{"id":8992,"date":"2011-04-06T08:44:15","date_gmt":"2011-04-06T06:44:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8992"},"modified":"2011-04-06T08:44:15","modified_gmt":"2011-04-06T06:44:15","slug":"hinweise-des-tages-1362","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8992","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21-Studie; FDP-Krise; Kernkraft-Debatte; IWF-Chef: &ldquo;Liberales Denken ist antiquiert&rdquo;; Bankerboni erreichen Vorkrisenniveau; Global Wage Report; Ursula Engelen-Kefer: Sozialdumping als Rezept; Prek&auml;rer Alters&uuml;bergang; &Ouml;konomie ist Gehirnw&auml;sche; Krankenhauspersonal: Druck mu&szlig; weg; Dinner im Kanzleramt: Rechnung nach der Sause; Junge Deutsche wollen mehr Ausl&auml;nder!; Abschiebesaison hat begonnen; Ganzheitliche Migrationssteuerung; B&uuml;rgerkrieg an der Elfenbeink&uuml;ste; Urteil gegen; Hans-Peter Friedrich will nicht mehr &uuml;ber Vorratsdatenspeicherung sprechen; Schwarz-Gelb dr&auml;ngt erneut in EnBW-Aufsichtsrat; Absturz eines US-Kampfjets mit Uranmunition; Fachtagung zur Entwicklung Bremischer Hochschulen; Ein Signal f&uuml;r die Kultusb&uuml;rokratie; Zu guter Letzt: WDR-Kabarett zu den Liberalen (MB\/JB\/WL )<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Stuttgart 21-Studie: Ein Bahnhof voller Risiken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">FDP-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kernkraft-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">IWF-Chef: &ldquo;Liberales Denken ist antiquiert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Bankerboni erreichen Vorkrisenniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Global Wage Report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Ursula Engelen-Kefer: Sozialdumping als Rezept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Prek&auml;rer Alters&uuml;bergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">&Ouml;konomie ist Gehirnw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Krankenhauspersonal: Druck mu&szlig; weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Dinner im Kanzleramt: Rechnung nach der Sause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Junge Deutsche wollen mehr Ausl&auml;nder!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Abschiebesaison hat begonnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Ganzheitliche Migrationssteuerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">B&uuml;rgerkrieg an der Elfenbeink&uuml;ste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Urteil gegen Verfassungssch&uuml;tzer &ndash; Big Brother verwechselte Freund und Feind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Hans-Peter Friedrich will nicht mehr &uuml;ber Vorratsdatenspeicherung sprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Schwarz-Gelb dr&auml;ngt erneut in EnBW-Aufsichtsrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Deutschland: Absturz eines US-Kampfjets mit Uranmunition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Bremische Hochschulen: &Uuml;berreformiert, unterfinanziert und prekarisiert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Ein Signal f&uuml;r die Kultusb&uuml;rokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zu guter Letzt: WDR-Kabarett zu den Liberalen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=8992&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stuttgart 21-Studie: Ein Bahnhof voller Risiken<\/strong><br>\nVolles Risiko in Stuttgart: Eine Studie zum Gro&szlig;projekt S 21, die dem stern vorliegt, gibt Kritikern des geplanten Bahnhofs neue Munition. Und sie stammt auch noch von der Bahn selbst.<br>\nEine bahninterne Studie setzt sich &auml;u&szlig;erst kritisch mit dem Gro&szlig;projekt Stuttgart 21 auseinander &ndash; und listet 121 Risiken auf, 48 davon mit konkreten Kosten. Das berichtet der stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Es ist die erste umfassende Analyse des Bahnprojekts nach den Schlichtungsgespr&auml;chen vom vergangenen November. Das Dossier umfasst 130 Seiten und wurde f&uuml;r den Vorstand von DB Projektbau zusammengestellt. Sehr h&auml;ufig ist in der Studie von &ldquo;Risiko&rdquo;, &ldquo;Kostenrisiko&rdquo;, oder gar &ldquo;signifikantem Kostenrisiko&rdquo; die Rede. H&auml;ufig taucht der Satz auf: &ldquo;Risiko, dass das angesetzte Einsparpotenzial nicht realisiert werden kann.&rdquo;<br>\nDas Dossier best&auml;tigt viele der von Stuttgart-21-Kritikern vorgebrachte Bedenken. Etwa, dass der Baugrund t&uuml;ckisch ist, dass anders als in den Modellen berechnet, es mehr Grundwasser gibt, dass die geplante Station Terminal am Flughafen nicht &ldquo;ausreichend leistungsf&auml;hig&rdquo; ist, dass f&uuml;r den Bau viele Grundst&uuml;cke noch fehlen. [&hellip;]<br>\nSicher sind sich die Planer, dass der geplante Inbetriebnahme des Verkehrsknoten Stuttgart 21 zum Fahrplanwechsel nicht zu realisieren ist. [&hellip;]<br>\n48 Risiken beziffern die bahn-internen Risikomanager mit konkreten Betr&auml;gen. Falls diese Risiken eintreten, k&ouml;nnten f&uuml;r S 21 zus&auml;tzliche Kosten in H&ouml;he von 1,264 Milliarden Euro entstehen. Die Kosten f&uuml;r das Bahnprojekt in Stuttgart w&uuml;rden in dem Fall auf 5,3 Milliarden Euro steigen &ndash; weit &uuml;ber die von Bahn und Politik verordnete Grenze von 4,5 Milliarden Euro. Nur ein einziges Mal wird ein Chance aufgelistet &ndash; mit einem Einsparpotenzial von knapp 5,9 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/stuttgart-21-studie-ein-bahnhof-voller-risiken-1671085.html#utm_source=standard&amp;utm_medium=rssfeed&amp;utm_campaign=wirtschaft\">Stern<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wer finanziert Stuttgart 21?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/user\/WerZahltS21\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>FDP-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Kuschel-Putsch<\/strong><br>\nDie neue Garde der FDP hat sich mit ihrer sanften Revolte keinen Gefallen getan. Die alten Gesichter d&uuml;rfen bleiben &ndash; R&ouml;sler und Lindner fehlt offenbar der Mumm, ihre Interessen in der eigenen Partei durchzusetzen. Wie soll das erst werden, wenn es gegen Merkel, Seehofer und Co. geht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,755162,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Der Spiegel f&uuml;hlt sich auch noch gen&ouml;tigt, die potentiellen Nachfolger f&uuml;r den Parteivorsitz zum Jagen zu tragen, als ob dies eine politische Tugend w&auml;re. Zwischenzeitlich warte ich noch darauf, vom Kommentator an die Abl&ouml;sung des SPD-Vorsitzenden Scharping durch Oskar Lafontaine erinnert zu werden, aber da sind sicher zu viele Antipathien im Spiel, um das als Beispiel heranzuziehen. Aber wie glaubw&uuml;rdig sind ein Neuanfang und eine Runderneuerung der FDP unter einem potentiellen Parteivorsitzenden und Vizekanzler Philipp R&ouml;sler, der nach eigener <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/die-verpasste-chance-des-philipp-roesler\/v_detail_tab_print,4026464.html\">Aussage<\/a> mit 45 Jahren (also 2018) aus der Politik aussteigen m&ouml;chte?<br>\nUnd nebenbei bemerkt wirkt die Formulierung, dass Lindner w&auml;rmer klinge als Westerwelle, sehr zweideutig.<br>\nSiehe dazu auch <a href=\"?p=8971\">&bdquo;Der talentierte Mr. R&ouml;sler&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FDP, die Partei der Sitzenbleiber<\/strong><br>\nWas soll man nur von dieser FDP halten? Sie will einen politischen Neuanfang. Also feuert sie ihren Parteivorsitzenden, der die FDP von fast 15 Prozent auf unter 5 Prozent hat abst&uuml;rzen lassen; der unf&auml;hig war, liberale Positionen in der schwarz-gelben Koalition zu markieren; der sein Amt als Au&szlig;enminister gl&uuml;ck- und mutlos aus&uuml;bte: Und dann endet dieser gewollte Befreiungsschlag in einem kleinen &Auml;mtertausch. Ein Politikwechsel? Nicht zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/philipp-roesler-folgt-westerwelle-fdp-die-partei-der-sitzenbleiber-1671477.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Pro FDP: &ldquo;G&auml;be es sie nicht, m&uuml;sste man sie erfinden&rdquo;<\/strong><br>\nVon Hans-J&uuml;rgen Maurus, SWR, ARD-Hauptstadtstudio<br>\nIm 5-Parteien-System der Bundesrepublik gibt es schon vier sozialdemokratisierte Parteien, die Liberalen werden daher gebraucht. Es ist die Zeit f&uuml;r Liberale, die f&uuml;r Werte wie Freiheit und Entfaltung der eigenen Lebenschancen eintreten, wie die Protestbewegungen in Nordafrika und die politisch verfolgten B&uuml;rgerrechtler in China eindrucksvoll demonstrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/profdp100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseitenlesers:<\/strong> Wenn Volker Pispers diesen Kommentar wortw&ouml;rtlich auf der B&uuml;hne br&auml;chte, m&uuml;ssten hinterher die H&auml;lfte der Zuschauer wegen Zwerchfellzerrung behandelt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kernkraft-Debatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Studie: Bis 2020 ist Atomausstieg m&ouml;glich<\/strong><br>\nDeutschland kann bis 2020 die Atomkraft durch &Ouml;kostrom ersetzen und die Stromversorgung bereits vor 2050 vollst&auml;ndig auf erneuerbare Energien umstellen. Zu diesem Schluss kommt das Zentrum f&uuml;r Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W&uuml;rttemberg (ZSW).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/oekologie\/titel\/studie-bis-2020-ist-atomausstieg-moeglich\/\">Glocalist<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Mythen der Atomlobby<\/strong><br>\nDie Atomkatastrophe in Japan hat die Debatte &uuml;ber das F&uuml;r und Wider der Atomkraft neu entfacht. Die Argumente, die dabei ausgetauscht werden, sind nicht immer redlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2011-04\/atomausstieg-strom-energiepolitik\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Ethikkommission zur Atompolitik &ldquo;Ein biblisches Gebot&rdquo;<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel hat in ihren Ethikrat f&uuml;r eine sichere Energieversorgung auch den evangelischen Bischof Ulrich Fischer und den Pr&auml;sident des Zentralkomitees deutscher Katholiken, Alois Gl&uuml;ck, berufen. Was aber hat christlicher Glaube mit Atomkraft zu tun? sueddeutsche.de hat nachgefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/2.220\/atomkatastrophe-in-fukushima-ein-biblisches-gebot-1.1080890\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bei allem Respekt &ndash; sie scheinen es selbst nicht zu wissen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IWF-Chef: &ldquo;Liberales Denken ist antiquiert&rdquo;<\/strong><br>\nDas liberale Wirtschaftsdenken der vergangenen 30 Jahre ist nach Auffassung der Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) &uuml;berholt. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn bezeichnete am Montag in Washington den sogenannten &ldquo;Washington Consensus&rdquo; als antiquiert. Dabei handelt es sich um eine Reihe von wirtschaftspolitischen Mitteln zur F&ouml;rderung der &ouml;konomischen Stabilit&auml;t. Lange galt der IWF selbst als Verfechter freier Marktstrukturen. [&hellip;] Beim Gestalten des makro&ouml;konomischen Rahmens einer neuen Welt wird das Pendel umschwingen &ndash; zumindest ein bisschen &ndash; vom Markt hin zum Staat&rdquo;, sagte Strauss-Kahn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1301873877529\/Waehrungsfonds-IWF-Chef-Liberales-Denken-ist-antiquiert\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da darf man ja gespannt sein, ob Strauss-Kahn seinen Worten auch Taten folgen lassen wird. Die Staaten, die unter den marktfundamentalistischen Knebelvertr&auml;gen leiden, die an die IWF-Kredite gebunden sind, w&uuml;rden einen solchen Paradigmenwechsel zweifelsohne begr&uuml;&szlig;en. Doch hier gilt wohl eher das Faust-Zitat &bdquo;Die Botschaft h&ouml;r&acute; ich wohl, allein mir fehlt der Glauben&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bankerboni erreichen Vorkrisenniveau<\/strong><br>\nDie Bonuszahlungen im Banken- und Finanzdienstleistungssektor haben 2010 im deutschsprachigen Raum mit einer Steigerung um durchschnittlich 14 bis 23 % fast wieder Vorkrisenniveau erreicht. Im Krisenjahr 2009 waren die Boni drastisch gesunken, komplette Ausf&auml;lle f&uuml;r die breite Masse hatte es aber nicht gegeben: Fast 90 % der Berechtigten in Deutschland erhielten Zahlungen, hei&szlig;t es in einer Studie des Seminars f&uuml;r Personalwirtschaftslehre der Universit&auml;t zu K&ouml;ln und der Unternehmensberatung Towers Watson. Unterschiede gab es zwischen den Hierarchieebenen. So sind Tarifmitarbeiter besser durch die Krise gekommen als die oberen F&uuml;hrungsebenen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boersen-zeitung.de\/index.php?li=310&amp;subm=ausgaben&amp;artsubm=bz&amp;ersch_datum=2011-04-05&amp;artsubm=bz&amp;ersch_datum=2011-04-05&amp;page_number=1#jump\">B&ouml;rsenzeitung (Vollversion kostenpflichtig)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Global Wage Report<\/strong><br>\nDie globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat zu verheerenden Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt gef&uuml;hrt: Die weltweite Arbeitslosigkeit hat mit 210 Millionen Menschen ein neues Rekordniveau erreicht, und das Wachstum der L&ouml;hne und Geh&auml;lter hat sich gegen&uuml;ber dem Vorkrisenniveau halbiert. Der Global Wage Report 2010\/11 1 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) dokumentiert diese Auswirkungen der Krise f&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit. Dieses Datenblatt erg&auml;nzt den Global Wage Report 2010\/11 mit detaillierteren Angaben f&uuml;r Deutschland und andere entwickelte L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/@dgreports\/@dcomm\/@publ\/documents\/publication\/wcms_150027.pdf\">International Labour Organisation [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ursula Engelen-Kefer: Sozialdumping als Rezept<\/strong><br>\nBei Einf&uuml;hrung des Euro vor mehr als 10 Jahren war klar: Eine W&auml;hrungsunion ohne Koordinierung der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik ist in h&ouml;chstem Ma&szlig;e riskant. Die weltweite Finanzkrise hat dies mit brutaler Deutlichkeit zutage gef&ouml;rdert. Die Menschen in den &uuml;berschuldeten Eurol&auml;ndern Griechenland, Irland, Portugal und Spanien werden mit Brachialgewalt in eine perspektivlose Sparhysterie getrieben. Der jetzt von der Gipfelkonferenz der Europ&auml;ischen Union beschlossene &ldquo;Euro-Plus-Pakt&rdquo; ist eine Pervertierung seiner Zielsetzung: Gerettet wird nicht der Euro, sondern die Finanzindustrie &ndash; auf Kosten der Steuerzahler. Dies versch&auml;rft die Spaltung der Gesellschaft in den 17 Eurol&auml;ndern und gef&auml;hrdet die Integration der inzwischen 27 EU-Mitgliedsl&auml;nder insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/sozialdumping-als-rezept\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Prek&auml;rer Alters&uuml;bergang<\/strong><br>\nWSI-Studie: Seit anderthalb Jahrzehnten wird das Renteneintrittsalter systematisch angehoben. Unsichere Jobs und Verarmung sind die Folge. Schon jetzt geht rund die H&auml;lfte der Altersrentnerinnen und -rentner vorzeitig und mit Abschl&auml;gen in den Ruhestand &hellip;<br>\n54 Prozent der Besch&auml;ftigten mit einer k&ouml;rperlich anstrengenden Arbeit zweifeln daran, bis zum Rentenalter im Beruf durchzuhalten. Von den Besch&auml;ftigten mit hohem psychischen Druck bei der Arbeit sind es 47 Prozent &hellip;<br>\nJeder dritte Neurentner des Jahres 2007 hat einen problematischen Ausstieg aus dem Arbeitsleben hinter sich mit Langzeitarbeitslosigkeit von mindestens drei Jahren oder einen um zwei Jahre vorzeitigen Rentenbezug, berichten die Wissenschaftler. Auch Teilzeit und Minijobs kommen bei den &Uuml;ber-55j&auml;hrigen h&auml;ufig vor.<br>\nZudem werden &Auml;ltere systematisch aus der Arbeitslosenstatistik und in Minirenten gedr&auml;ngt: Wer 63 ist und Hartz IV bezieht, muss m&ouml;glichst rasch seine Rente anmelden. Auch dies f&uuml;hre dazu, dass Rentenabschl&auml;ge inzwischen weit verbreitet sind und die Altersarmut w&auml;chst &hellip;<br>\nDie &raquo;Erfolgsmeldung&laquo; der Regierung beruhe auch darauf, dass gegenw&auml;rtig viele dieser Rentner aus der passiven Phase der Altersteilzeit in den Ruhestand wechseln &ndash; und somit nicht wirklich aus einer Erwerbst&auml;tigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-05\/006.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;konomie ist Gehirnw&auml;sche<\/strong><br>\nManager haben mit der Finanzkrise ganze Staaten in den Schuldenstrudel gezogen. Und die Konsequenzen in den Wirtschaftswissenschaften? Ein paar Stunden Ethik. Die &auml;ndern aber nichts am Problem: Viele &Ouml;konomen rechnen zu viel und scheren sich zu wenig um die sozialen Folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsstart\/0,1518,748834,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krankenhauspersonal: Druck mu&szlig; weg<\/strong><br>\n&raquo;Der Deckel mu&szlig; weg.&laquo; Unter diesem Motto hatte ver.di 2008 bundesweit zu Protesten mobilisiert, um die Budgetdeckelung und Unterfinanzierung der Krankenh&auml;user zu bek&auml;mpfen. Das hatte teilweise Erfolg. Doch schon drei Jahre sp&auml;ter sind die Verbesserungen wieder Makulatur, die Arbeitsbedingungen in den Kliniken noch unertr&auml;glicher als zuvor. Daher hat die Gewerkschaft einen Diskussionsproze&szlig; begonnen, an dessen Ende eine Tarifauseinandersetzung um diese Frage stehen k&ouml;nnte. In jedem Fall mu&szlig; sich in den Kliniken etwas &auml;ndern &ndash; und zwar schnell und drastisch. Denn die enorme Arbeitsbelastung f&uuml;hrt dazu, da&szlig; immer mehr Pflegende selbst krank werden oder den Job aufgeben. Insbesondere in OPs und auf Intensivstationen herrscht ein eklatanter Fachkr&auml;ftemangel. Zum Teil werben sich die H&auml;user qualifizierte Mitarbeiter gegenseitig ab, k&ouml;dern sie mit Zulagen und Verg&uuml;nstigungen. &raquo;Das ist eigentlich eine ideale Situation, um tarifliche Verbesserungen durchzusetzen&laquo;, meinte M&ouml;rbe und warnt: &raquo;Wenn wir das nicht tun, geht uns infolge individueller Regelungen mehr und mehr die Tarifhoheit verloren.&laquo;<br>\nAuch die strukturelle Unterfinanzierung besteht fort. Zwar war seinerzeit beschlossen worden, die Entwicklung der Zusch&uuml;sse an einer speziell errechneten Teuerungsrate f&uuml;r Kliniken zu orientieren. Diese wird von Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) allerdings nicht ver&ouml;ffentlicht. Statt dessen hat er die Krankenhausfinanzierung wie in der Vergangenheit an der allgemeinen Lohnsteigerung bemessen &ndash; und diese noch unterschritten. Obwohl sich die Ausgaben der Kliniken laut ver.di unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes um 3,5 bis 4,0 Prozent erh&ouml;ht haben, steigen die Budgets 2011 lediglich um 0,9 Prozent. Die Folge ist eine Unterfinanzierung von 2,5 Milliarden Euro, was etwa 50000 Stellen entspricht. Hinzu kommt, da&szlig; die Bundesl&auml;nder oftmals ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, notwendige Bauma&szlig;nahmen vollst&auml;ndig zu finanzieren. Viele H&auml;user kompensieren das mit Mitteln, die eigentlich f&uuml;r die Pflege vorgesehen sind. Allein in Baden-W&uuml;rttemberg werden dadurch etwa 5500 Stellen bei allen Berufsgruppen nicht besetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-05\/035.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dinner im Kanzleramt: Rechnung nach der Sause<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel muss ihr Dinner mit Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor Gericht verteidigen. Eine Skandalsause f&uuml;r einen Millionenverdiener auf Steuerzahlers Kosten? Oder ein ebenso harmloser wie h&auml;ufiger &bdquo;allgemeiner Meinungsaustausch&ldquo;? So nennt das Kanzleramt die Veranstaltung. F&uuml;r den &bdquo;Foodwatch&ldquo;-Chef Thilo Bode und die Berliner Rechtsanw&auml;ltin Katja Pink steht die fragw&uuml;rdige Party unter dringendem Lobbyismusverdacht. Deshalb wollten sie, gest&uuml;tzt auf das seit 2006 geltende Informationsfreiheitsgesetz, vom Kanzleramt die Unterlagen zu dem Treffen haben. Manches kam, vieles nicht, anderes nur geschw&auml;rzt. So zogen die beiden vor das Berliner Verwaltungsgericht, wo ihre Klage, unter anderem auf Einsicht in Merkels Terminkalender, an diesem Donnerstag verhandelt wird.<br>\nDie bereits herausgegebenen Unterlagen bewiesen, dass &bdquo;die Macht der Lobbyisten eine so vertrauensvolle N&auml;he zwischen der Kanzlerin und der Finanzindustrie geschaffen hat, dass die erforderliche Distanz einer unabh&auml;ngigen Regierung nicht mehr gewahrt erscheint&ldquo;, kritisiert Bode.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/rechnung-nach-der-sause\/4028256.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat ist dann Frau Merkel auf ihren guten Bekannten Ackermann hereingefallen, als dieser im September mit der Hiobsbotschaft her&uuml;ber kam, dass mit dem Fall der HRE  &bdquo;keine deutsche Bank mehr&ldquo; &uuml;berleben w&uuml;rde. Tats&auml;chliche hat u.a. die Deutsche Bank in Milliardenh&ouml;he davon profitiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Junge Deutsche wollen mehr Ausl&auml;nder!<\/strong><br>\nWie eine exklusiv von twago in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage best&auml;tigt, ist ein Gro&szlig;teil der 18- bis 44-J&auml;hrigen Deutschen f&uuml;r einen vereinfachten Zugang von ausl&auml;ndischen Fachkr&auml;ften zum deutschen Arbeitsmarkt. Dieses Ergebnis mag nach den Integrationsdiskussionen der letzten Monate verwundern. Die Medien propagierten die &bdquo;Sarrazin-Meinung&ldquo; und stempelten die Integration von ausl&auml;ndischen Mitmenschen in Deutschland als gescheitert ab. Doch das scheint bei weitem nicht der Fall zu sein. [&hellip;]<br>\nDas Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte in einer repr&auml;sentativen Umfrage im Februar 2011 &uuml;ber 1.000 Berliner B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, ob der Zugang f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte zum deutschen Arbeitsmarkt, vor dem Hintergrund des akuten und drohenden Fachkr&auml;ftemangels, erleichtert werden sollte. 55 Prozent der 18- bis 44-J&auml;hrigen sind f&uuml;r einen leichteren Zugang und bef&uuml;rworten damit, dass mehr Ausl&auml;nder nach Deutschland kommen sollen. Das w&auml;re mit Sicherheit nicht der Fall, wenn die Integration von Ausl&auml;ndern tats&auml;chlich als so negativ aufgefasst werden w&uuml;rde, wie es noch vor kurzem die deutschen Medien verk&uuml;ndeten. Selbst die Kanzlerin hat die Integrationspolitik offiziell zu ihrer &bdquo;Herzensangelegenheit&ldquo; erkl&auml;rt. Wie die Studie zeigt, kann sich die Kanzlerin der Unterst&uuml;tzung der Mehrheit der 18- bis 44-J&auml;hrigen Berlinerinnen und Berliner sicher sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.twago.de\/blog\/2011\/04\/05\/junge-deutsche-wollen-mehr-auslander\">twago<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Abschiebesaison hat begonnen<\/strong><br>\nVor nicht einmal einer Woche lief der Wintererlass aus, der in den vergangenen Monaten Roma und andere Minderheiten vor ihrer zwangsweisen &ldquo;R&uuml;ckf&uuml;hrung&rdquo; in das Gebiet des fr&uuml;heren Jugoslawiens bewahrte. Jetzt beginnt auch im rot-gr&uuml;n regierten Nordrhein-Westfalen die diesj&auml;hrige Abschiebesaison. Am heutigen Dienstag soll die erste Chartermaschine mit rund 140 unerw&uuml;nschten Fl&uuml;chtlingen vom D&uuml;sseldorfer Flughafen aus gen Belgrad starten. Menschenrechtsorganisationen planen Protestaktionen. &ldquo;Mit den ersten Fr&uuml;hlingsstrahlen hat sich sicherlich nicht die Lage im ehemaligen Jugoslawien verbessert&rdquo;, sagt die Leiterin der Sozialberatung des Rom e. V., Iris Biesewinkel. Es sei ein Unding, dass es auf der einen Seite eine Reihe von Integrationsprojekten gebe, die von den Betroffenen auch angenommen w&uuml;rden. Andererseits Roma, die bisweilen schon seit 20 Jahren hier lebten, aus ihren Lebenszusammenh&auml;ngen gerissen werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2011%2F04%2F05%2Fa0045&amp;cHash=79eab28b5a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Paradoxe ist, dass der Kosovo das R&uuml;cknahmeabkommen unterschrieben hat, um seine Chancen f&uuml;r eine EU-Aufnahme zu verbessern. Wodurch dann allerdings eine Abschiebung nicht m&ouml;glich sein w&uuml;rde. Es ist ein Akt unerh&ouml;rter Grausamkeit, dass wir z. B Jugendliche (die H&auml;lfte der Abschiebungen), die kaum ein Wort albanisch sprechen in eine ausgesprochen Roma-feindselige Region abschieben, in der bereits die dortigen Einwohner nur wenig Perspektiven auf eine gute Schulbildung, medizinische Versorgung und existenzsichernde Besch&auml;ftigung haben, in das Armenhaus Europas. Die Aussage von Europarat-Menschenrechtskommisar Thomas Hammarberg in einem Brief an die Bundeskanzlerin vom 25.11.2009, dass die aktuelle sozio-politische Situation in Kosovo keine Abschiebungen von Roma zulasse, hat immer noch G&uuml;ltigkeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ganzheitliche Migrationssteuerung<\/strong><br>\nEin im Auftrag der Partei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen operierender Think-Tank befasst sich mit Fl&uuml;chtlingsabwehr. Die Berliner Denkfabrik namens Institut f&uuml;r Migrations- und Sicherheitsstudien (IMSS) geht davon aus, dass die USA und die EU vor &auml;hnlichen &ldquo;Herausforderungen&rdquo; st&uuml;nden &ndash; beim Versuch, &ldquo;irregul&auml;re&rdquo; Migration &ldquo;aufzuhalten&rdquo;. Die Leiterin des IMSS will &ldquo;Migrationspolitik&rdquo; als &ldquo;Interessenpolitik&rdquo; verstanden wissen; um das Ziel zu erreichen, &ldquo;Migration aus armen L&auml;ndern zu reduzieren&rdquo;, sollen den Herkunftsstaaten der Fl&uuml;chtlinge &ouml;konomische &ldquo;Zugest&auml;ndnisse&rdquo; gemacht werden. Flankiert wird diese Form der Migrationsforschung durch sogenannte sicherheitspolitische Studien, die die Entsendung deutscher Polizisten im Rahmen von Milit&auml;rinterventionen zum Inhalt haben. Zu den Kunden des IMSS z&auml;hlen Bundespolizei, Bundeskriminalamt, Landeskriminal&auml;mter und Bundeswehr; die Institutsleiterin fungiert als Referentin der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik, des offiziellen milit&auml;rpolitischen Think-Tanks der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58043\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>B&uuml;rgerkrieg an der Elfenbeink&uuml;ste<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auch nach dem Uno-Eingriff gibt es nur Verlierer<\/strong><br>\nIm Konflikt in dem afrikanischen Land sprechen die Waffen. Trotz guter Gr&uuml;nde f&uuml;r ein Eingreifen der Vereinten Nationen bleibt ein schaler Geschmack. Deshalb gibt es erst einmal nur Verlierer. [&hellip;]<br>\nSeit vier Monaten verweigert der abgew&auml;hlte Pr&auml;sident Laurent Gbagbo die Macht&uuml;bergabe an den Wahlsieger Alessane Ouattara, obwohl dieser eindeutig und von der Staatengemeinschaft best&auml;tigt gewonnen hat. Seit einer Woche f&uuml;hren die Milizen Ouattaras vom Norden her eine milit&auml;rische Offensive, die bis zum Pr&auml;sidentenpalast in der Wirtschaftsmetropole Abidjan vorgedrungen ist.<br>\nSeit Dienstag bombardieren dort Uno-Truppen und franz&ouml;sische Milit&auml;rs schwere Gesch&uuml;tze des Pr&auml;sidentenlagers &ndash; unter Berufung auf die j&uuml;ngste Uno-Resolution. Die Staatengemeinschaft hat sich Ende vergangener Woche dazu erm&auml;chtigt, &ldquo;Zivilisten vor der unmittelbaren Bedrohung durch physische Gewalt zu sch&uuml;tzen&rdquo; &ndash; und zu diesem Zweck &ldquo;den Einsatz schwerer Waffen gegen die Zivilbev&ouml;lkerung zu verhindern&rdquo;. [&hellip;]<br>\nIhr Mandat zum Schutz von Zivilisten haben die 1500 Blauhelme schon l&auml;nger. H&auml;tte die Uno sich fr&uuml;her entschieden, es &ldquo;aggressiv&rdquo; anzuwenden &ndash; wie es nun das State Department in Washington fordert -, h&auml;tte sie mehr Soldaten geschickt, die Ggagbo entschlossen die Stirn bieten, dann w&auml;re der zerst&ouml;rerische Feldzug der Ouattara-Milizen wom&ouml;glich zu verhindern gewesen. Aber die Elfenbeink&uuml;ste ist eben nicht Libyen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:elfenbeinkueste-auch-nach-dem-uno-eingriff-gibt-es-nur-verlierer\/60035334.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der lange Weg zur Macht<\/strong><br>\nMit Waffengewalt muss der legal gew&auml;hlte Pr&auml;sident der Elfenbeink&uuml;ste, Alassane Ouattara, um dieMacht k&auml;mpfen. Schon viele Male war er nahe dran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/news\/ausland\/story\/30191033\">20 Minuten<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Feuer frei f&uuml;r Blauhelme<\/strong><br>\nDie UNO ist seit Montag nacht Kriegspartei in C&ocirc;te d&rsquo;Ivoire. An der Seite der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich griffen zun&auml;chst Kampfhubschrauber der &uuml;ber 10000 Mann starken Blauhelmtruppe UNOCI Sitz und Residenz des amtierenden Pr&auml;sidenten Laurent Gbagbo sowie Armeest&uuml;tzpunkte an. Dabei soll es &raquo;viele Tote&laquo; gegeben haben. Am Dienstag dann unterst&uuml;tzten die ausl&auml;ndischen Soldaten auch am Boden die Rebellentruppen (FRCI) von Alassane Ouattara, des h&auml;ufig als &raquo;rechtm&auml;&szlig;igen Pr&auml;sidenten&laquo; bezeichneten Gbagbo-Konkurrenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-06\/059.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Urteil gegen Verfassungssch&uuml;tzer &ndash; Big Brother verwechselte Freund und Feind<\/strong><br>\nEr pochte auf die Verfassung, kritisierte Gesetze &ndash; und wurde 38 Jahre lang vom Verfassungsschutz bespitzelt. Nun stoppten K&ouml;lner Verwaltungsrichter die Observation des B&uuml;rgerrechtlers Rolf G&ouml;ssner. In der schriftlichen Begr&uuml;ndung des Urteils wird der Einsatz als Posse entlarvt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,754472,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hans-Peter Friedrich will nicht mehr &uuml;ber Vorratsdatenspeicherung sprechen<\/strong><br>\nAuf dem 23. Bundeskongress der Deutschen Polizeigewerkschaft hat unser neuer Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erkl&auml;rt, warum er nicht mehr &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung sprechen will:<br>\nAuch Friedrich will lieber von Mindestdatenspeicherung sprechen: &ldquo;Dieser Begriff ist besser, denn bei Vorratsdatenspeicherung wird man merkw&uuml;rdig angeschaut.&rdquo; Bei der Mindestdatenspeicherung sollen laut Friedrich die Daten mindestens sechs Monate aufgehoben werden. &ldquo;85 Prozent aller Anfragen bei Providern sind nicht mehr beantwortet worden, weil sie die Daten schlicht nicht haben&rdquo;, erkl&auml;rte Friedrich unter gro&szlig;em Applaus der Kongressteilnehmer. &ldquo;Ohne Speicherung entsteht im Internet ein rechtsfreier Raum.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzpolitik.org\/2011\/hans-peter-friedrich-will-nicht-mehr-uber-vorratsdatenspeicherung-sprechen\/\">Netzpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb dr&auml;ngt erneut in EnBW-Aufsichtsrat<\/strong><br>\nSie haben die Landtagswahl verloren, doch im Energiekonzern EnBW wollen CDU und FDP die Kontrolle behalten. Die Noch-Minister Goll und Rau planen,  weitere f&uuml;nf Jahre im Aufsichtsrat zu bleiben &ndash; ein Affront gegen die neue gr&uuml;n-rote Regierung. [&hellip;]<br>\nDer scheidende Staatsminister Helmut Rau (CDU) und Noch-Justizminister Ulrich Goll (FDP) wollen sich am 19. April von der EnBW-Hauptversammlung als Aufsichtsr&auml;te best&auml;tigen lassen. Dies habe Rau am Dienstag in der CDU-Fraktionssitzung erkl&auml;rt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die schwarz-gelben Wahlverlierer in Baden-W&uuml;rttemberg gehen damit im Streit um die Besetzung des Aufsichtsrats beim Energiekonzern EnBW auf scharfen Konfrontationskurs zu Gr&uuml;n-Rot. Die Volte gegen den k&uuml;nftigen gr&uuml;nen Ministerpr&auml;sidenten Winfried Kretschmann ist nur m&ouml;glich, weil die neue Regierung voraussichtlich erst am 12. Mai gew&auml;hlt wird. Solange &ndash; also auch noch zum Zeitpunkt der EnBW-Hauptversammlung &ndash; ist die alte CDU\/FDP-Regierung im Amt und vertritt das Land Baden-W&uuml;rttemberg als Hauptanteilseigner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,755273,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Deutschland: Absturz eines US-Kampfjets mit Uranmunition<\/strong><br>\nEin Milit&auml;rjet Fairchild-Republic A-10 Warthog (&ldquo;Warzenschwein&rdquo;) ist nahe Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) am Freitagnachmittag abgest&uuml;rzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten, wurde aber verletzt. Nach Informationen des &ldquo;Trierischer Volksfreund&rdquo; soll der Jet mit zwei &Uuml;bungsraketen und 1500 Schuss Munition best&uuml;ckt gewesen sein. Nach Angaben von Welt-Online und anderen Medien&nbsp;sind es 11.000 Schuss scharfe Munition. Dies sei eines der sechs Kampfflugzeuge dieses Typs, welche&nbsp;derzeit bei der Milit&auml;raktion zur Durchsetzung des Flugverbots f&uuml;r die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi in Libyen im Einsatz sind. Die US-Luftwaffe hat in Rheinland-Pfalz St&uuml;tzpunkte im pf&auml;lzischen Ramstein und in Spangdahlem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wearechange.ch\/main\/index.php\/Mainstream-News\/Deutschland-Absturz-eines-US-Kampfjets-mit-Uranmunition.html\">We Are Change<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>&Uuml;berreformiert, unterfinanziert und prekarisiert? &ndash;  Fachtagung zur Entwicklung Bremischer Hochschulen und ihrer wissenschaftlich Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nDer Hochschulraum wird regelrecht umgew&auml;lzt. Mit dem Bologna-Prozess wurden neue gestufte Studieng&auml;nge eingef&uuml;hrt, Studienzeiten verk&uuml;rzt, Lehrpl&auml;ne verdichtet, Zulassung und Akkreditierung neu geregelt. Zudem haben sich die Bundesl&auml;nder mit der Verabschiedung des Hochschulpakts 2020 verpflichtet, innerhalb von f&uuml;nf Jahren 275.000 zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze zu schaffen. Auch in der Forschung hat sich der Druck erh&ouml;ht. Mit der Exzellenzinitiative werden Forschungsmittel auf nur wenige Universit&auml;ten verteilt, was die Hochschullandschaft weiter polarisiert. Parallel zu diesen Ver&auml;nderungen sollen sich die Hochschulen st&auml;rker im Wissenstransfer engagieren und mehr Drittmittel einwerben. Auch durch die besseren Hochschulzugangsrechte f&uuml;r beruflich Qualifizierte entstehen neue Herausforderungen. Diese Umw&auml;lzungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Studienbedingungen, sondern auch auf die Arbeitsbedingungen der wissenschaftlich Besch&auml;ftigten. K&uuml;rzungen &ouml;ffentlicher Mittel f&uuml;hrten bereits zum Abbau von Professorenstellen, w&auml;hrend im Mittelbau befristete und an Drittmittel gebundene Stellen zunahmen. Trotz vielfach prek&auml;rer Arbeitsbedingungen sollen wissenschaftlich Besch&auml;ftigte ihre Anstrengungen in Forschung und Lehre verst&auml;rken, au&szlig;erdem mehr publizieren, mehr Drittmittel einwerben. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten wir dar&uuml;ber, wie die Finanzierung der Hochschulen angesichts der schwierigen Haushaltslage des Landes gesichert werden kann, welche Position der Wissenschaftsstandort Bremen im versch&auml;rften Wettbewerb hat und wie sich die Hochschulpolitik auf Arbeitsbedingungen wissenschaftlich Besch&auml;ftigter auswirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/veranstaltungen\/veranstaltungs-dokumentationen\/20110202_hochschulpolitik.html\">Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Ein Signal f&uuml;r die Kultusb&uuml;rokratie<\/strong><br>\nDie Auseinandersetzung um Defizit im Amt f&uuml;r Lehrerbildung ist nur eine erste B&ouml;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3DFC0DABC5664C30AC70700DD10A965D\/Doc~ECA625E7F216D439E81158C1BCB94DA66~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: WDR-Kabarett zu den Liberalen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wilfried Schmickler: Die k&ouml;nnen auch einen Klappspaten w&auml;hlen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1301991347\/radio\/wdr2kabarett\/wdr2kabarett_schmickler_20110404_1015.mp3\">WDR2 &ndash; Podcast<\/a><\/li>\n<li><strong>Volker Pispers zum Generationswechsel<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medien.wdr.de\/m\/1301992462\/radio\/wdr2kabarett\/wdr2kabarett_pispers_20110405_1045.mp3\">WDR2 &ndash; Podcast<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Und das sind R&ouml;slers Freunde<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/awd143_v-ardteaserwidescreen.jpg\" alt=\"Foto: Philipp R&ouml;slers Freunde, Quelle NDR\" title=\"Philipp R&ouml;slers Freunde, Quelle NDR\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/die_reporter\/awd141.html\">Das Erste Panorama<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stuttgart 21-Studie; FDP-Krise; Kernkraft-Debatte; IWF-Chef: &ldquo;Liberales Denken ist antiquiert&rdquo;; Bankerboni erreichen Vorkrisenniveau; Global Wage Report; Ursula Engelen-Kefer: Sozialdumping als Rezept; Prek&auml;rer Alters&uuml;bergang; &Ouml;konomie ist Gehirnw&auml;sche; Krankenhauspersonal: Druck mu&szlig; weg; Dinner im Kanzleramt: Rechnung nach der Sause; Junge Deutsche wollen mehr Ausl&auml;nder!; Abschiebesaison hat begonnen; Ganzheitliche Migrationssteuerung; B&uuml;rgerkrieg an der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8992\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8992","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8992"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8992\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8995,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8992\/revisions\/8995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}