{"id":90265,"date":"2022-11-12T11:45:24","date_gmt":"2022-11-12T10:45:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90265"},"modified":"2022-11-12T13:04:01","modified_gmt":"2022-11-12T12:04:01","slug":"venezuela-der-aufsteigende-pfad-der-revolte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90265","title":{"rendered":"Venezuela: Der aufsteigende Pfad der Revolte"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die Regierungspartei die Existenz eines Wirtschaftswunders suggeriert, macht die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung harte Zeiten durch. Wie schrieb doch einst Walter Benjamin? &bdquo;Aber nie darf einer seinen Frieden mit Armut schlie&szlig;en, wenn sie wie ein riesiger Schatten &uuml;ber sein Volk und sein Haus f&auml;llt. Dann soll er seine Sinne wachhalten f&uuml;r jede Dem&uuml;tigung, die ihnen zuteil wird, und so lange sie in Zucht nehmen, bis sein Leiden nicht mehr die absch&uuml;ssige Stra&szlig;e des Grams, sondern den aufsteigenden Pfad der Revolte gebahnt hat.&ldquo; Von <strong>Reinaldo Iturriza<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_778\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-90265-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221112_Venezuela_Der_aufsteigende_Pfad_der_Revolte_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221112_Venezuela_Der_aufsteigende_Pfad_der_Revolte_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221112_Venezuela_Der_aufsteigende_Pfad_der_Revolte_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221112_Venezuela_Der_aufsteigende_Pfad_der_Revolte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=90265-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/221112_Venezuela_Der_aufsteigende_Pfad_der_Revolte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"221112_Venezuela_Der_aufsteigende_Pfad_der_Revolte_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><ol type=\"I\">\n<li>Mitte der 1920er Jahre, aus der unmittelbaren Erfahrung der Hyperinflation, die die Weimarer Republik zwischen 1921 und 1923 schwer getroffen hatte, schrieb Walter Benjamin &uuml;ber die Vorstellung von einer &bdquo;bevorstehenden Katastrophe&ldquo;, die innerhalb der deutschen Bourgeoisie vorherrschte. Diese fand sich wieder in &bdquo;dem Schatze jener Redewendungen, mit welchen die aus Dummheit und Feigheit zusammengeschwei&szlig;te Lebensart des deutschen B&uuml;rgers sich allt&auml;glich verr&auml;t: &lsquo;Es kann nicht mehr so weitergehen&rsquo; (&hellip;)&ldquo;.\n<p>Benjamin hebt hervor, dass die Wahrnehmung einer grundlegenden &bdquo;Instabilit&auml;t&ldquo; der Tatsache geschuldet war, dass sie direkte Auswirkungen auf die Klasseninteressen des Bourgeois hatte, anders als es in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg der Fall war: &bdquo;Da die relative Stabilisierung der Vorkriegsjahre ihn beg&uuml;nstigte, glaubt er, jeden Zustand, der ihn depossediert, f&uuml;r unstabil ansehen zu m&uuml;ssen.&ldquo;<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt von Benjamins &Uuml;berlegungen steht jedoch, dass wirtschaftliche &bdquo;Stabilisierung&ldquo; oft einen gro&szlig;en Teil der Menschheit zur Verelendung verurteilt: &bdquo;Aber stabile Verh&auml;ltnisse brauchen nie und nimmer angenehme Verh&auml;ltnisse zu sein und schon vor dem Krieg gab es Schichten, f&uuml;r welche die stabilisierten Verh&auml;ltnisse das stabilisierte Elend waren.&ldquo;<\/p>\n<p>Es ist wichtig, sich daran zu erinnern: Die &bdquo;Laune&ldquo; der Bourgeoisie stimmt &auml;u&szlig;erst selten mit der der popularen Klassen &uuml;berein.<\/p><\/li>\n<li>Was wissen wir &uuml;ber den Ursprung der Redewendung &bdquo;Venezuela ist repariert&ldquo; (Venezuela se arregl&oacute;), die zurzeit so h&auml;ufig verwendet wird, und was bedeutet der Gebrauch dieser Phrase eigentlich?\n<p>Wer ihren Ursprung recherchiert, st&ouml;&szlig;t auf zwei &Uuml;berraschungen: Erstens stammt sie nicht aus dem Land selbst, sondern aus dem Ausland. Zweitens wurde sie urspr&uuml;nglich verwendet, um eine kritische Distanz zur Instrumentalisierung der Venezuela-Frage durch Medien des Establishments in L&auml;ndern wie Spanien, Kolumbien, Argentinien und Chile herzustellen, zumeist im Vorfeld einer Wahl zur Unterst&uuml;tzung von konservativen politischen Kr&auml;ften.<\/p>\n<p>Dies ist das Ergebnis einer &Uuml;berpr&uuml;fung von Twitter-Inhalten, die hier als eine Ann&auml;herung dient, aber sehr anschaulich ist. In dem Dreijahreszeitraum 2016&ndash;2018 wurde die Redewendung rund f&uuml;nfzig Mal in den Sozialen Netzwerken verwendet. In fast der H&auml;lfte der F&auml;lle wird sie als ironische Anspielung darauf benutzt, dass Venezuela nach den Wahlen pl&ouml;tzlich nicht mehr in den Nachrichten auftauchte, ganz im Gegensatz zur &uuml;berzogenen Berichterstattung w&auml;hrend des Wahlkampfes.<\/p>\n<p>Im Jahre 2019 &auml;nderte sich das, als die Redewendung auch in Venezuela-basierten Benutzerkonten verwendet wird. Vor allem spiegelt ihr Gebrauch eine zynische Haltung wider, anstatt das hegemoniale Narrativ der venezolanischen Wirklichkeit kritisch zu reflektieren; in den meisten F&auml;llen wird &bdquo;Venezuela se arregl&oacute;&ldquo; sarkastisch verwendet, im Wissen, dass es nicht stimmt oder, genauer gesagt, dass es sich dabei um eine L&uuml;ge handelt.<\/p>\n<p>Diese zynische Wendung f&auml;llt mit einem Ph&auml;nomen von gro&szlig;er sozialer Bedeutung zusammen &ndash; oder ist vielmehr eine Antwort darauf; das umfasst die De-facto-Dollarisierung der venezolanischen Wirtschaft, die Freigabe der Preise sowie die massive Abschaffung der Einfuhrz&ouml;lle. F&uuml;r einen Teil der Bev&ouml;lkerung bedeutet das eine gewisse Wahrnehmung von &bdquo;Normalisierung&ldquo;. Diese Normalisierung beruht auf der Tatsache, dass es seitdem m&ouml;glich ist, mit einer starken W&auml;hrung [dem US-Dollar] Handel zu treiben, die Regale in den L&auml;den sind wieder gut gef&uuml;llt, der Markt wird mit importierten Waren geflutet und die M&ouml;glichkeiten von Luxuskonsum vervielf&auml;ltigen sich, zumindest in der Theorie. All dies geschieht jedoch im Kontext einer Hyperinflation.<\/p>\n<p>Im Grunde w&uuml;rde die Formulierung &bdquo;Venezuela se arregl&oacute;&ldquo; eine Leugnung von &bdquo;Normalisierung&ldquo; bedeuten. Manchmal l&auml;sst sich sogar die Absicht erkennen, die zutiefst r&uuml;ckschrittlichen Ma&szlig;nahmen zur Kontrolle der Hyperinflation und zur &bdquo;Stabilisierung&ldquo; der Wirtschaft zu hinterfragen, das ist aber nicht oft der Fall. In der Regel entbehrt sie jeder kritischen Nuance und ist eher damit verbunden, sich nicht damit zu besch&auml;ftigen, was wirklich vor sich geht.<\/p>\n<p>Jedenfalls ist diese zynische Herangehensweise gr&ouml;&szlig;tenteils den verwirrenden Zeiten geschuldet, in denen es immer schwieriger ist, die Vorstellung aufrechtzuerhalten, dass die beiden antagonistischen Projekte noch immer im Streit liegen. Programmatische Grenzen verschwimmen. In der D&auml;mmerung der Bolivarischen Revolution ist alles grau in grau.<\/p>\n<p>Die Regierung f&auml;hrt mittlerweile eine Wirtschaftspolitik, die von der chavistischen Basis und einem Gro&szlig;teil der aktuellen F&uuml;hrung eindeutig als neoliberal angeprangert werden w&uuml;rde, wenn eine anti-chavistische Regierung sie anwenden w&uuml;rde. Derweil streitet die zersplitterte und politisch wie auch milit&auml;risch geschlagene anti-chavistische F&uuml;hrung dar&uuml;ber, ob man nun die generelle Ausrichtung der Wirtschaftspolitik feiern oder ablehnen sollte, der sie im Grunde zustimmt. In der Regel herrscht Desorientierung.<\/p>\n<p>Daraus resultiert die Ambivalenz der Redewendung, die auf einen Diskurs zur&uuml;ckgeht, der den Anti-Chavismus ausmacht (&bdquo;Venezuela kann nicht repariert werden&ldquo;). Gleichzeitig k&ouml;nnte dies aber auch einem potenziell subversiven praktischen Ansatz Vorschub leisten (&bdquo;Wenn es nur f&uuml;r eine Minderheit repariert ist, dann ist Venezuela gar nicht repariert&ldquo;).<\/p>\n<p>Diese Ambivalenz verst&auml;rkte sich im Jahr 2021, als die Formulierung in sozialen Netzwerken viral ging. Im April 2021 gab es nur sechs Erw&auml;hnungen, im Mai waren es bereits hundert. Der Wind drehte sich. Von da an wuchsen sie exponentiell: mehr als 500 im August, mehr als 1.500 im September und mehr als 2.000 im Dezember.<\/p>\n<p>Wie l&auml;sst sich das erkl&auml;ren? Was ist im Jahr 2021 geschehen? Meiner Meinung nach zwei Dinge: die &bdquo;Normalisierung&ldquo;, die 2019 angesto&szlig;en wurde, setzte sich fest. Dies f&uuml;hrt zur Annahme, dass das zuvor genannte Ph&auml;nomen &#8210; Dollarisierung, Warenverf&uuml;gbarkeit, importierte G&uuml;ter &uuml;berall, Vervielfachung der sogenannten &bdquo;bodegones&ldquo; [Gesch&auml;fte f&uuml;r hochwertige Importprodukte], Wiederer&ouml;ffnung von Bingo-Gesch&auml;ften und Casinos &#8210; von Dauer ist. Au&szlig;erdem trugen die politischen Ma&szlig;nahmen im Kampf gegen die Hyperinflation langsam Fr&uuml;chte: Die Inflationsrate ist in zw&ouml;lf aufeinanderfolgenden Monaten auf unter 50 Prozent und seit September 2021 bis auf einen Monat unter zehn Prozent geblieben.<\/p>\n<p>Beide Umst&auml;nde &#8210; die stetige Verbesserung der wirtschaftlichen Lage hin zu einer &bdquo;Normalisierung&ldquo; und die erfolgreiche Bek&auml;mpfung der Hyperinflation &#8210; lassen uns nicht nur den &uuml;berschw&auml;nglichen Optimismus der Regierungspartei verstehen, sondern auch die Tatsache, dass sie die Bedeutung von &bdquo;Venezuela se arregl&oacute;&ldquo; mit zahlreichen Verweisen auf den &bdquo;wirtschaftlichen Aufschwung&ldquo; und &Auml;hnliches er&ouml;rtert.<\/p>\n<p>Meine Annahme ist, dass die Entscheidung der Regierungspartei, die Bedeutung des Ausdrucks zu diskutieren, zusammen mit der Resonanz, die dies bei einem zynischen Publikum und in geringerem Ma&szlig;e bei einem zu kritischeren Positionen neigenden Segment hervorruft, den Fortbestand des Ausdrucks erkl&auml;rt.<\/p><\/li>\n<li>Abgesehen von den &bdquo;Schlagw&ouml;rtern&ldquo; der Bourgeoisie, die Walter Benjamin kommentierte, geht es hier darum, dass die &bdquo;Stabilisierung&ldquo;, die der Bourgeoisie als Klasse zugute kommt, im Allgemeinen der Arbeiterklasse schadet. Nochmal: Eine Wirtschaft, die &bdquo;stabilisiert&ldquo; wird, kann durchaus &bdquo;stabilisiertes Elend&ldquo; f&uuml;r die Mehrheit bedeuten.\n<p>Man kann dar&uuml;ber streiten, ob der Ausdruck &bdquo;stabilisiertes Elend&ldquo; die derzeitige Lage Venezuelas treffend beschreibt. Unbestreitbar ist, dass Armut, Elend und Ungleichheit seit 2014 signifikant zugenommen haben. Au&szlig;erdem, und dies ist meiner Meinung nach der wichtigste Faktor, kann man nicht behaupten, dass die Wirtschaftspolitik der Regierung darauf abzielt, die Lage umzukehren. Tats&auml;chlich k&ouml;nnte man sogar sagen, dass das Gegenteil der Fall ist.<\/p>\n<p>Eine st&auml;rker werdende populare Mobilisierung von Gewerkschaften, Lehrern, Rentnern, staatlichen Verwaltungsangestellten usw. im Jahr 2022 scheint zu zeigen, dass noch unertr&auml;glicher als materielle und geistige Entbehrungen eine offizielle Darstellung ist, die, gest&uuml;tzt von Regierungsfunktion&auml;ren, die Existenz eines Wirtschaftswunders suggeriert. Als Beweis wird das Wirtschaftswachstum &uuml;ber vier hintereinander folgende Quartale seit dem dritten Quartal 2021 angef&uuml;hrt, mit einem Durchschnitt von mehr als 17 Prozent.<\/p>\n<p>Aber wenn diese Zahlen im offiziellen Diskurs als &bdquo;Wunder&ldquo; gedeutet werden k&ouml;nnen, wie soll man dann die Tatsache benennen, dass zwischen dem 15. M&auml;rz und dem 20. September 2022, einem Halbjahreszeitraum, der monatliche Mindestlohn in seinem Wert von 39,95 auf 21,77 US-Dollar gefallen ist? Und wie soll man die regressive &Auml;nderung der Lohnskala oder die willk&uuml;rliche Festnahme von Arbeitern verstehen, die schwere F&auml;lle von Korruption zur Anzeige gebracht haben?<\/p>\n<p>Trotz Erpressung und Druck vonseiten der Regierung ist die anhaltende Mobilisierung der Arbeiterklasse weitergegangen und damit einhergehend der offensichtliche Versuch einiger anti-chavistischer Akteure, im Tr&uuml;ben zu fischen. Beide wurden auf Distanz gehalten. Der vielleicht wichtigste Aspekt dieser Mobilisierung ist, dass dadurch neue Zeiten angek&uuml;ndigt werden, in denen der Zynismus, der letztlich funktional f&uuml;r die Aufrechterhaltung des gegenw&auml;rtigen Zustands ist, an Boden verliert gegen&uuml;ber kritischeren und k&auml;mpferischen Positionen.<\/p>\n<p>Um es mit Walters Benjamins Worten zu sagen: Anstatt seinen Frieden mit der Armut zu schlie&szlig;en, geht es darum, die Sinne zu sch&auml;rfen, die von jahrelanger Dem&uuml;tigung und Entbehrung taub geworden sind, und den Pfad der Revolte wieder einzuschlagen. Ironischerweise k&ouml;nnte es sein, dass das &uuml;bertrieben optimistische Regierungsnarrativ, w&auml;hrend die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung harte Zeiten durchmacht, zu einem Wiederaufleben popularer W&uuml;rde beigetragen hat. Es ist allgemein bekannt, dass Gott nicht nur &bdquo;Wunder&ldquo; tut, sondern auch auf wundersame Weise wirkt.<\/p><\/li>\n<\/ol><p>&Uuml;bersetzung: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2022\/11\/260895\/venezuela-aufsteigender-pfad-der-revolte\">Constanze Gr&auml;sche und Vilma Guzm&aacute;n, Amerika21<\/a><\/p><p>Titelbild: shutterstock \/ Tuangtong Soraprasert<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema: <\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89874\">Stimmen aus Kuba: Kapitalismus, Unterentwicklung und das Ziel, beides zu &uuml;berwinden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=82730\">USA-Venezuela &ndash; Ukraine-Krieg, Sanktionen und der &Ouml;lpoker<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/cd0084b96e994b778b2327fb5fbf0350\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die Regierungspartei die Existenz eines Wirtschaftswunders suggeriert, macht die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung harte Zeiten durch. Wie schrieb doch einst Walter Benjamin? &bdquo;Aber nie darf einer seinen Frieden mit Armut schlie&szlig;en, wenn sie wie ein riesiger Schatten &uuml;ber sein Volk und sein Haus f&auml;llt. 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