{"id":90198,"date":"2022-11-10T08:34:54","date_gmt":"2022-11-10T07:34:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198"},"modified":"2022-11-10T09:29:52","modified_gmt":"2022-11-10T08:29:52","slug":"hinweise-des-tages-4233","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h01\">B&uuml;rgergeld zu niedrig: Parit&auml;tischer fordert armutsfesten Regelsatz von 725 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h02\">Alle wollen Reiche besteuern &ndash; au&szlig;er Christian Lindner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h03\">Altersarmut: Diesseits und jenseits der Grundsicherung im Alter nach SGB XII<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h04\">Reform des EU-Stabilit&auml;tspakts: Doch keine &bdquo;Atombombe&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h05\">USA: Zwischenwahlen liefern ein Unentschieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h06\">Je st&auml;rker, desto verhasster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h07\">Die Heimatfront br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h08\">&bdquo;Doppelwumms&ldquo; aus Bali?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h09\">Einflusskampf am Nil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h10\">Klimakonferenz: Deutschland hat die Hausaufgaben nicht gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h11\">FDP-Chef Lindner wirbt f&uuml;r &bdquo;Digitales Bargeld&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h12\">Zum Konzept der Aktienrente: Schuldenfinanzierte Spekulationsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h13\">Kekul&eacute;: &bdquo;Halte nichts davon, jede Variante aufzubauschen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h14\">Krone-Schmalz geht gegen Kritiker vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h15\">Wenn die Zeitungsmacher &uuml;berfordert sind &ndash; man darf auch mal lachen &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>B&uuml;rgergeld zu niedrig: Parit&auml;tischer fordert armutsfesten Regelsatz von 725 Euro<\/strong><br>\nLaut einer aktuellen Expertise des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands ist die zum Januar 2023 geplante Anhebung der Regels&auml;tze in der Grundsicherung auf 502 Euro, &uuml;ber die der Deutsche Bundestag am morgigen Donnerstag im Zusammenhang mit einer Reform von Hartz IV und der Einf&uuml;hrung eines sogenannten &ldquo;B&uuml;rgergeldes&rdquo; ber&auml;t, viel zu niedrig. Nach Berechnungen der Parit&auml;tischen Forschungsstelle m&uuml;ssten die Leistungen auf mindestens 725 Euro angehoben werden, um wirksam vor Armut zu sch&uuml;tzen. Der Verband fordert eine entsprechende Erh&ouml;hung des Regelsatzes um 276 Euro plus die vollst&auml;ndige &Uuml;bernahme der Stromkosten und mahnt die Politik zur Eile: Angesichts der Notlage der Betroffenen sei keine Zeit zu verlieren.<br>\nDer Parit&auml;tische kritisiert die regierungsamtliche Berechnungsmethode trotz der neuen Fortschreibungsmethodik als nicht geeignet, das verfassungsrechtlich gebotene soziokulturelle Existenzminimum abzusichern. &ldquo;Ob Hartz IV oder B&uuml;rgergeld, an der eigentlichen Berechnungsmethode hat sich nichts ge&auml;ndert, die Leistungen bleiben trickreich kleingerechnet, reichen vorne und hinten nicht und gehen an der Lebensrealit&auml;t der Menschen vorbei&rdquo;, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Angesichts der rasant steigenden Preise insbesondere f&uuml;r Energie und Lebensmittel stelle die geplante Erh&ouml;hung zum 1. Januar keine Verbesserung des Lebensstandards dar, sondern lediglich eine Anpassung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten der letzten 12 Monate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/buergergeld-zu-niedrig-paritaetischer-fordert-armutsfesten-regelsatz-von-725-euro\/%20\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> So sehr die Forderung des Parit&auml;tischen auch gerechtfertigt und dringend notwendig ist. Sie w&uuml;rde ohne Zweifel die gr&ouml;&szlig;tenteils verzweifelte Situation der Betroffenen erheblich verbessern. Hervorzuheben ist zudem, dass der Parit&auml;tische die vollst&auml;ndige &Uuml;bernahme der Stromkosten fordert, waren diese doch schon in der Vergangenheit viel zu niedrig angesetzt, was sich aktuell aufgrund der Strompreissteigerungen noch einmal deutlich versch&auml;rft hat. Dennoch bleibt der Parit&auml;tische in seiner Herangehensweise der falschen Systematik des sogenannten Berechnungsverfahrens verhaftet. Wie der Parit&auml;tische auch in <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/fileadmin\/user_upload\/Seiten\/Presse\/docs\/Kurzexpertise_PariForschungsstelle_Regelbedarfsermittlung2023.pdf\">seiner Kurzexpertise<\/a> selbst darlegt, verzichtet die Kurzexpertise &bdquo;auf eine kritische Problematisierung des Verfahrens und wendet f&uuml;r die Fortschreibung den nach &sect;28a SGB XII gesetzlich vorgeschriebenen Mechanismus an&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Doch gerade dieser Mechanismus sorgt in diesen Zeiten einer sich immer und immer weiter verst&auml;rkenden Polarisierung zwischen Arm und Reich genau daf&uuml;r, dass die H&ouml;he eines solcherart berechneten Regelsatzes zuverl&auml;ssig unter dem grundgesetzlich vorgeschriebenen Existenzminimum liegt. Als Referenzgruppe zur Berechnung werden ebenfalls Arme herangezogen und bilden mit ihren (einkommensbedingt sehr niedrigen) Ausgaben die Grundlage der Berechnung. Doch aus Armut kann mit einer solchen Systematik nur weitere Armut berechnet werden. Notwendig ist hingegen ein klarer Bruch mit dieser selbstreferentiellen Berechnungssystematik.<\/em><\/p>\n<p><em>In den Studien &bdquo;Was der Mensch braucht&ldquo; von 2010, 2011 und (vorerst) zuletzt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Studie_Was_der_Mensch_braucht_2015.pdf\">2015<\/a> habe ich wiederholt und ausf&uuml;hrlich dargelegt, dass und warum die seit Anfang der Neunziger Jahre genutzte Statistikmethode grunds&auml;tzlich ungeeignet zur Berechnung einer sozialen Mindestsicherung, des Existenzminimums, ist. Daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert, ganz im Gegenteil. Erst die grunds&auml;tzliche Abkehr von diesem falschen Verfahren birgt &uuml;berhaupt erst die Chance, den betroffenen Menschen ihre grundgesetzlich verbrieften Rechte zukommen zu lassen, n&auml;mlich das Recht auf eine soziokulturelle Teilhabe. Da k&ouml;nnen Merz, Linnemann und Co. mit ihrer sogenannten Kritik noch so sehr polemisch versuchen, Niedrigl&ouml;hner als Kronzeugen gegen Sozialleistungsbezieher in Stellung zu bringen. Dass sie dabei zudem noch mit falschen Zahlen &bdquo;argumentieren&ldquo; (sprich: Fake News verbreiten), sollte ihnen bei einem Rest Anstand die Schamesr&ouml;te ins Gesicht treiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Alle wollen Reiche besteuern &ndash; au&szlig;er Christian Lindner<\/strong><br>\nSogar die sogenannten Wirtschafts&shy;weisen &ndash; Gralsh&uuml;ter des Neo&shy;liberalismus &ndash; empfehlen der Bundesregierung h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche. Doch der Finanzminister mauert.<br>\nWenn die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen wie Gewerkschaften oder Sozialverb&auml;nde h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche fordern, h&auml;lt sich der Nachrichtenwert &uuml;blicherweise in Grenzen. Doch diese Woche sprach sich eine Institution f&uuml;r eine h&ouml;here Steuerlast f&uuml;r Spitzenverdiener aus, von der man dies &uuml;blicherweise nicht erwartet: Der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage der Bundesregierung, die sogenannten &raquo;Wirtschaftsweisen&laquo;, empfehlen in ihrem neuen Jahresgutachten die tempor&auml;re Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes oder die Einf&uuml;hrung eines Energiesolidarit&auml;tszuschlags.<br>\nBei SPD und Gr&uuml;nen w&auml;re die Bereitschaft dazu sicher vorhanden &ndash; doch die FDP bleibt stur. Finanzminister Lindner pocht auf die Vereinbarung im Koalitionsvertrag, die Steuererh&ouml;hungen ausschlie&szlig;t. Doch einige Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne wollen deutlich weiter gehen. Erst k&uuml;rzlich forderten gr&uuml;ne Spitzenpolitiker eine Verm&ouml;gensabgabe. SPD-Chefin Saskia Esken bef&uuml;rwortet eine solche Abgabe ebenfalls, und der Debattenkonvent der SPD &ndash; eigentlich schon fast ein kleiner Parteitag &ndash; zog mit. Kanzler Scholz und Vizekanzler Habeck halten sich bedeckt. Einzig Finanzminister Lindner bleibt seiner Rolle als Bodyguard der Reichen treu: Schutz f&uuml;r Verm&ouml;gende und Spitzenverdiener hat f&uuml;r ihn oberste Priorit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/alle-wollen-reiche-besteuern-ausser-christian-lindner\/\">Lukas Scholle auf Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Altersarmut: Diesseits und jenseits der Grundsicherung im Alter nach SGB XII<\/strong><br>\nBlickt man die vergangenen Jahre zur&uuml;ck, dann steigt sie kontinuierlich an, die Zahl der Empf&auml;nger der Sozialhilfeleistung Grundsicherung im Alter (und bei Erwerbsminderung f&uuml;r Menschen vor dem Erreichen der Altersgrenze) nach &sect; 41 ff. SGV XII.<br>\n&raquo;Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine bedarfsorientierte und bed&uuml;rftigkeitsgepr&uuml;fte F&uuml;rsorgeleistung. Zugang zu den Leistungen haben erwachsene Personen, deren (anrechenbares) Einkommen, (verwertbares) Verm&ouml;gen und\/oder (realisierbare) Unterhaltsanspr&uuml;che nicht ausreichen, um den individuellen Bedarf zu decken. Hierbei bleiben Unterhaltsanspr&uuml;che gegen&uuml;ber Kindern bzw. Eltern unber&uuml;cksichtigt, sofern das j&auml;hrliche Gesamteinkommen des Unterhaltspflichtigen 100.000 Euro nicht &uuml;bersteigt&laquo;, so die Kurzbeschreibung von Johannes Steffen.<br>\nEr weist zugleich darauf hin: &raquo;Hilfebed&uuml;rftige Bezieher einer (vollen) Altersrente haben erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung&laquo; &ndash; und die steigt im Zuge der sukzessiven Einf&uuml;hrung der &bdquo;Rente mit 67&ldquo;. 2021 lag die Altersgrenze bei 65 Jahre und zehn Monate und die 67 Jahre werden f&uuml;r das Baujahr 1964 erreicht. Auch zu bedenken: &raquo;Wer eine vorgezogene Altersrente bezieht, ist bei Bed&uuml;rftigkeit zun&auml;chst auf Leistungen nach dem dritten Kapitel SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt) verwiesen; hier aber ist vor allem der Unterhaltsr&uuml;ckgriff sehr viel rigider ausgestaltet. Und bed&uuml;rftige Erwerbsgeminderte haben nur dann Zugang zu Leistungen der Grundsicherung nach SGB XII, sofern sie voll und dauerhaft erwerbsgemindert sind; andernfalls sind auch sie auf Leistungen nach dem dritten Kapitel SGB XII bzw. nach dem SGB II (&bdquo;Hartz IV&ldquo;) verwiesen.&laquo;<br>\nIm Dezember 2021 wurden bundesweit 588.780 Empf&auml;nger\/innen von Grundsicherung im Alter ausgewiesen. Damit lag die &bdquo;Grundsicherungsquote&ldquo; (also die Zahl der Empf&auml;nger\/innen von Grundsicherung im Alter in Prozent der Bev&ouml;lkerung entsprechenden Alters) deutschlandweit bei 3,35 Prozent &ndash; wobei die Stadtstaaten Hamburg mit 9,02 Prozent, Bremen 7,34 Prozent und Berlin mit 6,64 Prozent der &Auml;lteren mit Abstand die Spitzenpositionen belegt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2022\/11\/08\/diesseits-und-jenseits-der-grundsicherung-im-alter\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reform des EU-Stabilit&auml;tspakts: Doch keine &bdquo;Atombombe&ldquo;<\/strong><br>\nDie EU-Kommission schl&auml;gt minimale &Auml;nderungen am Euro-Stabilit&auml;tspakt vor. Mit monatelanger Verz&ouml;gerung hat Br&uuml;ssel die Reform am Mittwoch vorgelegt.<br>\nVor dem Hintergrund wachsender Schulden, steigender Zinsen und einer drohenden Rezession setzt die EU-Kommission auf mehr Budgetdisziplin in der Eurozone. Dies geht aus einem Vorschlag zur Reform des Stabilit&auml;tspakts hervor, den die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde am Mittwoch mit monatelanger Verz&ouml;gerung vorgelegt hat. Urspr&uuml;nglich sollte die Reform der umstrittenen europ&auml;ischen Schuldenregeln, die seit Beginn der Coronapandemie 2020 ausgesetzt sind, schon in diesem Fr&uuml;hjahr beginnen. Doch Deutschland stand auf der Bremse. Damals hatte Frankreich den EU-Vorsitz inne und wollte die Regeln am liebsten ganz abschaffen.<br>\nVon der erhofften gro&szlig;en Reform bleibt im Kommissionsvorschlag nicht viel &uuml;brig. An den im Maastricht-Vertrag von 1992 verankerten Grundregeln &ndash; die Neuverschuldung wird auf 3 Prozent der Wirtschaftsleistung begrenzt, der Schuldenstand auf 60 Prozent &ndash; wird weiter nicht ger&uuml;ttelt.<br>\nNeu ist, dass eine Regel zum Schuldenabbau wegf&auml;llt. Sie sah vor, dass klamme L&auml;nder wie Italien oder Griechenland den Schuldenstand binnen zwanzig Jahren auf 60 Prozent senken m&uuml;ssen. Diese Regel wurde allerdings nie eingehalten, denn dies w&auml;re nur mit harten K&uuml;rzungen und utopischen Budget&uuml;bersch&uuml;ssen m&ouml;glich.<br>\nAn ihre Stelle sollen nun individuelle &bdquo;Pfade&ldquo; zum Abbau der Schulden r&uuml;cken, die Br&uuml;ssel mit den Probleml&auml;ndern vereinbart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Reform-des-EU-Stabilitaetspakts\/!5890688\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>USA: Zwischenwahlen liefern ein Unentschieden<\/strong><br>\nDer gro&szlig;e Triumph einer &bdquo;Red-Wave&ldquo; der Republikaner blieb aus. Das Repr&auml;sentantenhaus k&ouml;nnten sie, wenn auch knapp, gewinnen. Den Senat werden wohl die Demokraten behalten.<br>\nDie Zwischenwahlen in den USA verliert traditionell die Partei, die den Pr&auml;sidenten stellt. Diesmal scheinen die Wahlen aber zugleich eine Abstimmung &uuml;ber das Wahlsystem selbst zu sein. Der Ausgang wird &ndash; zugespitzt gesagt &ndash; dar&uuml;ber mitentscheiden, ob die USA noch weiterhin eine Demokratie sind.<br>\nDiese Aussicht hat zu einer &uuml;berraschend starken Mobilisierung der Demokraten gef&uuml;hrt, w&auml;hrend viele Unabh&auml;ngige und Republikaner anscheinend doch Ber&uuml;hrungs&auml;ngste gegen&uuml;ber Kandidaten des rechten Lagers zeigten, die recht unumwunden ihre Putschgel&uuml;ste artikulierten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Zwischenwahlen-liefern-ein-Unentschieden-7334613.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Je st&auml;rker, desto verhasster<\/strong><br>\nVolksrepublik China im Fokus westlicher Propaganda. Rhetorische Vorbereitung auf &raquo;Systemwettbewerb&laquo; und Wirtschaftskrieg.<br>\nDie neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird, ist der &raquo;Schutz kritischer Sektoren&laquo; vor chinesischen Investitionen. (&hellip;) Warum ist das so? Die Volksrepublik ist seit 70 Jahren &uuml;beraus erfolgreich und vor allem in den vergangenen Jahren zu einer aus westlicher Sicht ernstzunehmenden Konkurrentin geworden. Das neue Schlagwort lautet &raquo;Systemwettbewerb&laquo;. Ablesen l&auml;sst sich der Erfolg unter anderem am Bruttoinlandsprodukt (BIP), das seit Beginn der 90er Jahre kontinuierlich gestiegen ist, und im vergangenen Jahr nach Angaben von Statista vom 25. Oktober einen neuen Rekordwert von rund 17,7 Billionen US-Dollar erreicht hat. F&uuml;r das Jahr 2022 wird das BIP Chinas auf rund 20,3 Billionen US-Dollar prognostiziert. Damit ist die chinesische Volkswirtschaft zur zweitgr&ouml;&szlig;ten &Ouml;konomie aufgestiegen und wird bald die Nummer eins sein. Diese Zahlen haben auch reale Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Nachdem im vergangenen Jahr die absolute Armut in China &uuml;berwunden wurde, haben alle Chinesen gen&uuml;gend zu essen, Bildung und ein Dach &uuml;ber dem Kopf. W&auml;hrend weltweit der Hunger zunimmt und die globale Sterblichkeitsrate steigt, &uuml;bertrifft Chinas durchschnittliche Lebenserwartung (78,2 Jahre) beispielsweise jene der &raquo;vorbildlichen&laquo; Demokratie USA mit 77,2 Jahren. Im Gegensatz zu den f&uuml;hrenden Industrienationen starben in China (Stand Juni) weniger als 18.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus &ndash; bei einer Gesamtinfektionszahl von etwas mehr als drei Millionen F&auml;llen. (&hellip;) Im Oktober ver&ouml;ffentlichte die South China Morning Post aus Hongkong einen Stimmungsbericht, der Informationen aus Gespr&auml;chen mit chinesischen B&uuml;rgern best&auml;tigt: &raquo;Xi Jinping hat das Land sehr gut regiert, darum unterst&uuml;tzen wir eine dritte Amtszeit&laquo;. Vor allem bei den &auml;rmeren Schichten ist die Unterst&uuml;tzung besonders gro&szlig;, da sich die Lebensbedingungen f&uuml;r diese Gruppe in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438434.ver%C3%B6ffentlichte-meinung-je-st%C3%A4rker-desto-verhasster.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Heimatfront br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nDie Proteste gegen die Preisexplosionen bei Energie und Lebensmitteln nehmen kein Ende. Zwischen Ende August bis Ende Oktober fanden mehr als 4.400 Demonstrationen statt, wie &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; unter Berufung auf Angaben der Bundesl&auml;nder berichtet. Woche f&uuml;r Woche gehen mehr als 100.000 Menschen auf die Stra&szlig;e &ndash; weitestgehend totgeschwiegen von den gro&szlig;en Medien oder diffamiert als Rechte und Putin-Trolle. Die Protestierenden werden abgestraft, weil sie den Zusammenhang erkennen zwischen dem irrsinnigen Wirtschaftskrieg der Bundesregierung gegen Russland und den hohen Kosten f&uuml;r Gas, &Ouml;l und Strom plus einer nie dagewesenen Inflation im zweistelligen Bereich.<br>\nDie moraltriefende Propaganda f&uuml;r bedingungslose Panzerlieferungen in die Ukraine verf&auml;ngt immer weniger, die Rufe nach einem Verhandlungsfrieden werden immer lauter. Eine Mehrheit der Deutschen w&uuml;nscht sich laut aktuellem ARD-&bdquo;Deutschlandtrend&ldquo; mehr Diplomatie zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. 55 Prozent der Befragten sagen, die Bundesregierung muss hier mehr tun. Das sind 14 Prozent mehr als im Juni. Nur noch drei von zehn Befragten halten die diplomatischen Bem&uuml;hungen derzeit f&uuml;r ausreichend, lautet das verheerende Arbeitszeugnis f&uuml;r die Gr&uuml;nen-Au&szlig;enministerin Annalena &bdquo;Russland ruinieren&ldquo; Baerbock. F&uuml;r die Forderung der Ukraine und ihrer PR-Abteilungen im Westen nach Lieferung weiterer Waffen gibt es in der deutschen Bev&ouml;lkerung keine Mehrheit. Nur rund jedem F&uuml;nften (21 Prozent) geht die Unterst&uuml;tzung nicht weit genug, 30 Prozent geht sie bereits zu weit. Zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung machen sich mit Blick auf die Preissteigerungen gro&szlig;e beziehungsweise sehr gro&szlig;e Sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/die-heimatfront-broeckelt-4774357\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Doppelwumms&ldquo; aus Bali?<\/strong><br>\nIndonesiens Pr&auml;sident Joko Widodo hat zwischenzeitlich f&uuml;r den G20-Gipfel der f&uuml;hrenden Wirtschaftsm&auml;chte in der kommenden Woche auf der Insel Bali eine Friedensinitiative f&uuml;r die Ukraine angek&uuml;ndigt. Sein Land werde bei dem Gipfel alle dazu einladen, &bdquo;sich zusammenzusetzen und sich in einen konstruktiven Dialog zu begeben&ldquo;, k&uuml;ndigte Widodo in einer Videobotschaft zum Abschluss der internationalen Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Berlin an. Dazu geh&ouml;rten auch jene, die auf unterschiedlichen Seiten st&uuml;nden. &bdquo;Nur auf diesem Wege k&ouml;nnen wir eine starke Grundlage schaffen f&uuml;r den Wiederaufbauprozess der Ukraine.&ldquo; Friedensdiplomatie habe h&ouml;chste Priorit&auml;t, so Widodo weiter: &bdquo;Der Krieg muss enden.&ldquo; Der Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Wirtschaftskraft der Ukraine seien unm&ouml;glich, wenn der Krieg nicht ende. Die Interessen des ukrainischen Volkes st&uuml;nden dabei an erster Stelle. Widodo wiederholte eindringlich: &bdquo;Der Frieden muss unsere Priorit&auml;t sein hinsichtlich der n&auml;chsten Schritte, die wir einleiten.&ldquo; Deutlicher k&ouml;nnte die Differenz zu den st&auml;ndigen Rufen im Wertewesten nach immer neuen Waffenlieferungen nicht sein. Indonesiens Pr&auml;sident spricht hier f&uuml;r den Globalen S&uuml;den wie auch f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in Deutschland, die mehr Diplomatie fordern. In den westlichen Hauptst&auml;dten werden die Staats- und Regierungschefs Sto&szlig;gebete sprechen, der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin m&ouml;ge dem G20-Gipfel fernbleiben, um so vielleicht die Illusion aufrechterhalten zu k&ouml;nnen, Russland sei international isoliert. Indonesien hat sich dem Druck auf Ausladung nicht gebeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/doppelwumms-aus-bali-4774302\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einflusskampf am Nil<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn AG wird f&uuml;r eine Milliardensumme in den kommenden 15 Jahren das aktuell in &Auml;gypten entstehende Hochgeschwindigkeitsnetz betreiben. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete der Konzern am Dienstag am Rande der UN-Klimakonferenz in Sharm el Sheikh. Das Schienennetz, das mit 2.000 Kilometern L&auml;nge das sechstgr&ouml;&szlig;te der Welt werden soll, wird derzeit von einem Konsortium unter F&uuml;hrung von Siemens gebaut. Der Konzern liefert zudem Hochgeschwindigkeits- und Regionalz&uuml;ge, Lokomotiven und allerlei Bahntechnologie und erh&auml;lt daf&uuml;r 8,1 Milliarden Euro. Es handelt sich um den bisher gr&ouml;&szlig;ten Auftrag der Firmengeschichte. Die Gro&szlig;auftr&auml;ge bringen nicht nur Profit, sie erm&ouml;glichen es der Bundesrepublik auch, ihren Einfluss in &Auml;gypten zu konsolidieren, wo zuletzt vor allem China seine Position erheblich st&auml;rken konnte &ndash; insbesondere wirtschaftlich. Dies wiegt schwer, da &Auml;gypten nicht nur &ouml;konomisch spezielle Bedeutung hat &ndash; als drittgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Afrikas &ndash;, sondern aufgrund seiner Lage am Suezkanal vor allem auch geostrategisch wichtig ist. W&auml;hrend die Deutsche Bahn kr&auml;ftig expandiert, leidet der Verkehr auf dem deutschen Heimatmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9079\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klimakonferenz: Deutschland hat die Hausaufgaben nicht gemacht<\/strong><br>\nEnergie und Klima &ndash; kompakt: Die Bundesregierung zeigt wenig Willen, zum globalen Klimaschutz beizutragen. Stattdessen werden alte Feindbilder wiederbelebt und die Verantwortung f&uuml;r das Versagen Russland zugeschoben.<br>\nIm &auml;gyptischen Scharm El-Scheich am Roten Meer laufen sich derzeit Beobachter, Lobbyisten und Diplomaten aus aller Welt auf der diesj&auml;hrigen UN-Klimakonferenz langsam warm. Seit Montag wird, wie berichtet, in dem Touristenort im S&uuml;den der Sinai-Halbinsel mal wieder &uuml;ber globalen Klimaschutz geredet.<br>\nWie immer wird man zwei Wochen konferieren &ndash; meist auf der Beamtenebene. F&uuml;r gew&ouml;hnlich fliegen die zust&auml;ndigen Minister und zum Teil auch Regierungschefs erst in der zweiten Woche ein, wenn die Vorarbeiten getan sind. Doch diesmal sind sie gleich zu Anfang dabei. Offensichtlich ein Zeichen daf&uuml;r, dass der &uuml;beraus z&auml;he Verhandlungsprozess festgefahren ist. Wieder einmal.<br>\nErst 29 der 194 UNO-Mitglieder haben, wie eigentlich schon mindestens ein Jahr &uuml;berf&auml;llig, ihre vollkommen unzureichenden nationalen Selbstverpflichtungen (INDC im Jargon der Klimadiplomaten) verbessert, hie&szlig; es am Sonntag bei der Er&ouml;ffnung der Konferenz aus dem Sekretariat der Klimarahmenkonvention.<br>\nAuch Deutschland, das seine Selbstverpflichtungen gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedern abgibt, hat noch nicht geliefert und wird es laut Bundesregierung auch nicht mehr vor Abschluss der Konferenz machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Klimakonferenz-Deutschland-hat-die-Hausaufgaben-nicht-gemacht-7334412.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>F&uuml;r Klimasch&auml;den m&uuml;ssen die Verursacher haften<\/strong><br>\nDamit die Verursacher und nicht die Betroffenen f&uuml;r Klimasch&auml;den zahlen, braucht es Verbindlichkeit und keine Freiwilligkeit. Ob es bei der Klimakonferenz COP27 dazu kommt, ist fraglich. Denn die gr&ouml;&szlig;ten Verschmutzer arbeiten an den Beschl&uuml;ssen mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/fuer-klimaschaeden-muessen-die-verursacher-haften-cop27-un-klimakonferenz-lea-rahman\/\">Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>FDP-Chef Lindner wirbt f&uuml;r &bdquo;Digitales Bargeld&ldquo;<\/strong><br>\nFDP-Chef Christian Lindner hat sich auf Twitter und in Br&uuml;ssel f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines digitalen Euro als Innovations- und Wachstumsmotor ausgesprochen. Er nennt ihn skurriler Weise &bdquo;digitales Bargeld&ldquo;. Bei seiner freiheitlichen Gefolgschaft kommt das nicht gut an. Aus gutem Grund.<br>\nAuf Twitter schrieb Christian Lindner am 7. November:<br>\n&bdquo;Die Einf&uuml;hrung eines digitalen Euro sollten wir f&uuml;r einen gro&szlig;en Innovationssprung nutzen: Digitales Bargeld kann unseren Alltag leichter machen &amp; ein Wachstumsmotor f&uuml;r die Wirtschaft sein. Ein Selbstl&auml;ufer ist das aber nicht, wie ich eben in Br&uuml;ssel deutlich gemacht habe.&ldquo;<br>\nZu welchem Anlass er in Br&uuml;ssel war und das sagte, schrieb er nicht.<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank arbeitet an der Einf&uuml;hrung eines digitalen Euro. Im Unterschied zu digitalem Gesch&auml;ftsbankengeld &ndash; unseren Guthaben bei der Bank -, die rechtlich nur Anspr&uuml;che auf Auszahlung von echten (Barged-)Euro darstellen, w&auml;re ein digitaler Euro Geld, das wie Bargeld von der Zentralbank ausgegeben wird. Man h&auml;tte ihn entweder auf einem Konto bei der Zentralbank, oder &ndash; wahrscheinlicher &ndash; auf einem Treuhandkonto bei einer Gesch&auml;ftsbank. Anders als normale Bankguthaben w&auml;re das keine blo&szlig;e Verbindlichkeit der Bank uns gegen&uuml;ber, sondern ein Treuhandverm&ouml;gen, &auml;hnlich wie Aktien in einem Bankdepot.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/lindner-digitaler-euro\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch Digitalw&auml;hrung: Deutsche Industrie dr&auml;ngelt beim <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h14\">digitalen Euro<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zum Konzept der Aktienrente: Schuldenfinanzierte Spekulationsrente<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick sieht das von den herrschenden Medien nun verk&uuml;ndete Modell der &bdquo;Aktienrente&ldquo;, das im Bundesfinanzministerium erarbeitet worden sei, aus wie der Vollzug eines der Lieblingsprojekte der FDP aus den Koalitionsverhandlungen der &bdquo;Ampelregierung&ldquo;: Der Rentenversicherung sollen 10 Milliarden zugef&uuml;hrt werden, deren Ertr&auml;ge &bdquo;von Mitte der 2030er Jahre in die Rentenversicherung flie&szlig;en, um sie finanziell zu st&auml;rken&ldquo;. Im Koalitionsvertrag hie&szlig; es, dies sollte &bdquo;im Jahre 2022&ldquo; geschehen &ndash; und zwar &bdquo;aus Haushaltsmitteln&ldquo;. Aus 2022 ist 2023 geworden, vor allem aber hat die Quelle dieses Neubeginns eine Nuancierung erfahren &ndash; nun ist anders als 2021 von &bdquo;Haushaltsmitteln in Form von Darlehen&ldquo; die Rede. (&hellip;) Das DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel hat v&ouml;llig recht, wenn sie ironisch fragt: &bdquo;Wer ber&auml;t eigentlich den Bundesfinanzminister? Jedem Privatanleger r&auml;t man davon ab, Aktiendepots &uuml;ber Schulden zu finanzieren.&ldquo; Der Versto&szlig; gegen diese Elementarregel jeder seri&ouml;sen Geldanlage r&uuml;hrt daher, dass Bundesfinanzminister Christian Lindner sich in der Quadratur des Kreises versucht: Er hat kein Geld mehr f&uuml;r dieses FDP-Lieblingsprojekt, m&ouml;chte es aber trotz Wirtschaftskrieg unbedingt noch durchbringen. Also finanziert er es &ndash; Schuldenbremse hin, Schuldenbremse her &ndash; &uuml;ber Pump. Das kann b&ouml;se enden, vor allem, wenn sich diejenigen durchsetzen, die diesen Schritt zwar begr&uuml;&szlig;en, aber darauf dr&auml;ngen, das Volumen von 10 Milliarden Euro schnell auszuweiten, weil der Effekt sonst viel zu gering w&auml;re. Vor allem angesichts dieser Gefahr warnt beispielsweise der Mannheimer &Ouml;konomieprofessor Hans Peter Gr&uuml;ner vor einer &bdquo;schuldenfinanzierten Aktienspekulation des Staates&ldquo;, die, wenn das Volumen ausgeweitet werde, im Falle deutlicher Kursverluste &bdquo;die Bonit&auml;t des Staates oder die Ertr&auml;ge der Rentner beeintr&auml;chtigen&ldquo; w&uuml;rden. In der Tat legt das Lindner-Projekt, kombiniert mit dem Kriegswahn, die Axt an die Stabilit&auml;t der Rentenfinanzierung. Die Versorgung k&uuml;nftiger Rentnergenerationen verlagert sich, wenn diese Weichenstellung nicht verhindert wird, ins Casino.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/schuldenfinanzierte-spekulationsrente-4774343\/\">Manfred Sohn in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kekul&eacute;: &ldquo;Halte nichts davon, jede Variante aufzubauschen&rdquo;<\/strong><br>\nt-online: Herr Kekul&eacute;, wie erkl&auml;ren Sie sich die derzeit r&uuml;ckl&auml;ufigen Corona-Zahlen?<br>\nAlexander Kekul&eacute;: Seit der zweiten Oktoberwoche registriert das Robert Koch-Institut einen kontinuierlichen R&uuml;ckgang der Neuinfektionen, der Hospitalisierungen, der Covid-F&auml;lle auf den Intensivstationen und des Positivenanteils bei den PCR-Tests. Das gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r M&uuml;nchen und Bayern: Das Oktoberfest hatte keine nachhaltige Auswirkung auf die Infektionswelle. Das RKI vermutet, dass die aktuelle Entspannung lediglich an den Herbstferien liegt. Ich bin da weniger pessimistisch.<br>\nWarum?<br>\nWir hatten im Sommer eine massive Infektionswelle mit der Omikron-Untervariante BA.5 und die ist jetzt einfach durch. Daf&uuml;r m&uuml;ssen nicht alle bereits immun gegen BA.5 sein. Es gen&uuml;gt auch, wenn sich der sozial besonders aktive Teil der Bev&ouml;lkerung durchinfiziert hat, der sich am wenigsten vor Ansteckung sch&uuml;tzen will oder sch&uuml;tzen kann. Nach und nach wird BA.5 jetzt auch die anderen Menschen erreichen, aber das dauert deutlich l&auml;nger. Deshalb steigen Pandemiewellen jeweils steil an und fallen nur langsam wieder ab.<br>\nKann man bez&uuml;glich BA.5 also Entwarnung geben?<br>\nMenschen ohne besondere Risikofaktoren, die sich bereits einmal oder mehrmals mit Corona infiziert haben, m&uuml;ssen sich in der Tat keine Sorgen wegen der aktuellen BA.5-Variante machen. Das Risiko einer schweren oder t&ouml;dlichen Erkrankung ist bei sonst gesunden Geimpften oder Genesenen bis etwa 70 Jahre sehr gering.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/coronavirus\/id_100076374\/pandemie-vorbei-virologe-kekule-es-waere-zynisch-das-problem-fuer-beendet-zu-erklaeren.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Krone-Schmalz geht gegen Kritiker vor<\/strong><br>\nWer in der BRD in Sachen Ukraine-Krieg nicht auf Linie der westlichen Propaganda ist, muss mit heftigem Gegenwind rechnen. Das erf&auml;hrt gerade unter anderem die langj&auml;hrige ARD-Korrespondentin in Moskau, Gabriele Krone-Schmalz. Nachdem sie Mitte Oktober in der Volkshochschule Reutlingen einen Vortrag &uuml;ber &raquo;Russland und die Ukraine&laquo; gehalten hatte, brach ein heftiger Shitstorm &uuml;ber sie ein. Franziska Davies, die in M&uuml;nchen zu osteurop&auml;ischer Geschichte forscht, hatte Krone-Schmalz auf Twitter beispielsweise als &raquo;eine langj&auml;hrige und vehemente Verteidigerin des verbrecherischen Putin-Regimes&laquo; bezeichnet. Die Volkshochschule K&ouml;ln hatte daraufhin eine Veranstaltung vom 27. Oktober mit Krone-Schmalz aus ihrem Terminkalender genommen &ndash; der Vortrag fand dennoch statt. Nun hat die ehemalige ARD-Journalistin ihre Anw&auml;lte gegen Davies eingeschaltet, wie T-Online am Dienstag berichtete. Davies&rsquo; Aussagen seien von der Meinungsfreiheit nicht gedeckt, erkl&auml;rte Krone-Schmalz&rsquo; Anwalt gegen&uuml;ber T-Online. &raquo;Frau Davies behauptet wahrheitswidrig, die Mandantin habe seit Jahrzehnten nicht journalistisch oder wissenschaftlich zu Russland gearbeitet und sei deshalb keine Russland-Expertin. Frau Davies m&ouml;chte nicht diskutieren, sondern &rsaquo;canceln&lsaquo;. Sie fordert von Veranstaltern, die Mandantin auszuladen und begr&uuml;ndet das mit schlichten L&uuml;gen &uuml;ber Frau Krone-Schmalz.&laquo; (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438486.krone-schmalz-geht-gegen-kritiker-vor.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wenn die Zeitungsmacher &uuml;berfordert sind &ndash; man darf auch mal lachen &hellip;<\/strong><br>\n&laquo;Die Zeit ist noch nicht reif f&uuml;r Friedensgespr&auml;che&raquo;, so lautete eine Headline der &laquo;Aargauer Zeitung&raquo; am Samstag, 5. November 2022 &ndash; am Samstag jeweils als &laquo;Die Schweiz am Wochenende&raquo; betitelt. Und die Schlussfolgerung des Autors, des Kriegsreporters Kurt Pelda, lautete: &laquo;Friedensgespr&auml;che ergeben erst dann einen Sinn, wenn sich in Moskau die Einsicht durchgesetzt hat, dass der Krieg f&uuml;r Russland verloren ist.&raquo;<br>\nDas stand auf Seite 23. Auf Seite 38 aber, wo in der gleichen Ausgabe der gleichen &laquo;Aargauer Zeitung&raquo; die Todesanzeigen platziert waren und wo des oft schwierigen Layouts wegen auch F&uuml;ller-Anzeigen platziert werden, war auch eine F&uuml;ller-Anzeige mit einem Bibel-Spruch zu finden:<br>\nJesus spricht: &laquo;Selig sind, die Frieden stiften. Sie werden Gottes Kinder heissen.&raquo; Matth&auml;us 5,9. &ndash; Pech f&uuml;r den Kriegsreporter Kurt Pelda.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/wenn-die-zeitungsmacher-ueberfordert-sind-man-darf-auch-mal-lachen\/\">Globabridge<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-90198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=90198"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90203,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90198\/revisions\/90203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=90198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=90198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=90198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}