{"id":90318,"date":"2022-11-14T08:44:29","date_gmt":"2022-11-14T07:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318"},"modified":"2022-11-14T08:44:29","modified_gmt":"2022-11-14T07:44:29","slug":"hinweise-des-tages-4235","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h01\">F&uuml;nf Mythen der rechten B&uuml;rgergeld-Hetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h02\">Der Kanzler mit dem kurzen Ged&auml;chtnis: Olaf Scholz in Vietnam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h03\">Das Ende der Realpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h04\">140 Jets f&uuml;r China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h05\">Zwischen den Fronten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h06\">Der Sozialdemokratie zur Erinnerung: &bdquo;Dem Karl Liebknecht haben wir&rsquo;s geschworen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h07\">Ceta-Abkommen soll in drei Wochen im Bundestag ratifiziert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h08\">EZB-Chefin Lagarde legt offen, wie sie mit dem digitalen Euro das Bargeld verdr&auml;ngen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h09\">Wir m&uuml;ssen &uuml;ber die &bdquo;Tyrannei der Ungeimpften&ldquo; reden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h10\">Nur noch &bdquo;Maskenempfehlung&ldquo; in Bus und Bahn? Jetzt startet das Ringen neu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h11\">Schw&auml;chere geopfert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h12\">&bdquo;Medizin gegen Machtmissbrauch&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h13\">Ampel-Regierung l&auml;sst Snowden im Regen stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90318#h14\">B&uuml;rgerlicher Stalinismus: Die Universit&auml;t Bonn und die Causa Gu&eacute;rot<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>F&uuml;nf Mythen der rechten B&uuml;rgergeld-Hetze<\/strong><br>\nIm Streit &uuml;bers B&uuml;rgergeld haben Konservative und Rechte eine Sozialneid-Debatte entfacht, die zynischer kaum sein k&ouml;nnte. Ausgetragen wird sie auf dem R&uuml;cken der Schw&auml;chsten, die derzeit ohnehin nicht viel zu lachen haben. Im Netz kursieren grob vereinfachte Berechnungen, die das rechte Blatt Junge Freiheit produziert hat und die zuerst von AfD-Kreisverb&auml;nden, dann auch von Union und Arbeitgeberverb&auml;nden verbreitet wurden. Sie legen nahe, dass Arbeit sich nicht mehr lohnen w&uuml;rde und das B&uuml;rgergeld die Rundum-sorglos-Arbeitslosigkeit erlaube. Das sind Fake News. Schauen wir einmal genauer hin.<br>\nKonkret geben die Rechenbeispiele der Jungen Freiheit vor, aufzudr&ouml;seln, wie viel Geld Menschen mit B&uuml;rgergeld zur Verf&uuml;gung haben &ndash; im Vergleich zu Menschen, die im Mindestlohnbereich arbeiten. Dabei werden jedoch Fakten ignoriert, etwa dass auch Geringverdienende Anspruch auf aufstockende oder erg&auml;nzende Leistungen haben. Durch diese Auslassung ziehen die Personen mit prek&auml;rer Erwerbsarbeit gegen&uuml;ber B&uuml;rgergeldbeziehenden den K&uuml;rzeren. Diese Rechnung &uuml;bernahm teils die CSU, deren Chef Markus S&ouml;der j&uuml;ngst im ZDF erkl&auml;rte, manche Menschen in unteren Einkommensgruppen w&uuml;rden &bdquo;am Ende, wenn sie arbeiten, weniger haben, als wenn sie nicht arbeiten&ldquo;. Zeit, die gr&ouml;&szlig;ten Mythen dieser rechten Erz&auml;hlung zu widerlegen.<br>\nMythos 1: Jobcenter &uuml;bernimmt die Energiekosten. Nein. Strom muss vollst&auml;ndig aus dem Regelsatz gezahlt werden. Daf&uuml;r waren bislang knapp unter, sind ab 2023 knapp &uuml;ber 40 Euro monatlich vorgesehen. Schon vor der Energiekrise war es quasi unm&ouml;glich, damit auszukommen. Viele Menschen h&auml;ufen daher Schulden auf und m&uuml;ssen beim Jobcenter immer wieder Darlehen beantragen, die dann m&uuml;hselig aus dem Regelsatz abgestottert werden m&uuml;ssen. Vorausgesetzt, sie werden &uuml;berhaupt gew&auml;hrt. Infolgedessen m&uuml;ssen sie dauerhaft unter dem Existenzminimum leben und geraten in eine Schuldenspirale. Das Geld sparen sie sich regelrecht vom Mund ab. H&auml;ufig f&uuml;hrt das sogar zu Stromsperren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/fuenf-mythen-der-rechten-buergergeld-hetze-von-cdu-csu-und-afd%20\">Helena Steinhaus in der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wirklich besser als Hartz IV? &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; klingt nach neoliberalem Bl&ouml;dsprech<\/strong><br>\nEine Arbeitsvita mit so einigen Bullshitjobs, seri&ouml;sen Anstellungen und Phasen der Arbeitslosigkeit, klassisch also, man ger&auml;t durcheinander, also nageln Sie mich nicht fest, aber es muss ungef&auml;hr zeitlich so zusammen gefallen sein: kurz bevor &bdquo;Hartz IV&ldquo; eingef&uuml;hrt wurde, arbeitete ich noch bei einer Agentur f&uuml;r politische Kommunikation. Zu unseren Kunden geh&ouml;rte die Schr&ouml;dersche Bundesregierung. Unsere Agentur organisierte Kampagnen f&uuml;r das Bundespresseamt. Hartz IV hatten wir nicht mitverbockt, aber damals arbeiteten wir zum Beispiel an der Kampagne zum neuen &bdquo;Asylbewerbergesetz&ldquo;. Ich erinnere mich gerade, wie die Sitzungen (wie erkl&auml;ren wir die Politik pflegeleicht dem ressentimentgeneigten W&auml;hler), im Bundespresseamt dazu manchmal verbal zynisch gerieten, sie waren ja off the record, einmal h&auml;tte ich fast den Raum verlassen &ndash; wie hier geredet wurde, brachte mich in einen moralischen Konflikt.<br>\nWarum erz&auml;hle ich das? Hartz IV ist ja nur der Volksmundausdruck f&uuml;r die ber&uuml;chtigte gr&ouml;&szlig;te Arbeitsmarktreform der Bundesrepublik &ndash; aber &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; hat sich jemand ausgedacht. Und wie die rot-gr&uuml;ne Koalition plus FDP auf das h&uuml;bsche Wort &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; gekommen ist, ich h&auml;tte hier gern M&auml;uschen gespielt.<br>\nDamals jedenfalls. Es kam die Werbekrise, unsere Agentur ging pleite, ich wurde arbeitslos. Viele Agenturen gingen pleite, viele wurden arbeitslos, es war komplett aussichtslos, einen Job in der Werbung zu finden. Aber: Irgendwas wollte man ja machen. Die meisten Menschen, die arbeitslos werden, geraten zuerst in eine tolle Aufbruchstimmung. Man wittert Chancen. Da ist etwas Rebellisches. Man hofft auf etwas Neues, das da kommt. Also leiert man etwas an. Ich organisierte mir einen Business-Englisch-Kurs an einer Berlitz School, den das Arbeitsamt, &auml;h Jobcenter finanzierte. Ich ging nach London (danke Europ&auml;ische Union), denn das Arbeitslosengeld I wurde nach London transferiert. In London lebte ich in einer WG, in der WG waren alle mit Arbeitssuche und Geldproblemen in Vollzeit besch&auml;ftigt, so war London. Manchmal flitzte eine Maus durch mein Zimmer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/katharina-schmitz\/wirklich-besser-als-hartz-iv-buergergeld-klingt-nach-neoliberalem-bloedsprech\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Kanzler mit dem kurzen Ged&auml;chtnis: Olaf Scholz in Vietnam<\/strong><br>\nIn der Bundesregierung muss es einen internen Wettbewerb geben, wer peinlichere Auftritte hinlegen kann als Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock. Bundeskanzler Olaf Scholz jedenfalls hat in China schon Anlauf genommen, bei seinem Besuch in Vietnam aber noch weiter Punkte gesammelt.<br>\nOlaf Scholz h&auml;tte es besser wissen m&uuml;ssen. Aber vermutlich hatte er gehofft, wenn ihn die Chinesen schon nicht lieben, dann wenigstens die Vietnamesen, schon allein, weil deren Verh&auml;ltnis untereinander nicht ganz frei von Komplikationen ist.<br>\nJedenfalls hat er, Pressemeldungen zufolge, in Vietnam erkl&auml;rt, er w&uuml;nsche sich eine &ldquo;klare Positionierung&rdquo; Vietnams gegen Russland. &ldquo;Es handelt sich bei dem russischen Angriffskrieg um einen Bruch des V&ouml;lkerrechts mit gef&auml;hrlicher Pr&auml;zedenzwirkung. Kleine L&auml;nder k&ouml;nnen nicht mehr sicher sein vor dem Verhalten ihrer gr&ouml;&szlig;eren, m&auml;chtigeren Nachbarn.&rdquo;<br>\nEr h&auml;tte es besser wissen k&ouml;nnen, weil er alt genug ist, sich daran zu erinnern, dass es einen Krieg der Vereinigten Staaten gegen Vietnam gab. Vielleicht erinnert er sich sogar noch daran, dass die Vereinigten Staaten dieses Land mit einem Gift bespr&uuml;hten, durch das noch heute unz&auml;hlige missgebildete Kinder geboren werden, Agent Orange; ein Gift &uuml;brigens, an dessen Herstellung auch der deutsche Chemiekonzern Bayer in Zusammenarbeit mit Monsanto beteiligt war. Scholz h&auml;tte auch wissen k&ouml;nnen, dass es nie irgendwelche Entsch&auml;digungen der Vereinigten Staaten an Vietnam gab, und dass Vietnam ebenfalls ein &ldquo;kleineres Land&rdquo; war, und der vermeintliche &Uuml;berfall auf ein US-amerikanisches Patrouillenboot, der sogenannte &ldquo;Golf von Tonkin&rdquo;-Zwischenfall, eine absolute Vort&auml;uschung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/154259-kanzler-mit-kurzen-gedaechtnis-olaf\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Westen t&auml;uscht vor: ASEAN-Gipfel in Phnom Penh.<\/strong><br>\nDreierlei kann man nach dem ASEAN-Gipfelreigen Ende vergangener Woche festhalten. Der erste und wohl wichtigste Punkt: Die Staaten S&uuml;dostasiens sind nach wie vor nicht bereit, sich in den Machtk&auml;mpfen des Westens gegen Russland und China auf eine Seite zu schlagen. Sie sprechen sich zwar seit je entschieden dagegen aus, die Souver&auml;nit&auml;t und die territoriale Integrit&auml;t von Staaten zu verletzen, nehmen jedoch &ndash; Ausnahme: Singapur &ndash; bis heute nicht an den transatlantischen Russland-Sanktionen teil. Was ihre Haltung zu China anbelangt, ist in Phnom Penh mit starkem Interesse vermerkt worden, dass vor zwei Wochen Nguyen Phu Trong, Generalsekret&auml;r der KP Vietnams, Beijing besuchte und sich f&uuml;r gedeihliche Zusammenarbeit aussprach. Vietnam ist eines der L&auml;nder, deren traditionelle Rivalit&auml;t mit China sich die Vereinigten Staaten gerne zunutze machen w&uuml;rden. Hanoi hat nun mit Trongs Aufenthalt in dem n&ouml;rdlichen Nachbarland klargestellt: Sich von Washington gegen Beijing einspannen zu lassen &ndash; dazu ist es nicht bereit. Zweitens zeigt sich: Die Vereinigten Staaten treten in S&uuml;dostasien mit gro&szlig;spurigem Gehabe auf, das allerdings Interesse und St&auml;rke mehr vort&auml;uscht als beweist. Ein Beispiel: China wird sein Freihandelsabkommen mit der ASEAN intensivieren. Die USA, aufgrund &ndash; berechtigter &ndash; innerer Widerst&auml;nde nicht zu einem Ausbau ihres Freihandelsnetzes in der Lage, versuchen es mit einem alternativen Handelsvertrag (Indo-Pacific Economic Framework, IPEF), der aber Chinas weiter wachsenden Wirtschaftseinfluss in S&uuml;dostasien kaum abbremsen k&ouml;nnen wird. Dass US-Pr&auml;sident Joseph Biden Ende dieser Woche das wichtige Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Bangkok schw&auml;nzen will, nehmen ihm viele in der Region &uuml;bel: Der US-Pr&auml;sident misst seiner Anwesenheit bei der Hochzeit seiner Enkelin gr&ouml;&szlig;eres Gewicht bei als seiner Pr&auml;senz bei zentralen Weichenstellungen in der Asien-Pazifik-Region. Das spricht aus s&uuml;dostasiatischer Sicht B&auml;nde. Nicht wirklich besser wurden die Dinge, als Biden am Wochenende Kambodschas Regierungschef Hun Sen als &raquo;Premierminister Kolumbiens&laquo; ansprach. Drittens schlie&szlig;lich fiel in den vergangenen Tagen auf, wer in Phnom Penh nicht vertreten war, als sich dort Repr&auml;sentanten gro&szlig;er M&auml;chte und einflussreicher Pazifikanrainer von den USA &uuml;ber China, Russland und Indien bis zu Japan und Korea die Klinke in die Hand gaben: die Bundesrepublik und die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438683.westen-t%C3%A4uscht-vor.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Ende der Realpolitik<\/strong><br>\nWer die aktuelle Berichterstattung rund um den Parteitag der chinesischen KP oder um die m&ouml;gliche Beteiligung von Cosco am Hamburger Hafen verfolgt, der ahnt, dass es um die deutsch-chinesischen Beziehungen nicht gut steht. Allzu schnell ist China dieser Tage als das Reich des B&ouml;sen ausgemacht. Der Sinologe Ole D&ouml;ring schreibt in einem Gastbeitrag f&uuml;r Cicero von einem ganz anderen China und pl&auml;diert daf&uuml;r, sich der neuen Zerrbilder zu entledigen. Toleranz, so D&ouml;ring, ist der Raum f&uuml;r Aktion und Zur&uuml;ckhaltung. Und das eigentliche Problem liegt vielleicht gar nicht in China, sondern in Europa. (&hellip;)<br>\nK&ouml;nnen wir, ja wollen wir es uns leisten, China als starken und wichtigen Partner zu verprellen? Nur weil wir uns nicht trauen, den Phoenix anzusehen und seinem Blick standzuhalten, der nach zwei Jahrhunderten aus der Asche auf ein Normalma&szlig; angewachsen ist? Vielleicht haben wir auch nicht den Mut, den Schritt aus vertrauten Denkmustern ins Licht einer neuen Wirklichkeit zu gehen. Die Welt ist heute so rund, dass einem wahrhaft schwindelig werden kann. Eigentlich ist Deutschland verfassungsm&auml;&szlig;ig so gut auf die n&ouml;tigen Ver&auml;nderungen eingestellt wie sonst kein anderes Land auf der Welt. (&hellip;)<br>\nChinas Position wird manchmal als ambivalent bezeichnet. Das ist eine Ausrede f&uuml;r unsauberes Denken und Desinteresse an der Wirklichkeit, soweit es keine politische Trivialit&auml;t beschreibt. Man muss sich sehr aktiv die Ohren zuhalten, oder auf die Kenntnis chinesischer Quellen verzichten, um die allgegenw&auml;rtige, immer wiederholte und gleichlautende Botschaft zu &uuml;berh&ouml;ren: Keine Sanktionen und keine milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung! Das ist ein politisches Grundrezept f&uuml;r friedensstiftende Ma&szlig;nahmen. China sieht sich durch die geistigen und materiellen Verwerfungen ganz Europas best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/china\/china-sucht-seine-rolle-in-der-welt\">Ole D&ouml;ring in Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>140 Jets f&uuml;r China<\/strong><br>\nLukrativer Airbus-Deal &uuml;ber 17 Milliarden US-Dollar w&auml;hrend Scholz-Reise nach Beijing. Stillschweigen dazu in deutschen Medien und Bundesregierung<br>\nChina hat w&auml;hrend des Besuchs von Bundeskanzler Olaf Scholz in Beijing offiziell einen Gro&szlig;auftrag im Wert von 17 Milliarden US-Dollar (etwa 16,5 Milliarden Euro) an Airbus vergeben und damit dessen US-Konkurrenten Boeing einen schweren Schlag verpasst. W&auml;hrend Berlin versucht, den Mantel des Schweigens &uuml;ber den Deal zu legen, sorgt sich Boeing, der Konfrontationskurs der Biden-Regierung gegen&uuml;ber China k&ouml;nne den Konzern dauerhaft vom weltgr&ouml;&szlig;ten Importmarkt f&uuml;r Flugzeuge abschneiden.<br>\nDas Gesch&auml;ft, das ein Schlaglicht auf die Hintergr&uuml;nde der Kanzlerreise wirft, geht auf eine Vereinbarung vom Sommer zur&uuml;ck, die Airbus mit Chinas drei gro&szlig;en staatlichen Airlines &ndash; Air China, China Eastern, China Southern &ndash; getroffen hat. Diese bestellten 292 Flugzeuge der Airbus-A-320-Familie zu einem Gesamtpreis von stolzen 37 Milliarden US-Dollar. Der Deal musste in der Volksrepublik allerdings noch beh&ouml;rdlich genehmigt werden. Dies ist jetzt offenkundig geschehen. Jedenfalls unterzeichnete die China Aviation Supplies Holding Company (CASC) w&auml;hrend des Aufenthalts von Scholz in Beijing den Kaufvertrag f&uuml;r einen Teil der Jets &ndash; insgesamt 140 &ndash; im Wert von gut 17 Milliarden US-Dollar.<br>\nDie &ouml;ffentlichkeitswirksame Unterzeichnung milliardenschwerer Vertr&auml;ge w&auml;hrend hochrangiger Besuche ist &uuml;blich. So hatte Beijing etwa im November 2017 w&auml;hrend des Besuchs von US-Pr&auml;sident Donald Trump einen Kaufvertrag f&uuml;r 300 Boeing-Jets unterschrieben. Anders als Trump hat Scholz es bei seinem Besuch am Freitag vor einer Woche allerdings vermieden, den lukrativen Vertrag auch nur zu erw&auml;hnen. Offiziell hie&szlig; es in Berlin sogar, w&auml;hrend des Besuchs finde keinerlei Vertragsabschluss statt. Bislang findet sich zudem kein Bericht &uuml;ber den Airbus-Deal in deutschen Medien, lediglich die chinesische Global Times und Reuters (Sitz in London) informierten dar&uuml;ber. Zugekn&ouml;pft gibt sich das Bundeswirtschaftsministerium. Auf Anfrage von junge Welt mit Bezug auf Reuters hie&szlig; es am Freitag lapidar aus Robert Habecks Beh&ouml;rde: &raquo;Presseberichte k&ouml;nnen wir nicht kommentieren.&laquo; Airbus reagierte nicht auf die Bitte von jW nach einer Stellungnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438566.geheimes-business-140-jets-f%C3%BCr-china.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Bundeskanzler macht die (notwendige) Wirtschaftspolitik, zu der sein eigentlich zust&auml;ndiger Bundesminister Habeck offensichtlich nicht willens oder in der Lage ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zwischen den Fronten<\/strong><br>\nBundeskabinett verbietet erneut chinesische &Uuml;bernahme in Halbleiterbranche. BDI und Linke betonen Abh&auml;ngigkeit von Volksrepublik (&hellip;)<br>\nZu den Gr&uuml;nden &auml;u&szlig;erte sich das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) auf jW-Anfrage nicht. Zuvor hatte es gegen&uuml;ber dem Handelsblatt (Mittwoch) unter Berufung auf das &raquo;Gesch&auml;ftsgeheimnis&laquo; erkl&auml;rt, man k&ouml;nne nicht ins Detail gehen. Habeck betonte aber, dass man bei Firmen&uuml;bernahmen genau hinschauen m&uuml;sse, wenn es um wichtige Infrastrukturen gehe oder die Gefahr bestehe, dass Technologie an Erwerber aus Nicht-EU-L&auml;ndern abflie&szlig;e.<br>\nGegen&uuml;ber dem Handelsblatt betonte Habeck, dass Deutschland nat&uuml;rlich auch weiterhin ein offener Investitionsstandort sei. Ob f&uuml;r chinesische Firmen Investitionen in der Halbleiterbranche generell ausgeschlossen und welche weiteren Branchen noch betroffen seien, lie&szlig; das BMWK auf Nachfrage auch unbeantwortet.<br>\nVor allem das Wirtschaftsministerium pocht unter Habeck auf eine strenge Haltung bei chinesischen Investitionen in Bereiche, die als strategisch deklariert wurden. Der Minister hatte zuletzt bekundet, dass sein Haus an einer neuen China-Strategie arbeite. Aber auch hierzu keine Antworten aus dem Ministerium.<br>\nDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte am Donnerstag gegen&uuml;ber jW davor, dass die Wirtschaftsbeziehungen zu China grunds&auml;tzlich in Zweifel gezogen w&uuml;rden. &raquo;Es ist im Interesse Deutschlands, wenn unsere Industrie weiter mit China wirtschaftlich kooperiert&laquo;, erkl&auml;rte BDI-Pr&auml;sident Siegfried Russwurm. &raquo;Politisch und wirtschaftlich ist eine Entkopplung von der Volksrepublik weder w&uuml;nschenswert noch sinnvoll.&laquo;<br>\nBei &Uuml;bernahmen von Firmen genau hinzuschauen ist auch die Position der Linken im Bundestag. &raquo;Handelt es sich um kritische Infrastruktur oder Schl&uuml;sselindustrien, gilt dies um so mehr &ndash; ob der Investor aus China oder den USA kommt, sollte dabei zun&auml;chst einmal egal sein&laquo;, erkl&auml;rte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Christian Leye. Au&szlig;erdem sei man der Meinung, kritische Infrastruktur geh&ouml;re in die &ouml;ffentliche Hand, und auch bei Schl&uuml;sselindustrien d&uuml;rfe Vergesellschaftung kein Tabu sein. (&hellip;)<br>\nSowohl Russwurm als auch Leye wiesen gegen&uuml;ber jW auf die enorme Abh&auml;ngigkeit der deutschen Industrie von China bei mineralischen Rohstoffen hin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438586.ausl%C3%A4ndische-investitionen-zwischen-den-fronten.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Sozialdemokratie zur Erinnerung: &bdquo;Dem Karl Liebknecht haben wir&rsquo;s geschworen&ldquo;<\/strong><br>\nBei vielen SPD-Mitgliedern schlug das wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein, als Bundeskanzler Scholz am Sonntag, dem 27.02 2022 im Bundestag eine Zeitenwende verk&uuml;ndete. Damit meinte er eher eine politische 180-Grad-Wende: Deutschland will Waffen an die Ukraine liefern und unterst&uuml;tzt weiterhin harte Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Vor allem aber k&uuml;ndigte Olaf Scholz an, ein Sonderverm&ouml;gen von 100 Milliarden Euro f&uuml;r die Aufr&uuml;stung zu bilden, das im Grundgesetz verankert werden soll und wie schon lange von den USA gefordert, dauerhafte R&uuml;stungsausgaben von &uuml;ber zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts pro Jahr bereitzustellen.<br>\nBesonders die &auml;lteren SPD-Mitglieder, das sind vielfach Menschen, die noch die Parteischulungen engagiert mitgemacht haben und die Parteigeschichte aus dem Effeff aufsagen k&ouml;nnen, wollten es nicht wahrhaben, was sie da h&ouml;rten. Hatten sie doch sofort Kaiser Wilhelm vor Augen, der bei Kriegsbeginn 1914 keine Parteien mehr kannte, sondern nur noch Deutsche und erinnerten sich an den mutigen Karl Liebknecht, der als SPD-Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte und daf&uuml;r in seinem weiteren kurzen Leben schlimm b&uuml;&szlig;en musste. (&hellip;)<br>\nDas aktuell geplante R&uuml;stungspaket 2022 hat ohne Probleme den Bundestag passiert. Auch im Bundesrat war die Zwei-Drittel-Mehrheit sicher, da die vier Regierungsbeteiligungen der Linken f&uuml;r eine Sperrminorit&auml;t nicht gereicht h&auml;tten.<br>\nDas Vorhaben der Ampelkoalition, die gigantische Aufr&uuml;stung sogar im Grundgesetz zu verankern, ist mit dem neuen Burgfrieden ohne Probleme m&ouml;glich geworden, eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat f&uuml;r eine &Auml;nderung des Grundgesetzes galt schon in der Sondersitzung des Bundestages im Februar als sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/der-sozialdemokratie-zur-erinnerung-dem-karl-liebknecht-haben-wirs-geschwo-ren\/\">gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ceta-Abkommen soll in drei Wochen im Bundestag ratifiziert werden<\/strong><br>\nDie Ampel-Fraktionen haben sich auf eine Ratifizierung des EU-Handelsvertrages mit Kanada (Ceta) und den Austritt Deutschlands aus der Energie-Charta verst&auml;ndigt. Ceta soll nun in der 48. Kalenderwoche (ab 28. November) auf die Tagesordnung des Bundestages gesetzt werden, teilten die Ampel-Fraktionen am Freitagabend mit. &bdquo;In allen k&uuml;nftigen Handelsvertr&auml;gen auf europ&auml;ischer Ebene, auch in denen, die derzeit bereits verhandelt werden, sollen die internationalen Vertr&auml;ge und Abkommen sanktionsbewehrt verankert werden und sie sollen insgesamt effektiv durchgesetzt werden&ldquo;, hei&szlig;t es mit Blick auf weitere Freihandelsabkommen zudem. SPD, Gr&uuml;ne und FDP bekennen sich auch zum Freihandelsabkommen mit den s&uuml;damerikanischen Mercosur-Staaten, wollen dort aber Nachverhandlungen &uuml;ber Menschenrechten und den Schutz des Waldes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ampel-fraktionen-wollen-ceta-abkommen-ratifizieren-18455793.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei u.a. an diese Beitr&auml;ge:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35559\">Die Diskussion um CETA zeigt beispielhaft, in welchem j&auml;mmerlichen Zustand die &ouml;ffentliche Debatte ist &ndash; in den Medien und in der Politik<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35011\">Die SPD k&ouml;nnte CETA stoppen &hellip; sie m&uuml;sste es nur wollen (inkl. zweier wichtiger Dokumente).<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EZB-Chefin Lagarde legt offen, wie sie mit dem digitalen Euro das Bargeld verdr&auml;ngen will<\/strong><br>\nDie Chefin der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde und EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta haben auf einer Veranstaltung in Br&uuml;ssel f&uuml;r Fachleute so deutlich wie bisher nie offengelegt, dass und wie der geplante digitale Euro die Verdr&auml;ngung des Bargelds beschleunigen wird.<br>\nDie von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) und EU-Kommission am 7. November gemeinsam abgehaltene Konferenz hie&szlig; &bdquo;Digital Euro Conference: Towards al legislative framework for a digital euro&ldquo;. Alle sprachen zwar viel von der Notwendigkeit einer &ouml;ffentlichen Debatte. Medienberichte &uuml;ber die Veranstaltung habe ich aber nicht gesehen und es war &ndash; abgesehen von den Moderatoren &ndash; auch keine Beteiligung von Pressevertretern erkennbar.<br>\nDie Konferenz ist auf Video &ouml;ffentlich zug&auml;nglich. Im folgenden beziehen sich die angegebenen Zeiten auf die im Video angegebene Uhrzeit und korrespondieren mit dem Programm der Konferenz. (&hellip;)<br>\nDas zust&auml;ndige EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta sagte (11:12:45 Uhr), es gebe derzeit im Euroraum kein Zahlungsmittel, das im ganzen Euroraum nutzbar sei. Denn auch mit Bargeld k&ouml;nne man zum Beispiel in manchen Teilen Nordeuropas in vielen Gesch&auml;ften nicht bezahlen. Dieses Problem des fehlenden universellen Zahlungsmittels werde man mit dem digitalen Euro l&ouml;sen.<br>\nDas muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, um die Bedeutung zu erfassen. Die EZB will durchsetzen, dass der digitale Euro von jedem Gesch&auml;ft und jeder sonstigen Institution im Euroraum angenommen werden muss. Aber sie nimmt es einfach hin, ja bef&ouml;rdert es sogar in vielerlei Hinsicht, dass man mit dem derzeitigen einzigen gesetzlichen Zahlungsmittel, das von ihr selbst herausgegeben wird, in vielen Gesch&auml;ften und sogar Beh&ouml;rden im Euroraum nicht bezahlen kann. Und dann stellt sie uns das als Problem dar, das sie mit dem digitalen Euro l&ouml;sen m&uuml;sse.<br>\nWer sich nicht sp&auml;testens an dieser Stelle auf den Arm genommen f&uuml;hlt, ist mit einem gro&szlig;em Ma&szlig; an Vertrauen in Autorit&auml;ten gesegnet. (&hellip;)<br>\nEs gibt also nicht die Spur einer Chance, dass ein digitales Zentralbankgeld, das von EU-Kommission und EZB konzipiert wird, auch nur ann&auml;hernd so viel Privatheit bietet wie Bargeld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/lagarde-cbdc\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90066#h14\">Digitalw&auml;hrung: Deutsche Industrie dr&auml;ngelt beim digitalen Euro<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90198#h11\">FDP-Chef Lindner wirbt f&uuml;r &bdquo;Digitales Bargeld&ldquo;<\/a> jeweils mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wir m&uuml;ssen &uuml;ber die &bdquo;Tyrannei der Ungeimpften&ldquo; reden<\/strong><br>\n&bdquo;Ihr seid raus aus dem gesellschaftlichen Leben&ldquo;: So lautete vor einem Jahr die offizielle Ansage an die Ungeimpften. Die unglaublichen S&auml;tze, die deutsche Politiker von Lauterbach bis Strack-Zimmermann damals sagten, m&uuml;ssen dringend aufgearbeitet werden &ndash; und zwar jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus242038113\/Corona-Wir-muessen-ueber-die-Tyrannei-der-Ungeimpften-reden.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Leider hinter Bezahlschranke. Der Beitrag beschreibt die Situation &auml;u&szlig;erst zutreffend. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dazu passt insbesondere dieser Kommentar von Tobias Riegel aus dem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=83391\">Fr&uuml;hjahr 2022: Corona: Die Angst der Verantwortlichen vor der Aufarbeitung<\/a>. Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die B&uuml;rger m&uuml;ssen also die eigene Aufarbeitung vollziehen &ndash; das Projekt #ichhabemitgemacht kann da ein Anfang sein, wie wir im Artikel &bdquo;Ja: Ihr habt bei Corona #mitgemacht&ldquo; beschrieben haben. Einschr&auml;nkend soll aber betont werden: F&uuml;r die Hauptt&auml;ter der Corona-Politik in Medien und Politik sollte es keine Absolution geben &ndash; die B&uuml;rger untereinander sind aber &bdquo;verdammt zur Vers&ouml;hnung&ldquo;. Auch wenn sie unterschiedliche Ansichten zu Corona haben, m&uuml;ssen sie wieder verzeihen und zusammenfinden. Der erste Schritt einer gesellschaftlichen Auss&ouml;hnung sollte aber von den Verfechtern der destruktiven, teils grob unmenschlichen sowie politisch und sozial katastrophalen Corona-Ma&szlig;nahmen ausgehen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Eine unzureichende Aufarbeitung w&auml;re <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=76074\">eine weitere Parallele zum Umgang mit der Schweinegrippe<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nur noch &bdquo;Maskenempfehlung&ldquo; in Bus und Bahn? Jetzt startet das Ringen neu<\/strong><br>\nErst kippen einige Bundesl&auml;nder die Isolationspflicht f&uuml;r Corona-Infizierte, nun wird auch an der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ger&uuml;ttelt. Wer folgt dem Vorsto&szlig; aus Schleswig-Holstein? Die Frage treibt einen Keil in die Ampel-Koalition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article242111493\/Corona-Kommt-das-Ende-der-Maskenpflicht-in-Bus-und-Bahn.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schw&auml;chere geopfert<\/strong><br>\nDie Aufgabenstellung durch das Bundesverfassungsgericht war sehr klar: Im Falle einer &raquo;Triage&laquo;-Situation muss die Entscheidung, wer eine intensivmedizinische Versorgung erh&auml;lt und wer nicht &ndash; und dadurch wom&ouml;glich sterben muss &ndash;, diskriminierungsfrei stattfinden. Die nun beschlossene L&ouml;sung durch die Koalition aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP ist jedoch alles, blo&szlig; nicht diskriminierungsfrei. Der bis dato zum Thema eher schweigsame Beauftragte f&uuml;r Menschen mit Behinderung, J&uuml;rgen Dusel, und die 16 Landesbeauftragten kamen Anfang der Woche sogar einhellig zur Auffassung, dass das Gesetz schwerwiegende Diskriminierungsrisiken enth&auml;lt. Dies ist n&uuml;chtern betrachtet wenig erstaunlich, denn das Kriterium der aktuellen und kurzfristigen &Uuml;berlebenswahrscheinlichkeiten, das selbst laut den Vertretern der Bundes&auml;rztekammer nach medizinischen Kriterien kaum umzusetzen sei, ist ungeeignet.<br>\nAufgrund der fehlenden Abgrenzung des Gesetzentwurfs zwischen Komorbidit&auml;ten, chronischen Erkrankungen sowie Behinderungen besteht die akute Gefahr, dass Menschen mit Behinderung stets den k&uuml;rzeren bei &raquo;Triage&laquo;-Entscheidungen ziehen werden. Dieses Szenario bezeichnen zahlreiche prominente Menschen mit Behinderung als das Prinzip &raquo;Survival of the fittest&laquo;. Die Anzahl der geretteten Leben mag auf diese Weise zwar maximiert werden, jedoch werden auf diesem Wege gleichzeitig auch die vermeintlich Schw&auml;chsten unserer Gesellschaft geopfert. Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik wird damit der verfassungsrechtliche Grundsatz der Lebenswertindifferenz, der besagt, dass jedes Leben gleich wertvoll und sch&uuml;tzenswert ist, in Frage gestellt. Behindertenrechtsaktivistinnen und -aktivisten sprechen deswegen zu Recht von einem &raquo;Selektionsgesetz&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438604.schw%C3%A4chere-geopfert.html\">S&ouml;ren Pellmann in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Medizin gegen Machtmissbrauch&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bezahlt aus Steuergeldern Journalismus im Ausland &ndash; in der Ukraine und in Russland, in Belarus, in Afghanistan und m&ouml;glicherweise bald auch im Iran. Das Programm hei&szlig;t Hannah-Arendt-Initiative, ist im Ausw&auml;rtigen Amt angesiedelt und f&ouml;rdert im Moment 360 Personen. Kosten allein in diesem Jahr: 3,5 Millionen Euro. Annalena Baerbock legitimiert diese Investition mit einer Rhetorik, die Deutschland als Hort der Medienfreiheit erscheinen l&auml;sst, und verschleiert so, worum es eigentlich geht &ndash; um einen neuen Trumpf im Kampf um Definitionsmacht genau dort, wo gegenw&auml;rtig die geopolitische Musik spielt.<br>\n&bdquo;Schutzprogramm f&uuml;r Journalistinnen und Journalisten&ldquo; steht &uuml;ber der Pressemitteilung vom 14. Oktober, die die deutsche Au&szlig;enministerin mit ihrer Parteikollegin Claudia Roth herausgegeben hat. Die Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r Kultur und Medien kommt ins Spiel, weil aus ihrem Etat 2022 rund 4,2 Millionen Euro in ein Parallelprogramm flie&szlig;en &ndash; in den European Fund for Journalism in Exile, kurz JX Fund. Dieser Topf soll, nomen est omen, zum einen &bdquo;schnell und flexibel&ldquo; Journalisten helfen, die aus &bdquo;Kriegs- und Krisengebieten&ldquo; fliehen. Zum anderen wird der &bdquo;Aufbau neuer Redaktionsstrukturen im Exil&ldquo; unterst&uuml;tzt. Auf Deutsch: Medienangebote, die f&uuml;r die Herkunftsl&auml;nder gemacht sind. Auf der Webseite werden die Ukraine, Belarus und Russland genannt. Au&szlig;erdem f&ouml;rdert der JX Fund im Advent einen Workshop mit dem sprechenden Titel &bdquo;Decolonising Journalism&ldquo;. Die Ausschreibung spricht Menschen aus Regionen und L&auml;ndern an, die unter &bdquo;dem (russischen) Imperialismus und kolonialen Strukturen&ldquo; zu leiden haben.<br>\nIn ihrer Pressemitteilung singen die beiden Ministerinnen ein Hohelied auf die Medienfreiheit. Annalena Baerbock sagt dort mit Blick auf &bdquo;die Proteste der unerschrockenen Frauen und M&auml;dchen im Iran und Russlands schreckliche Kriegsverbrechen in der Ukraine&ldquo;: &bdquo;Freier Journalismus ist die beste Medizin gegen Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch.&ldquo; Und Claudia Roth: &bdquo;Journalistinnen und Journalisten werden immer h&auml;ufiger zur Zielscheibe von Diktatoren, Anti-Demokraten und Extremisten, da sie mit ihrer freien und unabh&auml;ngigen Berichterstattung die Potemkinschen Propaganda-D&ouml;rfer in Moskau, Kabul, Teheran, weltweit ins Wanken bringen. Sie sind laute, selbstbewusste Stimmen im Kampf f&uuml;r Freiheit und Selbstbestimmung, f&uuml;r Demokratie und Frieden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/medizin-gegen-machtmissbrauch\">Michael Meyen in Multipolar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ampel-Regierung l&auml;sst Snowden im Regen stehen<\/strong><br>\nEdward Snowden erntete zuletzt Kritik daf&uuml;r, sich in Moskau aufzuhalten und zudem die russische Staatsb&uuml;rgerschaft angenommen zu haben. Der Whistleblower verwies daraufhin auf fehlende Alternativen. Wir haben bei Bundestagsabgeordneten nachgefragt, ob Snowden aus ihrer Sicht hierzulande Schutz erhalten solle. Das Ergebnis ist ern&uuml;chternd. (&hellip;)<br>\nViele der Bundestagsabgeordneten, die w&auml;hrend der NSA-Enth&uuml;llungen noch f&uuml;r Snowden Stellung bezogen und teilweise ausdr&uuml;cklich Asyl gefordert hatten, sind mit dem Antritt der Ampel-Regierung verstummt. So hatte etwa Katrin G&ouml;ring-Eckardt, die f&uuml;r die Gr&uuml;nen im Bundestag sitzt, noch 2013 ausdr&uuml;cklich Asyl f&uuml;r Snowden gefordert. Auf unsere wiederholten Anfragen reagierte sie nicht. Ihr Parteikollege J&uuml;rgen Trittin stand f&uuml;r eine Stellungnahme ebenfalls nicht zur Verf&uuml;gung. Auch er hatte sich damals klar positioniert: &bdquo;[Snowden] ist alles andere als ein Verbrecher und hat einen gesicherten Aufenthalt in Deutschland verdient.&ldquo;<br>\nAuf Seiten der SPD verwiesen sowohl deren Co-Vorsitzender Lars Klingbeil als auch sein Parteikollege Nils Schmid, au&szlig;enpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, an Parteikollegen. Der SPD-Abgeordnete Ralf Stegner lie&szlig; sich wiederholt entschuldigen. Er hatte sich noch 2019 f&uuml;r eine Aufenthaltsgenehmigung ausgesprochen. [&hellip;]<br>\nLaut Paragraph 22 des Aufenthaltsgesetzes k&ouml;nne einem Nichtdeutschen &bdquo;aus v&ouml;lkerrechtlichen oder dringenden humanit&auml;ren Gr&uuml;nden eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden&ldquo;. Die Beurteilung daf&uuml;r obliege normalerweise dem BAMF. Nach dem Aufenthaltsgesetz ist die Beh&ouml;rde jedoch gezwungen, die Erlaubnis zu erteilen, wenn das Innenministerium die Aufnahme einer Person &bdquo;zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland&ldquo; fordert.<br>\nEs liege demnach in der Macht der Bundesregierung, Snowden Asyl zu gew&auml;hren. Wie die Antworten der Bundestagsabgeordneten jedoch zeigen, ist der politische Wille daf&uuml;r derzeit nicht gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/asyl-fuer-snowden-ampel-regierung-zeigt-sich-unwillig\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>B&uuml;rgerlicher Stalinismus: Die Universit&auml;t Bonn und die Causa Gu&eacute;rot<\/strong><br>\nEigentlich war die Sache durch. Doch nun hat die NZZ noch einmal &uuml;bel nachgetreten und nicht nur die mutige Politologin angegriffen, sondern auch die Universit&auml;t Bonn wegen einer Erkl&auml;rung, die auf Ulrike Gu&eacute;rot gem&uuml;nzt ist, heftig ger&uuml;gt. Denn die Distanzierung der Universit&auml;t von Gu&eacute;rot ging der vermeintlich liberalen Schweizer Zeitung nicht weit genug. Dabei ist der NZZ-Kommentar geradezu prototypisch f&uuml;r den westlich-transatlantischen, heuchlerischen Umgang mit dissidenten Stimmen: Es bleibe zwar, hei&szlig;t es darin jovial, Gu&eacute;rots &ldquo;gutes Recht&rdquo;, ihre &ldquo;Ansichten&rdquo; zu &auml;u&szlig;ern, und die NZZ gesteht ihren Lesern sogar zu, davon zu halten, &ldquo;was man will&rdquo;. Soll man ernstlich daf&uuml;r dankbar sein? Denn tats&auml;chlich ist es nicht weit her mit der demonstrativen Offenheit. Anspruch, Selbstbild und gesellschaftliche Realit&auml;t, hier die der Presse- und Meinungsfreiheit, klaffen weiter denn je auseinander. Keiner der beflissenen Mainstream-Kommentatoren hat sich auf die Seite Gu&eacute;rots geschlagen. Alle waren darum bem&uuml;ht, den Meinungskorridor knalleng und auf NATO-Linie zu halten. Nebenbei: Von der Blockfreiheit der Schweiz, gar von Neutralit&auml;t ist bei der NZZ auch nichts mehr zu sp&uuml;ren.<br>\nSpielen wir den Fall einfach mal mit umgekehrten Vorzeichen durch: W&auml;re Ulrike Gu&eacute;rot sowohl in Sachen Corona als auch zum Ukraine-Krieg auf Linie geblieben, keiner ihrer ach so um wissenschaftliche Standards besorgten Kritiker w&auml;re auf die Idee gekommen, an Zitaten und fehlenden Nachweisen in den B&uuml;chern Gu&eacute;rots herumzum&auml;keln (die Wissenschaftlerin hat diese Fehler notabene inzwischen eingestanden). Und sicher h&auml;tte es keine Pressemitteilung der Universit&auml;t gegeben. (&hellip;)<br>\nDabei g&auml;be es durchaus Grund zu ernsthafter inhaltlicher Kritik an den realit&auml;tsfern erscheinenden europapolitischen Konzeptionen Gu&eacute;rots oder auch an ihrem &ndash; in Widerspruch zur gegenw&auml;rtigen Kampagne stehenden &ndash; konventionellen Sprachgebrauch, wie es in der aktuellen Ausgabe des Magazins Vier. gelungen vorgef&uuml;hrt wurde. Doch in der gegenw&auml;rtigen Krise der Demokratie sollte die Verteidigung der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit im Vordergrund stehen. F&uuml;r diese Freiheit ist Ulrike Gu&eacute;rot (und ihr Co-Autor Hauke Ritz) vorbildlich mit Mut und Tapferkeit eingetreten &ndash; wof&uuml;r beiden zu danken ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/meinung\/153163-universitaet-bonn-und-causa-guerot\/\">Mirko Lehmann in RT DE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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