, dass der Augenschein tr&uuml;gt. Tats&auml;chlich wurde Hu Jintao nicht nur aus dem Saal hinaus begleitet, sondern vor den Augen der Welt auch schon in den Saal hinein begleitet, wie zweifelsfrei ein anderer Videoausschnitt vom Beginn des Parteitags belegt.<br>\nOffensichtlich ist der 79-J&auml;hrige gesundheitlich angeschlagen und braucht Begleitung.<br>\n&bdquo;Erschreckend&ldquo; an dem Vorfall ist nur die Geschwindigkeit, in der sich die einmal in die Welt gesetzte Interpretation der Parteitagsszene unhinterfragt tausendfach auf Twitter verbreitete und zu einem kollektiven (ich sag nicht &sbquo;Wahn&lsquo;) Imaginationsinhalt entwickelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/vor-den-augen-der-welt-der-fall-hu-jintao\/\">Overton<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> Das ist so entlarvend, dass es selbst bei den &Ouml;R-Sendern keinen journalistischen Anstand, sondern nur noch Mitl&auml;ufertum zur Meinungs- und Stimmungsmache gibt, einfach nur noch peinlich! Ja, die &Ouml;R betreiben hier vors&auml;tzliche Stimmungsmache gegen China. Ein weiterer wunderbarer Beleg f&uuml;r das Versagen der gesamten Journallisten, das k&ouml;nnen R.D. Precht und H. Welzer sich schon mal f&uuml;r eine aktualisierte Neuauflage ihres zurecht erfolgreichen Buches &bdquo;Die Vierte Gewalt&ldquo; merken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundespr&auml;sident kassierte Absagen: Komplettes Ampel-Kabinett fehlt bei Steinmeier-Rede<\/strong><br>\nDer wegen seiner fr&uuml;heren Russlandpolitik kritisierte Bundespr&auml;sident setzt in der Krise ein Zeichen des Zusammenhalts. Doch hochrangige Politiker bleiben fern.<br>\nF&uuml;r die als Zeichen des Zusammenhalts in der Krise geplante Rede an die Nation hat Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier Absagen f&uuml;hrender Regierungspolitiker kassiert.<br>\nWeder Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) noch eine Bundesministerin oder ein Bundesminister waren bei der Rede an diesem Freitag in Schloss Bellevue dabei. Auch Bundestagspr&auml;sidentin B&auml;rbel Bas sagte nach Tagesspiegel-Informationen ab.<br>\nAnwesende Oppositionspolitiker sprachen gegen&uuml;ber dem Tagesspiegel von einem &bdquo;ungeheuerlichen&ldquo; Vorgang seitens der Bundesregierung, der jeden Stil vermissen lasse. Das Bundespr&auml;sidialamt betonte, es sei auch nicht das ganze Kabinett eingeladen worden, aber unter anderem der Kanzler, Vizekanzler Robert Habeck (Gr&uuml;ne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP).<br>\nF&uuml;r Habeck sollte dann Umweltministerin Steffi Lemke (Gr&uuml;ne) teilnehmen, auch das klappte nicht. In solchen F&auml;llen w&auml;re es eigentlich Aufgabe des Kanzleramts daf&uuml;r zu sorgen, dass die Bundesregierung ad&auml;quat bei der Rede vertreten ist, betonten Zuh&ouml;rer in Schloss Bellevue.<br>\nOffiziell begr&uuml;ndet wurde das Fehlen mit Beratungen zur Gaspreisbremse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/steinmeiers-rede-an-die-nation-komplettes-ampel-kabinett-sagt-dem-bundesprasidenten-ab-8807308.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Endlich Aufstehen!<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen seien die gef&auml;hrlichste Partei in diesem Lande, hat Sahra Wagenknecht neulich in einer ihrer Analysen erkl&auml;rt. Nun ist diese Erkenntnis nicht ganz neu &ndash; oder originell. Wahr ist sie aber dennoch. Nat&uuml;rlich erntete sie umgehend Kritik. Selbst innerhalb ihrer Partei. Bodo Ramelow unterstellte ihr via Twitter, dass &raquo;der Linken maximaler Schaden zugef&uuml;gt werden soll&laquo;. Der Spiegel titelte, dass &raquo;f&uuml;hrende Linke&laquo; sich von Wagenknecht distanzierten. Worauf der Journalist Marcus Kl&ouml;ckner fragte, was f&uuml;hrende Linke denn sein sollen? Wohin f&uuml;hren die denn, wenn sie den Begriff Stellvertreterkrieg nicht mal &uuml;ber die Lippen kriegen?<br>\nGeorg Restle, der ARD-Restleverwerter des Quantit&auml;tsjournalismus, unterstellte Wagenknecht nat&uuml;rlich, ganz so wie wir es kennen, am rechten Rand zu fischen. Eine Kritik, die es bereits vormals gab, als sie zum Beispiel die Fl&uuml;chtlingspolitik der Bundesregierung kritisierte. Dass man den Vorwurf aber auch bringt, wenn man einfach nur eine Partei kritisiert, die vollkommen ihren inneren Kompass aufgegeben hat, die wie keine andere dieses Land in einen Krieg f&uuml;hrt, eine Kriegswirtschaft installiert und dabei auch noch kompetenz- und empathielos auftritt: Das ist echt eine ganz neue Diffamierungsqualit&auml;t. Aber man sieht: Es klappt, Wagenknechts Partei springt darauf an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2022\/10\/wagenknecht-endlich-aufstehen\/\">neulandrebellen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-89825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=89825"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89825\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89827,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/89825\/revisions\/89827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=89825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=89825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=89825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}