{"id":90066,"date":"2022-11-07T08:31:02","date_gmt":"2022-11-07T07:31:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066"},"modified":"2022-11-07T08:31:02","modified_gmt":"2022-11-07T07:31:02","slug":"hinweise-des-tages-4230","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h01\">Kiew setzt SPD-Fraktionschef M&uuml;tzenich auf Terrorliste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h02\">Deutschlands Position in Amerikas neuer Weltordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h03\">Scholz in China: Deutschlands letzter Sargnagel &ndash; oder doch ein Schritt zur Rettung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h04\">US says Zelenskiy risks allies&rsquo; &lsquo;Ukraine fatigue&rsquo; if he rejects Russia talks &ndash; report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h05\">USA stellen weitere Milit&auml;rhilfe bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h06\">Das Pentagon ist einer der gr&ouml;ssten Klimagr&uuml;sel der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h07\">Gegen Einmischung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h08\">Honduras und das Modell der Privatst&auml;dte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h09\">Etwa zwei Millionen Menschen holen Lebensmittel bei der Tafel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h10\">&laquo;Shit happens&raquo;: Wer behauptet, f&uuml;r den Klimaschutz zu k&auml;mpfen, kann im Ampel-Deutschland auch Menschenleben gef&auml;hrden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h11\">Kriminalisierung des politischen Gegners<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h12\">Sieben Tage der Zerst&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h13\">Weiterer R&uuml;ckschlag f&uuml;rs E-Rezept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h14\">Digitalw&auml;hrung: Deutsche Industrie dr&auml;ngelt beim digitalen Euro<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kiew setzt SPD-Fraktionschef M&uuml;tzenich auf Terrorliste<\/strong><br>\nDie ukrainische Regierung hat den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf M&uuml;tzenich auf eine Terrorliste gesetzt &ndash; weil er sich f&uuml;r eine diplomatische L&ouml;sung im Ukraine-Krieg einsetzt. Wie M&uuml;tzenich erkl&auml;rte, habe er daraufhin weitere Drohungen bekommen. (&hellip;)<br>\nBereits im Juni hatte das Zentrum gegen Desinformation des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine&rdquo; im Internet eine Liste mit 75 Personen ver&ouml;ffentlicht, unter denen sich auch M&uuml;tzenich befand. Der Grund: Diese verbreiteten &ldquo;russische Narrative&rdquo;. M&uuml;tzenich wurde mit dem Hinweis aufgelistet, dass er sich f&uuml;r einen Waffenstillstand einsetze.<br>\nDer SPD-Fraktionsvorsitzende beschwerte sich zudem &uuml;ber die Diskriminierung derjenigen, die sich wie er selbst f&uuml;r mehr Diplomatie mit Blick auf den Krieg in der Ukraine starkmachen. Wenn der Einsatz f&uuml;r einen Waffenstillstand ein Kriterium f&uuml;r eine solche Liste sei, dann m&uuml;sse auch UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres darauf gesetzt werden, so M&uuml;tzenich. Diese Diskriminierung warf er auch den Gr&uuml;nen und der FDP als Koalitionspartner der SPD vor.<br>\n&ldquo;Das geht ja bis hinein auch teilweise zu den Koalitionspartnern. Gegen diesen Rigorismus, gegen den wende ich mich.&rdquo;<br>\nSeine Forderungen nach mehr Diplomatie verteidigte er:<br>\n&ldquo;Es bleibt dabei: (&hellip;) Die meisten Kriege sind am Ende nicht auf dem Schlachtfeld beendet worden.&rdquo;<br>\nDer SPD-Politiker hatte k&uuml;rzlich seine Hoffnung ge&auml;u&szlig;ert, dass man auf dem G20-Gipfel in Bali Mitte November einen Weg finden k&ouml;nne, diplomatische Initiativen auszuloten.<br>\n&ldquo;Es gibt von heute auf morgen sicherlich keine Waffenruhe. Manchmal entwickeln sie sich zuerst auch nur in einzelnen Regionen. Wir d&uuml;rfen aber keine Chance au&szlig;er Acht lassen, die eine lokale Waffenruhe, den Austausch von Kriegsgefangenen und die Versorgung der Zivilbev&ouml;lkerung m&ouml;glich macht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/inland\/153545-kiew-setzt-spd-fraktionschef-muetzenich-auf-terrorliste\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und dennoch setzt sich auch der deutsche Bundeskanzler f&uuml;r dieses Regime in der Ukraine ein und <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/news\/scholz-sichert-ukraine-und-moldau-unterstuetzung-auf-weg-in-die-eu-zu-32818676.html\">sichert Ukraine und Moldau Unterst&uuml;tzung auf Weg in die EU zu<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Ukraine: Liste mit &ldquo;Informationsterroristen&rdquo; nat&uuml;rlich keine &ldquo;Terrorliste&rdquo; (Update)<\/strong><br>\nBeh&ouml;rde von Selenskyj f&uuml;hrte auch SPD-Fraktionschef als &ldquo;Informationsterroristen&rdquo;. Debatte flammt nach Monaten wieder auf. Halbherziges Dementi aus Kiew.<br>\nNach mehreren Monaten ist eine Debatte &uuml;ber eine schwarze Liste ukrainischer Beh&ouml;rden wieder aufgeflammt, auf der auch deutsche Politiker und Wissenschaftler standen. Beim sogenannten Debattenkonvent der SPD in Berlin hatte der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Rolf M&uuml;tzenich, der ukrainischen Regierung vorgeworfen, ihn schon l&auml;ngerem auf eine &bdquo;Terrorliste&ldquo; gesetzt zu haben. Ukrainische Diplomaten wiesen die Vorw&uuml;rfe entschieden zur&uuml;ck, &auml;u&szlig;erten sich in der Sache aber vage &ndash; wie schon im Sommer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ukraine-Liste-mit-Informationsterroristen-natuerlich-keine-Terrorliste-Update-7221702.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschlands Position in Amerikas neuer Weltordnung<\/strong><br>\nDeutschland ist zu einem wirtschaftlichen Satelliten von Amerikas Neuem Kalten Krieg mit Russland, China und dem Rest Eurasiens geworden. Deutschland und andere NATO-Staaten wurden angewiesen, sich selbst Handels- und Investitionssanktionen aufzuerlegen, die den heutigen Stellvertreterkrieg in der Ukraine &uuml;berdauern werden. US-Pr&auml;sident Biden und seine Sprecher des Au&szlig;enministeriums haben erkl&auml;rt, dass die Ukraine nur die Er&ouml;ffnungsarena in einer viel breiteren Dynamik ist, die die Welt in zwei gegens&auml;tzliche Gruppen wirtschaftlicher Allianzen spaltet. Dieser globale Bruch verspricht einen zehn- oder zwanzigj&auml;hrigen Kampf zu werden, um festzustellen, ob die Weltwirtschaft eine unipolare US-zentrierte Dollarwirtschaft oder eine multipolare Welt mit mehreren W&auml;hrungen sein wird, die sich auf das eurasische Kernland mit gemischten &ouml;ffentlichen und privaten &Ouml;konomien konzentriert.<br>\nPr&auml;sident Biden hat diese Spaltung als eine Spaltung zwischen Demokratien und Autokratien bezeichnet. Die Terminologie ist typische orwellsche Doppelsprache. Mit &bdquo;Demokratien&ldquo; meint er die USA und verb&uuml;ndete westliche Finanzoligarchien. Ihr Ziel ist es, die Wirtschaftsplanung aus den H&auml;nden gew&auml;hlter Regierungen an die Wall Street und andere Finanzzentren unter US-Kontrolle zu verlagern. US-Diplomaten nutzen den Internationalen W&auml;hrungsfonds und die Weltbank, um die Privatisierung der weltweiten Infrastruktur und die Abh&auml;ngigkeit von US-Technologie, &Ouml;l- und Lebensmittelexporten zu fordern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.unz.com\/mhudson\/germanys-position-in-americas-new-world-order\/%20\">Michael Hudson in The Unz Review<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/michael-hudson-germanys-position-in-americas-new-world-order\">Michael Hudson in Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scholz in China: Deutschlands letzter Sargnagel &ndash; oder doch ein Schritt zur Rettung?<\/strong><br>\nMan muss schon gr&uuml;n sein, um nicht zu erkennen, dass die gegenw&auml;rtige Haltung gegen Russland f&uuml;r Deutschland verheerend ist. Das Gleiche noch mal gegen China, und das selbst gegrabene Loch w&auml;re f&uuml;r jede Leiter zu tief. Also was wird Olaf Scholz in China tun? (&hellip;)<br>\nDas ist eine Frage, die vermutlich selbst nach seinem Besuch nicht gleich beantwortet werden kann. (&hellip;)<br>\nErdo&#287;an hat in einer Livesendung mit mehreren t&uuml;rkischen Sendern &uuml;ber sein Telefonat mit Scholz gesprochen und dort gesagt, sowohl Scholz als auch Putin h&auml;tten in den jeweiligen Telefonaten die Bedeutung der Diplomatie hervorgehoben. &ldquo;Selbst Olaf war vor einem Monat an einem ganz anderen Punkt, aber jetzt ist er an einem anderen Punkt.&rdquo; Die Deutsche Welle auf T&uuml;rkisch fand diese Aussage bedeutend genug, dass sie gleich versuchte, sie mit Hilfe der deutschen Zusammenfassung zu &uuml;bert&uuml;nchen. Was nat&uuml;rlich nicht besagt, dass Erdo&#287;ans Andeutung, Scholz k&ouml;nne jetzt verhandlungsbereiter sein als vor einem Monat, nicht stimmt.<br>\nVersion 1 der m&ouml;glichen Ereignisse bei Scholz&rsquo; Gespr&auml;ch mit Xi Jinping skizzierte Michael Hudson: &ldquo;Der deutsche Kanzler Olaf Scholz geht diese Woche nach China, um zu fordern, dass es seinen &ouml;ffentlichen Sektor abbaut und seine Wirtschaft nicht l&auml;nger subventioniert, sonst werden Deutschland und Europa Sanktionen &uuml;ber den Handel mit China verh&auml;ngen. China kann auf diese l&auml;cherlichen Forderungen keinesfalls eingehen, ebenso wenig, wie die Vereinigten Staaten oder irgendeine andere industrialisierte Wirtschaft aufh&ouml;ren w&uuml;rde, ihre Produktion von Mikrochips oder andere Schl&uuml;sselsektoren zu f&ouml;rdern. (&hellip;) Das verspricht, der letzte Nagel im Sarg der deutschen Wirtschaft zu werden.&rdquo;<br>\nG&auml;be es nicht diese irrlichternde Aussage Erdo&#287;ans, die Erwartung, die Hudson hier &auml;u&szlig;ert, tr&auml;fe mit hoher Wahrscheinlichkeit zu. Auch wenn Scholz Vertreter der realen, produzierenden Industrie im Gefolge hat, in den letzten Monaten war die gesamte (sichtbare) deutsche Au&szlig;enpolitik v&ouml;llig den Interessen der Renten&ouml;konomie und damit der US-Hegemonie untergeordnet; es war ja nicht einmal ein Mucks zu Nord Stream zu vernehmen. Die Erwartungen des gr&uuml;nen Koalitionspartners wie der US-amerikanischen &ldquo;Freunde&rdquo; sind klar, und es zeigte sich bisher nicht der leiseste Widerstand gegen den angek&uuml;ndigten Untergang innerhalb der politischen Klasse. Tats&auml;chlich, nach dem verheerenden Bruch mit Russland auch noch ein Bruch mit China w&auml;re der letzte Nagel im Sarg, und die Deutschen k&ouml;nnten schon einmal anfangen, das Ziehen von Holzpfl&uuml;gen zu &uuml;ben.<br>\nAber da gibt es noch eine Variante, von Pepe Escobar, der in der Regel nicht schlecht informiert ist; wobei man nat&uuml;rlich gegen&uuml;ber Nachrichten, die unerwartete Hoffnungen sprie&szlig;en lassen, besonders skeptisch sein muss.<br>\nEscobar bezieht sich auf Quellen in deutschen Unternehmen. Er schreibt: &ldquo;Sie sagen mir, Scholz geht nach China, um &uuml;ber Peking einen Friedensschluss mit Russland auszuhandeln.&rdquo; Zwischen Berlin und Moskau sei, erkl&auml;rt er, bis zum Anschlag auf Nord Stream der Kontakt nie abgebrochen. Die Delegation k&ouml;nne versuchen, China als Verb&uuml;ndeten an die Stelle der USA zu setzen. Und nun zitiert er zwei seiner Quellen. Die erste: &ldquo;Wenn dieser Versuch erfolgreich ist, dann k&ouml;nnen Deutschland, China und Russland sich verb&uuml;nden und die USA aus Europa vertreiben.&rdquo; Und nun die zweite: &ldquo;Olaf Scholz wird auf dieser Reise von deutschen Industriellen begleitet, die Deutschland wirklich kontrollieren und sich nicht zur&uuml;cklehnen werden und zusehen, wie sie zerst&ouml;rt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/153377-scholz-in-china-letzte-nagel\/%20\">Dagmar Henn in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Doppeltes Spiel<\/strong><br>\nVor China-Besuch droht Olaf Scholz dem wichtigen Handelspartner. (&hellip;)<br>\nMan kann die Reise von Olaf Scholz nur vor dem Hintergrund der verheerenden Folgen des deutschen Wirtschaftskrieges gegen Russland f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in Deutschland verstehen. Scholz will auf der einen Seite verhindern, dass es zum Showdown mit dem gr&ouml;&szlig;ten Handelspartner China kommt. Auf der anderen Seite ist der Kanzler getrieben von Gr&uuml;nen und FDP, allen voran Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock, die auch in puncto China wie die US-Administration zum Sturm auf Beijing bl&auml;st. Scholz deutet aber bereits an, wie er diese Widerspr&uuml;che aufzul&ouml;sen gedenkt. Statt eine gemeinsame Friedensinitiative f&uuml;r eine sofortige Waffenruhe in der Ukraine anzusto&szlig;en, tr&auml;umt er von &raquo;klaren Worten&laquo; Beijings an die Adresse Moskaus.<br>\nScholz&rsquo; Au&szlig;enpolitik scheint in einer Dauerschleife moralischer Hybris und grotesker Selbst&uuml;bersch&auml;tzung gefangen. Da nimmt er sich mit Baerbock nichts. Als m&uuml;sste man sich im Ausw&auml;rtigen Amt und Kanzleramt tagt&auml;glich des wilhelminischen Erbes versichern, geht es schlafwandlerisch durch die Welt. Und in der Tat, die Kaiser Wilhelm I. und II. scheinen die Riesen, auf deren Schultern die Zwerge heute Politik machen.<br>\nSo sind kein Kniefall in Beijing und die R&uuml;ckgabe chinesischer Raubkunst zu erwarten als Entschuldigung f&uuml;r die deutschen Kolonialverbrechen in China. Statt dessen eine Kampfansage des Kanzlers noch vor seiner Abreise, versteckt in einem FAZ-Meinungsbeitrag. &raquo;Wir werden Reziprozit&auml;t einfordern. Wo China diese Gegenseitigkeit nicht zul&auml;sst, kann dies nicht folgenlos bleiben&laquo;, so die wolkige Drohung aus dem Kanzleramt. Scholz will sich derart die T&uuml;r gegen&uuml;ber Washington offenlassen, dass er unter Umst&auml;nden doch bereit ist, an einem Wirtschaftskrieg gegen Beijing mitzutun.<br>\nVieles spricht daf&uuml;r, dass der Scholzsche Spagat auf Dauer nicht durchzuhalten sein wird und die deutsche Au&szlig;enpolitik &ndash; &auml;hnlich wie gegen Russland &ndash; bei der Eskalation gegen China ganz vorne mitmischt, den Ruin der deutschen Industrie und die Vernichtung von Millionen Arbeitspl&auml;tzen riskierend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438047.kanzlerreise-in-die-volksrepublik-doppeltes-spiel.html%20\">Sevim Dagdelen in junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wansleben: Zunehmender Protektionismus Chinas problematisch<\/strong><br>\nVolksrepublik ist ein wichtiger, aber schwieriger Wirtschaftspartner (&hellip;)<br>\n&ldquo;Der Handel mit China macht 9,5 Prozent des deutschen Handelsvolumens aus&rdquo;, erl&auml;uterte DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Martin Wansleben auf Anfrage mehrerer Medien.<br>\nDamit sei das Land &ldquo;einer der wichtigsten Handelspartner f&uuml;r die deutsche Wirtschaft, wenn auch ein schwieriger&rdquo;. Deutsche Unternehmen s&auml;hen dort &ldquo;weiterhin viele Chancen allein wegen der Gr&ouml;&szlig;e, aber zunehmend auch Risiken und wachsende Herausforderungen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie vergangenen zwanzig Monate bewertete Wansleben als eher ern&uuml;chternd: &ldquo;Die Zahl der in China t&auml;tigen Ausl&auml;nder hat sich seit dem Fr&uuml;hjahr 2020 halbiert. Reisebeschr&auml;nkungen und immer wiederkehrende Lockdowns f&uuml;hren dazu, dass nur etwa die H&auml;lfte der deutschen Unternehmen in den n&auml;chsten zwei Jahren mehr vor Ort investieren will.&rdquo; Das h&auml;nge damit zusammen, dass die meisten dort t&auml;tigen Unternehmen vor allem f&uuml;r den chinesischen Markt produzierten. Ein Drittel plane allerdings wegen der Risiken auch die Diversifizierung seiner Lieferketten von China weg, berichtete der DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer. (&hellip;)<br>\nDer zunehmende Protektionismus in der Volksrepublik sei aus Sicht der deutschen Wirtschaft ein Problem, sagte der DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer. &ldquo;Das Land setzt selbst eher auf Abschottung, will aber &uuml;berall in der Welt mehr mitmischen &ndash; auch bei uns in Deutschland.&rdquo; Deshalb sei es so wichtig, dass der Bundeskanzler sich f&uuml;r wechselseitig gleiche Regeln, also Reziprozit&auml;t, einsetze. &ldquo;Hier muss sich auch Europa klar positionieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/aktuelles-und-presse\/aktuelle-informationen\/wansleben-zunehmender-protektionismus-chinas-problematisch-85246\">DIHK<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US says Zelenskiy risks allies&rsquo; &lsquo;Ukraine fatigue&rsquo; if he rejects Russia talks &ndash; report<\/strong><br>\nUS officials have reportedly warned the Ukrainian government in private that it needs to signal an openness to negotiating with Russia.<br>\nOfficials in Washington have warned that &ldquo;Ukraine fatigue&rdquo; among allies could worsen if Kyiv continues to be closed to negotiations, the Washington Post reported. US officials told the paper that Ukraine&rsquo;s position on negotiations with Russia is wearing thin among allies who are worried about the economic effects of a protracted war.<br>\nUkraine&rsquo;s president, Volodymyr Zelenskiy, has said Ukraine is only prepared to enter negotiations with Russia if its troops leave all parts of Ukraine, including Crimea and the eastern areas of the Donbas, de facto controlled by Russia since 2014, and if those Russians who have committed crimes in Ukraine face trial.<br>\nZelenskiy also made clear that he would not hold negotiations with the current Russian leadership. Last month, he signed a decree specifying that Ukraine would only negotiate with a Russian president who has succeeded Vladimir Putin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2022\/nov\/06\/us-says-zelenskiy-risks-allies-ukraine-fatigue-if-he-rejects-russia-talks-report\">The Guardian<\/a>\n<p>dazu: <strong>USA fordern von Kiew wohl Verhandlungsbereitschaft mit Russland<\/strong><br>\nDie Biden-Regierung hat inoffiziell die ukrainische F&uuml;hrung ermutigt Bereitschaft zu Verhandlungen mit Russland zu signalisieren. Die Ukraine solle ihre &ouml;ffentliche Weigerung aufgeben, sich an Friedensgespr&auml;chen mit Pr&auml;sident Putin zu beteiligen, berichtete die &bdquo;Washington Post&ldquo; und zitierte mit den Gespr&auml;chen vertraute Personen. Der Zeitung zufolge ziele das Dr&auml;ngen amerikanischer Beamter nicht darauf ab, die Ukraine an den Verhandlungstisch zu bringen, vielmehr sei es ein kalkulierter Versuch Kiew die Unterst&uuml;tzung der L&auml;nder zu sichern, deren B&uuml;rger einen Krieg &uuml;ber viele Jahre hinweg bef&uuml;rchten. &bdquo;Die Ukraine-M&uuml;digkeit ist f&uuml;r einige unserer Partner eine echte Sache&ldquo;, zitierte die &bdquo;Washington Post&ldquo; einen mit der Sache vertrauten US-Beamten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/usa-fordern-von-ukraine-offenbar-verhandlungsbereitschaft-mit-russland-18440302.html%20\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>USA stellen weitere Milit&auml;rhilfe bereit<\/strong><br>\nDie USA richten an ihrem Standort in Wiesbaden eine Milit&auml;rzentrale ein, die f&uuml;r Waffentransfers und Milit&auml;rausbildung f&uuml;r die Ukraine zust&auml;ndig sein soll. Das Pentagon teilte auch mit, dass die Ukraine weitere US-Milit&auml;rhilfe im Umfang von 400 Millionen Dollar erh&auml;lt.<br>\nDer Milit&auml;rposten in Deutschland, der Security Assistance Group Ukraine genannt wird, verdeutlicht, dass die USA ein langfristigeres Hilfsprogramm f&uuml;r die Ukraine im Kampf gegen Russland verfolgen, wie Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh sagte.<br>\nIn der Milit&auml;rhilfe im Umfang von 400 Millionen Dollar sind Auftr&auml;ge f&uuml;r 1100 Drohnen vom Typ Phoenix Ghost enthalten, wie das Pentagon berichtete. Das Geld werde auch die Neuausstattung von 45 Panzern und 40 Schiffen finanzieren. Eine Phoenix-Ghost-Drohne ist eine bewaffnete Drohne, die beim Kontakt mit ihrem Ziel explodiert. Seit Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine am 24. Februar haben die USA der Ukraine Milit&auml;rhilfe im Umfang von mehr als 18,2 Milliarden Dollar zugesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-ukraine-freitag-195.html#USA-stellen-weitere-Militaerhilfe-bereit\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.M.:<\/strong> Von deutschem Boden darf wieder Krieg ausgehen? So sieht es aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Pentagon ist einer der gr&ouml;ssten Klimagr&uuml;sel der Welt<\/strong><br>\nWo Kriege stattfinden, h&auml;uft sich &uuml;ber kurz oder lang der M&uuml;ll. Treibstoff, Schwermetalle, Sprengstoffe und andere Chemikalien finden zusammen mit Schutt aus zerbombten Geb&auml;uden und den Abf&auml;llen der K&auml;mpfenden. Die oft langanhaltende Umweltverschmutzung ist eine der am wenigsten beachteten Kriegsfolgen der Welt.<br>\nNoch weniger Aufmerksamkeit bekommen die Treibhausgasemissionen des Milit&auml;rs. Das Pentagon, sagt Neta C. Crawford, sei einer der gr&ouml;ssten einzelnen CO2-Verursacher der Welt. In einem Interview mit &laquo;Mother Jones&raquo; stellt die Politikwissenschaftlerin der Universit&auml;t Oxford ihr Buch &laquo;Pentagon, Climate Change, and War: Charting the Rise and Fall of US Military Emissions&raquo; vor. (&hellip;)<br>\nCrawford, die auch f&uuml;r das Projekt &laquo;Costs of War&raquo; der Brown University t&auml;tig ist, macht das an Zahlen fest: Seit 2001 entfielen 77 bis 80 Prozent des staatlichen Energieverbrauchs auf das Milit&auml;r. Das US-Verteidigungsministerium sei der weltweit gr&ouml;sste institutionelle Nutzer fossiler Brennstoffe.<br>\nDas Ministerium verwalte weltweit mehr als 560&rsquo;000 Geb&auml;ude auf rund 500 Milit&auml;rbasen, was einen grossen Teil ihrer Emissionen ausmache. Dazu kommen Waffensysteme, LKWs, Kriegsschiffe und Jeeps, die mit fossilien Rohstoffen betrieben werden. Den bei weitem gr&ouml;ssten Treibstoffbedarf haben Flugzeuge, stellte auch eine Studie der Lancaster and Durham University 2019 fest, die das US-Milit&auml;r im L&auml;ndervergleich auf Platz 47 der gr&ouml;ssten CO2-Emittenten einordnete. (&hellip;)<br>\nVom Beginn des &laquo;War on Terrorism&raquo; 2001 bis 2017 habe die US-Armee 1,2 Milliarden Tonnen Treibhausgase ausgestossen, hat &laquo;Costs of War&raquo; ebenfalls 2019 ausgerechnet. Davon seien 400 Millionen Tonnen direkt auf den Treibstoffverbrauch zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nDer CO2-Aussstoss des US-Milit&auml;rs von 59 Millionen Tonnen war 2017 laut Statista vergleichbar mit dem des Landes Marokko und nicht ganz doppelt so hoch wie jener der Schweiz (34,4 Mio. Tonnen).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/luft-klima\/das-pentagon-ist-einer-der-groessten-klimagruesel-der-welt\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gegen Einmischung<\/strong><br>\nArabische Liga: Einigkeit bei Gipfel demonstriert. Gru&szlig;botschaften von Putin und Guterres<br>\nAm Mittwoch ist in Algerien das Gipfeltreffen der Arabischen Liga zu Ende gegangen. Konflikte gab es Medienberichten zufolge vor allem zwischen Marokko und dem Gastgeber. Die Grenzen zwischen beiden L&auml;ndern sind geschlossen, Algerien brach die diplomatischen Beziehungen zu Marokko im August 2021 ab, nachdem das K&ouml;nigreich ein milit&auml;risches Abkommen mit Israel unterzeichnet und israelische Truppen ins Land gelassen hatte. Rabat wiederum wirft Algier vor, die Frente Polisario zu unterst&uuml;tzen, die f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit der von Marokko besetzten Westsahara k&auml;mpft.<br>\nUrspr&uuml;nglich war die Teilnahme des marokkanischen K&ouml;nigs Mohammed VI. angek&uuml;ndigt worden, doch die eintreffende Delegation wurde von Nasser Bourita geleitet, dem Au&szlig;enminister. &Uuml;ber Medien wurden zahlreiche Anschuldigungen verbreitet, die offiziell nicht best&auml;tigt wurden. So sei die marokkanische Delegation von der algerischen Sicherheitsbegleitung abgeh&ouml;rt und marokkanische Journalisten seien schikaniert worden.<br>\nTrotzdem konnte der Gipfel eine abschlie&szlig;ende &raquo;Erkl&auml;rung von Algier&laquo; annehmen. Darin wurde jede ausl&auml;ndische Einmischung in die internen Angelegenheiten der arabischen Staaten zur&uuml;ckgewiesen. Probleme und Unstimmigkeiten sollten von den Staaten der Arabischen Liga friedlich und im Dialog gel&ouml;st werden. Die Liga solle eine aktivere Rolle bei der Konfliktl&ouml;sung einnehmen, insbesondere bei den Krisen im Jemen, in Libyen und Syrien.<br>\nGastgeber Abdelmadjid Tebboune, der algerische Pr&auml;sident, erinnerte an die Entwicklung einer arabischen Zollunion, daf&uuml;r solle die Gro&szlig;arabische Freihandelszone (GAFTA) vollst&auml;ndig aktiviert werden. Ziel des 1998 in Kraft getretenen Zusammenschlusses von heute 18 arabischen Staaten ist, Z&ouml;lle, Geb&uuml;hren und Steuern beim grenz&uuml;berschreitenden Handel anzupassen und perspektivisch aufzuheben.<br>\nDie Teilnehmer unterstrichen ihre &raquo;volle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Rechte des pal&auml;stinensischen Volkes, einschlie&szlig;lich des Rechts auf Freiheit und Selbstbestimmung und des Rechts auf R&uuml;ckkehr&laquo; der pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlinge in ihre Heimat. Die &raquo;ungerechte Blockade des Gazastreifens&laquo; durch Israel m&uuml;sse aufgehoben werden. Das Gipfeltreffen forderte zudem die Freilassung aller Gefangenen; insbesondere Kinder, Frauen, kranke und &auml;ltere Menschen m&uuml;ssten die Gef&auml;ngnisse verlassen d&uuml;rfen. Die Staaten unterst&uuml;tzten die volle Mitgliedschaft Pal&auml;stinas bei den Vereinten Nationen; die israelische Besatzungsmacht m&uuml;sse f&uuml;r ihre Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438057.f%C3%BChrungsrolle-angestrebt-gegen-einmischung.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Honduras und das Modell der Privatst&auml;dte<\/strong><br>\nEine Gesetzes&auml;nderung 2013 hat sogenannte ZEDE in Honduras m&ouml;glich gemacht. Das sind Areale, die wie Unternehmen organisiert sind und in vielen Bereichen Autonomie besitzen. Kritiker sehen darin den Ausverkauf staatlicher Souver&auml;nit&auml;t.<br>\n&bdquo;Ich will Zonen f&uuml;r Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung hier im Norden von Honduras sehen. Ich habe schon mit verschiedenen Unternehmen in Asien, Kanada und den USA gesprochen und ihnen gesagt: Das Konzept f&uuml;r die Sonderzonen in Honduras ist fertig.&ldquo;<br>\nHerbst 2017. F&uuml;nf Jahre ist es her &ndash; in Honduras in Zentralamerika ist Wahlkampf. Juan Orlando Hern&aacute;ndez &ndash; zu dem Zeitpunkt autorit&auml;rer Pr&auml;sident und starker Verfechter neoliberaler Politik &ndash; steht auf einer B&uuml;hne in der Stadt Choloma und wirbt f&uuml;r sein Lieblingsprojekt: die Zonas de Empleo y Desarrollo Econ&oacute;mico, kurz ZEDE. Auf Deutsch: &bdquo;Zonen f&uuml;r Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDer Soziologe Andreas Kemper bezweifelt das. Er h&auml;lt das Konzept der Privatstadt f&uuml;r gef&auml;hrlich. &bdquo;Privatstadt ist erst einmal eine Utopie, also von meiner Seite aus gesehen eine Dystopie, also eine negative Utopie. Aber gemeint ist sie von denen, die das anstreben, als Utopie. Das hei&szlig;t, es gibt noch keine wirklichen Privatst&auml;dte. Eine Privatstadt, so wie sie sein sollte, die w&auml;re jenseits aller Staatlichkeit. Das hei&szlig;t, alles w&auml;re privatisiert, nicht nur das Gesundheits- oder Bildungswesen, sondern auch Polizei, die Gerichte w&auml;ren privatisiert, Gef&auml;ngnisse w&auml;ren privatisiert, also wirklich alles. Es g&auml;be keine Staatlichkeit mehr und damit auch nat&uuml;rlich keine Demokratie mehr.&ldquo;<br>\nIn dieser Radikalit&auml;t wurde bisher noch kein Privatstadtprojekt umgesetzt, nirgendwo auf der Welt. Aber Projekte, in denen neue Wohn- und Gesch&auml;ftsviertel von privaten Investoren und nicht vom Staat entwickelt werden, gibt es viele &ndash; vor allem in L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens. Die &bdquo;ZEDE&ldquo; &ndash; besagte &bdquo;Zonen&ldquo; in Honduras &ndash; gehen allerdings einen Schritt weiter. Sie sind in vielen wichtigen Fragen wie etwa der Steuer- oder Bildungspolitik tats&auml;chlich unabh&auml;ngig vom Staat Honduras.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/privatstaedte-zede-honduras-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Etwa zwei Millionen Menschen holen Lebensmittel bei der Tafel<\/strong><br>\nDie Zahl der Bed&uuml;rftigen, die sich Lebensmittel bei der Tafel holen, war noch nie so hoch wie zurzeit. &raquo;Seit Jahresbeginn verzeichnen wir einen Anstieg der Kundinnen und Kunden von 50 Prozent&laquo;, sagte der Vorsitzende des Dachverbands Tafel Deutschland, Jochen Br&uuml;hl, der D&uuml;sseldorfer &raquo;Rheinischen Post&laquo;. Insgesamt k&auml;men etwa zwei Millionen Menschen.<br>\nDie bundesweit rund 960 Tafeln verteilen an Bed&uuml;rftige Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden k&ouml;nnen. Zuletzt hatte das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) Ende September gesch&auml;tzt, dass knapp 1,1 Millionen Menschen sich &uuml;ber die Tafeln versorgen w&uuml;rden. Es bezog sich dabei auf eine Umfrage aus dem Jahr 2020.<br>\nTafel-Vorstand Br&uuml;hl sagte, w&auml;hrend die Zahl der Tafel-Kunden gestiegen sei, seien die Lebensmittelspenden zur&uuml;ckgegangen. &raquo;Rund ein Drittel der Tafeln sind so &uuml;berlastet, dass sie Aufnahmestopps verh&auml;ngen mussten&laquo;, sagte Br&uuml;hl. Hilfesuchende Menschen wegzuschicken, sei f&uuml;r Helfer aber psychisch enorm belastend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/armut-etwa-zwei-millionen-menschen-holen-lebensmittel-bei-der-tafel-a-f8d3c8db-c72b-4e30-bd2d-5f27f0d9cb25%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p>dazu: <strong>Ein Drittel der Tafeln schickt Bed&uuml;rftige weg<\/strong><br>\nDie gestiegenen Lebenshaltungskosten machen sich bei vielen bemerkbar. Immer mehr versorgen sich deshalb bei den Tafeln mit Lebensmitteln. Doch auch die Einrichtungen kommen an ihre Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ein-Drittel-der-Tafeln-schickt-Beduerftige-weg-article23697958.html%20\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Umstand, dass Millionen Menschen zu wenig Geld haben, um sich Lebensmittel kaufen zu k&ouml;nnen, ist &ndash; oder sollte &ndash; im reichen Deutschland peinlich sein. Eine politische Entscheidungstr&auml;gerschaft, die das zul&auml;sst und zugleich Milliarden f&uuml;r die R&uuml;stung und &uuml;berteuerte Energien ausgibt, sollte ihre Priorit&auml;ten hinterfragen. Erinnert sei z.B. auch an diese Beitr&auml;ge:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21980\">Auch Erbarmen geht nicht ohne Coca Cola &ndash; Nun engagiert sich der Getr&auml;nkekonzern auch in der Armuts&ouml;konomie der &bdquo;Tafeln&ldquo; <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27438\">Die Armutsindustrie<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>dazu auch: <strong>Millionen in Not<\/strong><br>\n&raquo;Tafeln&laquo;: Massenandrang bei Ausgabestellen. Kinder besonders betroffen. Verb&auml;nde fordern Sozialgipfel von Kanzler Scholz.<br>\nEs reicht einfach nicht. Nicht einmal f&uuml;r den Grundbedarf an Lebensmitteln. Rund zwei Millionen Personen in Deutschland gehen aktuell zu einer der etwa 960 Ausgabestellen der Tafeln, twitterte der Dachverband der Lebensmittelretter am Sonnabend auf seinem Account. Seit Anfang des Jahres ein Anstieg von 50 Prozent. Und: Auf Essensspenden sind l&auml;ngst nicht nur mehr ALG-II-Bezieher, Rentner und Gefl&uuml;chtete angewiesen, wurde der Tafel-Vorsitzende Jochen Br&uuml;hl am Sonnabend via Deutsche Presseagentur zitiert. Immer h&auml;ufiger st&uuml;nden Geringverdiener in der Warteschlange, die Ende des Monats keine Geldreserven mehr h&auml;tten, blank seien. Das wei&szlig; auch Michaela Engelmeier. &raquo;Abermillionen hierzulande sind gerade in Not&laquo;, emp&ouml;rte sich die Vorstandsvorsitzende vom Sozialverband Deutschland (SoVD) am Sonntag gegen&uuml;ber jW. (&hellip;) Dauerkunden bei den Tafeln sind ferner &raquo;sehr viele Kinder&laquo;, sagte Uwe Kamp, Pressesprecher vom Deutschen Kinderhilfswerk, am Sonntag zu jW. Jedes f&uuml;nfte hierzulande lebe in Armut. (&hellip;) Der Krisentrend d&uuml;rfte anhalten, die Armut weiter zunehmen. Ein Beleg: 2020 besuchten etwa 1,1 Millionen Personen die Tafeln, hie&szlig; es j&uuml;ngst in einer Studie vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) aus Berlin. Nun sind es beinahe doppelt so viele. Ein B&uuml;ndnis von Sozialverb&auml;nden hatte &raquo;schon vor l&auml;ngerer Zeit Bundeskanzler Scholz aufgefordert, einen Sozialgipfel einzuberufen&laquo;, erinnerte Engelmeier vom SoVD. Resonanz? Null.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438172.krisenstaat-brd-millionen-in-not.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&laquo;Shit happens&raquo;: Wer behauptet, f&uuml;r den Klimaschutz zu k&auml;mpfen, kann im Ampel-Deutschland auch Menschenleben gef&auml;hrden<\/strong><br>\nMenschen, die sich auf der Strasse festkleben, sind keine Aktivisten, sondern Straft&auml;ter. Doch Deutschlands Regierungsparteien schicken ihnen h&ouml;chstens liebevolle Mahnungen. Eine Farce.<br>\nMan stelle sich vor, die Demonstranten, die sich auf Berlins Strassen festkleben, h&auml;tten andere Ziele. Was w&auml;re los, wenn sie statt &laquo;f&uuml;rs Klima&raquo; f&uuml;r weniger illegale Migration oder f&uuml;r die Aufhebung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen protestieren w&uuml;rden? Die Republik w&uuml;rde beben. Mitglieder der Regierung w&uuml;rden vor radikalisierten &laquo;Demokratiefeinden&raquo; warnen. Leitartikler w&auml;ren in Aufruhr. Und an diesem Montag w&auml;re die Stimmung wohl endg&uuml;ltig gekippt. (&hellip;)<br>\nDie Reaktionen? Nahe null. Die Feuerwehr kritisierte die Blockierer. Aber der politische Betrieb blieb gelassen. &laquo;Wer durch Protestaktionen die Rettung von Menschenleben gef&auml;hrdet, diskreditiert nicht nur die hehren Ziele, f&uuml;r die er\/sie k&auml;mpft, sondern verspielt damit auch Glaubw&uuml;rdigkeit&raquo;, twitterte der Gr&uuml;nen-Co-Vorsitzende Omid Nouripour mit einem Tag Versp&auml;tung. Immerhin, k&ouml;nnte man meinen. Aber die Ansprache blieb doch seltsam liebevoll. Nicht: Was ihr da macht, ist kriminell. Sondern: Vorsicht, Freunde, ihr verspielt Sympathien.<br>\n&laquo;Shit happens&raquo;, schrieb ein anderer Kommentator, der sich im Netz als &laquo;Aktivist f&uuml;r globale Klimagerechtigkeit, als durchtriebene queere Schlampe und als Politikwissenschafter&raquo; vorstellt. Der Mann ruderte sp&auml;ter zur&uuml;ck. Aber eigentlich hat er die Stimmung gut zusammengefasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick\/letzte-generation-extremisten-die-menschenleben-gefaehrden-ld.1710114%20\">NZZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die unm&ouml;gliche Debatte um den Tod einer Radfahrerin<\/strong><br>\nHeute nun meldete die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; allerdings, dass diese Verz&ouml;gerung keine Auswirkungen auf die Rettung gehabt haben soll. Das ergebe sich aus einem internen Vermerk der Feuerwehr. Die Not&auml;rztin habe vor Ort entschieden, auf ein Anheben des LKW zu verzichten: &bdquo;Selbst wenn mit R&uuml;stwagen oder Kran andere technische M&ouml;glichkeiten zur Verf&uuml;gung gestanden h&auml;tten, war dies die richtige Vorgehensweise.&ldquo;<br>\nDas w&uuml;rde bedeuten, dass die Aktion der &bdquo;Letzten Generation&ldquo; die Lage der Radfahrerin nicht noch schlimmer gemacht hat.<br>\nIst das eine gute Nachricht? &Auml;ndert das etwas? (&hellip;)<br>\nEs w&auml;re eine gute Nachricht, wenn es zu einer Deeskalation beitr&uuml;ge, zu einer Versachlichung der Debatte. Wenn es dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, &uuml;ber die Anliegen und Methoden der &bdquo;Letzten Generation&ldquo; zu diskutieren, &uuml;ber ihre Radikalit&auml;t und Gef&auml;hrlichkeit und Notwendigkeit &ndash; ohne dass der Vorwurf im Raum steht, dass diese Gruppe das Leben eines Menschen auf dem Gewissen hat.<br>\nAber es spricht nichts daf&uuml;r, dass das passieren wird. Zu gro&szlig; ist das Bed&uuml;rfnis nach moralischer Eindeutigkeit, auf beiden Seiten: Wenn die Klima-Aktivisten mit dem Tod der Radfahrerin nichts zu tun haben, so die Logik, muss man sich nicht mehr damit auseinandersetzen, dass man sich dieser Tatsache keineswegs sicher sein konnte und das schon morgen anders ausgehen kann.<br>\nUnd wenn die Klima-Aktivisten skrupellose Terroristen sind, die den Tod von Menschen in Kauf nehmen, so die Logik, muss man sich mit ihnen und ihrem Anliegen nicht mehr besch&auml;ftigen. Man muss sie nur noch bek&auml;mpfen. &bdquo;Bild&ldquo; hat sogar schon ein Sprachverbot erkl&auml;rt: Jeder, der sie noch als &bdquo;Aktivisten&ldquo; bezeichne, mache sich zum &bdquo;heimlichen Verb&uuml;ndeten&ldquo; dieser &bdquo;T&auml;ter&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/78287\/die-unmoegliche-debatte-um-den-tod-einer-radfahrerin\/%20\">&Uuml;bermedien<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kunst im Fadenkreuz von Klimaaktivisten: Klebeattacke nun im Prado-Museum in Madrid<\/strong><br>\nDie Welle von Angriffen auf ber&uuml;hmte Gem&auml;lde ebbt nicht ab. Nach Vorf&auml;llen in Dresden, London, Potsdam und Den Haag haben jetzt Klimaaktivisten in Madrid zugeschlagen. Betroffen sind zwei Gem&auml;lde aus dem Pinsel spanischen Meisters Francisco de Goya im Prado-Museum.<br>\nAm Samstag haben sich zwei Klimaaktivistinnen im Prado-Museum in Madrid an die Rahmen zweier Gem&auml;lde des spanischen Meisters Francisco de Goya geklebt. Betroffen waren die weltber&uuml;hmten Bilder &ldquo;Die nackte Maja&rdquo; und &ldquo;Die bekleidete Maja&rdquo;. An die Wand dazwischen schrieben die jungen Frauen &ldquo;+ 1,5&deg; C&rdquo;. Die beiden Aktivistinnen trugen schwarze T-Shirts mit dem roten Aufdruck &ldquo;Futuro Vegetal&rdquo; (auf Deutsch &ldquo;Pflanzliche Zukunft&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/gesellschaft\/153534-klebeattacke-im-prado-museum-in-madrid\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Berlin: Klimaaktivistin nennt Richterin eine &bdquo;Komplizin der Lebenszerst&ouml;rung&ldquo;<\/strong><br>\nLetzte Generation: Helga H. wurde am Freitag der N&ouml;tigung und des Widerstands schuldig gesprochen. Es ist erst das siebte von mehr als 100 Verfahren. (&hellip;)<br>\nDie Richterin trifft allerdings eine ganz andere Entscheidung &ndash; und betont, nur &bdquo;juristische Erw&auml;gungen&ldquo; h&auml;tten zu ihrem Urteil gef&uuml;hrt. Helga H. wird schuldig gesprochen und erh&auml;lt eine Geldstrafe von 1350 Euro. Ihr Einsatz f&uuml;r den Klimaschutz sei nicht zu &uuml;berh&ouml;ren, sagt die Richterin. &bdquo;Aber davon ist nicht gedeckt, f&uuml;r die eigenen Ziele andere Personen in Geiselhaft zu nehmen.&ldquo; Eine Vielzahl von Autofahrern sei von den drei Aktionen betroffen gewesen; der Klimaschutz als Fernziel h&auml;tte dabei &bdquo;au&szlig;er Betracht zu bleiben&ldquo; und sei keine Rechtfertigung f&uuml;r die Aktionen.<br>\nHelga H.s Verteidiger hatte daf&uuml;r pl&auml;diert, die Anklage gegen sie komplett fallen zu lassen. Er argumentierte, ihre Teilnahme an den Stra&szlig;enblockaden sei eine legitime Protestform sowie Ausdruck der Versammlungs- sowie Meinungsfreiheit. Und auch die Forderung der Staatsanwaltschaft war recht mild: Das &bdquo;blo&szlig;e Festkleben&ldquo; erf&uuml;lle die gesetzlichen Bedingungen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aus Sicht des Staatsanwalts nicht. Er wollte Helga H. nur weiterhin wegen N&ouml;tigung anklagen und empfahl eine Geldstrafe von 1050 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/berlin-letzte-generation-gerichtsprozess-angeklagte-klimaaktivistin-nennt-richterin-eine-komplizin-der-lebenszerstoerung-li.283798\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kriminalisierung des politischen Gegners<\/strong><br>\nIndem der Bundestag am 20. Oktober den Volksverhetzungsparagraphen dahingehend versch&auml;rfte, dass nun bestraft werden kann, wer Kriegsverbrechen &bdquo;billigt, leugnet oder gr&ouml;blich verharmlost&ldquo;, hat er der Gesinnungsjustiz T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet. Schon die &ouml;ffentlich gestellte Frage, ob sich ein Kriegsgeschehen so oder anders abgespielt hat, k&ouml;nnte k&uuml;nftig zu einer Verurteilung f&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nDie neue Fassung von &sect; 130 StGB stellt k&uuml;nftig &bdquo;Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe&ldquo; demjenigen in Aussicht, der &bdquo;eine Handlung der in den &sect;&sect; 6 bis 12 des V&ouml;lkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art [&hellip;] &ouml;ffentlich oder in einer Versammlung in einer Weise billigt, leugnet oder gr&ouml;blich verharmlost, die geeignet ist, zu Hass oder Gewalt [&hellip;] aufzustacheln und den &ouml;ffentlichen Frieden zu st&ouml;ren&ldquo;. Das Gesetz in dieser novellierten Form kann nur als gef&auml;hrlich schwammig bezeichnet werden. Seine Anwendung bed&uuml;rfte zun&auml;chst einer Definition des Unsagbaren. Doch die formale Aburteilung eines Kriegsverbrechens nach dem V&ouml;lkerstrafgesetzbuch ist nicht Bedingung f&uuml;r eine Verurteilung nach &sect; 130 [5] StGB. Es obliegt somit einer toxischen Mischung aus &ouml;ffentlicher Meinung und der pers&ouml;nlichen Auffassung von Staatsanw&auml;lten und Richtern, welches Kriegsverbrechen als erwiesen betrachtet und dessen &bdquo;gr&ouml;bliche Verharmlosung&ldquo; somit unter Strafe gestellt werden sollte.<br>\nAuch der Bedeutungsinhalt des Wortes &bdquo;gr&ouml;blich&ldquo; wird in der Praxis zu erheblichen Problemen f&uuml;hren. Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass k&uuml;nftig alleine die &ouml;ffentlich gestellte Frage, ob sich ein Kriegsgeschehen so oder anders abgespielt hat, zu einer Verurteilung wegen Volksverhetzung f&uuml;hren k&ouml;nnte. Anders als im Fall der Holocaustleugnung ist die strafbewehrte Handlung weitgehend undefiniert. W&auml;hrend der Holocaust in seiner grauenhaften Singularit&auml;t umfassend dokumentiert und unbestritten ist, entziehen sich viele andere Kriegsverbrechen den Bem&uuml;hungen des neutralen Chronisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/verharmlosung-von-kriegsverbrechen-volksverhetzung-meinungsfreiheit%20\">Gerhard Strate in Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89732\">&bdquo;Volksverhetzung&ldquo; &ndash; eine Versch&auml;rfung der Strafbestimmung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sieben Tage der Zerst&ouml;rung<\/strong><br>\nSchlimmer h&auml;tte die erste Woche nach der &Uuml;bernahme f&uuml;r Twitter kaum laufen k&ouml;nnen. Und doch &ndash; es k&ouml;nnte noch wesentlich schlimmer kommen. Das zu verhindern, liege letztlich auch bei den Nutzern selbst. (&hellip;)<br>\nMusk hat auch angek&uuml;ndigt, dass Twitter zum &ldquo;Marktplatz der Debatte&rdquo; werden soll. Aber auf seinem Platz soll offenbar auch Rassistisches oder Verschw&ouml;rerisches Platz haben. Twitter kann nur relevant bleiben, wenn das konsequent bek&auml;mpft wird. (&hellip;)<br>\nAnmerkung: In einer fr&uuml;heren Version wurde der Begriff &ldquo;rassistische oder verschw&ouml;rerische Ratten&rdquo; verwendet. Die Passage wurde ge&auml;ndert. Wir bitten um Entschuldigung f&uuml;r die Wortwahl. Es war nie das Ziel, jemanden zu entmenschlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/twitter-uebernahme-musk-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.K.:<\/strong> Mich hat das zutiefst erschreckt; diese Entmenschlichung und die Gleichsetzung mit Ratten erinnerten mich beim Lesen an die Szenen aus dem Film &ldquo;Jud S&uuml;&szlig;&rdquo;, den ich zu meinen Studienzeiten einmal in einer besonderen Vorf&uuml;hrung an der Uni sehen konnte. Es geht mir in diesem Hinweis nicht um den Themenkomplex Musk\/Twitter\/Entlassungen, sondern darum, wie ein Kommentator in den Tagesthemen sich so sehr &uuml;ber andere Menschen erhebt, dass er sie als Ratten bezeichnet und dass dies niemand in der Tagesschau, kein Redakteur, kein Redaktionsleiter, kein Korrekturleser, kein Web-Programmierer verhindert hat: Jeder Beteiligte hat dies einfach mitgemacht und so ist dies nun auch ver&ouml;ffentlicht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch wenn inzwischen eine Korrektur erfolgt ist, sagt dieser Vorgang einiges &uuml;ber die Geisteshaltung bzw. das Menschenbild der &bdquo;tagesschau&ldquo; aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weiterer R&uuml;ckschlag f&uuml;rs E-Rezept<\/strong><br>\nMit einem E-Rezept Medikamente in der Apotheke abholen: Seit Langem kommt dieses Vorhaben nur schleppend voran &ndash; und nun gibt es den n&auml;chsten R&uuml;ckschlag. In der bundesweit einzigen Pilotregion haben die Kassen den Test gestoppt. (&hellip;)<br>\nBei der schleppenden Einf&uuml;hrung kommt erschwerend hinzu, dass die Skepsis in der &Auml;rzteschaft gro&szlig; ist. In diesem Jahr wurden bisher nur rund 525.000 Digitalverschreibungen eingel&ouml;st. Zum Vergleich: Pro Jahr werden in Deutschland circa 500 Millionen Verschreibungen als rosa Zettelchen ausgestellt &ndash; der Anteil der Digitalverschreibung ist also verschwindend gering.<br>\nAuf freiwilliger Basis k&ouml;nnen in Deutschland zwar alle Praxen das E-Rezept anbieten, von einer fl&auml;chendeckenden Anwendung ist das Produkt aber weit entfernt. Mit der Pilotregion Westfalen-Lippe sollte die Digitalverschreibung neuen Schwung bekommen &ndash; die dortige Kassen&auml;rztliche Vereinigung hatte sich bereiterkl&auml;rt, die Einf&uuml;hrung aktiv zu begleiten und Schritt f&uuml;r Schritt mehr Praxen einzubinden. (&hellip;)<br>\nDer Bundesdatenschutzbeauftragte hatte im Falle von Westfalen-Lippe bef&uuml;rchtet, dass es in der geplanten Form Datenmissbrauch in Apotheken geben k&ouml;nnte. Er erkannte eine Sicherheitsschwachstelle, die &ldquo;Angreifern den unberechtigten Zugang zum E-Rezept-Fachdienst mit den dort gespeicherten E-Rezepten erm&ouml;glichen&rdquo; k&ouml;nnte, wie es in seiner Entscheidung von September hei&szlig;t. Notwendige technische Nachr&uuml;stungen mit Updates f&uuml;r Konnektoren &ndash; also Routern &ndash; und die Apotheken-Software dauern wohl bis Mitte 2023. So lange wollte die KVWL nicht warten und zog nun die Rei&szlig;leine.<br>\n&ldquo;Die Entscheidung des Datensch&uuml;tzers ist eine Bankrotterkl&auml;rung f&uuml;r die Digitalisierung im Gesundheitswesen generell und speziell in der ambulanten Versorgung&rdquo;, sagte KVWL-Vorstand Thomas M&uuml;ller. Das Ziel, dass 25 Prozent aller Verschreibungen von gesetzlich Versicherten elektronisch erfolgen, k&ouml;nne nicht erreicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/e-rezept-103.html%20\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Digitalw&auml;hrung: Deutsche Industrie dr&auml;ngelt beim digitalen Euro<\/strong><br>\nAngesichts des Vorsprungs anderer L&auml;nder droht Europa beim digitalen Zentralbankgeld den Anschluss zu verlieren, warnt der BDI. Er will viele Zusatzfunktionen.<br>\nDer Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) h&auml;lt die Einf&uuml;hrung eines digitalen Euros f&uuml;r unabdingbar. Ein solcher w&auml;re ihm zufolge nicht nur f&uuml;r Privatpersonen als weitere Bezahlart neben Scheinen und M&uuml;nzen ein Fortschritt, sondern auch f&uuml;r Unternehmen. Die digitale Variante des europ&auml;ischen Zentralbankgeldes k&ouml;nnte sogar &ldquo;als Katalysator f&uuml;r die Digitalisierungsvorhaben&rdquo; von Firmen dienen. (&hellip;)<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) k&uuml;ndigte im Juli 2021 eine zweij&auml;hrige Untersuchungsphase rund um die Digitalw&auml;hrung mit dem Fokus auf Technologie und Datenschutz an. Im Oktober 2023 will sie die Entscheidung &uuml;ber eine m&ouml;gliche Umsetzung dieses Vorhabens verk&uuml;nden. Diese Pr&uuml;fung &ldquo;kommt zwar sp&auml;t, ist aber zielf&uuml;hrend&rdquo;, schreibt der BDI in einem jetzt publik gemachten Positionspapier von Ende September. Aufgrund des hohen Komplexit&auml;tsgrads sei es richtig, elementare Aspekte mit allen Beteiligten ausreichend zu diskutieren.<br>\nAngesichts des teils gro&szlig;en Vorsprungs anderer Zentralbanken etwa in Kanada und China sowie der treibenden Kraft von Kryptow&auml;hrungen wie Bitcoin drohe Europa auf diesem Gebiet den Anschluss zu verlieren, mahnt die Lobby-Organisation zur Eile. Dies gelte insbesondere f&uuml;r die Nutzung durch Unternehmen etwa im Lieferkettenmanagement. Sowohl politische Entscheider als auch die hierf&uuml;r verantwortlichen W&auml;hrungsh&uuml;ter sollten gerade bei den f&uuml;r die Industrie relevanten Ausgestaltungsmerkmale z&uuml;gig zu Potte kommen. Zu gro&szlig; sei die Gefahr, &ldquo;dass durch zu langes Abwarten Wettbewerbsnachteile entst&uuml;nden, die nur schwer aufzuholen w&auml;ren&rdquo;.<br>\nDer BDI erwartet, dass &ldquo;mit der Einf&uuml;hrung eines digitalen und programmierbaren Euros die Transaktionskosten im w&auml;hrungsrauminternen und &uuml;bergreifenden Zahlungsverkehr weiter sinken und positive Effekte auf die Geschwindigkeit in der wechselseitigen Wertstellung erzielt w&uuml;rden&rdquo;. Beides d&uuml;rfte eine m&ouml;glichst breite Anwendung forcieren, was wiederum zu einer hohen Akzeptanz des Zahlungsmittels im globalen Handel f&uuml;hren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitalwaehrung-Deutsche-Industrie-draengelt-beim-digitalen-Euro-7329755.html\">Heise Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant hierzu sind insbesondere Artikel von Norbert H&auml;ring &ndash; z.B. dieser: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/kryptowaehrungen\/digitaler-euro\/\">Was Sie alles &uuml;ber den digitalen Euro wissen sollten, um sich davor zu f&uuml;rchten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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