{"id":90497,"date":"2022-11-17T08:37:15","date_gmt":"2022-11-17T07:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497"},"modified":"2022-11-17T11:12:25","modified_gmt":"2022-11-17T10:12:25","slug":"hinweise-des-tages-4238","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h01\">&ldquo;Jetzt hilft nur noch die Weisheit des westf&auml;lischen Friedens&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h02\">Katar: Was bei der Emp&ouml;rungs-WM ausgeblendet wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h03\">&bdquo;Zeitlich streng befristet&ldquo; h&ouml;here Steuern f&uuml;r die armen Reichen, weil sonst das Wachstum leidet &ndash; Der Sachverst&auml;ndigenrat macht sich l&auml;cherlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h04\">Alt, arm und abgeh&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h05\">Soziale Schere weiter weit ge&ouml;ffnet: Familien mit niedrigem Einkommen haben 11,8 % Inflationsrate, wohlhabende Singles 8,4 %<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h06\">Gezerre um Hartz-IV-Nachfolge wird keine Verbesserung bringen: Armut bleibt Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h07\">F&uuml;hrungsnation im Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h08\">Die neue franz&ouml;sische Sicherheitsstrategie: eine hybride Kriegserkl&auml;rung.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h09\">Maximal aufgeblasen: Raketeneinschlag auf NATO-Territorium.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h10\">Turkey to pursue targets in Syria, official says after Istanbul blast<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h11\">US-Medien: Goldene Zeit der Mittelklasse geht bald zu Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h12\">Rechtsstaat und Grundrechte in der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90497#h13\">Privilegien f&uuml;r Journalisten: Bundestags-Gutachten zweifelt an Neutralit&auml;t des Verfassungsgerichts<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Jetzt hilft nur noch die Weisheit des westf&auml;lischen Friedens&rdquo;<\/strong><br>\nAntje Vollmer &uuml;ber die Notwendigkeit von internationaler Kooperation, &uuml;ber hybride politische Thinktanks und die Bedeutung des Zweifels an der ver&ouml;ffentlichten Mehrheitsmeinung. (Teil 2 und Schluss) [&hellip;]<br>\nFrau Vollmer, im ersten Teil dieses Gespr&auml;chs haben Sie politische Stiftungen und Thinktanks kritisiert, weil sie &bdquo;eine ziemlich einheitliche Agenda&ldquo; verbreiteten. Das betrifft auch ehemalige gr&uuml;ne Mitstreiter von Ihnen, konkret Ralf F&uuml;cks und Marieluise Beck. Die beiden haben 2017 einen Thinktank mit dem Namen Zentrum Liberale Moderne gegr&uuml;ndet. In den Jahren 2018 bis 2021 sind nach Auskunft der Bundesregierung rund 4,5 Millionen Euro an diese Organisation geflossen, die auf die &ouml;ffentliche Meinung einwirkt. Wie bewerten sie das?<br>\nAntje Vollmer: Diese sogenannte NGO ist ein besonders eklatantes Beispiel eines hybriden politischen Thinktanks. Zwei ehemalige Spitzenpolitiker nutzen s&auml;mtliche Netzwerke der Institutionen, in denen sie lange t&auml;tig waren, und gr&uuml;nden dann mit Staatsgeld einen antirussischen Thinktank, den sie &ldquo;Non Government Organisation&rdquo; nennen und der durch keine echte Praxis im Land ausgewiesen ist.<br>\nEs gibt viele engagierte St&auml;dtepartnerschaften, die w&uuml;rden sich freuen, wenn sie auch nur punktuell Projektmittel vom Staat erhielten. Aber dieser Thinktank hat von Beginn an h&ouml;chste politische Unterst&uuml;tzung genossen.<br>\nWarum ausgerechnet das Zentrum Liberale Moderne, was macht diese Organisation so besonders?<br>\nAntje Vollmer: Ich vermute, es sollte damals die zentrale Denkfabrik f&uuml;r eine schwarz-gr&uuml;ne Regierungsoption sein. Das w&uuml;rde dann aber auch bedeuten, dass das Postulat der Unabh&auml;ngigkeit von Beginn an nicht stimmt. Es stimmt nicht die Regierungsferne, es stimmt nicht die Basisverankerung. Das Zentrum Liberale Moderne ist stattdessen ein Instrument eines ideologischen Lobbyismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Jetzt-hilft-nur-noch-die-Weisheit-des-westfaelischen-Friedens-7341601.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Katar: Was bei der Emp&ouml;rungs-WM ausgeblendet wird<\/strong><br>\nKriegswaffen f&uuml;r Diktaturen? &ndash; Normalit&auml;t. WM-Halligalli &ndash; verwerflich? Was Deutschland und andere westliche Staaten sonst noch mit der Region verbindet &ndash; und was an der aktuellen Debatte heuchlerisch ist.<br>\nAnl&auml;sslich der bevorstehenden Herrenfu&szlig;ball-WM in Katar beherrscht die Kritik an Menschenrechtsverletzungen in dem Golfemirat die Schlagzeilen und erhitzt die Gem&uuml;ter, wie es fast undenkbar ist, wenn es um milit&auml;rische Zusammenarbeit und Energiepartnerschaften westlicher Staaten mit Diktaturen in der &Ouml;lregion am Golf geht. Der Kooperation mit Saudi-Arabien etwa steht nicht einmal der staatlich verantwortete Mord am Journalisten Jamal Khashoggi entgegen.<br>\nEinige Staaten, die in den Jemen-Krieg verwickelt sind, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait und Katar, befinden sich unter den L&auml;ndern, die Kriegswaffen aus Deutschland erhalten. Von dieser Verletzung des Paragraphen 6 Kriegswaffenkontrollgesetzes lenkt auch die Emp&ouml;rung &uuml;ber homophobe &Auml;u&szlig;erungen von Funktion&auml;ren aus Katar im Zusammenhang mit der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft der M&auml;nner ab. [&hellip;]<br>\nDie US-Armee ist in Katar nicht nur gro&szlig;z&uuml;gig unterst&uuml;tzter Gast, sondern auch Partner bei Verletzungen des V&ouml;lkerrechts, etwa in Afghanistan und im Irak sowie in Syrien. Milit&auml;rinterventionen in diesen Staaten sind nur entweder auf Einladung der Staatsmacht oder auf der Basis von UNO-Mandaten zul&auml;ssig. Doch hier wird darauf keine R&uuml;cksicht genommen: Das US-Magazin Airforce Times berichtete 2016 &uuml;ber t&auml;glich Hunderte von Flugzeugeins&auml;tzen im Luftraum des Irak, Syriens und in anderen Staaten der Region.<br>\nAl Udeid sei &ldquo;ein integraler Bestandteil der Missionen in Afghanistan, die derzeit als Operationen Freedom&rsquo;s Sentinel oder Resolute Support bezeichnet werden, sowie des Kampfes gegen die Gruppe Islamischer Staat im Rahmen der Operation Inherent Resolve&rdquo;. Diese milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten werden durch Konflikte zwischen den Partnerstaaten des Westens nicht gef&auml;hrdet. [&hellip;]<br>\nKatar ist nicht nur ein landgest&uuml;tzter Flugzeugtr&auml;ger f&uuml;r die USA, sondern zugleich auch eine Schaltzentrale f&uuml;r die US-Kriegsf&uuml;hrung in dieser Region und weit nach Afrika hinein &uuml;ber sie hinaus. Dies alles auszublenden und lediglich die WM zu skandalisieren, ist ein willkommenes Mittel zur Verblendung der Welt&ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Katar-Was-bei-der-Empoerungs-WM-ausgeblendet-wird-7341195.html\">Bernhard Trautvetter auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Zeitlich streng befristet&ldquo; h&ouml;here Steuern f&uuml;r die armen Reichen, weil sonst das Wachstum leidet &ndash; Der Sachverst&auml;ndigenrat macht sich l&auml;cherlich<\/strong><br>\nDas ist infam, auf nichts kann man sich mehr verlassen. Selbst die oft &bdquo;Weise&ldquo; genannten Sachverst&auml;ndigen (zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, SVR) sind offenbar nicht mehr so neoliberal wie wir uns das vorstellen und nat&uuml;rlich auch w&uuml;nschen. Bringen die doch wirklich in ihrem Jahresgutachten den Vorschlag, die Steuern zu erh&ouml;hen. Und nicht nur das, die wollen die Steuern f&uuml;r die Leistungstr&auml;ger erh&ouml;hen, sie wollen den unantastbaren Spitzensteuersatz erh&ouml;hen, zeitlich &bdquo;streng befristet&ldquo; zwar, aber dennoch. Das geht ja nun gar nicht.<br>\nDie Aufregung im deutschen Bl&auml;tterwald (siehe die Zitate im Anhang 1) ist enorm. Liest man im Jahresgutachten nach, was die &bdquo;Weisen&ldquo; (in Ziffer 196) geschrieben haben, klingt das weit weniger revolution&auml;r, ja, man k&ouml;nnte es sogar f&uuml;r besonders reaktion&auml;r halten:<br>\n&bdquo;Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Probleme, Entlastungsma&szlig;nahmen zielgenau auszugestalten, erscheint eine ausgleichende Erg&auml;nzung durch zielgenauere Steuer- und Abgabenerh&ouml;hungen jedoch als denkbar. So k&ouml;nnten eine tempor&auml;re Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes oder ein zeitlich streng befristeter Energie-Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r Spitzenverdienende in Erw&auml;gung gezogen werden. Dies w&uuml;rde die &ouml;ffentliche Kreditaufnahme und somit den fiskalischen Impuls begrenzen. Dadurch k&ouml;nnte die Inflationswirkung der Entlastungsma&szlig;nahmen reduziert werden. Die Befristung k&ouml;nnte etwa an die Dauer der Gas- oder Strompreisbremse gekoppelt werden. Der negative Wachstumseffekt d&uuml;rfte im Fall solch tempor&auml;rer Ma&szlig;nahmen &uuml;berschaubar bleiben.&ldquo;<br>\n&bdquo;Zeitlich streng befristet&ldquo; soll die Steuererh&ouml;hung f&uuml;r die h&ouml;heren Einkommen sein, weil sonst die negativen Wachstumseffekte nicht mehr &bdquo;&uuml;berschaubar&ldquo; sein k&ouml;nnten. Was offenbar hei&szlig;t, dass man einen permanent h&ouml;heren Spitzensteuersatz per se f&uuml;r wachstumsd&auml;mpfend h&auml;lt. Da der Rat nach Meinung eines seiner neuen Mitglieder von nun an ideologische und theoretische Konfrontationen m&ouml;glichst meiden will und weit st&auml;rker &bdquo;evidenzbasiert&ldquo; arbeiten m&ouml;chte (so das Ratsmitglied Ulrike Malmendier im Spiegel vom 11. 11.), h&auml;tte man sich genau bei dieser einfach in den Raum gestellten Behauptung einen Verweis auf empirische Evidenz gew&uuml;nscht &ndash; zumal von einem Rat, der jedes Kapitel des Jahresgutachtens mit hunderten von Literaturhinweisen schm&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2022\/11\/16\/zeitlich-streng-befristet-hoehere-steuern-fuer-die-armen-reichen-weil-sonst-das-wachstum-leidet-der-sachverstaendigenrat-macht-sich-laecherlich\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Alt, arm und abgeh&auml;ngt<\/strong><br>\nImmer mehr &auml;lteren Menschen wird in Deutschland die W&uuml;rde genommen. Covid-19-Pandemie, Energiepreisexplosion und Inflation besonders verheerend. Doch Altersarmut ist keine Naturkatastrophe.<br>\nW&auml;hrend die bereits seit geraumer Zeit auf einem hohen Niveau verharrende Kinderarmut mittlerweile in der (Medien-)&Ouml;ffentlichkeit relativ viel Aufmerksamkeit erf&auml;hrt, stellt die Altersarmut nach wie vor einen blinden Fleck dar, obwohl das Armutsrisiko keiner anderen Altersgruppe in den vergangenen Jahren st&auml;rker gestiegen ist als jenes der Senior:innen. Man kann sogar von einer Reseniorisierung der Armut sprechen, nachdem zur Jahrtausendwende von einer &bdquo;Infantilisierung der Armut&ldquo; (Richard Hauser) die Rede war.<br>\nBeide Tendenzen bestehen nebeneinander, denn aufgrund der Tatsache, dass von einer sozialen Misere auch wieder mehr Senior:innen betroffen sind, die jahrhundertelang als &bdquo;w&uuml;rdige Arme&ldquo; galten, heute jedoch bezichtigt werden, nicht genug vorgesorgt zu haben, wird kein einziges Kind materiell bessergestellt.<br>\nUmso notwendiger ist es, dieses politische Armutszeugnis in einem verm&ouml;genden Land zu skandalisieren und gleichzeitig Druck auf Regierende wie Parlamentarier:innen auszu&uuml;ben, damit sich etwas &auml;ndert. (&hellip;)<br>\nWenn die obige Analyse der Entstehungsursachen von Altersarmut richtig ist, muss eine Gegenstrategie auf zwei Ebenen ansetzen: Notwendig ist die Reregulierung des Arbeitsmarktes, erg&auml;nzt um die Fortentwicklung der Gesetzlichen Rentenversicherung zu einer solidarischen B&uuml;rger- bzw. Erwerbst&auml;tigenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/alt-arm-und-abgehaengt\/\">Christoph Butterwegge in gewerkschaftsforum.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Soziale Schere weiter weit ge&ouml;ffnet: Familien mit niedrigem Einkommen haben 11,8 % Inflationsrate, wohlhabende Singles 8,4 %<\/strong><br>\nDie Inflation hat im Oktober im Durchschnitt aller Haushalte mit 10,4 Prozent einen historischen H&ouml;chststand erreicht. Noch einmal deutlich st&auml;rker belastet sind einkommensschwache Familien und, in etwas abgeschw&auml;chter Form, Alleinlebende mit niedrigem Einkommen. Gemessen an den f&uuml;r diese Haushaltstypen repr&auml;sentativen Warenk&ouml;rben trugen Familien mit niedrigem Einkommen im Oktober sogar eine Inflationsbelastung von 11,8 Prozent, bei &auml;rmeren Singles waren es 11,4 Prozent. Dagegen weisen Alleinlebende mit hohem Einkommen wie in den Vormonaten die im Vergleich geringste haushaltsspezifische Teuerungsrate auf: 8,4 Prozent. Damit ist die soziale Schere bei den Inflationsraten auf dem hohen Niveau des Vormonats geblieben und betr&auml;gt 3,4 Prozentpunkte. Das ist der h&ouml;chste in diesem Jahr gemessene Wert und liegt daran, dass die weiterhin gr&ouml;&szlig;ten Preistreiber &ndash; Haushaltsenergie und Lebensmittel &ndash; bei den Eink&auml;ufen von Haushalten mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil ausmachen als bei wohlhabenden. Auch Alleinerziehende und Familien mit jeweils mittleren Einkommen hatten mit 10,9 Prozent bzw. 10,6 Prozent etwas &uuml;berdurchschnittliche Teuerungsraten zu tragen, w&auml;hrend Alleinlebende und Paarhaushalte ohne Kinder mit jeweils mittleren Einkommen mit 10,4 bzw. 10,3 Prozent im oder sehr nahe am allgemeinen Durchschnitt lagen. Alleinlebende und Familien mit jeweils h&ouml;heren Einkommen wiesen unterdurchschnittliche Raten von 10,0 bzw. 9,7 Prozent auf (siehe auch die Informationen zur Methode unten und die Abbildung in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Das ergibt der IMK Inflationsmonitor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der monatlich die spezifischen Teuerungsraten f&uuml;r neun repr&auml;sentative Haushaltstypen liefert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-soziale-schere-weiter-weit-geoffnet-44731.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gezerre um Hartz-IV-Nachfolge wird keine Verbesserung bringen: Armut bleibt Gesetz<\/strong><br>\nDie &Auml;rmsten in diesem Lande, auf deren R&uuml;cken dieses Schmierentheater stattfindet, h&auml;tten aber dringend noch viel umfassendere Hilfe n&ouml;tig. Einen Tag nach der unw&uuml;rdigen, weil folgenlosen Abstimmung im Bundestag ver&ouml;ffentlichte das Statistische Bundesamt die neue Sch&auml;tzung zur aktuellen Inflationsrate, die inzwischen mit 10,4 Prozent ihren h&ouml;chsten Stand seit 1951 (!) erreicht hat. Das Amt hat diese Durchschnittsrate erg&auml;nzt durch Berechnungen f&uuml;r einzelne Warengruppen. Danach haben sich die Kosten f&uuml;r Energie nicht um 10, sondern um 43 Prozent verteuert, Speisefette und Speise&ouml;le um 50 Prozent, Molkereiprodukte und Eier um 29 Prozent, Gem&uuml;se um 23 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse um 20 Prozent &ndash; und so weiter. Das sind aber die Waren, f&uuml;r die die Armen im Gegensatz zu den Reichen im Lande den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihrer schmalen Eink&uuml;nfte ausgeben. F&uuml;r sie liegt die Inflationsrate also nicht bei 10 Prozent, sondern viel h&ouml;her. Sie sollen nun weiter gleichzeitig frieren und hungern. Die Begr&uuml;ndungen, die im Bundestag zur Ablehnung selbst dieser Mini-Reform angef&uuml;hrt wurden, trieften vor Heuchelei und Zynismus. Da wurden vom CDU-Sprecher Hermann Gr&ouml;he fiktive Hartz-IV-Empf&auml;nger mit &bdquo;150.000 Euro Verm&ouml;gen&ldquo; herangezogen, um gegen die sch&uuml;chterne Lockerung bei der Heranziehung von R&uuml;cklagen zu wettern. Das ist plumpe Hetze gegen&uuml;ber Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben und nun arbeitslos geworden sind. Vergeblich hatte im Vorfeld der Deutsche Gewerkschaftsbund die vor der Bundestagsdebatte seitens der CDU und CSU aufgef&uuml;hrten Rechenbeispiele auseinandergepfl&uuml;ckt und ins Reich der Fabeln verwiesen. Praktisch keine Rolle hat bei der Debatte ein Pl&auml;doyer gespielt, das von den Personalr&auml;ten der Jobcenter vorgetragen wurde. Sie sprachen sich f&uuml;r gro&szlig;z&uuml;gige &Uuml;bergangsregelungen zur Linderung der im Lande unter den &Auml;rmsten grassierenden Not, aber gleichzeitig f&uuml;r eine Verschiebung der grundlegenden Umstellung von Hartz IV auf das B&uuml;rgergeld aus. &bdquo;Schon jetzt&ldquo;, lie&szlig; die Gewerkschaft ver.di am 12. November in ihren &bdquo;ver.di news&ldquo; wissen, fehle &bdquo;in den Jobcentern Personal&ldquo;. Die Besch&auml;ftigten seien &uuml;berlastet &bdquo;nicht zuletzt, weil durch etwa eine halbe Million Gefl&uuml;chteter aus der Ukraine das Antragsvolumen sprunghaft gestiegen sei. Die Personalr&auml;te fordern mehrere tausend Neueinstellungen &ndash; sonst drohe der Kollaps.&ldquo; Das unw&uuml;rdige Schwarzer-Peter-Spiel, das den gegens&auml;tzlichen Abstimmungsergebnissen von Bundestag und Bundesrat nun folgt, wird also nicht nur auf dem R&uuml;cken der Empf&auml;nger der Grundsicherung, sondern auch auf dem R&uuml;cken derer ausgetragen, die das alles im Alltag umsetzen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/armut-bleibt-gesetz-4774571\/\">unsere zeit<\/a>\n<p>dazu: <strong>Zur Debatte um das B&uuml;rgergeld: Widerw&auml;rtig<\/strong><br>\nDas Schauspiel um das B&uuml;rgergeld ist absto&szlig;end wegen des schreienden Kontrastes zwischen der Freigiebigkeit, mit der die Herrschenden in diesem Land Milliarden &uuml;ber Milliarden f&uuml;r ihren Aufr&uuml;stungskurs ausgeben, und der sturen Geizhaltung, mit der dieselben Leute Menschen gegen&uuml;bertreten, die aus Angst vor der n&auml;chsten Gasrechnung und Sorgen um Kleidung und Nahrungsmittel f&uuml;r ihre Kinder nicht in den Schlaf kommen. Absto&szlig;end ist das Geschachere auch wegen der durchsichtigen Man&ouml;ver, mit der die einen &ndash; vor allem CDU\/CSU &ndash; die Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze abkoppeln wollen von der leisen Erweiterung von Grenzen f&uuml;r das Schonverm&ouml;gen, und die anderen &ndash; die Regierungsparteien &ndash; sehenden Auges akzeptieren, dass beim Pokerspiel zwischen Bundestag und Bundesrat dann eben mitten im Winter noch nicht einmal die viel zu kleine Erh&ouml;hung der viel zu niedrigen Regels&auml;tze zu erwarten ist. Wechselseitig werden so die &Auml;rmsten in politische Geiselhaft genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/widerwaertig-4774498\/\">Manfred Sohn in unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>F&uuml;hrungsnation im Krieg<\/strong><br>\nDie Bundeswehr soll sich auf Angriffe &bdquo;ohne Vorwarnung&ldquo; und &bdquo;mit gro&szlig;er, gegebenenfalls sogar existenzieller Schadenswirkung&ldquo; vorbereiten und dabei in Europa als &bdquo;F&uuml;hrungsnation&ldquo; auftreten. Dies fordert laut einem Bericht der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, in einem Grundsatzpapier von Ende September. Demnach m&uuml;sse nicht nur die &bdquo;F&auml;higkeit zu sichtbarer und glaubw&uuml;rdiger Abschreckung&ldquo; deutlich verst&auml;rkt werden, sondern auch die &bdquo;Einsatzbereitschaft&ldquo; der Truppe sowie der &bdquo;Einsatzwille&ldquo; der deutschen Soldaten. Auf eine schnelle Aufr&uuml;stung dringt auch Heeresinspekteur Alfons Mais, der im Februar erkl&auml;rt hatte, die Bundeswehr stehe &bdquo;mehr oder weniger blank da&ldquo;; Mais zufolge kommt die Beschaffung von Kriegsger&auml;t nicht rasch genug voran. Dabei hat der Haushaltsausschuss des Bundestags soeben erst den neuen Milit&auml;retat beschlossen und die Freigabe der ersten Summen aus dem 100-Milliarden-Euro-Milit&auml;rprogramm vorbereitet, das Kanzler Olaf Scholz am 27. Februar angek&uuml;ndigt hat. Auch die EU stellt neue Gelder f&uuml;r kurzfristige Aufr&uuml;stungsma&szlig;nahmen bereit. Die deutsche R&uuml;stungsindustrie meldet erhebliche Umsatz- und Gewinnspr&uuml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9084\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die neue franz&ouml;sische Sicherheitsstrategie: eine hybride Kriegserkl&auml;rung.<\/strong><br>\nDas Bild der Welt, wie es in diesem Papier gezeichnet wird, ist d&uuml;ster. Auch wenn das f&uuml;r solche Arten von Dokumenten typisch und angesichts des Krieges in der Ukraine erwartbar sein mag, ist es in seiner franz&ouml;sischen Variante besonders augenf&auml;llig. So wird einerseits in einer &ouml;konomistischen Sprache ganz generell von einem strategischen Wettbewerb zwischen Bl&ouml;cken und Staaten ausgegangen, der aber &ndash; so wird an verschiedenen Stellen formuliert &ndash; in eine offene Konfrontation &uuml;bergegangen sei. Damit ist auf der einen Seite nat&uuml;rlich im herk&ouml;mmlichen milit&auml;rischen Sinne der Krieg in der Ukraine gemeint. Zugleich findet sich die Formulierung des &Uuml;bergangs in eine Konfrontation jedoch auch im expliziten Hinblick auf die Sahel-Region und den Pazifik und mit Bezug auf China &ndash; wo ja bislang noch keine offenen milit&auml;rischen Konfrontationen bestehen.<br>\nVermittelt wird dieser latente Kriegszustand &uuml;ber die vermeintliche hybride Kriegf&uuml;hrung, die von China und Russland ausgehe und Frankreich, NATO und EU zu entsprechenden Gegenma&szlig;nahmen zwinge. Zugleich wird in dem Dokument jedoch deutlich, dass diese Hybridit&auml;t l&auml;ngst, aber nicht explizit, auch die franz&ouml;sische Au&szlig;enpolitik pr&auml;gt. So wird bereits in Absatz elf ganz allgemein &bdquo;Einfluss&ldquo; als &bdquo;strategische Schl&uuml;sselfunktion&ldquo; definiert, die es erm&ouml;glichen soll &bdquo;franz&ouml;sische Interessen durchzusetzen und den Handlungen unserer Wettbewerber (comp&eacute;titeurs) im gesamten Spektrum der Hybridit&auml;t entgegenzuwirken&ldquo;. Wohlgemerkt beziehen sich diese &Auml;u&szlig;erungen nicht auf die Landes- und B&uuml;ndnisverteidigung, sondern auf (Gro&szlig;-)Regionen wie Afrika, den Pazifik und explizit auch die Ukraine. Eine zentrale Rolle spielen f&uuml;r diesen globalen Machtanspruch, der in Verbindung mit dem proklamierten &Uuml;bergang in eine offene Konfrontation eigentlich eine globale Kriegserkl&auml;rung ist, au&szlig;erdem die franz&ouml;sischen &Uuml;berseegebiete, die vielfach erw&auml;hnt werden. In Absatz 67 wird daraus nicht nur eine &bdquo;Pflicht&ldquo; abgeleitet, in verschiedenen Weltregionen zu &bdquo;Sicherheit und Stabilit&auml;t&ldquo; beizutragen, sondern aus der &bdquo;geografischen Lage einiger unserer Territorien in diesen Regionen&ldquo; eine Notwendigkeit und &bdquo;besondere Legitimit&auml;t&ldquo; begr&uuml;ndet, &bdquo;dort pr&auml;sent und in allen Dom&auml;nen aktiv zu sein&ldquo;. Zugleich wird wie gesagt Russland vorgeworfen, einen &bdquo;globalisierten hybriden Krieg&ldquo; ausgerufen zu haben, in dem es &bdquo;externe Gebiete als Hebel&ldquo; nutze, um die eigenen Handlungsspielr&auml;ume einzuschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2022\/11\/15\/die-neue-franzoesische-sicherheitsstrategie-eine-hybride-kriegserklaerung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Maximal aufgeblasen: Raketeneinschlag auf NATO-Territorium.<\/strong><br>\nKein Zweifel: W&auml;re die Rakete, die am Dienstag nachmittag die ostpolnische Ortschaft Przewodow traf, zehn Kilometer weiter &ouml;stlich in einer ukrainischen Getreideankaufstelle eingeschlagen und h&auml;tte dort zwei Landarbeiter get&ouml;tet, kein Hahn h&auml;tte gro&szlig; danach gekr&auml;ht &ndash; war nicht beabsichtigt, ist aber halt passiert. Etwas, was man im NATO-Sprech einen Kollateralschaden nennt. Dass das auch im Westen so gesehen wird, zeigen die Kommentare von Politikern. Sie laufen einhellig darauf hinaus, es sei v&ouml;llig egal, wessen Rakete da explodiert sei, schuld sei ohnehin Russland (so Kanzler Olaf Scholz). Dass Vorf&auml;lle wie dieser im Krieg geschehen, ist also unterstellt. Nun ist die Rakete aber in Polen eingeschlagen, also auf dem Territorium eines NATO-Landes, und deshalb wird dieser Vorfall maximal aufgeblasen. Die polnische Presse w&auml;rmt die bereits im Fr&uuml;hjahr von den USA zur&uuml;ckgewiesene Forderung nach der Einrichtung einer &raquo;Flugverbotszone&laquo; &ndash; die sie faktisch h&auml;tten durchsetzen m&uuml;ssen &ndash; zumindest &uuml;ber der Westukraine wieder auf, die baltischen Au&szlig;enminister vertwitterten, w&auml;hrend in Przewodow noch die Tr&uuml;mmer rauchten, tiefempfundene Solidarit&auml;tsadressen an die &raquo;polnischen Waffenbr&uuml;der&laquo;. Darin wiederholten sie alles, was sie ohnehin immer schon sagen wollten &uuml;ber das &raquo;terroristische Russland&laquo; und so weiter. (&hellip;) Das beschw&ouml;rt nun freilich die Frage herauf, ob es wirklich nur ein tragischer Zufall war, dass die Rakete ein Ziel in Polen traf &ndash; oder ob sie, wenn man schon annimmt, dass es eine ukrainische war, vielleicht gerade ein Ziel auf NATO-Territorium treffen sollte. Ein an sich v&ouml;llig unbedeutendes Ziel mit nichts als dieser symbolischen Bedeutung. Um eine Debatte loszutreten, die die Ukraine sich w&uuml;nscht, aber die NATO zu vermeiden sucht: &uuml;ber eine direkte Kriegsbeteiligung der westlichen Allianz. Mit Provokationen hat Kiew Erfahrung. Schlie&szlig;lich hat es die erste Sanktionswelle gegen Russland im Sommer 2014 damit losgetreten, dass es entgegen aller Risiken unterlassen hat, den Luftraum &uuml;ber dem Donbass f&uuml;r den zivilen Flugverkehr zu sperren, und 298 Menschen an Bord der Maschine mit der Flugnummer &raquo;MH17&laquo; f&uuml;r den politischen Zweck starben. Jetzt immerhin &raquo;nur&laquo; zwei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/438929.maximal-aufgeblasen.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Rakete von Przewod&oacute;w<\/strong><br>\nNach dem Raketeneinschlag vom Dienstag im polnischen Przewod&oacute;w gibt die NATO Entwarnung. Weder sei die Rakete, die zwei Menschen t&ouml;tete, von den russischen Streitkr&auml;ften abgefeuert worden, noch gebe es Anzeichen f&uuml;r eine russische Milit&auml;roffensive gegen ein B&uuml;ndnismitglied, teilte NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg gestern mit. Am Dienstagabend hatten f&uuml;hrende Politiker aus mehreren europ&auml;ischen Staaten, darunter die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, ohne jeglichen Beleg Russland f&uuml;r den Beschuss verantwortlich gemacht und damit Bef&uuml;rchtungen ausgel&ouml;st, es k&ouml;nne zu einer direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland kommen. &Auml;hnliches war bereits im M&auml;rz der Fall gewesen, als auch in Deutschland die Errichtung einer Flugverbotszone &uuml;ber der Ukraine gefordert worden war &ndash; ein sicherer Weg in einen NATO-Krieg gegen Russland. Die Kriegspolitik liegt auf einer Linie mit der Forderung von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock, Russland m&uuml;sse in &bdquo;eine strategische Niederlage&ldquo; getrieben werden. Eine klare Mehrheit der Bev&ouml;lkerung hingegen spricht sich f&uuml;r Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9085\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Russische Raketen treffen Polen&ldquo; &ndash; Neuer Tiefpunkt von Politik und Medien in Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90458\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>How a lightly-sourced AP story almost set off World War III<\/strong><br>\nA deadly explosion in Poland kicked off hours of near-gleeful speculation about whether NATO would join the fight against Russia.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/2022\/11\/16\/how-a-lightly-sourced-ap-story-almost-set-of-world-war-iii\/\">Responsible Statecraft<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Turkey to pursue targets in Syria, official says after Istanbul blast<\/strong><br>\nTurkey plans to pursue targets in northern Syria after it completes a cross-border operation against outlawed Kurdistan Workers Party (PKK) militants in Iraq, a senior official said on Tuesday, after a deadly weekend bomb in Istanbul.<br>\nThe government has blamed Kurdish militants for the blast on Istanbul&rsquo;s Istiklal Avenue on Sunday that killed six people and injured more than 80.<br>\nThreats posed by Kurdish militants or Islamic State on Turkey are unacceptable, the official told Reuters, adding that Ankara will clear threats along its southern border &ldquo;one way or another.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/turkey-pursue-syria-targets-after-iraq-operation-against-kurdish-militants-2022-11-15\/\">Reuters<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>US-Medien: Goldene Zeit der Mittelklasse geht bald zu Ende<\/strong><br>\nDie Goldene Zeit der Mittelklasse in den USA wird bald zu Ende gehen. Dies geht aus einem Beitrag der US-Zeitschrift &bdquo;The Fortune&ldquo; vom 3. November hervor.<br>\n&Ouml;konomen zufolge sei das durchschnittliche Eigentum der Mittelklasse, die 40 Prozent der US-Bev&ouml;lkerung ausmache, von M&auml;rz bis Mitte Oktober um sieben Prozent zur&uuml;ckgegangen, so der Bericht weiter. Damit handle es sich um die gr&ouml;&szlig;te Senkung seit der globalen Finanzkrise 2008. Dies sei auf wirtschaftliche Instabilit&auml;t zur&uuml;ckzuf&uuml;hren: die Erh&ouml;hung des Zinssatzes, die Flaute auf dem Markt, das hohe Niveau der Inflation in den vergangenen Jahren, die allm&auml;hliche Abwertung des Geldes in den Banken. Immer weniger US-Amerikaner k&ouml;nnten ein Gleichgewicht von Einnahmen und Ausgaben erzielen.<br>\nEiner weiteren Studie zufolge ist die reale Zahl der Mittelklasse in den USA geschrumpft. Gem&auml;&szlig; einer Analyse des Pew Research Center wurden 61 Prozent der US-Erwachsenen im Jahr 1971 als Mittelklasse betrachtet. Bis 2021 sei dieser Anteil bereits auf 50 Prozent gesunken. Aufgrund der &ouml;konomischen Rezession sei ihr neu erworbenes Eigentum allm&auml;hlich annektiert worden, was die Mittelklasse stark beunruhige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/german.cri.cn\/2022\/11\/16\/ARTIVLwfyOwbFMDVOg4msP6N221116.shtml\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rechtsstaat und Grundrechte in der Corona-Krise<\/strong><br>\nDieser Vortrag wurde auf dem Symposium &bdquo;Corona, der Rechtsstaat und die demokratische Gesellschaft&ldquo; des Netzwerks Kritische Richter und Staatsanw&auml;lte (KRiStA) am 17.9.2022 in Halle (Saale) gehalten und ist ebenfalls auf FreiDok, dem Publikationsserver der Albert-&#8203;Ludwigs-Universit&auml;t Freiburg, ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nNie zuvor gab es im Deutschland der Nachkriegszeit so fl&auml;chendeckende, einschneidende und langdauernde Freiheitseinschr&auml;nkungen wie diejenigen, die Bund und L&auml;nder zum Schutz vor COVID-19 angeordnet haben. Seit M&auml;rz 2020 bis ins Fr&uuml;hjahr 2022 haben wir diverse Lockdowns und weitere Freiheitseinschr&auml;nkungen erlebt, die &ndash; wie die Maskenpflicht in &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln und die einrichtungsbezogene Impfpflicht &ndash; zum Teil heute noch gelten. Besonders gravierend waren die harten Lockdown-Ma&szlig;nahmen wie Schlie&szlig;ung von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, Schlie&szlig;ung von Einzelhandelsgesch&auml;ften, Gastronomiebetrieben, Kultureinrichtungen, Verbote von Sport- und Kulturveranstaltungen usw., zeitweise auch von Versammlungen und sogar von Gottesdiensten, das alles verbunden mit weiteren Kontaktbeschr&auml;nkungen in der &Ouml;ffentlichkeit und im privaten Bereich. Alte Menschen mussten in Kliniken alleine sterben, Kinder durften die Gesichter ihrer Lehrer und Mitsch&uuml;ler nicht sehen.<br>\nDas sind nur Stichworte zur Erinnerung. Die Coronapolitik hatte Deutschland in einen Ausnahmezustand versetzt, in dem ein normales Leben, wie wir es zuvor gewohnt waren, nicht mehr m&ouml;glich war.<br>\nEinen Ausnahmezustand hatte die Coronapolitik auch in verfassungsrechtlicher Hinsicht geschaffen. Denn die grundlegenden rechtsstaatlichen Regeln, die im Normalzustand unser Verfassungsleben bestimmen, wurden in ihr Gegenteil umgest&uuml;lpt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzwerkkrista.de\/2022\/11\/08\/rechtsstaat-und-grundrechte-in-der-corona-krise\/\">Dietrich Murswiek in KRiStA &ndash; Netzwerk Kritische Richter und Staatsanw&auml;lte n.e.V..<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Privilegien f&uuml;r Journalisten: Bundestags-Gutachten zweifelt an Neutralit&auml;t des Verfassungsgerichts<\/strong><br>\nDie h&ouml;chsten Richter in Karlsruhe verschaffen einem Karlsruher Presseklub vorzeitig Zugang zu ihren Urteilen. Die Praxis k&ouml;nnte gegen das Grundgesetz versto&szlig;en. (&hellip;)<br>\nKann die staatliche Informationst&auml;tigkeit einem privaten Verein &uuml;berlassen werden?<br>\nDas Gutachten mit dem Titel &bdquo;Presset&auml;tigkeit des Bundesverfassungsgerichts und Gleichbehandlung im publizistischen Wettbewerb&ldquo; kritisiert die Praxis scharf:  Pressemitteilungen nur einem exklusiven Kreis an Journalisten zur Verf&uuml;gung zu stellen, sei demnach f&uuml;r die benachteiligten Journalisten &bdquo;besonders schwerwiegend&ldquo;, hei&szlig;t es darin. Das Kriterium der &bdquo;Professionalit&auml;t&ldquo;, mit dem das Gericht die Bevorzugung rechtfertige, sei &bdquo;sehr vage und unbestimmt&ldquo;. Es sei auch zweifelhaft, ob es einem privaten Verein &uuml;berlassen werden k&ouml;nne, den Kreis der Empf&auml;nger der gerichtlichen Vorab-Infos festzulegen. Dieses Vorgehen k&ouml;nne nur eine &bdquo;eingeschr&auml;nkte Gew&auml;hr&ldquo; daf&uuml;r bieten, &bdquo;dass ein nicht meinungsneutraler Zugang zu den Vorabinformationen ausgeschlossen ist&ldquo;. (&hellip;)<br>\nMit dem Gutachten kommt die erst 2020 &ouml;ffentlich bekannt gewordene Praxis st&auml;rker unter Druck. Zwar hat das Karlsruher Verwaltungsgericht eine Klage der AfD in erster Instanz zur&uuml;ckgewiesen, dies jedoch vorwiegend aus formalen Gr&uuml;nden. Die AfD kritisiert einen Versto&szlig; gegen ihr Recht auf ein faires Verfahren als Prozessbeteiligte. In Justizkreisen gibt es wenig Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Handeln in Karlsruhe. W&uuml;rden Richterinnen und Richter an anderen Gerichten ihre Urteile vorab bekannt geben, w&auml;ren Disziplinarverfahren die Folge, hei&szlig;t es. (&hellip;)<br>\nErst k&uuml;rzlich wurde zudem bekannt, dass das Gericht mit seiner Medienarbeit offenbar jahrelang gegen die eigene Gesch&auml;ftsordnung (BVerfGGO) versto&szlig;en hatte. Dort hie&szlig; es fr&uuml;her, Presseverlautbarungen &uuml;ber Urteile d&uuml;rften erst dann &bdquo;hinausgegeben&ldquo; werden, wenn &bdquo;anzunehmen ist, dass die Entscheidung den Prozessbeteiligten zugegangen ist&ldquo;. Das &bdquo;Hinausgeben&ldquo; an die JPK-Mitglieder fand aber immer schon statt, bevor Kl&auml;ger und Beklagte von den Urteilen erfuhren. Vor rund zehn Jahren ist die Regelung dann angepasst worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/privilegien-fur-journalisten-bundestags-gutachten-zweifelt-an-neutralitat-des-verfassungsgerichts-8869651.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47589\">Unternehmer von Haftung befreien, die Politik retten? Werner R&uuml;gemer zum k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichtes.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59130\">Unternehmens-Lobbyist als H&uuml;ter des Grundgesetzes?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=78480\">Verfassungsgericht: R&uuml;ckenwind f&uuml;r autorit&auml;re Politik.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-90497","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=90497"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90497\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90508,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/90497\/revisions\/90508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=90497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=90497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=90497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}