{"id":90283,"date":"2022-11-11T16:45:56","date_gmt":"2022-11-11T15:45:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283"},"modified":"2022-11-11T15:53:24","modified_gmt":"2022-11-11T14:53:24","slug":"hinweise-des-tages-ii-560","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h01\">Zocken f&uuml;r die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h02\">B&uuml;rgergeld statt Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h03\">Mit der Goldenen Lohnregel gegen die Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h04\">Ausstand bei Sana<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h05\">Die wirtschaftliche Verflechtung Deutschlands mit China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h06\">Mit Biden wird es nicht besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h07\">Uniper: 40 Milliarden Euro bitte: Gro&szlig;e Kasse mit Kriegsdividenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h08\">Falscher Fokus auf Corona-Impfung? Deutschlands gef&auml;hrlicher Vorsorgestau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h09\">Nahverkehr lahmgelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h10\">Schweigegeld statt Entsch&auml;digung (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h11\">Die afrikanischen L&auml;nder k&ouml;nnen sich nicht einfach an die Klimakrise &bdquo;anpassen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h12\">Die SPD: so jung, so frisch, so daneben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90283#h13\">Ja, ich schaue die WM! Aus &Uuml;berzeugung!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zocken f&uuml;r die Rente<\/strong><br>\nDie absurde Idee der &ldquo;Aktienrente&rdquo;: Was (nicht nur) Bundesfinanzminister Lindner &uuml;ber Sparen und Investitionen in Sachanlagen, niedrige Zinsen und Renditen wissen m&uuml;sste.<br>\nNach der gro&szlig;en Finanzkrise der Jahre 2008\/2009 waren f&uuml;r einen Moment alle kl&uuml;ger. Zocken, das wusste man nach den b&ouml;sen Erfahrungen von damals, ist prinzipiell gef&auml;hrlich. Besonders gef&auml;hrlich ist es, wenn man nicht einmal mit dem eigenen Geld zockt, sondern sich verschuldet, um in den Kasinos dieser Welt sein Gl&uuml;ck zu versuchen.<br>\nMan nimmt also Schulden auf, f&uuml;r die man fest vereinbarte Zinsen zahlen muss, und hofft darauf, mit der dann zur Verf&uuml;gung stehenden Summe so erfolgreich zu zocken, dass man nicht nur die Zinsen zahlen kann, sondern auch noch einen Gewinn macht, weil die erzielte Rendite den Zins &uuml;bersteigt. Mit diesem wunderbaren Gewinn, so die Hoffnung, kann man dann in Ruhe seinen Lebensabend genie&szlig;en.<br>\nKann es noch etwas Absurderes geben? Nein, eigentlich nicht, es sei denn, diese Aktion wird nicht von einf&auml;ltigen Privatleuten gemacht, sondern vom Staat. Doch genau das plant der Bundesfinanzminister. Er will wegen der demografischen Sorgen eine Aktienrente schaffen, deren Kapitalstock zun&auml;chst mit staatlichen Schulden gef&uuml;llt wird.<br>\nSp&auml;ter werden dann sicher auch die B&uuml;rger in irgendeiner Weise dazu gebracht, in diesen Fonds einzuzahlen, auf dass sich das ganze Volk langfristig und unabh&auml;ngig von der Demografie eine wirklich stabile und sichere Rente zusammenzockt. [&hellip;]<br>\nAber ich mache ja neue Schulden, um den Fonds anzusto&szlig;en, k&ouml;nnte Christian Lindner entgegnen. Das stimmt. Schulden zu machen, um zus&auml;tzlich zu sparen, ist aber leider gesamtwirtschaftlicher Unfug.<br>\nSelbst wenn der Finanzminister im n&auml;chsten Jahr zehn Milliarden Euro Schulden zus&auml;tzlich (im Vergleich zu was?) machen w&uuml;rde, liefe das nur darauf hinaus, dass er zehn Milliarden vom Kapitalmarkt nimmt und sie gleich dem Kapitalmarkt wieder zur&uuml;ckgibt. Was soll das? Zu glauben, dass man damit in dieser Welt eine nachhaltige Rendite via Aktien erzielen kann, ist absurd.<br>\nDer deutsche Finanzminister wird aber voraussichtlich keine zehn Milliarden Schulden zus&auml;tzlich machen. Er wird zwar die zehn Milliarden f&uuml;r den Aktienfonds am Kapitalmarkt aufnehmen, wird aber gleichzeitig, um die Schuldenbremse einzuhalten, an anderer Stelle die zehn Milliarden einsparen. Das ist dann besonders abwegig.<br>\nEs bedeutet nichts anderes, als dass er die Nachfrage nach G&uuml;tern und Diensten, die unmittelbar den Unternehmen zugutekommt, um zehn Milliarden k&uuml;rzt in der Hoffnung, damit die Rendite der Unternehmen dieser Welt zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zocken-fuer-die-Rente-7336728.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>B&uuml;rgergeld statt Hartz IV<\/strong><br>\nDie Ampelregierung will Hartz IV durch ein &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; ersetzen. Sanktionen sollen k&uuml;nftig nicht mehr so schnell verh&auml;ngt werden und h&ouml;chstens 30 Prozent betragen. Die Schonverm&ouml;gen sollen erh&ouml;ht und der Schutz der eigenen Wohnung verbessert werden. Berufliche Weiterbildung soll st&auml;rker gef&ouml;rdert werden. Das ist gut, reicht aber nicht aus. Es sollte nur Arbeit zumutbar sein, die tariflich entlohnt und sozialversicherungspflichtig ist. Vermittlung sollte in erlernte Berufe oder vergleichbare Qualifikationen erfolgen.<br>\nVor allem aber: Die geplante Erh&ouml;hung des Regelsatzes um 53 Euro auf 502 Euro reicht nicht aus. Sie ist im besten Fall ein Inflationsausgleich. ver.di und Sozialverb&auml;nde fordern eine Erh&ouml;hung auf 650 Euro. So viel ist n&ouml;tig, um Armut zu verhindern und soziale Teilhabe zu erm&ouml;glichen.<br>\nUnternehmerverb&auml;nden, CDU\/CSU und AfD gehen dagegen schon die geplanten Regelungen zu weit. Sie wollen spalten und auch k&uuml;nftig m&ouml;glichst starken Druck auf Erwerbslose aus&uuml;ben, jeden noch so schlechten Job anzunehmen.<br>\nDazu betreiben sie mit falschen Zahlen Stimmungsmache. Sie behaupten Leistungen, die die Erwerbslosen gar nicht bekommen und unterschlagen Anspr&uuml;che der gering bezahlten Besch&auml;ftigten auf Wohngeld und Kinderzuschlag. Richtig gerechnet, zeigt sich: Arbeit lohnt sich auf jeden Fall. Wir brauchen h&ouml;here L&ouml;hne, kein zu niedriges B&uuml;rgergeld!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++84c41352-6106-11ed-816d-001a4a160116\">ver.di Wirtschaftspolitik<\/a>\n<p>dazu: <strong>B&uuml;rgergeld: Markus S&ouml;der droht mit Blockade des B&uuml;rgergelds im Bundesrat<\/strong><br>\nDie Union &ndash; allen voran CSU-Chef Markus S&ouml;der &ndash; will das von der Ampel beschlossene B&uuml;rgergeld im Bundesrat stoppen. Grund: Es benachteilige untere Einkommensgruppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2022-11\/buergergeld-blockade-bundesrat-markus-soeder%20\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A:<\/strong>: Was S&ouml;der so populistisch daherredet, geht wirklich auf keine Kuhhaut. Zun&auml;chst einmal bedeutet die (geplante!) nominale Steigerung der Regels&auml;tze h&ouml;chstens einen Inflationsausgleich, ist eher zu niedrig daf&uuml;r. Dann sind Armuts- und Niedrigl&ouml;hner keineswegs benachteiligt durch das B&uuml;rgergeld &ndash; was wird denen denn weggenommen? Wenn S&ouml;der die Interessen der Niedrigl&ouml;hner wirklich am Herzen l&auml;gen, wovon nat&uuml;rlich in Wahrheit keine Rede sein kann, dann k&ouml;nnte er sich f&uuml;r h&ouml;here Bruttol&ouml;hne und ein Ende des deutschen Lohndumpings der letzten 20-30 Jahre einsetzen; dann h&auml;tte er u. a. die Erh&ouml;hung des Mindestlohns auf 12 Euro zum 1. Oktober 2022 nicht ablehnen, sondern als viel zu niedrig kritisieren und sich f&uuml;r einen h&ouml;heren Mindestlohn einsetzen m&uuml;ssen. Dort, wo er als Regierungschef selber die Aufsicht hat, also z. B. bei den bayerischen Beamten und Angestellten, u. a. den von ihm erw&auml;hnten &ldquo;Polizeimeister&rdquo;, kann er sogar direkt f&uuml;r h&ouml;here Einkommen sorgen, anstatt immer wieder die berechtigten Anspr&uuml;che der Gewerkschaften abzub&uuml;geln, um die wirklich Reichen und die Gro&szlig;unternehmen vor Steuererh&ouml;hungen sch&uuml;tzen zu k&ouml;nnen. Traurig, dass S&ouml;ders so offensichtliche Masche immer noch und immer wieder bei einem gro&szlig;en Teil des Publikums verf&auml;ngt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mit der Goldenen Lohnregel gegen die Rezession<\/strong><br>\nDie EU-Volkswirtschaften leiden unter der &Uuml;berlagerung multipler Krisen. Das macht die Frage nach der lohnpolitischen Gestaltungsmacht der Gewerkschaften als volkswirtschaftlichen Stabilit&auml;tsanker umso dringlicher. [&hellip;]<br>\nKlar ist, dass sich die Gewerkschaften nicht vom Krisenmodus der neoliberalen Hirngespinste in der alarmistischen Gestalt von Preis-Lohn-Spiralen und Lohn-Preis-Spiralen anstecken lassen d&uuml;rfen. Die Gewerkschaften haben au&szlig;erhalb der organisierten Arbeitsm&auml;rkte keine Preissetzungsmacht, als Akteure auf den Arbeitsm&auml;rkten aber insofern, indem sie im offenen oder sublimierten Arbeitskampf ihre lohnpolitischen Ziele zur Sicherung eines produktivit&auml;tskonformen Einkommenszuwachses der Arbeitnehmer durchsetzen k&ouml;nnen.<br>\nDorthin f&uuml;hrt die Goldene Lohnregel als konstruktive Lohnleitlinie, die keine Abstriche von der Teuerungsabgeltung und der Produktivit&auml;tsbeteiligung in den effektiven Geldl&ouml;hnen (von den Tarifl&ouml;hnen abgeleitete Istl&ouml;hne) zul&auml;sst. Auch nicht im aktuellen Fall einer externen Schockinflation, wo &uuml;ber den Mechanismus der Preiseskalation Volkseinkommen in die spekulativen Commoditym&auml;rkte oder an angebotsverknappende Unternehmen in den globalen Lieferketten abflie&szlig;t.<br>\nEs ist Aufgabe der staatlichen Wirtschaftspolitik, diese Preise zu deckeln und im Jahresabstand (Inflationsrate) rasch unter Kontrolle zu bringen. Dem Staat &ndash; und dem geldsouver&auml;nen zumal &ndash; stehen eine Vielzahl von Instrumenten zur Verf&uuml;gung, um externe Inflationsschocks von den produktiven Wirtschaftskreisl&auml;ufen abzuwehren. Es kann daher nicht die Rolle der Gewerkschaften sein, das stabilit&auml;tspolitische Staatsversagen durch Lohnzur&uuml;ckhaltung und Inkaufnahme von Reallohnverlusten zu kompensieren, um durch die D&auml;mpfung der effektiven Nachfrage den Weg in die Stabilisierungskrise zu ebnen, damit die hochspekulierten und gewinntr&auml;chtigen Preise endlich zu Lasten der Besch&auml;ftigung und Einkommen der Arbeitnehmer einem stabilen Trend folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/39-2022\/mit-der-goldene-lohnregel-gegen-die-rezession\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ausstand bei Sana<\/strong><br>\nKlinikbesch&auml;ftigte streiken f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne. Konzern bietet Nullrunde bis Anfang 2024 an.<br>\nNach dem Willen des Unternehmens sollen die Entgelttabellen der rund 10.000 Besch&auml;ftigten im Sana-Konzerntarifvertrag, der auch im Klinikum Lichtenberg gilt, erst 2024 erh&ouml;ht werden. Und auch dann nur um 100 Euro plus insgesamt vier Prozent. Damit hat Sana sein letztes Angebot sogar verschlechtert. F&uuml;r 2022 und 2023 bietet das Unternehmen lediglich Einmalzahlungen an. Die wollte Sana &ndash; angeblich, um f&uuml;r Gleichbehandlung unter den Besch&auml;ftigten zu sorgen &ndash; mit dem staatlichen Bonus, den einige Pflegekr&auml;fte f&uuml;r die besondere Belastung in der Pandemie bekommen und andere nicht, verrechnen. Doch hier stellte sich heraus, &raquo;dass Sana &uuml;berhaupt nicht wei&szlig;, welche Besch&auml;ftigten welchen Pflegebonus bereits erhalten haben&laquo;, wie aus einer aktuellen Tarifinfo von Verdi an die Besch&auml;ftigten hervorgeht, die jW vorliegt. &raquo;Ein schl&uuml;ssiges Konzept, wie mit den unterschiedlichen Zahlungen praktisch umgegangen werden soll, konnte Sana nicht vorlegen.&laquo; Es fehle an Wertsch&auml;tzung. Deshalb w&uuml;rden viele, die hier beginnen, nach ein paar Wochen wieder k&uuml;ndigen. Und sie selbst? &raquo;Ich schaue erst einmal, was sich hier tut&laquo;, so eine der Krankenpflegehelferinnen. Ob sie meine, dass es woanders besser sei, wollte jW wissen: &raquo;Vielleicht an einer kleineren Einrichtung.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438515.kampf-um-h%C3%B6here-tarife-ausstand-bei-sana.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die wirtschaftliche Verflechtung Deutschlands mit China<\/strong><br>\nOlaf Scholz China-Reise zeugt von einer Gratwanderung in einer neuen Welt jenseits der Selbstverst&auml;ndlichkeiten der Globalisierung. Wie anf&auml;llig ist die deutsche Wirtschaft im Falle einer geopolitischen Konfrontation zwischen China und dem Westen?<br>\nIn den letzten zwanzig Jahren hat die deutsche Wirtschaft von der Globalisierung profitiert. Nun scheint diese Formel von vielen Seiten unter Druck zu geraten. Enge Handels- und Investitionsbeziehungen mit China sind &ndash; nach russischem Gas &ndash; eine weitere Komponente des &ldquo;deutschen Modells&rdquo;, die durch die gegenw&auml;rtige Polykrise in Frage gestellt wird.<br>\nBerlin h&auml;lt nach wie vor an dem Mantra der EU fest, dass China zwar ein Systemrivale, aber auch ein klassischer wirtschaftlicher Konkurrent und in zentralen Fragen wie Klima und globaler Pandemien ein unverzichtbarer Partner ist. Bundeskanzler Olaf Scholz ist in den letzten Tagen mit der ausdr&uuml;cklichen Botschaft nach Peking gereist, dass Deutschland ungeachtet des aktuellen politischen Klimas nicht an einer Abkopplung von China interessiert ist. Berlins Ziel ist es, gef&auml;hrliche Abh&auml;ngigkeiten zu vermeiden und auf Gegenseitigkeit zu setzen. Dabei will Scholz mit &ldquo;Augenma&szlig; und Pragmatismus&rdquo; vorgehen, was kaum der Stimmung entspricht, die derzeit in Washington DC herrscht. Alles deutet darauf hin, dass Berlin weiterhin eine Gratwanderung vollziehen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/39-2022\/die-wirtschaftliche-verflechtung-deutschlands-mit-china\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit Biden wird es nicht besser<\/strong><br>\nDie &ldquo;rote Welle&rdquo; ist ausgeblieben, Donald Trump ist geschw&auml;cht: In Br&uuml;ssel wurde das Ergebnis der Midterm-Wahlen in den USA mit Erleichterung aufgenommen. Doch die EUrop&auml;er sollten sich nicht zu fr&uuml;h freuen. Die besten Zeiten mit Pr&auml;sident Joe Biden sind vorbei.<br>\nSelbst wenn Biden nicht mit gro&szlig;em Gegenwind aus dem Kongress rechnen muss &ndash; was abzuwarten bleibt, bisher sieht es eher nach einem Patt aus &ndash; wird der transatlantische &ldquo;Honeymoon&rdquo; nicht weitergehen. Im Gegenteil: F&uuml;r die EU wird es ernst.<br>\nBesonders deutlich ist dies in der Handelspolitik: Biden ist wie sein Amtsvorg&auml;nger Trump auf einen protektionistischen Kurs geschwenkt. Mit seinem &bdquo;Inflation Reduction Act&ldquo; k&ouml;nnte er einen transatlantischen Handelskrieg vom Zaun brechen.<br>\nEs gilt aber auch f&uuml;r die Energiepolitik: Die EU hat sich zwar aus der Abh&auml;ngigkeit von Russland gel&ouml;st &ndash; daf&uuml;r h&auml;ngt sie nun am Tropf der USA. Doch die LNG-Lieferungen werden nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, wie sogar Br&uuml;ssel warnt.<br>\nAuch der Wirtschaftskrieg, den die EU am Rockzipfel der USA gegen Russland angezettelt haben, erweist sich als Bumerang. Die USA sind die gr&ouml;&szlig;ten Gewinner, die EU z&auml;hlt zu den Verlierern. Die nahende Rezession wird zur Zerrei&szlig;probe.<br>\nDerweil wird der Krieg in der Ukraine noch gef&auml;hrlicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/nach-den-midterm-wahlen-fuer-die-eu-wird-es-ernst\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Uniper: 40 Milliarden Euro bitte: Gro&szlig;e Kasse mit Kriegsdividenden<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Menschen in Deutschland und anderen Staaten, die von ihren Regierungen gegen Russland in den Wirtschaftskrieg gezogen wurden, auf allen Kan&auml;len f&uuml;r einen Winter des Verzichts und des Frierens gef&uuml;gig gemacht werden sollen, stopfen sich die Konzerne des Wertewestens mit der Kriegsdividende die Taschen voll. (&hellip;) Unter dem Vorwand, die NATO m&uuml;sse &bdquo;Putin&ldquo; bek&auml;mpfen, wird nicht nur die Ukraine zur Speerspitze gegen Russland aufger&uuml;stet, sondern gleichzeitig werden alle Verbindungswege f&uuml;r russisches Gas und &Ouml;l, mit denen dieses Land bisher vor allem Westeuropa mit g&uuml;nstiger Energie versorgt hatte, im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gesprengt. Die daraufhin explodierenden Energiepreise lenken die Gas- und &Ouml;lkonzerne als Gewinne auf ihre eigenen Konten. Getoppt wird dieses Gesch&auml;ftsmodell nur noch von der Raffinesse, mit der zurzeit der deutsche Energiedoppelkonzern E.ON\/Uniper dem deutschen Volk die Taschen pl&uuml;ndert. Anfang November pr&auml;sentierte der Energieversorger Uniper, dessen Verstaatlichung die Bundesregierung bereits in die Wege geleitet hatte, seine Rechnung: Es sei inzwischen ein Fehlbetrag von 40 Milliarden Euro aufgelaufen, f&uuml;r den nun die deutschen Steuerzahler aufkommen sollen, also auch alle diejenigen, die zum Beispiel gegenw&auml;rtig durch inflationsbedingt erh&ouml;hte Mehrwert- oder Mineral&ouml;lsteuern zus&auml;tzlich zur Kasse gebeten werden. F&uuml;r die zweite Dezemberh&auml;lfte ist eine au&szlig;erordentliche Hauptversammlung der Aktion&auml;re vorgesehen, die den Weg f&uuml;r diese teuerste Verstaatlichung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland frei machen soll.<br>\nDieser Konzern wird beispielsweise Hauptprofiteur der mit &ouml;ffentlichen Mitteln demn&auml;chst aufzubauenden Infrastruktur f&uuml;r das Betanken von Elektromobilen der Marken Tesla und anderer werden. Zur Reinhaltung der gr&uuml;nen Weste wurden alle fossilen Energiesektoren einschlie&szlig;lich der Kernenergie in die ausgegr&uuml;ndete &bdquo;Uniper&ldquo; verlagert. (&hellip;) Die Aktion&auml;re des Konzerns E.ON\/Uniper kassieren jetzt doppelt: Unterst&uuml;tzung f&uuml;r alle gr&uuml;n get&uuml;nchten Energietr&auml;ger und obendrein 40 Milliarden Verlust&uuml;bernahme f&uuml;r die fossilen Energietr&auml;ger. Da k&ouml;nnten sich selbst US-amerikanische &Ouml;lkonzerne noch eine Scheibe abschneiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/grosse-kasse-mit-kriegsdividenden-4774351\/\">Manfred Sohn in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Falscher Fokus auf Corona-Impfung? Deutschlands gef&auml;hrlicher Vorsorgestau<\/strong><br>\nMillionen Deutsche sind w&auml;hrend der Corona-Pandemie seltener zur medizinischen Vorsorge gegangen als zuvor. Eine Umfrage l&auml;sst erahnen, wie gro&szlig; der R&uuml;ckstand bei der Fr&uuml;herkennung ist. Gesundheitspolitiker warnen vor den Folgen und fordern radikales Umdenken.<br>\nDie Corona-Pandemie hat &Auml;rzte erfinderisch werden lassen. Sie gaben Rezepte wie bei einem Schnellimbiss durchs offene Fenster aus oder nutzten Bierzelte vor der Praxis als zus&auml;tzliche Wartezimmer. Schlie&szlig;lich mussten die Mediziner nicht nur gegen die Krankheiten ihrer Patienten ank&auml;mpfen &ndash; sondern auch gegen deren Angst vor einer Corona-Ansteckung. Dennoch konnten sie nicht alle &uuml;berzeugen. Die Deutschen haben im Laufe der Pandemie Millionen Termine abgesagt oder erst gar nicht vereinbart.<br>\nDie Folge ist ein R&uuml;ckstand bei der Fr&uuml;herkennung. Mehr als jeder vierte Deutsche (28 Prozent) hat w&auml;hrend der Pandemie weniger Vorsorgeuntersuchungen als in den Jahren zuvor oder als urspr&uuml;nglich geplant wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article242058725\/Falscher-Fokus-auf-Corona-Impfung-Deutschlands-gefaehrlicher-Vorsorgestau.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nahverkehr lahmgelegt<\/strong><br>\nStreik in Frankreichs Gro&szlig;st&auml;dten: Proteste gegen Personalmangel, Reallohnverluste und Kriegstreiberei.<br>\nIn den meisten Gro&szlig;st&auml;dten Frankreichs fuhren am Donnerstag nur Taxis und Privatfahrzeuge. Die Pariser Verkehrsbetriebe RATP wurden lahmgelegt. In allen Landesteilen standen Metros, Busse und Nahverkehrsz&uuml;ge still. Der Arbeitskampf richtete sich einmal mehr gegen den chronischen Personalmangel, Reallohnverluste und sich stetig verschlechternde Arbeitsbedingungen. Einen Tag vor dem in Frankreich allj&auml;hrlich gefeierten Waffenstillstand vom 11. November 1918, der den Ersten Weltkrieg beendete, erinnerten die Gewerkschaften auch an die Pflicht der europ&auml;ischen Regierungen, den Frieden auf dem Kontinent zu erhalten. Zum berufs&uuml;bergreifenden, landesweiten Ausstand hatten alle gr&ouml;&szlig;eren Gewerkschaften gemeinsam aufgerufen &ndash; dem Appell folgten am Morgen Hunderttausende Lohnabh&auml;ngige und Funktion&auml;re. Der Streiktag stand auch im Zeichen des 11. November, einem der wichtigsten Erinnerungstage des Landes. (&hellip;) Forderungen nach h&ouml;heren L&ouml;hnen und besseren Arbeitsbedingungen in den Verkehrsbetrieben &ndash; aber auch in den &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;usern, den Schulen und Universit&auml;ten &ndash; drohen in diesen Tagen auch in Frankreich vom neuerlichen, europaweiten Kriegsgeschrei &uuml;bert&ouml;nt zu werden. Vor allem die ehemals kommunistische Gewerkschaft CGT erinnerte an den ungeheueren Blutzoll, den Lohnabh&auml;ngige aller L&auml;nder w&auml;hrend der &raquo;Grande Guerre&laquo; zu zahlen hatten. (&hellip;) Ein weiteres Motiv f&uuml;r den Streik und die Proteste in den Stra&szlig;en am Donnerstag war die von Staatschef Emmanuel Macron und seiner Ministerpr&auml;sidentin &Eacute;lisabeth Borne f&uuml;r das kommende Jahr geplante &raquo;Reform&laquo; des Rentengesetzes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438532.arbeitskampf-nahverkehr-lahmgelegt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schweigegeld statt Entsch&auml;digung (II)<\/strong><br>\nOrganisationen der Herero und Nama bereiten in Namibia eine Klage gegen eine Vereinbarung zwischen Berlin und Windhoek zur Beilegung des Streits um Entsch&auml;digung f&uuml;r den Genozid in den Jahren 1904 bis 1908 vor. Die sogenannte Vers&ouml;hnungsvereinbarung ist im Mai 2021 von den Regierungen beider L&auml;nder paraphiert, aber von der namibischen Seite nie unterzeichnet worden. Ursache ist der heftige Protest von Nachfahren der Opfer. Diese bestehen zum einen darauf, dass Berlin den Genozid uneingeschr&auml;nkt anerkennt. Dies ist bis heute nicht der Fall: Die Bundesregierung will nicht einmal die Genfer Konvention von 1864 oder die Haager Landkriegsordnung von 1899 anwenden &ndash; unter anderem, weil diese nach damaliger Rechtsauffassung nur f&uuml;r &bdquo;zivilisierte&ldquo; Bev&ouml;lkerungen gegolten h&auml;tten, nicht hingegen f&uuml;r Einwohner afrikanischer Kolonien. Zum anderen bestehen die Organisationen der Herero und Nama darauf, f&ouml;rmlich Entsch&auml;digungen f&uuml;r den Genozid zu erhalten. Die Bundesrepublik ist nur zu einer freiwilligen Zahlung in etwa in H&ouml;he der &uuml;blichen Entwicklungshilfe bereit. Die &bdquo;Vers&ouml;hnungsvereinbarung&ldquo; soll nun in Namibia vor Gericht &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9080\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die afrikanischen L&auml;nder k&ouml;nnen sich nicht einfach an die Klimakrise &bdquo;anpassen&ldquo;<\/strong><br>\nDie ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate erlebt tagt&auml;glich die verheerenden Auswirkungen der Klimakrise auf ihre Heimat. Sie fordert: Die Verursacher m&uuml;ssen f&uuml;r den Schaden zahlen [&hellip;]<br>\nDer gesamte afrikanische Kontinent ist f&uuml;r weniger als vier Prozent der historischen globalen Emissionen verantwortlich, doch die Menschen in Afrika tragen die Hauptlast der Klimakrise. Unsere Gesellschaften, unsere Volkswirtschaften und vor allem unsere Menschen erleiden tiefgreifende Sch&auml;den. Die gleiche Ungerechtigkeit trifft auch andere einkommensschwache Teile der Welt: In Pakistan wurde Anfang des Jahres ein Drittel des gesamten Landes durch extreme &Uuml;berschwemmungen &uuml;berflutet, wobei mehr als 1.700 Menschen ums Leben kamen. Die Weltbank sch&auml;tzt den wirtschaftlichen Gesamtschaden in Pakistan auf &uuml;ber 30 Milliarden Dollar; der Wiederaufbau wird weitere 16 Milliarden Dollar kosten.<br>\nPakistan hat nur 0,3 Prozent der weltweiten Emissionen verursacht, muss aber wie Kenia und Somalia buchst&auml;blich f&uuml;r die von anderen L&auml;ndern freigesetzten Treibhausgase bezahlen. Hinzu kommt, dass diese L&auml;nder nicht die Mittel haben, um f&uuml;r die Sch&auml;den, die ihnen zugef&uuml;gt werden, aufzukommen. Als Deutschland im Jahr 2021 von schrecklichen &Uuml;berschwemmungen heimgesucht wurde, konnte die Regierung sofort 30 Milliarden Euro mobilisieren, um den Wiederaufbau der von der Flut zerst&ouml;rten St&auml;dte und Infrastrukturen zu bezahlen. Pakistan hingegen musste sich auf einen UN-Notruf verlassen, der nur zu 34 Prozent finanziert ist. Mosambik war gezwungen, ein IWF-Darlehen aufzunehmen, um den Wiederaufbau nach dem Zyklon Idai im Jahr 2019 zu finanzieren, was das Land weiter in die Schuldenfalle trieb.<br>\nDas Erbe der kolonialen Ausbeutung und Auspl&uuml;nderung durch reiche L&auml;nder hat dazu gef&uuml;hrt, dass L&auml;nder wie Pakistan, Kenia und Mosambik nicht gen&uuml;gend Ressourcen haben, um mit dem extremen Klimawandel fertig zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/die-afrikanischen-laender-koennen-sich-nicht-einfach-an-die-klimakrise-anpassen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die SPD: so jung, so frisch, so daneben<\/strong><br>\nHeute, am 11.11. 11 Uhr 11, beginnt die n&auml;rrische Zeit. Schon ein paar Tage fr&uuml;her lie&szlig; mein Partei-Generalsekret&auml;r den Jecken raus und schickte auch mir eine Email. Im Betreff stand: &bdquo;Damit morgen ein guter Tag wird&ldquo;. Wenn meine Partei mir verspricht, dass morgen ein guter Tag wird, bin ich ganz Ohr.<br>\nDann aber dachte ich, dass jeder morgen einen guten Tag haben sollte, auch und gerade heute. Deshalb entschloss ich mich, die sch&ouml;nsten und wichtigsten Parteierkenntnisse, die mir mein General zuschickte, mit m&ouml;glichst vielen zu teilen. So werde ich bestimmt die allermeisten neuen Mitglieder werben, gewinne die vom General verk&uuml;ndete &bdquo;Challenge&ldquo; und viele gute morgige Tage.<br>\nBekanntlich sind wir in der Zeit nach der &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, und das f&uuml;hrt dazu, dass am &bdquo;Debattenkonvent&ldquo; &bdquo;Speaker*innen&ldquo; teilnahmen.<br>\nDas rieb mir die gro&szlig;artigen M&ouml;glichkeiten des Parteizeitalters der Anglizismen (und weiterer Weltsprachen) direkt unter die Nase. Mein Kopf wurde regelrecht durchflutet von den vielen m&ouml;glichen Bildern, Szenen und Gef&uuml;hlen, die aus gendersensibler Mehrsprachigkeit entstehen k&ouml;nnten.<br>\nDoch dann fielen mir die Franzosen ein mit ihrer Manie, alles zu &uuml;bersetzen und scharf nach Geschlechtern zu unterscheiden. Kein Wunder, dass &bdquo;le couple&ldquo; sich so fetzt. Aber &bdquo;vielleicht gibt es ja noch ein Uns, etwas, woran man ankn&uuml;pfen k&ouml;nnte, ein weiteres Rendez-vous, eine Geschichte, die wir gemeinsam erfinden&hellip;?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/die-spd-so-jung-so-frisch-so-daneben\">Petra Erler<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ja, ich schaue die WM! Aus &Uuml;berzeugung!<\/strong><br>\nDer Proteststurm gegen die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft in Katar kommt nicht nur Jahre zu sp&auml;t, er pfeift auch v&ouml;llig am Thema vorbei. Letztlich ist er nichts anderes als ein Zeichen westlicher Verunsicherung.<br>\nAm 20. November 2022 beginnt die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft in Katar. Nat&uuml;rlich wird sie, wie immer, fl&auml;chendeckend im Fernsehen &uuml;bertragen, nat&uuml;rlich auch im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen. Gleichzeitig wird den Menschen, die sich daf&uuml;r interessieren, die Frage gestellt, ob sie das W&uuml;sten-Spektakel nicht vielleicht doch lieber nicht schauen sollten. Es ist ein groteskes Schauspiel. Die Medien verhalten sich, als gen&ouml;ssen sie ihre vermeintliche Machtposition: Sie bieten dem Fu&szlig;ballvolk moralisch-verwerfliche Ware an und wollen es gleichzeitig dar&uuml;ber belehren, wie sch&auml;ndlich es sei, ein so blutbeflecktes Turnier &uuml;berhaupt ansehen zu wollen. Sie agieren wie Drogenh&auml;ndler, die ihren Stoff mit Beipackzettel verticken und mit erhobenen Zeigefingern &uuml;ber Risiken und Nebenwirkungen aufkl&auml;ren.<br>\nDie &ouml;ffentliche Erregung &uuml;ber das Fu&szlig;ballturnier hat einen Pegel erreicht, in dem der Sport endg&uuml;ltig zum Nebenger&auml;usch einer moralingetr&auml;nkten Dauer-Gerichtsverhandlung zu verkommen droht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/fussball-weltmeisterschaft-in-katar-ja-ich-schaue-die-wm-aus-uberzeugung\">Cicero<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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