{"id":9014,"date":"2011-04-08T08:52:30","date_gmt":"2011-04-08T06:52:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9014"},"modified":"2011-04-08T08:57:09","modified_gmt":"2011-04-08T06:57:09","slug":"hinweise-des-tages-1364","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9014","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Atomausstieg; Der Euroraum im Umbruch &ndash; Erste gemeinsame Diagnose des Makro-Konsortiums; Kehrtwende in Euro-Krise: EU verliert Glauben an Griechenland; Fatale Zinswende; Finanzsystem gerettet, Arbeitsmarkt demoliert; Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen ist der Einstieg in die Kopfpauschale; Gesetzentwurf zum Schutz &ouml;ffentlicher Interessen durch Whistleblowing vorgestellt; Ex-Lobbyistin der Musikindustrie soll Urheberrechts-Referat der EU-Kommission leiten; Datenschutz &ndash; den gl&auml;sernen Menschen verhindern; Arab spring: an interactive timeline of Middle East protests; Wasserknappheit in den Alpen: Dieses Wettr&uuml;sten ist ein Irrsinn; Deutsche Libyen; Volksverdummung; Aus f&uuml;r Netzsperren &ndash; Regieren ganz nach Gusto; Saar-SPD-Chef Maas &ndash; &ldquo;Sozial-liberal kann wieder eine Option sein&rdquo;; Schleichwerbung in allen Bereichen; Comic: David Prudhomme hat das wahre Leben im Supermarkt eingefangen (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Atomausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Der Euroraum im Umbruch &ndash; Erste gemeinsame Diagnose des Makro-Konsortiums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kehrtwende in Euro-Krise: EU verliert Glauben an Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Fatale Zinswende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Finanzsystem gerettet, Arbeitsmarkt demoliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen ist der Einstieg in die Kopfpauschale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gesetzentwurf zum Schutz &ouml;ffentlicher Interessen durch Whistleblowing vorgestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Ex-Lobbyistin der Musikindustrie soll Urheberrechts-Referat der EU-Kommission leiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Datenschutz &ndash; den gl&auml;sernen Menschen verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Arab spring: an interactive timeline of Middle East protests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Wasserknappheit in den Alpen: Dieses Wettr&uuml;sten ist ein Irrsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Volksverdummung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Aus f&uuml;r Netzsperren &ndash; Regieren ganz nach Gusto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Saar-SPD-Chef Maas &ndash; &ldquo;Sozial-liberal kann wieder eine Option sein&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Schleichwerbung in allen Bereichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Comic: David Prudhomme hat das wahre Leben im Supermarkt eingefangen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=9014&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Atomausstieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>43 Prozent wollen Atomausstieg noch vor 2020<\/strong><br>\nNach der Atom-Katastrophe von Fukushima ist die Mehrheit der Deutschen f&uuml;r einen schnellen Atomausstieg. 43 Prozent wollen, dass Deutschland vor 2020 aus der Atomenergie aussteigt. 43 Prozent sind f&uuml;r einen Ausstieg um das Jahr 2020. Die von der Bundesregierung im letzten Jahr beschlossene Laufzeitverl&auml;ngerung sah einen Atomausstieg um das Jahr 2040 herum vor. Eine so lange Laufzeit bef&uuml;rworten 13 Prozent der Bev&ouml;lkerung. F&uuml;r diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Montag und Dienstag 1004 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.<br>\nSelbst wenn die Strompreise dadurch weniger stark steigen, wollen 68 Prozent der Deutschen nicht, dass die Atomkraftwerke l&auml;nger laufen.<br>\nSelbst bei den Anh&auml;ngern der Regierungsparteien wollen 74 Prozent (Union), bzw. 85 Prozent (FDP) einen Ausstieg sp&auml;testens um 2020.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/unternehmen\/presselounge\/pressemitteilungen\/2011\/04\/20110407_deutschlandtrend_2.phtml\">ARD-DeutschlandTrend<\/a><\/li>\n<li><strong>Stromversorgung in Biblis defekt<\/strong><br>\nNeue Panne im hessischen AKW: 50 Minuten lang musste das Kraftwerk den Angaben zufolge auf die Notversorgung aus den Dieselaggregaten ausweichen. Bei den Gr&uuml;nen weckt der Vorfall Erinnerungen an Japan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/stromversorgung-in-biblis-defekt\/-\/1472596\/8321682\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Razzia bei Areva &ndash; Schwarze Kassen in der Kernkraft-Firma<\/strong><br>\nGro&szlig;razzia bei der Erlanger Atomfirma Areva, an der auch der Siemens-Konzern beteiligt ist: Die Staatsanwaltschaft wirft Ex-Mitarbeitern Schmiergeldzahlungen vor. Offenbar gab es ein umfangreiches System schwarzer Kassen.<br>\nEs kommt kn&uuml;ppeldick in diesen Tagen f&uuml;r die deutsche Atomfirma Areva NP. Zuerst die Katastrophe in Fukushima, die den Widerstand gegen die Kernenergie erh&ouml;ht. Dann die Proteste und Mahnwachen von Fu&szlig;ballfans des 1. FC N&uuml;rnberg, die wegen der Ereignisse in Japan nicht mehr wollen, dass ihre Kicker auf den Trikots f&uuml;r Areva werben. Und nun wird das Erlanger Gemeinschaftsunternehmen des franz&ouml;sischen Areva-Konzerns und des Siemens-Konzerns auch noch von einer Korruptionsaff&auml;re ersch&uuml;ttert. [&hellip;]<br>\nUnd nun kommt heraus, dass zwischen 2002 und 2005 bei Areva NP ein zweistelliger Millionenbetrag auf ausl&auml;ndische Konten transferiert worden sei &ndash; f&uuml;r schwarze Kassen. Aus denen wurden mutma&szlig;lich Schmiergelder bezahlt, um im Ausland an Auftr&auml;ge zu kommen, vermutet die Staatsanwaltschaft N&uuml;rnberg-F&uuml;rth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/razzia-bei-areva-schwarze-kassen-in-der-kernkraft-firma-1.1082302\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die penetrantesten L&uuml;gen der energiepolitischen Debatte<\/strong><br>\nNach Auffassung der atomkritischen &Auml;rzteorganisation IPPNW droht nach Fukushima erneut, dass L&uuml;gen und Desinformationskampagnen rationale Entscheidungen in der Energiepolitik verhindern. &ldquo;Anstelle eines diffusen Meinungsstreits mit neuen wissenschaftlichen Studien brauchen wir jetzt den ungetr&uuml;bten Blick auf einfache energiewirtschaftliche Sachverhalte&rdquo;, so IPPNW-Experte Henrik Paulitz.\n<ul>\n<li>L&uuml;ge Nr. 1: Wenn die deutschen Atomkraftwerke stillgelegt werden, m&uuml;ssen wir Atomstrom aus dem Ausland importieren.<br>\nFakt ist: Deutschland kann allein mit seinen konventionellen Kraftwerken und seinen Wasserkraftwerken rund 80 Gigawatt Strom erzeugen, was dem maximalen Strombedarf entspricht. Meist wird erheblich weniger Strom verbraucht&hellip;<\/li>\n<li>L&uuml;ge Nr. 2: Wir m&uuml;ssen vor allem die Offshore-Windenergie vorantreiben.<br>\nFakt ist: In der Nord- und Ostsee sollen in den kommenden Jahren lediglich ein paar tausend Megawatt Offshore-Windenergie-Leistung aufgebaut werden (maximal 10 Gigawatt). Hingegen k&ouml;nnen an Land in ganz Deutschland kurzfristig weit mehr als 60 Gigawatt Windleistung zubaut werden, selbst wenn einzelne Bundesl&auml;nder den Ausbau weiterhin blockieren sollten.<\/li>\n<li>L&uuml;ge Nr. 3: Wir ben&ouml;tigen viele neue &ldquo;Stromautobahnen&rdquo; von Nord- nach S&uuml;ddeutschland.<br>\nFakt ist: Werden in ganz Deutschland und insbesondere auch in S&uuml;ddeutschland endlich die erneuerbaren Energien wie auch dezentrale Energiespeicher systematisch vorangetrieben, dann werden keine neuen Verbundstromtrassen ben&ouml;tigt. Diese dienen allein der Absicherung der Marktmacht der Konzerne und sollen &uuml;ber drastische Strompreiserh&ouml;hungen erneut weitere Milliarden in die Konzernkassen sp&uuml;len&hellip;.<\/li>\n<li>L&uuml;ge Nr. 4: Der Atomausstieg und der Umstieg auf Erneuerbare f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu massiven Strompreiserh&ouml;hungen.<br>\nFakt ist: W&auml;hrend in den vergangenen Jahren die Kosten der Konzerne f&uuml;r den Atomstrom deutlich sanken, stiegen best&auml;ndig die Strompreise, allein deswegen, weil die Atomkonzerne immer dreister abkassiert haben. Aufgrund falscher Preisbildungsmechanismen in Deutschland sind die Kosten von den Preisen f&uuml;r die Privathaushalte vollkommen abgekoppelt&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/09bb1754be\/die-penetrantesten-luegen-der-energi.html\">IPPNW<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Euroraum im Umbruch &ndash; Erste gemeinsame Diagnose des Makro-Konsortiums (IMK (D&uuml;sseldorf), OFCE (Paris) und WIFO (Wien))<\/strong><br>\nDie EU und vor allem der Euroraum hinken der weltwirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Zwar erholt sich die Konjunktur auch in Europa sp&uuml;rbar, doch ist die Dynamik weitaus schwacher als im Rest der Welt. Zumeist ist in den einzelnen Volkswirtschaften das Produktionsniveau von vor der Krise noch nicht wieder erreicht.<br>\nDas gilt insbesondere f&uuml;r jene L&auml;nder des Euroraums, die sich mittlerweile in einer Staatsanleihenkrise und teilweise in einer tiefen Rezession befinden. Trotz der insgesamt immer noch unbefriedigenden Dynamik schwenkt die Wirtschaftspolitik im Euroraum auf einen weniger expansiven Kurs ein. Dabei geht die Fiskalpolitik sogar auf einen restriktiven Kurs, der die wirtschaftliche Aktivit&auml;t im Prognosezeitraum merklich bremsen durfte. Insgesamt wird die wirtschaftliche Aktivit&auml;t des Euroraums in diesem und im n&auml;chsten Jahr jeweils um 1,5 % zunehmen, wobei teilweise dramatische Unterschiede innerhalb des Euroraums existieren. Auf der einen Seite stehen Krisenl&auml;nder, deren Wirtschaften in diesem Jahr noch deutlich schrumpfen. Auf der anderen Seite entwickeln Export orientierte Industriel&auml;nder wie Deutschland bereits seit dem Vorjahr eine sehr kr&auml;ftige Aufw&auml;rtstendenz. So wird die gesamtwirtschaftliche Produktion der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr mit kr&auml;ftigen 2,7 % wachsen, aber im kommenden Jahr wegen der schw&auml;cheren Weltkonjunktur und des Bremskurses der deutschen und europ&auml;ischen Fiskalpolitik um nur noch 1,7 % zunehmen.<br>\nVor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Spreizung im Euroraum kommt dessen institutioneller Reform entscheidende Bedeutung f&uuml;r die weitere wirtschaftliche Entwicklung zu. Die Institute des Makro-Konsortiums halten es in diesem Zusammenhang f&uuml;r richtig, dass ein permanenter Rettungsschirm eingerichtet wird. Dies kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Notwendig w&auml;re ein Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfonds (EWF), der Staatsschulden und Leistungsbilanzkrisen schon pr&auml;ventiv begegnet und in der Krise Mitgliedsl&auml;nder unterst&uuml;tzt, allerdings unter Auflagen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, dass den Schuldnern ein tragf&auml;higer Zinssatz auferlegt wird, der eine mittelfristige Konsolidierung erst m&ouml;glich macht. Der Pakt f&uuml;r den Euro, der j&uuml;ngst vom Europ&auml;ischen Rat beschlossen wurde, basiert dagegen auf einer unvollst&auml;ndigen Analyse, die die Anpassungslasten einseitig den Krisenl&auml;ndern und der Lohnbildung auferlegt. Notwendig w&auml;re, dass sich auch die L&auml;nder mit Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen an der &Uuml;berwindung von Ungleichgewichten beteiligen. Ein Staatsbankrott ist hingegen kein Ausweg, sondern w&uuml;rde die Krise nur versch&auml;rfen. In der gegenw&auml;rtigen Situation sollte Deutschland seine Binnennachfrage weiter st&auml;rken, um die Krisenbew&auml;ltigung im Euroraum zu erleichtern.<br>\nDie EZB sollte ihren Leitzins im Einklang mit ihrer mittelfristigen Strategie unver&auml;ndert lassen, da keine Zweitrundeneffekte der j&uuml;ngsten Preisschocks zu erwarten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_61_2011.pdf\">IMK Report Nr. 61 April [PDF &ndash; 820 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kehrtwende in Euro-Krise: EU verliert Glauben an Griechenland<\/strong><br>\nVertreter mehrerer Regierungen best&auml;tigten der FTD, dass eine Umstrukturierung der Schulden nicht l&auml;nger ausgeschlossen wird. Grund sind wachsende Zweifel daran, dass Griechenland wie bislang erhofft im Laufe des Jahres 2012 an den Anleihemarkt zur&uuml;ckkehren und sich so teils selbst finanzieren kann. Der Staat w&auml;re damit auf h&ouml;here Kredite der Euro-Gruppe angewiesen. &ldquo;Eine Verl&auml;ngerung und Aufstockung des Hilfspakets w&auml;re politisch nicht vermittelbar. Dann m&uuml;ssen Konsequenzen gezogen werden&rdquo;, hie&szlig; es im Finanzministerium eines gro&szlig;en Euro-Lands.  &ldquo;Wir m&uuml;ssen daf&uuml;r einen Plan in der Tasche haben&rdquo;, sagte der Berater eines EU-Regierungschefs.<br>\nEine Umschuldung der Griechen w&uuml;rde auch die anderen Euro-Krisenstaaten treffen: An den Finanzm&auml;rkten w&uuml;rde sofort spekuliert, ob auch Irland und Portugal umschulden m&uuml;ssen; die Risikoaufschl&auml;ge auf deren Anleihen d&uuml;rften steigen. &ldquo;Die Probleme der drei L&auml;nder h&auml;ngen eng zusammen. Es geht darum, den gordischen Knoten zu durchschlagen&rdquo;, hie&szlig; es in der Euro-Gruppe. Die Last einer Umschuldung &ndash; ob in Form l&auml;ngerer Laufzeiten der Anleihen, ihrer Abwertung oder der Aussetzung von Zinszahlungen &ndash; tr&uuml;gen haupts&auml;chlich Privatinvestoren wie Banken und Versicherungen. Heftige Kritik an einer m&ouml;glichen Abwertung kam vom Versicherer Generali Deutschland: &ldquo;Ein Haircut auf einzelne L&auml;nder w&auml;re in der derzeitigen Situation das falsche Signal&rdquo;, sagte Finanzchef Torsten Utecht der FTD. Die negativen Auswirkungen auf andere L&auml;nder und den Finanzsektor seien &ldquo;kaum zu beherrschen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kehrtwende-in-euro-krise-eu-verliert-glauben-an-griechenland\/60035409.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was bereits der IWF andeutete, wird wohl Realit&auml;t. Erschreckend allerdings die &Auml;u&szlig;erung eines Regierungsberaters, dass man einen Plan B in der Tasche haben m&uuml;sste. Also ich und Lieschen M&uuml;ller dachten sich, dass die Teams, die von den Regierungen und der EU-Kommission auf die Euro-Krise angesetzt wurden, schon l&auml;ngst alle Szenarien durchgespielt haben und selbstverst&auml;ndlich auch das Umschuldungsszenario. &ndash; Sollten wir so bl&ouml;de sein, dass wir die Bl&ouml;dheit unserer Herrschaften so untersch&auml;tzt haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fatale Zinswende<\/strong><br>\nDie EZB begr&uuml;ndet die Zinserh&ouml;hung mit der Inflationsgefahr. Die ist weit &uuml;bertrieben. Zudem: Unter der Verteuerung der Kredite leiden gerade die derzeit schwachen EU-L&auml;nder.<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) will am Donnerstag die Zinswende einleiten. Die erste Zinserh&ouml;hung seit knapp drei Jahren soll zweierlei signalisieren: Die Krise ist vor&uuml;ber und auf die EZB Verlass. Liebe B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, wir Notenbanker k&auml;mpfen tapfer f&uuml;r Euch und gegen die b&ouml;se Inflation. Nur um diese krude Botschaft geht es. Es m&uuml;sste ein Wunder geschehen, um die nach wie vor vom falschen deutschen Denken dominierte Notenbank von ihrem Weg abzubringen. Das aber w&auml;re n&ouml;tig, denn in Wirklichkeit kommt die Zinserh&ouml;hung im besten Fall zu fr&uuml;h, im schlechtesten schadet sie den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, weil sie die Euro-Krise wieder aufleben l&auml;sst. Weil sie weitere Bankenpleiten riskiert. Weil sie das Wachstum abw&uuml;rgt und damit die rekordhohe Arbeitslosigkeit in Euroland erh&ouml;ht. Doch das alles schert die tonangebenden Deutschen nicht, hier den scheidenden Bundesbank-Pr&auml;sidenten Axel Weber, dort den EZB-Chefvolkswirt J&uuml;rgen Stark. Beide scheinen aus ihrer letzten Fehlentscheidung vom Juli 2008 nicht lernen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/fatale-zinswende\/-\/1472602\/8317088\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanzsystem gerettet, Arbeitsmarkt demoliert<\/strong><br>\nStaaten, die Hilfen von EU und IWF in Anspruch nehmen, k&auml;mpfen mit massiven wirtschaftlichen Problemen.<br>\nDie Schuldenkrise h&auml;lt seit Monaten die Eurol&auml;nder im Westen in Atem. Aber angefangen hatte alles ganz woanders: im Osten. Ungarn, Lettland, Rum&auml;nien waren im Herbst 2008 als erste EU-Staaten zahlungsunf&auml;hig geworden und mussten mit Krediten der EU und des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) aufgefangen werden. Hinzu kamen die Schuldnerl&auml;nder Ukraine, Bosnien, Serbien und Wei&szlig;russland. Alle Staaten m&uuml;ssen im Gegenzug f&uuml;r die gew&auml;hrleisteten Hilfen rigide sparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1301874123318\/Schuldenkrise-Finanzsystem-gerettet-Arbeitsmarkt-demoliert\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen ist der Einstieg in die Kopfpauschale<\/strong><br>\nGesundheitsexperte Hartmut Reiners &uuml;ber das M&auml;rchen von der Kostenexplosion und den wirklichen Problemen im Gesundheitswesen.<br>\nHartmut Reiners ist einer der erfahrensten deutschen Experten f&uuml;r Gesundheitspolitik. Von 1992 bis 2010 war er im brandenburgischen Ministerium f&uuml;r Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie Referatsleiter f&uuml;r Grundsatzfragen, zuvor in gleicher Position in Nordrhein-Westfalen. Im Februar erschien sein Buch &ldquo;Krank und pleite?&rdquo;, in dem er die Politik der schwarz-gelben Koalition scharf kritisiert. Die Rede von der &ldquo;Kostenexplosion im Gesundheitswesen&rdquo; h&auml;lt er f&uuml;r ein M&auml;rchen. Wir sprachen mit ihm &uuml;ber die wirklichen und die vermeintlichen Probleme des deutschen Gesundheitssystems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/download.cgi?artikelnr=34473&amp;pfad=\/tp\/r4\/artikel\/34\/34473\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesetzentwurf zum Schutz &ouml;ffentlicher Interessen durch Whistleblowing vorgestellt<\/strong><br>\nBis Ende 2012 muss Deutschland gesetzliche  Reglungen zum Whistleblowerschutz einf&uuml;hren, so lautet die Vorgabe der G20 von deren Gipfel im Seoul im November 2010. In einer Petition an den Deutschen Bundestag forderten &uuml;ber 5.400 B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &bdquo;gesetzliche Regelungen zum bestm&ouml;glichen Schutz von Whistleblowern&ldquo; und die SPD Bundestagsfraktion k&uuml;ndigte anl&auml;sslich des Dioxin-Futtermittelskandals Anfang 2011  einen Gesetzesentwurf noch vor der Sommerpause an. Das Thema Whistleblowing ist also auch jenseits des Ph&auml;nomens WikiLeaks auf der politischen Agenda.<br>\nDie bisherige Diskussion verk&uuml;rzt das Thema jedoch oft darauf, Whistleblower durch Anonymit&auml;t oder rein arbeitsrechtliche Regelungen sch&uuml;tzen zu wollen. Diese Verengung aufzuheben und vom rein rechtlichen Schutz zu einer bewussten Unterst&uuml;tzung  und einem anderen Umgang mit Whistleblowing und Whistleblowern zu gelangen, hat sich der gemeinn&uuml;tzige Verein Whistleblower-Netzwerk zum Ziel gesetzt.<br>\nDas Netzwerk hat jetzt einen eigenen Gesetzentwurf zum Schutz &ouml;ffentlicher Interessen durch Whistleblowing vorgestellt.  Darin hei&szlig;t es in &sect; 1: &bdquo;Ziel des Gesetzes ist, die F&ouml;rderung und Wahrung &ouml;ffentlicher Interessen. Verletzungen oder Gef&auml;hrdungen von &ouml;ffentlichen Interessen sollen durch rechtzeitige, freiwillige Hinweise an geeignete Stellen erkannt und soweit m&ouml;glich beseitigt werden. Hierzu ist es notwendig sicherzustellen, dass derartige Hinweise ohne Angst vor Repressalien und in der Gewissheit abgegeben werden k&ouml;nnen, dass ihnen mit der gebotenen Sorgfalt nachgegangen wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.whistleblower-net.de\/content\/view\/228\/66\/lang,de\/\">Whistleblower Netzwerk e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ex-Lobbyistin der Musikindustrie soll Urheberrechts-Referat der EU-Kommission leiten<\/strong><br>\nDie EU-Kommission muss sich erkl&auml;ren, ob die Verpflichtung einer ehemaligen Lobbyistin der Musikindustrie als Referatsleiterin der Urheberrechtsabteilung in der Generaldirektion Binnenmarkt nicht einen Interessenkonflikt darstellt. Der f&uuml;r die schwedische Piratenpartei im Europaparlament sitzende Abgeordnete Christian Engstr&ouml;m und die niederl&auml;ndische Liberale Marietje Schaake haben nach eigenen Angaben eine offizielle Anfrage an die EU-Kommission gestellt.<br>\nDie spanische Rechtsanw&auml;ltin Maria Martin-Prat soll laut Medienberichten die Nachfolge des scheidenden Copyright-Chefs Tilman L&uuml;der antreten. Als neue Referatsleiterin w&auml;re die Juristin in der EU-Kommission direkt f&uuml;r zentrale Urheberrechtsthemen wie die &Uuml;berarbeitung der EU-Richtlinie zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums (IPRED) oder die Verhandlungen &uuml;ber das umstrittene Anti-Piraterie-Abkommen ACTA zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Ex-Lobbyistin-der-Musikindustrie-soll-Urheberrechts-Referat-der-EU-Kommission-leiten-1223757.html\">Heise<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Datenschutz &ndash; den gl&auml;sernen Menschen verhindern<\/strong><br>\nAm 27. M&auml;rz 2011 fand in Frankfurt am Main eine <a href=\"\/?p=8736#h20\">Veranstaltung<\/a> von <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/?page_id=2\">Business Crime Control e.V.<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.kunstgesellschaft.de\">Kunstgesellschaft<\/a> in Zusammenarbeit mit dem <a href=\"\/?page_id=3921\">NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis Frankfurt am Main<\/a> mit dem ersten hessischen Datenschutzbeauftragten Prof. Spiros Simitis statt. Prof. Simitis gab uns ganz im Rahmen des Datenschutzes die Erlaubnis, die Veranstaltung aufzuzeichnen; wir stellen Ihnen die Aufzeichnung als Audio-Podcast im mp3-Format zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/mp3\/Datenschutz-den_glaesernen_Menschen_verhindern-Teil_1_Interview.mp3\">Teil 1 &ndash; Das Interview (ca. 1 Stunde, 14 Minuten) [ mp3 &ndash; 102 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/mp3\/Datenschutz-den_glaesernen_Menschen_verhindern-Teil_2_Podiumsdiskussion.mp3\">Teil 2 &ndash; Die Publikumsdiskussion (ca. 41 Minuten) [mp3 &ndash; 58 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arab spring: an interactive timeline of Middle East protests<\/strong><br>\nEver since a man in Tunisia burned himself to death in December 2010 in protest at his treatment by police, pro-democracy rebellions have erupted across the Middle East. Our interactive timeline traces key events.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/interactive\/2011\/mar\/22\/middle-east-protest-interactive-timeline\">Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wasserknappheit in den Alpen: Dieses Wettr&uuml;sten ist ein Irrsinn<\/strong><br>\nEs ist Anfang M&auml;rz und Hochsaison in Frankreichs Wintersportregion. Doch selbst auf &uuml;ber 1800 Metern lugen &uuml;berall braune Flecken und Steine unter der d&uuml;nnen weissen Decke hervor. Skigebiete in solcher H&ouml;he galten bisher als schneesicher. Aber die Klimaerw&auml;rmung macht sich immer deutlicher bemerkbar &ndash; besonders ausgepr&auml;gt ist sie in den Alpen: Fast dreimal so stark wie im weltweiten Durchschnitt klettern hier die Temperaturen in die H&ouml;he. &laquo;Klimawandel? Daran glaube ich nicht&raquo;, sagte der Pr&auml;sident der im benachbarten Departement Hochsavoyen gelegenen Portes du Soleil, einem der gr&ouml;ssten europ&auml;ischen Skigebiete im franz&ouml;sisch-schweizerischen Grenzgebiet, k&uuml;rzlich gegen&uuml;ber der Wirtschaftszeitung &laquo;Eco des Pays de Savoie&raquo;. Zudem: &laquo;Wir haben ja die Schneekanonen.&raquo; Doch Schneekanonen brauchen Wasser, eine Menge Wasser sogar &ndash; in jener Jahreszeit, in der es in den Alpen schon von Natur aus am wenigsten Wasser hat. Einer Jahreszeit zudem, in der sich &uuml;ber einen Zeitraum von wenigen Wochen Zehntausende von TouristInnen in wenigen grossen Skigebieten konzentrieren und enorme Mengen an Wasser zum Kochen, Duschen und Baden verbrauchen. Die k&uuml;nstliche Beschneiung von Skipisten drohe die Alpen auszutrocknen, warnte die deutsche Hydrologin Carmen de Jong bereits im April 2007 anl&auml;sslich der Generalversammlung der Europ&auml;ischen Geowissenschaftlichen Vereinigung (EGU).<br>\nDie k&uuml;nstliche Beschneiung der Skipisten stellt f&uuml;r die lokale Wasserversorgung ein wachsendes Problem dar &ndash; qualitativ wie quantitativ. Wurden 2007 im gesamten Alpenraum noch 24&thinsp;000 Hektaren k&uuml;nstlich beschneit, sind es aktuell bereits 50&thinsp;000. Damit hat sich auch die dazu ben&ouml;tigte Wassermenge in nur drei Jahren mehr als verdoppelt. Sie entspricht dem j&auml;hrlichen Wasserverbrauch einer Dreimillionenstadt. Das Wasser f&uuml;r die Schneekanonen kommt gut zur H&auml;lfte aus R&uuml;ckhaltebecken, des Weiteren aus lokalen B&auml;chen, Seen, dem Grundwasser; auch Trinkwasserquellen werden angezapft. Wegen der k&uuml;nstlichen Beschneiung fliesst in den Wintertourismusgebieten bis zu achtzig Prozent weniger Wasser, hat die regionale Wasseragentur berechnet. &laquo;Da werden tempor&auml;r ganze B&auml;che ausgetrocknet&raquo;, sagt de Jong. Ausserdem verdunsten bis zu dreissig Prozent des zum Beschneien eingesetzten Wassers &ndash; beim Beschneien, beim Pr&auml;parieren der Pisten und w&auml;hrend der Speicherung in R&uuml;ckhaltebecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2011\/nr14\/thema\/20576.html\">WOZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die hier geschilderte Problematik d&uuml;rfte nicht nur f&uuml;r Frankreich gelten, sondern f&uuml;r die gesamte Alpenregion also auch f&uuml;r Deutschland, &Ouml;sterreich, Italien und die Schweiz. Abgesehen von den schweren Eingriffen in den Wasserhaushalt und die Vegetation des Alpenraums bieten viele Skiorte au&szlig;erhalb der Saison einen Anblick an kaum zu &uuml;berbietender Tristesse: Zweckbauten ohne den geringsten Anspruch, der Sch&ouml;nheit der umliegenden Bergwelt gerecht zu werden, die durch die Verschandelung der Natur in der n&auml;heren Umgebung dieser Orte ebenso jeden &auml;sthetische Reiz verloren hat. Wer da im Sommer wandern mag, muss schon hoch hinaus oder sich in infrastrukturell noch nicht so erschlossenen Gebiete wagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutsche Libyenpolitik ist eine Achterbahnfahrt<\/strong><br>\nDeutsche Soldaten sollen demn&auml;chst doch im Libyenkonflikt t&auml;tig werden. Der Schritt ist in der Sache richtig. Nur leider macht der Plan erst richtig klar, wie vermurkst die schwarz-gelbe Libyenpolitik ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/deutsche-libyenpolitik-ist-eine-achterbahnfahrt\/4036906.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Berlin erw&auml;gt nun doch Hilfseinsatz<\/strong><br>\nBundeswehr w&uuml;rde Hilfe absichern &ndash; Voraussetzung ist Anfrage der Vereinten Nationen &ndash; Soldaten in EU-Battle-Group k&ouml;nnten zum Einsatz kommen<br>\nDeutschland will sich nach Angaben aus Regierungskreisen an der milit&auml;rischen Absicherung einer Hilfsaktion f&uuml;r die libysche Bev&ouml;lkerung beteiligen, falls die Vereinten Nationen dazu eine Anfrage stellen. &ldquo;Deutschland steht einem auch robusten Hilfseinsatz mit Kr&auml;ften aus der EU-Battle-Group positiv gegen&uuml;ber&rdquo;, hie&szlig; es am Donnerstag in Kreisen der Bundesregierung. Der designierte FDP-Chef Philipp R&ouml;sler sagte der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung, an der Milit&auml;raktion gegen Staatschef Muammar Gaddafi habe sich Deutschland aus guten Gr&uuml;nden nicht beteiligt. &ldquo;Wenn jetzt aber die EU eine humanit&auml;re Aktion in Libyen plant, dann m&uuml;ssen wir dabei sein&rdquo;. SPD und Gr&uuml;ne signalisierten Zustimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1301874118267\/Berlin-erwaegt-nun-doch-Hilfseinsatz\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Vom Gegner zum Feind zum Monster<\/strong><br>\nD&auml;monisierung sorgt daf&uuml;r, dass vom Politiker Gaddafi nichts als der Verbrecher Gaddafi &uuml;brig bleibt, gegen den so gut wie alles erlaubt ist. Die Muster sind erprobt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1114-vom-gegner-zum-monster\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Volksverdummung<\/strong><br>\nPR-Kampagne f&uuml;r &raquo;Zensus 2011&laquo; gestartet. Macher setzen auf Desinformation. Kritiker ziehen vor Gericht. &raquo;Haushaltsstichprobe&laquo; beginnt am 9. Mai<br>\nReichlich sp&auml;t, aber mit gro&szlig;em Buhei werden die Menschen in Deutschland ab sofort f&uuml;r den &raquo;Zensus2011&laquo; hei&szlig; gemacht. Knapp f&uuml;nf Wochen vor der mit Stichtag 9.Mai startenden Volksz&auml;hlung hat das Statistische Bundesamt zum Wochenanfang eine &uuml;berkandidelte Werbekampagne f&uuml;r &raquo;das Gro&szlig;projekt der amtlichen Statistik&laquo; angesto&szlig;en. Mit aufwendigen TV- und Kinospots, Gro&szlig;fl&auml;chenplakaten und Anzeigen soll die Bev&ouml;lkerung in n&auml;chster Zeit &uuml;berw&auml;ltig werden von bunten Bildern und frohen Botschaften. Bei der von ihren Machern als &raquo;moderne Volksz&auml;hlung&laquo; gepriesenen Erhebung wird bis zu ein Drittel der Bev&ouml;lkerung Befragungen &uuml;ber das pers&ouml;nliche, famili&auml;re und nachbarschaftliche Umfeld &uuml;ber sich ergehen lassen m&uuml;ssen. Anders als bei ihrem Vorl&auml;ufer im Jahr 1987 h&auml;lt sich Protest gegen die monstr&ouml;se Datensammlung bislang jedoch in Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/04-06\/009.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aus f&uuml;r Netzsperren &ndash; Regieren ganz nach Gusto<\/strong><br>\nDer verfassungswidrige Umgang mit dem Internet-Gesetz war und ist bezeichnend: Die Regierung behandelt das Parlament nach Gusto.<br>\nEin Gesetz ist kein Schokoladenriegel. Den Riegel kann man kaufen, anbei&szlig;en und wegwerfen, wenn er einem nicht schmeckt. Mit einem Gesetz geht das nicht. Es gilt, einmal verabschiedet, auch f&uuml;r die Kanzlerin. Bei einem Gesetz kann man sich nicht aussuchen, ob es einem schmeckt; auch die Regierung kann das nicht. Sie ist die vollziehende Gewalt und an Recht und Gesetz gebunden; so steht es im Grundgesetz. Nun hat die Bundesregierung beschlossen, sich verfassungskonform zu verhalten. [&hellip;]<br>\nDer verfassungswidrige Umgang mit dem Internet-Gesetz war und ist bezeichnend: Die Regierung behandelt das Parlament nach Gusto. Beim Atom-Moratorium umgeht man es; mit Rettungsschirmen rennt man hastig durch. Rechtsstaatlichkeit ist etwas anderes. Das Parlament ist keine Konditorei, in der man einkauft, wenn man Lust hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aus-fuer-netzsperren-regieren-ganz-nach-gusto-1.1082261\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Saar-SPD-Chef Maas &ndash; &ldquo;Sozial-liberal kann wieder eine Option sein&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen triumphieren, die Roten treten auf der Stelle: Saar-Landeschef Heiko Maas warnt seine Partei davor, die j&uuml;ngsten Wahlergebnisse zu ignorieren. Die SPD m&uuml;sse st&auml;rker als bisher gr&uuml;ne Themen besetzen &ndash; und gleichzeitig das sozial-liberale Projekt wiederbeleben. [&hellip;]<br>\nDie Gr&uuml;nen haben sich mit ihren W&auml;hlern ver&auml;ndert und sind l&auml;ngst in der b&uuml;rgerlichen Mitte angekommen. Die Sponti-W&auml;hler von gestern w&auml;hlen immer noch gr&uuml;n, sind aber auch l&auml;ngst in b&uuml;rgerlichen Milieus zu Hause. Gr&uuml;ne und CDU eint die Distanz zu gesellschaftlicher Ver&auml;nderung. So haben heute beide auf ihre Art ein konservatives Profil.<br>\nDie jetzige gr&uuml;ne Welle bei CDU und FDP, insbesondere die prinzipienlose Anbiederung der CDU an die Gr&uuml;nen, ist zwar auf Seite der Konservativen ausschlie&szlig;lich machtpolitisch begr&uuml;ndet. Sie erweitert aber auch die Machtoptionen der Gr&uuml;nen. Deshalb wird es in Zukunft keinen rot-gr&uuml;nen Automatismus mehr geben k&ouml;nnen &ndash; und deshalb ist die SPD gut beraten, ihre Attraktivit&auml;t f&uuml;r &ouml;kologisch motivierte B&uuml;rger bis tief in die Mitte der Gesellschaft unter Beweis zu stellen und gleichzeitig ein politisches Angebot an entt&auml;uschte schwarz-gelbe Wechselw&auml;hler zu formulieren. [&hellip;]<br>\nIn einem F&uuml;nfparteiensystem kann man sich nicht mehr dauerhaft an einen Partner ketten. Das gilt auch f&uuml;r die FDP, die sich jetzt aus der babylonischen Gefangenschaft mit der CDU befreien muss und nach dem Abgang von Westerwelle neuen Mehrheitsoptionen &ouml;ffnen kann.<br>\nDie FDP hat es jetzt selbst in der Hand, ob sie in einem F&uuml;nfparteiensystem machtpolitisch &uuml;berfl&uuml;ssig sein will oder nicht. Sie muss sich jetzt von dem marktradikalen Westerwelle-Kurs, der sie in die politische Sackgasse gef&uuml;hrt hat, verabschieden und ihre Tradition als Freiheits- und B&uuml;rgerrechtspartei personell und inhaltlich wiederbeleben. Auch die Sozialdemokratie hat Wurzeln im politischen Liberalismus. Sozial-liberal war mal ein erfolgreiches politisches Projekt. Wenn sich die FDP wandelt, kann dies ebenso wieder zu einer Gestaltungsoption f&uuml;r die SPD werden, wie es Rot-Gr&uuml;n heute ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,755364,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.K.:<\/strong> Ich kann mir nicht helfen von was redet der Mann? Mit welcher FDP will er koallieren? Dass sich die FDP vom neoliberalen Kurs verabschiedet, welche Indikation hat Herr Maas? Welche Personen sollen daf&uuml;r stehen? Und, welche Indikatoren gibt es, das sich die SPD endlich selbst vom neoliberalen Agenda 2010 Kurs verabschiedet?<\/em><br>\n<em>Wo ist die SPD &uuml;berhaupt noch eine politische Kraft? Solange sich die SPD nicht eingesteht, dass der Agenda 2010 Kurs das kausale Problem ihres Abstieges ist, wird die SPD nie mehr eine mehrheitsf&auml;hige politische Kraft werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schleichwerbung in allen Bereichen<\/strong><br>\nDie taz-Recherche zur Schleichwerbe-Anf&auml;lligkeit bei Medien hat das Thema der K&auml;uflichkeit von Inhalten in den Branchenfokus gebracht. MEEDIA sprach mit dem Journalisten und Medienforscher Andreas Eickelkamp, der von einem kritischen &ldquo;Machtverh&auml;ltnis zwischen Redaktionen und Anzeigenabteilungen&rdquo; spricht. Besonders bei niedrigpreisigen Frauenzeitschriften herrsche offenbar ein Klima, &ldquo;in dem Chefredakteure kein entsprechendes Gegengewicht gegen die Werbeabteilungen schaffen&rdquo; k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/details-topstory\/article\/schleichwerbung-in-allen-bereichen_100034182.html\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Comic: David Prudhomme hat das wahre Leben im Supermarkt eingefangen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pdf\/comics\/2011-04_prudhomme.pdf\">Le Monde diplomatique [PDF &ndash; 195 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Atomausstieg; Der Euroraum im Umbruch &ndash; Erste gemeinsame Diagnose des Makro-Konsortiums; Kehrtwende in Euro-Krise: EU verliert Glauben an Griechenland; Fatale Zinswende; Finanzsystem gerettet, Arbeitsmarkt demoliert; Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen ist der Einstieg in die Kopfpauschale; Gesetzentwurf zum Schutz &ouml;ffentlicher Interessen durch Whistleblowing vorgestellt; Ex-Lobbyistin der Musikindustrie soll Urheberrechts-Referat der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9014\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-9014","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9014"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9014\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9019,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9014\/revisions\/9019"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}